00:00Donald Trump hat es geschafft, seine eigenen Anhänger in North Carolina zu entsetzen.
00:04Bei einem Wahlkampfauftritt in Gastonia wollte Trump eigentlich den republikanischen Kandidaten Michael Wadley unterstützen.
00:11Doch statt Lob für den Bundesstaat, in dem er gerade zu Gast war, hagelte es harsche Kritik.
00:17Vor laufenden Kameras erklärte Trump, North Carolina sei früher wunderschön gewesen, wie Apfelkuchen.
00:23Heute aber, so Trump, gehöre der Bundesstaat zu den gewalttätigsten und schlimmsten im ganzen Land.
00:30Die Reaktionen im Publikum? Fassungslosigkeit. Doch damit nicht genug.
00:35Trump schob die angeblich katastrophale Entwicklung North Carolinas dem demokratischen Gouverneur Roy Cooper in die Schuhe.
00:43Mit einer Reihe von Behauptungen zu Kriminalität und Katastrophenschutz versuchte er, Cooper schlecht dastehen zu lassen.
00:49So behauptete Trump, Cooper habe 3500 Mörder und Kriminelle auf freien Fuß gesetzt.
00:57Die Realität sieht allerdings anders aus.
00:59Die Zahl bezieht sich auf eine Einigung im Zusammenhang mit Corona-Schutzmaßnahmen in Gefängnissen.
01:05Tatsächlich wurden rund 3500 Häftlinge vorzeitig entlassen.
01:10Aber wie viele davon wirklich wegen Mordes verurteilt waren, ist unklar.
01:14Die Kläger hatten ursprünglich sogar die Freilassung von 18.000 Häftlingen gefordert.
01:20Cooper setzte sich jedoch für eine deutlich geringere Zahl ein.
01:24Auch Trumps Behauptung, North Carolina sei einer der gefährlichsten Bundesstaaten, hält einem Faktencheck nicht stand.
01:31FBI-Daten zeigen, dass mindestens 18 andere Bundesstaaten höhere Gewaltkriminalitätsraten aufweisen.
01:37Darunter Texas, Kalifornien und Tennessee.
01:40Und als wäre das nicht genug, widersprach sich Trump sogar selbst.
01:44Während er Coopers Krisenmanagement beim Hurricane Hellion 2024 scharf kritisierte,
01:51hatte er in den Jahren zuvor Coopers Einsatz noch gelobt.
01:54Sogar republikanische Lokalpolitiker würdigten Coopers Engagement ausdrücklich.
01:59Einmal mehr zeigt sich, Trumps Reden sorgen für Aufsehen.
02:03Doch die Fakten sprechen oft eine ganz andere Sprache.
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