- vor 5 Tagen
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SpaßTranskript
00:03Und wann kommt die Frau Danner dann heute?
00:05Also, soweit ich weiß, wollte sie heute Morgen ihrer Freundin helfen, das Häuschen zu entrümpeln, was die in Rosenheim geerbt
00:11hat.
00:11Also, wir sollten ihr Bescheid sagen, wenn es was gibt.
00:13Naja, das Häuschen. Da kann die Frau Danner ja froh sein, dass wir ihr Arbeit angeboten haben, sonst müsste es
00:20da noch mehr helfen.
00:22Ich sage lieber, lieber Mörder jagen, als wäre Holzwürmer.
00:26Ja?
00:28Guten Morgen zusammen.
00:30Guten Morgen, Herr Achtziger.
00:33Hier hätte ich schon mal die Post für Sie. Die Unterschnifften-Mappe bringe ich Ihnen dann gleich.
00:38Sagen Sie, eine Büchersendung aus einem Antiquariat war nicht dabei?
00:41Nein, ich habe jetzt hier nichts gesehen. Aber ich kann gleich einmal die Frau Grasiger anrufen und fragen.
00:47Bitte, sei es doch sogar. Und ein Kaffee wäre jetzt wunderbar.
00:51Selbstverständlich.
00:52Herr Achtziger, wollen Sie einen Keks?
01:04Guten Morgen, Frau Stockel.
01:05Ah, Frau Lange. Sagen Sie, ist die Frau Grasiger schon im Haus?
01:09Äh, nein. Die hat sich heute den halben Tag freigenommen, um zum Bratwurstwettbewerb zu fahren.
01:13Zum Bratwurstwettbewerb. Ja, wie auch immer.
01:16Sagen Sie, Frau Lange, der Herr Achtziger erwartet eine Büchersendung. Liegt bei Ihnen ein Päckchen rum?
01:21Äh, nee. Ich sehe nichts.
01:25Naja, vielleicht ist es ja irgendwie dazwischen gerutscht.
01:29Ja, ich schaue mal nach und dann melde ich mich.
01:32Gut, machen Sie das, Frau Lange. Wiederhören.
01:34Was hat das denn mit diesem Bratwurstwettbewerb auf sich?
01:37Ach so, das? Die Rosenheimer Metzger bieten beim Bratwurstwettbewerb ihre besten Wurstspezialitäten an.
01:45Die Besucher stimmen ab, welcher am besten schmeckt und der Gewinner wird dann zum Bratwurstkönig gewählt.
01:50Und Frau Grasiger würde da gerne mitbewerten?
01:53So muss man ja so. Bei der Frau Grasiger geht es bestimmt darum, umsonst Würstchen zu essen.
02:17Ja, Lange hier. Folgendes. Für den Herrn Achtziger müsste eine Büchersendung angekommen sein. Liegt die hier irgendwo?
02:26Frau Lange, das ist wahrscheinlich das Baggerl, das gestern Abend noch der Kurier gebracht hat, wo ich gerade heimgewollt.
02:31Ich habe es unten links neben die Tür geschoben.
02:37Unten links neben...
02:39Einen Moment.
02:47Hinter der Tür.
02:51Ja, da ist es.
02:53Haben Sie es? Gut, gut. Ich komme dann auch bald wieder, gell?
02:56Okay.
02:57Ach, Frau Lange, das war wieder so eine schöne Veranstaltung, ich sage es Ihnen. Und die Würstchen waren gut. Also,
03:03wissen Sie, wer gewonnen hat?
03:05Nein.
03:07Der Hans Hubschmid. Das ist auch der Inhaber von dem Gutshof, wo der Wettbewerb stattgefunden hat. Und ich habe auch
03:13seine Würstchen gewählt, weil das waren mit Abstand die Besten.
03:17Die müssen es auch unbedingt einmal probieren, Frau Lange. Gell?
03:21Ja, also...
03:22Gut. Also, dann bis später, gell? Servus.
03:25Ja, bis dann.
03:29Links hinter der Tür.
03:51Ach, Frau Leitner, das war ja wieder einmal eine wunderbare Veranstaltung.
03:54Ja, und dass der Papa schon wieder gewonnen hat.
03:57Der hat es aber auch verdient. Seine Würstchen sind einfach die Besten.
04:00Das müssen Sie ihm unbedingt auch persönlich sagen.
04:02Das mache ich auf jeden Fall. Ich muss bloß zuerst.
04:04Ja, Toiletten sind eh gleich da hinten. Sie kennen sich eh aus, gell?
04:14Ja, das ist Maria und Josef. Das ist ja der Leitner.
04:19Oh Gott.
04:20Ja?
04:21Frau Stoffel.
04:22Frau Lange.
04:24Die Frau Grasecker hat es hinter die Tür gestellt.
04:27Ja, Päckchen.
04:28Ach, die Graseckerin.
04:30Ah, die Grasecker.
04:31Frau Grasecker.
04:32Ja, machen Sie denn keine Sorgen. Die Frau Lange hat mir gerade das Päckchen gebracht.
04:37Frau Stoffel, der Herr Leitner ist tot.
04:40Wie, wer, äh, tot?
04:43Ja, jemand hat den Herrn Leitner umgebracht. Der liegt da mit einem Messer in der Brust.
04:46Schließt da schon blöd rum.
04:48Weil wer tut denn sowas?
04:50Alles klar, Frau Grasecker. Bleiben Sie ganz ruhig. Fassen Sie nichts an. Wir kommen.
04:55Ja, ist gut, Frau Stoffel.
04:58Ja.
05:00Es gab er der Leich und zwar im Landhof Hubschmied.
05:04Und die Frau Grasecker hat die gefunden?
05:07Die Ärmste.
05:08Na, da wird sie später eine Menge zu erzählen haben.
05:10Ach, das glaube ich auch.
05:11Ah, Frau Lange, seien Sie doch so gut und bringen das Päckchen dem Herrn Achtziger.
05:20So, du, den wollte ich eigentlich behalten.
05:23Wie jetzt, dieses greisliche, mufflige Teil.
05:26Aber wieso, der ist doch noch ganz gut. Außerdem passt der super zum Aprikot.
05:29Der stimmt doch null in den Proportionen. Außerdem passt der überhaupt nicht zu dem Sofa, das du dir kaufen bist.
05:34Auch wieder wahr. Aber so ganz umsonst hergeben?
05:37Wenn das Netz hier ordentlich funktionieren würde, dann könnte ich den wenigstens übers Internet versteigern.
05:41Aber so ständig bricht's ab.
05:43Na denn.
05:46Was ist denn mit dieser netten Frau Stockel? Bei euch auf dem Kommissariat.
05:50Vielleicht kann die mir ja helfen.
05:52Du, das musst du jetzt gespürt haben. Frau Stockel, was gibt's?
05:55Grüß Sie, Frau Dana, es gab er der Leiche. Und zwar Landhof Hubschmied, Sonnenberg 53.
06:01Ich bin gleich da. Also, beziehungsweise ich beeile mich. Sie, meine Freundin Katrin, möchte noch was von Ihnen.
06:07Äh, ja.
06:08Hallo, Frau Stockel. Katrin Seliger.
06:10Ja, äh, grüß Sie, Frau Seliger. Was kann ich für Sie tun?
06:13Meinen Sie, Sie könnten mir bei einer Internetversteigerung behilflich sein? Ich habe hier nämlich so einen schlechten Empfang und würde
06:18gerne einen Sessel über die Vintage-Möbel-Börse.de verkaufen.
06:22Äh, Vintage-Möbel-Börse.de. Ja, Frau Seliger, das lässt sich bestimmt einrichten.
06:27Ach, super. Ich versuche Ihnen gleich ein paar Fotos zu schicken, ja? Wiederhören.
06:33Die ist ja wirklich reizend, die Frau Stockel.
06:35Ja, ich muss jetzt trotzdem schnell in die Pension mich umziehen.
06:38Achso, kannst du mir noch Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Telefonnummer geben?
06:41Ich schicke's dir aufs Handy.
06:43Okay?
06:53Wann brauchen wir eigentlich die Entrömpler das Zeug abholen?
06:56Als wenn ich sonst nichts zu tun hätte. Stockel geht's eigentlich nur.
07:00Das ist Möbel-Vintage-Börse.de. Wie war das? Möbel-Börse.de.
07:15Grüß Sie Gott alle miteinander.
07:17Alles gut, Frau Dana?
07:18Guten Tag, Frau Kollegin. Ja, dann können wir ja anfangen.
07:22So, bitte.
07:24Gerne. Der Tote ist der Alexander Leitner.
07:26Der Alexander Leitner war der Schwiegersohn vom Besitzer dieses Anwesens hier, vom Hansi Hubschmidt.
07:33Der Hansi Hubschmidt ist aber nicht da.
07:35Der ist schon da, aber nicht da, da, sondern der ist da drüben da,
07:38weil er sich um seine Tochter kümmert, um die Theresa Leitner.
07:41Die Theresa Leitner ist die Frau vom Alexander Leitner und der Alexander Leitner ist tot.
07:46Geheirat haben sie vor drei Jahren.
07:49Moment, gab's noch Angehörige?
07:52Nein, keine Geschwister, keine Kinder, gar nichts.
07:54Und er einen gefunden hat, das wisst ihr.
07:57Na, wer?
07:59Die Frau Grazäcker.
08:00Die Frau Grazäcker?
08:01Ja.
08:08Kippo-Rosenheim-Apparat, Stockl, grüß Gott.
08:11Ich bin's. Hat's geklappt mit den Bildern?
08:13Ja, Frau Seliger, die E-Mail ist gekommen. Jetzt bräuchte ich nur noch die Zugangsdaten.
08:18Tante Ingrid, zwei Worte, beides groß, Passwort kati3000, zusammengeschrieben kati mit th.
08:25Also ich wiederhole, Tante Ingrid, kati3000. Und preislich, was haben Sie sich da so vorgestellt?
08:30Mal so 80 bis 100 Euro sollte der Sessel schon noch bringen.
08:33Ich meine, der ist ja noch tipptopp.
08:36Äh, ja, da schaue ich mal, was sich da machen lässt, gell?
08:40Ja, nochmal vielen Dank, Frau Stockl.
08:43Aha, gerne. Wiederhören.
08:46Ja.
08:52Ja?
08:54Grüß Sie, Frau Stockl.
08:56Hallo.
08:58Stimmt was mit?
09:01Frau Ruf, ich glaube, ich habe mir da was ganz was Blödes ans Bein gebunden.
09:04Schauen Sie mal.
09:06Diesen Sessel soll ich für die Freundin von der Frau Donna versteigern.
09:1080 bis 100 Euro möchtest du dafür haben.
09:13So ein geschmackloses Teil nie im Leben.
09:16Und schauen Sie mal da.
09:18Und da?
09:19Nein, und dann noch diese hässlichen Tatsen da als Stuhlbeine.
09:22Ach, pfüteiweh.
09:24Was wollen Sie? Einstiegspreis 1 Euro, Versteigerungszeit 5 Stunden?
09:28Ja, da bin ich mal gespannt.
09:31Gut, dann, ja, ich hole unseren lieben Herrn 80er ab.
09:34Wir haben nämlich gleich ein paar Vorstellungsgespräche an der Musikakademie.
09:37Viel Erfolg.
09:38Ihnen auch.
09:39Ja.
09:44Ja, ich will mir die Hände waschen und da liegt der Dr. Alexander Leitner.
09:49Ist Ihnen was Ungewöhnliches aufgefallen, Frau Grasetner?
09:51Nein.
09:52Ja, doch, freilich.
09:53Mir ist ja noch die Ehefrau von ihm entgegengekommen, die Theresa Leitner.
09:58Ist Ihnen sonst noch was Ungewöhnliches aufgefallen?
10:01Vielleicht während der Veranstaltung?
10:02Ja, logisch.
10:03Bevor es angegangen ist, hat der Leitner in der Ecke mit der Nina Rantinga geschritten.
10:07Das ist ein Rosenheimer Mitzgers Tochter.
10:10Weil freilich sind die Wurscht vom Rantinga lang nicht so gut wie die vom Hubschmied.
10:31Nina Rantinga.
10:32Frau Grasetner, ich tät vorschlagen, Sie gehen jetzt einfach heim, weil wenn Ihnen was einfällt, wissen Sie ja, wo Sie
10:36uns finden.
10:37Ja, ich geh doch jetzt nicht heim. Werb mir ja ganze Urlaubstag abzummen.
10:47Todesursache, das Opfer wurde mit diesem Messer erstochen. Vermutlich ging der Stich mitten ins Herz.
10:53Schon eine Ahnung zum Tathergang?
10:55Da es keinerlei Abwehrverletzungen gibt, scheint er vom Angriff überrascht worden zu sein.
11:01Der Täter ist ihm ziemlich nahe gekommen, also hat er ihn gekannt.
11:05So, so.
11:06Und wann ist das passiert? Vor circa zwei Stunden, also gegen elf Uhr.
11:12Fingerabdrücker.
11:13Jetzt sind wir gerade dabei. Machen wir.
11:17Wo geht es?
11:19Es ist ja so, ich habe jetzt mit der Frau Rantinga gesprochen, aber die hat keine Zeit.
11:23Die muss dringend zurück in die Metzgerei. Eine Minute hat sie für uns.
11:28So gütig.
11:32Was gibt es denn?
11:34Wir haben gehört, dass sie sich vor dem Wettbewerb mit Alexander Leitner gestritten haben sollen.
11:38So, wer sagt das?
11:40Worum ging es denn dabei?
11:42Um die Lage von meinem Stand. Der wollte mich hinten im Saal ins letzte Eck reindrücken.
11:47Und wo ist jetzt das Problem?
11:48Warum meinen Sie, dass der Hubschmied jedes Jahr gewinnt?
11:51Sein Stand ist nämlich der erste, wenn man in die Halle reinkommt.
11:55Und das ist alles?
11:57Was heißt denn da jetzt, das ist alles?
11:59Ich meine, die Auszeichnung zum Bratwischkönig ist jetzt vielleicht kein Gourmetstern.
12:03Aber für uns da in der Region hat das schon eine Bedeutung.
12:06Und ich finde, da muss es auch gerecht zugehen.
12:08Gut, verstehe.
12:09Frau Rantinga, wo waren Sie denn heute Morgen um elf Uhr?
12:12Ich habe angefangen, meine Standlack zu bauen.
12:15Ich meine, wir glauben, dass wir nicht gewonnen haben, dann hat es für mich auch keinen Grund gegeben, länger tot
12:19zu bleiben.
12:21Haben Sie hinsichtlich des Mordes irgendwelche Beobachtungen gemacht, die uns weiterhelfen könnten?
12:25Nein, tut mir leid.
12:27Heißt das dann?
12:28Äh, ja.
12:29Wiederschauen.
12:30So, das ist jetzt fertig.
12:32Ah, nein.
12:33Kommt noch in die Metzgerei, ja?
12:34Ja.
12:40Ob es vielleicht noch andere Teilnehmer gab, die sich ungerecht behandelt gefühlt haben?
12:44Sie meinen als Mordmotiv. Bisschen schwach, oder?
12:47Ja, wer weiß, wer weiß.
12:49Grüß Gott. Hans Hubschmidt. Ich bin der Inhaber.
12:55Grüß Gott. Mein herzliches Beileid. Danner, Bach, Krippenwosenheim.
13:00Es ist ja fürchterlich. Meine arme Tochter.
13:05Ja, wir wollten geradezu ihr.
13:08Wenn Sie vielleicht vorerst mit mir sprechen, dann kann sie sich noch ein bisschen erholen.
13:15Selbstverständlich, Herr Hubschmidt.
13:17Dankeschön. Wiederschauen.
13:18Bitte, Wiederschauen.
13:24Frau Siliger.
13:25Hallo, Frau Stockel.
13:27Ich wollte nur nachfragen, wie hoch der Sessel schon steht.
13:30Bei einem Euro Startgebühr.
13:33Sie haben als Startgebühr nur einen Euro gesetzt? So wenig für so ein gutes Stück?
13:38Ja, so macht man das. Das ist Usus.
13:40Na, weiß nicht. Aber Sie kennen sich da wahrscheinlich besser aus.
13:44Machen Sie da keine Sorgen. Die Leute werden es schon noch bieten.
13:47Nochmal, vielen Dank.
13:49Bitte.
13:51Die hat Nerven.
13:53Ach Gott.
13:55Ein Euro.
13:58Wissen Sie, Teresa hat als Kind schon früh ihre Mutter verloren.
14:05Und jetzt wieder so ein schrecklicher Verlust.
14:09Wie war denn Ihr persönliches Verhältnis zu Ihrem Schwiegersohn?
14:13Nein, gut.
14:15Was hat er denn hier genau gearbeitet?
14:18Er war für das Personal verantwortlich.
14:21Gab es bei Ihrer Zusammenarbeit Komplikationen oder Differenzen?
14:25Nein.
14:28Haben Sie irgendeine Idee, wer dem Herrn Leitner das angetan haben könnte?
14:33Nein.
14:34Wir haben gehört, dass sich andere Metzger bei dem Wettbewerb ungerecht behandelt gefühlt haben.
14:38Ihr Schwiegersohn soll schlechte Standplätze vergeben haben.
14:41Ein Schmarrn.
14:42Hier bei uns hat jeder die gleiche Chance.
14:46Wir sind da nur neidisch, weil meine Würstchen die besten sind.
14:51Gut. Wo waren denn Sie heute Morgen so gegen elf?
14:54Da hat man mir auf dem Podest die Bratwurstkrone aufgesetzt
14:57und jede Menge Fotos und Videos von mir gemacht.
15:02Na gut. Ihre Fingerabdrücke bräuchten wir dann noch.
15:07Wo genau finden wir jetzt Ihre Tochter?
15:10Drinnen im Büro.
15:14Aber seien Sie bitte ganz vorsichtig mit ihr.
15:20Frau Leitner?
15:23Ja?
15:24Dann Agrippo Rosenheim. Das ist mein Kollege, der Herr Bach.
15:28Unser aufrichtigstes Beileid.
15:31Könnten wir Ihnen ein paar Fragen stellen?
15:34Ja.
15:35Ich habe bloß überhaupt nichts mitgekriegt.
15:40Wie ich auf die Toilette bin, da muss mein Mann ja schon...
15:44Haben Sie irgendeinen Verdacht, wer Ihren Mann umgebracht haben könnte?
15:48Na?
15:50Hat er sich in der letzten Zeit anders verhalten oder über Probleme gesprochen?
15:56Na, auch nicht.
15:58Dürfte ich fragen, wie es in Ihrer Ehe aussah?
16:02Ja, bestens.
16:04Maida Alexander war, wissen Sie, der wollte ja den Hof ganz groß rausbringen.
16:09Inwiefern?
16:10Der wollte ihn in so einen Gourmet-Tempel umbauen.
16:14Ganz schick und edel sollte es werden.
16:21Und wer ist dieser J. Beckmann?
16:23Jürgen Beckmann.
16:24Ach, das ist bloß der Spitzel, mit dem man das jetzt aufzählt.
16:30Mein Gott, ein Hafergeld hätten wir damit verdienen können.
16:35Aber jetzt ist das für alles Geschichte.
16:38Aber Sie können das doch auch ohne Ihren Mann machen.
16:41Ja.
16:42Na, wie ist das?
16:43Mein Vater ist total dagegen und allein schaffe ich das nicht.
16:46Ich bin Veterinärin, ich kenne mich mit Tieren aus, aber das Geschäftliche.
16:52Heißt das, dass Ihr Mann und Ihr Vater wegen des Umbaus so einen Clinch machen?
16:59Ja, in derer Hinsicht, da waren Sie sich tatsächlich uneins.
17:06Sonst ist eigentlich alles ganz gut klaff.
17:10Waren Sie um 11 Uhr auch bei der Krönung?
17:14Ja.
17:15Ja, ich habe es moderiert, wissens.
17:17Und dann habe ich angeschafft, dass der Saal aufgeräumt wird und Menschen auf die Toilette.
17:22Zweiter Stock, Nummer 260.
17:23Danke schön.
17:24Bitte.
17:28Ach mal, Frau Grasecker.
17:30Frau Lange, das war jetzt ein Albtraum.
17:32Ich gehe ums Eck, denke an nichts Böses, und da liegt drauf.
17:37Und das am frühen Morgen.
17:38So ein Messer hat der Leitner in der Brust gehabt.
17:41Sie tun mir wirklich leid, Frau Grasecker.
17:43Ich schaue jetzt einmal, ob die Frau Stockl einen Kaffee für mich hat.
17:46Äh, ja.
17:48Ich passe dann noch das Telefon auf, solange Sie der Frau Stockl Ihre Geschichte erzählen wollen, ne?
17:55Ups.
17:56Ja, Frau Seliger, immer noch bei einem Euro.
18:01Ja, ich melke mich, sobald ich mehr weiß.
18:04Ach, jetzt bin ich wieder da, Frau Stockl.
18:06Erstes, was ich heute schon alles durchgemacht habe.
18:08Ich weiß, Sie waren beim Würstelwettbewerb.
18:10Und ich hab die Leiche gefangen.
18:12Ich weiß, Sie haben mich ja angerufen.
18:14Ach, das war vielleicht ein Schock.
18:16Ich will mir die Hände waschen und auf dem Weg dahin liegt der da.
18:19Ich kenn das.
18:23Aber Sie schauen heute auch nicht so lustig aus.
18:26Frau Grasecker, es läuft nicht rund.
18:28Warum?
18:29Ich muss für die Frau Danner, ihre Freundin, diesen Sessel versteigern.
18:34Ja.
18:34Ja, aber keiner bietet.
18:36Ja, nur vom Draufschauen passiert nix.
18:38Ja, willst du die machen?
18:39Ja, nachhelfen natürlich.
18:42Nachhelfen?
18:43Selber bieten oder Freunde bitten, dass sie mitsteigern und den Preisen auftreiben.
18:48Darf man das denn?
18:49Ja, das macht mein Mann auch immer so.
18:52Gut, Frau Grasecker, dann melde ich mich jetzt an und biete 10 Euro.
18:59Okay.
19:0050, das ist doch der leicht wert.
19:02Aber nicht, dass ich am Ende auf diesem kreislichen Sessel sitzen bleib, im wahrsten Sinne des Wortes.
19:06Nein, ganz gewiss nicht.
19:0950 Euro.
19:11Sehen Sie, Frau Stockl?
19:12So macht man Geschäfte.
19:15Schön.
19:19Und die zu müssen wir raufholen.
19:21Okay.
19:22Ach, da sind sie ja.
19:24Ach, bringt das bitte rüber, ja.
19:26Und dann lasst uns ein bisschen allein.
19:30So, Herr Hubschmidt, von wegen zwischen Ihnen und Ihrem Schwiegersohn gab es keine Differenzen.
19:34Wieso haben Sie uns nix davon erzählt?
19:36Ja, ich fand das nicht so wichtig.
19:39Außerdem wär eh nix daraus geworden, weil ich ja nicht damit einverstanden gewesen bin.
19:43Aber Ihre Tochter war sehr wohl für den Umbau.
19:46Das Mädel ist halt so labil.
19:50Hat ein paar Lodre aus der Hand gefressen und kein Mensch weiß warum.
19:55Ach, dann war Ihre Meinung über Ihren Schwiegersohn doch nicht so hoch, wie Sie uns erzählt haben.
20:00Ja, wieso auch?
20:01Er hat vor drei Jahren hier eingeheiratet und hat sich nie ein Bein ausgerissen.
20:06Dann kommt er mit diesen Umbauplänen daher.
20:09Und von dem Tag an geht es ihm nur noch um Geld, Geld, Geld, Geld, Geld.
20:13Kein Sinn für Tradition.
20:15Keinen Respekt für ehrliche Arbeit.
20:19Könnte es vielleicht sein, dass Sie heute nach der Krönung mit Ihrem Schwiegersohn aneinandergeraten sind?
20:24Und dass Ihnen dabei die Sicherung durchgebrannt sind?
20:27Ach, Sie meinen, ich hätte den Alexander auf dem Gewissen.
20:34Da sind Sie aber schiefgewickelt.
20:38Ich war das nicht.
20:40Gut, aber Sie halten sich bitte zu unserer Verfügung, ja?
20:44Das ist ja unglaublich.
20:45Ich glaube ja, zwischen dem Hubschmied und dem Leitner hat es mächtig geschebert und seine Tochter versucht, es runterzuspielen.
20:51Oder Sie haben versucht, Sie da weitestgehend rauszuhalten, um Sie nicht zu belasten.
20:55Ja, aber so zerbrechlich, wie Ihr Vater sagt, ist sie doch gar nicht.
20:58Außerdem war sie kurz nach dem Mord am Tatort.
21:02Aber was ich nicht verstehe, ist, warum hat der Leitner so einen aufwendigen Umbauplan gemacht, ohne das Okay, seine Schwiegervaters
21:08zu haben?
21:08Vielleicht hat er gehofft, ihn mit den fertigen Umbau- bzw. Neubauplänen besser überzeugen zu können.
21:15So, Gäste habe ich fertig gemacht, Personalien sind notiert.
21:19Und, auch was Wichtiges erfahren?
21:21Nein, keiner was gesehen.
21:23Keiner was gehört.
21:24Sozusagen.
21:25Aber ich habe mir was gedacht.
21:27Und so habe ich mir gedacht, dass diese Veranstaltung wahrscheinlich von vielen Leuten gefilmt worden ist mit dem Handy.
21:32Und jetzt lasse ich mir diese Filme schicken, vielleicht finden wir etwas, was uns weiterbringt.
21:37Sehr weitsichtig, Herr Mohr.
21:39Okay.
21:40Packen wir es.
21:41Okay.
21:41Soll ich jetzt dich?
21:43Geh her.
22:01Ja, Herr Stockl?
22:03Frau Grasecker stellt sich Ihnen vor, jemand hat 80 Euro geboten.
22:06Haha, sehens, es funktioniert.
22:08Und als nächstes bieten Sie jetzt 100 Euro.
22:11100 Euro?
22:12So fui?
22:13Ja, freilich, jetzt kommt doch das Ganze erst so richtig in Schwung.
22:16Hallo.
22:17Die scheint sich ja richtig gut erholt zu haben.
22:19Ja, wohl voll össlich in so, Frau Grasecker.
22:21So, dann mal hier jetzt.
22:24Hm, hm.
22:26Dann.
22:27So.
22:29Ha.
22:29100 Euro.
22:31Ja?
22:33Scott, Frau Stockl.
22:34Hallo.
22:35Haben Sie schon was für uns?
22:36Ähm, ja.
22:37Das sind die Bankauskünfte von unserem Opfer, Unterlagen zum Ehevertrag und Telefonliste kriege ich noch.
22:43Könnten Sie sich bitte noch die genauen Besitz- und Erbverhältnisse des Landhofs Hubschmied ansehen?
22:47Gerne.
22:48Und rausfinden, was es mit einem gewissen Jürgen Beckmann auf sich hat.
22:53Beckmann, Beckmann.
22:54Der Jürgen Beckmann?
22:56Keine Ahnung.
22:57Ich weiß nur, dass der mit unserem Opfer aus dem Landhof ein Gourmet-Ressort machen wollte.
23:01Dann ist es der Jürgen Beckmann.
23:03Und das ist ein ganz bekannter Koch.
23:05Der hat jetzt ein Buch rausgebracht.
23:07Ab heute esse ich grün.
23:08Das klingt irgendwie...
23:10Interessant.
23:11Gesund.
23:11Ja, ich schau, was ich finde.
23:14Ah, Frau Stockel, hat das eigentlich geklappt mit der Katrin und dem alten Sessel?
23:18Äh, der Sessel ist jetzt bei 100 Euro.
23:20Da wird sie sich freuen.
23:24Und, war noch was?
23:25Ja, die Frau Stockel versteigert für eine Freundin von mir einen alten Sessel im Internet.
23:29Und das läuft viel besser, als wir gedacht haben.
23:31Haben Sie schon was entdeckt?
23:32Ja, also, nein.
23:34Auf seinem Privatkonto gibt es keine nennenswerten Umsätze.
23:36Er hat ein ganz normales Gehalt vom Landhof bekommen.
23:38So, wegen dem Jürgen Beckmann.
23:41Also, der ist gerade auf deutschlandweiter Vorlesungstour.
23:46Heute in Rosenheim.
23:48Heute im Times Square.
23:51Ja, das ist ja ein Zufall, wie im Fernsehen.
23:52Und um wie viel Uhr?
23:53Das stand da leider nicht.
23:55Gut, ich rufe gleich mal Jo an.
23:57Ist natürlich jemand geboten.
24:01Ja, Jo, hallo.
24:06150 Euro.
24:06Nein, für das eure Graffe.
24:08Frau Stockel, Sie sind wirklich ein Verkaufsgenie.
24:11Ich tue, was ich kann.
24:13Ich habe auch noch andere Dinge zu erledigen.
24:16Alles klar.
24:17Dann bis dann.
24:17Tschüss.
24:18Und?
24:19Gut.
24:19Jürgen Beckmann ist jetzt gerade im Times Square.
24:21Dann hat er auch jetzt bestimmt Zeit für uns.
24:35Ach du Scheiß.
24:36Alexander Leitner ermordet.
24:38Von wem?
24:40Das versuchen wir jetzt rauszufinden.
24:42Sie beide waren Geschäftspartner?
24:46Ja, aber nur was den Landhof betrifft.
24:49Den wollten wir zusammen zum Gourmet-Restaurant umwandeln.
24:52Wie kam es denn zu der Zusammenarbeit?
24:55Alex und ich kennen uns schon seit meiner Gastronomie-Lehrer in München.
24:59Als er in den Landhof Hubschmidt eingeheiratet hat, da ist ihm schnell klar geworden, dass da noch mehr zu holen
25:05ist.
25:07Wo möchtest du denn das hinhaben?
25:09Ähm, da bitte, danke.
25:12Ja, er wollte weg von diesem Ausflugslokal-Meep.
25:16Gehobene, gesunde Küche, zahlungskräftige Kunden, mehr Geld, weniger Arbeit.
25:20Da hat er sicher mich gewarnt.
25:22Haben Sie eigentlich gewusst, dass sein Schwiegervater mit dem Umbau überhaupt nicht einverstanden war?
25:28Schon, aber das hat keine Rolle gespielt.
25:30Der Laden gehört seiner Tochter.
25:33Wie gehört seiner Tochter?
25:35Er hat ihn ja überschrieben.
25:37Ach, geh.
25:38Ja.
25:39Wir wollten in wenigen Wochen mit den Bauarbeiten beginnen.
25:42Herr Beckmann, wann haben Sie den Herrn Leitner das letzte Mal gesehen?
25:46Wir haben uns letzte Woche in München getroffen.
25:50Hat er ja irgendetwas erwähnt, dass er in Schwierigkeiten steckt, oder war er anders als sonst?
25:54Nein.
25:56Gut, Herr Beckmann, wenn Ihnen sonst noch irgendetwas einfällt, dann melden Sie sich bitte bei uns hier.
26:02Okay.
26:03Kommt sie noch mal zur Lesung?
26:04Äh, mal schauen.
26:06Nein, ich bin leider verhindert.
26:08Schott.
26:14Verhindert?
26:15Was besseres ist dir nicht eingefallen?
26:17Hallo, ich muss der Katrin beim Renovieren helfen.
26:19Ansonsten wäre ich sehr gerne hingegangen.
26:22Sie interessieren sich ernsthaft für ihr vegetarisches Essen?
26:24Ich bin immer offen für neue Impulse.
26:27Auch jenseits der Wursttheke.
26:31Apropos, der Hubschmied, wenn er seiner Tochter wirklich den Landhof überschrieben hat, dann hat er doch gar nichts mehr zu
26:36melden.
26:36Die Frau Stockl soll das noch mal gescheit recherchieren.
26:41So.
26:45Michi, 200 Euro, ich sag's dir, das läuft so super, ich geh jetzt auf 250.
26:50Stockl, sag einmal, selber mitbieten.
26:53Das ist doch nicht verboten.
26:54Ich kann mich auch für den Sessel interessieren.
26:57Pass mal auf, dass du nicht drauf sitzen bleibst.
27:04Na, das war jetzt bei mir.
27:09Ah, wieder eine Aufzeichnung vom Bratwurstkönig, Wittbele.
27:18Ja?
27:19Ah, die Kommissare.
27:21Ah, Herr Mohr, haben Ihnen die Gäste schon aufschlussreiche Videos geschickt?
27:24Nicht so wirklich.
27:26Das sind jetzt mehr so Aufzeichnungen von den Krönungsfeierlichkeiten.
27:28Aber ich bleibe dran.
27:30Äh, Frau Stockl, wir haben gerade erfahren, dass der Herr Hubschmied den Landhof seiner Tochter überschrieben hat.
27:35Wissen Sie da mittlerweile Näheres?
27:36Ja, das war vor fünf Jahren. Wahrscheinlich wird der Erbschaftssteuer sparen, Michi.
27:41Herr Rosen.
27:42Gab's denn in dem Vertrag Bedingungen zum Beispiel, dass er bis zu seinem Tode Geschäftsführer bleibt?
27:46Nein, aber den Ehevertrag habe ich gecheckt und es gab keine Gütertrennung.
27:51Danke.
27:52Also hatte Hubschmied nichts in der Hand gegen die Umbaupläne seines Schwiegersohns.
27:56Und somit ein Mordmotiv.
28:02Herr Hubschmied, Sie haben vor fünf Jahren den Landhof Ihrer Tochter überschrieben.
28:06Das bedeutet Alexander Leitner, die Ihr Einverständnis für den Umbau gar nicht gebraucht,
28:10sondern nur das Einverständnis Ihrer Tochter.
28:12Und das hatte er.
28:14Sie hatten also keinerlei Handhabe gegen Ihren Schwiegersohn.
28:17Und Sie wussten, dass er in Kürze mit dem Umbau beginnen würde.
28:19Also Schluss mit der traditionellen Küche, nie mehr Bratwurstwettbewerbe und kein Applaus der Gäste.
28:26Sie wären weg gewesen vom Fenster.
28:28Ohne Bedeutung an Rosenheim.
28:30Ihr Lebenswerk zerstört.
28:31Ja, und um das zu verhindern, haben Sie ihn getötet.
28:34Wie oft soll ich Sie noch sagen, ich habe es nicht getan.
28:38Jetzt ist eben die nächste Generation dran.
28:42Das ist der Lauf der Welt.
28:46Ja, Basilika, das Sessl ist bei 250 Euro.
28:49Ja, ich freue mich auch.
28:51Wiederhören.
28:53Du, ist okay.
28:54Ich will am besten das noch weitermachen.
28:57Momentan herrscht Stagnation, aber wir haben noch ein bisschen.
29:00Na gut, sehr Dank.
29:01Und, glauben Sie, dass es der Hubschmied war?
29:04Also zutrauen möchte ich mich schon.
29:05Hallo.
29:06Hallo.
29:07Ich habe was für euch.
29:08Und zwar das Zweithandy von unserem Opfer gefunden im Auto im Handschuhfach.
29:13Interessant.
29:14Und, was ist drauf?
29:15Intensiver Textaustausch zwischen der Nina Rantinga und dem Alexander Leitner.
29:20Okay, die zwei.
29:22Hallo, ist zacka, zacka.
29:24Aber gestern hat er Schluss gemacht mit dir.
29:26Und zwar per SMS.
29:28Ich kann nicht mehr, es ist aus.
29:30Danke für alles, Bussi Alexander.
29:33Das ist ja nicht die feine englische Art.
29:35Aber hallo, per SMS.
29:38Bestellen Sie uns doch bitte die Nina Rantinga ein.
29:40Aber Nina Rantinga, jawohl.
29:42Ja, Frau May.
29:43Ja, die sind gerade...
29:45Ja, richtig aus.
29:48Lassen Sie mich raten, der Obduktionsbericht ist schon fertig.
29:51Bingo.
29:53Ich weiß noch mal, Frau Stockl.
29:55Grüß Gott beinand.
29:56Grüß Gott.
29:57Ja.
29:58Sagen Sie, hat irgendwer auf den Sessel geboten?
30:01Die Versteigerung ist ja gleich vorbei.
30:02Also, momentan steht er bei 250 Euro.
30:05So viel.
30:06Das ist ja der Wahnsinn.
30:08Nein, das ist nicht der Wahnsinn.
30:09Das sind nämlich meine 250 Euro.
30:11Ich habe mitgeboten, eine Frage von der Graseckerin.
30:14Au, weh.
30:1615 Sekunden haben wir noch.
30:19Keine Panik.
30:20Ganz am Ende schießt der Preis richtig in die Höhe.
30:22Meistens.
30:24Fünf.
30:26Vier.
30:26Drei.
30:27Zwo.
30:28Eins.
30:30Aus die Maus.
30:31Jetzt habe ich den Stuhl gekauft.
30:33So ein Reinfall.
30:35Sie Ärmste.
30:36Der Stuhl, hab ich dir gesagt.
30:37Ja, das nutzt mir jetzt auch nichts mehr.
30:39Die Frau Grasecker und ihre Tipps, der zahlt sie mir was von ihrem Mann
30:42und ich blöde Kuhfall drauf rein.
30:45Und das ist jetzt bestimmt die Frau Seliger.
30:47Ich mag es dann nochmal.
30:48Wiederschauen.
30:49Tüko, Frau Marien.
30:50Wiederschauen.
30:53Kripper Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
30:56Ja, hallo.
30:57Frau Seliger.
30:59Ja, also der Sessel steht leider bei 250 Euro.
31:03Ach, wieso leider?
31:04Das ist viel mehr, als ich je erwartet habe.
31:06Wer ist denn der glückliche Käufer?
31:08Äh, das kann ich Ihnen momentan nicht sagen.
31:12Aber ich melde mich, sobald ich mehr weiß.
31:14Ja, gut.
31:15Wiederhören.
31:16Wiederhören.
31:19Was mache ich jetzt?
31:20Ja, helft er mir.
31:23Jetzt musst du den Kaffee.
31:25Ja, aber dann weißt du ja, dass ich das bin.
31:29Weißt du was?
31:30Du könntest einen Strohmann hinschicken.
31:33Jemand, der nicht du ist.
31:35Michi, ich weiß, was ein Strohmann ist.
31:37Und der Paar bezahlt.
31:41Also der muss seriös sein.
31:44Der muss reden können.
31:46Und sie darf ihn nicht kennen.
31:48Auto wäre wichtig.
31:54Ich?
31:56Nein, Stock, ich hab keine Zeit.
31:57Ich muss die Randdinger besorgen.
31:59Holen.
32:02Wie ich schon vermutet hatte, der Stich ging mitten ins Herz und er ist innerlich verblutet.
32:06Wie?
32:06Und sonst gibt's keine neuen Erkenntnisse?
32:08Naja, die Tatwaffe.
32:10Auf dem Fleischermesser waren ausschließlich die Fingerabdrücke von Hans Hubschmied.
32:14Also hätten wir ihn doch da behalten sollen.
32:16Geh.
32:17Ich nehm doch nicht mein eigenes Messer als Mordwaffe und lass es dann auch noch am Tatort stecken.
32:23Genau.
32:24Stimmt auch wieder.
32:25Aber vielleicht war's ja jemand anders und er oder sie hat Handschuhe getragen.
32:30Außerdem wurden noch tierische Eiweiße und Fette von der Wurst an der Tatwaffe gefunden.
32:33Hm.
32:34War's das?
32:36Geh mal.
32:38Liebe Miriam, warum ausgerechnet ich?
32:41Lieber Andi, weil du ein Auto hast und weil du seriös bist.
32:46So langweilig, ja?
32:47Und weil sie dich nicht kennt.
32:49Verstehe, aber Frau Danner kennt mich ja.
32:51Ja, darum ist es jetzt gut, wenn du jetzt losfährst, weil jetzt ist die Danner noch in der Arbeit.
32:57Okay.
32:59Warst du nicht mit dem Teil?
33:01Das müssen wir weiterverkaufen.
33:02Wir?
33:03Jetzt holt sie erst einmal ab.
33:05Ja, ist ja gut.
33:07Wo seid ihr denn hier gewesen?
33:08Wir kommen gerade aus der Pathologie.
33:10Aha, wo sagt mich, Frau May?
33:12Nicht viel, den Weg hätten wir uns sparen können.
33:14Halt, stehen bleiben.
33:16Die Nina Rantinga hat erwischt.
33:17Die ist mit der Kollegin im Vernehmungsraum.
33:20Ah.
33:20Vielen Dank, Herr Moor.
33:23Ja, stimmt.
33:25Der Alexander und ich haben mir etwas miteinander gehabt.
33:29Und gestern Abend hat er mit ihnen Schluss gemacht.
33:32Sie waren verletzt und wütend und haben ihn deshalb heute Morgen noch mal zur Rede gestellt.
33:36Und weil er bei seiner Meinung geblieben ist, haben sie ihn getötet.
33:40Na?
33:41Also so viel hat er mir jetzt auch wieder nicht beteilt.
33:44Ich wollte lediglich eine Erklärung.
33:46Das kann man ja wohl erwarten, wenn man ein halbes Jahr lang liebt gewesen ist.
33:50Stimmt.
33:51Ein halbes Jahr ging das.
33:53Und, was hat er gesagt?
33:56Angeblich hat er Angst gehabt, dass seine Frau dahinter kommt.
33:58Die sei so labil.
33:59Das könne ich ihr nicht antun.
34:02Das haben wir doch heute schon mal gehört.
34:04Die Leitner, Theresa, hat Tiermedizin studiert.
34:07Das hält man doch nicht durch, wenn man schwache Nerven hat, oder?
34:10Und wieso sonst?
34:11Glauben Sie, hat der Herr Leitner mit Ihnen Schluss gemacht?
34:15Ich weiß es nicht.
34:17Warum haben Sie uns das denn nicht eher erzählt?
34:20Weil ich nicht wollte, dass darüber geredet wird.
34:22Ich meine, ich übernehme doch jetzt bald die Metzgerei.
34:25Und ich habe schließlich einen Ruf zu verlieren da in Rosenheim.
34:28Gut, Frau Rantinga.
34:30Bleiben Sie bitte schön für uns erreichbar.
34:32Frau Rolien?
34:34Bitteschön.
34:35Bitteschön.
34:39Und? Glauben Sie ihr?
34:40Na ja, ehrlich gesagt, die Frau kann schon austeilen.
34:43Aber ich glaube nicht, dass die irgendwo die Kontrolle verliert.
34:46Naja, man kann nie wissen.
34:47Die Frage ist nur, ob wirklich niemand von der Affäre wusste.
34:50Vielleicht ist Theresa Leitner ja doch dahinter gekommen.
34:53Die nehmen wir uns morgen nochmal vor.
34:59Raus hier.
35:01Ich wusste mich doch im Spiegel anschauen.
35:04Frau Seliger, vielen Dank.
35:06Da haben Sie ein echtes Schnäppchen gemacht, Herr Berger.
35:09Ich weiß.
35:09Mir ist es auch schon immer gewünscht.
35:10Viel Vergnügen mit dem guten Stück.
35:12Schönen Abend.
35:12Ja, Ihnen auch.
35:29Hallo, Verena.
35:30Ich habe gerade den Sessel verkauft.
35:31Für 250 Euro.
35:33Ach, okay.
35:35Leid gibt's.
35:39Hey.
35:41Hallo.
35:44Hey, da ist ja noch jemand, der sich um die Buchversteuerung gedrückt hat.
35:47Du stehst mir auch nicht auf vegetarisches Essen.
35:48Nee, ich hatte was anderes zu tun.
35:49Ich musste mich noch um den Sessel von Frau Danners Freundin kümmern.
35:53Ah, den, den Frau Stocke versteigert hat.
35:55Richtig.
35:56Und am Ende hat sie ihn auch wieder ersteigert, weil sie mitgeboten hat, um den Preis nach
35:59oben zu treiben.
36:00Und ich habe mich dann als Käufer ausgegeben und habe den Sessel abgeholt.
36:04Selbstersteigert.
36:05Das ist ja ein Ding.
36:07Ist ein bisschen blöd gelaufen, oder?
36:08Ja.
36:10Und was macht das mit dem Ding?
36:12Drauf sitzen.
36:14Bleiben.
36:15Hey, aber es muss unter uns bleiben.
36:17Frau Stocke will auf keinen Fall, dass es wir danach erfährt.
36:19Das kann ich mir lebhaft vorstellen.
36:22Prost.
36:22Prost.
36:33Prost.
36:34Morgen.
36:35Hat es geklappt mit dem Sessel?
36:37Augen zu.
36:41Augen auf.
36:43Nicht nur das.
36:44Ich bin heute Morgen auch gleich wieder verkauft.
36:46Für 250 Euro im Kunsthandel Neuhaus.
36:49Quasi eine Plus-Minus-Neu-Rechnung.
36:51Kunsthandel Neuhaus?
36:52Ja, das ist ein Antiquitätenladen um die Ecke.
36:54Die Frau war nicht sonderlich interessiert, aber dank meiner Überredungskünste hat sie ihn gekauft.
36:59Dann warst du ja doppelt gute Wahl als Strom an.
37:02Nicht verzagen.
37:03Andi fragen.
37:10Guten Morgen, Frau Stockl, wie schaut's aus?
37:12Töten Sie mir vor, der Andi, also der Herr Lorenz, der hat den Sessel zum selben Preis im Kunsthandel Neuhaus
37:19verkauft.
37:20Na, für 250 Euro, das alte kreisliche Teil.
37:24Der ist ja ein richtiges Verkaufsgenie, der Herr Lorenz.
37:27Gell, hab ich ein Glück, dass ich so einen kompetenten Kollegen hab.
37:32Na, da müssen wir schauen.
37:33So, jetzt ist's soweit.
37:35Jetzt hat man das Schimmer-Alois, das ist einer von den Besuchern von dem Bratwurstfestival,
37:39einen wunderschönen Panoramaschwenk geschickt.
37:42Zwei Herren im freundlichen Gespräch.
37:48Ja, das sieht ja wirklich wunderschön aus. Wo sind denn jetzt die zwei Herren?
37:51Kimmen gleich.
37:52Na gut, jetzt sage ich's dafür. Ob das wirst du mir alles zurückzahlen?
37:55Wo muss ich auch das Geld nennen?
37:57Ach, ich bleib's schon. Ich weiß nicht.
37:59Ist das nicht der Leitner und der, ähm...
38:01Beckmann.
38:02Hat der Beckmann nicht behauptet, er hätte Alexander Leitner das letzte Mal vor einer Woche gesehen?
38:06Ja, leider klug. Und von welchem Geld ist da bitte die Rede?
38:10Das ist nicht.
38:11Frau Stockel, könnten Sie bitte alles über die Finanzen und Geschäfte von dem Jürgen Beckmann rausfinden?
38:16Mach ich sehr gerne, Frau Danner.
38:19Danke.
38:22Wo ist die Hauptesgelder?
38:24Ich mach dich klar. Ich weiß nicht.
38:27Wir wissen mittlerweile auch, um welches Geld es gegangen ist.
38:30Sie sind für den Umbau am Landhof mit über 80.000 Euro in Vorleistung gegangen.
38:36Und allem Anschein nach hat Alexander Leitner wie von Zauberhand den Umbau abgeblasen.
38:41Der Saftsack ruft mich vorgestern Abend an und teilt mir mal soeben mit, dass aus dem Projekt nichts wird.
38:48Hat er auch einen Grund genannt?
38:50Angeblich hat ihn sein Schwiegervater unter Druck gesetzt, weil er ihn eine Affäre ertappt hat.
38:56Und Sie wollten nicht auf den Kosten sitzen bleiben, ist ja logisch.
39:00Und deshalb haben Sie ihn gestern Vormittag aufgesucht, um das Geld zurückzuverlangen.
39:04Aber er hat sich geweigert.
39:05Sie hatten nichts Vertragliches in der Hand, wollten es ihm heimzahlen und haben ihn erstochen.
39:09Genau.
39:10Nein, ich...
39:11Ich hab ihn nicht umgebracht.
39:13Er hat mir versprochen, dass er das Geld zurückzahlt.
39:16Und wie wollte er das machen?
39:18Das weiß ich auch nicht.
39:19Er hat's mir versichert.
39:24Na gut.
39:26Frau Sto...
39:28Frau Hofer.
39:29Frau Stockel, Sie werden's nicht glauben.
39:31Ich bin gerade auf dem Weg zum Stadtrat.
39:32Zufällig bei diesem Antiquitätenladen vorbei.
39:34Kämmer Kunsthandel Neuhaus, da.
39:36Ja, schöner Stuhl.
39:38Das ist der Sessel.
39:41Krampf.
39:42Die bieten den da für 2000 Euro zum Verkauf an.
39:46Kei, Frau Hofer.
39:47Das ist doch ein ganz anderer Stuhl.
39:49Wenn ich's ihnen sag, schauen Sie, ich hab ihn an diese alten, kreisligen, geschnitzten Tatzen wiedererkannt.
39:54Da, das Futural ist weg und drunter sind ganz, ganz tolle Schnitzereien.
39:58Das ist scheinster Echter, Biedermeier.
40:012000 Euro.
40:03Für meinen Sessel.
40:05Klappst du's?
40:07Wie wollten der Leitner das Geld auftreiben?
40:09Einen Kredit aufnehmen, oder was?
40:12Naja, es gibt ja noch eine andere Möglichkeit.
40:15Banküberfall.
40:16Die Scheidung.
40:18Sein Traum vom Gourmet-Restaurant war geplatzt und seiner Ehe hat ihm offenbar nicht viel bedeutet.
40:23Er hätte die Hälfte vom Landhof gekriegt, damit hätte er locker den Beckmann ausbezahlen und sich selber ein schönes Leben
40:28machen können.
40:29Hubschmied und seine Tochter hätten blöd aus der Wäsche geguckt.
40:32Wen holen wir zuerst?
40:34Hubschmied.
40:36Hey.
40:37Hey.
40:38Schau mal, das ist für ein Achtziger zum Abzeichnen.
40:40Ja, bleib dich weiter.
40:41Danke.
40:42Sag mal, Andi, hast du eigentlich hart verhandeln müssen mit dieser Antiquitätenhändlerin?
40:47Tja, also wie gesagt, es war nicht so einfach, aber ich hab meinen ganzen Charme zusammengenommen und hab sie so
40:51richtig schön überredet.
40:53Du bist ganz schön über den Tisch gezogen worden. Dieser Sessel steht nämlich jetzt für 2000 Euro im Schaufenster.
41:01Oh.
41:02Oh.
41:03Herr Hubschmied, Sie haben Ihren Schwiegersohn getötet, weil er sich von Ihrer Tochter scheiden lassen wollte und Sie verhindern wollten,
41:10dass er die Hälfte vom Landhof bekommt.
41:13Schmarr.
41:15Alexander Leitner hat Ihre Tochter nicht nur betrogen, sondern wollte sie auch noch schamlos ausnutzen.
41:19Wann hat er es Ihnen denn mitgeteilt? Vor oder nach der Krönung?
41:24Danach.
41:25Und genau dann haben Sie rot gesehen.
41:28Ich konnte doch nicht zulassen, dass er uns durch die Scheidung in die Schulden trägt.
41:35Dieser Lump.
41:37Herr Hubschmied, Sie seien vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachts Alexander Leitner ermordet zu haben. Herr Mohr, bitte.
41:44Jawohl.
41:45Herr Hubschmied, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:53Herr Mohr hin.
41:59Geschafft.
42:01Und, Frau Kollegin, welchen neuen Impulsen werden Sie heute noch nachgehen?
42:05Ich glaube, ich lebe ab heute vegan.
42:08Das ist mir Wurst.
42:10Wurscht.