- vor 6 Stunden
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SpaßTranskript
00:21Grüße, die Herren. Schön, dass Sie gekommen sind.
00:23Wir freuen uns auch sehr.
00:24Ja, ich bin gleich bei Ihnen.
00:26Ah, Herr Dr. Koch, Sie haben nicht rein zufällig den Herrn von Holzbach gesehen?
00:34Äh, nein, tut mir leid.
00:36Ich wollte nur ganz kurz mit ihm den Ablauf durchgehen.
00:38Gut, danke.
00:39Bis gleich.
00:40Bis gleich.
00:41Ja.
00:46Herr von Holzbach?
01:01Herr von Holzbach, ich würde mit Ihnen gern noch mal den Programmablauf durchgehen.
01:29Jetzt geh schon raus, der Hund.
01:35So ist er, der Querulant.
01:44Schafft.
01:45Herr Marie, ich bin um so spät dran, ich muss nicht dringend interessieren.
01:47Jetzt hör mal doch erst einmal zu.
01:49Nur, ich bin hier bei der Eröffnung der Volkskunde-Ausstellung und habe einen Toten gefunden.
01:54Was?
01:55Einen Toten, der ist so schlecht.
01:57Den Herrn von Holzbach.
01:59Und so wie es ausschaut, haben Sie ihn umgebracht.
02:01Bist du sicher?
02:02Ja, wenn ich es doch sage.
02:04Und ich glaube, das ist noch gar nicht lang her.
02:06Was?
02:07Herr Kutzenesen, ich habe gesagt, dass ich glaube, dass er nicht lang hier ist.
02:11Gut.
02:12Also Marie, du nimmst jetzt jemanden vom Personal und passt auf, dass keiner der Gäste geht,
02:16ja?
02:16Die sollen alle bleiben, wo sie sind.
02:17Ich informiere die Stockel.
02:19Bis gleich.
02:19Aber brauchst du nicht?
02:21Jaha.
02:23Das fang doch schon wieder gut, oder?
02:26Frau Stockel, passen Sie mal auf.
02:33Ach, Frau Hofer, sagen Sie, haben Sie meinen Onkel gesehen?
02:36Ja.
02:38Ich, äh, oh Gott, ich weiß gar nicht, wie es Ihnen sagen soll, Herr Fleischmann.
02:44Was ist denn los?
02:46Also, ich muss Ihnen eine sehr traurige Nachricht überbringen, Ihr Onkel, er ist tot.
02:52Was?
02:53Ja.
02:56Bitte, bitte sind Sie so gut und helfen Sie mir jetzt.
02:58Wir müssen dringend das Personal informieren, keiner der Gäste darf den Hof verlassen.
03:03Ja, aber...
03:03Ich erkläre es Ihnen dann gleich, kommen Sie, bitte, kommen Sie.
03:07Ja, Herr Hofer, ja, ich richte es dem Herrn Lind aus.
03:12Ja, sag ich ihm.
03:14Ja, wieder hören.
03:17Lassen Sie mich raten, Herr Hofer kommt heute nicht.
03:21Na?
03:23Seine Schwester hat er leicht gefunden.
03:26Und wo?
03:27Bei der Volkskundeausstellung und Sie sollen sofort da hinfahren, weil der Mörder könnte
03:30vielleicht noch vor Ort sein.
03:32Ja, dann informieren Sie bitte Herrn Mohr gleich, ja?
03:34Mach ich.
03:36Ist der Hofer schon dort?
03:37Nein, der macht sich jetzt erst auf den Weg, weil sein Traktor hat ein Problem gehabt.
03:41Aha.
03:42Das sind die kleinen Feinheiten, die ich in Hamburg wirklich vermisse.
03:45Ja.
03:45Dann bleibst du doch da.
03:47Ja, danke.
03:54Ja, sag einmal, wo bleibst denn du?
03:56Der Lind war da schon.
03:58Das lernen kann ich noch nicht.
03:59Habt ihr den Täter schon gefasst?
04:00Nein, aber dank deiner Schwester haben wir einen ganzen Haufen von Verdächtigen.
04:03Schön.
04:04Sind jetzt alle Gäste?
04:05Ja, bis auf vier Herren aus Rosenheim, die wollten nicht warten.
04:09Rosenheimer Prominenz.
04:11Sie haben sie einfach so gehen lassen.
04:12Wir waren ja noch nicht einmal da.
04:15Aber Sie haben Ihre Personalien hinterlassen.
04:17Schön.
04:17Und das Opfer?
04:18Opfer waren noch da.
04:20Um wen handelt es sich?
04:21Das ist ein Graf.
04:23Sigmund von Holzbach, 62 Jahre alt, ledig.
04:26Er war sogar der Schirmherr der Veranstaltungen.
04:28Das ist schön.
04:29Bitte mir zu folgen.
04:31Sehr wohl, Herr Knaben.
04:40Grüß Gott, Beinand.
04:41Herr Wufa beirrt uns doch noch.
04:43Wie schön.
04:43Läuft der Traktor wieder?
04:45Das leider nicht, aber ich weiß nicht, wo dann fliegt.
04:47Da bin ich ja beruhigt.
04:48Ja, ihr erst.
04:49Grüß Gott, Herr Doktor.
04:52Können Sie schon was sagen?
04:53Äh, noch nicht viel.
04:55Nur, dass er mit einem Stich in den Rücken getötet wurde.
04:57Mhm.
04:58Meine Schwester, ich meine, die wäre noch nicht lange tot gewesen.
05:00Ich weiß noch, wie sie in Kronter hat.
05:01Kann das sein?
05:01Ja.
05:01Ja.
05:02Grüß Gott, Herr Doktor.
05:02Der Körpertemperatur nach zu urteilen, ist es noch keine 45 Minuten her.
05:05Meine Schwester hat mir 40 Minuten angerufen.
05:08So schnell, wie sie reagiert hat, kann es durchaus sein, dass der Täter noch unter den Gästen ist.
05:12Nein.
05:12Danke, Frau Doktor.
05:13Tschüss.
05:14Gerne, danke.
05:16Michi, Tatwaffe?
05:18Haben wir noch keine, aber wir suchen gerade die ganzen Gäste.
05:21Bitteschön, Frau Doktor.
05:21Tschüss.
05:22Zumindest haben wir schon ein Motiv.
05:23Ich denke, ein Rauben hat.
05:24Die Dame vom Sicherheitsdienst meint, Herr von Holzbach hätte die Alarmanlage ausschalten lassen,
05:28weil er nochmal in die Vitrine wollte.
05:30Und da wird ihn der Täter wohl überrascht haben.
05:32Mhm.
05:32Und drin war ein Prunkei.
05:35Tja, aber was für eins.
05:36Können wir hören.
05:37So, mit Gold und Edelsteine.
05:40Wunderschön.
05:41Sehr schick, ja.
05:43Leihgabe mit freundlicher Genehmigung von Sigmund von Holzbach.
05:46Dann hat sie das Ei gekürt.
05:48Aber warum er da nochmal ran musste?
05:51Herr Linz, da könnte es vielleicht dem Museumsdirektor weiterhelfen.
05:54Der, äh, Doktor Koch, der wartet gerade unten im Hof.
05:58Ja, nix wie hin.
05:59Gehen wir.
06:02Es tut mir wirklich sehr, sehr leid.
06:04Aber, komm mal.
06:05Ja.
06:06Entschuldigung, sag einmal.
06:07Du hast aber lange herbraucht.
06:08So, ich bin ja schon die ganze Zeit da.
06:10Wie geht's denn denn im Hauptschwister?
06:11Na, wieso ist mir schon okay?
06:12Übrigens, das ist der Herr Fleischmann, der Neffe vom Herrn Holzbach.
06:16Mein Bruder, Hauptkommissar Hofer, sein Kollege Herr Lind und der Herr Michi.
06:19Moa.
06:20Grüß Gott.
06:21Und Herr Beinert.
06:22Vielen Dank.
06:23Ja, da habe ich totales Glück gehabt, dass ich ihn da oben drauf habe.
06:26Der Herr Fleischmann hat mir nämlich geholfen, das Personal zu informieren.
06:29Darf ich fragen, was Sie da oben gemacht haben?
06:31Die Gäste haben nach meinem Onkel gefragt.
06:33Da wollte ich mal sehen, wo er bleibt.
06:34Die sind da vielleicht irgendwas Ungewöhnliches abgefahren?
06:36Ich wollte es gerade schon Frau Hofer erzählen.
06:39Ich habe tatsächlich jemanden gesehen.
06:40Und wo?
06:42Im Gang vor den Ausstellungsräumen.
06:44Einen älteren Herrn im dunklen Anzug.
06:46Würden Sie den Mann wiedererkennen?
06:48Ja, ich denke schon.
06:50Dann sind Sie bitte so gut und gehen mit dem Kollegen Moa mit und schauen sich die Gäste
06:53noch mal an.
06:54Komm uns bitte mit.
06:55Du warst das?
06:56Ja, weil ich...
06:56Gut.
06:57Ja.
06:58Und ich?
06:58Und du?
06:59Du darfst jetzt nach Hause fahren.
07:00Hm.
07:01Geh, Schwester, jetzt.
07:02Da warten die Kühe auf dich.
07:09Ja?
07:10Hallo, Frau Stockel.
07:11Grüß Sie, Frau Ortmann.
07:13Ich hätte da eine Bitte.
07:15Die Prüfstelle in München hat vermerkt, dass wir die Quittungsbelege übersichtlicher
07:18anordnen sollen.
07:20Noch übersichtlicher?
07:21Die wollen, dass wir die Ausgaben nach Kontenstellen aufschlüsseln.
07:24Die haben auch immer was Neues, gell?
07:27Das sind die Quittungen des letzten Quartals.
07:29Die müssten Sie entsprechend bearbeiten.
07:32Ich soll das alles noch mal machen.
07:34Was heißt noch mal?
07:34Sie müssen es ja erst mal richtig machen.
07:36Entschuldigen Sie bitte, Frau Ortmann.
07:37Ich kann doch meine Arbeit nicht doppelt und dreifach machen.
07:40Ich habe aber nur was anderes zu tun.
07:42Wie gesagt, die Ansage kommt aus München.
07:44Das mag sein.
07:45Tut aber nichts zur Sache.
07:47Frau Stockel.
07:51Das mache ich nicht.
07:52Na schön.
07:53Ich lasse Ihnen die Belege mal hier.
07:55Vielleicht überlegen Sie es sich ja noch mal anders.
07:58Glaube ich kaum.
08:18Sag mal Herbert, weißt du wer der Direktor Koch ist?
08:21Das weiß ich nicht.
08:23Wie immer keine Ahnung der Mann.
08:26Herr Direktor Koch bitte!
08:34Hauptkommissar Lindt Kripo Rosenheim, das ist mein Kollege, der Herr Hofer.
08:37Grüß Gott.
08:37Grüß Gott.
08:40Das ist ja eine schreckliche Geschichte mit dem Herrn von Holzbach.
08:43Ja.
08:43Haben Sie sich gut gekannt?
08:44Wir hatten ja eine geschäftliche Beziehung.
08:47Herr von Holzbach ist schon über Jahre ein großzügiger Förderer unseres Museums.
08:51Mhm.
08:52Und dieses Prunkei da, das hat ihm gehört?
08:57Das ist ein altes Familienerbstück.
08:59Über 100 Jahre alt.
09:01Herr von Holzbach hat es uns hin und wieder zur Verfügung gestellt.
09:04Ziemlich wertvoll, nehme ich an.
09:05Bei unserer letzten Schätzung kamen wir auf über 200.000 Euro.
09:10Warum fragen Sie?
09:11Weil das Ei gestohlen wurde.
09:15Dann hat also der Dieb den Herrn von Holzbach?
09:17Das sieht im Augenblick so aus, ja.
09:19Herr Direktor Koch, können Sie sich vorstellen, wer aus dem Umfeld für so eine erlauben
09:26Frage käme?
09:28Ich weiß nicht.
09:31Naja, ich glaube nicht, dass es damit was zu tun hat.
09:35Aber vorhin haben sich der Herr Lemke und der Herr von Holzbach heftig gestritten.
09:40Lemke?
09:40Der Anwalt von Herrn Holzbach.
09:42Seine Kanzlei ist ja in der Auenstraße.
09:45Worum ging es da?
09:46Ich weiß nicht, es war viel zu weit weg.
09:49Aber Herr Lemke schien sehr erregt zu sein.
09:52Und dann?
09:53Dann hat Herr Lemke sich mit seiner Frau verabschiedet und sie sind gegangen.
09:59Ja, Herr Koch, ich glaube das war's dann fürs Erste.
10:03Sollte man noch mehr fragen und dann mehr etwas beenden.
10:05Bitteschön.
10:05Wiederschön.
10:15So.
10:16Der Fleischmann hat jetzt alle Gäste angeschaut, hat aber niemanden wiedererkannt.
10:20Schade.
10:21Bleibt es nur unser Rosenheimer Prominenz.
10:23Die Vierer, die heimgegangen sind.
10:24Genau die.
10:25Und die lädt sich jetzt seine Gegenüberstellung vor.
10:27Da wird der Achtziger keine Freude mit uns haben.
10:29So.
10:30Schau.
10:31Zwei sind Stadträte.
10:32Einer ist ein Justizial.
10:34Und dann haben wir noch einen Ehrenbürger.
10:35Macht sich großartig im Vernehmungsraum.
10:37Und meine Schwester ist auch im Stadträt.
10:38Sollte ich auch vorladen.
10:40Michi, das sind auch nur Menschen.
10:41Und die sind bekanntlich alle vor dem Gesetz gleich.
10:44Ich sag dem Fleischmann Bescheid wegen der Gegenüberstellung.
10:47Das machst du.
10:48Ich hab den Lemke erreicht.
10:49Er ist in einer halben Stunde im Präsidium.
11:00Grüß Gott, Frau Stockerl.
11:02Was das Ei angeht, sollten wir vielleicht die Juweliere im Umland informieren.
11:06Sagen Sie, dass der Täter das einfach so verschärbelt?
11:09Wenn er es nicht behalten will, wird er es wohl verkauft.
11:11Ja, aber das ist doch heiße Ware.
11:13Da kann er doch nicht zum Juwelier an der Ecke gehen.
11:16Das heißt, wir brauchen Insider-Informationen.
11:18So scheint's aus.
11:20So, mit der Befragung voll die Gäste sind wir durch.
11:23Und?
11:23Gibt's was Neues?
11:24Nein.
11:25Die geben sich gegenseitig Alibi, weil sie in Gruppen zusammengestanden sind.
11:28Und Messe oder sowas hat auch keiner dabei gehabt.
11:31Dann bleiben nur noch unsere vier Ausreißer.
11:33Ja.
11:33Und die sind um zwei Uhr mit dem Herrn Fleischmann da.
11:36Gut.
11:36Und das haben wir im Mantel von Herrn Holzbach gefunden.
11:43Ein Maut-Ticket und zwei Einsatzkarten.
11:47Für Verona.
11:49Tessori Darte.
11:50Ah, die Oper.
11:51Mhm.
11:53Eine internationale Antiquitäten-Aktion.
11:55Aha.
11:59Vorgestern.
12:00Könnte das was mit dem Diebstahl zu tun haben?
12:02Dann müssten wir jetzt wissen, für wen die zweite Garten bestimmt war.
12:05Ja, aber wenn er mit dem Auto gefahren ist, wird sich das sehr schwer ausfinden lassen.
12:09Ja, irgendwo muss er gewohnt haben.
12:10Genau.
12:11Na, das klingt ganz nach einer Fleißarbeit.
12:13Frau Stockl?
12:17Ja.
12:18Können Sie was machen?
12:20Alle Hotels in Verona anrufen?
12:22Wir müssen rauskriegen, mit wem Herr von Holzbach da abgestiegen ist.
12:25Herr Lind, das habe ich schon verstanden.
12:27Aber ich meine, in Verona, das sind, das sind hunderte von Hotels.
12:31Sie müssen ja nicht alle anrufen.
12:32Ich denke mal, das sind ein der besseren Hotels gewohnt.
12:35Ja, das sind immer nur zig Hotels und außerdem spreche ich überhaupt kein Italienisch.
12:39Ja, ich spreche nur eh alle Deutsch-Tunden.
12:41Ihr wart in Gottes Ohr, Herr Hofer.
12:43Ja, das schaffen Sie schon, Frau Stockl.
12:46Oh Mann.
12:49Okay.
12:52Hotels in Verona suchen.
12:58Grüß Gott.
12:59Grüß Gott.
13:00Martin Lemke.
13:01Ich soll mich hier bei einem Herrn Hofer oder Lind melden.
13:05Ja, da sind Sie gerade richtig.
13:06Gehen Sie genau da durch, bitte.
13:08Dankeschön.
13:09Bitteschön.
13:13Das sind doch 122 Hotels.
13:15Also die spinnen doch, oder?
13:17Herr Maudel?
13:18Ja.
13:19Der Herr von Holzbach.
13:20So ist es.
13:21Aber ich habe ihn doch erst heute auf der Ausstellung gesehen.
13:23Das ist uns so angekommen.
13:24Nehmen Sie bitte Platz.
13:27Was Sie noch gehört haben, ist, dass Sie einen heftigen Streit mit ihm gehabt haben.
13:30Sprechen Sie Deutsch?
13:32Was heißt Streit?
13:33Wir hatten eine geschäftliche Auseinandersetzung.
13:36Also.
13:37Und um was ging es bei dieser geschäftlichen Auseinandersetzung?
13:40Um eine Immobilie, die er kaufen wollte.
13:44Da ich so einen Anwalt bin, habe ich ihm davon abgeraten.
13:47Das war alles?
13:48Ja.
13:49Und dann?
13:50Bin ich mit meiner Frau gefahren.
13:53Und Sie sind nicht noch mal zurückgekommen in die Ausstellung?
13:55Nein.
13:57Da können Sie auch gerne meine Frau fragen.
13:59Tun wir sowieso.
14:01Von Holzbach und ich waren über 20 Jahre miteinander befreundet.
14:05Freundschaften können auch zerbrechen.
14:08Anstatt mich zu belästigen, sollten Sie sich mal lieber um seinen Neffen kümmern.
14:11Herrn Fleischmann?
14:12Ja.
14:14Der hätte noch ständig angerufen und schikaniert.
14:17Aha.
14:17Weswegen?
14:18Das fragen Sie mal besser selbst.
14:21Na gut.
14:22Dann können Sie jetzt gehen, Herr Lemke.
14:25Aber Sie halten sich zu unserer Verfügung.
14:30Ach, Herr Lemke, Sie waren nicht zufällig am Wochenende in Verona?
14:34Verona?
14:36Nein.
14:37Schade.
14:37Schöne Stadt.
14:40Also, ob das wirklich eine geschäftliche Auseinandersetzung war, das wage ich zu bezweifeln.
14:44Ja.
14:45Wir sollten uns trotzdem noch mal diesen Fleischmann vornehmen.
14:47Ja.
14:48Da kommt eben zwei.
14:49Immer durchführen, wenn ich jetzt so versuchte rein.
14:54Luzi, fix!
14:55Das gibt's doch nicht!
14:56Schafft Zeiten, diese Hotels, die rauben mir den Letzt hinwerfen, als wenn ihr nichts
14:59zu tun hätt.
15:01Gibt's Probleme mit den Hotels?
15:03Von wegen, die sprechen alle Deutsch.
15:05Außer Arrivederci und Pugiorno habe ich leider nichts verstanden.
15:07Ja.
15:08Gibt's da doch noch Ausnahmen?
15:11Ja.
15:12Aber wenn das so weitergeht, dann brauche ich Wochen dafür, bis ich da durch bin.
15:15Sonst fragen Sie halt die Frau Ortmann, ob die für Sie einfach, die spricht doch italienisch.
15:18Das ist momentan ganz schlecht, weil mit dir stehe ich gerade auf Distanz.
15:21Na, jetzt ziehen Sie doch nicht so, Frau Stockl, es handelt sich immerhin um einen Mordfall.
15:25Ja, Herr Hofer, dann fragen Sie es doch selber.
15:28Ich glaube, das macht dann doch besser, der Helene.
15:31Ja, wenn ich euch damit glücklich mache, ich bin dann schon einmal bei der Frau Stockl,
15:35der Frau Stockl.
15:36Ciao.
15:37Selber Ciao.
15:40Jan?
15:43Hast du einen Moment?
15:44Um was geht's?
15:46Ich könnte deine Hilfe gebrauchen.
15:49Also genauer gesagt, deine Italienischkenntnisse.
15:51Und da kommst du zu mir?
15:52Spricht deine Helen kein Italienisch?
15:56Es geht um einen Mordfall.
15:58Ja.
15:58Ja, dass du mich nicht zum Italiener einladen willst, habe ich mir schon gedacht.
16:02Ich wollte dich fragen, ob du vielleicht ein paar Hotels in Verona anrufen kannst.
16:05Wir suchen jemanden, der am Wochenende dort war.
16:08Und warum macht das nicht Frau Stockl? Oder ist ihr das auch zu viel Arbeit?
16:11Sie spricht kein Italienisch.
16:14Also im Moment ist es wirklich schlecht, ich muss noch die Abrechnung fertig machen und...
16:17Du würdest mir wir... also uns wirklich einen großen Gefallen tun.
16:25Um wen geht's denn?
16:29Um Herrn Holzbach.
16:35Ganz schön breite Klinge.
16:39Entschuldigung.
16:39Kein Problem.
16:42Und, macht sie es?
16:43Macht sie es?
16:44Ach so, ja, ja, sie macht es.
16:46Wie ich bereits schon zu Herrn Hofer sagte, hat der Täter recht fest zugestochen.
16:49Die Wunde reicht vom Rücken bis zum Herz.
16:52Herr Holzbach muss sofort tot gewesen sein.
16:54Das heißt, dass das Messer oder was immer es war, ziemlich lang gewesen sein muss.
16:5930 bis 35 Zentimeter.
17:05Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das hier.
17:10Was ist das?
17:12Ich habe chemische Rückstände gefunden, die ich nicht zuordnen konnte.
17:15Was in der Wunde von Herrn Holzbach?
17:17Vielleicht durch die Tatwaffe?
17:19Ich gebe das mal ins Labor, vielleicht können die uns weiterhelfen.
17:22Ja, super.
17:23Ja, dann danke erstmal für Doktor, wenn du etwas Neues gibst.
17:26Sag nicht Bescheid.
17:28Super, danke.
17:28Tschüss.
17:29Ich habe übrigens vorhin mit der Frau von unserem Herrn Anwalt vom Leben getelefoniert.
17:35Und, was sagt sie?
17:36Na, sie sagt, dass sie ihren Mann gleich nach der Ausstellung in die Kanzlei fahren hat.
17:41Ja, wundert mich nicht.
17:41Was soll sie auch sagen als Ehefrau?
17:43Klarlich.
17:44Ach, meine Herren.
17:45Mal klein warten.
17:46Okay.
17:49Wen haben Sie mit den Darbittchen zu einer Gegenüberstellung vorgeladen?
17:52Ach, sind die Herren schon da?
17:53Allerdings.
17:54Wissen Sie überhaupt, wer das ist?
17:55Ich denke schon.
17:57Zwei Stadträte, ein Justizialrat und ein Ehrenbürger.
18:00Die können es mir doch nicht einfach wie ein paar Strauchdiebe in den Vernehmungsrahmen einstellen.
18:04Na ja, 80er hätten die Gegenüberstellung bei Ihnen in Peru durchführen sollen, oder was?
18:07Ach, darum geht es doch gar nicht, Herr Hofer.
18:09Die Herren haben sich entgegen der Anweisung des Sicherheitspersonals vom Tatort entfernt.
18:13Genau.
18:13Na ja, das mag ja sein, aber deswegen haben sie noch lange keinen umbracht.
18:17Nein, aber was würden Sie denn machen?
18:20Ja, ja, wie auch immer.
18:22Bitte schön, sind Sie gut und halten Sie das Ganze möglichst kurz.
18:25Das machen wir doch immer.
18:26Ah, Herr Fleischmann ist gut, wir gehen gleich dahinter.
18:28Kommen Sie mit?
18:28Wohin?
18:29Vernehmungsrat.
18:29Ah ja, natürlich.
18:31Stellen Sie sich bitte hier in eine Reihe auf.
18:34Okay.
18:35Ja, Herr Fleischmann, dann schauen Sie sich die Herren mal genau an.
18:41Tja, ich weiß nicht.
18:42Der Mann, den ich gesehen habe, stand ja auch einige Meter von mir entfernt.
18:46Lassen Sie nur ruhig Zeit.
18:51Der zweite von rechts.
18:54Sind Sie sich da auch ganz sicher?
18:58Nein.
19:00Ich glaube, den habe ich nur im Foyer gesehen.
19:03Also, Herr Fleischmann.
19:07Ja, tut mir leid, aber von denen war es keiner.
19:09Na bitte, meine Herren.
19:11Na hören Sie es ja selbst.
19:17Also, wenn das alles ist, dann würde ich jetzt auch ganz gerne gehen.
19:19Ja, da hätten wir aber jetzt erstmal noch Fragen an Sie.
19:23Meine Herren, Sie können jetzt gehen, vielen Dank.
19:25Sie haben uns gar nicht gesagt, dass Sie ein schlechtes Verhältnis zu Ihrem Onkel gehabt haben.
19:29Das ist kein großes Geheimnis, dass wir nicht miteinander konnten.
19:31Und warum, meine Frau?
19:33Ich war ein Taugenichts, den man an sein Geld will.
19:35Und?
19:35Wollen Sie?
19:38Ein einziges Mal habe ich ihn angepumpt.
19:40Geh arbeiten, hat er gesagt.
19:41Dann kriegst du Geld.
19:43Ausgerechnet er.
19:44Eine besonders hohe Meinung scheint Sie von ihm ja nicht gehabt zu haben.
19:47Nach außen hat er immer einen Aufmann von Welt gemacht.
19:49Sigmund von Holzbach.
19:51Der große Förderer deutschen Kulturguts.
19:54Aber?
19:54In Wirklichkeit hat er nur das Geld der Familie durchgebracht.
19:57Und trotzdem waren Sie auf der Ausführungserfahrung?
20:00Ich kann halt nicht Nein sagen, wenn es was umsonst gibt.
20:03Wo waren Sie eigentlich, bevor Sie meine Schwester getroffen haben?
20:07Im Foyer.
20:08Und bevor Sie fragen, ja, dafür gibt es Zeugen und zwar jede Menge.
20:12Kann ich jetzt gehen?
20:14Tja, bitte.
20:15Wiederschauen.
20:19Buongiorno, Hotel Capulet.
20:21Il mio nome è Patrizio Ortmann, io sono della Polizia Criminale di Rosenheim.
20:25Ui, da ist der Frau Ortmann aber ganz schön was eingebrockt.
20:2872 Hotels hat die bis jetzt angerufen.
20:31Da siehst du mal, wie es mir immer geht.
20:34Außerdem, wieso habe ich hier das Ei gebrockt?
20:36Das hätt's doch du machen sollen.
20:38Was geht denn dich das an?
20:39Das ist ja eine ganze Menge wert, das Ei.
20:42Eigentlich bräuchten wir jemanden, der uns was über mögliche Käufer für das Ei erzählen kann, oder?
20:46Ja, genau.
20:48Unter den Gästen in dem Museum, da war schon eine Dings, eine Kunsthändlerin.
20:52Die kannst uns doch da weiterhelfen.
20:53Also machen Sie mich bitte aus.
20:55Ja, das mache ich.
21:04So, jetzt habe ich erreicht, die Frau Frisch.
21:06Welche Frau Frisch?
21:07Henriette Frisch, diese Kunsthändlerin, die ist übrigens auch eine Sachverständige für das Museum.
21:12Steht alles auf der Gästeliste.
21:13Aber einen Termin mit ihr ausgemacht, heute Abend Rosenbrä.
21:17Na, das wäre doch eine Aufgabe für Sie, Herr Hofer.
21:19Ich habe leider keine Zeit.
21:21Was ist für das Schmähen, das Rosenbräu?
21:23Ich muss ja was für den Hof besorgen. Sie müssen alleine in Rosenbräu gehen.
21:28Aber der Fall hat schon noch eine gewisse Priorität in Ihrem Leben, oder?
21:31Ja schon, aber das ist auch sehr wichtig.
21:34Wenn ich das nicht kriege, dann läuft mein Traktor nicht.
21:35Dann muss ich alles mit der Hand machen.
21:37Das wollen wir natürlich nicht.
21:38Ja, das wollen wir wirklich nicht.
21:50Du, die ganze Stadt hat heute über nichts anderes gesprochen, als dass ihr den Huber und den Häffler vorgeladen habt.
21:57Ja mei, wir müssen jeder Spur nachgehen.
22:00Und, war es einer von denen?
22:02Nein.
22:04Was sag ich mir, dieser Fleischmann, der dir auf dem Weg nach unten begegnet ist, weißt du, warum der Sau
22:09auf seinen Onkel war?
22:09Mhm.
22:11Ich habe wegen der Ausstellung viel mit den Holzbachs geredet und auch ein bisschen einen Einblick über die Familienstruktur gekriegt.
22:18Und?
22:19Also irgendwie gab es da Erbstreitigkeiten mit seiner Schwester, also der Mutter vom Fleischmann.
22:24So wie ich das verstanden habe, saß der wohl auf dem Erbe, also der alte Holzbacher, und hat niemandem was
22:28abgegeben.
22:29Danke.
22:31Und nach außen hat er immer den großen Wohltäter markiert?
22:34Tja, wie man es nimmt, für Kunst und Kultur hat er sich eingesetzt und auch gerne den großen Zampano gespielt,
22:39aber seiner Familie gegenüber war der Weißgott kein Menschenfreund.
22:43Da, schau her.
22:44Ich kümmere mich jetzt um den Traktor.
22:45Äh, wie lange brauchst du denn das Essen? Wir sind eine Viertelstunde fertig.
22:48Viel Spaß.
22:49Was gibt's denn?
22:51Was ist gesund?
22:52Ein Schweinsbrat.
22:53Aha.
22:56Na, Mietzi.
22:57Ah, Herr Lind, schön, dass Sie einmal wieder bei uns sind.
23:01Wo haben Sie denn Herrn Hofer gelassen?
23:02Der schraubt in seinem Traktor rum.
23:04Ach, das Übliche.
23:05Und wollte eigentlich draußen sitzen.
23:06Naja.
23:07Ah, da hat der Dame nach Ihnen gefragt.
23:10Das wird Frau Frisch sein, ja.
23:11Die sitzt hinten.
23:12Danke.
23:13Was darf ich Ihnen denn bringen?
23:15Wollen Sie eine Heube?
23:15Nein, nur was trinken.
23:17Kleines Bier.
23:23Also offiziell verkaufen kann er das Ei nicht?
23:27Also seltenes Stück ist gelistet.
23:30Kein renommierter Händler oder angesehenes Auktionshaus würde es annehmen.
23:34Geschweige dem Verkaufen.
23:36Bleibt nun mal der Schwarzmarkt.
23:38Da gibt es genug private Sammler, die bereit wären, eine hohe Summe dafür zu zahlen, ja.
23:43Wie würde man den Wert eines solchen Stücks ermitteln?
23:47Merkwürdig, dass Sie mich das fragen.
23:49Genau deswegen bin ich heute nach Rosenheim gekommen.
23:52Weil Herr von Holzbach mich darum gebeten hatte, eine Expertise von dem Ei zu machen.
23:57Hat er gesagt, warum? Ich meine, stand es zum Verkauf, oder?
24:00Nein, das wüsste ich.
24:04Tja, hier finde ich jetzt raus, wo das gute Stück geblieben ist.
24:08Wenn es von einem Privatmann gekauft wurde, wird es ganz schwer.
24:12Womöglich ist es schon in den USA, in Russland oder sonst wo.
24:16Ich verstehe.
24:17Wenn Sie Glück haben, taucht es nach 30 Jahren wieder auf.
24:21Wenn die Ärmel es zu Geld machen wollen.
24:23Dann bin ich zu alt für den Job.
24:28Buongiorno.
24:29Il mio nome è Patrizio Ortmagno, sono della Polizia Criminale di Rosenheim.
24:33Vorrei sapere si Signora Holzbach...
24:35Ja, einen Moment allein.
24:39Guten Morgen.
24:40Guten Morgen. Na, läuft der Traktor wieder?
24:42Aber hallo, wieder läuft's.
24:44Prima, dann können wir uns ja um den Fall kümmern.
24:46Herr Stucklitz, gib halt den Link.
24:48Mein Gott, das ist der Michi, das ist wichtig.
24:50Ja, ich mach ja schon.
24:52Hallo, Herr Mohr.
24:54Ja, Herr Lind.
24:55Äh, folgendes, wir haben das Ei.
24:57Die Frau Lautner, das ist die Dame vom Sicherheitsdienst.
25:00Die hat's gefunden in einer Abstellkammer.
25:02Ich glaube, es ist ja so.
25:04Der Täter hat's da versteckt, damit er's später dann abholen kann.
25:08Na, sehr gut, Michi. Grüß dich.
25:10Ja, Kabilian, grüß dich.
25:12Was ist jetzt mit dem Ding?
25:14Soll ich's ins Präsidium bringen?
25:15Nein, das machst du nicht.
25:17Aha. Was mach ich denn?
25:20Du legst das Ei wieder schön dahin, wo's gefunden worden ist.
25:23Und dann?
25:24Wenn der Mörder kommt und es Ei holen will, dann nimmst du ihn fest.
25:27Ja, super. Der wird grad kommen, wenn ich davor steh.
25:32Michi, stellst du nicht davor, sondern versteckst dich und passt auf, dass er dich nicht sieht.
25:36Verstanden?
25:37Verstanden.
25:37Also.
25:38Viel Glück.
25:39Danke.
25:41Servus.
25:41Ende.
25:43Oder?
25:54Und, Tobus, wenn Sie so nett wären und die Türe zumachen, ich versteck mich da herin und dann schauen wir,
26:00was passiert.
26:01Okay.
26:02Okay.
26:08Der wird Herr Erziger aber nicht begeistert sein, dass Sie das kostbare Ei als Köder einsetzen.
26:13Was soll dem Ei schon passieren? Der Michi ist ja dabei.
26:15Und wenn wir ihm dadurch den Täter früher präsentieren können, wird's dem 80er recht sein.
26:19Ja.
26:20Ja.
26:22Finalmente lo trovato.
26:26Ich weiß jetzt, mit wem der Holzbach in Verona war.
26:29Schön. Sagst du's uns.
26:31Er hat zusammen mit einer gewissen Frau Lemke eine Suite in einem Fünf-Sterne-Utel belegt.
26:36Tasi.
26:37Lemke?
26:37Eine Frau vom Anwalt?
26:39Demnach hat der Holzbach mit der Frau Lemke ein Verhältnis gehabt.
26:42Danke, Frau Ockmann.
26:44Bitte schön. Habe die Ehre.
26:45Ganz meinerseits.
26:47Vielen Dank.
26:53Tja, dann hat der Lemke ein Motiv.
26:55Wenn er von ihm vielleicht das wusste.
26:58Das kann uns seine Frau sicher sagen.
27:00Bestimmt.
27:01Ja, wiederhören.
27:04So, die Frau Dr. Kern hat gerade angerufen.
27:06Bei der Tatwaffe handelt es sich um eine Klinge, die einen Bogen aufweist.
27:10Hm?
27:11Ja, sie lässt eine Skizze anfertigen.
27:14Ja, das ist hilfreich.
27:16Mit Dank zurück, Ihre Wüste der Hotels.
27:18Er brauchte die Frau Ockmann nicht mehr.
27:19Nein, sie hat schon rausgefunden, mit wem der Holzbach in Verona war.
27:25Servus.
27:25Servus.
27:32In Gottes Namen.
27:54Wir haben schon den Fall von Holzbach.
27:57Da hätten wir noch ein paar Fragen.
27:59Setzen Sie sich doch bitte.
28:01Frau Lemke, wir haben Grund zu der Annahme, dass die Verhältnis zu Herrn von Holzbach mehr als nur freundschaftlich war.
28:08Wie meinen Sie das?
28:10Wir gehen davon aus, dass wir ein Verhältnis hatten.
28:15Ja, und wenn.
28:17Was tut das denn hier zur Sache?
28:20Na ja, uns interessiert, ob Ihr Mann davon wusste.
28:25Ach, Sie meinen, das ist mein Mann?
28:27Ach, nein.
28:29Das kann nicht sein.
28:31Na ja.
28:32Ihr Mann hatte kurz vor dem Mord einen lautstarken Streit mit Herrn von Holzbach.
28:35Worum ist es bei dem Streit gegangen?
28:37Vielleicht um das gemeinsame Wochenende in Italien?
28:42Woher wissen Sie das?
28:43Ist es darum gegangen oder nicht?
28:49Was machen Sie denn hier?
29:25Ich bin Anwalt und ich kenne meine Rechte.
29:27Und nichts und niemand gibt Ihnen das Recht, so einfach in mein Haus einzudringen.
29:31Erstens sind wir nicht einfach so in Ihr Haus eingedrungen, sondern wir wurden hereingebeten.
29:35Zweitens wollen wir Ihnen nur ein paar Fragen stellen.
29:38Was werfen Sie mir denn vor?
29:41Sie wussten doch von der Affäre Ihrer Frau mit Herrn von Holzbach, nicht wahr?
29:46Ich habe keine Ahnung, wovon Sie sprechen.
29:49Meine Herren, das Gespräch ist beendet.
29:51Ich darf Sie bitten, jetzt zu gehen.
29:55Herr Lemke.
29:57Sie sind dringend Tatverdächtig in einem Mordfall.
29:59Sie waren am Tatort, Sie haben ein Motiv.
30:02Und wenn Sie nicht mit uns kooperieren wollen, dann können wir Sie gerne auch in Untersuchungshaft nehmen.
30:05So einfach ist es.
30:07Wissen Sie, Herr Lemke?
30:09Auch wir kennen unsere Rechte.
30:14Also gut.
30:17Ich habe Herrn Holzbach meine Meinung über diese Sache mit meiner Frau gesagt.
30:21Und ich habe ihm mitgeteilt, dass ich nicht mehr für ihn arbeiten werde, das war alles.
30:25Und was haben Sie danach gemacht?
30:26Dann habe ich zusammen mit meiner Frau die Veranstaltung verlassen.
30:30Und als ich Herrn Holzbach das letzte Mal gesehen habe, war er noch am Leben.
30:34Gibt es da aus Ihrer Frau noch anbezeugen?
30:36Ich weiß nicht, ob ihn noch jemand gesehen hat.
30:39Wahrscheinlich schon.
30:40Es waren ja genügend Leute da.
30:42Genau.
30:43Solange es nicht eindeutig geklärt ist, müssen wir Sie bitten, die Stadt nicht zu verlassen.
30:47Wiederschauen.
30:50Wiederschauen.
30:50Wiederschauen.
31:15Wiederschauen.
31:17Wiederschauen.
31:17Sind Sie narrisch geworden.
31:19Heben Sie sofort dieses Ei auf.
31:24Heben Sie das Ei auf.
31:28Da.
31:29Vorsichtig.
31:33So.
31:34Und jetzt gehen wir.
31:39Michi, was gibt es?
31:42Echt? Das ist super.
31:44Dann bringst du ihn gleich ins Präsidium.
31:46Ich bin gleich dort.
31:48Dann haben wir unseren Eier-Dieb.
31:49Der Fleischmann.
31:50Ach was.
31:51Ja.
31:56Ich habe die Vitrine aufgemacht und das Ding genommen.
31:59Aus. Basta. Das war's.
32:00Wo war Ihr Onkel da?
32:02Keine Ahnung.
32:03Wie haben Sie die Alarmanlage ausgeschalten?
32:06Habe ich nicht.
32:07Die ist gar nicht losgegangen.
32:11Guter Fleischmann.
32:12Da sehen wir uns in frühestens 15 Jahren wieder.
32:15Die Beweislage ist so erdrückend.
32:16Wir brauchen ein Geständeskont.
32:21Warten Sie.
32:25Ich weiß nicht, wer ihn umgebracht hat.
32:29Als ich in den Raum kam,
32:31lag mein Onkel bereits tot auf dem Boden.
32:35Die Vitrine stand offen
32:36und das Ei war einfach da.
32:39Warum hast du denn sofort die Polizei gerufen?
32:43Wissen Sie,
32:46dieser Dreckskerl hat nur an sich selbst gedacht.
32:50Als meine Mutter ihren Bruder wirklich gebraucht hätte,
32:53hat er sie einfach im Stich gelassen.
32:55Das ist natürlich ein Grund.
32:56Was haben Sie dann weitergemacht?
32:58Ich konnte eh nichts mehr machen.
33:01Und ich brauch das Geld.
33:03Ich hab das Ei gesehen
33:05und die Gelegenheit genutzt.
33:07Warum sind Sie dann nicht sofort mit Ihrer Beute abgekommen?
33:11Wollte ich ja.
33:13Aber dann kam mir Ihre Schwester entgegen.
33:17Da hab ich das Ei schnell versteckt und mitgespielt.
33:19Und der ältere Herr, den Sie angeblich gesehen haben?
33:22Das hab ich nur erfunden, um von mir abzulenken.
33:28Ja, dann scheint der Fall ja gelöst zu sein.
33:31Ja, bis auf das, dass der Fleischmann behauptet,
33:33der hat nur das Ei geklaut,
33:34nicht aber den Mord begangen.
33:36Naja, das sagt er so,
33:37aber Sie haben ja quasi einen Flagrant erwischt.
33:38So, wo ist jetzt das gute Stück?
33:42Ach ja, meine Herren,
33:44wegen der Gegenüberstellung.
33:46In Zukunft erwarte ich da
33:47etwas mehr Fingerspitzengefühl von Ihnen.
33:50Ja.
33:50Gerne.
33:52Schön.
33:53Ach ja, das nächste Mal.
33:56Verwenden Sie bitte nicht eine so wertvolle Antiquität,
33:59um dem Täter eine Falle zu stellen.
34:00Gerne, Herr Hofer.
34:02Mit Speck fängt man Mäuse, oder?
34:03Naja, schon, aber nicht auszudenken,
34:06wenn in gutem Stück irgendwas passiert wär.
34:09Aber Schwamm drüber.
34:10Jetzt bin ich froh,
34:12dass wir das Ei unbeschadet
34:14dem Museum zurückgeben können.
34:16Moment mal, was ist denn das?
34:19Das schaut ja aus.
34:22Da ist doch
34:22das Erstein zerbrochen.
34:24Ich fand's.
34:25Ja, doch.
34:26Da, schauen Sie mal selber.
34:28Herr Moher.
34:29Na.
34:30So.
34:34Stimmt, Sie haben recht,
34:35der Stein ist gesplittert.
34:37Hm.
34:38Das ist doch merkwürdig.
34:41Der Mann zerbricht doch nicht einfach.
34:43Allerdings.
34:43Das kann eigentlich nur eins bedeuten.
34:46Ja.
35:00Nein.
35:07Frau Altmann, Ihre Belege.
35:10Frau Stockel, damit hätte ich ehrlich gesagt
35:12gar nicht mehr gerechnet.
35:12Na ja, wie ich gehört hab,
35:14waren Sie ja auch nicht gerade untätig.
35:18Wollen Sie vielleicht einen kleinen Schluck?
35:20Was jetzt?
35:22Ich finde, das haben wir uns verdient.
35:24Ja, eigentlich haben Sie recht.
35:26Gut.
35:26Brauchen wir nur noch Gläser.
35:28Es besteht kein Zweifel.
35:32Es ist eine Fälschung.
35:34Tatsächlich.
35:36Eine außergewöhnlich gute Arbeit,
35:38aber eine Kopie.
35:40Das Holzbachei, eine Fälschung.
35:42Sah ein fester Skandal.
35:44Das kann man wohl sagen.
35:47Fragt sich nur,
35:47wann das Ei ausgetauscht worden ist.
35:50Um so etwas so perfekt zu kopieren,
35:52muss der Fälscher im Besitz des Originals gewesen sein.
35:55Dann scheitert der Fleischmann schon mal aus.
35:57Der hatte keine Möglichkeit,
35:57an das Ei zu gelangen.
35:59Wie hat er denn alles Zugang zu dem Original?
36:02Eigentlich nur der Herr Dr. Koch.
36:05Der muss ja ums Direktor.
36:09Ja, vielen Dank.
36:11Auf Wiedersehen.
36:12Auf Wiederschauen.
36:13Und wie gesagt, kein Wort zur Presse,
36:15bis wir den Fall endgültig abgeschlossen haben.
36:17Keine Angst.
36:18In meiner Branche ist man an Diskretion gewöhnt.
36:21Gut.
36:23So schaut's aus.
36:24Wie geht's, meine Herren?
36:27Die Frau Frisch hat mir neulich erzählt,
36:29dass der Holzbach mit ihr einen Termin ausgemacht hätte,
36:31wegen einer Expertise für das Ei.
36:33Zu der es aber nicht mehr kam.
36:36Vielleicht hat er ja was von der Fälschung geahnt.
36:38Und als der Dr. Koch dann merkte,
36:40dass der Holzbach ihm auf die Schliche gekommen ist,
36:43hat er ihn beseitigt.
36:48Frau Ottmann, ich spüre schon das Prickeln auf der Zunge.
36:51Ich wollte mich noch mal ganz herzlich bedanken,
36:54dass sie die Sache mit Italien übernommen haben.
36:57Ja, und ich bedanke mich für das Ordnen der Belege.
37:00Salute.
37:01Salute.
37:01Ich glaube, es ist ein tolles.
37:03Wir trinken auf unsere interdisziplinäre Zusammenarbeit.
37:06Wohlbekommt.
37:07Wohlbekommen.
37:07Wohlbekommen, Larsal.
37:08Nein, danke.
37:10Nein, nein, nicht im Dienst.
37:11Ich hoffe, er schmeckt.
37:12Ja, das tut er, Herr Lind.
37:14Gell, Frau Ottmann, das tut er.
37:15Ach, beim Prosecco kommt's vor allem darauf an,
37:17mit wem man ihn trinkt.
37:18Nicht wahr, Frau Stockel?
37:20Tschüss.
37:21Tschüss.
37:22Na ja, Hauptsache, die Damen haben jetzt Spaß.
37:26Weit kann er ja nicht gekommen sein mit der Mordwaffe.
37:32Das hat mir die Frau Dr. Kern mitgegeben.
37:34Und was steht drin?
37:35Das weiß ich nicht, ich hab nicht eingeschaut.
37:36Nimm dir mal ein Beispiel an der Stockel, die schaut immer rein.
37:40Also, der Wunder vom Holzbau sind Rückstände gefunden worden.
37:44Von C, N, H, 2, N, plus 2.
37:48Erschafft.
37:49Und das steht ja.
37:50Paraffin.
37:51Paraffin?
37:52Mhm.
37:52Aha.
37:53Wofür nimmt man das?
37:55Hautcremes?
37:55Kerzen, zum Schmieren, zum Schützen von Metall, von Korrosion.
38:01Alte Ausführungsstücke im Museum.
38:03Womit wir wieder beim Dr. Koch werden.
38:06Die Frau Dr. Kern hat die Tatwaffe anhand der Stichwunde rekonstruieren lassen.
38:12Entschuldigung.
38:14Jetzt hab ich schon mal gesehen.
38:16Und wo?
38:22Schaut her.
38:23Und da oben waren die Frauen gemischt.
38:25Ich bin da schon fast für das Haus.
38:29Grüß Gott, die Herren.
38:31Gibt's was Neues wegen dem Herrn von Holzbach?
38:33Ja.
38:33Wir wissen jetzt, wer der Mörder ist.
38:37Ach ja?
38:39Das ist ja eine gute Neuigkeit.
38:42Und wer, wenn ich fragen darf?
38:44Kommen Sie mit, dann sagen wir Sie denn.
38:47Nach Ihnen.
38:49Nach dir.
39:01So.
39:03Dann wollen wir mal das Ganze rekapitulieren.
39:07Frau Lautner, Sie haben die Alarmanlage ausgeschalten, weil der Herr von Holzbach nochmal das Ei sehen wollte.
39:13Ja.
39:14Gerade als er sich darüber gefeucht hat, hat ihn jemand von hinten erstochen.
39:18Und zwar mit einer Waffe, deren Klinge exakt diese Form besitzt.
39:25Wenn der Herr Fleischmann die Wahrheit sagt, dann muss der Mord unmittelbar, bevor er dieses Zimmer betreten hat, passiert sein.
39:33Wahrscheinlich hat er sogar den Mörder durch die Geräusche seiner Schritte vertrieben.
39:37Wahrscheinlich.
39:38Auf jeden Fall kam er aus der Richtung, wo Sie jetzt stehen, Herr Dr. Koch.
39:44Ich verstehe nicht, worauf Sie ihn ausfallen.
39:47Naja, der Mörder ist wohl in diese Richtung geflohen, hat aber vorher noch die Tatwaffe versteckt.
39:52Und diesbezüglich ist unser lieber Kollege Mohr auf eine sehr interessante Idee gekommen.
39:58Bitte, Michael.
39:59Danke, Cominian.
40:01Herr Dr. Koch, als ich in Ihrer Abstellkammer das goldene Ei observierte, hatte ich natürlich eine ganze Menge Zeit.
40:09Und bei dieser Gelegenheit habe ich mir einmal genau Ihre Broschüre angeschaut.
40:18Eine verblüffende Ähnlichkeit, finden Sie es nicht?
40:22Sie glauben doch nicht, dass jemand dieses Stück als Waffe benutzt hat.
40:27Schauen wir mal.
40:40Und wie erklären Sie sich die Blutspuren daran?
40:43Sie haben Herrn von Holzbach mit diesem Dolch ermordet.
40:45Warum sollte ich das denn tun?
40:47Weil er herausgefunden hat, dass Sie das echte Ei verkauft und durch eine wertlose Kopie ersetzt haben.
40:52Die Fingerabdrücke auf dem Griff werden beweisen, dass Sie den Dolch benutzt haben.
40:59Während die Gäste schon unten standen, hat er mich hierher zitiert, um mit mir über die Fälschung zu reden.
41:05Und als er mir dann noch sagte, dass er bereits einen Gutachter bestellt hat, da habe ich die Nerven verloren.
41:12Und das war Ihr einziger Ausweg?
41:14Ich wollte ihn nicht umbringen, ich wollte ihn mit dem Dolch nur bedrohen.
41:17Von hinten, ja.
41:19Was haben Sie gemacht, nachdem Sie zugestochen hatten?
41:24Ich hörte Schritte und dann habe ich den Dolch wieder in die Vitrine gelegt.
41:28Frech, den Tatwaffe dorthin zu legen, wo Sie jeder sehen kann.
41:31Hätte ja auch fast funktioniert.
41:33Aber nur fast.
41:34Ja.
41:35Herr Direktor Koch, Sie sind vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatvertachts,
41:39Sigmund von Holzbach ermordet zu haben.
41:41Michi.
41:42Herr Dr. Koch, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:51So, die Lösung des Falles stand diesmal im wahrsten Sinne des Wortes, auf das Messer schneide.
41:57Da haben Sie leider recht.
41:58Und wer recht hat, zweitermassen.
42:00Ja.
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