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  • vor 16 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:12Einen wunderschönen guten Morgen, die Damen! Guten Morgen, Frau Hofer, wie geht's Ihnen denn?
00:17Mei, was soll ich sagen, viel Arbeit halt so wie immer, gell? Ich muss ja gleich weiter, der Herr
00:21Achtziger und ich müssen heute das neue Programm von der Musikakademie durchsprechen. Ist der Herr
00:25Achtziger überhaupt schon im Haus, Frau Lange? Ich hab ihn noch nicht gesehen. Ach, der wird
00:29bestimmt gleich kommen. Ich warte zu lang bei der Frau Stockel. Nein, die Frau Stockel
00:32ist heute gar nicht da. Ja, die hat sich heute freigenommen. Mei, richtig. Die Frau Stockel
00:37ist ja heute beim Waldbaden. Wo ist die? Beim Waldbaden hat sie das gar nicht verzeiht. Zurzeit
00:44findet doch im Rathaus eine Vortragsreihe zum Thema Fitness und Gesundheit statt. Käffchen,
00:50Frau Hofer? Ja, gern. Und vorgestern Abend gab es einen sehr interessanten Vortrag von einem
00:55gewissen Niklas Färber zum Thema Waldbaden. Ja, und weil ich als Vertreterin vom Stadtrat
01:00sowieso hin hab müssen, hab ich die Frau Stockel einfach gefragt, ob sie Lust hat, mich zu dem
01:03Vortrag zu begleiten. Mei, ist das schön. Wir haben wirklich den perfekten Tag erwischt. Das Licht. Perfekt.
01:22Du Steffi, ist das nicht diese Miriam? Deine alte Schuhfreundin, die war gestern auch beim
01:26Vortrag vom Niklas Färber. Guten Morgen, Steffi. Grüß dich, Miriam. Was machst denn du da?
01:32Ich hab mir gedacht, ich mach heute bei eurem Waldbadenkurs mit. Oh, nehm das jetzt zwar nicht
01:36persönlich, Miriam, aber der Kurs heute ist ausschließlich für Mitglieder von unserem Verein,
01:40die Rosenheimer Waldfreunde. Das ist kein Problem, hat der Niklas gesagt. Ich soll einfach kommen und mitmachen.
01:45Der Niklas hat sie jetzt schon per Du miteinander. Der Herr und Meister, der wird sicher gleich da sein.
01:50Ich bin übrigens der Walter. Walter Rübesaum. Ja, ja, wir kennen uns von vorgestern vom Vortrag.
01:56Ich bin die Miriam. Dann ist also dieser Niklas Färber sozusagen ein Fachmann für das Waldbaden.
02:05Mhm. Der höchst erfolgreich Vorträge hält, Bücher schreibt und eben auch Kurse gibt.
02:11Waldbaden, was soll das überhaupt sein? Schon Mitte der 80er Jahre haben
02:15japanische Wissenschaftler festgestellt, dass der Wald sich absolut positiv auf die Gesundheit
02:19auswirkt. Und Waldbaden meint ja zunächst nix anderes, als dass man halt in die Atmosphäre
02:24des Waldes eintaucht. So wie in einen See. Verstehen wir's? Mhm. Und für so einen Schmarrn nimmt sich die
02:31Stockl am ganzen Tag frei. Da hatte ich also auch das Waldbadefieber gepackt. Also ich muss sagen,
02:37nach dem Vortrag vom Niklas. Ich war hin und weg. Ja, vor allem vom Niklas.
02:42Weiter Niklas, der kann aber auch so wunderbar erklären. Kennst du so ein Buch über das Baumatmen?
02:47Nein, das kann ich noch nicht. Ich schau mal, wo er bleibt. Pass auf. Du stellst dich vor einen Baum
02:54und atmest tief ein und wieder aus.
03:05Und dabei machst du dir bewusst, wie der Baum genau dasselbe macht. Nur andersrum. Also der Baum, der atmet deine
03:12verbrauchte Atemluft ein und gibt sie dir in Form von frischer Atemluft wieder zurück.
03:21Also du beschenkst den Baum und der Baum beschenkt dich. Das ist doch genial, oder?
03:26Ja, das klingt total spannend. Hast du ihn erwischt? Na ja, wenn ich nicht erreicht. Nur die Mailbox.
03:33Na dann würde ich vorschlagen, wir fangen einfach schon mal an. Ohne den Niklas. Also ich mein, ich mach das
03:40zum ersten Mal.
03:42Wir nehmen die schon unter unsere Fittiche. Ja, mach ma erst mal die Waldgarderobe.
03:50Und danach sind Sie und die Frau Stockel noch ins Times Square gegangen?
03:53Nein, danke. Dafür war es dann doch zu spät. Wir sind nämlich nach dem Vortrag noch länger mit dem Herrn
03:58Färber zusammengestanden.
04:00Und da hat er dann die Frau Stockel zu seinem Kurs eingeladen.
04:04Aha. Und da ist dann der Funke der Begeisterung übergesprungen?
04:09Mhm. Und zwar zwischen dem Herrn Färber und der Frau Stockel.
04:13Aha. Eine Tasche, ja.
04:17Damit fangen wir immer an. Bei der Waldgarderobe, da gibst du einen Gegenstand aus deinem Alltag ab.
04:22Zum Beispiel einen Schlüssel oder das Handy?
04:24Genau. Und dabei machst du dir bewusst, wie du deinen Alltag zurücklässt und in die Welt des Waldes eintauschst.
04:32Gut, dann geb ich jetzt meinen Autoschlüssel ab. Das Handy, das darf ich gern behalten.
04:39Das ist doch die Judith.
04:41Ist das auch eine Waldfreundin?
04:43Na, Judith ist ein Niklas, sei Frau. Judith Färber.
04:47Der Niklas ist verheiratet.
04:48Hat er dir das nicht erzählt?
04:50Grüß dich, Judith.
04:51Grüß dich, Walter. Servus. Servus. Hallo.
04:53Äh, was machst denn du hier?
04:55Ja, ich wollte mal wieder mitmachen.
04:56Ah. Sag mal, weißt du, wo der Niklas steckt?
04:58Ja, kann sein, dass er sich ein bisschen verspätet. Er kommt heute aus München, weil er dort gestern Abend einen
05:03Termin gehabt hat.
05:03Mhm.
05:05Komm schnell! Da hinten! Der Niklas!
05:08Was ist denn mit dem Niklas?
05:09Ich rufe die Polizei!
05:24Oh mein Gott! Niklas!
05:28Also, das glaube ich jetzt nicht.
05:31Frau Färberschans, das ist ein ganzer starker Kaffee. Der tut Ihnen jetzt bestimmt gut.
05:36Danke, Frau Stockel.
05:39Unfassbar! Der Niklas ist tot.
05:42Und ausgerechnet an einem seiner Lieblingsplätze hier im Wald.
05:45Ja. Hier hat er immer das Komorebi beobachtet.
05:50Ganze Tage konnte er damit verbringen.
05:54Komorebi?
05:55Das ist japanisch. Und das meint die ganz spezielle Art, wie das Licht durch die Baumkrone fällt.
06:02Da kommt die Polizei.
06:04Steffi, kümmerst du dich bitte um die Frau Färber? Ich mich um die Polizei. Danke.
06:14Ach, sag einmal Stockel. Was machst denn du da?
06:17Michi, sag doch was. Ich hab mir wieder das große losgezogen.
06:21Das ist ein bisschen.
06:22Also...
06:24Ja, Frau Stockel, was machen Sie da?
06:26Herr Stadler, Herr Hansen, folgendes. Ich hätte ja eigentlich meinen freien Tag gehabt und wollte einen Waldbadekurs machen.
06:32Ja, aber ich komme ja sowieso nicht zur Ruhe. Und am besten ist, ich fahre ins Kommissariat.
06:36Ja gut, das war eins nach dem anderen. Wissen Sie, wer der Tote ist?
06:39Ja, der heißt Niklas Färber. Der wollte den Waldbadekurs machen.
06:44Frau Stockel, Frage, Waldbadekurs?
06:47Herr Stadler, Waldbaden...
06:49Vielleicht, Herr Kollege, sollten wir lieber beim Toten erst mal vorbeisehen.
06:52Wo ist er denn gefunden worden, Frau Stockel?
06:54Da hinten die zweite links.
07:00Ähm, ja, die Frau May ist auch gerade da.
07:03Herr Stockel, sagen Sie mal, wer sind denn die anderen da?
07:06Ach so, das sind die Rosenheimer Waldfreunde. Die wollten auch den Kurs belegen. Und die in der blauen Jacke...
07:12Also die blonde da?
07:13Ja, die in der blauen Jacke. Das ist die Frau von unserem Toten.
07:17Mhm.
07:19So a raffiniert's, Luda.
07:22Wer?
07:23Die Miriam, wie die sich an die Polizei ranratzt.
07:26Weißt du, was hast du denn gegen die Miriam?
07:29Alter, seit fünf Jahren macht der Niklas mit uns einen Waldbadekurs.
07:33Noch nie war jemand von außen mit dabei.
07:35Und da kreuzt auf einmal meine alte Schulfreundin Miriam hier auf und der Niklas liegt tot im Wald.
07:40Das kann kein Zufall sein.
07:43Es ist ja so, die Frau Stockel wollte im Wald baden.
07:47Nein, Michi, das ist falsch. Ich wollte nicht im Wald baden. Ich wollte Wald baden.
07:53Aha.
07:53Ja, Frau Stockel, jetzt können Sie uns dann wirklich in epischer Breite verzeihen.
07:57Jetzt schauen wir doch erst einmal, was passiert ist. Morgen, Frau May.
08:00Hallo, Frau May.
08:01Morgen.
08:02Wohin?
08:02Ah, das war da hinten. Ich darf vorgehen, danke.
08:06Frau Stockel, wenn Sie bitte den Waldfreunden und Frau Färber sagen könnten, dass die auch hier warten sollen.
08:11Mach ich gern, Herr Hansen.
08:13Danke.
08:18Danke nochmal, dass Sie so lange warten.
08:21Können Sie ja nichts dafür, wenn Sie im Stau stehen. Außerdem hilft ja nichts. Das neue Programmheft für die Musikakademie
08:28muss ja fertig werden. Die Druckerei steigt und sonst aufs Dach.
08:31Moment, ich sag nur schnell der Frau Stockel Bescheid. Wollt Sie auch einen Kaffee?
08:34Nein, dankeschön, aber mit der Frau Stockel werden Sie kein Glück haben, Herr Achtziger. Die hat sich doch heute freigenommen.
08:39Ja, natürlich. Hat sie ja gestern gesagt.
08:42Sie nimmt an einem Wald-Badekurs teil.
08:46Wald-Bade-Kurs.
08:49Ah, ja.
08:57Frau May, was haben Sie denn?
09:00Todesursache ist ein Schlag mit einem stumpfen Gegenstand. Zum Beispiel mit einem Ast oder einem Stein, den der Täter vermutlich
09:07im Nachhinein hier im Wald entsorgt haben wird.
09:08Wunderbar. Ja, schaukt es euch trotzdem um. Wenigstens im näheren Umfeld. Vielleicht liegt da irgendwo was umeinander.
09:16Hm, machen wir.
09:17Was mir jetzt hat es heute?
09:18Heute Morgen zwischen 7 und 8 Uhr. Der Schlag hat die Sutora Coronalis zerstört und muss aus erhöhter Position erfolgt
09:24sein.
09:25Heißt, entweder der Täter ist um einiges größer als Herr Färber.
09:29Dann muss er schon sehr groß gewesen sein.
09:32Oder Herr Färber hat gesessen.
09:34Und der Schlag muss für ihn überraschend gewesen sein. Keine Abwehrspuren an Armen oder Händen.
09:40Gut, vielleicht ist es ja so gelaufen, der Färber hockt im Wald umeinander, denkt an nichts Bässt, der Täter kommt
09:45von hinten und zack.
09:46Ja, aber warum hockt jemand im Wald?
09:48Ja, vielleicht hat er schon Bandelbunden.
09:52Herr Mohr, was ist in seinem Rucksack?
09:54Wie bitte?
09:55Was ist im Rucksack?
09:56Ach so, vorher hatte ich nicht dabei gehabt, da ein bisschen Brotzeit.
10:00Ein Schlüsselbund mit Autoschlüssel.
10:03Handy haben wir keins, Portemonnaie haben wir keins.
10:06Die Wertsachen sind bestimmt in seinem Auto.
10:08Ah ja.
10:09Soll ich mal schauen gehen?
10:10Nein, das kann ich als Spurensicherung übernehmen, gell?
10:13Freilich.
10:14Darf sonst noch was sein?
10:15Ja, der weiß ich mal nicht, danke.
10:17Aber Herr Mohr, Sie könnten auch in der Zwischenzeit schon mal die Aussagen und die Personalien von den Waldfreunden aufnehmen.
10:23Ja, das mach ich.
10:24Und mir?
10:26Stockl?
10:26Gern und danach würde ich auch sagen, Frau Färber.
10:29Gut.
10:29Vielen Dank.
10:30Danke, Frau Mayer.
10:32Danke, Herr Mohr.
10:33Bitte.
10:34Ja.
10:38Also das Wald baden, das hätte um 9 Uhr anfangen sollen.
10:41Ich war um kurz vor 9 Uhr da, da waren auch schon die Rosenheimer Waldfreunde vor Ort.
10:45Kurz darauf ist die Frau Färber gekommen und hat gesagt, dass sich ihr Mann eventuell verspäten wird,
10:50weil er gestern Abend noch einen Termin in München gehabt hat.
10:52Ja, dann haben wir quasi ohne den Herrn Färber angefangen und zwar mit der Waldgarderobe.
10:59Und kurz darauf hat die Frau Mitterer den Herrn Färber tot aufgefunden.
11:02Äh, Waldgarderobe?
11:05Ähm, die Waldgarderobe ist quasi die erste Station beim Waldbaden.
11:10Waldbaden kommt aus Japan und heißt Shinrin-Yoko.
11:13Ist Ihnen vielleicht etwas Besonderes aufgefallen?
11:17Also haben Sie vielleicht etwas Verdächtiges gesehen oder vielleicht etwas Verdächtiges gehört?
11:22Hm?
11:25Hm?
11:26Und kennt ihr euch eigentlich?
11:27Also dann dürfen Sie eigentlich gehen.
11:29Entschuldigung, Herr Mohr.
11:30Mein Name ist Stefanie Kurz.
11:32Ich würde gerne noch eine Aussage machen.
11:33Na voll.
11:35Selbstverständlich.
11:35Entschuldigung.
11:36Ui, das sind die Kollegen von der Spurensicherung.
11:39Da muss ich rangehen, gell.
11:41Jetzt, was ist denn da?
11:44Und nach dem Vortrag bin ich dann zu dem Herrn Färber hingegangen
11:47und hab ihn gefragt, ob er nicht sowas bei uns in der Gegend auch einmal macht.
11:50Und dann hat er gesagt, ich soll heute hier erscheinen.
11:52Das war das erste und das letzte Mal, dass ich mit dem Herrn Färber was zu tun gehabt habe.
11:58Das heißt, Sie haben eigentlich keine Ahnung, wer das getan haben könnte?
12:00Na, natürlich nicht.
12:01Aber, Herr Stadler, zu den Übungen.
12:04Da gibt's zum Beispiel das Baumatmen und das Komorebi.
12:09Äh, äh, Frau Stockel, ich glaube, wir haben das jetzt im Ansatz begriffen.
12:13Aber wir sehen uns ja neu im Kommissariat, hm?
12:15Genau, bis später.
12:19Aber ich war noch gar nicht fertig.
12:22Die Halblinge, die kommen grad.
12:25Ja, ich sag's ihnen.
12:27Gut, servus, pütti.
12:28Servus.
12:29Beste Grüße von der Spuse.
12:31Wir sollen noch einmal zum Tatort kommen.
12:33Grüße zurück.
12:34Was erzählen denn die Waldfreunde?
12:36Ja, nicht recht viel.
12:38Also, der Herr Färber war halt recht ein Wunderwutze.
12:40Ein was?
12:41Ja, ganz ein Besonderer.
12:42Aha.
12:43Und vorgestern Abend haben sie ihn das letzte Mal gesehen,
12:45bei einem seiner Vorträge.
12:46Und das war halt so viel schön.
12:49Genau da war Frau Stockel auch.
12:50Und da ist sie überhaupt zuerst auf dieses Waldbaden gekommen.
12:53Ja, um Gottes Willen.
12:55Und dieses Waldbaden, das haben sie alle recht gern gehabt.
12:58Da sind sie oft dabei gewesen.
13:00Und die Frau Kurz, die möchte ich gerne eine Aussage machen.
13:05Ja, das hilft nicht.
13:06Die muss jetzt warten.
13:07Frau Färber, zu Ihnen kommen wir dann auch noch, gell?
13:12Ja.
13:13Auch.
13:18Also, dieses Vierkantholz haben wir da drüben in den Busch gefunden.
13:21Mit Blutspuren dran, aber keine Fingerabdrücke.
13:24Was sag ich?
13:25Was sag ich?
13:26Das ist die Tatswaffe.
13:28Sagst du bitte der Frau May, die soll das Blut auf den Hälzl
13:31mit dem von unserem Opfer abgleichen, ja?
13:34Ja, wird erledigt.
13:36Und dann haben wir noch jede Menge Fußspuren gefunden.
13:38Unter anderem vom Herrn Färber.
13:40Aus dieser Richtung.
13:42Ach, da kam der Färber aus dem Wald.
13:44Naja, auf dem Parkplatz steht sein Auto nicht.
13:47Naja, irgendwie ja logisch.
13:48Also, wenn er von der Richtung kommt, wäre er blöd,
13:50wenn er da drüben parken würde.
13:51Ja.
13:52Herr May.
13:53Herr Hansen.
13:53Wie wär's mit einem kleinen Waldspaziergang?
13:56Ja, schön.
13:57Ja, zusammen mit dem Kollegen.
13:58Ja, fitze, gehen wir schauen, wo der Färber sein Auto hat.
14:01Herr May, dann finden Sie bitte raus,
14:04warum er heute akkurat aus der Richtung gekommen ist.
14:07Jawohl.
14:07Danke, Herr May.
14:08Wie bitte?
14:09Ja.
14:12Und wir zwei finden heraus, was die Frau Färber zu all dem sagt.
14:15Haben wir ja gesagt, genau.
14:17Äh, ja.
14:20Der Niklas und ich, wir kannten uns seit acht Jahren.
14:23Fünf davon waren wir verheiratet.
14:25Noch nie hat er mit irgendjemandem Streit gehabt.
14:30Und auch sonst gab es keine Probleme.
14:33Sagen Sie mal, äh, stimmt es, dass Ihr Mann gestern Abend noch einen Termin in München hatte?
14:38Ja, das hat der Niklas mir so gesagt.
14:41Als wir uns das letzte Mal gesehen haben.
14:44Er ist dann zu seinem Termin nach München gefahren und wollte auch dort übernachten im Hotel Sterzinger.
14:51Hat er vielleicht auch gesagt, mit wem dieser Termin gewesen wäre?
14:53Ja, mit irgendeiner IT-Firma.
14:56Niklas hatte ständig Anfragen von Firmen, die sich fürs Waldbaden interessieren.
15:00Als Anti-Stress-Therapie für ihre Mitarbeiter.
15:03Ich selber arbeite zwei Tage die Woche im Büro der Firma Leuner.
15:07Ah, Leuner, kenn ich. Bootswerft, Chiemsee.
15:10Aha.
15:12Gut, äh, jetzt noch, äh, wo waren Sie heute in der Fülle zwischen 7 und 8 Uhr?
15:16Äh, beim Yoga.
15:18Ähm, Yoga-Studio.
15:20Kirchbaumer, Goldwieser, Platz 11.
15:22Mhm.
15:24Ja gut, Frau Färber, das war's dann erstmal, äh, wenn Sie sich bitte weiterhin zu unserer Verfügung halten würden, ne?
15:30Auf Wiedersehen.
15:31Auf Wiedersehen.
15:31Danke.
15:32So, und jetzt zu Ihnen, Frau, äh...
15:35Kurz!
15:36Steffi, kurz.
15:37Ich mach's auch ganz kurz.
15:38Gut.
15:39Ähm, äh, warten Sie mal, gehören Sie zusammen?
15:41Wir sind nur mit seinem Auto da.
15:43Walter Rübesam.
15:44Ich bin der Schriftführer vom Verein.
15:46Und ich darf wohl im Namen aller Waldfreunde sagen, wir sind fassungslos.
15:51Ja.
15:52Nein.
15:53Das war mein lieber Gassi.
15:54Gut.
15:55Was machen wir nachher?
15:56Äh, äh, essen.
16:04Das ist gut beinahmt.
16:06Frau Stockel.
16:07Ja, ich wollte nur sagen, ich bin wieder in meinem Büro.
16:10Ja, und Ihr Kurs.
16:12Also, die Frau Hofer hat uns verzeiht, dass Sie heute an einem Kurs für Waldbaden teilnehmen.
16:17Das ist richtig, aber der Kurs ist ausgefallen.
16:20Es gab halt nämlich ein Leich.
16:21Äh, im Wald.
16:22Das ist nicht Ihr Ernst.
16:23Doch.
16:24Und der Gipfel an der ganzen Geschichte ist, ich sollte beim Herrn Hansen und beim Herrn
16:27Stadler eine Zeugenaussage machen.
16:29Aber, die haben mich nicht mal ausreden lassen.
16:33Anscheinend legt man auf meine Zeugenaussage keinen Wert.
16:36So viel zum Thema Wertschätzung unter Kollegen.
16:38Also, da wär ich ja stinksauer.
16:40Und Sie kommen trotzdem zur Arbeit, obwohl Sie eigentlich frei haben.
16:43Frau Grasiker, seien wir doch einmal ehrlich.
16:45Ohne mich sind die lieben Kommissare aufgeschmissen.
16:50Ja, und der Herr Färber?
16:53Also, die Frau Hofer hat uns erzählt, dass Sie recht begeistert waren von ihm.
16:56Also, nach seinem Vortrag.
17:00Das ist die Leich.
17:02Das ist ja das.
17:09Ja, gut. Dann hätten wir es ja soweit.
17:11Wir können uns ja gleich weiter in die Druckerei.
17:13Mhm.
17:14Herr Reiner?
17:15Herr Achtziger.
17:16Ah, Frau Hofer.
17:17Frau Stockl, warum sind Sie denn jetzt doch da?
17:20Allerdings.
17:21Sie werden nicht glauben, was mir heute schon alles passiert ist.
17:26Ohne Herrn Färbers Buch über das Baumatmen, das kann ich Ihnen nur wirklich ans Herz legen.
17:30Ja, danke.
17:31Danke für den Tipp.
17:32Ich wollte dann auch noch eine Aussage machen.
17:34Geh du doch schon mal fort zum Auto, hm?
17:36Ja, dann kann ich mich ja verabschieden.
17:39Wiederschauen.
17:40Wiederschauen.
17:40Wiederschauen.
17:41Ja, Frau Kurz.
17:45Herr Mohr.
17:47Entschuldigung.
17:51Herr Mohr.
18:10Entschuldigung.
18:12Soll ich mal schauen gehen, wer da wohnt?
18:14Ja, machen Sie das doch bitte.
18:15Was mit den Wertsachen von Herrn Färber, also Brieftasche, Handy und so weiter.
18:19Ah, da hab ich ins Auto reingeschaut, das ist alles noch da.
18:21Das bringen wir dann mit aufs Präsidium.
18:22Gut.
18:23Ja, dann bis später im Präsidium, ne?
18:25Wie bitte?
18:25Ja.
18:26Ach so, ja.
18:27Ende.
18:28Servus.
18:30Vizze!
18:31Schön da bleiben, gell?
18:33Jawohl, wie immer.
18:35Der Herr Mohr sagt, das Auto von Herrn Färber steht auf der anderen Seite vom Wald.
18:40Sie wissen nicht zufällig, warum er gerade da geparkt hat?
18:43Nein.
18:44Herr Hansen, die Frau Kurz hat einen höchst interessanten Verdacht geäußert.
18:48Frau Kurz, wenn Sie dem Kollegen Hansen das bitte noch mal genau so sagen,
18:52und da dann, wie Sie es mir gerade gesagt haben.
18:54Gern.
18:55Das kann nur die Miriam, also die Frau Stockel gewesen sein.
19:01Wie kommen Sie darauf?
19:04Der Niklas und die Miriam haben was miteinander gehabt.
19:07Aber dann hat die Miriam erfahren, dass er verheiratet und sie nur eine kleine, unbedeutende Affäre ist.
19:12Und dafür hat sie sich an ihm gerecht.
19:15Das ist ja nicht uninteressant.
19:17Sie scheint Frau Stockel näher zu können.
19:19Wir sind auf dieselbe Schule gegangen, haben uns aber schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen.
19:23Erst wieder beim Vortrag von Herrn Färber vorgestern Abend.
19:25Und wie kommen Sie auf die Idee, dass die Frau Stockel was mit Herrn Färber hatte?
19:30Ich habe genau gesehen, wie die Miriam nach dem Vortrag auf den Niklas zugeschossen ist und mit ihm geflirtet hat.
19:35Und er mit ihr.
19:37Ja gut, deswegen muss man nicht gleich eine Affäre haben.
19:41Okay, der Niklas hat immer was laufen gehabt neben seiner Ehe.
19:43Sie kennen sich scheinbar recht gut aus im Privatleben vom Herrn Färber.
19:49Wir haben uns auch schon ewig gekannt.
19:51Durch die Waldfreunde.
19:53Was hat denn die Frau Färber zu all diesen Affären gesagt?
19:57Judith hat davon nichts gewusst.
19:59Glaube ich jedenfalls.
20:00Sie war auch vorgestern Abend nicht dabei.
20:03Naja, und heute Morgen spielt die Miriam das Unschuldslamm und behauptet,
20:08der Niklas hätte sie zu unserem Kurs im Waldbaden eingeladen.
20:13Ganz schön raffiniert, diese Frau Stockelin.
20:17Und jetzt noch eine reine Routinefrage.
20:20Wo waren Sie denn heute Morgen zwischen 7 und 8 Uhr?
20:24Zu Hause allein.
20:25Und um 8 Uhr hat mich dann der Walter, der Herr Rübesam, abgeholt.
20:28Zum Waldbaden.
20:29Mhm.
20:32Mhm.
20:37Mhm.
20:44Mhm.
20:45Mhm.
20:47Ja.
20:47Ja.
20:48Ich habe ja eigentlich meinen Lebensgefährten erwartet.
20:51Worum geht das denn?
20:52Wie ist denn der Wert der Name?
20:54Von Wolstadt.
20:55Ich wohne hier.
20:56Alleine?
20:56Ja.
20:58Wir wollen zum Tennis.
21:03Hallo, Regina.
21:04Grüß dich, Paul.
21:05Herr Freyer, Herr Mohr von der Kreppe Rosenheim.
21:08Ist gut, ist gut.
21:09Der mir immer noch nicht gesagt hat, worum es geht.
21:13Entschuldigung, Frau von Wolstadt.
21:15Es ist ja so.
21:16Heute in der Früh wurde ein gewisser Herr Niklas Ferber tot aufgefunden.
21:21Und zwar direkt auf der anderen Seite vom Wald.
21:23Und wir gehen davon aus, dass er ermordet wurde.
21:25Oh Gott, das ist ja schrecklich.
21:28Niklas Ferber.
21:30Hat der nicht diese, diese Waldbadegänge geleitet?
21:33Ja, ja.
21:34Wir, wir sind Herrn Ferber zwei, dreimal bei einem Waldspaziergang begegnet.
21:38Wann ist das denn passiert?
21:40Ja.
21:40Also wie gesagt, heute in der Früh zwischen sieben und acht Uhr.
21:45Ist Ihnen vielleicht etwas aufgefallen oder ein bisschen was Verdächtiges vielleicht?
21:48Ich war den ganzen Tag im Haus, da habe ich nichts mitgekriegt.
21:52Wissen Sie zufällig, warum der Herr Ferber sein Auto da drüben geparkt hat und seine Kursteilnehmer warten auf der anderen
21:58Seite vom Wald?
21:59Tut mir leid.
22:01Na ja, wie gesagt, wir haben den Herrn Ferber eigentlich so gut wie gar nicht gekannt.
22:05Tja.
22:06Schade.
22:08Nein, Frau Stockl, da haben Sie heute aber was mitgemacht, Sie Arme.
22:11Ich wünsche Ihnen trotz allem einen schönen Tag, gell?
22:14Danke, Frau Hofer, das kann ich gebrauchen.
22:17Wiederschauen, Frau Hofer.
22:18Wiederschauen.
22:22Frau Stockl, dass die Kommissare Sie nicht dann ausreden lassen, da würde ich mir nicht allzu viele Gedanken machen.
22:30Das lohnt nicht.
22:32Danke, Herr Achtziger.
22:34Ich mache uns erst einmal einen schönen Kaffee.
22:36Sehr schön.
22:37Danke.
22:48Da kommt sie, die Hofer.
22:51Hallo, Frau Hofer.
22:52Sie haben Sie mit der Frau Stockl geredet.
22:54Ja, unglaublich.
22:56Wobei, äh, den Tod von meinem Ferber scheint Sie ganz gut weggesteckt zu haben.
22:59Hm.
23:00Und das, obwohl Sie uns erzählt haben, dass die Frau Stockl ein Auge auf den geworfen hat?
23:04Frau Lange, die Frau Stockl ist tougher, als man denkt.
23:07Frau Hofer, was sagen Sie denn dazu, dass die Kommissare Sie nicht einmal ausreden haben lassen?
23:12Das ist doch allerhand.
23:13Ja, da könnte es heute auch noch ein Donnerwetter geben.
23:15Ich muss weiter.
23:16Servus.
23:17Grüß Gott, Frau Hofer.
23:18Ja, ja.
23:20Grüß Gott benannt.
23:22Hallo, die Damen.
23:23Grüß Gott.
23:27Grüß Gott.
23:28Grüß Gott.
23:32Grüß Gott.
23:41Grüß Gott.
23:46Grüß Gott.
23:46Grüß Gott.
23:47Grüß Gott.
23:47Grüß Gott.
23:47Grüß Gott.
23:47Aber wenn Sie für uns im Hotel Sterzinger in München anrufen könnten, laut Frau Färber
23:52hat ihrem Mann gestern dort übernachtet, und wenn Sie das für uns überprüfen würden,
23:56wäre das toll.
23:56Ich glaub nicht, dass die mir Auskunft geben.
23:58Ach, Frau Stockl.
24:00Weil wenn Sie Ihren weltberühmten Charme spielen lassen, dann...
24:03Übrigens haben wir noch eine Frage an Sie.
24:05Was denn für eine Frage?
24:07Ja, das machen wir dann. Jetzt klären Sie das erst einmal mit dem Hotel.
24:11Danke im Voraus.
24:20So, ich habe jetzt gerade mit der Rezeption vom Hotel Sterzinger telefoniert.
24:24Es gab weder eine Reservierung auf den Namen Färber noch eine Übernachtung.
24:29Wo hat er denn dann übernachtet?
24:31Was habt Sie für eine Frage an mich?
24:33Ah ja, nehmen Sie kurz Platz, Frau Stock.
24:37Es geht um Ihre Beziehung zu Herrn Färber.
24:44Meine Beziehung zu Herrn Färber?
24:46Ja, wir haben da eine Zeugenaussage, die sagt, dass Sie etwas mit dem Herrn Färber hatten.
24:54Also quasi eine Herr Färde.
24:57Ich und der Herr Färber, wir verzeuten sowas.
25:01Ah, ich weiß, woher der Wind weht. Das habt Sie ja von der Steffi, von der Stefanie Kurz.
25:07Frau Kurz hat beobachtet, wie Sie und der Herr Färber vorgestern Abend nach dem Vortrag miteinander geflirtet haben.
25:15Das glaube ich jetzt nicht.
25:17Die lasst Sie ja ausreden und mich nicht.
25:20Entschuldigung, Frau Stockl, wann hätten wir Sie nicht ausreden lassen?
25:23Vorhin, im Wald. Und jetzt muss ich mir so einen Schmarrn anhören. Das ist ja wohl das Allerletzte.
25:31Ups, das ist also die Laust, die über die Leber lief.
25:34Das hat Sie natürlich prima, um die anderen Daumen gesteckt.
25:39Gut, dann fass ich mal zusammen.
25:42Frau Stockl hatte keine Affäre mit Herrn Färber.
25:45Nein. Wir wissen nicht, wo er übernachtet hat.
25:48Wir wissen auch nicht, warum er auf der anderen Seite vom Wald geparkt hat.
25:52Und wir wissen auch nicht, warum jemand in aller Herrgutsfrühe mitten im Wald umeinander sitzt.
25:59Komm, Rebi!
26:09Haben Sie was gesagt, Frau Stockl?
26:12Jetzt auf einmal.
26:18Ich habe Kumu Rebi gesagt.
26:21Das ist japanisch und heißt Licht, das durch die Baumwipfel fällt.
26:26Und das hat der Herr Färber sich stundenlang angeschaut.
26:29Deswegen war der im Wald gesessen.
26:31Nichts Schuhbandel binden.
26:32Der hat sich dieses Kumu Rebi angeschaut.
26:34Ja, und an dem Platz, an dem er tot aufgefunden worden ist,
26:37das war sein Lieblingsplatz.
26:39Weil da war das Kumu Rebi besonders schön.
26:42Vielleicht hat der Täter das gewusst
26:43und hat der Herrn Färber an seinem Lieblingsplatz aufgelauert.
26:46Oder er ist ihm dahin gefolgt.
26:49Frau Stockl, warum sagen Sie uns das nicht gleich?
26:51Das ist doch super wichtig.
26:52Ihr habt es mich nicht ausreden lassen.
26:56Frau.
26:59Frau May.
27:00Hallo, Frau May.
27:01Was geht's?
27:02Wir sind im Präsidium.
27:05Gut.
27:06Gut, bis gleich.
27:08Frau May will uns sprechen.
27:09Frau Stockl,
27:11dann könnten ja Sie schon eventuell einmal in die Anruflisten schauen.
27:15Herr Stadler, schauen Sie.
27:17Da bin ich schon längst dran.
27:28Nicht schlecht.
27:29Dann schauen wir mal nach, wer das ist.
27:40Okay, das gibt's ja nicht.
27:49Ja, Michi, ich bin's.
27:51Sag einmal, wo bist denn du gerade?
27:53Ja, das ist ganz gut.
27:54Ich hätte nämlich einen Auftrag für dich.
27:57Der Grund, weswegen ich Sie sprechen wollte.
27:59Es handelt sich tatsächlich um die Tatwaffe.
28:01Na gut, das haben wir uns schon gedacht.
28:03Und ich kann Ihnen sogar sagen,
28:04dass es sich bei der roten Farbe
28:06um einen sogenannten Anti-Fouling-Lack handelt.
28:08Er dürfte Ihnen was sagen.
28:09Ja, so ein Lack wird im Schiffsbau verwendet, Kollege.
28:13Hat uns die Frau Färber nicht gesagt,
28:15dass sie zwei Tage in der Woche bei dieser Firma Leuna arbeitet?
28:18Bootswerft, Chiemsee.
28:19Vielleicht hat ja Frau Färber zugeschlagen.
28:22Und hinterher lässt sie die Tatwaffe,
28:23die uns direkt auf ihre Spur führt, am Tatort liegen.
28:26Das ist nicht sehr schlau.
28:27Oder jemand will ihr den Mord anhängen.
28:29Das müsste aber dann jemand sein,
28:31der nicht nur den Herrn Färber kennt,
28:32sondern eben auch seine Frau.
28:38Jedenfalls hat die Steffi Kurz den Herrn Färber
28:40mit Anrufen und SMSen bombardiert.
28:43Und wie hat der Herr Färber darauf reagiert?
28:45Entweder er hat gesagt, er hat keine Zeit
28:47oder er hat nicht darauf geantwortet.
28:49Ja, dann war es wohl so,
28:50dass die Frau Kurzsatz von Herrn Färber wollte,
28:52aber er von ihr nicht.
28:53Und dann hat die Steffi ihn aus verschmähter Liebe erschlagen.
28:58Alles gut, Beinand.
28:59Ah, die Steffi Kurz hat die dabei.
29:02Ihr wollt sehr sicher mit ihr sprechen.
29:04Das ist immer ein Service.
29:05Ja, gut.
29:06Ja, aber da habe ich noch was anderes.
29:08Und zwar habe ich das im Auto vom Herrn Färber gefunden.
29:11Das ist...
29:12Einen Moment noch einmal.
29:13Haben Sie in dem Landhaus jemanden angetroffen,
29:15in dessen Nähe das Auto von Herrn Färber geparkt war?
29:17Äh, ja.
29:19Eine gewisse Frau von Wollstedt.
29:22Zusammen mit ihrem Lebensgefährten,
29:23das ist der Herr Freier.
29:25Die haben aber gesagt,
29:26dass sie den Herrn Färber eigentlich nur so flüchtig gekannt haben.
29:28Aber das...
29:30Herr Mauer, Vorschlag meinerseits.
29:32Gehen wir doch nun.
29:32Ja.
29:39So, jetzt schaut mal her.
29:41Das ist ein sogenanntes Exposé
29:45für ein waldtherapeutisches Zentrum,
29:47hergestellt vom Architektenbüro Zwirner & Partner.
29:51Frau Stockel?
29:52Ja?
29:52Ja?
29:52Sagen Sie mal, haben Sie das gewusst,
29:54dass der Färber ein waldtherapeutisches Zentrum geplant hat?
29:58Nein, aber ich kann gerne mal im Architekturbüro nachfragen.
30:02Architekturbüro Zwirner & Partner.
30:03Ist recht.
30:04Danke.
30:05Und Sie, Herr Mauer, checken bitte als nächstes
30:07das Alibi von Frau Färber.
30:09Ja, ist recht.
30:10Sie war zur Tatzeit angeblich beim Yoga.
30:12Ja, ist recht.
30:13Im Yogastudio Kirchbaumer.
30:15Ja.
30:16Kirchbaumer?
30:16Ja.
30:17Ja.
30:17Können.
30:17Aha.
30:19Frau Stockel?
30:21Ja?
30:23Jetzt bitte die Frau Kurz.
30:25Sehr gerne.
30:28Steffi, grüß dich.
30:31Geht, es ist eine Überraschung,
30:33dass wir uns hier auf dem Präsidium treffen.
30:34Die Kommissarier haben noch irgendwelche Fragen an mich.
30:37Reine Routine.
30:38Und was machst du hier?
30:39Das weißt du gar nicht, gell?
30:41Ich arbeite hier.
30:47Kommst du bitte?
30:53Jetzt geben Sie es halt zu, Frau Kurz.
30:55Sie wollten den Herrn Färber ganz für sich haben.
30:57Bloß der Herr Färber wollte halt nichts von Ihnen.
30:59Und deswegen waren Sie logischerweise frustriert.
31:02Und da haben Sie sich gedacht,
31:03wenn ich ihn nicht haben kann,
31:05soll ihn noch keine andere kriegen.
31:07Ich gebe zu,
31:08ich war kurz eifersüchtig auf die Miriam.
31:12Aber wie dann der Niklas
31:13nach dem Vortrag zu einer anderen ins Auto gestiegen ist,
31:15da war mir klar,
31:16dass das mit der Miriam wahrscheinlich auch schon wieder vorbei ist.
31:19Da hat der Färber die Frauen schneller gewechselt
31:21als andere das Unterhemd.
31:22Weil er die richtige im Leben noch nicht gefunden hatte.
31:25Ach so, und Sie glauben,
31:26Sie wären eigentlich die richtige Gewinn für ihn.
31:29Irgendwann hätte er es schon gespannt.
31:30Ich hätte nur an ihm dranbleiben müssen.
31:32Steter Tropfen höhlt den Stein.
31:36Sagen Sie mal,
31:36wer war denn die Dame,
31:37zu der der Herr Färber ins Auto gestiegen ist?
31:39Das konnte ich nicht richtig erkennen.
31:40Ich weiß nur,
31:40dass es ein dunkelgrüner Sportwagen gewesen ist.
31:44Gut, gleich was anderes, Frau Kurz.
31:45Schauen Sie mal,
31:46das sind die Pläne
31:47zu einem waldtherapeutischen Zentrum.
31:51Sagt Ihnen das was?
31:53Davon weiß ich nichts.
31:55Nicht.
31:58Ja gut, danke,
31:59dann können Sie jetzt gehen.
32:00Aber halten Sie sich bitte weiterhin zur Verfügung.
32:02Danke.
32:06Für dich, Steffi.
32:08Auf Wiederschauen.
32:10Wiederschauen.
32:12Und?
32:14Ja, sieht jetzt nicht so aus,
32:15als hätte sie was mit dem Mord zu tun.
32:18Also, ich trau der Steffi einiges zu,
32:20aber Mord...
32:22Übrigens, Herr Hansen,
32:23das wäre die Telefonnummer vom Architekten Zwirner.
32:25Danke.
32:26Das ist jetzt erreichbar.
32:28Und das ist die Bankauskunft von unserem Opfer.
32:31Vielen Dank, Frau Stockl.
32:37Hallo, Walter.
32:39Stell dir vor,
32:41die Miriam arbeitet als Sekretärin in der Mordkommission.
32:43Und uns hat es kein Wort.
32:46Du, das hat die uns doch absichtlich verschwegen.
32:49Ja, um uns auszurauchen, natürlich.
32:52Ach na, geh...
32:53Gut, Herr Zwirner, dann danke ich Ihnen.
32:55Wiederhören.
32:56Und, wo spricht der Herr Architekt?
32:58Der Herr Färber hat vor circa sechs Wochen
33:00den Entwurf zu einem waldtherapeutischen Zentrum in Auftrag gegeben.
33:05Der Bau hätte rund zwölf Millionen Euro kosten sollen.
33:08Was?
33:09Wer hätte denn das finanzieren sollen?
33:11Also, ich meine, er hat jetzt da laut Bankauskunft nicht schlecht verdient,
33:14aber Rücklagen hat der auch keinen.
33:16Also, dem Architekten gegenüber hat er wohl so getan,
33:18als wäre Geld kein Thema.
33:20Das stimmt doch was nicht.
33:22Baugrundstück gibt's auch schon, mit Flurstücknummer.
33:27Frau Lange.
33:28Äh, Frau Stockel, gehen Sie doch mal ans Fenster.
33:31Den hält den Mann da draußen.
33:37Das ist ja der Walter.
33:39Was macht der denn da?
33:40Ja, das wollte er uns jetzt nicht verraten,
33:41aber er will unbedingt draußen auf Sie warten.
33:47Walter, was machst du denn da?
33:49Ja, du, ich wollte mich nochmal bei dir entschuldigen.
33:51Im Namen der Waldfreunde.
33:53Also dafür, dass die Steffi dich im Verdacht gehabt hat.
33:55Ein Geschenkmann.
33:56Ach so, da, für dich, bitte.
33:58Also, für mich?
34:02Das ist das Buch über das Baumatmen.
34:05Mit einer handschriftlichen Signatur vom Niklas.
34:07Danke.
34:10Mein Gott, der Niklas.
34:13Hättest du vielleicht noch einen Moment für mich?
34:16Ja.
34:17Gut.
34:23Einen wunderschönen guten Abend, Frau Hofer.
34:25Eben so.
34:27Und, Herr Stadler, hat es noch Donnerwetter gegeben?
34:29Was genau meinen Sie jetzt mit Donnerwetter?
34:32Ich meine natürlich die Frau Stockel, die zu Recht sauer war,
34:35weil ihr sie nicht habt es ausreden lassen.
34:36Hören Sie mir bitte schön auf, Frau Hofer.
34:39Das ist wirklich blöd gelaufen.
34:40Das hat uns auch aufrichtig leidtut.
34:42Aber weder der Herr Hansen noch ich
34:43sind uns da irgendeiner Schuld bewusst gewesen.
34:45Das ist meistens so, wenn ihr Männer und Frauen nicht zu Wort kommen lasst.
34:50Aber dafür habe ich uns was zum Essen mitgebracht.
34:54Eine schöne Ente mit Blaugraut und Knödel.
34:57Herr Stadler, warum sagen Sie das nicht gleich?
35:00Wenn Sie mich nicht zu Wort kommen lassen?
35:20Ja, schon eher würzig, Herr Moor.
35:23So, ich habe gerade mit dem Katasteramt telefoniert.
35:26Danke.
35:27Das Grundstück, auf dem Herr Färber sein waldtherapeutisches Zentrum bauen wollte,
35:31gehört Ihrer Frau von Wollstedt.
35:33Also, Moment, aber das ist nicht meine Frau von Wollstedt.
35:36Also, deswegen hat der Färber sein Auto auf der anderen Seite vom Wald geparkt.
35:40Und die Wollstedt und der Freund der Frau haben gesagt,
35:42sie kennen den Färber gar nicht.
35:44Sauber hat sie, alle zwei.
35:46Ja, hat die Dame wohl gelogen.
35:47Ich würde sagen, die nehmen uns gleich mal vor.
35:51Ah, da ist er, Frau Stockel.
35:54Entschuldigung, Ampelausfall.
35:54Frau Stockel, du bist bei der Frau von Wollstedt.
35:57Aber, aber, ich wollte euch doch noch was erzählen.
36:01Gut, Michi, dann erzähle ich es dir.
36:05Ritold.
36:05Pass auf, gestern Abend war ich noch mit dem Walter Rübesam im Times Square.
36:09Und der war fix und fertig, weil er denkt, dass es eventuell die Steffi Kurz war.
36:14Er wollte sie nämlich in der Früh abholen und da war sie nicht daheim.
36:17Nein.
36:19Und was heißt das jetzt genau?
36:21Dass sie zur Tatzeit im Wald gewesen ist.
36:23Du musst die unbedingt noch mal einbestellen.
36:26Noch einmal?
36:26Ja.
36:27Ja, ist richtig.
36:33Tasse?
36:39Herr Färber und ich hatten eine geschäftliche Vereinbarung.
36:43Er bekommt von mir das Grundstück, plus zwei Millionen als Anschubfinanzierung.
36:47Ich erhalte der für 50 Prozent von seinem Waldtherapeutischen Zentrum.
36:52Warum haben Sie es nicht schon unserem Kollegen, dem Herrn Mohr, so erzählt?
36:57Weil mein Lebensgefährter Herr Freyer daneben stand.
37:00Ich wollte nicht, dass er davon erfährt.
37:02Herr Färber und mich verbanden nicht nur wirtschaftliche, sondern auch private Interessen.
37:08Klautex, Sie hatten ein Verhältnis mit dem Herrn Färber.
37:10Und da er verheiratet war und ich seit Jahren eine feste Beziehung mit Herrn Freyer habe,
37:15wollten wir das erst einmal für uns behalten.
37:17Inklusive der Sache mit dem Waldtherapeutischen Zentrum.
37:22Und sagen Sie mal, wie lange ging denn schon Ihr Verhältnis?
37:29Vor circa sechs Wochen stand Herr Färber vor meiner Tür
37:32und lud mich zu einem ganz persönlichen Waldbadekurs ein.
37:37Nur er und ich.
37:39Von da an haben wir uns regelmäßig ein-, zweimal die Woche getroffen.
37:44Also nicht mehr im Wald.
37:46Sondern hier bei mir.
37:49Und die Lebensgefährte, der Herr Freyer, der hat wirklich nichts davon gewusst?
37:52Vielleicht war er ja ein bisschen eifersüchtig.
37:54Mir ist nichts aufgefallen. Und da wir ja auch nicht zusammen wohnen.
37:58Na gut, aber jetzt ist er natürlich tatverdächtig, ne?
38:00Sie haben doch bestimmt eine Handynummer von ihm.
38:03Moment.
38:13Bitte.
38:13Danke.
38:15Ich rufe gleich mal an.
38:18Noch mal zurück zum Herrn Färber.
38:21Wann haben Sie ihn das letzte Mal gesehen?
38:23Das war gestern Morgen.
38:26Herr Färber hatte zuvor die Nacht hier verbracht.
38:29Gegen 6.30 Uhr ging er aus dem Haus.
38:31Er wollte das Morgenlicht in den Baumkronen betrachten.
38:35Dieses Dings, dieses Komorebe, davon habe ich schon gehört.
38:39Ja.
38:40Und danach hatte er ja den Waldbadekurs.
38:42Und Sie?
38:43Ich bin ja ganz normal so gegen 9 ins Büro hier im Haus.
38:46Danach hat Herr Freyer mich zum Tennis abgeholt.
38:49Was meinen Sie eigentlich beruflich, wenn man fragen darf?
38:51Ich verwalte meine diversen Liegenschaften.
38:54Und das Wald stets gibt es schon seit 800 Jahren.
38:57Der Wald hier gehört mir auch.
39:01Danke schön.
39:02Der Herr Freyer kommt gleich ins Präsidium.
39:04Sehr gut.
39:05Noch mal zurück zu Herrn Färber.
39:07Wann haben Sie ihn das letzte Mal gesehen?
39:09Ich denke, soweit waren wir bereits, gell?
39:12Also.
39:14Ja, bitte?
39:18Grüß dich, Miriam.
39:19Walter.
39:22Du, ähm.
39:24Ich hab mir mal genau drüber nachgedacht.
39:26Und ich glaub nicht, dass es die Steffi war.
39:29Du, Walter, wir sind hier kein Kasperltheater.
39:31Die Steffi wird jetzt geholt.
39:33Ist gut.
39:34Ja, wie wir sind?
39:35Bis Gott, Herr Moor.
39:36Wie hieß die Steffi jetzt da?
39:37Freilich.
39:38Der war drausend.
39:39Voller Sehnsucht.
39:46Servus, Steffi.
39:47Kannst du mir verraten, wieso ich schon wieder hier bin?
39:50Da hat mich doch jemand angeschwärzt.
39:53Die Kommissare kommen.
39:54Entschuldige, bitte.
39:55Frau Stocker, das ist noch der Herr Rübesam und die Frau Kurz?
39:57Ja, das wollte ich euch vorhin erzählen.
39:59Bis Gott.
40:00Paul Freyer mein Name.
40:02Ach, Herr Freyer.
40:02Hansen, wir haben miteinander telefoniert, bitte.
40:04Danke.
40:06Hallo, Herr Freyer.
40:09Sie kennen sich?
40:10Hm, das muss eine Verwechslung sein.
40:12Ganz sicher nett.
40:13Sie waren letzte Woche im Wald, als wir auch da waren mit den Waldfreunden.
40:17Und nicht zum Waldbade.
40:19Wir haben da unsere neue Nischkäste aufgehängt.
40:21Und er wollte wissen, wann der Niklas den nächsten Waldbadekurs hat.
40:24Und was seine Frau beruflich macht.
40:27Genau.
40:34Herr Freyer, Sie wussten, wann der Herr Ferber wieder im Wald sein würde.
40:39Außerdem haben Sie gewusst, dass Frau Ferber im Büro von einer Bootswerft arbeitet.
40:43Also haben Sie dort dieses Vierkantholz mitgehen lassen, um die Tat seiner Frau in die Schuhe zu schieben.
40:50Das müssen Sie mir erst mal beweisen.
40:53Ja, irgendjemand auf dem Werftgelände wird Sie sicher gesehen haben.
40:57Und mal abgesehen von der ganzen DNA auf diesem Holzl.
41:04Jetzt geben Sie es doch zu, dass Sie Panik hatten, dass Frau von Wohlstedt sich von Ihnen trennt.
41:11Dieser Ferber, der hat doch die Regina gar nicht verdient.
41:15Der war doch bloß scharf auf Ihr Geld, damit er sich sein waldtherapeutisches Zentrum bauen kann.
41:23Wie sind Sie denn dahinter gekommen?
41:26Ich habe Pläne bei Frau von Wohlstedt gefunden.
41:31Und es ist mir natürlich auch nicht entgangen, dass sie sich heimlich mit dem trifft.
41:36Und damit das aufhört, haben Sie den Herrn Ferber im Wald aufgelauert und dann mit dem Vierkantholz zugeschlagen.
41:46Herr Freyer, Sie sind vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatverdachts Niklas Ferber ermordet zu haben.
41:52Herr Mohr, abführen.
41:53Ja, Herr Freyer, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
42:04Und der Kollege, morgen früh, Komorebi?
42:08Nein, da schlafe ich lieber aus.