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Fatale Umfragewerte, Kandidat, die sich vom Präsidenten distanzieren und eine wirtschaftliche Entwicklung, die einem die Haare zu Berge stehen lässt. Es ist schon einmal besser für Donald Trump gelaufen. Hinzu kommt, dass immer mehr Republikaner mit Trumps Kurs nichts anfangen können. Sein Triumphbogen und Ballsaal scheint die Leute dann doch nicht so ganz abzuholen. Wir sprechen heute über eine Entwicklung in der Partei, die durchaus ungewöhnlich ist. Immer mehr republikanische Kandidaten versuchen vor den Midterms auf Distanz zu Trump zu gehen. Beobachten wir hier den Anfang vom Ende seiner politischen Karriere oder ist das nur ein kurzfristiger, strategischer Schwenk? Antworten vom Politikwissenschafter Reinhard Heinisch.
Foto: IMAGO/Tom Williams
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NewsTranskript
00:00Extreme Geldsummen für Werbespots, selbst in Gegenden, die Trump vor zwei Jahren noch mit Leichtigkeit gewonnen hat.
00:07Kandidaten, die sich distanzieren und horrende Umfragewerte.
00:11Weniger als einen Monat vor der Wahl scheint Donald Trump die eigene Partei davonzulaufen.
00:15Ist gegen Trump sein, selbst als Republikaner vielleicht inzwischen das bessere Rezept, um Wahlen zu gewinnen?
00:21Darüber sprechen wir heute.
00:22Ich bin Daniel Retschitz-Segger, das ist Thema des Tages, der Nachrichten-Podcast des Standards.
00:31Und wenn ihr Thema des Tages einmal live miterleben möchtet, dann habt ihr am 7. November die nächste Gelegenheit dazu.
00:36Da sind wir live im Radiokulturhaus zu sehen.
00:38Wir sprechen über Trumps Endgame, seine letzten zwei Jahre als Präsident nach den Midterms.
00:43Zu Gast sind die US-Experten Sandra Navidi und Reinhard Heinisch.
00:47Tickets gibt es in den Shownotes.
00:49Wenn Sie dabei sind, dann haben Sie auch exklusiv die Möglichkeit, Fragen vor Ort an die zwei Gäste zu stellen.
00:54Und wir freuen uns natürlich auch über ein Meet & Greet.
00:56Und jetzt geht es los mit der Podcast-Folge.
00:58Der Politikwissenschaftler Reinhard Heinisch heute hier im Standard-Podcast.
01:01Herzlich willkommen.
01:01Danke für die Einladung.
01:03Herr Heinisch, wie nervös sind Ihre Einschätzung nach die Republikaner derzeit vor den Midterms?
01:08Denn wirklich gut schaut es ja für die Partei des Präsidenten derzeit nicht aus.
01:11Nee, die Nervosität ist sehr hoch, das ist ganz klar.
01:14Und da gibt es auch viele Indikatoren, die das erklären.
01:18Und man wird jetzt die nächsten Wochen beobachten, ob die Republikaner in der Lage sind, den Trend umzudrehen.
01:24Aber momentan läuft es nicht gut für sie.
01:26Mindestens 888 Millionen Dollar an Werbung wollen die Republikaner gebucht haben, eben wahrscheinlich um diesen Trend umzudrehen.
01:33Das sind rund 220 mehr als die Demokraten.
01:36Und was sehr interessant ist, sehr viel Geld soll auch in jenen Gegenden ausgegeben werden, wo Trump 2024 sogar noch
01:43einen zweistelligen Vorsprung hatte.
01:45Also eigentlich Gebiete, wo man normalerweise nicht viel Geld investiert, wenn man es eh sicher hat.
01:49Auch ein Zeichen dafür, wie wahnsinnig schlecht es läuft?
01:51Ja, absolut. Also es ist immer eine gute Anzeige für den Zustand der Parteien oder den Zustand der Wahlkampagne, wenn
02:02man sich ansieht, wo die Parteien Geld ausgeben.
02:04Und wenn eine Partei angreift, gibt sie in den Gegenden, in den Bezirken, wo die Gegner an sich stark sind,
02:11Geld aus.
02:11Und wenn sie schwach ist oder glaubt zu verlieren, gibt sie in den Bezirken, wo man selber vermutlich stark ist,
02:18Geld aus.
02:19Und das sollte eigentlich nicht sein.
02:20Also die Republikaner geben derzeit in Texas sehr viel Geld aus.
02:23Und Texas ist ein tiefroter und rot heißt republikanischer Bundesstaat in den USA.
02:28Und es gibt auch andere Beispiele.
02:30Was für Beispiele gibt es da noch, die interessant wären?
02:32Naja, also wir haben zum Beispiel in Alaska, gibt es die Chance, dass die Demokraten dort gewinnen.
02:38Auch Alaska ist ein sehr konserviver Staat.
02:40North Carolina ist an sich ein Staat, wo die Republikaner traditionell gewinnen.
02:45Zwar etwas knapper.
02:48Florida ist auch so ein Staat.
02:49Dann haben wir auch in einzelnen Bereichen, in sogenannten liberalen Staaten wie New York.
02:54New York ist nicht nur die Stadt, sondern da gibt es ja Upstate, da gibt es auch konservive Teile.
02:57Dort hat in Hudson Valley Donald Trump bei der letzten Wahl gewonnen und konnte auch in sogenannten blauen Staaten,
03:06in demokratischen Staaten, in einzelnen Wahlbezirken die Leute so sich ziehen.
03:10Auch dort wird die Gelder ausgegeben, weil man fürchtet, dass man diese eben erst zu Gewonnenen wieder verliert.
03:15Also durch die Bank wird sehr viel Geld ausgegeben.
03:19Und die Republikaner haben jedoch einen riesigen Vorteil, was das Fundraising betrifft.
03:24Allein Donald Trump sitzt auf einem Geldhaufen von etwa 400 bis 500 Millionen Dollar.
03:30Und dann gibt es diverse Superpacks.
03:32Also das sind vermögende Gruppen, die viel Geld aufgestellt haben.
03:36Und das ist der größte Vorteil in der jüngeren Geschichte, den die Republikaner und den Demokraten haben,
03:42was eben das Geldaufstellen für Wahlen betrifft.
03:46Und das ist ein letzter Satz dazu.
03:48Wenn man sich vorstellt zum Beispiel, da gibt es einen Senator in Texas, der in den Umfragen führt.
03:54Und wenn man jetzt sieht, dass in den nächsten drei Wochen wahrscheinlich jede Minute oder alle paar Minuten
03:58ein Wahlspot geschalten werden wird, wo drinnen steht, welche Drag Queen wäre die Lieblings-Drag Queen dieses Senatskandidaten,
04:08und um zu zeigen, dass der Kandidat eben keine texanischen Werte hätte.
04:13Und da hat sich da verfangen, dass er das öffentlich mal benannt hat.
04:19Und da kann man sich vorstellen, was letztlich doch passieren könnte,
04:22wenn eine Bevölkerung hier ständig eine sehr aggressive Negative Campaigning gegen die andere Seite hört.
04:29Und da meint man eben, das könnte die Nadel noch in eine andere Richtung verändern.
04:33Das heißt, die Republikaner stehen derzeit zwar schlecht da, aber haben so wahnsinnig viel Geld,
04:39dass sie es womöglich tatsächlich noch drehen könnten?
04:41Ja, natürlich. Also das ist noch nicht vorbei.
04:45Und es ist auch eine Frage, wie die Wahl ausgeht.
04:50Nicht nur jetzt, wer gewinnt, sondern ob es auch diese so eine Welle gibt und worum es bei dieser Wahl
04:54gibt.
04:55Und das Interessante ist, dass wir einerseits sehr klare, große Erzählungen haben.
05:00Eine Erzählung ist, das ist eine Wahl, die die Demokraten gewinnen werden.
05:04Da gibt es auch vielleicht noch demokratische Welle.
05:07Das ist eine Abstimmung oder not Trump etc.
05:09Es gibt aber auch Narrative, die dem entgegengelagert sind.
05:15Die sind ein bisschen differenzierter, also ein bisschen komplexer.
05:18Aber es gibt eben, und da gibt es auch innerhalb der demokratischen und der republikanischen Erzählung massive Widersprüche.
05:26Gehen wir Ihnen ein kurzes Beispiel. Die Demokraten möchten uns gerne eine Abstimmung über Donald Trump
05:32und vor allem über die Wirtschaftsperformance von Donald Trump machen.
05:35Die Republikaner möchten eigentlich überhaupt nicht über Donald Trump sprechen.
05:38Die möchten an sich über demokratische Sozialisten sprechen, über die schlimmen Werte,
05:44die von einigen scheinbar ultraliberalen Kandidaten der Demokraten ausgehen.
05:48Donald Trump wiederum möchte, dass das eine Abstimmung über sich ist, weil er sich für so stark hält.
05:54Und so haben wir eben einen völlig unterschiedlichen Zugang zur Wahl von den Republikanern,
05:59aber auch von dem wichtigsten Mann bei den Republikanern, nämlich Donald Trump.
06:04Also das ist einer der großen Widersprüche bei dem.
06:06Und da wissen wir heute auch nicht, was setzt sich letztlich durch.
06:09Und Sie haben ja schon angedeutet, das könnte auch ein Grund sein für eine gewisse Absetzbewegung
06:14der Republikaner von Donald Trump in der jetzigen Phase der Wahlkampagne.
06:19Genau das ist unser Thema heute und ich würde gerne von Ihnen wissen, wie ungewöhnlich es ist,
06:23dass sich selbst jüngere Kandidaten bei den Republikanern offensichtlich jetzt etwas von Trump abwenden.
06:29Weil bislang haben wir das ja in der Vergangenheit eher nur von älteren, altgedienten gesehen,
06:33die eigentlich auch nichts mehr werden wollen, die quasi schon alles sind, was es gibt.
06:36Da gibt es zum Beispiel den Senatskandidaten in Michigan oder Iowa,
06:39aber auch zum Beispiel den Gouverneurskandidaten in Wisconsin.
06:42Wie bedrohlich ist das für Trump?
06:44Oder wie ungewöhnlich ist das?
06:45Also insgesamt ist es in der amerikanischen Politik überhaupt nicht ungewöhnlich,
06:50dass ein unpopulärer Präsident versteckt wird.
06:53Also in der Regel ist es immer so, dass ein unpopulärer Präsident ja selber nicht mal antreten möchte
07:01oder er selber seinen Leuten signalisiert, macht, was er glaubt, machen zu müssen.
07:06Ich bleibe zu Hause, ich verhalte mich still.
07:08Wir machen das so, als ob das 50 einzelne oder in jedem Staat einzelne Wahlkampagne,
07:15als ob es mich in Washington nicht gäbe.
07:17Das wäre, das ist normalerweise immer das Rezept eines unpopulären Präsidenten zu den Midterm Elections.
07:24Aber nicht bei Donald Trump.
07:25Donald Trump ist jemand, der Loyalität erstens eisern einfordert und Leute bestraft,
07:30die nicht loyal sind, der zweitens der unangefochtene Führer, der Fixstern im Universum der Republikaner ist,
07:37der unangefochtene Führer ist.
07:39Sie haben es richtig erwähnt, alle de facto innerparteilichen Gegner sind erledigt,
07:43spielen auch heute keine Rolle mehr.
07:44Es gibt nur Fragen, wie loyal man gegenüber Donald Trump ist.
07:48Und Donald Trump sitzt auch in einem riesigen Parteivermögen,
07:51dass er laut Entscheid des obersten Gerichtshofs und vor ein paar Monaten
07:55nun auch viel unproblematischer als früher nicht für sich, sondern für andere ausgeben kann.
08:01Also das sind alles Gründe, warum eigentlich republikanische Kandidaten sehr loyal zu ihm sein sollten.
08:08Und dennoch, wie Sie richtig sagen, sehen wir sukzessive eine Absetzbewegung.
08:12Und besonders in den Staaten, die Sie erwähnt haben, das sind Staaten, die extrem kompetitiv sind,
08:16und wo die Demokraten extrem große Chancen haben, die Wahlen zu gewinnen.
08:21Michigan ist so ein Staat eben.
08:24Und da dürfte eben Donald Trump das auch gutieren.
08:28Letzte Information hier.
08:30Donald Trump kann auch, wenn er will, hier sehr, sehr pragmatisch sein.
08:34Susan Collins, die Senatorin von Maine, war eine der wenigen Republikanerinnen,
08:39die beim Impeachment-Verfahren gegen Trump für das Impeachment-Verfahren gestimmt hat.
08:43Und dennoch hat sich Donald Trump bei ihr nicht gerecht.
08:45hat sie endorsed und ist auch heute noch dafür, dass sie quasi eine Sonderpolitik in Maine fährt,
08:54weil er einfach weiß, wie wichtig dieser Senatssitz im relativ liberalen Maine wäre für die Republikaner,
09:00um ihr zu erlauben, sie ist ja sehr, sehr moderat, dass sie diesen Sitz behält,
09:03sonst würde er sicher zu den Demokraten werden.
09:05Also Trump kann auch anders, wenn er das auch richtig versteht, dann einordnen kann.
09:11Das finde ich ungewöhnlich, dass Sie das sagen, beziehungsweise das wusste ich nicht.
09:14Bislang war ja eben, wie Sie es richtig skizziert haben, Loyalität ist alles.
09:19Und wenn man das irgendwie bricht, dann ist Ende Gelände.
09:23Er scheint da dazugelernt zu haben oder war das immer schon so?
09:25Wie würden Sie das einordnen?
09:26Naja, Donald Trump ist etwas, was man immer als konstant bei ihm ist, dass er nicht konstant ist,
09:31also dass er bis zu einem gewissen Grad sehr unberechenbar ist.
09:34Und ich glaube, Donald Trump stellt natürlich Loyalität vor allem, er ist über alles,
09:41aber er weiß natürlich auch als gewiefter Geschäftsmann,
09:45bevor ich eine Schlacht verliere, muss ich versuchen, auch hier und dort die Kurve zu kratzen.
09:50Er weiß auch, wenn er zu großzügig ist und das zu großflächig erlaubt,
09:55dann verliert er natürlich die Macht, die Kontrolle über seine Partei
09:58und erlaubt es möglichen Gegnern auch aus dem eigenen Lager quasi die Zügel an sich zu ziehen.
10:04Also Donald Trump geht hier sehr dosiert, sehr sparsam mit um,
10:07aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er eben in Schlüsselstaaten,
10:10vor allem Michigan ist so ein Staat, dass er hier signalisiert hat, dass er das quasi akzeptiert.
10:16Wir sahen ja schon so eine leichte Absetzbewegung auch bei diesem Parteitag,
10:21den er organisiert, wo er sich da selber zwei Tage feiern ließ.
10:24Da waren ja alle eingeladen, nicht alle sind auch hingekommen,
10:28nicht alle haben davon auch berichtet.
10:29Also wir haben so ein bisschen dosiert gesehen,
10:32nicht alle wollten mit Donald Trump am Bild oben sein.
10:34Wir sehen aber auch andere Kandidaten, zum Beispiel im Gouverneurswahlkampf in Pennsylvania,
10:42wo gerade jetzt in der Stunde der Not sozusagen einige ihre besondere Loyalität zu Donald Trump
10:47demonstrieren, wohl in der Vermutung und hoffen, dass sie dann dafür reich belohnt werden.
10:52Und mit reich belohnt meinen Sie dieses Parteivermögen, auf dem Donald Trump sitzt,
10:55mit dem man dann mehr Werbung schalten kann?
10:56Ja, oder auch später eben, der amerikanische Präsident hat ja dann noch zwei Jahre Macht,
11:00Dinge zu tun.
11:01Also wenn jetzt Pennsylvania was bräuchte zum Beispiel,
11:04dann könnte das ein siegreicher Gouverneur einfordern oder sich dann eben belohnen lassen.
11:09Jetzt haben wir in der Vergangenheit immer gelernt, dass ein Endorsement von Trump
11:12wahnsinnig wichtig dafür ist, die Vorwahlen zu gewinnen,
11:15weil eben die Parteipassist, die in den Vorwahlen abstimmt, ganz loyal hinter Trump stehen.
11:19Das sind quasi diese klassischen Magerleute mit den Hüten und den Fahnen.
11:23Aber ist das jetzt beim tatsächlichen Wahlkampf immer noch so oder bei der tatsächlichen Wahl?
11:29Oder könnte ein Endorsement von Trump inzwischen sogar vielleicht eher,
11:33naja, etwas schadhaft sein für den Kandidaten?
11:35Ja, das ist eine gute Frage. Letztlich werden wir es wissen nach der Wahl,
11:39weil natürlich die gesamte Trump-Ära, das sind so viele klassische Regeln,
11:43werden umgestoßen und so viele Dinge sind anders,
11:46dass es hier sehr schwer ist, jetzt vorherzusagen, welchen Effekt es hat.
11:50Grundsätzlich bei den Endorsements ist es so,
11:52dass Endorsements überschätzt werden politisch.
11:56Das heißt also, Kandidaten sammeln ihre Endorsements
11:59und die sind natürlich in der Zeit vor der Wahl, wenn es noch wenig Anhaltspunkte gibt,
12:05als noch wenig Umfragen, sind Endorsements sehr oft ein Maß für die Einordnung.
12:11Dann sind Endorsements auch wichtig, vor allem auch im Vorwahlprozess.
12:15Wenn jetzt zum Beispiel eine Partei Linke ein Endorsement gibt,
12:18dann weiß man eben, aha, dieser Vorwahlkandidat ist eben der Partei Linken zuzuhören.
12:23Etwa ein Bernie Sanders ein Endorsement macht.
12:25Bei den Republikanern ist es nicht auch so, aber jetzt treten ja mehrere oft Magerkandidaten an.
12:31Also früher war es mal wichtig, bei Donald Trump den Magerkandidaten vom Nicht-Magerkandidaten zu unterscheiden.
12:36Jetzt sind die de facto alle Magerkandidaten und jetzt wird es schwierig.
12:39Also wie mager ist jemand?
12:41Und da hat Donald Trump auch dazu gelernt, dass er eigentlich lange zuwartet
12:46und relativ spät erst entscheidet, wohl auch um zu sehen, wie loyal sind die,
12:50was bekommt er von diesen Leuten.
12:52Also man sieht, dass das viel mehr transaktionaler ist, als es früher war.
12:57Früher war es einfach eine Identifikation, also so eine Kodierung von jemandem, eine Klassifizierung.
13:02Das war für Wähler eine wichtige Orientierung.
13:05Jetzt ist es eben teilweise ein bisschen anders politisch zu werden.
13:09In der Hauptwahl ist es wahrscheinlich, kann es natürlich für die allgemeine Wählerschaft,
13:16kann das genau den gegenteiligen Effekt haben, also dass man eher gegen diese Person stimmt.
13:25Das scheint sich auch stärker abzuzeichnen.
13:28Andererseits ist Donald Trump auch jemand, der in den letzten Tagen es versteht,
13:33seine Basis zu mobilisieren.
13:35Das heißt, also die Mobilisierung der Basis, das kann natürlich schon einen Effekt haben,
13:40dass gerade seine Leute dann, die besonders animiert sind, dass die dann zur Wahl gehen.
13:44Was es aber nicht mehr tut, und das ist der Unterschied zu früher,
13:48wir haben ja zwei Gruppen neben den Republikanern,
13:51das sind die Unabhängigen, die Independents und das sind die Demokraten.
13:53Bei den Demokraten mobilisiert die Leute gegnerdicht diesen Kandidaten.
13:58Die Independents waren früher immer so zwei Drittel zu einem Drittel gespalten,
14:03eher konservativ und die haben das auch benutzt,
14:05um den konservativen Kandidaten herauszufiltern,
14:09wenn jetzt von Donald Trump dieses Endorsement kam.
14:11Wir wissen jetzt vom Umfang, dass die Independents ganz massiv
14:14in Richtung dem Anti-Trump-Lager gegangen sind.
14:18Und die Vermutung liegt daher, wenn es also jetzt ein Endorsement gibt,
14:22dann würden auch viele Independents quasi gegen einen Trump-Endorsement-Kandidaten stimmen.
14:27Aber wenn diese Independents, also jene, die nicht ganz festgelegt sind auf Republikanern und Demokraten,
14:32jetzt in der Mehrheit eher zu den Demokraten tendieren,
14:36dann bedeutet das auch, dass es für die Demokraten theoretisch ein höheres Wählerpotenzial
14:40und mehr Mobilisierungsmöglichkeiten gibt, oder?
14:42Absolut. Was wir momentan nicht wissen, also es gibt sozusagen das Generic Ballot.
14:46Das Generic Ballot heißt, also ich frage die Leute in den einzelnen Wahlbezirken,
14:51egal wer auf dem Wahlzettel oben steht,
14:53die Demokraten und Republikaner, wen wollt ihr wen?
14:57Da sind die Demokraten Haushoch vorne.
14:59Also wenn es alles andere gleich bliebe,
15:03dann würden die Demokraten Haushoch gewinnen.
15:04Aber es ist natürlich nicht jeder Wahlkampf Generic,
15:08also nicht so ein, sondern da gibt es natürlich lokale Faktoren,
15:11da gibt es viele andere Dinge.
15:12Und da gibt es halt auch in der Politikwissenschaft so etwas,
15:16wir nennen das so Prior Probability,
15:18so eine vorausgelegte Wahrscheinlichkeit.
15:21Also nehmen wir jetzt North Carolina.
15:23North Carolina ist ein Bundesstaat,
15:25der eigentlich immer für die Demokraten zu gewinnen zu sein scheint.
15:31Die verlieren immer relativ knapp.
15:33Oft führen sie dann auch in den Umfragen,
15:35aber am Ende kehren die dann auch wieder zu den Republikanern zurück.
15:41Man könnte im Scherz sagen, da ist was in der Luft oder im Wasser, was auch immer.
15:44Es hat auch sehr viel mit Gewohnheit zu tun.
15:48Letztendlich überlegt man es sich dann doch.
15:50Und wir wissen eben jetzt nicht,
15:52vor allem in den konservativen Staaten,
15:54einige davon müssen die Demokraten gewinnen
15:56oder müssen sie dort gut abschneiden.
15:58Da sind sie jetzt relativ weit vorne.
16:00Wir wissen aber nicht genau,
16:01wie weit müssen sie vorne sein,
16:03um diese strukturelle Bias,
16:06also diese,
16:08dass so was gegen sie,
16:11ihr arrangiert ist,
16:13um das zu überwinden.
16:14Das ist so einer der großen offenen Punkte.
16:17Also in Texas,
16:19in Florida,
16:21in Ohio,
16:23Michigan ist ein bisschen anders,
16:25aber in North Carolina zum Beispiel
16:27oder in Georgia.
16:28Das sind so Staaten,
16:29wo an sich die Republikaner
16:32leicht gewinnen müssten.
16:33Dort sind die Demokraten jetzt
16:34nicht nur kompetiv,
16:35sondern sogar vorne.
16:36Aber da wissen wir nicht,
16:37wie viel müssen die vorne sein,
16:38damit es sich ausgeht.
16:39Habe ich das richtig verstanden?
16:40Das heißt,
16:41es gibt solche Bundesstaaten,
16:42wo in den Umfang
16:43und wo das Potenzial
16:44für die Demokraten da wäre,
16:46aber die sind so traditionell
16:48republikanisch,
16:49dass am Ende des Tages
16:50die Wähler dann vielleicht doch sagen,
16:52na gut,
16:52ich habe sie immer schon gewählt.
16:53Ja,
16:54es gibt es in anderen Staaten auch,
16:57auch in Österreich.
16:58Ich meine,
16:59ich würde jetzt mal sagen,
17:01in Salzburg hat zum Beispiel
17:03oder hat die Sozialdemokratie
17:06natürlich in meinem Bundesland
17:08durchaus immer,
17:10früher mal immer gute Chancen
17:11und sie hatte dann auch
17:12die Landesraubfahne eine Zeit lang.
17:14Aber dadurch gilt Salzburg
17:15als eher konservative Bundesstaat.
17:17Und wenn alles gleich ist,
17:19hat die ÖVP hier einen gewissen Vorteil.
17:22Einfach, weil die Dinge
17:23so arrangiert sind.
17:25Und das gibt es natürlich auch
17:26in den USA.
17:29Und weil verschiedene Faktoren
17:31zusammenkommen.
17:31Das kann einerseits
17:32die bessere Organisation vor Ort sein.
17:34Das kann,
17:35dass die Teams dort besser eingespielt sind.
17:38Dass natürlich in Umfragen
17:39in den liberalen Universitätsstädten,
17:42die die Befragten sagen,
17:44ja, sie wählen demokratisch,
17:45haben wir dann vergessen,
17:46sich rechtzeitig anzumelden,
17:48weil die Studis ja von
17:48eigentlich woanders herkommen,
17:50also out of state sind
17:51und sich rechtzeitig anmelden können
17:52oder was auch immer.
17:54Da gibt es halt viele Faktoren
17:56oder die nicht wissen,
17:57wo ihre Wahllokale sind,
17:57weil sie umgezogen sind
17:58und während die eher konservative
18:00Teile der Bevölkerung
18:01einfach immer am selben Ort wohnen.
18:02Also da gibt es verschiedene Gründe,
18:04warum das so ist.
18:05Und wir reden ja oft
18:06von sehr kleinen Mehrheiten.
18:08Also in North Carolina
18:09sind es ja immer
18:1120.000, 30.000 Stimmen,
18:13was ja bei einem Bundesstaat
18:15der Größe Österreichs
18:16nicht so groß ist.
18:18Und das sind eben so viele
18:20dieser kleinen Faktoren,
18:21die in Summe eigentlich
18:22immer dann doch das dazu führen,
18:24dass die Republikaner gewinnen.
18:26Und vielleicht noch,
18:29letztlich geht es ja nicht
18:30nur um den Präsidenten,
18:31sondern ich muss ja auch
18:32jemanden wählen.
18:33Das heißt,
18:33das ist ja nicht nur,
18:34dass ich jemanden nicht mag
18:35und nicht wähle,
18:36ich muss mich für jemanden
18:38anderen entscheiden.
18:38Und das spielt schon eine Rolle,
18:40wie der auf mich wirkt,
18:42ob ich den jetzt
18:42sie vertrauenswürdig halte
18:44und ob ich glaube,
18:45dass diese Person mich
18:46gut im Kongress vertritt
18:47oder ob diese Person
18:48einfach zu anders ist
18:49als ich selber
18:50oder anders ist als meine Werte.
18:52Also da gibt es natürlich
18:52viele Punkte.
18:53Und der Präsident steht ja
18:54nicht am Stimmzettel oben,
18:56sondern die Republikaner
18:59profitieren von einer
19:01generellen Unzufriedenheit
19:02mit der Wirtschaftslage
19:04und geben natürlich Donald Trump
19:05in den Republikanern die Schuld.
19:08Aber letztlich sind es
19:09dennoch Einzelwahlen.
19:10Das heißt,
19:10es reicht von Seiten
19:12der Demokraten nicht,
19:13einen republikanischen Kandidaten
19:15in irgendeinem Bundesland
19:16mit Donald Trump
19:18in Verbindung zu bringen,
19:19um diese Wahl
19:20auch wirklich zu gewinnen.
19:21Das machen sie sowieso
19:22und das ist ganz klar,
19:23aber das reicht nicht,
19:25wahrscheinlich nicht
19:25in allen Fällen,
19:26wo es extrem knapp ist.
19:28Wir wollten ja eigentlich
19:29darüber sprechen,
19:30dass sich einige Kandidaten
19:31von Donald Trump abwenden.
19:33Was mich noch interessieren würde,
19:34ist das Thematische,
19:35also die thematische Begründung.
19:37Sie haben jetzt schon
19:38die Wirtschaft angesprochen.
19:39Ist das einer von den Gründen,
19:40den man vielleicht auch
19:41von republikanischer Seite
19:42dem Präsidenten vorwirft?
19:44Weil der Krieg im Iran
19:45ist seine Schuld,
19:45also man kann es nicht anders sagen.
19:47Also genau,
19:47wir haben,
19:48ich würde sagen,
19:49Abweichungen oder Kritik
19:50an Donald Trump
19:51von zwei Seiten.
19:53Wir haben natürlich auch
19:54ein Abweichen
19:56und einen Abfall
19:56innerhalb seiner eigenen Bewegung,
19:59weil Donald Trump
20:00so ein bisschen
20:00als Verräter
20:01an der Sache gilt.
20:04Ich würde jetzt sagen,
20:05das sind nicht die typischen Wähler,
20:07das ist auch nicht das Gros,
20:07oder wählen,
20:08also eher so eine Sache
20:09innerhalb des Magerkreises.
20:10Das dürfte aber wichtig sein
20:11für die Zukunft
20:13nach den Midterms
20:14und welche Erzählung
20:15dann weiter gestrickt wird,
20:17also wie sich die Bewegung
20:18weiterentwickelt
20:19oder welche Gruppierungen
20:20innerhalb Magers
20:21letztlich
20:22die alles weitere
20:24entscheiden werden
20:25auf auch
20:25den nächsten
20:27Präsidentschaftskandidaten.
20:27Aber das ist schon ein Thema.
20:29Was hat er da verraten?
20:30Naja,
20:31da war einerseits natürlich
20:32das Versprechen,
20:33keine neuen Kriege zu beginnen,
20:35dass er
20:37da hat er versprochen
20:38eben an dem Staatsumbau
20:39weiterzuarbeiten.
20:41Also
20:42quasi gab es eine Agenda,
20:43das nehmen wir
20:44dieses
20:44Einfachheitsarbeit,
20:46dieses Projekt 2025,
20:47diese Agenda
20:48abzuarbeiten.
20:50Und
20:50da hat er sich jetzt
20:51verzettelt,
20:52da spricht er
20:52von seinem
20:54Wahlsaal,
20:55von den
20:55Monumenten in Washington
20:57und diesen diversen Dingen,
20:58die diese
20:59ideologisch orientierte
21:01harte Rechte
21:01als Ablenkung
21:03und als
21:03das ist einfach
21:05Sand,
21:05der hier ins Getriebe
21:06kommt und
21:06dieser Sand wird
21:07von Donald Trump
21:08eigentlich ins Getriebe
21:09geworfen
21:10und statt dass
21:12Donald Trump
21:12ständig über
21:13den Linksdruck
21:15bei den Demokraten
21:16spricht,
21:16verzettelt er sich
21:17in diesen Sachen.
21:18Auf der anderen Seite
21:19ist eben die
21:21eher katastrophale
21:22Wirtschaftslage,
21:23weil Donald Trump
21:23ganz konkret
21:25versprochen hat,
21:26die Inflation
21:27zu senken
21:28und hat eben
21:30die Wirtschaftspolitik
21:31Joe Bidens
21:31angegriffen,
21:32das war vor allem
21:33die Arbeitslosigkeit
21:33und zwar die
21:34Inflation,
21:35das waren die
21:35speziellen
21:36Energiepreise
21:37und die
21:37Lebensmittelpreise
21:38und alle diese
21:39Indikatoren sind
21:40heute schlechter
21:40und es ist auch
21:42relativ klar,
21:42dass es eben nicht
21:43Joe Biden
21:44dafür noch
21:44verantwortlich ist,
21:45sondern
21:45also für die
21:46meisten Amerikaner
21:47ist klar,
21:48dass es einerseits
21:48die Handelskriege sind,
21:49auch der Handelskrieg
21:50mit Kanada,
21:51den viele Amerikaner
21:52auch nicht gutieren
21:53und natürlich
21:54der Krieg
21:55gegen den Iran
21:56und die damit
21:56verteuerten
21:58Benzinkosten
21:59und auf allem
21:59die Dieselkosten
22:00und in der Situation
22:02wirkt Donald Trump
22:03als jemand,
22:04der relativ isoliert
22:05im Weißen Haus sitzt,
22:06sich um Außenpolitik
22:08kümmert,
22:08um den Nahen Osten
22:09kümmert,
22:10um irgendwelche
22:11ferne Konflikte
22:12und um
22:13den Ballsaal
22:14und die Behübschung
22:15des Weißen Hauses
22:16und der Umgebung,
22:17also völlig losgelöst
22:19von den Bedürfnissen
22:20der Menschen
22:21im sogenannten
22:22Hinterland
22:23und das ist genau
22:23das Gegenteil
22:24von der Erzählung,
22:25die Donald Trump
22:25sagte,
22:26also vom ersten
22:27Tag wird er sich
22:27nur um die
22:28im Stich gelassenen
22:29die kleinen Leute
22:31im Hinterland
22:31kümmern
22:32und das ist quasi
22:33jetzt fast das
22:34Gegenteil dessen,
22:34fast eine Karikatur
22:35dessen mit dem
22:36von Gold
22:37Ornamenten umgeben.
22:38Er ist jetzt auch
22:39nicht im Wahlkampf,
22:40also er hat jetzt,
22:41er hatte schon längst
22:42versprochen,
22:42er geht in den Wahlkampf
22:43bei Wir Touren,
22:44er hat sehr dosiert
22:45den Wahlkampf begonnen
22:46und es geht,
22:48fährt eigentlich nur
22:48in sehr sichere
22:50republikanische
22:51Bundesstaaten
22:52und in zwei anderen,
22:53wo er war,
22:54da stand er dann
22:54vor leeren Tribünen,
22:55das hat er dann gleich
22:56aufgegeben,
22:56also auch,
22:57er sucht auch nicht
22:58den Kontakt mit der Menge
22:59und man vermittelt auch
23:00generell das Gefühl,
23:02dass er müde ist
23:02und das sind das ganze
23:03Übertrisiko.
23:04Und dann gab es auch
23:04Aussagen von ihm quasi,
23:06naja,
23:06er ist ja nicht gewählt worden,
23:07dass er den Leuten
23:08irgendwie die Preise senkt,
23:09die sollen sich halt
23:10damit auch abfinden,
23:11also er hat auch
23:12einige Aussagen getätigt,
23:13die natürlich jetzt
23:15die Demokraten
23:16gegen ihn verwenden
23:17und in Summe
23:18zeigte das halt
23:20ein sehr negatives Bild
23:21auch aus der Position
23:22der klassischen
23:24Trump-Wähler.
23:25Während die Demokraten
23:26früher immer von Demokratie
23:28und der Demografie
23:29Gefährdung gesprochen haben,
23:31haben die ihre Message
23:32geswitcht,
23:33also geändert
23:33und fokussieren heute
23:36eben ganz oben
23:37auf die Wirtschaftslage,
23:39auf die Lebensmittelpreise
23:41und dann auch
23:41auf die Datenzentren
23:43und dass diese Botschaft
23:45hat sich einfach verfangen
23:46und da haben die Republikanen
23:48nicht kaum was dagegen
23:49sagen können
23:50und das erklärt auch,
23:51warum dann Einzelne
23:52jetzt die abrücken
23:53und versuchen,
23:54auch Datenzentren
23:55kritisch zu sehen
23:56oder versuchen,
23:58da sich von Donald Trump
23:59zu distanzieren
24:00oder auch selbst Vorstellungen
24:01machen,
24:01wie sie die Wirtschaftsprobleme
24:02lösen oder sagen,
24:03das wäre eigentlich
24:04nicht ihre Politik,
24:05sondern eher die Politik
24:06des Präsidenten
24:06und die wäre nicht hilfreich.
24:08Michigan ist so ein Beispiel.
24:09In Michigan gibt es
24:10absurderweise eine Brücke
24:11nach Kanada,
24:12die von den Kanadiern
24:13gebaut wurde,
24:14die Donald Trump
24:15aus reinem Hass
24:16auf Kanada
24:16nicht eröffnen ließ
24:17und diese Brücke
24:18würde den Handel
24:23und Transport
24:24mit Kanada
24:24intensivieren
24:25und da würden viele
24:26in Michigan davon profitieren
24:28und aus reinem Frust
24:30Donald Trump
24:31gegenüber dem
24:31kanadischen Premierminister
24:32ist diese Brücke
24:34sozusagen weiterhin
24:35wie die blockiert,
24:36obwohl sie schon längst
24:37fertig ist
24:37und eigentlich schon
24:38längst den Verkehr
24:39hätte übergeben sollen.
24:39Also das muss man sich
24:40mal vorstellen.
24:41Ja gut,
24:42irrationales
24:42und fast schon irgendwie
24:45zweifelhaft
24:46sanes Verhalten
24:47des Präsidenten,
24:48das sind wir ja gewohnt,
24:49also das kennen wir ja.
24:50Was ich jetzt nicht
24:50so ganz verstehe
24:51an diesem Punkt ist,
24:53ist es jetzt wirklich so,
24:54dass tatsächliche Sachpolitik,
24:56die die Menschen merken,
24:58wie beispielsweise,
24:58okay,
24:58Präsident beginnt Krieg,
25:00deswegen steigt bei mir
25:00der Benzinpreis,
25:01ist das wirklich etwas,
25:03was die Leute
25:03zum Umdenken bewegt?
25:05Denn wenn wir,
25:06und Sie sind ja auch
25:06Populismusforscher,
25:07eines aus diesem Bereich
25:08kennen,
25:08ist,
25:09dass ja Populisten
25:10eigentlich keine Lösungen
25:12für Themen anbieten müssen
25:13und sie auch nicht
25:14einhalten müssen,
25:15sondern eigentlich mehr
25:15oder weniger machen können,
25:16was sie wollen,
25:17solange es laut genug kracht.
25:18Ja, ich würde es jetzt nicht
25:19konkret als Sachpolitik bezeichnen,
25:20also ich glaube,
25:21das würde das zu sehr
25:22Oder es geht in die
25:22lebensrealisierte Menschen.
25:23Ja, ja,
25:24aber es gibt, glaube ich,
25:26in den USA ein Grundverständnis,
25:27dass Geschäftsleute,
25:29und da wird von vielen
25:29als Geschäftsmann gesehen,
25:32also Business People
25:33sind gut für Business.
25:34Also man geht mal davon aus,
25:36wenn Demokraten
25:37an der Macht sind,
25:38dann werden die Steuern erhöht,
25:39aber es gibt mehr Sozialprogramme,
25:41vielleicht bessere
25:42Gesundheitsprogramme,
25:43wenn Republikaner regieren,
25:44sollte es der Wirtschaft
25:45besser gehen.
25:45Das ist so ein Grundverständnis.
25:47Und jetzt geht es
25:49der Wirtschaft schlechter.
25:50Und die Republikaner
25:52sind an der Macht.
25:52Ja, die Republikaner
25:53sind an der Macht
25:54und jetzt genügt das
25:55für einen Teil der Leute,
25:57ist das schon genug zu wissen.
25:58Also der,
25:59der im Weißen Haus sitzt,
26:00ist irgendwie dafür verantwortlich.
26:02Auch wenn man dagegen
26:02argumentieren könnte,
26:04das ist natürlich viel komplexer,
26:06aber jeder Präsident
26:07hat das Problem,
26:08auch ein Joe Biden
26:09hat das Problem,
26:10obwohl von ihm unverschuldet,
26:12dass eben damals
26:14die Inflation
26:15global nach oben ging,
26:17aus verschiedenen Gründen
26:18und dann ist man halt
26:19verantwortlich dafür.
26:20Und dann hat Donald Trump
26:22sehr, sehr dezidiert versprochen,
26:25keine neuen Kriege
26:26und hat eben Joe Biden
26:28und die vorigen Regierungen
26:29immer dafür geprügelt,
26:31er hat sie immer
26:32Globalisten genannt,
26:33weil sie noch dazu
26:34im Nahen Osten,
26:36wo ja ganz amerikanische Interessen
26:37also schon längst
26:38nicht mehr so vorhanden sind,
26:40wie früher,
26:41sich dort engagiert.
26:42Und das macht Donald Trump
26:44genau dasselbe
26:45und natürlich
26:46die Straße,
26:47wo man muss,
26:47ist täglich in den Nachrichten
26:49und gleich sieht man dort
26:50auch diese Tankschiffe.
26:51Also das ist jetzt
26:52nicht so komplex,
26:53dass ich hier sehr viel
26:55sachpolitischen Verstand brauche,
26:56um die Verbindung herzustellen.
26:58Die Preise sind nach wie vor hoch,
26:59es ist Diesel,
27:00die Tankschiffe kommen
27:00dort nicht durch
27:01und wir sind in einem Konflikt,
27:04den wir nicht beenden können.
27:06Und Donald Trump
27:06kündigte ja ständig an,
27:08der Krieg,
27:09der Krieg wird morgen
27:10oder übermorgen vorbei sein.
27:11Die Lösung ist nahe,
27:12aber dann geht es
27:13nach wie vor weiter.
27:14Also in Summe
27:15kommt das schon
27:16bei den Leuten an
27:17und wie stark das ankommt,
27:19die Ursache ist im Prinzip egal.
27:21Der Präsident
27:23wird dafür verantwortlich gemacht
27:25und die Demokraten
27:26erinnern natürlich
27:27alle Wähler ständig daran.
27:28Wenn ich jetzt
27:29ein republikanischer Kandidat
27:30in irgendeinem Bundesstaat wäre,
27:32stelle ich mir das
27:33relativ ungemütlich vor.
27:33Auf der einen Seite
27:34eben die gestiegenen
27:35Benzin- und Lebensmittelpreise
27:37eben aufgrund des Krieges.
27:38Wenn Sie sagen,
27:39dieser Zusammenhang
27:40wird es tatsächlich
27:40auch von den Wählern hergestellt,
27:42dann wird das wohl auch so sein.
27:44Gleichzeitig meldet sich dann
27:45mein Präsident
27:46die ganze Zeit
27:46aus dem Weißen Haus
27:47und redet über irgendeinen Ballsaal
27:48und wie Sie gesagt haben,
27:49aus einem inzwischen
27:50durch und durch vergoldeten Raum.
27:52Also es wirkt
27:53ein bisschen abgehoben.
27:54Wie viel,
27:55also wie sehr schadet er
27:56jetzt wirklich den Kandidaten?
27:57Ich stelle mir das
27:58wahnsinnig schwierig vor,
27:59meinen Wählern das zu erklären.
28:00Nein, ich glaube ja genau,
28:01das ist der Grund,
28:02warum die Werte
28:03permanent abnehmen.
28:04Ich meine,
28:05wir haben,
28:05es ist so ein Klassiker,
28:07wir haben noch an der Universität
28:10in den USA gelernt,
28:11so eines der klassischen
28:12Rechnungsmodelle,
28:13als wir da statistisch lernten,
28:15dass die Zustimmungsrate
28:18des Präsidenten
28:19zu 90 Prozent,
28:20dass zwei anderen Faktoren
28:21erklärt werden kann,
28:22das ist die Inflation
28:23und das ist die Arbeitlosigkeit.
28:24Wenn ich beide Werte
28:26zusammenzähle,
28:27kann ich die Zustimmungsrate,
28:29der Pover Rate
28:30relativ gut berechnen.
28:32Und das ist in normalen Zeiten.
28:34Und jetzt passiert dann noch genau das,
28:36was Sie gesagt haben,
28:37in diesem ganzen Kontext
28:38einer hochgradigen Polarisierung
28:41und in dem Kontext eben,
28:42dass Donald Trump
28:43am liebsten vom Ballsaal spricht
28:45oder dem auch
28:46den aus den Staatsgänsten zeigt
28:48oder von anderen seltsamen Dingen.
28:50Also es verfängt sich langsam.
28:52Ich meine,
28:53jetzt baut er diesen Triumphbogen.
28:55Damit er diesen Triumphbogen
28:57aber sehr schnell
28:58durch die diversen
29:01behördlichen Auflagen bekommt,
29:03muss er den Triumphbogen
29:05mit einer nationalen Notlage verbinden.
29:08Also sagt er im Fernsehen,
29:09dass nicht dieser Triumphbogen
29:11eigentlich verwendet wird,
29:12um dort Lasers und Drohnen
29:13zu platzieren
29:15und Munition unterzubringen.
29:18Ein Waffensilo.
29:18Ein Waffensilo.
29:20Gleichzeitig sagt er,
29:21das ist aber für Touristen,
29:22natürlich soll für Touristen geöffnet werden.
29:25Naja,
29:26auch diese Erzählung allein
29:27ist natürlich,
29:28das ist natürlich auch wieder
29:29eine Erzählung,
29:30die dann in den Medien zirkuliert,
29:32wo man sich denkt,
29:32also wie passt das alles zusammen?
29:34Also da gibt es irgendwie Drohnen
29:35und Laser
29:36und Touristen sollen dahin,
29:37aber es soll gleich
29:38ein mediterisches Sperrgebiet sein
29:39und das ist
29:41die internationalen Verteidigung,
29:43damit das Relief schnell
29:44gebaut werden kann.
29:46Also da sind so viele Dinge
29:47und fast jeden Tag
29:49oder in kurzen Abschnitten
29:50gibt es solche seltsamen Geschichten
29:52und die zeigen,
29:53dass Donald Trump
29:54irgendwie sehr abgekoppelt ist
29:55und sehr abgehoben
29:56von den Problemen
29:57der Durchschnittsamerikaner
29:59und er erinnert hat Leute auch daran.
30:01Und was früher mal
30:02als schräg
30:03oder irgendwie interessant
30:03oder vielleicht ungewöhnlich
30:05oder ein,
30:06also er hat ja lange Zeit,
30:07ist er ja damit durchgekommen,
30:09als er gesagt hat,
30:10er ist halt kein typischer Politiker
30:12und deshalb sollte er gewählt werden,
30:13weil eben,
30:14wir wollen ja keine typischen Politiker,
30:16die sind alle irgendwie korrupt,
30:17er ist eben so erfrischend untypisch
30:19und ein Original.
30:22Jetzt wiederum,
30:23es scheint das zunehmend
30:25zu einem Manko zu werden
30:26in einer Situation,
30:26dass einem Donald Trump
30:29scheinbar der Problematik
30:31nicht nur nicht Herr wird,
30:32sondern sich auch nicht bewusst wird
30:33der Problematik
30:34und eigentlich von was anderem spricht,
30:36als dass er worüber reden sollte,
30:38wenn es nach seiner Partei geht.
30:39Es gibt noch ein drittes Thema,
30:41das ist die Migration
30:43beziehungsweise die Einwanderung.
30:44Wie sieht es da bei den Kandidaten aus?
30:46Ich habe ein Beispiel gefunden,
30:47das fand ich sehr interessant,
30:48da gibt es in Florida
30:49die Republikanerin Maria Elvira Salazar
30:52und sie kritisiert als Republikanerin
30:55die Einwanderungspolitik von Donald Trump.
30:57Das ist ja doch ein bisschen ungewöhnlich,
30:59aber natürlich auf der anderen Seite
31:01hatten wir diese ganzen Zwischenfälle mit Eis,
31:03die ja, wenn ich richtig informiert bin,
31:04auch nicht gerade populär waren
31:06in der Bevölkerung.
31:07Das ist, natürlich sehen wir das auch schon länger.
31:10Also ich meine,
31:11wenn man Amerikaner befragt
31:13nach der tatsächlichen Sachpolitik,
31:17dann sind die mit großen Mehrheiten
31:19gegen die Politik Donald Trumps
31:20und auch die Immigrationspolitik.
31:23Und das ist natürlich einerseits,
31:26das könnte man sagen,
31:27ein bisschen unfair auch gegenüber Donald Trump,
31:29weil natürlich,
31:30wenn ich Leute befrage,
31:31hängt sehr viel auf,
31:32wie ich die Frage stelle.
31:34Und natürlich möchte ich sehr oft
31:35die unangenehme Konsequenzen.
31:37Das ist einmal so,
31:37jemand ist gegen die illegale Einwanderung,
31:39ist nicht frustriert
31:40und dann gibt es den Behörden,
31:43dann wird durchgegriffen
31:44und dann passieren diese Dinge
31:45und dann möchte man nicht diese Konsequenzen.
31:47Und irgendwo sind Menschen oft,
31:48dass sie beides nicht möchten.
31:49Also so wie der Klassiker,
31:51wir haben es auch in Österreich,
31:52also wir sollen von den Amerikanern
31:53nicht abhängig sein,
31:54wir brauchen eigentlich Datenzentren
31:55und wenn ein Datenzentrum gebaut ist,
31:57man geht das Datenzentrum
31:58vor meiner Haustür
31:59und so ähnlich.
32:00Also das kann man sich so vorstellen,
32:01dass man die negativen Konsequenzen
32:04und die Exzesse
32:06dieser Immigration,
32:07dieser Einwanderungspolitik
32:09überhaupt nicht möchte.
32:10auch nicht die Härte,
32:11man möchte auch nicht,
32:11dass irgendwie Vermummte,
32:12Befaffnete durch die eigenen Städte
32:14in den eigenen Städten
32:16Jagd auf Leute machen
32:17oder Mütter mit Kindern
32:18von der Schule abholen,
32:19die dann deportieren
32:20oder Mütter und Kinder trennen
32:22und dann getrennt
32:23in Zentren stecken.
32:25Auf der anderen Seite
32:27möchte man aber auch nicht
32:28zurückkehren zu einer Politik
32:29unter Biden,
32:30wo eben viele Millionen
32:32nicht Dokumentierte
32:33quasi ins Land kamen
32:34und dann,
32:35wo man dann nicht wusste,
32:36was man mit denen tut.
32:37Also so ein bisschen
32:38ist die Bevölkerung gefangen
32:39und es hängt jeder von der,
32:41was vorher vorgefallen ist
32:42und welche Anlassfälle es gibt,
32:44dass das mal so
32:45und mal so
32:45auch politisch dann durchschlägt.
32:47In Florida kommt noch
32:48was anderes dazu.
32:50Das ist eine,
32:51die Frau Salazar
32:52ist natürlich selber
32:53eine Latina,
32:55hat Latina-Wurzeln
32:56und in Florida
32:58gibt es sehr viele Einwanderer
32:59und das ist ein komplexes Thema dort.
33:01Also viele Latinos
33:01sind nämlich auch so,
33:03also hinter mir die Tür zu,
33:05das ist schon gut,
33:06aber für viele Latinos
33:08ist Latino nicht gleich Latino.
33:09Die werden zwar von Nicht-Latinos
33:10als einheitlich gesehen,
33:11aber man muss unterscheiden
33:12zwischen den Kubanern,
33:13den Venezolanern,
33:14den Puerto Ricanern.
33:16Die sind keine Einwanderer,
33:16sondern sie sind ja Amerikaner,
33:17aber dennoch sind das
33:19eine Community,
33:20die sich intern aber anders sehen.
33:22Da gibt es natürlich
33:22die kubanischen
33:24und die venezolanischen Einwanderer
33:25sind Anti-Links
33:26und sind sehr Trump-loyal,
33:28weil sie eben
33:30eher hoffen,
33:31dass damit die
33:31in Herkunftsändern,
33:33dass das dort
33:33zu einem Wechsel kommen wird.
33:34Mexikaner ticken
33:36wieder anders.
33:37Jetzt sehen wir aber,
33:38dass vor allem
33:38Latino-Männer,
33:40die zu Trump
33:41tendierten
33:41in der letzten Wahl,
33:42dass diese Latino-Männer
33:43in Umfragen
33:44wieder
33:46eigentlich zurückkehren
33:47zu den Demokraten
33:48und zunehmend
33:49Trump-kritisch sind.
33:50Und da ist auch
33:51das Umgehen
33:51mit den Einwanderern,
33:53dass vor allem eben
33:53hier Männer
33:54aufgrund ihrer Hautfarbe
33:55oder Menschen
33:57aufgrund ihrer Hautfarbe
33:58auf der Straße
34:00abgeholt werden
34:00und dann deportiert werden.
34:02und daher glaube ich
34:03distanziert sie sich
34:04und andere Latinos
34:05von dieser Politik.
34:06Ich würde sagen,
34:07das ist aber ein spezieller Bereich
34:08und wir haben in anderen
34:10Landesteilen
34:11eine andere Position
34:12zur Immigration,
34:14eher weil eben
34:15die Politik
34:16zu hart
34:16und zu exzessiv
34:17empfunden wurde.
34:19Ich kann mich erinnern,
34:19nach der ersten Amtszeit
34:20von Donald Trump,
34:21ich glaube es war
34:22eine Interviewserie
34:23von 60 Minutes,
34:25wie gesagt,
34:26bitte nagel mich jetzt
34:26nicht darauf fest,
34:28ich bin mir nicht mehr
34:28ganz sicher,
34:29jedenfalls sind da
34:30glaube ich
34:30vier bis fünf
34:31republikanische Wähler
34:32gesessen,
34:32die alle Donald Trump
34:33gewählt haben,
34:34die dann aber
34:35entsetzt darüber waren,
34:36dass Menschen
34:36tatsächlich abgeschoben werden
34:38und da ging es immer wieder darum,
34:39warum ist der aus meinem Ort,
34:41mein Nachbar,
34:42mein Arbeitskollege
34:42abgeschoben worden,
34:43weil den habe ich ja
34:44eigentlich nicht gemeint,
34:45als ich Donald Trump
34:45gewählt habe,
34:46damit er Leute abschiebt.
34:47Das heißt,
34:47diese Konsequenzen,
34:48die dann tatsächlich
34:49aus dieser Politik entstehen,
34:50die man eigentlich
34:51ursprünglich unterstützt hat,
34:52die will man dann doch nicht.
34:53Richtig,
34:54aber ich glaube,
34:54das ist ein weltweites
34:55Phänomen,
34:56in Demokratie,
34:56das sehen wir immer
34:58und es gibt
35:00ein klassisches Beispiel,
35:02du fragst Amerikaner,
35:03wie hoch man die
35:04Entwicklungshilfe aus,
35:06also wie hoch
35:07die Entwicklungshilfe
35:07der USA sein sollte
35:09und die Entwicklungshilfe
35:10ist sehr unpopulär,
35:11also Leute möchten
35:12möglichst wenig
35:12Entwicklungshilfe ausgeben,
35:13wenn man das Geld
35:14für das eigene Land
35:15ausgeben soll
35:15und dennoch ist
35:17der Prozentsatz
35:18des Budgets,
35:20dem die Bevölkerung
35:21der Entwicklungshilfe
35:22zugesteht wird,
35:23ein Vielfaches höher
35:24als das,
35:24was die USA
35:24wirklich an
35:25Entwicklungshilfe
35:26leisten,
35:27weil die Annahme
35:29immer eine ist,
35:30dass das eigentlich
35:31viel höher ist,
35:32also dass viel mehr
35:32Immigration ist,
35:33dass es viel einfacher
35:35ist zu immigrieren,
35:36also diese Dinge
35:37werden natürlich
35:37weit über
35:39beziehungsweise unterschätzt,
35:40also von der
35:41einen Partei,
35:42wenn es überschätzt,
35:42von der anderen unterschätzt
35:44und daher liegen dann
35:44Wähler und Wähler
35:45sehr oft sehr stark
35:46daneben
35:46und in der jetzigen
35:48Situation wird auch
35:49neutralen Quellen
35:50auch nicht mehr
35:51geglaubt,
35:51also wir sind ja
35:52in einer Zeit,
35:54wo Experten,
35:56Expertinnenmeinungen
35:56eher auch selbst
35:57suspekt sind
35:58und da ist es
35:59noch leichter
36:00quasi hier
36:01mit Überzeichnungen
36:02zu argumentieren
36:03und wenn natürlich
36:04dann Wähler und
36:04Wählerinnen mit sowas
36:05wirklich konfrontiert
36:06werden,
36:06das auch erleben,
36:08dann sind sie
36:08ja dann auch
36:08selber schockiert,
36:09dass das so
36:10möglich ist
36:11und da bin ich
36:12überhaupt nicht
36:12überrascht.
36:13Aber gerade die
36:13Entwicklungshilfe ist ja
36:14ein durchaus
36:15kompliziertes Thema,
36:17weil auf der einen
36:17Seite ist es Geld,
36:18das quasi das Land
36:18verlässt,
36:19das finden sehr viele
36:20Menschen nicht gut,
36:21das ist mein erster Reflex,
36:22aber die positiven
36:24Aspekte wie zum Beispiel
36:25der extreme Einfluss
36:27der USA als Softpower
36:28in gewissen Ländern
36:29wie beispielsweise auch
36:31in sehr vielen
36:31afrikanischen Ländern,
36:33der ist ja auch
36:33ein bisschen komplizierter
36:34zu erklären als quasi
36:35Irankrieg ist gleich
36:36Benzinpreise hoch,
36:37oder?
36:38Ja richtig
36:38und dadurch ist das
36:40auch ein Thema,
36:41wo du kaum einen Blumentopf
36:43gewinnen kannst
36:43und ich glaube kaum
36:45Kandidaten werden
36:46kaum auf dem Feld
36:47der Entwicklungshilfe
36:47zumindest nicht
36:48im positiven Sinn
36:49versuchen dort Stimmen
36:50um Wählerstimmen zu kämpfen.
36:52Ich würde gerne noch
36:53einmal ganz kurz
36:54zu diesen tatsächlichen
36:55zu diesen realpolitischen
36:56Auswirkungen kommen
36:57versus
36:59keine Ahnung
37:00wie viele Transmenschen
37:01bei irgendwelchen
37:01Sportveranstaltungen
37:02teilnehmen,
37:03was ja immer so
37:03große US-Aufreger-Themen
37:05sind, die
37:05jetzt am Ende des Tages
37:06höchstwahrscheinlich
37:07das tägliche Leben
37:08eines Republikaners
37:09wenig beeinflussen
37:10und ich würde da gerne
37:11noch einmal auf die
37:12Populismusforschung
37:12zurückgehen und das
37:13was ich vorher gemeint habe
37:14es gibt ein ganz
37:15bekanntes Beispiel
37:15aus Österreich
37:16vor kurzem
37:17Sie haben es sicher
37:18mitbekommen
37:19in der Steiermark
37:19ist die FPÖ
37:20inzwischen an der Macht
37:21und einer ihrer ersten
37:25tatsächlichen Schritte
37:25war
37:27ein Genderverbot
37:28in den Behörden
37:29das kann man jetzt
37:30gut oder schlecht finden
37:31man kann das wahnsinnig
37:31doof finden
37:32das Gendern
37:32oder man kann
37:33ein großer Befürworter
37:33oder eine Befürworterin
37:34sein
37:35das mal auf die Seite
37:36es wird aber
37:37das tägliche Leben
37:38der wenigsten Menschen
37:39verändern
37:39es wird die Miete
37:40nicht senken
37:41es wird die Schulbildung
37:42nicht verbessern
37:43es wird die Krankenhäuser
37:44nicht bequemer machen
37:45etc.
37:46Trotzdem funktionieren
37:47solche politischen Schritte
37:48sehr gut
37:49und das haben wir jetzt
37:49auch in den USA gesehen
37:50dass das sehr lange
37:51sehr gut funktioniert hat
37:52ist diese Phase
37:54möglicherweise vorbei?
37:55Ne das glaube ich nicht
37:56also ich glaube
37:57das wäre zu einfach
37:58ich glaube ich
37:59grundsätzlich
38:00wenn man sich
38:00die Populismusforschung
38:01ansieht
38:03sind wir immer noch
38:04in der Lage
38:05eindeutig
38:06die Ursachen
38:07dieser Populismuswelle
38:09in der westlichen Welt
38:11oder in Demokratien
38:13zu ergründen
38:14weil es zwei
38:14große Erklärungen gibt
38:16ich neige ja zu sagen
38:18das ist vielleicht
38:19die einfache Antwort
38:20und die Verbindung
38:21der beiden Ursachen
38:22es gibt die eine
38:23Ursache
38:24das ist quasi
38:25ein anti-liberal backlash
38:27also quasi
38:28eine Gegenbewegung
38:29gegen den zunehmenden
38:30Liberalismus
38:31der letzten 20, 30 Jahre
38:32Gleichstellung der Frauen
38:35Umweltbewegung
38:36etc.
38:37etc.
38:38und dass im Zuge
38:39dieser Liberalisierung
38:41vor allem Männer
38:42oder Menschen
38:44in bestimmten Positionen
38:45zunehmend Macht teil müssen
38:47oder Macht verloren haben
38:48und von Abstiegsängsten
38:53das geprägt wird
38:54und dazu kommt dann noch
38:55die Globalisierung
38:56die Modernisierung
38:57und die Frage
38:59der Identität
39:00in dem eben
39:01die nationale Souveränität
39:02zunehmend von außen
39:04bestimmt ist
39:05und wichtige Gruppen
39:07in der Bevölkerung
39:08das Gefühl haben
39:08dass sie quasi
39:09fremdbestimmt werden
39:10oder zu Fremden
39:10im eigenen Land werden
39:11das ist die Identitätsseite
39:14und dann gibt es
39:14die andere Erzählung
39:15dass es aufgrund
39:16des Neoliberalismus
39:18und der Veränderung
39:19und des zunehmenden
39:21Kapitalismus
39:21die Reiche
39:24immer reicher wurden
39:25und das Durchschnittseinkommen
39:26die Schere
39:27immer weit auseinander klaffte
39:29und das Ganze
39:29hat eigentlich
39:30ökonomische Ursachen
39:31und diese ökonomische Ursachen
39:32wurde auch durch die Globalisierung
39:33noch verstärkt
39:34jetzt
39:36die Prozesse sind so komplex
39:38und passieren hier
39:38in vielen Ländern
39:39und das ist natürlich
39:40jetzt nicht so einfach
39:41dass
39:42wahrscheinlich ein Zusammenwirken
39:44von beiden
39:45das erklärt
39:46warum die Unzufrieden
39:47der Unmut so groß ist
39:48es gibt natürlich
39:50dann auch die
39:50die sagen
39:50naja
39:51die Sozialdemokratie
39:52oder die amerikanischen
39:53Demokraten
39:54es fand natürlich leicht
39:56den Kuchen aufzuteilen
39:58solange der Kuchen
39:58immer größer wurde
39:59wenn der Kuchen
40:00mal nicht mehr wächst
40:01oder weil ein anderer Teil
40:03der Welt
40:03der frühe Arm war
40:04plötzlich zum Konkurrenten
40:05wieder aufsteigt
40:06und der Kuchen
40:07nicht mehr wächst
40:07haben wir eben das Problem
40:09dass wir eben nicht mehr
40:10eine größere Torte
40:12zu verteilen
40:12sondern
40:12das was wir haben
40:13anders verteilen müssen
40:15dadurch gibt es permanente
40:16Verteilungskämpfe
40:16und jede Gruppe
40:17die verliert
40:18glaubt
40:19sie sind die Verlierer
40:20und
40:21und
40:22und
40:23die Parteien
40:24die natürlich an der Macht waren
40:26und an der Macht sind
40:27das verantworten
40:27sind dann permanent
40:28Defensive
40:29während die Opposition
40:30vor allem die neuen Parteien
40:32oder die radikalen Parteien
40:33den Luxus haben zu sagen
40:34naja
40:35ihr
40:35ihr
40:36ihr
40:36ihr
40:36also ich könnte das alles
40:37viel besser machen
40:38und wenn die jetzt selber
40:39an die Macht kommen
40:40wie gehen die damit um
40:41jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten
40:43du kannst natürlich
40:44einerseits versuchen
40:44die sogenannten
40:45sehr tiefhängenden
40:46Früchte zu pflücken
40:47und da würde ich
40:48das Beispiel
40:48der Steiermark
40:49das kostet
40:50relativ wenig
40:51den Leuten
40:51genau
40:52es ist sicher leichter
40:53das als zu entscheiden
40:54ob wir jetzt ein Spital
40:55schließen
40:56in einer Region
40:57woanders hinverlegen
40:58als uns für Effizienz
40:59entscheiden
40:59oder
41:00unter den Umbruch
41:01der Bevölkerung
41:01dort vor Ort
41:02auf uns nehmen
41:03oder nicht
41:04und dafür die Kosten tragen
41:06und ich glaube
41:08auf regionaler Ebene
41:10die ja doch nicht
41:12so viel entscheiden kann
41:13in Österreich
41:13in gewisser Weise
41:14hat man sich für diese
41:16Punkte entschieden
41:17beziehungsweise sind ja die
41:18sind ja die
41:19auch in Österreich
41:20die ist die FPÖ
41:20ja in Koalitionen
41:22und da ist es natürlich
41:23viel konsensualer
41:24als wenn ich jetzt
41:25alleine an der Macht wäre
41:26Kärnten ist ein bisschen
41:27an war unter Haider ja anders
41:28und da haben wir mit
41:29Hyperalpeade ja auch
41:30wirklich große Entscheidungen
41:31wo wir dann noch sehen
41:33was Populismus anrichten kann
41:34wenn etwas ungecheckt
41:36sozusagen durchgeht
41:38und dann niemand
41:38kann ein Bundesland
41:41mit einem Budget
41:42von drei Millionen
41:43mit drei Milliarden
41:45Kredithaftungen
41:45für eine Bank
41:46von 14, 15 Milliarden
41:48übernehmen
41:48also da sieht man ja das
41:50nein können Sie nicht
41:50wie man gesehen hat
41:50genau das hätte man ja
41:51sagen können
41:52okay aber das war
41:53hart da nicht möglich
41:54aber das passiert ja nicht
41:55in der Regel in Österreich
41:56in den USA ist es so
41:58dass die Machtverhältnisse
42:00über das System
42:00anders ist
42:01es sehr wohl erlauben
42:02einen viel größeren
42:03Staatsumbau
42:04zu machen
42:05und den sieht man
42:06jetzt auch
42:06und da wird man jetzt
42:08sehen inwieweit
42:09und die Wahlen
42:10würde ich sagen
42:10sind ja ein bisschen
42:11trotz der Ökonomie
42:12ein Referendum
42:13über Trump
42:14und diesen Umbau
42:15da wird man jetzt
42:15sehen inwieweit
42:16das dann doch
42:18von den Amerikanern
42:19gutiert wird
42:20oder inwieweit
42:21das dann doch
42:21ein Faktor ist
42:22dass man sagt
42:23okay wir brauchen
42:24mehr Kontrolle
42:24und die Demokraten
42:25sollen zumindest
42:26eines der beiden Häuser
42:28kontrollieren
42:29also das wird man
42:29dann sehen
42:33die symbolische Politik
42:35ist sicher die erste Art
42:37mit dem umzugehen
42:38eine andere Art
42:39damit umzugehen
42:40ist natürlich
42:41dass eine
42:41rechtspopulistische
42:43Partei
42:43die ja nicht
42:44in diversen
42:45Strukturen des Staates
42:47noch drinnen ist
42:48die ja noch draußen ist
42:50natürlich sich auch leicht
42:51durch diese Dinge
42:51einzustampfen
42:52oder zu schließen
42:53ich meine
42:54wenn wir den ORF
42:55uns ansehen
42:56in Österreich
42:57also eine Partei
42:58die sagt
42:58wir sind im ORF
42:59nicht vertreten
43:00das ist nicht unser Sender
43:02die tun sich viel leichter
43:03dort radikaler
43:05durchzugreifen
43:06als jetzt zum Beispiel
43:07Parteien
43:07die in diesem Gremium
43:08drin
43:08das ist
43:09selber gilt
43:10für die USA
43:10was ich nur dazu sagen muss
43:12die Konzer hätte sich
43:12eigentlich in einem
43:13öffentlich-rechtlichen
43:14auch nichts zu suchen hätten
43:15also eigentlich hätte
43:15keine politische
43:16ja ja ganz klar
43:17ich weiß was sie meine
43:18ganz klar
43:19aber ich rede jetzt
43:19von
43:20aus Wählers Sicht
43:20ist
43:22wer verändert wie viel
43:23bleibt das gleich
43:24haben wir einen Status Quo
43:25oder ich verändere
43:27Populisten sind am Anfang
43:29sicher in der Lage
43:29viel Veränderung
43:31zu signalisieren
43:32in verschiedene Richtungen
43:34als nächstes
43:35was ja dann
43:35versuchen sie auch
43:36das Feindbild
43:38zu verschieben
43:39meistens nach außen
43:40in Ungarn
43:41hat man es auf die EU
43:42verschoben
43:42oder es ist
43:43die andere
43:46Partei
43:46oder es ist
43:47die andere
43:47Regierungsfraktion
43:48oder es ist eben
43:50aus Sicht des Präsidenten
43:51vielleicht der Kongress
43:52also du versuchst
43:53natürlich immer
43:54ein Feindbild
43:54aufzubauen
43:55gegen den du
43:56mobilisieren kannst
43:57aber das sind so
43:57die Strategien
43:58die wir bis jetzt sehen
43:59manchmal funktioniert es
44:00besser
44:00manchmal wird es
44:01schlechter
44:01in der Regel ist immer
44:02der Versuch da
44:03einen Staat umzubauen
44:04die Verfassung zu ändern
44:06und die eigene
44:07Macht einzuzementieren
44:09etwa die Wahlregeln zu ändern
44:10oder in Ungarn hat man
44:11die Verfassung geändert
44:12Herr Heinisch
44:12vielleicht eine Prognose
44:14zum Abschluss
44:14wie glauben Sie
44:15wird dieses Experiment
44:17des Staatsumbaus
44:19von Donald Trump
44:21jetzt gestoppt
44:22am 3. November
44:23oder geht es weiter
44:25egal wie es ausgeht
44:26also gar keine Prognose
44:28wie denn diese Wahl ausgeht
44:30sondern
44:30wie sich Donald Trump
44:31egal wie das Wahlergebnis
44:33dann ist
44:33verhalten wird
44:33das mache ich jetzt paradox
44:34ich bin heute
44:36es soll einmal paradox sein
44:38ähm
44:40ich glaube
44:41dass Donald Trump
44:42momentan
44:44mit dem Staatsumbau
44:45eigentlich
44:45großartig gescheitert ist
44:47ich bin heute
44:48viel
44:49weniger
44:51nervös
44:52und bin zuversichtlicher
44:53was die Demokratie
44:54insgesamt betrifft
44:55in den USA
44:56als sie noch vor
44:56wenigen Monaten war
44:57obwohl
44:59andererseits
45:00Donald Trump
45:00permanent
45:02Zeugnis
45:03darüber abgibt
45:04wie autoritär er ist
45:06und dass er Dinge tut
45:07die natürlich
45:09nicht nur dem Geist
45:10aber auch
45:11dem Buchstaben
45:12der liberalen Demokratie
45:15widersprechen
45:15aber dennoch
45:17steht sich
45:18Donald Trump
45:19selbst so stark
45:20im Wege
45:20ich glaube
45:21dass ein anderer
45:22Kandidat
45:22oder eine andere Person
45:23mit mehr Disziplin
45:24viel konsequenter
45:26an diesem Umbau
45:27gearbeitet hätte
45:28jedes Mal
45:28wenn Donald Trump
45:29sich über
45:29seinen Ballsaal
45:30oder über
45:31den Triumphbogen
45:32Gedanken macht
45:33oder über das
45:34Kennedy Center
45:35oder über die
45:36tausend andere Dinge
45:36die ihn halt immer
45:37umtreiben wollen
45:38danach postet
45:39das ist ein Tag
45:40wo er
45:40es eben verabsäumt
45:43doch
45:44am Staatsumbau
45:45weiterzuarbeiten
45:46weil
45:47das sind dann
45:47ganz andere
45:48Kontroversen
45:49die beschäftigen
45:50dann auch
45:50seine Partei
45:51und es erklärt
45:51auch warum
45:52sehr viele
45:52in seiner eigenen
45:53Partei
45:53relativ frustriert sind
45:55weil sie meinen
45:55dass
45:56ihn das
45:57nicht mehr
45:58interessiert
45:58ich sehe auch
45:59Donald Trump
46:00nicht als den
46:00großen Ideologen
46:01ich glaube
46:02Donald Trump
46:03ist wie viele
46:03jemand der
46:04etwas wegräumen
46:04soll
46:05wo dann andere
46:05was er aufbauen
46:06können
46:06er war halt
46:07der gemeinsame
46:08Nenner dieser
46:08Bewegung
46:09die auch eine
46:09wunderbare
46:10Gallionsfigur ist
46:11aber ist sicher
46:12nicht die Person
46:13die einerseits
46:13ideologisch über die
46:14Zukunft der USA
46:15nachdenkt
46:16er denkt vielmehr über
46:16seine eigene
46:17Macht
46:17und sein eigenes
46:18Legacy nach
46:19und er ist auch
46:20sicher nicht der
46:21der sich wirklich
46:21den Kopf
46:22darüber zerbricht
46:23ob jetzt die AfD
46:24in Deutschland
46:24gewinnen wird
46:25ich meine
46:25er wird es
46:26wahrscheinlich
46:26vorziehen
46:27aber es ist
46:28jemand der
46:28jetzt
46:29strategisch
46:30an der
46:31Zerstörung
46:31der Europäischen
46:32Union
46:32arbeitet
46:34wie das
46:35vielleicht
46:35andere tun
46:36würden
46:36die ideologisch
46:37beseelter sind
46:38ich glaube
46:38Donald Trump
46:39ist an seiner
46:40Macht
46:40interessiert
46:41an seinem
46:42Ruhm
46:42und an
46:44einer gewissen
46:44Geschichtserzählung
46:45wo er der
46:46größte
46:47Präsident
46:47der USA
46:48ist und möchte
46:49diesen Nachlass
46:51zementieren
46:51und ich glaube
46:51das ist das
46:52zentrale
46:53Fehl und viele
46:53andere haben
46:54wir doch
46:54andere Ziele
46:55und daher
46:55wird es ja so
46:56spannend sein
46:57wie das dann
46:58nach Donald Trump
46:59passieren wird
47:00wie er das dann
47:01steuern wird
47:01welche Gruppe
47:03sich da
47:03durchsetzt
47:04letztlich
47:05innerhalb der
47:05Wagerbewegung
47:06und wenn wir wieder
47:06zum Anfang
47:07unseres Gesprächs
47:08zurückkommen
47:08das sind auch
47:09jene Republikaner
47:09die ihm dann
47:10quasi diesen Verrat
47:11vorwerfen
47:11genau
47:12weil er nicht
47:13Demokratie abschafft
47:14sondern seinen
47:14Ballsahl bauen will
47:15genau
47:15also ich gehe jetzt
47:16zum Beispiel
47:17gehen wir davon an
47:17als der bekannte
47:19ehemalige Fox
47:20Moderator
47:21und der inzwischen
47:21seine eigene Sendung
47:22hat Tucker Carlson
47:23sollte der
47:24zur Wahl antreten
47:25ein Kandidat werden
47:26hat er ja auch
47:27angekündigt
47:28könnte durchaus sein
47:29da könnte der
47:29da ist sicher
47:30jemand der mit
47:31Trump offensichtlich
47:32gebrochen hat
47:33und der quasi
47:33erzählt
47:34also ich bin der
47:35authentische
47:36Trump
47:36ich bin
47:36ich gehe
47:38ich gehe
47:38wieder zu den
47:39Wurzeln
47:39zurück
47:40wir hatten so ein
47:40bisschen
47:40die Erzähler
47:41auch bei
47:41Jörg Haider
47:41wer ist das
47:42Original
47:43und wer ist die
47:43Kopie
47:43hatten wir auch
47:44die Diskussion
47:45also wenn die
47:46Galleonsfigur dann
47:47plötzlich mal zum
47:48Verräter wird
47:49oder nicht
47:49dass die
47:50Hoffnungen erfüllt
47:51gibt es andere
47:52die sagen
47:52aber ich bin das
47:52Original
47:53jetzt
47:53ich bin das
47:54neue
47:54Original
47:54das werden wir
47:55sicher auch
47:55sehen
47:56das wird sicher
47:57eine der
47:57Erzählungen
47:57sein
47:58und wir werden
47:59dann sehen
47:59wie
47:59wie stark
48:01das ist
48:01wie stark
48:02die Erzählung
48:02ist
48:02und wie stark
48:03es doch
48:04die Person
48:04Donald Trump
48:05war die er
48:06in seiner
48:06unnachahmlichen
48:07Art
48:07Leute erreichen
48:08konnte
48:09das ist heute
48:09völlig
48:10unklar
48:11abzuschätzen
48:11warum
48:12Leute ihn
48:13dann wählten
48:13war es
48:14wirklich er
48:14oder war es
48:15die Idee
48:15die er
48:16verkörperte
48:17und da gibt es
48:17auch noch andere
48:18die versuchen
48:19ihn zu klonen
48:20die so eine Art
48:21Donald Trump
48:22neu sein wollen
48:23ein junger
48:23Donald Trump
48:23es gibt verschiedene
48:25Figuren
48:26geben
48:26die einen Teil
48:27dieser Legacy
48:28versuchen
48:28hinüber zu retten
48:29in eine neue
48:30Amtszeit
48:30und
48:31dann wird man auch
48:32sehen
48:32ob die jetzt
48:32abrücken
48:33von ihm
48:33und wie sehr
48:34sie versuchen
48:34die jetzige
48:35Erzählung
48:35zu verändern
48:36um zu sagen
48:37wir müssen
48:37wieder zurück
48:38zum Donald Trump
48:38von 2016
48:39oder zum Donald Trump
48:40von 2024
48:43Rainer Teinisch
48:43war das
48:44ich sage
48:44vielen Dank
48:45für diesen
48:45Ausblick
48:46auf die
48:46Midterms
48:47und die
48:48Beantwortung
48:48dieser Fragen
48:49wir sehen uns
48:50spätestens
48:51am 7.
48:52November
48:52weil
48:53da sind sie
48:53gemeinsam mit
48:54Sandra Navidi
48:54und Scholt
48:55Wilhelm und mir
48:56im Radio
48:56Kulturhaus
48:57da sprechen
48:58wir nämlich
48:58dann über
48:58das Ergebnis
48:59der
48:59Midterms
49:00und auch
49:01genau über
49:01diese
49:02letzten
49:02zwei Jahre
49:03des US-Präsidenten
49:04Donald Trump
49:05im Amt
49:05Trumps
49:06Endgame
49:06heißt diese Folge
49:07Tickets
49:08gibt es in den
49:09Shownotes
49:09wir haben es bereits
49:09zu Beginn der Folge
49:10gesagt
49:10Ihnen jetzt einmal
49:11vielen Dank
49:11für das Gespräch
49:12Dankeschön
49:13und wenn euch
49:13Thema des Tages
49:14gefallen hat
49:14dann abonniert
49:15den Kanal
49:15auf der Podcast
49:16Plattform
49:16eurer Wahl
49:16oder auch
49:17auf YouTube
49:17da sind wir
49:18immer öfter
49:18mit Videopodcasts
49:19vertreten
49:19einfach Kanal
49:20abonnieren
49:20und nicht vergessen
49:21Glocke drücken
49:22ich bin
49:22Daniel
49:22Retschitz
49:23vielen Dank
49:23fürs Dabeisein
49:24und bis zum nächsten Mal
49:25und bis zum nächsten Mal
49:29bis zum nächsten Mal