- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:10Musik
00:38Und lächeln, wunderbar. Nochmal eins, sehr schön.
00:51Meine Lieben, lasst uns jetzt reingehen.
00:53Entschuldigt bitte. Ein wichtiger Anruf.
00:55Ist nicht so schlimm, Max. Fängt jetzt erst an.
00:58Alles Gute, Furchtbar.
00:59Dankeschön.
01:00Danke.
01:12Dankeschön.
01:16Liebes Brautpaar, liebe Hochzeitsgäste, ich will jetzt gar nicht viele Worte machen.
01:21Heute Abend gibt es sicherlich noch genug eifrige Redner.
01:24Und wie sagt man so schön, in der Kürze liegt Barmherzigkeit.
01:29Also heben wir unsere Gläser und trinken auf ein wunderbares Brautpaar, auf ein herrliches Hochzeitsfest, auf euch.
01:37Lang lebe das Brautpaar.
01:39Zum Wohl.
01:39Zum Wohl.
01:58Ludwig? Ludwig? Schatz!
02:04Wir brauchen ein Arzt, ich will!
02:08Wir brauchen ein Arzt!
02:12Na, wir kommen.
02:17Was denn da?
02:18Herr Lind, Sie werden es nicht glauben.
02:20Da ist jemand vom Trauertag gerissen worden.
02:22Das Leben kann so unfair sein.
02:24Wer ist vom Trauertag gerissen worden?
02:26Das gab er der Leich, der Bräutigam.
02:29Direkt nach der Trauung.
02:34Was ist gut, Herr Lind?
02:39Hallo.
02:40Herr Lind, ein äußerst kurioser Fall.
02:44Plötzlicher Tod bei der eigenen Hochzeite.
02:46Schauen Sie her, die Herrschaften sind gerade vom Stamm gesagt,
02:48kommen Sie einen Verrücktenpfarrer.
02:50Die von den Täter haben ihn wohl da rausgelegt, oder wie?
02:52Ja, wieder Belegung.
02:54Wie ist es?
02:56Die Todesursache ist ein bisschen mysteriös.
02:58Und deswegen haben sie uns kommen lassen.
03:00Wer ist das Abfahr?
03:00Der Bräutigam, Ludwig Langer.
03:0260 Jahre alt.
03:0360.
03:04Heute geht er mir.
03:06Schau Sie her, das ist die Tochter vom Verstorbenen mit dem Garten.
03:09Das ist der Company, der Herr Hartinger.
03:11Und das ist die Braut.
03:12Oder die Witwe, also die verwitwerte Braut.
03:15Gewissermaßen.
03:16Und das hat in der Hand kommt, beim Sterben.
03:18Gut, ja.
03:19Geben Sie es, der Spusi.
03:20Spusi!
03:22Spusche!
03:24Hallo, Frau Doktor.
03:25Grüß Gott, Herr Doktor Kern.
03:26Herr Kollege.
03:27Hallo.
03:29Interessant.
03:29Was denn?
03:33Der Geruch?
03:36Bittermandeln.
03:39Kalium-Cyanid.
03:41Sind Sie da sicher?
03:42Also amtlich erst nach der Leichenschau, aber der charakteristische Geruch und die Färbung
03:48der Mundschleimhäute sind schon sehr auffällig.
03:51Siancani, der Klassiker.
03:53Es setzt eine grasförmige Blausäure im Magen frei.
03:55Und tötet innerhalb von Sekunden.
03:57Was?
03:59What?
04:00Darauf wird es hinauslaufen, tötet ich, ja.
04:05Du hast ihn umgebracht!
04:06Was?
04:07Du hast meinen Vater getötet!
04:09Bist du verrückt?
04:11Hanna!
04:13Hanna, um Gottes Willen!
04:16Mein Gott, Hanna, du hast dich verletzt.
04:18Was?
04:19Das muss genäht werden.
04:21Bring sie die beiden ins Krankenhaus am besten.
04:26Danke.
04:28Vielen Dank.
04:30Komm, Schatz, es wird schon alles wieder gut.
04:31Papa!
04:36Warum starren Sie mich so an?
04:40Hanna hat von Anfang an was gegen mich gehabt.
04:43Sie hat behauptet, ich wäre nur auf das Geld ihres Vaters aus.
04:50Danke.
04:51Das ist Peter, mein Bruder.
04:53Gronau.
04:58Ist alles okay, danke.
05:00Gut, dann warte ich draußen.
05:02Ja.
05:09Die Hochzeit ist hier recht überschaubar.
05:12Ludwig wollte das so, nur die engsten Freunde.
05:15Seit wann kratten Sie sich?
05:20Seit sechs Monaten.
05:22So kurz erst?
05:23Ja.
05:24Aber es war lieber auf den ersten Blick.
05:26Wo gab es denn diesen ersten Blick?
05:27Ich bin ihm bei Ruth hinten drauf gefahren.
05:30Ich habe mich sehr erschreckt und er war sehr nett zu mir, er war sehr freundlich.
05:33Er hat mich zum Kaffeetrinken eingeladen, wissen Sie, und...
05:38Entschuldigung.
05:46Also wenn es sich tatsächlich um Zyankali handelt, dann muss er es unmittelbar vor seinem Tod zu sich genommen haben.
05:51Sagen Sie mal, Frau Doktor, Champagner trinkt man doch eiskalt, oder?
05:55Aber das wissen Sie doch.
05:57Also hat man den Champagner kurz vorher ausgeschickt.
06:01Stimmt.
06:02Der Täter hatte also nicht viel Zeit.
06:04Äh, bitte.
06:06Alles einsackeln, etikettieren, danke.
06:10Michi.
06:16Wie hat den Champagner ausgeschickt?
06:18Na du, die Hobensteiner Liesl, also die Frau Hobensteiner Bedienung im Café vom Langer.
06:23Also sag einmal.
06:24Ja.
06:25Hat irgendjemand was gesehen?
06:26Nein, niemand.
06:27Na, die sollen sich alle zu unserer Verfügung halten.
06:30Und die Champagnerflaschen aus der Küche müssen auch ein paar.
06:33Ja.
06:34So, hab ich schon gemacht.
06:36Ja, da schon her.
06:37Super, Michi.
06:38Grüß Gott.
06:40Sie sind die Liesl.
06:41Ja.
06:42Sagen Sie mal, haben Sie da drinnen irgendwas Auffälliges gesehen?
06:45Oder besser gesagt, irgendjemanden?
06:47Nein, gar nichts.
06:49Ich war ganz allein.
06:50Und bei meinen Schämpfen.
06:51Und danach?
06:52Bin ich gleich rausgegangen aus dem Zelt.
06:58Michi, wisst ihr schon, war es im Mordfall Ludwig Langer?
07:01Nein, nichts.
07:03Alle sind im Dunkeln.
07:05Es war so ein reicher Mann.
07:08Drei Betriebe hat er gehabt.
07:09Kaffee Langer in Rosenheim.
07:11In Bad Aibling und sogar in Wasserburg.
07:13Und nicht zu vergessen, seine legendären Rosenheimer Venusbusserl.
07:18Die beste Praline von ganz Oberbayern.
07:20Bitte schön.
07:20Danke.
07:21Ich kenn's gar nicht.
07:23Was?
07:24Du, sag mal, der Hofer und Berlin, wo bleiben denn die?
07:28Michi, die sind beim 80er und der hat gesagt, du sollst auch hinkommen.
07:31Ja, Gott, das will, warum sagst du mir denn das nicht?
07:35Herr Rhein?
07:37Frau Ottmann?
07:39Entschuldigung.
07:41Dann wären ja alle da.
07:45Frau Ottmann, meine Herren, ich brauche Ihre Hilfe.
07:50Übermorgen ist ja das 10-jährige Dienstjubiläum unserer lieben Frau Stockl.
07:56Hast du dir irgendwas gesagt?
07:57Natürlich.
07:59Na gut, dann würde ich sagen, dass wir einen kleinen Umtrunk veranstalten mit Prosecco und ein bisschen was zum Knabbern.
08:06Entzückend.
08:07Gut, übermorgen also, ich denke, 11 Uhr würde passen.
08:11Wer mag sich drum kümmern?
08:16Herr Lied?
08:18Ich?
08:18Danke.
08:19Herr Lind, ja, was könnten wir denn der Frau Stockl schenken zu diesem Anlass?
08:23Ich meine, Sie kennen sie ja länger als ich.
08:26Was mag sie denn gern?
08:32Na, irgendwas muss sie doch mögen.
08:34Brr, Pralinen im Mox.
08:36Pralinen.
08:37Rosenheimer Venusbusserl.
08:40Venusbusserl, hm?
08:41Und wo bekommen wir diese Venusbusserl?
08:43Die gibt es im Café Langer.
08:44Café Langer.
08:45Genau.
08:47Ja, ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.
08:49Meinen Sie nicht, das könnte eine zu enge Verwicklung mit unserem Fall sein?
08:51Also, wenn wir die Pralinen ordnungsgemäß bezahlen, sehe ich darin keine Vorteilsnahme.
08:55Gut, wenn Sie das so sehen, dann würde ich sagen, Herr Mohr, Sie übernehmen das.
08:59Immer wieder gerne.
09:00Gut, das war's dann auch schon.
09:01Danke.
09:02Ich brauche dann nur noch die beiden Herren Hauptkommissar.
09:05Herr, Herr Orziger, Entschuldigung, trauen Sie mich auch noch?
09:09Nein, Herr Mohr, ich hätte es Ihnen dann schon gesagt.
09:11Nein, ich habe Glück gehabt.
09:12Danke, Herr Mohr, danke.
09:19Ihre Schwester hat angerufen und sich für Sie eingesetzt.
09:23Was ist denn jetzt schon wieder?
09:24Ich kann es ja nachvollziehen.
09:25Ihr Hof und der kommende Herbst und Winter, also Ihr Urlaubsgesuche hat nachmittags angenommen.
09:30Was?
09:31Ihre Schwester erwartet Sie und Sie, Herr Lind, halten bitte Herrn Hofer auf den laufenden Wufelgutstelefone.
09:36Das war's auch schon.
09:38Ich habe noch einen dringenden Termin.
09:40Warte, Herr.
09:46Aha, die Mailbox.
09:48Frau Hofer, ja, ich bin's.
09:50Ich wollte Ihnen nur sagen, Ihr Bruder ist jetzt unterwegs.
09:52Ich habe das gern gemacht, aber wir sollten es halt nicht einreißen lassen.
09:59Und, was war?
10:01Nichts Besonderes.
10:02Nee, nichts Besonderes.
10:04Wie ist denn der Hofer?
10:05Der Herr Hofer ist aushäusig tätig.
10:08Er kümmert sich um das, um was er sich kümmert, wenn er nicht da ist.
10:11Sie verstehen?
10:11Nicht einmal einen Anschiss.
10:13Nein, nicht einmal einen Anschiss.
10:15Ein Stück, vier Stück.
10:16Ein Stück, ein Stück.
10:19Die Frau Hofer hat direkt bei Herrn Achtziger um Urlaub für ihren Bruder gebeten.
10:24Nicht schlecht.
10:30Hallo, hallo, Frau Ortmann.
10:32Ist mein Bruder nur da?
10:33Der war gerade eben noch bei meinen Achtziger drin.
10:35Danke.
10:35Ach, noch was, weil ich Sie gerade treffe.
10:38Sie wissen schon, die Frau Stockel, die hat doch übermorgen ihr 10. Dienstjubiläum.
10:42Ich habe davon gehört, ja.
10:43Da würde ich gern ein paar Blumen besagen, weil immerhin hat sie jetzt 10 Jahre lang tapfer meinen Bruder ertragen.
10:48Schöne Idee.
10:49Was glauben denn Sie, was wäre da so passend?
10:53Hauptsache, sie weiß, dass Sie daran denken.
10:55Da haben Sie auch wieder recht.
10:57Und dann habe ich mir gedacht, wäre es doch nett, wenn wir vielleicht einen kleinen Umtrunk organisieren würden, oder nicht?
11:03Das macht schon der Herr Lind in Absprache mit Herrn Achtziger.
11:05Oh nein, das ist aber nett.
11:07Ja, dann, also, Frau Ortmann, wieder schauen.
11:10Ich muss, wieder schauen.
11:13Hallo, Kapinian.
11:15Was, du bist schon...
11:17Ja, ich bin auch gleich da.
11:21Entschuldigt bitte, aber ich habe vorher was vergessen zum Sagen, und zwar in eigener Sache.
11:25Das ist wirklich, oder?
11:27Jawohl.
11:28Und zwar feiere ich übermorgen mein 10-jähriges Dienstjubiläum.
11:34Und da würde ich euch ganz herzlich zu einem kleinen Umdruck im Präsidium einladen.
11:38Ihr 10-jähriges?
11:40Ja, vielen Dank.
11:41Also, ich hoffe, ihr könnt es euch einrichten.
11:44Oh, selbstverständlich.
11:45Es sei denn, es passiert ein Mord, dann müsste man natürlich ausrücken.
11:49Michi, wenn du nicht da bist, dann passiert ein Mord.
11:55Danke, Frau Stockel.
11:58Dann brauche ich mich ja nicht mehr kümmern um den Umdruck, oder?
12:00Ja, super, oder?
12:02Ja.
12:03Also, weiter, Herr Mord.
12:04Das ist das Zelt.
12:06Und da müsste der eigentlich durch das Gebüsch und durch den Garten so durchgeschlichen sein,
12:11bis der so direkt hinterm Zelt war.
12:13Und da musst du ihn immer hineingeschen.
12:15Ja, so ungefähr.
12:18Herr Lind, direkt hinterm Zelt, da ist ganz ein großes Blumenbett.
12:24Und da muss er durchkretscht sein.
12:26Dann müsste das aber auch im Spusi-Bericht stehen.
12:29Holen Sie mir den.
12:29Ja.
12:30Super.
12:34Ach, und Herr Mohr, wir brauchen noch Einsichten, das Testament von Langer.
12:37Wir müssen ja wissen, wer von seinem Tod profitiert.
12:39Ja, Herr Hofer, ich weiß, dass Sie gerade erst los sind,
12:43aber wir müssten doch mal gemeinsam zum Kaffee Langer fahren.
13:01Die Marie war ganz schön sauer.
13:03Na, hoffentlich bringt das, was du.
13:08Grüß Gott.
13:09Grüß Gott.
13:11Kann ich was für Sie tun?
13:12Verzeihen Sie die Störung, aber wir haben ein paar Fragen.
13:16Kommen Sie rein.
13:17Danke, danke.
13:24Möchten Sie vielleicht was trinken?
13:27Nein, danke.
13:28Danke, nein.
13:28Frau Reiter, Sie haben behauptet, die Steffi Wolf hätte Ihren Vater ermordet.
13:33Wie kommen Sie dazu?
13:34Vor einem halben Jahr hat der Rosenheimer Kurier einen Artikel über meinen Vater geschrieben,
13:38über den großen Erfolg von unseren Kaffees und unseren Pralinen und so.
13:42Vor allem das sogenannte Rosenheimer Venus-Bus, also, gell?
13:45Ja, unsere allerneueste Kreation.
13:47Erst ein paar Wochen alt, aber wir liefern schon bis nach Berlin und sogar in einige Hotels in London.
13:54Kurz nachdem der Artikel erschienen ist, ist dann die Steffi Wolf vor unserer Tür gestanden.
13:59Sie ist meinem Vater hinten drauf gefahren und schon ist er verknallt wie ein Teenager.
14:04Was Sie meinen, Frau Wolf hat den Artikel gelesen und sich dann gezielt an Ihren Vater herangemacht?
14:09Ja, was glauben denn Sie?
14:10Die kommt ja gar nicht aus Rosenheim.
14:12Die kennt ja auch niemanden.
14:14Und jetzt wohnt sie sogar in meinem Elternhaus.
14:18Probieren Sie es doch mal.
14:20Ich bin es, weil ich glaube, es ist jetzt so gut.
14:25Sie haben doch die Gästeliste von der Feier am Abend gesehen, oder?
14:28Mhm.
14:29Raten Sie mal, wie viele Leute da von der Steffi Ihrer Seite gekommen sind.
14:32Keine Ahnung.
14:33Einer.
14:35Dieser Bruder.
14:36Peter.
14:37Grunau.
14:37Ja, sonst niemand.
14:39Keine Eltern, keine Tanten, keine Cousins, nix.
14:42Finden Sie das jetzt normal?
14:43Nicht wirklich.
14:46Sie müssen warten, bis sich der Geschmack voll entfaltet.
14:56Interessant.
14:57Sehr gut.
14:58Müssen Sie es probieren.
15:00Und Sie halten also Frau Wolf für eine Heiratsschwitterin?
15:04Naja, nennen können Sie das jetzt, wie Sie wollen.
15:07Auf jeden Fall hat sie es von Anfang an auf das Vermögen von meinem Vater abgesehen.
15:11Aber dass ich ihn gleich umbringen würde, noch bevor die Tinte auf der Heiratsurkunde trocken ist,
15:15das hätte ich selbst ihr nicht zugetraut.
15:17Und?
15:19Süß.
15:19Sie müssen warten, bis sich der Geschmack voll entfaltet.
15:31Der Langer muss so verschossen gewesen sein in seine Frau,
15:34dass er gegen den Rat von seinem Anwalt keinen Ehevertrag macht hat.
15:37Bitte.
15:38Also, Steffi Langer, oder besser vorher Wolf, ihr habt eine ganze Menge.
15:42Ja, und es gibt noch eine hochinteressante Vereinbarung mit dem Hartinger Max.
15:47Die da wäre?
15:48Die haben vereinbart, dass im Falle des Todes eines der Geschäftspartner,
15:53der andere die Mehrheitsanteile aus der Erdmasse käuflich erwerben darf.
15:59Aha.
16:00Das wird Herrn Ruffer sicher interessieren.
16:06Ja, hier ist Lind.
16:08Es gibt eine Neuigkeit.
16:11Hat er einfach aufgelegt.
16:13Nicht, dass er dann gleich wieder verschwindet, nur weil er anruft kommt.
16:15Mariuso, geht das nicht? Das ist wichtig.
16:17Ich bin schließlich auch noch Polizist.
16:19Und? Aua.
16:20Aua, putz, nimm die her.
16:21Nein.
16:22Doch.
16:23Aua.
16:24Sorge mal.
16:30Lind?
16:30Ja, Herr Lind, jetzt bin ich wieder dran.
16:32Haben Sie etwa aufgelegt?
16:33Nein, mein deppete Schwester.
16:35Aha.
16:36Also, was geht's?
16:37Ja, folgendes.
16:38Es gibt eine Vereinbarung zwischen Hartinger und Langer, die besagt,
16:41dass, falls einer der beiden stirbt, der andere die Mehrheitsanteile erwerben darf.
16:47Das heißt, der Hartinger profitiert in jedem Falle von Langer's Tod, ganz egal, wer schlussendlich der Erbe ist.
16:51Nein, ein sautes Motiv.
16:53Das heißt, damit ist die Tochter Hannah als Verdächtige so ziemlich aus dem Rennen.
16:57Sie hat nichts vom Langer sein Tod.
16:58Aha, ganz im Gegenteil.
17:00Sie ist die Angeschmierte.
17:01Ja, und es kommt noch besser.
17:03Die Bedienung hat nämlich ausgesagt, dass der Hartinger sich verspätet hat
17:06und erst kurz vor dem Hochzeitsmal im Garten eingetroffen ist.
17:09Das heißt, er war noch gar nicht da, wie das Tier und Karl ins Glas gekommen ist.
17:13Zumindest nicht unter den Gästen, ja.
17:15Ich sag's ja ungern, aber wir sollten noch mal beide mit dem Herrn Hartinger sprechen.
17:20Kriegen Sie das hin, mit Ihrer Schwester?
17:22Na, freilich.
17:23Ja, wir sehen uns dort.
17:25Bis gleich.
17:26Ach, okay.
17:27Ich muss noch nicht weg, Marie.
17:28Aber das ist wirklich das aller, allerletzte Mal.
17:31Ist schon recht.
17:32Das hier müssen wir auf jeden Fall auf morgen verschieben.
17:33Na gut, aber wenn nicht morgen, dann rücken wir mir zwei zusammen, verstehst?
17:37Von mir aus gerne.
17:39Bitte.
17:40Hau ab!
17:51Grüß Gott.
17:52Grüß Gott, was kann ich für Sie tun?
17:54Ja, wir hätten da aber Fragen.
17:56Bitte, fragen Sie?
17:57Herr Hartinger, Sie sind hier vor ein paar Jahren als Partner in das Geschäft eingestiegen, richtig?
18:04Ja, Ludwig Langer hat es so gewollt.
18:07Nach dem Tod seiner Frau wäre ihm das alles zu viel gewesen alleine.
18:10Und jetzt haben Sie die Möglichkeit, laut Vereinbarung dem Erben Anteile abzukaufen, die Ihnen die Mehrheit sichern.
18:17Ja, so hatten wir das verabredet, im Sinne der Geschäftsstrategie.
18:21Wollen Sie mir irgendwas unterstellen?
18:23Keineswegs.
18:24Das war nur eine Frage.
18:26Hörn Sie, ich bin seit über 15 Jahren mit Ludwig befreundet.
18:28Wir hatten noch sehr viel vorgeschäftlich.
18:30Aber dafür ist es jetzt leider zu spät.
18:33Apropos, zu spät.
18:36Laut Aussage eines Zeugen sind Sie ein bisschen zu spät zur Hochzeitsfeier gekommen.
18:42Das hat doch noch zu tun, hier im Café.
18:44Haben Sie da noch Zeugen dafür?
18:46Ich habe die Lieferscheine überprüft alleine. Was soll die Frage?
18:49Ach, das ist reine Routine. Wir müssen uns einfach fragen.
18:51Aber das war es auch schon. Danke.
18:53Wiederschauen.
18:53Danke.
18:56Also, meine Vermutung hat sich bestätigt.
18:59Das Opfer wurde mit Kaliumzyl mit vergiftet.
19:02Es gibt nicht nur Rückstände im Organismus.
19:05Die KTU hat auch welche im Champagnerglas sichergestellt.
19:08Wissen Sie, ob es Fingerabdrücke auf dem Glas gibt?
19:10Nur die vom Opfer.
19:13Herr Doktor, Herr Lind.
19:13Hallo, Spusi.
19:15Ach so, ja. Gab es Abdrücke in dem Beet?
19:17Nein, aber das Beet hat so ausgeschaut, als wenn es frisch umgegraben worden wäre.
19:22Vielleicht hat jemand die Spuren verwischt.
19:24Aber an den Schuhen des Täters könnte man doch Erdrückstände sicherstellen.
19:29Damit kann man kaum jemanden überführen.
19:31Ich meine, Erde gibt es doch überall in dem Garten.
19:33Wir können die Erde genauer analysieren lassen auf ihre einzelnen Bestandteile.
19:36Und wenn sich die Erde im Beet von der im restlichen Garten unterscheidet,
19:40kann man sie den Erdpartikeln an den Schuhen eindeutig zuordnen.
19:43Wenn die Frau Doktor das so sagt, dann lassen wir die Erde mal analysieren.
19:47Gehen Sie weg.
19:51Ja, also noch mal mein herzliches Beileid, Frau Wolf.
19:54Langer.
19:55Wie bitte?
19:56Langer. Ich habe geheiratet.
19:58Ah ja, klar. Tut mir leid. Da steht noch Wolf.
20:02Ja, Frau Langer, wo haben Sie denn gewohnt, bevor Sie den Herrn Langer kennengelernt haben?
20:05Wie meinen Sie das jetzt?
20:06Na ja, ich meine, der Herr Langer verliebt sich in Sie und ein paar Tage später wohnen Sie schon in
20:11seiner Villa.
20:11Und wir waren dann eigentlich noch in München gemeldet und in Rosenheim.
20:14Warum fragen Sie mich das dann, wenn Sie es doch schon wissen?
20:16Was haben Sie in Rosenheim gemacht?
20:20Urlaub.
20:22Und dann haben Sie spontan Ihr Leben in München aufgegeben und sind hier geblieben.
20:27Ich war verliebt.
20:29Darf ich fragen, was Sie beruflich machen?
20:32Ich bin selbstständig tätig.
20:33Ich arbeite als Immobilienmaklerin.
20:36Und Sie?
20:37Ich?
20:39Wir arbeiten zusammen.
20:42Aber seit Sie Herrn Langer kennengelernt haben, arbeiten Sie nicht mehr?
20:47Weniger.
20:48Und Sie haben alleine weitergemacht?
20:50Meine Herren, ich muss Sie bitten, sich etwas zu beeilen.
20:54Mein Mann ist gestorben und ich muss die Beerdigung organisieren und mich um ein paar andere Dinge kümmern.
20:59Zum Beispiel die Testamentseröffnung.
21:03Daran habe ich noch gar nicht gedacht.
21:05Natürlich nicht.
21:09Ja, ja, wüderschein.
21:10Frau Hofer, was machen Sie denn da?
21:12Ach, ich war gerade bei meinen 80er, weil mein Bruder hat mich im Stich lassen.
21:16Frau Hofer.
21:16Ja?
21:17Was machen Sie denn übermorgen so gegen zehn?
21:21War es nicht?
21:22Das ist doch so, ich feiere mein zehnjähriges Dienstjubiläum und ich hätte Sie gern dabei, machen Ihnen hier einen kleinen
21:27Umtrunk.
21:28Aber der Herr Lind macht doch...
21:30Eine Überraschungsparty für mich?
21:31Ja.
21:32Das ist aber nett.
21:33Gell?
21:34Ja, schon war sie ja gar nichts organisiert.
21:35Nein.
21:36Aber von mir haben Sie das fein nicht, gell?
21:39Ich sage nichts.
21:40Für denne.
21:41Ja, für denne.
21:49Servus.
21:50Was liebt es dir schön?
21:52Die Rosenheimer News.
21:54Ich sehe da was.
21:55Wie ist es?
21:56Ja, sieht aus wie Schokolade.
21:58Nicht?
21:59Komisch.
22:02Mei.
22:03Sie verstehen ja nichts von den wirklich sinnlichen Seiten des Lebens.
22:06Ach.
22:09Was ist das?
22:10Was wird das sein?
22:11Eine Tütennis.
22:12Also wenn er nichts versteht von den sinnlichen Seiten, ich schon.
22:15Also, was ist das?
22:17Da sind Rosenheimer Venusbusserlen drin.
22:19Du weißt aber schon, dass der Verzehr von mitgebrachten Speisen darin eigentlich verboten ist.
22:23Das ist keine mitgebrachte Speise, das ist eine Köstlichkeit.
22:26Mal probieren.
22:33Und was soll jetzt das sein?
22:34Die beste Praline von Oberbayern.
22:36Aber was sage ich der Welt?
22:38Papier, sie ist gut.
22:42Du musst es erst entfalten lassen.
22:51Ich meine, es ist nur ein Gerücht, aber Tatsache ist, dass die ein sehr hohes Gehalt bezogen hat.
22:58Und sind Sie mit dem Testerlein schon weiter?
23:00Ja, wir haben schon fast alles benannt.
23:02Ja.
23:04Guten Morgen.
23:05Guten Morgen.
23:06Ich bin die Bedienung vom Langer.
23:09Ja, und wie kann ich Ihnen helfen?
23:10Frau Hohensteiner.
23:11Guten Morgen.
23:12Schön, dass Sie gleich gekommen sind.
23:13Ja, gut, dass ich es einrichten kann.
23:15Und wo soll ich jetzt mit denen?
23:18Da gehen wir ein bisschen gleich ins Büro von der Hauptkommissarin und machen da weiter.
23:22Gehen wir an.
23:27Ob ich auch noch in meinem Büro darf?
23:29Gehen Sie mal her, bitte.
23:30Guten Morgen, Frau Rumpstein.
23:32Ja, guten Morgen, Herr Hofer.
23:34Was macht Sie denn eigentlich, Michi?
23:35Ah, nichts Spezielles.
23:38Wo ist jetzt die Rechnung?
23:40Michi, wir warten auf deine Ergebnisse.
23:42Ich kann mich fein nicht zureißen, gell?
23:44Wir haben ja gesehen, dass der Venusbus drin ist, gell.
23:46Psst!
23:50Frau Rumpstein, Sie sind so lieb.
23:52Kommissarin, nimm Sie kurz.
23:55Grüß Gott, Frau Stock.
23:57Sind Sie, äh, haben Sie heute schon den Herrn Murmel gesehen?
24:00Der ist da drüben gerade nass zur Tür.
24:02Ah, wer sitzt denn da gerade beim Herrn Hofer?
24:05Die Bedienung vom Kaffee Langer.
24:07Wir haben uns Ihre Verdienstabrechnungen aus dem Kaffee Langer angeschaut.
24:13Sie haben sich mein Gehalt angeschaut.
24:15Ja, das haben wir gemacht.
24:17Und ich muss sagen, erstaunlich.
24:19Für eine Bedienung verdienen Sie eine ganze Menge.
24:22Vielleicht waren Sie ja noch mehr als eine Bedienung.
24:24Was wollen Sie mir jetzt da unterstellen?
24:26Dreimal dürfen Sie raten.
24:27Hatten Sie ein Verhältnis mit Herrn Langer?
24:32Herr Achtziger, der Michi hat mir gerade gesagt, also der Herr Mohr hat gesagt,
24:36dass die Bedienung als Bedienung mehr verdient hat, als eine normale Bedienung, wenn sie als Bedienung arbeiten tat.
24:43Aha, und der hat sie außer dem von Ihnen vermuteten Verhältnis vielleicht auch noch ein Motiv?
24:49So verstanden.
24:54Da sind Sie ja endlich.
24:57Ja, und?
24:58Was und?
24:59Ja, haben Sie es.
25:00Was denn?
25:01Sie wissen schon, die Busserl.
25:03Ach so.
25:05Ja, logisch.
25:06Und wo sind Sie?
25:07An einem sicheren Ort.
25:09Hier im Haus.
25:10Sehr gut.
25:12Morgen, Herr Achtziger.
25:13Ah, Morgen, Herr Lind.
25:15Und geht's voran?
25:16Na ja, wir haben gerade mit der Bedienung vom Kaffee Langer ja in Leisung.
25:19Frau Stockl hat mich gerade unterrichtet.
25:21Und dann ist da was dran an dem Gericht von einem Verhältnis.
25:24Ja, ja.
25:25Sie hat's sogar zugegeben.
25:26Und als Gegenleistung hätte der Herr Langer einfach ein höheres Gehalt überwiesen.
25:30Motiv hat sie keins.
25:31Warum soll sie auch die Kuh schlachten, die sie melken will?
25:33Wohl wahr, also aus ihrem Mund, ein sehr ländlicher Vergleich.
25:40Herr Lind, das mit dem Testament, das hat sich bestätigt.
25:44Das ging aber schnell.
25:45Ja, die Haupterbin ist tatsächlich die Steffi Wolf, also jetzige Langer.
25:51Der Langer hat kurz vor seinem Tod noch das Testament zu ihren Gunsten geändert.
25:55Da kann ich mir so glatt vorstellen, wie er ihn dazu gebracht hat.
25:58Ja, und auf welche Art auch.
25:59Herr Moor.
26:00Ja, Entschuldigung.
26:01Neu ist, es gibt eine Lebensversicherung.
26:04Die hat aber nur abgeschlossen, um die Kredite seiner Betriebe abzusichern.
26:08Da profitieren aber nur Hartinger und Steffi Wolf davon.
26:11Genau.
26:12Und wenn ihr noch etwas über diese Frau Wolf, jetzige Langer, ehemalige Kessler, erfahren möchtet...
26:18Tja, Frau Kessler.
26:20Oh, Verzeihung, Wolf.
26:21Nein, Langer.
26:22Da sitzt nun ihre Mutter in Gelsenkirchen und wundert sich,
26:26dass sie nicht mal zur Hochzeit ihrer einzigen Tochter eingeladen wurde.
26:31Was hat das mit dem Tod meines Meines zu tun?
26:33Sie haben uns belogen.
26:35Ich wollte meine Hochzeit nicht gefährden.
26:39Meine Mutter lebt...
26:42Meine Mutter lebt in anderen Verhältnissen.
26:44Die hätten ihn nur noch mehr bequatscht.
26:47Wen meinen Sie?
26:50Seine Tochter Hanna und seinen sauberen Freund Hartinger.
26:53Die hassen mich sowieso schon.
26:55Und warum haben Sie uns nicht erzählt, dass Sie schon mal verheiratet waren?
26:58Und dass Ihr Erster Mann auch bereits verstorben ist?
27:02Weil Sie mich für eine männermordende Heiratsschwinderin gehalten hätten?
27:07Woran ist es denn gestorben, Ihr Erster Mann?
27:09Er hatte was mit dem Herzen.
27:12Wussten Sie sich bereits vor der Hochzeit?
27:15Ja?
27:16Und Sie haben geerbt.
27:18Ja, das habe ich. Na und?
27:21Haben Sie Herrn Lange eigentlich auch nur wegen des Geldes geheiratet?
27:24Oh, meine Güte, ja, habe ich.
27:28Ich habe ihn trotzdem nicht umgebracht.
27:31Ich wollte mit ihm leben.
27:34Ja, das ist ja schon gehend, Frau Lange.
27:43Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass Sie die Stadt vorerst nicht verlassen dürfen, ja?
27:52Und, was ist? Habt ihr das Fies gelogen?
27:54Keine Müllegeben.
27:55Sie hat zugegeben, dass sie gelogen hat.
27:57Herr Eussow!
27:58Ja, und wenn sie zehnmal Witte wäre im Opfer Lange, können wir ihr nichts nachweisen bis jetzt.
28:03Marie?
28:04Ja?
28:05Herr Lind, folgendes, ja.
28:07Der erste Mann von unserer Verwitwetenbrad, der Walter Wolf, der ist schon vor drei Jahren gestorben.
28:14Herzversagen.
28:15Der war schon von 480.
28:16Hat Sie ja immerhin die Wahrheit gesagt.
28:18Das gibt aber noch etwas anderes.
28:20Ja.
28:20Und zwar, der Hartinger hat vor, das Café in Rosenheim komplett umzubauen.
28:25Aha.
28:26Er hat schon einen Kreditantrag gestellt und die Pläne vom Architekten liegen ebenfalls vor.
28:31Aber hat er ja schon geplant, bevor er überhaupt entscheiden durfte.
28:33Ganz genau.
28:34Er hat also schon gewusst, dass der Lange nicht mehr lang zu leben hat.
28:39Interessant.
28:39Mhm.
28:50Was wollen Sie damit sagen?
28:52Dass Sie vorgehabt haben, das Café komplett umbauen zu lassen.
28:59Na?
29:00Kommt jetzt die Erinnerung?
29:02Das hat doch gar nichts zu sagen.
29:04Nun, und immerhin war Herr Langer der Besitzer des Cafés.
29:07Ihr Anteil liegt bei 33 Prozent.
29:09Und da dürfte wohl der Herr Langer die Sorgen gehabt haben.
29:12Oder haben Sie vielleicht schon vorher gewusst, dass er seine Hochzeit nicht überleben wird?
29:16Das ist doch kompletter Unsinn.
29:17Der Umbau war doch mit Ludwig abgesprochen.
29:19Das ist er.
29:20Ja.
29:21Seine Tochter hat uns aber nichts von einem Umbau erzählt.
29:50Und der Kredit?
29:53Auch das wollte ich vorher abklären.
29:55Verstehen Sie?
29:56Ich wollte mit diesem Vorschlag so professionell wie möglich sein.
29:59Alles sollte perfekt durchdacht sein.
30:00Dann hoffen wir mal, dass das der wahre Grund ist.
30:20Das wäre natürlich unglaublich bitter für Sie.
30:24Wenn der Hartinger überführt wird, der weiß, ob dann die Produktion überhaupt weitergehen kann.
30:29Was ist das für Produktion?
30:30Vom Venusbusse.
30:32Danke.
30:37Das ist gut.
30:38Ich höre.
30:40Aha.
30:42Ja.
30:50Ich glaube es ja nicht.
30:51Hast du es doch noch geschafft?
30:52Natürlich.
30:57Ach Herr Lind, wollen Sie auch helfen?
31:00Danke, vielleicht später.
31:02Übrigens, das Labor hat die Erdanalyse vom Blumenbeet.
31:06Und?
31:06Ja, an der Erde fand sich eine hohe Konzentration an Superfimum.
31:10Das ist ein Düngemittel.
31:11Die anderen Proben aus dem Garten haben das nicht ergeben.
31:14Und das bedeutet?
31:15Das bedeutet, dass man eventuelle Erdpartikel an Schuhen eindeutig dem Blumenbeet zuordnen könnte.
31:20Ist ja super.
31:21Ja, finde ich auch.
31:22Gut, dann werde ich mir jetzt mal die Schwur von Steffi Wolf und ihrem Bruder vornehmen.
31:26Das machen Sie.
31:26Apropos Bruder, kennen Sie eigentlich die Venusbusse, die er so mag?
31:32Na, du ne her.
31:39Komm.
31:41Aber nicht gleich schlucken, gell?
31:42Das Beste kommt noch.
31:43Erst entfalten lassen.
31:49Was ist das so besonders dran?
31:51Jetzt warte ich ein bisschen.
31:52Gleich kommt's.
31:56Bickel.
31:57Mhh.
31:59Bickel.
32:01Bitte.
32:03Bickel weg.
32:09Wieso war das schon immer da drin?
32:11Was das?
32:11Ja, das hier.
32:12Ja, sicher.
32:14Das sind doch aber alles Sachen von Langers Schreibtisch.
32:19Geschäftsbrief von einer amerikanischen Coffeeshop-Kette.
32:22Die machen dem Langer ein Angebot, seine drei Cafés zu übernehmen.
32:26Und schauen Sie mal auf den Preis.
32:28Nicht schlecht.
32:30Man muss umso eine tausend Jahre arbeiten.
32:31Mit Überstunden.
32:34Davon hat der Hartinger aber nichts erwähnt.
32:37Ja, er hat definitiv davon gewusst.
32:39Weil es gibt im Terminkalender vom Langer eine Notiz darüber.
32:44Und dann hat der Langer dem Hartinger eine Kopie von diesem Brief zukommen lassen.
32:48Und am 15. haben die beiden eine Besprechung gehabt zu diesem Thema.
32:53Und das erfahre ich jetzt.
32:55Ja, entschuldige, Herr Hüfergieß.
32:57Wie bitte?
32:58Entschuldigung, Herr Hüfergieß.
33:00Ach so.
33:02Also das war eine Woche vor seinem Tod.
33:05Ach, ja genau.
33:07Ich glaube ja ehrlich gesagt nicht, dass der Hartinger verkaufen wollte.
33:11Wegen der Umbaupläne.
33:14Aber wer weiß, vielleicht wollte der Langer ein neues Leben anfangen mit seiner jungen Frau.
33:19Ach so, Sie glauben, dass der Langer verkaufen wollte.
33:22Genau, das meine ich.
33:24So wie es ausschaut, Herr Hartinger, haben Sie uns noch mehr verschwiegen.
33:29Was denn?
33:31Das Angebot der Amerikaner, ich sag nur Koffeeshop.
33:34Langer wollte verkaufen, stimmt's?
33:36Sie aber nicht, deshalb die Umbaupläne.
33:38Sie haben eine Woche vor seinem Tod mit ihm darüber geredet.
33:41Oder soll ich besser sagen, gestritten.
33:43So, jetzt erzählen Sie mal die Wahrheit.
33:46Dass Ludwig ernsthaft verkaufen wollte, das lag nur an ihr.
33:50Sie meinen, Steffi Wolf?
33:52Jemals hätte er unser Lebenswerk verkauft.
33:53Nur weil sie ihm den Kopf verdreht hat, ist er plötzlich weich geworden.
33:56Um den Verkauf zu verhindern, haben Sie ihn vergiftet.
34:01Ich habe ihn überredet, sich die ganze Sache noch mal zu überlegen.
34:03In den Flitterwochen.
34:04Danach wird er sicher klarer sehen.
34:06Jetzt enttäuschen Sie mich aber, Herr Hartinger.
34:08In den Flitterwochen wäre er doch den Einflüsterungen seiner jungen Frau völlig erlegen.
34:12Ich schwöre es Ihnen.
34:13Er wolle es sich nur mal überlegen.
34:15Und er hat mir versprochen, Steffi nichts davon zu sagen.
34:19Moment, noch mal.
34:19Ja, Steffi glaubt, dass Ludwig schon unterschrieben hat.
34:23Er wollte keinen Streit mit ihr so kurz vor der Hochzeit.
34:27Was Steffi Wolf glaubt, dass der Dürer schon über die Bühne gegangen ist, obwohl Langer noch gar nichts entschieden hat.
34:31Ja.
34:35Dann hätten wir hier noch einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss.
34:39Der erlaubt uns, Ihre Wohnung zu betreten und sämtliche Schuhe zu beschlagnahmen, die wir dort finden.
34:44Und das Paar, was Sie tragen, bräuchten wir auch noch, bitte.
34:47Sie dürfen, da weil Sie sich in dieses schöne Modell bequemen, fühlen Sie sich wie zu Hause.
34:57Und? Haben Sie festgemagelt?
34:59Nein, noch nicht.
35:00Aber wenn das stimmt, was Hartinger uns da gerade erzählt hat, dann wäre das Erbe für Frau Wolf umso verlockender.
35:05Wieso?
35:06Ja, sie glaubt, Sie hat jede Menge Cash anstelle eines lästigen Teilhabers.
35:10Ah, so.
35:13Ah, und jetzt gehen wir Schuhe einsammeln.
35:15Was für Schuhe?
35:16Ja, von allen, die mal aus Langer wohnen.
35:30Ja, gut, dass der Kommen da warm ist, dann können wir uns in aller Ruhe umschauen.
35:35Ja, Herr Wimmer, grüß Gott.
35:37Grüß Gott.
35:39So richtet ihr den Untersuchungsbeschluss, Michi?
35:40Ja, Mama, da ist er.
35:42Bitte.
35:44Aufmachen hättest du nicht können.
35:45Ja, mir jetzt.
35:46So.
35:49Kannst du das selber zusammenfalten?
35:50Jawohl.
35:53So, Herr Wimmer, und Sie fahren jetzt ganz geschwind wieder heim, gell?
35:56Gut.
35:56Danke.
36:10Ich schätze, sie hat dir noch was vorgespielt.
36:15Ja, ich schätze, sie hat mir schon.
36:20Ja, ich schätze, sie hat mir noch was vorgespielt.
36:31Ja, ich schätze, sie hat mir noch was vorgespielt.
36:35Grüß.
36:37Grüß Gott.
36:40Was machen Sie hier?
36:42Durchsuchungsbeschluss.
36:43Höchstrichterlich.
36:44Dachte ich mir doch gleich, dass das nicht Ihr Bruder ist.
36:47Wissen Sie was?
36:48Sie kommen wie gerufen.
36:49Wir brauchen nämlich Ihre Schuhe.
36:58Morgen.
36:59Morgen.
37:00Morgen.
37:04Morgen, Frau Doktor.
37:06Guten Morgen.
37:06Die Kati hat gesagt, Sie hätten den Bericht.
37:09Stimmt.
37:09Na ja, verraten Sie mir den Täter.
37:11Lesen Sie doch selbst.
37:18Das kann doch nicht wahr sein.
37:21Also, wenn es da steht, wird es wohl wahr sein.
37:23Aber keiner der drei hat das Blumenbeet betreten.
37:25Weder Hartinger, noch Steffi Wolf, noch Ihr falscher Bruder.
37:28Sieht so aus.
37:30Na toll.
37:31Das kann ich von vorne anfangen.
37:33Kommen Sie mit zu Frau Stockl's Umdruck.
37:35Ich muss das erst noch fertig machen, aber ich komme später nach.
37:39Okay.
37:43Und deshalb, liebe Frau Stockl, darf ich Ihnen nicht nur symbolisch,
37:46sondern auch praktisch diese Busseilen überreichen.
37:49Wie muss Busseilen?
37:51Danke.
37:52Und von mir sind die Blumen.
37:53Super, danke schön, Frau Huber.
37:55Bitte, bitte.
37:56Ah, Herr Lind, da sind Sie ja endlich.
37:58Pünktlich. Sogar der Herr Hofer war pünktlich.
38:00Oh.
38:01Ja, die Frau Dr. Kern lässt sich entschuldigen. Sie kommt nach.
38:04Ja, und? Was ist jetzt?
38:07Was soll sein?
38:08Na ja, wegen dem Umtrunk.
38:10Ja, für Frau Stockl.
38:12Aber ich habe gedacht, Sie machen das.
38:14Hörst du?
38:15Frau Hofer, Sie haben doch gesagt, dass der Herr Lind das macht.
38:17Aber, aber, aber Sie haben doch gesagt, dass der Herr Lind der Überraschungspartie...
38:21Na, weil der Herr Achtziger den Christi...
38:22Ja, natürlich.
38:23Herr Lind, ich habe Ihnen noch den Auftrag gegeben.
38:26Und ich habe die Organisation übernommen.
38:29Ja, der Herr Lind war zu sehr in den Fall eingebunden und ich kann eh besser parallel arbeiten.
38:34Meine Damen und Herren, das ist alles vorbereitet.
38:35Auf zum Times Square.
38:38Gut, zur Wegziehung noch ein Venus-Busterl.
38:41Gerne.
38:41Danke.
38:43Ja, Frau Sorge, Dankeschön.
38:44Das war Rettung im letzten Augenblick.
38:46Ja, Herr Achtziger.
38:48Bist du was gehabt, gerne?
38:49Ja, ein Geschenk, klein wenig.
38:51Ich kann leider nicht mitkommen, habe einen dringenden Termin, aber Sie können mich ja vertreten.
38:55Mache ich.
38:59Hallo.
39:00Ja, was ist denn heute?
39:02Betriebsausflug.
39:03Ah, wegen der Wundrung.
39:04Hä?
39:05So, das Dienst-Jubiläum.
39:07Wie besprochen.
39:08Wenn...
39:08Ah, ja, logisch.
39:10Wie besprochen, klar.
39:11Ja, dann bringe ich doch gleich mal euren Champagner.
39:15Oder?
39:15Ja!
39:16Wie ausgemacht ist es?
39:17Seid her da.
39:18Auf geht's.
39:19Super, nein.
39:20Das ist super.
39:20Ich komme gleich.
39:22Ich hole dich.
39:2720 Euro für jeden.
39:29Was?
39:3020 Euro für jeden.
39:34Frau Ufer, möchten Sie sich vielleicht auch beteiligen?
39:36Äh, freilich, ich sollte vielleicht sogar das Ganze übernehmen.
39:39Ich habe eine große Mitschuld.
39:40Ah, das ist ja super.
39:42Äh, ja.
39:43Hat sich erledigt.
39:45Was?
39:46Hat sich erledigt, ja.
39:51So.
39:53Jetzt wird angestoßen.
39:55Bitte gleich eins.
39:56Ja, bitte.
39:57Danke.
39:58Ja, danke.
39:59So.
40:00Das ist für Sie.
40:02Gut.
40:04Auf unsere Jubiläare.
40:06Danke.
40:07Auf Sie.
40:08Zum Wohl.
40:09Zum Wohl.
40:10Zum Wohl.
40:10Herr Hofer, Herr Ortmann.
40:12Zum Wohl.
40:12Prost.
40:15Auf die schönsten zehn Jahre meines Lebens.
40:20Also, Frau Stocke.
40:22Moment, das ist mein Glas.
40:23Ach so, Entschuldigung.
40:27Denken Sie, was ich denke?
40:28Allerdings.
40:29Die haben die Gläser nur?
40:31Verwechselt.
40:33Wir müssen leider los.
40:34Was?
40:35Der Fallluft.
40:37Na.
40:37Ach, mir warst du jetzt.
40:38Ja.
40:52Ja, Leute.
40:54Ah, grüß Gott.
40:55Grüß Gott.
40:55Darf ich Ihnen was anbieten?
40:57Frische Venus-Fußhalle.
40:59Gucken wir nicht wieder stehen.
41:00Danke.
41:02Und?
41:03Haben Sie schon mal rausgekriegt?
41:05Ich fürchte, ja.
41:06Was soll das heißen, Sie fürchten?
41:08Wir müssen Sie leider bitten, mitzukommen.
41:10Soll das ein Witz sein?
41:11Nein, ganz und gar nicht.
41:13Sie glauben doch nicht im Ernst, dass ich meinen eigenen Vater vergifte?
41:15Das Gift war auch nicht für Ihren Vater bestimmt, sondern für Steffi Wolf.
41:19Ihr Vater hat nur das Glas verwechselt.
41:21Von Frau Wolfs Tod hätten Sie am meisten profitiert.
41:25Ein tragischer Zufall, nicht wahr?
41:28Wann hätte ich denn das Gift in das Glas tun sollen?
41:30Ich stand die ganze Zeit bei meinem Vater.
41:33Mein Mann kann das bezeugen.
41:34Sag doch mal was, Ivo.
41:36Was hast du denn?
41:38Du bist kurz weggegangen, gell?
41:42Ich habe das doch nur für uns getan.
41:44Ivo.
41:45Sie hätte alles geerbt.
41:47Alles, was dir zustand.
41:49Das Erbe?
41:50Das ist das Einzige, woran du gedacht hast?
41:52Hanna, es tut mir so leid.
41:56Hanna!
42:00Das verstehen Sie doch, oder?
42:02Nein, das verstehen wir nicht.
42:04Diese Steffi hätte doch alles geerbt.
42:07Herr Leiter, Sie sind vorläufig festgenommen.
42:10Gehen wir.
42:11Gehen wir.
42:15Jeheu.
42:17Godoin.
42:17Gott Prim.
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