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  • vor 2 Tagen

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Spaß
Transkript
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01:22Eichler
01:23Nicht den, im blauen Komi, hat ich gesagt.
01:25Bring ihn wieder zurück, den Dumpfpacker.
01:27Okay, sorry.
01:38Eich, bist du wahnsinnig?
01:54Sorry, Chef, ähm.
02:10Autoverwirtung Ölschläger.
02:12Wir haben hier eine Leiche.
02:31Moin.
02:32Moin.
02:34Immer noch kein Helm für den Sozius?
02:36Der traut sich doch nicht mehr.
02:37Der fühl mich lebensmüde.
02:39Wer hat denn die Leiche gefunden?
02:42Der Besitzer vom Schroppplatz und sein Mitarbeiter, Eikur Demir.
02:45Wissen wir schon, wer es ist?
02:47Ja, Sophie Jensen, 43 Jahre alt.
02:52Moin, Strahl.
02:53Moin.
02:55Weißt du schon was über den Todeszeitpunkt?
02:56Die Leichenstarre ist schon vollständig eingetreten.
02:59Todeszeitpunkt zwischen 0 und 1 Uhr morgens.
03:01Das Opfer wurde erschlagen, höchstwahrscheinlich mit einem Spaten.
03:04Ach ja?
03:05Und woher weißt du das so genau?
03:07Na ja, weil die Tatwaffe höchstwahrscheinlich mit dem Opfer zusammen verschwinden sollte.
03:11Das ist Blut.
03:12Allerdings.
03:13Deshalb bitte ich um Vorsicht.
03:15Denn wir wollen doch keine Beweismittel kontaminieren, oder?
03:17Tja gut.
03:18Was sollte mit dem Auto passieren?
03:20Ja, also es war auf dem Weg in die Schrottpresse und dann ist es vom Stapler gefallen.
03:24Anschließend wäre es in einem Hochofen gelandet.
03:26Bei 3500 Grad werden alle Spuren verdampft.
03:29Eine höchst effektive Methode, eine Leiche verschwinden zu lassen, samt Beweismittel.
03:32Das heißt aber auch, dass der Täter sich mit den Vorgängen auf dem Schrottplatz auskennt.
03:36Was ist mit den Leuten, die hier arbeiten?
03:38Also Eikur Demir hat für die Tatzeiten Alibi und seinen Chef Rainer Ölschläger,
03:42der war die ganze Nacht hier auf dem Schrottplatz, der wohnt da.
03:46Ist er drin?
03:47Ja.
03:48Der wohnt da?
03:49Ja.
03:54Herr Ölschläger?
03:57Wir sind von der Kripo.
03:59Kieser wird er mein Name.
04:00Das ist Herr Englin.
04:01Darf ich?
04:02Bitte.
04:06Sie sagten, unsere Kollegin, sie seien die ganze Nacht hier gewesen.
04:09Ja.
04:10Herr Ölschläger, können Sie sich vorstellen, wie die Leiche in den Kofferraum gekommen ist?
04:16Als Eikur und ich gestern den Wagen ausgeschlachtet haben, war der Kofferraum noch leer.
04:20Keine Ahnung, was passiert ist.
04:22Das Opfer starb zwischen 0 und 1 Uhr.
04:25Ist Ihnen gestern Nacht irgendwas aufgefallen?
04:28Nein, vielleicht.
04:30Da war ein Geräusch.
04:32Haben Sie nachgesehen?
04:33Ja, aber da war nichts.
04:35Hier passiert jede zweite Nacht was.
04:37Sie glauben gar nicht, wie viele Leute versuchen, hier ihren Müll zu entsorgen.
04:40Sagt Ihnen der Name Sophie Jensen was?
04:43Ist das die?
04:47Ne, hab ich heute zum ersten Mal angesehen.
04:49Gut.
04:51Danke.
04:51Halten Sie sich für weitere Fragen zur Verfügung, ja?
04:57Und?
04:59Ja, besonders gesichert ist der Platz ja hier nicht.
05:01Sicher kein Problem, hier nachts drauf zu kommen.
05:03Andererseits, Ölschläger war allein.
05:05Er hat kein Alibi und kennt sich wie sonst keiner mit den Abläufen auf diesem Platz aus.
05:08Das stimmt, aber der Täter hat impulsiv gehandelt.
05:10Er hat sie mit einem Spaten erschlagen.
05:12Das deutet auf eine Affekttat hin.
05:13Das ist richtig.
05:14Aber was ist denn sonst noch über das Opfer?
05:16Außer Name und Alter?
05:17Wie gesagt, also Sophie Jensen, 43 Jahre alt, Arzthelferin in Lübeck.
05:21Verheiratet, diiert, vielleicht ist es im Beziehungsstreit eskaliert.
05:24Und verheiratet.
05:25Wer sind die nächsten Verwandten?
05:26Ihre Mutter, sie hat zusammen mit ihr in einem Haus gewohnt.
05:28Ich denke, die hat ein enges Verhältnis.
05:30Okay, wir übernehmen die Mutter.
05:31Ich fahr mit dir.
05:32Du lässt ein Bike hier?
05:33Ja.
05:34Ich passe auf, dass es nicht in die Schrottpresse kommt.
05:36Danke.
05:46Guten Morgen.
05:47Morgen.
05:47Wollen Sie zu mir?
05:48Frau Jensen.
05:49Ja?
05:50Wir sind von der Kripo, Lübeck.
05:52Kiesewetter, mein Name, das ist mein Kollege Lasse England.
05:55Dann dürfen wir kurz reinkommen.
05:56Wir haben leider keine guten Nachrichten.
06:02Ja, natürlich.
06:11Frau Jensen.
06:13Wann haben Sie Ihre Tochter denn zum letzten Mal gesehen?
06:16Gestern Abend.
06:19Ich wollte mit ihr essen, aber sie war verabredet.
06:23Wissen Sie mit wem?
06:27Hat die Ritter doch einen Freund?
06:31Bis vor ein paar Wochen.
06:33Können Sie uns seinen Namen sagen?
06:36Sie hat ihn mir nie vorgestellt.
06:39Sie ist jetzt zumindest ungewöhnlich.
06:41Ich meine, Sie leben doch hier in einer Wohnung.
06:43Sie hat immer ein Geheimnis draus gemacht.
06:48Am Anfang habe ich noch nachgefragt, aber irgendwann.
06:52Kannte Ihre Tochter einen gewissen reiner Ölschwäger?
06:58Nein.
06:59Glauben Sie, dass dieser Mann...
07:01Wir ermitteln in alle Richtungen.
07:04Haben Sie diesen Freund Ihrer Tochter schon einmal gesehen?
07:08Lange, graue Haare, Vollbart?
07:09Nein, nein, nein.
07:10Nicht grau.
07:11Kein Vollbart.
07:13Haben Sie vielleicht Kalender oder Notizbücher Ihrer Tochter?
07:16Im Augenblick wird uns alles weiterhelfen.
07:18Vielleicht auf Ihrem Schreibtisch.
07:23Hier?
07:31Schauen Sie.
07:33Ihre Tochter hatte gestern eine Verabredung.
07:36Hier steht nur ein J.
07:38Können Sie sich vorstellen, wer das war?
07:41Nein.
07:43Gut.
07:45Danke erstmal.
07:46Danke.
07:47J.
07:49Ganz schön kryptisch.
07:50J.
07:51Ist wahrscheinlich der Letzte, der das Opferleben gesehen hat.
07:54Obwohl das Kürzel überall auftaucht.
07:55Sieh mal.
07:57Aber Ölschläger heißt mit Vornamen Rainer.
07:59Tja.
08:00Unsere Beschreibung passt ja auch nicht.
08:02Mach mir ein bisschen Sorgen, Frau Jensen.
08:04Frau Weiß, schicken Sie doch mal einen Notfallseelsorger zur Mutter des Opfers.
08:08Was?
08:10Aha.
08:11Ja.
08:12Ja, da kommen wir sofort.
08:14Strahlmann hat wahrscheinlich die Identität des Täters.
08:17Oh.
08:19An den Wundrändern konnte ich, wie an der Tatwaffe, auch Spuren von Erde finden.
08:23Und wir haben Fingerabdrücke am Schaft des Spartens, die aber in keiner Datenbank sind.
08:27Und wo sitzt der Hinweis auf den Täter?
08:28An der Folie, in die das Opfer gewickelt war, haben wir frische DNA sichergestellt und sogar schon zuordnen können.
08:34Jetzt spann uns doch nicht länger auf die Folterstrahl.
08:36Die DNA gehört zweifelsfrei zu einem Yannick Stappenhorst.
08:40Yannick mit J?
08:42Der Superstrahlemann ist doch unser Mann.
08:44Ich schreibe ihn gleich mal zur Fahndung aus.
08:46Tut mir leid, dass ich deinen Enthusiasmus jetzt bremsen muss, aber das kannst du dir sparen finden.
08:49Ich weiß, wo ihr Stappenhorst finden könnt.
08:51Ich auch.
08:53Auf dem Burgtorfriedhof.
08:56Stappenhorst ist tot.
08:58Seit acht Jahren.
09:04Ich habe den Fall damals bearbeitet.
09:08Also, Yannick Stappenhorst, ein passionierter Segler.
09:13Man soll es nicht glauben, er hat sogar mal die Welt umsegelt.
09:15Dann hat er eine kleine Werft in Lübeck aufgemacht.
09:18Hat Selbstmord begangen, indem er sich ertränkt hat.
09:22Ja, seine völlig entstellte Leiche wurde in der Trafe gefunden.
09:24Sie konnte auf normalen Wege nicht mehr identifiziert werden, weil sie in mehrere Schiffsschrauben geraten war.
09:32Was war denn das Motiv für seinen Selbstmord?
09:34Er hat seine Werft ruiniert und stand kurz vor der Insolvenz.
09:38Ja, aber es waren nicht nur die Schulden, es waren auch Schuldgefühle.
09:41Er hat betrunken einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem seine Frau ums Leben gekommen ist.
09:47In seinem Abschiedsbrief hat er dann geschrieben, er könnte den Gedanken an den Tod seiner Frau nicht länger ertragen.
09:53Ich musste dann seiner Tochter die Nachricht überbringen, dass jetzt auch noch ihr Vater tot ist.
10:00Das Mädchen war damals noch ein Teenager.
10:02Ja, ziemlich reicher Teenager.
10:04Wieso?
10:05Sie hat eine Lebensversicherung ausgezahlt bekommen.
10:08Wie?
10:09Die Versicherung hat bei einem Selbstmord gezahlt?
10:12Ja, es wundert mich auch, aber er hat eine Gesundheitsprüfung gemacht und eine sogenannte Selbstmordklausel vereinbart.
10:18Das heißt, die Versicherung hat gezahlt, ja.
10:19Äh, wie viel?
10:21Knapp eine Million.
10:23Wow.
10:25Ich meine, da ist es doch möglich, dass Stabenhorus seinen Selbstmord nur vorgetäuscht hat und immer noch lebt.
10:30Damit seine Tochter eine Lebensversicherung bekommt.
10:33Nein, nein, nein, das kann ich mir nicht vorstellen.
10:35Stabenhorus war damals in einer Art Ausnahmezustand, der hätte solch einen perfiden Plan gar nicht schmieden können.
10:39Sagst du doch selber, Ausnahmezustand.
10:41Ich meine, der hat seine Firma ruiniert, seine Familie, da kommst du auf Schräge hin.
10:45Und du lässt seine Tochter in einer solchen Situation allein niemals.
10:48Ja, mit einer Million.
10:50Aber das Labor hat Stabenhorus' Identität über die DNA festgestellt und eindeutig für tot erklärt.
10:55Wie kann sowas passieren?
10:57Das können Schröter und Sie jetzt mal rausbekommen.
11:00Und wenn jemand weiß, ob Stabenhorus noch unter den Lebenden ist, dann wohl seine Tochter.
11:04Das kann ich mir kaum vorstellen.
11:07Du hast natürlich recht.
11:08Warte, ich komm mit.
11:29Schicke Jacht.
11:36Hey, was ist los?
11:40Ich frage mich nur, was ich bei den Ermittlungen damals falsch gemacht haben könnte.
11:44Nichts.
11:45Bei der Indizienlage musstest du davon ausgehen, dass es Selbstmord war.
11:50Der Fall ist mir damals ziemlich nahe gegangen.
11:53Vielleicht zu nah.
11:55Habe ich was übersehen?
11:57Lars, das nennt man Empathie.
11:59Und die schärft den Blick.
12:00Aber wenn du hier sitzen bleibst, dann willst du in dem Fall nie.
12:02Lass, komm.
12:09Nach einer Pleite sieht das ja nicht mehr aus.
12:12Offensichtlich ist die gesamte Versicherungssummel in die Werft geflossen.
12:15Und was bedeutet das konkret?
12:17Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass das Mädchen mit ihrem Vater gemeinsame Sache gemacht haben soll.
12:21Sie wäre mir damals fast zerbrochen.
12:23Ihre Trauer war echt.
12:24Ja, aber sollten wir uns nicht erstmal alles vorstellen?
12:26Wenn ich diese Mini-Winche auf der Jacht meines Kunden verbaue, dann landet der Vorschuter beim ersten lauen Luft hier
12:31in einem Teich.
12:36Nein, nicht erst in zwei Wochen.
12:38Ich möchte, dass das sofort erledigt wird.
12:40Erwachsen geworden ist sie.
12:42Weißt du, was merkwürdig ist?
12:43Dass ich das erste Mal in Nachricht überbringe, dass ein Angehöriger noch liebt.
12:47Herr England.
12:48Hey.
12:49Hallo.
12:50Du erkennst mich noch?
12:51Na, wie schön.
12:52Natürlich, wie kann ich sie denn vergessen?
12:55Das hier ist mein Kollege, Finn Kiesewitter.
12:58Hallo, freut mich.
12:59Moin.
12:59Sehr beeindruckend, was du so allein auf die Beine gestellt hast.
13:03Ja, es ist nicht immer einfach.
13:05Was kann ich für sie tun?
13:08Es geht um deinen Vater.
13:10Wir haben einige irritierende Hinweise gefunden.
13:14Und wir haben frische DNA-Spuren ihres Vaters gefunden.
13:18Was?
13:19Am Tatort eines Mordes.
13:21Wir müssen davon ausgehen, dass ihr Vater noch lebt.
13:27Das ist doch Quatsch.
13:30Herr England, Sie waren damals bei der Beerdigung dabei.
13:33Sie haben mich nicht persönlich identifiziert.
13:35Herr Kott, wie sollte sie auch?
13:37Er wäre praktisch kaum noch zu erkennen.
13:56Segel in Norddeutschland eigentlich alle.
13:59Wusstest du das nicht?
14:01Ist ja Pflicht.
14:02Entschuldigung.
14:03Ich war noch kurz im Garten.
14:06Mitarbeiterin hat Geburtstag.
14:07Schöne Blumen.
14:09Kann man nur drosen.
14:10Hüps.
14:11Aber extrem pflegeintensiv.
14:15Was kann ich für Sie tun?
14:17Dr. Böhm, Sie haben ja vor ein paar Jahren
14:19das forensische Labor der Polizei unterstützt.
14:21Ja, richtig.
14:22Die waren damals etwas überlastet.
14:24Es geht um eine DNA-Analyse,
14:26die Ihr Labor vor ca. 8 Jahren angefertigt hat.
14:28Warum?
14:29Was ist passiert?
14:29Der Suizidfall.
14:31Janik Stappenhorst.
14:32Erinnern Sie sich?
14:33Das war eine entstellte Wasserleiche aus der Trave.
14:37Ach ja, jetzt weiß ich wieder.
14:39Die Haut hatte sich von den Händen abgelöst.
14:41Man konnte keine Fingerabdrücke nehmen.
14:43Deshalb die DNA-Analyse.
14:44Genau.
14:45Es gibt nur ein Problem.
14:47Und zwar ist die frische DNA von Janik Stappenhorst
14:49im Zusammenhang mit einem aktuellen Mordverlauf getaucht.
14:52Wie soll denn das gehen?
14:53Ja.
14:54Fragen wir uns auch.
14:55Deshalb kommen wir zu Ihnen.
14:57Das ist merkwürdig.
14:58Auch wenn ich mich aus dem Fenster lehne.
15:00Aber einen Fehler bei uns kann ich ausschließen.
15:02Wir testen gegen.
15:03Wir müssten trotzdem einmal wissen,
15:05welcher Mitarbeiter für die Untersuchung verantwortlich war.
15:07Ja, selbstverständlich.
15:09Stappenhorst, sagten Sie?
15:11Stappenhorst, Janik.
15:20Ja, hier.
15:21Janik Stappenhorst.
15:22Nicht zu identifizierende Wasserleiche.
15:24DNA-Analyse.
15:26Und wer hat die bearbeitet?
15:28Eine sehr qualifizierte Mitarbeiterin.
15:31Aber sie ist schon seit Wochen nicht mehr bei uns.
15:35Sophie Jensen.
15:37Treffer.
15:39Das kann doch alles nicht wahr sein.
15:42Leider ja.
15:43Die Indizien sind eindeutig.
15:46Aber wie ist das möglich?
15:49Das werden wir herausfinden, Inka.
15:51Das verspreche ich dir.
15:53In der Vergangenheit sind offenbar Fehler gemacht worden.
15:57Ich habe Fehler gemacht.
15:59Und ich kann dir gar nicht sagen, wie leid mir das tut.
16:05Trotzdem muss ich dich jetzt eins fragen.
16:07Und du musst mir ehrlich antworten.
16:09Hast du in den letzten Jahren,
16:12hast du Kontakt zu deinem Vater gehabt?
16:15Ja.
16:18Jedes Mal, wenn ich das Grab meiner Mutter besucht habe.
16:21Er liegt nämlich daneben.
16:33Alles gut?
16:36Empathie.
16:37Hast du mir selbst gesagt.
16:39Ja, ja.
16:40Schon gut.
16:41Ja.
16:44Was?
16:46Das kann doch kein Zufall sein.
16:48Danke.
16:50Frau Weiß und Schröter haben rausbekommen,
16:52wer damals die DNA-Probe von Staatenhorst untersucht hat.
16:56Sophie Jensen.
16:58Unser Mordopfer?
16:59Ja.
17:00Ja.
17:22Hey, ich bin's.
17:23Wie geht's?
17:26Nicht so gut, ehrlich gesagt.
17:27Keine Ahnung.
17:28Ich bin ziemlich durch den Wind.
17:29Die Polizei war gerade da.
17:31Es geht um Papa.
17:31Ja, bei mir waren sie ja auch.
17:34Ich bin mir sicher, dass sie sich irren.
17:37Inka, hör mal zu.
17:39Mein Labor hat damals deinen Vater mit hundertprozentiger Sicherheit identifiziert.
17:44Kann ich bitte trotzdem einfach kurz vorbeikommen?
17:47Natürlich.
17:49Wenn du reden willst, dann kommen.
18:00Frau Jasny, sagen Sie doch bitte alle Termine für heute ab.
18:03Ja, ich weiß, aber mein Patenkind kommt gleich.
18:07Danke.
18:24Ich verstehe das nicht.
18:26Inka!
18:27Wie kann das sein?
18:30Ich habe eine Erklärung.
18:32Es kann sich nur um eine Verunreinigung oder Vertauschung der Proben handeln.
18:36Also, die im Polizeilabor, die haben einen Fehler gemacht.
18:40Das heißt, es könnte tatsächlich sein, dass ein Fehler passiert ist.
18:48Das würde heißen, dass Papa vielleicht wirklich noch lebt.
19:00Und die Presse mischt auch schon wieder mit.
19:03Mord auf dem Schrottplatz.
19:04Sophie Jensen hat bis vor wenigen Wochen im Labor von Dr. Böhm gearbeitet.
19:07Sie hat vor acht Jahren die DNA-Probe von Yannick Stapenhorst untersucht.
19:11Und mutmaßlich manipuliert.
19:12Also gehen wir davon aus, dass sie ihm damals dabei geholfen hat, seinen Tod vorzutäuschen.
19:18Allerdings war das vor acht Jahren.
19:20Warum sollte Stapenhorst sie ausgerechnet jetzt ermorden?
19:23Weil sie über gefährliches Wissen verfügt.
19:25Und was ist, wenn sie ihn jetzt damit erpresst hat?
19:27Da ist was drin.
19:29Ich meine, Stapenhorst hatte eine Menge zu verlieren.
19:31Das Geld der Versicherung wäre futsch gewesen.
19:33Die werft endgültig weg.
19:34Und er wäre wahrscheinlich wegen Betruges im Knast gelandet.
19:37Also müssen wir herausfinden, wo und unter welcher Identität sich Stapenhorst versteckt hält.
19:44Was würdet ihr tun, wenn ihr ein neues Leben beginnen müsstet?
19:47Auf keinen Fall in Lübeck bleiben.
19:49Das ist richtig.
19:50Aber Stapenhorst hatte gute Gründe hier zu bleiben.
19:53Du meinst seine Tochter?
19:54Absolut richtig.
20:10Das ist mal spinnig jetzt.
20:15Also wir haben den Bildschläger.
20:19Stapenhorst.
20:21Sehen die beiden sich ähnlich?
20:23Ja, ein bisschen Fantasie.
20:25Könnten das Brüder sein.
20:27Oder ein und dieselbe Person.
20:31Bildschläger ist Stapenhorst.
20:48Inka.
21:03Warte.
21:07Er war die ganze Zeit in Lübeck.
21:08Quierk lebendig.
21:10Direkt vor unserer Nase.
21:11Im Stapenhorst kümmern sich die Kollegen.
21:13Unsere Aufgabe ist es herauszufinden, wie es möglich war, dass Stapenhorst für tot erklärt wurde.
21:17Und wer tatsächlich in seinem Grab liegt.
21:20Im Jahr werden mehr als 100.000 Menschen als vermisst gemeldet.
21:23Das wird die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.
21:26Aber nur drei Prozent von den Vermissten bleiben länger als ein Jahr verschwunden.
21:29Und die Frage ist, wer von denen in Lübeck vermisst wird.
21:31Ich werde mal alle alten Vermisstenanzeigen durchgehen.
21:34An einer Sache noch.
21:36Wir reden hier immer von abstrakten Zahlen.
21:39Aber für die Angehörigen des Mannes, der in diesem Grab liegt, ist der Albtraum real.
21:42Und das seit acht Jahren.
21:43Und die brauchen Gewissheit.
21:45Wir tun, was wir können.
22:03Noch einen Tee?
22:10Für das hier.
22:12Für das hast du alles andere aufgegeben.
22:21Hier sucht mich keiner.
22:26Und ich bin in Lübeck, in deiner Nähe.
22:32Ich habe dir die Mutter angenommen. Das war für mich die Geile.
22:34Du hast mir auch den Vater genommen.
22:37Ich war gerade 18.
22:39Und stand mit dem ganzen Mist alleine da.
22:41Und du hast dich die ganze Zeit hier verkrochen?
22:44Die Werft, ich wollte ihn nicht haben.
22:47Ich wollte die loswerden und dann einfach weg hier.
22:52Aber ich habe sie doch übernommen.
22:54Und weißt du auch, warum ich das gemacht habe?
22:56Wegen dir.
22:57Ich habe sie wegen dir übernommen.
22:59Mensch, Inka.
23:00Verstehe doch.
23:04Okay.
23:06Was mit der toten Frau?
23:11Mit der toten Frau habe ich nichts zu tun, oder glaubst du das?
23:15Ich glaube dir gar nichts.
23:26Wenn die rauskriegen, wer ich wirklich bin, dann verlierst du alles.
23:30Du hast überhaupt nichts begrafen.
23:35Herr Hülschweger!
23:37Hey!
23:38Nehmen!
24:02Herr Hülschweger!
24:05Herr Hülschweger!
24:05Hey!
24:17Inka.
24:33Und?
24:35Seine Tochter hat ihn eindeutig identifiziert,
24:37das ist Stabenhorst.
24:38Er wird gerade im Krankenhaus versorgt.
24:40Gibt es was Neues über die Leichen, Stabenhorst, Grab?
24:43Ja, wir sind gerade noch dabei.
24:44Strahl hat die Exhumierung durchgeführt
24:45und wir wollten jetzt gleich in die Pathologie.
24:47Ja, und wir bräuchten einen DNA-Test.
24:49Ist schon passiert und Strahl hat auch diesmal ein Auge drauf.
24:52Sehr gut.
24:54Ach, da sind Sie ja.
24:55Ist Stabenhorst vernehmungsfähig?
24:57Nein, aber Lars ist bei ihm im Krankenhaus mit der Tochter.
25:00Der kümmert sich aber auf eine ganz besondere Weise um diese Tochter.
25:03Ja, aber nicht so, dass seine Urteilsfähigkeit eingeschränkt ist.
25:06Entschuldigung.
25:06Was soll das?
25:08Das ist Bodenhanf.
25:10Der Personalrat hat beschlossen, die überall aufzustellen.
25:12Ist gut fürs Betriebsklima.
25:13Also, ich finde unser Klima ausgezeichnet.
25:15Ich stelle dir gerne unseren Kollegen zur Verfügung, ja?
25:17Du meinst ja nur gut.
25:18Doch, Ernst.
25:19Darf ich mal.
25:20Also, wir haben Indizien, aber keine Beweise.
25:22Ja, aber wir werden Stabenhorst Fingerabdrück nehmen
25:24und wenn die mit denen auf der Tatwaffe übereinstimmen...
25:27Dann haben wir ihn.
25:27Genau.
25:47Ich habe dich beobachtet, Dr. Werft.
25:52Was Unglaubliches geleistet.
25:57Aber mit Ihrem erfolgreichen Tag hattest du mehr zu verlieren.
26:02Die Versicherung hätte das Geld doch zurückgefordert.
26:07Ich durfte mich dir nicht zu erkennen nehmen.
26:12Verstehst du das?
26:19Würdest du uns bitte einen Moment allein lassen?
26:30Herr Stadenhorst, ich frage Sie jetzt noch einmal.
26:32In welchem Verhältnis standen Sie tatsächlich zum Mordoffer Sophie Jensen?
26:37Ich kenne die Frau nicht.
26:39Wir haben eindeutige Hinweise darauf, dass Sie jahrelang ein Verhältnis mit ihr hatten.
26:44Ihre gemeinsamen Treffen hat sie mit Ihrem Kürzel im Kalender markiert.
26:48Kein Zufall sein.
26:50Ich bin der, der Sie gefunden hat, nicht der Sie ermordet hat.
26:53Wir wissen, dass Sophie Jensen ihr DNA-Gutachten manipuliert hat.
26:59Sie war Mitarbeiterin im Labor Böhm und laut Dienstplan verantwortlich für Ihre DNA-Probe.
27:04Und jetzt finden Sie, Sie erschlagen auf einem Schrottplatz.
27:06Auf einem Schrottplatz, der Ihnen gehört und auf dem Sie sich versteckt haben.
27:09Ein bisschen viel Zufall für einen Zufall, oder nicht?
27:13Ohne einen Anwalt sage ich jetzt gar nichts mehr.
27:18Können Sie mich allein lassen?
27:21Ich bin jetzt sehr müde.
27:24Müde?
27:25Ja.
27:32Herr England, ich wusste wirklich nicht, dass er noch lebt.
27:36Inke, das hoffe ich für dich.
27:38Ansonsten müsste ich davon ausgehen, dass du in einen Mordfall verstrickt bist.
27:42Ich glaube nicht, dass er...
27:43Und warum verhält er Sie dann so unkooperativ?
27:46Mann, ich weiß es doch auch nicht.
27:50Ich wünschte, ich könnte glauben.
28:02Was verschweigst du der Polizei?
28:05Wenn du jetzt nicht mit mir redest, dann verschwinde ich diesmal aus deinem Leben.
28:09Und zwar für immer.
28:18Inka!
28:33Jürgen, ich weiß nicht, ob du was damit zu tun hast.
28:36Aber ich habe endlich meine Tochter wieder.
28:40Und ich gehe nicht ins Gefängnis.
28:45Ich habe das, was von der Leiche noch übrig ist, untersucht.
28:49Auch wenn man mal den manipulierten DNA-Test außer Acht lässt, hätte man diesen Mann durchaus für Stabmaust halten können.
28:56Größe, Statur.
28:57Das Alter, circa 50.
29:00Sogar die Haarfarbe kam hin.
29:01Und kommen wir über den Zahnstatus weiter.
29:03Der konnte schon damals aufgrund der massiven Schädelverletzung durch die Schiffsschrauben nicht bestimmt werden.
29:08Und da war die Leiche noch in einem wesentlich besseren Zustand.
29:10Aber ich konnte etwas finden, was die Identifizierung erleichtern könnte.
29:16Seht ihr das hier?
29:17Ja, das ist ein Oberarmknochen.
29:19Richtig.
29:20Ich konnte eine Sklerosierung feststellen.
29:22Eine Verdichtung des Knochens.
29:24Dieselbe fand ich auch an der Wirbelsäule.
29:26Das heißt, der Mann war krank?
29:28Arthrose, oder?
29:29Nein.
29:31Vielleicht haben er oder sein Hausarzt es irrtümlich dafür gehalten.
29:34Denn diese Knochenkrankheit ist schwer zu diagnostizieren.
29:38Es handelt sich hierbei um Morbus Pucket.
29:40Und was treten da für Symptome auf?
29:42Heftige chronische Schmerzen des betroffenen Knochens, die natürlich ausstrahlen, weswegen es schwer zu erkennen ist.
29:48Hätte man das nicht schon damals nach seinem Tod erkennen müssen?
29:51Natürlich, wenn die Kollegen danach besucht hätten.
29:53Aber sie hatten ja den manipulierten DNA-Test.
29:57Okay, also vom Alter her kommen ja noch zwei Vermisste in Frage.
30:00Und aufgrund der Haarfarbe können wir hier den rothaarigen russischen Matrosen ja ausschließen.
30:04Ja, und der andere hat keine chronischen Krankheiten.
30:08Wir müssen die Suche ausweiten.
30:10Ganz Schleswig-Holstein oder sogar bundesweit.
30:12Aber vielleicht nicht nur örtlich, sondern auch zeitlich.
30:14Stimmt.
30:15Erwachsene werden oft erst nach Tagen oder Wochen als vermisst gemeldet.
30:20Hier.
30:21Hier ist jemand, der ist eine Woche später vermisst gemeldet worden.
30:24Matti Tam.
30:26Was heißt er, ist BU?
30:29Berufsunfähig.
30:30Vielleicht wegen einer chronischen Knochenkrankheit.
30:35Und die Frau wohnt auch noch in Lübeck.
30:39Ruth und Tam.
30:41Von dem müssen wir mal reden.
30:43Danke.
31:01Alter!
31:02Du hast Nerven!
31:05Wie kommst du hier rein?
31:08Verstehe.
31:11Ich will eigentlich nur wissen, wie ausgerechnet die Leiche deiner Mitarbeiterin auf meinen Schrottplatz kommt.
31:15Keine Ahnung.
31:17Das ist doch die, die meine DNA manipuliert hat, oder?
31:19Ja, aber doch formal.
31:20Das war ich.
31:21Das wäre doch damals aufgefallen, wenn auf dem Test der ausgerechnet den Tod meines Freundes bestätigt meine Unterschrift prangt.
31:27Aber was ist das mit dem Mord?
31:29Warum sollte ich die denn umbringen?
31:32Ich habe gar nichts mit ihr zu tun.
31:34Die gearbeitet gar nicht mehr bei mir.
31:36Dann war das alles nur Zufall, oder was?
31:38Sag mal, was soll denn diese untertonen?
31:40Warum sollte ich ausgerechnet dir eine Leiche quasi in den Vorgarten legen?
31:45Alles klar.
31:47Das ist alles ein einziger Albtraum, Yannick.
31:51Ich besorge uns den besten Anwalt.
31:53Der wird uns durch diese DNA-Geschichte durchpauken.
31:56Und so lange rede ich so am besten nicht mehr mit der Polizei.
31:59Wir müssen jetzt nur zusammenhalten, wie früher.
32:18Das ist doch gar nicht.
32:20So, wohin damit?
32:21Keine Ahnung, da hinten in die Ecke, irgendwo.
32:23Oh Mann, das kann doch nicht wahr sein.
32:25So eine Scheiße.
32:27Was denn?
32:27Die Fingerabdrücke auf dem Spaten.
32:30Die stimmen nicht mit denen von Stapenhorst überein.
32:32Was?
32:33Aber es stimmte doch alles.
32:34Der Tatort, das Motiv.
32:36Wieso finden wir seine DNA, wenn das nicht wahr?
32:38Vielleicht hat Stapenhorst beim Aufhinden der Leiche etwas angefasst und so den Tatort verunreinigt.
32:43Blumenerde und irgendwelche Pollen hat Strahle auf der Tat, was wir gefunden haben.
32:47Camelot Rosen steht hier.
32:49Sehr selten und extrem pflegeintensiv.
32:52Wir wissen, wer Camelot Rosen in seinem Garten hat.
32:56Laborleiter Dr. Böhm.
33:00Wie heißt der mit Vornamen?
33:03Äh, Jürgen.
33:05Moment mal.
33:07Hier, da haben wir doch unser J. Jürgen.
33:09Aber auf einen Augenblick mal, wir hatten jetzt Stapenhorst mit Böhm zu tun.
33:13Vor allem, was hat der für eine Motivation, seine Mitarbeiterin zu erschlagen?
33:17Bestellen Sie den mal sofort ein.
33:19Los.
33:49Also Böhm hat von einer Stunde hektisch das Labor verlassen.
33:51Seine Frau sagt, er ist auf Fortbildung, aber davon weiß das Labor nichts.
33:54Die ist auf der Flucht? 100 Prozent.
33:56Böhm hat ein Ferienhaus in Dänemark.
33:58Gut, wir leiten sofort eine Großverhandlung ein.
34:00Herr Böhm ist ja nicht dumm. Der weiß doch sicher, dass wir die Straßen dicht machen.
34:03Er wird nicht mit seinem Auto über die Grenze fahren.
34:06Ich bin mir sicher, Böhm flüchtet mit einem Boot.
34:10Ja, Böhm ist doch Segler.
34:12Auf seinem Schreibtisch, da war ein Bild von seiner Frau, da steht sie auf dem Steg vor einer Yacht.
34:16Moment mal, Böhm ist Segler.
34:18Ja, Stapenhorst hat eine Werft. Und Stapenhorst segelt auch.
34:22Und hat die Welt umsegelt.
34:23Und die Welt umsegelst du nicht allein. Checken Sie doch mal, ob es da eine Verbindung gibt.
34:34Hier. Tatsächlich.
34:36Jürgen Böhm und Yannick Stapenhorst. Zwei Freunde aus Lübeck erobern die Welt.
34:41Die beiden sind dicke Freunde. Und Böhm verhilft Stapenhorst, mit der Laboranalyse seinen Tod vorzutäuschen.
34:47Das musst du ihm erstmal beweisen. Der Typ hatte acht Jahre lang Zeit, seine Spuren zu verwischen.
34:51Das machen wir, wenn wir ihn haben. Denn wir wissen, wo dieses Boot liegt.
34:58Jürgen, was machst du hier?
35:01Ich brauche das Boot.
35:03Ja klar, aber warum hast du mir das nicht schon vorhin gesagt?
35:06Nach dem bürokratischen Quatsch können wir doch überspringen, oder?
35:08Ja klar, aber...
35:09Du musst einfach nur eine Weile weg.
35:12Ausgerechnet jetzt? Die Polizei denkt, Papa sei ein Mörder. Du kannst uns jetzt nicht im Stich lassen.
35:17Ich habe jahrelang genug für deinen Vater getan.
35:23Hast du von ihm gewusst?
35:29Hast du mich all die Jahre lang angelogen?
35:31Tu mal Gefallen und klär das mit deinem Vater.
35:37Du hast die Frau umgebracht.
35:45Du willst gar nicht einfach nur weg.
35:51Du willst abhauen.
35:53Inka, komm bitte an Bord.
36:06Was hast du mit mir vor?
36:07Wenn wir am Ziel sind, lasse ich dich wieder frei.
36:15Du kannst mich gar nicht wieder gehen lassen.
36:19Ich weiß, wo sie dich finden können.
36:43Da ist Böhm.
36:45Und der Inka.
36:47Herr Hengen, hier bin ich!
36:50Bleib verdammt, noch weinsitzig!
36:53Pass ihr los!
36:55Ach, Mist!
36:58Inka!
37:25Danke nochmal.
37:27Ab ins Warme.
37:31Ist ihr okay?
37:33Sie ist halt im Nehmen.
37:34Und du?
37:36Na ja, wir...
37:37Wir haben unseren Mörder, oder?
37:40Ich weiß.
37:41Aber um ihn zu überführen, brauchen wir ihn bestellen.
37:43Das wollen wir uns jetzt.
37:44Komm.
37:54Ich sag' Ihnen doch, Sie haben den Falschen.
37:57Warum haben Sie Inka Stappenhorst entführt?
37:59Entführt?
38:01Ich wollte eine Runde Segeln kopffrei kriegen.
38:04Und dann kam Inka mit diesem unglaublichen Vorwurf.
38:07Ich meine, Sie erhält mich wie ein Mörder.
38:11Bin ich in Panik geraten.
38:12Das ist ja auch kein Wunder.
38:13Wir haben Ihre Fingerabdrücke auf dem Spaten gefunden,
38:16mit dem Sophie Jensen erschlagen wurde.
38:18Ach, den, den Sie bei Janik Stappenhorst
38:19auf dem Schrottplatz gefunden haben.
38:24Ich will ja einen alten Freund nicht belasten.
38:26Fakt aber ist, diesen Spaten habe ich ihm gelegt.
38:50Kann man Ihnen helfen?
38:51Mein Name ist Gudrun Tam.
38:52Sie wollten mit mir reden.
38:54Ja.
38:55Guten Tag, wo ist Herr Lund?
38:56Guten Tag.
38:57Willst du dich einmal hier platzen, Inka?
38:59Und dieses Schwein kommt wirklich damit durch?
39:02Dürmsverteidiger wird mir für Gericht
39:03alle unsere schönen Indizien in der Luft zerreißen.
39:05Und jeder Richter entscheidet in so einem Fall
39:07im Zweifel für den Angeklagten.
39:10Im Moment kann man ihm nur die Entführung von Inka nachweisen.
39:13Das heißt, wenn wir Pech haben,
39:14dann steht er einfach mit einer Bewährungsstrafe hier raus.
39:16Wir brauchen ein Beständnis.
39:17Sie müssen ihn knacken.
39:19Einfacher gesagt als getan.
39:24Es geht um Ihren vermissten Mann.
39:26Ach, ist Matti wieder aufgetaucht, nach acht Jahren.
39:30Sie haben ihn ja erst nach einer Woche vermisst gemeldet und wir würden gerne wissen, warum.
39:34Tja, unsere Ehe war damals schon im Eimer.
39:37Und an dem Abend, als wir uns das letzte Mal gesehen haben, hat sie mich gekracht.
39:41Und worum ging es bei dem Streit?
39:44Ja, um dasselbe wie immer.
39:46Zu viel Alkohol, zu wenig Geld.
39:49Da war Matti schon ein Jahr arbeitsunfähig.
39:51Weswegen?
39:52Er litt an chronischen Schmerzen.
39:55Er ist förmlich verzweifelt.
39:57Ihr Mann hatte Morbus Paget.
40:01Und woher wissen Sie das jetzt?
40:03Wir können jetzt mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass wir die Leiche Ihres Mannes gefunden haben.
40:23Entschuldigen Sie, aber ich muss da nochmal nachhaken.
40:26Warum haben Sie Ihren Mann erst zu spät als vermisste Mille?
40:33Naja, ich hab gedacht, dass er bei seinem Bruder in Tallin ist.
40:36Wie kamen Sie darauf?
40:38Ja, das hat mir sein damaliger Geschäftspartner erzählt.
40:42Wissen Sie noch, wie der Geschäftspartner Ihres Mannes hieß?
40:46Herr Jürgen.
40:52Wieso?
40:57Verstehe ich Sie jetzt richtig?
40:58Die unbekannte Leiche in dem Grab von Staatenhorst ist der ehemalige Geschäftspartner unseres Hauptverdächtigen Böhm.
41:04Ja, und Tam wollte sich bei ihm wegen seiner Krankheit auszahlen lassen.
41:08Und Böhm hatte nicht genug Geld flüssig, oder wie?
41:11Wahrscheinlich. Laborgeräte sind teuer und die Firma war richtig in den Mießen.
41:15Vielleicht haben wir es hier mit zwei Morden zu tun.
41:17Das Mögliche.
41:19Aber das hängt alles miteinander zusammen.
41:21Trotzdem.
41:22Im Augenblick können wir Böhm nicht einmal dem Mord an Sophie Jensen nachweisen.
41:26Warte mal.
41:27Diese Frau.
41:28Frau Tam.
41:29Sie noch da?
41:30Er ist gleich nebenan.
41:32Es ist nur so eine Idee. Ich weiß nicht, ob es funktioniert.
41:34Aber ich würde es gerne darauf ankommen lassen.
41:36Komm.
41:40Kommen Sie.
41:44So, Herr Böhm, wir sind fürs Erste fertig. Dein Kollege bringt Sie ins Untersuchungsgefängnis.
41:50Wie? So plötzlich? Aber gut, ich habe ja gesagt, dass ich unschuldig bin. Es wird sich alles aufklären.
41:57Jürgen, was machst du denn hier? Was hast du mit meinem Matti gemacht? Was hast du mit Matti gemacht?
42:06Was haben Sie denn mit Matti gemacht?
42:32Also Matti und ich sind wegen des Geldes in Streit geraten.
42:39Es kam zu einer harmlosen Rangelei. Und dabei ist an die Trafe gestolpert und runtergegangen in Stein.
42:50Und dann dieser irrwitzige Zufall.
42:54Ausgerechnet Sie sollten die Identität von Matti Tams entstellter Leiche bestimmen.
43:00Ja, und da kam mir die Idee.
43:03Ich wusste von Janiks Verzweiflung, dem Tod seiner Frau und den Schulden.
43:10Und so konnten Sie zwei Fliege mit einer Klappe schlagen.
43:13Sie haben die Leiche von Ihrem Geschäftspartner Tam als Stappenhorst ausgegeben.
43:18Ohne Leiche gab es keinen Mörder.
43:20Und obendrein konnte Stappenhorst in eine neue Identität schlüpfen.
43:24Und wieso musste Sophie Jensen sterben?
43:29Sie war eben in ihr liiert, nicht wahr?
43:31Sophie Jensen wusste über alles Bescheid.
43:35Wir haben uns begehrt.
43:37Ja, vielleicht auch geliebt.
43:43Über die Jahre ließ das nach, jedenfalls bei mir.
43:47Sie wollte immer mehr.
43:50Da habe ich die Sache beendet.
43:56Vor zwei Tagen, da kam sie zu mir nach Hause in den Garten.
44:03Sie wollte mich wieder zurück.
44:05Obwohl es immer klar war, dass ich meine Frau nie verlassen werde.
44:10Hey, ach, die schrie dann so wild rum.
44:15Sie meinte, sie würde zur Polizei gehen und alles verraten.
44:21Sie wollte mich und mein Leben zerstören.
44:25Und ich hatte dann so einen Rausch im Kopf.
44:34Ich wollte meine Ruhe.
44:40Was wusste ich ja nicht, Stappenhorst und alledem?
44:45Er wusste nur, dass ich das DNA-Gutachten gefälscht habe.
44:59Ich habe mit Herr Engling gesprochen.
45:02Jürgen hatte ich nur benutzt.
45:04Das war kein Freundschaftsdienst.
45:07Wirklich?
45:17Ich habe aber davon profitiert.
45:22Du wirst die Versicherung zurückzahlen müssen.
45:25Ist das immer noch deine Sorge?
45:29Ich war schon bei der Bank.
45:31Es wird schwer, aber die Werft wird überleben.
45:42Und ich muss im Knast.
45:43Ja.
45:49Aber ich meine, ein Vorteil hat das Ganze.
45:55Ich weiß dann wenigstens, wo du bist.
46:10Ja, willst du noch mal reinspringen?
46:12Spinnst du?
46:13Sind wir bei Baywatch?
46:15Nee, nee.
46:16Heute habe ich genug Rettungsschwinger gespielt.
46:21Aber woher wusstest du, dass das funktioniert?
46:24Du, ich habe einfach darauf gehofft, dass Böhm's Fassade in der direkten Konfrontation mit der Tam bröckelt.
46:30Verstehe.
46:32Das ist also ein großer Unterschied, ob man der Witwe seines Opfers ins Gesicht lügt oder zwei alten Bullen wie
46:37uns, was?
46:39Ich bin jedenfalls froh, dass ich dir bei deinem Trick vertraut habe.
46:43Du vertraust mir, ja?
46:44Ja, sowas von.
46:45100 Prozent.
46:46Na dann.
46:48Komm.
46:51Äh, Vertrauen, äh, ja gut, vielleicht ist Vertrauen nicht das richtige Wort.
46:58Vertrauen ist vielleicht ein bisschen hochgegriffen.
47:00Ähm, vielleicht trifft's Vertrauen nicht ganz.
47:03Ich würde sagen, vielleicht eher sowas wie...
47:06Ah, okay, okay, ich vertraue dir, aber könnten die jetzt ein bisschen langsamer fahren.
47:115000 Jahre.
47:12Ah, okay.
47:13Ich hoffe es, köater.
47:14Hallo.
47:14All crossed.
47:14Hall.
47:15Hall.
47:15Vielen Dank.
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