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  • vor 26 Minuten

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🎈
Spaß
Transkript
00:09Hansen?
00:11Onkel Erik, was verschafft mir die Ehre?
00:14Aha.
00:16Schon unterwegs?
00:18Ja.
00:20Verstehe.
00:22Moment, Moment.
00:23Ja, das müsste ich schaffen, dann hole ich sie gleich vom Bahnhof ab.
00:27Ja, ja, das mache ich dann schon.
00:30Gut, ja, bis dann Onkel Erik, tschüss.
00:34Kriegst Besuch aus Hamburg?
00:35Ja, meine Cousine, sie ist Event-Researcher in der Reederei meines Onkels.
00:40Event-Researcher?
00:41Ja, ist gestresst und hat sich spontan entschieden, sich ein paar Tage auf dem Land zu holen.
00:46Und das sagst du erst jetzt?
00:47Ja, das machen die immer so.
00:48Auf dem Land?
00:50Da kannst du es ja eigentlich bei der Frau Hofer einquartieren.
00:52Da gibt es viel Ruhe, gute Luft.
00:54Tolle Idee, hast du eine Ahnung?
00:56Ja, die hält es keine zwei Minuten aus, ohne dass Action um sie herum ist.
00:59Außerdem, mein Onkel hatte schon eine Suite im Wellness-Hotel gebucht.
01:02Ah.
01:03Ja.
01:04Was ist das jetzt?
01:08Frau Stockl, sagen Sie jetzt nichts?
01:10Doch, es gab unter Leiche, Hansen, guten Morgen.
01:12Und zwar in der Augusterstraße Nummer 18, die Frau May und der Herr Morsan schon unterwegs.
01:18Augusterstraße 18, gut.
01:19Hören Sie, es könnte heute etwas später werden, ich muss noch jemand vom Bahnhof abholen.
01:22Ah.
01:22Kriegst du Besuch?
01:23Ja.
01:24Darf man fragen wen?
01:26Nein, darf man nicht.
01:27Na gut.
01:28Dann rufe ich jetzt den Herrn Stadler an.
01:31Wiederhören.
01:31Danke Frau Stockl, bis später.
01:33Ne Leiche, ausgerechnet jetzt.
01:35Du musst doch der Cousine bloß schnell ins Hotel fahren.
01:37Hoffen wir es.
01:39Was?
01:40Was ist jetzt eigentlich ein Event-Researcher?
01:43Das weiß ich wahrscheinlich selber nicht.
01:46Aha.
01:48Aha.
01:51Also, Augusterstraße 18.
01:53Aha.
01:53Und der Herr Hansen kommt später, weil?
01:55Ja, der Herr Hansen muss noch jemanden vom Bahnhof abholen.
01:58Und wen?
01:59Das hat er mir nicht gesagt.
02:00Ah, das findet man schon raus, Frau Stockl.
02:02Was?
02:03Bin schon unterwegs, Stadler, Ende.
02:05So, jetzt darf ich auch noch ein neues Abend anfangen, weil der Herr Hansen erst wen vom
02:09Bahnhof abholen muss.
02:11Aha, wen denn?
02:12Das hat Frau Stockl nicht gewusst, aber irgendein Besuch oder so.
02:15Klingt ja geheimnisvoll.
02:16Was haben Sie heute Spannendes vor?
02:18Leider nichts Spannendes.
02:20Ich habe heute noch eine Stadtratssitzung zum Verlauf der neuen Umgehungsstraße.
02:23Und darauf bereite ich mich jetzt gerade vor.
02:25Dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg.
02:27Gleichfalls, Herr Stadler.
02:28Bitteschön.
02:29Bitteschön.
02:33Die haben mir im Wohnzimmer den falschen Teppich verlegt.
02:36Niederflor statt Kurzflor, das musste alles nochmal raus.
02:39Ähm, hier.
02:40Oh.
02:41Ja, und dann hat mir jemand einen Grazer ins Auto gemacht.
02:45Und der Friseur hat mir hinten die Haare zu kurz geschnitten.
02:48Und zum Schluss hatte ich nur noch Kopfschmerzen.
02:50Aber nicht.
02:53Naja, aber genüß davon.
02:55Psst.
02:56Ab jetzt lasse ich es mir nur noch gut gehen.
02:58Ah.
02:59Das, äh, hast du dir verdient, ne?
03:05Upsala.
03:06Wollen wir?
03:10Moin, Moin.
03:11Guten Morgen, Herr Stadler.
03:13Wo haben Sie den Herrn Hansen gelassen?
03:14Der muss noch wen vom Bauernhof abholen.
03:16Aha.
03:16Wenn nicht.
03:17Ja, fragen Sie mich nicht.
03:18Fangen wir an.
03:18Gut.
03:19Mach ich den bitte.
03:20Danke.
03:20Also, die Tote ist die Heidi Möhring, 75 Jahre alt, verwitwet und kinderlos.
03:25Da schlagen Sie es auf der Terrasse mit einer Gartenfigur aus Kunststein.
03:30Äh, aus Kufstein?
03:32Nein.
03:32Kunst.
03:33Kunststein.
03:33Ach so, Kunststein.
03:35Jetzt.
03:35Aber, aber hübsch.
03:36Es ist so eine griechische Wasserträgerin, sehr apart und die hat so eine Amphore und
03:41so.
03:42Ach so, ja.
03:43Äh, gefunden hat sie die Lena Obermeier, das ist die Nichte von der Frau Möhring, gemensam
03:48mit dem Nachbarn, das ist der Herr Rainer Pichler.
03:50Ist gut.
03:51Äh, der hat da gerade straßenseitig hat er seine Hecke geschnitten.
03:55Ja.
03:56Äh, die Frau Obermeier hat geklingelt, da hat keiner aufgemacht und hat es da noch einmal
04:00geklingelt.
04:00Und dann hat der Herr Pichler gemeint, naja, vielleicht ist die Tante im Garten.
04:04Und da sind sie in den Garten gegangen.
04:05Wollen Sie mal schauen?
04:06Ja, gern.
04:07Also, ich darf vorgehen.
04:10Morgen bei Land.
04:12Gut, Frau May.
04:13Guten Morgen, Herr Stadler.
04:15Sind Sie heute ohne Begleitung?
04:16Ah, der Herr Hansen, der kommt später.
04:18Ist was nicht in Ordnung?
04:20Nein, der muss ja lediglich jemanden vom Bahnhof abholen.
04:22Dann fragen Sie jetzt bitte nicht wen.
04:24Hatte ich auch nicht vor.
04:25Die Sache ist ziemlich eindeutig.
04:27Frau Möhring wurde mit dieser Figur erschlagen und der Todeszeitpunkt liegt bei gestern
04:31zwischen neun und halb elf.
04:32Aha.
04:33Gut.
04:34Äh, haben wir Fingerabdrücke, Frau Kollegin?
04:36Nee, dafür ist das Material zu porös.
04:39Aha.
04:40Sagen Sie mal, Herr Mohr, die Terrassentür war die beim Leichenfund auch schon aufgestanden?
04:44Ja, weit.
04:45Aha.
04:46Gut, dann gibt's jetzt zwei Möglichkeiten.
04:47Die beiden kannten sich und sind gemeinsam von innen nach außen gekommen.
04:52Oder sie kam alleine von innen nach außen.
04:55Der Täter kommt.
04:57Äh, Raubüberfall.
04:58Schauen Sie mal rein.
04:59Da liegt ein kaputter Koffer.
05:04Sag ich mal, was ist das ihr?
05:06Nein.
05:08Warum hat denn die ihren Koffer sogar gut gemacht?
05:10Wenn das überhaupt ihrer ist.
05:12Vielleicht hast du die Kombination nicht mehr gewusst.
05:14Und macht ihren eigenen Koffer kaputt.
05:16Nein.
05:18Vielleicht kannst du nicht damit helfen, die Frau Obermeier.
05:21Du sitzt draußen im Garten.
05:23Äh, ihr Tätzen bitte ganz exakt auf Spuren unterscheiden.
05:27Ja.
05:27Äh, wo?
05:33So, Lala.
05:35Danke, Frau Lange.
05:37Guten Morgen.
05:39Wissen Sie, wen ich gerade unterwegs gesehen habe?
05:41Nein, aber Sie werden es bestimmt gleich erzählen.
05:44Den Herrn Hansen mit einer Frau.
05:46Und die zwei sind miteinander ins Hotel Edler gegangen.
05:49Ach, das ist bestimmt der Besuch, von dem er mir erzählt hat.
05:52Wie hat denn die Frau ausgeschaut?
05:53Na ja, recht vornehm.
05:54Und die zwei waren sehr vertraut miteinander.
05:58Sie meinen?
05:59Ah, ich hab's mir fast gedacht.
06:01Deswegen wollt ihr nicht mit mir darüber sprechen.
06:04Äh, ja gut, das ist wahrscheinlich noch ganz frisch.
06:06Und deswegen will er es noch nicht an die große Glocke hängen.
06:18Frau Obermeier.
06:20Entschuldigung, die Störrin darf ich bekannt machen.
06:22Das ist der Hauptgemer Saar Stadler.
06:23Grüß Gott.
06:24Grüß Gott.
06:25Mein aufrichtiges Beileid.
06:26Danke.
06:28Vielen Dank immer.
06:29Sehr gerne.
06:30Dürfte ich Ihnen trotzdem ein paar Fragen stellen?
06:34Haben Sie vielleicht eine Ahnung, wer das getan haben könnte?
06:37Nein, überhaupt nicht.
06:38Alle haben es mich.
06:41Was haben Sie heute hier gemacht?
06:43Nein, ich wollte nach ihr schauen.
06:45Das habe ich einmal die Woche gemacht.
06:47Andere Verwandte hat es nicht mehr gehabt.
06:49Ja.
06:49Ach so, dann werden Sie das alles einmal, also dann sind Sie so gesehen, alleine, ich bin.
06:54Ja, schon.
06:56Wo waren Sie denn gestern Abend so zwischen 21 und 22 oder 30?
07:01Im Theater am See.
07:02Da haben Sie den Sommernachtstraum aufgeführt.
07:05Gut.
07:07Wir haben drinnen einen Koffer gefunden.
07:10Ja, meine Tante, die ist gerade von einer Reise zurückgekommen aus Salzburg.
07:15Da hat sie sich zusammen mit ihrer Freundin Bärbel Benedikt die Stadt angeschaut.
07:19Würden Sie sich den Koffer einmal anschauen?
07:22Bitte.
07:27Ja, das ist ihrer.
07:29Den hat sie immer auf ihre Kurztrips mitgenommen.
07:32Aber warum hat die ihren Koffer so kaputt gemacht?
07:35Mei, der wird wohl die Zahlenkombination vergessen haben.
07:39Sie hat sich schon länger manches nicht mehr so gut merken können.
07:43Wann ist sie von Salzburg zurückgekommen?
07:46Gestern Mittag.
07:47Und wie lange war sie da?
07:47Drei Tag.
07:49Mit dem Auto?
07:50Nein, mit dem Zug.
07:52Gut, Frau Obermeier, das war's.
07:54Sind Sie so gut und schauen Sie im Haus ein bisschen umeinander, ob irgendwas fehlt, oder?
07:58Ja.
08:01Entschuldigung, eine kleine Frage.
08:03Gehen Sie jetzt zum Rainer Bichler?
08:05Bichler, Bichler.
08:06Der Zwicker.
08:17Okay.
08:20Nett.
08:23So.
08:24Ups.
08:25Ich mach mich kurz frisch.
08:27Und dann fragst du mir den Max-Josefs-Platz.
08:29Moment, Moment.
08:30Das würde ich ja gerne machen, aber du, ich muss arbeiten.
08:34Wieso?
08:34Was hast du denn zu tun?
08:35Wiebke, wir haben einen Mordfall.
08:37Dann kannst du doch auch später kommen.
08:39Eine Leiche rennt ja nicht weg.
08:41Und denk dran, ich muss mich erholen.
08:44Mein Vater hat gesagt, du bist genau der Richtige dafür.
08:47Ja.
08:56Herr Stadler.
08:57Ja, eine kurze Frage, Herr Kollege.
09:00Ab wann kann ich denn mit Ihnen rechnen?
09:02Ja, es sieht schlecht aus.
09:04Meine Cousine will unbedingt, dass ich ein Haus mit ihr unternehme.
09:07Ihr Cousine, so.
09:09Um es kurz zu machen.
09:11Wenn ich mich nicht ein bisschen um Sie kümmere,
09:13dann kann ich mich bei meiner Hamburger Verwandtschaft nie wieder blicken lassen.
09:16Können Sie verstehen, was ich meine?
09:17Ja, ich verstehe schon.
09:18Gut.
09:18Ist es für Sie wirklich in Ordnung, wenn es noch ein bisschen dauert?
09:20Ja, von mir aus.
09:21Herr Kollege, danke.
09:22Ich werde mich auch revanchieren, ne?
09:24Ja, Stadler Ende.
09:26Da bin ich mal gespannt.
09:27Du Sven, ich bin gleich soweit.
09:30Sie hatten also ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu Frau Möhring, haben Sie gesagt, gell?
09:35Ja, das kann man sagen, ja.
09:36Und gestern Abend so zwischen 21 und 22.30 Uhr, wo waren Sie denn da?
09:41Daheim.
09:41Deswegen?
09:43Nein, meine Frau ist vor drei Jahren gestorben.
09:45Aha, gut.
09:46Sie haben ja da einen guten Einblick in die Nachbarschaft.
09:49Ist Ihnen in unbesagte Zeit irgendwas aufgefallen?
09:52Nein.
09:53Ich habe fern geschaut.
09:55Aber so gegen Vierde habe ich zufällig rüber geschaut.
09:58Und da ist ein junger Mann mit einem Koffer vor ihrer Tür gestanden und hat versucht, dir, keine Ahnung, was
10:04anzudrehen.
10:05Und was andrehen?
10:06Ich weiß es nicht.
10:09Sie hat ihn dann ganz schnell abgemümmelt und ihm die Tür vor der Nasen zugeschlagen. Die konnte schon ganz schön
10:13handig sein, die Heidi.
10:15Hat Haare auf die Zähne.
10:17Ja.
10:18Können Sie den Herrn etwas näher beschreiben?
10:25Um die 40, mittelgroß, schlank.
10:28Er hat halt ausgeschaut wie ein typischer Handelsvertreter.
10:31Ah, Herr Stadler, die Frau Obermeier hätte etwas gefunden. Wollen Sie ein bisschen schauen?
10:35Gern.
10:36Vielen Dank.
10:37Ja, gern.
10:38Gern.
10:40Also, der Schmuck ist vollständig. Nur den Ring da, den habe ich hier noch nie gesehen.
10:45Ja, vielleicht hat es ihn gerade gekauft in Salzburg. Artiquitätengeschäfte.
10:48Nein, das glaube ich nicht. Das ist überhaupt nicht Ihr Stil. Und der ist auch viel zu groß.
10:52Gut, Herr Moor, einpacken mitnehmen. Jawohl, einpacken mitnehmen, bitte.
10:55Okay.
10:57Und die alte Decke da, die habe ich hier auch noch nie gesehen.
11:00Herr Moor, einpacken mitnehmen, bitte.
11:02Gern.
11:04Aber fein tut sonst nichts.
11:06Nur ein paar Kleidungsstücke.
11:08Zuerst habe ich mir gedacht, dass sie die nach Salzburg mitgenommen hat.
11:11Aber in der Schmutzwäsche, da sind sie auch nicht.
11:15Merkwürdig.
11:16Wissen Sie was über einen Herrn, der gestern Nachmittag angeblich hier gewesen sei soll?
11:20Tut mir leid.
11:22Aber fragen Sie doch die Bärbel Benedikt.
11:24Das war ja engste Freundin. Und die hat es am besten gekannt.
11:27Mit der ist sie auch in Salzburg gewesen, genau. Vielen Dank.
11:33Herr Moor, wissen Sie, was mir komisch vorkommt?
11:37Fehlende Kleidungsstücke, dafür eine alte Decken, ein viel zu großer Siegelring.
11:41Also ich trau es mir fast gar nicht sagen.
11:42Aber vielleicht hat die Frau May doch recht gehabt und der Koffer gehört auch nicht.
11:45Aha.
11:46Aber wem dann?
11:47Ja, das gilt es herauszufinden.
11:50Und wo ist dann Ihr eigener?
11:51Das ist die Frage.
11:53Wissen Sie, was mir komisch vorkommt?
11:55Hm?
11:55Wie gut sich die Nichte bei den Sachen von ihrer Tante auskennt.
11:59Die hat sofort gewusst, wie viele Heberlöffel sind in der Anrichte drin.
12:03Wo ist die Münzsammlung versteckt?
12:04Da haben Sie recht, Herr Moor.
12:06Frau Stockel soll ja gleich mal einen sauberen Hintergrundcheck machen und ein Alibi überprüfen.
12:10Sie war angeblich zur Tatzeit im Theater Sommernachtstrauen.
12:13Nein, das ist ein schönes Stickel.
12:15Das habe ich einmal gesehen von der Leinspielgruppe Groß-Karolinenfeld.
12:19Ich rufe es gleich an.
12:21Herr Moor, wenn Sie Lust haben, fahren wir danach zur Bärbel Benedikt.
12:24Nehmen Sie mich mit?
12:26Stockel, pass auf!
12:40Frau Stockel, Sie kommen!
12:41Wer kommt?
12:42Ja, der Hansen und sein Neil.
12:44Und das ist also die Wache.
12:46Hätte ich mir klarer vorgestellt.
12:48Na, es ist das Polizeipräsidium.
12:50So, dahinten ist die City, da kannst du shoppen.
12:53Und ich muss jetzt...
12:54Zeig mir wenigstens noch deinen Arbeitsplatz.
13:07Hallo, Herr Hansen.
13:08Hallo zusammen.
13:10So.
13:12Donnerwetter, da hat er ja einen Fang gemacht.
13:17Ich räume mich.
13:19Ein Fenster hat es auch.
13:21Ja, was hast du mir gedacht?
13:24Kann ich irgendwie was Gutes tun?
13:26Frau Stockel, darf ich vorstellen, Wiebke Diepenbrot...
13:28Ja, ich hätte einen frischen Kaffee und Kekse.
13:31Nein, also für mich nicht. Ich muss ja gleich zum Tatort.
13:33Ach Sven, komm schon. Wir können doch zusammen einen Kaffee trinken.
13:40Das ist...
13:42Wiebke, jetzt hör mal zu.
13:44Ja?
13:46Ach, Frau Stockel.
13:48Und das hier muss heute noch nach München.
13:49Ja, ja, mach ich gleich.
13:53Herr Achtziger, wissen Sie, wer das ist? Das ist der Besuch vom Herrn Hansen. Er wollte mit mir nicht darüber
13:58sprechen, aber ich habe das selbstverständlich rausgekriegt, das ist...
14:02Danke.
14:02Verstanden. Schlecht.
14:06Frau Stockel.
14:07Würde es Ihnen was ausmachen, wenn Wiebke hier alleine bei Ihnen Kaffee trinkt? Ich würde tatsächlich zum Tatort aufbrechen.
14:12Ah, aber nachher gehen wir noch segeln.
14:14Du hast dein Segelboot doch hier, oder?
14:16Ach, ganz so schönes.
14:17Danke.
14:17Sehr gut. Wir machen dann einen Turn und picknicken auf dem Wasser. Mit Musik und Champagner, das wird bestimmt toll.
14:23Der Herr Hansen geht bei gutem Wetter leidenschaftlich gern segeln. Super.
14:28Schön. Wo war der Tatort nochmal?
14:30Ach so, ähm, der Mich hat vorhin angerufen, der Herr Stadler ist bei einer Zeugenbefragung bei einer gewissen, ähm, Bärbel
14:37Benedikt. Die wohnt am Weidenplatz Nummer 12.
14:40Weidenplatz 12. Gut, danke. Dann bis später.
14:44Bis später.
14:47Der Sven, immer so fleißig.
14:50Joe, ich, ich brech zusammen.
14:52Geht's um deine Cousine?
14:54Ja, also was die alles unternehmen will. Ich habe bis jetzt noch keine Spur gearbeitet.
14:58Ah, da würde der Herr Stadler begeistert sein.
15:01Ja, eben. Du, sag mal, kannst du mir einen Gefallen tun? Ähm, sie will mit mir später noch eine Segeltour
15:07machen. Also mit Picknick, Champagner, Musik, Pipapo. Könntest du das alles besorgen und zu meinem Boot bringen?
15:14Und natürlich alles vom Feinsten.
15:16Ja, mindestens.
15:18Kein Problem, das mache ich.
15:19Danke, du bist meine Rettung. Bis später.
15:35Tja, ich glaube es nicht.
15:38Was gut, Herr Hansen.
15:39Ich weiß, ich weiß. Es tut mir leid, es tut mir leid.
15:43Jetzt bräuchte ich aber trotzdem eine schnelle Einweisung.
15:45Herr Moor, Sie haben jetzt genau drei Stockwerk gezeigt.
15:48Wunderbar, das scharf halt.
15:50Herr Hans, es ist ja so.
15:52Kennen Sie die Heidi Möhre? Die Heidi Möhre befand eine Nichte.
15:57Die Heidi? Ermordet? Herrgott sakra. Das war bestimmt der Bichler.
16:05Rainer Bichler, das ist der von nebenan, oder?
16:08Ja, der hat ja vor zwei Wochen einen Heiratsantrag gemacht.
16:11Und als sie abgelehnt hat, da hat er das Geld für die New York-Reise zurückverlangt.
16:17Was bitte für eine New York-Reise?
16:19Na, seit dem Tod seiner Frau hat er die Heidi immer wieder auf teure Reisen eingeladen.
16:26Die letzte war in New York.
16:28Also waren die beiden ein Paar?
16:30Nein. Der Bichler hat sich das nur erhofft.
16:35Jedenfalls, als die Heidi sich geweigert hat, ihren Anteil zurückzuzahlen,
16:39da hat er ihr gedroht, dass er den noch kriegen werde.
16:43Sie sollen nur abwarten.
16:45Frau Benedikt, wissen Sie vielleicht etwas über einen Herrn,
16:48Mitte 40, Schlanken, mit so einem Warenkoffer?
16:51Der war angeblich gestern Nachmittag bei Ihrer Freundin.
16:54Nein, den kenn ich nicht.
16:57Wissen Sie vielleicht auch was über ein Schmuckstück,
16:59einen Ring, so ein richtiger Brackel, so ein Siedelring?
17:01Den haben wir in Ihrem Schmuck gefunden.
17:03Weiß nicht. Getragen hat sie ihn jedenfalls nicht.
17:06Aha. Und als Sie zusammen verreist waren,
17:09ist Ihnen an Ihrer Freundin irgendwas aufgefallen?
17:11War sie anders als sonst?
17:13Nein. Sie war wie immer.
17:15Eine letzte Frage noch, Frau Benedikt.
17:17Wo waren wir denn gestern Abend so zwischen 21 und 22 oder 30?
17:21Reine Routine.
17:22Da war ich hier und hab an meinen Puppen gebastelt.
17:26Sind die alle von Ihnen?
17:28Ja, die verkaufe ich, um mir was dazu zu verdienen.
17:33Hat ja nicht jeder so eine üppige Rente, wie die Heidi sie hat.
17:39Hübsch.
17:40Ja, äh, gut, äh, Frau Benedikt, das war's dann für's Erste.
17:46Wiederschein.
17:47Wiedersehen.
17:48Wiedersehen.
17:49Wiedersehen.
17:52Wiedersehen.
17:54Weihamea, ihr wohnt ganz von der mir immer alles angelangen?
17:58Vielleicht ist ja der Bichler bei dir Mörig eingebrochen,
18:00um sich seinen Anteil zuzuholen.
18:01Sie hat ihn dabei erwischt und er ihn sie erschlagen.
18:03Ist doch nix gestohlen worden.
18:06Münzsammlung ist da, Silberbestick ist da, der Schmuck ist da.
18:08Vielleicht wurde der Ball gestört, Herr Ma.
18:10Ach so.
18:11Na ja, auf alle Fälle sollten wir uns mit dem Bichler noch mal unterhalten, Herr Ma.
18:14Ja.
18:16Ich rufe bei den Kollegen auf, vielleicht ist ja noch jemand am Tatort.
18:22Seppe!
18:23Wiebke Diepenbrook, Reederei Diepenbrook, die gehört zur besten Hamburger Gesellschaft.
18:29Ihr Vater ist Reder genauso wie für der Vater vom Herrn Hansen.
18:32Wow, das passt ja. Also wenn daraus was wird.
18:37So, ich muss jetzt auch weiter. Danke für den Kaffee, Frau Stockel.
18:41Ach, und vergessen Sie bitte schon nicht, das dem Herrn Achtziger zum Geben.
18:44Selbstverständlich nicht, Frau Hofer.
18:46Wiedersehen.
18:47Ich muss dann auch wieder los, Frau Stockel.
18:49Ja, wiedersehen.
18:55Haben wir irgendwas verpasst?
18:56Nein, ich hab was rausgefunden, und zwar über die Nichte, die Lena Obermeier.
19:00Die ist mit ihrem Tierbedarfswarenladen pleite gegangen, und sie erbt das Haus und 180.000 Euro.
19:07Somit hat sie ein Motiv.
19:08Haben Sie ja auch alle Bischer überwürft.
19:10Im Theater ist Herr Conner da, weil die haben keine Vorstellung, aber ich probier's morgen noch mal.
19:15Danke, Frau Stockel.
19:27Genau, und das Ganze haben wir von der Frau Benedikt gefahren. Das sagt Ihnen schon was, oder?
19:31Die Odi Hex. Die war doch bloß neilisch, weil ich nicht ihren Antrag gemacht habe.
19:35Ah. Es stimmt also nicht, dass Sie von Heidi Möhring das Geld für die New York-Reise wiederhaben wollten?
19:40Doch, doch, schon.
19:42Aha. Und dass Sie gedroht haben, es sich wiederzuholen?
19:45Ja, auch. Sagt man halt so.
19:48Deswegen bring ich's doch nicht gleich um.
19:51Warum haben Sie mir dann vorhin gesagt, dass Sie ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis hatten, wenn das Hirn davon nicht stimmt?
19:59So reden wir halt manchmal. Außerdem sollte man über Tote nicht Schlechtes reden.
20:04Ja.
20:06Sehr gut, Herr Bichler, dann können Sie jetzt gehen.
20:09Gut, danke.
20:10Wiedersehen.
20:11Wiederschauen.
20:12Wiederschauen.
20:18Also, ich glaub nicht, dass es war.
20:19Wissen Sie, was ich glaub?
20:20Was?
20:20Dass ich jetzt einen Kaffee mag.
20:27Stellt's euch vor, der Siegelring ist gestohlen.
20:30Ist gestohlen?
20:31Ja.
20:32Gestern Vormittag auf einer Schmuckmesse in Traunstein hat irgendjemand die ganze Auslage mit dem Gurtschmuck zack, raus, weg.
20:3880...
20:408000 Euro.
20:42Das würde ja bedeuten, dass unser Opfer eine Diebin ist.
20:46Ja, und wo ist der Rest, der Balti?
20:48Weiß ich nicht.
20:49Ja, Mann, fragst du doch einmal in Traunstein noch?
20:52Nein, Krampf, die sollen uns einfach alles über den Schmuck und über den Diebstahl schicken.
20:56Habe ich ja schon längst gemacht.
20:57Ich müsste dem jetzt bei E-Mail eintriffen.
21:01Vorbildlicher Wort.
21:02Danke.
21:04Du, Stockl.
21:05Ja.
21:06Hast du vielleicht einen Schnaps für mich?
21:08Einen Schnaps?
21:09Ah, noch ein bisschen Nagellackentferner.
21:11Das wird ja immer schärfer.
21:12Wir waren nämlich bei der Frau Benedikt und die hat jetzt einen Haufen Puppen gehabt.
21:15Jetzt habe ich eine angelangt und seitdem pappen wir die Finger.
21:18Zeig mal her.
21:19Da, da.
21:31Das ist jetzt aber nicht unser Heide-Möhring.
21:33Nee, das ist ein Mann.
21:34Mitte 30, schätze ich.
21:36Wissen Sie was?
21:37Das kann doch der Handlungsreisende sein, den der Nachbar beschrieben hat.
21:40Ähm, sagten Sie nicht, er hatte einen Koffer dabei?
21:43Und bei Ihr Zuhause lag auch ein Koffer herum, der anscheinend nicht ihr gehört hat?
21:47Ach so, Sie meinen ja, dass die beiden...
21:48Dass sie versehentlich den falschen Koffer mitgenommen hat.
21:50Nämlich seinen mit dem gestohlenen Schmuck.
21:52Ja, gut möglich, weil der Regionalzug von Salzburg fährt über Traunstein, Rosenheim.
21:56Sie saßen beide im gleichen Zug.
21:58Deswegen ist er nachmittags auch nochmal zu ihr gefahren.
22:00Nicht um ihr was anzudrehen, sondern um die Koffer zurückzutauschen.
22:02Mhm, und sie hat sich aber geweigert aus irgendeinem Grund.
22:05Und deswegen ist er abends nochmal zurückgekommen und hat sich umgebracht.
22:09Jetzt brauchen wir praktisch bloß einen Tipp, dann haben wir unseren Mörder.
22:17Der Abduktionsbericht.
22:18Moment.
22:20Herr Moor, wie weit ist denn eigentlich die KTU mit unserem Koffer?
22:24Weiß ja nicht, ich kann mir fragen gehen.
22:26Gut, wenn es Fingerabdrücke gibt, sofort durch die Datenbank laufen lassen.
22:28Die gehören vermutlich zum Täter.
22:30Also war es doch nicht Ihr Koffer?
22:32Habe ich ja gleich gesagt.
22:33Wirklich?
22:34Danke, Frau May.
22:36Dankeschön.
22:37Danke.
22:37Danke.
22:39Wir sollten uns auch die Frau Benedikt nochmal vornehmen.
22:41Die kann uns vielleicht was zum Täter erzählen, wenn sie ihn im Zug gesehen hat.
22:45Gute Idee.
22:46Herr Stadler.
22:47Bitte.
22:48Nichts auch lange, gell?
23:13Darf ich mal?
23:18Bitte.
23:24Warmes Herz vom Joggen.
23:25Sie sollten demnächst mal die Batterie auswechseln lassen.
23:28Herzlichen Dank.
23:30Ich bin übrigens der Joe.
23:34Wiebke, freut mich.
23:36Sie segeln hier?
23:38Leider nicht.
23:38Ich habe noch was erledigen müssen.
23:41Oh, Times Square, wie in New York.
23:43Das ist das schönste Bistro in Rosenheim und ich bin der Inhaber.
23:47Ah, kenne ich noch gar nicht.
23:50Ah, Sie sind in Urlaub hier?
23:51Ja.
23:52Ja, wenn Sie Lust haben, dann schauen Sie halt einfach mal vorbei.
23:55Ja, eigentlich habe ich heute Abend schon was vor.
23:57Aber das könnte ich vielleicht auch absagen.
24:02Überlegen Sie sich's.
24:03Ich bin da.
24:15Frau Benedikt, so wie es ausschaut, ist der Koffer im Zug einfach verwechselt worden.
24:19Den Koffer verwechselt?
24:22Sachen gibt's.
24:24Aber wundern tut's mich nicht.
24:26Der war so ein Gedränge beim Aussteigen.
24:29Ja, und in dem vertauschten Koffer war gestohlener Schmuck.
24:32Äh, zeigen Sie mal, hier.
24:33Hier.
24:34Und jetzt möchte man natürlich von Ihnen wissen, ob Sie diesen Herrn wiedererkennen,
24:39weil der muss ja im Zug in unmittelbarer Nähe von Ihnen gesessen sein.
24:43Leider nein.
24:44Aber ich habe auch nicht drauf geachtet.
24:47Glauben Sie, das war der Täter?
24:49Ja, das wissen wir jetzt natürlich noch nicht, aber...
24:52Und Ihre Freundin hat Ihnen von all dem nichts erzählt?
24:55Von dem vertauschten Koffer, dem jungen Mann, dem Schmuck?
24:59Nein.
25:00Das wundert mich jetzt aber schon, wo Sie doch beste Freundinnen gewesen sind.
25:03Ja, mei.
25:05Beste Freundinnen heißt ja nicht, dass man nicht ein paar Geheimnisse für sich bewahrt, oder?
25:15Ja, grüß Gott, Herr Donato.
25:17Weil Sie haben wir ja schon lange nicht mehr gesehen.
25:18Ja, ich war in München.
25:20Einen Qualitätsbericht evaluieren.
25:21Ah, das klingt, äh, spannend.
25:24Und wie?
25:24Bin ich mal zum Essen gekommen.
25:27Jetzt habe ich aber auch nichts im Kühlschrank.
25:28Ach, du Ärmste.
25:29Hm, macht wenigstens nicht dick.
25:31Ich könnte später im Times Square was essen.
25:34Hast du Lust mitzukommen?
25:35Ich lade dich ein.
25:36Äh, ja, warum nicht?
25:38Prima.
25:39Bis dann.
25:42Ah, da seid ihr.
25:43Tja, folgendes.
25:45Es gab eine Übereinstimmung bei die Fingerabdrücke.
25:48Und zwar ein gewisser Thomas Hunziker, 43 Jahre alt, vorbestraft wegen Diebstahl, wohnt in Kolbermoor.
25:56Ach, ja, unbedingt sofort festnehmen, oder?
25:58Ja.
25:58Kollegen sind schon unterwegs.
26:00Äh, ja, Moor, und eine Dings müssen wir noch machen.
26:02Hausdurchsuche.
26:02Hausdurchsuche.
26:03Kollegen sind schon unterwegs.
26:05Wunderbar.
26:05Ui.
26:06Oh, ja.
26:07Dann sollten wir in Traunstein Bescheid sagen, dass wir jetzt wissen, wer der Täter ist.
26:11Telefon.
26:11Ah.
26:11Mit Traunstein rede ich.
26:13Danke.
26:16Joe.
26:16Also kannst du dich entspannen, wir wollen es da reden.
26:18Super, danke.
26:19Für mich hat es sich übrigens auch rinziert.
26:21Ich habe so eine nette Joggerin kennengelernt zu nehmen.
26:25Patente, hilfsbereite.
26:26Ja, und hübsch ist sie wahrscheinlich auch.
26:27Oh, freilich.
26:28Und vielleicht kommt es nachher sogar noch vorbei.
26:30Ja, dann, toi, toi, toi.
26:31Danke, und dir einen stressfreien Segeltörn.
26:34Ja, naja, mal sehen, was meine Cousine sich noch so alles einfallen lässt.
26:44Herr Unziker, wann haben Sie eigentlich gemerkt, dass Sie den falschen Koffer hatten?
26:48Ich sage gar nichts mehr.
26:49Gut, dann sagen wir Ihnen, was wir glauben.
26:51Sie haben das zu Hause gemerkt, haben aber zum Glück im Koffer die Adresse der Besitzerin
26:57von Heidemöhring, Augusterstraße 18 in Rosenheim.
27:00Am Nachmittag sind Sie zu ihr gefahren, um die Koffer zurückzutauschen.
27:03Dafür gibt es Zeugen.
27:04Sie hat sich aus irgendeinem Grund, hat sie sich aber geweigert.
27:08Warum auch immer.
27:09Vielleicht, weil sie den Schmuck schon entdeckt hat, ihn selber gerne behalten wollte.
27:13Nein.
27:14Oder aber, sie hat erst durch ihr Drängen bemerkt, dass mit dem Inhalt irgendwas nicht
27:17stimmt und ist neugierig geworden.
27:20Und abends sind Sie dann noch mal hin zu ihr.
27:22Haben Sie dann teilweise Reise gemacht.
27:24Zuerst haben Sie es umgebracht und dann haben Sie sich den Schmuck zurückgeholt.
27:27Nein, nein, nein, nein, ich habe Sie nicht umgebracht.
27:29Als ich wiederkam, da war die schon tot.
27:31Also mal der Reihe nach.
27:32Sie geben also zu, dass Sie nachmittags bei ihr gewesen sind.
27:36Ja?
27:37Ja.
27:39Genauso wie Sie gesagt haben.
27:41Sie hat sich geweigert, meinen Koffer zurückzutauschen.
27:44Und dann bin ich abends noch mal hin.
27:46Dachte, den hole ich mir, wenn die Alte schläft.
27:48Bin hinten rum rein und da lag sie tot auf der Terrasse.
27:51Oh, das ist jetzt aber schon praktisch, ja?
27:53Nein, ich habe Sie nicht umgebracht.
27:55Und mein Koffer war leer.
27:56Sie sind also ins Haus gegangen.
27:58Nur ein paar Schritte.
28:00Als ich gesehen habe, dass mein Schmuck nicht da ist, bin ich sofort weg.
28:03Ich war ja auch geschockt wegen der Leiche.
28:07Das ist die Wahrheit.
28:09Sie bleiben jetzt erst einmal bei uns.
28:14Okay, der lügt und er drückt.
28:16Mal sehen, was die Wohnungsdurchsuchung ergibt.
28:18Wenn wir den Schmuck beim Filmen sollten, sieht es jedenfalls nicht gut für ihn aus.
28:21Ja, oder er hat ihn schon versetzt.
28:23Übrigens, die Traunsteiner Kollegen haben Fotos von dem Schmuck veröffentlicht,
28:26falls er irgendwo auftauchen sollte.
28:28Bestens, bestens.
28:29So, wo ist jetzt los?
28:30Ah, die liebe Cousine, ne?
28:33Sie sagen es.
28:34Es ist schon Feierabend.
28:35Was?
28:37Ja, fertig.
28:43So.
28:44Mein Herr Stadler, was Sie alles zum Essen mitgebracht haben.
28:47Ich hab mir gedacht, heute gönnen wir uns einmal was.
28:53Und wie war Ihre Stadtratssitzung?
28:55Ach, frauen Sie nicht.
28:57Jeder hat auf seinem Vorschlag, wo die neue Umgehungsstraße Langlaufer soll,
29:00vehement bestanden und am Ende sind sich alle in den Hand gelegen.
29:04Morgen geht's weiter.
29:06Ja, weil Sie auch fast den ganzen Tag alleine ermitteln dürfen.
29:10Der Herr Hansen war ja beschäftigt.
29:12Geh, jetzt sind Sie doch nicht so kleinlich.
29:14Drücken Sie dem Herrn Hansen lieber die Daumen, dass was Festes draus wird.
29:18Was fest?
29:19Von wem reden Sie bitte?
29:20Nein, von seiner neuen Freundin, der Wiebke Diepenbrock.
29:25Stimmt's vielleicht nicht?
29:26Fast.
29:27Bloß, dass die gute Frau nicht seine neue Freundin ist, sondern lediglich seine Cousine.
29:35Na ja, verrückt.
29:56Du, Wiebke, ich bin ja so gut wie fertig.
30:00Weißt du, das Kopfschmerzen.
30:02Aha.
30:04Ja, dann war das wohl ein bisschen viel für dich heute, ne?
30:06Ja, leg dich hin, leg dich hin.
30:08Macht ja nichts.
30:09Ähm, ruh dich aus, ne?
30:11Ja, sehen wir uns morgen.
30:13Ciao.
30:13Das gibt's nicht.
30:16Das gibt's ja nicht.
30:23Sven?
30:24Joe, das glaubst du jetzt nicht.
30:26Schmeckt deiner Cousine der Shampoos nicht?
30:28Ist endlich ganz abgesagt.
30:30Abgesagt?
30:30Ja, Kopfschmerzen, ganz plötzlich.
30:32Das ist so typisch für Sie.
30:33Jetzt ist der ganze Aufwand umsonst.
30:35Ach Gott, das ist aber ärgerlich.
30:40Hallo, schöne Frau.
30:43Kommt da etwa deine Joggerin?
30:44Direkt im Ohr hereingedjoggt.
30:46Ja, gut, dann will ich dich heute nicht mehr nerven.
30:48Ich hab sowieso noch genug mit dem Rückbau zu tun.
30:50Ah, die Sachen kannst du dir morgen vorbeibringen.
30:52Mach ich.
30:53Dann wünsche ich euch beiden noch einen schönen Abend.
30:54Danke, ciao, ciao.
30:55Ciao.
30:56Das ist aber ein nettes Bistro.
30:58Der wird dir was anbieten.
31:00Erstmal würde ich gern mit dir anstoßen.
31:02Liebend gerne.
31:03Champagner.
31:06Und hast du denn auch ein bisschen Party gemacht in München?
31:08Hätte ich gern.
31:09Aber ich wäre immer zu kaputt.
31:11Das ist eine Heidenarbeit.
31:12Schade.
31:18Warte mal, das ist doch, das ist doch die Neue vom Hansen.
31:22Vom Hansen?
31:23Ja.
31:24Nee, das kann nicht sein.
31:26Doch.
31:27Doch, die war heute mit ihm zusammen im Kommissariat.
31:29Aber der Hansen ist doch nicht mit jemandem zusammen, der hinter seinem Rücken seinen besten
31:33Kumpel angräbt.
31:35Aber ich hab doch Augen im Kopf.
31:54Und ich hab's mit eigenen Augen gesehen.
32:00Wie gewonnen, so zerronnen.
32:06Morgen, die Damen.
32:08Guten Morgen, Herr Hansen.
32:09Wie geht's Ihnen?
32:10Äh, gut.
32:12Danke.
32:16Na, vielleicht war's das ja noch nicht.
32:19Frau Grasecker, ich kenn ihn.
32:21Er versteht Sie bloß.
32:22Ja, es bleibt ihm auch anders so übrig.
32:24Ich geh jetzt mal hinauf und spende ein paar tröstende Worte.
32:27Hallo zusammen.
32:29Ah, servus.
32:30War ein schöner Abend gestern.
32:31Können wir gern wiederholen.
32:32Mhm.
32:32Ich hatte übrigens doch recht.
32:33Das war die Neue vom Herrn Hansen.
32:35Weißt du Bescheid mit Joe?
32:36Ach, da bin ich mir sicher.
32:37Also, wie der grad drauf war.
32:41Herr Hansen, darf ich Ihnen einen frisch aufgebrühten Kaffee anbieten?
32:46Das ist sehr nett, aber ich hatte gerade einen.
32:48Danke.
32:50Appetitlos.
32:51Ja, aber Frau Stockel, Entschuldigung, ich hätte gern einen.
32:54Herr Stadler, fast hätte ich's vergessen.
32:56Gleich.
32:57Ich hab doch mit dem Theater telefoniert.
32:59Und die Lena Obermeier war dort.
33:01Die hatte ein Online-Ticket.
33:03Und das ist im Eingang eingescannt worden.
33:05Ja, gut, dann hat's ein Alibi und ist raus.
33:07Ja.
33:08Danke.
33:10Ist gut.
33:11Schlechte Nachrichten.
33:13Kein Schmuck beim Hunziker.
33:15Die Spuse hat alles umgedreht.
33:17Wohnung, Keller, Kaport, Hundehütte.
33:19Nichts?
33:19Nichts.
33:20Na gut, dann hat er ihn wahrscheinlich schon versetzt.
33:24Ja, und was ist, wenn er jetzt doch die Wahrheit sagt
33:26und der Koffer war schon leer, wie er zur Möhrin gekommen ist?
33:30Das würde heißen, dass jemand anders den Schmuck aus dem Koffer abgeklaut hat.
33:34Aber wer?
33:36Was war denn mit dem Nachbarn, mit dem Bichler?
33:38Der hat doch von seinem Haus aus einen wunderbaren Einblick in die Wohnung.
33:42Vielleicht hat er den Schmuck entdeckt, wollte sich entschädigen,
33:45ist auf die Nacht genommen und hat es zerschlagen.
33:46Stimmt, wäre möglich.
33:48Dann werde ich mal eine Hausdurchsuchung beantragen, ne?
33:50Das waren jetzt gerade die Kollegen aus Traunstein.
33:54Der Schmuck ist aufgetaucht.
34:02Folgendes.
34:02Ein Juwelier hat sich gemeldet,
34:04der die ganze Schmuckkollektion bis auf den Siegelring
34:09vorgestern gegen 6 Uhr abends für 20.000 Euro gehaft hat.
34:13Da hat er ja noch nicht wissen können, dass es alles geklaut ist.
34:15Ja, wieso 20.000? Ich dachte, er wäre 80.000 wert.
34:18Er hat nur den reinen Goldwert bezahlt.
34:20Wer hat denn ihm den Schmuck verkauft?
34:22Eine ältere Dame und jetzt passt's auf.
34:26Die Beschreibung passt auf die Heidi Möhring.
34:29Wieso hat sie den Siegelring behalten?
34:31Alles Andenken vielleicht, ja?
34:33Na, der Hunziger hat wahrscheinlich die Wahrheit gesagt.
34:35Als er vorgestern zur Frau Möhring gefahren ist,
34:37um den Koffer zu holen, war der Schmuck nicht mehr drin.
34:39Ja, aber die 20.000 Euro müssen doch irgendwo gewesen sein.
34:42Vielleicht hat der Hunziger sie umgebracht und das Geld an sich genommen.
34:45Im Haus haben wir kein Geld gefunden.
34:47Ja, das muss nichts heißen.
34:48Er hat das Geld eben gestern in Schließfach gepackt.
34:51Wissen Sie was? Die nehmen uns jetzt noch mal vor.
34:53Jetzt ist es gerade schlecht. Jetzt wird er vernommen.
34:55In der Abteilung Eigentum vom Herrn Hauptgemer ist Herr Preisinger.
34:58Wie wisst ihr, Herr Preisinger?
35:00Der Herr Preisinger.
35:02Gut, dann spricht ja nichts dagegen,
35:03dass ich jetzt noch einen kurzen Abstecher zu meinem Boot mache.
35:05Kollegen, bis später.
35:10Jetzt geht das wieder los.
35:12Nein.
35:19Du, ich bring dir deine Kühlbox gleich.
35:21Darum geht es mir nicht.
35:22Es geht um meine neue Flamme.
35:24Gerade war ich mit ihr schocken.
35:26Jetzt will sie aus der Rest gehen.
35:28Und heute Abend soll ich mit ihr ins Teater.
35:29Ich weiß gar nicht, wie ich das alles noch schaffen soll.
35:32Mach ich einfach klar, dass das nicht drin ist?
35:34Das versuche ich schon die ganze Zeit.
35:35Aber irgendwie klappt das nicht.
35:37Diese Wiebke, die hat eine Art an sich.
35:40Wiebke?
35:43Ich glaube, deine Wiebke muss ich mir mal näher ansehen.
35:48Hä?
35:57Ah.
35:59Sven, Servus.
36:13Und?
36:14Deine Kopfschmerzen?
36:15Ist alles wieder gut?
36:17Sven, so eine Überraschung.
36:21Ach, die Wiebke ist deine...
36:23Meine liebe Cousine aus Hamburg, ja.
36:25Ihr kennt euch.
36:26Ich bin der Stammgast.
36:29So klein ist Russland.
36:31Ein toller Zufall.
36:32Also, wenn ich gleich gewusst hätte,
36:34dass du so einen unterhaltsamen Freund hast.
36:36Ja, das ist er.
36:38Na gut, dann will ich euch gar nicht weiter stören.
36:40Habt viel Spaß und bringen mir Halt zurück, ja.
36:48Und wir zwei gehen jetzt zum Feinkostfischer und essen aus, dann.
36:52Los.
36:58Wir wissen inzwischen, dass Heidi Möhring den Schmuck verkauft hat.
37:01Für 20.000 Euro.
37:03Beim Juwelier.
37:04Verkauft?
37:05Dieser gierige Alter.
37:06Und Sie haben diese 20.000 Euro vorgestern Abend bei ihr gefunden, gell?
37:11Nein, da war kein Geld.
37:13Und nochmal.
37:14Ich hab Sie nicht umgebracht.
37:15Ich bin kein Mörder.
37:16Ich bin kein Mörder.
37:18Bitte schön.
37:27Und?
37:29Ich weiß nicht.
37:30Also, das Geld hat er schon immer wirklich nicht.
37:32Ja, aber deswegen könnte er sich auch ermordet haben.
37:34Also, Motiv hat er definitiv.
37:35Ich weiß.
37:46Ja, Hansen.
37:48Also, ich bin jetzt gerade die Telefonliste von der Heidi Möhring durchgegangen und mir ist Folgendes aufgefallen.
37:54Sie hat vorgestern Nachmittag gegen vier Uhr mit der Bärbel Benedikt telefoniert und das Ganze eine Viertelstunde lang.
38:02Das war kurz nachdem der Hund sich dabei erklingelt hat.
38:04Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es ihrer besten Freundin nichts von dem wechselnden Koffer verzeiht hat.
38:08Ich kann mir auch nicht vorstellen.
38:10Frau Stockel, holen Sie mir bitte mal alles, was Sie über Bärbel Benedikt haben, ja?
38:14Das mache ich, Herr Hansen.
38:15Danke.
38:22Herr Schiff, Zeitung.
38:24Frau Graseck, ich habe jetzt überhaupt keine Zeit.
38:26Frau Stockel, die Freundin vom Hansen kommt.
38:28Jetzt gibt es bestimmt gleich eine Aussprache.
38:30Wissen Sie was?
38:31Ich gehe jetzt gleich mal den Herrn Hansen vorwarnen.
38:44Herr Hansen, ich habe jetzt gerade zufällig von der Frau Grasecker erfahren, dass die Frau Diepenbruck im Anmarsch ist.
38:53So, so, zufällig.
38:55Ja?
38:56Sie hören ja, ich bin gleich wieder da.
39:03Ja, Wiebke, was machst du hier?
39:05Ich wollte mich verabschieden.
39:07Ich fahre zurück nach Hamburg.
39:09Ach so, ist dir Joe nicht mehr unterhaltsam genug?
39:12Der muss so viel arbeiten und du musst auch ständig arbeiten.
39:15Und alleine macht es mir hier keinen Spaß.
39:17Verstehe.
39:18Na gut, kann man nichts machen, ne?
39:20In Hamburg ist es eh am schönsten.
39:21Ja, logisch.
39:23Ja, dann komm mal gut nach Hause, Cousinchen, ne?
39:26Tschüss.
39:27Tschüss.
39:29Und der Grüß Onkel Erik von mir.
39:31Ich werde dich in den höchsten Tönern loben.
39:43Ja?
39:44Servus, Frau Stottl.
39:45Frau Hofer.
39:46Äh, der Herr Achtziger.
39:47Ist in seinem Büro.
39:49Ah, Frau Hofer.
39:50Haben Sie das Drama unten mitgekriegt?
39:53Was denn für ein Drama?
39:56Ich sag's Ihnen.
39:59Also, die Freundin vom Herrn Hansen hat mit dem Herrn Hansen Schluss gemacht und bandelt jetzt mit dem Joe an.
40:05Oh mein, Frau Stottl, Sie wissen das noch gar nicht.
40:07Was denn?
40:09Die Wiebke Diepenbrock ist nicht die Freundin vom Herrn Hansen, sondern seine Cousine.
40:14Genauso blöd hab ich auch geschaut.
40:18So, jetzt hab ich es in den Kollegen gesagt.
40:20Na ja, und was?
40:21Dass Sie bei der Untersuchung von Bichler sein Haus auf die Zahl 1.000 Euro schauen sollen.
40:25Sehr gut, danke.
40:26Noch mehr.
40:28Der Abschlussbericht der KTU.
40:30Ah.
40:31Es wurden zwar keine Fingerabdrücke an der Tatwaffe gefunden, dafür aber winzige Spuren Epoxidharz.
40:36Ein starker Kleber, der vielseitig eingesetzt wird.
40:39Äh, danke.
40:40Auch bei ganz normalen, sagen wir mal, Bastelarbeiten?
40:44Selbstverständlich.
40:44Kann übrigens ziemlich hartnäckig sein.
40:46Hey!
40:50Frau Benedikt, Sie haben vorgestern Abend Ihre Freundin, die Heidi Möhring, erschlagen.
41:02Was fantasieren Sie denn da zusammen?
41:05Das ist leider keine Fantasie.
41:07Wir haben an der Tatwaffe Spuren von Klebstoff gefunden.
41:10Klebstoff, den Sie zur Herstellung von Puppen verwenden.
41:12Und die 20.000 Euro haben wir auch bei Ihnen gefunden.
41:16Was ist denn da passiert, wenn Sie wegen dem Schmuck mit Ihrer Freundin in Streit geraten?
41:26Immer hat sie sich von mir ausreiten lassen, obwohl sie doch viel mehr Geld gehabt hat als ich.
41:32Und da wollte ich auch mal was abhaben.
41:35Es war sogar meine Idee, den Schmuck zu verkaufen.
41:39Aber die Heidi mit ihrem Geiz, die wollte alles für sich.
41:45Es war ja auch ihr Koffer verwechselt worden.
41:50Da hat's mir gelangt.
41:53Frau Benedikt, Sie sind vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatverdachts Ihre Freundin Heidi Möhring getötet zu haben.
42:01Bitte abführen.
42:03Bitte?
42:12Und alles nur, weil sie versehentlich den Koffer vertäuscht hat?
42:15Ja, am besten ist, man macht das so wie.
42:17Wenn man nicht vorfährt, braucht man keinen Koffer.

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