00:06Der Alsergrund feiert seine Vielfalt und macht Kultur für alle leistbar.
00:11Im neu übernommenen Löblich-Theater fiel der Startschuss für die mittlerweile 14. Saison der Alsergrunder Kulturkarte.
00:19Ein Projekt, das zeigt, wie lebendig und solidarisch die Theaterszene im 9. Wiener Gemeindebezirk ist.
00:25Guten Morgen, mein Name ist Martin Möbel. Ich darf Sie sehr, sehr herzlich bei uns im neuen Löblich-Theater Alsergrund
00:32begrüßen.
00:33Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten wird bei der Kultur oft zuerst gespart.
00:37Die Alsergrunder Kulturkarte setzt hier ein klares Zeichen dagegen.
00:41Sie bringt hochkarätiges Programm direkt und niederschwellig zu den Menschen.
00:46Ich finde diese Alsergrunder Kulturkarte, das ist so ein Paradebeispiel für das Prinzip der Wiener Kulturpolitik,
00:52dass wir Kultur wirklich für alle zugänglich machen wollen.
00:58Bezug zum Bezirk?
01:00Ja, persönlichen Bezug. Ich bin extrem gerne am Alsergrund.
01:03Auch zur Bezirksversteherin. Ich bewundere Ihre Arbeit und den Einsatz für den Bezirk.
01:08Zur Kulturkarte, was kann man da sagen? Das ist ja, glaube ich, einzigartig. Soviel ich weiß, einzigartig in Wien.
01:13In der Form ist es einzigartig und ich finde es ein tolles Vorzeigeprojekt für die Stadt,
01:18wo sich ganz viele Bezirke vielleicht etwas abschauen können.
01:21Und der Alsergrund ist ein bisschen besonders, weil es doch so viele Theater auf kleinem Raum gibt.
01:26Aber dass es die Möglichkeit gibt, ist wirklich sensationell.
01:30Und so unterschiedliche Theater. Es ist wirklich für jeden Geschmack, glaube ich, etwas dabei.
01:34Von ganz groß bis relativ klein, von Drama bis Komödie, alles dabei.
01:40Und das mit der Alsergrunder Kulturkarte zu einem leistbaren Preis.
01:44Und niederschwellig.
01:45Super niederschwellig, weil gleich in der Wohnumgebung.
01:47Ja, alles klar. Na wunderbar. Dann sage ich recht herzlichen Dank.
01:51Und ich hoffe, wir sehen Sie irgendwann einmal in einem dortigen Theater.
01:53Ja, aber ganz sicher.
01:55Dankeschön.
01:56Dankeschön.
01:57Für Bezirksvorsteherin Saja Amat ist die Karte nicht nur ein Kulturangebot,
02:01sondern ein verbindendes Element im Grätzl.
02:04Der Alsergrund punktet mit einer dichten, vielfältigen Szene,
02:08fernab der großen Boulevards, aber mit enormer Qualität und Herzblut.
02:12Der größte Dank gilt allen Theatern, allen, die mitmachen, allen Theaterleitungen,
02:18unseren wunderbaren Kulturhäusern.
02:20Es sind ja recht viele.
02:22Ich weiß nicht, ob das alle wissen, aber wir haben ja vielleicht nicht das Broadway im Bezirk.
02:28Das ist dann doch eher Burgtheater und so weiter und so fort.
02:32Aber wir haben das Off-Broadway und das Off-Off-Broadway und es ist eh viel cooler.
02:38Das Prinzip ist denkbar einfach.
02:40Alle Haushalte im Bezirk erhalten die Kulturkarte kostenlos per Post.
02:44Ganz ohne Mitgliedsbeitrag können sich die Anwohner ihr eigenes Wunschprogramm zusammenstellen.
02:49Für Organisator Stefan Mras steht fest,
02:52die vielen kleineren Bühnen im Bezirk sind keine Konkurrenten,
02:55sondern ziehen an einem Strang.
02:57Die Alsergrund Kulturkarte ist ja nicht nur eine tolle Sache,
03:00sondern ich finde mittlerweile eine Tradition im Bezirk
03:03und deswegen freue ich mich sehr, dass wir jedes Jahr aufs Neue im September zusammenkommen
03:08und sozusagen die neue Saison eröffnen dürfen.
03:10Wir sind mittlerweile in der 14.
03:12Also es macht mich auch sehr stolz, dass wir so großartige Theater im Bezirk auch haben,
03:18die auch jedes Jahr aufs Neue mitmachen.
03:20Und der Stefan Mras, der das von Anfang an begleitet hat
03:25und in der Rolle des Koordinators hier auch eine große Unterstützung ist.
03:30Als Erfinder oder Initiator, je nachdem wie man es sagen will,
03:34da hast du selbst das Gefühl, oder merkst du das, dass das sehr gut angenommen wird?
03:38Das wird sehr gut angenommen, weil erstens einmal ist ja so eine Fülle an Kulturangebot.
03:44Das muss man mal wohl in einem Bezirk finden.
03:47Und das Zweite ist, dass schon viele Leute sich freuen,
03:51dass endlich wieder eine neue Kulturkarte kommt.
03:53Also das heißt, das wird wahnsinnig gut angenommen
03:56und wir sind eigentlich sehr zufrieden.
03:59Ich habe schon gehört, die im ersten Bezirk eifern, weil sie das nicht alles so haben.
04:03Größere, aber nicht so.
04:05Das ist richtig.
04:07Aber sehr gerne kann man sich Tipps bei uns holen, wie man das macht.
04:11Nein, aber es macht mich schon sehr stolz, dass wir diese Kulturkarte haben.
04:13Es ist nach wie vor einzigartig in Wien tatsächlich.
04:16Und ich bin jetzt, es ist wenige Wochen her, war ich im Gemeindebau unterwegs,
04:21wo schon die Gemeindebaubewohnerinnen, es waren zwei in dem Fall,
04:24Frau Vorsteherin, wann kommt die Kulturkarte?
04:26Wir haben uns nämlich schon angeschaut, was wir dann in welchem Theater anschauen wollen.
04:30Und da habe ich mir schon gedacht, das ist schon super,
04:32weil es geht auch um Bewohnerinnen eines Gemeindebaus.
04:36Es geht auch um Bewohnerinnen und Bewohner,
04:38die sich sonst die quasi teure Tickets nicht leisten könnten
04:42und die sonst sozusagen keinen Zugang zu Kunst und Kultur auch in Bezirk hätten.
04:46Und damit ermöglichen wir es auch ihnen.
04:48Und das ist gut so und das ist tatsächlich dann auch Lebensqualität.
04:51Kann man sagen, kostengünstig und niederschwellig.
04:54Kostengünstig, niederschwellig und wohnortnah.
04:57Ja, genau.
04:58Wobei natürlich dann nicht nur kleine, ohne das jetzt zu bewerten,
05:02kleine Theater dabei sind.
05:03Wir haben ja, ich glaube, die Volksoper ist dabei.
05:05Volksoper und das Volkstheater.
05:08Also man kann auch sehr gut große Bühnen frequentieren.
05:12Es sind auch Veranstaltungen vom WUG dabei,
05:15das ja auch eigentlich ein größeres Haus ist.
05:18Und für die Bewohner vom Allsagrund ist es ja so,
05:22nachdem es so viele verschiedene Geschmäcker gibt,
05:25können sie ihr eigenes Programm konfigurieren.
05:28Und sie werden auch diese Kulturkarte neugierig gemacht und gesagt,
05:32schauen wir mal ins Schubert-Theater zum Beispiel.
05:36Weil da steht Puppen-Theater, die Leute glauben, das ist für Kinder was.
05:40Und was die für großartige Sachen.
05:42Oder Bronzjörn-Grünberg.
05:43Das ist ein Wahnsinn, was die leisten.
05:45Und natürlich das Schauspielhaus sperrt ja dann ein paar Bienen wieder auf.
05:50Da gibt es auch großartige Sachen.
05:53Oder Experiment am Lichtenwert.
05:55Unbedingt einmal dorthin gehen.
05:56Das ist eines der ältesten Theater von Wien und sehr, sehr lebendig.
06:01Ich kann jetzt nur unseren Zuschauern sagen, unbedingt vorbeischauen.
06:04Und wenn es keine Bezirksbewohner sind, schaut es trotzdem in die Theater.
06:09Für mich ist das wirklich das schönste Off-Broadway, was es überhaupt gibt.
06:13Und einfach herschauen, ein Theater aufsuchen.
06:15Und es zahlt sich auf jeden Fall aus, würde ich sagen, oder?
06:17Absolut.
06:18Es zahlt sich auf jeden Fall aus.
06:19Das Programm ist sehr vielfältig von all unseren Häusern.
06:22Der Stefan hat es schon gesagt.
06:24Und da kann man sich ganz viel aussuchen.
06:27Und es ist für jeden Geschmack etwas dabei.
06:29Wunderbar.
06:30Und der 9. Bezirk ist sowieso was Tolles.
06:33Also dort zu strandeln, herumzugehen, das zahlt sich auf jeden Fall aus.
06:37Absolut.
06:38Und frei nach Fakasch kann man nur sagen, schauen Sie sich das an.
06:42Ja, wir sind hier in einer Location, das kenne ich aus einem anderen Namen heraus.
06:47Neuer Name, neuer Stil?
06:51Ein bisschen neuer Stil auch.
06:53Ja, wir sind hier im Löblich Theater Alsergrund.
06:56Das ist der Ort, wo früher das Theater Alsergrund war.
07:00Wir haben jetzt am 11. September neu eröffnet.
07:04Wir bleiben an diesem Ort im Kern ein Kabarett-Comedy-Stand-Up.
07:12Eine Kabarett-Comedy-Stand-Up-Bühne, die zum einen sehr etablierte Künstlerinnen haben wird.
07:21Also es wird die Malerina bei uns sein.
07:23Es wird der Klaus Eccl bei uns sein.
07:26Und zum anderen aber soll dieser Glanz sozusagen von den ganz Großen auch auf die Jungen sich niederschlagen.
07:35Und da freuen wir uns sehr, dass wir auch den Charakter einer Nachwuchsbühne für Kabarett-Comedy behalten und erhalten wollen.
07:44Wir haben aber gesagt, das ganze Genre Kabarett-Comedy ist in Wien so wichtig.
07:49Und das ist eigentlich eine tragende Säule.
07:53Dass wir gesagt haben, Kleinkunst ist aber mehr.
07:56Und Kleinkunst ist auch Literatur.
07:58Kleinkunst ist auch Impro-Theater.
08:00Das hat uns jeden Montag den Impro-Montag.
08:03Kleinkunst ist auch Musik.
08:06Es wird Salonkonzerte bei uns geben.
08:07Es gibt Salonkonzerte bei uns.
08:10Und wir sind offen für jegliche Art von Schabernack und für Crossover, hat man früher gesagt.
08:17Also wenn immer verrückte Ideen da sind, dann sind wir der richtige Ort dafür.
08:23Unbedingt an euch wenden natürlich.
08:25Sehr gerne.
08:25Sehr gerne uns immer wieder kontaktieren.
08:27Wir haben zum Beispiel die Petra Hartlieb, großartige Buchhändlerin und gleichzeitig Autorin.
08:32Die hat jetzt ihre eigene Literaturshow bei uns.
08:34Die heißt Undercover.
08:35Das ist unsere erste Eigenproduktion sozusagen.
08:38Wir haben noch einiges anderes auch vor.
08:42Und ganz wichtig ist uns, dass sie die Menschen bei uns wohlfühlen.
08:46Und dazu zählt natürlich in erster Linie auch das Publikum.
08:49Absolut.
08:50Also wenn ich es richtig verstanden habe, wird es auch Lesungen geben?
08:53Es gibt auch Lesungen, beziehungsweise es gibt die Literaturshow und es gibt auch Lesungen.
08:58Wunderbar.
08:59Schön, dass es diese Location gibt.
09:01Es ist immer Gefahr, wenn ein Theater wechselt, den Besitzer wechselt oder zusperrt,
09:05dass er dann nicht mehr aufsperrt.
09:06Und das ist da Gott sei Dank nicht.
09:07Ja, die Chrissi Bersazzi und ich, die wir das gemeinsam führen hier, haben das letztes Jahr erfahren,
09:13dass das Theater am Halsergrund zusperren wird.
09:16Und dann gab es so viele Stimmen, auch aus der Szene, die gesagt haben, das geht eigentlich nicht.
09:23Und dann war es für uns irgendwie klar, okay, also dieses schöne Ding hier muss am Leben bleiben.
09:32Kann ich nur unseren Zuschauern sagen, also Freunde des Kabarets, der Stand-up-Comedy,
09:38aber vor allem das Große Ohr, wie ich es richtig verstanden habe, einfach einmal vorbeischauen,
09:42reinschauen auf die Webseite und vielleicht ist das eine oder andere dabei.
09:49Ein besonderes Highlight der Präsentation, die Einlage des Schubert-Theaters,
09:54das in dieser Saison sein 20-jähriges Bestehen feiert.
09:57Mit einem Ausschnitt aus dem neuen Stück, die fast wahre Geschichte des Victor Lustig,
10:02gaben sie einen Vorgeschmack auf die kommende Spielzeit.
10:06Ich gebe dir zwei Monate, mehr brauche ich nicht zu haben.
10:09Und solltest du verschwinden, dann werden ihre Männer mich finden.
10:15Ganz genau.
10:17Dann wäre Flucht eine schlechte Investition.
10:23Graf.
10:25Enttäusch mich nicht.
10:28Ich enttäusche niemals meine Kunden, Mr. Capone.
10:30Johnny, gib dem Mann 50.000.
10:43Mit einem gemeinsamen Gruppenfoto und angeregtem Austausch klang die Pressekonferenz aus.
10:49Die Vertretung der Bezirkspolitik und die Theatermacher blicken voller Vorfreude
10:54auf eine erfolgreiche Spielzeit 2026-27.
11:00Ich weiß, es sieht gut aus.
11:02Entschmer Prot