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Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:00:00Es tut mir wirklich leid, aber telefonische Auskünfte erteilen bin ich.
00:00:03Ob das neugeborene Platzkind, Junge oder Mädchen ist, aber Schwester, nun machen Sie mal einen Punkt, ja?
00:00:09Genau.
00:00:11Schwester, bei denen kriegen einen Unterschied, Junge oder Mädchen.
00:00:14Es tut mir leid. Auf Wiedersehen.
00:00:19Eins von beiden ist es.
00:00:20Na, wenigstens ist es da.
00:00:21Los ist es da. Ich habe hier die Schwester um den Finger gewickelt.
00:00:24Na, dann ist wie los.
00:00:25Ach du meine Hüte, die Blumen.
00:00:27Na, dann machen wir los.
00:00:29Guten Tag.
00:00:30Tag, das darfst du sein.
00:00:31Na, vier Brötchen, ein halbes Brot.
00:00:33Mischung oder schwarz.
00:00:34Schwarzbrot, Sie machen also freundliche Gesichter. Ist was los?
00:00:36Bei uns ist was Kleines angekommen.
00:00:38Bei Ihnen?
00:00:39Nee, bei meiner Pflege, Tochter.
00:00:41Wie schön, dass es dich endlich gibt, mein Fähnchen.
00:00:45Nun sind wir zwei, nun kann uns keiner mehr.
00:00:49So, Frau Platz, jetzt muss ich aber die Josefine entführen.
00:00:52Ich sage aber Fähnchen.
00:00:54Wie Sie wollen.
00:00:54Na komm, Fähnchen, gleich beginnt ja die Besuchszeit und dann müssen wir hübsch und sauber sein,
00:00:59wenn der neu gebackene Vati kommt.
00:01:03Der Vater.
00:01:04Ja, so bleiben, wo der Pfeffer wächst.
00:01:06Als ob so ein Vater was damit zu tun hat.
00:01:09Da besucht man sein Kind und bekommt nicht einmal Schnittblumen.
00:01:12Die Geste ist, die von Herzen kommt.
00:01:15Aber ein bisschen Angst.
00:01:16Du und Angst?
00:01:17Klaus, ich arbeite seit fast 20 Jahren in der Jugendhilfe, glaube mir.
00:01:21Bei jungen Müttern gibt es ein Hormonwunder.
00:01:23Wenn sie den Vater nur sehen, ist aller Groll vergessen.
00:01:26Auch nach einer schmerzhaften Entbindung?
00:01:28Ich glaube, ich verstehe inzwischen Brigittchens Drang nach Selbstständigkeit, mein Lieber.
00:01:32Ich habe sie bis zuletzt wie ein Schulkind behandelt.
00:01:35Und du, als es passiert war, hast nur die Schwierigkeiten im Auge gehabt.
00:01:40Brigittchens Drang nach Selbstständigkeit war eine Flucht,
00:01:42aber lassen wir die alten Geschichten.
00:01:45Du lässt sie ja schon.
00:01:47Und jetzt willst du sie mir entführen.
00:01:49Meine Tochter und mein Enkelkind.
00:01:51Man weiß nicht mal, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist.
00:01:54Tja.
00:01:55Hast du die Blumen?
00:01:57Ja, sie werden ja ganz verknautscht.
00:02:00Du wirst also, was du sagst.
00:02:02Das muss Brigitte entscheiden.
00:02:04Ach, soll sie sagen, lieber Wolfgang, du bist mir so sympathisch
00:02:07und dein Standesamt ist auch in der Nähe.
00:02:10Und vor drei gekochen gibt es eine bessere Soße, Mensch, also wirst du.
00:02:14Und wenn sie ein Nein sagt?
00:02:16Also, wenn ihr meine ja garantiert was gilt.
00:02:18Psst, nicht so laut.
00:02:20Na, die wissen doch alle schon Bescheid.
00:02:21Und das ist doch richtig so.
00:02:29Wir gratulieren Sie ja.
00:02:31Aber ein Mädchen, das ist doch auch sehr niedlich.
00:02:34Ja, und das ist ein reiches Kuchen.
00:02:36Habe ich selber gebrochen.
00:02:37Danke, Frau.
00:02:38Hühner sind Kinefil, aber Mädchen sind hochmenschen.
00:02:41Im Zeichen der Gleichberechtigung von Mann und Frau
00:02:42können Mädchen jetzt hoch mit Eisenbahn spielen.
00:02:45Ach, den Kuss noch mal.
00:02:46Aber nicht so viele wackeln bei dem bisschen Licht.
00:02:48Ja, wenn die Küsse wackeln, dann wird der Wand.
00:02:49Stärkig.
00:02:51Alles Gute, was du anbringen.
00:02:53Nein, ach, vergiss man.
00:02:55Das ist ein transportable Wickelkommode.
00:02:58Also mein Geschenk für Blümchen, das ist ein Geschenk für uns.
00:03:01Diesmal sind so ein Blümmer.
00:03:03Das ist ein Geschenk für uns alle drei.
00:03:06Eine Sommerreise an der Ostsee.
00:03:08Nein.
00:03:09Oh, mein.
00:03:11Du bist ja doch die Beste.
00:03:13Ich war noch nie an der Ostsee.
00:03:17Ach, danke schön.
00:03:21Ach, Schwester, entschuldige Sie bitte.
00:03:22Wo ist Station 16?
00:03:23Zwei Treppen höher, dann links, bitte.
00:03:25Danke, Tschüss.
00:03:35Den Heuschreckenschwarm sind wir ja nun los.
00:03:38Ja.
00:03:38Tja, du, und ich muss jetzt auch hin.
00:03:40Mach es jetzt mal mit, Kleine.
00:03:41Hörst du?
00:03:42Tschüss.
00:03:42Tschüss.
00:03:43Hier versprochenen Rosen.
00:03:45Sehr schön.
00:03:48Wird es denn noch lange dauern?
00:03:50Silvester, schätze ich.
00:03:54Setz dich.
00:03:56Wolfgang Engel.
00:03:58Du fällst gleich runter, Wolfgang.
00:04:01Wie klingt denn das eigentlich, Brigitte Engel?
00:04:03Na, besser als Platz.
00:04:05Hoffentlich wird ihm das auch noch klar.
00:04:06Mann, wie ich aussehe.
00:04:08Das ist ja, ich weiß nicht.
00:04:10Sag es schon, wie ein Handfeder.
00:04:12Nee, nee.
00:04:13Irgendwie anders.
00:04:15Fraulicher vielleicht.
00:04:16Ich kann sowas nicht sagen, aber stimmt.
00:04:19Danke.
00:04:27Ich habe mich schrecklich gefreut über den Heuschreckenschwarm, aber dein Besuch macht mich glücklich.
00:04:33Weißt du noch, ich habe damals gesagt, das wäre das schönste Tag in meinem Leben, oder?
00:04:37Ja, ich weiß.
00:04:38Ich bin einfach weggelaufen.
00:04:40Aber heute, ich sehe mal noch hin, ja?
00:04:54Du und deine Mutter.
00:04:56Guten Tag, Brigitte.
00:04:58Bitte keine Aufregung.
00:05:01Ich bin nun einmal Vater geworden.
00:05:03Und ich Großmutter.
00:05:05Ich möchte nur sehen, wie es dem Kind geht.
00:05:07Und vor allen Dingen natürlich dir.
00:05:09Danke, gut.
00:05:10Ist es also ein Mädchen und heißt Josefine, wie wir soeben erfahren haben?
00:05:14Ja, viel schön.
00:05:17Na, leg doch ab.
00:05:18Mach's dir gemütlich.
00:05:25Ich habe...
00:05:26Ich würde sagen, ich sehe mir die junge Dame erst einmal an.
00:05:29Ja.
00:05:37Sag mal, was soll denn das?
00:05:39Darf ich dich nicht besuchen?
00:05:41Du weißt genau, was ich meine.
00:05:43Klaus Schmotzki.
00:05:44Wir haben uns ganz zufällig getroffen.
00:05:47Du, Brigitte, erteilt vollkommen deine Meinung.
00:05:50Er war anfangs wirklich etwas bestürzt, als du in andere Umstände kamst.
00:05:54Heute versteht er sich selbst nicht mehr.
00:05:56Ein halbes Jahr bewirkt manchmal viel.
00:05:59Sehr viel im Leben eines Menschen.
00:06:02Für eine zufällige Begegnung bist du aber glänzend informiert über die Wandlung des Herrn Schmotzki.
00:06:07Du hast dein Kind ohne mich zur Welt gebracht.
00:06:11Mal weißt du weiter, was du für richtig hältst.
00:06:18Komm mal hin, Mädchen.
00:06:20Ja, komm zu.
00:06:31Als ich zwölf war, hast du mich das letzte Mal so umarmt.
00:06:34Ich weiß.
00:06:37Und drei Tage später hast du mir eine geknäht.
00:06:40Weil du geraucht hast.
00:06:44Dankeschön.
00:06:45Oh, Entschuldigung.
00:06:46Ich würde sagen, zwei glückliche Väter dürfen sich ruhig mal auf den Fuß treten.
00:06:49Zufrieden mit dem Nachwuchs?
00:06:50Na klar, und Sie?
00:06:51Das will ich gleich genau wissen, aber bei dem er war.
00:06:53Und bei dem, Papa.
00:06:56Tag, Schwester.
00:06:57Würden Sie mir das wirklich lieben machen, meine Tochter mir zu zeigen?
00:06:59Ja, gern. Aber wen denn?
00:07:01Josefine Platz.
00:07:03Wieso?
00:07:04Geht das jetzt nicht?
00:07:05Doch, doch.
00:07:06Danke.
00:07:07Dass sich keiner meldet, kommt ja vor, aber gleich zwei.
00:07:11Ich halte mich aus allem raus.
00:07:13Was ich weiß ist, dass er sich bei mir ausgesprochen hat.
00:07:17Ja, ausgehört hat und eigentlich nicht wagt, mit dir zu reden.
00:07:20Na, du kennst ihn doch.
00:07:22Ehrgeizig, wie er ist.
00:07:23Begabt und ein bisschen trotzig.
00:07:26Ist schon eine komplizierte Natur, dein Schmutz.
00:07:31Guten Tag.
00:07:35Herr Engel aus meinem Haus, meine Mutter.
00:07:37Platz.
00:07:38Angenehm.
00:07:39Störe ich?
00:07:41Wenn Sie meine Tochter nicht stören, mich stören Sie nicht, Herr...
00:07:44Engel.
00:07:45Das ist ein hübscher Name, Engel.
00:07:47Also die Nase hat sie von mir.
00:07:54Sag mal, Bicky, sind die Schwestern hier alle so verstört?
00:07:57Du solltest mir am nächsten Mal die Klinik wechseln, würde ich sagen.
00:08:00Das ist mein Schwiegersohn ins Beherr, äh...
00:08:03Engel.
00:08:03Der gute Engel aus der Florentina 73.
00:08:05Zuständig für Schrankwäscheteppichklopfen und für Kinder, die noch nicht wissen, was sie wollen.
00:08:12Wolfgang, bitte.
00:08:22Ist was mit dem und dir?
00:08:28Ich wollte mir so die Kleine und doch mein Enkelchen und doch Wolfgang auch.
00:08:31Oh, was sagst denn du nur so zu die Familie?
00:08:34Nein, du könntest jetzt auch ein Kindesleben nicht mit dem Hofdeutsch befassen.
00:08:38Ach, damit sie auch so geschwollen redet wie du, so Edipetete.
00:08:40Die jungen Damen begeben sich jetzt in den Innern des Lezé und so, ja?
00:08:44Also das Kind liegt auf meinem Balkon in der guten Luft.
00:08:48Mit dem Ankel im Umweltschmutz?
00:08:50Nee, am Fernplatz im Hopfraus, da ist es richtig.
00:08:53Was denn?
00:08:56Im Durchgangszimmer?
00:08:57Das arme Kind.
00:08:59Und wenn dein Herzenswunsch in Erfüllung geht, dann seid ihr ja viel in deinem Kabuff.
00:09:05Jetzt hast du Kabuff gesagt, nur will ich dir mal was sagen.
00:09:08Ja, darfst du bei mir wohnen, damit die jungen Leute ihr Nest in deinem Palast bauen können.
00:09:13Wenn ich mir auch vor dir grauele.
00:09:15Dann lieber ins Altersheim.
00:09:17Meine Freie, ja, was?
00:09:18Die olleige Donner.
00:09:19Das ist, ruhig.
00:09:22Ich kenne hier jeden Schritt, das ist Wolfgang.
00:09:25Wie, klingelst du nachher bei mir?
00:09:26Na ja, damit ihr nicht von Nöhe platzt.
00:09:34Na, wie sieht denn nun unser Nachwuchs aus?
00:09:37Meine kleinen Kinder immer aussehen in dem Alter.
00:09:43Dein Schwiegersohn, na weißt du?
00:09:45Na, sollte ich mir denn so geirrt haben?
00:09:48Aber lass mal, wenn Brigitte erst her ist, da wird schon alles gut werden.
00:09:51Na ja.
00:09:56Frau Platz, nun aber mal los.
00:09:57Man wartet schon sehnsüchtig auf Seehunden.
00:09:59Schon?
00:10:00Ja.
00:10:02Wiedersehen.
00:10:03Alles Gute für Sie und für Sie.
00:10:04Danke für Sie auch und guten Rutsch.
00:10:06Danke, gleich.
00:10:06Und dann kommt.
00:10:17Mit den Deinen, meine Herrschaften, haben so lange keinen Staffel mehr gekriegt.
00:10:21Was ist los?
00:10:22Nehmt der Wolfgang nicht mit ins Krankenhaus?
00:10:24Oh, still.
00:10:24Geht doch ein Vielchen.
00:10:28Können wir mit sich viel?
00:10:29Lütz, komm bitte da viel zu können.
00:10:32Oh, gut sieht er aus, der Vater.
00:10:35Habi, lass doch nur, ihr kommt jetzt mit rauf, los.
00:10:37Was denn nun, was nun?
00:10:38Jetzt sollen die mir mal kennenlernen, die Blase.
00:10:44Nun könnte da aber endlich gehen.
00:10:47Merkt ihr denn nicht?
00:10:47Ihr passt doch überhaupt nicht hierher.
00:10:53Und deine Wirtin lebt in diesem Durchgangszimmer?
00:10:56Ja.
00:10:58Ich danke euch, dass ihr mich gebracht habt.
00:11:00Aber Brigitte, das ist doch selbstverständlich.
00:11:04Warum waren denn die Leute so komisch?
00:11:07Na?
00:11:07Was heißt hier na?
00:11:09Nur hat Fienchen doch nur einen Vater.
00:11:12Zwei Großmütter wahrscheinlich.
00:11:14Mensch, Knatter, du hast ja eine Seele wie ein Fleischerhund.
00:11:16Immer auf das Schlimmere.
00:11:18Jetzt bist du abgemeldet, meine Liebe.
00:11:21Wie könntet ihr denn das Hemde polieren?
00:11:23Falsch.
00:11:24Weißt du, was die stärkste Waffe ist?
00:11:27Dein Schandmaul.
00:11:30Lächeln.
00:11:31Socken.
00:11:34Jetzt wirst du mir auf den Arm nehmen.
00:11:37Wenn mein Mann oder Hugo betrunken und verkatert darauf gewartet haben, dass ich denen Standpauke halte,
00:11:43habe ich ihnen das Vergnügen nie gemacht.
00:11:45Nein.
00:11:46Ich habe gelächelt.
00:11:48Das schmeißt sie alle um.
00:11:49Du meinst, ich soll.
00:11:52So?
00:11:54Weil Koch er doch verwohlt.
00:11:57Vielleicht hast du recht.
00:11:59So.
00:12:01Jetzt habt ihr gerade warmes und reihe Kuchen.
00:12:04Frau, bitte.
00:12:07Bitte schön.
00:12:10Ich will nicht länger stören.
00:12:12Aber bitte, Frau Glucke, bleiben Sie doch bei uns.
00:12:14Mein, Herr Schmutzke hat bestimmt nichts dagegen.
00:12:17Aber nicht doch.
00:12:18Bitte.
00:12:21Bitte.
00:12:21Kommen Sie mal ruhig sitzen.
00:12:27Bitte schön.
00:12:28Bedienen Sie sich.
00:12:30Wir sind Ihnen zu großem Dank verpflichtet.
00:12:32Sie haben in einer vorübergehenden Phase familiärer Spannung eine ausgezeichnete Schlummermutter abgegeben.
00:12:41Freibekuchen?
00:12:42Selbstgepacken?
00:12:43Oh, Sie sind zu freundlich.
00:12:45Möchtest du an der Schluck?
00:12:47Nein.
00:12:48Na ja, es renkt sich alles ein im Leben.
00:12:57Siehst du, es ist alles besser gegangen, als du erwartet hast.
00:13:00Na ja, etwas wohler ist mir schon.
00:13:02Wann müsstet ihr nach Budapest?
00:13:03Im Sommer, spätestens Ende August.
00:13:05Dann müsstet ihr vorher heiraten.
00:13:08Guten Tag.
00:13:11Wirklich komische Leute hier.
00:13:15Was du überhaupt weiter willst?
00:13:17Und wie hände willst?
00:13:19Ach, ich weiß überhaupt nichts mehr.
00:13:22Nur, dass ich mächtig enttäuscht bin von Wolfgang.
00:13:24Rennt einfach weg.
00:13:25Tut, als hätte ich ihn schnöde hintergangen.
00:13:27Nee, weißt du, ein bisschen mehr Vertrauen habe ich schon erwartet.
00:13:30Aber vielleicht kann er es nicht verkraften, nur Stiefvater zu werden.
00:13:35Und vielleicht hat Klaus Schmutzi sogar ein Recht auf sein Kind.
00:13:39Nee, nee, du, ich bin Menschenkenner.
00:13:42Ich weiß Bescheid.
00:13:44Wie der da so eine Wehe gesessen hat, mit einer Träne im Knoblauch, da wusste ich, das ist bloß momentan.
00:13:51Das ist sentimental, hätte mein Mann gesagt.
00:13:53Und Sentimentalität, das ist ein Aushängeschild von einer Hartherzigen.
00:13:59Du hast ja damals von ihm nicht blenden lassen, du sei auch jetzt vorsichtig.
00:14:04Ach, ich will keinen von beiden.
00:14:07Ich bin jetzt nur noch für Fienchen da.
00:14:12Du wirst ja nicht bei deiner Verwandtschaft ziehen.
00:14:14N-n-n.
00:14:16Du wolle, du, du, Mensch, mir so zu erschrecken.
00:14:22Ach, Brigitte, das ist eher noch schlimmer geworden mit meinen Schwiegereltern.
00:14:26Ihr Leben findet unter Aufsicht und penetrassem Wohlwolle statt.
00:14:29Ich besauf mich heute.
00:14:30Kann ich noch nicht mithalten.
00:14:32Nein.
00:14:35Was macht Fienchen?
00:14:37Schläft, trinkt, schläft.
00:14:38Ich muss noch Brote vorholen.
00:14:39Passt dir mal ein Moment auf?
00:14:45Komm doch mal hoch.
00:14:46Heute?
00:14:47Na ja.
00:14:52Hast du schon Silvester gefeiert?
00:14:54Nein, ich sing manchmal so ungarisch.
00:14:56Verstehst du?
00:14:57Kodafest?
00:14:57Keine Ahnung.
00:14:58Kannst du mir ja dann erzählen.
00:15:01Ein Ball?
00:15:02Komm um vier, dann ist Fienchen gewickelt.
00:15:04Also schön um vier, ich bring Pfannkuchen mit.
00:15:08Ringe, Ringe, Reihe.
00:15:10Wir sind der Kinder drei.
00:15:13Wir sitzen und dann holler, wusch.
00:15:16Und machen alle wusch, wusch, wusch.
00:15:20Ringe, Ringe, Reihe.
00:15:23Wir sind...
00:15:23Du siehst ja komische Lieder.
00:15:25Du wirst lachen, aber mir fällt mir stammlos ein.
00:15:27Wann kommt ein Wolfgang?
00:15:28Oh, um vier.
00:15:29Mach dir keine falschen Hoffnungen.
00:15:30Ich will nur, dass ein vernünftiges Einvernehmen zwischen uns herrscht.
00:15:33Ein vernünftiges Einvernehmen ist besser als ja, Kinds.
00:15:35Jetzt ist es gleich dreien.
00:15:37Warte, sieh.
00:15:37Haben wir ja noch Zeit.
00:15:39Ich gib mir das vorhin mal her, ja?
00:15:41Hm, dann vorsichtig.
00:15:43Sehr kalt im Kopf.
00:15:44Oh, schön, das ist denn süß.
00:15:47Ja.
00:15:48Oh, ich weiß es.
00:15:52Hey, nicht so stürmisch.
00:15:54Deshalb, Alter, erst dann hier.
00:15:56Geh ich jetzt ran gucken?
00:15:57Können Sie von mir aus verfüttern.
00:16:02Wir sind gekommen, um Ihnen ein schönes neues Jahr zu wünschen
00:16:06und um Ihnen für Ihre viele Liebe und Fürsorge zu danken.
00:16:10Bitte schön.
00:16:11Sehr schön.
00:16:13Gehen Sie rein, junger Mann.
00:16:14Aber wir haben nicht lange Zeit.
00:16:20Ach, ihr seid...
00:16:21Tag, Frau Gitte.
00:16:22Mal ein kurzer Besuch.
00:16:23Wir bleiben auch nicht lange.
00:16:24Sie ist schon viel besser aus.
00:16:31Setzen Sie sich.
00:16:35Das war aber nicht nötig, dass Sie sich so in Unkosten gestürzt haben.
00:16:39Was sehen Sie?
00:16:40Stichwort Unkosten.
00:16:42Sie haben gewiss besondere Aufwendungen gehabt.
00:16:45Das sieht man auf einen Blick.
00:16:47Ich weiß, dass Sie mich danach fragen.
00:16:49Aber auch in Geldsachen muss Ordnung sein.
00:16:52Ihre Tochter hat Freude in mein Leben gebracht.
00:16:53Und in das Haus hier.
00:16:55Und das kann ich ja ebenso wenig mit 50 Mark Scheiben vergelten,
00:16:58wie Sie mir meine Aufwendungen ersetzen können.
00:17:00Und nun machen Sie mal Ihre Handlasche zu, meine Dame.
00:17:09Entschuldigen Sie.
00:17:12Sie können mich nicht leiden.
00:17:14Ist das wichtig?
00:17:15Tienchen ist wichtig und Priete ist wichtig.
00:17:19Was wir beide voneinander halten.
00:17:20Müssen wir das nur ausgerechnet Silvester besprechen?
00:17:24Entschuldigen Sie mir bitte, ja?
00:17:26Wir erwarten noch Besuch.
00:17:30Würde sagen, die Sache ist folgende, Bicky.
00:17:32Also bitte sag nicht, Bicky zu mir.
00:17:35Ja.
00:17:35Und beginne deine Sätze nicht mit Würde sagen.
00:17:37Gut.
00:17:39Natürlich haben wir uns nicht zufällig getroffen.
00:17:40Hm, das sind Neuigkeiten.
00:17:42Deine Mutter steht vor den Berufswegen.
00:17:43Mit allem Abseitigen, was es an familiären Beziehungen gibt,
00:17:45auf Du und Du.
00:17:46Deshalb diese Kuppelversuche.
00:17:48Wir drei zusammen und ihre Welt wäre in Ordnung.
00:17:51Na, wenn du das weißt, warum machst du diesen Blödsinn mit?
00:17:54Tja, mir ist da leider ein kleiner Rechenfehler unterlaufen.
00:17:58Tja, ein Rechenfehler?
00:18:03Ich könnte mich selber ohrfeigen, dass ich so etwas Kitschiges sagen muss.
00:18:11Aber, mach doch mal, vielleicht fällt mir noch was anderes ein.
00:18:13Nein, also kurz und gut, ich fürchte, ich liebe dich.
00:18:17Also das muss ich dir lassen.
00:18:19Wenn du Komplimente machst, dann bist du ein einziges Vergnügen.
00:18:23Das gehört überhaupt nicht in den Augen.
00:18:24Das ist ja die Stelle, die ich gestehen habe.
00:18:31Was hast du denn?
00:18:32Urst.
00:18:34Lass mal auf, mein Gott.
00:18:37Ich schwebe immer zwischen Umsatzplan und Menschenliebe.
00:18:40Das ist in so einer Kneipe in Drahtseitekt ohne Netz.
00:18:42Aber wenn einer seinen Kopf zum Denken braucht,
00:18:44soll er nicht saufen, verstehst du?
00:18:46Na nun, ich bin ein Glanz um diese Stunde.
00:18:49Ich mach aber gleich zu, Silvester ist ja sowieso da unter uns.
00:18:52Tag, ne Molle und ein Kabel.
00:18:53Ich bin ein Glanz, Mann.
00:18:54Oder drei.
00:18:57Ich bin Strohwitzer.
00:18:59Meine Frau ist zur Kur.
00:19:02Ich wollte mal raus aus meinen vier Wänden.
00:19:04Komisch.
00:19:05Ich hätte sie nur als lustig draus.
00:19:07Na so schlimm ist es auch wieder nicht.
00:19:10Ach, die kann ich mal nach Bad Elster telefonieren?
00:19:12Ja, bitte, bitte.
00:19:13Na, lass mal die Klemen in da.
00:19:15Und trink lieber einen Kaffee.
00:19:18Der kommt nicht mehr.
00:19:20Ich leg jetzt Fähnchen trocken und geh dann mal hoch zur Hartmanns.
00:19:23In die olle Flunderküche.
00:19:26Will jemand noch nur flundern?
00:19:28Und du, Papa?
00:19:31Das ist es selber.
00:19:36Und anschließend gehen wir schön zwei Stunden auf den Friedhof spazieren.
00:19:41Nicht, Vater?
00:19:44Ihr braucht uns seitdem nicht auf den Friedhof zu gehen.
00:19:47Aber Helda, ihr wollt doch auch immer alleine sein.
00:19:55Komm, Vater.
00:19:56Jetzt lass mal die Kinder.
00:19:58Mama, so geht das wirklich nicht.
00:20:00Warum willst du denn nicht mal verreisen mit, Vater?
00:20:01Mensch, wir haben uns sieben Brüchen gelaufen nach dem Ferienplatz hier.
00:20:05Falls wir geheiratet haben, wunden in dem Zimmer deine zwei Brüder.
00:20:08Mein Vater und Schlafbrüche.
00:20:09Und trotzdem gab es keine Komplikationen.
00:20:11Mein Vater, sagst du, dass du da warst.
00:20:1214 Tage Erzählböge, Bahnfahrt und Logi, alles bezahlt.
00:20:15Ach, ihr seid noch so jung.
00:20:16Was kann ich denn dafür, dass euer Neubaublock noch nicht fertig ist?
00:20:19Mama, ich wäre 43 und Vater wäre ich auch.
00:20:22Was doch.
00:20:22Vater verträgt die Luftveränderung nicht.
00:20:25Ja.
00:20:26Woher wär's denn denn?
00:20:27Na, ich kenne deine Brumsen besser.
00:20:29Soni, mit dir hat den Großen losgezogen.
00:20:32Hast du auch, Helga.
00:20:34Er ist ein grundsolider Junge.
00:20:35Dann bleib doch hier von mir aus.
00:20:37Ja, doch, Vater.
00:20:37Bleib doch hier.
00:20:40Schönen Nachmittag wünsche ich euch.
00:20:42Helga.
00:20:50Statt mit der Faust auf den Tisch zu hauen, setz sie dich auf die Kohlenkiste, wie dein Vater.
00:20:57War gestern da auf dem Neubau.
00:20:58Sind schon im sechsten Stock.
00:21:01Meine Güte.
00:21:02Noch 14 Stockwerke.
00:21:07Mama, süßen.
00:21:12Flitterwochen mit dir.
00:21:14Davon habe ich nur mein Leben lang geträumt.
00:21:25Hast du schon wieder was vergessen?
00:21:26Nee, ich glaube heute nicht.
00:21:35Wir machen einfach nicht auf.
00:21:50Ach, entschuldigt.
00:21:51Ich wollte nur einen guten Rutsch wünschen.
00:21:53Ich gehe dann gleich wieder.
00:21:54Ist er nicht gekommen?
00:21:57Er hat das Taxi gesehen mit dem Besuch um drei.
00:22:00Ach, du grüne Nomen.
00:22:01Was ist denn los?
00:22:02Geschichten, die das Leben schrieben.
00:22:04Ach, die kenne ich.
00:22:05Na klar.
00:22:06Ihr Männer schreibt ja feste mit.
00:22:08Und darum muss gesagt werden, dass das Leben weiterhielt.
00:22:11In der 73 Entschuldigung, aber die haben mich einfach so ein bisschen geschleppt.
00:22:15Ich weiß nicht, dass die kleinen Flüger und der Schaljafin und der Wolfgang der Elterhafte.
00:22:21Wir haben sie eingeladen.
00:22:23Das war nicht gesagt.
00:22:24Aber du singst und enthalte die Hand schwachen.
00:22:29Silenzium.
00:22:32Wir wöhnen hier den 73 für die Bildung einer Ausgemeinschaftsleitung, sprich HGL, zu sterben.
00:22:41Ihr wisst, dass es im Prinzip schon funktioniert, habe ich hier heute eine gute Mitteilung zu machen.
00:22:56Das ist das Haus hier neu renoviert.
00:23:08So, Herr Schäften und nun, dass ich den ganz großen Hund in den Laden verbrannt habe.
00:23:14Hier ist unser Schwerens nicht mehr länger.
00:23:16Ich gehe hoch mit.
00:23:17Peter, wusstet noch mal?
00:23:19Ja, ich will noch mal.
00:23:20Ich bin nach oben.
00:23:21Nach oben, komm.
00:23:23Nach oben.
00:23:24Wir wollen das Haus.
00:23:25Sie haben sich das überlegen.
00:23:26Sie waren ins Ernst hier, Börje.
00:23:27Dann erhebt sich die Frage, ob er gleich mit den Flitterwochen anfängt und ob er mitkommt.
00:23:30Wir kommen wohin denn?
00:23:31Ja, ins Casino.
00:23:32Großer Silvesterwald.
00:23:33Ich habe einen Tisch.
00:23:33Wie machst du den Wolfgang?
00:23:34Holen wir hoch.
00:23:35Aber immer, wir machen bloß einen Umweg zu unserem Neumau-Block.
00:23:37Ist die ganze Zeit?
00:23:37Ich bleibe aber hier.
00:23:39Wir bleiben hier.
00:23:40Ja, leider, aber das geht nicht anders.
00:23:42Na, ich bleibe auch da.
00:23:45Nee, du brauchst jetzt mal eine Abwechslung.
00:23:47Nein, nicht in den Trauerwochen, meine Liebe.
00:23:49Wenn du meine Liebe sagst, Mensch, da schwank mir gleich eine Schute.
00:23:52Was heißt, meine Irre-Vutin glaubt, ich will ja noch das Kind wegnehmen.
00:23:55Bloß keinen Streit vermeiden.
00:23:57Ihr habt ja noch drei.
00:23:58Na, wie ist es?
00:23:58Gebt ihr da was ein Ohr?
00:23:59Aber, Herr Riegler, bitte, das geht doch nicht.
00:24:01Brigitte braucht noch Schuhe.
00:24:02Nein, ich bleibe auch hier und übernehme gerne alle Kinder.
00:24:12Und darum geht es in die letzten zwei Stunden des alten Jahres.
00:24:20Sag mal, bist du traurig?
00:24:22Wieso?
00:24:23Mein Junge, der hat 1943 genauso geguckt wie du in seinen letzten Urlaub.
00:24:28Da war der sein Mädchen besuchen gegangen.
00:24:30Und nach einer Stunde war er wieder ran.
00:24:32Na, nun sage ich, ist Ilse nicht zu Hause?
00:24:35Doch, doch, sagt er.
00:24:36Und dann kein Wort mehr.
00:24:38Da ging sie mit dem anderen.
00:24:40Er hatte sie beide gesehen.
00:24:42Trinken Sie noch was?
00:24:43Aber nicht so in eurem Bretterknaller.
00:24:45In Sekt und in Edel.
00:24:47Und pass auf.
00:24:48Ich komme wieder.
00:24:49Moment, bitte.
00:24:51Nach seinem Urlaub kam sie zu mir, Ilse, der Gnäschel von unserem Jungen, und sagte,
00:24:56ach, das ist alles ganz anders gewesen.
00:25:00Bloß nur war es zu spät.
00:25:03Stalina.
00:25:06Der andere, der war Ilse, kein Schwager gewesen, und unser Junge, der hatte sich geirrt.
00:25:12Ich habe da Augen im Kopf.
00:25:14Der Kind ist da, und der Vater auch.
00:25:16Mensch, du weißt wohl ja nicht, was das heißt, um nicht zu kämpfen.
00:25:19Nee.
00:25:19Das habe ich gemerkt.
00:25:21Bei dir muss immer schönes Wetter sein.
00:25:22Aber der andere, du, der kämpft.
00:25:24Das kann ich dir sagen.
00:25:26Der kämpft.
00:25:28Geht nach Marilie ran.
00:25:29Ist doch lecker.
00:25:33Setzen wir erst mal Ihren Wut ab.
00:25:34Suche sie den ganzen Abend.
00:25:36Was?
00:25:37Die blonde Dame, da ich übergebe.
00:25:40Ihr Typ wird verlangt.
00:25:42Was?
00:25:43Ich hab mich so albern.
00:25:46Dürfe ich ihn an der Bar bitten, ne?
00:25:49Spaßmacher, wir kennen uns doch gar nicht.
00:25:51Denn ja, ne?
00:25:53Gut, der wird mein Herr Sparer.
00:25:54Nehm jetzt sozusagen bei Ihnen wegen einem Tänzchen vor, Späß.
00:26:01Geh hin, Sparer.
00:26:02Sie hat uns erkannt, Kurt.
00:26:04Du musst die gute Miene zum bösen Spiel machen.
00:26:06Nur jemanden, ne?
00:26:07Wenn du zieh da nicht doch nichts, striche hier hin, Sparer los.
00:26:13Sie gestatten?
00:26:14Das heißt, wenn der Herr Gattel nichts dagegen ist.
00:26:16Die Dame ist ledig.
00:26:18Übrigens, es war nicht meine Schuld.
00:26:20Was heißt Schuld?
00:26:23Sie machen mich froh.
00:26:36Ich muss mich heute mal so richtig austesten.
00:26:47Und nun der beliebte Knaller-Baller-Ballon-Tanz.
00:26:52Kurt Kneipp geht vom Parkett.
00:26:54Das letzte Paar hier in dieser Riesenflasche.
00:26:58Abteilungsleiter-Pause.
00:26:59Das letzte Paar hier in dieser Riesenflasche.
00:27:12Das ist ja zu doof.
00:27:14Ja, da, da, da, da, da, da.
00:27:16Ja, da, da, da.
00:27:17Gar nicht.
00:27:17Na, da, da, da.
00:27:20Ja, da, da.
00:27:21Na, da.
00:27:30Erlauben Sie mal.
00:27:31Ich will Ihnen nicht zu nahe treten.
00:27:34Warum treffen wir den Kiel?
00:27:36Mensch, weil ich führe, wie verdammt er?
00:27:38Schade.
00:27:56Mensch, du musst doch heimlich üben.
00:27:58Ich bin seit Jahrzehnten am Friedrichstadt-Palast.
00:28:29Ich bin seit Jahrzehnten am Friedrichstadt.
00:28:34Ich bin seit Jahrzehnten am Friedrichstadt.
00:28:36Ich bin seit Jahrzehnten am Friedrichstadt.
00:28:37Was ist denn, oh Gott?
00:28:39So sind die Leute nun mal.
00:28:42Um nicht über ihre guten Vorsätze vom vergangenen Jahr nachdenken zu müssen,
00:28:46machen sie einfach Lärm.
00:28:54Lärmlich?
00:28:55Ja, komm schnell rein.
00:28:57Ist ja gut.
00:28:58Auch die alten Haare.
00:29:00Ja.
00:29:05Ich wünsche euch beiden ein gesundes neues Jahr.
00:29:07Ich dir auch, Wolfgang.
00:29:09Hab ich euch geweckt?
00:29:10Nein, nein.
00:29:10Der krach draußen.
00:29:12So, was ich...
00:29:14Friedchen hat sich ganz schön rausgemacht.
00:29:15Findest du?
00:29:16Sag mal, hat dich die Klucken geschickt?
00:29:19Wie kommst du denn da raus?
00:29:20Das weißt du doch genau.
00:29:22Naja, du kennst ja ihren Herzenswunsch.
00:29:26Mein Kopf, mein Kopf.
00:29:28So?
00:29:29Danke, meine Kleine.
00:29:31Na, das kenn ich aber nicht von dir, du.
00:29:33Die frische Luft war still, Mensch.
00:29:36Dann sah ich irgendwie alles noch ganz prima.
00:29:41Ach, mein Kopf.
00:29:43Wovon hast du denn gekrankt?
00:29:46Ja, weißt du, Franky, das ist mit solchen Kopfschmerzen ohne Sache.
00:29:49Manche, die haben's von der kalten Luft,
00:29:50manche vom Qualm.
00:29:52Und dann gibt's wieder welche, die haben was Falsches gegessen,
00:29:54der Kartoffelsalat hat einen Stech.
00:29:58Davon ist es.
00:29:59Und der Ptieteig auch nicht.
00:30:03Den Fienchen nicht in ihr wie?
00:30:06Nein, die ist drüben bei der Frau Knatter.
00:30:09Na, jeder war mit.
00:30:10Oh mein Gott.
00:30:13Na, tut tut tut tut tut tut tut tut tut.
00:30:17Deine Großmutter ist betrunken.
00:30:20Ich hab nicht schön frische Luft, aber ich fragt Kälte.
00:30:23Oh, die ist doch gut eingeparkt.
00:30:26Ja, und Stuben und Küchen sind schlecht für einen.
00:30:29Bei dir vielleicht, aber nicht bei mir.
00:30:33Kommt, jetzt.
00:30:34Ja, und da bekommt sie viel mehr Appetit.
00:30:41Kaffee Silvester, wo ich ja auch mal bei den Geschickten offene Wort reden.
00:30:45Und wie im Grunde der das hier klappt.
00:30:47Gratuliere.
00:30:48Ja, bloß der Irsch hat noch ihre Mutter mit dem Vater rum.
00:30:51Was heißt der Vater?
00:30:52Ich meine den.
00:30:53Oh, das Haar, du bist doch.
00:30:55Ja.
00:30:57Na, nicht bei Trappmann eingeladen?
00:31:00Bei Andi?
00:31:02Geburtstag.
00:31:03Darum meine Frage.
00:31:07Na, niedlich ist er.
00:31:09Ach süß, ja.
00:31:11Ach, wirklich schön.
00:31:16Na, wie geht's denn nun Ihrem Sohn?
00:31:18Der muss doch auch bald Sechse sein.
00:31:20Danke gut.
00:31:22Na, hoffen wir, dass alles noch ins Reine kommt.
00:31:25Ja, wann werden wir denn nun das Vergnüchen haben, Kollegin?
00:31:29Am Montag.
00:31:29Na, endlich.
00:31:30Das ist aber nicht nett, Herr Trappmann.
00:31:32Fräulein Blumke hat sich so viel Mühe gegeben.
00:31:35Na, Kollegin Blumke gibt sich immer Mühe.
00:31:37Aber auf die Dauer können wir uns keine Hauptsachbearbeiterin als Sekretärin lassen.
00:31:41Nebenbei, Herr Trappmann, nebenbei.
00:31:44Na, lass es aber immer schon.
00:31:52Den roten, den roten.
00:31:54Ja, ist hier.
00:31:57Ja, jetzt soll ich.
00:31:59Hallo?
00:32:00Wie Sie meinen.
00:32:04Jemand erwartet Sie.
00:32:06Ach du meine Güte.
00:32:08Wie einst im Moment.
00:32:09Tag, Bicky.
00:32:10Tag.
00:32:11Darf ich dich nach Hause bringen?
00:32:14Ist es deiner?
00:32:15Ja.
00:32:17Na komm, steig ein.
00:32:25Kommen wir zur Sache, Bicky.
00:32:28Fienchen ist jetzt fast vier Monate alt.
00:32:29Und ich hab noch keinen Pfennig gezahlt.
00:32:31Ich brauch kein Geld.
00:32:32Es handelt sich um Fienchens Geld.
00:32:34Trotzdem.
00:32:34Ich habe wie ein Kuli geschuftet.
00:32:36Sechs Jahre Fernstudium.
00:32:37Die Zeit hat mir gereicht.
00:32:38Ich dachte, du bist glücklich.
00:32:39Das ist dein Ziel und bist nicht aus der Bahn zu bringen.
00:32:41Stimmt schon.
00:32:43Aber man übersieht dabei eine Menge.
00:32:45Und das Blöde ist, lässt man sich Zeit, um auch mal was vom Leben zu haben.
00:32:49Der wäre ja heute noch Student.
00:32:50Entschuldige, ich rede so dahin.
00:32:51Ja, das finde ich auch, Mann.
00:32:53Du bist Diplomwirtschaftner, Arbeitsgruppenleiter.
00:32:55Alles, was du erreichen wolltest.
00:32:56Ich weiß nicht, ob man es dir heute schon erzählt hat.
00:32:58Ich gehe als Leiter unseres Kundendienstbüros nach Budapest.
00:33:01Was? Ist ja toll.
00:33:03Das freut mich für dich.
00:33:03Kommt mit.
00:33:04Du und Fienchen.
00:33:06Du musst jetzt nicht antworten, aber lass mich ausreden.
00:33:08Die Stadt ist herrlich.
00:33:10Wir hätten eine schöne Wohnung.
00:33:11Für dich bietet sich eine interessantere Tätigkeit.
00:33:14Du könntest als Geschäftsbearbeiterin anfangen
00:33:16und später als eigenverantwortliche Verkäufer arbeiten.
00:33:18Wir hätten zusammen ein gutes Einkommen
00:33:20und könnten vor allem Fienchen ein wirkliches Zuhause geben.
00:33:24Überleg dir es.
00:33:25Es ist grün.
00:33:35Tag?
00:33:36Ja?
00:33:36Na nun?
00:33:37Keine Zigarren und Zigaretten mehr?
00:33:39Das läuft ja nicht auf die Dauer.
00:33:41Kauft Ihnen viel, kommt da eines Tages nicht mehr
00:33:43und auf die doofen Sätzen klappt bei Lotto hoch
00:33:45und schadet Ihnen. Verkauf ich Ihnen Glück.
00:33:47Sieh, dann nehme ich Sie beim Wort.
00:33:49Es geht um einen Kinderwagen.
00:33:50Gut erhalten, preisgünstig.
00:33:52Ist ein Sportwagen.
00:33:53Ich will ihn verkaufen.
00:33:55Moment mal, ich sinne.
00:33:56Ich hätte da vielleicht einen Kunden.
00:33:58Sind Sie telefonisch zu erreichen?
00:34:00Schwer.
00:34:01Hat er nicht im Betrieb?
00:34:02Nein, nicht gerade. Ich bin Dolmetscherin.
00:34:04Ah, Dolmetscherin.
00:34:06Da kommen Sie noch ein paar Tage vorbei.
00:34:08Sagen Sie, interessiert Sie gar nicht der Wagen und der Preise?
00:34:10Ich bin bloß Vermittler.
00:34:12Aha.
00:34:13Na gut.
00:34:14Schönen Dank auch.
00:34:16Wiedersehen.
00:34:17Wiedersehen.
00:34:18Kurte?
00:34:20Ja?
00:34:21Schick mal aufs Fenster.
00:34:22Ja.
00:34:30Na, was sagst du?
00:34:35Angenehme Person.
00:34:36Nicht überspannt.
00:34:38Also was soll's.
00:34:39Junge, Junge, Junge, Junge, Junge.
00:34:40So was haben wir noch studieren lassen.
00:34:42Was macht denn eigentlich dein Englisch und Französisch?
00:34:44Warte nicht.
00:34:45Ich hab jetzt andere Sorgen.
00:34:47Sie ist Dolmetscherin.
00:34:48Werdet nicht?
00:34:49Mit einem ewigen Kuppelversuchen.
00:34:52Du brauchst doch einen Sportwagen für die kleine Reife.
00:34:54Endlich, dass ein Mann mit Rucksack keine großen Sprünge machen kann.
00:34:57Das wollte ich nur wissen, Schwager.
00:34:59Was wolltest du nur wissen?
00:35:01Dass du einen Sportwagen brauchst.
00:35:03Was ist denn?
00:35:05Nimm doch raus.
00:35:07Oh, mein Herz.
00:35:10Oh ja, Mensch, der Kopf ist ja in zwei Sekunden Thermometer.
00:35:15Was machst du denn für Sachen?
00:35:17Ja, komm mal hier.
00:35:20Mach mal gucken.
00:35:22Nein.
00:35:24Nein.
00:35:3541.
00:35:36Nur nicht die Nerven verlieren.
00:35:38So ein Kind hat schnell mal hohes Fieber.
00:35:46Psst.
00:35:56So, und jetzt bitte ich alle zu gehen.
00:35:58Ist das Telefon in Ordnung?
00:35:59Ja.
00:36:04Machen Sie uns eine große Kanne Kaffee, ja?
00:36:08Ich eile.
00:36:10Keine Angst.
00:36:15Hat sie Durchfall gehabt?
00:36:16Nein, heute Abend schienen sie mir noch völlig gesund.
00:36:29Herr Reiter, alles für einen Wadenwickel vor.
00:36:30So, wir müssen das Fieber runterdrücken.
00:36:32Mauer!
00:36:32Ich rufe inzwischen den Notdienst im Rettungsamt an.
00:36:35Und bestelle den Kinderarzt.
00:36:37Mach dir keine unnötigen Sorgen.
00:36:39Es scheint mir keine schwerwiegende Ursache zu sein.
00:36:53Schön, dass er auch gleich gekommen ist.
00:36:58Vielleicht wird doch noch alles gut.
00:37:01Ganz bestimmt, mein Liebling.
00:37:06Ich bin noch nie in meinem Leben, Papa, verreist, nicht, Vater?
00:37:10Dass es so schön sein kann.
00:37:12Nee, das muss man selber mitmachen.
00:37:13Dann sind Sie ja wieder zum Tag.
00:37:15Wie war's denn?
00:37:15Der Vater hat sich gut erholt, nicht, Papa?
00:37:17Dann zwingen musste ich ihn zu der Reise.
00:37:19Das hat sich aber gelohnt.
00:37:20Eins haben wir allerdings sehr vermisst.
00:37:21Mein Gott, was denn, Mama?
00:37:22Nicht einmal gab's Flündern.
00:37:24Das war das Schönste.
00:37:28Guten Tag.
00:37:29Guten Tag?
00:37:30Wir kennen uns.
00:37:32Ach ja, woher?
00:37:33Ach, richtig.
00:37:34Sie sind es ja.
00:37:35Mein Silvester-Prinz.
00:37:37Gegen Morgen beliebten Sie mich so zu nennen.
00:37:39Ja, völlig irseleer.
00:37:41Ich will nämlich den Wagen verkaufen und da warte ich hier...
00:37:43Schau mich.
00:37:44Ach.
00:37:46Dieses Filur ist überhaupt verwandt mit Ihnen.
00:37:48Mein Schwager.
00:37:49Ach so.
00:37:50Na ja.
00:37:52Dann wollen wir mal zum Geschäftlichen hinübergehen.
00:37:59Na, Kudet, wie läuft's?
00:38:01Das Eiderrad klemmt etwas, aber das krieg ich schon, schon wieder hin.
00:38:06Mensch, dein Verstand klemmt auch etwas.
00:38:07Wie es mit der entzückenden jungen Dame läuft, will ich wissen.
00:38:10Ich hab hier 100 Mark gegeben und damit hat sich die Sache.
00:38:12Ach, ihr Sesselpuper seid auch zu vornehmen.
00:38:15Noch bist ein ansehlicher Kerl.
00:38:17Man muss sich eben mit bestimmten Dingen abfinden.
00:38:19Wenn man 20 Jahre im Anzeigengeschäft steht, so wie Ecke,
00:38:23dann registriert man jedes Interesse.
00:38:25Jedet.
00:38:25Und die Dame ist interessiert.
00:38:28Glaub, es ist verboten, du.
00:38:30Ach was, hier sieht uns doch keiner. Komm schon.
00:38:50Meine Flundern.
00:38:51Vater, pass auf.
00:38:55Ist denn das eine Art der Eistet über Schornsteinfeger bringt Glück?
00:39:00Aber, Gläubisch?
00:39:01Nee, du.
00:39:02Einen guten Marxisten verlässt der liebe Gott nie.
00:39:05Wir beide unten Schornsteinfeger, wenn das kein gutes Zeichen ist.
00:39:09Schöner Mittag.
00:39:10Ja.
00:39:12Also, weder in noch auf diesem Haus kann man mal allein sein.
00:39:16Du musst ihm deine Mutter mal wieder ins Kino schicken.
00:39:19Sie war diese Woche schon zweimal.
00:39:21Oh, Wüstling.
00:39:28Ich versuche, heute Abend die Knoten zu schicken.
00:39:37Na, hat sie dir ausquartiert, weil du wieder gebrüllt hast?
00:39:42Bleibt man bei Oma, die hat noch einen gesunden Schlaf.
00:39:51Schläfst du schon, meine Kleine?
00:40:04Warum ist sie denn schon zurück? Der Film kann doch noch nicht aus sein.
00:40:08In welchen hast du sie denn geschickt?
00:40:10Laut und leise ist die Liebe.
00:40:12Hast du den gesehen?
00:40:13Nee.
00:40:14Der ist eben leichtsinnig.
00:40:21Ich glaub, sie schläft jetzt fest.
00:40:23Ja.
00:40:29Wer bist du?
00:40:30Entschuldigung.
00:40:31Ah!
00:40:32Ah!
00:40:34Ich bin's doch bloß.
00:40:35Ich war nicht so schnell angezogen, wie sie ausgezogen.
00:40:38Entschuldigung.
00:40:42Hast recht.
00:40:44Und sowas wird dein Vater.
00:40:46Knotte, die Zeit zum Handeln ist jetzt angebrochen.
00:40:48Ja, wie willst du denn handeln?
00:40:50Willst du sie vielleicht zusammen ins Bett stecken?
00:40:52Nee, das brauch ich jetzt nicht mehr.
00:40:56Zieh zu mir, ja?
00:40:57Lass doch die beiden bei dir wohnen.
00:40:59Jetzt machst du aber Witze.
00:41:00Wir kennen uns 45 Jahre in Herz und in der Seele.
00:41:04Mach ja, du.
00:41:05Wir machen uns ein ganz fein Länze.
00:41:07Und meine Einrichtung.
00:41:08Das bringste mit, kannst du alles bei mir rin stellen.
00:41:11Mach bloß keine überallten Sachen.
00:41:16Habt ihr was?
00:41:17Bitte jetzt bloß mal wieder ein Fienchen.
00:41:19Also das muss aber jetzt aufhören.
00:41:21Wir machen einen Monatsplan und ihr einigt euch der Fienchen an den geraden und an den ungeraden Tagen versorgt.
00:41:27Am Wochenende ist sie natürlich bei mir.
00:41:28Mir wäre das schon recht, aber wenn da nur nicht noch eine dritte Person in die Quere kommt.
00:41:33Was denn für eine dritte?
00:41:34Frau Engel.
00:41:35Was hat denn die Engel mit Fähnchen zu tun?
00:41:38Der Knattern hat als Kind so lange auf dem kalten Balkon geschlafen.
00:41:42Wenn nun die jungen Leute gar nicht wollen.
00:41:45Natürlich wollen sie.
00:41:46Mein Schwerbeter war nun auch mal jung.
00:41:49Aber ich kann ja nur deshalb nicht zum Kind topf an werden.
00:41:52Also gut.
00:41:54Wenn ich der Liebe einen Dienst tun kann.
00:41:57Aber kein Wort Sylvain.
00:41:59Hörst du denn dort unserer Hochzeit zu schenken?
00:42:05Sie kommen!
00:42:06Ihre Frau Wirtin hat sich den Fuß verstaucht.
00:42:09Was?
00:42:09Ja hier in der Küche.
00:42:10Ich habe schon mit Essig sauer Tonerde gekühlt.
00:42:13Wie konnte mir das passieren?
00:42:15Eine Stauchung?
00:42:16Tja.
00:42:17Ihr seid am Kehmbruch.
00:42:19Aua!
00:42:20Ich könnte ja eine Welle hochziehen, wenn mein Leben in Ordnung wäre.
00:42:23Die Ärmste hat sich so auf ihre Ostsee gefreut mit Brigitte und Fische zu fahren.
00:42:29Die Plätze müssen wir zurücklegen.
00:42:30Das kommt ja nicht in die Tüte.
00:42:32Fahr du, Wolfsjab.
00:42:33Das kann ich gerne.
00:42:34Doch, das kann ich.
00:42:34Aber das geht doch nicht so einfach.
00:42:36Ach wir haben uns ja erkundigt.
00:42:37Die Buchung ist übertragbar.
00:42:39Nee, also ich lass dich in den Zustand nicht allein.
00:42:41Du brauchst deinen Urlaub und Fienchen muss auch mal raus hier aus den ollen Küchenmief.
00:42:46Außerdem brauche ich meine Nachtruhe.
00:42:49Und für den Schrübsal doch die Knattern.
00:42:51Ich bring dich raus Wolfgang.
00:42:53Gute Besserung und schönen Dank für das Angebot.
00:43:01Sterbende Schimmberg.
00:43:04Tschüss.
00:43:05Tschüss.
00:43:06Also wenn sie sich was in den Kopf gesetzt hat, bringen wir sie doch nicht von ab.
00:43:09Tschüss.
00:43:13Tschüss.
00:43:16Tschüss.
00:43:18Tschüss.
00:43:38Wir müssen uns gleich nochmal erholen.
00:43:44Nee, auf den Sandmann verzichte ich jetzt.
00:43:52Die Saal ist gar nicht klein.
00:43:57Die Saal ist gar nicht klein, aber ich will nicht ganz klein.
00:44:00Und dann bin ich meine Mann, da bin ich von Ihnen gut angewiesen.
00:44:04Tag Wolfgang, Tag Brigitte.
00:44:05Na, dann los!
00:44:07Na, dann los!
00:44:10Na, dann los!
00:44:12Na, dann los!
00:44:13Na, dann los!
00:44:13Na, dann los!
00:44:16Na, dann los!
00:44:16Na, dann los!
00:44:16Na, na!
00:44:16Na!
00:44:17Na!
00:44:18Na!
00:44:19Und morgen auf Standesamt, ich will Ordnung haben.
00:44:29Das passt zu diesem Haus.
00:44:32Sie brauchen einen, dem Sie Ihre Liebe und Ihre alten Sachen schenken können.
00:44:40Aber es war wirklich sehr edel von Ihnen, Frau Knatter.
00:44:43Was heißt hier edel? Mein Opfer ist ganz genauso.
00:44:45Apropos edel, bei mir gibt es einige Kavinsmänner für Mann und Weifel.
00:44:48Mach ich nur den Käfer ein.
00:44:49Ich auch, wo ich doch so quasi Großmutter bin.
00:44:53Quasi, was heißt hier quasi?
00:44:55Großmutter ist?
00:44:56Die Mutter von Brigitte.
00:44:58Hört schon doppelt? Vier Großmutter? Nee.
00:45:00Also, damit er Streit und Ende hat, ihn kann sich bei uns bewerben.
00:45:03Arbeit gibt es dir noch.
00:45:04Wenn's lappt, wird Frankie adoptieren.
00:45:14Frühstück.
00:45:17Frühstück.
00:45:21Das kann ja nur ein Traum sein.
00:45:23Nee, hart gekochte Eier.
00:45:31Ich krieg kein bisschen runter.
00:45:34Lass mal.
00:45:36Morgen frühstücken wir in der Küche.
00:45:38Nein.
00:45:39Das hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht getan.
00:45:41Dafür hast du auch der Liebe zum ersten Mal in deinem Leben einen Selbstlosendienst erwiesen.
00:45:45Dafür werde ich auch wegen Kuppelei belangt werden.
00:45:48Jawoll, dann gehst du im Knast.
00:45:51Ich hab wieder Platz.
00:45:53Ich bin eben für Ordnung.
00:45:56Nun lass mal.
00:45:57Für Ordnung.
00:45:58Sorry, ich hier.
00:45:59So.
00:46:02So, Fienchen, jetzt gehen wir aufs Standesamt und bringen alles in Ordnung.
00:46:08Tag.
00:46:09Grüß dich.
00:46:09Ich hörte, du fängst heute wieder an nach dem Urlaub.
00:46:11Da dachte ich, schaust mal nach, wie's hier geht.
00:46:13Und Budapest?
00:46:14Ich bin öfter hier, als mir lieb ist.
00:46:16Dienstreise.
00:46:17Du komm weg hier.
00:46:19Das solltest du nicht wieder tun.
00:46:21Was denn?
00:46:22Auf mich warten.
00:46:23Hier?
00:46:24Oder in Budapest?
00:46:25Überhaupt.
00:46:26Ich finde ja deine Wirtin ganz patent, aber das ist kein Grund, nun ewig mit unserer Vergangenheit zu hadern.
00:46:30Und was hat denn die damit zu tun?
00:46:33Ich hab übrigens keine Wirtin mehr.
00:46:34Du hast deine Wohnung, das freut mich.
00:46:36Ja, aber nicht allein.
00:46:39Ach so.
00:46:44Tja, hart nagt die Biese am Ratte an den Früchten des Waldes.
00:46:49An den Früchten des Waldes.
00:46:58Guten Tag.
00:47:00Tag.
00:47:01Hast du was mit der Telak?
00:47:02Ach Unsinn, du bist doch ihr Verlobter.
00:47:05Na und wenn schon?
00:47:06Na dann viel Glück.
00:47:10Ich war heute in der Kaderabteilung.
00:47:12Die Stelle der Geschäftsbearbeiterin im Budapester Büro ist noch nicht besetzt.
00:47:16Ich bin hier glücklich und zufrieden.
00:47:19Na, so doll klingt's aber nicht.
00:47:21Mir fehlt eben dein mitreißender Schwung.
00:47:26Außerdem werde ich bald heiraten.
00:47:35Mein Gott, er hat doch nichts von uns gewusst.
00:47:37Nun weiß er's und wir sind geschieden wie vernünftige Leute.
00:47:40Um zehn.
00:47:44Um halb zehn.
00:47:46Dass Frauen grundsätzlich untertreiben, wenn's um die Uhrzeit geht.
00:47:49Siehste.
00:47:49Und Männer übertreiben grundsätzlich, wenn's um die Uhrzeit geht.
00:47:55Eifersüchtig?
00:47:55Wie Othello, das weißt du doch.
00:47:57Das kann ich auch verlangen.
00:47:59Aber Othello hat das Dämonat.
00:48:02Wegen übler Nachrede.
00:48:05Und aus Liebe.
00:48:16Ich bin immer leise.
00:48:18Hast du das gehört?
00:48:23Man gewöhnt sich unwillkürlich deine Sitten an.
00:48:26Hast du das früher auch gemacht?
00:48:28Bei Hurum brauchte ich gar nicht eine Wand zu gehen.
00:48:30Wie meinst du das?
00:48:32Denk doch mal nach, war's dabei.
00:48:42Tag, Frau Hartmann.
00:48:43Tag.
00:48:44Ich komme von der kommunalen Wohnungsverwaltung.
00:48:46Das ist Kollege Mucke von VW Ausbau.
00:48:47Guten Tag.
00:48:48Na, da sind Sie richtig bei uns.
00:48:50Hier der Wasserhahn tropft.
00:48:51Und im Schlafzimmer ist der Schwamm.
00:48:53Kein Schwamm.
00:48:54Das kommt von der defekten Regenrinne.
00:48:55Die Häuser werden hier grundüberholt.
00:48:57Neue Röhren, Duschkabinen, Putz, neues Dach und so weiter.
00:49:00Wird ja auch Zeit.
00:49:02Unten bei Knatter ist niemand.
00:49:03Kennen Sie die Wohnung?
00:49:04Genau wie meine.
00:49:05Mhm.
00:49:07Herr Sohn, ich meine unten.
00:49:09Drei.
00:49:10Zwei Erwachsener und ein Säugling.
00:49:12Also zweieinhalb.
00:49:16Komisch.
00:49:17Bei mir steht nur Frau Knatter, Familienstand, Witwe.
00:49:22Hast du noch was Kleines gekriegt?
00:49:24Nee.
00:49:25Sie wohnt jetzt bei Frau Klucke.
00:49:27Und hat Frau Kluckens Untermieterin und ihrem Bekannten und der kleinen Tochter ihre Wohnung zur Verfügung gestellt.
00:49:32Hä?
00:49:33Na, was hast du denn, Vater?
00:49:35Ach, vielleicht fragen sie selber nochmal unten nach.
00:49:39Das macht unser Büro.
00:49:40Die werden schon Licht in diese dunkle Sache bringen.
00:49:43Können wir die anderen Räume sehen?
00:49:47Das ist doch mal ein bisschen verrückt.
00:49:48Nee, du.
00:49:49Das ist doch nicht reell mit die Wohnung.
00:49:58Gut, Frau Knatter, dass ich Sie treffe.
00:50:00Gestern wollte man in Ihre Wohnung.
00:50:02Wenn das Mann bloß keinen Ärger gibt.
00:50:04Mein Mann meinte auch.
00:50:05Es ist vielleicht besser, ich sag's Ihnen.
00:50:17Hast du ja gar nichts eingekauft?
00:50:18Gib mir mal 20 Mark.
00:50:19Ich geh schnell.
00:50:19Ich hab auch nichts mehr.
00:50:24Hätte ich doch nicht so ein teures Jäckchen genommen.
00:50:26Ich guck mir was von Mutter.
00:50:27Komm, gib mir einen Kuss.
00:50:29Ich bitte dich, sei nicht alber.
00:50:38Schöne Frau, die Uhr einen verboten Tag zu wünschen.
00:50:42Ich bring Ihnen noch die Kinderwagen weg.
00:50:45Guten Tag.
00:50:45Guten Tag.
00:50:47Guten Tag.
00:50:47Guten Tag.
00:50:47Hi, Frau Knatter.
00:50:48Guten Tag, Herr Maas.
00:50:50Wie geht's denn?
00:50:51Ach, na ja.
00:50:53Ist ein bisschen eng, ne?
00:50:54Na, darfst du sein, junge Frau.
00:50:56Ach, bedienen Sie doch nicht weiter.
00:50:58Ich habe Zeit.
00:51:00Mehr als genug.
00:51:01Ich fürchte bloß, bei mir wird's doch ein bisschen langwieriger.
00:51:05Ist ja wahr.
00:51:06Ja, na dann, komm ich lieber wieder zurück.
00:51:09Warte.
00:51:09Danke.
00:51:14Bist du Witwe?
00:51:15Mhm.
00:51:17Wenn Sie, klar, aber ich finde schon mal für die Dame.
00:51:21Tja, aber was die Decke nur anbetrifft, da müsste ich natürlich erstmal kutteln.
00:51:25Das Kurt, mein Herr Schwara, müsste ich erstmal fragen.
00:51:28Übrigens ein sehr gebildeter Mensch.
00:51:30Die Decke kostet natürlich nichts.
00:51:31Gehört gewissermaßen zum Wagen.
00:51:33Haben Sie Zeit?
00:51:35Tja.
00:51:35Ich ruf ihn an, Rathauspassage gleich.
00:51:39Wenn Sie meinen.
00:51:40Ich meine.
00:51:43Also gut.
00:51:44Wiedersehen.
00:51:45Frieda, ruf Kutter an, er soll unter dem Tröpfelbrunnen.
00:51:48Was soll an da?
00:51:49Mensch, du schiffst mal nicht über den Zaumel, deine Neue hier.
00:51:51Ruf Kutter an, ich hab Kundschaft.
00:51:53Pardon, ich hab ihn für 14 Tage ehelich und voraus emanzipiziert.
00:51:56Ach, wissen Sie, das hat mein Mann früher auch manchmal versucht.
00:52:00Womit wir beim Thema wären, bitte.
00:52:02Ja.
00:52:02Also, eine Freundin von mir in meinem Alter sucht Anschluss.
00:52:09Und traut sich nicht selber, wa?
00:52:10Ach, Sie kennen sich aber aus.
00:52:1220 Jahre Anzeigen, ne?
00:52:14Sicher wollen Sie ihn erstmal ein bisschen beschnubbern.
00:52:17Ich meine, damit Ihre Freundin nicht ins Verderben rennt, ne?
00:52:20Ja.
00:52:21Ja.
00:52:22Also, Interessen?
00:52:25Für alles Gute und Schöne.
00:52:35Gestatten?
00:52:36Kavutke ist mein Name.
00:52:38Angenehm.
00:52:38Knatter.
00:52:39Unter uns, ich bin es selbst.
00:52:41Ich auch.
00:52:42Bitte?
00:52:43Danke.
00:52:44Dass hier kein Missverständnis aufkommt.
00:52:46Ich bin es, nicht mein Freund.
00:52:48Wie ich diesem Piese Pampel von der Anzeigenannahme gesagt habe.
00:52:51Ich bin es auch.
00:52:56Es würde mich interessieren, wohnen Sie schön?
00:52:59Also, da kann ich nur sagen 1A.
00:53:01Aha.
00:53:02Ja, und, äh, arbeiten Sie noch?
00:53:05Nö.
00:53:06Rente.
00:53:07Darf man fragen, welchen Beruf Sie hatten?
00:53:10Natürlich.
00:53:11Maschinenbauingenieur.
00:53:12Oh.
00:53:14Bauingenieur.
00:53:15Mhm.
00:53:17Ach, es geht doch nichts über eine schöne Wohnung.
00:53:19Oh, ja.
00:53:21Da haben Sie recht.
00:53:24Wenn Sie mal mein Heim sehen wollen.
00:53:26Ach, ich weiß nicht.
00:53:28Gleich am ersten Tag.
00:53:29Ach, ich bin ich.
00:53:31Wissen Sie übrigens, dass ein Heim mehr über einen Menschen aussagt,
00:53:33als wollen glauben sollte, Herr Kavutke?
00:53:35Aber gewiss.
00:53:37Mein Heim.
00:53:38Hier.
00:53:39Sehen Sie?
00:53:41Na, das habe ich nicht erwartet.
00:53:44Ein Altersheim.
00:53:45Wir pflegen es aber auch.
00:53:49Betrifft ungesetzlicher Einzug in eine leer stehende Wohnung.
00:53:51Nach Auskünften von Hausbewohnern haben Sie ohne Einweisung die...
00:53:54Ist was?
00:53:55Ein Wohnungsamt.
00:53:55Es sagt eine Wohnraumlenkung.
00:53:57Die ist von der kommunalen Wohnungsverwaltung.
00:53:59Das kann doch nicht wahr sein.
00:54:00Sollten Sie, sehen wir uns gezwungen, geeignete Schritte gegen Sie.
00:54:04Drei Wochen.
00:54:05Sehr freundlich.
00:54:06Sie lassen uns noch drei Wochen.
00:54:07Es bleibt auch eine Schnapsidee.
00:54:09Meine war es jedenfalls nicht.
00:54:10Meine auch nicht.
00:54:11In diesem Haus der nächsten Liebe geht alle dann nichts.
00:54:14Was machen wir nur?
00:54:17Na ihr beide, ihr guckt ja die Paulum Klärchen.
00:54:20Dienchen schläft.
00:54:22Sagt mal, habt ihr die Knattern nicht gesehen?
00:54:26Habt ihr was?
00:54:29Nee, nee.
00:54:30Nur Wolfgang ist überarbeitet.
00:54:32Die Prüfung, weißt du.
00:54:34Und dann...
00:54:34Was und dann?
00:54:35Ach Kinder.
00:54:36Ach Frau Glucke.
00:54:37Ach ich bin ja so glücklich.
00:54:39Ich habe einen Schreibtisch gekauft für Wolfgang.
00:54:41Also für euch im gebrauchtbaren Haus am Rosenthaler Platz.
00:54:44Ein Diplomaten-Schreibtisch.
00:54:46Wenn er mal Doktor ist, da braucht er sowas.
00:54:49Das ist aber fein, Frau Inge.
00:54:50Sieh mal hin, Sache.
00:54:51Danke bei deiner Mama, Wolfgang.
00:54:53Danke.
00:54:55Er kommt aber erst in 14 Tagen.
00:54:59Ihr könnt bei mir essen.
00:55:00Kommt ihr?
00:55:01Ja, wir kommen.
00:55:02Na dann setz ich die Kartoffeln auf.
00:55:05Du kannst deine Mutter ruhig die Türe aufmachen, mein Junge.
00:55:08Ja, das kann er.
00:55:10Vermerkst du denn nicht, dass er auch mal allein entscheiden will, was er zu tun und zu lassen hat?
00:55:13Ich möchte dich nicht ein, ich kann für mich selber reden.
00:55:14Warte mal.
00:55:15Moment mal, ja?
00:55:16Frisch verlobt und schon abgenutzt wie so ein oller Bimsstein.
00:55:20Du, so geht das hier nicht.
00:55:21Wenn was nicht stimmt, sagt euch die Meinung.
00:55:24Er frisst das nicht rein in euch.
00:55:25Wie ist das mit dir und der Knattern?
00:55:26Ihr redet ja kein Wort miteinander.
00:55:29Wenn wir uns nicht zanken wollen.
00:55:30Aber wir sollen.
00:55:31Die Knattern hat Opfer für euch gebracht.
00:55:33Von mir redet ich nicht.
00:55:34Du hast kein Recht, so was zu sagen.
00:55:35Wir hatten nicht nur kein Recht, Brigitte und ich hatte noch nie die Möglichkeit zu all diesen überstürzten Opfern was
00:55:40zu sagen.
00:55:40Wohin man blickt, Opfer.
00:55:42Und was sagst du, Brigitte?
00:55:45Was soll ich dazu sagen, wenn sich mein zukünftiger für ein Opfer hält?
00:55:48Na der hellen Friedhof, der braucht doch ja auch nicht sein.
00:55:51Das geht doch alles rückgängig zu machen.
00:55:53Für die Leute braucht ihr nicht heiraten.
00:55:56Das wird sowieso nicht mehr wie es war.
00:55:57War immerhin besser wie eine Ehe von zwei Nervenbünde.
00:56:01Mensch, wenn ich denn mein Leben so wenig Courage gehabt hätte wie ihr.
00:56:04Ich wäre ja wie eine Pusteblumenwind weg.
00:56:07Einfach weg.
00:56:08Ja.
00:56:15Da steht das gleiche dran.
00:56:20Nein.
00:56:23Wieso?
00:56:26Küss mich.
00:56:30Jetzt?
00:56:32Gerade jetzt.
00:56:34Eine Ehe besteht zu 60 Prozent aus Gewohnheiten.
00:56:37In der PZ stand am Sonntag, ersetze die schlechten Angewohnheiten durch Gute.
00:56:42Also küss mich jetzt.
00:56:53Ich glaube, die verstehen sich im Dusstein am besten.
00:56:57Die doof Wohnungsamt und wegschlafende Hundehofen.
00:57:00Mensch, so doof hätte ich die ja nicht erhalten.
00:57:02Ich hab doch nicht gewusst, was dabei rauskommt.
00:57:04Dann machst du Trückchen nicht.
00:57:06Du sagst, du bist mein Jast.
00:57:08Und die Beenden, das sind deine Untermieter.
00:57:10Ich ziehe.
00:57:12Ach, hast du ein Schloss gekriegt, ja?
00:57:14Nein.
00:57:14Ich gehe als Küchenfrau ins Altersheim.
00:57:17Die armen ollen Leute, die tun mir ja heute schon leid.
00:57:19Du warst ja wieder beim Friseur.
00:57:21Von hinten Lyzeum und von vorne Museum.
00:57:24Da steckt ein Kerl hinter.
00:57:25Ich lass mir meine gute Laune durch dich nicht nehmen.
00:57:28Dann ist ja die Wohnung endgültig flöten.
00:57:30Das glaube ich auch.
00:57:32Und was deine Ehe-Stiftung angeht, na, ich weiß ja nicht.
00:57:42Wolfgang, du hättest ja nur ein Wort zu sagen brauchen.
00:57:45Ich wär mit Fienchen spazieren gefahren.
00:57:47Ich sitz hier sehr gut.
00:57:49Mann, dann lass doch deinen Diplomaten schreibtisch auch aufs Dach bringen, wenn er kommt.
00:57:52Den können wir sowieso zerhacken, wenn wir unten räumen müssen.
00:57:55Ja, andere Männer würden was unternehmen.
00:57:57Und du?
00:57:58Du steckst nur den Kopf im Sand.
00:58:00Ins Buch, meine Liebe!
00:58:02Ins Buch!
00:58:11Ich brauche mal den Vorgang Traktorenwerk schön weg.
00:58:15Na nun, was haben Sie denn?
00:58:17Guck mal.
00:58:18Ach, ich weiß nicht.
00:58:19Sagen Sie mal, Sie haben doch damals dem Schmutzki seine Diplomarbeit abgeschrieben.
00:58:24Das wissen Sie?
00:58:25Ja.
00:58:25Dann wissen Sie sicher auch, was dabei herausgekommen ist.
00:58:27Na eins für Schmutzki, na die haben ich erwartet.
00:58:30Und etwas unverhofft Fienchen, stimmt's?
00:58:32Sie sind ja eher zu klassisch informiert.
00:58:34Ne?
00:58:35Das war eine dialektische Übung.
00:58:38Die Kaderabteilung brachte an wegen ihrer Verwendungsfähigkeit für Budapest.
00:58:42Das wäre beruflich eine Chance für Sie.
00:58:45Aber wenn Sie lieber hier bleiben wollen, was ich verstehen kann,
00:58:48wird Ihre berufliche Weiterentwicklung nicht darunter leiden.
00:58:51Budapest würde mich schon interessieren.
00:58:53So?
00:58:56Na ja, also ich muss demnächst zur Messe runter.
00:58:59Sie kommen mit.
00:58:59Schauen Sie das mal an.
00:59:00Und dann entscheiden Sie sich.
00:59:03Aber vielleicht besprechen Sie das erste Mal mit Ihrem Vorluften.
00:59:11Was ist denn?
00:59:12Pähnchen, pst!
00:59:13Wie?
00:59:14Sie atmen zu kurz.
00:59:16Ach komm, leg dich wieder heim.
00:59:18So was wird Angst.
00:59:21Soll Klinge atmen, anders als Erwachsene.
00:59:24Ich habe morgen früh Konsultationen bei Professor Hirschmeier.
00:59:27Davon hängt die Vorzensur für das Examen Chirurgie ab.
00:59:30Ich habe schon den ganzen Tag keine Ruhe gefunden, das alles in den Kopf zu bekommen.
00:59:35Ich muss morgen früh noch den akuten Bauch pauken.
00:59:37Gute Nacht.
00:59:39Natürlich sind wir schuld, wenn du morgen einbrichst.
00:59:42Aber ich verschaffe dir deine Ruhe.
00:59:43Ich fahre nach Budapest.
00:59:46So ein grüßvorder Schmotzke von mir.
00:59:51Nach Budapest?
00:59:53Du weißt, dass er dort ist?
00:59:55Seit einem Dreivierteljahr.
00:59:57Er sprach davon zu deiner Mutter im Treppenhaus.
01:00:01Ich muss Trappmann zur Hand gehen, weißt du?
01:00:04Hast du was dagegen?
01:00:06Wieso denn?
01:00:08Ach so, natürlich.
01:00:09Ich koche vor Eifersucht.
01:00:10Gute Nacht.
01:00:14Er denkt leider nur an sich.
01:00:16Budapest, das wäre eine einmalige Chance für mich.
01:00:18Warum soll ich nicht auch mal an mich denken?
01:00:20Aber Fähnchen, die Klucken nehmen sie bestimmt nicht, wenn sie Budapest hört.
01:00:24Du, ich kann ja gar nicht fahren.
01:00:26Es könnte drei Tage dauern.
01:00:27Und was sollen da aus Fähnchen werden?
01:00:30Um die musst du dir nur wirklich keine Sorgen machen.
01:00:32Mutter freut sich, wenn sie sich um die Kleine kümmern kann.
01:00:35Und ich bin ja auch noch da.
01:00:37Nee, nee, Fähnchen ist wirklich kein Grund nicht zu fahren.
01:00:43Gut, wenn du meinst, dann fahre ich eben.
01:01:00Ich glaube, wir werden abgeholt. Sehen Sie mal.
01:01:15Tja, das ist Budapest. Elisabeth Brücke.
01:01:17Gellertberg.
01:01:20Um 10 Uhr beim Generaldirektor.
01:01:22Händedruck, Unterschriften.
01:01:24Ein Glas Sekt.
01:01:25Na, bis halb elf würde ich sagen.
01:01:27Ja.
01:01:29Ein herrlicher Blick.
01:01:32Ja.
01:01:36Hier lässt sich's arbeiten.
01:01:37Wir hatten Glück mit den Räumen.
01:01:38Bitte schön.
01:01:45Ach, äh, das ist das?
01:01:47Tja, das ist mein Arbeitsplatz.
01:01:48Aha.
01:01:49Und das ist der für die noch offene Stelle.
01:01:52Mhm.
01:01:55In Berlin, da guck ich bloß immer auf den Hof.
01:02:02Tja, wenn man das so vergleicht.
01:02:07Gefällt dir Budapest, hm?
01:02:09Es geht.
01:02:11Man kennt Hinz und Kunz
01:02:13und ist dann doch sehr oft alleine.
01:02:15Das war doch hier dein Ziel.
01:02:17Lass uns darüber nicht mehr reden.
01:02:19Wie geht's zu Hause?
01:02:21Glänzend.
01:02:22Freut mich zu hören.
01:02:31Erzähl mir etwas über ihn.
01:02:32Wie ist er eigentlich?
01:02:34Sehr angenehm.
01:02:37Und...
01:02:37was unterscheidet ihn von mir?
01:02:40Klaus, bitte.
01:02:41Nur zur besseren Verständigung.
01:02:43Er hat auch sein Ziel.
01:02:45Und ist trotzdem keiner, der immer alles plant.
01:02:48Aha, dann ist er stärker als ich.
01:02:50Das verstehe ich nicht.
01:02:52Du musst doch nicht immer alles verstehen.
01:02:54Also behandle mich nicht wie ein Kind.
01:02:56Sei mal ehrlich, warum bist du hier?
01:03:03Meine...
01:03:04von dir so oft beanstandete Vorliebe
01:03:06für Planung und Ordnung...
01:03:08...at einen Grund.
01:03:10Ich bin nämlich für beides vollkommen unbegabt.
01:03:12So zwinge ich mich einfach dazu.
01:03:21So zwinge ich mir immer dich nicht zu wohl?
01:03:34Ich bin Marcin.
01:03:36Ich bin der workouts.
01:03:36So zwinge ich mir aus.
01:04:11Untertitelung des ZDF, 2020
01:04:15ZDF, 2020
01:04:42ZDF, 2020
01:05:16ZDF, 2020
01:05:19ZDF, 2020
01:05:46es schon. Die Betreffenden müssten sie eigentlich herausbekommen. Sonst wären sie schon betroffen.
01:06:00Also eine Gegend ist das hier. So schön wie bei uns in Loschwitz. Aber wenn ich den Kern
01:06:05Ihrer Frage richtig verstanden habe, vermissen Sie den romantischen Zug an der Liebe, gell?
01:06:09Genau. Es ist alles so aufs Praktische orientiert. Ja. Wenn es ein beiderseitiges Bedürfnis nach,
01:06:21wie soll ich das nur sagen, nach Zärtlichkeit gibt, wenn auch Achtung voreinander im Spiel ist,
01:06:27also dann kommen Sie diesem Liebe genannten Zustand oder Lebensumstand schon sehr nahe.
01:06:33Nehmen Sie einen Bonbon? Gern. Aber Sie haben schon recht. In den ersten Jahren denkt man immer,
01:06:38irgendetwas fehlt. Tag. Guten Tag. Ich bin wieder mal in Druck, Frau Glucke. Ach, wieder mal was
01:06:48Kleines? Nein, was Großes. Ich bekomme Besuch. Und da hätte ich gerne morgen mal die Kinder
01:06:53untergebracht. Das geht nicht. Leider. Meine ganze Bude ist voll gestoppt. Fahren Sie mal da grün. Na gut.
01:07:04Tag, Frau Engel. Tag, Frau Engel. Ich wollte bloß mal fragen. Komm, Sie rein. Ja, danke.
01:07:11Engel. Langsam macht ja hier jeder, was da will. Ihr sollt nicht so verdauern machen,
01:07:15nur für die Treppe!
01:07:21Tut mir wirklich leid, Frau Engel. Mach doch nichts, Frau Engel. Ach, Sie kriegen wohl Besuch, ja? Ja, was Ernstes.
01:07:31Und da will man doch nicht gleich mit allen Kindern ins Haus fahren, nicht wahr? Also, wenn Sie
01:07:34jetzt morgeln, dann kriegen Sie bestenfalls ein Viertes. Sie würden? Wenn, was denn mir
01:07:40ja nicht drin ist. Bloß mit offenen Karten. Sagen Sie mal, was ist denn da drüben los? Brigitte
01:07:47ist in Budapest und da kümmert sich Frau Engel um Fienchen. Ach, in Budapest. Ja, ach, eine herrliche Stadt.
01:07:52Nie geschaffen für eine Hochzeitsreise. Und ich will es wieder mal vernünscht. Ich
01:08:01habe ja Schlüssel, aber wenn Sie hier... Wo kommst du doch rein, Frau Knuckel? Die Wassertemperatur
01:08:08ist ja ganz anders wie in der Flasche. Ich ziehe 20 Grad ab. Das hat man den Fingerspitzen
01:08:14gefühlt, oder man hat es ja auch nicht. Der eine so, der andere so. Ich halte es mit
01:08:18der Exaktheit. Was hat denn Wolfgang zu Brigittchens Reise gesagt? Nichts. Kein Wort hat der
01:08:27Junge gesagt. Ich glaube, sie hatte einen anderen. Lass mal, ich mach auf.
01:08:41Ach. Guten Tag, Frau Kluckel. Das ist... Guten Tag. Das ist Frau Runke. Sie hat mich gebeten,
01:08:47mitzukommen. Es ist wegen der Wohnung. Na, die Küche ist ja schön geräumig, ja. Und hier noch. So ist
01:08:54ein bisschen verbaut, aber es soll kein Hinderungsgrund sein, einzuziehen. Ich guck noch mal schnell
01:08:57nach hinten, oder? Das Fähnchen bei Mutter. Die sollte nicht auf Arbeit gehen,
01:09:07ich hab bloß um das Wurm zu hüten. Also hier ist was los. Das ganze Haus kommt in
01:09:11Unordnung. Ich wollte mir ja nicht mehr einlöschen, aber so kann ich nicht weiter hier.
01:09:15Wann kommst du denn zurück? Gesagt hat sie ein paar Tage. Rechnen Sie mal nach. Guten Tag.
01:09:20Sie werden entschuldigen, zufeuern, Maas. Rechter Seidenflüge. Danke vielmals.
01:09:26Und ihr geht jetzt ins Kinderzimmer und sagt keinen Mucks, dass ich euch hole, klar?
01:09:30Was kriegen wir dafür? Weiß nicht. Vielleicht ein Papa. Los, haut ab.
01:09:36Und seid leise.
01:09:41Guten Tag. Es ist schrecklich viel Kinder hier im Haus.
01:09:47Mögen Sie Kinder? Doch, doch.
01:09:54Wirklich? Wir kennen uns ja über einen Kinderwagen. Tja, ganz recht.
01:10:01Es geht also um die Kinderfrage. Ja.
01:10:07Darum geht es wohl. Ein Mann mit Rucksack kann keine großen Sprünge machen.
01:10:11Einen Kinderwagen habe ich, aber das ist nicht die ganze Wahrheit.
01:10:15Zucker? Gern. Darf ich offen reden?
01:10:18Aber ja, ich bitte Sie. Ja, wenn Ihnen irgendetwas nicht recht ist, bitte sehr.
01:10:22Dann essen wir noch von diesem vorzüglichen Gebäck und freuen uns über diesen angenehmen Nachmittag.
01:10:27Ja. Genug Zucker.
01:10:30Ja. Ja, wie stehen Sie also zu Kindern?
01:10:33Da Sie von Kindern sprechen, meinen Sie offenbar mehr als eins vor dem Maß.
01:10:37Mhm. Und wie ich dazu stehe?
01:10:40Vielleicht ein Schluck Wermut. Oh, danke sehr. Hinterher vielleicht.
01:10:45Ja. Es ist schwierig mit einem Kind.
01:10:49Und besser mit zweien.
01:10:51Ab drei wird es kompliziert. Sie verstehen.
01:10:55Ja. Und wie.
01:10:59Ja, und nun sagen Sie selbst. Würden Sie es nicht auch für eine Zumutung halten, sich mit drei Kindern an
01:11:04Freunden zu müssen?
01:11:07Tja. Ja. Kann sein.
01:11:14Aber sollte man nicht besser noch prüfen? Ich meine, sich und auch die Kinder.
01:11:21Sie sagen nicht nein.
01:11:24Wie sollte ich denn?
01:11:26Aber ich bin ja froh.
01:11:28Ein Mann wie ich, Witwer mit drei Mädchen zwischen zwei und sieben Jahren,
01:11:32findet eine Frau, die das nicht von vornherein stört.
01:11:37In Wirklichkeit hätte ich am liebsten ja doppelt so viel.
01:11:41Das können Sie haben.
01:11:47Die schönste Kollektion der ganzen Gegend.
01:11:49Abilaschano steht auf. Sagt Herrn Pavla, guten Tag.
01:11:54Guten Tag.
01:11:56Danke. Ihre?
01:12:01Auch drei?
01:12:04So ein Glück.
01:12:06Gefallen Sie Ihnen, Kurt?
01:12:08Ja.
01:12:10Na komm.
01:12:15Aber schauen Sie genau hin.
01:12:18Ich habe.
01:12:20Also wissen Sie, die 73, die verkommt ja ohne Hausfahrt.
01:12:24Doch vorher nehmen und nicht stehlen.
01:12:26Ich wüsste weh.
01:12:27Wir haben ja momentan gar keine Wohnung in der 73.
01:12:30Aber wir kriegen Ihnen.
01:12:31Na die von den Knattern, die habt ja regelrecht vergeigt.
01:12:33Die Maßen, die heiratet und zieht.
01:12:36Ach.
01:12:37Und dann sollen Ihre jungen Leute?
01:12:39Ach.
01:12:40Als Hauswartsehepaar, ja geht denn das?
01:12:42Sie arbeitet und er studiert?
01:12:43Mensch, der kriegt doch nicht in den Nahrerländern.
01:12:45Ne, das mache ich.
01:12:47Bloß Schneeschippen.
01:12:48Da muss mir der Nummer Wolfchen kaufen.
01:12:50Ich weiß immer nicht.
01:12:51Frau Klucke, sind Sie ein Genie oder ein Filou?
01:12:53Herr Leonhard, auf offener Straße.
01:12:56Aua.
01:12:56Hauswart bleiben offiziell die Wehen.
01:12:58Die Verantwortung nimmt den keiner ab.
01:13:00Ist gut.
01:13:35Sind Sie frei?
01:13:36Ja, wohin soll ich denn gehen?
01:13:38Florentina 73.
01:13:48Ruderpest ist ja wirklich herrlich, aber 73 wird noch in diesem Jahr renoviert und wegziehen, wo es jetzt erst schön
01:13:55wird.
01:13:58Kann ich viel mehr sehen.
01:14:01Muss das gleich sein?
01:14:02Wenn es sich stört, dass ich nicht hier bin.
01:14:05Na ja, komm, Moment, ich bin tot.
01:14:07Schönen Dank, ich komme von hier schon weg.
01:14:17Guten Tag, ich hoffe, der Flug war gut.
01:14:20Danke, Herr Engel.
01:14:20Hast du mein Telegram nicht bekommen?
01:14:22Doch, doch.
01:14:28Sag mal, was soll denn das? Er wollte Fähnchen sehen, das ist alles.
01:14:31Alles klar.
01:14:32Du kannst es nur nicht verkraften, dass er der Vater ist.
01:14:35Du bringst mich in diese Situation, weil ich nicht der Vater bin.
01:14:37Hier der biologische, dort das Kreidekreis, meine Herren Dankeschön.
01:14:40Diese Demonstration war nicht benötig.
01:14:41Hast du denn was eingekauft?
01:14:42Das Kind ist hier ungeheuer gewachsen.
01:14:44Zu dick ist sie aber nicht.
01:14:45Na nein, sie ist ja auch bei einem Mediziner in hervorragenden Händen.
01:14:48Brot ist noch da, etwas Wurst und Käse habe ich geholt und eine Flasche Wein.
01:14:51Darf ich euch zum Essen einladen?
01:14:53Tja, warum eigentlich nicht? Bitte.
01:14:55Für das Sagenhaus Budapest?
01:14:56Ja, das ist naheliegend.
01:14:57Aber eigentlich wollte ich...
01:14:58Ich sage mir rasch Mutter Bescheid, dass sie sich um ein Kind hier kümmert.
01:15:13Schönen guten Abend.
01:15:14Was wünschen Sie, dass Sie gerne hören?
01:15:15Wo kürtet ihm valumit johisch?
01:15:18Ja.
01:15:19Maga szeret ihr Magyar-Cené?
01:15:21Ich szeret ihm aus Orszakuk-Kotte schon, ja?
01:15:24Ich bin sehr.
01:15:26Es ist sehr schwer zu verstehen.
01:15:28Südungarischer Dialekt würde ich sagen.
01:15:30Oh, das ist Borotzk.
01:15:31Ein guter Ungarischer Likör.
01:15:34Ich würde sagen, er soll nicht farmed werden.
01:15:37Zum Wohlprich.
01:15:42Prost.
01:15:43Prost, ich heiße Klaus.
01:15:45Wolfgang.
01:15:56Sag mal, was soll das?
01:15:59Was?
01:15:59Dieser ganze Abend hier.
01:16:02Wir müssen eine vernünftige Beziehung herstellen.
01:16:04Aber doch nicht so, Klaus.
01:16:12Wer holt den Pfennig aus dem Porz, ohne sich die Finger nass zu machen?
01:16:15Du, Marseille.
01:16:17Na, Wolfgang?
01:16:19Ich trinke den Porz vom Tepp.
01:16:22Ja, das geht auch, aber mit mir Pfiff.
01:16:24Ich fühle mich mit mir, wenn ich mich nicht schreibe.
01:16:32Ich kann mich nicht schrauen.
01:16:36Ich weiß nicht, ob ich mich nicht schreibe.
01:16:38Es geht um mich.
01:16:39Ja, ich hab' mich nicht schreibe.
01:16:46Was?
01:17:16Was?
01:17:27Einen Moment noch.
01:17:28Bitte meine Herr Geregnung?
01:17:29Ja.
01:17:30Ich entschuldige mich natürlich für ihn.
01:17:33Er hat Schlimmes hinter sich und auch etwas getrunken.
01:17:35Das stimmt so.
01:17:36Bist du zufrieden, ja?
01:17:39Bitte, keine Szene.
01:17:40Wir haben alle etwas getrunken.
01:17:43Aber was ich dir sagen wollte, was ich...
01:17:45Glaube dir sagen, zu müssen.
01:17:48Denk doch noch mal nach über dein Leben.
01:17:50Verschenk es nicht.
01:17:52Ziehe Schlussfolgerungen aus den letzten...
01:17:53Ich würde sagen, zwei Jahren.
01:17:55Und du hältst es für möglich, dass diese Schlussfolgerung
01:17:57etwas mit dir zu tun haben könnte, ja?
01:18:00Das hast du gesagt.
01:18:14Jedenfalls danke ich dir für den Abend.
01:18:16Du hast mich endgültig überzeugt, dass du aus deiner Haut nicht herauskommst.
01:18:21Du wirst dich nicht ändern.
01:18:22Und so wie du bist, gefällst du mir.
01:18:24So?
01:18:27Ja, nun kommst du und ihr Helden.
01:18:29Ich würde sagen, als Mediziner, dreimal tief die schöne klare Abendluft durchatmen.
01:18:35So.
01:18:44Kopfhörer klar.
01:18:45Na nü.
01:18:46Jetzt kannst du ihm ein Schleifchen umbinden und ihn scheibchenweise zum Frauentag verschenken.
01:18:51Sehr witzig.
01:18:53Also weißt du, reiß dich doch zusammen.
01:18:57Was ist denn los?
01:18:59Komm, hebe ihn mal mit auf.
01:19:01Ja, ja, ja, ja.
01:19:02Okay.
01:19:03Hier geht's lang, komm.
01:19:08So.
01:19:09Nach Puderfest.
01:19:11Komm, da ist die nächste Tag.
01:19:13Ja.
01:19:23Essen wir was?
01:19:25Ich hab so'n Hunger.
01:19:27Zuhause.
01:19:28Oh ja, zuhause.
01:19:31Aber Sturmrehen ist er.
01:19:33Ich hoffe.
01:19:35Ist nicht mein Bestes, aber mein einziges Stück.
01:19:38Mann.
01:19:39Dann sehen sie mal zu, dass sie gut nach Hause kriegen.
01:19:41Du?
01:19:41Ja.
01:19:42Warum hast du mir eigentlich nie gesagt, dass er mich mitnehmen wollte nach Budapest?
01:19:46Wäre unfair gewesen.
01:19:48Was kann ich dir denn schon bieten?
01:19:50Vorläufig nur die Hauswartsstelle in der Florentina 73.
01:20:01Ach, das ist ja gar nicht unser.
01:20:02Der kommt auch noch.
01:20:03Ich geh dann schon mal vor.
01:20:06Guten Tag.
01:20:06Guten Tag.
01:20:08Na na.
01:20:08Haben Sie was?
01:20:09Ja, Keule von Freude wie in Ihnen.
01:20:10Ja.
01:20:11So, hier lang dann, ja.
01:20:16Ablack.
01:20:17Ah, hier.
01:20:17Ja.
01:20:18Guten Tag.
01:20:19Na kurz, mach schön.
01:20:22Guten Tag.
01:20:24Hast du das gehört?
01:20:25Die Maßen hat Osterländer zur Ehefrau.
01:20:28Na Mann, da kann ich ja schon wieder bewegen.
01:20:30Dafür bist du ja auch Passierschen.
01:20:32Ja.
01:20:32Jetzt heiße ich von Griehler.
01:20:34Na, ich kann's machen von Griehler.
01:20:35Oh.
01:20:36Oh.
01:20:37Ah, das kann.
01:20:39Und das wollen nur die Ehefrau.
01:20:43Für Herrn Krawutze.
01:20:45Selbst geangelt.
01:20:46Von dir?
01:20:47Nein.
01:20:48Von ihm.
01:20:50Wie viele denn hier wohl?
01:20:52Ausgezeichnet.
01:20:52Kommt die noch aus?
01:20:53Nicht alles.
01:20:55Doch, doch.
01:20:56Na.
01:20:57Du wirst es nicht glauben, aber einige von den Damen sind sogar eifersüchtig.
01:21:02Ich wär nicht mehr in dem Alter.
01:21:04Das hört mich auch.
01:21:06Ich brauch's ja immer, je oller, je doller.
01:21:08Du zeigst mir doch mal deinen Kampo.
01:21:11Das Zimmer ist ja nicht sehr groß.
01:21:13Aber in fünf Minuten ist die Bude fertig.
01:21:16Und die Hauptsache ist, ich hab was zu tun.
01:21:19Ja, also, ich war ja erst mal sauer auf dir.
01:21:22Aber ich seh schon, das ist richtig so.
01:21:26Unser Zeichen, Herr Krawutze.
01:21:28Komm herein, mein Lieber.
01:21:30Guten Tag.
01:21:31Ach, da will ich mal nicht stören.
01:21:35Gestatten.
01:21:35Aber du stößt nicht.
01:21:36Herr Krawutze.
01:21:37Und Sie sind Ihre beste Freundin, stimmt's?
01:21:39Frau Klucke.
01:21:40Ja, das bin ich.
01:21:41Ja, das bin ich.
01:21:41Angenommen.
01:21:42Setz dich.
01:21:42Bitte setzt euch.
01:21:44Der Fisch schmeckte exzellent.
01:21:47Ach, das freut mich.
01:21:49Ich habe heute Flundern gekauft.
01:21:51Ja.
01:21:52Wenn Sie Appetit haben.
01:21:53Nee, Dankeschön.
01:21:55Also mein Bedarf an Flundern, der ist von's Haus aus.
01:21:58Wird ganz im Leben gedeckt, sie.
01:22:02Willst du ne Flundern?
01:22:06Biste einsam, Vater.
01:22:11Weißt du was, wir verreisen?
01:22:13Prima.
01:22:14Wovon willst du ein Bett bezahlen?
01:22:16Ich habe hier gespart.
01:22:27Ich habe auch was gespart.
01:22:29Hier.
01:22:34Nie hatten wir Geld.
01:22:37Vater, wie hast denn das gemacht?
01:22:42Das frage ich dir.
01:22:43Ja.
01:22:44Nun wollen wir mal sehen, ob es auch passt, Josefinchen.
01:22:47Nach dem ersten Waschenluft wird allen.
01:22:50Gut.
01:22:51So ein Quatsch, das war nie so stumpf wie nach dem Burna.
01:22:54Das wird schon noch platt.
01:22:57Das ein Mann hinter der eigenen Wohnungstür zum Burna Lappen reift, kommt ja schon mal vor.
01:23:01Aber wenn er das in aller Öffentlichkeit tut, dann ist er wirklich ehetauglich.
01:23:04Mein Schatz, wir beide gehen zum Standesamt.
01:23:06Ich möchte wissen, was du jetzt denkst.
01:23:08Ich möchte wissen, was du jetzt denkst.
01:23:11Lieber nicht.
01:23:16Durch ihre Erklärung und meine Unterschrift sind sie nun rechtmäßig verbundene Eheleute
01:23:22und führen den gemeinsamen Familiennamen Pavlak.
01:23:25Ja.
01:23:25Bitte setzen.
01:23:28Bitte sehr, Frau Pavlak.
01:23:32Danke.
01:23:33Also entweder hat die Maßen das Standesamt bestochen oder Kinderreiche werden hier bevorzugt.
01:23:39Bitte, Herr Pavlak.
01:23:41Naja, hat ja auch einen Vorteil.
01:23:43Ist ein Aufwasch.
01:23:44Und in Sonis Wohnung ist ja auch genug platt.
01:23:47Dankeschön.
01:23:49Bitte das nächste Brautpaar.
01:23:51Komm.
01:24:05Sehr geehrtes Fräulein Platz, sehr geehrter Herr Engel.
01:24:08Im Namen des Rates des Stadtbezirks Pankow möchte ich Sie, Ihre verehrten Mütter,
01:24:14Angehörige und Gäste recht herzlich begrüßen.
01:24:48Das Schwerste fängt erst an. Das weißt du.
01:24:51Aber Mutti, wir sind doch nicht unvorbereitet.
01:24:53Ich mach mir auch keine Sorgen darüber.
01:24:54Schöne Wohnung, was?
01:24:55Ich traf Klaus.
01:24:57Zufällig.
01:24:58Er bat mich, dir Grüße und beste Wünsche zu übermitteln.
01:25:00Und Wolfgang auch.
01:25:01Danke.
01:25:03Komm doch rein.
01:25:04Na, setz dich doch.
01:25:05Komm, setz dich doch her.
01:25:06Ich möchte nicht stören.
01:25:10Aber...
01:25:11Na?
01:25:12Ja, ja.
01:25:13Jetzt hab ich zwei Mütter.
01:25:15Unten sind ein paar Kommilitonen.
01:25:16Holen Sie sie rauf?
01:25:17Gut.
01:25:19Na, jetzt geht's ja los.
01:25:22Ich bin total verknallt in dich.
01:25:24Keine Ahnung warum.
01:25:25Das geht mir genauso.
01:25:27Muss wohl an der Ehe liegen.
01:25:34Grüßt euch.
01:25:35So, das ist Brigitte, das ist Erika, das ist Rosi.
01:25:37Na, macht euch bekannt.
01:25:38Brigitte!
01:25:39Ist was mit Fienchen?
01:25:40Nee, Regenrinne vom Seitenflügel ist abgerissen.
01:25:43In der 73.
01:25:45Ach und?
01:25:45Na, Mensch, wir müssen hin als Hauswartsehepaar.
01:25:47Ach so, Mensch, gib mal.
01:25:55Boah!
01:26:01Kommst du rein?
01:26:02Nein!
01:26:03Vorsicht!
01:26:06So ist es auch in der Ehe.
01:26:08Immer was zu reparieren.
01:26:09Wie an einem alten Haus.
01:26:11Aber wenn man nicht pflegt, dann ist es wie der Himmel auf Ehren.
01:26:14Auch in der 73.
01:26:15Sehr gut.
01:26:16Oh, wie ist es?
01:26:22Au revoir, hier.ado!
01:26:30Au revoir,
01:26:34hier! Au revoir,
01:26:35hier!
01:26:44Musik
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