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00:00haben es deutlich gemacht, in der Kriminalistik führt nicht immer der kurze und direkte Weg zum Ziel.
00:07Recht häufig ist der Erfolg nur über langwierige und mitunter auch komplizierte Umwege zu erreichen.
00:13Auch heute geht es wieder zum Teil um Fälle, bei denen die Polizei solche Umwege gehen muss.
00:19Vielleicht führen diese Gegenstände hier auf die Spur der Täter.
00:24Ein großes Küchenmesser, diese Uhr, ein Reisewecker, mehrere Pistolen, ein Damenring, ein solcher Tressorschlüssel und dieser Handfeger.
00:36Der Handfeger könnte im Übrigen zur Klärung einer ganzen Serie von mindestens 19 Raubüberfällen beitragen.
00:44Doch nun zunächst wie immer ein kurzer Rückblick auf die Ergebnisse früherer Sendungen.
00:50Vor über einem Jahr, im Dezember 1969, haben wir hier über einen besonders makabren Fall gesprochen.
00:58Auf einem Schuttplatz in Klotten an der Mosel war das Skelett eines etwa siebenjährigen Kindes gefunden worden.
01:05Die Zuschauerhinweise führten damals nicht zur Identifizierung des Kindes.
01:11Angeregt durch den Erfolg im Fall Betty Gruber hat die Kripo dann schließlich mit Hilfe des Schädels das Gesicht des
01:17toten Kindes nachmodellieren lassen.
01:20Moritz Wuchtmeier vom Hessischen Landeskriminalamt und seine Methode Gesichter zu rekonstruieren, hatten auch diesmal wieder Erfolg.
01:28Der modellierte Kopf sollte heute in dieser Sendung gezeigt werden.
01:33Gleichzeitig führten jedoch andere Ermittlungen der Kripo in Mainz zu einem verschwundenen Kind.
01:39Und jetzt zeigte sich, dass das modellierte Gesicht eine große Ähnlichkeit mit diesem Kind hatte.
01:44Das tote Mädchen konnte identifiziert werden.
01:47Die Eltern wurden inzwischen unter dem dringenden Verdacht festgenommen, das Kind getötet und auf den Schuttplatz gebracht zu haben.
01:55Soviel zu diesem Fall aus dem November 1969.
02:00Unmittelbar nach unserer letzten Sendung wurde die erste Festnahme aus Hannover gemeldet.
02:06Wolfgang Stretz, gesucht wegen umfangreicher Betrügereien im Zusammenhang mit einer sogenannten Umschuldungsfirma,
02:14hatte sich unter falschem Namen in einem Motel aufgehalten.
02:19Seine Firma hat nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht weniger als 2700 Menschen um insgesamt eine Million Mark geschädigt.
02:29Ebenfalls am gleichen Abend ist die Polizei auf die Wohnung eines der Gesuchten gestoßen.
02:33Und zwar bei Ihnen in Wien, Herr Diputkowski.
02:35Ja, das ist richtig. Und zwar im Fall Dieter Geffgen.
02:39Geffgen wird beschuldigt, in der Schweiz und in Deutschland verschiedene Schwindelfirmen gegründet zu haben.
02:46Und er war auch in Wien hier gerade dabei, Büroräume für eine solche Firma zu suchen.
02:54Der Gesuchte selbst war aber am Tag der Sendung nach Frankreich geflogen und hat dort offenbar von der Fernsehfandung erfahren.
03:01Auf jeden Fall ist er nicht zurückgekehrt.
03:04Er und auch sein Partner Wolfgang König sind seitdem immer noch flüchtig.
03:09Da sie hier in Österreich schon bei den Vorbereitungen durch die Sendung gestört worden sind,
03:14beträgt der Schaden nur rund 70.000 Schilling.
03:17Auch in einem anderen Fall haben wir hier noch ein Ergebnis nachzutragen.
03:21In Graz wurde Norbert Kaufmann von der Polizei festgenommen.
03:26Er war vor über einem Jahr in unserer Sendung schon gesucht worden.
03:30Damals stand noch nicht einmal genau fest, welcher seiner vielen Namen eigentlich der richtige war.
03:36Auch bei Ihnen in der Schweiz konnte ja ein Name von der Verhandlungsliste gestrichen werden, Werner Petri.
03:41Ja, und zwar Jürgen Pieper.
03:43Er wurde ja von der Staatsanwaltschaft Basel und von deutschen Behörden gesucht, und zwar wegen zahlreicher Einbrüche.
03:50Er wurde schließlich im deutsch-schweißerischen Grenzgebiet am Bodensee in Friedrichshafen festgenommen.
03:57Die Festnahme erfolgte im Übrigen, wir wollen uns ja nicht mit fremden Fädern schmücken,
04:03nicht aufgrund von XY-Zuschauer hinweisen, sondern durch die interne Ermittlungsarbeit der Polizei.
04:09Auch in einigen anderen Fällen aus den letzten Sendungen ist die Polizei inzwischen allein aufgrund ihrer internationalen Verhandlungsarbeit zum Erfolg
04:19gekommen.
04:20Am 5. Februar wurde in Mailand Heiko Bommert festgenommen.
04:25Am 10. Februar in Madrid Eike Kirschke, am 16. Februar in Triest Kurt Klicker und am 19. Februar in Hannover
04:33Arthur Spätmann.
04:35Flüchtig ist nach wie vor Karl-Heinz Behnke.
04:39Auch sein Versteck wurde am Abend der letzten Sendung ermittelt, in Bielefeld.
04:44Aber Karl-Heinz Behnke hatte, wie übrigens schon bei früheren Sendungen, bereits am Nachmittag seinen Koffer gepackt
04:51und die Sendung vermutlich vor dem Schaufenster eines Radio- und Fernsehgeschäftes verfolgt.
04:56Danach ist er nicht mehr in seine Wohnung zurückgekehrt.
05:00Soviel zum Rückblick, meine Damen und Herren.
05:04Heute geht es zuerst um einen Mord, der vor viereinhalb Monaten in der Schweiz verübt worden ist.
05:11Es ist aber nicht auszuschließen, dass der oder die Täter aus Deutschland gekommen sind.
05:17Das Opfer, der Tankwart Johann Niedermann, war Schweizer Staatsbürger, hat aber die letzten anderthalb Jahre, bis kurz vor seinem Tod,
05:24in Norddeutschland gelebt.
05:26Der Mörder hat etwa 1000 Franken geraubt.
05:29Bis heute konnte aber nicht geklärt werden, ob Johann Niedermann um dieses Geldes willen gestorben ist
05:36oder ob möglicherweise persönliche andere Motive bei diesen Verbrechen in der Schweiz eine Rolle gespielt haben.
05:46Zürich, 16. November 1970. Ein Montag.
05:50An der Tankstelle auf dem Gelände der Migro-Zentralverwaltung fertigt der Tankwart Johann Niedermann kurz vor 21 Uhr den letzten
05:58Kunden ab.
06:09Die Kasse steht an dieser Tankstelle nicht im Büro des Tankwarts, sondern draußen zwischen den Zapfsäulen.
06:15Sie kann nur mit einem besonderen Schlüssel bedient werden.
06:20So, danke bestens. Also, dann wünsche ich Ihnen eine recht gute Reise.
06:24Jeden Abend um diese Zeit kommt der Nachtwächter des Betriebes, um den Transport der Tageseinnahme von der Kasse zum Büro
06:31im Keller des Gebäudes zu sichern.
06:33So, wie bist du fertig?
06:34Ja, dann mal das so will.
06:36Ich mache das unten zuerst mal. Kontrolle.
06:38Ja, ist gut, macht das, ja.
07:00Jeden Abend, bevor die Kasse geleert wird, überprüft der Nachtwächter,
07:04ob sich in den unteren, zu dieser Zeit bereits verschlossenen Räumen nicht etwa ein Unbefugter aufhält.
07:38Der Tankwart schaltet während der Kasse.
07:40Der Tankwart schaltet währenddessen in seinem Büro die Zapfsäulen ab.
07:46Eine der Säulen wird auf Münzbetrieb umgestellt.
07:58Jetzt erst wird die Tageseinnahme aus der Kasse genommen
08:01und zum Tresor in den Keller gebracht.
08:06Heute geht es incurredig.
08:22Als Ich fahre.
08:24Als Ich fahre.
08:51Der Nachtwächter braucht nicht auf Johann Niedermann zu warten.
08:54Der Tankwart hat einen eigenen Schlüssel, um später den Keller wieder verlassen zu können.
09:06Johann Niedermann ist vor drei Wochen aus Deutschland in die Schweiz zurückgekehrt
09:11und erst seit 14 Tagen bei dieser Migrol-Tankstelle in Zürich beschäftigt.
09:16Seine Kollegen wissen noch nicht viel mehr von ihm, als dass er zuverlässig und gewissenhaft arbeitet.
09:39Nachdem er die Tageseinnahmen in den Tresor eingeschlossen hat,
09:42liefert er die Schlüssel beim Portier am Eingang des Betriebsgeländes ab.
09:55Auch am nächsten Tag hat Johann Niedermann an der Tankstelle die Spätschicht.
10:00Von 13 bis 21 Uhr.
10:03Johann Niedermann ist 52 Jahre alt.
10:06Er ist geschieden und lebt in Zürich allein in einem möblierten Zimmer.
10:12Am Vormittag des 17. November fährt er zum Postamt.
10:18Er unterhält mit zwei Frauen, die er aus Deutschland her kennt,
10:22einen regen Briefwechsel und holt die Post jeweils selbst ab.
10:26Sein Auto trägt noch deutsche Kennzeichen.
10:28Er hat zuletzt in Winsen an der Lue bei Hamburg gewohnt.
10:36Anderthalb Jahre war er in Deutschland.
10:38Gearbeitet hat er während dieser Zeit stets in Hamburg.
10:41Grüezi.
10:42Jetzt Post für mich, Niedermann.
10:49Nein, das ist nichts.
10:51Also, kann man nichts machen.
10:53Der Brief, den Johann Niedermann erwartet, kommt erst am Nachmittag auf dem Postamt an.
10:58Aber der Tankwart wird ihn nicht mehr abholen können.
11:01Er wird am Abend dieses Tages bereits tot sein.
11:19Um 20.30 Uhr an diesem Tag tankt, wie die Polizei später ermittelt,
11:23ein deutscher Verkaufsfahrer 34 Liter Super.
11:27Er bezahlt 20.10 Franken.
11:33Wenige Minuten später, etwa um 20.35 Uhr,
11:37kommt ein Fußballtrainer von einem nahegelegenen Sportplatz an der Tankstelle vorbei.
11:41Dabei fällt ihm ein heller VW auf,
11:43der in einer engen Kurve dicht bei der Tankstelle vorschriftswidrig parkt.
11:48In dem Wagen sitzen mindestens zwei junge Männer,
11:51die offensichtlich das erleuchtete Migrol-Gelände beobachten.
11:59Kurz darauf werden auf der Kasse an der Tankstelle noch 18.20 Franken getippt.
12:03Der Registrierstreifen hält diesen Betrag fest.
12:07Ob der Tankwart zu diesem Zeitpunkt noch selber an der Kasse stand,
12:10ist bis heute ungeklärt.
12:13Um 21 Uhr, als der Nachtwächter wie gewöhnlich an die Tankstelle kommt,
12:18sucht er Johann Niedermann zunächst vergeblich.
12:40Er findet ihn schließlich in der Halle im Tiefgeschoss.
12:43Totbieter.
12:44Mit 21 Messerstichen ermordet.
12:49Der Täter hat vor seiner Flucht aus der Kasse der Tankstelle
12:52knapp 1000 Franken mitgenommen.
12:54Dieses geraubte Geld muss aber nicht unbedingt das ausschlaggebende Motiv
12:58für das Verbrechen gewesen sein.
13:00Hauptmann Dr. Claude Baumann,
13:02Chef der Kripo im Kanton Zürich,
13:04der heute bei Werner Vetterli im Studio ist,
13:07muss auch an andere Möglichkeiten denken.
13:09Ja, Johann Niedermann hat, wie Sie wissen,
13:13etwa anderthalb Jahre lang, bis kurz vor seinem Tod,
13:16in Norddeutschland gelebt.
13:18Und er hat einmal geäußert,
13:20dass er dort mit einer Frau befreundet sei,
13:23deren Ehemann im Gefängnis sitze.
13:25Es besteht durchaus die Möglichkeit,
13:27dass das Verbrechen vielleicht irgendwie
13:30im Zusammenhang mit Niedermanns Aufenthalt in Deutschland steht.
13:33Diese Frau, die im Raume Hamburg gewohnt haben müsste,
13:37ist bis heute nicht gefunden worden.
13:40Auch über andere Kontakte und Beziehungen des Opfers in Deutschland
13:43ist bisher recht wenig bekannt.
13:46Es wäre für die Polizei aber sehr wichtig,
13:49wenn sie erfahren würde,
13:52wie sich Niedermann in Norddeutschland aufgehalten hat,
13:56mit wem er Beziehungen, mit wem er Kontakt hatte.
14:00So sah Johann Niedermann zu Lebzeiten aus.
14:04Er arbeitete, wie gesagt, von Mai 1969 bis Oktober 1970 in Hamburg.
14:10Er hatte zunächst eine Wohnung, ebenfalls in Hamburg.
14:13Dann ab Mai 1970 etwa 25 Kilometer außerhalb in Winsern an der Lue.
14:20Neben den Fragen um die Person des Opfers
14:23können uns vielleicht auch die Spuren und die Beobachtungen
14:26vom Tatort weiterhelfen.
14:28Da ist zunächst die Tatwaffe selbst.
14:31Ein billiges Tranchierküchenmesser,
14:34das nur in den Filialen des Schweizer Warenhauskonzerns ABM erhältlich ist.
14:40Es kostet etwa 4 Franken
14:42und ist in relativ grossen Mengen verkauft worden.
14:45Dieses Messer hat allerdings eine auffällige Besonderheit.
14:48Obwohl es vor der Tat wenig oder gar nicht gebraucht worden ist,
14:52fehlen an dem dunkelbraunen Holzgriff
14:54auf der einen Seite zwei Nietenringe,
14:57und zwar die beiden gegen die Klinge zu.
15:01Das Messer ist insgesamt 31 Zentimeter lang.
15:04Die Klinge trägt die Aufschrift Rost Never
15:08und die Fragen der Polizei lauten heute.
15:11Wo ist vor dem 17. November 1970
15:15ein solches Messer mit zwei fehlenden Nietenringen aufgefallen,
15:20beziehungsweise wo ist ein solches Messer
15:23nach dem 17. November verschwunden?
15:27Die Polizei hat natürlich bei allen ABM-Warenhäusern nachgefragt
15:31und dabei festgestellt, dass in einer Zürcher Filiale
15:35zwei bis drei Wochen vor der Tat ein solches Messer
15:39tatsächlich verkauft worden ist.
15:42Es konnte sogar festgestellt werden,
15:44dass später an diesem Messer die beiden Nietenringe fehlten.
15:49Der Mann, der das Messer gekauft hat,
15:52vermutlich ein Südländer Typ,
15:54konnte aber bis heute nicht ermittelt werden.
15:57Fast alle Personen,
15:59die sich nach unseren Kenntnissen am Abend der Tat,
16:03also am 17. November 1970,
16:06auf dem Gelände der Migrol-Tankstelle aufhielten,
16:09haben sich bei uns gemeldet,
16:11mit wenigen Ausnahmen.
16:13Da ist zunächst die Person,
16:15für die vermutlich der letzte Betrag in die Kasse getippt worden ist,
16:20nämlich Franken 18,20.
16:23Und dann die jungen Leute,
16:25die mit ihrem VW bei der Tankstelle
16:27auf der Pfingstweitstraße gestanden haben.
16:30Zwischen 20 und 21 Uhr,
16:32also kurz bevor der Tote gefunden wurde,
16:35wurden von Zeugen noch weitere Personen
16:37in der Gegend der Tankstelle gesehen.
16:40Zunächst kurz nach 20.30 Uhr
16:43ein Mann mit einem älteren Personenwagen,
16:46der eine Weile gewartet hat
16:48und dann, als der Tankwart nicht kam,
16:51wieder weggefahren ist.
16:53Und schließlich gegen 21 Uhr
16:55zwei weitere Männer,
16:57von denen nicht bekannt ist,
16:59ob sie zu Fuß oder mit einem Auto gekommen sind.
17:03Möglicherweise haben diese Personen
17:05bis heute nichts von dem Verbrechen erfahren
17:08und sich deshalb nicht gemeldet.
17:10Der darauffolgende Tag,
17:12der 18. November,
17:14war in Deutschland ein Feiertag,
17:16der Bus- und Beetstag.
17:18Es könnte sich deshalb auch
17:20um Besucher aus Deutschland gehandelt haben.
17:23Da für uns alle Beobachtungen,
17:25auch scheinbar unbedeutende,
17:27wichtig sein können,
17:28möchten wir alle diese möglichen Zeugen bitten,
17:31sich mit uns in Verbindung zu setzen.
17:33Für Hinweise,
17:35die zur Klärung des Verbrechens
17:36und zur Ermittlung der Täter führen,
17:38sind Belohnungen von insgesamt
17:4015.000 Schweizer Franken ausgesetzt.
17:44Hinweise bitte an die Kantonspolizei Zürich,
17:47Telefonnummer Zürich 29 22 11,
17:5129 22 11,
17:54die Telefonnummer der Kantonspolizei Zürich,
17:57an jede andere Polizeidienststelle
17:59oder an eines unserer Aufnahmestudios.
18:02Vielen Dank, meine Herren in Zürich.
18:05Und hier noch einmal die Telefonnummern
18:06unserer Aufnahmestudios,
18:08meine Damen und Herren.
18:08Zuerst die Nummer von Zürich,
18:1223 56 50,
18:1623 56 50,
18:19und in Wien die Nummer 82 36 21,
18:27und hier bei uns in München die 48 49 41.
18:36Zu den Telefonnummern im Übrigen,
18:39meine Damen und Herren,
18:39noch ein kurzer Hinweis.
18:41Es kommt immer wieder vor,
18:43dass Zuschauer aus Deutschland versuchen,
18:45in den Aufnahmestudios in Wien
18:47oder Zürich anzurufen
18:48und dabei nicht berücksichtigen,
18:51dass die Vorwahlnummern,
18:52die wir bekannt geben oder die Sie hier sehen,
18:55immer nur für das jeweilige Land gilt.
18:58Wenn Sie beispielsweise als Zuschauer
18:59hier aus Deutschland,
19:01nicht in München
19:01oder bei einer deutschen Polizeibehörde
19:03anrufen wollen,
19:04sondern in der Schweiz
19:05oder in Österreich,
19:06dann müssen Sie bitte auch
19:07die jeweilige Vorwahl des Landes,
19:10also die Landeskennziffer vorwählen.
19:12Dieses Gespräch landet sonst bei Privatleuten,
19:14die durch solche Gespräche
19:16natürlich gestört werden.
19:18Und nun zum nächsten Fall,
19:20meine Damen und Herren.
19:21Es geht um einen Mann,
19:22den insbesondere die österreichischen Behörden
19:25seit geraumer Zeit suchen,
19:27aber auch die deutschen Polizeibehörden
19:29sind sehr an ihm interessiert.
19:31Der Mann heißt
19:31Bronislaw Kalinowski.
19:34Er stammt aus Polen.
19:35Er wird beschuldigt,
19:37in Österreich und Deutschland
19:38falsche Dollarnoten abzusetzen,
19:40vorwiegend bei Banken,
19:41Sparkassen und Tankstellen.
19:43Es handelt sich dabei ausschließlich
19:45um Noten zu 100 Dollar und 50 Dollar.
19:48Mit großer Wahrscheinlichkeit
19:50fährt er mit einem weißen
19:52Mercedes 250 oder 280
19:54mit deutschem Kennzeichen
19:56und einem Wohnwagenanhänger
19:57durch die Lande
19:58und hat eine Frau
19:59und zwei Kinder bei sich.
20:02Bronislaw Kalinowski
20:03ist 41 Jahre alt,
20:051,68 groß
20:06und von mittlerer Figur.
20:08Er hat schwarze Haare,
20:10braune Augen
20:11und spricht Deutsch
20:12mit polnischem Akzent.
20:13Auf dem linken Arm
20:15trägt er eine Tätowierung,
20:16einen Frauenkopf
20:18mit einem Glas
20:19und einer Flasche.
20:20Für Hinweise,
20:21die zur Festnahme
20:22des Gesuchten führen,
20:23ist eine Belohnung
20:24von 1000 Macht ausgesetzt.
20:27Hinweise bitte
20:28an jede Polizeidienststelle
20:29oder eines unserer
20:31Aufnahmestudios.
20:33Die Herstellung
20:35falscher Banknoten,
20:36meine Damen und Herren,
20:37ist auch für Spezialisten
20:40dieses Gewerbe
20:41eine komplizierte Sache.
20:42Nicht zuletzt deshalb
20:44dürften sich in der letzten Zeit
20:46immer mehr Fälscher
20:47darauf spezialisiert haben,
20:48andere Papiere herzustellen,
20:50die für sie genauso gut sind
20:51wie Bargeld.
20:53Personalpapiere, Pässe
20:54und vor allem auch Autopapiere.
20:56Im nächsten Fall
20:57geht es um einen Mann,
20:59der sich nach den Ermittlungen
21:00der Polizei
21:01ganz offensichtlich
21:02auf die Herstellung
21:03solcher falscher Dokumente
21:04spezialisiert hat.
21:06Der Mann heißt
21:07Wilfried Grotz,
21:09bedient sich aber auch
21:10zahlreicher Falschnamen.
21:11Nach den Erkenntnissen
21:12der Kripo
21:13gehört der Gesuchte
21:14einer internationalen
21:15Kraftfahrzeug-Hielerbande an,
21:17die gestohlene
21:18und unterschlagene
21:19Fahrzeuge
21:20mit gefälschten Papieren
21:22vor allem aus der
21:22Bundesrepublik
21:23in die Schweiz verschiebt.
21:26Wilfried Grotz
21:27ist 43 Jahre alt,
21:291,68
21:30groß und schlank.
21:32Er hat schwarze Haare
21:33und dunkelbraune Augen,
21:36besonderes Kennzeichen,
21:37eine Narbe
21:38auf dem rechten
21:39Handrücken.
21:41Bisher hat der Gesuchte
21:42folgende Falschnamen
21:43benutzt.
21:44Wolfgang Strauch,
21:47Manfred von Brücken,
21:49Wilfried Mollen.
21:51In Ganovenkreisen
21:53ist er wegen seiner
21:54häufigen Besuche
21:54in Spielbanken
21:55unter dem Spitznamen
21:57Zockerfried bekannt.
21:59Er tritt gelegentlich
22:00in Begleitung
22:01einer 37-jährigen Frau auf.
22:04Für Hinweise,
22:05die zur Festnahme
22:06des Gesuchten führen,
22:06ist eine Belohnung
22:07von 1000 Macht
22:08ausgesetzt.
22:09Hinweise bitte
22:10an das Landeskriminalamt
22:12Wiesbaden,
22:13Telefonvorwahl
22:1606121,
22:18Rufnummer
22:203531,
22:21an jede andere
22:22Polizeidienststelle
22:23oder an eines
22:24unserer
22:25Aufnahmestudios.
22:28Meine Damen und Herren,
22:29am 26. Februar,
22:31also vor etwa
22:32einer Woche,
22:33wurden in Nordheim
22:34bei Göttingen
22:35zwei Geldboten
22:37eines Supermarktes
22:38auf dem Wege
22:38zur Bank überfallen.
22:40Die Täter
22:41erbeuteten
22:4238.000 Mark.
22:44Wie die Polizei
22:45feststellen konnte,
22:46steht diese Tat
22:47aber nicht allein.
22:48Sie ist vielmehr nur
22:49das letzte Glied
22:51in einer langen Kette
22:52gleichgeachteter
22:53Überfälle
22:53auf Geldboten,
22:54die alle ein
22:55und derselben
22:56Tätergruppe
22:57zugeschrieben werden.
22:58Bei insgesamt
22:5919 Überfällen
23:01erbeutete die Gruppe
23:02bisher rund
23:03700.000 Mark,
23:04in zwei Fällen
23:05haben die Täter
23:06rücksichtslos geschossen.
23:08Bei einigen
23:09dieser Verbrechen
23:10haben die Gangster
23:11Spuren hinterlassen,
23:12mit deren Hilfe
23:13jetzt vielleicht
23:14die ganze Serie
23:15dieser Überfälle
23:16aufgeklärt werden kann.
23:17Auch wenn die Taten
23:18zum Teil
23:19schon mehrere Jahre
23:20zurückliegen.
23:24Mittwoch,
23:259. Februar
23:261966.
23:27Auf einem Parkplatz
23:29in Bielefeld
23:29wird zwischen
23:3020 und 21 Uhr
23:31von unbekannten Tätern
23:33von zwei verschiedenen
23:34Autos
23:34je ein
23:35Nummernschild
23:35entwendet.
23:41Die Kennzeichen
23:42werden an einem
23:43Opel-Rekord
23:44angebracht,
23:44der zwei Tage
23:45vorher in Hannover
23:46gestohlen worden ist.
23:50Es stört die Männer
23:51offensichtlich nicht,
23:52dass der Wagen
23:53jetzt zwei
23:54unterschiedliche
23:54Kennzeichen trägt.
23:55Sie wollen ihn
23:57ohnehin
23:57nur noch
23:57für wenige
23:58Stunden
23:58benutzen.
24:06Kurze Zeit
24:07später,
24:08gegen 22 Uhr,
24:10verlassen nur
24:10wenige Kilometer
24:11von Bielefeld
24:12entfernt
24:12in einem
24:13Großhandelsmarkt
24:13in Brackwede
24:14die Verkäufer
24:15und Kassiererinnen
24:16ihren Arbeitsplatz.
24:24Na, wie weit
24:25sind wir denn?
24:25Ja, ich bin fertig,
24:26ich will nur noch
24:27rasch die drei
24:27Kassen zusammenrechnen.
24:28Kotzke.
24:299, 13, 16,
24:322, 4,
24:3316,
24:34Die Geldscheine
24:34aus den einzelnen
24:35Kassen sind in
24:36Plastiktüten verpackt
24:37und auf den
24:38Kasseneinsätzen
24:39zurechtgelegt.
24:4214,
24:44so,
24:4737, 448, 66.
24:50Na schön,
24:50lassen Sie uns
24:51es rüberbringen.
24:59Jeden Abend
25:00um diese Zeit
25:01wird das Geld
25:01aus den drei
25:02Registrierkassen
25:03in das
25:03Verwaltungsgebäude
25:04gebracht
25:04und dort
25:05in den Tresor
25:06eingeschlossen.
25:07Die beiden
25:08Schichtführer
25:08müssen dazu
25:09die Verkaufshalle
25:09verlassen
25:10und über den
25:11Hof zum
25:11Verwaltungstrakt
25:12der Firma gehen.
25:16Bevor Sie
25:16an diesem Abend
25:17den Eingang
25:17zu den Büros
25:18erreichen,
25:19fällt plötzlich
25:20ein Wagen
25:20in der
25:21Tordurchfahrt.
25:25Halt,
25:25stehen bleiben!
25:26Stehen bleiben!
25:27Los,
25:28vorwärts!
25:28Wohin?
25:29Zum Auto!
25:30Du bleibst hier!
25:32Los!
25:40Wo soll ich
25:41das Geld hin tun?
25:41Reinschmeißen!
25:42Nach hinten!
25:45Dem Angestellten
25:46fällt auf,
25:47dass auf der
25:47hinteren
25:48Sitzbank
25:48mehrere
25:48Kartons
25:49und andere
25:50Gegenstände
25:50herumliegen.
25:53Zurück!
25:55Dann lauf schon!
25:57Lauf!
25:58Die beiden
25:59Schichtführer
25:59der Großhandelsfirma
26:00wissen,
26:01dass es sinnlos
26:01und auch gefährlich
26:02wäre,
26:03sich den bewaffneten
26:04Männern in den
26:04Weg zu stellen.
26:06So sind die
26:06beiden Räuber
26:07innerhalb weniger
26:08Minuten
26:08wieder verschwunden.
26:13Sie fahren
26:14zurück nach
26:15Bielefeld
26:15und stellen
26:16den gestohlenen
26:17Wagen auf
26:17einem
26:18Garagenhof
26:18ab.
26:24Dort leeren
26:25sie die
26:25geraubten
26:26Kasseneinsätze.
26:36Neben dem
26:36erbeuteten
26:37Geld
26:37nehmen sie
26:38aus dem
26:38Wagen
26:38einen
26:38Karton
26:39mit,
26:39in dem
26:40die
26:40Besitzerin
26:40des
26:40Fahrzeugs
26:41ein
26:41Jagdkostüm
26:42und
26:42einen
26:42Rock
26:43verpackt
26:43hatte.
26:50Nicht der
26:51Eigentümerin
26:52gehört dagegen
26:53ein
26:53Handfeger.
26:54Er muss
26:54von den
26:55Tätern
26:55stammen.
26:56Für die
26:56polizeilichen
26:57Ermittlungen
26:57eine wichtige
26:58Spur,
26:59die zunächst
26:59jedoch
27:00nicht zum
27:00Erfolg
27:00führt.
27:03Viereinhalb
27:04Monate später
27:05ereignet sich
27:05in Hannover
27:06ein
27:06Überfall,
27:07den die
27:07Polizei
27:08denselben
27:08Tätern
27:09zuschreibt.
27:10Es ist
27:10ein
27:11Freitag,
27:11der
27:1224.
27:12Juni
27:131966.
27:15In einem
27:17Selbstbedienungsgroßhandelslager
27:17im Stadtteil
27:18Linden
27:18steht gegen
27:1921.30 Uhr
27:20die Tageseinnahme
27:21zum Abtransport
27:22bereit.
27:2314
27:24Geldbomben
27:25mit
27:25insgesamt
27:25104.000
27:26Mark
27:27verpackt
27:28in einer
27:28Einkaufstasche.
27:32Der
27:32Wagen,
27:33der das
27:33Geld
27:33zur
27:33Bank
27:33bringen
27:34soll,
27:34hält
27:35im
27:35Hof
27:35des
27:35Gebäudes
27:35direkt
27:36vor
27:36der
27:36Tür,
27:37hinter
27:37der
27:37der
27:37Geschäftsführer
27:38mit dem
27:38Geld
27:38wartet.
27:40Aus
27:41Sicherheitsgründen
27:42wird sie,
27:42wie üblich,
27:43erst jetzt
27:43aufgeschlossen.
27:54Der
27:55Geschäftsführer will den
27:56Geldboten mit einem
27:57zweiten Wagen begleiten.
28:00Noch bevor er in sein
28:01Fahrzeug einsteigen kann,
28:03fährt ein dunkler Opel
28:04in den Hof ein.
28:10Los, zurück!
28:12Hände hoch, sonst knallt!
28:19Auch hier in Hannover gelingt es den Tätern unerkannt zu entkommen.
28:23Aus dem gestohlenen Opel, den sie für den Überfall benutzt haben, entwenden sie eine
28:27Kleinbildkamera.
28:30Beim nächsten Überfall dieser Art, den die Polizei acht Monate später ebenfalls in Hannover
28:35registriert, gibt es keine solchen Ansatzpunkte für eine Fahndung.
28:39Am 12.
28:40März 68 aber werden in Hannover erneut Geldboten überfallen.
28:44Und bei diesem Verbrechen findet die Polizei am Tatort wieder Spuren, mit deren Hilfe die Täter
28:49vielleicht ermittelt werden können.
28:53Es ist ein Dienstag.
28:55Die beiden Angestellten eines Großhandelsmarktes kommen gegen 21.45 Uhr im Zentrum von Hannover
29:01vor der Bank an, bei der sie drei Geldbomben in den Nachttresor werfen sollen.
29:07Überfall! Achtung! Geld her! Wir schießen sofort!
29:10Der Fahrer kommt seinem Kollegen zu Hilfe.
29:13Bei dem folgenden Handgemenge verliert einer der Täter seine Armbanduhr.
29:24Die beherzte Gegenwehr der Geldboten nützt nichts.
29:28Die Verbrecher schießen rücksichtslos.
29:37Bei diesem Überfall erbeuten die Räuber rund 35.000 Mark.
29:41Die beiden Geldboten bleiben schwer verletzt am Tatort zurück.
29:48Der Überfall in Hannover, meine Damen und Herren, war das vierte Verbrechen in dieser Serie.
29:53Inzwischen sind es, wie gesagt, 19 Fälle.
29:55Beim vorletzten Überfall, vor 15 Tagen in Göttingen, ist zum ersten Mal einer der Täter ohne Maske gesehen worden.
30:04Kriminaloberrat Heinz Müller vom Landeskriminalpolizeiamt in Hannover, der die Ermittlungen gegen diese gefährliche Gruppe leitet,
30:11hat nach den Zeugenaussagen eine Zeichnung von diesem Mann anfertigen lassen.
30:14Wie Sie im Film gesehen haben, sind immer zwei Männer aufgetreten.
30:20Ein kleinerer und ein größerer.
30:23Hier handelt es sich um den kleineren, um den älteren der beiden.
30:28Er ist etwa 30 bis 40 Jahre alt, 1,65 bis 1,70 groß.
30:35Er ist untersetzt und hat wahrscheinlich mittelblondes Haar.
30:38Er trug zur Tatzeit einen Oberlippenbart, der aber nicht unbedingt echt zu sein braucht.
30:46Der zweite Mann ist jünger und größer.
30:51Etwa 25 bis 30 Jahre alt und circa 1,80 groß.
30:55Er hat vermutlich dunkles, nach hinten gekämmtes Haar und benutzt möglicherweise den Falschnamen Schröder.
31:04Wie Sie aus dem Film wissen, meine Damen und Herren, haben die Täter nicht nur Geld geraubt, sondern auch Gegenstände
31:09mitgenommen,
31:10die heute möglicherweise auf ihre Spur führen können.
31:14Bei dem ersten Überfall in Bielefeld 1966 haben die Täter aus dem gestohlenen Auto ein Karton mit einem Damenrock und
31:22einem Jagdkostüm mitgenommen.
31:25Das Kostüm hat die Größe 42 und ist aus silbergrauem Flanell.
31:30Stehkragen, Blende und Taschen sind dunkelgrün abgesetzt.
31:35Die Innenseite des Kragens ist mit rotem Filz belegt.
31:39Vielleicht haben die Täter das Kostüm verkauft oder verschenkt.
31:43Aus demselben Auto fehlt ein sehr auffälliger, seltener Tresorschlüssel.
31:49Er hat einen Doppelbart und ist wie ein Taschenmesser aufklappbar.
31:55Wer einen solchen Schlüssel einmal gesehen hat, wird sich sicher daran erinnern.
32:02Später bei einem anderen Überfall haben die Täter einen Fotoapparat gestohlen.
32:08Eine Kleinbildkamera vom Typ Akkarelle.
32:11Hier unten neben dem Objektiv die Typenbezeichnung Akkarelle.
32:16Besonders auffällig auch die beiden nebeneinanderliegenden Bildsucher für verschiedene Brennweiten.
32:22In der Kamera befand sich ein belichteter Film mit Motiven aus Stuttgart.
32:28Bei einem der letzten Überfälle haben die Täter unter anderem einen solchen Reisewecker gestohlen.
32:35Er war zum Zeitpunkt des Diebstahls defekt und ist von den Tätern vielleicht verschenkt oder irgendwo zur Reparatur gegeben worden.
32:42Der Wecker Marke Europa hat ein schwarzes Gehäuse.
32:47In der Innenseite des Deckels, und das ist das Besondere hierbei, steht der Name der Firma Karl Jäger Apparatebau.
32:55Rund ein Dutzend von diesen Weckern sind von der Firma Jäger Weihnachten 1965 als Werbegeschenk verteilt worden.
33:04Frage also, wo ist dieser Wecker in den letzten Wochen aufgetaucht oder vielleicht zur Reparatur gegeben worden?
33:12Bei zwei verschiedenen Raubüberfällen haben die Täter auch zwei Pistolen erbeutet.
33:18Vielleicht haben sie diese Waffen inzwischen weitergegeben.
33:21Ein Hinweis von dem neuen Besitzer könnte die Ermittlung in diesem Fall entscheidend weiterbringen.
33:26Es handelt sich einmal um eine Walther PPK, Kaliber 7,65 mit der Nummer 22, 97, 48.
33:39Ich wiederhole, 22, 97, 48.
33:44Und zweitens um eine auffallend kleine Pistole, Kaliber 6,35, spanische Herkunft, Marke Victoria, Modell 1911.
33:54Diese Waffe ist heute äußerst selten.
33:58Und nun, meine Damen und Herren, noch zwei Gegenstände, die die Täter zurückgelassen haben, die also heute im Besitz der
34:04Polizei sind.
34:05Hier geht es um die Frage, wo diese Gegenstände herstammen und wie sie möglicherweise in den Besitz der Täter gekommen
34:12sind.
34:13Da ist zunächst aus dem Überfall in Hannover diese goldene Armbanduhr, Marke Silhouette Automatik, mit goldenem Gliederarmband.
34:24Die Uhr ist mit dieser Markenbezeichnung nur 150 Mal hergestellt worden.
34:31Sie wurde jeweils mit Lederarmband ausgeliefert.
34:34Frage also, wo ist dieses goldene Gliederarmband hergestellt worden?
34:38Und wo ist es vielleicht schon beim ersten Kauf an dieser Uhr, Marke Silhouette, befestigt worden?
34:45Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die Täter die Uhr schon bei dem Überfall im März 1968 verloren haben.
34:53Und schließlich dieser Handfeger.
34:56Auch er ist von den Tätern zurückgelassen worden und man weiß bis heute nicht, wo dieser Handfeger herstand.
35:01Der Handfeger trägt auf dem Holzerücken einen mit Bleistift geschriebenen Namenszug, Karl Gerber.
35:10Es könnte aber auch Gesper oder Gersper heißen.
35:15Frage, wem gehörte einmal dieser Handfeger?
35:20In den einzelnen Fällen aus dieser Serie sind zum Teil sehr hohe Belohnungen ausgesetzt worden.
35:26Insgesamt 23.000 Mark für Hinweise zur Erklärung des jeweiligen Verbrechens und zur Festnahme der Täter.
35:35Hinweise bitte an das Landeskriminalamt Hannover.
35:39Vorwahl 0511, Rufnummer 312021 an jede andere Polizeidienststelle oder eines der Aufnahmestudios.
35:52Vielen Dank, Herr Müller.
35:55Meine Damen und Herren, es ist selbstverständlich, dass die Polizei alles tun muss, um eine so gefährliche Bande auszuschalten.
36:02Aber auch die nächste Verhandlung brennt den Beamten der zuständigen Dienststellen gewissermaßen unter den Fingern.
36:08Es geht um einen Mann, gegen den in wenigen Wochen eine lange vorbereitete Gerichtsverhandlung beginnen soll.
36:15Er ist jedoch aus der Untersuchungshaft geflohen und seitdem spurlos verschwunden.
36:19Der Mann heißt Hans-Peter Gräf und stammt aus Köln.
36:26Die Staatsanwaltschaft wirft ihm große Betrügereien mit einem Schaden von beinahe einer Million Mark und illegale Waffengeschäfte vor.
36:33Hans-Peter Gräf ist 43 Jahre alt, 1,73 groß.
36:39Er hat gewähltes, dunkles Haar, graumelierte Schläfen und blaue Augen.
36:44Er benutzt wahrscheinlich einen PKW, ein Coupé vom Typ Ford, 20 MXL, silbermetallic, mit schwarzer Innenausstattung.
36:56Das Auto, das nicht auf den Gesuchten zugelassen ist, trägt das Kennzeichen K, Köln also, JL777.
37:06Er dürfte mit diesem Wagen in Deutschland, im holländisch-belgischen Grenzgebiet, in Österreich oder in der Schweiz unterwegs sein.
37:15Für Hinweise, die zur Festnahme des Gesuchten führen, sind Belohnungen von insgesamt 2.000 Mark ausgesetzt.
37:22Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Köln, Telefonvorwahl 0211, Rufnummer 2751, an jede andere Polizeidienststelle oder an eines der Aufnahmestudios.
37:39Und jetzt, meine Damen und Herren, geht es noch einmal um Mord, genauer gesagt um einen Sexualmord.
37:46Die Tat wurde vor drei Jahren in der schwäbischen Kreisstadt Günzburg verübt.
37:52Es ist eines jener Verbrechen, bei denen man zunächst nicht weiß, ob der Täter aus echt asozialen Motiven gehandelt hat
37:59oder möglicherweise krank ist und der Hilfebedarf also in eine Heilanstatt gehört.
38:05Aufgabe der Polizei ist es, den Mann zuerst einmal zu finden.
38:09Es ist der Kripo aus vielen Zeugenaussagen gelungen, ein Mosaik von der Tat und dem Tatablauf herzustellen.
38:16Dieses Bild enthält auch bereits einige sehr markante Einzelheiten über den vermutlichen Täter.
38:26Samstag, 30. März 1968.
38:29In Leibheim, einer kleinen Stadt an der Donau, vier Kilometer von Günzburg entfernt, schließt der Bahnwärter Walter Koch um 14
38:36.29 Uhr die Schranken für den Güterzug 62.13 von Stuttgart nach München.
38:42Walter Koch hat an diesem Tag bis 17 Uhr Dienst an diesem Bahnübergang.
38:45Für ihn ist es zu diesem Zeitpunkt noch ein Tag ohne besondere Vorkommnisse.
38:58Auch für den Landwirt Josef Braun, der wenige Kilometer entfernt zwischen Günzburg und Leibheim um diese Zeit auf seinem Feld
39:05arbeitet, ist der Tag verlaufen wie jeder andere.
39:14Etwa um 14.30 Uhr ist sein Jauchefass leer und er fährt zurück zu seinem Hof nach Günzburg, um es
39:20wieder zu füllen.
39:33Die meisten Einwohner in der kleinen Kreisstadt gehen an diesem Samstagnachmittag ihren üblichen Wochenendbeschäftigungen nach.
39:40In der Ulmer Straße gegenüber dem Gasthof zum Adler putzt Maria Wiesenberger die Fenster ihrer Wohnung im ersten Stock.
39:52Gegenüber in einem Hof dicht neben der Gastwirtschaft wäscht ein griechischer Gastarbeiter sein Auto.
40:06In der Gaststube zum Adler sind die Wirtsleute ebenfalls mit Reinigungsarbeiten beschäftigt.
40:18Albert und Philomena Kämpfle führen diese Wirtschaft seit 33 Jahren.
40:40Auch in dem anderen gegenüberliegenden Haus wird geputzt.
40:44Etwa 20 Minuten vor drei beobachtet Magda Huber, wie die Wirtin ihren Putzeimer vor der Gastwirtschaft ausleert.
41:05So, das hält er mal wieder.
41:06Ja, ich bin jetzt auch verrückt.
41:08Könne ich ja jetzt gehen.
41:10Wo kommst du zurück?
41:11Oh, spätestens um halb fünf Uhr. Vorher kommen wir die Leute ja auch nennen.
41:15Na ja. Also, mach's gut, gell?
41:18Ade.
41:19Der Adlerwirt verlässt gegen 14.45 Uhr das Haus, um einen Besuch zu machen.
41:35Entgegen seiner Vermutung kommt dann aber doch schon am frühen Nachmittag ein Gast in den Adler.
41:39Ein fremder Mann offenbar, den die Wirtin nicht kennt.
41:44Das ist gut.
41:54Der Gast muss der Wirtin unsympathisch gewesen sein.
41:57Denn Frau Kämpfle öffnet kurz nach seinem Erscheinen das Fenster neben ihrem Platz in der Gaststube.
42:03Das ist eine bekannte Gewohnheit, wenn sie mit einem Gast allein ist, der ihr aus irgendeinem Grund nicht ganz geheuer
42:08vorkommt.
42:10Zufällig steht an diesem Tag auch ein zweites Fenster der Gaststube offen.
42:22Eine Frau, die mit ihrer Familie spazieren geht, sieht deshalb gegen 15 Uhr beide Personen im Adler sitzen.
42:29Die Wirtin und auch den fremden Mann.
42:33Sie achtet allerdings nicht weiter darauf.
42:42Kurz darauf ist der Gast von seinem Platz verschwunden.
42:58Auch Frau Kämpfle sitzt nicht mehr am Fenster, als der Schmied Peter Obermeier gegen 15 Uhr 15 im Adler ein
43:05Bier trinken will.
43:06Die Eingangstür ist jetzt plötzlich verschlossen.
43:09Peter Obermeier geht weiter zum nächsten Gasthaus.
43:15Genau um diese Zeit muss es in der Gaststube zu einem tödlichen Kampf gekommen sein.
43:20Zu einem wahrscheinlich sehr kurzen Kampf.
43:22Denn die 71-jährige Frau hatte kaum eine Chance, sich gegen den wesentlich jüngeren Mann zur Wehr zu setzen.
43:30Der griechische Gastarbeiter, der auf dem Nachbargrundstück sein Auto poliert, glaubt plötzlich, ein verdächtiges Geräusch aus dem Gasthaus gehört zu
43:38haben.
43:39Als es dann aber still bleibt, wendet er sich wieder seiner Arbeit zu.
43:45Eine Viertelstunde später, gegen 15.30 Uhr, wollen zwei Nachbarskinder im Adler Limonade holen.
43:52Auch sie finden die Eingangstür verschlossen.
43:54Frau Kämpfle!
43:56Frau Kämpfle!
43:57Komm, lass uns mal nach hinten gehen.
44:01Sie versuchen es am Küchenfenster an der Rückfront des Hauses.
44:07Frau Kämpfle!
44:12Der Täter muss sich um diese Zeit noch in der Gastwirtschaft aufgehalten, dann aber fluchtartig das Lokal verlassen haben.
44:21Denn als die Kinder zur Eingangstür zurückkommen, steht sie plötzlich einen Spalt offen.
44:27Ahnungslos treten die beiden Mädchen in den Flur und läuten an der sogenannten Gassenschenkel.
44:36Als sich auch jetzt niemand meldet, gehen die beiden Mädchen wieder nach Hause.
44:40Die Gaststube betreten sie nicht.
44:43Wenige Minuten später fällt am Ortsrand von Günzburg ein Mann auf, der es sehr eilig hat.
44:49Nach der Personenbeschreibung derselbe Mann, der kurz vorher im Gasthaus zum Adler gesehen worden ist.
44:54Jetzt aber mit einer Baskenmütze auf dem Kopf.
44:56Er hält das nächste Fahrzeug an, das ihm in den Weg kommt.
44:58Halt sie mich zum Bahnhof nach Leifheim. Ich zahle Ihnen 20 Mark dafür.
45:03Fahr nicht nach Leifheim.
45:05Warum gangen Sie nicht dort an in Günzburg zum Bahnhof?
45:08Da fahre die Zieg viel leichter weg.
45:10Ich kann nicht nach Günzburg, ich muss nach Röhm.
45:12Ich bin doch fahrend.
45:14Also, mir raus.
45:15Nein, nein, nein, nein, das ist nicht dauernd.
45:26Josef Braun lässt sich von dem Mann überrumpeln.
45:29Er glaubt es mit einem Mann zu tun zu haben, der nicht ganz zurechnungsfähig ist und dem man am besten
45:35nicht widerspricht.
45:36Er dirigiert den Fremden allerdings auf den vorderen Beifahrersitz, damit er ihn im Auge behalten kann.
45:43Gegenüber der Gastwirtschaft hat Magda Wiesenberger eben das letzte Fenster geputzt.
45:48Sie hat Durst und will sich nun im Adler etwas zu trinken holen.
46:02Währenddessen verlässt Josef Braun mit seinem Traktor bereits das Stadtgebiet von Günzburg.
46:07Er behält seinen Fahrgast ständig im Auge und kann ihn deshalb später genau beschreiben.
46:13Zwei Besonderheiten fallen ihm auf.
46:15Eine kleine Warze unter dem linken Ohrläppchen und der kleine Finger der linken Hand, der nach innen gekrümmt und offenbar
46:22steif ist.
46:26Der Fremde hat eine alte Aktentasche und einen zusammengerollten dunklen Wintermantel bei sich.
46:38Auch Magda Wiesenberger erhält auf ihr Leuten keine Antworten.
46:46Die Frau sucht deshalb selbst nach der Wirtin.
47:05Magda Wiesenberger findet die Adlerwirtin.
47:08Die 71-jährige Frau ist tot.
47:11Ihr Mörder war sexuell krankhaft veranlagt.
47:14Vor seiner Flucht hat er dann noch 38 Mark aus der Geldtasche der Wirtin geraubt
47:18und einen Ring, den sie stets an der linken Hand getragen hat.
47:24So, jetzt müssen Sie absteigen.
47:27Fahr nicht weiter, das ist mein Acker.
47:30Da drüben in dem Wald, da ist ein Weg, den geht der Donau ins Land.
47:35Da kommen Sie genau nach Leibheim.
47:39Der Mann, der es so eilig hatte aus Günzburg wegzukommen,
47:42steigt gegen 16 Uhr in der Nähe der Donauauen auf halbem Weg nach Leibheim vom Traktor des Bauern Braun ab
47:48und verschwindet im Wald.
47:54Wenige Minuten später taucht der Fremde noch einmal auf.
47:57Am Bahnübergang in Leibheim.
47:59Er hat jetzt den dunklen Mantel übergezogen.
48:02Der Bahnwärter Walter Koch ist der Letzte, der den geheimnisvollen Unbekannten mit der Baskenmütze gesehen hat.
48:13Bis heute ist es der Kriminalpolizei nicht gelungen, diesen Mann ausfindig zu machen,
48:18der mit größter Wahrscheinlichkeit die 71-jährige Gastwirtin in Günzburg ermordet hat.
48:26Auch nach drei Jahren kommt die Polizei bei ihren Ermittlungen immer wieder auf einen denselben Hauptverdächtigen,
48:32den Mann, der den Bauern genötigt hat, ihn auf dem Traktor mitzunehmen.
48:37Oberinspektor Schoch aus Memmingen hat also nicht nur eine recht klare Vorstellung, wie der Mann aussieht,
48:43er könnte ihn auch mit Sicherheit identifizieren, wenn er vor ihm stünde.
48:47Das ist richtig, denn der Mörder hat am Tatort einen Fingerabdruck hinterlassen.
48:53Wir können also jeden Verdächtigen einwandfrei daraufhin überprüfen, ob er der Täter ist oder nicht.
49:01Dazu kommt, dass die markanten, besonderen Merkmale des Mannes in dieser Zusammenstellung kaum oft öfters vorkommen könnten.
49:10Bei dem gesuchten Mann handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen sogenannten Nicht-Sesshaften,
49:15also mit anderen Worten um einen Landstreicher.
49:18Er war damals vor drei Jahren um die 40 Jahre alt und machte einen recht ungepflegten Eindruck.
49:27Er war etwa 1,75 groß und hatte volle dunkelblonde Haare, die seitlich glatt zurückgekennt waren.
49:35Der Mann hat, wie gesagt, zwei besondere Merkmale.
49:39Etwa einen Finger breit unter dem linken Ohr eine dunkle, erbsengroße Warze.
49:45Auf der Zeichnung hier ist die Stelle, an der die Warze sitzt, mit einem Kreis markiert.
49:52Ebenfalls links an der linken Hand ist der kleine Finger steif oder verkrüppelt und nach innen gebogen.
50:00Wir nehmen an, dass der Mann nicht aus dem Raum Günzburg kommt.
50:06Da in unmittelbarer Nähe die Autobahn vorbeiführt, hat er sich vielleicht damals, am 30. März 1968, als Anhalter mitnehmen lassen.
50:18Möglicherweise an der Raststätte Leibheim.
50:21Es ist denkbar, dass ein Autofahrer, der ihn mitgenommen hat, sich heute noch daran erinnert.
50:29Wie Sie aus dem Film wissen, meine Damen und Herren, hat der Mörder seinem Opfer einen solchen Ring abgenommen.
50:35Es ist anzunehmen, dass er versucht hat, ihn irgendwo zu verkaufen oder zu versetzen.
50:40Der Ring trägt in einer langgestreckten, ellipsenförmigen Goldfassung einen mittelgrünen, transparenten Stein, einen Achat.
50:50Für Hinweise, die zur Klärung des Verbrechens und zur Ermittlung des Täters führen, sind Belohnungen von insgesamt 4.000 Mark
50:59ausgesetzt.
51:01Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Memmingen.
51:04Telefon Vorwahl 08331, Rufnummer 3001, an jede andere Polizeidienststelle oder eines der Aufnahmestudios.
51:17Vielen Dank, Herr Schoch.
51:19Meine Damen und Herren, ich glaube, es ist nun Zeit, in den Aufnahmestudios anzufragen und nach den ersten Nachrichten zu
51:25hören.
51:25Unser erster Fall kam heute aus der Schweiz.
51:28Wie sieht es aus bei Ihnen, Werner Vetterli?
51:30Lässt sich über die ersten Hinweise schon etwas sagen?
51:33Ja, noch nichts Konkretes jedenfalls.
51:35Wir müssen Sie bestimmt auf die Ergebnissendung des Spätabends vertrösten.
51:39Die Hinweise, die bis jetzt eingetroffen sind, beziehen sich fast ausnahmslos, begreiflicherweise natürlich, auf den Mordfall Niedermann.
51:47Doch im Augenblick können wir noch nichts Konkretes sagen und müssen auf die Auswertung dieser Hinweise und auf weitere Meldungen
51:56warten,
51:57die zweifellos, das hoffen wir, bei uns noch eintreffen werden.
52:01Vielen Dank, Werner Vetterli.
52:03Und bei Ihnen in Wien, Teddy Podkowski, wie sieht das da aus?
52:05Ja, wir haben nicht sehr viele Hinweise, Herr Zimmermann, aber ich glaube, unter diesen wenigen Hinweisen sind zwei, die recht
52:12brauchbar sind.
52:13In einem Wiener Hotel am Wiener Stadtrand soll heute der 43-jährige Bronislaw Kalinowski gesehen worden sein,
52:21der wegen Ausgabe von falschen Dollernoten gesucht wird.
52:24Und ein zweiter, wie ich glaube, wesentlicher Hinweis, führt nach Salzburg, und zwar dort wurde, also im Land Salzburg, nicht
52:34in der Stadt Salzburg,
52:35dort wurde auf dem Pass Lueck der auffallende Personenwagen des Betrügers und Waffenschiebers Hans-Peter Gräf in Richtung Deutschland fahrend
52:44gesehen.
52:45Sie wissen, es ist ein Ford 20 MXL Coupé Silbermetallisé mit dem Kennzeichen KJL777.
52:56Das sind zwei Hinweise, die konkret erscheinen und die zurzeit überprüft werden.
53:00Und vielleicht können wir im Laufe des Abends ja noch sehen, inwieweit Sie sich wirklich bestätigen.
53:06Vielen Dank, Teddy Podkowski.
53:07Und bei uns hier in München, Peter Hohl, wie sieht es da aus?
53:09Ja, auch bei uns gibt es eine Mitteilung, die sich auf Hans-Peter Gräf bezieht.
53:14Und zwar soll er möglicherweise vor einigen Wochen einen Bart getragen haben.
53:20Es ist natürlich offen, ob er diesen Bart heute noch trägt, ob er ihn möglicherweise wieder abgenommen hat.
53:25Das Bild von Hans-Peter Gräf werden wir wie die anderen ja in der Spätausgabe noch einmal zeigen.
53:30Ansonsten konzentrieren sich die Hinweise etwas auf den Handfeger.
53:34Es sind allerdings allgemeine Hinweise, dass solche Handfeger beispielsweise in Zeichenbüros verwendet werden.
53:40Für uns wäre im Augenblick vor allem interessant, der spezielle Handfeger mit dem Namenszug Karl Gerber oder Karl Gesper.
53:48Auch diesen Namenszug werden wir ja noch einmal zeigen.
53:51Ja, vielen Dank, Peter Hohl.
53:53Meine Damen und Herren, in der Bundesrepublik hat in den letzten Wochen eine Kindesentführung die Öffentlichkeit sehr stark beschäftigt.
54:00In den letzten Tagen ist es in München gelungen, drei tatverdächtige Personen zu ermitteln und festzunehmen.
54:07Ein vierter Mann, der im Verdacht steht, an dem Verbrechen beteiligt gewesen zu sein, wurde gestern identifiziert.
54:14Der Mann heißt Stefan von Heidebrand und der Lasa.
54:18Als er festgenommen werden sollte, stellte sich jedoch heraus, dass er bereits geflohen war.
54:23So sieht der Gesuchte aus.
54:25Das rechte Foto ist schon vor längerer Zeit aufgenommen.
54:28Das linke Bild ist neueren Datums.
54:32Er ist 21 Jahre alt und etwa 1,80 groß.
54:35Er hat mittelblonde, lange Haare, trägt aber keine ausgesprochene Beatle-Frisur.
54:41Stefan von Heidebrand ist vermutlich mit einem lindgrünen VW Käfer Baujahr 1958,
54:48also das alte Modell mit kleinem Heckfenster, unterwegs.
54:51Der Wagen trägt das Kennzeichen MNT 777.
54:57Möglicherweise hat sich der Mann mit diesem Auto in Richtung Österreich oder Jugoslawien abgesetzt.
55:03Für Hinweise, die zur Festnahme des Gesuchten führen, ist eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt.
55:09Hinweise bitte an die Kriminalpolizei München, Telefonvorwahl 0811, Rufnummer 2141,
55:18an jede andere Polizeidienststelle oder an eines der Aufnahmestudios.
55:23Das, meine Damen und Herren, war der erste Teil unserer heutigen Sendung.
55:27Wir melden uns wie üblich mit weiteren Ergebnissen in den drei Ländern des Sendegebietes zu unterschiedlichen Zeiten wieder.
55:33Und zwar zu Zeiten, die wir Ihnen gleich zeigen werden.
55:37Sie können dann auch noch einmal alle Fahndungsfotos sehen.
55:40Und bis dahin, guten Abend.
55:44Und bis dahin, guten Abend.