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SpaßTranskript
00:08Musik
00:49Krippe-Hosenheim-Apparat-Stockl, grüß Gott
00:52Da können Sie auch hier die Leichen
00:54Ach so, die nicht
00:55Ja, bitte fassen Sie nichts an
00:58Wir kommen
00:59Herein
01:00Hier ist die Stuttl
01:00Michi, kannst gleich wieder los, es gab wieder Laich
01:03Aha, wo?
01:03Auf dem Friedhof von St. Nikola
01:05Ja, da gehört sie hin
01:06Ja, aber nicht diese Laich
01:07Den Pfarrer Radlkoffer hat sie gefunden und der sagt ein Näheres
01:10Ah, Häuptlinge?
01:11Die ruf ich gleich ran und tut sich los
01:13Jawohl, Frau Schiff
01:31Was ist denn da los?
01:32Schö, gell?
01:35Wir, wenn Engel durch die Luft flängtern
01:38Seit wann schwirren jetzt da bei uns in aller Hergutsfröhe Engel durch die Luft?
01:43Seit ich die Programmreihenfolge für das Kirchenkorr-Festival in der Musikakademie festlegen soll das am Wochenende stattfindet
01:49Gibt's einen Kaffee?
01:50Bin noch nicht dazu gekommen
01:52Sauber, da mach ich jetzt einen
01:54Maria, bringst du mal eine Tasse mit, bitte, danke
01:57Ja
02:00Stockel, was gibt's?
02:01Es gab ja der Laich, und zwar auf dem Friedhof von St. Nikola
02:04Ja, da gehören sie auch hin, die Toten, oder?
02:07Ja, die Toten schon, aber unser Toter nicht
02:09Der Michi, der ist schon unterwegs
02:11Und Hartl, kannst du bitte einen Hansen einsammeln, der liegt doch bei dir auf dem Weg
02:15Marie, ich muss los, und zwar jetzt
02:17Und mal Kaffee?
02:19Da fragst du am besten eins für deine Engel, die da durch die Luft schwirren
02:22Das macht ja bestimmt einen Kaffee, für dich
02:29Ja?
02:30Guten Morgen
02:31Guten Morgen, Herr 80er
02:33Frau Stockel, ich habe da eine Bitte
02:36Was hätten Sie gebraucht?
02:38Ja, am Wochenende findet doch in der Musikakademie das Kirchenkor-Festival statt
02:45Und ich muss wieder mal die Eröffnungsrede halten
02:47Ach, ich dachte, schreibt die Frau Hofer immer für Sie
02:50Nicht immer, Frau Stockel, nicht immer
02:52Außerdem hat die Frau Hofer mit der Zusammenstellung des Programms mehr als genug zu tun
02:56Ja, und in dem Zusammenhang wollte ich Sie bitten, ob Sie mir nicht vielleicht ein bisschen Material zusammenstellen können
03:02Ein bisschen genauer bräuchte ich schon
03:04Ich habe mir gedacht, ich konzentriere mich in meiner Rede im Wesentlichen auf Händl und seine Chormusik
03:09Das müsste doch zu morgen sein
03:12Ja, das mache ich, und bis wann?
03:14Pressier nicht, morgen klappt man doch aus
03:17Bis morgen?
03:18Genau
03:21Äh, die Herren Kommissarin?
03:23Äh, ja, die sind am Tatort, es gab ja der neue Leich, und zwar auf dem Friedhof von St. Nikola
03:27St. Nikola? Äh, weiß man schon, wer der Tote ist?
03:31Na, aber das kriege ich sicher auch gleich raus
03:33Ach ja, und sagen Sie doch den Herren, Sie mögen mir gleich Bericht erstatten, wenn Sie wieder da sind
03:37Mhm, mache ich
03:38Danke
03:40Bitte
03:43Entschuldigung, Herr Hürden
03:45Ich würde Sie gern einen Augenblick sprechen, bitte
03:48Und zwar, wir bräuchten dringend Ihre Personalien
03:52Radlkofer Alois
03:54Ich wohne gleich da vorne im Pfarrhaus
03:57Kann ich jetzt gehen?
03:58Mei, warten Sie noch einen kleinen Moment, falls Sie Herrn Hauptkommissar auch noch mit Ihnen sprechen wollen, gell?
04:03Natürlich
04:04Ich möchte nur den Herrschaften noch Bescheid geben, dass die Beerdigung verschoben ist
04:09Ja, freiwillig
04:10Und dann warte ich in der Kirche, bis er Lennereinkehr
04:13Das ist immer gut, gell
04:15Ich sag's weiter
04:23Morgen, Hartl
04:24Grüß dich, Ander, müssen wir noch hin?
04:26Dann auf zum Friedhof
04:29Sven, Servus
04:31Morgen, Morgen, Herr Hansen, grüß dich, Ander
04:33Morgen, Michi
04:33Heute will's schauen, heute ist ganz was tun
04:36Unser heutiger Toter, das ist der Meierhofer Hans
04:3942 Jahre ist er nur geworden, er ist verheiratet gewesen, hat aber keine Kinder gehabt
04:44Und Gabert hat er bei der Straßenbaufirma Stenzler
04:48Und wer?
04:49Gefunden hat ihn der Pfarrer
04:50Das ist der Herr Alois Radlkofer
04:53Das muss man sich mal vorstellen, der ist damit voll mit Erde bedeckt, ist der im Grab drin gelegt
04:58Der Pfarrer
04:59Nein, nicht der Pfarrer, der Tote
05:01Der Pfarrer hat ihn gefunden, aber nur deswegen, weil das Handy zweimal geläutet hat
05:04Also das Handy vom Toten
05:05Ja, warte, die Rüge ist in der Kirche drin
05:07Also der Pfarrer, also der Radlkofer
05:09Moin, Moin, Herr Moin
05:10Also wenn ich das richtig verstanden hab
05:12Dann hat der Täter den Toten ins offene Grab gelegt, mit Erde bedeckt
05:16Und nach der Beerdigung, die für den Toten bestimmt war, wäre unser Opfer für immer verschwunden gewesen
05:21Das seh ich ganz genauso
05:23Also mal effektive Art, er leicht verschwinden zu lassen
05:25Wolle mir auch denkt
05:26Haben Sie auch das Handy des Toten schon gecheckt?
05:29Heilig hab ich das gecheckt
05:30Mit welchem Ergebnis?
05:31Die letzten zwei Anrufe, also die, die wo schon im Grab drin geläutet haben
05:35Die sind von der Straßenparfirma Stenzler
05:38Also von seinem Arbeitgeber?
05:40Ganz genau, voll zu sehen
05:43Unheimlich gern
05:44Guten Morgen, Hans, du bist im Büro
05:47Wo bleibst denn? Es gibt ein Problem
05:49Ja, interessant
05:50Gut, dann befragen wir erstmal unseren Pfarrer Radl
05:53Radlkofer, weißt du, das macht ihr jetzt aber bitte nicht
05:55Ihr geht zuerst zur Frau Doktor Eckstelle
05:57Ich muss nämlich ganz dringend nach München
05:59Und ich gehe dabei hinter zur Spursehung, weißt du, ob die für uns nichts haben
06:02Machen Sie das
06:03Ja
06:03Das ist hier ein Körper, was er macht, aber anstrengend
06:08Tag, die Herren
06:09Wir können es kurz machen, ich muss in einer Stunde in München sein
06:13Todesursache ist ein heftiger Schlag gegen die linke Schläfe mit einem scharfkantigen Gegenstand
06:18Beim Todeszeitpunkt lege ich mich auf Mitternacht fest
06:20Plus, minus
06:22Höchstens zehn Minuten
06:23Und jetzt muss ich los, meine Studenten warten
06:26Oh nein
06:27Viel Erfolg in München
06:29Danke
06:31Wieser, Frau Doktor
06:33Ja
06:33Wiederschauen
06:34Wiedersehen
06:34Gehen wir zum Pfarrer rein
06:35Radlkofer
06:46Herr Pfarrer
06:48Ja?
06:49Hartl, ich habe Rosenheim, wir müssen mit einer mal reden
06:53Freilich
06:54Gehen wir doch am besten raus
07:02Ach, mein Name ist übrigens Hansen, auch Kripo Rosenheim
07:06Ja
07:06Sagen Sie, Herr Radlkofer, haben Sie den Toten gekannt?
07:10Ganz gut
07:11Herr Mayrhofer hat unseren Kirchenchor geleitet
07:14Wir haben uns regelmäßig getroffen, ein-, zweimal die Woche
07:17Ist ja wunderbar, dann können Sie uns bestimmt einiges über ihn erzählen
07:21Was soll ich sagen?
07:23Was zum Beispiel Ärger hatte in letzter Zeit, Feinde, Neider
07:26Nein, Herr Mayrhofer war allseits beliebt
07:30Ein ganz feiner, sensibler Mensch
07:33Aber irgendwie hat er doch wahrscheinlich einen Grund gehabt, den feinen, sensiblen Menschen umzubringen
07:41Na gut, Herr Pfarrer, wenn es noch weitere Fragen gibt, melden wir uns bei Ihnen
07:45Informieren Sie jetzt die Frau Mayrhofer
07:47Das haben wir vor, ja
07:48Würde es Ihnen was ausmachen, wenn ich mitkomme?
07:52Ich möchte ihr gerne beistehen in dieser schwierigen Situation
07:55Natürlich
07:55Wir müssen uns noch kurz mit unserem Kollegen absprechen
07:58Wenn Sie dabei bitte bei unserem Wagen warten
08:00Danke
08:00Herr Mohr, was gibt es Neues?
08:02Es gibt wirklich etwas Neues
08:05Dann lasst doch halt nicht alles aus der Nasen zerren
08:07Der Fundort ist nicht der Tatort
08:09Das heißt aber, der Tater des Warners
08:11Ja, Moment
08:12Wo ist denn der Tatort?
08:13Das wissen wir noch nicht, aber die Kollegen bleiben dran
08:16Dann, Michi, danke
08:17Und wenn Sie uns jetzt noch den Chef vom Nordoffer ins Präsidium holen, teilst
08:20Den, den Dings, den Baustenzler
08:23Ja, genau den
08:24Danke, Michi
08:25Gerne, gerne
08:26Ich suche noch was
08:27Nein
08:28Gut, dann mach ich das
08:29Gut, dann mach das
08:31Ja, Zentrale, der Moor
08:33Ja, genau
08:38Herr Pfarrer
08:38Grüß dich, Agnes
08:41Die zwei Herren sind von der Polizei
08:43Wir müssen dir was sehr Trauriges sagen
08:46Tod
08:48Der Hans
08:50Ich weiß, dass das eine sehr schwierige Situation für Sie ist
08:52Aber wir müssen Ihnen trotzdem ein paar Fragen stellen
08:55Glauben Sie, das geht?
08:57Klar
08:58Nämlich hat A, dass Sie am Mörder möglichst schnell finden
09:01Bitte
09:01Danke
09:06Wann haben Sie Ihren Mann das letzte Mal gesehen?
09:09Gestern um sieben
09:10Neunzehn Uhr
09:11Da ist er zur Chorprobe gegangen
09:13Und haben Sie sich nicht gewundert, dass er danach nicht mehr nach Hause gekommen ist?
09:18Das habe ich gar nicht gemerkt
09:20Ich bin schon um neunzehn ins Bett
09:22Mir ist nicht so gut gegangen
09:24Und heute in der Früh?
09:27Ich habe gedacht, er ist schon in der Arbeit
09:29Er ist immer schon um sechs Uhr aus dem Haus
09:31Ja, aber das Bett muss doch unbenutzt gewesen sein
09:33Wir haben kein gemeinsames Schlafzimmer
09:35Ach so
09:37Weil mein Mö fürchterlich schnarcht
09:40Haben Sie vielleicht irgendeine Idee, wie er Ihren Mann umgebracht haben könnte?
09:45Nein
09:46Wirklich nicht
09:47Der Hans war überall beliebt
09:50Dass es mir völlig schleierhaft wäre
09:52Hat er vielleicht Ärger in der Firma gehabt?
09:55Über Berufliches haben wir nicht geredet
09:57Er war überhaupt sehr zurückhaltend
10:00Ich bin mir nichts mehr
10:02Spielen Sie Schach?
10:03Mein Mö
10:05Fernschach
10:05Mit seinem Freund Polakowski aus Landshut
10:07Ach, begleite her nach draußen
10:09Also für Gott
10:10Wiedersehen
10:11Für Gott
10:12Gehen wir doch gleich wieder durch
10:13Ja
10:15Gut, Herr Pfarrer, dann sage ich für Gott
10:17Und wenn wir noch Fragen haben, dann dürften wir auf Sie mit dem Zeitpunkt verstecken
10:24Ja, ich bin's, grüß dich
10:26Du, gerade war die Polizei da
10:30Ja, Schlafheitsalibi ist immer ein bisschen dünner, ne?
10:31Ja, vor allem, wenn man allein geschlafen hat
10:39Der Pfarrer scheint ja einen sehr guten Draht zu den Meyerhofers gehabt zu haben
10:44Ja, das ist doch normal, oder?
10:47Ich bin zwar kein Katholizismusexperte, aber besteht zwischen einem Pfarrer und seinem Schäfchen nicht ein besonderes Vertrauensverhältnis?
10:53Stichwort Beichte zum Beispiel?
10:55Ja, ganz bestimmt
10:56Es gibt aber nur zwei Stichworte, das heißt Beichtgeheimnis
10:59In der Richtung brauchen wir's gar nicht erst probieren
11:01Darf das mal glauben
11:01So, so
11:16Ja?
11:17Haarstopp!
11:18Herr Achtziger!
11:19Wir schnell's aus!
11:21Danke der Nachfrage!
11:22Kommen Sie voran mit der Recherche zu unserem guten alten Händel
11:26Herr Achtziger, da haben Sie mir ganz schön was eingebrockt
11:29Ich weiß nicht, ob ich das bis morgen schaffe
11:30Ah, das schaffen Sie, da bin ich überzeugt
11:32Äh, wissen Sie jetzt schon, wer der Tote ist?
11:34Nein, weil ich bin hier mit dem Händel beschäftigt
11:36Ah ja, ähm, der Kaffee, ist der fertig?
11:39Sogar frisch aufgebrüht
11:41Wunderbar
11:48Ja?
11:50Grüß dich, Stotte
11:50Grüß dich, Michi
11:53Grüß Gott, Herr Achtziger
11:54Grüß Gott, Herr Mohr
11:55Sagen Sie, kommen Sie gerade vom neuen Tartort?
11:57Nein, ich komme von unserem neuen Fundort
11:59Weil beim heutigen Fall ist es so, dass der Fundort nicht der Tart
12:02Danke, Herr Mohr
12:03Ich hab's schon verstanden
12:04Sie kommen also vom neuen Fundort?
12:06Nein
12:06Nein
12:07Das heißt schon, aber halt nicht direkt
12:10Ja?
12:12Guten Tag, zusammen
12:14Ich wollte noch kurz meine Post holen
12:16Grüß Gott, Frau Artmann
12:17Ja, und warum kommen Sie jetzt nicht vom neuen Fundort?
12:21Weil ich noch den Chef von der Baufilmer Stenzler abholen müssen
12:24Den Herrn Stenzler
12:24Dann wissen Sie jetzt also, wer das Opfer ist?
12:27Ja, freilich
12:28Das ist der Hans Mayrhofer, 42 Jahre alt, verheiratet, aber keine Kinder
12:32Und gearbeitet hat bei der Baufilmer Stenzler
12:35Hans Mayrhofer, der den Kirchenkorb von St. Nikola leitet
12:38Ja, freilich, äh, geleitet hat
12:40Ausgerechnet, ja
12:41Habt ihr jetzt überhaupt auf dem Festival auftreten können?
12:44Das weiß ich nicht
12:45Ja, das muss ich jetzt unbedingt abtrennen
12:46Verfrieden?
12:53Ach, Herr Achtziger, sollen wir Sie über unseren neuen Fall aufklären?
12:56Später, meine Herren, später
12:57Ich muss erst noch ein dringendes Telefonat führen
13:00Ja, was ist denn eigentlich mit dem Achtziger los?
13:03Der hat nicht einmal über unseren Fall informiert werden wollen
13:05Das ist klar, weil ich ihn schon informiert habe
13:08Aha, haben wir wieder geschaftelt
13:10Jetzt pass einmal auf
13:11Andere wären froh über engagierte Mitarbeiter, gell?
13:14Ganz genau, Harter
13:17Ja, Herr engagierter Mitarbeiter
13:19Haben wir schon den Chef von unserem Opfer erwischt?
13:21Freilich haben wir ihn erwischt?
13:22Sitz draus und warte, der Herr Stenzler
13:24Gut, dann bringen Sie doch bitte ganz engagiert in unser Büro
13:28Selbstverständlich, Hans
13:29Auch nicht, das heißt, ich tue wieder geschaft
13:33Also, Stockel, überprüft bitte mal unseren toten Bankverbindungen
13:36Telefonat und Testament
13:37Heufs, der Rainer Hartl
13:38Erst kommt der Händel dran und dann ihr
13:40Händel?
13:41Der heißt Händel
13:42Ist Komponist und ist eine Gefälligkeit für den Achtziger
13:45Ah
13:48Bitte
13:51Das ist der Herr Stenzler-Bau
13:53Also, der Herr Stenzler vom Bau
13:55Stenzler
13:55Ja, Tag, Herr Stenzler
13:56Scott Hartl
13:58Ich kann es ja gar nicht glauben
13:59Das ist ja wirklich wahr, dass der Hans tut es
14:01Ja, es wartet uns leid, bitte
14:03Ich weiß ja gar nicht, wie das weitergehen soll in der Firma ohne Ehren
14:08Ähm
14:10Wie würden Sie den Herrn Mayrhofer denn beschreiben?
14:14Pünktlich, korrekt, zuverlässig, fleißig
14:17Ich kann ihm das allerbeste Zeugnis ausstellen
14:20Was hat er denn eigentlich genau gemacht in einer Firma?
14:23Ja, praktisch im ganzen Bürobetrieb gleich
14:26Angebote, Abrechnung, Buchhaltung, alles
14:28Können Sie sich vielleicht trotzdem vorstellen, dass das Mordmotiv im beruflichen Umfeld zu finden ist?
14:32Nein, ich weiß nicht, nein, nein
14:34Ein korrekt, der den Menschen mit dem Hans werden es verschneidet finden
14:37Und privat?
14:39Privat haben wir praktisch überhaupt nicht
14:40Also, wir haben keine zehn Sätze im Monat gewechselt
14:42Sie haben doch den Herrn Mayrhofer heute Morgen angerufen und von einem Problem gesprochen
14:49Na, Freire, ich wollte wissen, wo er bleibt
14:51Und ein Angebot fertig machen müssen
14:53Achso
14:54Ja gut, dann nur fürs Protokoll, wo waren Sie gestern gegen Mitternacht?
14:57Daheim
14:59Ah, äh, nur?
15:00Nein, meine Haushälterin war bei mir
15:03Die Haushälterin
15:04Ja gut, danke, das war's erst mal
15:05Aber wir werden bestimmt noch auf Sie zurückkommen
15:08Ja, bitte, wer mag's?
15:09Ich mag
15:10Wenn Sie noch was haben
15:13Na, Sie können mich jederzeit anrufen
15:15Habe die Ehre
15:17Wieder
15:20Frau Stockel, haben Sie schon etwas über unseren Toten herausgefunden?
15:23Ach, wie denn in der kurzen Zeit? Sie sehen doch, was hier los ist
15:27Sie hat's mit einem Händen für einen Achtkopf
15:30Ja, ja, ja, ja, richtig aus
15:34Wiederhören
15:36Das war der Herr Achtziger, ich soll's zu ihm kommen
15:39Ach, jetzt dann doch
15:40Das ist
15:43Michi, hast du gerade nichts zu tun?
15:45Nein
15:45Du überprüfst das Alibi vom Bau-Stenzler
15:48Der möchte zur Tatsache mit seiner Haushälterin zusammen gewesen sein
15:51Bitte
15:52Selbstverständlich
15:58Sie sind verbunden mit der Pfarrei St. Nikola
16:00Im Moment sind Berichte reichert
16:01Das dürfte ja schon wahr sein
16:02Herr Rhein
16:03Bitte verschen Sie später noch einmal
16:04Danke
16:05Moment noch, meine Herren
16:06Ja, Herr Radlkofer, Achtziger hier von der Musikakademie
16:09Seien Sie doch bitte so gut und rufen Sie mich im Präsidium zurück
16:12Die Nummer haben Sie ja
16:13Danke
16:16Bitte, meine Herren
16:17Danke
16:17Sie wollten uns jetzt doch sprechen?
16:20Ja, wie schaut's aus im Fall Meierhofer?
16:23Ja, wir's vom Herrn Mauer bestimmt schon erfahren haben
16:27Haben wir ja nicht viel
16:29Wir wissen nicht einmal, wo der Tatort war
16:33Also die Ehe des Mordopfers scheint eher mustergültig gewesen zu sein
16:38Auch im beruflichen Umfeld ist auf den ersten Blick kein Mordmotiv zu finden
16:42Ach ja?
16:43Sie wissen, dass der Herr Meierhofer den Chor von St. Nikola geleitet hat?
16:48Das hat uns der Pfarrer Radlkofer schon erzählt
16:51In dieser Funktion habe ich Herrn Meierhofer auch kennengelernt
16:54Entschuldigen Sie, aber was hat denn das mit unserem Rätst da?
16:59Hören Sie einfach zu, Herr Radl
17:00Also mir ist aufgefallen, dass es da erhebliche Spannungen gegeben hat
17:06Musikalischer Art
17:08Musikalischer Art?
17:09Ja, zwischen dem Herrn Meierhofer und seinem Stellvertreter, dem Herrn Martin Wegmann
17:14Hat es große Differenzen gegeben, was die Ausrichtung des Chors anbelangt
17:19Jetzt sind Sie mir nicht böse, Herr 80er, aber ich meine, das Mordmotiv
17:23Wo, also ob man jetzt ein Lädel so singt oder so, das ist wohl nicht Ihr Fachgebiet, Herr Hartl
17:27Auch unter Künstlern gibt es Neid und Eifersucht
17:31Ja, vielleicht kann sie das ja irgendwie weiterbringen
17:33Meine Herren
17:35Bitte
17:36Wiedersehen
17:41Was machst du da?
17:42Grüß dich, Hartl, hallo, Herr Hansen
17:44Ich muss zum 80er-Morstuhl wegen dem Festival bringen
17:46Der wird jetzt eine Überraschung für dich haben
17:47Gut sehen Sie aus
17:48Ach, danke
17:49Also dann
17:50Wiedersehen
17:51Grüß Gott, Herr 80er
17:52Frau Hofer
17:54So, ich hätte jetzt die Auftrittsreihenfolge für unser Festival fertig
17:59Sehr schön, ich weiß noch gar nicht, ob das nicht bereits alles Makulatur ist
18:02Bitte schön, nimm uns den Platz
18:03Warum das jetzt?
18:05Ja, der Chorleiter von St. Nikola
18:08Der Meierhofer
18:09Ja, ist ermordet worden
18:11Und es ist noch überhaupt nicht geklärt, ob der Chor unter diesen Umständen am Festival teilnehmen kann oder nicht
18:16Das ist wirklich eine Überraschung
18:18Vielleicht wissen wir ja jetzt gleich mehr
18:2080er
18:21Ah, Herr Pfarrer, ja schön, dass Sie zurückrufen
18:25Folgendes
18:25Ich muss wissen, ob Ihr Chor jetzt am Festival teilnimmt oder nicht
18:31Nimmt teil
18:31Unter der Leitung von Herrn Wegmann
18:33Ja, sehr gut, dann kann das Festival ja wie geplant stattfinden
18:37Wunderbar
18:37Und Herr Pfarrer, mein herzliches Beileid
18:41Ja, sehr schön, nimmt teil
18:44Ja, jetzt müssen wir bloß noch den Namen des Chorleiters im Programmheft ändern
18:50Wir
19:01Ah ja, grüß Gott, Hartl, Kripp Rosenheim
19:03Machen Sie ruhig weiter
19:06Entschuldigung, Sie gehören, Sie gehören zum Chor?
19:10Ja
19:10Mir so hat mein Herr Wegmann
19:13Ja, ums Glück, das bin ich selber
19:15Ah ja, grüß Sie, Hartl, Kripp Rosenheim, mein Kollege der Herr Hansen
19:19Tag
19:21Sie ahnen, wieso wir hier sind?
19:24Wegen dem Hans, schätze ich einmal
19:26Also dem Herrn Meierhofer
19:28Sie wissen, dass er ermordet wurde?
19:30Pfarrer Radlkofer hat mir am Mittag angerufen
19:33Irgendwie muss er weitergehen mit unserem Chor
19:35Das ist alles, was Ihnen dazu eifert?
19:37Hören Sie, am Samstag ist das Festival
19:39Unsere Sänger gefreien Sie seit über einem Jahr drauf
19:43Und es spielt natürlich keine Rolle, dass ein Mensch getötet wurde
19:47Freilich spielt das eine Rolle, aber
19:49Sie sollen ja richtig Probleme gehabt haben mit ihm
19:51Wer sagt das?
19:53Hatten Sie?
19:55Wir haben ja verschiedene Auffassungen über die Musik gehabt, ja
19:58Aber deswegen bringt man doch keinen um
20:00Wo waren Sie denn gestern Nacht?
20:03Daheim
20:04Bis in der Früh
20:07Aha
20:07Dann waren Sie gar nicht auf der Chorprobe
20:10Ich bin schon seit ein paar Wochen immer hier
20:12Aber heute sind Sie schon hier
20:15Jetzt ist aber auch was anders
20:17Jetzt hab ich das dann
20:19Ihr schärfster Konkurrente ist ja nicht mehr da
20:24Wiederschauen
20:25Für Gott
20:26Ja
20:27So, fang an
20:35Servus, Frau Hartmann
20:36Grüß Sie
20:37Herr Roden
20:38Sehr gerne
20:40Was hast du denn was für Sie tun?
20:42Nichts, auf das ich nicht auf gut verzichten könnte
20:45Patricia
20:47Ja tatsächlich, das gibt's ja nicht
20:50Florian
20:50Ja, was machst denn du hier in Rosenheim?
20:53Ich lebe hier
20:54Ja, sag mal, wie lange ist das her, dass wir uns nicht gesehen haben?
20:56Das willst du gar nicht wissen
20:57Komm, jetzt setz dich zu mir
20:59Du musst mir unbedingt erzählen, wie es dir geht
21:03Die Frau Altmann
21:04Die Frau Altmann
21:06Sachen gibt's
21:11Ja, Marie
21:15Schön, die Musik, gell?
21:17Ja, wie wenn Engel durch die Luft fliehen würden
21:21Was machst denn du da?
21:23Ich überklebe den Meierhofer mit dem Wegmann
21:26Wäre das nicht gescheiter, wenn du das Geil rein drückst?
21:29Gescheiter schon, aber teurer und die Musikakademie muss sparen
21:33Das dauert doch ewig
21:35Nicht, wenn du mir hilfst
21:42Wisst ihr jetzt schon, wer den Meierhofer umbracht hat?
21:45Nein
21:48Wir wissen bloß, dass er mit seinem stellvertretenden Chorleiter
21:52dass er mit dem im Dauerkrinsch gelegen ist
21:54Mit dem Wegmann
21:56Die haben sich doch bloß über die Musikausrichtung gestritten
21:58Deswegen bringt man sich doch nicht um
22:01Anderes Motiv haben wir nicht
22:05Jetzt hör doch mal die Musik an
22:07Wer so eine Musik macht, der kann bestimmt niemanden umbringen
22:10Aber jetzt weiß ich ja immer noch nicht
22:17Was machst du eigentlich in Rosenheim?
22:19Ich bin Unternehmensberater
22:20Hier in Rosenheim gibt's eine Straßenbaufirme, die Stenzler baut
22:23Stenzler baut?
22:24Ja, die steht kurz vor der Insolvenz
22:26Und du bist gekommen, um die zu retten?
22:29Und die Leute zahlen jede Menge Geld dafür
22:33Servus, Joe
22:34Grüß dich, Miriam
22:37Oh Gott, die Frau Stockel
22:39Was?
22:40Die, die gerade reingekommen ist, das ist unsere Sekretärin
22:43Sowas wie Zeitung, Radio und Fernsehen an einer Person
22:47Wenn du verstehst, was ich meine
22:49Cool ist ja, dass die Frau Ortmann da ist
22:51Ja, das kann schon sein
22:53Und mit wem ist die da?
22:56So wie ich mich kriegt habe, ist sie sein alter Bekannter
23:02Ich glaube, jetzt hat sie uns entdeckt
23:08Ich muss mal kurz
23:17So, jetzt schaut der gar nicht aus
23:18Cappuccino bitte
23:19Gern
23:30Hallo Herr Hansen, Ortmann hier
23:32Ja, hallo Frau Ortmann, was für eine Überraschung
23:34Ich habe gerade einen alten Bekannten getroffen, der die Firma Stenzler baubereht
23:39Ja, und?
23:40Die Firma ist de facto pleite
23:42Ich dachte, das wäre vielleicht eine wichtige Information im Mordfall Meierhofer für Sie
23:46Ich glaube, es ist besser, wenn Sie uns die Ermittlungen führen lassen, ne?
23:49Ich komme schließlich auch nicht auf die Idee, Controlling zu übernehmen
23:52Schönen Abend noch mit Ihrem alten Bekannten
23:54Wir sehen uns
23:59Arroganter Fatzkerl
24:02Wo bleibst du denn, Sola?
24:06Du, ich muss dir was zornen
24:18Das habe ich beim Hans seine Sachen gefunden
24:2015.000 Euro
24:21Wo hat er denn die her?
24:23Keine Ahnung
24:24Musst du nicht, dass wir das der Polizei sagen sollten?
24:27Auf keinen Fall
24:28Je weniger dir wissend, desto besser
24:34Bleibst halt noch da
24:51Danke, dass du mich abgeholt hast
24:53Du, ich fahre dich doch gern, solange dein Wagen in der Werkstatt steht
24:56Wie sieht's aus? Wollen wir heute zusammen zum Mittag essen?
24:59Sehr gerne
25:06Danke
25:09Äh, ja, sagen wir 13 Uhr Times Square?
25:12Alles klar
25:13Da schau her
25:15Von wegen alter Bekannter
25:19Glaubst das?
25:20Ähm, bis dann
25:29Ja?
25:32Guten Morgen, Frau Stock
25:33Guten Morgen, Frau Ortmann
25:35Das war aber ein Fäscher-Chauffeur, den Sie gerade gehabt haben
25:37Ja, er hat mich von zu Hause abgeholt, weil mein Auto in der Reparatur ist
25:42Ja, immer das Geiz mit den Autos
25:44Nur um von vorne herein keine Missverständnisse aufkommen zu lassen
25:48Das ist ein ehemaliger Studienkollege von mir, der für ein paar Tage hier beruflich in Rosenheim zu tun hat
25:54Nicht mehr und nicht weniger
25:56Ihr habt doch gar nichts gesagt
25:57Nein, noch haben Sie nichts gesagt, Frau Stockl
25:59Und damit das auch so bleibt, habe ich Ihnen das jetzt so erklärt
26:02Es gibt also überhaupt keinen Anlass, die Gerüchteküche anzuheizen
26:05Schönen Tag noch
26:06Schönen Tag noch
26:12Ja, Elfi, ich bin's
26:14Stell dir vor, heute hat sie sich sogar in die Arbeit kutschieren lassen
26:17Ich sieg doch, was ich sieg
26:18Du pass auf, ich muss Schluss machen, gell?
26:20Fütti, Servus
26:21Morgen, Frau Stockl
26:23Guten Morgen
26:24Haben Sie schon was über den Herrn Mayrhofer rausgefunden?
26:26Äh, ja, da ist gerade der Gesprächsnachweis von seinem Handy reingekommen
26:30Ah ja, und?
26:32Ein beides übliche Zuhause, Büro
26:34Aber eine Nummer ist ganz oft angewählt worden
26:36Wem gehört die?
26:38Einem gewissen Paul Polakowski
26:40Ah ja, Polakowski, das ist, das wird uns nicht wirklich weiterbringen
26:44Das ist Mayrhofers Fernschachpartner aus Landshut
26:47Aber wenn Sie sich nochmal die Firma Stenzlerbau vornehmen könnten
26:51Der würde uns vor allem die finanzielle Situation interessieren
26:53Ich hab da nämlich was läuten hören
26:56Mach ich
26:57Danke
27:00Guten Morgen, Stockl, ist der Hansen schon da?
27:02Wann warst du das letzte Mal eher da als der Hansen?
27:04Das wollte ich gar nicht wissen
27:07Guten Morgen, Herr Hansen
27:09Mein Kollege
27:10Ja, ist ja nicht gerade berauschend, was wir bis jetzt haben, ne?
27:12Ja
27:13Kein Tatort, keine Tatwaffe
27:15Und was wir über das Opfer wissen, ist auch nicht gerade erschöpfen
27:18Ich hab mir jetzt gedacht, vielleicht reden wir mit dem Radlkofer, mit dem Pfarrer nochmal
27:22Wissen Sie vielleicht, weiß halt ihr was über ihn?
27:24Ja, über das ich auf seinem Beichtgeheimnis-Büro
27:26Wie ich von ihm gelernt hab
27:27Aber der wird sich mit Mayrhofer nicht bloß im Beichtschall unterhalten haben
27:31Guten Morgen, Herr
27:33Morgen, Morgen, Morgen
27:34Ja, ich war jetzt bei der Haushälterin vom Stenzler
27:37Ja, und was sagt die Haushälterin vom Stenzler?
27:40Dass der Stenzler in der Mordnacht die ganze Nacht daheim gewesen ist
27:43Somit schaltet Stenzler als möglicher Tatverdächtiger aus
27:46Genauso sehe ich das auch
27:55Herr Pfarrer
27:56Grüß Gott
27:57Grüß Gott
27:58Ja, wir müssten Sie leider noch einmal sprechen
28:00Natürlich
28:01Aber dazu gehen wir besser nach draußen
28:03Ja
28:06Herr Pfarrer, sagen Sie mal
28:07Hat der Herr Mayrhofer Ihnen gegenüber vielleicht irgendwelche Andeutungen gemacht
28:11Dass er berufliche Schwierigkeiten gehabt hat
28:14Nein
28:14Warum?
28:15Die Firma für die gearbeitet hat soll kurz vor der Insolvenz stehen
28:18Er musste befürchten, dass er eventuell seinen Job verliert
28:22Mit mir hat er über Berufliches nie gesprochen
28:25Aber vielleicht über Privates
28:27Zwischen einem Seelsorger und einem Gläubigen
28:31Besteht ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis
28:35Ja, aber Herr Mayrhofer ist tot
28:37Und Sie werden doch sicher auch wollen, dass wir seinen Mörder kriegen
28:40Er hat ein paar Mal Andeutungen gemacht
28:44Dass es zwischen ihm und der Agnes nicht mehr
28:46Ja, was soll ich sagen
28:48Nicht mehr so harmonisch gelaufen ist
28:50Er hat also eh Probleme gehabt
28:52Probleme ist vielleicht zu viel gesagt
28:54Gab es denn vielleicht eine andere Frau
28:56Oder bei ihr einen anderen Mann
28:58Ich weiß es nicht
29:00Wie gesagt, es waren nur Andeutungen
29:03Ich glaube, Sie haben uns schon sehr geholfen
29:05Wir sagen dann Wiederscheinend für Gott
29:07Für Deiner Gott
29:08Ja, Wiedersehen
29:14Kann es sein, dass das Schnarchen Ihres Mannes
29:16Nicht der einzige Grund für Ihre getretten Schlafzimmer war?
29:19Wie meine es jetzt das?
29:21Sagen wir mal so
29:22Wir haben gehört, dass Ihre Ehe nicht so glücklich gewesen sein soll
29:25Wie Sie uns glauben machen wollen
29:27Wer sagt sowas?
29:29Weil das ist gelungen
29:29Es spielt keine Rolle, wer sowas sagt
29:31Gab es wirklich keine Probleme?
29:33Oder gab es vielleicht doch welche?
29:35Der Hans und ich
29:36Wir waren sehr glücklich miteinander
29:37Mehr habe ich dazu nicht zum sagen
29:43Wiedersehen
29:46Was denken Sie, Herr Kollege?
29:49Kosche ist die Sache mit der Ehe ja nicht
29:51Also bohren wir nach
29:53Aber erst noch die Mittagspause
29:56Ja, danke
29:57Das reicht mir fürs Erste
29:58Wiederhören
29:59Mahlzeit
30:01Mahlzeit
30:02Mahlzeit
30:02Mahlzeit
30:03Wo kommt es denn hier her?
30:05Rosenbrei, Mittagspause, sauerbram
30:08Frau Stockel, haben Sie schon etwas über Stenzlers finanzielle Situation herausbekommen?
30:12Freilich hat sie was herausgefunden, gell, Stockel?
30:15Pleite ist ja, abgebrannt
30:16Frau Stockel, wir wüssten ganz gerne
30:18Mit wem die Frau Mayerhofer in letzter Zeit so alles telefoniert hat
30:21Ja, ich kümmere mich drum
30:23Aber als erstes muss ich was für ein 80er erledigen
30:25Sonst reißt mir der den Kopf ab
30:26Und um den schönen Kopf war es doch schade, oder?
30:30Ui, Hartler, Kompliment
30:31Das muss ich mir gleich in Kalenderrot anstreichen
30:36So, das reicht so
30:39Sehr gut, danke
30:40Das freut mich
30:42Und wie kommst du mit deiner Beratung bei Stenzlerbau voran?
30:46Das ist ein harter Brocken
30:48Ich weiß nicht, ob ich dem noch helfen kann
30:50Wo liegt das Problem?
30:53Knapp vor einem Jahr sind dem alle Aufträge weggebrochen
30:56Dafür muss es doch einen Grund geben
30:58Ja, der Grund dafür ist ein Konkurrent aus Landshut
31:01Polakowski
31:01Der liegt bei jedem Angebot ein paar Euro unter dem der Stenzlerbau
31:05Und du glaubst da nicht an einen Zufall?
31:07Ja, einmal kann es Zufall sein, vielleicht zweimal
31:09Aber permanent?
31:12Das wird jetzt aber kein Verhör, oder?
31:15Smalltalk
31:16Du glaubst also, dass jemand aus der Firma dem Konkurrenten aus Landshut die Zahlen gesteckt hat?
31:22Davon gehe ich aus
31:23Und es muss einer aus dem engsten Zirkel sein
31:25Ist in diesem Zusammenhang mal der Name Meierhofer gefallen?
31:30Ja
31:30Wie kommst du darauf?
31:38Herr Rhein?
31:41Frau Stocke
31:42Herr Achtziger, ich habe jetzt alles über diesen Händler da zusammengestellt
31:47Sehr gut, danke
31:51Sehr schön, sehr schön
31:53Sehr gut, vielen Dank
31:55Und Herr Stocke
31:57Damit Sie es nicht ganz umsonst gemacht haben
32:00Und was kleines Dankeschön
32:02Habe ich hier zwei Freikarten
32:03Für das Kirchenchorfestival für Sie
32:05Erste Reihe
32:07Gleich neben mir
32:10Zwei Freikarten
32:11Brauchen Sie mehr?
32:12Lässt sich sicher einrichten
32:13Na, na, zwei Reichen vollkommen
32:15Gut, dann bis Samstag
32:17Äh, ja
32:18Bis Samstag
32:21Das habe ich jetzt von meiner Gutmütigkeit
32:24Grüß dann, Frau Stocke
32:25Ja, Frau Hofer, was machen Sie denn da?
32:27Äh, ich bring dir meinen Achtziger die neuen Programme für das Kirchenchorfestival
32:30Ja, da muss ich auch hin
32:31Ach, das wird Ihnen gefallen
32:32Glauben Sie mir es mal, bitte schön, wenn Sie vielleicht durch für mich klopfen täten
32:35Ja, vorsichtig
32:36Selbstverständlich
32:38Herein
32:38Ja, danke
32:41So, der Lahr
32:43Frau Ortmann
32:44Frau Stockel
32:44Gehe an Hauptkommissaren
32:46Im Büro
32:48Danke
32:48Bitte
32:51Ja, bitte
32:54Einen wunderschönen guten Tag, die Herren
32:55Grüß Sie
32:56Tag, Frau Ortmann
32:59Und, sind Sie im Fall Meierhofer schon weitergekommen?
33:04Müssen wir Ihnen jetzt schon Rechenschaft über unsere Ermittlungsarbeit ablegen?
33:08Sie könnten mich fragen, ob ich was Interessantes für Sie habe?
33:13Ja, dann fragen wir Sie
33:18Haben Sie etwas Interessantes für uns?
33:20So wie es aussieht, hat Meierhofer Interna in eine Konkurrenzfirma aus Landshut weitergegeben
33:27Oh
33:30Somit konnte diese Firma die Stenzlerbau bei den Ausschreibungen ausstechen?
33:35Exakt
33:36Der Besitzer dieser Firma heißt übrigens Polakowski
33:39Dann haben wir und der Meierhofer nicht bloß Schach miteinander gespielt
33:44Ja, so ein schlichtes Danke wäre jetzt nicht völlig unangebracht, finden Sie nicht?
33:53Danke
33:59Wiedersehen
34:05Wiedersehen
34:05Jetzt haben wir es
34:06Ich verstehe nicht, was das mit Meierhofer sein Tod da hat
34:09Es ist doch richtig, dass Ihre Firma kurz vor dem Konkurs steht
34:12Das ist nicht ganz rund klar vom letzten Jahr
34:14Ja, seitdem die Firma Polakowski einen Auftrag nach dem anderen weggeschnappt hat
34:18Da werden Sie doch gefragt haben, wer das hat kennen können
34:21Freiremi ist gefragt
34:22Und die Antwort?
34:24Keine Ahnung
34:25Und das ist jetzt falsch
34:26Sie sind nämlich dahinter gekommen, dass der Meierhofer dem Polakowski ihre Angebote hat zukommen lassen
34:32Das würde ich nicht machen
34:33Das war mein bester Mitarbeiter
34:35Ach so
34:37Wieso stand er dann ständig in Kontakt mit Polakowski?
34:40Davon weiß ich nichts
34:41Gefreilich haben Sie das gewusst
34:44Bitte
34:49Er war dabei, Ihre Existenzgrundlage zu vernichten
34:52Und deswegen haben Sie den Herrn Meierhofer ja umgebracht
34:54Geben Sie es zu
34:55Überhaupt nichts, gebe ich zu
34:57Ich sage ja nichts mehr
34:59Ich bin mit meinem Anwalt reden
35:00Gut, können Sie machen
35:02Halten Sie sich aber bitte weiter zu unserer Verfügung
35:04Ja, von mir aus
35:06Wiedersehen
35:08Schaut ja nicht schlecht aus
35:10Aber Alibi hat er
35:12Ja super Willi, danke
35:17Ganz prima
35:18Gut, Ende
35:19Servus Willi
35:20Das war Willi
35:21Bei der KTU
35:22Ja, und?
35:23Entschuldigung
35:24Macht nichts
35:25Die haben auf der Kleidung vom Toten
35:27Haben Sie Fasern aus cremefarbener Baumwolle entdeckt
35:30Hm
35:30Äh, kannten die auch von einem Teppich stammen?
35:34Naja, wenn ein Teppich aus cremefarbener Baumwolle ist, dann schon
35:37Da denken Sie das gleiche wie ich, Kollege
35:40Aber Herr Mohr, würden Sie bitte trotzdem nochmal Stenzlers Alibi überprüfen?
35:44Stenzler habe ich schon überprüft
35:45Dann überprüft Sie es jetzt nochmal
35:47Es könnte nämlich sein, dass Stenzlers Haushälterin nicht die Wahrheit gesagt hat
35:51Ach so
35:51Und deswegen hörst du in der Nachbarschaft vom Stenzler nochmal um?
35:56Was genau soll ich da jetzt hören?
35:59Ob jemand vielleicht gesehen hat, dass der Stenzler in der Mordnacht nochmal hinaus ist aus dem Haus
36:02Dann gehe ich jetzt
36:07So, das ist die Anrufliste von der Frau Mayrhofer
36:10Mit einer Nummer hat sie permanent telefoniert
36:13Sogar in der Mordnacht kurz nach Mitternacht
36:15Und wem gehört diese Nummer?
36:17Ja, schauen Sie selber
36:19Oh, dann würden Sie die Frau Mayrhofer einiges zu erklären haben
36:40Aha, Sie sind es
36:42Ja, wir hätten dann noch ein paar Fragen
36:43Dürfen wir?
36:44Ja, bitte
36:47Danke
36:52Schönen guten Tag, Herr Wegmann
36:54Ja, grüß Sie
36:55Das trifft Sie ja gut, dass Sie auch da sind
36:56Mit einer wollten wir eh noch reden
36:58Grüß Gott
36:59Ich bin bloß da, weil ich der Agnes
37:01Immer unter Frau Mayrhofer kontrollieren wollte
37:04Ach so
37:05Deshalb haben Sie auch im letzten halben Jahr täglich mehrfach miteinander telefoniert
37:10Also ich glaube, das macht keinen Sinn mehr, dass Sie leugnen, dass Sie ein Verhältnis miteinander haben
37:15Zumal das ja auch nicht verboten ist
37:18Wir sind zusammen, das stimmt schon
37:20Aber mit dem Mann, seinem Tod, haben wir nichts zu tun
37:24Ehrlich nicht
37:25Warum machen Sie dann so ein Geheimnis um Ihre Beziehung?
37:28Ja, wenn das der Pfarrer Radlkofer erfahren hätte
37:30Die Frau vom Kirchenkolleiter und der Stellvertreter
37:33Also ich glaube ja, das kommt in die besten Familien vor
37:37Unsere Kollegen von der Spurensicherung haben übrigens in der Kleidung ihres Mannes
37:41Cremefarbige Baumwollfasern gefunden
37:44Ich kann mir gut vorstellen, dass die von Ihrem Wohnzimmerteppich hier stammen
37:47Ja
37:48Und unsere Kriminaltechniker können kleinste Blutspuren sichtbar machen
37:52Auch wenn die noch so gut weggewischt wurden
37:54Also, sollen wir einen Techniker holen oder zeigen Sie uns, wo Ihr Mann gestorben ist
37:59Es ist nicht so, wie es ausschaut
38:02Der Hans ist wirklich da heringestorben
38:06Da ist er gelangt
38:07Ja, weil er Sie und seine Frau in Flagranti ertappt hat
38:10Und Sie ihn deswegen geschlagen haben
38:12Nein, wirklich nicht
38:14Als der Hans zur Chorprobe gefahren ist, bin ich zum Martin
38:16Zum Herrn Wegmann
38:18Sie ist immer bei mir gewesen, wenn der Hans auf der Probe war
38:23Ich bin dann so um Mitternacht heimgekommen
38:25Da habe ich einen Hans liegen gesehen
38:27Da
38:29Er war tot
38:31Und die Statue ist nicht, was er im Kopf klingt
38:33Ich habe überhaupt nicht gewusst, was ich machen sollt
38:38Da haben Sie den Herrn Wegmann angerufen
38:41Sofort hergefahren
38:42Warum haben Sie nicht die Polizei angerufen, wenn es denn so war?
38:46Weil ich total geschockt war
38:48Wir haben halt Angst gehabt, dass dann alles aufkommt
38:51Das mit der Agnes an mir
38:54Und deswegen haben Sie dann die Leiche verschwinden lassen
38:57Ich habe gewusst, dass auf dem Friedhof ein Grab offen ist
39:02Wir haben halt gedacht, wenn der Hans einfach weg war, dann hat vielleicht keiner mehr Fragen
39:08Das ist eine ziemlich unglaubwürdige Geschichte, finden Sie nicht?
39:11Aber so ist es gewesen, wenn ich es sage
39:14Wenn es so gewesen ist, dann stellt sich die Frage, wie hat Daniel einen Mann umgebracht?
39:18Das weiß ich nicht
39:19Wirklich nicht
39:21Aber vielleicht könnte ich es eher noch weiterhelfen
39:32Das habe ich bei meinem Moog gefunden
39:35Haben Sie eine Ahnung, woher Ihr Mann so viel Geld gehabt haben könnte?
39:41Gut, dann werden wir das rausfinden
39:44Ich glaube, für das Erste, wer ist das dann?
39:48Herr Mohr, haben Sie sich schon in der Nachbarschaft von dem Bauunternehmer Stenzler umgehört?
39:53Heilig, Herr Mönchert
39:56Und?
39:57Der Nachbar von gegenüber, der Herr Mierstädter
39:59Der ist in der Mordnacht noch einmal raus mit dem Hund, Gassi gehen
40:02Ah ja, Hund?
40:04Und da hat er gesehen, wie der Herr Stenzler gegen 23 Uhr mit dem Auto weggefahren ist
40:08Das heißt, dass gerade eben sein Alibi geplatzt ist
40:11Sehe ich genauso
40:13Ich hoffe, Sie haben einen Grund, dass Sie wieder hergestellt haben
40:15Echt was Besseres zu tun, als dreimal am Tag bei euch anzumtanzen
40:18Obwohl Ihre Geschäfte nicht gerade rosig laufen, bitte?
40:21Ich habe Ihnen ja schon gesagt, dass das bloß eine vorübergehende Flaute ist
40:25Den Grund für die Flaute
40:27Den haben Sie auch beseitigt
40:29Sie haben nämlich herausgefunden, dass der Meierhofer den Polakowski mit wichtigen Firmeninterner versorgt hat
40:33Deswegen sind Sie vorgestern Nacht zu ihm gefahren
40:36Vorgestern Nacht war ich daheim, das hat meine Haushälter noch bestätigt
40:39Was haben Sie dir erzählt, dass es liegt?
40:41Um kurz vor elf sind wir weg
40:43Das müssen Sie mir erst mal beweisen
40:45Kein Problem
40:46Wir haben einen Zeugen, den wir in jeder Zeit gegenüberstellen können
40:50Ja und, da war ich noch mal weg, aber ich könnte überall gewesen sein
40:52Da könnten Sie auch beim Meierhofer gewesen sein
40:54Ja, ich war auch immer nicht
40:55Ihr Leugner hat keinen Sinn
40:57Wir haben nämlich noch einen Zeugen
40:59Und der hat Sie gegen Mitternacht vor Meierhofers Haus gesehen
41:06Ich wollte ihn doch gar nicht umbringen
41:07Ich wollte bloß reden mit ihm, warum er mich das untut
41:10Ich seit 20 Jahren arbeite zusammen
41:11Der ruiniert nämlich bloß, weil der Polakowski geschmiert hat
41:14Und da haben Sie rot gesehen
41:16Die Drecksau
41:17Herr Stenzler, Sie sind vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachts Herrn Meierhofer umgebracht zu haben
41:23Herr Stenzler, wenn Sie bitte mitkommen möchten
41:30Halt, eins noch
41:32Herr Stenzler, wieso haben Sie einen Meierhofer in der Früh angerufen?
41:35Was doch gewusst haben, dass er tot ist
41:38Er gemeint, das macht mich unverdächtig
41:40Hätte er fast hingekommen
41:43Herr Hansen, Sie wissen schon, was einer jetzt bevorsteht
41:47Was denn?
41:50Ein Segeltörn mit der Frau Artmann
41:52Wieso das?
41:53Von dir haben wir doch den entscheidenden Hinweis gekriegt
41:55Dann müsste ich auch Herrn Mohr mitnehmen, weil er Stenzlers Alibi hat platzen lassen
41:59Viel Spaß