00:01Die Regierungen von sechs europäischen Ländern, darunter Deutschland und Kanadas,
00:06haben das israelische E1-Siedlungsprojekt im Westjordanland scharf kritisiert.
00:11In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie Israel auf,
00:14die Ausweitung der Siedlungen auf besetztem palästinensischen Gebiet zu stoppen.
00:19Durch das E1-Siedlungsgebiet wurde das Westjordanland geteilt
00:22und die Aussichten auf die Zwei-Staaten-Lösung untergraben.
00:25Zu den Unterzeichnern gehören neben Deutschland die EU-Staaten Frankreich, Italien und die Niederlande
00:31sowie Großbritannien, Norwegen und Kanada.
00:34Sie verwiesen auch auf das beispiellose Ausmaß von Gewalt israelischer Siedler gegen die Zivilbevölkerung.
00:40Die gemeinsame Erklärung erfolgte auf die öffentliche Ausschreibung der israelischen Behörden
00:45für den Bau von mehr als 1200 Wohnungen in dem Gebiet.
00:49Das E1-Projekt war im vergangenen Jahr von Israel genehmigt worden.
00:52Der Bau der Wohnungen würde Ost-Jerusalem, das von Israel besetzt und annektiert ist
00:57und überwiegend von Palästinensern bewohnt wird, weiter vom Westjordanland abtrennen.
01:02Rund 3400 neue Wohnungen sind geplant.
01:05Auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres bezeichnete den E1-Plan als existenzielle Bedrohung
01:11für einen zusammenhängenden palästinensischen Staat.
01:20In Australien ist ein 27-Jähriger mit russisch-australischer Staatsangehörigkeit
01:25wegen ausländischer Einmischung angeklagt worden.
01:28Er soll versucht haben, Russland Informationen über ukrainische Militäraktivitäten zu liefern.
01:33Laut Polizei reiste der Mann 2024 zu einer militärischen Ausbildung nach Russland
01:38und hielt nach seiner Rückkehr nach Australien Kontakt zu Personen, von denen er annahm,
01:43dass sie Verbindungen zum russischen Geheimdienst hätten.
01:462025 habe er sich in der Ukraine den Streitkräften angeschlossen
01:50und Zugang zu Informationen über Militärangehörige, Einheiten und Standorte erhalten.
01:55A number of electronic devices and various items relevant to the investigation were seized,
02:01which will undergo extensive forensic examinations.
02:05Vorsätzliche ausländische Einmischung wird in Australien mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft.
02:15Ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg, über das seit Wochen jeder spricht.
02:19Mehr als 80 Jahre lag dieses Motorrad im Schlamm der Donau.
02:23Der niedrige Wasserstand in Budapest hat das Wrack freigegeben.
02:27Wir besuchen mit Gabor Kohlrush und Norbert Hamburg vom Volksbund noch einmal den Fundort.
02:33Hier lagen sehr viele Trümmerfahrzeuge aus der letzten Zeit des Krieges in Budapest.
02:40Und diese Trümmer wurden hier alles runtergeschoben, direkt nach dem Krieg.
02:45Und erst später kamen dann diese Felsen dann drauf.
02:48102 Tage lang wurde im Jahr 1945 um Budapest gekämpft.
02:55Zehntausende Soldaten und Zivilisten starben.
02:58Um an die Kämpfe um Budapest zu erinnern, soll das freigelegte Motorrad aus der Donau später Teil einer Ausstellung werden.
03:05Wir haben eine reiche Sammlung von den Geräten des Zweiten Weltkrieges und dazu wird eingestellt ein Praktisches Stück.
03:15Unser Ziel ist damit eine Ausstellung oder in der Ausstellung ein solches Praktisches Zeigen, was zu dem Kämpfern für Budapest
03:25wird ein gravierendes Stück dazu.
03:28Was der Schlamm über Jahrzehnte konserviert hat, wird nun Stück für Stück sichtbar.
03:33Neben dem Motorrad auch Ausrüstung und Erkennungsmarken von zwei Soldaten.
03:38Die Gebeine wurden aufgenommen und in das Depot geliefert, also in den größten Soldatenfriedhof des Volksbundes in Ungarn, den Sammlfriedhof
03:49Budorj.
03:51Da wurden die Gebeine gereinigt, wurden anthropologisch aufgenommen, erfasst und werden dann im Herbst, im Oktober oder November mit den
03:58anderen in diesem Jahr gefundenen Soldaten eingebettet.
04:00Bis dahin versuchen die Experten, mehr über die beiden Männer herauszufinden.
04:05Wenn er gefallen wäre, hätten ihn, seine Kameraden, hätten die Erkennungsmarken gebrochen.
04:09Der obere Teil bleibt bei den Soldaten mit den zwei Löchern und der untere Teil nehmen die Kameraden an sich
04:15und schicken ihn an die zentrale Stelle.
04:17Die toten Soldaten bekämen damit nach über 80 Jahren ein Grab und vielleicht eines mit ihrem Namen.
04:24Für den Volksbund und das Ungarische Institut und Museum für Militärgeschichte ist Erinnerung auch Friedensarbeit.
04:34Spaniens Behörden haben in der Exklave Ceuta Notunterkünfte für 1.800 Migranten eingerichtet.
04:41Damit soll die humanitäre Krise in der Stadt entschärft werden.
04:45Laut lokalen Medien kampierten rund 4.000 Menschen am Strand von El Trampolin.
04:50Sie wurden aufgefordert, sich in die Notunterkünfte zu begeben.
04:54Die Regierung erklärte, sie wolle die Kapazität der provisorischen Unterbringungen schrittweise erweitern.
05:01In der Stadt Ceuta haben die mehreren tausend illegal eingereisten Migranten Probleme, an Wasser, Lebensmittel und sanitäre Einrichtungen zu kommen.
05:10Vor allem unbegleitete Minderjährige halten sich noch dort auf, nachdem die meisten der mehreren zehntausend Migranten Ende Juli wieder nach
05:20Marokko zurückgekehrt waren.
05:21Mindestens 90 Menschen starben bei dem Versuch, in Spaniens Exklave zu gelangen.
05:36Mitten in der einstigen Kohleregion Lausitz entsteht eines der größten KI-Rechenzentren Europas.
05:4311 Milliarden Euro hat das Unternehmen SchwarzDigits, das wie Lidl zur Schwarzgruppe gehört, investiert.
05:48Rund 100.000 Rechenchips sollen hier verbaut werden, um beispielsweise schnelles Lernen von KI-Modern zu garantieren.
05:54Ende 2027 sollen die ersten Serverräume an den Start gehen.
05:59Gleichzeitig stehen Rechenzentren in der Kritik.
06:01Sie seien zu energieintensiv, zu laut und ihr Wasserverbrauch zu hoch.
06:05Doch hier soll alles möglichst nachhaltig ablaufen.
06:08Das Kühlsystem soll nur ein einziges Mal mit Wasser befüllt werden müssen.
06:11Und die Gebäude seien speziell lärmisoliert.
06:14Zudem soll der Komplex nur mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben werden.
06:18Davon wird viel benötigt.
06:20Im Vollbetrieb braucht das Rechenzentrum jährlich so viel Strom wie eine mittelgroße Stadt.
06:29Ein Waldbrand, der seit Anfang des Monats in Serbien wütet, ist einem Dorf gefährlich nahe gekommen.
06:35Die Menschen mussten ihre Häuser räumen.
06:37Derweil kämpft die Feuerwehr darum, die Flammen im Naturschutzgebiet Diliblatska-Beschčara, der Banater-Sandwüste, unter Kontrolle zu bringen.
06:45Das Feuer hat in den knapp drei Wochen große Teile des Waldschutzgebietes etwa 60 Kilometer östlich von Belgrad verwüstet.
06:52Als die Temperaturen auf 39 Grad Celsius kletterten und starker Wind die Flammen in Richtung der Wohnhäuser trieb,
06:59wurde die Evakuierung eines kleinen Weilers am Rande des Schutzgebietes notwendig.
07:03Danach entsandte Russland auf Serbiens Bitte um Hilfe hin ein Löschflugzeug.
07:07Dieses kann 42.000 Liter Wasser transportieren und half dabei, Teile des Brandes zu löschen.
07:12Serbiens Innenminister Ivica Dacic erklärte jedoch, die Lage sei aufgrund des Sandes und der extremen Temperaturen weiterhin gefährlich.
07:21In der gesamten Region sind dutzende Brände gemeldet worden.
07:24Auch für weite Teile des Balkans gelten Warnungen vor extremer Hitze.
07:31In ganz Russland ist nur noch an weniger als drei von zehn Tankstellen Benzin erhältlich.
07:38Diese zweite Welle der Kraftstoffknappheit ist offenbar heftiger als die erste.
07:42Auch in Moskau bildeten sich Warteschlangen an den Zapfsäulen.
07:47Kraftstoffbeschränkungen, darunter Begrenzungen der pro Kunde verkauften Menge, QR-Code-basierte Rationierung
07:53und Regelungen nach geraden und ungeraden Kfz-Kennzeichen gelten in fast allen Regionen.
08:00Die Krise ist die direkte Folge der anhaltenden Drohnenangriffe der Ukraine auf die russische Ölinfrastruktur
08:06als Reaktion auf russische Luftschläge.
08:08Allein in den ersten beiden Augustwochen wurden fast ein Dutzend Anlagen getroffen.
08:15Russlands Präsident Wladimir Putin räumte die Verknappung Ende Juli ein und bezeichnete sie als nicht kritisch.
08:23Am Mittwoch wiederholte Putin, dass die Angriffe keine kritischen Folgen hätten,
08:27räumte aber ein, dass sie Schäden verursachen.
08:33Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, warnt,
08:38Europa habe die erste digitale Revolution verpasst und könne es sich nicht leisten,
08:43bei der künstlichen Intelligenz, KI, erneut den Anschluss zu verpassen.
08:48Beim International Business Council des Weltwirtschaftsforums in Genf forderte Lagarde,
08:55die EU müsse ihren Binnenmarkt vollenden und die nach wie vor zu fragmentierten Kapitalmärkte integrieren,
09:02wenn sie im KI-Wettlauf gegen die USA und China mithalten wolle.
09:072024 hatte ihr Vorgänger Mario Draghi die KI als letzte Chance für Europa bezeichnet,
09:14wieder Anschluss an den internationalen Technologiewettlauf zu finden.
09:19Seitdem hat die EU-Kommission den Einsatz von KI sowie die Finanzierung von Rechenzentren gefördert.
09:28Die EZB-Präsidentin verlangt ein schnelleres Vorgehen der Europäischen Union
09:33bei der Spar- und Investitionsunion, SIU, sowie bei der Integration des EU-Binnenmarkts.
09:46In der berühmten Champagne in Nordostfrankreich hat die Weinlese bereits sehr früh begonnen.
09:52An den Hängen von Au-Villiers starten die Erntehelfer ihren Tag schon seit Mitte August um 6.30 Uhr.
09:59Die Trauben sind aufgrund der intensiven Hitze in Rekordgeschwindigkeit gereift.
10:06Je nach Gebiet und Rebsorte begannen die Winzer die Lese fast einen Monat früher als traditionell üblich.
10:29Etwas weiter östlich, in Tours-sur-Marne, ist die Situation ähnlich.
10:34Schon seit der Hitzewelle von 2003 werden die Trauben immer früher reif.
10:442003 reste dans les Annales. On s'en souvient encore.
10:47C'est d'ailleurs la première année où on a vendangé fin août en Champagne.
10:52Depuis 2003 on a déjà vendangé au moins dix fois fin août.
10:57Et donc 2026 restera probablement dans les Annales par son gel, par sa précocité.
11:03Et peut-être que dans 20 ans on se dira que finalement vendangé le 15 août, ça devient à peu
11:06près normal.
11:07Der Frostende März hatte die Winzer in der Champagne besorgt,
11:11bevor vier Hitzewellen und Trockenheit die Reifung der Trauben beschleunigten.
11:16Die Ernte dürfte geringer ausfallen als erhofft.
11:20Im Keller wurde der erste Saft zwar bereits gepresst,
11:23aber es gilt, ein paar Jahre abzuwarten, um herauszufinden,
11:27ob dieser sehr frühe Jahrgang sich auch als großartig erweist.
11:37– Sous-titrage FR 2021
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