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  • vor 11 Minuten

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🎈
Spaß
Transkript
00:00und trocken sag mal spürst du das auch diesen himmlischen frieden diese ruhe schon drei
00:12wochen ohne dr sein urlaub ist unser urlaub zusammen mit grüßen von viktoria stadner sie
00:24hatte spaß mit dr moro sind die arztbriefe fertig ja moment so herr maric hat heute frei danke
00:33die ist schon bei dr schabers sehr gut sie sind springer und herr probst ist bei professor
00:37pranzelt alles klar alles klar perfekt wieder zurück dr moro
00:52hier ja ich kann sie sehen auftrag ich brauche eine zusammenfassung der aktuellen literatur zum thema
00:59radiales lämung plus klassischer kusshand op verstanden bis morgen früh
01:07warum ich auch moro eine speziallampe zur präoperativen fotodokumentation von narbengewebe bestelle ich
01:19natürlich alles was sie wollen dr moro tamara reinigen sie die oberflächen und geräte danke
01:27ok jetzt spricht er mich mit vornamen und dann auch noch falsch vielleicht die autokorrektur aber
01:35wenigstens hat er danke gesagt
01:45hallo könnt ihr mal jemand kommen guten tag ich bin doch doch probst da keine ist mir beim
01:52frühsport umgekippt beim frühsport steigerwald runde ganz schön da waren sie schon mal in kanada
01:59sie kommen aus kanada montpolom rain lake schönster bergsee der welt da leben wir aber hey ich bin
02:05erforder hat er wenn er nichts wie über den teig sind sie auslandskrankenversichert na klar immer
02:11bestens abgesichert stimmt's kleider ok und sie sind heute morgen beim frühsport umgekippt passiert
02:18ihnen das öfter haben sie niedrigen blutdruck keine ahnung man es geht auch schon du bleibst
02:25jetzt schon mal sitzen ok das sieht mir nicht so aus ich würde gerne ein ekg schreiben das ist
02:32doch nur kurz ausruhen nichts da nehmen zwar mickrige wälder aber gute ärzte nicht wahr dr probst was
02:41gibt's anthony kark 19 jahre alt verdacht auf orthostatische syncope ich bin professor patzelt nehmen sie
02:48medikamente irgendwelche vorerkrankungen mein junge war immer ein bisschen schwach auf der brust die ohnmacht
02:54müssen wir natürlich abklären würden sie bitte mitkommen
03:01sie können sie können hier warten
03:09ich kriege schlecht luft versuchen sie ganz ruhig ein und auszuatmen sind sie oft müde und fühlen sie sich schlapp
03:18manchmal aber vor allem im training wie oft trainieren sie denn jeden tag ausdauer war vor allem kraft auch im
03:29urlaub
03:30von nichts kommt nichts
03:34sinusrhythmus frequenz 75 pro minute steil typ in kompletter rechtsschenkel bock und p-pormonale
03:40typische anzeichen einer chronischen rechtsherzvolumen belastung ein voraufseptum defekt
03:45das ist ein defekt in der herzschaltwand ich bringe die proben mal ins labor gut und ich schaue mir jetzt
03:53ihre lunge und ihr herz noch mal ganz genau im ultraschall an
03:59naja
03:59na Junge
04:02sag mal das ding hast du immer noch
04:06herr kark
04:08was ist mit dem
04:10dr probst
04:12herr kark entschuldigen sie bitte
04:13wir holen sie wieder rein wenn die untersuchung abgeschlossen ist ok
04:17vielen dank
04:19so melden sie an fischer bitte nochmals im röntgen an das bild vom hausarzt ist irgendwie indifferent melde ich an
04:26bin ich zu schnell für sie
04:27nein nein überhaupt nicht
04:28fahren sie fort mit der patientin von der 161
04:40also die patientin ist 67 jahre alt sie wurde gestern mit akuten beschwerden aufgenommen
04:47ist alles in ordnung
04:48ja ich mir ist eingefallen ich muss kurz noch was erledigen gehen sie bitte schon mal vor
04:53schaffen sie das
04:54ja
04:56sie schwitzen
04:57ja ich ich ich habe irgendwie zu viel an
05:01also bis gleich
05:10so dann schauen wir mal woran wir sind ein klarer defekt in der herzscheide wand zwischen den
05:16vorhöfen ein asd sekundum typ 2 wie wollen sie vorgehen das hängt von der größe des defekts ab
05:25also definitiv kleiner als 35 mm das hieße wir können einen amt platzer okkluder einsetzen
05:31ganz genau
05:32ja herr karp muss jetzt entscheiden ob wir das hier in erfurt operieren oder ob er das lieber in kanada
05:37machen lassen möchte
05:38vielleicht fliegt der vater schon mal vor dann kann der sohn sich in ruhe erholen
05:43wie kommen sie darauf
05:44er jagt seinen sohn früh morgens durch den steigerwald im urlaub und merkt nicht dass es ihm schlecht geht
05:50er probst wie lange kennen sie die beiden zwei stunden mein vater ist genauso
05:58vielen vielen dank für alles bis ganz bald jetzt ist familie krieger osterwald mal ganz unter sich
06:06das ist bestimmt ganz toll
06:12mal wird bestimmt ja noch ein bisschen bleiben und du kannst deine gedanken lesen weil du seine hebamme bist
06:18na dann fahrt man aber vorsichtig
06:21auch bis bald
06:22bis bald
06:23tschüss
06:23vielen dank für alles
06:25tschüss
06:26tschüss
06:28tschüss
06:29tschüss
06:33tschüss
06:34tschüss
06:35tschüss
06:36ach das ging jetzt alles so schnell
06:37ja
06:39papa
06:42uli
06:43mal das einschlafrunde
06:44schnell auf an
06:53Papa ruft jetzt schon an.
06:55Wir haben es nicht gesehen, okay?
06:58Ich ruf später zurück.
07:01Geh nicht ran.
07:02Nein.
07:10Dr. Scherpers?
07:12Ja.
07:13Ist doch nicht alles in Ordnung?
07:15Nein.
07:16Ich muss irgendeine falsche Bewegung gemacht haben.
07:19Wo tut es denn genau weh?
07:21Wie war es bei Frau Kaiser?
07:23Die aus der 161?
07:25Ja.
07:27Der Verdacht auf einen Knochenödem hat sich nicht bestätigt.
07:31Sieht nach Verschleißerscheinungen aus.
07:33Bitte?
07:34Die Patientin ist 67.
07:36Haben Sie sich das MRT nicht angesehen?
07:38Ach so.
07:40Doch, natürlich.
07:41Das sind Verschleißerscheinungen.
07:43Ich habe ihr Blut abgenommen und Schmerzmittel gegeben.
07:46Und wie geht es ihr?
07:47Alles gut.
07:49Haben Sie sie gefragt?
07:50Ich kenne Ihre Werte.
07:52Als Ärztin sollten Sie wissen, dass Patienten emotionale Nähe brauchen und manchmal sowas
07:58wie Zuwendung.
07:59Deswegen habe ich mich für die Chirurgie entschieden.
08:01Da sind die Patienten die meiste Zeit unter Narkose.
08:05Ja, ich nehme mir auch schnell Blut ab.
08:08Dann können Sie die Proben gemeinsam abgeben.
08:12Lendenwirbelsäule.
08:14Dann ist es aber nicht verhoben, sondern Verschleiß.
08:17Ja, da passt aber meine erhöhte Temperatur nicht zu.
08:22Gut.
08:23Ich checke Ihre Entzündungsparameter.
08:25Sie sind ja schon fast 50.
08:27In dem Alter kann man so einiges bekommen.
08:32Unser Verdacht hat sich leider bestätigt.
08:34Sie haben ein Loch in der Herzscheidewand.
08:36Dabei fließt sauerstoffreiches Blut von der linken in die rechte Herzkammer.
08:40Das führte zu einer Vergrößerung und Überbelastung Ihres Herzens.
08:45Deshalb geraten Sie bei Anstrengung auch so schnell außer Atem und sind weniger leistungsfähig.
08:50So ein Defekt ist meistens angeboren.
08:53Ich bin mit einem Herzfehler auf die Wege gekommen.
08:55Es ist der häufigste angeborene Herzfehler.
08:58Bei manchen Betroffenen fällt der Defekt ein Leben lang nicht auf, weil er keine Probleme macht.
09:03Und was passiert jetzt?
09:05Wir können den Defekt operativ mit einem Implantat, mit einem sogenannten Schirmchen verschließen.
09:19Raten Sie mir zu der OP?
09:22Aufgrund der Größe des Defekts und Ihrer Symptome, ja.
09:27Weiß mein Vater davon?
09:28Nein.
09:29Ich will nicht, dass er es erfährt.
09:31Warum nicht?
09:32Vielleicht geht er dann anders mit Ihnen um.
09:34Mein Dad will nur das Beste für mich.
09:36Und er weiß, was das ist?
09:37Dr. Probst, bitte beschränken Sie sich auf das Medizinische.
09:41Wir unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht.
09:43Wer was erfahren soll, das liegt ganz allein bei Ihnen.
09:49Wie der schon greifen kann, hat richtig Kraft in seinen kleinen Babyhänden.
09:52Das glaube ich.
09:53Und die süßen kleinen Kulleraugen.
09:54Herr Berger, ich freue mich total für Sie.
09:56Ich glaube, Sie werden ein richtig guter Großvater.
09:57Der riecht so gut.
09:59Weiß auch nicht, erinnert mich irgendwie an...
10:01Julia.
10:02Wieder eine E-Mailbox.
10:03Das gibt's doch nicht.
10:04Vielleicht kein Empfang auf der Autobahn.
10:06Funkloch.
10:06Ist irgendwas passiert?
10:08Ja, Rebecca und Florian haben Uli vergessen.
10:10Marlon Spieluhr, ohne die kann er nicht einschlafen.
10:12Ich bin der mieseste Opa der Welt.
10:14Marlon hat mir vertraut, uns.
10:17Okay, wenn ihr ihm eine neue kauft?
10:20Er hat sich genau an diese gewöhnt.
10:21Außerdem ist es ein Unikat, unersetzbar.
10:23Schicken Sie ihm doch bei Post hinterher.
10:25Nein.
10:25Das geht nicht.
10:26Viel zu unsicher.
10:27Was da alles passieren kann.
10:30Wann wirst du denn nicht lassen?
10:31Wir wollen heute noch nach Leipzig zu Tante Annie.
10:34Das dauert noch.
10:35Wieso?
10:37Die sind mit den Untersuchungen noch nicht ganz fertig.
10:40Herr Kark.
10:41Ah.
10:42Sie sind wieder da.
10:43Ja, ich war einkaufen.
10:47Thüringer Wurst.
10:49Die Wurst meiner Kindheit.
10:51Danke, ich bin Vegetarier.
10:52Hätt ich mehr denken können.
10:54Haben Sie sich schon überlegt...
10:56Ich should go to your aunties with that.
10:57Ah.
10:58Sprich Deutsch.
10:59Das ist meine Heimat hier.
11:02Ich sag, du solltest zu deiner Tante Annie
11:05alleine fahren.
11:06Weil die sind ja mit den Untersuchungen
11:07noch nicht ganz fertig.
11:08Und die wissen ja eh nicht, was ich habe.
11:10Deswegen kann das alles noch dauern.
11:11Oder, Dr. Pups?
11:15Ja.
11:17Mhm.
11:20Na gut.
11:23Tante Annie kriegt sowieso nicht mehr so viel mit.
11:28Aber füttern Sie ihn gut.
11:30Der Junge brennt darauf, wieder joggen zu gehen.
11:32Also.
11:34Hau rein, Junge.
11:36Ja, tschüss, Dad.
11:37Tschüss.
11:45Warum erzählen Sie ihm nicht,
11:46dass Sie einen Herzfehler haben?
11:55Dieser Trip in deiner Heimat.
11:57Das bedeutet ihm einfach alles sehr viel.
11:58Und ich will nicht derjenige sein,
12:00der es ihn kaputt macht.
12:07Außerdem,
12:08mein Dad ist nach dem Maurofall
12:09direkt nach Kanada gezogen
12:10und arbeitet hart in der Holzindustrie.
12:13Ihr kriegt nie was unter.
12:16Sie bewundern ihn.
12:21Ja, schon.
12:25Letztlich zehn war es meiner Mama abgehauen.
12:27Nach Vancouver.
12:29Das Leben in der Provinz hat ja einfach nicht gefallen.
12:34Und mein Dad hat mich halt großgezogen.
12:35Und deswegen möchte ich,
12:37dass er stolz auf mich ist.
12:40Aber warum lügen Sie ihn dann an?
12:45Ein Herzfehler?
12:48Das geht einfach bei uns nicht.
12:55Hey, alles okay?
12:56Ich erreiche Rebecca nicht.
12:59Aber die war doch gerade noch hier.
13:00Ja, aber...
13:02Ach, schon okay.
13:03Du siehst aber auch nicht gerade gut aus.
13:05Ja.
13:05Und du bist nicht die Erste,
13:07da das auffällt.
13:08Frau Galora hat gerade schon die Diagnose
13:10für Schleißerscheinung gestellt.
13:16Ihr Blut weist erhöhte CPR-Werte auf.
13:19Deshalb habe ich auch die Leber- und Nierenwerte mitgemacht.
13:23Haben Sie eigentlich noch weitere Symptome?
13:25Zum Beispiel krampfartige Schmerzen im Oberbauch?
13:28Tendenziell rechts?
13:30Dann hätte ich nämlich eine Verdachtsdiagnose.
13:33Gallensteine.
13:34Ich habe mit Sicherheit keine Gallensteine.
13:38Statistisch gesehen fallen Frauen über 40
13:39in die Gruppe der am meisten Betroffenen.
13:41Und was nach überhaupt nichts beweist?
13:43Deshalb ja Verdachtsdiagnose.
13:45Danke, Frau Galora.
13:47Die Nachsorgepatienten warten.
13:55Du weißt schon, dass sie recht haben könnte.
13:59Ich sollte ein Echo machen, oder?
14:01Ich hätte gerade Zeit.
14:04Nichts ist so vergänglich
14:05wie die Schadenfreude der Jugend.
14:07So viel Altersweisheit hätte ich dir gar nicht so gut haben.
14:10Ich kann alleine gehen.
14:13Ach, Herr Probst, kommen Sie von Herrn Kark?
14:15Ja, ich habe ihm schon mal die Unterlagen gegeben
14:17und mich für die OP eingelesen
14:18und habe für morgen früh schon
14:20einen freien OP-Slot gefunden.
14:22Ja, wunderbar.
14:23Dann fehlt ja nur noch sein Okay.
14:25Ich habe das Gefühl,
14:26dass er es uns nicht geben wird.
14:27Na gut, er kann das auch zu Hause
14:28in Kanada machen lassen.
14:30Ja, aber was ist, wenn er es gar nicht macht?
14:31Nicht hier und nicht in Kanada.
14:33Keine Ahnung, es ist so ein Gefühl.
14:37Ein Gefühl?
14:40Ja, wegen seines Vaters.
14:42Herr Probst,
14:43würden Sie bitte in zusammenhängenden Sätzen sprechen,
14:45damit sich mehr der Kontext erschließt?
14:48Also, er will vor seinem Vater
14:49nicht als Schwächling dastehen,
14:51deshalb erzählt er ihm nichts.
14:52Und woraus schließen Sie das?
14:54Weil es sein Vater wie mein Vater ist.
14:57Ich habe das auch alles probiert.
14:58Ich wollte ihm alles recht machen.
14:59Ich wollte, dass ich ihm gefalle,
15:02dass er stolz auf mich ist.
15:03Es ist mir nie gelungen.
15:06Glauben Sie, dass es gut ist,
15:07dass Sie mit mir an diesem Fall sind?
15:10Es tut mir leid.
15:12Ich mache mir einfach nur Sorgen um den Sohn.
15:15Ja, die mache ich mir auch.
15:17Und ich werde auch noch mal mit Herrn Kark sprechen.
15:25Allein.
15:26Ein bisschen Abstand wird Ihnen guttun.
15:32So.
15:33Willst du wissen, was es wird?
15:34Alles.
15:35Nur kein Gallenstein.
15:36Leider doch.
15:37Ja, ist nicht so gut zu erkennen,
15:39wegen der Auflösung,
15:40aber guck mal hier.
15:42Ja, und er staut den Gallengang.
15:44Ich könnte den Slot um 10.30 Uhr planen.
15:47Ja, danke.
15:49Und du schreibst auf keinen Fall Dr. Scherbers da in den Plan.
15:52Was soll ich denn weglassen?
15:53Den Doktortitel oder Scherbers?
15:55Beides.
15:56Ich möchte unter dem Radar fliegen.
15:59Unter dem Radar von Frau Galora?
16:00Ganz genau.
16:02Wenn die rausfindet, dass sie recht hat,
16:04dann hält sie mir das bis zu meiner Pensionierung vor.
16:07Da stehst du doch drüber.
16:09Ja, natürlich.
16:11Also, wer soll die Assistenz übernehmen?
16:13Alle.
16:15Außer Frau Galora.
16:17Sie ist eine Superärztin.
16:19Ich habe keine Lust,
16:20ein weiterer Wert auf ihrem Laborzettel zu sein.
16:23Ah, okay.
16:25Äh, unter welchem Namen darf ich dich denn einchecken?
16:29Äh, Schmidchen.
16:33Ist das nicht ein bisschen kindisch?
16:35Das ist wahnsinnig kindisch.
16:37Es ist also das Gegenteil von mir.
16:40Verstehe.
16:41Schmidchen.
16:46Herr Kark,
16:47es wäre schon schön, wenn Sie am Monitor blieben,
16:50damit wir Ihr Herz besser am Auge behalten können.
16:52Ja.
16:53Ich kann nur besser nachdenken, wenn ich mich bewege.
16:56Im Prinzip ist Bewegung ja auch gut.
16:59Wird mir die OP helfen, fit zu werden?
17:02Wenn alles komplikationslos verläuft,
17:05wird Ihr Herz nach einer gewissen Schonfrist
17:06seine Arbeit voll leisten können.
17:08Das heißt, normale Kondition?
17:11Und keine Luftnot mehr,
17:12wenn ich einen kleinen Berg hochjogge
17:13oder wenn ich 150 Meter Waldweg laufe?
17:16Ein bisschen Kondition müssen Sie sich schon antrainieren.
17:19Aber ja, es wird Ihnen definitiv besser gehen.
17:22Was bedeutet eigentlich minimalinvasiver Eingriff?
17:25Wir würden das Loch in Ihrem Herzen
17:26mit einem Katheter verschließen,
17:28den wir über einen kleinen Schnitt
17:29in Ihrer Leiste bis zu Ihrem Herzen führen.
17:32Sie müssten dann noch
17:33ein oder zwei Tage bei uns bleiben.
17:37Ich will die OP.
17:39Wann können Sie?
17:40Na, bis morgen müssen Sie sich dann schon noch gedulden.
17:43Aber gute Entscheidung.
17:44Vielen Dank.
17:48Professor, wie fazit?
17:51Ich zieh das alleine durch.
17:55Als Ärztin werde ich Ihrem Wunsch Folge leisten.
17:57Aber als Mensch würde ich Ihnen
17:59zur Offenheit und Ehrlichkeit raten.
18:02Ich gehe auf mein Zimmer.
18:09Also hier ist alles tipptopp sauber.
18:12Da kann ich die Zeit ja auch nutzen
18:14und mich noch mal umsehen.
18:16Ich meine, wenn er dich schon als Putzkraft missbraucht,
18:18warum nicht?
18:19Eben.
18:25Ich hätte echt nicht gedacht,
18:26dass mich Dr. Nourou allein in sein Labor lässt.
18:30Irgendwie ist das ein Vertrauensbeweis.
18:32Und?
18:33Was Interessantes gefunden?
18:36Ja.
18:38Sagen wir mal so,
18:39er hat eine Menge Pokale.
18:42Warte.
18:44Er schreibt gerade,
18:46Tamara, wenn Sie noch da sind,
18:48können Sie bitte das Altpapier entsorgen.
18:51Wow.
18:52Ein Bitte.
18:53Ja.
18:55Das ergibt alles nicht so viel Sinn.
18:56Aber ey,
18:57keine Fragen stellen.
18:59Ja, der Urlaub hat ihm wirklich nicht gut getan.
19:04Olli, ich muss mal Schluss machen.
19:07Bis später.
19:08Ciao.
19:33Hast du sie erreicht?
19:36Ich habe Rebecca geschrieben,
19:37dass Sie Olli vergessen haben.
19:39Ich würde Sorgen machen.
19:40Aber...
19:41Mir hat sie auch nicht geantwortet.
19:47Rebecca.
19:49Oh, wie schade,
19:50dann muss Florian ihn in den Schlaf singen.
19:54Lachende Smiley mit Tränen.
19:57Papa.
19:59Florian kann nicht singen.
20:01Genau.
20:01Das ist ein verschlüsselter Hilferuf.
20:03Ich bring Olli nach Berlin.
20:05Heute Nacht ins Schluss.
20:06Na, Jülchen, das ist lieb von dir,
20:07aber es ist meine Schuld.
20:08Ich habe Olli vergessen.
20:10Ich mache das, ich fahre.
20:11Du kannst nicht nach so einem langen Tag
20:12noch drei Stunden Auto fahren.
20:13Und du darfst morgen bei der Arbeit
20:15nicht müde sein.
20:15Du hast OPs.
20:16Ich kriege das hin.
20:17Nein, nein.
20:18So eine Zusatzbelastung
20:19ist für euch Ärzte unverantwortlich.
20:20Ich kann problemlos mobil arbeiten.
20:23Ich nehme morgen früh den Zug,
20:24dann kann Marlon zum Mittag wieder schlafen
20:25und die Krise ist überwunden.
20:28Ich knuddel ihn von dir.
20:29Ja.
20:31Hauptsache Marlon ist glücklich.
20:32Du siehst ihn bestimmt auch bald wieder.
20:43Olli, Opa bringt dich nach Hause.
20:53Schönen Gruß von Julia.
20:55Und ab jetzt nüchtern bleiben, Schmittchen.
21:00Ja, ich wollte es nicht so an die große Glocke.
21:02Kann ich verstehen.
21:04Wie geht's dir?
21:07Ich hasse es, krank zu sein.
21:09Und ich habe auch gar keine Zeit dafür.
21:11Tja.
21:13Tut mir leid, ich habe deine Krankmeldung
21:14gerade in der Chefetage abgegeben.
21:18Ich bin die Chefetage, Ben.
21:22Ich wusste, dass du das machst.
21:26Ich wusste, dass du das machst.
21:28Gaby, wie du zerreißt, ich habe es per Mail geschickt
21:30und Herr Berger ins CC genommen.
21:31So.
21:31Und jetzt packst du deine Sachen
21:33und dann fahre ich die nach Hause.
21:35Sagen wir in einer halben Stunde.
21:36Okay?
21:39Okay.
21:43Danke.
21:47Wieso ist für deine OP noch keine Assistenz eingetragen
21:49und wieso sagt Julia, dass du ein Problem mit Frau Kalura hast?
21:53Wieso ich ein Problem mit Frau Kalura habe?
21:55Weil sie vollkommen unempathisch ist
21:57und weil man, wenn es einem schlecht geht,
21:59einen Arzt braucht, der mitfühlen kann.
22:00Und das muss sie endlich irgendwann lernen.
22:05Da bin ich ganz deiner Meinung.
22:10Ben Arlbeck unterstehe ich.
22:11Das ist hier immer noch ein Ausbildungsklinikum, Leyla.
22:14Ja.
22:15Aber deshalb muss Frau Kalura ja nicht ausgerechnet mich operieren.
22:18Du hast das eben selbst gesagt.
22:21Irgendwann muss ich es lernen.
22:28Und was kommt als nächstes?
22:30Wäschst du bald moros, neigige Unterhosen?
22:32Nee, aktuell ziehe ich meine rote Linie bei Socken.
22:35Ach komm, bei Doppelripp bist du doch schwach.
22:37Sag mal, willst du nicht auch mal fragen?
22:39Nee, ich trage schon die Verantwortung.
22:41Wie hat das euch nichts passiert?
22:43Frau, danke.
22:50Weißt du was?
22:51Du bist ja nur neidisch,
22:52dass Dr. Moreau dir keine Aufgabe gegeben hat.
22:55Du meinst, putzen und Müll rausbringen?
22:58Musst du eigentlich gar nichts für ihn machen?
23:00Ach, der hat mir irgendwas geschickt, aber...
23:02So, bereit?
23:04Was machen Sie hier?
23:07Geheime Treffen am Mülleimer sind verdächtig.
23:11Müll, Altpapier.
23:13Speziauftrag für Dr. Moreau.
23:16Sie müssen den Müll für ihn rausbringen?
23:19Okay.
23:20Wie auch immer, es gibt einen aktualisierten OP-Plan.
23:23Sie haben eine neue OP und Ihre OP findet statt.
23:26Sie sind ja leider beschäftigt.
23:28Gallenstein, Schmittchen, Dr. Berger und Dr. Scherbos.
23:33Mit beiden als Operatörinnen.
23:34Schönen Feierabend.
23:39Na dann, hopp, hopp, ich brauch mal einen schönen Hitschlaf.
23:42Okay, bei drei, eins, zwei, drei.
23:55Und das Strategie-Mittikum um elf verschieben wir auf morgen.
23:58Gleiche Zeit, gleicher Ort.
24:00Und den Quartalsabschluss machen wir dann nachmittags.
24:02Nee, da kommen aber schon die Prüfer.
24:04Was?
24:05Unmöglich.
24:08Dr. Linn, halten Sie mal kurz.
24:10Wir sollten doch erst nicht zur Woche kommen.
24:12Papa, kann ich mal kurz mit dir sprechen?
24:13Ja, natürlich. Sie regeln das.
24:16Ich will auch nach Berlin.
24:18Jülchen, das haben wir doch besprochen.
24:19Ich hab genauso ein Recht darauf, Marlon zu sehen wie du.
24:21Natürlich hast du das, aber dein Kalender ist voll.
24:24Ganz genau, deswegen fahren wir beide ja auch am Wochenende.
24:26Was? Es ist erst in drei Tagen.
24:28Ja, so lange kann Marlon noch durchhalten.
24:29Ich hab jetzt schon alle meine Termine umgebucht.
24:32Und ich hab ein Ticket, das ist nicht stornierbar.
24:33Das ist ja zu spät.
24:34Papa, das ist unfair.
24:37Jülchen.
24:37Hey.
24:38Jülchen.
24:42Jülchen.
24:48Dad?
24:51Ja, ich fühl mich schon besser.
24:55Dad, ich...
24:56Nein, kannst du doch kommen.
25:00Du fährst nach Dresden?
25:03Nein, ist okay.
25:03Nee, ich stehe gerade um einen Aufzug zur Cafeteria, um ein Frühstück zu holen.
25:11Der... der Empfang ist gerade echt schlecht, ja?
25:13Ich ruf dich zurück.
25:20Ich weiß, was sie denken.
25:22Ich hätte ihm von der OP erzählen sollen.
25:25Aber er würde es nicht verstehen.
25:36Guten Morgen, Frau Galora.
25:37Morgen.
25:37Guten Morgen.
25:40Schön, dass es Ihnen wieder besser geht.
25:42Danke.
25:43Und bei Ihnen alles klar?
25:44Sind Sie ausgeschlafen, fit, vorbereitet?
25:46Für die Geingangsendoskopie?
25:48Ja, natürlich.
25:50Dann erzählen Sie mal.
25:52Wir werden versuchen, den Duktus kolidochus selektiv zu kannulieren.
25:55Eventuell Drahtgeführt, dann Papilotomie und Steinextraktion mit dem Körbchen.
25:59Doch Sie wissen, wie wir das operieren werden, ist mir klar.
26:02Mich interessieren die Details zur Patientin.
26:05Kam gestern rein, geht morgen raus.
26:07Vorausgesetzt, Sie machen keine Fehler.
26:10Noch irgendwas zur Patientin?
26:13Ende 40, weiblich.
26:16Gewicht ein bisschen zu wenig, aber für die OP unerheblich.
26:21Das ist alles?
26:23Ja.
26:24Für mich spielt keine Rolle, wer auf dem OP-Tisch liegt.
26:32Frau Galora, ohne Empathie wird aus Ihnen vielleicht mal eine gute Ärztin.
26:36Aber mit Sicherheit keine sehr gute.
26:38Das macht mir Sorgen.
26:42So kann jeder seine eigene Meinung haben.
26:46Wir sehen uns im OP.
26:53Es ist, wie gesagt, alles gut verlaufen.
26:56Das Schirmchen in Ihrem Herzen sitzt jetzt an seinem Platz und kann einwachsen.
27:00Damit die Punktionsstelle aber gut verheilt, müssen Sie auf jeden Fall nur für fünf Stunden flach liegen.
27:06Oh, shit.
27:07Sie müssen liegen bleiben.
27:09Hi, Dad.
27:13Was machen Sie mit ihm?
27:15Ich bringe ihn auf sein Zimmer.
27:16Wolltest du nicht nach Dresden?
27:17Heute war doch das grüne Gewerbe auf dem Punkt.
27:19Anthony, was ist los?
27:21Talk to me.
27:26Ich hatte eine Herz-OP.
27:28Aber es ist alles gut gelaufen.
27:29Es ist alles gut.
27:30Ihr Sohn hat einen angeborenen Herzfehler.
27:33Deswegen ist er heute Morgen umgekippt.
27:34In meiner Familie gibt es keine Herzfehler.
27:37Na klar.
27:38Herr Kark, Sie sollten das später klären.
27:39Ihr Sohn braucht jetzt gerade erstmal Ruhe.
27:41Sagen Sie mir nicht, was mein Sohn braucht.
27:43Ich tue alles für ihn.
27:43Und warum jagen Sie ihn dann ständig durch die Rocky Mountains, anstatt ihm zum Arzt zu gehen?
27:49Ist alles gut gegangen?
27:51Ja.
27:53Warum lügst du mich an?
27:57Dad, ich wollte doch einfach nur...
27:59Warum lügst du mich an?
28:02Fuck.
28:10Ah!
28:18Das war ein Fehler.
28:20Sie hätten Ihren Vater informieren sollen.
28:23Nein, ich hätte mich nicht auf diese OP einlassen sollen, Mann.
28:26Mein Dad ist jetzt richtig sauer.
28:27Und dabei wollte ich doch nur alles richtig machen.
28:29Das funktioniert nicht, oder?
28:30Nein.
28:31Ich war gut in der Schule und das hat ihn nie interessiert.
28:34Gute Zensuren machen kein Mann aus dir, hat er immer gesagt.
28:37Herr Kark?
28:38Du musst zu meinem Sohn.
28:40Das ist jetzt keine gute Idee.
28:41Herr Kark!
28:43In seinen Augen bin ich doch immer nur dieser schwache Sohn, bei dem irgendwas schiefgegangen ist.
28:46Bei Ihnen ist nichts schiefgegangen.
28:48Doch, Mann.
28:49Ich werde so schnell müde.
28:50Mir wird kalt bei dem Gedanken, dass wir Eis fischen gehen.
28:52Und ich esse nie was vor diesem Mountain Trail, weil ich danach kotzen muss.
28:56Sie müssen sich wieder hinlegen.
28:57Sie dürfen sich jetzt nicht aufregen.
29:00Mit meinem Herzfehler bin ich doch erst recht ein Versager.
29:03Warum lügt er mich an?
29:04Weil er Angst hat.
29:05Wieso sollte er Angst haben?
29:07Er hat Angst, Fehler zu machen.
29:09Ich hatte auch Angst, Fehler zu machen.
29:11Fehler zählen nicht.
29:12In unserer Familie zählt Mut, Fleiß, Loyalität, Ehrlichkeit.
29:16Anthony weiß das.
29:19Ihr Puls ist jetzt bei über 140.
29:20Sie müssen es beruhigen.
29:21Das ist zu hoch.
29:23Wunderbar.
29:25136, 134.
29:26Das machen Sie sehr gut.
29:28Okay.
29:29Ihrem Sohn ist es immens wichtig, was Sie von ihm halten.
29:32Was halten Sie denn von ihm?
29:35Er kommt nach seiner Mutter.
29:38Als sie noch da war, haben wir ihn immer Little Tony genannt.
29:42Braucht er immer mehr Zeit, mehr Training.
29:46Nichts, was wir nicht hinkriegen.
29:48Wenn Sie Ihren Sohn hinkriegen wollen,
29:52dann könnte er das Gefühl bekommen, nicht zu genügen.
29:56Warum sollte er das?
29:57Denken Sie darüber nach.
29:59Hey, Kark.
30:00Sie müssen das, was Sie mir gerade gesagt haben,
30:03das müssen Sie Ihrem Vater erzählen.
30:12Dr. Lindner?
30:13Ja?
30:14Haben Sie Uli gesehen?
30:15Ja, den haben Sie mir doch gegeben.
30:17Ah ja, stimmt ja.
30:18Ich will ihn jetzt nach Berlin bringen.
30:20Mein Zug geht gleich.
30:21Also, wo ist er?
30:21Herr Berger, ich dachte,
30:23vielleicht können Sie einfach ein bisschen Hilfe gebrauchen
30:24bei dem ganzen Stress mit dem Kind.
30:25Ja, und?
30:27Ich habe Uli per Express schon nach Berlin geschickt.
30:28Sie haben was?
30:31Ich habe Uli mit einem Eiboden nach Berlin geschickt.
30:33Sie können doch nicht einfach.
30:34Wann war das?
30:35Gerade vor zehn Minuten vielleicht.
30:37Ja, da haben Sie aber.
30:39Also, das gibt es doch nicht.
30:45Du bist nervös, das ist doch völlig okay.
30:47Ich bin nicht nervös.
30:52Willst du dein Patientennemt?
30:54Ja, natürlich.
30:56Komm, man hol es dir.
30:58Äh, ja?
31:00Frau Galora.
31:03Ist die Patientin noch nicht so weit?
31:06Ist schwierig.
31:07Sie hat Angst, denke ich.
31:12Ähm, ich lege die Socken dann aufs Bett, Frau Schmidtchen, ja?
31:17Es war bloß ein kleiner Routine-Eingriff.
31:19Wollen Sie sie überreden?
31:21Ähm.
31:22Ich spreche mit ihr.
31:23Gehen Sie sich einwaschen.
31:24Sie haben es nachher noch schwer genug.
31:26Okay.
31:35Du siehst sogar im Patientenhemd sexy aus.
31:39Ist dir die Geilpille?
31:42Man sollte solche Routine-Eingriffe nicht unterschätzen.
32:02Olli?
32:04Sorry, aber ich muss das mal kurz loswerden.
32:06Ich saß gestern mehrere Stunden an dem Text über die Radiales-Lähmung.
32:10Und was kommt von Dr. Murau als Antwort?
32:13Hm.
32:14H-M-M.
32:15Zwei M's.
32:16Immerhin.
32:17Ja, aber gestern hat er noch Bitte und Danke geschrieben.
32:19Am gleichen Tag.
32:20Wahrscheinlich hat er damit seine Freundlichkeit für diesen Monat aufgebraucht.
32:25Wahrscheinlich.
32:27Und bei dir?
32:29Mein Patient lässt sich die ganze Zeit von seinem Vater unterbuttern.
32:34Er will ihm alles recht machen.
32:35Ja, das kenne ich von noch so jemandem.
32:38Ja, aber ich habe irgendwann kapiert, dass das keinen Sinn ergibt.
32:45Moro schreibt.
32:46Liebe Tamara, danke, dass das so kurz vor sich geklappt hat.
32:49Sie können dann in zwei Wochen wiederkommen.
32:51Hä?
32:52Also entweder ist ihm der Urlaub wirklich zu Kopf gestiegen.
32:56Oder er verwechselt dich mit seiner Haushaltshilfe.
32:59Er hat eine Haushaltshilfe?
33:00Keine Ahnung.
33:10So, dann schaue ich mal nach dem Rechten.
33:13Bitte.
33:15Wie geht's, Großer?
33:17Die OP war nicht ganz so schlimm.
33:20Ich musste erst so tapfer wissen.
33:23Ich versuche ein paar Zelt.
33:24Ist soweit alles in Ordnung?
33:26Ja.
33:27Die Punktionsstelle sieht gut aus.
33:30Erhöhen Sie noch mal das Volumen.
33:32Ja, und wenn dein Herz wieder in Ordnung ist, dann bist du fitter denn je.
33:37Ja, dann bin ich endlich der Sohn, den du möchtest.
33:41Nein, so habe ich das nicht gemeint.
33:43Ich bin nie genug für dich.
33:44Und egal, was ich mache, ich werde es nie sein, solange ich ich bin.
33:48So siehst du mich.
33:51Anthony, schau mich an.
33:52So siehst du mich.
33:54Herr Kark, hier sollte jetzt besser gehen.
33:55Nee, nee, Moment.
33:56Das ist mein Sohn, okay?
33:57Mann, ich bin nicht dein Sohn.
33:59Was?
33:59Und ich werde nie der Sohn sein, den du kennst.
34:01Wovon redest du?
34:03Mann, du hörst mir nie zu.
34:06Toni, ich...
34:07Lass mich einfach in Ruhe.
34:08Lass mich einfach in Ruhe.
34:10Herr Kark, es ist besser, wenn Sie jetzt gehen.
34:13Aufregung ist gerade das Letzte, was Ihr Sohn braucht.
34:22Die Patientinnen, weiblich über 40.
34:25Mein Frau Schmidtchen.
34:26Sie kennen Ihren Namen.
34:27Das finde ich Fortschritt.
34:29Dann fragen Sie sie doch mal, wie es ihr geht.
34:31Hallo Frau Schmidtchen, wie geht es Ihnen?
34:34Gut.
34:34Ich bin sehr entspannt.
34:39Dr. Scherbers?
34:41Ich will keine Komplikationen.
34:43Ich hatte recht.
34:45Sie haben Geilensteine.
34:47Ja, das war eine super Diagnose.
34:49Und?
34:50Ich bin 40.
34:53So ein tolles Alter.
34:54Ja, wenn dann nicht die Verschleißerscheinungen.
34:57Ja, dafür weiß man, wer man ist und was man kann.
35:00So, ich denke, wir wären jetzt soweit.
35:02Dr. Scherbers, Sie entspannen sich jetzt erst mal.
35:05Genau, genießen Sie jetzt die Ruhepause, ja?
35:07Das kann Ihnen jetzt nicht schaden.
35:09Ich kenne wirklich niemanden hier, der so selbstverliebt ist wie Sie.
35:15Und so.
35:17Oh Gott.
35:19Ganz schön frech für eine Patientin.
35:21Dr. Galura, Sie wollen doch keine persönliche Beziehung zu Ihren Patienten.
35:24Also abstrahieren Sie bitte Ihre Arbeit von Ihren Emotionen.
35:33Ich weiß nicht, ob er mir das jemals verzeiht.
35:35Herr Kark, es geht nicht darum, dass er Ihnen irgendwas verzeiht, damit es so weitergehen
35:39kann wie vorher.
35:41Mein Vater, wenn man ihn verletzt, er kann sehr nachtragend sein.
35:46Sie sollten versuchen, das auszuhalten.
35:49Er muss akzeptieren, dass Sie so sind, wie Sie sind.
35:52Ich habe meiner Mutter seit Jahren nicht mehr geredet.
35:55Ich würde Sie so gerne mal wiedersehen.
35:59Professorin Patzelt, können Sie doch mal kommen?
36:02Okay.
36:03Ich will doch nur, dass er mich liebt.
36:06Ich will doch nur, dass er mich liebt.
36:09Mein Herz, das macht so komisch.
36:11Okay, was denn?
36:13Was gibt's?
36:15Ventikuläre Exorciptomen.
36:16Wir machen ein Echo.
36:21Papa, ich dachte, du fährst gerade bei Ihnen.
36:24Dachte ich auch.
36:25Und?
36:25Stell dir vor, Herr Dr. Linden hat Uli per Kurier verschickt.
36:28Was?
36:29Nein.
36:29Doch.
36:30Einfach so eiskalt abgeschickt.
36:33Weißt du was?
36:34Ich glaube, er hat recht.
36:36Wie?
36:37Vielleicht haben wir uns da ein bisschen zu sehr reingesteigert in die ganze Geschichte
36:40mit Marlon und dem Einschlafen.
36:42Florian und Rebecca schaffen das bestimmt auch so.
36:48Papa, ich glaube ja, wir haben eigentlich nur einen Grund gesucht, um nach Berlin zu fahren.
36:53Ja, um Marlon wieder zu sehen.
36:55Mit seinen riesengroßen Kula-Augen.
36:57Und seinen kleinen Patschhämpchen.
36:59Ja.
37:01Dabei müssen wir uns überhaupt nicht rechtfertigen.
37:03Stimmt, wir brauchen keinen Grund.
37:05Nein, und Marlon hat ein Recht darauf, uns zu sehen.
37:07Ja, und Florian und Rebecca freuen sich.
37:09Genau.
37:10Also?
37:11Fahren wir nach Berlin.
37:12Heute noch Dienstschluss.
37:13Ich fahre.
37:13Sehr gute Fahrer.
37:19Frau Hummel?
37:21Alles okay?
37:23Äh, ja.
37:24Alles bestens.
37:25Sie sehen etwas gestresst aus.
37:34Hummel, Sie haben eine Minute.
37:37Äh, ja, also wegen der Sache in Ihrem Labor.
37:41Also, ich...
37:41Was?
37:43Ich sollte doch die Oberflächen in Ihrem Labor reinigen?
37:46In meinem Labor?
37:48Sind Sie wahnsinnig?
37:50Das war für Tamara, meine Putzhilfe.
37:53Okay, dann sollte ich also auch nicht das Altpapier aus Ihrem Labor entsorgen?
37:58Ich schwöre Ihnen, wenn nur eine Papierfaser beschädigt ist, wenn nur eine Notiz fehlt, dann...
38:03Hummel?
38:04Hummel!
38:05Wo stecken Sie?
38:06Dr. Moreau, schön, Sie zu sehen.
38:08Keine Zeit zu quatschen.
38:11Dammit, ey.
38:24Ohlid?
38:26Ja?
38:27Haben Sie wirklich Moroes Unterlagen weggeworfen?
38:30Ja, hab ich.
38:31Aber alles in Moroes Labor ist doch heilig, das wissen Sie doch.
38:34Ich weiß, Dr. Albeck.
38:36Haben Sie vorher mal reingeschaut?
38:38Nein.
38:38Ist es das?
38:40Kann sich helfen.
38:51Die Banane und das Erbgut des Lebens, ein Versuch von Matteo Moro.
38:55Kennen Sie den?
38:56Äh, nein.
38:58Dr. Albeck, ich möchte es wirklich nur sehr schnell in Ordnung bringen.
39:02Damit hat er damals einen Jugendpreis gewonnen.
39:05Ist mir dann im Studium begegnet.
39:07Die Banane des Lebens.
39:09Die Banane und das Erbgut des Lebens.
39:12Ist ein cooles Experiment.
39:13Wissen Sie, ich denke, dieses Heft hat einen hohen ideellen Wert für Dr. Moro
39:15und Sie sollten das schnellstmöglich dahin zurückbringen, wo Sie es her haben.
39:19Wollt ihr raus?
39:20Sehr gerne.
39:23Können Sie mir...
39:23Ja, ja.
39:25Dankeschön.
39:28Viel Erfolg.
39:29Danke, Dr. Albeck.
39:33Scheiße!
39:43Was ist mit mir los?
39:45Das Schirmchen in Ihrem Herzen ist verrutscht.
39:47Das kann leider passieren, bevor das Implantat richtig eingewachsen ist.
39:51Und warum muss das jetzt alles zu schnell gehen?
39:53Weil die Gefahr besteht, dass das Schirmchen weiter abgeschwemmt wird und dann noch größere
39:57Probleme verursacht.
39:59Herr Kark, wir werden Sie jetzt am offenen Herzen operieren.
40:01Das ist natürlich ein größerer Eingriff als heute Morgen.
40:04Aber keine Sorge, wir kriegen das hin.
40:06Gott, das letzte, was ich zu meinem Dad gesagt habe, verlass mich in Ruhe.
40:10Sie werden das alles mit Ihrem Vater klären, ganz bestimmt.
40:13Ich brauche ein Handy.
40:14Ich brauche ein Handy jetzt sofort.
40:16Ja.
40:29Da.
40:30Ich sehe den Okluder.
40:31Mhm.
40:33Sehr gut.
40:36Setzen wir ihn wieder ein?
40:38Ein operativer Verschluss mit einem Patch scheint mir hier die sichere Variante.
40:42Mhm.
40:42Patch vorbereiten.
40:45Pinzette.
40:50Das mit Ihrem Vater tut mir sehr leid, Herr Probst.
40:55Mir auch.
40:57Aber manchmal muss man akzeptieren, dass es Dinge gibt, die man nicht ändern kann.
41:03Das ist aber kein Grund an sich zu zweifeln.
41:06Das stimmt.
41:08Shira?
41:11Dad.
41:13Dad.
41:14Ich habe es nicht so gemeint.
41:15Ich weiß, dass ich sterbe, Dad.
41:17Dad, please.
41:19Please.
41:21Please.
41:22Ich glaube, Herr Kark ist sehr besorgt um seinen Sohn.
41:27Ich glaube, er sollte Grenzen ziehen und auch für diese einstehen.
41:31Er muss lernen, auf sich selbst zu achten.
41:34Mit so einem Vater kann man keine gesunde Beziehung führen.
41:36Saugen, bitte.
41:46Und, fühlst du dich gut?
41:48Keine Schmerzen da, wo sie nicht hingehören?
41:50Mhm.
41:51Nur der übliche Hals.
41:54Und der Kopf ist auch wieder klar?
41:57Ja, wieso?
41:59Ich bringe sie auf ihr Zimmer.
42:01Kein Problem, ich kann die Nachsorge übernehmen.
42:02Ich kümmere mich um die Patientin und nehme sachlichen und emotionalen Kontakt zu ihr auf.
42:07Wie geht's Ihnen, Dr. Scherbers?
42:10Gut.
42:10Frau Galora hat eine 1A-Endoskopie durchgeführt.
42:15Kann es sein, dass ich sie arrogant genannt habe?
42:18Nicht nur das.
42:19Damit komme ich klar.
42:20Es tut mir sehr leid.
42:21Aber, ein bisschen weniger davon würde Ihnen wirklich gut zu Gesicht stehen.
42:26Sie sind handwerklich wirklich gut, aber emotional sprechen wir einfach nicht die gleiche Sprache.
42:32Ehrlich gesagt tut es mir leid.
42:35Sie sind mir einfach zu empathisch und ich komme mit sowas nicht klar.
42:40Ich habe mich gefragt, ob das eigentlich mit dem Alter kommt.
42:46Okay.
42:47Ich nehme es zurück.
42:49Sie sind arrogant.
42:51Und dreist.
42:52Was habe ich denn jetzt schon wieder gesagt?
42:54Meitersche.
42:55Und Sie sind selbstverliebt.
42:57Und unempathisch.
43:00Und unverschämt.
43:02Die OP ist gut verlaufen.
43:04Sie müssen jetzt nach einiger Zeit Tabletten nehmen und sollten sich alle paar Monate zur Nachuntersuchung vorstellen.
43:17Herr Kark, Sie können jetzt rein.
43:38Herr Kark, Sie können jetzt rein.
43:39Sie sind einfach.
43:44Ich bin jetzt bei der anderen Seite.
43:47Sie sind einfach so kaputt.
43:57Ich bin einfach so kaputt.
44:02Sie sind gerade in der anderen Seite.
44:11Ich bin ein Idiot, aber es ist angekommen.
44:19Es hat gedauert, aber es ist angekommen.
44:26I'm so tired, Dad.
44:30Ruhe dich aus, Sohn.
44:33Ruhe dich aus.
44:45Dr. Linda kann sich auf was gefasst machen, wenn ich zurück bin.
44:47Papa, sei doch nicht so nachtragend.
44:49Bin ich nachtragend, aber ich erwarte eine Entschuldigung.
44:53Also doch nachtragend.
44:56Das ist nicht das Gleiche.
44:59Ah, da ist er ja.
45:01Sei nett.
45:03Hallo. Herr Berger, ganz kurz noch mal wegen vorhin.
45:06Ja.
45:06Ich nehme an, Sie haben das Bahnticket schon gekauft, oder?
45:09Ich würde Ihnen das gerne erstatten.
45:11Oh, ja? Haben Sie es in Bar?
45:13Papa.
45:14Nein.
45:15Wir fahren jetzt nach Berlin.
45:17Jetzt doch?
45:17Ja.
45:18Okay, ich bin nicht sicher, ob das eine gute Idee ist.
45:21Herr Berger, jetzt hören Sie mal, erst klauen Sie unser Kuscheltier
45:23und jetzt wollen Sie uns verbieten, unsere Familie zu sehen?
45:26Sagen Sie mal, jetzt noch?
45:27Herr Berger, können Sie sich vielleicht vorstellen, dass Rebecca und Florian,
45:30dass sie einfach mal in Ruhe junges Familienglück genießen wollen?
45:33Dass sie einfach mal alleine sein wollen?
45:35Ich glaube, das können die beiden gerade ganz gut gebrauchen.
45:38Schönen Abend noch.
45:41Also, das ist doch die Höhe.
45:43Unverschämt.
45:44Papa.
45:45Ich glaube, Marc hat recht.
45:47Komm, wir fahren nach Hause.
45:48Ich spinne uns eine Riesenpizza und wir gucken kurz Videos.
45:54Okay, die Banane hat jetzt genau die perfekte Konsistenz, fehlt nur noch das Erbgut.
46:00Also war das doch kein Altpapier?
46:03Nee, das waren wichtige Unterlagen mit hohem ideellen Wert, aber ich konnte sie retten
46:07und habe dieses spannende Experiment gefunden.
46:10Und jetzt fühlst du Doktor Moros wichtige Unterlagen noch ein wenig spazieren?
46:15Das wird ja doch niemals herausfinden.
46:18So.
46:19Bereit?
46:20Mhm.
46:23Moment.
46:26Wie oft hast du den schon weggedrückt?
46:28Hallo, der ist im Urlaub. Der soll sich mal entspannen.
46:32Oh, Freunde, ihr beide lebt wirklich gefährlich.
46:34Okay.
46:35Genug abgelenkt.
46:36Jetzt wird geforscht.
46:44Tada!
46:45Bananendiener.
46:49Ich sehe nichts.
46:50Wie lange soll das dauern?
46:56Hier steht, dass wir eine halbe Stunde warten müssen.
46:59Eine halbe Stunde?
47:03Sieh mal einer an.
47:05Da sind sie alle.
47:07Prima.
47:08Galora.
47:09Sie haben mich sie mal weggedrückt.
47:11Das war sie mal zu viel.
47:12Ich habe hier eine Liste mit weiteren Aufgaben, die sie zu erledigen haben und...
47:18Was ist das für ein Experiment?
47:22Ist das etwa mein Heft?
47:26Sie schnüffeln in meinen Sachen rum?
47:29Hummel!

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