- vor 5 Tagen
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SpaßTranskript
00:10Norddeutscher Rundfunk 2021
00:18Schorsch, bist du weich?
00:20Schorsch?
00:22Jetzt schon.
00:26Oh Gott, das war eine Nacht.
00:30Wie sind wir denn hier gelandet?
00:32Haben wir hier geschlafen?
00:34Schaut so aus.
00:37Was für eine Schlafsidee.
00:40Oh, weiter, Jörg mit seinem Selbstbrinken.
00:43Apropos.
00:45Jörg, aufstehen.
00:46Mir tut alles weh.
00:48Man kann sich in dem Ding ja gar nicht drehen.
00:50Das macht ja keiner.
00:53Jetzt, Jörg.
00:55Jörg, packt er etwa immer noch.
01:06Morgen, Sander.
01:08Morgen.
01:09Du denkst ja immer noch über deinen Bericht.
01:12Willst du nicht längst mal fertig sein?
01:14Doch, ich mach ihn heute Abend zu Ende.
01:17Herr Achtziger will das morgen nach München weiterleiten.
01:22Ganz schöner Aufwand.
01:24Und übertreibst du da nicht ein bisschen?
01:26Es geht um die Mittel fürs nächste Jahr.
01:28Da muss jeder Satz sitzen.
01:30Warum machst du das eigentlich nicht in deiner Arbeitszeit?
01:32Da hab ich nicht die Ruhe dafür.
01:34Außerdem hab ich hier mehr Struktur.
01:37Sag mal, hast du meine Notizen gesehen?
01:39Zwei gelbe Zettel gefaltet auf A5.
01:41Ich dachte, ich hätte sie hier hingelegt.
01:44Nee.
01:45Keine Ahnung.
01:46Hab ich noch nie gesehen.
01:47Also wenn du sie siehst.
01:59Guten Morgen, Frau Stockl.
02:00Hätten Sie einen Kaffee?
02:01Guten Morgen, Michi.
02:02Bedienen Sie sich?
02:03Danke Ihnen.
02:05Häutliche?
02:06Sind noch nicht da?
02:08Die Gauner sitzen wahrscheinlich entspannt beim Frühstück.
02:12Kippo Rosen am Apparat Stockl.
02:14Grüß Gott.
02:15Ja.
02:17Bestattungsinstitut Niedermeier.
02:19Aha.
02:20Ja.
02:21Und wo?
02:24Ja, aber da gehört er doch auch hin.
02:26Ach so.
02:27Ja.
02:28Aha.
02:28Ich notiere.
02:31Bitte fassen Sie nichts an.
02:32Wir kommen.
02:35Sag nichts, lass mich raten.
02:36Es gab er der Leich.
02:38Und zwar im Bestattungsinstitut Niedermeier.
02:40Ein Toter im Sarg.
02:42Bist du sicher, dass das was für die Krippe ist?
02:44Welche darf ich mir auf die Socken machen?
02:46Moment, Frau Schäfer.
02:49Jawohl, Frau Schäfer.
02:51Bitte.
02:51Bitte.
02:55Hm, das Wetter ist wieder mal ein Traum heute.
02:58Da will man gar nicht in die Arbeit gehen, gell?
03:00Ja, da haben Sie redet, Frau Hofer.
03:02Ah.
03:02Ah, gibt es also doch was zu tun?
03:07Wenn man von der Sonne spricht, schickt sie ihre Strahlen.
03:12Morgen, Frau Stockel, was gibt's denn?
03:13Wunderschönen guten Morgen, Herr Stadler.
03:15Es tut mir leid, dass ich Sie schon wieder mal beim Frühstück stören muss.
03:18Aber es gab er der Leich, und zwar im Bestattungsinstitut Niedermeier.
03:23Was, beim Bestattungsinstitut?
03:25Aha.
03:26Weiß man schon, wer der Tode ist?
03:27Ja, man weiß es, und zwar ein gewisser Jörg Breitwieser.
03:30Der ist ermordet worden, wie er im Saar geschlafen hat.
03:33Sachen gibt's beim Probeling.
03:36Herr Stadler.
03:37Ja, äh, die Adresse bräuchte ich noch.
03:39Brennerstraße Nummer 4 und die Spuse ist schon unterwegs.
03:43Äh, und der Bach?
03:44Äh, die Frau May und der Herr Bach sind die Nächsten auf der Liste.
03:46Ja, äh, sagen Sie mal einen schönen Gruß, dass ich ihn höchstpersönlich, äh, zuhause abhole,
03:51gell?
03:52Ja, stimmt, sein Auto ist ja in der Inspektion.
03:54Vielen Dank, Frau Stockel.
03:55Stadler, Ende.
03:56Ja, Ende.
03:57Wiederhören.
03:59So, die Frau May kriegt jetzt ein SMS.
04:02Die können doch nicht einfach verschwunden sein.
04:05Sicher, dass du sie nicht weggeräumt hast?
04:08Die hast du bestimmt in der Pathologie liegen lassen.
04:10Du hast übrigens eine Nachricht.
04:12Ja.
04:14Musst du nicht längst mal los?
04:16Doch.
04:17Was ist mit dir?
04:18Ich kann nicht mitnehmen.
04:21Nee, lass mal.
04:22Ich hab noch was zu erledigen.
04:24Wie kommst du dann in die Arbeit ohne Auto?
04:31Ja, Bach?
04:32Herr Bach, guten Morgen.
04:34Es gab aber der Leichte.
04:34Herr Stadler holt Sie ab, bringt Sie zum Tatort.
04:37Sonst noch Fragen?
04:38Nein, danke, erstmal nicht.
04:39Ah, Herr Bach, äh, ist die Frau May noch bei Ihnen?
04:42Soll ich sie Ihnen geben?
04:44Na, na, ich hab ihr eh eine SMS geschickt mit der Adresse vom Tatort.
04:49Gut, vielen Dank.
04:50Tschüss.
04:51Wiederhören.
04:54Oh, ich muss los.
04:55Ich weiß, Frau Stocke war gerade dran.
04:58Mord in Bestattungsinstitute.
05:01Absurd.
05:03Hopp!
05:05Nee, du, lass mal.
05:05Stadler holt mich ab.
05:07Okay.
05:14Da.
05:16Oh, Christian.
05:37So lange.
05:38Hm.
05:39Äh, ich muss nur noch kurz eine Nachricht fertig schreiben.
05:41Hab's gleich, gleich fertig.
05:44Fertig.
05:45Fertig.
05:45Also manchmal frage ich mich schon, mit wem Sie da die ganze Zeit chatten.
05:49Chatten?
05:51Äh, ja.
05:52Frau Grasecker, ich treffe mich nachher einfach nur mit ein paar Freunden zum Fußball schauen
05:55und da muss man halt ausmachen, wer was mitbringt.
05:58Hm.
05:58Wann nachher?
06:00Äh, nach Dienstschluss.
06:02Und das hat nicht Zeit bis zur Mittagspause?
06:05Sie sagen doch immer, was weg ist, ist weg.
06:07Wenn's nur immer so wäre.
06:09Ja.
06:10So.
06:13Seit wann interessieren Sie sich eigentlich für Fußball?
06:15Tue ich nicht.
06:16Aber der Typ, bei dem wir Fußball schauen, für den interessiere ich mich.
06:20Hm.
06:23Ja.
06:49Der Bach, was machen Sie da, wenn man fragen darf?
06:52Äh, ich hab aus Versehen was weggeworfen, was noch gebraucht wird.
06:55Guten Morgen übrigens, Herr Stadler.
06:56Morgen, was Wichtiges?
06:58Nur ein paar Notizen.
07:00Ah.
07:01Gott sei Dank im Altpapier, nicht in der Biomülltonne, gell?
07:05Ja.
07:08Ja, Tim, hi.
07:10Äh, was denn für ein Spiel?
07:14Heute Abend?
07:15Mann, das hab ich ja total vergessen.
07:17Bei mir ist doch gerade ganz schlecht, weil meine Kollegin bei mir wohnt, wegen des Wasserschadens.
07:21Du, ist doch gerade ganz schlecht.
07:23Ich bin gerade auf dem Sprung, ja?
07:25Gut.
07:26Ich weiß, ich bin dran.
07:28Kümmer mich drum, ja?
07:29Gut.
07:30Probleme?
07:31Meine Kumpels und ich wollten heute Abend bei mir in das Pokalspiel gucken.
07:34Geht aber leider nicht, weil Frau Meier bei mir wohnt.
07:37Und jetzt?
07:39Muss ich umdisponieren.
07:40Ein bisschen kurzfristig, was?
07:42Was meinst du mit links?
07:43Können wir dann?
07:44Ja, mit dem größten Vergnügen.
07:53Morgen, Jens.
07:54Jetzt auch schon da.
07:55Wir parken ja wieder hinterm A.D.W.
07:58Morgen am Morgen.
07:59Und?
07:59Haben Sie schon was für uns?
08:01Freilich hab ich was für euch.
08:02Den Jörg Breitwieser.
08:03Der Jörg Breitwieser ist 56 Jahre alt geworden.
08:06Er war verheiratet durch Susanne, ebenfalls Breitwieser.
08:09Kinder haben es keine gehabt.
08:11Und vom Beruf war er Geschäftsführer und Miteigentümer von einer IT-Firma.
08:16Und zwar von der Firma Breitwieser, Huber Digital Solutions.
08:21Mit einem Schrägstrich zwischen einem Breitwieser und einem Huber.
08:23Und das lässt du quasi.
08:25Ja, genau.
08:26Ja gut, und mit was haben die jetzt ihr Geld verdient?
08:29Sicherheitssoftware.
08:29Also Schutz von Datenbanken und Kundeninformationen.
08:33Also auf gut Deutsch.
08:34Cyber Security.
08:35Ganz genau.
08:36Herr Mohr, wer hat ihn in Tagen gefunden?
08:39Äh, gefunden hat ihn der Bestatter.
08:41Klaus Niedermeyer zusammen mit dem Georg Kurber.
08:43Also mit dem Kampagnon von Herrn Breitwieser.
08:46Übrigens den Georg Kurber, den hab ich schon erkennungsdienstlich verarztet.
08:49Dann hab ich ihn in ein Taxi gesetzt.
08:51Warum?
08:51Weil er einen wichtigen Termin gehabt hat.
08:53Und das ist seine Karte.
08:55Mhm.
08:56Und wo ist der Herr Niedermeyer?
08:58Der Niedermeyer, der wartet auf euch da hinten in sein Büro.
09:00Herr Mohr, wie schaut's denn aus?
09:03Geldbeitel, Handy?
09:04Äh, ist beides noch in der Jacke von Herrn Breitwieser und auf dem Weg zum Fonser in die KTU.
09:09Mhm.
09:09Was hat denn der Herr Breitwieser da wollen?
09:11Alles gut?
09:12Alles gut.
09:13Es ist ja so.
09:15Die drei Herren haben sich regelmäßig einmal die Woche zum Schafkopfen getroffen.
09:19Und zwar im schwarzen Eber.
09:21Und gestern war es wieder so weit.
09:22Ja, Herr Mungel, spielt mir einen Schafkopf nicht zu viert?
09:24Ja, das geht schon zu dritt auch mit der kurzen.
09:27Ja, da sind sie da gesessen, haben sie Karten gespielt, da haben sie wieder was gesoffen.
09:31Und auf einmal war der schwarze Eber zu.
09:33Und dann haben sie beschlossen, sie gehen hierher auf einen Absacker.
09:37Ja, das ist aber schon makaber.
09:40Und die Leiche liegt jetzt in einer Saal?
09:42Nein, nein, nein.
09:43Die haben alle drei in einem Sack genächtigt.
09:45Also nicht in einem Sack, sondern jeder in seinem eigenen.
09:48Herr Mohr?
09:49Ja?
09:50Äh, außer Herrn Niedermeyer, arbeitet sonst noch jemand da?
09:53Ah ja, ein gewisser Herr Weißenbach.
09:55Aber der Herr Weißenbach ist nicht da, der ist in Sardinien und liegt in der Sonne.
10:00Respekt.
10:01Ja, wie gesagt, zuerst schön Karten spielen und dann schön...
10:05Apropos Spielen, schaut sich heute am Abend das Spiel an?
10:07Ja, also, ich schon.
10:09Allerdings bei der Frau Hofer bei ich selber hab ja keinen Fernseher in meinem Zimmer.
10:12Ach so.
10:13Was denn für ein Spiel?
10:15Ja, das Pokalspiel, Frau May.
10:17Heute trifft der 1. FC Rosenheim auf die Spielvereinigung Oberkirchen.
10:22Der Event in der ganzen Region.
10:24Entschuldigung.
10:25Also, ich schau schon mit meinen Kegelblädern.
10:29Herr Christian?
10:32Bist du auch so fußballfanatisch?
10:34Ich?
10:35Naja, du weißt ja, ich brauch Ruhe für meinen Bericht heute Abend.
10:38Nee, nee, nee, nee. Ich guck höchst mal im WM-Spiel oder so.
10:42Ja, also, ich sag's nur ungern, aber euch jetzt geht was.
10:46Wir werden's überleben.
10:47Ja, also, ich geh zu den Nachbarn.
10:50Schauen, ob sie etwas Verdächtiges gesehen oder gehört haben.
10:53Also, fremde Autos, fremde Menschen im Blumenbeet.
10:55Ja, muss ich sehen und sprachlos. Ich will schon auch.
11:00Meine Herren, die Sache ist eigentlich ziemlich eindeutig.
11:04Diese Schere wurde im Hof bei der Hintertür gefunden.
11:08Wahrscheinlich hat der Täter sie vom Schreibtisch von den Niedermeier genommen und dem Opfer mit voller Wucht in den Thorax
11:13gerammt.
11:14Dabei wurde das Herz verletzt. Gestorben ist er aber letztendlich an eine Perikardtaponade.
11:19Interessant.
11:20Praktisch, dass er schon im Saal war.
11:23Gibt es Abwehrspuren?
11:25Nein, es deutet alles darauf hin, dass er im Schlaf erstochen wurde.
11:28Und bei dem Alkoholkonsum muss es ziemlich schnell gegangen sein.
11:32Ja, vermutlich war der schon tot, bevor er was bemerkt hat.
11:35Wie schaut es aus, Fingerabdrücke?
11:36Auf der Schere, ja.
11:39Ja gut, dann hoffen wir, dass die Fingerabdrücke nicht nur vom Herrn Niedermeier sind, sondern auch vom Täter.
11:45Möglicherweise ja ein und dieselbe Person.
11:49Gut, das ist dann aber jetzt unsere Baustelle.
11:52Herr Kollege Schatz.
11:55Können Sie schon was über ein totes Zeitpunkt sagen?
11:58Anhand der Temperatur der Leiche und der Livores würde ich zwischen zwei und vier Uhr heute Morgen sagen.
12:07Herr Rhein.
12:09Herr Achtziger.
12:12Die Unterschriftenmappe.
12:14Ja, sehr schön.
12:15Und dann möchte ich Sie daran erinnern, dass die Tätigkeitsberichte diese Woche noch nach München müssen.
12:21Danke, habe ich bereits im Fokus.
12:23Ich sage das auch nur deswegen, weil ich Sie zusammenheften muss und dann Versand fertig machen muss.
12:28Ja, soweit ich weiß, sind alle im Plan.
12:32Die Frau Mai zum Beispiel will bereits morgen früh ihren Bericht angeben.
12:36Typisch.
12:37Wo ist wieder die erste sein?
12:39Überkorrekt.
12:40Besser als unkorrekt.
12:46Also, was ist jetzt Herr Niedermeier?
12:48In welcher Beziehung standen Sie zum Herrn Breitwieser?
12:52Der Jörg und ich, wir kennen uns schon eine Ewigkeit.
12:56Wir sind gute Freunde.
12:58Gestern waren Sie im Schwarzen Eber und haben da Karten gespielt.
13:01Ja, wir treffen uns da einmal die Woche.
13:04Und als der Laden dann geschlossen hat, sind Sie dann hierher. Können wir kurz das Fenster öffnen?
13:08Ja, das mache ich.
13:14Wir wollten ja bloß noch kurz einen Absacker trinken.
13:17Das kurz wurde dann lang. Was? Oder vor allen Dingen, wie viel haben Sie denn da noch konsumiert?
13:22Das weiß ich doch nicht mehr so genau.
13:26Weil wir hören erst ein Bier getrunken haben und dann ist der Jörg mit seinem Kirschgeist, mit seinem Marienbrand.
13:32Mit seinem Marienbrand ist er da hergekommen.
13:35Und dann sind Sie auf die glorreiche Idee gekommen, Ihnen im Sarg zu übernachten.
13:40Nein, der Jörg hat damit angefangen. Der wollte immer schon mal wissen, wie das ist.
13:46In einem Sarg geschlafen.
13:50Ein bisschen komisch ist das schon.
13:53Da wird einer bei der Bestattung ermordet.
13:56Da kommt ein anderer Bestatter und bringt ihn in die Rechtsmedizin.
13:59Und danach kommt er wieder zu einem anderen Bestatter.
14:02Sie haben Recht. Es wäre natürlich einfacher gewesen, man hätte den gleichen in der Rechtsmedizin ermordet.
14:08War dann gestern Nacht hier abgesperrt.
14:13Ja, die Tür zur Straße schon.
14:16Aber die Hintertür war offen, weil da mein Auto gepackt.
14:19Dann hätte ja theoretisch hier jeder reinkommen können.
14:22Theoretisch schon, aber das hat ja keiner gewusst, dass wir da übernachten wollen.
14:28Haben Sie Ihrer Frau nicht Bescheid gesagt?
14:30Das ist eine gute Frage.
14:32Schauen wir mal hinab.
14:34Also, was haben wir da?
14:42Da. War bei SMS geschrieben.
14:45Das war gestern wirklich ein bisschen lang, was?
14:49Schatz, ich bin nach im Büro. Schlaf-GTU.
14:55Aber das wäre gar nicht nötig gewesen, weil meine Frau ist ja gar nicht da.
14:59Die ist in Würzburg bei ihrer Mutter für ein paar Tage.
15:03Ein letztes noch, Herr Niedermayer.
15:06Wie war das Verhältnis zwischen Herrn Breitwieser und Herrn Huber?
15:12Ja, die haben Sie ja eigentlich immer gut ergänzt.
15:15Und uneigentlich?
15:18Nein, da hat es schon ein bisschen Spannung gegeben in der letzten Zeit.
15:21Aber warum das so war, das weiß ich nicht.
15:29Na gut, sei denn, Niedermayer hat eine Pfanne gehabt, oder?
15:31Ja, die reicht für zwei.
15:34Ah, entschuldige, bitte.
15:38Was ist denn da?
15:39Ja, Herr Mohr, folgendes sagen Sie bitte zu den Kollegen, die sollen die Fingerabdrücke vom Niedermayer nehmen
15:44und Alkoholtest von allen beteiligen.
15:47Damit wir wissen, ob das glaubwürdig ist, dass die von dem Mohr wirklich nichts bekommen haben.
15:51Ja, sag ich so.
15:51Was schon?
15:52Was schon?
15:53Ja, fein.
15:54Seppe!
15:55Und ich würde sagen, wir fahren jetzt mal zur E-Frorestaten, oder?
15:58Mhm, gleich. Aber zuerst muss ich noch telefonieren.
16:01Das ist eine gute Idee.
16:06Herr Stadler, was kann ich für Sie tun?
16:08Frau Stockel, ich angst doch unseren Toten, den Jörg Breitwies einmal durch den Computer durch.
16:14Was uns vor allen Dingen interessiert, ist die finanzielle Situation und wie es um die Firma steht, die er mit
16:19dem Huber gemeinsam hat.
16:20Und wer erbberechtigt ist?
16:23Selbstverständlich, Herr Stadler.
16:25Ja, Frau Stockel, Sie sind die Beste.
16:28Ich weiß.
16:30Ja, dann ist sie recht. Stadler, Ende.
16:34Und Herr Kollege, waren wir erfolgreich?
16:36Geht so.
16:37Ich schon. Und jetzt? Bitte?
16:41Wandertag zum Auto.
16:53Ja?
16:55Ja.
16:55Ja, da.
16:56Frau Breitwieser?
16:58Ja, bitte?
17:00Grüß Gott. Stadler, Grippo Rosenheim, das ist mein Kollege, der Herr Bach.
17:05Es geht um Ihren Mann.
17:07Ja, ich weiß. Der Niedermeier hat schon angerufen.
17:10Kommen Sie rein, ich mache Ihnen auf.
17:21Hallo, Matti. Ja, gut, dass du zurückrufst.
17:25Ja, ich weiß, es ist kurzfristig, aber bei mir geht es nicht.
17:29Matthias, jetzt wäre doch nicht gleich sauer.
17:31Ah, gut, ja, alles klar, vielleicht klappt es ja bei keinem Wort.
17:36Oder andersrum, Frau Breitwieser, kennen Sie jemanden, der einen Grund gehabt haben könnte, Ihren Mann zu ermorden?
17:43Nein, wirklich nicht. Er war ein ruhiger, zurückhaltender Typ. Er ist mit allen gut ausgekommen.
17:50Oder Probleme gehabt.
17:51Oder er hat sich irgendwie ungewöhnlich verhalten.
17:57Also, vor ein paar Tagen, da war abends der Klaus hier.
18:00Äh, Klaus?
18:01Niedermeier.
18:03Er wollte dringend meinen Mann sprechen.
18:06Meinen Sie, Klaus hat was damit zu tun?
18:11Noch meine gar nichts.
18:13Wie ist es denn dann weitergegangen?
18:15Die beiden haben draußen miteinander geredet.
18:18Plötzlich haben sie sich ziemlich heftig angeschrien.
18:21Und dann ist der Klaus wieder gefahren.
18:24Warum ist es denn da gegangen?
18:25Das weiß ich leider nicht.
18:28Als ich meinen Mann darauf angesprochen habe, hat er gesagt, dass es sich um ein Missverständnis handelt.
18:33Aber, aber jetzt sei alles wieder in Ordnung.
18:36Und damit haben Sie sich zufrieden gegeben?
18:40Wissen Sie, bei Jörg wusste ich immer ganz genau, wann es sich lohnt nachzubohren und wann nicht.
18:45War er denn irgendwie nervös oder hatte er Angst?
18:49Angst vor Klaus? Nein.
18:53Er schien eher amüsiert.
18:56Ein letztes noch, Frau Breitwisser. Wo waren Sie heute in den frühen Morgen schon zwischen zwei und vier Uhr?
19:01Im Bett.
19:03Allein, wie Sie ja wissen.
19:05Gut, das war's dann fürs Erste.
19:07Die Kollegen kommen noch vorbei wegen Fingerabdrücke, gell?
19:10Ja.
19:11Reine Routine.
19:12Wir finden selber raus.
19:14Vielen Dank.
19:14Bitte schön.
19:16Wiedersehen.
19:27Ja, ich weiß, dass ich dran war.
19:29Herr Bach, wir müssen.
19:32Ich drück mich überhaupt nicht.
19:35Ich kann doch die Mai nicht den ganzen Abend in ihr Zimmer verwannen.
19:39Kai-Uwe, jetzt kommen wir doch nicht so.
19:42Oh, Rassega, ich habe einen Brief für Sie.
19:44Dann musst du dir noch raus, bitte, ja?
19:45Ich kümmere mich drum.
19:46Hey, cooler Schade, wegen dem Spiel heute Abend, ne?
19:48Nee, einfach nur so.
19:50Ha, ha, ha.
19:51Hallo.
19:52Hi, Andi.
19:54Wie in dem Spiel? Da muss ich doch mal mit dir sprechen.
19:56Aha.
19:58Wie magst du jetzt absagen?
19:59Sie sind seit Wochen ausgemacht.
20:01Sandra wohnt doch noch bei mir.
20:03Die kann mit Fußball so gar nichts anfangen.
20:04Können wir nicht vielleicht doch bei dir?
20:06Bei mir?
20:07Boah, das ist schlecht, das ist ein bisschen eng bei mir.
20:09Aber wir könnten Ralf fragen, das war ja ganz cool letztens bei ihm.
20:12Ralf, das ist ne gute Idee.
20:14Herr Bach, jetzt schön langsam, gell?
20:16Ich komme.
20:17Danke, später.
20:20Und? Wer gewinnt?
20:23Äh...
20:23Ach, Ralf, du bist meine Rettung.
20:25Ja, vielen Dank nochmal, dass es heute klappt, ja?
20:27Gut, bis dann.
20:29Hm?
20:31Ah, bei Ihnen war ich gerade.
20:33Der Abduktionsbericht ist fertig und liegt bei Frau Stottl.
20:36Und?
20:37Niedermeyer und Breitwieser waren sturzbetrug.
20:39Na ja, gut, das war ja offensichtlich.
20:42Äh, waren vielleicht irgendwelche Betäubungsmittel im Spiel?
20:44M-m, nur Alkohol.
20:46Äh...
20:48Und was ist eigentlich mit Georg Huber?
20:50Es dauert noch ein bisschen.
20:52Die Kollegen mussten für die Blutprobe in seine Firma.
20:55Gut, danke.
20:58Äh, ach Sandra, du, ich hab da noch was für dich.
21:00Hier, deine Notizen.
21:03Warum sind die denn so zerknittert?
21:06Keine Ahnung, ist doch egal, Hauptsache sie sind wieder da.
21:11Hm.
21:13Ja?
21:14Guten Tag Frau Stottl.
21:16Und, haben wir noch was Neues?
21:18Ja, der Abduktionsbericht.
21:21Ja, das wissen wir schon.
21:22Sonst was?
21:22Ja, ich hab auch mit der Bank vom Breitwieser telefoniert.
21:26Also, neben den Geschäftsanteilen und der Villa hat er noch ein stattliches Aktienpaket und mehrere Eigentumswohnungen.
21:34Ja, da ist er ausgesagt.
21:35Ja, das kann man laut sagen.
21:37Kaffee?
21:37Ja.
21:39Ja, Bach.
21:40Mhm.
21:42Äh, gerade hat ein gewisser Ralf für Sie angerufen.
21:45Ja.
21:46Er meinte, er hätte sie auf dem Handy nicht erreicht.
21:48Was?
21:48Ja, und er hat gesagt, es geht doch nicht.
21:52Seine Frau hat Veto eingelegt.
21:54Hat das was mit unserem Fall zu tun?
21:55Nein, das ist was Privates.
21:57Bitte sehr.
21:58Dankeschön.
22:00Was hat er denn?
22:04Heute hätte im Hause Bach ein schöner Fußballabend stattfinden sollen, aber dank der Frau Mai geht das jetzt nicht.
22:10Mai, Fußball ist die Einerlei.
22:20Hallo, Herr 80er.
22:22Grüß Gott.
22:23Ah, Frau Mai.
22:25Weil ich Sie gerade sehe, wie schaut sie aus, was macht Ihr Tätigkeitsbericht?
22:29Ach, ist noch einiges zu tun, aber es läuft.
22:32Verstehe.
22:32Sie wollen wohl wieder die Erste sein.
22:36Der Fall Breitwieser ist hoffe ich kein Problem.
22:39Die Sachlage ist ziemlich eindeutig.
22:41Außerdem habe ich mir extra heute Abend freigehalten.
22:43Wunderbar.
22:44Dann bis morgen.
22:45Bis morgen.
22:48Gut, das bringt uns jetzt auch nicht weiter.
22:50So, ich schlage vor, wir knöpfen uns jetzt mal den Oberfrau.
22:52Machen wir.
22:57Halt! Stopp, Herr Bach!
22:58Ach, Ihre Nachbarin.
23:00Die Frau Bauer hat gerade angerufen.
23:02Und hat gesagt, im Flur stehen Bierkästen.
23:05Die müssen weg, weil sie stören.
23:07Und ein kleiner Tipp von mir.
23:09Gib's doch der Frau Bauer einfach Ihre Handynummer.
23:11Der muss sie nicht bei mir anrufen.
23:14Was denn für Bierkästen?
23:26Sag mal, Herr Uwe, hast du mir das Bier vor die Tür gestellt?
23:30Wie, wie war Service?
23:32Ich hab dir doch gesagt, dass es bei mir heute unmöglich geht.
23:35Es ist mir egal, was Ralf gesagt hat.
23:39Ja gut, ich muss jetzt los.
23:42Güte.
23:46Vielen Dank, Frau Bauer.
23:49Von wegen Bierkästen stehen am Weg.
23:54Frau Krasecker, da braut sich was zusammen.
23:57Ach ja? Was denn?
23:59Also, die Frau May, die möchte heute Abend ihren Tätigkeitsbericht für den Herrn Achtziger fertig machen.
24:04Aber der Herr Bach möchte mit seinem Freund Fußball schauen.
24:07Aber hat er den Fußballabend nicht abgesagt, Frau Lange?
24:10Äh, das stimmt. Der Herr Bach hat vorhin zum Andi gesagt, dass er heute doch nicht kann.
24:14Frau Lange, Fan!
24:16Ja, das mag sein.
24:17Aber das interessiert die Freund vom Herrn Bach herzlich wenig.
24:20Die haben ihm nämlich schon die Bierkästen vor die Tür gestellt.
24:24Wow!
24:31Herr Huber, sagen Sie uns doch mal, was da gestern war im Bestattungsunternehmen.
24:36Was hat denn der Klaus dazu gesagt?
24:37Ja, der hat natürlich was dazu gesagt, aber wir wollen jetzt erst einmal Ihre Version hören.
24:44Also, meine letzte Erinnerung ist, dass wir uns in die Särge gelegt haben.
24:48Ich bin dann sofort eingeschlafen und als ich wieder wach geworden bin, da war Jörg tot.
24:53Es könnte also sein, dass Herr Niedermeyer den Mord verübt hat, während Sie nebenan schliefen.
24:57Theoretisch schon. Aber warum hätte er das tun sollen?
25:00Laut der Witwe gab es in den letzten Tagen einen heftigen Streit zwischen Herrn Niedermeyer und Herrn Breitweser.
25:06Davon weiß ich nichts.
25:08Es könnte allerdings auch umgekehrt gewesen sein.
25:10Herr Niedermeyer hat geschlafen und Sie haben Herrn Breitweser ermordet.
25:13So ein Quatsch. Ich habe doch gar keinen Grund dafür.
25:15Wir haben gehört, dass es auch zwischen Ihnen beiden Spannungen gab. Gab es geschäftliche Probleme?
25:20Im Gegenteil. Der Firma geht es blendend.
25:24Aber das müssen Sie jetzt schon zugeben, dass Ihre Anwesenheit am Tatort, also die von Ihnen und Herrn Niedermeyer, Sie
25:30beide schon besonders verdächtig macht.
25:32Jetzt machen Sie mal einen Punkt. Da hätte sich jeder reinschleichen können.
25:36Aber ein unbekannter Dritter war ein hohes Risiko eingegangen. Sie hätten alle drei aufwachen können und ihn bemerken.
25:40Ich war es nicht. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
25:44Gut, Herr Huber, dann kommen wir jetzt noch mit zu den Spannungen zwischen Ihnen und Herrn Breitweser.
25:49Jetzt hören Sie mir mal gut zu. Jörg und ich, wir haben mehr Zeit miteinander verbracht als ein Ehepaar.
25:54Da kommt es schon mal vor, dass man sich in die Haare kriegt. Und dann verträgt man sich halt wieder.
25:58Worum ging es denn da zuletzt?
26:00Und die Planung fürs nächste Jahr. Jörg wollte massiv in neue Hardware investieren.
26:04Ich war der Meinung, wir sollten das Geld fürs Marketing ausgeben. Also alles halb so wild.
26:08Schön. Das werden wir überprüfen.
26:10Machen Sie das. Ich habe nichts zu verbergen.
26:13Ist Ihnen in der letzten Zeit an Herrn Breitweser irgendwas aufgefallen? War irgendwas anders als sonst?
26:19Naja, er hat meine Zeit lang häufiger SMS'n bekommen, um die er ein ziemliches Geheimnis gemacht hat.
26:25Das hat sich dann aber nach kurzer Zeit wieder gegeben.
26:28Wie lange ist das ungefähr her?
26:29Drei, vier Monate.
26:31Sie wissen nicht zufällig, von wem diese SMS'n waren?
26:35Keine Ahnung.
26:43Herr Stadler, was kann ich für Sie tun?
26:46Ja, auch Frau Stockl hat die KTU inzwischen das Handy von unserem Opfer ausgelesen.
26:50Ja, die Liste habe ich gerade vor mir liegen und der Herr Breitweser hat in der letzten Zeit öfters mit
26:55einem Anwalt telefoniert.
26:57Das heißt Dr. Henning.
26:58Es dauert noch länger da.
27:02Frau Stockl, noch was?
27:04Ja?
27:05Der Herr Breitweser hat vor drei, vier Monaten regelmäßig SMS-Nachrichten erhalten.
27:11Aha, Herr Stadler, Moment, da schaue ich gleich mal nach.
27:13Ach, also auf den ersten Blick sehe ich jetzt nichts.
27:17Komisch. Und wie schaut es aus mit Fingerabdrücke auf der Tatwaffe?
27:22Die KTU hat die Fingerabdrücke eindeutig dem Herrn Niedermeyer zugeordnet.
27:27Aha.
27:28Na ja, gut, der sagt jetzt erst einmal nichts aus, weil die Schere kehrt ja ihm.
27:32Das wäre ja unlogisch, wenn da nicht seine Spuren drauf waren.
27:35Ja, Herr Stadler, noch was?
27:37Ja?
27:39Der Geschäftspartner von unserem Toten, der Herr Ober, der hat sich vor einiger Zeit an der Börse verspekuliert und hat
27:46einen Haufen Geld verloren.
27:47Ah, das ist ja interessant.
27:50Gut, aber die schauen wir uns erst einmal genauer an, bevor wir da was unternehmen.
27:54Ja, Stadler, Ende.
27:57Wunderbar, hm?
27:58Ja, jeder Dank macht schlank.
28:00Ah, jetzt bin ich dran.
28:02Hallo?
28:03Hallo?
28:04Na, wie geht's?
28:06Was?
28:07Äh, nein?
28:11Kai Uwe hat es gesagt.
28:12Aha.
28:16Ja, gut, dann kommt vorbei. Einer mehr oder weniger macht den Kohl jetzt auch nicht mehr fett.
28:20Ja, tschüss.
28:21Hat sich da gerade jemand selber eingeladen?
28:24Ja.
28:24Und was sagt da unsere liebe, werte Frau May dazu?
28:27Das muss ich ihr jetzt ganz schonend erklären.
28:32Old School.
28:36Also, wenn die Aussage von dem Huber stimmt, warum tauchen die Nachrichten weder auf dem Telefon noch auf der Anrufliste
28:42auf?
28:42Ja, da habe ich jetzt auch schon die ganze Zeit drüber nachgedacht.
28:45Was ist, wenn der Breitwieser ein zweites Handy gehabt hat, von dem keiner was wissen sollte?
28:50Sie meinen, der hat ja noch einen Affairer.
28:51Das kann doch sein.
28:52Ja, das kann doch sein.
28:54Halt! Stehen bleiben!
28:57Mei, Herr Bach, nehmen Sie mir das doch bitte ab, gell?
29:00Aufpassen, schwer.
29:02Folgendes.
29:02In der Firma Breitwieser-Huber, da gibt es ein Rechnungswesen und da arbeitet eine gewisse Frau Anneliese Ebert.
29:09Und die Anneliese Ebert, die hat mir erzählt, dass sich der Herr Breitwieser vor ungefähr einer Woche Unterlagen hat schicken
29:15lassen in sein Büro.
29:16Und die haben die Kollegen und ich dort gefunden.
29:19Und das sind die hier?
29:20Ja, ganz genau. Da geht es um so unterschiedliche Überweisungen in die Schweiz. Die wollte sich der Breitwieser mal anschauen.
29:26Und die Frau Ebert, die musste ihm versprechen, dass er dem Huber kein Wort sagt.
29:33Ja gut, die gucken wir uns morgen gleich als allererstes an. Aber ich muss jetzt mal los. Ich würde nämlich
29:37gerne vor Frau Mai zu Hause sein.
29:39Ach so. Ist schon so spät. Wiedersehen.
29:42Biederschauen.
29:44Herr Mohr, was anderes?
29:46Sind die Kollegen eigentlich nur im Haus von Breitwieser?
29:50Ja.
29:51Dann sollen sie dir bitte nach einem zweiten Handy umschauen.
29:54Logisch.
29:55Und Herr Mohr, sind Sie so gut und stellen Sie mir die auf den Schreibtisch, gell?
30:00Bis morgen.
30:01Bis morgen.
30:04Eins zu Null, Herr Stadler.
30:17Christian?
30:25Äh, Sandra? Ich muss dir mal kurz was erklären.
30:30Das ist doch irgendwie zu früh.
30:31Was ist zu früh?
30:32Egal. Äh, was ich eigentlich sagen wollte ist, dass ich...
30:35Ich mach mal kurz auf.
30:36Äh, nein, warte mal. Ich mach das...
30:38Hey, hey, hey.
30:40Frau Mai.
30:41Sie sind auch dabei. Ja, wusste ich gar nicht. Super.
30:43Du, äh, cool, dass Sie doch bei dir schauen können. Ich hab ein paar Chips dabei.
30:51Bin ich der Erste?
30:55Ja.
30:55Ja, Sandra, äh, Frau Mai, Sie können natürlich auch mitschauen. Frauen sind auch erlaubt.
30:58Ne?
31:09Ich hab mal was Falsches gesagt.
31:23So, da haben wir schon mal ein Wasser setzen, oder?
31:26Danke.
31:26Haben Sie schon was zum Essen gefunden?
31:27Hm?
31:28Ja, ich hätte gern das Steinbeißerfilet auf Zucchini-Gemüse, aber bitte ohne die Ofenkartoffeln.
31:33Ohne Kartoffeln. Ist notiert.
31:35Und, Herr Kasper, könnten Sie vielleicht die Musik ein bisschen runterdrehen?
31:39Bei dem Lärmpegel kann ich mich nur sehr schwer konzentrieren.
31:41Ja, das kann ich leider nicht. Das ist halt ein Lokal.
31:46Hätten Sie dann vielleicht Ohrstöpsel für mich?
31:49Da muss ich auch passen.
31:55Wissen Sie was, Herr Kasper? Ich nehm doch ne Weißweinschorle.
31:59Ja. Das krieg ich.
32:08Frau Hofer, äh...
32:09Mei, ist das schön, Herr Stadler.
32:13Ähm...
32:13Ich kann ja Leute überhaupt nicht verstehen, die bei so einem Wetter freiwillig in der dunklen Bude hocken, um sich
32:17Fußball anzuschauen.
32:19Herr Stadler!
32:23Ah, ist doch schön, oder?
32:26Prost.
32:27Ja.
32:37Ich würd gern zahlen.
32:40Es ist, ähm...
32:42Ist Verlängerung. Ich würd noch eine Weinschorle nehmen.
32:45Ach Gott, nicht noch eine.
32:48Gibt's noch Kaffee?
32:49Mhm.
32:50Bitte.
33:11Gibt's noch mal Stadler?
33:15Ach, Stadler.
33:17Ja.
33:27Hey, Sandra.
33:28Du, das mit gestern Abend, das tut mir wirklich furchtbar leid.
33:32Ich hab wirklich alles versucht, das abzusagen, aber irgendwie hattest du eine Eigendynamik bekommen.
33:37Du musst mir nichts erklären, das ist deine Wohnung, ich bin hier nur Gast.
33:41Ja, was hast du eigentlich gestern Abend gemacht?
33:43Äh, ich war im Times Square, war voll nett. Und der Fisch, ein Gedicht.
33:48Hä? Da bin ich ja beruhigt.
33:51Ich muss dann mal los. Bis später.
33:53Du, das Essen im Times Square, das geht natürlich auf mich, ja?
33:56Schon bezahlt.
33:59Ja, auch gut.
34:02Ja?
34:03Guten Morgen, Frau Stocker.
34:04Guten Morgen, Herr 80er.
34:05Äh, den Brief hab ich grad fertig gemacht, müsste gleich in die Post.
34:09Selbstverständlich.
34:10So start halt.
34:12Na keiner da?
34:13Ja, haben Sie das Spiel gestern nicht gesehen? Das war der reinste Krimi.
34:17Verlängerung, Elfmeterschießen.
34:17Ja, ich hab's schon in der Zeitung gesehen.
34:19Ich war fix und fertig mit den Nervenzeugen, fix und fertig.
34:22Aber Sie sind pünktlich ein Gegensatz für einen Kollegen.
34:25Ja, die werden schon noch kommen.
34:27Na, wer's glaubt.
34:28Guten Morgen.
34:29Na, ist er ja schon.
34:30Guten Morgen, Herr Stadler.
34:31Also, wenn was ist, ich bin in meinem...
34:34Morgen, 80er.
34:35Morgen, Herr Mohr.
34:36In meinem Büro.
34:37Ist recht.
34:38War das nicht ein unglaubliches Spiel gestern?
34:41Da sagst du, war's Michi der reinste Wahnsinn.
34:43Wie hat's Ihnen auch gefallen, Herr Stadler?
34:45Ja, also ganz ehrlich gesagt, ich hab's nicht gesehen.
34:48Ist nicht die erste.
34:49Ja, Frau Hofer war nicht zu begeistern.
34:51In der ersten Hälften haben wir die Landschaft angeschaut.
34:53Und in der zweiten Hälften hat Hildi Ografe auch sehr mitteilungsbedürftig.
34:58Doppel, bitte.
34:59Mein, Herr Stadler, sind Sie nicht traurig.
35:02Also, Herr Stadler, wir spielen ja wieder.
35:04Und ich hab' uns für Sie.
35:06Äh, gehen wir nun.
35:07Ja.
35:10Folgendes.
35:11Ein gewisser Herr Götz hat bei uns angerufen und er hat in der Zeitung gelesen vom Mord an
35:20unserem Herrn Breitwieser.
35:21Und?
35:23Der Herr Breitwieser, der hat auch einige Eigentumswohnungen besessen.
35:27Ja.
35:28Und in eine von diesen Eigentumswohnungen, da ist er regelmäßig hinein und auch hinausgegangen,
35:33während der letzten drei, vier Monate.
35:34Was heißt jetzt in diesem Zusammenhang?
35:36Regelmäßig?
35:37Hat er nicht sagen können, der Götz.
35:39Aber auf jeden Fall mehrmals die Woche.
35:41Und in der Wohnung, da hat er sich dann mit einer der Arme getroffen.
35:45Taka taka.
35:46Anzunehmen, dass das nicht seine Ehefrau war.
35:49Anzunehmen.
35:49Das war ein super Abend gestern.
35:51Wir haben richtig viel Spaß gehabt.
35:52Die Verlängerung war der Wahnsinn.
35:53Und dann das Elfmeterschießen.
35:54Hammer!
35:54Mhm.
35:55Und was hat die Frau May gemacht?
35:57Pff, keine Ahnung.
35:57Die ist gleich abgehauen.
35:59Ah.
35:59Guten Morgen, Herr Bach.
36:01Ey, Christian.
36:01Vielen Dank nochmal für gestern Abend.
36:02Ein richtig geiler Abend.
36:04Was ist denn mit dem los?
36:06Äh, vielleicht schlecht geschlafen?
36:09Naja, auf jeden Fall.
36:10Ich muss jetzt mal.
36:13Wie war's eigentlich gestern bei Ihnen, Frau Lange?
36:15Hm.
36:16Fragen Sie nicht.
36:17Warum?
36:17Was ist passiert?
36:18Ja, nix.
36:19Leider.
36:21Der Typ, bei dem wir Fußball geschaut haben,
36:22hat vergessen zu erwähnen,
36:23dass er eine Freundin hat.
36:24Hm.
36:25Ach so.
36:26Da haben Sie sich ein bisschen was ausgerechnet, gell?
36:28Hm.
36:29So einiges.
36:31Wollen Sie einen Choklat?
36:32Ja.
36:34Ja?
36:37Morgen.
36:38Sprechen Sie mich bitte nicht auf gestern Abend an.
36:40Hab ich gar nicht vorgehabt.
36:41Wer es glaubt.
36:48Morgen.
36:49Morgen.
36:50Ich hab mir schon mal die Akten von Breitwies erfordernommen.
36:53Unter anderem die Konterauszüge der gemeinsamen Firma.
36:56Da hat der Huber seit längerer Zeit regelmäßig Gelder an eine Firma in Zürich überwiesen.
37:02Und zwar die Rotbächle Consulting.
37:05Angeblich für Beratertätigkeiten.
37:07Und was ist damit nicht in Ordnung?
37:09Ich hab grad mit den Schweizer Kollegen telefoniert.
37:12Und die sagen, dass die Rotbächle Consulting eindeutig eine Briefkastenfirma ist.
37:17Das steckt niemand anders dahinter als der Georg Huber selber.
37:20Sie meinen, Huber hat Geld abgezweigt?
37:22So schaut's aus.
37:23Und der Breitwieser wusste davon?
37:26Offensichtlich.
37:26Er hat in den Kontoauszügen die Rotbächle Consulting markiert und mit einem Fragezeichen versehen.
37:35Aber wenn der Breitwieser wusste, dass der Huber Geld abgezweigt hat, warum hat er dagegen nichts unternommen?
37:40Weil vielleicht hat der Huber ermordet, bevor der Breitwieser zur Polizei angekommen.
37:52Wir wissen von Ihren Schulden und wir wissen auch, wie Sie sie begleichen wollten, Herr Huber.
37:56Und zwar mit Geldern, die Sie in der gemeinsamen Firma unterschlagen haben.
37:59Und zwar haben Sie an Herrn Breitwieser vorbei das Geld in die Schweiz transferiert.
38:04Ihr Kompanion ist Ihnen auf die Schliche gekommen. Mit was hat er denn gedroht? Mit Gefängnis.
38:09Sie hatten Angst vor der Konsequenz und haben ihn bei der ersten Gelegenheit aus dem Weg geräumt.
38:13Nein, so war es nicht.
38:15Es stimmt, mir steht das Wasser bis zum Hals.
38:17Aber Jörg und ich haben uns ausgesprochen und vereinbart, dass ich das Geld nach und nach wieder zurückzahle.
38:22Ach so, und den Betrug, den hat er Ihnen einfach so verziehen.
38:25Tut mir leid, aber es klingt jetzt nicht sehr glaubwürdig.
38:27Jörg und ich, wir kennen uns schon so lange. Wir sind ein super...
38:31Wir waren ein super Team.
38:34Wir haben die Vereinbarung notariell festgehalten. Sie können das gerne überprüfen.
38:38Keine Sorge, das werden wir.
38:41Frage, warum haben Sie uns das jetzt nicht gleich gesagt?
38:43Naja, ich habe gedacht, ich wollte mich nicht verdächtig machen.
38:47Oh, das ist Ihnen aber richtig gut gelungen.
38:50Finden Sie.
38:51Ja, wenn mein Kollege das sagt, dann ist das so.
38:54Ja, dann will ich nicht Nein sagen.
38:58Herr Rhein.
39:00Herr Achtziger.
39:03Unterschriftmappe.
39:04Wunderbar.
39:06Danke.
39:06Ach übrigens, ganz so überkorrekt ist die Frau Mai gar nicht. Sie war gerade bei mir.
39:13Ihr Bericht ist noch nicht fertig geworden.
39:16Okay.
39:16Hattest du auch gesagt, warum?
39:18Na, nur, dass Ihr Bericht noch fertig geworden ist.
39:21Mir nicht?
39:22Ja, was hätt's denn sonst noch sein?
39:24Ja, Achtziger, gestern war doch das Pokalspiel.
39:27Ja, aber bei aller Liebe, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Frau Mai statt zu arbeiten lieber Fußball schaut.
39:33Die Mai nicht, aber der Bach.
39:35Ja, verstehe.
39:41So, jetzt wissen wir mehr.
39:43Die besagte Eigentumswohnung vom Herrn Breitwieser war wirklich sein Liebesnesterl.
39:48Jetzt möchte man halt glauben, dass Wohnungen in dieser Preisklasse ein bisschen besser schallisoliert sind.
39:53Aber schmarrn, äußerst durchgehört.
39:55Wenn Sie...
39:56Ja, erstmal, ersparen Sie uns bitte die Details.
39:58So, jetzt soll ich die Däume beschreiben können.
40:00Ja, also mehr oberflächlich.
40:02Er hat gesagt, sie ist mittelgroß und blond.
40:04Aber dafür haben wir etwas anderes in der Wohnung gefunden.
40:07Wie Sie vermutet haben, ein zweites Handy.
40:11Gabe.
40:12Ja, schön.
40:13Damit hat der Fees telefoniert.
40:16Ja, mehr kann man ja damit auch nicht machen.
40:18Immer mit derselben Nummer.
40:20Na, wegen wer hat ich?
40:20Der Julia Niedermeyer.
40:22Die hat aber nichts mit unserem Bestattungs-Niedermeyer zu tun.
40:25Nein.
40:26Sie ist heute eine Frau.
40:28Frau Breitwieser, wir haben mit Herrn Niedermeyer gesprochen.
40:30Sie wussten, dass Ihr Mann eine Affäre mit seiner Frau hatte.
40:33Und Sie wussten auch, dass er sich von Ihnen scheiden lassen wollte.
40:36Ihr Rechtsanwalt, der Dr. Henning, hat uns das bestätigt.
40:39Als Ihr Mann vorgestern Nacht nicht nach Hause gekommen ist, haben Sie sich auf die Suche nach ihm gemacht.
40:44Schauen Sie mal her.
40:46Wir haben eine GPS-Datenabfrage bei Ihrem Handy gemacht.
40:51Um zwei Uhr waren Sie hier, im Schwarzen Eber. War aber schon zu.
40:55Um zwei Uhr dreißig waren Sie dann hier.
40:58Tatort.
40:59Sie haben im Bestattungsinstitut noch Licht gesehen und sind reingegangen.
41:03Die Hintertür war ja offen.
41:05Ihr Mann lag da im Sarg. Sie haben die Schere genommen. Zuggestochen.
41:11Es war ganz einfach.
41:16Ja, und nach der Tat?
41:18Bin ich nach Hause?
41:20Ich habe so gut geschlafen wie seit Jahren nicht mehr.
41:23Aha.
41:25Frau Breitwieser, eine Sache würde mich persönlich interessieren.
41:29Der Mann war sehr vermögend. Im Fall einer Scheidung hätten Sie doch die Hälfte gekriegt.
41:33Schon, aber es ging doch nicht ums Geld.
41:36Sondern?
41:38Er wollte mich entsorgen. Ohne mit der Wimper zu zucken.
41:43Hat er es nicht besser verdient, ne?
41:46Frau Breitwieser, Sie sind volle festgenommen, weil es im dringenden Tatverdacht stehen,
41:50Ihren Mann Jörg Breitwieser ermordet zu haben. Bitte.
41:53Kommen Sie bitte mit.
41:56Wiederschön.
41:58Wiederschön.
42:03So, Herr Kollege, jetzt aber mal einen ordentlichen Marillenschnaps.
42:05Oh, wir wissen ja, wie ungesund dieses Zeug enden kann.
42:09Ja, ich kenne da aber einen guten Bestatter.
42:10Hier habe ich
42:12Schnell.
42:12Einmal nochmal!