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Wer in den Alpen in eine lebensbedrohliche Lage kommt, braucht schnelle, professionelle Hilfe. Wir haben ein französisch-italienisches Rettungsteam begleitet.

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Transkript
00:00Die italienischen Alpen ziehen jedes Jahr Millionen von Besuchern an.
00:05Das bedeutet auch jede Menge Arbeit für die Berg- und Höhlenretter.
00:09Allein in der Region Piemont mussten die Rettungsteams im Jahr 2025 auf mehr als 2000 Notrufe reagieren.
00:17Eine Übung im Grenzgebiet zwischen Italien und Frankreich.
00:20Der regionale italienische Rettungsdienst trainiert gemeinsam mit seinen französischen Kolleginnen und Kollegen.
00:29Während die französischen Bergretter zum Militär gehören, besteht das italienische Team komplett aus Freiwilligen.
00:35Warum machen sie diesen gefährlichen Job?
00:39Ein erfolgreicher Rettungseinsatz fühlt sich einfach gut an.
00:43Dieser Job erfüllt einen.
00:46Man fliegt, um Menschen zu retten, und das ist die schönste Art zu fliegen.
00:51Die meisten italienischen Retter haben ganz normale, unterschiedliche Jobs.
00:55Auf Notruf reagieren sie auf freiwilliger Basis.
00:59Wenn ein Einsatz während der Arbeitszeit reinkommt, übernimmt der Staat ihren Lohn.
01:03Sie sind hochqualifizierte Spezialisten für Berg- und Höhlenrettung.
01:09Die heutige Übung dient dem Austausch von Wissen und Techniken.
01:13Die italienischen und französischen Bergrettungsteams arbeiten regelmäßig zusammen.
01:19Manchmal sind die Wetterbedingungen auf der einen oder anderen Seite besser,
01:22also ist es sinnvoller, einen Hubschrauber aus Frankreich oder aus Italien zu holen.
01:28Beide Teams üben verschiedene Rettungstechniken im steilen Gelände.
01:33Darunter das Ein- und Aussteigen aus dem schwebenden Helikopter,
01:36den Aufbau eines Abseilsystems, das Abseilen einer verletzten Person
01:40und Operationen mit der Seilwinde.
01:48Wenn ich jetzt einen Notfall habe und euch anrufen muss, was fragt ihr als erstes?
01:53Also erst mal, welche Nummer muss man in der EU wählen?
01:571-1-2.
01:58Okay, die müssen wissen, was passiert ist.
02:01Also was für ein Notfall und vor allem, wo bist du?
02:06Also ich würde als erstes Google Maps aufmachen und versuchen zu beschreiben, wo ich bin.
02:11Ja, aber Smartphones haben ein besseres Werkzeug, ein präziseres Werkzeug.
02:16Sie übermitteln die GPS-Koordinaten und die findet man normalerweise in der Kompass-App.
02:22Wenn du also den Notruf anrufst, musst du diese Zahlen vorlesen.
02:26Also zum Beispiel 45 Grad, 11 Minuten, 23 Sekunden Nord.
02:31Und diese Art von Koordinaten hast du auch, wenn es kein Handysignal gibt.
02:39Bevor ihr loslauft, um Handyempfang zu suchen oder Hilfe zu holen,
02:43notiert euch unbedingt die GPS-Koordinaten eures Standorts.
02:46Weitere Tipps?
02:47Bleibt so ruhig wie möglich, damit ihr die richtigen Informationen durchgeben könnt.
02:51Und seid darauf vorbereitet zu warten.
02:54Rettungseinsätze können ziemlich lange dauern.
02:58Welche Fehler machen die Leute am häufigsten?
03:02Ich glaube, heutzutage gehen viele Leute in die Berge,
03:06ob zum Wandern oder zum Klettern, ohne richtig vorbereitet zu sein.
03:15Häufige Fehler sind auch, das Wetter und den Schwierigkeitsgrad der Route zu unterschätzen.
03:20Außerdem brechen manche zu spät am Tag auf, sind überhaupt nicht richtig ausgerüstet
03:24oder verlassen markierte Wege.
03:28Italiens nationaler Bergrettungsdienst hat rund 7000 Mitglieder
03:32und ist eine der ältesten Bergrettungsorganisationen Europas, gegründet 1954.
03:38Die Freiwilligen trainieren das ganze Jahr über und werden alle drei bis fünf Jahre neu geprüft.
03:49Was sind die größten Herausforderungen bei einer Flugrettung?
03:54Für mich als Ärztin ist es die Arbeit außerhalb des Krankenhauses.
03:58Der Berg ist nicht mein normaler Arbeitsplatz und deshalb muss ich mich manchmal entscheiden,
04:02was ich am Patienten tun kann und was nicht.
04:05Und manchmal schlägt das Wetter um.
04:07Was ist mit Lawinen?
04:11Ja, Lawinen habe ich viermal erlebt.
04:14Die sind wirklich, wirklich stressig, weil man weiß, dass man extrem wenig Zeit hat und die Uhr tickt.
04:24Wir bekommen die Gelegenheit, während der Übung mit einem Teil des Rettungsteams mitzufliegen.
04:34Mein erster Hubschrauberflug, ich habe Angst.
04:40Okay, los geht's.
04:52Und dann geht's ab in die Alpen zum Übungsgebiet.
04:59Mein Kameramann und ich dürfen den Hubschrauber nicht verlassen.
05:02Zu gefährlich.
05:03Trotzdem war die Erfahrung wirklich beeindruckend.
05:06Ich habe einen Einblick bekommen, wie anspruchsvoll diese Einsätze sein können.
05:10Klar, das war kein echter Notfall und es hat auch irgendwie Spaß gemacht.
05:13Aber ich habe jetzt auch noch mehr Respekt vor all den Rettungsteams,
05:17die sich für andere selbst in Gefahr bringen.

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