00:02Über 30 Mal standen sie sich in einem Pflichtspiel gegenüber, doch keines war für Lionel Messi und
00:09Cristiano Ronaldo größer als das am 27. Mai 2009. Das Stadio Olimpico. 62.000 Fans, Andrea Bocelli
00:18am Mikrofon. Schon vor dem Champions League Finale zwischen dem FC Barcelona und Manchester United
00:23herrscht in Rom absolute Gänsehautatmosphäre. Pep Guardiola kaut nervös auf seiner Lippe herum,
00:30Sir Alex Ferguson maltretiert sein Kaugummi. Kurzum, es liegt Spannung in der Luft. Nicht nur,
00:36weil es eben das Finale der Königsklasse ist, sondern auch weil zwei Spieler aufeinandertreffen,
00:40die die kommenden zwei Jahrzehnte im Weltfußball prägen sollten. CR7 kann mit United historisches
00:46schaffen und als erstes Team überhaupt den Titel verteidigen. Messi will endlich seinen ersten
00:52Sieg in einem Finale, nachdem beim Triumph 2006 Henrik Larsson seinen Kaderplatz bekommen hatte.
00:58Das erste Highlight setzt aber ein anderer. Samuel Eto'o bringt Barca in der zehnten
01:05Minute in Führung. Ein Tor, bei dem Messi seine Füße noch nicht im Spiel hat, was in dieser
01:10Spielzeit eine Seltenheit ist. Der damals 21-Jährige kommt bis zu diesem Spiel wettbewerbsübergreifend
01:17auf absurde 56 Scorer-Punkte. Das Olimpico betet Messi an. Und als hätte er die Sprechchöre als
01:26Berufung empfunden, folgt wenig später sein Moment. In seinem ersten Champions-League-Finale
01:35steht Messi wie ein Vollblutstürmer in der Luft und köpft das 2 zu 0. Ronaldo bleibt während der 90 Minuten
01:42bis auf ein paar Abschlüsse blass und muss sich am Ende mit der Silbermedaille begnügen. Messi
01:47hingegen feiert im Konfettiregen nach einem Champions-League-Finale, das das einzige mit
01:52der Beteiligung von ihm und Ronaldo bleiben sollte.