- vor 2 Tagen
Kategorie
🎈
SpaßTranskript
00:03Michi, ich möchte mich noch mal ganz herzlich bei dir bedanken, dass du mich hierher gebracht hast.
00:08Das ist ganz lieb von dir.
00:09Geh rein, der Stockel, das ist mir doch eine Ehre.
00:11Wo hast du denn jetzt den Reisebus nach Paris?
00:13Der wird bestimmt gleich kommen. Wir sind ja noch ein bisschen zu früh.
00:17Du! Und wenn jemand im Präsidium nach mir fragt...
00:20Dann sag ich, die Stockel besucht ihre Schulfreundin Leonie in Paris und ist in vier Tagen wieder da.
00:25So, hast du was zum Essen?
00:28Selbstverständlich.
00:28Hast du was zum Trinken?
00:30Frisch aufgebrühten Kaffee in der Thermoskanne. Ich brauche eigentlich nur noch meinen Koffer.
00:34Was denn, Rue?
00:36Michi, ich sag's dir, ich bin schon total aufgeregt.
00:39Die Leonie, die arbeitet seit zehn Jahren in einem ganz eleganten Hotel in der Nähe vom Eiffelturm.
00:45Da wohnst du?
00:45Ach, Geschmarrn! Ich wohne bei ihr in der Rue Voltaire.
00:50Und sie hat sich extra vier Tage freigenommen, um mir die ganzen Sehenswürdigkeiten zu zeigen.
00:55Boutiquen, Restaurants, das ganze ist auch Frau Vivere.
00:57Nein, das ist schön. Koffer.
00:59Mhm.
01:00Ja, um Gottes Stockel!
01:03Bist du sicher, dass du nur vier Tage bleibst und nicht vier Monate?
01:07Michi, ich kann doch nicht in Paris vier Tage hintereinander das gleiche Gewand anziehen.
01:12Da ist wer.
01:15Guten Morgen, Frau Stockel. Was machen Sie denn schon hier?
01:17Guten Morgen, Herr Rottaler. Ich fahre doch mit Ihrem Reisebus heute nach Paris.
01:21Das ist übrigens mein Kollege, der Michi Mohr. Der war so freundlich und hat mich hierher gefahren.
01:25Grüß Gott, Herr Rottaler.
01:26Grüß Gott, Herr Mohr.
01:27Ja, haben Sie denn meine Nachricht nicht erhalten? Wir fahren heute eine Stunde später nach Paris.
01:32Deswegen ist keiner da.
01:33Und ich hab mich extra so beeilt.
01:37Du, Korbinian, ich muss jetzt Schluss machen, sonst komm ich gar nicht mehr zum Frühstücken.
01:42Ja, richtig aus. Also selbst. Ja, Bussi.
01:48Schöne Grüße von Korbinian.
01:50Danke. Wie geht's ihm denn?
01:51Ja, prima. Husum ist ja quasi fast schon so was wie seine zweite Heimat. Aber natürlich fehlen ihm die Berge.
01:57Und deine gute Küche.
02:00Apropos, du könntest eigentlich auch mal wieder was kochen.
02:04Ja, gern.
02:04Ich hab heute Nachmittag Stadtratssitzung gekommen, so gegen 18 Uhr zum Hof. Also streng dich an, Cousin.
02:12Ja, ist auf Zeiten. Jetzt hab ich doch gerade erst aufgelegt. Die Frau Stockel.
02:16Die fährt doch heute nach Paris.
02:18Ihr fällt halt immer noch was in allerletzter Minute ein.
02:22Guten Morgen, Frau Stockel. Sind Sie schon in Paris immerhin auf dem Weg?
02:25Guten Morgen, Frau Rufa. Schön wär's. Aber der Bus ist gerade erst aus Italien gekommen.
02:30Der ist nämlich am Brenner im Stau gestanden.
02:32Ach, geh, ausgerechnet mei. Aber am Brenner ist ja immer was los.
02:36Ja, dann sind die quasi die Nacht durchgefahren.
02:38Ja, und jetzt müssen die Leute aussteigen. Der Bus muss express gereinigt werden. Die Koffer müssen raus.
02:43Aber warum ich eigentlich anrufe? Sie haben doch heute einen Termin beim Herrn 80er.
02:48Ja, um 10 Uhr.
02:49Ganz genau. Und der Herr Donato hat auch einen Termin, und zwar um 11.30 Uhr.
02:53Der muss aber um 12 Uhr schon wieder aushäusig sein. Jetzt hat er mich gebeten, Sie zu fragen, ob Sie
02:58tauschen wollen.
02:59Also Sie um 11.30 Uhr und ich um 10 Uhr.
03:01Kein Problem, Frau Stockel. Sie, aber das hätt doch auch der Herr Donato direkt mit mir besprechen können.
03:05Ja, aber der Herr Donato ist manchmal ein bisschen schüchtern.
03:10Wissen Sie, was der letztens geliefert hat?
03:12Verzeihens.
03:13Stehens, ihr na vor.
03:14Herr Frehling, vielen Dank für Ihre sachkundige Weinverkostung.
03:18Das Vergnügen war ganz meinerseits.
03:20Seine Solle herausnagen ist.
03:22Alle bis auf Dr. Rittner.
03:23Ach, mein Mann braucht wahrscheinlich wieder eine Sonneneinladung.
03:26Da schläft immer noch sein Rausch aus.
03:27Ich schaue gleich mal nach ihm.
03:29Danke.
03:30Wenn Sie vielleicht so nett wären...
03:31Herr Rittner, schlafen wir auch noch eine Runde.
03:34Gut, dann sagen Sie dem Herrn 80er Bescheid, Frau Hofer.
03:37Ja, alles klar. Wiederhören.
03:39Herr Rottaler, dürfte ich mein Gepäck schon einstellen?
03:41Ist schon recht, Frau Stuckel.
03:43Und wie gesagt, unsere Zusammenarbeit, die können wir gerne jederzeit wiederholen.
03:47Das hört man gerne.
03:48Herr Rottaler, dürfte ich mir vielleicht schon einen Platz für die Paris-Reise aussuchen?
03:55Na, das schauen wir doch gleich mal.
03:57Hm? Paris? Die Stadt der Liebe? Beneidenswert.
04:02Wiedersehen, Herr Frehling.
04:03Wiederschauen.
04:04Herr Frehling, wiederschauen.
04:06Herr Rottaler, machen Sie es gut.
04:07Ja, wir sind gut.
04:09So, wie wäre es mit dem Platz hier, Frau Stöckel?
04:14Oder mit dem?
04:15Ja, dann nehme ich den.
04:18Herr Dr. Rittner, aufwachen.
04:21Wir sind wieder in Rosenheim.
04:25Herr Dr. Rittner?
04:27Äh, Frau Rottaler?
04:30Stimmt was nicht?
04:32Herr Dr. Rittner!
04:41Ach so, der Herr Rottaler hat halt früher ein Rundmail verschickt.
04:45Ja, genau.
04:45Und zwar mit dem Inhalt, dass sich die Abfahrt um ungefähr eine Stunde verspäten wird.
04:49Aber dann hätte die Frau Stöckel doch wissen müssen, dass es später losgeht.
04:52Wenn sie die Rundmail gelesen hätte.
04:54Aber die hat das so viel zu tun gehabt.
04:56Koffer fertig packen, Brotzeit machen für die lange Fahrt, Kaffee kochen für die lange Fahrt.
05:00Ja, das kenne ich. Ich werde auch immer auf den letzten Drücker fertig.
05:04Äh, Frau May, Sie wollen nicht zufällig zur Frau Stöckel.
05:08Ich wollte mir einen Kaffee holen. Wieso?
05:10Die Frau Stöckel ist die nächsten vier Tage lang in Paris eine alte Schulfreine besucht.
05:14Also eine langjährige Schulfreine besucht.
05:16Tatsächlich? Und was will sie dann von mir?
05:18Hallo, Frau Stöckel.
05:20Frau May, es gab nicht ein Laich.
05:22In Paris?
05:24Frau May, das ist nicht lustig.
05:27Im Bus von der Firma Rottaler.
05:34Martin, pass auf, das ist ganz leicht.
05:35Du gehst recht rüber zu die Herrschaften und schaust, dass alles so bleibt, wie es ist.
05:39Alles klar.
05:40Moin Amor.
05:41Morgen.
05:41Morgen.
05:42Ja, darf ich vorstellen? Unser neuer Kollege, der Herr Aubinger.
05:44Wir kennen uns ja bereits.
05:45Ach so.
05:46Na dann.
05:47Aber wir kennen uns doch nicht, Kollege, ne?
05:49Martin Grams.
05:50Guten Morgen.
05:51Pansen, hallo.
05:51Alles klar.
05:52Alles klar.
05:53Den Herrn Grams haben Sie aus Ostwestfällen hierher versetzt, damit er bei uns ein bisschen Großschutz schnuppern kann.
05:59Also dann.
06:00Ah ja.
06:01Apropos, wo ist denn unsere Großstadtreisende, die Frau Stöckel?
06:04Die Frau Stöckel ist zusammen mit der Frau May hier drin im Bus und ärgert sich, dass sie nicht schon
06:09längst in Paris ist.
06:10Ich kann mir vorstellen, dass sie sich ärgert.
06:12Wer ist denn unser Toter, sagen Sie mal?
06:13Der Tote, das ist ein gewisser Doktor Ansgar Rittner, 63 Jahre alt, verheiratet mit der Claudia, ebenfalls Rittner.
06:21Die beiden haben gemeinsam mit dem Kulturverein von Bad Aibling eine wunderschöne Toskana-Reise gemacht.
06:27Also so Kunst und Kultur und überhaupt.
06:29Und zwar mit diesem Reisebus.
06:31Und dieser Reisebus ist erst seit einer Dreiviertelstunde von Italien zurück.
06:36Und die anderen Herrschaften sind alles Leute von dem Kulturverein?
06:40Ja, die sind quasi hier übrig geblieben.
06:43Der Rest ist schon längst weg.
06:44Und leider auch die Frau Rittner, die Frau vom Toten.
06:47Ja, sagen Sie mal, haben Sie denn nicht gesagt, dass die auch ans Warten soll?
06:49Ja, vorhin.
06:50Ist nicht gegangen, die war fertig mit der Welt.
06:52Das kann man ja auch verstehen.
06:53Die ganze Nacht im Bus und dann ist der Mann tot und das passiert ja nicht jeden Tag.
06:57Und dann hat sie gesagt, ich nehme mir jetzt ein Taxi und ich fahre nach Hause, hat sie gesagt.
07:01Gut, wenn wir nichts sagen, gehen wir mal rüber zum Toten, oder Herr Aubinger?
07:05Ja, das könnten Sie hierher machen und ich höre mir dann bei denen ein bisschen um.
07:08Wie gut, dann machen Sie das.
07:09Aber nicht, dass Sie sich ohne uns noch langweilen, ne?
07:12Nein, nein.
07:16Leonie, ich weiß nicht, wie lange das noch dauert.
07:19Ich rufe dich an, sobald ich gescheiter bin, gell?
07:21Ja, pfüti, servus.
07:25Hallo, Frau Stockel.
07:25Sie haben aber auch ein Glück.
07:27Das können Sie laut sagen, Herr Hansen.
07:29Erst vorst, dass der Bus eine Stunde später fährt und jetzt ist.
07:35Hallo, Frau May.
07:36Morgen, Herr Hansen.
07:37Können Sie schon was sagen?
07:39Herr Rittner ist seit circa acht Stunden tot.
07:41Aha, also Todeszeitpunkt um ein Uhr nachts herum.
07:44Ja, war der Bus schon unterwegs.
07:46Todesursachen?
07:47Herzversagen.
07:48Also ist er quasi sanft eingeschlummert.
07:50So sanft auch wieder nicht.
07:51Ich habe an seinen Lippen und in den Mundwinkeln weißliche Antrocknungen gefunden.
07:55Typisch für eine Überdosis Schlaftabletten.
07:57Aha.
07:58Also vielleicht doch Mord.
07:59Oder Selbstmord.
08:00Also das glaube ich weniger.
08:01Die Frau Rottaler hat zu mir gesagt.
08:03Entschuldige, Herr Stockel.
08:04Die Frau Rottaler, das ist die Frau von Herrn Rottaler.
08:06Die haben gemeinsam dieses Busunternehmen.
08:08Und sie macht immer die Reiseleitung für Italien.
08:10Ganz genau.
08:10Also die Frau Rottaler hat mir gesagt, dass sie gestern Abend in Florenz noch einen feuchtfrühlichen
08:15Abend gehabt haben und dass der Herr Dr. Rittner fleißig seinen Rotwein gesüttelt hat.
08:19Dann wurden ihm die Tabletten vielleicht in den Rotwein gegeben.
08:23Dann ist der Herr Dr. Rittner im Bus eingeschlafen und hinterher nicht mehr aufgewacht.
08:29Also so klar ist das alles nicht, meine Damen.
08:31Mal sehen, was die Rottalers dazu sagen.
08:33So, Herr Mohr.
08:34Herzlichen.
08:35Hören Sie sich bitte mal bei den übrigen Fahrgästen um.
08:37Jawohl.
08:37Und wann fahre ich nach Paris?
08:39Wenn die Spurensicherung mit dem Bus durch ist.
08:41Also bitte nichts mehr anfassen.
08:43Darf ich?
08:44Ja, und er muss auch noch in die Gerichtsmedizin.
08:46Genau, also rechnen Sie mal mit zwei Stündchen.
08:54Mehr haben wir nicht.
09:00Und wie schaut es aus, Herr Hansen?
09:02Na ja, wir sollten mal mit dem Busunternehmer sprechen.
09:04Zwei Stunden?
09:05Michi, sag mal, geht das nicht ein bisschen schneller?
09:07Stockel ist ja nicht so ein Drama.
09:08Schau, in zwei Stunden ist genau elfe.
09:11Wie lange braucht man nach Paris?
09:12Mindestens neun Stunden.
09:14Dann ist es erst acht.
09:15Und am Abend kannst du dann die ganze Zeit noch mit der Leonie über die Champs-Élysées flanieren.
09:19Das heißt Champs-Élysées?
09:20Was?
09:20Ach, was mache ich in der Zwischenzeit?
09:22Das ist ein Sam's quer.
09:24Du trinkst einen Kaffee au lait, isst ein Croissant.
09:26Machst gar nicht mehr weg von.
09:27Alles klar.
09:29Die Frau Stockel kann mir ja schon fast leid tun.
09:32Ja, weil sie sich so auf ihren Kurzurlaub gefreut hat.
09:35Warst du schon mal in Paris?
09:37Nee, da warte ich noch auf den richtigen Begleiter.
09:40Herr Donato, Ihre Chance.
09:42Sie kennen doch bestimmt ein Perfekt-Französisch, oder?
09:45Also Perfekt wäre etwas übertrieben, aber...
09:48Sehen Sie, auch nicht der perfekte Begleiter.
09:51Ah, da kommt schon dein Termin.
09:52Morgen, 80er.
09:53Morgen.
09:54Morgen, die Damen.
09:55Morgen.
09:56So, Herr Donato.
09:57Sie wollten, dass wir uns einen Termin vorverlegen.
09:59Ja, Frau Stockel hat Sie informiert.
10:00Nein, die Frau Rufa, sie kommt dafür ein bisschen später.
10:02Und?
10:03Wollen wir gleich?
10:03Äh, ja, ich hol schnell meine Unterlagen.
10:05Na, na, nicht nötig.
10:06Gehen wir gleich in Ihr Büro.
10:11Mit Schlaftabletten ermordet.
10:13Das ist ja furchtbar.
10:15Magnus, was sagst du denn?
10:16Drum war der Dr. Rittner gestern Abend auf einmal so schlagartig müde.
10:20Und wir dachten noch, es kommt vom Rotwein.
10:22Aha, was genau war denn gestern Abend?
10:24Wir waren eine Woche in der Toskana und haben die Reise in einem schönen Lokal in Florenz
10:28ausklingen lassen.
10:29Die Osteria Raffaele, das ist immer der abschließende Höhepunkt von allen unseren Toskana-Reisen.
10:34Der Dr. Rittner hatte wie jeden Abend seine Flasche Rotwein.
10:38So um 23.30 Uhr wurde er plötzlich sehr müde und ging als erster zum Bus, um es sich bequem
10:44zu machen.
10:44Genau.
10:45Als wir um 24 Uhr nachkamen, hat er bereits tief und fest geschlafen.
10:50Und ein Stück weit später war er schon da oben.
10:53Oder da und.
10:54Das weiß man ja nicht immer so gewiss.
10:57Ist einer gestern Abend Nacht irgendwas Verdächtiges aufgefallen?
11:00Nein.
11:01Nicht.
11:02Hat er vielleicht Streit mit jemandem gehabt?
11:04Ich meine, immerhin waren sie eine ganze Woche unterwegs in Italien.
11:07Streit nicht, aber mir ist aufgefallen, dass Herr Rittner unser Kulturprogramm quasi alleine
11:11absolviert hat.
11:13Seine Frau war bei keiner der Besichtigungen dabei.
11:16Hattest du dir einen besonderen Grund dafür geben?
11:18Ja, wahrscheinlich interessiert sie sich nicht für Kultur.
11:21Sie war meistens im Hotel.
11:24Oder ging zum Shoppen.
11:29Ein Toter im Reisebus.
11:31Ei, ei, ei, das muss ein Schreck gewesen sein.
11:33Ja, Joe.
11:34Und das Ganze auf nüchternen Magen.
11:36Ich hab nämlich noch kein Frühstück gehabt.
11:37Ich hab mir nämlich gedacht, ich mach das ganz gemütlich im Bus.
11:40Und dann bist du hier genau richtig, weil Frühstück gibt's bei mir auch.
11:46Und was ist mit dem?
11:48Du wärst es jetzt aber nicht da essen, weil noch niemand.
11:51Das, wenn sie rumspricht.
11:52Ich bin doch kein Biergarten, wo man seine Brotzeit selber mitbringt.
11:54Aber jetzt ist das Ganze noch knackig frisch.
11:56In zwei, drei Stunden.
11:59Ich bring dir einen Teller.
12:02Dürfst du vielleicht noch Cappuccino sein?
12:04Oder hast du ihn auch selber dabei?
12:06Einen Café Ullé hätte ich gerne.
12:09Kommt sofort.
12:15Ja, die ganze Reisegruppe bestand ausschließlich aus Mitgliedern vom Bad Aiblanger Kulturverein.
12:20Genau.
12:20Also war Herr Rittner auch Mitglied des Kulturvereins?
12:23Ja, er war für die Sektion Bücher zuständig und saß im Vorstand.
12:27Mit Büchern hatte er auch beruflich zu tun.
12:30Der Herr Rittner hat mit historisch wertvollen Büchern gehandelt.
12:33Mittelalterliche Handschriften und so weiter.
12:36Angeblich hat er ja damit ein Vermögen verdient.
12:38Und seine Frau?
12:39Eine ehemalige Stewardess, sehr sportiv.
12:42War jeden Morgen vorm Frühstück joggen.
12:45Puh, der Rittner dagegen war ein richtiger Weinliebhaber.
12:49Er hat sich jeden Abend eine Flasche Rotwein bestellt.
12:52Und zwar grundsätzlich vom teuersten.
12:54Die Flasche Rotwein hat er dann ganz alleine ausgetrunken.
12:58Ist aber nicht gerade nett.
12:59Na?
13:00Er hat seiner Frau kein Glas gegönnt.
13:02Angeblich verträgt sie keinen Rotwein.
13:05Und vergiss nicht, Agnes, dieses Mal haben wir einen richtigen Weinexperten mit an Bord gehabt, sodass wir alle unsere Weinverkostungen
13:12auf Deutsch durchführen haben können.
13:13Den Christian Frehling von der Weinbar Lerner.
13:18Genau.
13:24Herr Achtziger?
13:26Ja?
13:27Darf ich Ihnen eine Tasse Kaffee machen?
13:29Gern.
13:29Wie komme ich dazu?
13:31Ausnahmsweise, weil die Frau Stockl heute und die nächsten Tage nicht da ist.
13:34Ah, verstehe.
13:34Ja, ich bringe Ihnen den auch gern nach oben.
13:37Sehr freundlich, danke.
13:38Die Kommissare sind auch noch unterwegs wegen der Leichte, die Frau Stockl gefunden hat.
13:42Wie bitte?
13:42Ach, das wissen Sie noch gar nicht.
13:44In dem Reisebus von der Firma Rottaler.
13:47Aha.
13:49Gut gemacht, Martin.
13:50Schön dranbleiben, gell?
13:51Danke.
13:52Servus.
13:52Servus.
13:53So.
13:53Ah, das hält so.
13:55Was ist jetzt mit den Rottalers?
13:56Nichts.
13:57Die wissen auch nicht, wer es gewesen ist.
13:58Naja, es sieht aber so aus, als wären die Schlaftabletten tatsächlich einen Rotwein
14:01drin gewesen, den der Herr Rittner gestern Abend getrunken hat.
14:04Ah, genau wie die Frau May und die Frau Stockl gesagt haben.
14:06Tja.
14:07Und was war bei Erna?
14:08Na, es schaut so aus, als wäre der Herr Dr. Rittner ein rechtes Gescheithaferl gewesen.
14:12Der hat sich alles aufgeschrieben und wenn ihm etwas nicht gefallen hat, hat er ein
14:16spezielles Notizbuch gehabt, also, und da hat er das dann auch hineingeschrieben.
14:20Also, wunderschön, mit Hirschleder und da kann man zusammen...
14:23Also, Entschuldigung, Frau May hat kein Notizbücher bei ihm gefunden.
14:25Ja, das spuse ich auch noch nicht.
14:26Aha.
14:26Ja, vielleicht hat er es ja im Gepäck gehabt.
14:29Äh, wegen einem Gepäck.
14:30Das Gepäck vom Dr. Rittner hat die Frau Dr. Rittner im Taxi mitgenommen.
14:33Ja, es tut mir leid.
14:35Aber ich hab was anderes, sehr Schönes für euch.
14:37Schaut mal da drüben, die Dame mit dem schönen Hut.
14:39Das ist die Frau Ganslmeier.
14:41Ja, schön.
14:42Den Hut, den hat sie sich in Florenz gekauft, und zwar direkt in der Nähe von Ponte Vecchio.
14:46Bei einem ganz kleinen Hutmacher.
14:47Das ist der Herr Sammartini.
14:48Ja, was ist denn jetzt mit der Frau Ganslmeier?
14:50Die Ganslmeier hat vor drei Tagen im Hotel die Frau Dr. Rittner getroffen, und zwar genau in dem Moment, wo
14:56die Rittnerin aus dem Zimmer vom Herrn Frehling gekommen ist.
14:59Das ist der Weinexperte, der auch mit in Italien war, ne?
15:02Ganz genau. Und da hat sich die Frau Ganslmeier gedacht, haha, tschakka, tschakka.
15:06Aber die Frau Rittner hat gesagt, nix tschakka, tschakka.
15:08Sie hat sich beim Herrn Frehling nur einen Film angeschaut.
15:11Eine Komödie mit dem Titel Frühstück in Rom.
15:14Frühstück in Rom, was ist denn so eine Geschichte?
15:16Ja, ein bisschen älterer Film.
15:18Nein, ist dieser Frehling denn noch da?
15:20Nein, das ist schon.
15:20Gut, dann stellen Sie ihn bitte schön aufs Präsidium.
15:23Und wir werden mal der Frau Rittner auf den Zahn füllen.
15:26Und die anderen Herrschaften, die können ja gehen.
15:27Ja, ist ja. Ah, Moment.
15:29Ich denke, was ist jetzt mit dem Gepäck im Bus?
15:31Das bleibt so lange da, bis die Spurensicherung damit durch ist, Herr Mohr.
15:35Das ist ja nur, was man redet.
15:37So, meine Herrschaften!
15:44Mein Mann wurde ermordet?
15:46Das war mit einer Überdosis Schlaftabletten, ja.
15:54Und wie soll das passiert sein?
15:56Ich meine, ich war gestern Abend die ganze Zeit mit Ansgar zusammen.
16:00Da können wir mir gleich dazu hören.
16:02Wie lange haben Sie Ihren Mann denn schon gekannt?
16:08Wir haben uns vor zwei Jahren kennengelernt.
16:10Auf einem Flug von München nach London.
16:13Ich war damals noch Flugbegleiterin und
16:16er auf dem Weg zu einer Buchauktion.
16:18Wir haben schon gehört, er soll mit besonders wertvollen Büchern gehandelt haben.
16:22Wo sind denn diese Bücher?
16:26Die liegen in einem Spezial-Tresor in der Schweiz, bei Ansgars Hausbank, der Swiss-Leonberger.
16:32Sollen Sie mal erben werden jetzt Sie?
16:35Ja.
16:38Und was ist eigentlich mit dem Herrn Frehling?
16:43Weil die Frau Ganslmeier hat sie vor drei Tagen zusammen aus seinem Hotelzimmer gekommen
16:47und was haben Sie gesehen?
16:49Herr Frehling und ich haben uns einen Film angeschaut.
16:52Eine Komödie.
16:53Frühstück in Rom.
16:54Und Ihr Ehemann hat da nicht mehr geschaut?
16:57Nein.
16:59Mein Mann hatte sich in den Kopf gesetzt, sämtliche Kirchen und Klöster der Toskana abzuklappern.
17:05Er war an dem Nachmittag unterwegs und ich habe mich im Hotel gelangweilt.
17:09Und du hast ja Frehling auf die Idee gekommen, sich mit Ihnen zusammen einen Film im Hotelzimmer anzusehen.
17:14Ja, wieso auch nicht?
17:15Am Pool war es zu voll und zum Shoppen zu heiß.
17:20Ja, dann kommen wir mal zu gestern auf Nacht.
17:23Wir sagten, wir gehen davon aus, dass Ihr Mann an einer Überdusse Schlaftabletten gestorben ist.
17:28Die vermutlich in einem Rotwein waren, den Ihr Mann gestern Abend getrunken hat.
17:31Jetzt haben wir gehört, Sie trinken überhaupt keinen Rotwein.
17:33Nein, nee. Auch gestern Abend nicht.
17:36Deswegen hat es ja Ihren Mann erwischt.
17:38Und nicht Sie.
17:39Die Frage ist nun, wie seien die Tabletten in den Rotweinklima?
17:43Ich habe keine Ahnung.
17:44Der Wein war bereits in der Karaffe, als er serviert wurde.
17:48Ja gut, wer hat den Wein denn dekantiert?
17:50Irgendeinen Kellner nehme ich an.
17:52Ich war ja nicht dabei.
17:53Frau Rittner, wer könnte denn den Grund gehabt haben, Ihren Mann umzubringen?
17:58Also, da gibt es so einige.
18:03So, Joe, ich würde gerne zahlen.
18:05Du, nur keinen Stress, zumindest kannst du gerne noch sitzen bleiben.
18:07Oder hat sich der Rottheiler gemeint?
18:09Nein, noch nicht. Aber ich bin mir sicher, es geht gleich los.
18:12Ja, dann, dann...
18:14Ja, dann war das ein Café au lau.
18:17In eineinhalb Stunden, da hast du einen Sauberdusch gehabt, mein Lieber.
18:19Ah, Moment.
18:23Ach, da schau her, der Herr Rottheiler.
18:25Neue Abfahrtszeit morgen...
18:29Morgen 14 Uhr.
18:31Ja, spinni!
18:33So, das ist das Arbeitszimmer meines Mannes.
18:39Und das hier sind die Notizbücher.
18:41Ja, bitte nichts anfassen.
18:43Äh, in die hat er immer alles notiert, was ihm in irgendeiner Form negativ auffiel.
18:48Das schlicht eingeschränkte Glas Rotwein oder der schlampige Service im Hotel oder Restaurant.
18:54Genauso, ein Notizbuch soll Ihr Mann doch auch in Italien dabei gehabt haben, oder?
18:57Der hatte immer so ein Notizbuch dabei. Und zwar immer in der rechten Sackotasche.
19:02Da sind sie und da haben wir es nicht gefunden.
19:03Und da dachten wir, es wäre vielleicht in seinem Gepäck.
19:06Und das haben Sie doch mit nach Hause genommen.
19:08Ich kam noch nicht dazu, es auszupacken. Aber wir können ja gleich mal schauen.
19:13Ah, und das hier sind die Prozesse, die mein Mann in letzter Zeit geführt hat.
19:18Gegen Reiseveranstalter, Hoteliers und so weiter.
19:20Das heißt, es ist nicht nur beim Aufschreiben blieben.
19:24Er hat immer auf sein Recht gebrocht.
19:26Und notfalls sogar vor Gericht.
19:29Ja, und glauben Sie, einer von denen, wegen die Ihr Mann prozessiert hat...
19:32Hat sich an ihm gerecht, ja.
19:35Herr Ratterler, ich verstehe das nicht.
19:37Erst heißt, der Bus geht um 11 Uhr und dann morgen um 14 Uhr.
19:41Das hat mit den internationalen Bestimmungen für die Ruhe und Lenkzeiten der Fahrer zu tun.
19:46Unser Fahrer schafft es in seiner Tagesschicht heute nicht mehr bis nach Paris.
19:49Nicht mit den vorgeschriebenen Pausen.
19:51Genau. Morgen geht es erst wieder ab 14 Uhr.
19:54Das darf doch wohl nicht wahr sein.
19:56Frau Stockel, wäre ein Zug für Sie auch okay?
20:00Ich sehe gerade, in einer halben Stunde wird einer gehen.
20:04Na, Leonie, ich bin leider immer noch nicht unterwegs und weißt du was, ich komme mit dem Zug.
20:08Warum? Ja, das erkläre ich dir, wenn ich im Zug sitze, dann rufe ich dich an, gell?
20:12Ich freue mich auch. Für die, servus.
20:16Halt, was machen Sie da?
20:18Mein Name ist Stockel, Miriam Stockel. Ich bin eine Kollegin und ich möchte jetzt gerne meinen Koffer holen.
20:23Der Koffer bleibt da.
20:25Ich bin eine Kollegin, Sie haben mich vorher gesehen mit dem Herr Mohr, mit den Komzern.
20:29Ja, und wenn Sie die Kaiserin von China werden. Das ist ein Tatort, der Koffer bleibt da.
20:40Und jetzt haben Sie auch noch Ihren Zug verpasst.
20:42Ja, nur weil der Krampz mir meinen Koffer nicht geben wollte, dieser sture Bock, glaubst du das?
20:47Stockel, noch einmal. Das war doch nur deswegen, weil die Spurensicherung mit dem Bus noch nicht fertig war.
20:53Ich rufe jetzt den Martin an und frage, ob man den Koffer wieder haben kann.
20:56Ja, also ich habe jetzt mal nachgeschaut. Alle Züge, die jetzt noch nach Paris fahren, sind erst spät abends oder
21:02mitten in der Nacht da.
21:03Das habe ich mir fast gedacht.
21:04Ja, aber es gibt einen Nachtzug, der fährt um 17.02 Uhr von Rosenheim und ist um 7.45 Uhr
21:10in der Früh in Paris.
21:12Quasi zum Frühstück?
21:13Frühstücken in Paris, den Zug nehme ich.
21:17Stockel, der Martin sagt, in einer Stunde ist dein Koffer beim Rottaler.
21:21Nein, kann der den nicht hierher bringen, oder?
21:24Martin, kannst du den Koffer ins Präsidium bringen?
21:28Wie schaut der Koffer aus?
21:29Gib mal her.
21:31Herr Krampz, Stocklaumapparat, es ist ein dunkelblauer Rollkoffer. Dunkelblau.
21:38So, und wie war es dann das noch einmal?
21:41Moin. Also die Unterlagen aus dem Arbeitszimmer von den Rittner, die kommen zu uns hoch, da sind wir gleich mal
21:45rein.
21:45Und sein Gepäck, schaut sie euch bitte schön auf, vielleicht hat er Schlaftabletten dabei gehabt.
21:49Aha.
21:49Genau. Ach, außerdem suchen wir ein Notizbuch, das er in Italien dabei gehabt haben soll, also sowas in der Art.
21:55Aha.
21:55Und Notebook und Kamera zum Auslesen, bitte schön in die KTU.
21:58Wird erledigt.
21:59Danke.
21:59Danke.
22:00Bitte.
22:01So, der Krams bringt mir jetzt meinen Koffer, Michi, sei so gut, bringst du mich zum Bahnhof?
22:06Ja, freilich, ich schade, es ist ausgedrückt.
22:09Alles gut, Herr, Sie werden schon sehnsüchtigst erwartet.
22:12Von wem?
22:13Von Herrn Frehling. Oben auf dem Gang sitzt er. Und die Daten von Herrn Rittner, seinen Handy, habe ich bei
22:18Ihnen auf dem Schreibtisch geklärt.
22:19Ah ja, danke, Herr Mohr. Frau Stock, ich dachte, Sie wären schon längst auf dem Weg nach Paris.
22:23Der Nachzug muss niemand, was kein Reisebus mehr gekriegt hat.
22:26Das heißt, Sie bleiben uns also noch ein bisschen erhalten.
22:28Eins sage ich euch gleich. Um Punkt 16.30 Uhr werde ich dieses Haus verlassen und jetzt gehe ich zum
22:34Herrn Achtziger.
22:36Na dann.
22:39Toni!
22:41Herein.
22:44Frau Stock.
22:46Herr Achtziger, hat man Ihnen schon berichtet.
22:49Allerdings bitte, nimm uns da Platz.
22:51Was ich schon alles durchgemacht habe heute.
22:54Ja, ich glaube es.
22:57Schlaftabletten im Rotwein?
23:00Das ist ja Wahnsinn.
23:01Tja, Sie haben nicht zufällig im Verdacht, wer das gewesen sein könnte?
23:05Nein, tut mir leid.
23:08Und bei dem großen Abschlussdiener am Abend ist ja noch nichts Verdächtiges aufgefallen.
23:13Ich habe mich den ganzen Abend mit einem Ehepaar aus Bad Aibling unterhalten.
23:17Also von Herrn Rittner habe ich, ehrlich gesagt, nicht viel mitbekommen.
23:20Erzählen Sie mal, wie kam es eigentlich zu dem Engagement als Weinexperte?
23:24Die Idee kam ursprünglich von Herrn Rittner.
23:26Er hat mich den Rotter alles empfohlen.
23:28Dann haben Sie den Herrn Rittner also schon vorher gekannt?
23:30Ja, ich arbeite in der Weinbar Lerner.
23:33Herr Rittner ist Weinliebhaber und dort Stammgast.
23:38Also vielmehr war dort Stammgast.
23:41Und Frau Rittner? Haben Sie die R-Show vorher erkennt?
23:44Sie hat Ihren Mann manchmal begleitet.
23:47Wieso fragen Sie?
23:48Na ja, Frau Rittner ist vor drei Tagen gesehen worden, wie sie aus Ihrem Hotelzimmer gekommen ist.
23:53Ausgerechnet da, wo Herr Rittner unterwegs war.
23:57Frau Ganslmeier?
24:00Und jetzt glauben Sie, Frau Rittner und ich haben was miteinander.
24:03Haben Sie?
24:05Ich vergreife mich doch nicht an der Frau eines unserer besten Kunden.
24:08Da fliege ich bei Lerner doch sofort raus.
24:13Frau Rittner hat sich gelangweilt.
24:15Und da ihr Fernseher nicht richtig funktionierte, habe ich ihr vorgeschlagen, sich bei mir einen Film anzuschauen.
24:22Frühstück in Rom, glaube ich.
24:25Worum ging es bei dem Film?
24:27Bei einer Komödie. So genau weiß ich das nicht.
24:29Ich saß auf dem Balkon, habe gearbeitet.
24:32Im Gegensatz zu Frau Rittner war ich ja nicht zum Vergnügen in der Toskana.
24:38Ja, schön. Dann geht's heute also doch noch nach Paris.
24:42Ja, aber jetzt bin ich ja noch ein bisschen da und greife den Kommissaren unter die Arme.
24:46Und mein Koffer ist ja auch noch nicht im Kommissariat.
24:48Alter wird schon noch kommen.
24:49Dann wünsche ich Ihnen auf jeden Fall erstmal eine gute Reise.
24:52Dankeschön. Aber eine Frage hätte ich noch, Herr Achtziger.
24:56Die Zeit, die ich gearbeitet habe und die Zeit, die ich noch arbeiten werde,
25:01das hätte ich mir gern gutschreiben lassen. Mit wem bespreche ich das? Mit Ihnen oder mit dem Herrn Donato?
25:06Mit dem Herrn Donato.
25:13Ja, wenn Sie sich bitte weiter in unsere Verfügung halten, Herr Freling, ne?
25:17Ja, natürlich. Wiederschauen.
25:19Wiedersehen.
25:20Wiederschauen.
25:25Und was meinst du, Herr Kollege? Hat er nun was mit Frau Rittner oder nicht?
25:29Nein. Kann sein, kann da nicht sein.
25:33Aha.
25:35So, ich bin wieder da.
25:38Frau Stockel, Sie dürfen gleich was für uns recherchieren.
25:41Also, laut Anrufliste hat der Rittner von Italien aus seit diversen Male mit einer Nummer in München telefoniert.
25:47Und wir wüssten unheimlich gern, wem diese Nummer gehört.
25:49Ich kümmere mich drum.
25:51Und wir bräuchten da noch eine Bankauskunft.
25:53Frau Rittner hat gesagt, dass ihr Mann eine Schweizer Hausbank gehabt hat.
25:56Die Swiss Leonberger.
25:58Und da hat er auch seine ganzen Bücher deponiert gehabt.
26:00Äh, was denn für Bücher?
26:02Er hat mit wertvollen Büchern gehandelt.
26:04Frau Stockel, Telefon.
26:06Ich hör's.
26:08Herr Moor, haben schon reingeschaut in Rittners gesammelte Werke.
26:12Ja, freudig.
26:13Also, eins ist gewiss, der Rittner hat schon richtige Gretzen sein können.
26:24Frau Grasecker.
26:25Frau Stockel, Ihr Koffer ist da.
26:27Der Herr Grams hat ihn gerade vorbeibraucht.
26:28Ich bin jetzt im Stress.
26:30Dann holen Sie ihn halt später.
26:31Der Koffer rollt Ihnen nicht davon.
26:33Witzig.
26:35Da bemüht man sich.
26:39Der Rittner hat eigentlich immer die gleiche Masche gehabt.
26:41Wenn ihm wo irgendwas nicht gefallen hat, hat er sofort das Geld zurückhaben wollen.
26:45Und wenn's noch 1,50 für ein Espresso gewesen ist, der ihm nicht geschmeckt hat.
26:48Vielleicht hat er deswegen so viel die Rittarie gehabt.
26:50Auf diese Weise spart man Geld.
26:52Man macht sich vor allem sehr beliebt.
26:54Herr Moor.
26:55Herr Hans.
26:56Frau Rittner hat gesagt, jemand könnte sich an Ihrem Mann gerecht haben.
26:59Gibt's dafür irgendwelche Hinweise?
27:01Kann schon sein.
27:02Da drin steht zum Beispiel, dass der Rittner vor zwei Jahren einen Hotelier direkt in den
27:08Ruin getrieben hat.
27:09Oh.
27:09Kann ich mal sehen.
27:10Schönenfalls.
27:10Schönenfalls.
27:12Der Rittner war in Baden-Baden zu Gast und zwar im Hotel zum Stadtpark.
27:17Da hat er dann diverse Mängel gefunden.
27:19Und der Hotelier von dem Hotel, ein gewisser Herr Bommernägele, hat dann gesagt, da haben
27:231.000 Euro.
27:25Die 1.000 Euro waren dem Rittner zu wenig.
27:27Er geht vor Gericht, spricht sich herum.
27:29Die Gäste bleiben aus.
27:30Hotel am Stadtpark muss seine Pforten schließen.
27:34Gut so.
27:35Der ist doch richtig gekretzen.
27:36Also mir interessiert jetzt schon, was in dem Notizbuch steht, das der Rittner in Italien
27:40dabei gehabt hat.
27:41Sie meinen, da könnte was drinstehen, das den Rottalers schaden könnte?
27:45Die Rottaler will verhindern, dass das publik wird, verpasst dem Rittner eine Dose
27:48Schlauftabletten und nimmt das Notizbuch an sich.
27:53Worauf ist es noch?
27:55Die Spurensicherung.
27:57Servus.
27:57Seid ihr schon so weit mit dem Gepäck vom Rittner?
28:00Keine Schlauftabletten gefunden.
28:01Und was ist mit dem Notizbuch?
28:04Auch nichts.
28:05Gut, danke für die Info.
28:08Schade.
28:09Wenn mir die Vorschläge durchsuchen wir jetzt das Büro der Rottalers nach dem Notizbuch.
28:13Dann fahren Sie doch schon einmal mit der Spurensicherung vor.
28:16Wir zwei, wir kommen dann nach.
28:17So, machen wir das.
28:20Gut.
28:23Oh, mei.
28:24Du, Stockl, es tut mir furchtbar leid, aber ich kann mich nicht zum Bahnhof bringen.
28:27Ich muss nicht mehr rauf zum Rottaler.
28:29Möde.
28:32Aber wir bringen ihn jetzt zum Bahnhof.
28:34Ja, wir würden ja gerne, aber wir müssen jetzt auch gleich weg.
28:36Sie haben schon alles erledigt?
28:39Selbstverständlich.
28:39Die Bankauskunft ist angefordert.
28:41Und die Telefonnummer, mit der der Rittner aus Italien des Öftern telefoniert hat, gehört zu einem gewissen Dr. Günther, seines
28:47Zeichens Fachanwalt für Vertragsrecht aus München.
28:50Was hat denn der mit dem Rittner zum Dokument?
28:52Ja, das weiß ich auch nicht, Herr Aubinger.
28:53Der war aber schon aushäusig und die haben gesagt, der wird sich morgen mit Ihnen in Verbindung setzen.
28:57So, und jetzt muss ich zum Herrn Donato.
28:58Na, der kann sich doch bestimmt zum Bahnhof fahren.
29:00Herr Hansen.
29:04Geh mal.
29:06Geh mal.
29:09Jetzt gleich.
29:10Ich wollte eigentlich noch was für einen 80er erledigen.
29:13Ja, aber das geht doch fix.
29:15Und apropos, Herr 80er, ich möchte mir gern diesen Tag als Arbeitstag anrechnen lassen und der Herr 80er hat gesagt,
29:22ich muss das mit dir besprechen.
29:24Den ganzen Tag?
29:25Ja, aber du warst ja erst ab Mittag im Büro.
29:28Sag einmal, du darfst nicht vergessen.
29:30Ich habe heute am Tagort einen ganzen Polizeieinsatz koordiniert und jetzt wäre es schön, wenn wir ein bisschen entgegenkommen würden.
29:3940 Minuten vor Feierabend.
29:41Möchtest du, dass ich meinen letzten Zug nach Paris verpasse?
29:50Hilfst jetzt.
29:56So.
29:57Ach, die Uhrzeit.
30:01Ach, Frau Stockl, haben Sie doch noch einen Chauffeur gefunden, der Sie zum Bahnhof bringt.
30:04Also, nachdem mich der Michi versetzt hat.
30:06So, dann ist hier auch noch Ihr Koffer.
30:09Das ist nicht mein Koffer.
30:11Sie haben doch gesagt, ein blauer Rollkoffer.
30:14Also, mein Koffer schaut ganz anders aus.
30:17Der hat ganz andere Griffe und außerdem ist meiner neu.
30:19Ach, du Schande.
30:21Dann hat uns der Krams den falschen Koffer gebracht.
30:51Danke.
30:53Ich wollte wissen, was da drin steht.
30:55Der Herr Rittner war bei uns Reiseveranstaltern geradezu berüchtigt.
30:59Mit dem hat es immer Ärger gegeben.
31:00Das haben wir schon mitkriegt.
31:01Ja, mein Mann und ich haben uns gesagt, dass wir auf den ein ganz besonderes Auge haben müssen.
31:06Beziehungsweise ich.
31:06Er war ja in Italien nicht dabei.
31:09Genau.
31:09Aha.
31:10Was war in Italien?
31:11Nichts.
31:12Es ist alles super gelaufen.
31:14Trotzdem hat der Herr Rittner ständig sein Notizbuch gezückt.
31:18Und dann haben sie Panik gekriegt und gedacht, er will Ihrem Unternehmen an den Kragen, oder?
31:25Ich habe den Herrn Rittner nicht umgebracht.
31:28Ich wollte einfach nur wissen, was in dem Notizbuch steht.
31:32Ja, da sind wir auch schon sehr gespannt drauf.
31:34Toni, sehr gut, kommt ins Labor.
31:36Wingerabdrücke und dann wieder zu uns.
31:37Jawohl, machen wir.
31:38Danke.
31:38Und Sie sind vorläufig festgenommen.
31:40Wegen Unterschlagung von Beweismitteln.
31:42Und weil Sie unter Verdacht stehen, den Herrn Rittner umgebracht zu haben.
31:45Aber.
31:48Das ist doch Wahnsinn.
31:50Meine Frau ist doch zu so einer Tag gar nicht in der Lage.
31:53Reg dich nicht auf, Georg.
31:54Das wird sich alles aufklären.
31:57Da gibt er Donato mit den Stuckel.
31:59Paris und kein Ende.
32:00Herr Mor, adios, wir sind weg.
32:02Ab 40.
32:02Wiederschauen.
32:05Frau, Frau Rottaler.
32:06Frau Rottaler.
32:08Stellen Sie sich vor, mein Zug geht in 20 Minuten und ich habe den falschen Koffer.
32:11Ja, dann hat jemand anderer Ihren Koffer.
32:14Hier ist nämlich kein Koffer mehr.
32:16Frau Rottaler, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
32:18Stuckel, wir müssen die Frau Rottaler mitnehmen.
32:19Wie bitte?
32:20Stuckel, wir müssen die Frau Rottaler mitnehmen.
32:22Frau Rottaler, kommen Sie.
32:25Ich kann Ihnen jetzt auch nicht helfen.
32:29Und jetzt?
32:30Und jetzt habe ich meinen letzten Zug nach Paris auch noch verpasst.
32:41Marie, na endlich.
32:43Wenn nicht, hätte ich ohne dich angefangen.
32:45Sorry, Theo, aber der Kollege aus dem Stadtrat hat mich nur aufgeholt.
32:49Der Schmiedbauer hat mir sein Leid geklagt.
32:51Aber egal, was gibt es denn Schönes?
32:53Ich habe geschwankt zwischen Französisch oder Italienisch.
32:58Und jetzt habe ich mich für klassisch-bayerisch entschieden.
33:02Fingernudel mit Kraut.
33:04Ah, da ist aber was ganz was Raffiniertes ausgedenkt.
33:07Das war ganz schön auffällig.
33:09Ich hoffe, es schmeckt dir.
33:10Das hoffe ich auch.
33:17Du, hast du wieder gehört?
33:19Im Reisebus von der Firma Rottaler ist ein Leich gefunden worden.
33:22Dir kann man ja auch nichts Neues mehr erzählen.
33:25Von wem hast du das gehört?
33:26Vom Herrn 80er.
33:28Nein, nein, also von dem Schmiedbauer da, von dem Stadtrat.
33:32Der war ja auch in Italien mit dabei.
33:34Stell dir vor, wie der heute Nachmittag seinen Koffer bei den Rottalers abholen wollte, hat er prompt den Falschen erwischt.
33:42Mh, schmeckt vielleicht gar nicht einmal so schlecht.
33:44Danke, wieso den Falschen Koffer?
33:46Naja, er hat es halt eilig gehabt und hat nicht so genau hingeschaut.
33:50Blöderweise hat er den Irrtum jetzt erst bemerkt und hat bei den Rottalers aber niemanden mit erwischt.
33:54Und jetzt weiß er nicht, wem der Koffer gehört.
33:56Und er ist entsprechend sauer, weil er bräuchte jetzt dringend sein Rasierapparat, stattdessen hat er einen Lockenstab.
34:03Prost.
34:05Prost.
34:18Morgen.
34:22Guten Morgen.
34:23Morgen.
34:24Ja, und dann habe ich mal den Lockenstab von der Nachbarinlein müssen.
34:27Ach so.
34:27Morgen, die Damen.
34:28Morgen.
34:29Ach so, Frau Stockler, es ist mir doch einigermaßen irritiert.
34:32Ich dachte, Sie wollten gestern nach Paris.
34:34Ja, das dachte ich auch, aber es gab wieder mal einen unvorhergesehenen Zwischenfall.
34:39Oh, jetzt sagen Sie aber bloß nicht schon wieder ein Toter.
34:42Na, ein Koffer.
34:44Koffer?
34:45Ja, die Koffer wurden vertauscht, die haben den falschen Koffer gekriegt.
34:48Und da die Damen ja mein Gepäck angenommen haben, ist das erst einmal nicht aufgefallen.
34:52Das ist natürlich Pech.
34:53Ja, woher hätten wir denn wissen sollen, dass das der falsche Koffer ist?
34:56Ja, selbstverständlich, Frau Krasseger.
34:58Etwas anderes, der Herr Donato ist im Haus?
35:01Äh, nö, der hat sich heute noch nicht blicken lassen.
35:04Merkwürdig.
35:06Gestern Abend war er plötzlich verschwunden.
35:08Das war auch wegen meinem Koffer.
35:10Ja, Frau Stockl.
35:16Ach so, dann hat der Herr Donato also gar nicht früher Feierabend gemacht.
35:21Na, Herr Achtziger, das war alles nur meinetwegen.
35:23Und jetzt bin ich gespannt, ob der Herr Grams weiß, wer meinen Koffer mitgenommen hat.
35:27Der neue Kollege?
35:28Ganz genau, der soll nämlich beim Rottaler meinen Koffer holen und hierher bringen.
35:33Frau Stockl, Sie und Ihr Koffer halten unser Präsidium aber ganz schön auf Traum.
35:37Ja, darum wollen wir jetzt mal die Daumen drücken, dass endlich der richtige Koffer hier ankommt.
35:50Acht, neun.
35:53Grüß dich, Frau Stockl.
35:55Ja, ist die Michi.
35:56Jetzt fass ich mal auf, ich hab mit dem Herrn Grams gesprochen und der hat mir erzählt, es ist nur
35:59mal ein einziger blauer Rollkoffer dort gestanden und den hat er sich geschnappt.
36:04Also, das heißt dann halt nicht der Grams, den Koffer verwechselt, sondern jemand anders.
36:08Quasi.
36:08Ein Albtraum.
36:10Ein einziger Albtraum.
36:13Kripo Rosenheim, Apparat Stockl, grüß Gott.
36:16Ja, Herr Dr. Günther.
36:17Ja, auf Ihren Rückruf haben wir gewartet.
36:20Ich hab mir gestern Abend mal das Notizbuch angesehen, dass der Rittner in Italien dabei gehabt hat.
36:24Und das, was halt das Ding standen?
36:25Er hat sich über alles Mögliche negativ ausgelassen.
36:28Also der Wein zu warm, die Minestrone zu kalt, sowas.
36:31Scheid, Herr Verleut.
36:32Ja, aber nix, was den Rottalers hätte gefährlich werden können.
36:35Und wenn die nix von ihm zu befürchten hatten?
36:37Warum hätte dann die Frau Rottaler den Rittner umbringen sollen, oder?
36:40Eben.
36:43Äh, Nova, Tocius, äh, ach, da kommen gerade meine Kollegen.
36:49Moment einmal.
36:50Das wäre der Herr Dr. Günther.
36:52Ach, der Fachanwalt für Dings Vertragsrecht.
36:55Stellen Sie bitte mal zu mir rüber, ja?
36:57Hören Sie, Herr Dr. Günther, ich stelle Sie rüber zum Kriminalhauptkommissar Hansen.
37:01Ja, danke, wiederhören.
37:03Ja, Herr Mohr, ganz wichtig, die Frau Rottaler, die kann entlassen werden.
37:06Die hat mit dem Mordfall gar nix zum tun.
37:08Ja, ist recht.
37:10Und Sie haben es immer noch nicht nach Paris geschafft?
37:11Ja, wie denn? Die hat doch den falschen Koffer.
37:13Ja, wie der Stadtrat Schmidbauer, der hat auch den falschen.
37:16Ja, sagen wir mal, was hat den Rottaler für einen Saustab, der hat mit seinem Koffer?
37:20Nur, dass der jetzt kein Rasierapparat mehr hat, sondern einen Lockenstab.
37:24Was? Der Schmidbauer hat meinen Lockenstab?
37:29Entschuldigung.
37:30Wollen Sie gleich einen Kaffee?
37:31Gerne.
37:32Also noch mal, Ennova Tuzius Astronomie Descriptia.
37:38Deskriptio.
37:39Gut, habe ich mir notiert.
37:42Falls das Kloster sich nochmal bei Ihnen melden sollte, geben Sie mir Bescheid, ja?
37:46Gut, danke. Wiederhören, Herr Dr. Günther.
37:52Und, was sagt er?
37:54Na, folgendes.
37:55Der Herr Rittner hat in Italien, genauer gesagt in einer Klosterbibliothek,
37:59hat er ein altes und sehr wertvolles Lehrbuch der Astronomie entdeckt.
38:05Nova Tuzius...
38:06Hennst mal auf, mein Latino ist schon sehr lang her.
38:08Gut.
38:09Jedenfalls wollte Herr Rittner dem Kloster das Buch abkaufen, für 225.000 Euro.
38:14Und Dr. Günther sollte schon mal den Kaufvertrag aufsetzen.
38:18Deswegen hat der Rittner mit ihm von Italien aus öfters telefoniert.
38:22Aber das Buch ist verschwunden.
38:24Der Abt des Klosters hat Dr. Günther angerufen, weil er den Rittner nicht erreichen konnte.
38:28Und der Abt sagt, das Buch ist wohl unauffindbar.
38:31So, das wäre die Bankauskunft von der Swiss-Leon-Berger der Hausbank vom Herrn Rittner.
38:36Ah ja, danke, Frau Stockler.
38:37Und jetzt knöpfe ich mir den Schmidt-Bauer vor.
38:40Wann ist das?
38:41Das muss ich jetzt nicht verstehen, ne?
38:43Nein, nein, gut.
38:47So.
38:55Ja, Herr Schmidt-Bauer, grüße Sie. Stockler am Apparat.
38:58Folgendes. Sie vermissen Ihren Rasierapparat und ich vermisse meinen Lockenstab.
39:03Das ist ja nicht uninteressant.
39:05Der Rittner war gar nicht so vermögend gegen Herrn Sturr, wo der doch in der Villa gewohnt hat.
39:09Und dann hat er ja noch die Bücher in der Bank gelagert gehabt.
39:12Naja, die Villa ist zwar abbezahlt, aber seine Bücher haben lediglich einen Schätzwert von 1,2 Millionen.
39:17Das heißt, ist er bloß auf dem Papier so viel wert?
39:19Wer weiß, ob er jemals wirklich so viel dafür bekommen hätte.
39:23Nehmen wir mal an, Frau Rittner hat was mit Herrn Frehling,
39:25aber Scheidung ist für sie keine Option, weil sie da nur einen Teil von dem Vermögen kriegen würde.
39:29Das ist ihr zu wenig.
39:32Also gibt sie ihm die Schlaftabletten, in den Rotwein und zack, Klassiker, erbt das ganze Geld.
39:38Dann reißt sie sich auch noch das Buch aus der Klosterbibliothek unternageln.
39:42Ja, Ansgar hat mir von dem Buch erzählt.
39:46Wann hat er Ihnen davon erzählt?
39:49Vor drei Tagen.
39:51Er meint, er hätte in einer Klosterbibliothek eine sensationelle Entdeckung gemacht.
39:56Aber ich habe das Buch nicht gestohlen und ich habe auch nicht meinen Mann umgebracht.
39:59Ja, dann haben Sie sicher nichts dagegen, wenn sich die Kollegen hier ein bisschen umschauen, oder?
40:04Bitte. Sie werden das Buch aber nicht finden.
40:06Danke.
40:07Ach, Frau Rittner, sagen Sie, könnte es sein, dass Sie Ihrem Geliebten, den Herrn Frehling, davon erzählt haben?
40:19Herr Frehling, das ist das Buch, das der Rittner in der Klosterbibliothek in Italien entdeckt hat.
40:25Das haben wir in Ihrer Wohnung gefunden.
40:27Wir wissen auch, dass Sie sich bei diversen Auktionshäusern erkundigt haben, was das Buch wert ist.
40:32500.000 für so einen alten Schinken.
40:38So viel hätte ich in der Weinballerner in 20 Jahren nicht verdient.
40:42Sie wollten heute auch mal zu den Reichen und Schönen gehören, oder?
40:46Hat die Frau Rittner eigentlich von dem Diebstahl gewusst?
40:49Sie hat mir nur erzählt, dass Ihr Mann einen Sensationsfund gemacht hat.
40:54Ich habe Herrn Rittner dann ein wenig ausgefragt, bei einer guten Flasche Wein.
41:00Und weil Sie wussten, dass Sie das Buch nicht verkaufen können, solange Herr Rittner lebt, musste er sterben?
41:06Die Schlaftabletten haben er auch in Ihrer Wohnung gefunden.
41:09Zu zwei Dritteln leer.
41:13Ja.
41:14Herr Frehling, Sie sind vorläufig festgenommen.
41:16Wegen des dringenden Tatverdachts Ansgar Rittner ermordet zu haben.
41:20Christian.
41:21Bitte.
41:39Frau Stockel, geht's jetzt nach Paris?
41:41Ja, mit dem Reisebus.
41:44Ich bring's grad zum Rot-Dollar.
41:45Und Ihr Koffer?
41:46Ja, den bringt hoffentlich der Schmidt-Bauer direkt dorthin.
41:49Au revoir.
41:51Für Gott.
41:51Bis bald.
41:53Hoffentlich ist es dieses Mal der Richtige.
41:55命 прям vom Vor Protossier geht's.
41:55Genau.
41:56PhoerAN-Bauer.
41:56cult-innen.
41:56Ciao.
41:56Vielen Dank.