- vor 12 Stunden
Kategorie
🎈
SpaßTranskript
00:02Morgen, schön, dass Sie gedeckt haben.
00:06Moin, schauen Sie, da, doppelt mal den Düsseldorf, da dürfte ich jetzt sicher der Kollege Bergmann
00:12ermitteln.
00:13Apropos, hat sich der noch mal grüht bei Ihnen?
00:16Nein.
00:18Funkstille, oder was?
00:19Wissen Sie, das war nie auf Dauer angelegt und ehrlich gesagt, hätte ich das auch gar
00:23nicht wollen.
00:24Nicht?
00:24Das ist ein schöner Frühling gewesen, mit dem sicheren Wissen, dass der Winter kommt.
00:28Mit meiner Hilde bin ich schon durch einige Winter gestopft, muss man sich bloß warm
00:32anziehen, dann geht das schon.
00:48Trotzell fix, Süßfeld-Kartagplatz, um Gottes Willen.
01:00Wie wär's, wenn Sie mal über ein neues Auto nachdenken?
01:04Meiner Hilde, wenn ich dem Vorschlag machen würde, dann wär nicht bloß Winter und haben
01:07Eiszeit.
01:07Geh, dann kann ich auch jetzt.
01:16Guten Morgen, Frau Stockel.
01:18Guten Morgen, Herr Stadler.
01:19Haben Sie gestern vom Passagut hierher gefunden?
01:21Mittlerweile kenn ich den Weg ja recht gut.
01:24Und solange der Herr Hofer in Coburg auf Leergang ist, haben Sie mich jetzt wieder abgenommen.
01:27Und ich freu mich narrisch auf die Arbeit da, den Wasser Winter entfliehen.
01:31Aha.
01:32Ja, dann können Sie gleich loslegen.
01:33Es gab halt nämlich ein Laiche.
01:34Ich sitz schon im Auto.
01:36Fährt er auch?
01:39Ah ja, sehr gut.
01:41Dann fahren Sie bitte Richtung Kreigling und da ist eine Abzeigung Richtung Hofstettersee.
01:45Ist der Kollege Hansen schon informiert?
01:48Der Kollege Hansen weilt in Hamburg.
01:51Was?
01:51Ja, sein Vater braucht ihn da, es kann ein bisschen länger dauern.
01:54Dann darf ich wieder mit dem Wertenherrn den Chef ermitteln, oder was?
01:57Das weiß ich nicht, aber Sie werden sehen, wenn Sie kommen.
02:00Übrigens, Ihr Motor ist ausgegangen.
02:02Oh, so ein Pech.
02:06Fahnt's noch zu.
02:07Aber Ihr Wagen ist ausgegangen.
02:09Und ich hoffe, dass er auch nicht mehr anspringt.
02:11Fahnt's noch zu.
02:11Aber heute macht es nichts, wenn ich zu Späck komme.
02:14Noch zu.
02:18So, mir denkt, dass du mich in den Stich lässt, Verräter.
02:22Ah.
02:28Morgen.
02:30Guten Morgen, Herr Stadler.
02:31Schön, Sie wieder zu sehen.
02:32Hast du eine gute Reise gehabt?
02:34Ja, geht schon.
02:35So, ist da was schlecht drauf hätt.
02:36Alles bestens.
02:37Was haben wir?
02:39Eine Leiche.
02:40Ja, geh.
02:41Ja, wir haben ihn halt nicht.
02:43Ich ist männlich, Ende 30 und der Stochenramsen in dem Auto da drin.
02:48Keine Papiere, kein Handy, keine Schlüssel, nicht einmal Autoschlüssel, keine Identität.
02:52Ja, aber ein Auto hat doch ein Kennzeichen.
02:54Ja.
02:54Und dieses Auto hat auch einen elektronischen Fahrtenschreiber.
02:57Der ist auf dem Weg in die KTU.
02:59Und der Fonzi schaut sich die letzten Kilometer an.
03:01Danke.
03:02Puh.
03:04Hallo.
03:05Herr Moor.
03:09Wo ist der Dings?
03:11Wo ist der Dings?
03:12Ja, ich seh den Dings gar nicht.
03:13Ein 80er.
03:15Wieso soll der da sein?
03:16Ja, weil der Hansen in Hamburg ist.
03:19Oh, mit Gottes Willen.
03:20Jetzt haben wir wieder einen Knack.
03:21Sag mir mein kriminalistischer Spürsinn.
03:24Ach du schön.
03:26Schön.
03:29Was hast du?
03:30Grüß Gott, Frau Dr. Eckstein.
03:33Herr Stadler.
03:34Herr Stadler.
03:36Ich grüße Sie.
03:37Aha.
03:37Erstochend.
03:39Ja.
03:40Gelatt ins Herz.
03:42Vor circa 10 Stunden.
03:44Also zwischen 23 Uhr und Mitternacht.
03:47Tatwaffe.
03:48Fehlt.
03:49Es gibt auch keine Ausweispapiere.
03:51Und überhaupt ist die Spurenlage sehr dünn,
03:54wie ich aus den Bemerkungen der Spurensicherung heraushören konnte.
03:58Entschuldigung, Frau Dr.
03:59Herr Stadler, bitte.
04:01Was ist denn?
04:02Kalle.
04:03Danke.
04:04Danke.
04:07Ich sag's einmal so.
04:09Wenn der Tote auch der Besitzer von dem Wagen ist,
04:12dann heißt er Peter Ritter, Wohnhaft Bad Aibling, Jutterstraße 21.
04:18Wissen Sie was?
04:19Dann schauen wir zwei, dass wir möglichst schnell nach Bad Aibling kommen.
04:23Bevor der Herr Achtziger da ist, gell?
04:25Ich hab mir zig gesagt.
04:46Guten Tag, die Damen.
04:48Wo war das?
04:50Bergmann, Import aus Düsseldorf.
04:53Aha.
04:54Frauenverkoster.
04:55Ehemaliger Freund von der Eckstein,
04:57später Gspusi von der Schwester vom Hofer.
05:00Also, heiß begehrt bei Frau.
05:05Ob bei der jetzt auch?
05:07Das ist sehr zweifelhaft.
05:09Weil bei der kriegt man eher Frostbollen.
05:25Da haben Sie die Hilde kennengelernt.
05:27Genau.
05:30Grüß Gott.
05:32Grüß Gott.
05:33Heim Stadler.
05:34Grüß euch.
05:35Und?
05:36Einbruchspuren.
05:37Na, nix.
05:38Gut, dann packen wir's.
05:41Ja.
05:44Aha.
05:46Technik-Freak.
05:47Wie bitte?
05:49Ein Technik-Freak.
05:50Ja, ja.
05:57Äh, Herr Stadler.
05:59Hä?
05:59Ich sag Ihnen, was der Tote ist, unser Mann.
06:02Ich werd das Bootl dann mitnehmen.
06:04Ja, genau.
06:05Das werden Sie an.
06:05Oh, Herr Mohr.
06:07Schauen Sie mal.
06:12Fällt Ihnen da irgendwas auf?
06:14Ja, schon.
06:15Du hast einmal Computer gewinnen.
06:16Mhm.
06:17Überall Computer-Equipment, aber der Computer fehlt.
06:20Fragt sich bloß, hat den unser Opfer weg, oder?
06:22Der Täter.
06:26Frau Stockl, ist der Herr Stadler schon da?
06:29Nicht.
06:29Und Frau Ortmann?
06:31Gerade reingekommen.
06:32Sehr schön.
06:32Dann schicken Sie sie doch bitte zu mir.
06:35Ja, Herr Bergmann, bitte.
06:36Gerade mal sechs Wochen weg und schon wieder in Mainz.
06:38Sehr schön.
06:39Also, vielen Dank, dass Sie so schnell kommen konnten.
06:43Danke Ihnen, dass Sie mich immer ganz oben auf Ihre Liste geführt haben.
06:46Na ja, da sind Sie selbst nicht ganz unschuldig so oft, wie Sie angerufen haben.
06:50Herr Rhein, Frau Ortmann.
06:53Herr Achtziger, Sie wollten mich sprechen?
06:55Wenn ich vorstellen darf, Hauptkommissar Bergmann, das ist Frau Ortmann, unsere Kontrollerin.
07:01Herr Bergmann, ich habe schon viel von Ihnen gehört, Herr Ortmann.
07:04Sie sind also das Original.
07:06Original?
07:07Herr Seitz hat bei aller Sympathie meinem Auge weniger geschmeichelt.
07:12Ich habe schon von Ihren Charm-Offensiven gehört.
07:15Dann will ich jetzt mal meinen Charme spielen lassen.
07:17Für Ihren Aufenthalt in der Pension dürfen Sie die 60-Euro-Grenze nicht überschreiten.
07:22Ich denke, ich kann auf eine Pension verzichten.
07:24Ich habe andere Möglichkeiten.
07:26Auch gut.
07:27Mit den Spesenabrechnungen sind Sie vertraut?
07:29Hm?
07:30Ich gebe aus, Sie zahlen.
07:32Gut, dann überlasse ich Sie mal wieder Ihrem Humor.
07:35Herr Achtziger.
07:36Frau Ortmann.
07:41Tja, das ist der etwas unterkühlte Charme unserer Frau Ortmann.
07:46Damit kann ich umgehen.
07:51Schau mal raus.
07:52Der Herr Stadler.
07:54Die Frau Stucke.
07:56Sie sollen zum Herrn Achtziger kommen.
07:59Soll ich fragen, wie weit der Funze mit dem Fahrtbeschreiber ist?
08:02Ja.
08:04Gäste.
08:05Gäste.
08:05Gäste, wie hier?
08:06Du, hast ja einen Kaffee.
08:08Falle.
08:14Herr Achtziger.
08:16Ich habe eine Überraschung für Sie.
08:20Guten Tag, Herr Stadler.
08:22Bist du gut, Herr Bergmann?
08:23Herr Bergmann wird wieder für Herrn Hansen einspringen.
08:26Obwohl Sie ja gerade in Düsseldorf einen sehr interessanten Doppelmarkt hätten.
08:29Hier ist es für mich wesentlich interessanter.
08:32Meine Herren.
08:34So, jetzt geht es mir wieder besser.
08:37Ich habe schon Angst gehabt, ich darf wieder unter der Aufsicht des Herrn Achtziger ermitteln.
08:41Sagen Sie mal, warum haben Sie der Frau Hofer nicht Bescheid gesagt, wenn Sie wussten, dass Sie heute wieder kommen?
08:44Ich will Sie überraschen.
08:45Ob das so eine gute Idee ist.
08:47Die Beste seit langem.
08:51Herr Stadler.
08:52Ach, der Herr Bergmann.
08:56Hallo.
08:57Fragt sich, wer da bei Ihnen überrascht.
08:59Da bin ich wieder.
09:00Schön.
09:02Ich bin gerade angekommen.
09:04Ich springe für den Herrn Hansen ein.
09:05Vier Wochen.
09:09Ich muss schon wieder, der Herr Achtziger wartet.
09:14Frau Stockel.
09:18Frau Stockel.
09:19Schön, Sie gesund und munter wiederzusehen.
09:21Dito, Herr Bergmann.
09:24Ist jetzt nicht so optimal gelaufen, was?
09:26Scheiben wir doch nicht die beste Idee seit langem.
09:30Hoffentlich kriegt Sie das jetzt nicht im falschen Hals und glaubt am Ende noch, dass ich nur wegen der Arbeit
09:33hier bin und gar nicht wegen ihr.
09:35Ich denke nicht, dass dies hier ein Problem ist.
09:38Vielleicht mache ich mir auch zu viel Gedanken.
09:40Herr Stadler.
09:41Ja, wer ist denn da?
09:43Herr Bergmann, grüß Sie.
09:44Hallo, Herr Ma.
09:45Was bringt Sie denn in unsere schönen Gefilde?
09:48Ich weiß schon, die Frau Hofer, gell?
09:50Nein, nein, der Herr Bergmann vertritt den Herrn Hansen.
09:53Ach so, da haben wir jetzt so richtig Glück gehabt.
09:55So, liebe Grüße von der KTU.
09:58Da haben Sie was zum Einlesen.
10:01Wir konnten die letzte Fahrt vom Ritter rekonstruieren mit einem Fahrtenschreiber.
10:06Der war zuerst fünf Minuten vor der Rosenstraße 4 gestanden.
10:09Dann ist er zum Tatort gefahren, dann war er tot und dann sind wir gekommen.
10:12Gut, dann sind wir zwei in die Rosenstraße 4 und ich klär sie inzwischen auf.
10:17Der ist doch auch geklärt.
10:27So geht's.
10:31Frau Hofer, haben wir einen Termin?
10:34Ja, schon.
10:35Ah ja, stimmt.
10:36Der Konzertplan für die nächste Saison.
10:39Jetzt habe ich mich irgendwie vom Herrn Bergmann ablenken lassen.
10:41Haben Sie schon gesehen?
10:43Was frage ich?
10:44Ihnen hat das er sicherlich als Erste gesagt.
10:46Er stand übrigens ganz oben auf meiner Liste für einen eventuellen Hansen-Ersatz.
10:52Der selber hat halt ganz schön da gemacht.
10:54Immer wieder angerufen.
10:57Ja.
10:58Ja, dann hole ich mal meine Vorschläge für die nächste Saison.
11:17Vielleicht sollte ich Sie anrufen.
11:18Was meinen Sie?
11:20Ich könnte Sie zum Mittagessen einladen, aber nicht ins Times Square.
11:24Missverständnisse sollen wir sofort aus dem Weg ran.
11:26Finden Sie nicht auch?
11:27Also ich finde, dass Sie allmählich Ihren Ausweis rausführen sollten.
11:32Grüß Gott.
11:33Stadler, Grippe Rosenheim, das ist mein Kollege, der Herr Bergmann.
11:38Und Sie sind?
11:40Karin Brandl?
11:42Wir kennen Herrn Ritter.
11:43Er war Geschäftspartner Ihres Mannes.
11:46Ich bin Gesine Brandl, Ihre Schwägerin.
11:49Was für ein Geschäft hat denn Ihren Mann?
11:51Er hat eine Firma, die das Online-Portal eines großen Bibelverlags betreut.
11:55Herr Ritter war Mitbegründer.
11:57Er ist aber seit circa fünf Jahren ausgestiegen.
11:59Seitdem gab es keinen Kontakt mehr zu ihm.
12:01Stimmt doch, Karin?
12:05Auch gestern nicht.
12:07Nein, gestern nicht.
12:12Schade.
12:13Wissen Sie, der Wagen von Herrn Ritter, der stand gestern Abend um 22.45 Uhr vor Ihrem Haus.
12:18Fünf Minuten lang.
12:20Und innerhalb der nächsten Stunde wurde der Ritter getötet.
12:26Er war nicht bei mir.
12:28Wo waren Sie nun bisagte Zeit?
12:31Daheim. Hier.
12:32Allein?
12:33Ja.
12:35Und wo waren Sie?
12:36Bei mir.
12:38Ich wohne gleich da hinten.
12:39Ich war auch allein.
12:41Gut.
12:44Schauen Sie.
12:46Wenn Sie bitte Ihren Mann sagen, er soll möglichst schnell zu uns aufs Kommissariat kommen.
12:52Danke.
12:54Bitte schauen.
12:55Bitte schauen.
13:05Hat die Frau Hofer was verzeiht?
13:08Ach, wir haben über den Konzertplan für die nächste Saison gesprochen. Warum?
13:12Na ja, also vorhin, wie die Frau Hofer dem Herrn Bergmann begegnet ist, da...
13:17Bitte.
13:17Frau Stocker, sind Sie gut und verschonen Sie mich mit Ihren Analysen.
13:23Bitte.
13:28Also ich glaube, das ist aus.
13:30Bitte?
13:30Ja, vielleicht da ist ich mir ja.
13:33Ja, was denn?
13:34Vorhin, als die Frau Hofer dem Herrn Bergmann begegnet ist, da hat die total überrascht getan.
13:39So?
13:39Ja, und außerdem habe ich mich eh schon gewundert, warum sie ihn in letzter Zeit mit keiner Silbe erwähnt hat.
13:44Also ich glaube, der Kass ist bissen.
13:45Frau Stocker, gerade vorhin hat der Herr Bergmann gesagt, dass er in keine Pension gehen will.
13:51Er habe andere Möglichkeiten.
13:53Das kann ja wohl nur die Frau Hofer sein.
13:59Oder eine andere Dame.
14:02Also was Sie da so zusammen kombinieren?
14:04Tja, es bringt die Arbeit bei einer Mordkommission so mit sich.
14:12Ja, schön, dass Sie gleich gekommen sind, Herr Brandl.
14:15Meine Frau hat es mir erzählt, Herr Ritter ist tot.
14:18Sie waren einmal Geschäftspartner, gell?
14:20Ja, wir haben die Firma gemeinsam gegründet.
14:23Wir kannten uns vom Studium.
14:25Vor fünf Jahren ist Ritter dann ausgestiegen.
14:28Was war der Grund? Streit?
14:30Nicht ganz.
14:31Karin, also meine Frau, arbeitete damals in der Firma.
14:35Ja, Ritter und ich, wir verliebten uns in Sie.
14:38Es führte zu Komplikationen, wie Sie sich denken können.
14:42Karin hat sich dann für mich entschieden.
14:44Daraufhin stieg Ritter aus der Firma aus.
14:47Und Ihre Frau arbeitet immer noch in der Firma?
14:51Nein.
14:52Sie bekam vor einem Jahr eine rätselhafte Nervenkrankheit.
14:56Seitdem ist sie in Behandlung.
14:58Sie war erst kürzlich auf Reha.
15:00Wo?
15:01In Neutrauchburg.
15:02Das ist ein Luftkurort im Allgäu.
15:04Schön.
15:05Also, das Allgäu.
15:06Wo waren wir denn gestern zwischen 23 und 24 Uhr?
15:11In der Firma.
15:12Allein?
15:13Allein.
15:13Ich arbeite oft bis spät in die Nacht.
15:16Schlecht.
15:18Nicht erschrecken.
15:20Dirk!
15:22Keine Sorge, ich bin nicht wegen dir hier.
15:23Wie beruhigend.
15:26Wie geht's?
15:27Oh.
15:29Immer nach dem Leben verliebt.
15:31Die Frage kann ich zurückgeben.
15:33Noch immer an Frau Hofer interessiert?
15:35Ja.
15:36Ja.
15:37Aber das traust du mir natürlich nicht zu.
15:41Biene.
15:42Ich brauche dein Rat.
15:44Mein Start war diesmal etwas unglücklich.
15:47Ich habe Marie nicht gesagt, dass ich komme.
15:49Ich wollte sie überraschen.
15:50Aber wie es der Zufall will, sind wir uns vorhin schon im Büro über den Weg gelaufen.
15:53Wo ist das Problem?
15:55Na ja, sie denkt jetzt wahrscheinlich, dass ich gar nicht wegen ihr gekommen bin.
15:58Und könnte den Eindruck haben, dass ich nichts mehr von ihr wissen will.
16:01So komplizierte Gedanken in deinem Kopf?
16:04Ja, manchmal gehe ich auch über mein Stammhirn hinaus.
16:08Habt doch sicher öfter miteinander telefoniert und darüber gesprochen, wann ihr euch wiedersehen könnt.
16:12Und da finde ich so eine Überraschung eigentlich total süß.
16:17Wie?
16:18Du hast nicht der telefoniert?
16:20Mensch, Dirk!
16:23Wieder deine alte Tour.
16:24Ich hatte wahnsinnig viel um die Ohren.
16:26Ich glaube, du redest da vom falschen Organ.
16:30Gibt es da was Neues?
16:32Er ist immer noch tot.
16:37War ein gutaussehender Kerl.
16:39Ja.
16:42Ah, du fragst dich, ob da eine Frau mit im Spiel gewesen sein könnte.
16:46Wenn einer so aussieht, sollte man schon auch ein Beziehungsdrama in Betracht ziehen.
16:50Dann fass bloß auf, dass du mich bald hier legst.
16:59Ah, Herr Kollege, ich hab mir noch mal die Fahrten vom Ritter angeschaut.
17:04Sehr interessant.
17:05Er ist insgesamt dreimal in Rosenheim gewesen, davon immer in der Rosenstraße.
17:09Beim ersten Mal ist er für circa 20 Minuten vor dem Haus vom Ehepaar Brandl gestanden.
17:16Beim zweiten Mal, zwei Tage später, ist er vor dem Haus von der Gesine Brandl gestanden.
17:21Also von der Schwägerin für zwei Stunden und zwar von 16 bis 18 Uhr.
17:25Und beim dritten Mal, die fünf Minuten, ist er dann wieder vor dem Haus vom Ehepaar Brandl gestanden.
17:30Und danach ist er ins Messer gelaufen.
17:32Was hat aber der Schwägerin gesucht?
17:34Er hat mit dem Steuerberater gekriegt, vom Ritter.
17:37Der Ritter, das war ja ein Computertechniker.
17:41Selbstständig Einwandbetrieb, deswegen auch der Fahrtenschreiber.
17:44Finanzamt hat nämlich gesagt, er muss.
17:46Der hat immer so Netzwerke eingerichtet und gewartet.
17:50Aber die Firma ist halt sehr schlecht gegangen, ganz schlecht.
17:53Kurz vor der Insolvenz, der letzte Auftrag war vor drei Wochen, da hat er auch gewartet.
17:57Im Schlosshotel von Neutrauchburg.
17:59Neutrauchburg?
18:00Neutrauchburg.
18:01In Neutrauchburg war die Karin Brandl auf Kur.
18:03Wann?
18:04Ja, weiß ich nicht.
18:05Kürzlich.
18:06Ja, morgen, gehen Sie bitte der Sache nach.
18:08Telefonieren Sie am besten mit dem Ehemann.
18:10Und wir schauen, dass wir zur Schwägerin kommen.
18:31Grüß Gott, Frau Brandl.
18:33Grüß Gott.
18:34Guten Tag.
18:37Bescheidene Frage, warum haben Sie uns verheimlicht, dass der Herr Ritter zwei Tage vor dem Mord
18:43zwischen 16 und 18 Uhr da vor Ihrem Haus gestanden ist?
18:47Tja, davon habe ich nichts gewusst.
18:49Um die Uhrzeit war ich gar nicht da.
18:50Ich vermute mal, mit Gartenarbeit verdienen Sie nicht Ihren Lebensunterhalt.
18:54Nein, ich arbeite für die Firma meines Bruders.
18:56Was meinen Sie da?
18:57Die Buchhaltung.
18:58Allerdings habe ich die Woche frei.
19:00Das hat aber nichts mit einem möglichen Besuch vom Herrn Ritter zu tun, oder?
19:04Nein.
19:06Wir kommen wieder.
19:12Danke.
19:13Stinkt doch zum Himmel.
19:14So schaut mir Hilde auch immer, wenn es mir was verheimlicht.
19:19Wiederschauen.
19:20Wiedersehen.
19:24Wo bleibt es denn?
19:25Ich trinke ja viel zu viel Kaffee.
19:27Folgendes.
19:27Vor vier Wochen, wie die Frau Brandl in Neutrauchburg zur Kur gewesen ist, da ist auch der Herr Ritter
19:33in Neutrauchburg gewesen.
19:34Und zwar im Schlosshotel, weil er dort in das Netzwerk gewartet hat.
19:37Und jetzt habe ich dem Rezeptionisten vom Hotel, dem Herrn Heidmann, ein reizender Mensch,
19:42nehmen Sie doch Platz, habe ich dieses Foto von der Frau Brandl gemümpft.
19:47Bitte?
19:48M-M-M-St.
19:50Und der Herr Heidmann hat die Frau Brandl sofort erkannt.
19:53Warum?
19:53Weil die waren natürlich öfter im Zimmer von Herrn Ritter.
19:57Das ist doch schon mal was.
19:58Ja.
19:59Und dann hat mir der Herr Heidmann noch erzählt, dass sich auch ein Privatdetektiv für die
20:03Frau Brandl interessiert hat.
20:05Und da sind die Unterlagen.
20:07Sehr gut, Herr Moor.
20:09Hallo.
20:09Herr Moor, hat die Spussi schon was im Ritter seiner Wohnung gefunden?
20:13Nein, aber ein bisschen dran.
20:16Der Privatdetektiv wohnt in Rosenheim.
20:17Ja.
20:18Fragen Sie den Herrn Moor.
20:19Sehr gerne, aber bitte erst morgen.
20:21Heute Abend gehe ich kegeln.
20:22Was, schon Feierabend?
20:24Nein, ich mache heute früh einen Schluss.
20:26Herr Moor, haben wir die Verbindungsdaten vom Ritter sein Handy schon?
20:29War ja kein Handy am Tatort.
20:31Ja, ich rede ja auch nicht vom Handy, sondern von den Verbindungsdaten der Telefongesellschaft.
20:36Von seinem Handy.
20:37Ach so, ja, das habe ich also nicht gekümmert.
20:41Gut, dann morgen gleich, gell.
20:43Und jetzt gut Holz.
20:44Ja, bitte.
20:45Ach so.
20:47Fürzei.
20:49Und mir?
20:51Panzer Karin Brandl, bevor wir Feierabend machen.
20:53Danach ein kleiner Drink im Times Square.
20:55Why not?
20:59Der Peter, Herr Ritter, hat mich erpresst.
21:05Als ich in Behandlung war wegen meiner Nerven, als es mir nicht so gut gegangen ist, da habe ich ihn
21:09einmal angerufen.
21:10Ich habe ihm erzählt, dass ich nach Neutrauchburg auf Reha gehe.
21:14Ja, und dann hat er mich dort besucht.
21:16Er hat dort zufällig zu tun gehabt.
21:19Zufällig? Und das haben Sie so geliebt?
21:21Nein.
21:22Aber es war mir egal.
21:25Ehrlich gesagt hat es mir geschmeichelt, dass er so einen Aufwand betreibt, um mich wieder zu senken.
21:29Und dann ist das Unvermeidliche passiert.
21:32Ja, wir haben aber nicht miteinander verbracht.
21:35Weiß Ihr Mann davon?
21:36Herrgott, nein.
21:39Ist er recht eifersüchtig, Ihr Mann.
21:42Wolfgang ist ein sehr religiöser Mensch.
21:46Das ist manchmal...
21:47Manchmal ist es nicht so leicht.
21:50Und der Herr Rüttler, was war das für ein Mensch?
21:54Der Peter war das Gegenteil von meinem Mann.
21:57Lebenslustig, feierfreudig, leichtsinnig.
22:01Mit ihm konnte ich einfach einmal wieder lachen.
22:03Mit was genau hat er sich erpresst?
22:05Er hat unser Zusammensein.
22:06Er hat es einem nicht aufgezeichnet.
22:08Ich musste ihm 20.000 geben, damit er es meinem Mann nicht sagt.
22:11Wann war das?
22:13Gestern Abend.
22:14Er hat klingelt, ich habe ihm das Geld gegeben und dann ist es wieder gegangen.
22:17Woher hatten Sie das Geld?
22:19Na, ich habe es von meinem Konto abgehoben.
22:21Was wäre denn, wenn Ihr Mann das Material sehend hätte?
22:25Katastrophen wäre das.
22:31Ich denke, Ihr Mann weiß es.
22:33Er hat sich Privatelektiv engagiert.
22:34Sagen Sie mal, trauen Sie dieser Frau den Mord zu?
22:38Ich weiß nicht.
22:39Eigentlich nicht.
22:40Ja, sie stand unter gewaltigem Druck, aber...
22:43Das sieht ja auch nicht nach einer Verzweiflungstag aus.
22:46Der Täter hat Papiere und das Handy mitgehen lassen.
22:48Den Computer nicht zu vergessen.
22:50Es ist zwar noch nicht raus, aber ich bin mir da ziemlich sicher,
22:52dass da dieses erotische Filmmaterial drauf war.
22:55So ein kalkuliertes Vorgehen trauen Sie also nicht zu?
22:59Sie?
23:00Nein.
23:01Eher dem Ehemann.
23:02Bis gleich im Times Square.
23:03Ja.
23:06Frau Schockl, Bergmann hier.
23:07Könnten Sie für uns das Konto von Karin Brandl überprüfen?
23:09Der würde gerne wissen, ob sie vor kurzem 20.000 Euro abgehoben hat.
23:16Herr Bergmann, ich habe schon gehört, dass Sie wieder da sind.
23:19Sehnsucht gehabt nach Ihrem Ingwerbier.
23:22Ja.
23:23Auch.
23:24Das denken wir schon, dass das nicht der einzige Grund ist.
23:28Herr Stadler.
23:29Hm?
23:29Auch ein Ingwerbier.
23:30Ingwer?
23:31Ich bin ja nicht krank.
23:32Also, ich überlege noch.
23:35Marie.
23:37Das ist jetzt ein glücklicher Zufall.
23:38Ich weiß, ich hätte dir Bescheid sagen sollen, dass ich komme,
23:41aber ich wollte dich überraschen.
23:42Allerdings nicht im Büro vor all den anderen.
23:44Und angerufen habe ich nicht, weil ich bin nicht so gut am Telefon.
23:48Weißt du, eigentlich wollte ich vor deiner Tür stehen.
23:51Und wenn du aufmachst, dich in meine Arme nehmen und küssen.
23:57Aber jetzt bricht doch mal kein Abtier.
23:59Keiner verlangt von dir, dass du wegen mir Pioreten drahst.
24:02Wirklich nicht.
24:03Das ist meine Marie.
24:05Trotzdem will deine Marie jetzt gehen.
24:07Weißt du, ich muss den Konzert anfangen.
24:09In den 80er bis morgen überarbeitet haben und bin ohne Auto da.
24:13Bleiben Sie noch länger, Herr Stadler, oder daten Sie mich mitnehmen.
24:15Ansonsten rofe ich mir eine Taxi.
24:16Quatsch, das kann ich doch machen.
24:17Nein, nein, passt schon, du.
24:19Zu umständlich, da musst du bloß wieder in den Stadt zurück.
24:21Gut, dann packen wir es.
24:24Für Gott bei den Hand.
24:25Bis dann, Dirk.
24:25Pfiat die Servus, Joe.
24:29Irgendwas muss ich da verpasst haben.
24:31Ja, ich auch.
24:32Mein Auto steht da.
24:34Irgendwie habe ich ihm ja die Situation klar machen müssen.
24:37Verstehe ich.
24:38Pädagogisch, wie sage ich es meinem Kind, oder?
24:40Sie, ich habe noch einen kalten Braten im Kühlschrank.
24:43Sicher ein gescheites Bier.
24:45Auf ins Paradies.
24:47Bis gleich.
24:55Morgen.
24:56Morgen.
24:57Ja, Herr Stadler, schon wieder das Frühstück gemacht.
25:01Gell, da schauen Sie.
25:02Kaffee, schon?
25:03Ja.
25:04So.
25:06Bitte schön.
25:07Gessen.
25:08Da, schauen Sie.
25:10Alle Hotelzimmer in Rosenheim sind ausgebucht wegen der Landwirtschaftsmesse.
25:14Aha, wollen Sie da vielleicht hin?
25:16Nein, das nicht.
25:17Es ist wegen einem Kollegen Bergmann, weil der mir erzählt hat, dass er das Pensionsangebot
25:21von der Frau Ortmann ausgeschlagen hat.
25:23Weil er davor ausgegangen ist, dass er da sein Nest hat.
25:26Ja, denke ich auch.
25:28Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben?
25:30Nein, das nicht.
25:31Mir darf bloß interessieren, worunter gekommen ist.
25:34Gaggerl?
25:35Ja, komm, gell?
25:36Okay.
25:42Hotel Eden, das ist das Teuerste von der ganzen Stadt.
25:45Ich weiß.
25:46Und es war auch nur noch eine Juniorsuite frei.
25:49Wie wollen Sie das der Frau Ortmann verklickern?
25:51Notfall.
25:52Landwirtschaftsmesse.
25:53Herr Bergmann, ich sage Ihnen eins.
25:54Da werden Sie mit Ihrem Charme auf Granit beißen.
25:57Meinen Sie.
25:58Morgen.
25:58Morgen, Michi.
25:59Der Bergmann wohnt im Hotel Eden in der Juniorsuite.
26:02Respekt, darf ich dabei sein, wenn die Frau Ortmann sich auspeitscht?
26:06Morgen allerseits.
26:07Morgen.
26:08Guten Morgen, der Herr Bergmann wohnt im Hotel Eden in der Juniorsuite.
26:12Aha, haben wir geerbt, ja.
26:14Ja.
26:16Guten Morgen.
26:20Ich darf mir einen Kaffee nehmen, bitte.
26:28Ist irgendwas?
26:34Ich wohne im Hotel Eden in einer Juniorsuite.
26:37Wie schön für Sie.
26:39Mit meinen 60 Euro Übernachtungszuschuss können Sie rechnen.
26:45War doch ganz leicht.
26:51Äh, Herr Mauer?
26:53Ja?
26:53Was gibt's denn Neues von der Spusifront?
26:56Naja, also die Spusifront hat die ganze Wohnung vom Ritter auseinandergenommen.
27:01Sie haben aber nichts Relevantes gefunden, bis auf eines.
27:04In der Wohnung vom Ritter hat doch der Computer gefehlt.
27:08Haben Sie den gefunden?
27:10Nein.
27:10Aber einen Lass-Server haben Sie gefunden.
27:13Auf Deutsch, Network Attached Storage.
27:17Es ist ja so, jeder Computer trägt in sich einen Festplattenspeicher, aber sonst kann man ja nichts speichern.
27:24Aber manchmal, da wird dieser Festplattenspeicher ausgelagert, bleibt aber drahtlos mit dem Computer verbunden.
27:31Und genau sowas hat der Ritter in seiner Wohnung gehabt.
27:34Also, Klartext, es sind alle Daten da.
27:37Ja, freilich.
27:38Auch das Video, mit dem er die Frau Brandl erpressen wollte.
27:41Das heißt, wenn der Zitter diesen Computer gestohlen hat, dann war das für die Katz.
27:45Und ihren Privatdetektiv, den habe ich auch.
27:47Auch schon.
27:48Zuerst hat er recht gezickt.
27:49Aber wie ich gesagt habe, dass es um Mord geht.
27:52Und vor allem, nachdem ich den Namen Ritter erwähnt habe, hat er gesungen wie Rats Saisal.
27:56Sein Auftraggeber, das war nämlich der Wolfgang Brandl.
28:01Wie überrascht uns das?
28:02Nicht wirklich.
28:03Was ist denn mit den Handydaten von Herrn Ritter?
28:05Gibt es da auch schon einen schnellen Mord?
28:07Danke, haben wir.
28:09Aber wiederum, nur die Verbindungsdaten, nicht das Handy selber, gell?
28:12Und?
28:13Ein Anruf ist vielleicht schon von Interesse.
28:16Und zwar von der Gesine Brandl.
28:18Sie meinen nicht Karin Brandl?
28:19Nein, Gesine Brandl, die Schwägerin.
28:22Die hat nämlich beim Ritter angerufen, genau einen Tag, nachdem er das erste Mal bei der Karin Brandl gewesen ist.
28:28Und ihr geht zum Fonse in die KTU.
28:33Was ist denn?
28:35Der Herr Brandl ist jetzt da.
28:37Ja, lass uns in einem Vernehmungsraum bringen.
28:42Übrigens, die Karin Brandl hat tatsächlich vor drei Tagen 20.000 Euro abgekommen.
28:47Vielen Dank, Frau Stocker.
28:49Gerne.
28:55Sie machen den Bruder, ich die Schwester.
28:58Genau.
28:58Übrigens, Herr Schadler, hat Marie noch was gesagt?
29:02Ja, sie könnten wir das später machen.
29:04Ich würde jetzt gerne ein bisschen im Fall weitergehen.
29:06Ach, klar.
29:09Mittagessen im Times Square.
29:11Wen Sie mir eh lohnen?
29:13Wir haben das Haus von unseren Eltern geerbt.
29:16Ich habe meinen Bruder ausgezahlt und er hat mit dem Geld die Firma gegründet.
29:21Da hat er ja was Vernünftiges angefangen mit dem Geld, wenn man sein Haus so sieht.
29:27Ja, er hat es besser gemacht als ich.
29:31Jetzt arbeite ich für ihn.
29:33Bitte schön.
29:34Das sagten Sie schon.
29:35Danke.
29:37Ups, die Firma läuft gut.
29:39Ja, sehr gut.
29:40Als seine Buchhalterin muss ich das ja wissen.
29:43Er ist ein gemachter Mann.
29:46Und er?
29:48Auch tadellos?
29:49Da berühren Sie ein sensibles Thema.
29:52Dann haben Sie also den Detektiv auf Ihre Frau angesetzt?
29:55Ja.
29:57Frage, woher das Misstrauen?
29:58Sie müssen doch irgendeinen Anfangsverdacht gehabt haben.
30:01Naja, meine Frau lässt öfter ihr Handy herumlegen.
30:05Also nicht, dass Sie jetzt denken, ich spioniere hier nach.
30:08Ja, ja.
30:08Ich habe rein zufällig gesehen, dass da eine SMS auf dem Display stand.
30:15Normalerweise interessiert mich das natürlich nicht.
30:17Aber als ich gesehen habe, dass der Absender Ritter war, da...
30:20Da hat sich das dann doch interessiert, gell?
30:22Ja.
30:23Aus der SMS konnte ich schließen, dass die beiden miteinander telefoniert hatten.
30:26Und da bin ich natürlich misstrauisch geworden.
30:29Dann haben Sie den Privatdetektiv auf Ihre Frau angesetzt.
30:33Wolfgang war als Kind schon sehr erwachsen.
30:36Ziemlich intelligent und altklug.
30:39Ein richtiger Prinzipienreiter.
30:41Das klingt ja nicht sehr freundlich.
30:42Ich bewundere sein Fleiß und seine Zielstrebigkeit.
30:45Aber ansonsten ist er ein ziemlich trockenes, steinhartes Brötchen.
30:49Und seine Frau hat unter diesem Brötchen gelitten?
30:54Sie sollte es mir beichten.
30:56Aus freien Stücken.
30:59Hat sie dann leider nicht gemacht.
31:01Und jetzt? Wollen Sie sich scheiden lassen, oder wie?
31:04Nein.
31:06Stimmt, der Nebenpuller ist ja tot.
31:08Ich habe den Eindruck, Ihre Feststellung zielt auf einen Vorwurf ab.
31:11Nein, Unterstellung trifft es besser.
31:13Sie können gehen, Widerschauen.
31:15Ich habe Herrn Ritter nicht getötet.
31:18So was verbietet mir schon mein Glaube.
31:20Amen.
31:29Herr Stadler, dass Sie mich verdächtigen, ist klar.
31:33Aber verdächtigen Sie auch meine Frau?
31:34Eine Gegenfrage.
31:35Trauen Sie ihr die Tat zu?
31:37Meine Frau ist äh, äh, ängstlich, labil, manchmal furchtbar irrational.
31:43Zutrauen würde ich es ihr nur als, äh, Spontantat.
31:46Na ja, so Spontant hat jetzt das nicht ausgeschaubt.
31:49Bleiben praktisch bloß an Sie übrig.
31:52Ja, ich werde trotzdem ruhig schlafen.
31:56Ich schlafe des Selbstgerechten.
32:05Frau Stockel, ich bin dann jetzt im Times Square, gell?
32:07Ich weiß schon, der Michi hat mir schon verzeiht,
32:09dass der Bergmann Sie zum Mittagessen einlädt.
32:11Ach, dann richten Sie ihm doch bitte von mir aus,
32:14dass er ja nicht auf die Idee kommen soll,
32:15dies als Spesen abzurechnen.
32:17Keine Sorge, Frau Ortmann.
32:18Wir haben den Herrn Bergmann diesbezüglich schon abgerichtet,
32:21dass bei Ihnen nichts zu holen ist.
32:23Gut, dann werden wir uns ja wunderbar verstehen.
32:27Ich glaube, wie weniger der Bergmann steht auf Frauen
32:29und nicht auf Rechenmaschinen.
32:30Frau Stockel.
32:31Du was, es war nicht sehr nett,
32:33aber unheimlich befriedigend.
32:37Mahlzeit.
32:38Mahlzeit.
32:45Wissen Sie, Karin war sehr verzweifelt.
32:48Sie hat mich um Rat gebeten.
32:50Daraufhin habe ich Herrn Ritter angerufen
32:51und ihn mit der Polizei gedroht.
32:53Er hat aber nur gelacht.
32:55Aber jetzt wusste er natürlich,
32:56dass Karin mich eingeweiht hatte.
32:58Vielleicht hat er deswegen mein Haus beschattet,
33:00als er das zweite Mal nach Rosenheim gekommen ist.
33:02Sie sagten doch,
33:03dass er zwei Stunden vor meinem Haus stand.
33:04Ja, ja, richtig.
33:05Als er das zweite Mal herkam,
33:07stand sein Wagen zwei Stunden vor Ihrem Haus.
33:10Ich habe gestern gelogen,
33:11weil ich Karin schützen wollte.
33:12Wenn die Polizei von der Erpressung erfährt,
33:14dann weiß ich es auch bald Wolfgang.
33:16Und dann gibt es ja nichts mehr zu lachen.
33:22Wiedersehen.
33:22Wiedersehen.
33:25Ach, äh,
33:27Ihr Bruder wusste es.
33:28Lange bevor Sie es erfahren haben.
33:30Das glaube ich nicht.
33:32Warum?
33:33Weil Sie ihm nichts angemerkt haben?
33:35Ja.
33:36Er hätte sich nie so verstellen können.
33:40Anscheinend besitzt nicht nur Sie diese Gabe.
33:48Was hat Marie denn noch gesagt?
33:50Nicht viel.
33:51Aber wie man eindeutig rausschauen konnte,
33:53ist für Sie der Fall Bergmann abgeschlossen.
33:57Unsinn, da haben Sie was Falsches herausgehört.
33:59Mensch, Mann, Mann, Mann, Mann.
34:00Wir sind im besten Einvernehmen auseinandergegangen.
34:02Das glaubt nicht den Hauch einer Unstimmigkeit zwischen uns.
34:05Mensch, Mann, Mann.
34:06Und, was ist das?
34:07Gut, ich habe mich nicht gemeldet, aber Sie sich auch...
34:10Eben.
34:11Was eben?
34:12Ja, sie hat sich nicht gerührt, weil für Sie das Thema durch ist.
34:15Quatsch.
34:16Mensch, Mann, Mann.
34:17Frauen wollen begehrt werden.
34:19Ich will einfach, dass ich mich noch mehr um Sie bemühe.
34:22Wenn Sie meinen...
34:22Jetzt hören Sie doch auf mit diesem Blöden, wenn Sie meinen.
34:25Telefon.
34:28Was läuft jetzt da zwischen Ihnen und der Marie?
34:31Da läuft nichts mehr.
34:32Okay.
34:33Marie!
34:34Bloß, ich weiß es halt noch nicht wahrhaben.
34:35Ja.
34:36Ja klar, kein Problem.
34:40Ja, ich bin da.
34:41Ich freue mich.
34:47Das war Marie.
34:49Sie wird mich sehen.
34:51Heute Nachmittag im Büro.
34:53Sehen Sie?
34:55Schon passiert.
34:56Was?
34:56Na, sie hat Sehnsucht nach mir.
34:58Und jetzt sagen Sie bitte nicht wieder, wenn Sie meinen.
35:11Moment.
35:14Was seid ihr eigentlich die ganze Zeit?
35:16Da das Geschwisterpaar Brandl draußen sitzt, gehe ich davor aus, dass es was Neues gibt,
35:21he?
35:22Mhm.
35:23Schaut einmal, was wir im Keller vom Ehepaar Brandl für ein schönes Messer gefunden haben.
35:28Das Blut ist vom Opfer und die Fingerabdrücke sind von der Karin Brandl.
35:33Und die Karin Brandl ist ja ein Vernehmungsraum.
35:37Ich bin's nicht gewesen.
35:43Und wie erklären Sie sich dann, dass Ihre Fingerabdrücke da drauf sind?
35:47Ja, weil's mein Küchenmesser ist.
35:49Aber zugestochen haben's damit nicht.
35:52Na.
35:55Frau Brandl, Sie haben ein Motiv.
35:58Kein Alibi.
36:00Und Ihre Fingerabdrücke sind auf der Tatwaffe.
36:02Es wäre besser, wenn Sie jetzt gestehen.
36:07Ja?
36:09Grüß Sie, Frau Stockl.
36:10Frau Hofer, grüß Sie.
36:11Na, nein, das tut mir jetzt leid.
36:13Der Herr Achtziger, der telefoniert schon seit einer halben Stunde mit dem Dr. Laser König
36:16und der Herr Bergmann ist in einer Vernehmung.
36:18Kann ich warten?
36:20Auf wen?
36:21Herrn Bergmann.
36:24Ja, da trinken wir jetzt eine schöne Tasse Kaffee.
36:29Gell, haben Sie schon gehört?
36:30Der Herr Bergmann hat im Hotel Eden übernachten müssen,
36:33weil alles ausgebucht war wegen der Landwirtschaftsmesse
36:36und die Frau Ortmann hat natürlich kein Einsehen.
36:38Und jetzt fragen Sie sich, warum er nicht bei mir übernachtet hat.
36:42Sie werden schon Ihre Gründe gehabt haben.
36:43Habe ich, ja, danke.
36:45Und ich verzeih's Ihnen.
36:47Nein, nein, müssen Sie nicht.
36:48Schauen Sie für mich, war es vorbei, als er gegangen ist.
36:50Und ich hab überhaupt nicht damit gerechnet, dass er wiederkommt.
36:52Kommt auch selten vor bei Männern.
36:55Wie würden Sie diesem Mann sagen, dass es vorbei ist?
36:57Mei, schwer.
36:59Die meisten verkraften das ja nicht.
37:01Darum gibt's ja unsere Mordkommission.
37:04Aber eins find ich gut.
37:05Was?
37:06Dass es ausgerechnet dem größten Weiberhelden passiert ist,
37:09den unser Kommissariat je gehabt hat.
37:12Hm, so hab ich das noch gar nicht gesehen.
37:13Ja, der muss für jede Frau büßen, der das Herz gebrochen hat.
37:16Äh, das war aber nie meine Absicht.
37:18Aber auch mein Plan.
37:27Karin.
37:28Halt, gang.
37:31Und?
37:32Wenn Sie wissen wollen, ob sie gestanden hat.
37:34Hat sie nicht.
37:38Ich bin ruhig süß an.
37:40Na ja, sie wird jetzt einen Anwalt brauchen.
37:43Stimmt denn?
37:44Wichtige Neuigkeiten.
37:45Äh, tut mir leid.
37:46Das ist jetzt wichtig, Herr Fennig.
37:48Machen Sie das.
37:49Äh.
37:50Hallo.
37:51Du, äh, wo könnte man ungestört reden?
37:54Äh, Verhörer.
37:57Was ist jetzt da wichtig?
38:00Ein Geständnis.
38:04Folgendes.
38:04Die KTU hat auf der NAS-Festplatte ein Telefonat gefunden.
38:10Und zwar zwischen dem Herrn Ritte und der Frau Gesine Brandl.
38:14Äh, geht.
38:15Äh, Frau Brandl.
38:16Äh, wenn Sie bitte in einem Moment warten, da da tun.
38:19Äh, ich auch.
38:20Wenn Sie so freundlich werden, ja.
38:25Wegen der Tonqualität sagen die in der KTU, dass dieses Gespräch mit einem Handy aufgezeichnet
38:31worden ist.
38:32Äh.
38:33Grüß dich.
38:34Und in den Verbindungsdaten, da haben Sie ein Telefonat gefunden.
38:38Das ist exakt so lang wie dieses Gespräch.
38:40Und jetzt sagen Sie mir bitte, wo das Handy während dem Gespräch gewesen ist.
38:45Genau im Sendebereich von der Roserstraße.
38:48Das heißt, der Ritter hat sein Handy als Wands benutzt?
38:50Genau.
38:51Der hat das Gespräch heimlich mit dem Handy aufgezeichnet und dann hat er es abgespeichert.
38:56Aha.
38:56Und, äh, wann hat dieses Gespräch stattgefunden?
39:00Das möchten Sie jetzt gar wissen, oder?
39:02Genau einen Tag vor Ritter seiner Erwaltung.
39:06Da, wo sein Wands zwei Stunden vor der Gesine Brandli am Haus gestanden ist.
39:10Du machst mit mir Schluss?
39:11Verstehe ich das richtig?
39:13Es war schon Schluss, als du zurückgegangen bist.
39:16Das habe ich aber anders gesehen.
39:18Dirk, das, das mit uns, das war immer schon auf Zeit angelegt.
39:23Gerade dir muss das doch klar gewesen sein.
39:25Wieso mir?
39:26Weil du nichts anderes kennst und auch willst, wenn du ehrlich zu dir bist.
39:33Was machen wir jetzt?
39:36Gute fremd bleiben.
39:37Hey, das ist mein Satz.
39:38Das sage normalerweise immer ich.
39:41I'm so sorry, aber ich muss halt jetzt auch ein Gespräch führen.
39:45Und zwar dienstlich.
39:46Ja, ich bin schon weg.
39:49Hallo.
39:52Ja, Moment dann.
39:55Frau Paltl, wenn Sie ein bisschen Platz nehmen.
40:03Hallo Herr Bergmann, hier spielt die Musik.
40:06Also, der Ritter hat ein Gespräch mit der Gesine Brandl geführt und ist aufgezeichnet.
40:11Wie?
40:12Also, die technischen Details, die sparen wir uns jetzt.
40:14Jedenfalls hat die Gesine Brandl dem Ritter bei diesem Gespräch folgenden Deal vorgeschlagen.
40:19Hallo!
40:20Ja, Herr Ritter bringt Ihren Bruder um.
40:24Sie sorgen dafür, dass der Verdacht auf Ihre Schwägerin fällt.
40:27Sie erben das Vermögen Ihres Bruders.
40:30Und Herr Ritter soll einen dicken Batzen davon abbekommen.
40:33Jedenfalls mehr als die 20.000 von Ihrer Schwägerin.
40:36Habe ich das so korrekt wiedergegeben?
40:39Mir war klar, dass Ritter mich nie in Ruhe lassen würde.
40:42Also, Sie verabreden sich mit Herrn Ritter.
40:45Er kassiert erst mal die 20.000 bei Karin Brandl.
40:48Und als Sie ihm Ihre 20.000 in die Hand drücken sollen, die Sie wahrscheinlich gar nicht hatten,
40:54drücken Sie ihm stattdessen ein Messer in die Brust.
40:57Sie lassen alles verschwinden, was auf die Identität vom Ritter schließen lässt,
41:01damit es mir recht schwer haben.
41:03Und Sie Zeit genug, um den Computer zu holen.
41:06Weil da drauf haben Sie die Gesprächsaufzeichnungen vermutet, gell?
41:09Leider nicht besonders clever.
41:12Denn das Gespräch war auf einer externen Festplatte.
41:16Tatwaffe, ein Messer, das Sie aus der Küche Ihrer Schwägerin geklaut haben,
41:20weil Zugang zum Haus haben Sie ja.
41:22Und dieses Messer haben Sie nach der Tat in den Keller von Ihren Schwägerin gelegt und abgewartet.
41:27Frau Brandl, Sie sind vorläufig festgenommen,
41:30wegen einer strengen Tatverdacht, Peter Ritter getötet zu haben.
41:33Frau Brandl, wenn Sie bitte mit der Kollegin mitgehen möchten.
41:40Fernseher, ich komme gleich.
41:44Ah, apropos, wenn ich prüfen darf.
41:50Wie ist denn Ihr noch für Ihren Haaskungen?
41:55Ich denke, Bewährung mit Auflagen.
42:00Aber ich habe noch ein paar Pfeile im Küchen.
42:04Ja.