- vor 6 Stunden
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SpaßTranskript
00:00Musik
00:40Musik
01:13Hilfe, ich brauche Hilfe
01:17Der Clown ist tot
01:21Hier muss doch irgendwo jemand sein
01:34So, bitteschön
01:35Danke
01:37Können Sie mir jetzt vielleicht sagen, wie Sie heißen?
01:40Na, ich bin doch die Hermine
01:41Hermine, und Ihr Nachname?
01:46Hermine Streich? Hermine Streich?
01:50Ja
01:58Also eben war sie noch völlig panisch und jetzt komplett ruhig
02:01Sieht eigentlich ganz klassisch nach Demenz aus
02:03Ja, dann ist in dem toten Clown wahrscheinlich doch nichts dran
02:07Aber irgendwas hat Sie aufgeregt
02:09Englen?
02:11Okay, wir sind schon unterwegs
02:13Ein Toter im Krankenhaus
02:16Fremdeinwirkung wird nie ausgeschlossen
02:20Brauchst du Hilfe?
02:22Jeden Tag eine gute Tat
02:24Wie machst du das eigentlich morgens, wenn du alleine bist?
02:26Kommt dann jemand vom alten Pflegedienst und die hilft dir ins Jäckchen?
02:30Ja, du siehst doch, ich komm klar
02:35Ich kümmere mich noch um Frau Streich und komm danach, ja?
02:40So, Frau Streich
02:41Also, ich bin Nina Weiß
02:43Sie haben mir gerade von einem Clown erzählt
02:48Ich will jetzt wieder nach Hause
02:53Okay
03:18Sie ist da, Eddie
03:19Tschüss
03:21Mama, wo warst du? Du hast mir Sorgen gemacht
03:24Guck mal her
03:25Lass mich, ich kann das alleine
03:27Nein, nein, nein
03:29Hallo, Entschuldigung, ich bin Nina Weiß, Kripo Lübeck
03:33Anja Streich
03:34Kripo?
03:34Ja, Ihre Mutter ist vorhin sehr aufgebracht zu uns ins Präsidium gekommen und erzählte was von einem Toten
03:39Oh, Entschuldigung
03:41Meine Mutter ist ein bisschen verwirrt
03:43Verstehe
03:44Hat sie Demenz, oder?
03:45Alzheimer
03:46Muss irgendwie im Pfleger entwischt sein
03:49Ich würde trotzdem gerne wissen, was sie so aufgebracht hat
03:52Keine Ahnung
03:53Meine Mutter guckt viel Krimi, vielleicht hat sie was verwechselt
04:07Okay
04:08Moin, Moin, Moin
04:09Moin, Moin
04:11Moin, Strahl
04:13Moin
04:15Friedan Petrov, 47
04:18Hat hier als Krankenhausclown gearbeitet
04:31Nina, du wirst es nicht glauben, aber wir haben hier einen toten Clown
04:44Ich würde sagen, zwischen 13 und 14 Uhr
04:47Todesursache?
04:48Ein Schlag auf den Hinterkopf mit einem stumpfen Gegenstand
04:51Schädel-Hirn-Trauma, was schnell zum Tod geführt hat
04:54Er hat ein Pfeilchen
04:56Hat er das selber gemalt, oder stammt das vom Täter?
04:59Wurde ihm auf jeden Fall kurz vor seinem Tod beigebracht
05:02Bei so einem Hämatom stehen die Chancen gut, dass Täter-DNA zurückbleibt
05:06Probe geht ins Labor
05:06Haben wir die Tatwaffe?
05:08Nein, aber in seiner Wunde war leichter Abrieb
05:10Dunkelrot, deswegen tippe ich auf eine von denen hier
05:21Also wie ist das abgelaufen? Täter und Opfer haben einen Streit und es kommt zur Prügelei?
05:25Prügelei würde ich nicht sagen, der Clown hat sich nicht gewehrt
05:29Unversehrte Handknöchel, keine Hautpartikel unter den Fingernägeln
05:33Ok, also er kriegt einen Schlag, wirbelt rum oder wendet sich vom Täter ab und der schlägt von hinten mit
05:38dem Stein zu
05:39Ist möglich
05:41Danke, Stahl
05:45Gregor?
05:46Die Krankenpflegerin sagt, dass es wohin Stress gab
05:49Wie Stress?
05:50Als der Tote heute Mittag auf der Kinderkrebsstation war
05:54Genaueres hat sie nicht mitbekommen
05:55Aber scheinbar weiß die Chefärztin der Onkologie mehr eine Frau Doktor Rumland
05:59Ok, reden wir mit der
06:12Frau Streich?
06:22Die ist sehr herrschend
06:23Frau Streich?
06:26Nina Weiß, wissen Sie noch?
06:31Frau Streich, können Sie mir sagen, dass ich mich nicht verletzt habe?
06:33Sie wissen, wer den Clown verletzt hat
06:36Es ist wirklich wichtig
06:39Sie haben ihn gesehen im Krankenhaus, oder?
06:42Er heißt Fidan
06:44Petroff?
06:46Ja?
06:52Das heißt also, Herr Petroff hat seit sieben Monaten als Pfleger ihrer Mutter gearbeitet?
06:58Ja, ich bin hierhergezogen, ich habe die Stunden im Büro reduziert
07:02Ich habe es trotzdem nicht geschafft
07:05Und dann war eine Pflegekraft die Idee von Eddie
07:08Wer ist Eddie?
07:09Mein Bruder
07:13Ja, der hat viel zu tun, er hat keine Zeit
07:17Er hat ein Haus, was er renovieren muss und hat zwei Kinder
07:20Und ja, dann haben wir Fidan eingestellt
07:24Das heißt also, Krankenhaus-Clown war nur sein Nebenjob?
07:28Naja, man verdient ja nichts als Pfleger
07:30Und er hat das mit den Kindern auch einfach geliebt
07:37Und wieso war Ihre Mutter im Krankenhaus?
07:41Die mag auch die Kinder
07:44Und er hat sie mitgenommen zweimal eine Woche, wenn er da war
07:51Wo waren Sie denn zur Tatzeit?
07:55Äh, ich war im Büro
07:58Sie haben Herrn Petroff ja fast täglich gesehen
08:01Wissen Sie, ob er Streit hat oder Probleme?
08:03Nein
08:05Nein
08:07Der war ein guter Mensch
08:09Frau Streich, es wird sehr wichtig für uns sein, dass sich Ihre Mutter daran erinnert, was sie gesehen hat
08:15Das kann ich Ihnen nicht versprechen
08:19Also manchmal ist sie zwar ganz klar, aber dann ist sie wieder komplett in ihrer Vergangenheit
08:24In letzter Zeit verwechselt sie oft Menschen
08:28Was denken Sie denn, wann ist sie wieder ansprechbar?
08:32In ein paar Stunden vielleicht
08:35Okay, dann rufen Sie mich bitte sofort an, ja?
08:39Okay
08:39Danke
08:48Entschuldigen Sie, dass Sie warten mussten, Dr. Romland
08:51England mein Name, das ist der Kollege Kiesewetter in Kripo-Lübeck
08:56Schulterverletzung?
08:57Bizeps-Enenruptur
08:58Lästlich, aber halb so wild
09:00Das ist echt schön hier, das erwartet man gar nicht in einem Krankenhaus
09:03Die Kinder sollen es wenigstens ein bisschen unbeschwert haben
09:06Viele von ihnen sind ja mehrere Wochen hier auf der Station
09:08Ach, deshalb der Krankenhaus klauen
09:13Ich habe es gerade gehört, ich kann es gar nicht fassen
09:16Kannten Sie Herrn Petroff gut?
09:18Ich habe ihn eingestellt
09:19Vor einem halben Jahr
09:22Lachen verbessert die Immunabwehr
09:23Die Glückshormone stärken die Kinder
09:25Fidan konnte sehr gut mit ihnen
09:27Hat immer gespürt, wer Aufmunterung gerade nötig hatte
09:34Kleine Maus
09:37Darf ich? Ich bin seit 19 Stunden auf den Beinen
09:39Ja, natürlich
09:42Eine Krankenpflegerin hat erzählt, dass es Streit gab heute
09:46Ja
09:48Fidan hat gerade einen Zaubertrick vorgeführt
09:51Da kam ein Mann reingestürzt, hat ihn angepöbelt
09:53Angepöbelt?
09:55Wissen Sie, worum es da ging?
09:56Irgendwas mit einem Diebstahl
09:58Der Mann wurde laut und Emily, das Mädchen eben
10:00Hat angefangen zu weinen, da habe ich die beiden rausgeschickt
10:02Haben Sie Herrn Petroff danach nochmal gesehen?
10:05Nein, ich dachte, er hat Frau Streich nach Hause gefahren
10:09Hermine Streich?
10:11Ja, Fidan hat sie öfter mitgebracht
10:13Das ist doch eher ungewöhnlich, oder?
10:16Ich war anfangs auch skeptisch, aber die Kinder finden sie lustig
10:19Nehmen sie, wie sie ist und sie mag es hier
10:23Dieser Mann, der Ärger gemacht hat, kannten Sie den?
10:26Nein, das nicht, aber er hat Frau Streich Mama genannt
10:46Wie geht's denn jetzt?
10:48Mama, wie geht's denn jetzt?
10:49Mama, Nikla, nur an mir
10:50Du musst so viel durchmachen mit mir
10:54Alles gut
10:55Es tut mir leid
11:02Mama
11:07Weißt du, was mit Fidan passiert ist?
11:15Ich, ich, ich, ich kenne keinen Fidan
11:20Sein Pfleger, so?
11:23Der Clown
11:27Was war da im Krankenhaus?
11:32Eddie
11:33Eddie
11:34Nein, war mal nicht Eddie
11:36Eddie hat den Clown geschlagen
11:40Was?
11:47Das Foto von Eddie Streich haben wir bekommen
11:49Habt ihr sonst noch was rausgefunden?
11:52Also, ich hab ein paar Hintergrundinformationen zu Fidan Etroff, unserem toten Clown
11:57Geboren und aufgewachsen in Köln
11:58Ausbildung in Bonn
12:00Arbeitet seit acht Jahren als ambulanter Pfleger
12:04Ledig, keine Geschwister, nicht vorgestraft
12:07In seinem Portemonnaie war auch noch ein Foto, ich schätze mal, das sind seine Eltern
12:11Wurden die Eltern schon informiert?
12:13Nein, sie stammen aus Bulgarien, sind aber laut Meldam 2002 wieder zurück, aber...
12:17Wohin genau?
12:20Nach Burgas, also in seiner Tasche war ein Brief von seinen Eltern
12:23Gib das mal an die bulgarischen Kollegen weiter, damit die die finden und informieren können
12:28Okay, danke
12:31Ja, mein Schatz
12:49Ja, klar wie ich bin
12:51Du, pass auf, ich bin quasi vor der Tür
12:55Bis gleich
12:58Hi Anja
13:00Ist was für ein Mama?
13:01Nee
13:02Die ist zu Hause
13:04Warst du heute im Krankenhaus?
13:07Ja
13:09Du hast Fidan nicht wirklich geschlagen, oder?
13:12Doch
13:16Anja, du irrst dich in dem Typen
13:18Mamas Schmuck ist weg
13:19Du hast ihn wirklich geschlagen?
13:21Ja, ich hab ihm eine reingehauen
13:23Ja
13:24Er, die Fidan ist tot
13:26Was war denn da los?
13:29Herr Streich?
13:31Ja
13:31Kripo Lübeck, Kiesewetter mein Name, mein Kollege Englin
13:34Moin
13:34Und Sie sind?
13:37Anja Streich
13:38Anja Streich
13:39So eine Frau?
13:40Nee
13:40Nee, die Schwester
13:42Sind die von ihren Streiten mit Fidan Petrov?
13:45Nein
13:47Anja, hast du die gerufen?
13:49Nein
13:50Ich hab dem nur eine geknallt
13:52Das können Sie uns alles in Ruhe erzählen
13:54Wir nehmen die nämlich mit aufs Kommissariat
13:58Darf ich das noch reinbringen?
13:59Natürlich
14:07Sie wissen also, dass Ihr Bruder im Krankenhaus war?
14:09Ja, meine Mutter hatte sowas gesagt
14:11Was genau?
14:13Nichts genaues, nur dass er da war
14:15Frau Streich, Ihre Mutter ist unsere wichtigste Zeug und wir müssen dringend nochmal mit ihr reden
14:23Sie haben Petrov beschuldigt, Ihre Mutter zu bestehlen
14:25Ja, das hat er ja auch
14:28Und glauben Sie da bloß nicht meiner Schwester, die hat dem Typen komplett vertraut
14:31Weil er ihr geholfen hat
14:34Weil Liebe blind macht
14:38Petrov und ihre Schwester?
14:39Ja, sind, waren zusammen, ja
14:45Okay
14:47Ja, gut, danke Lars
14:48Tschüss
14:50Meine Mutter ist gleich soweit
14:52Frau Streich, wieso haben Sie uns nicht erzählt, dass Sie mit Herrn Petrov eine Beziehung hatten?
14:58Ähm, ich hab nicht gewusst, dass das wichtig ist
15:02Frau Streich, das ist eine Mordermittlung, da ist prinzipiell erstmal alles wichtig
15:07Seit wann waren Sie ein Paar?
15:09Seit drei Monaten
15:10Ich wusste, wie anstrengend das hier ist
15:13Ich wusste immer, wie es mir geht
15:21Darf ich fragen, was das ist?
15:23Das hat er mir geschenkt
15:28Das ist die heilige Petka
15:30Das ist in Bulgarien die Patronin der Kinder, der Frauen und der Familien
15:34Was sagen Sie eigentlich zum Verdacht Ihres Bruders?
15:36Ach, da spinnt sich da irgendwas zusammen
15:42Fiedern hätte uns nie beglaubt
15:45Wo ist der Schmuck meiner Mutter dann?
15:47Die Saphire, das Bargeld
15:49Meine Eltern hatten kein Schließfach bei einer Bank
15:51Ich war für ein Safe, meine Schwester war zu leicht, glaube ich
15:53Der Typ ist bei meiner Mutter ein- und ausgegangen und jetzt ist das Zeug weg
15:57Eddie versteht das nicht
15:58Wenn ich den Schmuck weggesperrt hätte, dann wäre Mama durchgedreht
16:02Der hat den überall gesucht, die ganze Zeit
16:05Der taucht schon wieder auf
16:07Was macht Sie da so sicher?
16:09Ja, das ist so bei Alzheimer-Patienten, die verstecken ihre Wertsachen und finden sie hinterher nicht mehr
16:13Weil ich heute Morgen da war und danach gesucht habe
16:16Heute Morgen?
16:18Und weil Sie nichts gefunden haben, sind Sie wütend hinter Petrofea zum Krankenhaus gefahren
16:21Haben Sie ihn deswegen erschlagen?
16:23Nein!
16:33Fiedern war hier der Verbrecher
16:35Wissen Sie, woher die Wunde an Eddies Knöchel stammt?
16:38Nein, woher soll ich das wissen?
16:40Frau Streich, wir können gut verstehen, wenn Sie Ihren Bruder schützen wollen
16:42Aber wenn Sie noch was wissen, dann sollten Sie uns das jetzt sagen
16:46Eddie ist kein Mörder
16:49Ich habe Wände verputzt und mich dabei einfach doof angestellt
16:52Dann machen wir jetzt einen DNA-Abgleich, um zu prüfen, ob das Fallchen von Ihnen ist
16:55Wir können auf den richterlichen Beschluss warten, den wir sicher kriegen
17:00Oder Sie stimmen freiwillig zu
17:03Ja, okay, darf ich dann raus?
17:06Sie sind Hauptverdächtiger an einem Mordfall, bis wir die Auswertung haben, gehen Sie nirgendwo hin
17:13Oh, meine Frau macht mir die Hölle heiß
17:20Lass uns mal rüber gehen
17:28Ah, willkommen!
17:31Wollen wir dem Schnickenherr nicht was zu trinken anbieten?
17:34Ein Aperitif vielleicht?
17:36Das ist nicht nötig, danke
17:39Das ist wirklich sehr nett, Frau Streich, aber mein Kollege und ich, wir haben eigentlich nur ein paar Fragen
17:43Sie waren ja mit Fiedern im Krankenhaus und haben die Kinder besucht, richtig?
17:48Ach ja!
17:48Ja, die lieben Kleinen
17:51Ja, das war sicher schön
17:54Dann wird's aber nicht ganz so schön
17:59War nämlich jemand nicht mehr so nett zu dem Clown, oder?
18:04Ich hab das alles mitgekriegt
18:07Oben am Fenster
18:09Okay, und was haben Sie gesehen?
18:10Ja, die haben gestritten
18:13Der Eddie
18:15Und der mit der Nase
18:18Der Clown
18:19Genau
18:20Und worum ging's bei dem Streit?
18:25Wertgegenstände
18:26Geld
18:28Schmuck
18:29Der Saphir-Schmuck
18:32Den mir mein Bernhard geschenkt hat
18:34Ich versteh das gar nicht
18:36Der Schmuck ist nämlich hier
18:38Ja
18:38Mama, lass mal
18:39Frau Streich, was ist denn dann passiert?
18:41Na, kleinen Moment, ich zeigle Ihnen gleich
18:43Warten Sie mal hier
18:45So
18:47Na, nein, nein
18:50Mama, lass gut sein, komm
18:52Lass mich doch mal
18:57Der Armreif, die Kette, die Ohrringe, alles weg
19:03Frau Streich, nochmal wegen heute Mittag
19:06Oh, die Sachen müssen doch irgendwo sein.
19:15Frau Streich, noch mal wegen des Klauen.
19:16Ich glaube, das hat jetzt gerade keinen Sinn.
19:22Ich glaube, es wäre gut, mit Ihrer Mutter eine Tatortbegebung zu machen.
19:25Vielleicht kann sie sich vor Ort besser erinnern.
19:28Ja, okay, aber vielleicht erst in ein paar Stunden.
19:30Ich muss ja erst mal beruhigen.
19:31Ja, gut, okay. Wir melden uns, ja. Vielen Dank.
19:35Tschüss.
19:38Mama, ist okay.
19:39Das gibt's doch nicht.
19:41Wir finden den schon.
19:42Ich finde den, Bernhard. Ich finde den.
19:49Der muss doch irgendwo sein.
19:54Überall habe ich gesucht. Überall.
19:57Der war in einem Etui.
20:00Für dich, bitte.
20:01Du hast ihn dir doch ausgeliehen.
20:03Ist 13 Jahre her.
20:04Ich weiß ganz genau, was du machst.
20:07Du bestehst mich.
20:10Was?
20:11Ich putze hier.
20:13Ich koche.
20:14Ich habe meine Wohnung aufgegeben.
20:16Glaubst du, ich habe mir mein Leben so vorgestellt.
20:18Hilfe.
20:19Mama.
20:19Hilfe.
20:20Entschuldigung, Mama.
20:21Warte, warte.
20:25Ich habe es nicht so gemeint.
20:30Mama.
20:34Entschuldigung, geh bitte.
20:36Scheiße.
20:38Ach, nee.
20:40Entschuldigung.
20:49Ah, besuchen wir jetzt die Kinder?
20:51Nee, Mama, die spielen gerade.
20:54Frau Dr. Romland, oder?
20:56Frau Streich?
20:57Ja.
20:58Was ist denn passiert?
20:59Ja, meine Mutter ist die Treppe runtergefallen.
21:01Die Kinder spielen gerade.
21:03Das stimmt, Frau Streich.
21:05Ich weiß, es ist nicht ihr Spezialgebiet, aber sind Sie so lieb und schauen Sie es mal an.
21:09Ich bin zwar längst im Feierabend, aber schließlich geht es ja um die Assistentin unseres Clowns.
21:14Kommen Sie.
21:16Danke.
21:20Ja, hier, bitte einmal hinsetzen.
21:22Komm mal hin.
21:23Setz dich mal.
21:27Nimm das mal, ja?
21:31Ich kenne Sie doch.
21:33Ja, Frau Streich, ich bin Dr. Romland.
21:38Sie nehmen mir den Blinddarm raus, oder?
21:41Mama, den hast du nicht mehr, seit du elf bist.
21:45Nicht erschrecken, jetzt kommt das Licht.
21:49Tut mir leid.
21:52Das muss es nicht.
21:53Sie tun viel für Ihre Mutter.
21:59Ist Ihnen übel?
22:02Sind Sie doppelt?
22:04Nein.
22:05Und Kopfweh?
22:07Auch nicht.
22:08Moment, jetzt brennt es ein bisschen.
22:09Es geht gleich vorbei.
22:12Wissen Sie, diese ganze Rundumbetreuung, ja, das ist einfach...
22:17Ich bin da überfordert.
22:20Nein.
22:21Ich habe da nicht richtig aufgepasst.
22:27Ich habe auch keine Ahnung, wie das jetzt werden soll.
22:31Ohne Fida.
22:33Die werden eine andere Pflegekraft finden.
22:37So, jetzt kommt das Flaster.
22:40Zack.
22:46Ich wollte Ihrem Bruder übrigens keinen Ärger machen.
22:48Ach, der.
22:50Der hat doch behauptet, dass Fidan klaut.
22:52Das ist absurd, ja?
22:54Ich meine, Sie kannten ihn ja.
22:56Sie wissen ja, was er für ein Mensch war.
22:59Er wusste auf jeden Fall, wie er die Leute dazu kriegt,
23:01ihn zu mögen und ihm zu vertrauen.
23:02Dafür hat er Talent.
23:06Ja, kein Verdacht auf gehörner Schütterung.
23:08Genäht werden muss auch nicht.
23:10Wenn Sie mich fragen, können Sie beruhigt nach Hause.
23:12Sie glauben das auch, ja?
23:15Fidan war kein Ding.
23:16Das wird die Polizei schon herausfinden.
23:25Das Bernhard, der will bestimmt,
23:28dass wir ihm Käsesahnetorte mitbringen.
23:30Anja Streich?
23:32Ja, Frau Weiß.
23:35Ach, die Tatortbegehung.
23:37Entschuldigung, das habe ich vergessen.
23:38Entschuldigung, Mama, hör doch mal auf jetzt.
23:40Aber der Kuchen.
23:41Wir kommen raus, ja?
23:43Wir sind im Krankenhaus.
23:44Aber Bernhard wartet doch.
23:46Also, mit den Ziegelsteinen hier sind die Kollegen durch.
23:49Die Tatwaffe war nicht dabei.
23:50Ja, das hätte er sich wahrscheinlich mitgenommen.
23:54Können wir nach Hause?
23:56Ich mag das hier nicht.
23:58Immer mal, wir fahren gleich nach Hause, ja.
23:59Hallo.
24:00Hallo.
24:02Ist alles okay?
24:04Ja, ist alles okay.
24:06Okay.
24:07Frau Streich, schauen Sie sich doch hier einmal um.
24:10Kennen Sie diesen Ort?
24:12Ja?
24:13Okay.
24:15Und an welchem Fenster standen Sie?
24:17Ich weiß gar nicht, was die von mir will.
24:20Wir brauchen Ihre Hilfe, Frau Streich.
24:23Ach so.
24:24Ja, das wäre wirklich sehr wichtig.
24:26Wissen Sie, welches Fenster genau das war?
24:33Da, da oben.
24:35Und was haben Sie gesehen?
24:37Na, Eddie.
24:39Und den...
24:41Wie dann Petrov?
24:44Nein.
24:46Den Clown.
24:47Genau.
24:48Und dann hat Eddie den Clown geschlagen, oder?
24:56Mein Sohn schlägt doch niemanden.
24:59Also hören Sie mal.
25:01Frau Streich, würden Sie mir einen Gefallen tun und sich vielleicht noch ein bisschen weiter umgucken?
25:07Mach ich.
25:14Frau Weißer, was ist denn jetzt mit meinem Bruder?
25:18Es tut mir leid, ich darf Ihnen dazu nichts sagen.
25:20Ja, so wird die Mauer ja nie fertig, wenn man nur einen Stein drauf tut.
25:25Und die Bauarbeiter machen auch schon wieder Pause.
25:52Also, wir renovieren.
25:54Die Baustoffpreise explodieren.
26:0011.000 Euro.
26:02Da hätte der verkaufte Schmucks Ihrer Mutter Ihnen aber ziemlich weitergeholfen.
26:06Sie haben das getan, was Sie Petrov vorgeworfen haben, Ihre Mutter zu bestellen.
26:12Ich glaube nicht, dass ich das durchgezogen hätte.
26:14Ja, das lässt sich im Nachhinein natürlich leicht behaupten.
26:17Und das hat Sie wütend gemacht.
26:19Und die Wut haben Sie an Petrov ausgelassen.
26:21Das Pfeilchen, das stand von Ihnen.
26:23Der Abgleich bestätigt das.
26:24Okay, ich wollte mit ihm reden.
26:27Er hat es abgestritten.
26:30Da habe ich ihm eine verpasst.
26:32Und?
26:33Das war doch nicht alles.
26:34Doch, ein Schlag, bam, ins Gesicht.
26:36Als ich nach Hause bin, hat der noch gelebt.
26:40Bestrahlt Tatsache ist,
26:41Das heißt, dass Sie ein Motiv haben, aber kein Alibi.
26:56Und Strahlemann?
26:58Bist du schon durch mit der Tatwaffe?
27:00Ich habe meinen Feuerabend natürlich gern verschoben.
27:04Was macht der Arm?
27:05Kannst du schon einhändig Motorrad fahren?
27:08Das ist so witzig.
27:10Jetzt sag schon, stammt die DNA an der Tatwaffe von Andy Stein?
27:13Tut sie nicht.
27:15Dann hat der Petrov doch nicht umgebracht.
27:18Bis dann unser Täter.
27:19Täterin.
27:20Laut DNA war es eine Frau.
27:25Andy Streich kann gehen.
27:27Fangen wir wieder bei Null an.
27:29Nicht ganz.
27:30Immerhin wissen wir jetzt,
27:31dass Fiedern Petrov von einer Frau erschlagen würde.
27:34Aha.
27:35Okay.
27:36Und wir wissen,
27:37dass laut Andy Streich der Tote ein Dieb war.
27:38Ja, aber wir brauchen Beweise.
27:41Lass nochmal gründlich Fiederns Wohnung checken.
27:44Okay.
27:45Und zwar gleich morgen früh.
28:05Boah, ist das abgerockt hier?
28:07Ja, die Pfleger verdienen ja auch nichts.
28:20Ich gehe rechts.
28:22Ich gehe rechts.
28:42Ich gehe rechts.
28:51Oh, scheiße.
29:10Also von der Statur her auf jeden Fall eine Frau.
29:12Ja, aber die hat Handschuhe getragen.
29:13Die Spuren können wir vergessen.
29:14Rucksack.
29:15So oben.
29:20In diesem Scheißdurchbruch hätte ich sie gehabt.
29:24Das war viel Schmuck.
29:26Das könnte der von Frau Streich sein.
29:28Dann hat die hier so ein Recht.
29:29Ja.
29:30Wir haben auf jeden Fall hier irgendwas gesucht.
29:35Schau mal hier.
29:39Welt.
29:42Flugticket nach Burgers hin und zurück für nächsten Monat.
29:44Vielleicht wollte er seine Eltern besuchen.
29:46Aber warum hat die Einbrecherin das alles hier gelassen?
29:49Na ja, weil sie gezielt nur auf den Saphir-Schmuck gegangen ist.
29:51Damit ist doch klar, wer das war.
29:55Ja.
30:14Und dann ist doch klar, wer das war.
30:20Aber wo warst du denn?
30:24Na, was erledigt?
30:27Äh.
30:38Anja?
30:57Anja?
30:58Ach, Eddie.
31:00Na ja.
31:02Hast du dich in den Kopf gestoßen?
31:04Ja.
31:05Das war meine Schuld.
31:08Schlimm.
31:11War halt überfordert, ne?
31:16Ja.
31:17Ja.
31:18Mama.
31:18Mama.
31:18Mama.
31:19Hör mal auf.
31:21Ja, ich hab...
31:23Ich hab dich hier mit allein gelassen, ja.
31:25Ach.
31:26Du hast ja so viel zu tun.
31:29Weißt du, wahrscheinlich hast du recht.
31:30Und Mama hat den Schmuck hier...
31:34...irgendwo versteckt.
31:35Es war falsch, Fiedern zu beschuldigen.
31:39Es tut mir wirklich leid für dich.
31:45Bist du?
31:56Guten Tag.
31:57Moin.
31:58Frau Streich, wir hätten da ein paar Fragen an Sie.
32:00Würden Sie uns bitte aufs Kommissariat begleiten?
32:03Ich kann jetzt meine Mutter nicht alleine lassen.
32:05Hm.
32:06Das hat Sie doch auch nicht gestört,
32:08als Sie in Fiedern Petrovs Wohnung eingebrochen sind.
32:11Es wurde nur das eingepackt, was Ihrer Mutter gehört.
32:14Doch kein Zufall.
32:23An der Ernsthaft, du wusstest, dass der Typ das Zeug hat?
32:32Kannst du jetzt mal auf Mama aufpassen?
32:50Wann haben Sie rausgefunden, dass Fiedern Ihre Mutter bestäuern hat?
32:53Also, Sie verstehen das alles falsch.
32:54Dann erklären Sie es uns.
32:57Frau Streich, Sie haben gerade einen Einbruch begangen.
33:00Ich hatte Angst, dass Sie den Schmuck beschlagnahmen.
33:02Ah.
33:03Und warum haben Sie nicht gleich alles mitgenommen,
33:05wo Sie schon mal dabei waren?
33:06Weil mir der Rest nicht gehört.
33:09Und Fiederns Eltern brauchen ihn dringender.
33:11Seine Eltern?
33:12Ja, seine Mutter ist auch dement.
33:14Und die brauchen Pflege.
33:17Dann hat er das Geld und den Schmuck gar nicht gestohlen?
33:20Sie haben es ihm freiwillig gegeben?
33:22Ja.
33:25Er war verzweifelt.
33:27Ich mach mich gleich los, ja?
33:29Mama, das Physio ist gleich zu Ende.
33:33Wie dann, alles in Ordnung?
33:35Alles gut.
33:36Ist was passiert?
33:39Nee.
33:43Das ist von meinen Eltern.
33:46Wollte ich nicht damit belasten.
33:49Komm schon.
33:52Meine Mutter hier.
33:54Zustand wird immer schlimmer.
33:57Und mein Vater kommt nicht mehr allein damit klar.
34:09Ich bin so hilflos.
34:14Das kann ich gut verstehen.
34:15Ich schicke Ihnen ja schon Geld, aber...
34:19Vielleicht muss ich zu Ihnen ziehen.
34:21Mich kümmern.
34:23Nach Bulgarien ziehen?
34:26Und wenn ich dir Geld gebe?
34:36Irgendwas stimmt da nicht.
34:37Allerdings.
34:39Das Foto in seiner Brieftasche.
34:41Ich hab das mal durch eine Bildersuche gejagt.
34:44Das sind nicht seine Eltern.
34:46Das ist eine bulgarische Zahnpasta-Werbung.
34:59Okay.
35:01Thanks for the information.
35:02Bye.
35:04So, das waren die bulgarischen Kollegen.
35:07Fiedern Petrovs Eltern sind seit zehn Jahren tot.
35:10Und von wem stammt dann der Brief?
35:12Von Fiedern selbst.
35:13Das hat der Schriftabgleich ergeben.
35:15Laut Übersetzer sind viele Schriftzeichen falsch geschrieben.
35:17Und das Bulgarisch wirkt so,
35:18als wäre es mit einem Übersetzungsprogramm zusammengestückelt.
35:21Dann war das Ganze eine Betrugsmasche.
35:23Die Geschichte der armen, kranken Eltern in Not.
35:26Inklusive Requisiten, um es glaubwürdig zu machen.
35:28Okay, also er war Pfleger.
35:31Krankenhaus-Clown, der Kinder zum Lachen bringt und gleichzeitig Betrüger?
35:34Ja klar, so wurde immerhin keiner misstrauisch.
35:36Auch Anja nicht.
35:38Die hat ihn geliebt und seine Lüge geglaubt.
35:40Was ist denn, wenn sie es herausgefunden hat?
35:42Sie hat ihm Geld gegeben,
35:44ihre Mutter wegen ihm bestohlen und das alles aus Liebe.
35:48Was hältst du denn davon?
35:50Also das ist jetzt völlig absurd.
35:53Fiedern hat mich geliebt, ja?
35:54Und ich weiß das.
35:56Er hat ihre Gefühle ausgenutzt.
35:58Ihre Gutmütigkeit.
36:00Und als Sie das gemerkt haben,
36:03sind Sie sehr, sehr wütend geworden.
36:09Frau Streich, Ihr Alibis geplatzt.
36:11Sie haben mir gesagt, Sie waren zur Tatzeit im Büro.
36:14Ihr Chef hat mir gerade gesagt, Sie sind früher gegangen.
36:22Okay, das stimmt.
36:27Ich wollte eigentlich nach Hause, ja?
36:30Aber manchmal...
36:32Manchmal habe ich einfach nicht die Kraft.
36:36Und dann fahre ich rum.
36:39Ziellos.
36:40Und dafür gibt es bestimmt jede Menge Zeugen, oder?
36:44Ich fahre rum!
36:46Verstehen Sie das?
36:47Bis mein Gedankenkarussell aufhört!
36:49Oder mir der Sprit ausgeht!
36:55Ich war in der Tankstelle.
36:58Ich habe mir was zu trinken geholt.
37:01Sag mal, kaufen wir ihr das ab?
37:04Dass sie keine Ahnung hatte?
37:06Naja, Petro ist ihm ein Klima vorgegangen.
37:08Ich glaube, er hat das nicht nur einmal abgezogen.
37:10Du meinst, weil da noch mehr Schmuck in der Wohnung war?
37:12Ja, und wegen seines Kontos.
37:13Es sind nur Bareinzahlungen.
37:15Hier die 4.000 Euro von Anja und letzte Woche nochmal 10.000.
37:18Ja, so kann man das Geld nicht zurückverfolgen.
37:20Ja, und wer auch immer ihm die 10.000 Euro gegeben hat,
37:22hat ebenfalls ein Motiv.
37:23Ich würde Anja Streich trotzdem nicht ganz ausschließen.
37:26Wie schon.
37:27Sie war in Stockelsdorf tanken, kurz vor der Tat.
37:31Sie kann es nicht gewesen sein.
37:36Nun halten Sie sich bitte trotzdem weiter zur Verfügung.
37:40Ich habe wirklich gedacht, ich kenne den Mann.
37:44Der war mir so nah wie kein Mensch zuvor.
37:46Ja, solche Menschen gehen sehr geschickt vor.
37:48Die haben ein Talent dafür, Leute dazu zu bringen, sie zu mögen, ihnen zu vertrauen.
37:53Talent?
37:56Hat er noch andere Frauen ausgenutzt?
37:58Wir sind noch dabei, das zu klären, ja.
38:00Ich muss wieder an die Arbeit auf Wiedersehen, ja?
38:03Er wusste auf jeden Fall, wie er die Leute dazu kriegt, ihn zu mögen und ihnen zu vertrauen.
38:07Da fällt er Talent.
38:12Eddie?
38:13Eddie?
38:15Ja, ich bin raus, aber du müsstest bitte noch die Stellung halten.
38:17Ich komme dann gleich.
38:19Ich finde auf seinem Rechner keine Hinweise auf weitere Betrugsopfer.
38:24Also, wir suchen jemanden, der Petrov so sehr vertraut hat, dass er ihm eine große Summe überlassen hat.
38:29Und dem er vermutlich genau dieselbe Geschichte aufgetischt hat, wie Anja Streich.
38:33Die Krankeneltern in Burgas.
38:36Wartet mal, Burgas?
38:38Das Flugticket.
38:40Ich habe mich schon gefragt, warum er da hinwollte, wenn er da gar keine Verwandten hat.
38:43Was ist denn, wenn das Ticket jemand anders für ihn gebucht hat?
38:55Oh Gott, shit.
38:58Alle, alle haben blutige Hände.
39:02Nee, Mama, das ist nur Saft.
39:06Es passieren so schlimme Sachen.
39:09So schlimm.
39:11Mama?
39:12Erinnerst du dich an was?
39:14Geht's um Fiedern?
39:16Ich, ich will das alles nicht mehr.
39:21Mama, weißt du, wer Fiedern umgebracht hat?
39:23Weißt du, wer Fiedern umgebracht hat?
39:25Bleib sitzen.
39:26Ich hole was für die Scherben.
39:43Mama?
39:45Mama?
39:49Die Flugtickets wurden auf Dr. Freya Rumland gebucht.
39:52Zwei Hin- und Rückflüge.
39:54Sie wollte mitkommen.
39:55Vermutlich hat sie ihn mit den Flügen überrascht.
39:57Überrascht war er bestimmt.
39:58Begeistert wahrscheinlich eher weniger.
40:00Also wir haben die überforderte Tochter und die überarbeitete Ärztin.
40:03Beide einsam, beide bedürftig.
40:05Frau Dr. Rumland gibt ihm 10.000 Euro und bucht die Tickets.
40:10Und jetzt muss er ihr erstmal erklären, warum das keine gute Idee ist.
40:14Aber wenn er nicht mit ihr nach Bogaz fliegen wollte, dann muss sie doch spätestens da hellhörig geworden sein.
40:18Also wenn sie ihn durchschaut hat, dann hatte sie ein starkes Motiv für einen Mord.
40:27Frau Dr. Rumland, können wir kurz sprechen?
40:32Ich muss gleich zur Visite.
40:33Ganz kurz.
40:35Die Polizei hat gesagt, dass es wie dann nur ums Geld ging.
40:39Also die ganzen Gefühle und so, das war alles nur gespielt.
40:43Ganz schön naiv von mir, darauf reinzufallen.
40:46So wie mit Anfang 20.
40:48Tut mir leid, ich kann Ihnen da nicht helfen.
40:56Gestern Abend haben sie gesagt, dass er ganz genau wusste, wie er das Vertrauen von Leuten gewinnt.
41:01Wie haben Sie ihm das gemeint?
41:02Besser Sie vergessen Fiedern einfach.
41:05Ja, ich glaube auch.
41:06Wiedersehen, Frau Streich.
41:23Frau Streich, was machen Sie denn hier?
41:28Sind Sie mit Ihrer Tochter gekommen?
41:30Ich, äh, ich weiß nicht.
41:35Wollten Sie zu den Kindern?
41:37Die sind leider gerade beim Essen.
41:40Nein, ich wollte.
41:43Was wollte ich denn nur?
41:47Ich wollte.
41:50Ich weiß es nicht mehr.
41:53Weiß Ihre Tochter, dass Sie hier sind.
42:03Na, dann kommen Sie mal mit in mein Büro.
42:04Ich rufe Ihre Tochter an, damit sie sie abholt, ja?
42:16Warum gehst du nun nicht ans Telefon?
42:18Fiedern hat mich betrogen.
42:19Mit der Ärztin aus dem Krankenhaus, kannst du dir vorstellen.
42:21Anja.
42:22Sie hat uns sogar den gleichen Schlüsselanhänger geschenkt hier.
42:23Anja, Mama ist weg.
42:26Ich habe sie nur eine Sekunde aus den Augen gelassen.
42:29Eddie.
42:31Verdammter Scheiß.
42:32Die Saft ist umgekippt und...
42:34Ich auch das Handy.
42:39Ich glaube, die hat sich an den Mord erinnert.
42:42Was hast du gesagt?
42:45Die war total durch den Wind.
42:50Die ist im Krankenhaus.
42:53Es ist doch gut.
42:55Eddie.
42:56Wenn sie weiß, wer...
42:58Scheiße.
43:02Anja!
43:13Oh, ganz schön viele Stufen hier.
43:17Hätten vielleicht doch lieber den Aufzug nehmen sollen.
43:19Aber wir haben es fast geschafft.
43:24Ah, jetzt...
43:26Hier.
43:28Ein Trösterchen.
43:31Gegen Ihre Schmerzen.
43:33Danke.
43:34Aber mir tut gar nichts weh.
43:37Ja, und Ihre Hände?
43:39Die haben doch so schlimm geblutet.
43:49Meine Hände?
43:51Ja.
43:52Als Sie mit dem Clown geschimpft haben.
44:06Frau Streich!
44:07Meine Mutter ist da drin.
44:09Und die Ruhmler hat...
44:10Beruhigen Sie sich einmal.
44:24Wo ist sie?
44:25Wo ist meine Mutter?
44:26Moment, Moment.
44:27Einen Augenblick.
44:28Bleiben Sie stehen.
44:29Hört's ruhig.
44:29Frau Dr. Humland, wo ist Hermine Streich?
44:34Herr Streich!
44:36Die Kleinen wollten mich gar nicht mehr gehen lassen.
44:40Mama!
44:43Sie dachten...
44:46Ich würde ihr niemals was antun.
44:48Was ist mit Fiedern Petrov?
44:50Frau Doktor, Sie sind dringend tatverdächtig.
44:52Und deswegen fahren wir jetzt ins Kommissariat.
44:54Zwecks DNA-Analyse.
44:57Die ist nicht nötig.
45:06Er hat uns beide betrogen.
45:11Ich habe den Streit mitbekommen.
45:13Da war mir alles klar.
45:20Bist du selber schuld?
45:30Was hat er da gerade gemeint?
45:32Der Typ, der hat sie nicht alle.
45:33Du und seine Schwester?
45:36Das Geld, von dem er geredet hat.
45:38Du hast dir das selber erzählt wie mir, oder?
45:42Freya, das ist...
45:43Klar können wir deine Eltern nicht besuchen.
45:45Gibt's sie überhaupt?
45:47Und ich bin noch so dumm und buche uns Flüge.
45:50Ja, darum habe ich dich nie gebeten.
45:52Nein, nur um mein Geld.
45:55Ja.
45:56Findest du es leicht fair, was ich verdiene?
45:59Und deswegen darfst du mich ausnutzen.
46:01Die ganze Zeit.
46:04Alles, was wir hatten, ging es dir nur um Geld.
46:07Komm, du hast doch schließlich auch was davon gehabt, oder?
46:12Ich wollte ihn nicht umbringen.
46:16Aber es tat ihm gar nicht leid.
46:18Ich war ihm egal.
46:22Ist egal.
46:42Ich wusste nicht, dass Ihre Mutter mich beobachtet hat.
46:45Ich hoffe, ich habe Sie nicht zu sehr erschreckt.
46:48Frau Dr. Rumland.
46:54Wenn Sie vor mir erkannt hätten, wie er wirklich war,
46:57vielleicht hätten Sie das Gleiche getan.
47:15Das wird ja die Klinik einen klauen und dann so eine gute Ärztin.
47:20Schau mal, dein Teddy ist wieder gesund.
47:23Danke.
47:24Möchtest du noch ein Märchen hören?
47:27Es war einmal ein Mädchen namens Rotkäppchen.
47:31Die wollte jemanden besuchen.
47:36Na, Ihre Großmutter.
47:39Ihre Großmutter war doch krank.
47:41Also ist Rotkäppchen losgezogen mit einem riesengroßen Korb von Leckereien.
47:47Wein, Kuchen.
47:58Musik
47:59Musik
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48:17Untertitelung. BR 2018