00:00Moin Herr Baumgart, die Meffert-Statistik kennen Sie ja wahrscheinlich auch, oder?
00:05Leider. Also leider gut für ihn, nicht gut für uns. Müssen wir noch gucken, wie es geht.
00:09Deswegen gehen wir davon aus, dass wir ihn mit aller Macht auf den Platz prügeln.
00:12Kann er auch sonst auf der Bank sitzen?
00:14Ich bin bei sowas immer so, als wäre er du kannst oder du kannst nicht.
00:18Also dieses Halbkönnen, also wer du kannst 90, aber ich könnte vielleicht 10, ist alles Quatsch.
00:22Deswegen gehen wir davon aus, er spielt von Anfang an.
00:24Und so gehen wir auch mit der ganzen Sache um.
00:26Und alles andere ist dann auch nicht entscheidend für uns,
00:29sondern der Fokus liegt wirklich darin, dass er spielen soll.
00:32Es ist ja Dampf auf dem Kessel, also irgendwie ein Dauerzustand natürlich beim HSV,
00:36aber vielleicht gerade mit ein bisschen mehr Attil als sonst.
00:41Wie nehmen Sie solche Drucksituationen? Nehmen Sie sowas auch als persönliche Herausforderung an?
00:46Ist ja nun bei Weitem nicht das erste Mal in Ihrer Spieler- und Trainerkarriere,
00:50dass der Wind vielleicht auch ein bisschen von vorne kommt.
00:54Also erstmal muss man sagen, Druck auf dem Kessel ist in unserem Job immer.
00:57Und ich glaube, wir werden am Samstagabend, ich habe mal gelesen und mich darauf vorbereitet, Schalke 04,
01:03also die haben auch Druck auf dem Kessel.
01:05Also ich glaube, bei beiden Vereinen hast du nur Gegenwind.
01:08Also ich habe noch nicht den Rückenwind gehabt, hier nicht.
01:10Nein, also ich glaube, es ist alles gut. Ich finde, das gehört dazu.
01:13Klar muss man sich der Sache stellen.
01:15Ich bin jetzt auch keiner, der jetzt immer, ich sage mal jetzt, ja, jetzt gehe ich mit erhobenen Haupt,
01:19sondern es macht schon immer was mit einem.
01:21Die Frage ist halt, wie man da durchgeht. Ich versuche da klar durchzugehen,
01:24ich versuche da bei mir zu bleiben, aber ich bin auch keiner, der sagt,
01:28dass natürlich bleiben gewisse Sachen nicht einfach so.
01:30Also ich bin nicht der Typ, der schnipst und dann geht der Lächeln weiter,
01:35sondern ich versuche die Situation zu lösen und die kann ich nur auf meine Art lösen.
01:38Das werde ich, davon bin ich überzeugt. Das muss ich, glaube ich, keinem erklären.
01:42Und Sie haben es ja richtig gesagt, in dem Job hast du mehr Gegenwind als Rückenwind.
01:48Das ist einfach so und deswegen hoffe ich, dass man mir ansieht,
01:51dass ich genug Energie habe und klar bin in dem, was ich will.
01:54Und auch dann hoffen wir, dass die Entscheidungen am Samstag die richtigen sein werden,
01:57um das Spiel hier zu gewinnen.
01:59Setzt sowas vielleicht sogar irgendwie zusätzliche Kräfte frei
02:02oder ist das kontraproduktiv, da jetzt nochmal dies zu versuchen
02:05und da nochmal eine Kraft herzuholen? Sie sagen, Sie wollen klar bleiben.
02:09Das ist ja dann vielleicht auch gar nicht so leicht in solchen Situationen.
02:11Doch, das ist leicht. Du musst es halt hinkriegen.
02:14Es ist, glaube ich, schwieriger, wenn du anfängst rumzueiern oder einen Zickzackkurs zu fahren,
02:18sondern du musst gucken, wo willst du hin, was willst du erreichen,
02:21was hat dir gefallen, was hat dir nicht gefallen.
02:23Es ist ja nicht so, dass wir hier komplett daneben liegen. So ist es ja auch nicht.
02:26Auch wenn, wie sagten Sie, der Gegenwind extrem ist oder einfach da ist.
02:30Es ist ja nicht so, dass wir hier komplett daneben liegen mit dem, was wir an Idee haben.
02:33Wir haben die letzten Ergebnisse nicht eingefahren und auch teilweise,
02:36muss man sagen, durch das Ereignis Verschulden.
02:38Also sind wir auch selbst in der Lage, an Ergebnisse anzuknüpfen,
02:41die wir vorher gebracht haben und das muss auch das Ziel sein.
02:44Da geht es dann, wie ich es schon mal gesagt habe,
02:48gibt es ganz klare Situationen, wo du damit klarer kommst.
02:51Fußballspielen ist schön. Arbeiten, Mentalität, Laufbereitschaft kommt an erster Stelle
02:55und ich finde, so arbeitest du dich am besten raus.
02:57So habe ich es immer als Spieler geschafft und das ist auch das,
03:00was wir natürlich gerne am Samstag sehen wollen.
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