00:00Der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hat in Bezug auf Trump klare Haltung gezeigt.
00:07Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos forderte er die EU vor Journalisten auf, Rückgrat zu zeigen und ihm, so wörtlich, ins Gesicht zu schlagen.
00:15Newsom bezeichnete Trump als schwach und betonte, dass die Europäische Union sehr aggressiv gegen ihn vorgehen sollte.
00:30Die EU erwägt derweil weiterhin Gegenmaßnahmen, nachdem Trump acht europäischen Ländern mit Zöllen gedroht hat, die sich im Streit um Grönland auf die Seite Dänemarks gestellt haben.
00:54Trump warnte, dass jegliche Vergeltungszölle gegen die USA unklug wären und weitere Maßnahmen gegen Europa nach sich ziehen würden.
01:02Unterdessen hat der französische Präsident Emmanuel Macron die EU aufgefordert, angesichts dieser Drohungen ihre sogenannte Handelsbazooka, das Anti-Coharsion-Instrument, einzusetzen.
01:13Macron sieht sich nach Differenzen mit Trump mit der persönlichen Drohung eines 200-Prozent-Zolls konfrontiert.
01:19Newsom erklärte, die Europäer müssten mutiger sein und aufhören, Trump beschwichtigen zu wollen.
01:25Sie müssten Feuer mit Feuer bekämpfen.
01:32Die zunehmend scharfen US-Äußerungen zu Grönland haben in der EU Debatten über Gegenmaßnahmen entfacht.
01:38Sie prüfen, ob sie eine relativ neue wirtschaftliche Notbremse aktivieren sollten, ein Instrument, das bislang noch nie eingesetzt wurde.
01:45Das sogenannte Anti-Coharsion-Instrument existiert seit Ende 2023.
01:50Es schafft einen Mechanismus für eine gemeinsame EU-Reaktion, wenn ein Mitgliedstaat unter Druck gesetzt wird.
01:56Gemeins sind Fälle, in denen Maßnahmen angewendet oder angedroht werden, die Handel oder Investitionen beeinträchtigen, um eine bestimmte Entscheidung zu erzwingen.
02:05Auslöser sind Trumps Drohungen rund um Grönland.
02:08Er hat angekündigt, die Kontrolle über das Gebiet übernehmen zu wollen.
02:11Zugleich drohte er damit, ab dem 1. Februar Zölle gegen acht EU-Verbündete zu verhängen, weil sie sich für die Verteidigung Grönlands einsetzen.
02:21Grönland gehört zum Königreich Dänemark.
02:23Laut Trump würden die Zölle am 1. Juni auf 25 Prozent steigen, sollte der Widerstand anhalten.
02:29Kommt das Gesetz zum Einsatz, könnte die EU weitreichende Maßnahmen ergreifen.
02:33Das Instrument, das auch als Handelsbazooka bezeichnet wird, würde es ermöglichen, den US-Zugang zum Binnenmarkt in Teilen zu beschränken.
02:40Dabei könnte die EU auch bestehende internationale Abkommen außer Acht lassen.
02:45Zugleich warnen mehrere europäische Staats- und Regierungschefs vor Risiken.
02:50Ein harter Kurs könnte das transatlantische Bündnis und die NATO schwer beschädigen.
02:54US-Präsident Donald Trump hat Emmanuel Macron mit 200 Prozent Zoll auf französischen Wein und Champagner gedroht,
03:05weil Frankreichs Präsident nicht am Friedensrat für Gaza teilnehmen will.
03:10Trump hatte etwa 60 Staats- und Regierungschefs in einem Brief dazu eingeladen,
03:15Mitglieder seines Board of Peace für den Wiederaufbau des Gazastreifens zu werden.
03:20Dieser Friedensrat scheint inzwischen darauf ausgerichtet zu sein, globale Konflikte zu schlichten,
03:27als eine Art Konkurrenz zur UNO.
03:29Der US-Präsident hat auch Russland, Belarus und China in seinen Friedensrat eingeladen.
03:34Trump veröffentlichte auch eine private Textnachricht von Macron im Internet.
03:58Darin schlägt der französische Präsident Trump Treffen mit Ukrainern, Dänen, Syrern und Russen
04:04am Rande einer Konferenz in Paris vor und lädt den US-Präsidenten zum Abendessen ein.
04:10Macron schreibt aber auch, er verstehe nicht, was Trump in Grönland mache.
04:14Die Präsidenten Aserbaidschans und Armeniens sind auf einem Euronews-Panel am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos aufeinander getroffen.
04:26Es war ihr erster gemeinsamer Auftritt seit der Unterzeichnung eines historischen Friedensabkommens.
04:31US-Präsident Donald Trump hatte die Einigung im August im Weißen Haus vermittelt.
04:36Das Abkommen beendete einen drei Jahrzehnte langen Konflikt.
04:39Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev betont, Frieden sei eine aktive Entscheidung.
04:46Staats- und Regierungschefs müssten sie immer wieder treffen, um eine erneute Eskalation zu verhindern, die am Ende allen schade.
04:52Wir haben die Situation in unseren Händen, und wir haben das gemacht.
04:58Wir haben die Justiz, die internationale Art, unsere Sovereinheit, die Territorial-Integrität, und dann haben wir die Frieden.
05:06Und dann haben wir geholfen.
05:08Und für den Leiter des Landen, der für 30 Jahre zu verhindern,
05:12zu stoppen, am besten Zeitpunkt ist eine sehr entscheidende und sehr wichtige Entscheidung.
05:19We could have continued. I want to be very open with you and with the audience.
05:24But that would lead to endless wars. That would lead to more sufferings, more victims.
05:30Der armenische Präsident Vahagen Karaturian äußerte sich ähnlich.
05:35Die Regierung von der Erhöhre sind sehr viel, bez weiß, dass es die Erhöhung ist.
05:48Zu den beiden Staatschefs gesellte sich auch Serbiens Präsident Alexander Vucic.
06:13Er warnte vor einer dunklen Zeit und steht seit Monaten unter starkem innenpolitischen Druck,
06:18etwa wegen Protesten gegen Korruption.
06:48US-Präsident Trump wird heute eine Rede beim Weltwirtschaftsforum halten.
06:57Sie wird mit Spannung erwartet.
06:58Berlin-Kanzleramt. Hier plant Bundeskanzler Friedrich Merz, den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed Al-Sharah zu empfangen.
07:11Ein Diktator, wie Ali Ertan Toprak ihn nennt.
07:14Toprak ist Bundesvorstand der kurdischen Gemeinde und würde Al-Sharah lieber in Handschellen statt beim Händeschütteln sehen.
07:20Innerhalb von Syrien sind jetzt wieder 150.000 kurdische Zivilisten auf der Flucht.
07:28An unterschiedlichen Minderheitsgruppen gab es seit der Machtübernahme Massaker.
07:35Die sind alle dokumentiert von unterschiedlichen Menschenrechtsvereinen und Gruppen.
07:41Al-Sharah möchte dort eine sunnitisch-islamistische Herrschaft errichten.
07:46Seit etwas mehr als einem Jahr ist Al-Sharah, der vorher Al-Qaida-Kämpfer, war in Syrien an der Macht.
07:54Seitdem berichten Kurden von Unterdrückung und Vertreibung.
07:57Etwa 2,5 Millionen von ihnen leben in Syrien.
08:00Auch andere Minderheiten wie Alawiden, Christen und Jesiden sprechen von Gewalt, von Massakern.
08:06Überall sind dschihadistische Gruppen unterwegs, die diese Menschen abschlachten, umbringen und das auch noch offen zelebrieren, das offen feiern.
08:15Also sie machen das ja nicht mal versteckt, aber der Westen macht wieder einmal den Fehler, dass sie sich auf einen Islamisten einlässt.
08:26Um sich Gehör zu verschaffen, demonstrieren Hunderte vor dem Brandenburger Tor gegen den Besuch.
08:31Das für Montag geplante Treffen wurde von Al-Sharah zwar auf unbestimmte Zeit verschoben, doch das ist für sie nicht genug.
08:37Die Demonstranten fordern, dass Merz das Treffen komplett absagt.
08:45Doch dass das passiert, ist unwahrscheinlich, denn inhaltlich soll es um die Rückführung syrischer Flüchtlinge gehen.
08:50Und für Merz war die Migration ein zentrales Wahlkampfthema.
08:53Laura Fleischmann aus Berlin für Euronews.
08:55Die Zahl der Todesopfer bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste in Iran durch die Behörden liegt laut der NGO Human Rights Activists inzwischen bei über 4000.
09:10Die Aktivisten der Agentur in den USA befürchten allerdings, dass die Zahl der Todesopfer weit höher liegen könnte,
09:16da es wegen der Internetblockade schwierig ist, Informationen aus Iran zu bekommen.
09:22Die iranischen Behörden machen keine genauen Angaben zur Zahl der Todesopfer,
09:26aber der oberste Geistliche, Ayatollah Ali Khamenei, sagte, die Proteste hätten mehrere tausend Todesopfer gefordert und er machte die USA dafür verantwortlich.
09:38Laut Human Rights Activists wurden in Iran mehr als 26.000 Menschen festgenommen.
09:44Es wird befürchtet, dass wegen der Proteste Verurteilte hingerichtet werden könnten.
09:49Der US-Präsident hatte die Tötung friedlicher Demonstranten und die Durchführung von Massenhinrichtungen als rote Linien definiert.
09:58Und Trump hat wiederholt angekündigt einzugreifen, wenn die Führung in Iran diese roten Linien überschreite.
10:05Israelische Bulldozer haben damit begonnen, das Hauptquartier der UN-Agentur für palästinensische Flüchtlinge, UNRWA, im besetzten Ost-Jerusalem abzureißen.
10:20Die UN-Organisation sprach von einem beispiellosen Angriff und einem Verstoß gegen das Völkerrecht durch Israel.
10:27UNRWA-Sprecher Jonathan Fowler sagte, israelische Streitkräfte seien kurz nach 7 Uhr Ortszeit in das Gebäude gestürmt und hätten die Sicherheitskräfte vertrieben, bevor die Bulldozer anrückten.
10:40Was mit der UN-RWA geschehen sei, könne in Zukunft auch jeder anderen NGO oder diplomatischen Vertretung passieren, warnte Fowler.
10:50Israels rechtsextremer Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gwir, nannte die Zerstörung vor Ort einen sehr wichtigen Tag für die Regierungsführung in Jerusalem.
11:01Er verurteilte die UN-RWA als eine Organisation, die Terrorismus beherberge und unterstütze.
11:08Andere Unterstützer des Terrors könnten das gleiche Schicksal erwarten.
11:13Die israelische Regierung hat die UN-RWA wiederholt beschuldigt, Hamas-Mitglieder im Gazastreifen zu decken.
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