- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:05Wieder nix mit Frühstück. Ist nicht da glanzbar.
00:08Morgen, Herr Stadler. Wollt ihr mit uns frühstücken?
00:11Doch, schon.
00:12Wir können mal gleich.
00:17Lieber Herr Stadler, da Sie schon am Wagen sind, könnten Sie vielleicht ein paar Brötchen holen?
00:21Semmeln.
00:22Genau. Und Brezen.
00:30Ja, das hab ich mir gedacht. Ausgerechnet jetzt springst du da wie ein Glickerl. Saukanteregter.
00:40Da liegt er!
00:47Herr Seiler?
00:59Ja, da seid ihr schon recht emsig. Müssten Sie allen Ihr Kommen ankündigen.
01:05Wie bitte?
01:06Ihr Kommen, weil Sie doch morgen wieder heim dürfen nach Düsseldorf. Nächste Woche ist ja der Hansen wieder da.
01:11Ja?
01:12So ähnlich.
01:12So, einmal Brötchen und Brexel.
01:16Sagen Sie, wie finden Sie meine neue Westen?
01:22Na, ich dachte, wenn ich schon mal in Bayern bin, dann könnte ich ja auch mal was bayerisches tragen.
01:25Ja, wie die Japaner.
01:28Wieso?
01:29Japaner auf dem Oktoberfest in Getäseimer.
01:32Ja, hab ich vom Nachbar-Bauern bekommen.
01:34Schön.
01:35Fällt noch was?
01:36Ja, die Butter und Kaffee.
01:38Gut.
01:42Wunderbar, Frau Hofer.
01:43Ich hole noch Butter.
01:44Äh, Frau Hofer, Vorsicht.
01:46Der Herr Bergmann trägt jetzt Tracht.
01:48Ja.
01:51Und?
01:52Was sagst du?
01:53Äh, ehrlich?
01:57Passt du dir wie eine Friesentorte zu Weißbürschchen?
02:05Und?
02:06Was sagst du?
02:08Äh, ehrlich?
02:09Ja.
02:10Ja.
02:12Guten Morgen, Frau Stöckel.
02:13Guten Morgen, Herr Seitz.
02:15Na?
02:16Alles gut bei Ihnen?
02:18Äh, ja, alles bestens.
02:20Und bei Ihnen?
02:21Geht so, hab schlecht geschlafen.
02:23Oh.
02:24Ja, ich hab geträumt, der Herr Achtziger sitzt auf Ihrem Arbeitsplatz und hat genau die Bluse an wie Sie.
02:29Äh, oh ja, das ist ein Albtraum.
02:32Kann man wohl sagen, ja.
02:33Mhm.
02:35Ach, Herr Seitz.
02:37Apropos Albtraum, Herr Seitz.
02:39Die Frau Ortmann, die kommt doch übermorgen wieder zurück aus dem Innenministerium.
02:42Das ist richtig, ja.
02:43Meine Vorbereitungen für die Übergabe laufen schon.
02:46Äh, nein.
02:47Ich mein nur, gibt's was Neues?
02:50Ich muss, Frau Stöckel.
02:51Hat noch viel zu tun.
02:52Vielleicht bei Ihrem Nachmittagskaffee, ja?
02:54Mhm.
02:55Bis später.
02:57Krippe Rosenheim, Apparat Stöckel, grüß Gott.
03:00Du, Marie, wenn heute kein Fall mehr reinkommt, dann können wir noch zusammen was unternehmen.
03:06An was hättest du denn da denkt?
03:07Ich dachte, wir fahren zum Kisselberg und dann zum Hüttenwirt.
03:10Ich hab nen Tisch reserviert auf der Terrasse.
03:13Und für mich fällt dann das Abendessen wieder flach, oder was?
03:15Tut mir leid, Herr Stadler.
03:17Das ist unser letzter Abend.
03:18Sie können beruhigt sein, Herr Stadler, das Abendessen.
03:20Seid nicht flach, Ihr Kollege wird sich um Sie kümmern.
03:23Ich hab noch eine Schwammerlsuppe und Semmeln im Gefrierfach.
03:25Die braucht sich bloß aufwärmen.
03:26Schwammerl?
03:27Wie?
03:28Du hast keine Zeit?
03:29Ich hab auch schon Sitzung, da kann's spät werden.
03:32Kannst Du das nicht ausfallen lassen?
03:34Ich bin die Vorsitzende, da geht gar nix.
03:36Wir werden's überleben.
03:40Ich weiß ja nicht, wie es ihnen geht, aber Schwammerl respektive Pilzsuppe ist jetzt nicht unbedingt meine Abteilung.
03:46Vorschlag meinerseits, weil ja der Tisch eh schon reserviert ist, könnten ja wir zwei zum Kisselberg fahren.
03:51Nein.
03:53Ja, was ist denn?
03:55Ja, Entschuldigung, Frau Stockel.
03:58Nein, war nicht so gemein.
04:00Eine männliche.
04:01Wo?
04:03Nein, wir kommen selber direkt hin.
04:06Alles klar.
04:07Tja, jetzt müssen Sie doch mit mir zum Kisselberg.
04:09Ein Mann wurde dort von einem Flugzeug am Kopf getroffen.
04:13Wenn Sie bitte einen Moment warten, ich weiß nicht, ob mein Mann wieder so anspringt wie vorher.
04:18Dann eben nicht.
04:19Den Flieger haben Sie gefunden.
04:22Was?
04:23Den Flieger haben Sie gefunden.
04:25Ja, super, danke.
04:27So bitte.
04:28Nein, das ist eine Pracke.
04:32Herr Bergmann, grüß Gott.
04:34Morgen.
04:35Haben Sie einen Startler lassen?
04:36Kommt noch.
04:37Was haben wir?
04:38Wir haben eine Leiche.
04:39Martin Seiler, 58 Jahre alt, wohnhaft in Heidholz.
04:44Heidholz, das ist ein Vorrat von Rosenheim, gleich da drin.
04:47Unsere Zeugen haben beobachtet, dass der Herr Seiler auf diesem Felsvorsprung da oben sein Modellflugzeug,
04:54bis ich sein Modellflugzeug gesteuert habe.
04:57Und auf einmal ist hinter ihm ein anderes Modellflugzeug erschienen.
05:00Er dreht sich um und tschüss.
05:02Und tschüss?
05:03Naja, er ist gestreift worden, dann hat er das Gleichgewicht verloren.
05:07Und tschüss?
05:09Wo ist denn das andere Flugzeug, das Sie getroffen hatten?
05:11Das wissen wir nicht.
05:12Die Suche läuft.
05:13Was wir wissen, ist, es ist knallrot, es hat geschlingert und es ist wahrscheinlich da hinten irgendwo abgestützt.
05:20Hallo!
05:22Hallo!
05:24Klären Sie den Stadler auf.
05:26Ja, ja.
05:27Herr Stadler!
05:29Hier!
05:29Was soll ich da oben kommen?
05:32Ja!
05:33Hier die Scheiße!
05:35Morgen.
05:37Morgen.
05:38Hm.
05:38Viel kann ich dir leider nicht sagen.
05:40Auch gut.
05:41Das stimmt.
05:44Weil du morgen wieder fährst?
05:46Nein, nein, es ist nur...
05:49Marie hat keine Zeit für ein Abschiedsessen.
05:52Das ist ja ganz neu.
05:54Was?
05:56Dass dich sowas kränkt, sonst hast du doch immer gleich ein Ersatzdelt parat.
05:59Oder bist du etwa verliebt?
06:02Quatsch.
06:02Na ja, wie sollst du auch wissen, was das ist, wenn du das noch nie kennengelernt hast?
06:05Sagen Sie mal, bescheidene Frage am Rande.
06:09Wollen wir das heute den ganzen Tag so praktizieren?
06:11Sie rennen voraus und die dackelt hinten nach.
06:13Tut mir leid.
06:14Alles wieder gut.
06:16Grüß Gott, Frau Dr. Eckstein.
06:18Guten Morgen, Herr Stadler.
06:20Ich kann Ihnen leider nicht mehr sagen, als die Zeugen schon berichtet haben.
06:23Aber ich hoffe, dass ich nach der Abduktion mehr weiß.
06:26Ja, und zum Todeszeitpunkt, kann man da schon was sagen?
06:29Laut der Zeugen um kurz nach acht und das kann ich auch bestätigen.
06:33Ja.
06:34Vielen Dank.
06:35Fahren wir zu ihm hin?
06:37Ja, ich fahr auch langsam.
06:39Nicht nötig.
06:41Scheinbar muss er einen ein bisschen den Druck ablassen.
06:42Macht ihm den Abschied von Frau Hofer zu schaffen.
06:47Grüß die Kopien, ja.
06:48Na, wie läuft's in Passau?
06:49Gut läuft's.
06:51Wie geht's mit deinem Bergmann?
06:53Besser.
06:54Das ist schön.
06:55Geht ja nicht heute.
06:56Na, morgen.
06:58Na, dann hast du ja noch Zeit, die Taschentür zu kaufen.
07:01Feiert's heute noch schön heute Abend.
07:03Oh na, du, ich hab Sitzung und irgendwie ist mir das auch ganz recht.
07:08Marie, ich glaub, du wirst schon langsam alt.
07:10Na, erwachsen.
07:11Bitte.
07:24Bernd.
07:28Bernd, das geht nicht.
07:30Und wenn's noch mal mit ihm reden?
07:32Ich mein, das war blöd, ja, aber ich bin doch kein Spanner.
07:35Es tut mir leid.
07:37Es ist wirklich besser, wenn du jetzt gehst.
07:38Ich hab's noch mal mit ihm.
07:48Ja, dann kommen wir mal mit ihm auf.
07:56Ich hab' den Weg.
07:59Ich hab' den Weg.
08:00Na, das ist mein Kollege, der Herr Bergmann.
08:02Bernd Möhring, freut mich.
08:04Wohnt hier ein Martin Seiler?
08:06Ja.
08:07Wohnen Sie auch hier?
08:08Nein, ich habe hier gearbeitet.
08:09Jetzt nicht mehr?
08:10Nein, bis gestern.
08:11Wieso?
08:12Er braucht mich nicht mehr.
08:13Aha, was haben Sie denn für einen gemacht?
08:16Alles, was so ums Haus rum angefallen ist.
08:18Pool reinigen, Hecken schneiden und so Sachen.
08:20Läht Herr Seiler hier auch lange?
08:22Mit seiner Frau.
08:23Haben wir vor sechs Monaten heiratet.
08:24Sechs Monaten, fiert die gut.
08:26Ist Sie auch hier?
08:27Ja, drinnen.
08:28Wann haben Sie Herrn Seiler das letzte Mal gesehen?
08:30Gestern, wieso?
08:32Und was hat er da für einen Eindruck auf Sie gemacht?
08:35Keine Ahnung, wie immer.
08:39Modellflugzeug fliegen, war das ein Hobby von ihm?
08:41Mehr als ein Hobby.
08:42Er hat einen Großhandel für Spielzeugen
08:44und vertreibt da immer so Flieger.
08:46Außerdem ist er der Vorsitzende
08:47vom Modellflugverein MFV.
08:50Wo ist der?
08:51Gleich da vorne, hinter der Siedlung.
08:54Ist dem Seiler was passiert?
08:55Er wurde von einem Modellflugzeug
08:58am Kopf getroffen und ist abgestürzt.
09:00Er hat den Sturz nicht überlebt.
09:05Frau Seiler!
09:09Frau Seiler!
09:28Ach, äh, Entschuldigung, sind Sie von dem Verein?
09:31Na, der Herr Hauser...
09:32Danke!
09:35Herr Hauser!
09:37Grüß Gott!
09:38Bergmann, Krippe Rosenheim.
09:46Was gibt's?
09:49Herr Seiler ist tot.
09:52Einige nehmen ihre Flugzeuge mit nach Hause,
09:54aber die meisten lassen sie hier.
09:56Wie jeder mag.
09:58Herr Seiler war der Vorsitzende?
10:00Ja.
10:03Ähm, bekleiden Sie auch ein Amt?
10:06Ich hab keine Zeit.
10:08Ich entwickel die Dinger und baue sie.
10:11Ich hab einen kleinen Betrieb der Modellflugzeuge herstellt.
10:16Gab es Konflikte, wenn die Herr Seiler involviert war?
10:20Ich meine, hatte er Streit mit jemandem aus dem Verein?
10:23Nein.
10:24Martin war sehr beliebt.
10:27Wenn's mal Streit gab, dann hat er ihn geschlichtet.
10:30Er hatte sehr viel Verhandlungsgeschick.
10:32Wie war er denn letzter Zeit so drauf?
10:34Er war größtenteils glücklich.
10:37Rundherum glücklich.
10:38Er hat ja auch gerade geheiratet.
10:41Gab es vorher andere Frauen in seinem Leben?
10:44Nein.
10:44Früher gab's nur die Arbeit und den Verein.
10:49Martin war gar nicht der Typ für irgendwelche Frauengeschichten.
10:53Gab es in der Vergangenheit irgendeine Vorfalle in dem Verein?
10:58Nicht, dass ich wüsste.
11:00Sie können mir einen Gefallen tun.
11:01Ich bräuchte eine Liste aller Mitglieder
11:03mit einer kurzen Bemerkung hinter dem Namen,
11:05wie der der Dienige zu Herrn Seiler gestanden hat.
11:07Ich hab Ihnen doch schon gesagt, dass ihn alle mochten.
11:10Trotzdem.
11:11Könnte ich die Liste zeitnah bekommen.
11:14Ich fach sie Ihnen in einer Stunde.
11:16Perfekt.
11:18Da fällt mir noch was ein.
11:21Vor ungefähr drei Monaten da
11:23wurde hier in der Halle ein Flugzeug gestohlen.
11:26War es rot?
11:28Ja.
11:30Es ist bis heute nicht wieder aufgetaucht.
11:32Wem hat das denn gehört?
11:33Den Bernd.
11:35Bernd Möhring.
11:37Achte, der Herr Möhring ist auch Mitglied?
11:39Sie kennen ihn.
11:41Gut, danke.
11:42Wiedersehen.
11:45Der Möhring ist auch in dem Verein.
11:48Einen roten Flieger.
11:49Und der ist ihm vor drei Monaten gestohlen worden.
11:52Aha, interessant.
11:52Ja, und wir müssen überprüfen,
11:54ob das Flugzeug mit dem Seiler getötet hat,
11:55wobei das Gesagte ist.
11:56Genau.
11:57Ja, der Möhr soll das machen.
11:59Er soll die Mitglieder abklappern.
12:00Die Mitgliederliste fragst einen Doktor Hauser.
12:03Ja, gut.
12:04Wir sehen uns ja dann sowieso auf dem Kommissariat.
12:07Ja, bis gleich.
12:25Und, äh, Conny jetzt?
12:29Sie ist zwar ansprechbar, aber ob es sie vernünftige Antworten gibt,
12:34jeder reagiert anders auf sein starkes Berührungsmittel.
12:40Frau Seiler?
12:43Frau Seiler?
12:46Mein Name ist Stadler.
12:48Ich bin von der Polizei.
12:50Kann ich Ihnen ein paar Fragen stellen?
12:53Ja.
12:55Der Herr Möhring wurde gestern von Ihrem Mann entlassen.
12:59Ist das richtig?
13:01Könnten Sie vielleicht ein bisschen leiser reden?
13:04Ah, Entschuldigung.
13:06Ist das richtig?
13:08Was?
13:09Der Herr Möhring wurde gestern...
13:11Entschuldigung.
13:13Der Herr Möhring wurde gestern von Ihrem Mann entlassen?
13:16Ja.
13:17Wieso?
13:20Frau Seiler, wieso?
13:22Der Herr Möhring ist ein ganz lieber Junge.
13:26Er hat sich vielleicht ein bisschen an mich geguckt.
13:29Also gestern, da hat mein Mann gesehen, wie der Herr Möhring am Badezimmerfenster gestanden hat und mich beim Duschen beobachtet
13:43hat.
13:43Da war natürlich Schluss mit lustig.
13:47Was?
13:48Nix.
13:51Ist sonst noch was zwischen Ihnen und dem Herrn Möhring vorgefallen?
13:57Frau Seiler?
13:59Frau Seiler?
14:00Frau Seiler!
14:25Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.
14:27Ja, ich auch nicht.
14:28Also, wenn man so frisch verheiratet ist, dann denkt man noch nicht ans Fremdgehen, oder?
14:32Ja, das müssen Sie besser wissen.
14:33Ich war noch nicht verheiratet.
14:35Aber ich denke, Sie haben recht.
14:36Außerdem hätte er sich sicher nicht heimlich durchs Badezimmerfenster beobachtet, wenn Sie was miteinander gehabt hätten.
14:41Obwohl, wer weiß.
14:44Ja?
14:46Mahlzeit.
14:48Der Dings wir da, der Möhring, der ist schon im Vernehmungsraum.
14:51Ja, also, wir gehen mal gleich.
14:55Ist das Däderflugzeug gefunden worden?
14:56Nein, haben wir noch nicht gefunden.
14:58Dabei ist es knallrot.
15:00Da würde man doch glauben, dass man es sehr leicht finden kann.
15:02Ist aber nicht so.
15:03Das Gelände ist einfach zu unübersichtlich.
15:06Und dann hast du noch Gestrüpp und Dornen und Brenniesl und Brombeeren.
15:11Ja, schon gut.
15:12Wie weit sind Sie mit der Vernehmung der Vereinsmitglieder?
15:14Ja, ich bin mittendrin.
15:16Also, sehr viele Mitglieder.
15:18Ist ja interessant, wer dieses Hobby alles ausübt.
15:21Da hast du dabei Handwerker und Ärzte und Bänker sind dabei.
15:26Sogar zwei Kriminaler von der Sitte.
15:28Jetzt frag ich mich, warum ausgerechnet von der Sitte.
15:30Herr Mohr, danke, danke.
15:31Ja, gern.
15:32Ein Imker ist auch dabei.
15:34Ja, schon interessant.
15:35Ja, ich bin in die Frau Seiler verlebt.
15:39Stell dir mal recht aussichtslos vor.
15:41Die Frau ist erst seit sechs Monaten verheiratet und noch dazu mit einem Mann, der ja eindeutig mehr zu bieten
15:46hat als Sie.
15:47Da hätten Sie doch nie eine Chance gehabt.
15:49Wieso jetzt? Steigen meine Chancen doch wieder.
15:51Das sagen Sie uns doch, Frank und Frei.
15:53Wieso nicht?
15:54Sagen Sie uns doch bitte auch, Frank und Frei, warum Sie den Seiler erst nach drei Monaten umgebracht haben.
16:00Was?
16:01Für wie blöd halten Sie mich eigentlich?
16:03Ich klaue mein eigenes Flugzeug um, damit dann den Seiler aus dem Weg zu räumen?
16:07Vielleicht ist ja das eher eine Strategie, dass man das für so saublöd hält, dass man das gar nicht glauben
16:11will.
16:11Also in Ihrem Kopf möchte ich nicht stecken.
16:14Aber vielleicht in meinem.
16:16Sie sind verliebt in Judith Seiler.
16:18Jeden Tag liegt sie vor Ihnen am Pool, halbnackt, sexy, freundlich, ein wenig einsam.
16:26Ihr Liebeswahn verzerrt Ihre Wahrnehmung.
16:29Jede Geste Ihrer Angebeteten interpretieren Sie als Aufforderung.
16:33Dann wirft Herr Seiler Sie aus dem Paradies.
16:36Trennt Sie brutal von Ihrem Liebesobjekt.
16:38Dafür haben Sie sich gerecht.
16:40Hören Sie, ich bin kein Wahnsinniger.
16:42Verliebte sind immer wahnsinnig.
16:44Sie kennen sich da wohl aus, hm?
16:48Und was hätte ich dann erreicht?
16:50Dass mich die Frau, in die ich verliebt bin, hasst, weil ich einen Mann, mit dem seit sechs Monaten verheiratet
16:55ist, mit meinem Flugzeug umgebracht habe.
16:57Super.
16:57Sowas denkt man nicht rational zu, Andy.
17:01Okay, ich habe den Seiler auch zum Teufel gewünscht.
17:03Obwohl er immer fährt zu mir gewesen ist.
17:05Ich meine, er hat mir auch den Job verschafft.
17:07Aber gewünscht ist es noch lange nicht gemacht.
17:11Und heute Vormittag?
17:13Zwischen achte und neine, wo waren wir denn da?
17:15Also ich war in meiner Wohnung.
17:18Hallo?
17:19Ja.
17:22Also irgendwie passt da gar nichts zusammen.
17:24Dass diesem liebeskranken Jüngling alle Sicherungen durchbrennt sind und er seinen Widersacher mit einem Luftangriff beseitigt hat, das wollen wir
17:32ja noch eingehen.
17:33Aber warum verwendet der bitte seinen eigenen Flieger?
17:36Also, ich weiß es nicht.
17:39Hören Sie mir überhaupt zu?
17:42Ja, natürlich. Ich schreibe das gerade in der SMS an, Marie.
17:45Liebeskrank.
17:46Was?
17:47Ah, nix.
17:49Warum verwende der bitte sein Eingstflugzeug?
17:52Warum nimmt er nicht eins von den anderen?
17:54Entschuldigt's bitte, aber ich muss auch arbeiten.
17:57Das wissen wir doch gar nicht.
17:58Wir haben das Täterflugzeug noch nicht gefunden.
18:02Krampf.
18:03Keiner im Verein hat einen roten Flieger außer der Möhring.
18:06Sie glauben da wohl nicht im Ernst, dass da irgendein zweiter roter Flieger aus dem Halter nie mehr auftaucht.
18:10Ja, wahrscheinlich kennt er sich da mit dem besten aus und kann ihn am sichersten steuern.
18:14Überzeugt mich nicht.
18:18Ja, mich auch nicht.
18:19Komm, dann fahren wir noch mal zu der Frau Seiler.
18:21Die dürfte jetzt ansprechbar sein.
18:22Ha?
18:22Ja, ich bin da.
18:23Ja, ich bin da.
18:29Ja, ich bin da.
18:39Ja, ich bin da.
18:54Mein Gott, bin ich froh, dass meine Frau von der Technik nix wissen will.
18:58Wenn ich mir vorstelle, dass ich den ganzen Tag irgendwelche Banalitäten in die Strom eintippen müsse,
19:01sind fertig, Gott.
19:02Das sind keine Banalitäten.
19:04Schatz, ich komme zehn Minuten später.
19:07Macht nichts, Hase, ich bin eh noch nicht fertig.
19:09Hast du die Karten parat, Schatz?
19:11Nein, die hast doch du, Hase.
19:12Nein, du, da bin ich mir ganz sicher.
19:14Ich mir aber auch.
19:15Ich mir auch.
19:15Du vergallt ja die Lebenszeit, ist das.
19:26Nudala.
19:29Wir waren jetzt da.
19:37Herr Kollege, frage ich, gängen Sie mit rein oder soll ich Ihnen den Gesprächsverlauf per SMS rausschicken?
19:43Hm, hm.
19:57Ah, geht's Ihnen wieder besser?
19:59Ein wenig, aber vielleicht nicht mehr ganz so laut reden.
20:04Hauptkommissar Bergmann,
20:06Das ist Herr Hauser, mit dem ich heute Morgen gesprochen habe.
20:09Grüß Gott.
20:09Stadler.
20:10Frau Körner, sie ist die Geschäftsführerin in der Firma meines Mannes.
20:14Stadler.
20:15Sabine Körner.
20:16Wir haben Frau Seiler kondoliert.
20:21Frau Körner, wie lange sind Sie schon für die Firma tätig?
20:25Acht Jahre.
20:26Fliegen Sie auch?
20:27Wie bitte?
20:29Sind Sie auch Mitglied in dem Modellflugzeugverein?
20:32Ja.
20:34Könnten Sie morgen zu uns ins Kommissariat kommen?
20:36In Ordnung.
20:37Danke.
20:39Herr Hauser, danke für die Liste.
20:41Frau Seiler, wenn Sie was brauchen, rufen Sie mich an.
20:44Bitte.
20:45Danke.
20:49Der Herr Hauser ist ein Freund der Familie?
20:52Ein Geschäftsfreund meines Mannes.
20:54Sie haben keine Verbindung zu ihm?
20:56Nein, wir sind uns sympathisch, mehr nicht.
20:59Auf Veranstaltungen ist er immer sehr freundlich und zuvorkommend.
21:03Steuern Sie auch so Modellflugger?
21:06Nein.
21:07Nach einem Leben als Tüger, das habe ich vom Fliegen die Nase voll.
21:10Egal in welcher Form.
21:11Können Sie uns was zu den Geschäften von Herrn Hauser sagen?
21:14Na, er beliefert die Firma meines Mannes mit seinen Modellflugzeugen.
21:18Mehr gibt es doch nicht zu erzählen.
21:20Nein.
21:21Aber können wir vielleicht rausgehen.
21:22Mir fällt hier wirklich die Decke auf den Kopf.
21:26Bitte.
21:28Danke.
21:30Ja, dass ich das richtig verstehe.
21:33Die Firma des Herrn Hauser stellt diese Modellflugzeuge her
21:38und Ihr Mann hat sie vertrieben.
21:40Ja.
21:42Aber nicht nur Modellflugzeuge hat er vertrieben.
21:44Bei einer Spielzeug jeder Art.
21:47Herr Hauser war nur ein Lieferant von vielen.
21:50Da fällt mir ein,
21:53ich habe mich mal mit ihm unterhalten auf einer Veranstaltung.
21:56Hier.
21:57Danke.
21:58Wenn Sie was trinken wollen.
21:59Und dabei kamen wir auf das Thema China.
22:04China?
22:05Er ist da zur Verhandlung hingeflogen.
22:07Die Chinesen wollten ihn mit Modellflugzeugen beliefern
22:10und hatten ihm ein ziemlich gutes Angebot gemacht.
22:13Was der Firma des Herrn Hauser nicht gut bekommen wäre,
22:16ist anzunehmen.
22:18Er wollte von mir mehr über den Stand der Verhandlung wissen.
22:21Und?
22:22Er wollte, dass Sie ihn mal beeinflussen oder irgendwie auf ihn einwirken?
22:26Ja.
22:27Wann war das?
22:28Vielleicht vor drei Monaten.
22:30Vor drei Monaten?
22:32Haben Sie auf ihn eingewirkt?
22:33Mit wenig Erfolg.
22:35Er hat bei sowas immer gleich abgeblockt.
22:37Sie erben ja das jetzt alles.
22:39Da können Sie doch den Geschäftsverlauf der Firma bestimmen.
22:42Ja, darüber habe ich noch nicht nachgedacht.
22:47Hat sich der Herr Hauser diesbezüglich jetzt gerade angesprochen?
22:50Ob ich die Verhandlung mit China fortsetze?
22:53Nein, natürlich nicht.
22:59Ihnen ausging es eventuell sogar um die Existenz seines Betriebes.
23:03Dafür könnte man schon jemanden mit dem Flugzeug in den Himmel schicken.
23:08Warum haben Sie an Seiler seine Geschäftsführerin diese Körner einbestellt?
23:13Ich habe sie ja schon kurz auf dem Flugplatz gesehen.
23:16Und sie hat sehr emotional auf die Nachricht von Seilers Tod reagiert.
23:20Und Herr Hauser hat mir gesagt, dass er von keiner früheren Frau an Seilers Seite wüsste.
23:25Er hat angeblich nur für seine Arbeit gelebt.
23:27Und Sie denken, weil die Seite an Seite gearbeitet haben,
23:30haben die gleich als geschäftliche mit dem Hormonellen verbunden?
23:34So ähnlich.
23:36Das ist aber nicht der Weg zum Kommissariat.
23:38Wir machen Feierabend. Ich habe Hunger.
23:40Aber bitte nicht die Pilzsuppe.
23:42Wir können auch ins Times Square fahren und was Richtiges essen.
23:44Richtiges Essen und Times Square sind Widerspruch in sich, aber zwecks meiner.
23:50Also, wo waren wir?
23:52Ja, also.
23:54Der Hausamt muss befürchten, dass Seiler ihn abservieren will.
23:58Frau Seiler soll für ihn ein gutes Wort einlegen.
24:00Trotzdem steht er prophylaktisch um am Möhrenflugzeug und wartet ab.
24:05Ob der Seiler sich doch wegen China anders entscheidet
24:08oder ob seine Frau auf ihn einwirken kann.
24:12Ja, das macht alles keinen Sinn.
24:16Guten Guten.
24:17Danke.
24:18Mit dir habe ich ja gar nicht mehr gerechnet.
24:19Geh mal.
24:21Schon unterwegs.
24:23Später.
24:29Dann geht das alles auf Vorrechnung?
24:38Nicht ja nix.
24:40Ich bin doch nicht auf Null-Diät.
24:47Morgen, Herr Stadler.
24:48Sie, der Bürgermeister hat mich gerade abgeroffen, da muss ich gleich hin.
24:51Können Sie dem Dirk bitte schon ausrichten, dass ich zum Verabschieden ins Kommissariat komme?
24:56Er soll nicht böse sein.
24:57Ich drücke ihn und ein dickes Busseil von mir.
24:59Gerne.
25:00Wo ist er denn?
25:02Noch im Bett.
25:06So genau wollte ich das gar nicht wissen.
25:08Morgen, lieber Stadler.
25:11Wo fällt der Marie hin?
25:12Sie hat zum Bürgermeister müssen.
25:15Das ist jetzt nicht Ihr Ernst.
25:16Ich soll Ihnen übrigens ausrichten, es ist alles in Ordnung und sie wird sich daher im Büro von Ihnen verabschieden.
25:22Das ist alles?
25:24Im Prinzip ja.
25:25Die soll ihr eine Busserl geben.
25:27Also, und der Frau Hofer.
25:29Was ist mit Bäcker, Semmeln, Brezeln?
25:32Danke, Herr Seppetitvergang.
25:33Was?
25:34Kein Frühstück.
25:36Tss.
25:37Die ganze Laune wird aus, Badse.
25:38Fix.
25:42Ihr seid sitzen schon auf gepackten Koffern?
25:45Ja, so sieht's aus.
25:47Guten Morgen.
25:48Morgen.
25:48Morgen, die Herren.
25:49Morgen, Herr Salz.
25:50Morgen.
25:51Morgen.
25:52Frau Stockel, große Bitte, teilen Sie mir ein paar Butterbrezen ordern.
25:55Ich sag gleich mir hier Bescheid.
25:57Herr Bergmann, ich werde doch bald wieder von Frau Ortmann abgelöst.
26:02Und für die Übergabe bräuchte ich allerdings noch Ihre Belege.
26:05Meine Belege?
26:07Ja.
26:08Oder hatten Sie keine Ausgaben?
26:09Ach so, ja doch, natürlich.
26:11Ich in jede Menge sogar.
26:12Ähm, ja.
26:15Oh.
26:16Ja, die hab ich dem Datum nach reingelegt.
26:19Könnten Sie die vielleicht dem Datum nach auch wieder rausholen?
26:21Ja, ich...
26:23Das ist schlecht grad.
26:25Bitte sehr.
26:26Den da auch noch vielleicht?
26:27Ja, natürlich.
26:28Danke.
26:29Danke Ihnen.
26:30Komm schon.
26:32So, äh, die Dame sagt Sie hier den Termin.
26:35Ja, ja.
26:36Tag, Frau Körner.
26:37Danke.
26:38Danke.
26:38Grüß Sie.
26:42Frau Gini.
26:43Morgen.
26:44Oh.
26:46Moment, gleich.
26:48Ja?
26:49Ich bin's.
26:51Das ist gerade sehr schlecht.
26:53Ganz kurz.
26:54Die Sitzung ist schon zu Ende.
26:55Ich, äh, könnte also bald bei dir vorbeikämen, war es recht.
26:59Ja, sehr recht.
27:00Ich freue mich.
27:03So.
27:07Wollen Sie anfangen?
27:08Bitte, ist Ihr letzter Tag.
27:10Na ja.
27:12Frau Körner, sind Sie verheiratet?
27:15Nein.
27:15Leben Sie mit jemandem zusammen?
27:18Nein.
27:19Haben Sie einen Freund?
27:21Nein.
27:23Wann hatten Sie Ihren letzten Freund?
27:26Ihr Kollege stellt ziemlich ungewöhnliche Fragen.
27:30Ja, äh, und deswegen mische ich mich da jetzt gar nicht ein.
27:33Äh?
27:36Vor sieben Jahren?
27:40Und seitdem?
27:41Nichts.
27:43Das geht Sie ja nun wirklich nichts an.
27:45Na ja, wenn Sie eine Affäre mit Herrn Seiler hatten, schon.
27:50Frau Körner, es geht hier um Mord.
27:52Also machen Sie bitte nicht den Fehler und erzählen mir jetzt irgendeinen Quatsch.
27:55Ja.
27:57Ja, wir hatten eine Affäre.
28:00Wie lange?
28:02Sechs Jahre.
28:04Niemand wusste davon.
28:06Wir wollten keinen Klatsch in der Firma.
28:10Und als Herr Seiler seine zukünftige Ehefrau kennengelernt hat,
28:12hat er das Verhältnis beendet?
28:14Ja.
28:16Ja, äh, das muss ja ein rechter Schock für Sie, wenn Sie so aus heiterem Himmel.
28:21Nein.
28:23Wir wussten immer, dass der Tag kommen würde.
28:26Also, ich weiß nicht.
28:28Gefühle kann man doch nicht so führen wie ein Terminkalender.
28:32Ich würde nicht von Gefühlen sprechen.
28:35Sondern?
28:36Von Bedürfnissen.
28:39Wir waren beide mit unserer Arbeit verheiratet.
28:42Deshalb einsam.
28:44Manchmal sehnten wir uns nach...
28:46Nee.
28:49Auf der anderen Seite durften Sie auch den Respekt voreinander nicht verlieren.
28:53Die stehen mir eher kompliziert vor.
28:55Wo waren Sie gestern Morgen zwischen acht und neun?
28:57Zu Hause.
28:58Ich fange erst um zehn Uhr mit der Arbeit an.
29:01Allein nehme ich an.
29:02Also, zu Hause.
29:04Ja.
29:07Gut, danke, Herr Winn.
29:08Wachst du es jetzt mal?
29:09Bitte.
29:20Ich habe noch eine Bitte.
29:22Sagen Sie Frau Seiler nichts von dem Verhältnis.
29:25Meinen Sie nicht, dass sie es weiß?
29:27Das glaube ich nicht.
29:28Herr Seiler legte immer großen Wert auf Diskretion.
29:31Und Frau Seiler war mir bisher wohl gesonnen.
29:34Sie befürchten, dass das nicht mehr so sein wird, wenn sie es erfährt?
29:37Sie erbt jetzt die Firma.
29:40Ich bin über 40, da wird es schwierig auf dem Arbeitsmarkt.
29:45Können wir noch mal rein?
29:50Ja, für zuständig.
29:54Mir ist da noch was eingefallen.
29:57An dem Tag, als das Flugzeug von dem Herrn Möhring gestohlen wurde,
30:01da habe ich den Herrn Hauser in die Halle gehen sehen.
30:05Daran erinnern Sie sich noch?
30:06Ich meine, das ist drei Monate her.
30:09Ich habe ein gutes Gedächtnis.
30:12Naja, trotzdem.
30:14Also gut.
30:16Herr Seiler hatte mich beauftragt, Herrn Hauser im Auge zu behalten.
30:19Wieso das?
30:20Nur wenige Leute in unserer Firma wussten von dem China-Deal.
30:25Als Herr Hauser Seilers Frau darauf ansprach, wollte Seiler wissen, woher Hauser von dem Deal wusste.
30:31Ich sollte die Augen offen halten.
30:33Und?
30:33Und was?
30:34Ja, ist der Hauser mit Möhring seinem Flügel und dem Ampeter aus der Halle rausgekommen?
30:39Das weiß ich nicht.
30:40Ich habe ihn nur reingehen sehen.
30:42Schade.
30:43Ja.
30:44Danke.
30:45Bitte.
30:46Wiedersehen.
30:49Wiedersehen.
30:54Gut, dann nehmen wir uns das Haus hervor.
30:57Sollten wir nicht lieber warten, bis der Herr Maa da ist?
31:00Wieso?
31:01Ja, haben Sie doch keinen Hunger.
31:03Na, auf geht's.
31:07Verständlich hat mich das gewohnt, dass der Martin eventuell hätte mit den Chinesen zusammengehen können.
31:13Aber ihn deshalb gleich umbringen, ich bitte Sie.
31:16Dann bitte ich Sie mal, Ihr Motiv zu überdenken.
31:18Seine Entscheidung hätte mit Sicherheit auf Dauer das Ausführende in Betrieb bedeutet.
31:22Jetzt können Sie nur noch hoffen, dass die Erbin das alles rückgängig macht.
31:27Wenn ich mein Geschäftsleben auf Hoffnung aufgebaut hätte, wäre ich längst abgeschmiert.
31:32Hoffnung ist die Schwester der Verzweiflung.
31:35Sie sind mit dem Rücken zur Wand gestanden.
31:37Wann hat Sie gesehen?
31:39Wie Sie in die Halle gegangen sind, an dem Tag, als Möhrings Flugzeug gestohlen wurde?
31:43Ich schaue öfter nach den Flugzeugen, schließlich verdiene ich mein Geld damit.
31:45Wie haben Sie eigentlich von dem China-Deal erfahren?
31:48Das kann ich nicht sagen.
31:49Oh doch, das können Sie.
31:50Es geht hier nämlich um Ihren Wertenkragen.
31:53Es sind Gerüchte kursiert.
31:54Im Verein?
31:55Dann war der Martin mir gegenüber so zugeknüpft in der letzten Zeit.
31:58Das hat mich misstrauisch gemacht.
32:00Also habe ich jemanden beauftragt, sich in seiner Firma mal ein bisschen umzuhören.
32:05Ein Privatdetektiv?
32:06Werksspionage.
32:07So hoch würde ich die Sache jetzt aber nicht hängen.
32:09Die Sache hängt ja schon ganz richtig aus.
32:11Sie haben in Ihrer Verzweiflung einen Privatdetektiv engagiert, um den Betrieb Ihres Geschäftsfreundes auszuspielen.
32:17Und als Ihnen klar war, dass der Seiler vorhatte, Sie aus dem Geschäft zu werfen, haben Sie sich an seine
32:22Frau rangemacht.
32:24Rangemacht?
32:24Wie das klingt.
32:26Ich bin an den Martin einfach nicht mehr rangekommen.
32:29Also habe ich mich an seine Frau gewarnt.
32:31Eben.
32:32Rangemacht.
32:32Wo waren Sie gestern Morgen zwischen acht und neun?
32:35In meinem Betrieb.
32:36Und leider kenne ich Zeugen.
32:38Doch.
32:39Der Mittermeier hat mich gesehen.
32:41Aha.
32:42Und wer ist der Mittermeier?
32:44Jemand vom Wachpersonal.
32:45Alfons Mittermeier.
32:47Haben Sie seine Adresse oder ein Telefonnummer?
32:50Selbstverständlich.
32:54Meine Herren Kollegen, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
32:57Gerne.
32:58Das Flugzeug habe ich gefunden.
33:00Uli, gibst du mal her.
33:02Abge.
33:03Und das ist eindeutig das von Möring.
33:06Weil B.M.
33:07Bernd, Möring.
33:09Ja, äh, was ist mit meinen Butterbrezen?
33:11Butterbrezen sind beide vorstoppen.
33:13Aber das Schönste, die KTU hat da drin einen GPS-Sender gefunden.
33:17Das lassen viele Modellflieger machen, einen GPS-Sender einbauen.
33:20Weil das Vogel vorher abzwitschert, dann finden Sie es nachher leichter und dafür gibt es sogar eine spezielle App.
33:25Ähm, funktioniert der Sender noch?
33:27Ja, einwandfrei.
33:29Ja, aber wenn er da einen GPS-Sender eingebaut hat, warum sucht er?
33:32Und dann sind Pflüger nicht, wenn er gestohlen worden ist.
33:34Darauf kann es eigentlich nur eine Antwort geben.
33:36Dass er ihn selber gestohlen hat.
33:38Also geh.
33:38An dem Punkt waren wir doch schon mal.
33:40Und da haben wir die Idee von dem Selbstklau für saublöd gehalten.
33:44Wenn er jetzt auch noch einen GPS-Sender in der Maschine hat, dann müsste er schon selten dumm sein, wenn
33:49er den Wort durchgesagt hat.
33:51Nee, so blöd kann eigentlich keiner sein.
33:53Oder ist das clever?
33:56Seltsamer Fall.
33:58Herr Mohr, Sie kümmern sich bitte um den Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung von Möhring.
34:02Hab ich schon gemacht.
34:03Kollegen sind schon dort und der Möhring ist unterwegs.
34:07Unser Herr Mohr, immer auf Zack.
34:10Ich komme dann zu der Vernehmung von Herrn Möhring dazu, ja?
34:13Ich lasse jetzt das Alibi von Herrn Hauser überprüfen und mache eine kleine Verabschiedungstour.
34:18Aha.
34:20Äh, kleine Frage.
34:22Soll ich zu den Kollegen vorhin ein bisschen unterstützen?
34:25Zuerst Hauser raus.
34:26Hauser raus.
34:27Dann Möhring rein.
34:28Möhring rein.
34:29Und, äh, Butterbrezen.
34:37So, meine Herren, frisch vom Bäcker.
34:39Dankeschön.
34:41Vielen Dank, Herr Stadler.
34:45Na.
34:48Herr Stadler.
34:52Danke.
34:54Bitte.
35:01Du kommst umsonst, es gibt nichts Neues.
35:03Ich komme, um dir auf Wiedersehen zu sagen.
35:06Oh.
35:07Der Vorteil einer Ex?
35:09Da verdrückt sich der Mann nicht mehr so klammheimlich.
35:13Eins bedauere ich.
35:15Ich weiß immer noch nicht, wer dein neuer Freund in München ist.
35:17Was?
35:18Jetzt muss ich abreisen, ohne den Fall D abgeschlossen zu haben.
35:23Halbe Sachen waren ja schon immer dein Fall.
35:26Der Hauptkommissar.
35:31So, Herr Möhring.
35:35Die Beweislage wird immer erdrückender.
35:37Wir haben nämlich ihr Flugzeug gefunden und festgestellt, dass es mit einem GPS-Sender ausgestattet ist.
35:44Sie hätten den Flieger also leicht finden können.
35:47Haben sie aber nicht.
35:48Weil sie ihn selber gestohlen haben, um den Seiler auszuschalten.
35:52Das ist mir echt verblöd, he?
35:53Ja, äh, da berühren Sie jetzt ein sensibles Thema.
35:58Also, warum haben Sie einen Flieger nicht gesucht, wenn er einen Sender hat?
36:02Weil er nicht funktioniert hat.
36:04Falsch.
36:06Der Sender funktioniert einmal am Freitag, das hat unsere Technik festgestellt.
36:10Dann funktioniert er jetzt halt wieder.
36:12Bei mir hat er nicht funktioniert.
36:13Wieder falsch.
36:16Einen Wackelkontakt konnte unsere Technik eindeutig ausschließen.
36:19Dann weiß ich auch nicht.
36:21Sie wissen schon was.
36:22Dann ist es ja gut, wenn Sie das wissen.
36:24Ich halte jetzt meinen Mund.
36:25Ja, äh, keine gute Idee.
36:28Sie sind nämlich immer nur unser Hauptverdächtiger.
36:31Ja.
36:34Herr Stadler.
36:35Na ja, und auf jeden Fall, diese Festplatten, die haben wir bei Möhring in der Wohnung gefunden.
36:40Herr Stadler.
36:41Filme.
36:42Selbst gemachte Filme.
36:43Von der Friseite.
36:44Beim Schwimmen, beim Duschen, beim Umziehen, beim...
36:48Die haben Sie natürlich alle rein dienstlich sichten müssen.
36:52Entschuldigung.
36:53Ja, freilich.
36:54Ganz genau.
36:54Ja, und eine, die sollten auch Sie sich ganz genau anschauen.
36:59Und die da wäre?
37:00Da hat er sie gefilmt beim Lesen.
37:04Was bitte ist am Lesen erotisch?
37:06Ja, gut, danke.
37:08Das Alibi von Haus aus stimmt.
37:10Was ist das?
37:11Ja, äh, der Herr Möhring hat seine Angebetete gefilmt und der Herr Mohr meint, da etwas entdeckt zu haben.
37:19Ah, okay, ich komme gleich dazu.
37:22Ja.
37:23Ja, sagen Sie mal, wir sind jetzt immer noch nicht fertig mit dem Verabschieden.
37:26Nur noch vom Herrn Achtziger.
37:30Er ist ja ein Wetter, der Bergmann.
37:32Ja, die Rosenheimer Damenwelt wird ihn schwer vermissen.
37:35Ja, Herr Bergmann, vielen Dank.
37:38War wirklich erstklassige Arbeit, die Sie geleistet haben.
37:41Ja.
37:41Und werden Sie sich wieder bei uns bewerben, wenn Not am Mann ist?
37:46Ja, ich denke schon.
37:48Würde mich freuen.
37:50Ja, das schöne Chiemgau bietet so einiges.
37:54Lässt einen so leicht nicht wieder los.
37:57Und sind Sie auch mal zum Wandern gekommen?
38:00Ja, über Berge und durch Täler.
38:04Herein.
38:07Entschuldigung, Herr Achtziger, kann ich Ihnen den Herrn Bergmann kurz entführen?
38:11Das können Sie.
38:11Wir haben uns schon verabschiedet.
38:13Wiederschauen.
38:21Wir haben uns schon verabschiedet.
38:51Nein.
38:52Gerade haben Sie...
38:53Pst.
38:55Da.
38:56Zurück.
38:57Ja, ja, ja.
39:03Was gibt's?
39:04Gleich.
39:07Oh.
39:15Jetzt.
39:16Und, was ist das?
39:19Eine Bedienungsanleitung zum Steuern von einem Modellflugzeug.
39:23Ich hole die Spur, sie.
39:30Frau Seiler, ich habe versucht, Sie zu schützen.
39:32Jetzt geht's nimmer.
39:33Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
39:34Die haben mir die Wohnung auf den Kopf gestellt.
39:36Jetzt wird's end für uns.
39:37Was meinen Sie?
39:38Ich verstehe Sie nicht.
39:41Es tut mir leid.
39:42Egal, was passiert.
39:44Herr Möhring.
39:45Ich liebe dich.
39:46Ja, der Herr Möhring.
39:47Das ist ja praktisch, dass Sie da sind.
39:49Mitnehmen wir.
39:49Jawohl.
39:51Frau Seiler, wir haben da einen Durchsuchungsbeschluss.
39:53Wenn Sie sich juristischen Beistand holen wollen, dann sollten Sie das jetzt tun.
39:56Ja, und zeigen Sie mir auf, wo nach Sie suchen?
39:58Wenn wir es gefunden haben, gern.
40:00Obacht.
40:05Schauen wir uns die Kunden ab.
40:07Das könnte schon sein.
40:09Herr Stadler?
40:10Ja.
40:11Schauen Sie mal.
40:14Sie sind noch heil kalt gewesen.
40:16Haben Sie denn da verbrannt?
40:18Eine Bedienungsanleitung.
40:20Und von was?
40:21Für einen Mixer.
40:23Mixer?
40:24Seinmal lott.
40:25Herr Bergmann, Herr Stadler.
40:27Wer hätte mir da was gefunden?
40:30Er hat die dazugehörige Fernsteuerung in der Piotonne.
40:37Okay.
40:38Nachdem mein Flugzeug gestohlen worden ist, habe ich es per GPS schnell wiedergefunden.
40:42Und zwar am Haus von der Frau Seiler.
40:44Nur, wieso klaut der Seiler mein Flugzeug?
40:47Also habe ich es da lassen, weil ich wissen wollte, was los ist.
40:50Und dann haben Sie die Frau Seiler beobachtet beim Studieren der Bedienungsanleitung.
40:55Später beim Training mit dem Flugzeug.
40:57Ich habe immer gesehen, wo mein Flugzeug ist und ob es sich bewegt.
40:59Und die Frau Seiler hat heimlich geübt.
41:09Frau Seiler, der Herr Möhring hat alles gestanden.
41:12Wollen Sie auch was dazu sagen?
41:15Nein.
41:17Frau Seiler, Sie müssen nichts sagen, aber es bringt doch nichts zu schweigen.
41:20Wir haben alle Beweise.
41:22Wir wissen alles.
41:23Wollen Sie nicht vielleicht rein in den Tisch machen?
41:26Herr Seiler, er flog erste Klasse.
41:29Erste Klasse, klar.
41:30Sieht's, der dicker Fisch.
41:31Nein, jetzt muss man den Fisch noch einen Haken kriegen.
41:34Na ja, das war nicht schwer.
41:36Es war ja nicht zu übersehen, dass er sich für mich interessierte.
41:39Sie waren von Anfang an auf die Erbschaft aus.
41:42Und als Sie sich sicher waren, dass der Fisch dick genug ist,
41:46da haben Sie ihn geheiratet.
41:48Um ihn kurz darauf zu töten.
41:50Na ja, eine Frau, die gerade erst geheiratet hat,
41:52an dir, dem die frisch Verliebte vorspielt,
41:54die würde man kaum verdächtigen.
41:58Frau Seiler, Sie sind vorläufig festgenommen,
42:00wegen des dringenden Tatverdachts,
42:02Ihren Ehemann Martin Seiler umgebracht zu haben.
42:05Komm jetzt bitte mit.
42:12Mein lieber Schöber, wenn alle Frauen so wären,
42:15gäbe es bald keine Mannsblüter mehr.
42:17Zumindest keine Verheirateten.
42:18Bitte?