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KurzfilmeTranskript
00:00Nora, wir wissen beide, wie Sie zu Ihrer Mutter stehen.
00:03Und ich weiß, wozu diese Frau in der Lage ist.
00:05Sie wissen gar nichts!
00:06Dann weinen Sie mich ein.
00:09Ich konnte es nicht ertragen, dass Simon Becker mit meiner Schwester zusammen ist.
00:12Das hat mich wahnsinnig gemacht.
00:13Ich wollte, dass er sich um mich kümmert, dass er für mich da ist, dass er mich beschützt.
00:17Und deshalb habe ich behauptet, dass Annabelle Helena umgebracht hat.
00:21Und dass sie auch vorhat, mich zu töten.
00:24Ich war mir über die Konsequenzen nicht bewusst.
00:26Das war ein Riesenfehler, ich weiß.
00:30Wie rührend.
00:32Und jetzt hätte ich gerne die andere Version.
00:34Sie wissen schon, die mit der Wahrheit.
00:36Ich bringe Sie dazu, sich um mich zu sorgen.
00:39Er wird das nicht billigen.
00:41Sie streiten sich und irgendwann werden Sie sich trennen.
00:46Und dann bin ich zur Stelle, um Löser zu tösten.
00:51Ja, man muss nur wissen, wo man den Hebel ansetzt.
00:55Dann kann man alles bekommen.
01:02Was machst du da?
01:13Hey, what you looking for?
01:19No one has the answer.
01:22They just want more.
01:26Hey, who's gonna make it right?
01:43Was soll das? Siehst du nicht, dass der Mann nicht weiß, was er tut?
01:45Ey, was soll das? Gib dem Mann sofort sein Geld zurück.
01:48Das ist nicht sein Geld.
01:49Na klar ist das sein Geld. Ich hab's ihm geschenkt.
01:52Ja, schon klar. Komm, wir gehen jetzt.
01:54Was machst du mit meinem Geld?
01:55Du bekommst es wieder, wenn du einen klaren Kopf hast.
01:57Das kann doch jeder sagen.
01:59Wir gehen jetzt nach Hause.
02:00Ich weiß nicht, wo du hingehst, aber ich trinke noch einen mit meinem Kumpel.
02:04Ja, hey.
02:05Was ist, komm.
02:06Hopp, ja.
02:07Wir gehen jetzt nach Hause. Wenn du unbedingt einen trinken willst, dann kannst du es auch da tun.
02:11Das finde ich eine gute Idee. Warte.
02:13Hey, mein Kumpel hat noch was zu trinken. Kommst du mit?
02:15Von wegen. Du bleibst schön hier, ja?
02:17Du bist echt gemein.
02:20Das ist meins.
02:22Das ist doch meins.
02:39Du hast behauptet, Annabelle hätte Helena getötet?
02:43Es war eine Lüge.
02:44Sag mal, was ist denn was in dich gefahren?
02:46Ich dachte, weil Annabelle ein Motiv hat. Sie wollte dich immer zurückerobern.
02:51Ja, aber sie weiß doch inzwischen, dass ihr das nicht gelingen wird.
02:54Vielleicht tut sie auch nur so, als hätte sie schon längst mit dir abgeschlossen.
02:58Annabelle sitzt im Rollstuhl. Sie ist halbseitig gelähmt.
03:01Und da schneidet sie die Bremsleitung ihres eigenen Wagens durch?
03:05Und woher wusste Annabelle überhaupt, dass der Brautwagen konfessiert wird?
03:09Das ist doch absurd.
03:11Ich weiß, es tut mir leid.
03:14Was um alles in der Welt hat dich denn da geritten?
03:18Ich höre.
03:22Simon Becker ist wieder mit meiner Schwester zusammen.
03:25So.
03:26Was hat das jetzt mit Simon Becker zu tun?
03:29Als ich ihm erzählt habe, dass ich Angst vor meiner Mutter habe,
03:32hat er mich bei sich übernachten lassen.
03:36Laura, du bist meine Tochter und ich liebe dich.
03:38Aber deine Liebe zu Simon Becker nimmt langsam manische Züge an.
03:42Ich weiß, ich habe einen Riesenfehler gemacht.
03:44Aber ich liebe Simon.
03:46Und er war zuerst mit mir zusammen.
03:50Dass er das überhaupt geglaubt hat?
03:52Tut er ja nicht mehr. Ich habe ihm erzählt, dass ich gelogen habe.
03:54Na, wenigstens.
03:57Und besonders begeistert war er auch nicht, oder?
03:59Er will mit mir nichts mehr zu tun haben.
04:00Aber viel schlimmer ist, dass Hagen von dieser Geschichte auch gehört hat.
04:03Und jetzt glaubt er, dass ich die Aussage zurückgenommen habe,
04:06weil Annabelle mich bedroht.
04:07Ach, und Hagen glaubt die Geschichte.
04:10Du musst mir irgendwie helfen.
04:12Wenn er mit Annabelle darüber redet,
04:15sie wird mir nie verzeihen,
04:16dass ich solche Gerüchte über sie verbreite.
04:45Ich weiß, dass ich die Geschichte über sie verbreite.
04:49Hey!
04:51Sieht ja fast so aus, als hättest du auf mich gewartet.
04:53Hab ich auch.
04:55Gedankenübertragung, ich wollte auch grad zu dir.
04:57Was hältst du davon, wenn wir beide nochmal mit dem Motorrad losfahren?
05:01Das Wetter ist ganz schön und es hat mir gut getan gestern.
05:05Du hast mir sehr geholfen.
05:06Wir können gern öfter was zusammen unternehmen.
05:10Gut, dann lass uns doch los.
05:11Ich glaube aber, wir müssen zuerst noch was klarstellen.
05:14Was denn?
05:16Ich fand unsere Tour gestern auch sehr schön.
05:18Es ist nur, ich hoffe du hast da nichts missverstanden.
05:22Ich bin wirklich froh, dass ich dir helfen kann, weil du mir sehr wichtig bist.
05:26Als Freundin.
05:28Als sehr gute Freundin.
05:31Aber eben nicht mehr.
05:34Tut mir leid, aber an meinen Gefühlen für Maike hat sich nichts geändert.
05:49Vielleicht war es einfach falsch zum Arzt zu gehen.
05:53Aber jetzt wissen wir Bescheid.
05:56Du hast gut reden, bei dir ist ja alles in Ordnung.
05:58Du bist auch gesund.
06:00Wirst du doch nicht immer so, als wenn bei dir irgendwas nicht in Ordnung wäre.
06:03Klar, ich bin total gesund, ich kann nur keine Kinder zeugen.
06:08Entschuldigung.
06:10Das ist halt auch nicht, was ich sagen soll.
06:15Konrad, wenn wir miteinander reden wollen, dann müssen wir anfangen ehrlich zueinander zu sein.
06:21Pass auf.
06:23Ich habe mir versucht vorzustellen, wie ich mich fühlen würde, wenn das alles an mir liegen würde.
06:28Und ich glaube, ich würde ziemlich an meiner Weiblichkeit zweifeln.
06:36Ich habe nie in Frage gestellt, dass ich Kinder zeugen könnte.
06:44Ich habe immer gesund gelebt.
06:45Vertraust du mir?
06:47Was?
06:48Wenn ich dir etwas sage, vertraust du mir oder glaubst du, ich würde dir mitten ins Gesicht lügen?
06:53Natürlich vertraue ich dir.
07:00Konrad Landmann, ich liebe dich, weil du ein toller Mann bist.
07:06Und ich bin nicht mit dir zusammen, weil ich Kinder will, sondern ich wollte Kinder, weil ich mit dir zusammen
07:10bin.
07:10Und wenn das nicht klappt, dann ist das eben so.
07:12Aber ich weiß, dass wir auch zu zweit glücklich sein können.
07:17Und ehrlich gesagt, dieses ganze Lieben nach Kalender ging mir sowieso auf den Keks.
07:26Ich liebe dich auch, Elsa Ritter.
07:45Tut mir leid, ich wollte dich nicht verletzen.
07:48Ja.
07:50Ich freue mich für dich und Maike.
07:56Nach allem, was zwischen dir, mir und Maike passiert ist, dachte ich mir, ich muss mit offenen Karten spielen.
08:02Damals, als mein Vater gestorben ist, ich habe ihn so vermisst, dass ich an nichts anderes denken konnte.
08:07Nicht mal daran, wie sehr ich euch verletze, wenn ich keine klare Entscheidung treffe, mit wem ich zusammen sein will.
08:13Danke für deine Ehrlichkeit.
08:15Wo bist du hin?
08:17Ich muss mal in die frische Luft.
08:18Lissi, warte.
08:20Du bist mir wirklich sehr wichtig.
08:23Ich bin sehr froh, dass wir drei jetzt wieder miteinander klarkommen.
08:26Und dass nicht alles kaputt geht.
08:32Können wir nicht Freunde sein?
08:34Nein.
08:35Das können wir nicht.
08:37Dafür bedeutest du mir zu viel.
08:39Wie meinst du das?
08:41Es ist doch wirklich komisch, oder?
08:44Erst warst du bereit, da war ich es nicht.
08:46Und jetzt, wo ich es bin, da...
08:49Wir beide haben einfach völlig falsches Timing.
09:10Du hättest Nora sehen sollen, als ich sie mit dem Vorwurf konfrontiert habe.
09:14Sie war in Panik.
09:16Das würde bedeuten, dass Simon Becker sich irrt und Nora die Wahrheit gesagt hat.
09:20Ja. Und es bedeutet auch, dass Tobias Becker keine Schuld an dem Unfall trifft.
09:25Ja, Nora hat nichts zugegeben.
09:27Sie hat Angst vor ihrer Mutter, das ist doch klar.
09:29Das ist uns klar. Aber vor Gericht brauchen wir Beweise, und das weißt du.
09:33Ja.
09:34Okay, was haben wir?
09:36Ja, meine Polizeikontrolle. Ohne diese wären Helena niemals in diesen Unfallwagen umgestiegen.
09:41Ja, aber die Polizei hat gesagt, dass alles nur ein Versehen war und sich danach bei Richard entschuldigt.
09:45Ein ziemlich merkwürdiges Versehen, findest du nicht?
09:47Ja, aber vielleicht wirklich nur ein Versehen.
09:51Dann wäre die Tatsache, dass der Unfallwagen so schnell zur Verschrottung freigegeben wurde
09:56und dass mein Antrag auf das Zweitgutachten unauffindbar ist.
10:00Oh, ein Zufall.
10:01Ziemlich viele Zufälle, oder?
10:03Ja, das finde ich auch.
10:07Dann bleibt es also dabei?
10:09Wir gehen nicht nach Rom und machen unsere eigene Kanzlei auf?
10:14Nein. Nein, stattdessen zählen wir an einen fast aussichtslosen Kampf gegen Annabelle.
10:19Ich kann Tobias Becker jetzt nicht im Stich lassen.
10:22Und ich schuldere Richard, dass er die Wahrheit erfährt.
10:33Was soll das? Warum gehen wir nicht vorne?
10:35Glaub mir, du willst nicht, dass dich jemand so sieht.
10:38Mir geht's gut. Du kannst aufhören, mich festzuhören.
10:41Ja, ja.
10:44Jetzt werden wir dich erst mal ein bisschen frisch machen.
10:50Komm jetzt, stell dich nicht so an.
10:53Jetzt gibt's erst mal einen schönen starken Kaffee.
10:57Was macht ihr denn hier?
10:58Luisa!
10:59Ich leiste Henning erste Hilfe.
11:02Sag mal, bist du verrückt geworden? Gib mir mal das Handtuch.
11:10Und? Geht's?
11:11Oh, da geht das so gut.
11:14Meinst du nicht, das kann er auch selbst machen?
11:16Komm.
11:17Komm, jetzt stell mal.
11:19Glaubst du, du schaffst es allein in deinem Zimmer?
11:22Ich bin sicher.
11:26Ich glaube, ich helfe dir doch besser.
11:27Also jetzt reicht's. Er hat doch eben gerade gesagt, dass er es von alleine schafft.
11:31Komm, lass uns gehen.
11:32Wir könnten ihn doch nicht alleine sitzen lassen.
11:34Doch, kann ich schon. Und darum mache ich es auch.
11:37Simon, jetzt warte!
11:52Ja?
11:53Richard.
11:54Hagen.
11:55Danke, dass du gleich kommen konntest.
11:57Gerne. Ich muss sowieso dringend mit dir reden.
11:59Ah, ich glaube, ich weiß, was du von mir willst. Setz dich.
12:03Das bezweifle ich.
12:05Es geht um Nora, um diesen Vorwurf, den sie Annabelle gemacht hat.
12:08Richtig?
12:10Sie hat also schon mit dir darüber gesprochen?
12:12Ja.
12:14Glaubst du ihr?
12:15Dass sie gelogen hat?
12:16Natürlich.
12:18Weißt du, Nora ist im Moment ein bisschen psychisch labil.
12:20Sie kommt einfach nicht los von diesem Burschen.
12:24Richard, Nora hat nicht gelogen.
12:26Nein, nein, warte, hör mich an.
12:28Ich bin ganz sicher, dass Nora die Wahrheit sagt.
12:30Das ist kompletter Unsinn.
12:35Sophie und ich, wir haben etwas recherchiert.
12:37Es gibt im Umfeld dieses Unfalls ziemlich viele Ungereimtheiten.
12:41Wusstest du zum Beispiel, dass der Unfallwagen zur Verschrottung freigegeben wurde, obwohl Sophie einen Antrag auf ein Zweitgutachten gestellt hat?
12:47Nein.
12:48Ja.
12:49Und ist es nicht ziemlich seltsam, dass genau dieser Antrag plötzlich verschwunden ist?
13:04Erzähl mir jetzt aber bitte nicht, dass das ein Zufall ist.
13:08Sophie, das kann doch schon mal vorkommen.
13:11Behördenschlamperei?
13:12Ach, ich sag doch nicht, dass jeden Tag irgendeine Akte verschwindet.
13:15Aber es handelt sich jedoch schließlich auch nicht um irgendeinen BKA-Fall oder sowas.
13:19Und warum, bitte schön? Kann sich keiner der diensthabenden Beamten daran erinnern, die Freigabe zur Verschrottung unterzeichnet zu haben?
13:26Ach Sophie, du kennst das doch. Ich versuche auch jeden Abend zu vergessen, was mich tagsüber belastet.
13:30Ich bitte dich, ich mach hier keine Scherze.
13:34Ja, ist gut, ich kann mich ja mal umhören.
13:37Aber mach dir keine falschen Hoffnungen.
13:39Letztlich ändert die verschwundene Akte nichts daran, dass es ein Unfall war.
13:44Oder aber Nora hat die Wahrheit gesagt und der Wagen wurde tatsächlich manipuliert.
13:49Nein, der Wagen wurde nicht manipuliert. Das hat die kriminaltechnische Untersuchung bewiesen.
13:54Oder aber die Beweise hierfür wurden bei der Polizei vernichtet.
14:00Sophie, weißt du eigentlich, was du da sagst?
14:02Annabelle Grafenberg kann den Wagen nicht selbst manipuliert haben. Sie muss einen Komplizen haben.
14:08Sophie, wenn das stimmt, was du da sagst, dann ist das nicht irgendein Komplize.
14:12Dann heißt das, dass Annabelle jemanden bei der Polizei gekauft hat.
14:16Ich weiß.
14:19Kannst du dir vorstellen, wer das sein könnte?
14:25Keine Ahnung, aber wenn Annabelle wirklich jemanden bei der Polizei bezahlt, dann müssen wir sehr vorsichtig sein.
14:33Ich werde mich mal diskret umhören und du versprich mir bitte, dass du mit niemandem darüber redest, ja?
14:38Ja, gut. Danke. Ich schulde dir was.
14:47Das ist klar. Wird erledigt. Danke. Tschüss.
14:54Hast du mit Lissi geredet?
14:56Ja. Du hattest recht. Es gab ein Missverständnis.
15:01Was hast du denn zu ihr gesagt?
15:02Dass sie mir wichtig ist. Als Freundin.
15:06Und wie hat sie es aufgenommen?
15:11Die Arme.
15:12Ja.
15:14Aber wenigstens haben wir jetzt Klarheit.
15:16Haben wir das?
15:19Ich habe ihr gesagt, dass ich Gefühle für dich habe.
15:23Ach so.
15:24Ich liebe dich und ich hoffe, dass wir beide...
15:30Es tut mir leid, Sebastian.
15:32Aber wieso? Du hast doch gesagt, dass du mich auch liebst.
15:36Das ist es nicht.
15:37Sondern?
15:40Das, was wir zusammen erlebt haben, das ist nicht einfach so spurlos an mir vorbeigegangen.
15:46Weißt du, als Lissi mir gesagt hätte, dass du wahrscheinlich ihre Gefühle erwiderst,
15:51da dachte ich, dass du wieder zweigleisig fahren würdest.
15:53Das ist schon in Ordnung. Ich meine, nach allem, was zwischen uns passiert ist, aber das Einzige, was zählt ist...
15:57Das ist es nicht, Sebastian. Das weißt du ganz genau.
16:02Ja.
16:04Ja, ich habe Gefühle für dich.
16:06Sehr viele sogar.
16:12Aber...
16:13Ich kann dir nicht vertrauen.
16:16Und...
16:17Wie sollen wir eine Beziehung führen, in der ich dir nicht vertrauen kann?
16:32So, jetzt kennst du die Fakten.
16:34Was willst du tun?
16:38Ich bin ein bisschen geschockt.
16:40Ja.
16:41Das war ich auch.
16:43Ich hatte gehofft, dass du deinen Rachefeldzug gegen Annabelle endlich aufgegeben hast.
16:46Richard, das habe ich. Es geht hier nicht um persönliche Befindlichkeiten.
16:49Ist das so?
16:52So, das heißt, du glaubst, dass Nora diesen Vorwurf nur erfunden hat.
16:56Traust du ihr das nicht zu?
16:58Was ist denn mit Annabelle?
16:59Traust du ihr nicht zu, dass sie dir das antun könnte?
17:01Oh, doch.
17:03Es gibt fast nichts, was ich Annabelle nicht zutrauen würde.
17:05Na, siehst du.
17:06Sie hat immerhin schon mal versucht, Helena zu töten. Nur damals war ich ihr Werkzeug.
17:09Du vergisst nur eins.
17:11Damals glaubte Annabelle noch, dass sie eine Chance hätte, mich zurückzugewinnen.
17:14Ja, und dann hat sie gemerkt, dass es nicht funktioniert.
17:15Richard, was ist denn, wenn ihre grenzenlose Liebe plötzlich in Hass umgeschlagen ist?
17:19Ist das so abwegig?
17:22Fangen wir jetzt mal ehrlich.
17:23Mit dem, was wir haben.
17:25Würdest du als Anwalt es wagen, damit vor Gerecht zu gehen?
17:29Ja, ich weiß, dass wir uns auf ziemlich dünnem Eis bewegen.
17:31Aber Sophie und ich, wir haben gerade erst angefangen zu recherchieren.
17:34Ihr habt gegen Annabelle nichts in der Hand. Nichts.
17:38Vielleicht, weil sie geschickt ist. Mag sein. Ich weiß es nicht.
17:41Jetzt lass mich doch wenigstens...
17:42Hagen. Ich habe gerade mit Helena meine Frau verloren.
17:45Und für Felici war es nicht der erste Verlust.
17:48Dieses Unglück hat die Erinnerung an den Tod ihrer Mutter wieder hochgeholt.
17:52Wo sie sehr tapfer ist.
17:56Nora, Nora hat Probleme. Verstehst du?
17:58Ich, ich muss mich um meine Töchter kümmern.
18:00Ich kann im Moment nicht noch irgendwelchen Gespenstern nachjagen.
18:03Ich kann es einfach nicht.
18:15Ich kann mich nicht daran erinnern, Sie bestellt zu haben.
18:21Ich dachte, Sie haben Ihre Tochter im Griff.
18:24Natürlich. Sonst noch was?
18:27Und trotzdem erzählt sie, Luisa und Simon Becker, dass Sie Helena Bernstein getötet haben?
18:33Woher wissen Sie das?
18:35Sophie Nowak hat mich um Hilfe gebeten.
18:38Ah, die vertrauensselige Frau Nowak.
18:40Na, dann wissen Sie auch, was Sie zu tun haben.
18:44Nora hat Ihre Aussage bereits zurückgezogen.
18:46Aber trotzdem denken diese Nowak und ihr merkwürdiger Freund, sie tat es nur, weil Nora von Ihnen eingeschüchtert wurde.
18:52Gut, ich rede nochmal mit ihr und mach ihr klar, dass sie sich auf dünnem Eis bewegt.
18:56Ja, das will ich hoffen.
18:58Alle Beweisstücke sind vernichtet.
19:00Der Unfallbericht ist gefälscht.
19:02Das Auto ist in der Schrottpress.
19:04Die einzige, die uns jetzt noch gefährlich werden kann, das ist Ihre Tochter.
19:08Also sorgen Sie dafür, dass sie aufhört zu quatschen.
19:10Ja, ja, ja, ich kümmere mich darum.
19:12Ist auch besser so, sonst mache ich das.
19:13Und wenn ich mit dir fertig bin, dann herrscht hier Ruhe und zwar endgültig.
19:17Legen Sie sich nicht mit mir an.
19:19Das haben schon ganz andere versucht.
19:22Ich glaube, Sie haben schon verstanden, was ich meine.
19:41Das hat dir gar nicht gefallen, Simon, was?
19:44Aber so ist es nun mal.
19:46Wo eine Seele in Gefahr ist, können wir sie nicht einfach wegsehen.
19:52Herr Reichenbach.
19:53Eva!
19:54Kann ich Ihnen helfen?
19:55Sie schleichen ja wie eine Katze durchs Haus.
19:58Ist das Wodka?
20:00Keine Ahnung.
20:05Schmeckt nach nichts und macht bis auf ein Jahr.
20:06Ich würde sagen, das ist Wodka.
20:08Aber finden Sie nicht, dass es etwas zu früh ist zum Trinken?
20:12Das kommt auf einmal, wenn man vor hat, ins Bett zu gehen.
20:15Gute Nacht, Eva.
20:24Aber verstehst du denn nicht, dass Henning wirklich ein Problem hat?
20:28Was ist, wenn er nicht mehr aufhört zu trinken?
20:30Er wird darüber hinwegkommen, dass wir wieder zusammen sind.
20:32Aber darum geht es nicht.
20:33Er war bereit, mich zu heiraten, obwohl er wusste, dass ich dich liebe.
20:37Ich weiß, er hat viel für uns getan.
20:39Aber er hat auch gehofft, dass aus eurer Scheinehe eine richtige wird.
20:42Denkt nur mal an Helenas und Richards Junggesellenabschied.
20:44Ich weiß, er hat alles getan, um zu demonstrieren, dass wir ein richtiges Paar sind.
20:48Siehst du, es ist gut, dass wir das Hotel bald haben werden.
20:51Und dann werden wir endlich von hier weg sein.
20:54Ich weiß nicht, ob es richtig ist, jetzt wegzugehen.
20:57Er braucht Hilfe.
20:59Ich glaube, ich habe ein Déjà-vu.
21:01Soll das heißen, du willst seinetwegen unseren Traum aufgeben?
21:03Nein, auf keinen Fall.
21:05Weißt du, woran mich das alles erinnert?
21:07An Nora.
21:09Sie hat mich damals mit ihren vorgetäuschten Selbstmordversuchen erpresst, meine Liebe zu dir aufzugeben.
21:14Und Henning tut nichts anderes mit seiner Sucht.
21:17Ich will das alles nicht nochmal durchspielen.
21:19Ich auch nicht, keine Angst.
21:20Und deshalb lasse ich mich von Henning auch nicht emotional erpressen.
21:23Ja?
21:24Aber wir haben eine Verantwortung, verstehst du?
21:28Ich habe Henning in die Krise gestürzt, weil ich dich retten wollte.
21:38Danke sehr.
21:40Du wolltest mich sprechen?
21:42Würden Sie uns bitte allein lassen.
21:43Selbstverständlich.
21:45Komm, Liebes, setz dich doch zu mir.
21:49Nora, Nora, da bist du also wirklich ins Plaudern geraten.
21:52Weißt du eigentlich, wie gefährlich das ist?
21:55Setz dich.
22:02Ich weiß überhaupt nicht, was du willst. Ich habe nichts gesagt.
22:04Ach nein.
22:06Du hast Simon Becker und deiner Schwester also nicht erzählt, dass ich für Helenas Unfall gesorgt habe.
22:13Ja gut, aber es tut mir leid.
22:15Ach, es tut dir leid.
22:17Weißt du eigentlich, was du da angerichtet hast?
22:20Jetzt wissen es Sophie Nowak und Hagen Ritter und was weiß ich wer noch.
22:23Ich habe alles wieder zurückgenommen und gesagt, dass ich gelogen habe.
22:26Ja, aber deine Behauptung steht im Raum. Und wie sagt man so schön, wo Rauch ist, da ist auch Feuer.
22:31Aber ich habe doch Hagen erklärt, dass ich das alles nur gemacht habe, damit Simon sich um mich kümmert.
22:36Du hast den Ernst der Lage noch nicht verstanden. Wir müssen dieses Gerücht stoppen.
22:40Aber wie denn? Was soll ich denn machen? Mir glaubt doch jetzt sowieso keiner mehr.
22:45Ja, genau.
22:47Das werden wir uns zunutze machen.
22:51Könnte ich noch ein bisschen Zucker haben, bitte?
22:55Hi.
22:56Hallo.
22:56Danke.
23:02Hey Lissi.
23:04Hey.
23:08Wie geht's dir?
23:10Ganz gut, danke.
23:13Es tut mir leid. Ich wollte nicht, dass du verletzt wärst. Gerade jetzt. Und Sebastian auch nicht.
23:19Das weiß ich.
23:21Ich war nur so überrumpelt, als du mir gesagt hast, dass Sebastian noch was für dich empfindet.
23:27Mike, es ist einfach so.
23:28Und ich hatte sofort den Gedanken, dass Sebastian wieder jeder von uns erzählt, was sie hören will.
23:36Ich habe dich nicht angelogen.
23:39Wirklich. Ich bin nicht mit Sebastian zusammen.
23:42Ich möchte, dass du das weißt, weil du bist mir sehr wichtig. Du bist meine beste Freundin.
23:46Und ich möchte nicht, dass so eine Situation nochmal zwischen uns entsteht und ich dich vielleicht sogar verliere.
23:53Mike, es ist wirklich alles in Ordnung.
23:56Ich habe Sebastian missverstanden und es tut weh, weil ich ihn wirklich...
24:02Wenn ihr euch liebt, dann gönne ich euch das.
24:06Wirklich?
24:08Klar.
24:09Du kennst mich doch.
24:11Meinst du, ich blase Trübsal nur, weil ein Typ mich nicht will?
24:14Wir sind schon Sebastian Becker.
24:17Ich meine, es gibt noch andere Fische im Teich.
24:24Lissi, wenn... wenn du...
24:28Wenn wir nochmal...
24:30Entschuldige mich kurz.
24:35Darf ich?
24:37Bitte?
24:40Bist du in Ordnung?
24:43Ich bin nicht mehr in Ordnung.
25:00Deine Frau, ich bin nirgends des Gäste.
25:04Mal, was für Sie?
25:08Ich soll mich in eine therapeutische Klinik einweisen?
25:11In eine Klapsmühle?
25:12Du spinnst!
25:13Um es mit deinen eigenen Worten zu sagen.
25:16Du spinnst!
25:17Aber das...
25:17Du warst doch schon mal in so einer Klinik.
25:19Nach deinen vorgetäuschten Selbstmordversuchen.
25:23Offensichtlich hat man dich zu früh entlassen.
25:25Mit welcher Begründung bitte?
25:27Liebeswahn.
25:28Bitte?
25:28Eine manische Erkrankung.
25:30Der Patient kann kein realistisches Bild von der geliebten Person entwickeln.
25:34Hinweise darauf, nicht zurückgeliebt zu werden, werden verdrängt.
25:38Er verfolgt die geliebte Person, selbst wenn sie einen anderen liebt.
25:42Na?
25:43Kommt dir das irgendwie bekannt vor?
25:45Ja.
25:47Das klingt sehr nach deiner besessenen Liebe zu meinem Vater.
25:50Es geht hier nicht um Richard und mich.
25:52Du hast Helena umbringen lassen, damit er nicht mit dir glücklich wird.
25:56Es ist wirklich das Beste für dich.
25:59Wir wollen doch nicht riskieren, dass du einen weiteren Selbstmordversuch unternimmst.
26:03Und es könnte ja diesmal gelingen.
26:05Bitte.
26:06Das kannst du nicht von mir verlangen.
26:08Zwing mich dazu nicht.
26:10Warst du schon mal in so einer Klinik?
26:11Hast du dir die Leute da mal angeschaut?
26:13Ich werde mich da nicht einweisen.
26:15Niemals.
26:16Naja, vielleicht ist es wirklich zu viel verlangt, dich selbst einweisen zu lassen.
26:21Danke.
26:22Danke.
26:22Ich verspreche dir auch.
26:24Ich werde dich einweisen.
26:26Schließlich bin ich eine liebende Mutter, die sich Sorgen um ihr Kind macht.
26:32Was ist denn hier los?
26:35Stress mit deiner Freundin?
26:37Soll das etwa heißen?
26:38Du belauschst die Gespräche fremder Leute?
26:40Wie indiskret.
26:42Entschuldigung.
26:43Dabei sollte ich mich ja eigentlich von meiner besten Seite zeigen und die Schattenseiten verschweigen.
26:47Guter Plan.
26:51Deine Freundin sieht irgendwie unglücklich aus.
26:54Maike?
26:55Nö.
26:56Mit ihr ist alles in Ordnung.
26:57Es gab Stress mit einem Freund.
26:59Ach so.
26:59Aber inzwischen ist alles geklärt.
27:02Endgültig.
27:03Das ist ja gut.
27:05Da sagt doch meine schlaue Oma immer, in jedem Ende liegt ein neuer Anfang.
27:10Da hat sie recht, deine Oma.
27:12Ich bin Lissi.
27:14Ich bin Jens.
27:15Hi.
27:17Du, der macht in der Königstraße eine neue Bar auf.
27:19Hast du Lust, dass wir da zusammen hingehen?
27:21Hat die jetzt schon auf?
27:22Naja, seit zwei Stunden.
27:23Weil die Eröffnung haben.
27:25Ach schön.
27:26Ich hol mir immer die Sachen.
27:31Tschüss.
27:32Tschüss.
27:32Tschüss, Elsa.
27:34Tschüss.
27:37Du starrst.
27:38Das tue ich überhaupt nicht.
27:40Sag mal, willst du mir nicht sagen, was dir Sorgen macht?
27:42Ach, ich hab das Gefühl, Lissi will sich mit Gewalt einreden, dass ihr die Sache mit Sebastian
27:47nichts ausmacht.
27:48Wer sie sich mit dem Typen da unterhalten hat?
27:51Unterhalten?
27:52Das war eindeutig ein Flirt.
27:54Sag mal, seit wann hast du denn was gegen einen Flirt?
27:57Es macht gute Laune, es kribbelt ein bisschen.
27:59Na, so wie sich das anhört, ist ja bei dir und Konrad wieder alles perfekt, oder?
28:05Hat's geklappt?
28:06Nein, ich bin nicht schwanger.
28:09Schade.
28:10So schlimm ist es nur auch wieder nicht.
28:12Das sind ja ganz neue Töne.
28:14Konrad und ich, wir haben ja geradezu so getan, als wenn unser ganzes Glück davon abhängt.
28:19Und das ist natürlich Quatsch.
28:21Ja, und was heißt das jetzt?
28:23Das heißt, dass wir es jetzt nicht mehr so verkrampft probieren.
28:26Und ehrlich gesagt bin ich auch heilfroh darüber.
28:40Ihr habt euch also ausgesprochen.
28:45Elsa hat gar nicht so ein großes Problem damit, wie ich dachte, dass wir keine Kinder haben werden.
28:50Wie konnte ich nur annehmen, dass ihr ein Kind wichtiger ist als unsere Beziehung?
28:55Na, vielleicht standest du unter Schock.
28:59Ich glaube, das war für uns beide ein Schock.
29:02Und eine Probe für eure Beziehung, die ihr bestanden habt.
29:06Es gibt so viele Möglichkeiten, ein Kind zu bekommen.
29:10Vielleicht haben wir uns auch einfach verrannt.
29:13Ach, Adam.
29:16Sie wünschen mich zu sprechen, Frau Landmann.
29:18Wären Sie so nett, mir diesen Kasten mit den Flaschen in den Keller zu bringen?
29:24Darf ich fragen, warum?
29:27Weil nur Sie und ich den Schlüssel für den Keller haben.
29:30Ich fürchte, ich verstehe nicht ganz.
29:31Der Wert dieser Alkoholiker rechtfertigt diese Maßnahme keineswegs.
29:36Der Wert dieser Alkoholiker liegt im Auge des Betrachters.
29:39Da muss ich Ihnen widersprechen.
29:40Ein Maischen, Destillation, beim Whisky die Lagerdauer, das sind Kriterien für die Überurteilung hochwertiger Spirituosen.
29:49Bitte, Herr Adam.
29:50Oder soll ich vielleicht die schweren Flaschen in den Keller tragen?
29:53Tun Sie mir den Gefallen?
29:55Aber selbstverständlich.
30:05Also, du sagtest, ihr habt euch verrannt?
30:09Elsa liebt mich und ich liebe Elsa.
30:12Wir werden auch ohne Kinder glücklich werden.
30:14Aber natürlich.
30:15Das Wichtigste ist doch, was ihr füreinander empfindet.
30:21Ich höre.
30:23Sie wollte nicht, dass ich es über Dritte erfahre.
30:27Was sie hat dir erzählt, dass sie behauptet hat?
30:29Ich hätte Helena auf dem Gewissen.
30:33Und was hast du getan, dass sie anfängt zu weinen?
30:35Nichts.
30:36Sie hat sich schuldig gefühlt wegen dieser schrecklichen Lüge.
30:42Und da konntest du natürlich auch gar nicht anders als verständnisvoll reagieren.
30:45Richard, ob du es mir glaubst oder nicht, durch meine Krankheit hat sich vieles für mich verändert.
30:51Ich habe mich verändert.
30:52Oh, Annabelle, bitte.
30:54Wirklich.
30:56Nach Helenas schrecklichen Unfall war es ja doch wirklich nur eine Frage der Zeit, bis dieses schreckliche Gerücht auftauchen würde.
31:04Nach allem, was passiert ist.
31:05Ich mache mir wirklich Sorgen um Nora.
31:08Du machst dir Sorgen?
31:09Ich bin ihre Mutter.
31:11Seit wann?
31:12Seit ein paar Monaten?
31:14Und was war davor?
31:16Gerade deshalb mache ich mir Sorgen um Nora.
31:18Sie ist psychisch labil.
31:20Sie hat Selbstmordversuche hinter sich.
31:23Und jetzt diese schreckliche Lüge.
31:26Ja, glaubst du denn im Ernst?
31:28Ich wäre mit diesem Ding zu meinem Wagen gerollt und hätte die Bremsleitungen durchschnitten?
31:35Ich mache mir auch Sorgen um Nora.
31:39Ihre Besessenheit von Simon Becker nimmt langsam krankhafte Züge an.
31:49Ja?
31:54Du bist schon wach?
31:55Ja.
31:56Und ich wünschte, ich wäre es nicht.
32:00Kopfschmerzen?
32:00Schlimmer Schuldgefühle.
32:02Die sollst du nicht haben.
32:04Doch, es tut mir leid.
32:06Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist.
32:08Da lade ich euch zum Essen ein und dann besaufe ich mich vorher.
32:12Sag bloß, du trinkst weiter.
32:14Nur einen Schluck.
32:15Ich habe einen Kater.
32:16Das ist das Einzige, was hilft.
32:17Das Einzige, was hilft, ist, wenn du überhaupt nicht mehr trinkst.
32:19Jetzt übertreib mal nicht. Du tust ja gerade so, als wäre ich Alkoholiker.
32:25Ich habe dich so noch nie gesehen.
32:27Keine Angst, das ist nur eine Phase.
32:30Das glaubst du doch selbst nicht.
32:33Henning.
32:36Du brauchst Hilfe.
32:40Und? Willst du mir helfen?
32:43Das geht nicht.
32:44Ich bin die Ursache für dein Problem.
32:47Aber dann bist du vielleicht auch die Lösung.
32:52Lass uns ehrlich miteinander sein.
32:55Du bist mein bester Freund.
32:58Aber ich liebe dich nicht.
33:00Ich weiß aber, dass du mich liebst.
33:03Deshalb kann ich dir nicht helfen.
33:06Und wer kann mir helfen, wenn nicht du?
33:09Wenn ich dir helfe, dann...
33:12dann bin ich die ganze Zeit um dich.
33:13Wie willst du da über die Sache hinwegkommen?
33:18Was willst du eigentlich von mir?
33:20Also es...
33:21Es gibt Leute, die...
33:25die kennen sich einfach besser damit aus,
33:27wie man Menschen hilft, die in einer Krise stecken.
33:30Du empfindest mich in eine Selbsthilfegruppe schicken?
33:35Ich glaube, das ist das Beste, was du jetzt tun kannst.
33:43Ja, dann sagen Sie dem Herrn, wir geben nichts.
33:48Haben Sie schon gehört, was Nora über Sie erzählt?
33:51Das arme Kind, sie war ja völlig aufgelöst.
33:53Wir machen uns große Sorgen um sie.
33:55Ja.
33:56Aber zum Glück hat das arme Kind ja eine liebevolle Mutter,
33:58die sich um sie sorgt, nicht wahr?
34:01Sie glauben mir immer noch nicht,
34:02dass ich mich verändert habe.
34:04Ja, glaube ich an einen Schneeball in der Hölle.
34:07Nora hat ihre Behauptung zurückgezogen,
34:08weil sie Angst vor Ihnen hat.
34:09Vor mir?
34:11Sehen Sie mich doch an.
34:12Ich kann doch keiner Pflege etwas so leidet tun.
34:14Nein.
34:14Sie setzen sich einfach skuploß über alles hinweg.
34:17Ach, Ihre Wache gelöstet langweilig.
34:20Annabelle, es geht hier nicht um Viktoria,
34:21sondern um Helena.
34:22Ich werde herausfinden,
34:23was an diesem Tag wirklich passiert ist.
34:24Und da gnade Ihnen Gott.
34:26Ach nein, für Sie ist ja jemand anders zuständig,
34:28nicht wahr?
34:28Ich werde herausfinden,
35:00Das ist bestimmt Elsa. Eigentlich hat sie einen Schlüssel, aber sie will immer, dass ich ihr die Tür aufmache.
35:07Ach, warum machst du mir denn nicht auf, wenn du da bist?
35:10Was ist das denn?
35:12Ein Kaninchen. Habe ich beim Reviergang gefunden.
35:16Ach Gott.
35:19Willst du auch mal halten?
35:22Ja. Sag mal, dürfen wir das überhaupt?
35:24Ist das nicht so, dass die Mutter das gar nicht mehr annimmt, wenn wir es jetzt anfassen?
35:27Oh Gott.
35:30Nein, das stimmt nicht. Die Mutter ist gestorben und das ist wahrscheinlich das Letzte aus seinem Wurf.
35:34Du bist ein Blödmann. Na, du, hallo. Das ist aber süß. Wieso machst du denn jetzt damit?
35:43Na, ich dachte, wir könnten es zusammen aufziehen. Na, wie sollen wir dich denn nennen? Hm? Du?
35:54Ey, sag was denn los?
35:57Entschuldigung.
36:06Laura.
36:08Ach, du bist es.
36:09Was machst du denn hier?
36:11Ich packe.
36:12Ja, das sehe ich.
36:14Wovon willst du denn?
36:15Ich glaube, nach allem, was passiert ist, wäre eine Luftveränderung das Beste für mich.
36:20Laura, was soll das?
36:21Was ist passiert?
36:24Ich glaube, ich bin falsch hier in Falkenthal.
36:27Was soll daran falsch sein?
36:28Du wohnst hier.
36:29Bei deiner Familie.
36:31Bist du denn nicht glücklich bei uns?
36:33Du weißt, warum ich nicht glücklich bin.
36:35Ah, ich verstehe.
36:38Hey.
36:39Eines Tages wirst du Simon Becker vergessen haben.
36:42Hm, und vielleicht ist dieser Tag schon sehr bald.
36:45Ich glaube nicht.
36:47Liebe vergeht, Nora.
36:49Und mit der Zeit auch der Schmerz, den sie uns bereitet.
36:52Ich habe meine Mutter zum Mörderin erklärt.
36:55Nur damit ich in Simons Nähe bin.
36:57Ach komm, sie hätte doch längst verziehen.
36:59Bei deiner Familie bist du am besten aufgehoben.
37:02Wir lieben dich und wir sind für dich da.
37:03Nora, ich bin...
37:04Nein, ich brauche eine Auszeit.
37:05Ein paar Wochen irgendwo an der See.
37:07Wenn wir gut tun.
37:10Aha.
37:13Irgendetwas stimmt hier nicht.
37:14Nora?
37:16Was verschweigst du mir?
37:22Tut mir leid.
37:23Ich weiß auch gerade nicht, was mit mir los ist.
37:27Du fängst doch nicht einfach so an zu weinen.
37:32Oh Gott.
37:34Das ist das Kaninchen.
37:36Es tut mir leid.
37:38Du kannst doch überhaupt nichts dafür.
37:40Ich meine, ich reagiere wahrscheinlich einfach über.
37:43Nein, du reagierst nicht über.
37:44Du wünschst dir einfach Kinder und ich kann dir keine schenken.
37:50Konrad, dann vertraust du mir ja doch nicht.
37:53Doch.
37:54Doch, ich vertraue dir.
37:55Ja, klar.
37:56Du hast ja auch gesagt, dass wir ohne Kinder glücklich werden können.
37:58Aber vielleicht hast du dich einfach getäuscht.
38:01Vielleicht wusstest du bisher einfach nicht, wie groß dein Kinderwunsch tatsächlich ist.
38:06Aber das war mir doch nie so wichtig wie dir.
38:09Erinnerst du dich nicht mehr, wie entsetzt ich war, als du mit dem ganzen Thema angefangen hast?
38:14Ja, ich musste dich ja fast überreden.
38:17Aber das ist jetzt schon eine Weile her.
38:19Und wenn ich jetzt ein junges Kaninchen zum Heulen bringe, dann musst du wahrscheinlich da mal ein bisschen genauer hingucken.
38:23Ich muss da nirgendwo genauer hingucken.
38:26Ich liebe dich und du liebst mich.
38:28Und wir schaffen das zusammen.
38:29Elsa, ich liebe dich auch und ich möchte, dass du glücklich bist.
38:32Aber das bin ich doch.
38:35Ja, aber willst du das in drei Jahren auch noch sein?
38:37Ich kann dir keine Kinder schenken, Elsa.
38:39Und ich möchte nicht, dass du unglücklich bist.
38:41Deswegen ist es, glaube ich, das Beste, wenn wir uns trennen.
38:51Das war lustig.
38:52Die Bar gefällt mir.
38:54Vielleicht gehen wir mal wieder hin.
38:55Ja, vielleicht.
38:58Du bist also Unternehmerin.
39:00Naja, die Idee mit dem Kurierdienst kam eigentlich von Sebastian.
39:03Der Sebastian?
39:04Ja, wir leiten den Kurierdienst zusammen.
39:06Er macht die, also er fährt die Aufträge aus und ich mache den Bürogramm.
39:10Wir sind ein gutes Team.
39:12Sehr schön.
39:14Ich weiß immer noch überhaupt nichts über dich.
39:17Sag mal, hast du irgendein düsteres Geheimnis?
39:21Nein.
39:22Was willst du wissen?
39:24Ich weiß nicht.
39:25Was machst du denn so?
39:27Ich fahr gern Motorrad.
39:28Nein, echt?
39:29Ja, ich wollte sogar mal eine Russlandtour damit machen.
39:31Gibt's ja gar nicht.
39:32Sebastian wollte die Paris-Dakar-Strecke fahren.
39:34Ach, schon wieder Sebastian.
39:36Muss ein ganz toller Typ sein.
39:38Wie war das nochmal?
39:40Endgültig geklärt?
39:41Ich weiß auch nicht.
39:43Naja, jedenfalls weiß ich jetzt alles über Sebastian.
39:45Tut mir leid, vergiss es einfach.
39:47Guck mal da.
39:48Ein Hausboot.
39:50Das gehört unserem Haustechniker.
39:52Ach, können wir da mal hingehen?
39:54Was?
39:56Du, ich.
39:57Hausboot.
40:08Nee, du lieber nicht.
40:10Darf ich raten, Sebastian?
40:13Pass auf, der Abend mit dir war wirklich schön.
40:16Es hat Spaß gemacht, aber es ist spät.
40:18Ich geh mal nach Hause.
40:20Ach komm, das ist ja jetzt ein bisschen plötzlich, oder?
40:22Ich meine, spät ist es ja noch nicht.
40:25Was hat meine Oma mal gesagt?
40:26Unverhofft kommt oft.
40:28Was soll denn das?
40:30Entschuldigung.
40:31Ich dachte nur, unverhofft kommt oft.
40:33Ich denke, ich gehe jetzt besser.
40:44Was soll das, Annabelle?
40:46Ich weiß nicht, wovon du sprichst.
40:47Nora hat mir erzählt, du willst sie in eine therapeutische Klinik einweisen.
40:51Wir waren uns doch einig, dass Noras Liebe zu Simon Becker langsam besorgniserregende Formen annimmt.
40:58Ach, und das ist eine Lösung.
41:00Nora hat Probleme, also schieben wir sie ab.
41:02Ich will sie doch nicht abschieben.
41:04Ich will, dass sie die Hilfe bekommt, die sie braucht.
41:06Ich mache mir Sorgen um Nora.
41:08Ja, das hast du schon mal behauptet.
41:10Es ist die Wahrheit.
41:12Die Wahrheit?
41:13Weißt du überhaupt, wie dieses Wort geschrieben wird?
41:15Ach, Richard, bitte jetzt beruhige dich doch erst mal.
41:17Ich weiß ja nicht, was Nora dir erzählt hat, aber...
41:20Ah, ah, das ist das eigentliche Problem, oder?
41:23Du kannst ihr nicht verzeihen, dass sie diese Lüge über dich erzählt hat.
41:26Und wahrscheinlich machst du dir Sorgen, dass vielleicht doch jemand diese Geschichte glauben könnte.
41:30Ich gebe ja zu, dass mich das getroffen hat.
41:33Aber darum geht es doch jetzt nicht.
41:35Es geht um Nora, das musst du mir glauben.
41:37Womit wir beim Punkt wären, Annabelle.
41:40Ich glaube dir nicht mehr.
41:42Nichts mehr.
41:42Aber ich...
41:43Und deshalb möchte ich, dass du dieses Haus verlässt.
41:46Endgültig.
41:50Du wirst dich nicht immer so fühlen wie jetzt.
41:52Davon bin ich überzeugt.
41:55Leb wohl, Luisa.
41:59Was wollen Sie?
42:00Einen Fehler korrigieren.
42:02Hören Sie, wir können über alles reden.
42:03Sehen Sie, und genau das ist der Fehler.
42:05Sie reden zu viel.
42:08Du bist der Mann, mit dem ich leben will.
42:09Egal, ob du zeugungsfähig bist oder nicht.
42:11Elsa, wenn du mit mir zusammenbleibst, dann wirst du niemals Kinder bekommen.
42:14Ist dir das klar?
42:15Das war's.
42:17Das war's.
42:19Das war's.