00:00Nach dem schweren Zugunglück südlich von Madrid mit mindestens 69 Toten und mehr als 100 Verletzten liegen neue Erkenntnisse zum
00:07Unfallhergang vor.
00:09Den bisherigen Erkenntnissen zufolge kam es wenige Minuten vor dem Unglück zu einer IT-Störung, die die Kommunikation unterbrach und
00:16zum Ausfall des LZB-Zugsicherungssystems führte.
00:21Das Unglück geschah kurz vor neun Uhr morgens auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Sevilla nahe der Stadt Urda in
00:28der zentralspanischen Provinz Toledo.
00:31Ein Zug prallte auf einen vorausfahrenden Zug, der auf demselben Gleis zum Stillstand gekommen war.
00:38Das LZB-Zugsicherungssystem überwacht die Geschwindigkeit und den Abstand von Zügen und kann bei Bedarf automatisch bremsen.
00:46Es gibt jedoch inzwischen auch alternative Verfahren zur Regelung des Zugverkehrs.
00:51Laut einer Rekonstruktion des spanischen Verkehrsministeriums genehmigte ein Fahrdienstleiter dem Lokführer die Weiterfahrt im regulären Betrieb, obwohl das zentrale Signalsystem
01:01ausgefallen war.
01:05Spaniens Regierung hatte bereits einen möglichen menschlichen Fehler in der Leitstelle des spanischen Infrastrukturbetreibers ins Spiel gebracht.
01:14Die Verantwortlichkeiten sind bislang jedoch nicht geklärt.
01:17Die Ermittler müssen nun feststellen, ob die vorgeschriebenen Betriebsabläufe eingehalten wurden und warum dem Zug die Weiterfahrt genehmigt wurde.