- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:16Tomas?
00:39Oh Gott!
00:47Ja?
00:49Morgen, Stockl.
00:50Grüß dich Michi.
00:51Stockl, sag mal, hast du einen Klebestreifen?
00:54Ja, aber Wiedersehen macht Freude.
00:58Klar ist.
00:59Stockl, ist aber nur ein Klebestreifen.
01:02Ich wollte es nur gesagt haben.
01:04Freilich.
01:05Kippo Rosenheim, Apparat Stockl, grüß Gott.
01:08Ja.
01:10Ja.
01:11So schön.
01:15So, frisch gebrühter Kaffee.
01:18Guckst du auch einen Schluck?
01:19Ja, gern.
01:22Fällt es dir bei uns?
01:23Das kannst du laut sagen.
01:25Schön.
01:32Na, da bin ich euch wirklich dankbar, dass ich da sein darf.
01:34Während dein Bruder in Passau ermittelt.
01:36Weißt du schon.
01:37Und ich würde mich auch ganz gern revanchieren.
01:39Weißt du?
01:40Ja, wie?
01:42Ja, ich habe mir gedacht, dass ich vielleicht einmal einen Stall mache.
01:47Na ja, das weiß ich nicht, ob ich das den Viechern antun mag.
01:51Ich kann doch was anderes auch machen, wo ich nichts falsch machen kann.
01:53Also einen Einkauf erledigen.
01:57Hofer?
01:58Ja, grüß Gott, Herr 80er.
02:02Was gibt's denn?
02:03Ah, einen wunderschönen guten Morgen, liebe Frau Hofer.
02:06Also ich rufe an wegen unserem koreanischen Streichquartett.
02:10Die verlassen uns doch bereits morgen Abend.
02:12Mhm.
02:13Und da habe ich gedacht, den sollten wir eigentlich ein Abschiedsgeschenk überreichen.
02:18Verstehe.
02:19Und an was haben Sie da so gedacht?
02:21Ich hatte gehofft, dass Ihnen vielleicht da was Passendes einfällt.
02:26Tja, ich weiß jetzt auch nicht so schnell und bin halt den ganzen Tag unterwegs.
02:30Aber ich habe da so eine Idee.
02:32Ich kümmere mich drum, Herr 80er.
02:34Wunderbar, Frau Hofer.
02:36Da fällt mir jetzt wirklich ein Stein vom Herz.
02:38Keine Ursache.
02:39Also vielen Dank, Frau Hofer.
02:41Und ja, richten Sie doch Grüße an den Herrn Hartl aus.
02:44Ja, die richte ich ihm aus.
02:47Also heute Abend.
02:48Ich meine, wenn er wiederkommt.
02:49Ja, ist schon recht.
02:51Also bis dann, Frau Hofer.
02:52Wiederhören.
02:54Ich soll das schöne Grüße ausrichten.
02:56Ja, danke.
02:57Du, ich würde dich tatsächlich bitten, ein wenig was für mich einzukaufen.
03:01Ich habe keinen Fall.
03:03Also, kein Problem.
03:05Moment, hab's gleich.
03:06Mhm.
03:09Nein, gerade rede ich davon.
03:12Guten Morgen, Stockl.
03:14Ja.
03:15Nein, ich bin doch schon auf dem Weg.
03:18Ja.
03:19Ja.
03:19Beim Bahnhof das.
03:20Ja.
03:20Ja, weiß ich.
03:21Ja.
03:22Der Mann ist schon da, freilich.
03:24Bin auch gleich da.
03:26Glaubst du das?
03:27Vielen Dank.
03:27Aber das ist wichtig.
03:29Ich muss mich drauf verlassen können, gell?
03:31Was ich versprich, das ist gut.
03:33Dein Wort in Gottes Ohr.
03:34Ja.
03:34Jetzt muss ich aber.
03:35Wir haben eine Leiche im Pfandleihaus.
03:37Mhm.
03:37Der Schuldner oder der Gläubiger?
03:39Was ich mitgekriegt habe, äh, schuldiger Gläubiger.
03:43Wenn der Kollege jetzt nicht kommt, dann gehen wir halt rein.
03:45Tja.
03:45Wunderschönen guten Morgen, Gern.
03:47Ach.
03:47Guten Morgen.
03:48Grüß dich, Hartl.
03:49Du, das Ganze ist ein bisschen kompliziert.
03:52Der Herr Lind weiß schon Bescheid.
03:53Deswegen nur die Kurzfassung.
03:54Ist mir eh lieber.
03:55Tja.
03:55Also, der Name des Opfers ist Thomas...
03:58Sag mal, wie meinst du denn das?
04:02Nein, bloß, äh, verzeih halt.
04:05Der Name des Opfers ist Thomas Seiler.
04:07Er war der Besitzer von diesem Pfandleihaus hier.
04:09Heute Morgen um 9 Uhr in der Früh hat uns seine Frau Christa Seiler tot aufgefunden.
04:14Der Laden hier hat zwei Eingänge.
04:16Einen vorne für die Kunden und einen für die Leute, die hier arbeiten.
04:18Das ist allerdings nur das Ehepaar Seiler.
04:21Gibt's vielleicht...
04:21Beide Eingänge sind unversehrt und wurden nicht aufgebrochen.
04:24Die Frau Seiler sagt allerdings, dass dieser Eingang hier heute in der Früh nur angelehnt gewesen ist.
04:30Vielleicht sollten Sie noch erwähnen, dass die Alarmanlage ausgeschaltet war.
04:33Die Alarmanlage war ausgeschaltet.
04:35Das heißt, der Herr Seiler hat seinen Mörder offenbar selbst reingelassen.
04:38Ist was gestohlen worden?
04:40Bisher wissen wir von nichts.
04:42Die Frau Doktor, ist die schon länger?
04:45Dann gehen wir doch rein. So weit waren wir heute schon mal.
04:53Frau Doktor, guten Morgen.
04:55Guten Morgen.
04:56Guten Morgen.
04:57Schön, dass es die Herren noch geschafft haben.
04:59Ja, wir haben es noch geschafft.
05:01Ach.
05:01Ja.
05:02Und?
05:04Das Opfer hat einen kräftigen Schlag auf die Schläfe bekommen.
05:07Mit dem Feuerlöscher da?
05:09Ja, ich geh davon aus.
05:11Wir haben Blutspuren dran gefunden.
05:13Fingerabdrücke aber leider keinen.
05:14Danke.
05:15Brennt hat's ja nicht.
05:17Nein.
05:19Einen Todeszeitpunkt?
05:20Das ist nicht ganz leicht zu sagen.
05:22Ich nehme an, dass er seit zwölf Stunden hier liegt.
05:25Also gestern Abend gegen 21 Uhr.
05:27Mhm.
05:28Ähm, Uli, dürfen wir schon mal?
05:29Ja, bitte schön.
05:30Wir sind fertig.
05:31Okay.
05:32Was sind das für Spuren?
05:33Das sind die Spuren von der Frau Seiler, die wohl ihn gefunden hat.
05:36Da drüben sind aber noch mehr, ja?
05:38Ja, das sind vielleicht die Spuren vom Täter.
05:40Sind aber unvorstellig.
05:42Ja, wir schauen, dass wir da können.
05:43Hoffe ich doch.
05:44Danke dir.
05:45Die Frau ist jetzt wo?
05:47Die Frau Seiler.
05:48Die ist hinten im Lager.
05:49Danke erstmal, Frau Doktor.
05:51Sehr gerne.
05:51Aufpassen.
05:52Ja, ja.
05:59Das ist mein Kollege, der Herr Hartl.
06:06Wir sind die leitenden Ermittler.
06:09Ja.
06:10Unser Beileid erstmal.
06:11Danke.
06:12Wir müssen Ihnen trotzdem ein paar Fragen stellen.
06:14Geht es?
06:15Bitte.
06:18Ja.
06:19Können Sie sich vorstellen, wie ihr das getan habt?
06:23Wissen Sie, wir geben den Leuten Kredite.
06:27Ohne viel Wenn und Aber.
06:30Die meisten sind dankbar dafür.
06:32Aber es gibt auch immer welche, die machen uns für ihre Misere verantwortlich.
06:37Erst gestern haben wir wieder so einen Fall gehabt.
06:42Aber dass da einer zum Mörder wird, das habe ich bis jetzt nicht geglaubt.
06:48Was war denn da los gestern?
06:53Es hat Ärger gegeben mit dem Herrn Franz von Stein.
06:57Der Franz von Stein?
06:59Ja.
07:01Er hat sich wahnsinnig aufgeregt und verlangt, dass wir ihm sein Gemälde zurückgeben.
07:06Was für ein Gemälde?
07:07Landauer.
07:09Der Kredit war fällig.
07:11Und mein Mann hat gewollt, dass er den Kredit bedient oder die Zinsen für eine Verlängerung
07:15zahlt.
07:16Aber beides hat er nicht gekonnt.
07:19Und da ist das Brötel zur Versteigerung freigeben worden?
07:21Genau.
07:22Wie viel hat Ihr Mann ihm dafür gegeben?
07:24Wenn ich das richtig verstanden habe, dann waren es 100.000 Euro.
07:29100.000?
07:30Für ein, wie heißt der?
07:32Landauer.
07:33Bayerischer Maler aus dem 19. Jahrhundert.
07:35Könnten wir das Bild mal sehen?
07:37Ja.
07:38Bitte.
07:39Muss ich den kennen, Franz von Stein?
07:41Das ist Lokalprominentzler.
07:44Ein bisschen schräger Vogel.
07:45Also, ihr hättet sich für was Besonderes, aber wenn Sie mich fragen, die ist nicht mehr
07:48ganz sauber.
07:49Die hat einen Schuss.
07:57Also, ich weiß jetzt auch nicht, wo das ist.
08:00Eigentlich müsste es hier stehen.
08:01Vielleicht liegt es in irgendeinem Safe?
08:03Ja.
08:03Nein.
08:05Unser Safe ist nicht so groß.
08:07Aber ich bin ganz sicher, dass mein Mann das so hingestellt hat.
08:10Dann klang es jetzt bitte nichts mehr an, weil ein Zufall ist das nicht.
08:14Wie sahen das Gemälde aus?
08:15Ach.
08:16Ehrlich gesagt.
08:17Ich habe nur einen flüchtigen Blick drauf geworfen.
08:20Um solche Dinge kümmert sich...
08:23hat sich mein Mann gekümmert.
08:27Wenn Sie es genau wissen wollen, dann müssen Sie den Herrn Doktor Brock fragen.
08:30Das ist unser Spezialist für diese Art von Gemälden.
08:34Der war übrigens gestern Nachmittag auch da.
08:37Und hat alles mitgekriegt.
08:38Haben Sie eine Adresse von dem Herrn?
08:39Ja, freilich.
08:43Frau Seiler, eine Frau genommen.
08:46Ihr Mann, der ist wahrscheinlich gestern Abend gestorben.
08:51Sie haben die ganze Nacht mitgekriegt, dass der nicht weimgekommen ist.
08:54Ich war auf dem Geburtstag von meiner Mutter.
08:56Und habe auch da übernachtet.
08:59Ja, das werden wir überprüfen müssen.
09:04Wir hätten einen Auftrag für Sie.
09:06Einen gewissen Franz von Stein, wenn Sie den aufs Präsidium bringen könnten.
09:10Der Franz von Stein?
09:11Ja, genau der.
09:12Und wenn ich ihn nicht mag, dann darfst du ihn verhaften.
09:14Ja, super.
09:15Na, hier, die Adresse.
09:16Natürlich brauch ich ihn nicht.
09:17Die Kollegen waren x-mal bei dem wegen nächtlicher Ruhestörung.
09:20Michi, ein Pultl ist sicher gestohlen worden.
09:22Und deswegen müssen wir auf dem Rückblick noch zu einem Doktor Brock.
09:26Aha, ja.
09:27Treffen wir uns im Kommissariat.
09:30Ja.
09:37Was kommt's?
09:39Herr Brock?
09:40Kann ich Ihnen helfen, meine Herren?
09:43Hartl, mein Name.
09:44Mein Kollege, der Herr Lind.
09:45Wir sind von der Kriminalfolizei Rosenheim.
09:47Oh.
09:49Ja, was führt Sie denn zu mir?
09:51Der Herr Seiler, der ist in der vergangenen Nacht umgebracht worden.
09:56Ja, um Gottes Willen.
09:58Wir haben doch gestern Nachmittag noch miteinander gesprochen.
10:01Der Herr von Stein hat sich sehr aufgeregt und fürchterliche Sachen gesagt.
10:05Aha.
10:06Was zum Beispiel?
10:06Ach, das würde ihm noch leidtun und das letzte Wort wäre in dieser Sache noch nicht gesprochen
10:11und solche Dinge eben.
10:12Das war wirklich unangenehm.
10:15Und was ist denn danach passiert?
10:17Na ja, als er dann endlich weg war, haben wir noch kurz über den Landauer, also über
10:20das Bild gesprochen und dann bin ich auch gegangen.
10:23Wann war das?
10:24Das muss so gegen 18 Uhr gewesen sein.
10:28Und was haben Sie denn da geredet über das Pultl?
10:31Es ging um die Versteigerung.
10:33Herr Seiler wollte einen Rat von mir.
10:36Was für ein Rat?
10:37Wissen Sie, ich habe ihn von Anfang an in dieser Sache begleitet.
10:40Aufgrund meiner Einschätzung hat er dem Herrn von Stein diesen relativ hohen Kredit für
10:45dieses Bild gegeben.
10:46Und warum haben Sie ihn gestern Abend miteinander gekriegt?
10:49Es ging darum, wie man das Bild mit einer Versteigerung sinnvoll zu Geld hätte machen können.
10:55Ein Umstand, den Herr von Stein völlig missverstanden hat.
10:58Denn das Geld wäre letztendlich ihm zugute gekommen.
11:01Inwiefern?
11:01Na ja.
11:02Ich meine, er hätte mit dem Erlös des Bildes zunächst mal den Kredit vom Seiler auslösen
11:06müssen.
11:07Aber der Rest des Geldes wäre ihm zugestanden.
11:09Und da wäre sicher einiges übrig geblieben.
11:11Aber er wollte das Bild partout zurückhaben.
11:15Wissen Sie, warum er das Pultl zeigt?
11:16Ach, er hat von Familienehre geredet und so ein Zeug.
11:20Aber ich meine, das hätte er sich vorher überlegen sollen.
11:22Nicht wahr?
11:23Ja.
11:24Ähm, das besagte Pultl, ähm, können Sie uns das vielleicht beschreiben?
11:29Die Ratsherrin von Rosenheim, von Ludwig Landauer.
11:34Ähm, ist das das Bild?
11:36Nein.
11:38Das ist eine Kopie.
11:39Ich handle auch mit Kopien.
11:41Das Original hing seit jeher im Schloss der Familie von Stein.
11:46Bis es eben der Herr von Stein verpfändet hat.
11:48Jetzt sagen Sie mal, was kostet denn das Pultl?
11:52Das da oder das Original?
11:54Ja, wir meinen schon das Original.
11:56Tja, wie bewertet man Kunst?
11:58Der Preis eines Bildes ist der, den jemand bereit ist dafür zu bezahlen.
12:02Aber im Ernst, selbst bei einer vorsichtigen Schätzung,
12:05reden wir hier über eine Größenordnung von 300.000 bis 400.000 Euro.
12:12Ah, also für das Pultl hat Herr Seiler dem Herrn von Stein einen Kredit von 100.000 Euro gegeben,
12:19aufgrund Ihrer Expertise.
12:21Ja, das ist richtig.
12:24Ja, trotzdem noch die Frage, Herr Doktor Brock, wo Sie gestern Abend waren,
12:27nachdem Sie von Herrn Seiler weg sind.
12:29Ich war den ganzen Abend auf einer Podiumsdiskussion.
12:31Bis Mitternacht.
12:33Ja, ich kann Ihnen gern die Adresse aufschreiben.
12:35Da waren bestimmt 100 bis 200 Leute.
12:38Ja, gern.
12:42Gut, ich würde vorschlagen, wir fahren jetzt ins Büro.
12:44Ja, und unterwegs, da kann man doch vielleicht ...
12:46Genau, wir versuchen den Anwalt von Seiler zu erreichen.
12:48Vielleicht kann der uns was erzählen über Streitigkeiten und laufende Verfahren und sowas.
12:52So, ja, dann machen wir das.
12:54Haben Sie irgendwas Wichtigeres?
12:56Nein, nein, passt schon, der Fall ist wichtiger.
12:59Gehen wir.
13:03Ja?
13:06Guten Morgen.
13:07Grüß dich, Hartl.
13:14Kann ich dir irgendwie helfen?
13:16Ja, ähm, stopp ich, pass auf.
13:20Ich hab ein Problem.
13:22Ich höre.
13:23Ja, also wir haben doch den Fall, den Mai, jetzt reingekriegt.
13:27Okay.
13:28Du, das kommt unter Polizisten ab und zu mal vor.
13:30Ja, aber das hab ich heute in der Früh noch nicht absehen können.
13:32Verstehst du?
13:33Wie bitte?
13:34Ja, ich merk schon, das Gespräch läuft.
13:35Das ist gerade ein bissel blöd.
13:37Mein Hartl, du drückst halt nichts umeinander.
13:38Spuckst doch einfach aus.
13:39Ja, also die und die Marie, also die Frau Hofer.
13:42Bei der wohne ich ja gerade, weißt?
13:43Und derin hab ich heute in der Früh versprochen, dass ich ihr helf beim Einkaufen.
13:48Morgen, Frau Stockl.
13:50Ja, wieso sagst du denn das nicht gleich?
13:52Jetzt willst du, dass ich für dich den Einkauf erledige.
13:55Ich würde das im Leben gern selber machen, das darf man schon glauben.
13:58Aber weißt, jetzt ist, blöderweise ist mir der Fall dazwischen gekommen.
14:02Die Frau Dr. Eckstein würde uns gerne sehen.
14:04Ja.
14:05Du schuldest mir was.
14:06Ja.
14:08Ich bin dann einmal weg.
14:09Das kann ein bisschen länger dauern.
14:10Ja, ist ja kein Problem.
14:11Wir sind ja da.
14:13Äh, muss ich das verstehen?
14:14Was?
14:15Warum Frau Stockl jetzt für länger?
14:17Nein, nein, Herr Glamm, das wollen Sie gar nicht verstehen.
14:19Eckstein.
14:23Wie schon am Tatort vermutet, wurde das Opfer mit diesen Feuerlöscher erschlagen.
14:28Die er davon aus, dass er den ersten Schlag auf den Kopf bekam und daraufhin zu Boden ging.
14:32Danach hat der Täter noch zweimal zugeschlagen.
14:34Da wollte wohl jemand auf Nummer sicher gehen.
14:37Die durch die Schläge verursachte Schädelfraktur führte innerhalb weniger Minuten zum Tod.
14:42Der Mann hat aber schon nach dem ersten Schlag nichts mehr mitbekommen.
14:44Ja, äh, wie immer kurz, knapp, präzise.
14:46Schönen Dank.
14:47Äh, Abwehrspuren?
14:48Nein, nichts.
14:50Leichte Hämatome an Hüfte und Oberkörper, die aber wahrscheinlich vom Sturz auf den Boden herrühren.
14:55Das stützt die Vermutung, dass er seinen Mörder kannte.
14:57Mhm.
14:59Hm?
15:00Gehen wir.
15:01Ja.
15:02Danke.
15:04Da kann ich Ihnen jetzt gar nicht weiterhelfen.
15:06Dann müssten Sie das Sekretariat anrufen.
15:09Ja, das ist die Durchwahl 400.
15:11Ja, danke.
15:12Wiederhören.
15:13Was ist denn heute los?
15:15Ja.
15:17Was ist denn?
15:18Was ist denn?
15:24Was ist denn?
15:29Ja.
15:30Ja.
15:31Ja, nein, ich kann Ihnen da wirklich nicht helfen.
15:33Dann müssen Sie eben später nochmal anrufen.
16:04Danke.
16:05Dann besorgen Sie bitte eine Telefonliste vom Opfer und eine Übersicht über seine Finanzen.
16:08Herr Lehmann.
16:09Herr Lehmann.
16:09Das klafft doch schon.
16:10Lass doch mal.
16:11Der Stein, das ist kein einfacher Zeitgenosse.
16:13Ah, meine Herren.
16:15Seien es doch so gut, dann kommen wir es gerade in mein Büro.
16:23Sie sind sich sicher bewusst, dass wir es hier mit einem besonderen Fall zu tun haben.
16:26Die von Stein sind ausgesprochen angesehene Bürger der Stadt Hosen.
16:31Bitte schön.
16:32Ja.
16:34Franz von Stein ist nun mal einer unserer Hauptverdächtigen.
16:37Naja, was sein muss, muss sein.
16:39Ich will ja nur, dass Sie sich im Klaren sind, dass wir hier die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf uns lenken.
16:44Ja, wir sind uns der prekären Lage durchaus bewusst.
16:48Und wir behandeln ihn wie alle anderen auch?
16:50Ja, ich will lediglich, dass Sie mit der nötigen Sensibilität vorangehen.
16:54Aber Herr Oertzke, Sie kennen uns doch.
16:58Meine Herren.
17:18Das gibt's doch gar nicht.
17:23Da sind Sie ja.
17:24Die Telefone laufen heiß und kein Mensch geht ran.
17:27Ja, sind die Kommissare denn nicht da?
17:28Nein, die sind nicht da. Sagen Sie, wann Sie etwa einkaufen während Ihrer Dienstzeit?
17:32Das ist nicht für mich.
17:33Aha. Und für wen dann?
17:34Frau Oertmann, ich glaube, das ist nicht so wichtig.
17:37Sie lassen sich doch nicht etwa von Herrn Linden einkaufen schicken?
17:39Das würde ich mir ja nicht gefallen lassen.
17:41Nein, also mit dem Herrn Linden hat das weniger zu tun.
17:44Ich sage jetzt gar nichts mehr.
17:45Bestellen Sie dem Herrn Hartl einen schönen Gruß. Ich würde ihn gerne mal sprechen.
17:48Ja, mach ich.
17:56Ich habe diesen Herrn schon gesagt, dass ich eine Erklärung für Ihr skandalöses Verhalten verlange.
18:00Außerdem will ich den Chef sprechen.
18:03Erst einmal grüß Gott. Und jetzt müssen Sie mit uns Vorlieb nehmen.
18:09Laut Zeugenaussagen hatten Sie gestern Abend mit Herrn Seiler einen Streit wegen eines Bildes.
18:13Ja. Und?
18:15Ja, der Herr Seiler ist tot, ermordet und das Bild ist weg.
18:22Sie wollen mich verarschen?
18:24Ich habe mir zwar so aus, als ob wir Sie verarschen wollen.
18:27Wo waren Sie gestern nach dem Streit?
18:30Ich weiß nicht.
18:31Wo waren Sie gestern Abend?
18:33Ach.
18:34Mich würde viel mehr interessieren, was die Polizei unternimmt, um ein Bild zu finden.
18:37Sie wissen also nicht, wo Sie es sind? Nein, aber ich wüsste es gerne.
18:41Herr von Stein, Sie scheinen offenbar nicht zu begreifen, worum es hier geht.
18:43Nein, Sie scheinen offenbar nicht zu begreifen, worum es hier geht.
18:45Jetzt hören Sie mal zu. Sie sind im Moment unser Hauptverdächtiger.
18:47Und wenn Sie für die Tatzeit kein Alibi haben, dann bleiben Sie heute Nacht bei uns.
18:51Wir können auch gern 15 Jahre drauflegen.
18:54Entschuldigen Sie auch, Ska. Da ist er her für Sie.
18:56Ah, danke.
19:00Ich will meinen Anwalt sprechen.
19:05Ja. Dann machen Sie schon mal die Zelle bereit. Das kann ja dauern, bis der Anwalt kommt.
19:10Hören Sie. Ich war das nicht.
19:13Ich bin nach dem Streit nach Hause gefahren. Können Sie meine Haushälterin fragen?
19:17Also Ihre Haushälterin kann uns bestätigen, dass Sie die ganze Nacht daheim waren?
19:21Das bezweifle ich. Ich bin anschließend nochmal weggefahren.
19:23Ach so. Wohin?
19:25Zum See.
19:26Mitten in der Nacht, zum See. Einfach so.
19:28Ja, mitten in der Nacht, zum See. Einfach so.
19:30Ich gehe immer baden, wenn ich den Kopf freikriegen muss.
19:34Hat Sie da jemand vielleicht Geschenk dabei beim Baden?
19:36Sicher nicht.
19:37Warum sind Sie da so sicher?
19:38Weil ich da mal nackt baden gehe.
19:41Also Sie gingen nackt baden, mitten in der Nacht, im See, in welchem See?
19:45Der Happinger See.
19:47Aha.
19:48Also ich muss schon sagen, ich habe schon besser herausreden gehört.
19:51Tja, aber so sieht es aus.
19:53Ganz ehrlich, Herr von Stein, aber das nimmt Ihnen niemand ab.
19:56Ja.
19:59Meine Herren, wenn Sie bitte für einen Augenblick mitkommen wollen.
20:03Na, dann kann ich ja jetzt gehen.
20:05Sie bleiben erstmal bei uns.
20:15So.
20:17Das sind die Herren Hauptkommissare Lind und Hartl.
20:21Darf ich vorstellen, Theodor von Stein, der Onkel von Franz von Stein.
20:26Angenehm, Hartl.
20:27Ja, freundlich.
20:28Unser gemeinsamer Freund, Herr Doktor Lauser König, hat mich darin ermutigt, den direkten
20:33Kontakt zu den Behörden zu suchen.
20:35Können Sie mir schon irgendetwas über den Verbleib des Landauers sagen?
20:41Leider nicht, nein.
20:42Also wir gehen davon aus, dass der Mörder das Bild mitgenommen hat, aber mehr...
20:46Das Bild ist der Familie von Stein sehr wichtig.
20:50Darf ich fragen, was Sie zu tun gedenken?
20:53Nun, in erster Linie haben wir hier einen Mord aufzuklären.
20:57Aber ich gehe mal davon aus, dass wir im Zuge der Ermittlungen den Verbleib des Bildes klären können.
21:02Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich Ihren Optimismus teilen kann.
21:07Mit Optimismus hat das nichts zu tun.
21:09Aber Sie könnten uns helfen, wenn Ihnen daran gelegen ist, die Sache zu beschleunigen.
21:14Äh...
21:14Bitte?
21:15Ja.
21:16Wir bräuchten einen Durchsuchungsbeschluss für das Haus von Ihrem Neffen.
21:19Und das dauert für gewöhnlich ein bisschen.
21:21Das brauchen Sie nicht.
21:22Das Haus gehört mir.
21:23Tun Sie, was Sie für nötig halten.
21:25Ich rede mit meinem Neffen.
21:27Im Übrigen kann ich Ihnen versichern, dass mein Neffe mit dem Mord nichts zu tun hat.
21:32Er wäre gar nicht fähig dazu.
21:34Also er hat ein Motiv und es gibt mehrere Zeugen, die ausgesagt haben,
21:37dass er kurz vor dem Mord einen recht emotionalen Streit hatte mit dem Opfer.
21:41Und er soll ihm auch gedroht haben.
21:42Mag sein.
21:43Er ist ein Hitzkopf, aber ich gehe davon aus, dass er ein Alibi hat.
21:48Hat er keins.
21:49Angeblich war er nach eigener Aussage zur Tatzeit allein.
21:53Am See.
21:55Baden.
21:55Mitten in der Nacht.
21:57Mackert.
22:02Ist Ihnen übrigens aufgefallen, dass er erst nach dem Bild und dann nach seinem Neffen
22:05gefragt hat?
22:06Das Brötchen ist einem scheinbar wichtiger als sein Neff.
22:08Ja endlich!
22:10Hartl, du hast doch gesagt, ihr seid die ganze Zeit hier.
22:12Ja, wir waren ja bloß gerade.
22:14Waren wir in der Pathologie und haben dann einen Verdächtigen verhört?
22:17Haben Sie damit ein Problem, Frau Stockl?
22:18Ja, weil die Frau Ortmann mir einen Einlauf verpasst hat, weil hier keiner ans Telefon gegangen
22:22ist.
22:23Die Ortmann, das kann doch einmal vorkommen, dass ihr Telefon eine Zeit lang nicht besetzt
22:27ist.
22:27Das ist wie der typische Ortmann, das einen riesen Wirbel macht drum.
22:29Wenn sie was will, soll sie zu mir kommen.
22:31Ja, ganz genau so habe ich ihr das auch gesagt.
22:34Echt?
22:35Schmarrn, sie hat gesagt, sie möchte mit dir sprechen.
22:37Mit mir?
22:38Das sind die Auswertungen von den Fußabdrücken.
22:41Danke.
22:42Bitte.
22:43Hast du wenigstens alles gehört?
22:44Ja, steht mal dir auf dem Schreibtisch.
22:48Der Bericht, was steht denn da drin?
22:51Offenbar haben sie die verschiedenen Teilabdrücke übereinandergelegt und dann ist das dabei rausgekommen.
22:55Sagen Sie mich.
22:58Das ist, äh, was ist denn das?
23:02Keine Ahnung, sieht aus wie ein Emblem.
23:04Wenn es vollständig wäre, wüssten wir, welche Schuhmarke unser Mörder trägt.
23:07Das heißt, das müsste jetzt hier jetzt jemand ans Internet setzen und immer die ganzen
23:09Schuhhersteller abkloppern.
23:12Hä?
23:13Was soll ich?
23:14Den Schuhhersteller ausfindig machen?
23:17In Deutschland oder auf der ganzen Welt?
23:19Schauen Sie doch einfach mal im weltweiten Netz, vielleicht finden Sie ja die passende
23:22Firma, hm?
23:24Ja.
23:26Schaut's aber her, ich hab was für euch.
23:29Telefonliste vom Seiler.
23:30Und?
23:31Ja, ist leider nichts dabei.
23:33Michi, gut, dass du da bist, du musst mir unbedingt helfen.
23:35Ich befürchte, das geht nicht, der Herr Mohr muss uns jetzt bei der Hausdurchsuchung
23:38von Herrn Stein behilflich sein.
23:39Na.
23:39Doch.
23:40Also das ist wieder typisch und an mir bleibt die ganze Arbeit hängen.
23:54Herr Rhein?
23:56Entschuldigung, Herr Achtziger.
23:56Hätten Sie kurz Zeit?
23:57Ja, ja, sicher.
23:58Aber wenn es um die Einsparungsvorschläge geht, ich hab noch nicht die Zeit gefunden,
24:02reinzuschauen.
24:02Äh, nein, es ist mehr ein personelles Problem.
24:06Entschuldigung.
24:07Achtziger?
24:33Achtziger?
24:35Herr Hartl?
24:37Sie haben das Bild?
24:39Ja, sind Sie noch beim Herrn von Stein?
24:41Gut, ich komm gleich rüber.
24:44Vielleicht fang ich besser nochmal von vorn an.
24:46Nein, Frau Ordnung, wir müssen das hier leider abbrechen.
24:49Die Herren kommen gerade von einer Hausdurchsuchung und es gibt da dringenden Gesprächsbedarf,
24:52aber wir holen das selbstverständlich nach.
24:55Ja, das müssen wir dann wohl.
25:01Meine Herren.
25:02Herr Achtziger, wir haben das Bild gefunden, in einem Schub hinterm Haus vom Herrn von Stein.
25:06Ich hoffe doch unversehrt.
25:07Ja, es war eine Schutzfolie eingewickelt.
25:09Und sind Sie auch sicher, dass es sich um das entsprechende Original handelt?
25:13Nein, aber dafür haben wir einen Spezialisten hier bestellt.
25:15Gut.
25:20Ja, darf ich vorstellen, Herr Doktor Brock, Polizeidirektor Gerd Achtziger.
25:25Grüß Gott.
25:26Brock, freut mich.
25:28Ja, der Herr Doktor Brock ist Kunsthändler, er stellt Expertisen und er ist eben ein Spezialist für den Landauer.
25:33Das ist ein Steckenpferd von mir.
25:36Seit meiner Jugend bin ich ein großer Bewunderer seiner Kunst.
25:40Durchaus verständlich.
25:42Wir haben den Herrn Brock gebeten, die Echtheit von dem Landauer zu bestätigen.
25:45Da kann ich Sie beruhigen. Es ist das Original.
25:47Irrtum ausgeschlossen.
25:48Ohne jeden Zweifel.
25:50Die Pigmentform, die Farbschicht, auch die Signatur stimmt mit dem Farbabrieb überein.
25:55Das ist eindeutig ein echter Landauer.
25:59Gut, das genügt dann fürs Erste.
26:01Herr Mohr, Sie kümmern sich dann darum, dass das Bild in die Asservaten kommen kommt.
26:04Ja, freilich.
26:05Dr. Brock, vielen Dank für Ihre Unterstützung.
26:08Kein Problem. Wenn Sie noch irgendwelche Fragen haben, lassen Sie es mich wissen, ja?
26:13Wiederschauen.
26:13Wiederschauen.
26:15Ja, meine Herren, dann brauchen wir jetzt eigentlich nur noch das Geständnis vom Herrn von Stein.
26:20Kann nicht mehr lang dauern. Bei der Sachlage heute nicht lang dauern.
26:23Hoffen wir es mal.
26:27Sagen Sie mal, wie lange haben Sie mich noch vor mich hier warten zu lassen?
26:29Sie werden sich noch etwas gedulden müssen.
26:32Ich gedulde mich schon den ganzen Tag.
26:34Herr von Stein, wir haben den Landauer gefunden. Und zwar gut verpackt in einem Schober in Ihrem Garten.
26:42Ach ja?
26:43Ja, erklären Sie uns das.
26:45Ich habe keine Ahnung, wie der da hinkommt.
26:47Passen Sie mal auf, wir glauben, dass Sie den Herrn Seiler umbracht haben, damit Sie gerade das Beutel wieder können.
26:52Ich bitte Sie, das ist doch absoluter Blödsinn.
26:54Das sehen wir aber anders.
26:56Wissen Sie was? Ich habe keine Lust mehr auf Ihr dummes Gequatsch. Ich will jetzt gehen.
26:58Herr von Stein.
26:59Nichts, Herr von Stein. Lassen Sie mich in Ruhe.
27:02Gut, dann bringen Sie den Herrn bitte in seine Zelle.
27:05Da haben Sie Ihre Ruhe, können über alles nachdenken und morgen sehen wir weiter.
27:07Kommen Sie bitte mit.
27:16So, schau mal, was ich dir da mitgebracht habe. Ach, da staunst du.
27:20Ehrlich gesagt hätte ich ja schwören können, dass dir irgendwas dazwischen kommt.
27:24Okay, wenn ich was versprich, dann krieg ich das.
27:26Okay, da warst du extra mit dem Greilinger deswegen.
27:29Ich habe schon befürchtet, du kaufst ihn im Supermarkt.
27:32Nein, nein, was glaubst du da von mir?
27:35Hartl, ich bin echt beeindruckt.
27:37Das ist nämlich gar nicht so einfach, das Richtige zu finden.
27:39So, nicht.
27:40Nein, noch weil Bio draufsteht, ist nicht unbedingt Bio drin.
27:43Ja, nein, nein, stimmt schon, hast schon recht.
27:45Und unsere Koreaner essen noch Bio, darfst schon.
27:50Koreaner?
27:51Ja, aus der Musikakademie. Das ist ja für dich als Abschiedsgeschenk.
27:55Ach so.
27:56Mei, und dass du die Fahnderl auch noch dazu gekauft hast. Herzig.
28:00Ja, mei, wenn ich was mache, dann mache ich es schon gescheit.
28:03Geil.
28:23Moin.
28:24Grüß dich, Hartl, da bist du ja endlich. Ich wollte dich gerade anrufen.
28:26Ja, siehst du, das passt ja jetzt. Ist der Lind schon da?
28:28Ja, der Herr Lind wollte ja, dass ich dich anrufe. Wir haben nämlich...
28:30Bist du immer noch bei den Abdrücken von den Schuhen?
28:32Ja, ich bin ja gestern zu nichts gekommen.
28:34Ja, wieso?
28:35Weil ich einkaufen war?
28:36Äh, nein, ich mein, wieso, weil wir haben den Täter doch schon.
28:40Haben wir eben nicht. Darum hätte ich dich ja anrufen sollen.
28:43Heute in der Früh hat sich nämlich ein Zeuge gemeldet.
28:45Was für ein Zeuge?
28:46Ein Rentner, Gustav Kleinling, ist heut da gewesen und hat den Stein angezeigt.
28:51Und, und warum? Erregung öffentlichen Ärgern ist es.
28:54Weil der Stein immer gerade da nackert in den See neu steigt, wo der Kleinling mit seinem Hund spazieren geht.
28:59Und vorgestern Abend auch?
29:01Ja.
29:01Und zwar kurz vor 10, genau wie er von Stein gesagt hat.
29:04Er hat sogar Fotos gemacht. Ich mag es doch mal schauen.
29:06Nein, wirklich nicht.
29:07Also, der Stein ist jetzt raus. Sieht ganz so aus.
29:13Entschuldigt bitte die Störung. Es ist ein Engländer und zwar ganz ein Feiner.
29:18Wer?
29:19Ja, der Schuh, den wir suchen.
29:20Wer hast du den gefunden?
29:21Ja.
29:27So, die Marke heißt Queens, wird in Oxford hergestellt und die Firma Schwering vertreibt sie hier in Rosenheim exklusiv.
29:36Und das ist der Schuhabdruck aus dem Pfandlehaus.
29:40Passt ziemlich genau, würde ich sagen.
29:42Das schaut aber so ziemlich exklusiv aus.
29:45Michi, das sind Maßanfertigungen, sowas kostet.
29:48Ist gut für uns. Michi, da fährst du jetzt gleich hin und schaust, ob die eine Kundenliste haben.
29:52Vielleicht haben wir ja Glück gehabt.
29:53Gleich, gleich.
29:54Nein, jetzt.
29:55Ja.
29:57Also, Frau Stockl, ehrlich gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass Sie was finden.
30:01Meierlind, wir Frauen, wir haben halt den speziellen Blick für den besonderen Schuh.
30:05Und jetzt entschuldigt Sie mich bitte, ich muss ins Lager.
30:11Herr Reihen.
30:14Morgen, Frau Atman.
30:15Ach, guten Morgen, Herr 80er.
30:16Tut mir leid, aber das hat jetzt doch ein bisschen dauert.
30:20Ja?
30:21Sie wollten mich doch sprechen, oder hat sie das erledigt?
30:23Ach so, ja, das war gestern.
30:25Ja, wie gesagt, das hat ein bisschen dauert. Um was geht's denn?
30:29Um die Art und Weise, wie gewisse Kollegen ihre Dienstzeit zu ihrem Privatvergnügen nutzen.
30:35Privatvergnügen? Das müssen Sie mir jetzt näher erläutern.
30:39Ach, Frau Stockl.
30:41Weil ich Sie grad sehe, sagen Sie, der Fallseiler scheint ja den Herrn Madl sehr im Beschlag zu nehmen.
30:48Wie kommen Sie denn da drauf?
30:49Ja, offensichtlich kommt er nicht einmal mehr zum Einkaufen und schickt Sie jetzt los.
30:52Er verzeiht sich die Frau Atman.
30:54Hat er oder hat er nicht?
30:56Ja, das stimmt schon.
30:57Frau Stockl, Sie können doch nicht während der Dienstzeit einkaufen gehen.
31:01Das war ja auch während der Mittagspause und außerdem fahrt das gar nicht so lang.
31:05Immerhin so lang, dass die Frau Atman ihren Telefondienst hat übernehmen müssen.
31:08Ein paar Minütchen.
31:10Geschlagene zwei Stunden.
31:11Frau Stockl, wir stecken hier mitten in einem Mordfall.
31:14Und Sie bummeln da fröhlich durch die Stadt.
31:16Ich bin gar nicht fröhlich durch die Stadt gebummelt.
31:18Frau Stockl, derartige Exkursion während der Dienstzeit werden Sie in Zukunft unterlassen.
31:24Haben wir uns verstanden?
31:25Ja.
31:26Dann sagen Sie dem Herrn Hartl, er möge umgehend zu mir kommen.
31:29Umgehen.
31:31Ja.
31:33Hartl, dir dreiß Gragerl um.
31:41So Hartl, das war's der Achtziger. Stocksau auf mich.
31:45Wegen dem Stein?
31:46Nein, wegen dem blöden Fähnchen.
31:48Fähnchen?
31:48Ja, ich war nämlich gestern so ein gutgläubiges Dummerl und bin für den einkaufen gegangen.
31:52Das tut mir jetzt wirklich leid.
31:54Nein, nix da. Mir tut's leid. Nächstes Mal gehst du selber.
31:56Geh, geh, geh, Stock.
31:57Geh, geh, geh, geh, geh.
31:58Ich geh nirgendwo hin. Du gehst zum Achtziger und zwar sofort.
32:02So.
32:08Ich hab Neuigkeiten.
32:10Warst du im Schuhgeschäft?
32:11Ja.
32:11Und wisst ihr, wer da schon seit Jahren Stammkunde ist?
32:14Nein, aber das sagst du uns jetzt.
32:15Der Herr von Stein.
32:17Hm.
32:18Jetzt doch.
32:19Na, kein Wunder, dass der nie Geld hat.
32:21Ja, aber nicht der junge Herr von Stein, sondern der andere Stein, der alte Stein.
32:25Was ist sein Onkel?
32:26Tja.
32:27Und er trägt exakt die Marke, die wir am Tatort gefunden haben.
32:30Quins, Maß und Fertigung, Größe 44 ein Drittel.
32:34Ja, das würde ja bedeuten, dass er seinem Neffen das Bild untergeschoben hat.
32:37Ja, aber das ist doch total clever.
32:39Da wartet er so lang, bis etwas passiert und wenn es war, dann holt er sich das Pult wieder zurück.
32:44Hm.
32:45Dann schau ich mal, dass ich einen Durchsuchungsbeschluss kriege für den alten Herrn von Stein.
32:49Ja.
32:50Ich geh zum Achtziger.
32:52Hauptkommissar Lindh.
32:54Ja, der ist noch da.
32:54Moment.
32:55Äh, für Sie, Frau Hofer.
32:58Marie, nein, ich kann nicht.
33:00Marie, es ist im Augenblick wirklich sehr ungünstig.
33:04Was?
33:05Ja.
33:06So.
33:07Ja.
33:08Ja, gut, ja.
33:10Geil.
33:11Die Frau Hofer braucht meine Hilfe.
33:14Jetzt lass die Beutel und holst mir.
33:16Jawohl.
33:20Ja, Frau Schachtrube, hallo, hier ist Hauptkommissar Lindh.
33:23Ich bräuchte einen Durchsuchungsbeschluss mal wieder.
33:29Jetzt übertreibt das aber.
33:36Also, das ist ein Witz, oder? Was soll denn das?
33:38Woher gehen wir denn?
33:39Du stellst es irgendwo hin.
33:40Jawohl.
33:41Herr Hartl, wenn das die Sachen von gestern sind, dann schaffst du mir hier das raus,
33:44weil wenn das der Achtziger sieht...
33:47Sag's mir, Herr Hartl.
33:49Was soll denn das?
33:51Gestern schickten Sie mir die Frau Stockl zum Einkauf.
33:54Heute den Herrn Mohr.
33:55Ja, der, der, der, der, der, der hat mir gerade einmal geholfen, das nachgetragen.
33:57Trotzdem, das geht doch nicht.
33:59Sie können doch nicht ständig die Kollegen für ihre Privatgeschichten einspannen.
34:03Ja, aber wenn Sie mich mal erklären lassen, dann, dann...
34:06Ja, ich bitte darum.
34:08Grüß Gott, Balland.
34:09Ach, Herr Achtziger.
34:11Also, Frau Hofer ist jetzt wirklich sehr unpassend.
34:13Ich bin ja gleich wieder weg.
34:14Ich wollte nur schnell die Präsentkörbe vorbeibringen.
34:17Ja, wieso?
34:18Sind das Ihre?
34:19Nein, die sind für Sie.
34:21Für mich?
34:21Ja, ja.
34:22Ja, freilich, für das koreanische Streichquartett.
34:24Für heute Abend das Abschiedsgeschenk.
34:26Aber jetzt weg.
34:27Gefällt es Ihnen noch nicht?
34:28Doch, doch.
34:29Ja, man denkt, das passt ganz gut so ein bisserl.
34:31Bayerische Lebensart.
34:32Ja, ja, passt.
34:33Also, ganz wunderbar.
34:34Das meiste hat aber eh der Herr Hartl besorgt.
34:36Der war nämlich einkaufen.
34:38Sogar an die Fähnchen hat er gedacht.
34:41So, so.
34:42Sogar an die Fähnchen hat er gedacht.
34:45Tja, dann muss ich mich jetzt wohl bei Ihnen beiden entschuldigen.
34:49Diese Dienstzeit geht ja eindeutig auf mich.
34:52Ich störe ja nur ungern, aber wir kriegen den Durchsuchungsbeschluss.
34:57Dann, dann lassen Sie sich nicht aufhalten.
35:00Ja, ich muss auch gleich weiter.
35:02Wir telefonieren, gell?
35:03Servus miteinander.
35:04Danke, Frau Hofmann.
35:05Herr Achtziger, Moment.
35:07Was machen wir damit?
35:12Hallo.
35:13Hallo.
35:16Frau Hofmann.
35:18Ach, Herr Achtziger.
35:19Das ist aber nett, danke.
35:21Ach so, ja.
35:22Konnten Sie schon mit dem Kollegen Hartl sprechen?
35:24Ja, gerade eben.
35:26Aha, und was sagt er?
35:27Ja, das ist jetzt ein bisschen komplizierte Geschichte.
35:30Haben Sie einen Moment Zeit?
35:31Ja.
35:32Also folgendes, wir haben zur Zeit an der Musikakademie
35:35ein koreanisches Streichquartett zu Gast.
35:45So, Herr von Stein, nehmen Sie bitte Platz.
35:49Sie haben uns angelogen, Herr von Stein.
35:52Tatsächlich?
35:53Dessen bin ich mir gar nicht bewusst.
35:56Diese Schuhe wurden während der Hausdurchsuchung bei Ihnen sichergestellt.
35:59Kennen Sie die?
36:01Selbstverständlich.
36:02Das sind meine.
36:03Eine Maßanfertigung der Marke Queens,
36:08deren Sohlen exakt mit dem Schuhabdrücken übereinstimmen,
36:12den wir am Tatort gefunden haben.
36:20Ich glaube, Sie verkennen die Situation.
36:22Sie stehen unter Mordverdacht.
36:23Und ich rate Ihnen dringend mit uns zu kooperieren.
36:26Ich habe Herrn Seiler nicht umgebracht.
36:29Ich wüsste nicht, was es da zu sagen gibt.
36:32Zum Beispiel, was Sie am Mordabend am Tatort gemacht haben.
36:35Ich wollte mit Herrn Seiler reden.
36:38Wegen dem Landauer?
36:39Natürlich.
36:40Sehen Sie, das Bild ist jetzt seit zehn Generationen im Besitz meiner Familie.
36:46Es hat Brändel überlebt.
36:48Plünderungen.
36:50Zwei Weltkriege.
36:51Da konnte ich es doch nicht mit ansehen, wie mein Neffe es einem Pfandleihaus überlässt.
36:58Wo haben Sie das Brötel denn aufbewahrt gehabt?
37:01In unserem Landhaus in Possenhofen.
37:04Meiner Schwester war aufgefallen, dass es fehlte.
37:07Wie haben Sie da reagiert?
37:08Ich habe meinen Neffen aufgefordert, das Bild zurückzubringen.
37:12Aber er hat es nicht bekommen.
37:14Dafür hätte er ja die 100.000 Euro zurückzahlen müssen, die Herr Seiler ihm gegeben hat.
37:20Die war nur schon wieder weg.
37:23Warum haben Sie das Brötel denn nicht ausgelöst?
37:26Über derartige Mittel verfüge ich nicht.
37:30Mein Vorschlag sei eine Form der Ratenzahlung vor.
37:36Bedauerlicherweise war Herr Seiler bereits tot, als ich ankam.
37:43War das?
37:46Oder hat er Ihr Angebot vielleicht abgelehnt?
37:50Es kam zum Streit, Sie haben zugeschlagen und das Bild einfach mitgenommen.
37:53Um es dann bei meinem Neffen zu verstecken? Das ist ja grotesk.
37:59Wieso eigentlich nicht? Sie waren jederzeit an das Brötel herkommen.
38:03Und im schlimmsten Fall hätte es Ihren Neffen erwischt.
38:06Und ehrlich gesagt, vorher halten Sie von dem ja nicht.
38:08Sie sind gerade.
38:09Allerdings bedauere ich die Lebensweise meines Neffen.
38:13Aber Sie verkennen eins.
38:16Ich würde nie etwas tun, was den Namen meiner Familie in Verruf bringt.
38:21Und da gehört der Franz noch einmal dazu.
38:24Klingt recht großmütig, überzeugt mich aber nicht.
38:30Ich verstehe.
38:31In diesem Fall würde ich jetzt vorziehen, das Gespräch hier abzubrechen.
38:36um meinen Anwalt zu konsultieren.
38:50Ja, Herr von Stein, tut mir leid, dass wir uns jetzt so wiedersehen müssen.
38:54Mein Anwalt wird diese Angelegenheit regeln.
38:57Das hoffe ich für Sie.
38:58Tun Sie mir nur einen Gefallen und behandeln Sie das Bild vorsichtig.
39:03Selbstverständlich, schon in unserem eigenen Interesse.
39:05Es wurde bereits mehrfach restauriert und hat eine sehr hässliche Naht auf der Rückseite.
39:11Ich möchte nicht, dass es noch mehr werden.
39:14Entschuldigung, kleine Frage. Das Bild ist genäht worden.
39:18Mehrfach, auch geflickt. Es ist immerhin über 200 Jahre alt.
39:24Also, ich kann mich natürlich täuschen, aber ich habe keine Naht gesehen.
39:28Flicken auch nicht.
39:30Schauen Sie her.
39:32Da ist doch nichts.
39:33Also hier sieht nichts.
39:34Die Kollege hat recht.
39:37Hier müsste eigentlich der Riss sein.
39:40Und da war ein Flicken aus den 20er Jahren.
39:43Nein, da ist nichts. Und Sie sind ganz sicher?
39:45Naja, der Riss stammt ja von mir selbst.
39:49Ich habe als Kind einen Pfeil hineingeschossen.
39:52Ja, aber das bedeutet ja, dass das hier eine Fälschung ist.
39:57Das ist ja...
39:59Ach, Herr Müller, seien Sie doch bitte zu gut und warten Sie mit dem Herrn von Stein draußen.
40:07Meine Herren, dieser Doktor Brock hat uns doch versichert, dass das hier ein Original ist.
40:19Herr Doktor Brock.
40:21Grüß Gott die Herren.
40:22Das habe ich nicht erwartet, dass wir uns so schnell wiedersehen.
40:25Tja, wir müssten noch mal Ihren Landauer begutachten.
40:29Herr Mohr, wenn Sie so nett werden.
40:30Toll.
40:36Schau mal, wie Sie sind.
40:37Moment mal, was machen Sie denn da? Das dürfen Sie nicht.
40:40Glauben Sie mal, das dürfen wir.
40:42Seien Sie um Himmels Willen vorsichtig.
40:44Was haben Sie denn so nervös?
40:46Das ist doch schließlich bloß eine Kopie.
40:50Sie haben doch gesagt, dass Sie am Montagabend auf dieser Podiumsdiskussion waren, nicht wahr?
40:53Na ja, das stimmt soweit, aber gegen halb neun gab es da eine Pause und danach hat Sie von den
40:58Anwesenden keiner mehr gesehen.
41:02Was wollen Sie damit andeuten?
41:03Dass Sie den Herrn Seiler umgebracht haben.
41:05Das ist eine infame Unterstellung.
41:07Herr Doktor Brock, schauen Sie mich her.
41:09Wie es der Herr von Stein gesagt hat, das ist die Naht und das ist der Flickpunkt.
41:13Das ist eindeutig das Original.
41:17Sie wussten von dem Streit zwischen Herrn Seiler und Franz von Stein.
41:20Sie haben ihm die Kopie untergeschoben und uns glauben lassen, es sei das Original.
41:24Und wir haben nicht nur den Mörder, sondern scheinbar auch das Bild gehabt.
41:27Und dann waren wir alle glücklich, besonders Sie.
41:30Ja, bis jetzt.
41:32Ein echter Landauer. So eine Chance kriegt man kein zweites Mal im Leben.
41:36Verstehen Sie das?
41:38Das wäre der Höhepunkt meiner Laufbahn gewesen.
41:41Herr Doktor Brock, nein, ich verstehe nicht und der Richter wird es wahrscheinlich auch nicht verstehen.
41:46Sie sind vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachtssentums, um ein Seiler in Mode zu haben.
41:50Nimmst du bitte mit?
41:55Tja.
41:58Aber ich muss sagen, Herr Morg, wie Sie das mit der Fälschung erkannt haben, hut ab.
42:02Ach Herr Lind, schauen Sie, ich habe den ganzen Tag mit solcher Originale zu tun.
42:06Da erkenne ich doch eine Fälschung.
42:09Wof, wof.
42:09Wof, wof.