- vor 16 Stunden
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SpaßTranskript
00:08Guten Morgen, Frau Hofer.
00:09Morgen, Herr Kaya.
00:11Wollen Sie schon ins Büro?
00:12Gerade wollte ich einen Kaffee aufsetzen.
00:14Ja, ich hab mir gedacht, ich geb heute meinen Einstand
00:15und den Kollegen einen runden Butterbrezen aus.
00:17Das ist aber nett.
00:19Sagen Sie, wissen Sie eigentlich schon,
00:20wie lange Sie jetzt in Rosenheim bleiben?
00:22Wie es ausschaut, drei Wochen.
00:23Aber das wollte der Herr Achtziger
00:24mit meiner Dienststelle in Passau abklären.
00:26War das okay für Sie?
00:27Freilich, absolut.
00:28Falls Sie einen Tipp brauchen, also wegen die Butterbrezen.
00:31Ja, unbedingt.
00:32Da gehen Sie zum Backup-Reininger,
00:33da geht der Herr Stadler-Almer hin.
00:35Mach ich, danke.
00:36Bitte, schöner Tag.
00:37Ebenso.
00:39Okay, also hier arbeitest du?
00:41Mhm, unten in der Information.
00:42Magst du noch kurz mit reinkommen?
00:44Äh, nee, danke.
00:45Ich fahr lieber gleich weiter,
00:46sonst komm ich noch zu spät zum Vorstellungsgespräch, weißt du?
00:48Das packst du schon.
00:49Und danke nochmal fürs Fahren.
00:51Du, gar kein Thema.
00:52Wir sehen uns eh später.
00:53Ich melde mich dann einfach bei dir.
00:55Mhm.
00:55Guck mal, so lange.
00:56Morgen, Frau Grasecker.
00:57Wer ist denn der junge Mann?
00:59Ist das ein neuer Verehrer?
01:00Nein, das ist Tim Wolters, mein neuer Mitbewohner.
01:03Ach, das haben Sie mir gar nicht erzählt.
01:04Ist Britta ihr Mitbewohnerin ausgezogen?
01:07Ja, das ist eine längere Geschichte.
01:10Also, die Britta ist für zehn Tage in Berlin
01:12und hat letterweise vergessen mir zu erzählen,
01:15dass ein alter Schulfreund von ihr, der Tim Wolters,
01:18für ein paar Tage in ihrem Zimmer schläft.
01:19Wie bitte?
01:20Ja, ich bin gestern aus allen Woltern,
01:22weil der Typ steht auf einmal vor meiner Tür.
01:23Ja, aber das geht doch nicht.
01:26Ihr Mitbewohnerin kann doch nicht einfach irgendjemanden in die Wohnung setzen.
01:30Das ist doch auch ihre Wohnung.
01:32Deswegen habe ich gestern Abend die ganze Zeit versucht,
01:34Britta anzurufen, aber die hat natürlich ihr Handy ausgeschaltet.
01:37Und?
01:39Wie ist er so, dieser Herr Wolters?
01:42Ja, eigentlich ganz nett.
01:43Er wohnt zurzeit in Leipzig
01:45und hat heute ein Vorstellungsgespräch im Hotel Rosengarten als Koch.
01:48Als Koch?
01:49Ja, das ist doch einmal was Gescheites.
01:51Guten Morgen, die Damen.
01:53Guten Morgen.
01:53Dürfst ja Butterbritzen sein.
01:54Sehr gern.
01:55Sie auch, Frau Lange.
01:56Sag ich nicht nein.
01:59Ach ja, und wenn Sie die Frau May oder den Herrn Mohr sehen,
02:02ich würde die oben erwarten.
02:04Na dann, schöner Tag.
02:06Ihnen auch.
02:07Dankeschön.
02:09Wie heißt jetzt der neue Kommissar gleich wieder?
02:12Kilian Kaya.
02:13Ah ja, das ist ganz ein Netter.
02:15Ja.
02:17Hm, Britta.
02:20Ja, allerdings habe ich gestern mehrfach versucht, dich anzurufen.
02:25Ja, sag mal, du kannst doch nicht einfach irgendjemandem dein Zimmer geben,
02:30ohne mir Bescheid zu sagen.
02:33Ja, natürlich ist der Tim schon da.
02:36Ach so.
02:38Du dachtest, der kommt erst nächste Woche.
02:41Ja, blöd.
02:43Ja.
02:45Guten Morgen, Frau Stockel.
02:49Guten Morgen, Herr Kaya.
02:50Sie sind aber heute früh dran.
02:52Ich habe mir gedacht, ich gebe heute meinen Einstand mit Butterbritzen von Bäcker Preininger.
02:55Auf eine gute Zusammenarbeit.
02:57Und übrigens, ich bin der Kilian.
02:59Gut, Kilian, ich bin die Miriam.
03:01Dann würde ich sagen, wir entrichte ich die Britzen mal schön an.
03:04An.
03:09Krippe Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
03:12Moment, wie war Ihr Name?
03:15Doris Retzinger.
03:17Und wen haben Sie tot aufgefunden?
03:20Den Herrn Brandeis.
03:22Und dann bräuchte ich bitte noch die Adresse.
03:25Aha.
03:27Fichtenweg Nummer 51.
03:28Habe ich.
03:29Bitte bleiben Sie ganz ruhig.
03:30Fassen Sie nichts an.
03:31Wir kommen.
03:33Das nenne ich auch Timing.
03:35Ich nenne das Murphy's Law.
03:37Morgen.
03:38Guten Morgen, Michi.
03:39Gut, dass du da bist.
03:40Es gab ja der Leich.
03:41Also schade, ich habe mir schon Butterbritzen gefällt.
03:43Die Frau Klassiker hat mir erzählt, dass ich heute ihren Einstand gebe.
03:46Dann vielleicht für unterwegs.
03:49Übrigens, ich bin der Kilian.
03:51Ist recht, da bin ich der Michi.
03:54Adresse.
03:56Danke.
03:57Ja, du dann.
03:58Viel Spaß in Berlin.
04:00Tschüssi, Britta.
04:02Ach, Frau Lange.
04:03Das ist ja jetzt doch wieder recht schnell gegangen.
04:05Jetzt sind Sie mit Ihrer Mitbewohnerin wieder ein Herz und eine Seele, oder?
04:09Frau Klassiker, Sie haben doch gerade zugehört.
04:11Das war einfach nur ein Missverständnis, weil die Britta dachte, dass der Tim erst nächste
04:14Woche kommt und das hätte sie mir schon noch gesagt.
04:16Also heute oder morgen.
04:17Ach so.
04:22Hallo, Frau Stottl, ich bin gerade auf dem Weg zu Ihnen.
04:25Frau May, Sie sind schon im Haus.
04:27Ja, ich bringe Ihnen zwei Ordner mit Laborberichten zur Archivierung.
04:29Frau May, die Akten von der Gerichtsmedizin kommen jetzt ins Zentralarchiv in die Humboldtstraße.
04:36Deswegen hat es doch eine Rundmelde gegeben.
04:37Die muss mir wohl entgangen sein.
04:39Ja, das glaube ich auch.
04:40Und ich habe jetzt überhaupt keine Zeit für Sie.
04:42Ich muss nämlich den Herrn Hansen anrufen.
04:43Es gab ja der Leiche im Fichtenweg Nummer 51 und da sollten Sie auch hin.
04:47Wiederhören.
04:48Ja, und die Akten...
04:50Ist gut, Frau May?
04:52Umgabe zu Butterbretzen.
04:53Ich habe ja heute eigentlich meinen Einstand feiern wollen.
04:55Aber leider...
04:56Na, ich weiß schon, Fichtenweg 51.
04:58Ich muss nur noch schnell meine Tasche holen.
05:00Dann bis gleich.
05:02Ach ja, übrigens.
05:03Ich bin der Kilian.
05:05Sandra.
05:06Kilian, komm.
05:13Hallo, die Damen.
05:14Die kommen ins Zentralarchiv in die Humboldtstraße.
05:17Es gab doch diese Rundmelde.
05:18Vielen Dank.
05:21Also, die ist schon lustig.
05:22Schmeißt du uns da ihre Akten auf den Tisch und wir sollen jetzt einen Kurier organisieren?
05:26Oder wie stellt sie sich das vor?
05:27Frau Grassecker, die kann ich doch schnell rüberbringen.
05:29Komme ich auch mal raus hier.
05:31Aber die Post machen wir schon noch vorher.
05:33Zusammen.
05:36Na gut, Frau Stockler, dann fahre ich gleich mal los, ne?
05:38Und wenn Sie wiederkommen, Herr Hansen, gibt es eine kleine Überraschung von unserem Kilian.
05:43Kilian?
05:44Ach so, Sie meinen wahrscheinlich unseren neuen Kollegen, den Herrn Kaya.
05:47Ganz genau.
05:48Der hat heute Morgen seinen Einstand gegeben.
05:50Da hat er sich ja sowas von einem richtigen Tag ausgesucht.
05:53Na gut, bis später.
05:54Ja, das kann man so sagen.
05:55Bis später.
05:56Wiederhören.
05:58Jetzt aber.
05:59Ja.
06:10Dann haben wir jetzt Ihre Kontaktdaten und Sie dürfen jetzt gehen.
06:14Wiedersehen.
06:14Wiedersehen.
06:17Wiederschau, Frau Rätzinger.
06:19Wiedersehen, Herr Mohr.
06:22Hallo.
06:25Moin, Kollege.
06:26Wer waren die Damen gerade?
06:27Das war die Frau Rätzinger, die hat den Toten gefunden.
06:30Geht gleich weiter.
06:31Wie sieht es bei dir aus?
06:32Das ist schon schön, so ein Aquarium.
06:35Könnte stundenlang reinschauen.
06:38Herr Hansen, grüß Ihnen.
06:40Moin, Moin.
06:42Mein Lieblingsfisch war ich auch schon, gemeint.
06:45Der hat eine kleine Rote mit den Kavos.
06:47Die Frau Rätzinger sagt, das ist ein sogenannter Korallenwächter.
06:51Der braucht immer Salzwasser mit genau 23 Grad.
06:54Du, Michi, ganz blöd gefragt, aber kannst du das Salzwasser auch vom Meer?
06:58Das schmal.
07:00Das musst du selber machen.
07:01Dann nimmst du ein Quellwasser und mehr Salz und Mineralien.
07:05Dann gibst du ein Kalium rein und ein bisschen Magnesium.
07:07Also, ich unterbreche nur höchst ungern, aber müssten wir nicht eigentlich was anderes besprechen?
07:11Freilich.
07:12Der Tod ist der Leonhard Cornelius Brandeis.
07:1548 Jahre alt, ledig und kinderlos, aufgewachsen in Ingolstadt, seit zwölf Jahren gemeldet in Rosenheim, genau an dieser Adresse.
07:22Und vom Beruf ist er ein sogenannter Erbenermittler.
07:26Erbenermittler? Das ist immer ganz was Exotisches.
07:28Ja, genau wie seine Fische.
07:30Womit mal wieder bei der Frau Rätzinger waren.
07:32Die hat sich ja immer um die Fische gekümmert, wenn der Herr Brandeis für länger privat oder beruflich verreist ist.
07:36Das ist eine Schenfuhrarbeit mit so einem Aquarium.
07:38Also ganz kurz gesagt, Frau Rätzinger kannte Herrn Brandeis von den Fischen.
07:42Soll ich doch?
07:43Ja, seit fünf Jahren allerdings haben die beiden sich immer nur kurz gesehen.
07:46So wie gestern Nachmittag auch.
07:47Die Frau Rätzinger ist gestern hier ins Haus gekommen und hat sie den Schlüssel geholt,
07:51weil der Herr Brandeis heute für zehn Tage nach Mallorca reisen wollte.
07:54Halt geschäftlich oder privat?
07:56Privat. Seine neue Freundin lebt auf Mallorca.
07:58Eine gewisse Sonja.
07:59Aber mehr hat die Frau Rätzinger auch nicht gewusst.
08:01Na ja, und heute Morgen?
08:02Hat die Frau Rätzinger gemeint, der Herr Brandeis war schon weg.
08:05Sie kommt ins Haus neu, schaut nach die Fische und dann siegt sie den toten Herrn Brandeis.
08:09Na gut.
08:11Moin Frau May.
08:12Äh, Telefon.
08:13Das bin ich, ich.
08:16Das ist das Handy von Herrn Brandeis.
08:18Vielleicht ist das Ronja aus Mallorca.
08:20Vielleicht.
08:21Nein, eine gewisse Marina Strobel mit einer Nummer aus Rosenheim.
08:24Also doch nicht.
08:26Wollen Sie mal, Herr Kollege?
08:28Gern.
08:32Kripo Rosenheim, Kaya, grüß Gott.
08:34Wer spricht da?
08:36Polizei.
08:37Kommissar Kian Kaya.
08:39Und Sie sind?
08:40Marina Strobel.
08:41Ich bin Nachlasspflegerin am Nachlassgericht.
08:44Ich hätte jetzt eigentlich einen Termin mit dem Herrn Brandeis.
08:47Wo sind Sie denn, Frau Strobel?
08:48In meinem Büro?
08:49Im Nachlassgericht.
08:51Turmstraße 7.
08:53Was ist denn passiert?
08:54Wir melden uns.
08:56Wiederhören.
08:57Und?
08:58Das war die Frau Strobel vom Nachlassgericht.
09:01Die hatte einen Termin mit dem Herrn Brandeis.
09:03Wahrscheinlich in seiner Eigenschaft als Erbenermittler.
09:06Und was passiert ist, hat sie auch gefragt.
09:09Die Frage gebe ich gleich mal weiter.
09:10Was ist passiert?
09:11Herr Brandeis wurde gestern Abend zwischen 20 und 21 Uhr mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen.
09:15Wobei ich hier nicht sehe, was als Tatwaffe infrage kommt.
09:18Und hat der bitte mitgenommen haben, die Tatwaffe der Täter?
09:20Und das hat der Herr Brandeis neben seinem Handy bei sich.
09:24Einen Haustürschlüssel und einen Tresorschlüssel.
09:28Fragt sich nur, wo ist der Tresor?
09:30Tja, wir müssen uns sowieso noch im Haus umsehen.
09:33Und die Frau Strobel sprechen wir dann später?
09:35Ja, das sollten wir.
09:39Zum Herrn Donato?
09:40Ja, ich verbinde Sie weiter.
09:42Gerne, wiederhören.
09:46Ja, Herrschaftszeit, was ist denn heute los?
09:50Aha, das ist die Annegret Nährlinger, meine Nachbarin aus dem Schrebergarten.
09:54Was möchten die?
09:55Gibt es wieder Probleme mit dem Dickmaulrüssler?
09:58Nein, das mit dem Dickmaulrüssler, das waren die Hartlmeiers.
10:02Hallo Annegret, grüß dich.
10:04Ja, Marianne.
10:05Du, ich bin gerade auf dem Weg zum Einkaufen für das Grillfest heute Abend.
10:08Hättest du noch was gebraucht?
10:09Ein Dressing vielleicht oder einen Senf?
10:11Was denn für ein Grillfest?
10:13Ja, heute Abend im Schrebergarten.
10:14Das hat doch dein Franz und mein Hartmut so miteinander ausgemacht.
10:17Wann? Also ich weiß von gar nichts.
10:20Ja, letzte Woche.
10:21Und dass du dich um die Salate kümmerst.
10:23Was, ich soll mich um die Salate kümmern?
10:25Also Annegret, da habt ihr bestimmt was verwechselt, dein Mann und du.
10:28Aber ich kann gerne bei meinem Franz nochmal nachfragen.
10:30Ja, das war nicht schlecht, bevor ich beim Metzger die Würschel und das Fleisch einkaufe.
10:34Ja, um Gottes Willen. Annegret, ich rühre mich.
10:37Ja, gut, bis gleich. Bitte.
10:41Habe ich den jetzt erwischt?
10:43Wie ist er auch in der Arbeit?
10:45Ich bin dann mal im Zentralarchiv.
10:47Aber nicht die Akten vergessen, Frau Lange, gell?
10:52Ja, Mailbox, super.
10:54Ja, hallo, Franz, ich bin's.
10:56Grüß dich.
10:57Du, jetzt hat gerade die Annegret Nährlinger angerufen wegen irgendeinem Grillfest heute Abend.
11:01Weißt du da was?
11:02Also bitte ruf mich zurück.
11:04Danke.
11:06Ein Grillfest heute Abend.
11:08So ein Schmarrn.
11:14Gut.
11:15Das Schlafzimmer können wir auch abpacken.
11:18Quatre so.
11:19Schauen Sie mal hier, Kollege.
11:20Lage im Handgepäck.
11:21Ein Verlobungsring.
11:23Aber hallo, was für einer.
11:24Der würde ein paar tausend Euro wert sein.
11:27Der Brandeis wollte durch lauter Frau Retzinger auf Mallorca sein Freunden die Sonja treffen.
11:31Ja, deswegen hat er auch Koffer und Tasche gepackt.
11:33Und den Ring hat er mit eingepackt, weil er vorgehabt hat, dass er ja einen Antrag macht.
11:37Ja, vielleicht.
11:38Schöne Grüße von der Spussi.
11:39Danke.
11:40Fenster okay, Türen okay.
11:41Ein Buch weiß gar nicht.
11:42Was haben Sie nur schön.
11:43Dicken Verlobungsring für Sonja.
11:45Mann.
11:46Ist das die Sonja Leifers, Senior Managerin im Ferienclub Dos Palamas?
11:50Wo kommt denn die jetzt her?
11:51Nein, die ist nicht da.
11:52Die sind mal locker.
11:53Nein, die Karte.
11:54Geben Sie mal her.
11:55Ach so.
11:55Die haben wir gefunden beim Herrn Brandes im Büro.
11:58Aber was anderes haben wir auch noch gefunden.
11:59Den Tresor.
12:00Hä?
12:01Ah.
12:03Und Ihr Franz hat Sie noch nicht zurückgerufen?
12:06Nein.
12:06Der sitzt wahrscheinlich vor seiner Druckmaschine.
12:09Nicht, dass Ihr Franz vergessen hat, Ihnen von dem Grillfest zu verzeihen.
12:13Das wäre allerdings ein dicker Hund.
12:15Zumal er denen Nährlingers angeblich auch noch versprochen hat, dass ich mich um die Salate kümmere.
12:20Ah, da ist die Frau May.
12:21Frau May, ich wollte Ihnen noch sagen, wegen Ihrer Laborberichte, die Frau Lange ist gerade höchstpersönlich unterwegs ins Zentralarchiv.
12:28Sehr schön.
12:29Ah, Frau May.
12:30Und ich hätte noch eine Butterbritze für Sie.
12:32Ah, von Kilian.
12:33Ja, ich wollte mir später sowieso einen Kaffee holen.
12:38Seit wann ist die Pertou mit dem?
12:40Keine Ahnung.
12:41Ah, der Franz.
12:43Servus, Franz.
12:44Hallo.
12:45Du sag einmal, was ist das für ein Schmarrn, da wegen heute Abend, wegen dem Grillfest?
12:49Kein Schmarrn?
12:51Nein, du hast mir nichts davon erzählt.
12:55Was tun wir denn jetzt?
12:59Das ist jetzt das Arbeitszimmer von meinem Brandeis.
13:02Da habe ich ja gesessen mit seinen Lieblingsbüchern da, alte Telefonbücher und Stadtpläne und alte Sparten mit Taubregistern.
13:09Das hat er also alles gebraucht für seinen Beruf als Ehrenermittler.
13:11Da freilich.
13:12Und das ist unsere Kollegin, die Jasmin.
13:15Grüß euch.
13:15Ich habe schon gehört, Sie sind der Neue.
13:17Jasmin Ketterer.
13:18Kilian Kai.
13:20Na dann, Jasmin, wie sieht es aus?
13:21Ja, ich habe schon mal nach Fingerabdrücken geschaut, aber da sind keine.
13:25Die hat irgendwer abgewischt.
13:26Interessant.
13:27Dann wollen wir mal sehen.
13:31Passt schon mal.
13:34Und im Tresor ist nichts.
13:37Leer.
13:38Dann ist doch klar, was passiert ist.
13:39Jemand hat den Tresor leergeräumt, deswegen die abgewischten Fingerabdrücke und deswegen hat der Herr Brandeis sterben müssen.
13:44Nein, nein, nicht so flott, Herr Kollege.
13:45Wenn es wirklich Raubmord war, wieso ist dann der Verlobungsring noch da und all die anderen wertvollen Sachen im Haus,
13:50die auch nicht gestohlen wurden?
13:51Das stimmt auch wieder.
13:53Und da?
13:54Das schaut so aus, als sei denn ein Ordnerfrieden.
13:56Ja, das ist uns auch schon aufgefallen.
13:58Aber wir haben alles abgesucht.
13:59Da sind keine mehr.
14:01Das ist interessant, da hat der Täter vielleicht auch irgendwelche Akten mitgenommen.
14:04Das ist eine alte Unterlage, fein säuberlich abkifft.
14:07Hier, Reisekostenbelege, Bewertungsbelege und der Testament von 1972.
14:14Na gut, wollen wir nicht erst mal zu Frau Strubel fahren, Herr Kollege, die Akten können wir uns später auch
14:17noch ansehen.
14:18Und Sie, Herr Moor, ich gehe jetzt Nachbarn betreiben.
14:21Aber vorher ist auch noch geschwind zum Korallenwächter, wie schön.
14:24Ich habe so ein Gefühl, das ist ein kleiner Ludwig.
14:27So viel Zeit muss sein, Herr Moor.
14:29Aber hallo.
14:31Danke, Jasmin.
14:32Gerne.
14:39Ja, Franz, und du sagst auch noch, dass ich mich um die Salate kümmere.
14:42Wie stehe ich denn jetzt da?
14:44Jetzt kommt schon die Annegret.
14:45Du, ich melde mich später.
14:46Servus.
14:48Hallo, Annegret.
14:49Hallo, meine Janne.
14:50Du, ich habe mir gedacht, bevor wir jetzt lang hin und her telefonieren, schaue ich geschwind vorbei.
14:53Hast du deinen Franz erreicht?
14:54Ja, gerade eben.
14:55Meine, Annegret, du glaubst gar nicht, wie peinlich mir das ist.
14:58Aber du hast natürlich recht gehabt mit dem Grillfest.
15:01Ja, und warum weißt du von nichts?
15:03Weil der Franz vergessen hat, es mir zu sagen.
15:06Glaubst du, ich kannte ihm Andi Gurgel?
15:08Nein, das machst du nicht.
15:09Der Franz muss ja nur die Würstel grillen.
15:11Das haben wir so ausgemacht.
15:12Dein Franz grillt die Würstel, die Steaks grillt mein Mann und ich mache einen Schokokuchen zur Nachspeise.
15:16Und wann soll ich die Salate machen?
15:18Er hat gesagt, es kommen zwölf bis 15 Leute.
15:21Zum Glück habe ich meinen Schokokuchen schon gestern Abend gemacht.
15:24Aber dann kannst du dich doch um die Salate kümmern.
15:28Herr Hansen, dann machen wir es doch einfach so.
15:30Ich sage den Kollegen auf Mallorca Bescheid, dass sie die Frau Leifers informieren sollen über den Tod von Herrn Brandeis.
15:35Dann soll die Frau Leifers sich mit uns in Verbindung setzen.
15:38Und wir fahren jetzt ins Nachlassgericht zu Frau Strobl.
15:40Ist recht, ich weiß Bescheid. Wiederhören.
15:42Gut, bis später, Frau Stockel.
15:43So, wollen wir?
15:45Ja.
15:47Frau Stockel, die Unterschriftenmappe zurück.
15:51Dankeschön.
15:52Folgendes, ich habe gerade mit Passau telefoniert.
15:54Der Herr Kaya wird uns auf jeden Fall die nächsten drei Wochen erhalten bleiben.
15:58Gut, dann ist es ja amtlich.
16:00Ach, wo steckt er denn überhaupt? Ich würde es ihm gerne noch persönlich sagen.
16:03Ach so, der ist mit dem Herrn Hansen unterwegs. Es gab er nämlich ja Leiche. Aber wenn er wiederkommt...
16:07Alles klar.
16:08Bis hier doch.
16:12Mallorca.
16:17Bitte, meine Herren, nehmen Sie doch Platz.
16:18Danke.
16:19Kann ich Ihnen etwas abbiegen?
16:20Ah, danke.
16:23Was ist denn nun mit dem Herrn Brandeis?
16:25Frau Strobl, der Herr Brandeis wurde heute tot aufgefunden.
16:29Wie bitte?
16:30Er mordet.
16:32Ja, wir haben den Verdacht, dass sein Tod etwas mit seinem Beruf als Erbenermittler zu tun haben könnte.
16:37Darf ich fragen, wie Sie zu dem Verdacht kommen?
16:39Na ja, so wie es aussieht, fehlen bei Herrn Brandeis Akten.
16:43Und in seinem Tresor im Arbeitszimmer haben wir auch nichts gefunden.
16:47Offensichtlich hat da auch jemand was rausgeräumt. Vielleicht wichtige Unterlagen.
16:51Fällt Ihnen dazu irgendwas ein?
16:52Hat der vielleicht Streit mit jemandem oder Ärger in letzter Zeit?
16:57Nicht, dass ich wüsste.
16:58Frau Strobl, wie lange haben Sie den Herrn Brandeis schon kannt?
17:01Seit circa zehn Jahren.
17:04Wir hatten immer wieder beruflich miteinander zu tun.
17:07Sie müssen sich vorstellen, allein in Deutschland gibt es Nachlässe im Wert von mehreren Milliarden Euro,
17:12die nicht vererbt werden können, weil nicht klar ist, wer erbberechtigt ist und ob es überhaupt Erben gibt.
17:18Und das klärt dann ein Erbenermittler?
17:20Nein, das zu klären ist zunächst Aufgabe der Nachlassgerichte.
17:24Die sind aber viel zu überlastet, um die teils sehr aufwendigen Recherchen selber durchzuführen.
17:29Deswegen werden externe Spezialisten beauftragt.
17:32Die Spezialisten wie Herr Brandeis?
17:34Im Prinzip war Herr Brandeis so eine Art Privatdetektiv, der im Auftrag des Nachlassgerichts recherchiert hat.
17:40Aha, dann waren Sie als Nachlassverwalterin beim Nachlassgericht so was wie seine, ja, Auftraggeberin.
17:47Exakt.
17:52Kartoffeln für den Kartoffelsalat?
17:54Haben wir schon aufgeschrieben?
17:56Entschuldigung, mein Name ist...
17:57Einen kleinen Moment, junger Mann.
17:58Für das Dressing vom Gurkensalat braucht man unbedingt nur einen Becher Joghurt.
18:02Und einen Dill.
18:04Probieren Sie doch am besten frische Minze, fein gehackt.
18:07Dazu eine Knoblauchzehe, auch fein gehackt.
18:10Etwas Kreuzkümmel, Zucker, einen kräftigen Schuss Limettensaft.
18:13Dann kleine grüne Chilischoten, fein geschrotet und dann dazu einen nicht allzu fetten Joghurt.
18:20Tim wollte das.
18:22Ich bin Koch.
18:25Frau Strobel, Sie haben gesagt, wir beide hatten ja am Telefon die Ehre, dass Sie heute in der Früh einen
18:31Termin mit Herrn Brandeis gehabt hätten.
18:32Worum war es denn da gegangen?
18:33Ich habe die Akte hier.
18:37Aktenzeichen B21 20976.
18:41Die Akte von Herrn Georg Hornschläger.
18:43Verstorben vor sechs Monaten im Alter von 88 Jahren.
18:47Kein Testament, keine Angehörigen.
18:49Bis auf eine Nichte, eine gewisse Almut Weber.
18:53Die potenzielle alleine, Erwin.
18:55Darf ich mal sehen?
18:56Natürlich.
18:57Vor circa zwei Wochen habe ich Herrn Brandeis damit beauftragt zu prüfen, ob es vielleicht nicht doch noch Personen gibt,
19:04die erbberechtigt sind.
19:06Bevor ich den Erbschein auf Frau Weber ausstellte.
19:08Reine Routine.
19:10Bei dem Nachlass, da wird es um ein geschätztes Vermögen von 1,6 Millionen Euro gehen.
19:16Ein Haus im Wert von 1,2 Millionen in Rosenheim.
19:19Aktien und diverse Sparguthaben.
19:21Auch das sollte Herr Brandeis prüfen.
19:23Und was hat Herr Brandeis da rausgefunden?
19:25Und das weiß ich nicht.
19:26Die Ergebnisse seiner Recherche wollte er mir heute Morgen präsentieren.
19:30Gestern Abend wird er ermordet.
19:32Zufall?
19:35Und, wie ist Ihr Vorstellungsgespräch gelaufen?
19:37Bestimmt super.
19:38Ja, ganz okay, denke ich.
19:39Ich bekomme morgen Bescheid.
19:40Wo ist denn Christine?
19:41Ich wollte dir eigentlich noch ganz kurz Hallo sagen.
19:43Die Frau Lange ist im Zentralarchiv.
19:46Aber so wie es ausschaut, kann es sein, dass sie nur ein bisschen beim Shoppen ist.
19:49Dann haben Sie jetzt Zeit.
19:51Wir könnten Unterstützung von professioneller Seite gut gebrauchen.
19:54Ja, klar.
19:56Was haben Sie denn vor?
19:57Ein Grillfest in unserem Schrebergarten für ca. 15 Personen.
20:01Dann nochmal zusammengefasst.
20:03Der Herr Hornschläger stirbt und hinterlässt das Vermögen von 1,6 Millionen Euro.
20:08Und die einzige Erbin ist angeblich sein Nichte, Almut Weber.
20:12Also mal angenommen, Herr Brandeis hat herausgefunden, dass die Nichte nun doch nicht allein Erbin ist.
20:17In dem Fall müsste sich Frau Weber die 1,6 Millionen teilen.
20:22Oder sie geht komplett leer aus, falls jemand in der Erbordnung noch vor Frau Weber kommt.
20:27Und vielleicht wollte die Frau Weber eben genau das da verhindern.
20:31Sie ermordet den Herrn Brandeis und lässt damit die Ergebnisse seiner Recherche verschwinden.
20:35Sagen Sie, haben Sie Frau Weber kennengelernt?
20:37Nein, nein. Das Einzige, was ich von Frau Weber weiß, weiß ich von Herrn Brandeis.
20:42Sie ist zwei Wochen nach dem Tod ihres Onkels in seine Villa eingezogen.
20:47Und das, obwohl sie offiziell noch gar nicht erbberechtigt ist?
20:50Da scheint ein schönes Haus zu sein.
20:52Und für die Marinade vom Grillfleisch nehmen wir dann am besten Rosmarin, Thymian und Zitronenmelisse.
20:57Habe ich doch gerade wir gehört? Soll das heißen?
21:00Naja, ich kann doch zwei so reizende Damen wie Sie nicht einfach im Stich lassen, oder?
21:05Sie sind ein Charmeer.
21:07Herr Wolter, Sie schickt der Himmel.
21:10Ist die Liste aber schon ganz schön lang geworden.
21:12Geht's in den Lebensmittelladen am Flachsmarkt, da kriegt's wahrscheinlich alles.
21:16Ja, auch so richtig frische Kräuter.
21:19Ich hätte nämlich eigentlich eine bessere Idee.
21:21Dann gehen Sie die Kräuter und die Gewürze besorgen und ich kümmere mich um den Rest.
21:25Wo treffen wir uns danach? Bei Ihnen oder bei mir?
21:28Sie meinen, wir könnten auch die Küche von der Frau Lange benutzen?
21:31Ja, ja, die Christine hat schon gesagt, dass ich mich bei ihr austoben kann.
21:33Sie hat's wohl nicht so mit dem Kochen.
21:35Nein, das wär mir gar nicht so unlieb.
21:37Wissen Sie, bei uns daheim geht's gerade drunter und drüber, weil man mal das Wohnzimmer neu tapeziert.
21:41Überhaupt kein Thema. Wissen Sie was, dann machen wir's doch so.
21:43Wir treffen uns bei Christine, Albrechtsstraße 23.
21:46Prima, bis gleich.
21:47Bis gleich.
21:49Bis gleich.
21:52Das ist also das Haus vom Herrn Hornschläger. Ist da die Agierenerben.
21:56Na, nicht schlecht.
21:59Und die mutmaßliche Alleinerbin, Frau Almut Weber, wohnt jetzt schon hier.
22:07Grüß Gott.
22:08Guten Tag. Hauptkommissar Hansen, Krippe Rosenheim, mein Kollege, der Herr Kaya.
22:12Sind Sie die Frau Almut Weber?
22:14Ja. Um was geht's denn?
22:16Es geht um Herrn Brandeis. Der Name sagt Ihnen doch was.
22:20Ja, das ist doch dieser Erbenermittler.
22:23Wahr. Der Herr Brandeis ist ermordet worden und jetzt hätten wir ein paar Fragen an Sie.
22:28Ja. Wollen wir vielleicht erst mal reingehen?
22:30Bitte.
22:33Der Herr Brandeis war vor zehn Tagen hier.
22:37Der hatte mir ein paar Fragen gestellt zu meinem Onkel.
22:40Und dann hat er sich ein bisschen im Haus umgeschaut und ist dann auch wieder verschwunden.
22:44Und seitdem haben Sie vom Herrn Brandeis nichts mehr gehört?
22:47Nein. Ich hab mich eh gefragt, was er schmarrn soll.
22:51Sagen Sie, ist das die Frau von Ihrem Erbonkel?
22:54Ja. Tante Erika. Die ist vor acht Jahren gestorben.
22:59Und das hier ist mein Onkel. In seiner Glanzzeit. Der hat mit Rosen gehandelt. Im großen Stil.
23:06Die Firma, die hat er allerdings schon vor 20 Jahren verkauft.
23:09Frau Weber, was machen Sie eigentlich beruflich?
23:11Ich war Physiotherapeutin in einem Therapiezentrum. Vor einem Monat habe ich gekündigt.
23:17Weil es jetzt ganz große Erben werden.
23:20Das Erbe steht mir ja auch zu. Das hatte ich ja auch dem Herrn Brandeis gesagt. Ich bin die einzige
23:25Angehörige, die mein Onkel gehabt hat. Und mein Onkel und ich, wir haben uns immer prächtig verstanden.
23:31Gut, eine Routinefrage noch, Frau Weber. Wo waren Sie gestern Abend zwischen, sagen wir mal, 20 und 21 Uhr?
23:38Ich war hier. Allein.
23:45Und wie ist Ihr Eindruck, Herr Kollege?
23:48Frau Weber hat keine Alibi nicht. Und wer weiß bestimmt, was uns da erzählt.
23:52Vielleicht war das Verhältnis zu Ihrem Onkel ja gar nicht so gut.
23:54Und dieser Herr Onkel Hornschläger hat sein Vermögen jemand anderem vererben wollen.
23:58Und unser Herr Brandeis ist dem dahinter gekommen.
24:00Und Ihr Vorschlag?
24:01Wir brauchen mehr Informationen zum Onkel und zur Nichte.
24:04Sehe ich ganz genau so. Wollen wir?
24:11Dass die Frau Lange nichts dagegen hat, wenn wir Ihre Küche benutzen?
24:16Naja, was sollen Christine schon dagegen haben? Eine Küche ist zum Kochen da.
24:20Also, womit fangen wir an? Mit den Salaten oder mit der Marinade fürs Grillfleisch?
24:24Sagen Sie's? Ich bin zu allen Schandtaten bereit.
24:30Schau her. Und das ist der Ludwig.
24:34Tragisch.
24:35Ja.
24:37Da seid's ja endlich. Ich hab jede Menge Informationen für Euch.
24:41Und für Sie, Herr Hansen, gibt's noch eine Butterbritze.
24:44Zu meinem Einstand.
24:45Das ist aber nett.
24:47Herr Mohr, was ist los? Ich schau'n so...
24:49Ah, der Michi macht sich solche Sorgen wegen dem Aquarium vom Herrn Brandeis.
24:53Der hat ja keine Erben. Testament hat auch keins gemacht.
24:56Und die Frau Rätzinger, die passt nur so lange auf das Aquarium auf,
24:59solange der Brandeis sie im Voraus bezahlt hat.
25:01Ach, der wird sich eine Lösung finden, Herr Mohr.
25:03Notfalls müssen wir die Fische adoptieren, Frau Stockl.
25:06Wirklich, wahr? Ich mein, Platz genug hätten wir ja hier, oder?
25:09Bei mir, ein Salzwasser-Aquarium.
25:11Sch, sch, sch. So, jetzt zum Wesentlichen.
25:13Also, die Kollegen auf Mallorca haben die Frau Leifers informiert
25:17und das ist die Telefonnummer, unter der sie erreichbar ist.
25:19Und das ging ja fix.
25:21Ja, und die KTO hat auf diesen Stick den Inhalt vom Computer vom Herrn Brandeis überspielt.
25:27Dankeschön.
25:28Und die Telefonliste und die Bankauskunft, die dauern noch.
25:32Gut.
25:33Und jetzt zu dir, Kilian.
25:35Der Herr Achtziger, der hat mit Passau telefoniert
25:38und du bleibst uns noch drei Wochen erhalten.
25:40Ja, aber das möchte der Herr Achtziger dir gerne selber sagen.
25:43Okay.
25:45Wo bleibt der Luftsprung? Hip, hip, hurra?
25:48Nein, den mache ich dann beim Herrn Achtziger.
25:51Herr Moor, was sagen die Nachbarn zu Herrn Brandeis?
25:54Zur Zeit keiner, was gesehen, keiner was gehört.
25:56Aber einer von den Nachbarn, der Herr Spenzler,
25:59der hat mir erzählt, dass der Brandeis in letzter Zeit eine Gespurse gehabt hat.
26:03Zack, zacka.
26:04Ja, Frau Leifers aus Mallorca.
26:07Nein, die Dame ist höchstwahrscheinlich aus Rosenheim.
26:10Fahrt ein blaues Cabrio mit Rosenheimer Kindsächen
26:13und hat öfters beim Brandeis übernachtet.
26:15Wie hat es denn ausgeschaut, die Dame?
26:17Oh, mei.
26:18Mittelgroß, mittelalt, mittelblond.
26:20Modische Brille.
26:22Frau Strubel vom Nachlassgericht, würde ich sagen.
26:24Und uns gegenüber hat es immer so toll,
26:26wie wenn es mit dem Brandeis nur beruflich zum Tor gehabt hätte.
26:29Ja.
26:30Aber jetzt reden wir erst mal mit Frau Leifers.
26:32Ja, Herr Hansen, könnten Sie das vielleicht übernehmen,
26:35weil dann kann die Geschwind zum Herrn Achtziger.
26:37Ja, das könnte ich.
26:38Ist es, ja, danke schön.
26:40Bis gleich.
26:41Servus.
26:43Herr Mohr, könnten Sie sich bitte als Nächstes
26:45über eine gewisse Almut Weber und Ihren Onkel, den Georg Hornschläger, schlau machen?
26:50Ja, das könnte ich schon.
26:57Ja, Franz, stell dir vor, ein richtiger Profikoch.
27:00Und was der Herr Wolters für Rezeptideen hat, das ist einfach großartig.
27:04Lass dich überraschen.
27:05Also, ich bin auch schon ganz gespannt, wir hören uns später, gell, Pfiti?
27:09Bin ich ja da.
27:10Ach, Frau Lange, jetzt habe ich schon gemeint, Sie kommen heute gar nicht mehr.
27:14Frau Grassecker, ich sage es Ihnen, das war vielleicht eine Odyssee.
27:17Dieses Zentralarchiv, das ist wirklich eine Welt für sich.
27:19Und dann hat es auch noch angefangen zu regnen.
27:21Aber Ihre Akten sind Sie ja immerhin los worden.
27:23Ja, meine Akten.
27:25Was war hier so los?
27:26Sie werden es nicht glauben, Frau Lange, der Herr Wolters war hier.
27:29Weil das ist ein sympathischer junger Mann.
27:31Der Tim war hier?
27:32Mhm.
27:32Bei Ihnen?
27:33Ja.
27:33Was wollte der?
27:34Der wollte eigentlich Ihnen Grüß Gott sagen, aber Sie waren nicht da.
27:37Und jetzt, stellen Sie sich vor, jetzt hilft er uns bei der Vorbereitung für unser Grillfest.
27:41Also der Annegret, der Frau Nährlinger.
27:43Äh, ich verstehe nur, Bahnhof, ich dachte, dieses Grillfest findet gar nicht statt.
27:48Der Franz hat vergessen, es mir zu sagen.
27:51Ha, Männer.
27:53Ja.
28:05Sie kommen aber jetzt schon noch mit aufs Grillfest, Herr Wolters.
28:10Naja, ich bin ja gar nicht eingeladen.
28:12So ein Schmarrn.
28:13Sie sind der Star des Abends.
28:15Ich weiß ja nicht.
28:16Was meinen Sie, was die alle für Augen machen werden?
28:19Aber Frau Nährlinger...
28:20Außerdem brauche ich jemanden, der mir beim Tragen hilft.
28:23Na gut.
28:24Was tut man nicht alles für eine Grillwurst und ein Bier?
28:28Mein Gott, schon so spät.
28:30Aufräumen müssen wir ja auch noch.
28:32Wissen Sie was, das mache ich später.
28:34Ja?
28:34Ja.
28:35Gut.
28:36Gracias.
28:37Wiederhören.
28:40Schöne Grüße vom Herrn Achtziger.
28:42Danke.
28:43Ach ja, haben Sie die Frau Leifers Erreicher kennen?
28:45Äh, Folgendes.
28:46Frau Leifers hat ein Brandeis vor fünf Wochen auf Mallorca kennengelernt.
28:50Er hat dort Urlaub gemacht in einem Ferienclub, den sie dann managt.
28:53Das war wohl sowas wie Liebe auf den ersten Blick.
28:55Und insgesamt ist er drei Wochen auf Mallorca geblieben.
28:58Vor zwei Wochen ist er nach Rosenheim zurückgekommen, weil er einen neuen Auftrag reingekriegt hat.
29:02Der Auftrag von der Frau Strobl, in Sachen Nachlass Hornschläger zu ermitteln?
29:06Genau.
29:07Und seitdem haben Herr Brandeis und Frau Leifers öfters miteinander telefoniert.
29:10Und vor drei Tagen hat er sie angerufen und gesagt, dass er zurück nach Mallorca kommt,
29:14weil sein Auftrag hier erledigt ist.
29:16Sagen Sie mal, wusste die Frau Leifers eigentlich, dass der Herr Brandeis und die Frau Strobl diese
29:21Chaka-Chaka-Sache am Laufen hatten?
29:23Nee, Sie schien nichts davon zu wissen.
29:25Das Ganze kann doch dann so abklaffer sein.
29:28Frau Strobl und der Herr Brandeis haben eine Affäre laufen.
29:32Herr Brandeis lernt die Frau Leifers kennen, die beiden verlieben sich Hals über Kopf.
29:37Er macht ihr, aber über Treiber, wer ist, nach drei Wochen schon auf Mallorca einen Heiratsantrag
29:41und Schluss mit der Frau Strobl.
29:44Könnte sein.
29:44Laut Frau Leifers wollte Herr Brandeis seinen Job als Erbenermittler an den Nagel hängen
29:48und sich auf Mallorca nach einer Villa für die beiden umsehen.
29:50So für circa zwei bis drei Millionen.
29:52Der muss schon richtig Vermögendwesen sein.
29:54Deswegen auch der teure Verlobungsring.
29:56So, ganz kurz, die Frau Strobl habe ich nicht erreicht, die ist nämlich schon im wohlverdienten
30:01Feierabend und den mache ich jetzt auch.
30:04Machen Sie das, Frau Stockl.
30:06Ja, da hat sie nicht Unrecht, ne?
30:08Machen wir morgen weiter, ich wollte sowieso eine Runde segeln.
30:11Ist das Ihr Hobby?
30:12Hobby?
30:13Das ist mir eine Leidenschaft.
30:15Wollen Sie mitkommen?
30:16Ich habe noch einen Platz frei auf dem Boot.
30:17Na, danke schön, da werde ich schon beim Zuschauen sehr krank.
30:21Landratte.
30:22Schade.
30:25Servus, Britta.
30:28Ja, wir kommen gerade nach Hause.
30:30Der Tim?
30:32Nö, der ist noch nicht da.
30:34Wieso?
30:35Geht er nicht ans Handy?
30:39Ja, du, der ist wahrscheinlich noch bei der Frau Nährlinger und total im Stress wegen
30:44diesem Grillver...
30:47Nee, oder?
30:52Britta, das glaubst du mir nicht.
30:57Mein Gott, Sie Ärmste.
30:58Dann haben Sie sich jetzt quasi ins Times Square geflüchtet?
31:01Ja, so wie meine Wohnung gerade aussieht, hatte ich heute wirklich keine Lust zu Hause
31:04zu essen.
31:04Das kann ich verstehen.
31:06Aber die Damen haben mein Glück, ich habe einen herrlichen Zander.
31:10Ich lade Sie ein.
31:11Ach, Quatsch.
31:12Doch, keine Widerrede.
31:13Sie haben auch meine Akten ins Zentralarchiv gebracht.
31:15Dann also zweimal den Zander und diesen Tim Wolters, dem würde ich was erzählen.
31:19Also als Koch sei Küche nicht aufzuräumen, das geht ja gleich überhaupt gar nicht.
31:23Ach, und jetzt ist der Typ wie vom Erdboden verschluckt.
31:26Wahrscheinlich ist er mit dieser Nährlinger beim Grill fest.
31:28Irgendwann kommt jeder mal nach Hause.
31:38Morgen, Christine.
31:39Morgen, Tim.
31:40Und gestern schön gefeiert.
31:42Boah, frag mich nicht.
31:44Bis um halb fünf bin ich in diesem Schrebergarten gewesen.
31:47Du bist also versumpft.
31:50Na ja, dieser, dieser Franz, der war ja nicht oft so.
31:54Der Franz von der Frau Grasecker.
31:56Ja.
31:58Du, ich, äh, werde mich auch noch mal kurz hinhauen.
32:01Ich habe solche Kopfschmerzen.
32:04Du siehst so aus, als wärst du sauer.
32:07Ja, weil ich sauer bin.
32:09Ich meine, schau dich mal um, wie es hier ausschaut.
32:15War wenigstens dein Vorstellungsgespräch in Erfolg?
32:18Ja.
32:20Ja, dann hat sie ja allen Grund zu feiern.
32:23Also, bis heute Abend ist das Chaos hier weg.
32:25Und Kopfschmerztabletten gibt's in der Apotheke.
32:36Dann war also die Grillfeier ein voller Erfolg.
32:39Also, ich bin um eins heimgegangen, weil Lea heute arbeiten muss.
32:42Aber mein Franz hat sich freigenommen und schläft immer noch wie ein Stein.
32:46Ich möchte nicht wissen, wie lange das gestern Abend gegangen ist.
32:49Guten Morgen, die Damen.
32:51Guten Morgen.
32:52Guten Morgen, Kilian.
32:52Du kommst gerade recht.
32:54Die Frau Strobl müsste jeden Moment hier reinschneiden.
32:56Ich schicke sie dann gleich zu Ihnen.
32:58Wunderbar.
32:59Und der Herr Hansen ist auch schon da.
33:03Ganz ein Netter.
33:04Morgen.
33:04Morgen, Frau Lange.
33:08Hat einer, der Herr Wolters, schon berichtet?
33:10Das Grillfest war sensationell.
33:12Na, das freut mich aber.
33:14Der versieht meine Küche jetzt aus wie ein Schlachtfeld.
33:16Hat er nicht aufgeräumt?
33:17Na, der war ja bis um fünf Uhr in der Früh auf diesem sensationellen Grillfest.
33:22Mit ihrem Franz.
33:23Bis um fünf Uhr in der Früh?
33:28Mein Franz, der Hundling.
33:30Hat er sich mal wieder krachen lassen.
33:33Ach, Ihre Schüsseln, Frau Lange.
33:38Mit Dank zurück.
33:45Guten Morgen, Herr Hansen.
33:46Moin, moin, Herr Kollege.
33:47Ich habe mir schon mal den Inhalt von der Brandeis Computer angesehen.
33:51Schauen Sie mal, frisch ausgedruckt.
33:52Was ist das?
33:54Das ist ein Vertrag zwischen Herrn Brandeis und der Nichte von Herrn Hornschläger, der Frau Weber.
33:58Und darin verpflichtet sich Frau Weber, dem Herrn Brandeis 40 Prozent ihres Erbes abzutreten,
34:03falls aufgrund seiner Ermittlungen das Erbe ihr zugesprochen wird.
34:06Sozusagen als Erfolgsprämie.
34:07Und das hat die Frau Weber unterschrieben.
34:10Imoin, die ist doch davor ausgegangen, dass sie die einzige Erbberechtigte ist.
34:13Also hättest du doch so oder so das Geld geerbt.
34:15Auch ohne die Hilfe vom Brandeis, oder nicht?
34:17Gute Frage.
34:18Aber es kommt noch dicker.
34:20Der Brandeis hat herausgefunden, dass der Hornschläger außer dem Haus in Rosenheim noch andere Immobilien besessen hat.
34:25Daraufhin hat er das Erbe neu taxiert auf 8,2 Millionen.
34:29Oha.
34:30Und davon hätte sich der Brandeis fast die Hälfte abgezwackt.
34:33Und solche Verträge hat er öfters gemacht.
34:35Wenn auch nur mit 25 Prozent.
34:37Kein Wunder nicht, dass der sich auf Mallorca absetzen wollte.
34:41So, meine Herren.
34:42Hier hätt ich die Anrufliste vom Herrn Brandeis.
34:45Der hat telefoniert wie ein Weltmeister.
34:47Und zwar mit der Sonja Leifers.
34:49Danke.
34:51Und das ist die Bankauskunft.
34:52Sein jährliches Einkommen betrug ca. 60.000 Euro.
34:55Das alles als Honoraren vom Nachhalsgericht.
34:58Das kann aber nicht alles gewesen sein, Miriam.
35:00Der Herr Brandeis muss richtig vermögend gewesen sein.
35:02Gut.
35:03Dann recherchere ich noch ein bisschen weiter, Kilian.
35:07Danke, Frau Stobl.
35:08Bitte.
35:09Ja.
35:09Und wir beiden schauen mal, was seine Ex-Geliebte und Auftraggeberin Frau Strobl zu all dem sagt.
35:18Ja, bei dem Vertrag handelt es sich um eine sogenannte Nebenabsprache zwischen einem Erbenermittler und einer potenziellen Erbin.
35:25In dem Fall, Frau Weber.
35:28Das Nachhalsgericht hat damit gar nichts zu tun.
35:31So, das heißt, Sie haben von dieser sogenannten Nebenabsprache gar nichts gewusst?
35:35Ich habe keine Ahnung, wie der Vertrag zustande gekommen ist.
35:38Ach so.
35:40Na gut, dann kommen wir jetzt mal zu Ihrer privaten Beziehung zu Herrn Brandeis.
35:44Entschuldigung?
35:45Du warst nicht so scheinheilig, Frau Strobl.
35:47Ein Nachbar hat Sie und Ihr Cabrio öfters mal beim Herrn Brandeis gesehen.
35:52Ja, also gut.
35:55Herr Brandeis und ich hatten eine Beziehung seit circa drei Jahren.
36:01Na sehen Sie.
36:03Wieso haben Sie uns das nicht schon gestern gesagt?
36:06Herr Brandeis hat regelmäßig fürs Nachhalsgericht gearbeitet.
36:09Ich war quasi seine wichtigste Auftraggeberin.
36:11Wenn jetzt rauskommt, dass wir auch privat liiert waren, dann denkt ja jeder, hätte meinem Lava die Aufträge zugeschanzt.
36:17Und was haben Sie uns denn sonst noch so verschwiegen?
36:21Ja, zwischen Herrn Brandeis und mir lief es in letzter Zeit nicht mehr ganz so rund.
36:26Also privat.
36:29Und da ist er vor ein paar Wochen allein auf Urlaub gefahren nach Mallorca.
36:32Und hat sich prompt in eine andere verliebt.
36:34Eine gewisse Sonja Leifers.
36:38Und weiter?
36:41Ja, vor zwei Wochen, wie er dann wieder zurückgekommen ist, haben wir uns dann getrennt.
36:46Einvernehmlich.
36:47Das könnte man natürlich auch anders sehen.
36:49Sie waren eifersüchtig.
36:51Vorgestern Abend kommt es zum Streit.
36:52Sie verlieren die Nerven und...
36:55Vorgestern Abend war ich in meinem Büro im Nachlassgericht und habe gearbeitet.
36:58Kann das jemand bezeugen?
37:00Nein.
37:01Die Kollegen waren ja alle schon aus dem Haus.
37:04Grüß dich, Stuckel.
37:05Grüß dich, Michi.
37:06Wo kommst du denn her?
37:07Na, ich habe noch ein bisschen reden müssen mit der Frau Rätzinger, wegen einem Aquarium von Brandeis.
37:11Ah, weiß man da jetzt schon, was damit passiert?
37:13Ja, die Rätzinger überlegt sich halt was.
37:15Stell dir vor, später darf ich sie gerade beim Füttern helfen.
37:18Der Ludwig hatte heute noch nichts gegessen.
37:20Nein, Michi, du und dein Korallenwächter.
37:25Ist das die Strobl?
37:26Ja, ganz genau.
37:29Michi, kannst du ruhig überschwimmen.
37:32Ach so, ja.
37:36Grüß dich.
37:37Moin, Amor.
37:37Moin.
37:38Na?
37:39Oh, passt schon.
37:41Wollten Sie sich nicht über Herrn Hornschläger und seine Nichte, die Frau Weber, schlau machen?
37:46Ja, das habe ich auch gemacht.
37:47Ich habe mit sämtlichen Nachbarn von Herrn Hornschläger geredet, wisst ihr übrigens, wer das auch gemacht hat, und sein lieber
37:53Herr Brandeis.
37:54Und was ist da noch ein Auskummer?
37:55Na ja, angeblich hat der Hornschläger vor 30 Jahren mit der Bedienung von Bernwirt mit der Luisa Sachanger ein außereheliches
38:04Verhältnis gehabt.
38:05Und angeblich hat er mit der Luisa auch einen Sohn gezeugt, einen außerehelichen.
38:09Ach.
38:11Also mal angenommen, Herr Brandeis hatte herausgefunden, dass es diesen unehelichen Sohn wirklich gibt, dann erbt er doch alles.
38:17Und Frau Weber geht komplett leer aus.
38:18Es sei denn, Frau Weber hat einen Vertrag unterschrieben, bei dem es am Brandeis 40 Prozent vom Erbe abtritt.
38:24Und im Gegenzug lässt der Brandeis die Geschichte mit dem unehelichen Sohn ganz, ganz dezent unter den Tisch fallen.
38:31Ja, ich gebe zu, der Herr Brandeis war noch einmal hier, vor vier Tagen.
38:35Und da hat er mir gesagt, dass es einen unehelichen Sohn gibt, aus irgendeiner Uraltaffäre von meinem Onkel mit so
38:41einer Bedienung in Bernwirt.
38:43Und dann haben sie Panik gekriegt, dass sie leer ausgehen und haben den Vertrag mit 40 Prozent unterschrieben.
38:48Der Herr Brandeis hatte mir hoch und heilig versprochen, dass er der Frau Strobel nichts von dem Sohn erzählen wird.
38:53Und dem Sohn auch nichts von dem Erbe.
38:54Ich meine, der hat doch seinen Vater, also ich meine, meinen Onkel nie kennengelernt.
38:59Ja gut, und dieser Sohn, wie heißt der?
39:01Das wollte ich erst gar nicht wissen.
39:03Das ist doch so was von ungerecht.
39:04Der kriegt alles und ich, die mich hier jahrelang um meinen Onkel gekümmert hat.
39:07Ich kriege gar nichts.
39:09Frau Heber, wie ging es denn weiter mit Ihnen und Herrn Brandeis?
39:13Der hat mir dann eine Kontonummer genannt.
39:17Und dorthin sollte ich das Geld überweisen.
39:23So, diese Kontonummer gehört zu einem Konto auf den Kaiman-Inseln.
39:27Ja super, bis man da die Unterlagen einsehen kann.
39:29Wenn überhaupt.
39:30Aber ich habe noch was anderes rausgefunden.
39:32Und zwar habe ich mit dem Bärenwirt gesprochen.
39:34Und er hat gesagt, er hat nie eine Bedienung gehabt mit dem Namen Luise Sachanger.
39:38Das ist eine reine Erfindung von dem Herrn Brandeis.
39:41Und wieso dann die Grücht?
39:42Das weiß ich nicht.
39:43Der hat Herr Brandeis dann wohl selber gestreut, um Frau Weber unter Druck zu setzen.
39:47Das heißt, den unehelichen Sohn hat es gar nicht gegeben.
39:50Und Frau Weber erbt jetzt doch alles.
39:59Wieso nicht die Frau Rützingers?
40:20Petri Heidel?
40:24Sind wir fischen gegangen, Frau Strohbel?
40:31Danach haben sie es gesucht.
40:33Diesen Schlüssel hatte der Herr Brandeis in seinem Aquarium versteckt.
40:37Die gehören zu einem Schließfach, in dem wir Unterlagen zu einem Konto auf den Kaiman-Inseln gefunden haben.
40:42Von jeder Zahlung, die auf dieses Konto eingegangen sind, sind 30% auf ein anderes Konto gegangen, das ihnen gehört.
40:48Und das war dann dafür, dass sie den Herrn Brandeis weiterhin mit Aufträgen versorgt haben.
40:52Obwohl sie gewusst haben, dass er mit dubiosen Verträgen Erben abzuckt.
40:55Das war alles dem Lernen, dem Herrn Brandeis seine Idee.
40:58Und mit dem Mord habe ich nichts zu tun.
41:01Frau Strohbel, ein Pförtner hat gesehen, wie sie in der Tatnacht gegen 19.30 Uhr das Nachlässgericht verlassen haben.
41:06Wir brauchen also bloß noch ihre DNA mit den Spuren am Tatort abzugleichen.
41:12Wir haben gestritten.
41:15Er hat gesagt, er wolle seinen Job an Nagel hängen und auf Mallorca ein neues Leben beginnen.
41:21Zusammen mit Frau Leifers.
41:22Das hätte ich mir ja noch verziehen.
41:24Aber ich wollte meinen Anteil aus dem Vertrag mit der Frau Weber.
41:29Das war doch sein größter Deal.
41:32Aber er meinte, er braucht das Geld für sein neues Zuhause auf Mallorca.
41:37Ich war so wütend.
41:39Er hat nach einer Statue gegriffen und zugeschlagen.
41:44Und dann haben sie den Tresor leer geräumt, die Akten verschwinden lassen, um den Verdacht auf Frau Weber zu lenken.
41:49Was ist mit der Tatwaffe? Der Statue?
41:52Die liegt jetzt im Inn.
41:56Frau Strohbel, Sie sind hiermit vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatverdachts Herrn Brandeis getötet zu haben.
42:02Bitte.
42:04Kommen Sie bitte mit.
42:14Gut, dass der Herr Mohr noch mal beim Aquarium war, he?
42:17Dem kleinen Korallenwächter sei Dank.
42:19Herr Mohr.
42:20Werla Wof.
42:21Werla Wof.
42:21Werla Wof.
42:21Er hat mich nicht mit.