00:01Bundeskanzler Friedrich Merz und AfD-Chefin Alice Weidel haben sich am Mittwoch im Bundestag einen hitzigen Schlagabtausch geliefert.
00:07Drei Tage nach dem erdrutschartigen Wahlsieg der in Teilen als rechtsextrem eingestuften Partei in Sachsen-Anhalt.
00:14Weidel eröffnete die Debatte mit der Erklärung, die Tage der Koalition unter Merz seien vorbei.
00:19In Sachsen-Anhalt haben die Bürger sie nicht nur abgestraft, sondern ihre Partei, die CDU, pulverisiert.
00:26In Mecklenburg-Vorpommern sind sie bereits Kleinstpartei und im Bund auf dem besten Weg dahin. Zurecht.
00:35Sie haben die Botschaft nicht verstanden, die Ihnen die Wähler in Sachsen-Anhalt am vergangenen Sonntag geschickt haben.
00:41Das ist doch nicht weiter relevant, weil Ihre Zeit ist ohnehin abgelaufen.
00:46Die Bürger wollen den Politik wechseln und sie werden ihn bekommen.
00:50Friedrich Merz entgegnete, das Landtagswahlergebnis der AfD sei bemerkenswert.
00:54Er wies aber auch darauf hin, dass die Partei, die für eine Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt nötige absolute Mehrheit verfehlt
01:01habe.
01:01Der AfD warf er unter anderem vor, mit dem politisch brisanten Begriff Remigration Politik zu machen und gleichzeitig auf noch
01:08mehr Abschiebungen zu drängen.
01:10Nirgendwo in Deutschland werden Sie mit dieser Politik die Mehrheiten bekommen.
01:16Sie sind und Sie bleiben, Frau Weidel, eine destruktive Kraft.
01:22Und wenn das wahr würde, was Sie hier propagieren, nämlich Remigration, was ja nichts anderes ist als eine ethnische Säuberung
01:33nach Hauptfarbe und Herkunft.
01:36Nichts anderes, meine Damen und Herren, das Wort Remigration ist nichts anderes als ein Synonym für ethnische Säuberung nach Herkunft
01:48und Hauptfarbe.
01:51Der Aufstieg der AfD beunruhigt auch international viele, die Deutschland aufgrund seiner Nazi-Vergangenheit in einer besonderen historischen Verantwortung sehen.
01:59Die AfD erzielte bei der Wahl am Sonntag fast 44 Prozent der Stimmen, die CDU kam auf 17 Prozent.
02:05In diesem Monat stehen zwei weitere Landtagswahlen an, bei denen die AfD voraussichtlich ebenfalls stark abschneiden wird.
02:16Der plötzliche Ansturm von mehr als 70.000 Migranten auf die spanische Exklave Ceuta Ende Juli war nach Ansicht von
02:23Spaniens früherer Außenministerin Arrancha González-Laya ein hybrider Angriff auf eine Außengrenze der Europäischen Union.
02:50Die massenhafte Ankunft verschärfte die Spannungen mit Marokko.
02:54Polizeiberichte deuteten auf nachsichtiges Vorgehen der marokkanischen Sicherheitskräfte gegenüber den Grenzübertritten hin.
03:00The objective is, and let's be very clear about that also, to weaken the Spain and through that to weaken
03:08the European Union at the time when the European Union is going through a lot of electoral process at the
03:15time, when there are questionings in the European Union, including from political parties within the European Union, and where migration
03:23is a sensitive social issue.
03:25González hatte in ihrer Amtszeit einen ähnlichen Vorfall erlebt. Inzwischen halten sich nach Angaben der spanischen Regierung noch etwa 5
03:32.000 Migranten in der nordafrikanischen Exklave auf.
03:37Die US-Armee hat am Dienstag nach eigenen Angaben fünf iranische Öltanker zerstört, als Reaktion auf mehrmalige iranische Angriffe mit
03:45ballistischen Raketen auf ein US-Kriegsschiff.
03:48Das US-Zentralkommando teilte mit, das Kriegsschiff habe den Angriffen ausweichen können und seine Patrouille fortgesetzt.
03:55Amerikanische Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.
03:58Die Besatzungen der fünf Öltanker seien vor den Angriffen aufgefordert worden, die Schiffe zu verlassen.
04:03Der Iran reagierte mit Beschuss von US-Zielen in Jordanien.
04:07Das jordanische Militär gab an, 18 ballistische Raketen abgefangen zu haben.
04:11Zwei weitere seien in unbewohnten Gebieten eingeschlagen.
04:14Der Iran vermeldete außerdem, ein unbemanntes US-Unterwasserfahrzeug nahe der Einfahrt zur Straße von Hormuz beschlagnahmt zu haben.
04:22Das iranische Staatsfernsehen strahlte Aufnahmen der angeblich erbeuteten Drohne aus.
04:29Die jüngsten Auseinandersetzungen haben den Kampf um die Kontrolle über die Straße von Hormuz weiter verschärft.
04:42Finnland hat einen 200 Kilometer langen Sicherheitszaun entlang seiner Grenze zu Russland fertiggestellt.
04:50Helsinki warf Moskau-Hybride Kriegsführung vor, indem es Migranten gezielt an die Grenze gebracht haben soll.
04:58Der Kreml wies das zurück.
05:13Im Jahr 2023 trafen mehr als 1300 Migranten ohne Visum an der finnischen Ostgrenze ein,
05:22was Finnland dazu veranlasste, seine Landesgrenze zu Russland noch im selben Jahr zu schließen.
05:42Der 4,5 Meter hohe Zaun wurde in verschiedenen Abschnitten errichtet und ist mit Kameras und Sensoren ausgestattet.
05:54Weltweit schneiden Schüler in entscheidenden Fächern schlechter ab. Wie sieht es in den einzelnen EU-Ländern aus?
06:04Laut dem aktuellen PISA-Bericht, der die Fähigkeiten von 15-Jährigen in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften in den
06:11OECD-Ländern misst,
06:13ist ein allgemeiner Leistungsrückgang in diesen Hauptfächern zu verzeichnen.
06:17Den stärksten Rückgang stellte man beim Lesen fest.
06:20Zwischen 2015 und 2025 sanken die Punktzahlen in den OECD-Mitgliedstaaten um 28 Punkte.
06:26Im Jahr 2025 lagen sieben EU-Länder mit ihrer durchschnittlichen Leistung deutlich über dem OECD-Durchschnitt,
06:33während 13 Mitgliedstaaten deutlich drunter lagen.
06:37An zweiter Stelle folgte Mathematik mit einem Rückgang von 22 Punkten im letzten Jahrzehnt.
06:42Im vergangenen Jahr wiesen elf EU-Länder eine deutlich über dem OECD-Durchschnitt liegende durchschnittliche Leistung auf,
06:49während neun Mitgliedstaaten deutlich darunter lagen.
06:52Die Leistungen im Fach Naturwissenschaften sind im letzten Jahrzehnt jedoch vergleichsweise stabil geblieben.
06:58Dort wurde der geringste Rückgang registriert.
07:00Der Bericht stellt zudem fest, dass die Welt nicht mehr in reiche Länder mit guten Schulen und arme Länder mit
07:06schwachen Schulen unterteilt ist.
07:08So gibt beispielsweise Luxemburg mit Abstand am meisten für Bildung aus,
07:13verzeichnete jedoch niedrigere Durchschnittswerte in Naturwissenschaften als Irland, Frankreich und Italien.
07:18Länder, die alle weniger als die Hälfte dieses Betrags pro Schüler investierten.
07:25Die griechische Verkehrspolizei hat in Athen und dessen Umland auf der Halbinsel Attika
07:30eine neue Runde intensiver Kontrollen von E-Scootern gestartet.
07:34Nach Unfällen, bei denen zwei Minderjährige schwer verletzt wurden.
07:38In den ersten acht Monaten des Jahres wurden in Attika 56 Verkehrsunfälle mit E-Scootern registriert
07:44und weit über 3000 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung.
07:49Die griechischen Rechtsvorschriften sind schon verschärft worden.
07:52Die Nutzung von E-Rollern ist für Minderjährige unter 17 verboten.
07:55Es wurde eine Versicherungspflicht eingeführt und strengere Strafen für die Fahrt auf Straßen,
08:00auf denen mehr als 50 Stundenkilometer erlaubt sind.
08:04Unternehmen, die E-Scooter an Personen unter 17 Jahren verkaufen,
08:07vermieten oder zur Verfügung stellen, riskieren ein Bußgeld.
08:11Die härtere Gangart beschränkt sich nicht auf Griechenland.
08:14Paris und Madrid haben beispielsweise Leih-E-Scooter verboten.
08:17Brüssel zieht ab Januar 2027 nach.
08:21Finnland hat ein Mindestalter von 15 Jahren für die Nutzung der meisten Elektroroller eingeführt.
08:26Deutschland verschärft die Haftung der Verleihfirmen im Falle eines Unfalls.
08:30Ab 2027 kommen unter anderem eine Blinkerpflicht für neue Modelle und strengere Vorgaben für Verleiher hinzu.
08:39Drei Aktivistinnen der Teerechtsorganisation PETA sind auf der griechischen Insel Santorini
08:44in eine handfeste Auseinandersetzung verwickelt worden.
08:47Das bestätigte die Organisation Euronews Deutschland.
08:51Nach Angaben von PETA filmten die Aktivistinnen eine Protestaktion,
08:55als mehrere Männer versucht haben sollen, weitere Aufnahmen zu verhindern.
08:59Die Organisation wirft ihnen vor, Protestschilder zerstört,
09:02die Frauen beleidigt und körperlich angegangen zu haben.
09:05Eine Aktivistin soll ins Gesicht geschlagen worden sein.
09:09Wir waren gerade bei der Aktion und die aggressiven Eselreiter haben uns angegriffen.
09:14Ich wurde ins Gesicht geschlagen von einem großen, erwachsenen Mann.
09:18Er hat mich ins Gesicht geschlagen.
09:20Seit Jahren kämpft PETA gegen den Einsatz von Maultieren auf Santorini
09:24als sogenannte Eseltaxis für Touristen.
09:27Die Organisation dokumentierte in den letzten Jahren wiederholt Tiere mit Wunden und Abschürfungen
09:33und kritisierte unter anderem die Arbeitsbedingungen bei hohen Temperaturen.
09:37Wir haben Fotos gemacht. Auf einmal kamen mehrere Eseltreiber auf uns zu.
09:41Sehr aggressiv, haben uns attackiert, wollten uns verscheuchen,
09:45die Kameras, die Schilder wegnehmen und die Schilder zerstört.
09:48Wer genau für die einzelnen Handlungen verantwortlich war,
09:51müssen nun die zuständigen Behörden klären.
09:54PETA kündigte an, wegen des Vorfalls Strafanzeige zu erstatten.
10:01Norwegen hat am Mittwoch mit einer landesweiten Schweigeminute
10:04die Trauerfeier für König Harald V. eingeleitet.
10:09Mitglieder des Königshauses, Staatsoberhäupter und Politiker
10:12standen schweigend im Osloer Dom,
10:14um dem im August verstorbenen Monarchen die letzte Ehre zu erweisen.
10:18Der Trauerzug bildete den Höhepunkt der Staatstrauer,
10:22die seit dem Tod des 89-jährigen Königs vor rund zwei Wochen andauert.
10:26Angeführt von seinem Sohn und Nachfolger, König Håkon VIII.,
10:30zogen die norwegische Königsfamilie, ausländische Königshäuser
10:34und weitere Würdenträger zu Fuß mit.
10:36Der Sarg wurde über die Hauptstraße der Stadt zum Osloer Dom gebracht,
10:40wo die Zeremonie begann.
10:43Haralds Witwe, die 89-jährige Königin Sonja
10:45und die neue Königin Mette Marit folgten in einem Auto.
10:50In der vergangenen Woche besuchten tausende Norweger
10:52den aufgebahrten Sarg des Königs.
10:54Manche warteten stundenlang in der Schlange.
10:57Der Platz vor dem Palast war mit Blumen, Zeichnungen und Kerzen bedeckt.
11:02Fast 72 Prozent der Norweger gaben in einer nach dem Tod des Königs
11:06durchgeführten Umfrage an, die Monarchie zu unterstützen.
11:09Ein Anstieg um acht Prozentpunkte
11:11gegenüber einer früheren Erhebung im Mai.
11:13Bis zu seinem Tod war Harald V. der älteste regierende Monarch Europas.
11:18Die norwegische Polizei hat für die Beisetzung
11:21zahlreiche Polizisten und Soldaten mobilisiert.
11:24Sie spricht von einem der größten Einsätze ihrer Geschichte.