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Nachrichten des Tages | 3. November 2026 - Morgenausgabe

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Transkript
00:00Die Ukraine will EU-Kredite in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro in Verteidigungsprojekte fließen lassen.
00:10Marine Le Pen, die Vorsitzende der rechtsextremen französischen Partei Rassemblement National,
00:16hat sich zur Krise um das polnische Verfassungsgericht geäußert.
00:22Die Ukraine will bis zu einer Milliarde Euro aus ihrem EU-Kredit in ein Programm lenken,
00:27dass ihre Rüstungsindustrie enger mit europäischen Partnern verzahnen soll.
00:32Der Schwerpunkt liegt auf Luft- und Raketenabwehr, Drohnen, Antidrohnensystemen und Munition.
00:37Damit würde sich die Mittelausstattung des Ukraine-Support-Instrument, derzeit 300 Millionen Euro, mehr als vervierfachen.
00:44Das Instrument soll die gemeinsame ukrainisch-europäische Produktion durch Joint Ventures und Lizenzvereinbarungen fördern.
00:50Die EU stellt für die Jahre 2026 und 2027 insgesamt 90 Milliarden Euro zur Unterstützung von Kiews Kriegsanstrengungen bereit.
00:59Angesichts des wachsenden Finanzierungsbedarfs der Ukraine hat Brüssel kürzlich zugestimmt,
01:04einige Zahlungen vorzuziehen, um die Haushaltslücke zu schließen.
01:07Ein weiterer Ansatz soll die Mitgliedstaaten dazu ermutigen,
01:10die neue Tranche nicht abgerufener Kredite aus dem SAFE-Programm für gemeinsame Projekte mit der ukrainischen Industrie zu nutzen.
01:17Verpflichtend ist dies für die EU-Hauptstädte jedoch nicht.
01:24Vier US-Bürger sowie je ein Bürger aus Kanada, Japan, Argentinien, Mexiko, Tunesien und Tschechien
01:30befanden sich unter den 69 Toten des Hochgeschwindigkeitszugunglücks in Spanien in der vergangenen Woche, teilten die Behörden mit.
01:37Nach der Katastrophe am Mittwoch, einem der schwersten Zugunglücke Europas in diesem Jahrhundert,
01:41müssen die Angehörigen der Opfer eine qualvolle Wartezeit durchstehen,
01:44während Forensiker die Toten identifizieren, teils anhand einzelner Körperteile.
01:49Eine eigens eingerichtete Kommission aus Polizei- und Forensikexperten gab am Sonntagabend in einer Erklärung
01:56die zehn zuletzt bestätigten ausländischen Opfer bekannt.
01:59Zuvor waren bereits der Tod eines französischen und eines portugiesischen Staatsbürgers sowie von 54 Spaniern bestätigt worden.
02:07Am Wochenende hielten Anwohner und lokale Behördenvertreter eine Gedenkmesse ab,
02:11um der Opfer zu gedenken und ihre Solidarität mit Einsatzkräften und freiwilligen Helfern zum Ausdruck zu bringen.
02:16Es war bereits das zweite Hochgeschwindigkeitszugunglück Spaniens in diesem Jahr
02:21und wirft erneut Fragen zur Sicherheit des spanischen Schienenverkehrs auf,
02:24nachdem im Januar bei einem Unfall in der südspanischen Region Andalusien 46 Menschen ums Leben gekommen waren.
02:34Die Präsidentschaftskandidatin der französischen rechtspopulistischen Partei Rassemblement National, Marine Le Pen,
02:39hat sich zur Krise um das Verfassungsgericht in Polen geäußert und erklärt, dies gebe Anlass zu tiefer Besorgnis.
02:45Die umstrittene Suspendierung des Gerichtspräsidenten und der Einsatz von Sicherheitskräften
02:50scheinen einer gewaltsamen Übernahme eines Verfassungsorgans zu gleichen, schrieb Le Pen in einem Post auf X.
02:58Polens Außenminister Radoslaw Szykowski kommentierte Le Pens Beitrag und forderte,
03:04sie solle uns respektieren, indem sie sich nicht in die polnische Innenpolitik einmischt.
03:09Der Streit und die Zusammensetzung von Polens oberstem Gericht hat eine Konfrontation von Präsident Karol Nawrowski mit der Regierung ausgelöst.
03:16Am Freitagabend, während einer Blockade von Anhängern der rechten Opposition,
03:20versuchte der Staatschef, das Gerichtsgebäude zu betreten.
03:23Die Opposition wirft der Regierung von Donald Tusk einen Putschversuch vor.
03:27Doch die Regierung erklärt, sie treibe längst überfällige Reformen voran,
03:31um die Rechtsstaatlichkeit nach der Einflussnahme der Partei Recht und Gerechtigkeit, Peace, auf die Justiz wiederherzustellen.
03:41Die Verfassungskrise in Polen hat einen neuen Höhepunkt erreicht,
03:45als Ministerpräsident Donald Tusk Polizeikräfte zum Verfassungsgericht entsandte, um seine Justizreform durchzusetzen.
03:53Dieser Konflikt verdeutlicht die Spannung zwischen der Mitte-Rechtsregierung von Ministerpräsident Tusk
03:59und dem ultrakonservativen Präsidenten Karol Nawrowski.
04:03Der polnische Staatssekretär und Berater von Präsident Nawrowski kritisierte den Polizeieinsatz.
04:25Vor dem polnischen Verfassungsgericht in Warschau haben sich Demonstranten versammelt,
04:30nachdem dessen Präsident suspendiert worden war.
04:33Während die Regierung unter Tusk behauptet, sie wolle die Justiz reformieren,
04:38prangert die Rechte und die extreme Rechte einen Putsch an.
04:52Er fügte hinzu, dass es in dieser Verfassungsfrage einen Neustart jeglicher Art brauche.
05:04Dutzende Supermärkte in ganz Europa haben am Montag Probleme mit ihren Kühl- und Gefriertruhen gemeldet,
05:10die offenbar durch Cyberangriffe verursacht wurden.
05:13Über Nacht wurden die Temperaturen von Kühl- und Gefrieranlagen hochgestellt,
05:16wodurch Lebensmittel im Wert von mehreren hunderttausend Euro verdarben.
05:20Betroffen waren Supermärkte in Belgien, Estland, den Niederlanden, Luxemburg und Irland,
05:25sowie dieser Supermarkt in Schweden.
05:44Die Vorfälle folgen auf einen ähnlichen Fall im vergangenen Monat,
05:48bei dem die Kühlsysteme in ganz Frankreich ferngesteuert übernommen wurden.
05:52Der Geschäftsführer des Kälteanlagenbauers, Sepp Cobble, erklärte gegenüber belgischen Medien,
05:57der Vorfall sei aufgetreten, als die Verdampfer der Anlagen auf Abtaum-Modus umgestellt worden seien.
06:02Er fügte hinzu, ein Software-Update allein reiche nicht aus, um die Sicherheitslücke zu beheben.
06:07Vielmehr seien physische Umbauten erforderlich.
06:15Ryanair hat für den Zeitraum von April bis September 2026 einen Nettogewinn von 2,15 Milliarden Euro gemeldet.
06:25Das Ergebnis liegt 15 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums.
06:30Dabei verdoppelten sich nicht die abgesicherten Kerosinpreise,
06:34während die Ticketpreise trotz steigender Passagierzahlen sanken.
06:39Die Fluggesellschaft, einer der größten Europas, erklärte, sie überprüfe derzeit ihre Kosten,
06:46da sie sich auf einen weiteren Anstieg ihrer Treibstoffkosten im nächsten Jahr vorbereite.
06:52Laut Ryanair führte der Nahost-Konflikt zu späteren Buchungen.
06:56Die Betriebskosten stiegen um 10 Prozent auf 7,69 Milliarden Euro.
07:02Bis März 2028 könnten die Treibstoffkosten um weitere 2 Milliarden Euro steigen.
07:10CEO Michael O'Leary erklärte, sofern es nicht zu einer raschen Lösung des Nahost-Konflikts kommt,
07:17rechnen wir damit, dass die Kerosinpreise bis weit ins Jahr 2027 hinein auf hohem Niveau bleiben werden.
07:25Kerosin-Absicherungsgeschäfte noch vor dem Sommer 2027 auslaufen würden,
07:31wodurch die europäischen Fluggesellschaften mit deutlich höheren Kosten konfrontiert wären.
07:40US-Präsident Donald Trump hat seine Kampagne vor den Zwischenwahlen mit Auftritten in Iowa und Kansas beendet.
07:48In beiden Bundesstaaten haben die Republikaner starke Konkurrenz durch Kandidaten der Demokraten.
07:53Bei seiner Kundgebung in Iowa attackierte Trump den demokratischen Senatskandidaten aus Michigan,
08:00Abdul El-Sayed, der inzwischen landesweit bekannt ist.
08:14El-Sayed konterte, wenn er durch einen Metalldetektor müsse,
08:18solle sich Trump einem Lügendetektor unterziehen.
08:20In Michigan gibt es aber auch Streit innerhalb der demokratischen Partei,
08:25da die scheidende Abgeordnete Haley Stevens statt Abdul El-Sayed
08:28den republikanischen Kandidaten Mike Rogers unterstützt.
08:33US-Präsident Trump wandte sich an Haley Stevens und machte ihr den Vorschlag,
08:37der republikanischen Partei beizutreten.
08:40Die Zwischenwahlen am Dienstag gelten als Referendum über Trumps zweite Amtszeit im Weißen Haus.
08:45Donald Trumps Popularität ist angesichts wachsender öffentlicher Unzufriedenheit
08:50über seine innenpolitischen Entscheidungen sowie die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Iran
08:54auf einen Tiefpunkt gefallen.
08:58Die Schweiz hat in Nordkorea offiziell wieder eine diplomatische Vertretung eröffnet.
09:04Der Besuch von Ignacio Cassis ist der erste eines Schweizer Außenministers seit 2003.
09:12In einer Erklärung teilte das Außenministerium in Bern mit,
09:16die Reise habe das Ziel gehabt, den direkten politischen Dialog mit Pyongyang wiederherzustellen,
09:22denn die Schweiz sei bestrebt, den Kontakt zu beiden Seiten der geteilten Halbinsel aufrecht zu erhalten.
09:30Cassis reiste von Pyongyang nach Seoul weiter.
09:33Die Schweizer Vertretung in Pyongyang untersteht der Schweizer Botschaft in Peking,
09:37die weiterhin für die diplomatischen und konsularischen Beziehungen zu Nordkorea zuständig ist.
09:43Das frühere Büro der Schweiz in Nordkorea war für humanitäre Zusammenarbeit verantwortlich
09:50und wurde während der Corona-Pandemie geschlossen.
09:54Zuletzt hatten sich die militärischen Spannungen verstärkt,
09:57nachdem Nordkorea nach südkoreanischen Angaben mehrere Kurzstreckenraketen ins Meer abgefeuert hatte.
10:05Die Schweiz half einst bei der Überwachung des Waffenstillstands,
10:09der 1953 die Kämpfe im Koreakrieg beendete.
10:19Der 186. Unterwasserreinigungseinsatz des griechischen freiwilligen Tauchteams We Dive, We Clean,
10:25der erste in diesem Jahr, fand in Wati auf Ithaka statt.
10:28Im Rahmen eines zweitägigen Umwelteinsatzes entfernte das Tauchteam rund 1300 Kilogramm festen Abfall vom Meeresgrund des weiteren Hafenbereichs.
10:37Das Team von We Dive, We Clean blickt nun auf 13 Jahre systematische Unterwasser-Umweltarbeit in verschiedenen Teilen Griechenlands zurück.
10:44Insgesamt hat das Team bereits fast 73 Tonnen Abfall vom griechischen Meeresgrund geborgen.
10:49Die Bedingungen, auf die die freiwilligen Taucher im Hafen von Ithaka trafen,
10:54verdeutlichen sowohl das Ausmaß der Meeresverschmutzung als auch die große Vielfalt an Abfall, der im Meer landet.
11:00Zu den geborgenen Abfällen zählten Plastik- und Glasflaschen, Aluminiumdosen,
11:05Anne-Schnüre, Batterien, Autoreifen verschiedener Größen, Teppiche und sogar ein komplettes Plastikboot.
11:12Die Entfernung solcher Gegenstände ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des Zustands des Meeresgrunds,
11:19da Abfall das marine Ökosystem belastet, Meerestiere gefährden kann und die Qualität der Küstenumwelt beeinträchtigt.
11:27Von besonderem Interesse war die Beobachtung des Teams, dass ein Großteil des vom Meeresgrund geborgenen Abfalls offenbar schon mehrere Jahre
11:35alt ist,
11:35was darauf hindeuten könnte, dass das Bewusstsein der Öffentlichkeit für den Umweltschutz gewachsen ist.
11:42Untertitelung des ZDF, 2020

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