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✅ Source: VW
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Erlebe den MOIA Panel Talk auf der IAA 2025 zum Thema „Autonomes Fahren“ – ein zukunftsweisendes Gespräch mit führenden Köpfen aus Politik, Industrie und öffentlichem Verkehr.

Mit auf der Bühne:
• Sarah Elser – Moderatorin des Panels
• Patrick Schnieder – Bundesverkehrsminister
• Oliver Blume – CEO der Volkswagen AG
• Christian Senger – Bereichsleiter Autonomes Fahren bei Volkswagen
• Henrik Falk – Vorstandsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
• Sascha Meyer – CEO von MOIA

Diskutiert wurden Chancen, Herausforderungen und Visionen autonomer Mobilität in Deutschland und Europa. Welche Rolle spielt der öffentliche Verkehr? Wie unterstützt die Politik? Und wie treibt Volkswagen die Technologie voran?

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Kategorie

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Motor
Transkript
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00:04Ja, wenigstens zwei, drei Leute klatschen.
00:30So, da kommt die Welle durch.
00:32Und sparen Sie sich auch das Klatschen, denn Sie können gleich richtig klatschen.
00:35Wir haben nämlich fantastische Gäste hier.
00:38Und damit ganz herzlich willkommen zum Politics- und KI-Tag hier auf dem Stand des Volkswagen-Konzerns.
00:45Schön, dass Sie hier alle vor Ort sind, volles Haus.
00:47Und natürlich auch schön, dass Sie uns von zu Hause oder wo auch immer zuschauen.
00:52Mein Name ist Sarah Elzer.
00:53Ich bin Conference-Host und CEO der Tech-Kommunikationsagentur TechWellTode.
00:59Unsere Städte, die wachsen immer mehr.
01:01Die Fahrpläne, die platzen wirklich aus allen Nähten.
01:05Und der Mangel an Fahrpersonal, der nimmt stetig zu.
01:09Gleichzeitig wollen wir alle mobil sein.
01:11Immer, überall, zu jeder Zeit.
01:13Das Ganze bitte flexibel und natürlich, wenn es geht, auch noch nachhaltig.
01:17Dafür brauchen wir immer wieder neue Konzepte, wie zum Beispiel Ride-Pooling.
01:23Jetzt wird der ein oder andere sagen, ja, Ride-Pooling ist nichts Neues.
01:26Das stimmt.
01:26Das gab es nämlich schon im Jahr 1974 in einer Stadt am Bodensee namens Friedrichshafen.
01:321974, damals hieß das Ganze Rufbus und Sie konnten sich das ganz bequem bestellen per Telefonzelle
01:39oder eben, falls Sie ein bisschen länger geplant haben, mit einer Postkarte.
01:43Sie merken schon, das war nicht so ein ganz gutes Konzept, denn oft fuhr der Bus dann so ein bisschen planlos rum.
01:49Richtig nachhaltig war es nicht und auch nicht richtig komfortbequem.
01:52Aber heute, 50 Jahre später, haben wir alles, was damals nicht da war.
01:57Wir haben Echtzeitdaten, wir haben KI, wir haben elektrische Fahrzeuge und wir haben vor allem autonome Fahrzeuge.
02:04Doch damit das Ganze gelingt, braucht es zur Technologie eben auch noch was anderes.
02:08Es braucht politische Weichenstellung, gesellschaftliche Akzeptanz und vor allem innovative Konzepte,
02:14wie die zum Beispiel die Volkswagen gemeinsam mit Moja uns zeigt.
02:18Genau darüber werden wir jetzt sprechen, wie kann man wirklich autonomes Fahren zur absoluten Realität machen
02:24und nicht nur zur Zukunftskonferenz und Zukunftsmusik.
02:28Und darüber freue ich mich jetzt, dass ich sprechen darf mit meinem hochkarätigen Panel.
02:31Wir freuen uns sehr, dass Sie sich alle Zeit genommen haben.
02:34Herzlich willkommen der Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, der Vorsitzende des Vorstands der Volkswagen AG Oliver Blume,
02:40der CEO Volkswagen Autonomous Mobility und Moja Aufsichtsratvorsitzender Christian Sänger,
02:46der Vorstandsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe, Henrik Falk und der CEO von Moja, Sascha Mayer.
02:51Herzlich willkommen!
03:02Sie haben mehr Fans dabei. Bei Ihnen klappt das besser, wenn Sie sich hier auf die Bühne begeben.
03:07So, schön, dass Sie da sind.
03:08Ich habe gerade gesagt, so Ridepooling, damals noch mit Postkarte und Telefonzelle.
03:13Heute geht das ganz bequem über die App bei Moja.
03:18Und deswegen gleich mal die erste Frage, zusammen fahren.
03:20Mit wem sind Sie denn zuletzt zusammengefahren?
03:22Und ich hoffe, war es ein gutes oder war es ein schlechtes Erlebnis?
03:25Herr Blume, was war die letzte gemeinsame Fahrt?
03:28Ja, erstmal, ich möchte unsere Gäste begrüßen.
03:31Ich finde das schön, dass sie dabei sind.
03:33Und das ist wahrscheinlich so das spannendste Zukunftsfeld der Automobilindustrie.
03:39Und ich habe glücklicherweise häufiger die Möglichkeit,
03:41mit meinen Kolleginnen und Kollegen von Moja den ID.Bus zu testen.
03:47Christian Sänger war dabei, Sascha Mayer.
03:50Und wir machen das regelmäßig.
03:52Und ich bin sehr beeindruckt, wie schnell der Fortschritt sich jetzt dort in diesem Feld auftut.
03:57Also das heißt, Sie fahren öfter mal zusammen auch, machen ein Ridepooling sozusagen.
04:00Wir lassen uns fahren.
04:01Sie lassen uns fahren.
04:02Ja, das sowieso.
04:03Und jetzt auch noch autonom.
04:05Bundesminister, wie ist es bei Ihnen?
04:06Fahren Sie auch mit Kollegen öfter zusammen?
04:08Und wenn ja, wer war es als letztes?
04:10Ja, das ist bei uns seltener.
04:12Aber das letzte Mal bin ich, in der Tat sind wir beide zusammengefahren mit der britischen Verkehrsministerin in Hamburg.
04:18Nämlich mit Moja.
04:20Autonom durch Hamburg.
04:21Das war ein tolles Erlebnis.
04:22Das ist schon mal gut.
04:23Da haben Sie schon mal ein gutes Stichwort gemacht.
04:24Herr Sänger, wie ist es bei Ihnen?
04:25Also Sie sind ja offensichtlich auch immer wieder gemeinsam unterwegs.
04:28Ja, vollautonomes Fahren ist, wir entwickeln Technologie, Geschäftsmodelle und soziale Akzeptanz.
04:35Das heißt, man muss wirklich nah an der Realität bleiben.
04:38Ich bin auch selbst Sicherheitsfahrer.
04:41Und deshalb regelmäßig jede Woche in verschiedensten Städten noch hinterm Lenkrad mit Händen nah dran.
04:48Und dann auch zu sehen, was können wir wirklich und wo müssen wir optimieren.
04:51Sicherheitsfahrer, müssen wir auch noch später mal drüber reden.
04:54Ich habe nämlich heute auch Moja testen dürfen und wusste gar nicht, wie ich die Fahrerinnen, Nichtfahrerinnen ansprechen sollte.
04:59Ist ja auch eigentlich kein Begriff mehr, Fahrerinnen.
05:02Ich gucke mal rüber, Herr Feig.
05:03Sie sind ja eher so mit ganz vielen Menschen immer unterwegs.
05:06Aber erinnern Sie sich noch an Ihre letzte Fahrt, die Sie mit jemand geteilt haben?
05:09Ich bin gestern mit der U8 in Berlin gefahren.
05:11Also insofern, mir fällt Folgendes ein.
05:16Wir sind vor drei Jahren, glaube ich, war das, da war ich noch in Hamburg, sind wir in San Francisco mit Waymo zwei Stunden gefahren.
05:23Und ich glaube, zumindest für mich war es ein Erweckungsmoment, weil ich danach ausgestiegen bin und mir klar war, die Technologie ist da.
05:30Die Frage ist, wie das Geschäftsmodell sich entwickelt.
05:32Also insofern denke ich jetzt schon nicht mehr darüber nach, mit wem ich fahre, sondern wie wir das irgendwie zusammenbringen.
05:39Dann gucken wir noch rüber.
05:40Herr Mayer, Sie fahren ja wahrscheinlich sehr häufig, wenn Sie mit Moja unterwegs sind, mit Menschen.
05:45Wer war der letzte Mitfahrer, die letzte Mitfahrerin?
05:48Ja, gestern tatsächlich die vielen begeisterten Journalisten, denen wir hier die Möglichkeit hatten, auch in München unsere Technologie zu zeigen.
05:56Und das Schöne ist, da kommt dann sofort Begeisterung auf, dass es eben funktioniert und das mittlerweile auch ohne, dass wir jetzt hier Tage, wochenlange Vorbereitungen zulegen mussten.
06:06Und das ist ein ganz wichtiger Punkt, weil es eben zeigt, dass die Technologie jetzt schneller kommt, als viele es auch tatsächlich erwarten.
06:12Und darüber wollen wir jetzt auch sprechen hier.
06:14Und da gucke ich erstmal zu Ihnen nochmal, Herr Bundesverkehrsminister.
06:17Sie haben gerade schon das Event selber angesprochen in Hamburg.
06:20Und da haben Sie damals gesagt, Deutschland will Leitmarkt für autonomes Fahren werden.
06:25Und da muss ich immer an meine ehemalige Chefin denken, die gesagt hat, wollen ist wie machen, nur halt weniger krass.
06:31Also wie machen wir das? Wie können wir wirklich Leitmarkt werden? Was müssen wir da jetzt für Weichen stellen?
06:37Also das autonome Fahren hat ein riesiges Potenzial an Innovation in technischer Hinsicht, aber auch in der Frage, wie wir in Zukunft insgesamt Mobilität gestalten wollen, vernetzte digitale Mobilität.
06:54Und wir haben Anbieter bei uns, die das können, die ganz vorne mitspielen in der Welt.
06:59Und deshalb müssen wir schauen, dass wir aus dem Ausprobieren, was wir machen in Hamburg anderswo, dass wir in den Realbetrieb kommen.
07:08Also Testbetrieb ist gut, Erfahrung zu sammeln.
07:10Jetzt müssen wir in den Echtbetrieb übergehen und das nicht nur mit einer begrenzten Flotte machen, sondern das hochskalieren.
07:16Weil wir Daten brauchen, weil wir Anwendungsfälle brauchen, weil wir Erfahrung brauchen, weil die Systeme lernen müssen.
07:23Ich glaube, das können wir. Wir haben einen Rechtsrahmen geschaffen, schon 2021 in Deutschland, als erste überhaupt, die all das möglich macht.
07:31Und das müssen wir jetzt ausnutzen. Wir wollen von der Probe in den Alltag, so will ich das mal nennen, also Alltagstauglichkeit von autonomen Fahren.
07:40Ja, Regulatorik, da sind wir ganz vorne dran gewesen. In dem Fall hilft es uns natürlich auch.
07:44Aber da würde ich gerne noch kurz bleiben. Sie haben es gerade schön beschrieben, das ist das Status Quo, das wollen wir tun.
07:49Wie machen wir das denn konkret? Weil ich will mal ganz kurz skizzieren, wie die Sachlage ist.
07:53Also der Bund, das haben Sie mit Ihrem Ministerium bzw. das Ministerium des Vorgängers, Sie haben es entschieden.
07:58Okay, das ist die Rechtsgrundlage. Dann entscheiden die Länder auf der Ebene, wie es grundsätzlich operiert wird und ausgerollt wird.
08:05Und die Kommunen müssen dann umsetzen. Wie machen wir das denn jetzt wirklich ganz konkret,
08:09dass wir nicht irgendwo zwischen Bundesämtern, Landesämtern und Rathaus wirklich stecken bleiben mit der guten Idee?
08:15Na, weil wir jetzt eben von diesem Testbetrieben eng begrenzt, wie wir es zum Beispiel in Hamburg machen,
08:21in größere Regionen gehen wollen, wo wir auch andere Herausforderungen haben.
08:25Nicht nur städtischen Bereich, nicht nur ländlichen Bereich, sondern zum Beispiel eine Missituation.
08:30Und das Ganze viel größer ausrollen und hochskalieren. Und dann müssen wir weg von diesen kleinen Einheiten in größere Regionen.
08:40Und das werden wir jetzt ausrollen, das werden wir machen.
08:42Gucken wir mal, ob wir noch ein bisschen konkreter werden können, wie wir es ganz konkret machen.
08:46Ich schaue mal zu Ihnen, Herr Blume. Sie machen ja ganz viel, das sieht man ja hier am Stand.
08:50Man sieht es mit den Testfahrten, Moja, IDBus, ID, Partnerschaften wie Mobileye auch noch.
08:55Und gleichzeitig sind eben die internationalen Konkurrenten schon ein Stück voraus, kann man sagen.
09:00Wie stellen Sie denn jetzt über den Volkswagen-Konzern sicher, dass wir eben bei dieser Schlüsseltechnologie,
09:05autonomes Fahren, nicht wieder so ein Entwicklungsstandort bleiben, während andere schon skalieren?
09:11Also wir haben in den letzten Jahren dort enorme Fortschritte gemacht und sehen uns dort in Europa führend.
09:18Wir haben in den USA von der Systemseite beispielsweise Waymo auch als ein Unternehmen, was das Ganze anbietet,
09:28was auf der Systemseite auch sehr fortgeschritten ist.
09:31Wir sehen aber gerade den Volkswagen-Konzern als ein Unternehmen, was Mobilität für alle anbieten will,
09:37in einer hervorragenden Position, dass wir mit diesem Ansatz, und da sind wir weltweit der Einzige,
09:44in so einem 360-Grad-Blick alles zusammen haben.
09:48Also wir haben die Technologie, die Software, das System, die Hardware, die wir dafür brauchen.
09:55Wir haben ein sehr geeignetes Fahrzeug, was attraktiv ist, was man für den Personentransport nutzen kann,
10:00aber auch für einen Warentransport perspektivisch.
10:03Und wir haben über Moja in den letzten Jahren eine Plattform entwickelt,
10:08die der Operator nutzen kann, wo man das gesamte Flottenmanagement dann einbezieht.
10:14Und wir haben die Plattform, wo wir die Kundenschnittstelle haben, also diese Fahrzeuge zu buchen.
10:20Die Beschleunigung, die wir jetzt aktuell auf der Systemseite erfahren, hat sich natürlich auch durch künstliche Intelligenz ergeben,
10:27dass sich Software schneller entwickeln lässt, Software deutlich schneller prüfen lässt.
10:32Die Situationen, die ich im Verkehr dort vorfinde, lassen sich viel besser simulieren,
10:38weil die künstliche Intelligenz dann natürlich eine riesen Datenbandbreite hat, darauf zuzugreifen.
10:42Und wir sehen uns mittlerweile mit diesem Projekt komplett in der weltweiten Spitzengruppe
10:48und sprechen da nicht über Einsätze, die irgendwann in den 30er Jahren stattfinden,
10:52sondern in den nächsten Jahren mit ganz konkreten Schritten, die wir dort vorhaben.
10:56Ich würde mal gerne einen Sprung schon mal in die Zukunft machen.
11:00Herr Sengel, Sie haben im Juni im Hamburger Kongress gesagt, autonomes Fahren ist ein Sprung in die,
11:06und das gefällt mir sehr, absolute Zukunft.
11:09Wie lebt und fährt sich es denn oder lässt es sich fahren in so einer absoluten Zukunft,
11:13designt bei Volkswagen?
11:14Erstmal, diese absolute Zukunft beginnt bereits jetzt.
11:20Wir testen ja in München, in Hamburg, in Oslo, in Austin und mehr Städten auf der Liste.
11:27Auch in Berlin wird man bald Fahrzeuge von uns sehen.
11:30Und dort haben wir genügend Erkenntnisse, um zu sagen, die Serien reiflich genau vor uns.
11:35Und deshalb planen wir auch einen klaren Einstieg in den realen Markt.
11:39Bereits in 2026 haben wir auch Geschäftspartner in Übersee Uber gewinnen können
11:45mit einem wirklich großvolumigen Vertrag.
11:49Und warum kommt das eigentlich jetzt so schnell?
11:53Und der Stichwort künstliche Intelligenz wurde bereits genannt.
11:58Das ist eine Spezialanwendung von künstlicher Intelligenz.
12:01Wir nennen das physikalische KI, andere sagen auch embodied,
12:06also in Körpern eingebaute künstliche Intelligenz.
12:09Das ist ein eigener Sektor.
12:12Und diese Technologie ist der Enabler für das Robo-Shuttle.
12:18Denn diese Technologie werden wir aber auch in High-End-Robotik sehen,
12:23in Lieferdrohnen, in vielen Anwendungen.
12:26Und damit wird es eine radikale Veränderung für unsere Industrie sein,
12:30für unsere Partner.
12:32Und weil die Aufgabe groß ist, machen wir das auch nicht alleine.
12:36Wir suchen uns die Champions.
12:38Und wir sind deshalb auch sehr froh,
12:41sehr gut mit Mobileye zusammenzuarbeiten für das autonome Fahren,
12:47den digitalen Chauffeur.
12:48Und ich denke, Kobe Ohayon ist auch hier mit im Publikum,
12:54der COO von Mobileye.
12:55Und deshalb, wir bündeln international die stärksten Unternehmen.
13:01Und es ist auch alternativlos.
13:03Denn bei aller Beschleunigung, die wir erzielt haben,
13:07wir sind in einer Aufholjagd.
13:09Heute sehen wir, dass immer noch bereits vollautonomes Fahren in USA Realität ist,
13:17mit mehr als einer Million Passagieren in fahrerlosen Fahrzeugen pro Monat.
13:21Und ganz äquivalent in China.
13:23Und jetzt geht es darum, sehr entschlossen,
13:26Politik, Industrie, öffentliche Hand,
13:30die öffentlichen Operator zusammenzubringen,
13:33zu sagen, wir schaffen damit einen deutschen und europäischen Weg.
13:36Und da gucken wir gleich nochmal drauf auf den deutschen und europäischen Weg.
13:41Aber ich gucke erst mal auf die Person,
13:43die ja auch mitsteuert bei diesem europäischen Weg
13:45oder beziehungsweise mitsteuern lässt über die Fahrzeuge.
13:48Herr Mayer, ich habe gesehen,
13:49nächstes Jahr hat Mo ja schon ein Zehnjähriges,
13:51kommt mir ehrlich gesagt gar nicht so lange schon vor.
13:53Also Sie sind da schon eine Weile dran.
13:55Das ist jetzt keine Geschichte, die gestern erst entwickelt wurde.
13:58Und passend zur IAA Transportation können wir dann hoffentlich alle eine Runde feiern.
14:02Und Sie haben auf LinkedIn geschrieben,
14:04das fand ich auch sehr schön vor fünf Monaten,
14:06autonomes Fahren ist mehr als Technik.
14:08Es ist die Chance, Mobilität für das Gemeinwohl nachhaltig zu stärken.
14:12Ridepooling mit autonomen Fahrzeugen kann Städte entlasten,
14:16Lücken im ÖPNV schließen
14:17und flexible, nachhaltige Mobilität für alle ermöglichen.
14:20Das klingt so schön.
14:22Jetzt muss ich nur noch wissen,
14:23wie machen Sie das bei Mo ja?
14:24Ich glaube, ein ganz wichtiger Aspekt ist,
14:27dass wir jetzt natürlich mit autonomen Fahren
14:30eine wunderbare Technologie sehen,
14:32nämlich künstliche Intelligenz in seiner physischen Form.
14:36Und das ist begeisternd für sich,
14:37aber für uns ist ein ganz wichtiger Ansatzpunkt zu sagen,
14:40diese Technologie muss den Menschen dienen.
14:43Und was heißt das?
14:44Wir müssen Sorge tragen,
14:45in welche Form der Anwendung kommt sie denn?
14:47Und was wir sehen,
14:48was wir mit unserem Ridepooling-Dienst bewiesen haben,
14:51ist, dass klar für Menschen wichtig ist,
14:52dass es ein komfortabler Service ist,
14:55dass er sicher ist,
14:56dass er aber eben auch flexibel und verfügbar ist.
14:58Das alles können wir durch autonomes Fahren
15:00in einer noch viel besseren Form zur Verfügung stellen.
15:03Aber ein ganz wichtiger Punkt dahinter ist auch,
15:06dass wir sorgen,
15:07dass dies in einer nachhaltigen Weise geschieht.
15:10Und Nachhaltigkeit sind für mich zwei Aspekte,
15:12die dabei wichtig sind.
15:13Einmal, dass wir natürlich durch das Teilen,
15:15Verkehr entlasten, Effizienz erhöhen,
15:18eben auch ermöglichen,
15:19dem ÖPNV Lücken zu schließen,
15:21die heute vorhanden sind durch diese Bedienformen.
15:24Auf der anderen Seite,
15:26wir aber auch schaffen müssen,
15:27dass es leistbar ist.
15:29Leistbar für Europa,
15:30leistbar für die Menschen,
15:31dass wir also einen kommerziellen Weg finden,
15:34der dies austariert.
15:35Und wir haben deswegen bewusst den Weg eingeschlagen,
15:38nachdem wir mit unserem Dienst in Hamburg
15:40sehr viel gelernt haben,
15:41über was Menschen wollen,
15:42wie die Zahlungsbereitschaften sind,
15:44wie man diesen Service digital automatisieren kann,
15:47jetzt den Weg einzuschlagen und zu sagen,
15:50wir wollen diese Kompetenz in Partnerschaft
15:53mit den Spielern in Europa in die Fläche bringen.
15:56Und das eben mit Grundwerten,
15:58die wir in Europa haben,
15:59Datensouveränität, Datensicherheit,
16:02aber eben auch einen hohen Schutz der Privatsphäre
16:04für die Personen,
16:05die dann mit uns fahren werden.
16:06Herr Feig, ich gucke mal zu Ihnen.
16:09Lücken im ÖPNV,
16:10da muss doch bei Ihnen sofort
16:11eine Alarmanlage losgegangen sein.
16:13So, das ist Ihr Stichwort.
16:14Lücken im ÖPNV schließen.
16:16Sie haben ja damals,
16:16Sie sind jetzt bei den Berliner Verkehrsbetrieben,
16:18waren aber in Hamburg auch mit dabei,
16:21als es da losging mit Moja in den Testbetrieben.
16:25Wenn jetzt Herr Mayer sagt,
16:27ja, Lücken im ÖPNV schließen,
16:29das klingt ja so,
16:30als wären Sie prädestiniertes Testfeld auch.
16:32Was macht denn denn ÖPNV
16:33wirklich so prädestiniert dafür
16:35und nicht jetzt zum Beispiel,
16:36wie wir schon von Herrn Sänger gehört haben,
16:38warum nicht jetzt erstmal mehr Industrieanwendungen,
16:40zum Beispiel Logistik?
16:43Na, ich glaube,
16:44also ich muss irgendwie gerade ein bisschen Öl
16:46in den Reihen gießen,
16:48weil, also ich zähle mal zwei Fakten auf.
16:51Also ich bin jetzt ja 2016 dabei,
16:53ich war vorher in Hamburg
16:54und ich habe die Gründung von Moja miterlebt.
16:56Und als wir damals zusammensaßen,
16:58dachten wir, okay,
16:59spätestens 2020 haben wir autonome Flotten.
17:03Jetzt haben wir 2025.
17:05So, und jetzt haben wir viel erreicht.
17:08Wir haben eine gesetzliche Rahmengebung.
17:10Die Technologie ist vorangekommen,
17:11weil die ersten Tests,
17:12die ich in Hamburg mitgemacht habe,
17:14wenn das die Realität gewesen wäre,
17:16wäre das meines Erachtens der Tod
17:17autonomen Fahrens gewesen,
17:18weil wir noch über Umrüstung von Infrastruktur
17:20etc. gesprochen haben,
17:21brauchen wir heute nicht mehr.
17:23So, jetzt ist die entscheidende Frage folgende
17:25und jetzt kommt für mich der entscheidende Punkt.
17:27Wir haben Stand heute
17:28noch nicht ein autonomes,
17:30zugelassenes Fahrzeug in Deutschland.
17:32Haben wir nicht.
17:35So, es gibt zwei für mich maßgebliche Projekte,
17:38das ist, und das finde ich, ist auch ein Fortschritt,
17:40auch in Zusammenarbeit mit dem Bund,
17:42eins in Hamburg und eins in Berlin,
17:45die im Prinzip identisch das Gleiche
17:47unter anderem mit Moja machen,
17:49nämlich zu verfolgen,
17:50das Ziel, dass wir in 2026, 2027
17:52eine Zulassung bekommen für die Fahrzeuge.
17:54Warum in beiden Städten parallel?
17:57Weil, wenn ich in Hamburg eine Zulassung bekomme,
17:59ich sie trotzdem noch nicht in Berlin habe.
18:02Ist auch völlig in Ordnung.
18:03Und jetzt kommt aber mein entscheidender Punkt,
18:05deswegen glaube ich,
18:05ist Lückenschließen im ÖPNV viel zu kurz gedacht,
18:09weil ehrlicherweise darum geht es gar nicht,
18:11weil, ich nehme mal Berlin,
18:13in Berlin haben wir schon nach den letzten Zahlen
18:1580 Prozent nutzen ÖPNV Fuß und Rad,
18:2020 Prozent fahren noch mit dem Pkw.
18:22Okay, das heißt, ich muss jetzt gar nicht mehr
18:25darüber nachdenken,
18:26ich kann irgendwelche Lücken schließen, ja klar,
18:28aber ich glaube, dass diese Technologie dazu führt,
18:30dass wir ein völlig neues Mobilitätssystem
18:31entwickeln können, also Plattformen,
18:34alles Mögliche darunter
18:35und diese autonomen Shuttle sind im Prinzip
18:37eine weitere Möglichkeit, mich vorzubewegen.
18:40Und die Frage ist, wie ist das Geschäftsmodell dafür?
18:42Und das ist auch die Frage,
18:43egal wo man hinkommt weltweit,
18:45alle fragen sich dasselbe.
18:47Und dieses Geschäftsmodell kriegen wir nur hin,
18:49wenn wir nach 27, ich bin jetzt in der Welt,
18:51ich beantworte Ihre Frage weiterhin ab 27,
18:54wir tun mal so, wir haben zwei Zulassungen
18:55in Hamburg und Berlin,
18:57wie skalieren wir jetzt?
18:59Und dann gibt es immer zwei Möglichkeiten,
19:00dann treffen wir uns,
19:01dann ist die Frage,
19:02könnte die BVG nicht 10.000 Fahrzeuge kaufen?
19:06Wir machen heute schon Verlust,
19:09wie soll ich die jetzt kaufen?
19:10So, hat Moja allein ein Geschäftsmodell,
19:13hat es auch noch nicht so.
19:14Das heißt, ich glaube,
19:15dafür ist eine Anschluss,
19:16eine Anschubfinanzierung des Bundes total sinnvoll,
19:20um in diese Geschäftsmodelle reinzukommen,
19:22weil ich glaube nicht daran,
19:23dass es dauerhaft nur ein Geschäftsmodell
19:25aus dem ÖPNV heraus gibt,
19:27sondern da müssen sich eigene Geschäftsmodelle bilden
19:29und wir werden auch unseren Weg finden.
19:31Und ich glaube,
19:31dass deswegen die entscheidende Frage ist,
19:33wie wir nach 27 weitermachen.
19:34Und da gibt es Stand heute noch keine Antwort,
19:36weil dafür jetzt die Programme geschrieben werden müssen.
19:39Herr Feig,
19:39ich nehme das einfach mal auf.
19:40Das finde ich jetzt ganz gut.
19:41Sie bringen ein bisschen Öl rein,
19:42ich finde es gut,
19:42wir bringen ein bisschen Pepe rein,
19:43Sie dürfen sich gerne auch ein bisschen austauschen.
19:45Herr Bundesminister,
19:46ich schaue Sie jetzt natürlich erst mal an.
19:47Das Thema Finanzierung ist gerade gekommen.
19:49Sie haben ja so ein paar Milliardchen da im Topf drin,
19:52was so das Thema Verkehrsinfrastruktur angeht.
19:54Ich glaube, so 166 Milliarden sind es.
19:57107 wollten Sie so für die Straße, glaube ich,
19:59oder für die Schiene reservieren erst mal.
20:02Wären immer noch knapp 60 Milliarden übrig.
20:04Also der Herr Falk hätte Interesse.
20:06Wie machen wir das jetzt?
20:08Also die 166 Milliarden, die Sie ansprechen,
20:11sind die Milliarden,
20:13die wir in die Erhaltung stecken müssen,
20:15im Sondervermögen.
20:15Und die sind für nichts anderes vorgesehen.
20:17Nicht mal für den Neu- und Ausbau von Verkehrsinfrastruktur.
20:22Also wir müssen das über andere Möglichkeiten finanzieren.
20:26Und das tun wir ja im Moment schon mit bestimmten Förderprogrammen,
20:29Förderprogrammen, wo wir einen Rahmen fördern,
20:33wo wir Forschung fördern, wo wir so einen Anschub geben,
20:37was wir in Zukunft nur noch eingeschränkt vielleicht machen,
20:42wenn überhaupt, Fahrzeuge fördern.
20:44Die sind da, die, wenn man, kriegt man auf die Straße.
20:50Das Geschäftsmodell ist das Entscheidende.
20:51Und da sind wir nicht auf eins festgelegt.
20:54Also wir haben das jetzt auf ÖPNV mal bezogen.
20:57Auch da gibt es übrigens ganz unterschiedliche Verhältnisse in Deutschland.
21:00Es gibt nicht nur Berlin und Hamburg.
21:01Es gibt auch einen ländlichen Raum.
21:03Mein Wahlkreis zum Beispiel,
21:05wo Sie auf der Fläche anderthalbmal der Saarland
21:08eine Bahnverbindung haben,
21:10wo Sie einen Busverkehr haben,
21:12der ein besserer Schülerverkehr ist.
21:16Und da können Sie mit solchen Modellen,
21:18da können Sie mit solchen Angeboten
21:20ein ÖPNV deutlich verbessern.
21:22Das ist ein ganz anderes Geschäftsmodell
21:23und ein Anwendungsfall,
21:25der für Kommunen interessant ist,
21:26für Verkehrsverbünde im ländlichen Raum interessant ist,
21:29als Sie das zum Beispiel in der Stadt haben.
21:32Ich kenne aber auch bekannte Freunde,
21:35die fahren jeden Tag mit Level 2 Plus-Fahrzeugen
21:39nach Berlin rein.
21:40Die machen das schon.
21:43Das gibt es also.
21:43Das geht.
21:45Und wir müssen schauen,
21:46dass wir das in der Breite hinbekommen.
21:48Weil dann werden Sie die Geschäftsmodelle
21:49auch von selber finden.
21:51Da, wo es ein Business Case ist,
21:53wird er auch verwirklicht werden.
21:54Sie haben es gerade schon gesagt,
21:55Sie kommen aus einem,
21:56ich darf mal sagen,
21:57im sympathischsten Sinne sind Sie wie ich ein Landei.
21:59Sie haben so ein 1000-Seelen-Dorf.
22:01Da sind Sie, glaube ich, groß geworden.
22:04Birisborn ist das, glaube ich,
22:04in der Vulkaneifel.
22:06Ich komme aus einem schwäbischen kleinen Dorf.
22:08Ich sage mal, da war Rushhour,
22:09wenn zwei Autos in der Stunde gefahren sind.
22:11Ist das überhaupt ein attraktiver Markt?
22:13Oder sagen Sie da jetzt,
22:14es ist ja zum Thema Geschäftsmodell
22:16viel zu wenig Daten.
22:17Also ja, müssen wir machen.
22:18Wir dürfen keine Zwei-Klassen-Mobilität-Gesellschaft haben,
22:21aber gerade aktuell gar nicht im Fokus.
22:23Oder wie schätzen Sie das ein
22:25zum Thema Geschäftsmodell?
22:26Herr Blume und Herr Sänger vielleicht.
22:28Ja, ich kann ja mal starten.
22:30Also wir müssen ja jetzt erst mal
22:32auch in den Feldern starten,
22:34wo sich dann auch so ein Geschäftsmodell entwickelt.
22:37Und das sind dann natürlich Ballungszentren,
22:40große, große Städte,
22:41wo wir erst mal alle Situationen
22:43auch hervorragend abbilden können.
22:45Und dann wird das natürlich irgendwann
22:46in Zukunft dann auch den Weg
22:48in lokale Regionen finden.
22:51Und ist da natürlich dann auch attraktiv,
22:53weil gerade diese Form der Mobilität
22:55natürlich eine sehr, sehr hohe Flexibilität auch hat.
22:57Da ist man dann nicht gebunden
22:58an Linienbusse oder an Züge,
23:02sondern kommen dann eben auch in Ecke,
23:04wo wir diese Anbindung nicht haben.
23:05Also insofern ist da schon ein Potenzial da.
23:08Aber zur Entwicklung der Technologie,
23:09zur Freigabe
23:10und auch zu den ganzen Rahmenbedingungen,
23:13die wir haben,
23:13glaube ich, ist es erst mal dort richtig
23:15in diesen großen Städten zu beginnen.
23:17Christian.
23:19Vielleicht würde ich an der Stelle übernehmen.
23:21Ich glaube, ein wichtiger Punkt ist ja,
23:23dass wir erst mal ein gesamtheitliches System schaffen müssen,
23:26wo wir sagen,
23:26wir verbinden den ländlichen Raum
23:28mit den Ballungszentren.
23:30Wir erzeugen darüber auch eine ausreichende Nachfrage,
23:33weil der springende Punkt ist ja,
23:34die zwei Fahrzeuge zur Rushhour,
23:36die fahren ja nicht innerhalb des Dorfes,
23:38sondern die haben ja einen Wegezweck,
23:39der deutlich länger ist
23:40und in der Regel eben in Ballungszentren
23:42oder zumindest suburbane Zentren reinführt.
23:45Und ich glaube,
23:45hier ist ein wichtiger Ansatzpunkt,
23:47dass wir sagen,
23:47wir müssen eben diese Brücke schaffen.
23:49Wir müssen die Städte nutzen,
23:50wo es natürlich wirtschaftlich interessanter ist,
23:52wo auch eine höhere Zahlungsbereitschaft
23:54und Kaufkraft ist.
23:55Und wir müssen aber auch eben dafür sorgen,
23:57dass wir die Technologie dann wachsend in die Städte bringen.
24:01Und das ist ja auch genau unser Punkt,
24:02den wir stark vertreten,
24:04dass wir sagen,
24:04die Modellregionen müssen eben breit gedacht werden
24:07und sie müssen über die Anwendungszwecke
24:08der Menschen gedacht werden.
24:10Ein weiter wichtigerer Punkt,
24:11da sind wir dann beim Thema Geschäftsmodell,
24:13ist,
24:13wir müssen halt auch bewusst hinterfragen,
24:15was wollen denn die Menschen?
24:16Und meine Erfahrung ist,
24:18niemand hat eine große Leidenschaft
24:20für das Thema Linienverkehr,
24:22sondern die Bereitschaft ist insbesondere da,
24:24wenn es eine flexible Beförderung ist,
24:26die eben Menschen schnell von A nach B bringt,
24:28ohne umsteigen zu müssen.
24:30Und hier haben wir eben großen Ansatzpunkt,
24:32dass wir sagen,
24:33wir können eine ganz neue Zahlungsbereitschaft nutzen,
24:35die Menschen heute auch schon haben für Mobilität,
24:38die aber eben vom öffentlichen Verkehr
24:41bisher nicht gut aufgegriffen werden kann,
24:42weil man eben nicht gut differenzieren kann.
24:45Und hier sehe ich eine ganz große Möglichkeit zu sagen,
24:47wir nutzen Monetarisierungspotenziale
24:49im öffentlichen Verkehr durch autonome Technologie,
24:52die höher sind,
24:52um dann eben auch das Gemeinwohl zu fördern,
24:56indem wir eben Unterstützung
24:57und damit mehr Angebot in der Fläche
25:00zu einem günstigeren Preis schaffen
25:01für die Menschen,
25:02die es wirklich brauchen.
25:03Aber sehen Sie,
25:04wir schicken in ländlichen Regionen,
25:06in kleinen Städten,
25:07viele Busse durch die Landschaft,
25:09haben Fachkräftemangel,
25:11oft sind die Busse leer oder nicht voll.
25:14Und wir haben heute schon autonom fahrende Busse
25:17im ÖPNV integriert,
25:18die können das.
25:19Also da haben Sie ein Business Case für die Anbieter.
25:23Das ist vielleicht im Moment noch etwas teurer,
25:25weil Sie die Fahrzeuge aus dem Pilotbetrieb noch ausrüsten.
25:28Aber wenn das ausgerollt wird
25:30und wenn das skaliert wird,
25:31haben Sie natürlich einen Anwendungsfall,
25:33auch in so einem Punkt.
25:34Ich glaube, dass wir die Breite betrachten müssen.
25:36Wir haben Bedürfnisse im Individualverkehr,
25:40wir haben Bedürfnisse im ÖPNV.
25:42Und ich glaube,
25:43wir müssen das insgesamt ausrollen und ausprobieren.
25:46Und dann werden sich diese Anwendungsfälle ergeben.
25:48Bin ich fest von überzeugt.
25:50Ich gucke mal rüber zu Ihnen, Herr Feig.
25:51Sie hören gerade so aufmerksam zu.
25:53Ich habe schon gehört,
25:54es gibt jetzt,
25:54Herr Mayer sagt,
25:55keiner hat eine Leidenschaft für Linienbusse.
25:57Sie glaube ich schon.
25:59Und Sie hören gerade,
25:59es gibt ja die Geschäftsmodelle.
26:01Wie es von Ihnen vorhin geklungen hat,
26:03war es aber eher so,
26:04dass es gar nicht so leicht ist.
26:05Ich meine, wir alle kennen das,
26:06wenn eine Software in einem Unternehmen neu ausgerollt wird
26:08und plötzlich alle neue Systeme nutzen müssen.
26:11Das ist schon Harakiri.
26:12Wenn jetzt auch noch Fahrzeuge,
26:14Infrastruktur ausgebaut wird,
26:16wie konkret müsste man da jetzt rangehen,
26:18damit das wirklich funktioniert,
26:20dass es auch ins Leben kommt?
26:21Was sehen Sie denn aus ÖPNV-Sicht da als Problem?
26:23Wir sind ja,
26:24also ich habe ja geschildert,
26:26dass zwei Projekte,
26:27die ich jetzt am besten beurteilen kann,
26:28in Hamburg und in Berlin
26:29und zwar nicht gegen den ländlichen Raum,
26:31das will ich nochmal sagen,
26:32es ist total klar,
26:32dass die Flächen zusammengehören.
26:35Aber am Ende zeigen uns alle Modelle der letzten Jahre,
26:38dass zunächst mal die Geschäftsmodelle
26:39sich in den Metropolen entwickeln werden
26:41und wenn man da gelernt hat,
26:43rollt man Schritt für Schritt aus.
26:45Und es ist total klar,
26:47dass wir,
26:47und das ist, finde ich,
26:48das Schöne,
26:48wenn wir über Skalierung reden,
26:50jetzt in dem Projekt merken,
26:51also was ist an Software notwendig,
26:53was ist an Leitstellen,
26:55all diese technischen Themen,
26:56die irgendwie keinen interessieren müssen,
26:58die wir dann alle haben müssen.
26:59Deswegen komme ich aber nochmal
27:00auf meinen absolut entscheidenden Punkt.
27:02Ich glaube,
27:02wir brauchen,
27:03wir tun mal so,
27:04wir haben in 27 eine Zulassung.
27:06Und auch für Busse ist es so,
27:08Stand heute gibt es
27:10weder einen deutschen Hersteller,
27:11der Busse,
27:11ich sag mal so 30 Plätze plus,
27:14autonom anbietet,
27:16gibt es nicht.
27:17Und am Ende, finde ich,
27:19das ist für mich die Perspektive,
27:21spielt es eigentlich
27:21Softwareseits etc.
27:23gar keine Rolle.
27:24Mir ist schon klar,
27:25dass man das alles homologieren muss,
27:27habe ich gelernt in den letzten Jahren.
27:28Aber,
27:29dass es so ist,
27:30am Ende ist es eine Plattform
27:31und das sind ja alles Vehikel,
27:32die ich da ran packe.
27:33Deswegen glaube ich,
27:35dass es Schritt für Schritt
27:35wird sich die Trennung
27:37zwischen individueller
27:37und öffentlicher Mobilität,
27:39wenn man das einmal logisch durchdenkt,
27:41Schritt für Schritt auflösen,
27:43ehrlicherweise.
27:44Weil ein autonomes,
27:46ein autonomer Pkw
27:47ist genauso autonom
27:49wie ein autonomer Bus.
27:51Und ob nachher stationsbasiert
27:52oder nicht,
27:53wenn man den Stein mal ganz weit fortwirft,
27:55das ist, glaube ich,
27:55der spannende Case.
27:56Wo ich darauf hinaus will,
27:57ist, was wir brauchen ab 27,
27:59wenn wir beide Zulassungen haben.
28:01Wir brauchen einen Wumms,
28:02ich nehme mal dieses schöne Wort,
28:04dass wir wirklich sagen,
28:05weiß ich,
28:05in Hamburg 5000 Fahrzeuge
28:07und in Berlin 10.000 Fahrzeuge,
28:09legen los.
28:10Weil das,
28:11wir können über alles reden,
28:13aus Sicht der Kundinnen und Kunden,
28:14du hast es gerade gesagt,
28:15ist die Verfügbarkeit das Entscheidende.
28:17Wenn ich 10 Shuttle unterwegs habe,
28:19macht das überhaupt gar nichts.
28:20Das heißt,
28:21wir brauchen eine große Anzahl,
28:23damit wir nicht nur weltweit,
28:24sondern auch in Europa,
28:25dass alle lernen können
28:26und das nicht Geschäftsmodelle.
28:27Und die Frage ist,
28:28wie kommen wir zu dieser großen Anzahl?
28:29Sie werden sagen,
28:31ja, alles klar,
28:31wir können die produzieren,
28:33die haben aber ihren Preis.
28:35Wie machen wir das?
28:36Also,
28:37wie kommen wir zu 10.000 Fahrzeugen,
28:39ohne,
28:40dass Sie mich angucken,
28:41wie jetzt in allen Städten,
28:43das verfolgt mich und sagen,
28:44ja,
28:44können wir nicht?
28:45Sage ich,
28:45ja,
28:46wie machen wir das?
28:47Das heißt,
28:47und da ist das,
28:48kommt das schöne Wort,
28:50Anschubfinanzierung.
28:51Und zwar,
28:52es müssen sich selber
28:53Geschäftsmodelle entwickeln,
28:54aber dafür ist doch
28:55Anschubfinanzierung da.
28:56Und da schiele ich jetzt
28:57nicht nur auf Bundesmittel,
28:58sondern wo man einfach sagt,
28:59wir brauchen den Anschub,
29:01weil in 27 sind wir ehrlich,
29:03wird noch keiner
29:03ein Geschäftsmodell haben,
29:05um 10.000 Fahrzeuge
29:06nach Berlin zu bringen.
29:07Ich brauche die aber.
29:08Also,
29:09das ist die entscheidende Frage.
29:10Den Rest kriegen wir irgendwie hin.
29:12Das finde ich sehr optimistisch.
29:14Den Rest bekommen wir hin.
29:15So, Herr Sänger,
29:15das klingt doch ganz einfach.
29:16Also legen wir los,
29:17oder?
29:18Ja,
29:18ich glaube,
29:19ich möchte ein bisschen
29:21für Sie sprechen,
29:23dass die Finanzierungsfrage
29:24vielleicht nicht nur etwas ist
29:25auf Ihren Schultern.
29:27Denn da kommen eigentlich
29:28zwei Bereiche zusammen.
29:30Wir haben die Perspektive
29:31der Anwendung
29:32und das ist gerade
29:34Mobilitätsverbesserung
29:35für Stadt und Land.
29:37Aber wir sitzen hier
29:38bei Volkswagen
29:39als der Vertreter
29:42der wichtigsten Industrie
29:43Deutschlands und Europas.
29:46Und im Gespräch
29:48merkt man deutlich,
29:50wir sind da
29:50am Einstiegspunkt
29:52einer völlig neuen
29:54S-Kurve,
29:54wie man das so nennt,
29:56wie Industrie
29:56neu funktioniert.
29:57Es gibt überhaupt
29:58gar keinen Grund,
30:00warum diese Anwendung
30:01des vollautonomen Fahrens
30:03auf den Anwendungsfall
30:05Stadt-Shuttle
30:06oder Stadt-Omnibus
30:07beschränkt sein sollte.
30:09Wir werden
30:09in einer enormen
30:11Geschwindigkeit erleben,
30:12wenn wir die erfolgreichen
30:13Anwendungen
30:14in den Städten sehen,
30:16dass es dann eine
30:17vom 5-Meter-Shuttle
30:20auf den Stadtbus,
30:21auf den schweren LKW
30:22bis hin zum
30:23Privatfahrzeug
30:24ergeben wird.
30:26Und das ist genau
30:27die Diskussion,
30:28wie schaffen wir
30:29jetzt die
30:29Blaupausen,
30:31damit wir gemeinsam
30:32verstehen,
30:33das ist ein neues Produkt,
30:35wo es viele Gewinner gibt.
30:37Und deshalb ist es
30:38eigentlich eine
30:38industriepolitische Frage.
30:41Wir kommen am Ende
30:42zum gleichen Ergebnis,
30:43dass es eine gewisse
30:44Anschubfinanzierung braucht,
30:45weil es ist eine
30:46datengetriebene Technologie.
30:49Datengetriebene Technologien
30:50brauchen immer Volumen.
30:51Erst dann hast du auch
30:52die sogenannten
30:53Unit Economics.
30:54Das heißt,
30:55die Zahlen zeigen,
30:56dass es zu Einsparungseffekten
30:57im öffentlichen Nahverkehr
30:58kommt,
30:59zu einer besseren
31:00Optimierung der Logistik.
31:02Und deshalb
31:03ist auch unser Plädoyer,
31:05wenige
31:06große
31:06Modellregionen
31:07anzulegen.
31:09Aber am Ende
31:10ist das Verkehrsministerium
31:11eigentlich der
31:12Nutznießer von dem,
31:14weil der Bürger
31:14den Effekt
31:15sofort nicht.
31:16Aber im
31:16eigenen Sinne
31:17tun wir das,
31:18um das Autoland
31:19Deutschland
31:20auch zum Land
31:21für vollautonome
31:23Mobilität
31:24zu machen.
31:25Das Autoland
31:26Deutschland,
31:27das nehme ich mal auf.
31:27Also ich fasse mal
31:28ganz kurz zusammen.
31:29Wir haben noch ein paar
31:29Themen zu klären
31:30und ich finde es ganz toll,
31:32dass wir das hier so
31:32offen gerade machen,
31:33damit man auch mal
31:34so ein bisschen
31:34teilhaben kann.
31:35Weil ich glaube,
31:36Sie untereinander treffen
31:37sich recht häufig.
31:38Und als wir gerade
31:38im Vorgespräch gesagt haben,
31:39sagte Herr Sänger,
31:40ja, das mit der Finanzierung,
31:41da haben wir ja schon ein paar
31:42Mal drüber geredet.
31:42Und ich dachte so,
31:43ja, aber ich weiß das ja nicht.
31:45Insofern vielen Dank
31:45schon mal,
31:46dass Sie das so offen
31:46gemacht haben.
31:47Ich würde nur noch mal
31:48gerne das Autoland
31:49Deutschland und Ihre Idee
31:50vom Leitmarkt
31:51aufnehmen und sagen,
31:52wir sind ja nicht nur
31:53geschlossen für Deutschland
31:55da, um jetzt zu beweisen,
31:56dass wir es können,
31:56sondern wir wollen es ja auch,
31:57Sie haben gesagt,
31:57einen europäischen Weg
31:59einschlagen.
32:00Waymo gerade
32:01250.000 Fahrten
32:02pro Woche.
32:05Das ist eine Ansage,
32:06da müssen wir jetzt
32:06erst mal rankommen.
32:07Und was sind jetzt
32:08wirklich konkret
32:08nochmal Schritte,
32:09Herr Blume,
32:10die Sie gehen möchten,
32:11gehen wollen,
32:12wo wir sagen,
32:13okay, nächster Schritt
32:13auch für uns,
32:14damit wir da wirklich
32:15zu einer ernsthaften
32:16globalen Konkurrenz
32:18werden.
32:19Also das beginnt
32:20erst mal
32:21auf unserer Seite,
32:23dass wir das System
32:24jetzt nochmal
32:25weiterentwickeln.
32:26Wir haben da
32:27natürlich den Anspruch,
32:29dass wir mit
32:29so einem autonomen
32:30Fahrsystem besser
32:31als der menschliche
32:32Fahrer sein wollen.
32:34Das ist für uns
32:35auch die Messlatte,
32:36wann wir dann auch
32:37in den offiziellen
32:38Betrieb gehen werden.
32:40Im Moment sammeln
32:40wir Testkilometer,
32:42haben Sicherheitsfahrer
32:43dabei und haben im
32:44Moment auch eine
32:45sehr, sehr gute Kurve
32:47und sind deshalb
32:48auch zuversichtlich,
32:49dass wir da in den
32:50nächsten zwei Jahren
32:51soweit sein wollen.
32:53Und jetzt geht es
32:53eben darum,
32:54eben von diesen
32:55Testbereichen dann
32:56in die realen
32:58Felder zu kommen.
32:59Hamburg ist
33:00eines,
33:01wir folgen
33:02jetzt dann
33:02mit weiteren
33:03anderen Städten
33:04und wir beschränken
33:05das auch nicht
33:06nur auf Europa.
33:08Wir haben
33:09beispielsweise
33:09international
33:10mit Uber
33:11jetzt den ersten
33:12internationalen Kunden,
33:14werden dort
33:15nach Los Angeles
33:16gehen und
33:17sobald dann
33:19die Systeme
33:20dann auch
33:20freigegeben sind,
33:21dann wird das
33:22relativ schnell gehen,
33:23wie der Christian
33:24Senger das
33:24gesagt hat.
33:26Und das wird
33:27dann auch nicht
33:27nur bei diesem
33:29Nutzerzweck
33:30stehen bleiben,
33:31sondern wir sind
33:32jetzt auch schon
33:33mal im Vorsondieren,
33:34dass man sowas
33:34dann eben auch
33:35für die Logistikbranche
33:36beispielsweise auch
33:38nutzen kann.
33:39Und ein Schritt
33:40weiter ist dann eben
33:41auch, das ist auch
33:41gerade angesprochen worden,
33:42dann später möglicherweise
33:43auch für Linienbusse.
33:44Wir spüren das
33:45in Deutschland auch,
33:47dass wir da eher
33:47einen Fachkräftemangel
33:49haben, auch im
33:49Fahrbetrieb.
33:51Und da ist das dann
33:52eigentlich auch eine
33:52sehr positive Ergänzung,
33:54wenn wir solche Systeme
33:55dort einsetzen.
33:56Das Entscheidende ist
33:57A, von unserer Seite
33:59die Technik jetzt
34:00komplett fertig zu machen,
34:01dann von der
34:03Regulierungsseite auch
34:05die Gesetzgebung
34:06fertig zu machen.
34:07Und da sehen wir im
34:08Moment eigentlich auch
34:08keine Hürden.
34:10Ich bin auch sehr
34:11dankbar, dass
34:12Patrick Schnieder als
34:14neuer Verkehrsminister
34:15sein erstes Gespräch
34:17mit Vertretern der
34:18Automobilindustrie und
34:19Zulieferbranche genau
34:20zu diesem Thema
34:21gemacht hat.
34:22Und das wurde sehr
34:23positiv wahrgenommen.
34:24Es steht im
34:25Koalitionsvertrag und es
34:26ist ein klares
34:27Bekenntnis, dass das
34:29die große Zukunftstechnologie
34:30sein wird für die
34:32Automobilindustrie und
34:33den Verkehr.
34:34Und insofern glaube ich,
34:36haben wir uns da jetzt
34:37schon gut auf den Weg
34:37gemacht.
34:39Ich habe noch zwei kurze
34:40Fragen, bevor wir zur
34:40Abschlussrunde kommen, weil
34:41ich weiß, Sie haben Termine
34:42und deswegen würde ich es
34:44auch gerne in Zeit noch
34:45schaffen und Zeit für ein
34:46Foto muss ja auch noch
34:47sein am Schluss.
34:48Deswegen gucke ich mal
34:49ganz kurz rüber, Herr
34:49Meier.
34:50Wir reden ganz viel von
34:50dem Thema Testfelder.
34:52Der Herr Sänger hat es
34:52gesagt, wir brauchen viele
34:53Daten, damit wir das
34:54wirklich auch sicher.
34:55Ich meine, wir reden hier
34:56vom Fahren.
34:57Das ist jetzt nicht
34:57einfach was, was man mal
34:58bei einem Handy hat oder
35:00nicht hat, eine App, sondern
35:01es ist hier wirklich
35:02Fahren.
35:03Wie sind denn so die
35:04Testergebnisse aus
35:05Hamburg?
35:05Jetzt haben Sie das
35:05Gefühl, jetzt haben wir
35:06alles zusammen und wir
35:07könnten es skalieren und
35:08übertragen oder fehlt es
35:10dann noch an irgendwas, vor
35:11allem auch technisch?
35:13Wichtig ist ja erst mal zu
35:14erwähnen, was machen wir
35:15denn genau in Hamburg?
35:16Wir sind vor knapp zwei
35:18Jahren gestartet, haben dort
35:19die ersten autonomen
35:20Fahrzeuge in den Verkehr
35:22erst mal gebracht, um zu
35:24sehen, wie ist genau die
35:26Eingriffsquote unserer
35:27Sicherheitsfahrer?
35:28Also wie lange kann das
35:30Fahrzeug stabil fahren?
35:31Und da haben wir jetzt eine
35:32sehr positive Entwicklung
35:33gesehen über die
35:35vergangene Zeit, die uns
35:36einfach sehr optimistisch
35:37macht, dass unser Ziel eben
35:382027 nicht nur ein
35:40zugelassenes Fahrzeug zu
35:41haben, sondern dann eben
35:42auch Kunden bedienen zu
35:43können, dass wir das
35:44tatsächlich erfüllen
35:45können von der reinen
35:46Fahrfunktion.
35:47Wichtig ist aber natürlich
35:48auch die Frage, wie
35:50reagieren Kundinnen und
35:51Kunden und wie reagiert die
35:53Bevölkerung denn darauf, wenn
35:54wir auf einmal diese
35:55Fahrzeuge in den Verkehr
35:56bringen.
35:57Wichtig ist und zwar
35:58entscheidend, dass wir ein
35:59Fahrzeug schaffen, das nicht
36:01schreit, ich bin ein
36:01Raumschiff, ich bin jetzt
36:03nicht eine fahrende
36:04Sensorsäule, sondern dass
36:06wir ein Fahrzeug geschaffen
36:07haben, das eben auch für
36:08Menschen positiv aussieht und
36:10eben auch so wahrgenommen
36:11wird.
36:12Und das ist eine tolle
36:12Reaktion, die wir gesehen
36:14haben, dass nämlich die
36:15Bevölkerung recht offen auf das
36:16reagiert, was wir haben und
36:18eher positiv beginnt, Fotos
36:19zu machen und davon zu
36:20berichten, dass wir jetzt auch
36:21autonome Fahrtechnologie in
36:23Deutschland haben. Und nun
36:24beginnen wir schrittweise, wir
36:25haben das mit internen
36:26Kundinnen und Kunden
36:27begonnen. Wir rollen das
36:28jetzt in unserem Projekt
36:30gemeinsam mit der Hamburger
36:31Hochbahn und der Stadt
36:32Hamburg aus, dass wir eben
36:33auch Menschen aus der
36:35Bevölkerung in unsere
36:36Fahrzeuge bringen, um zu
36:37sehen, wie ist denn dann die
36:38Akzeptanz? Was brauchen die
36:40wirklich? All das, was wir uns
36:41überlegt haben zur
36:42Passagiersicherheit, zum
36:43Komfort, zur Flexibilität,
36:46kommt es auch wirklich bei den
36:47Menschen an und sind sie dann
36:48bereit eben zu sagen, ich
36:50möchte das nutzen. Und das wird
36:52jetzt eine spannende Phase.
36:53Wir sehen in den Befragungen
36:54über 50 Prozent unserer
36:56Nutzerinnen und Nutzer möchten
36:58gerne ein autonomes Fahrzeug
36:59heute schon nutzen.
37:00Über 70 Prozent sind offen und
37:02sagen, wir wollen es
37:03unbedingt ausprobieren.
37:04Und da wollen wir jetzt
37:05hinkommen, eben in den nächsten
37:06zwei Jahren, dass wir in
37:07Hamburg einen Leuchtturm haben,
37:09bei dem wir zeigen, autonome
37:10Mobilität ist da und wir sind
37:12bereit, es jetzt in die Welt
37:13zu bringen.
37:15Würde ich gerne aufnehmen.
37:16Nämlich kurz vor Schluss,
37:17bevor wir die Abschlussrunde
37:18machen, gucke ich nochmal Sie
37:19an, Herr Falk. Das ist
37:20natürlich was. Ich habe auch
37:21nochmal geschaut im Vorfeld,
37:23wie ist denn so die
37:23Gesamtakzeptanz in Deutschland.
37:25Und da muss man sagen, gibt
37:26von Continental eine sehr
37:28große Mobilitätsstudie und da
37:30kann man sagen, die machen das
37:31schon seit 2013 zum Thema
37:33autonomisiertes Fahren,
37:34autonomes Fahren. Und das hat in
37:35China, Japan und USA deutlich,
37:37deutlich zugelegt in den letzten
37:39Jahren. In Deutschland hingegen
37:41ist die Akzeptanz so bei 49
37:43Prozent, also so die Hälfte
37:45ungefähr, findet es gut, ist aber
37:47ein bisschen runtergerutscht im
37:48Vergleich zu 2013, da waren es
37:50noch 53 Prozent. Ich gucke auch
37:51gerade mal rüber, Herr Falk, weil
37:52ich, wenn ich so Bus fahre, mache
37:54ich auch immer wieder, sehe ich
37:55sehr viele ältere Leute, die dann
37:57schon manchmal verzweifeln, wenn es
37:58halt jetzt mit dem Fahrkarten
38:00Automat nicht geht. Wie nehmen wir
38:01den mit? Weil wir brauchen ja
38:02wirklich Moja sagt Mobilität für
38:04alle. Wir haben sehr viele ältere
38:06Fahrgäste im ÖPNV. Wie glauben
38:09Sie, ist das Akzeptanzlevel und wie
38:10kriegen wir es hin, dass wir die
38:11wirklich mitnehmen können?
38:12Also ich halte das für eine
38:15Fragestellung, die in Deutschland
38:17momentan noch gar nicht zu
38:18beantworten ist, weil es hat ja von
38:19denen, die gefragt wurden, noch
38:20nie jemand in einem autonomen
38:21Fahrzeug gesessen. So, also in
38:23sofern ist das total hypothetisch.
38:25So und ich glaube, also ich nehme
38:27jetzt wieder unsere Ur-Erfahrung
38:29und ich glaube, das geht allen so.
38:30Also ich saß das erste Mal in
38:31diesem Fahrzeug drin und dann siehst
38:33du vorne, wie das Lenkrad sich
38:34dreht und es ist total spooky und
38:37das schaut man sich eine Viertelstunde
38:38an und dann hat man begriffen, dass
38:39die Technologie funktioniert und dann
38:41schaut man noch eine Viertelstunde
38:42weiter und spätestens nach einer
38:43halben Stunde war das langweilig.
38:45Und alles, was ich höre und
38:47wahrnehme, ist, und ich nehme jetzt
38:50wieder Waymo, also ich will das
38:51nochmal sagen, weil es ist ja nicht
38:52so, dass jetzt nur, deswegen finde ich
38:54auch dieser Punkt, dass es eine
38:55industriepolitische
38:56Fragestellung ist, also ich kann es
38:58nur hoch genug hängen.
38:59Also ich habe in Berlin, Google ist
39:02hinterher, etc. Alle wollen in die
39:04Städte rein und irgendwie muss man
39:06sich die Frage stellen, wie wir es
39:07skalieren. Und alles, was ich höre,
39:10was aus den USA berichtet wird, ist,
39:12dass gerade die Akzeptanz in diesen
39:14Gruppen, ich nehme mal mein
39:16Lieblingsbeispiel, höchste Gruppe
39:19nach meinen letzten Kenntnissen in
39:21San Francisco, die diese Fahrzeuge
39:23nutzen, sind Frauen. Warum? Weil sie
39:26lieber in einen Shuttle steigen, wo
39:29kein Fahrer oder Fahrerin vorne drin
39:31sitzt, sondern weil sie dort alleine
39:32sitzen und sich viel sicherer fühlen. Und
39:34zwar egal, welche Altersgruppe. Wer hätte
39:36das gedacht am Anfang? Und das heißt, und ich
39:39glaube, ihr habt die Erfahrung gemacht
39:40mit Moja in Hamburg, dass Kinder eine
39:43super Gruppe sind, weil die Eltern sagen,
39:45super, rein ins Moja, zur Schule.
39:47Das heißt, ich halte das für total
39:48überbewertet, diese Auswertung.
39:51Wenn die Technologie da ist, werden wir da
39:52gar kein Thema haben.
39:54Das klingt gut, das klingt zuversichtlich
39:55und Sie müssen es ja wissen, quasi an der
39:57Spitze des ÖPNV. Ich würde gerne eine
39:59kurze Abschlussrunde machen. Herr Blume, Sie
40:01haben auch gesagt im Interview neulich, es
40:03muss jetzt nicht in den 30ern passieren, dass
40:05wir alle autonom fahren.
40:07Ich sehe das schon 2027.
40:09Da ist die nächste Mobilitätsmesse hier in
40:12München, die nächste IAA.
40:14Deswegen die Frage an Sie alle, wie wird
40:16denn die autonome Mobilität den Verkehr und
40:20die Automobilindustrie selber verändert
40:23haben, wenn wir uns in zwei Jahren wieder
40:24hier treffen? Herr Blume, ich starte mal mit
40:26Ihnen.
40:27Also unsere Ambition ist ganz klar, dass wir
40:292027 die ersten Fahrzeuge haben, die wir
40:33dann auch fahrerlos losschicken können.
40:35Muss ich ehrgeizige Ziele setzen, aber
40:38ich glaube, wir haben uns jetzt auf den Weg
40:39gemacht, dass wir das hinbekommen.
40:41So und dann Richtung Automobilindustrie.
40:44Das eröffnet natürlich auch nochmal ganz, ganz
40:47andere Möglichkeiten, wenn man dann überlegt,
40:48wie das Ganze ausgerollt wird.
40:50Da jetzt erstmal als Ergänzung für den
40:52öffentlichen Nahverkehr, dann aber auch mit
40:55der Möglichkeit für den privaten PKW das
40:58Ganze abzuleiten.
40:59Und deshalb ist das für uns als
41:01Automobilunternehmen, dass sich die Ambition
41:05gesetzt hat, der globale
41:06Automobile-Technologietreiber zu werden.
41:09Natürlich ein ganz, ganz wichtiges Feld,
41:11weil wir das dann eben auch auf den
41:13privaten PKW übertragen wollen.
41:15Ich mache es für Sie einfach und schwer
41:17zugleich, Herr Bundesminister. Sie dürfen das
41:19letzte Wort haben. Einfach insofern. Sie haben
41:21noch kurz Zeit darüber nachzudenken. Schwer insofern.
41:24Es wird wahrscheinlich schon einiges gesagt
41:25sein. Ich spreche nämlich deswegen mal kurz zu
41:27Herrn Sänger rüber. Mobilität 2027, wie hat sich
41:30alles verändert, auch die Automobilindustrie?
41:32Ja, neben dem, dass auf der IAA dann
41:35gegenwärtig sein, ein erster vollkommen
41:38serienproduzierter ID-Bus AD aus dem Werk
41:42Hannover, der am Ende der Produktionsstraße
41:45voll kalibriert für den Einsatz fertig ist,
41:48dass das eine neue Realität ist. Es gibt dann
41:50dieses Auto aus Europa, aus Deutschland.
41:53Ich glaube aber auch, dass wir
41:55hoffentlich sehen, es
41:58ist uns nicht nur gelungen, bis
42:00dorthin die Überzeugung
42:01zu verfestigen, dass
42:04vollautonomes Fahren
42:05real ist, sondern wir haben es sogar
42:08geschafft, eine europäische Wertschöpfungskette
42:10aufzubauen.
42:12Sensoren, die hier geschaffen werden,
42:15Software,
42:16KI-Systeme, Datensysteme,
42:18Cybersecurity-Standards, die passenden
42:20Chipsets dazu, aber auch nicht zu
42:23vergessen, für die Messe hier, viele
42:26Komponenten im Standardfahrzeug müssen
42:28eigensicher sein, Rückfallebenen haben,
42:31Diagnosefähigkeiten. Das vollautonome
42:34Fahren bewegt die komplette Industrie, die
42:37heute auf dieser Messe zu sehen ist und
42:40ich freue mich mega, in zwei Jahren den
42:42Stolz der Betriebe hier an allen
42:44Ständen zu sehen.
42:46Herr Falk, ich traue mich fast gar nicht,
42:47Sie zu fragen, weil wir haben ja noch den
42:49Herr Mayer, der vielleicht noch mal ein
42:50bisschen positiver dann in die Zukunft
42:51schaut oder überraschen Sie uns und
42:53sagen Sie, nee, 2027 kriegen wir hin.
42:56Ist jetzt die Angst, dass ich so
42:58negativ antworte?
42:59Es ist so ein Sandwich-Moment.
43:01Der Herr Sänger war positiv, ich habe so ein
43:02bisschen das Gefühl, Sie sind kritischer
43:03und der Herr Mayer kann dann noch mal
43:04positiv sein.
43:06Ich bin auch total positiv, weil wir die
43:08Chance jetzt noch mal haben, aber es
43:10wird halt, es sind taffe Entscheidungen
43:12notwendig. Also noch mal, wir haben zwei
43:14Projekte, ob das politisch nach einem
43:16Proporz passt oder nicht, ich hätte eine
43:19Vermutung, aber muss eigentlich egal sein.
43:21Das hat industriepolitisch eine Bedeutung.
43:23In 2027 sitzen wir hier, wir haben es
43:25geschafft, in Hamburg und Berlin zwei
43:28Shuttle zugelassen zu bekommen, die jetzt
43:30skalierungsfähig sind.
43:31Und wir haben gemeinsam eine Idee
43:32entwickelt, wie wir eine Finanzierungsgrundlage,
43:36aber auch eine Businessgrundlage für alle
43:37Beteiligten schaffen, um in Hamburg 5000 und in
43:41Berlin 10.000 auf die Straße zu bringen, um
43:43dann bei der nächsten IAA auszuwerten, was
43:46Flotten wirklich machen.
43:47Wenn wir das schaffen, sind wir gut, wenn
43:49wir es nicht schaffen, komme ich 27 nicht
43:51hierher.
43:53Dann ist es, glaube ich, der beste
43:54Ansporn, den wir haben können, weil wir
43:56wollen ja einen Abgleich machen.
43:57Herr Mayer, auch für Sie noch mal ganz
43:58kurz, 2027, wie sieht es aus?
44:01Jetzt ist mir ja eine Unterstellung auf den
44:02Elfmeterpunkt gelegt worden, die werde ich
44:04jetzt mal bewusst nicht bedienen, weil Ihre
44:06Frage spitz beantwortet, was hat sich
44:09verändert? Die klare Antwort, nichts.
44:11Warum? Mobilität ist erstmal was
44:13Soziokulturelles. Es hat sehr lange
44:15Zyklen. Niemand wird, weil es einen
44:17Testpiloten gibt oder weil es ein erstes
44:20Angebot oder ein homologiertes Fahrzeug
44:21gibt, nach Hause kommen und sagen, Schatz,
44:24reiß das Carport ab, da kommt jetzt die
44:26Sandkiste für die Kinder hin, sondern es
44:28dauert. Und das ist ein ganz wichtiger
44:30Punkt auch. Wir sind hier auf einem
44:32Marathon und wir sind eben angetreten, in
44:35der ganzen Industrie zu sagen, wir wollen
44:37ein Produkt, das eben sicher ist, das nach
44:38den deutschen Standards entwickelt worden
44:40ist, das in Partnerschaft implementiert
44:42wird. Und da brauchen wir die Signale, um
44:44dort hinzukommen. Dann wird sich
44:46Veränderung einstellen und ich denke, die
44:48positiven Effekte, die werden wir genau
44:51dann senden, wenn wir große Projekte
44:52machen, große Modellregionen schaffen, wo
44:54Menschen eben diese Mobilität in ihrem
44:56Alltag erleben können. Und dann habe ich die
44:59Hoffnung, dass wir uns vielleicht in 29 oder
45:01in 31 treffen können und sagen, jetzt kommt
45:04langsam so an, dass die Menschen mal
45:06anfangen, über ihren Carport nachzudenken und
45:08zu sagen, ich möchte auch vielleicht gerne
45:10mal ein autonomes, ein autonomes
45:12Fahrzeug nutzen.
45:13So, Herr Bundesminister, ich habe nicht zu viel
45:15versprochen. Es ist am leichtesten, Sie
45:17hatten am längsten Zeit und am schwersten,
45:18es ist sehr viel gesagt. Und ich will Sie
45:20nicht unter Druck setzen, aber hier sitzen
45:21ein paar Journalistinnen und Journalisten, die
45:23warten noch auf eine gute Schlagzeile.
45:242027.
45:26Ich bin sehr positiv gestimmt. Ich glaube,
45:28dass wir 2027 deutliche Fortschritte
45:30sehen werden und zwar in verschiedenen Bereichen,
45:33sowohl was Individualverkehr angeht,
45:36sowohl als auch was ÖPNV angeht und was
45:39Güterkraftverkehr angeht. Wir werden dort
45:41Sprünge haben. Ich will mich nicht festlegen
45:44auf die Zahl, das kann ich nicht sagen,
45:46müssen viele mitwirken, aber wir werden einen
45:48deutlichen Fortschritt sehen und autonomes
45:50Fahren in Deutschland und ich hoffe dann auch
45:52in Europa, denn das müssen wir ausweiten.
45:54Wir können nicht eine Insel bleiben mit den
45:56Möglichkeiten, die wir haben, wird in der Welt
46:00eine bedeutende Rolle dabei spielen.
46:03Damit würde ich gerne beschließen, eigentlich
46:05ungerne, weil das so spannend ist, ich würde
46:06gerne weitersprechen, aber die Terminkalender
46:08sprechen gegen uns. Deswegen, ich hoffe,
46:10Sie haben gute Einblicke bekommen. Ich danke
46:12Ihnen ganz, ganz herzlich, dass Sie sich so viel
46:14Zeit genommen haben. Das ist nicht
46:15selbstverständlich, deswegen vielen herzlichen
46:16Dank, auch im Namen von Moja, die das Panel
46:18hier gehostet haben, darf ich mich bedanken
46:20und ich möchte nochmal einen ganz großen
46:21Applaus an unsere Panelisten, an den
46:23Bundesminister Patrick Schnieder, an Oliver Blume,
46:25Christian Sänger, an Henrik Falk und
46:27Sascha Mayer. Vielen herzlichen Dank.
46:29Applaus
46:31Applaus
46:32Applaus
46:34Applaus
46:36Applaus
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46:58Applaus
47:00Applaus
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47:14Applaus
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47:18Applaus
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