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Kultur für alle, ohne Anmeldung und ohne Mitgliedsbeitrag: Die Alsergrunder Kulturcard geht in ihre 14. Saison. Im neu übernommenen Löblich-Theater haben Bezirksvorsteherin Saya Ahmad, Gemeinderätin Katharina Weninger und die Theaterleitungen des Bezirks das Programm für 2026/27 präsentiert. Jeder Haushalt am Alsergrund bekommt die Karte per Post und kann damit vergünstigt die vielen kleinen Bühnen im Neunten besuchen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten soll Kunst so leistbar und nah bleiben. Mit dabei ist auch das Schubert Theater, das heuer 20 Jahre feiert. Am 2. Oktober bringt es „Die fast wahre Geschichte des Viktor Lustig“ auf die Bühne, über den Hochstapler, der den Eiffelturm zweimal verkauft hat.
Transkript
00:06Der Alsergrund feiert seine Vielfalt und macht Kultur für alle leistbar.
00:11Im neu übernommenen Löblich-Theater fiel der Startschuss für die mittlerweile 14. Saison der Alsergrunder Kulturkarte.
00:19Ein Projekt, das zeigt, wie lebendig und solidarisch die Theaterszene im 9. Wiener Gemeindebezirk ist.
00:25Guten Morgen, mein Name ist Martin Möbel. Ich darf Sie sehr, sehr herzlich bei uns im neuen Löblich-Theater Alsergrund
00:32begrüßen.
00:33Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten wird bei der Kultur oft zuerst gespart.
00:37Die Alsergrunder Kulturkarte setzt hier ein klares Zeichen dagegen.
00:41Sie bringt hochkarätiges Programm direkt und niederschwellig zu den Menschen.
00:46Ich finde diese Alsergrunder Kulturkarte, das ist so ein Paradebeispiel für das Prinzip der Wiener Kulturpolitik,
00:52dass wir Kultur wirklich für alle zugänglich machen wollen.
00:58Bezug zum Bezirk?
01:00Ja, persönlichen Bezug. Ich bin extrem gerne am Alsergrund.
01:03Auch zur Bezirksversteherin. Ich bewundere Ihre Arbeit und den Einsatz für den Bezirk.
01:08Zur Kulturkarte, was kann man da sagen? Das ist ja, glaube ich, einzigartig. Soviel ich weiß, einzigartig in Wien.
01:13In der Form ist es einzigartig und ich finde es ein tolles Vorzeigeprojekt für die Stadt,
01:18wo sich ganz viele Bezirke vielleicht etwas abschauen können.
01:21Und der Alsergrund ist ein bisschen besonders, weil es doch so viele Theater auf kleinem Raum gibt.
01:26Aber dass es die Möglichkeit gibt, ist wirklich sensationell.
01:30Und so unterschiedliche Theater. Es ist wirklich für jeden Geschmack, glaube ich, etwas dabei.
01:34Von ganz groß bis relativ klein, von Drama bis Komödie, alles dabei.
01:40Und das mit der Alsergrunder Kulturkarte zu einem leistbaren Preis.
01:44Und niederschwellig.
01:45Super niederschwellig, weil gleich in der Wohnumgebung.
01:47Ja, alles klar. Na wunderbar. Dann sage ich recht herzlichen Dank.
01:51Und ich hoffe, wir sehen Sie irgendwann einmal in einem dortigen Theater.
01:53Ja, aber ganz sicher.
01:55Dankeschön.
01:56Dankeschön.
01:57Für Bezirksvorsteherin Saja Amat ist die Karte nicht nur ein Kulturangebot,
02:01sondern ein verbindendes Element im Grätzl.
02:04Der Alsergrund punktet mit einer dichten, vielfältigen Szene,
02:08fernab der großen Boulevards, aber mit enormer Qualität und Herzblut.
02:12Der größte Dank gilt allen Theatern, allen, die mitmachen, allen Theaterleitungen,
02:18unseren wunderbaren Kulturhäusern.
02:20Es sind ja recht viele.
02:22Ich weiß nicht, ob das alle wissen, aber wir haben ja vielleicht nicht das Broadway im Bezirk.
02:28Das ist dann doch eher Burgtheater und so weiter und so fort.
02:32Aber wir haben das Off-Broadway und das Off-Off-Broadway und es ist eh viel cooler.
02:38Das Prinzip ist denkbar einfach.
02:40Alle Haushalte im Bezirk erhalten die Kulturkarte kostenlos per Post.
02:44Ganz ohne Mitgliedsbeitrag können sich die Anwohner ihr eigenes Wunschprogramm zusammenstellen.
02:49Für Organisator Stefan Mras steht fest,
02:52die vielen kleineren Bühnen im Bezirk sind keine Konkurrenten,
02:55sondern ziehen an einem Strang.
02:57Die Alsergrund Kulturkarte ist ja nicht nur eine tolle Sache,
03:00sondern ich finde mittlerweile eine Tradition im Bezirk
03:03und deswegen freue ich mich sehr, dass wir jedes Jahr aufs Neue im September zusammenkommen
03:08und sozusagen die neue Saison eröffnen dürfen.
03:10Wir sind mittlerweile in der 14.
03:12Also es macht mich auch sehr stolz, dass wir so großartige Theater im Bezirk auch haben,
03:18die auch jedes Jahr aufs Neue mitmachen.
03:20Und der Stefan Mras, der das von Anfang an begleitet hat
03:25und in der Rolle des Koordinators hier auch eine große Unterstützung ist.
03:30Als Erfinder oder Initiator, je nachdem wie man es sagen will,
03:34da hast du selbst das Gefühl, oder merkst du das, dass das sehr gut angenommen wird?
03:38Das wird sehr gut angenommen, weil erstens einmal ist ja so eine Fülle an Kulturangebot.
03:44Das muss man mal wohl in einem Bezirk finden.
03:47Und das Zweite ist, dass schon viele Leute sich freuen,
03:51dass endlich wieder eine neue Kulturkarte kommt.
03:53Also das heißt, das wird wahnsinnig gut angenommen
03:56und wir sind eigentlich sehr zufrieden.
03:59Ich habe schon gehört, die im ersten Bezirk eifern, weil sie das nicht alles so haben.
04:03Größere, aber nicht so.
04:05Das ist richtig.
04:07Aber sehr gerne kann man sich Tipps bei uns holen, wie man das macht.
04:11Nein, aber es macht mich schon sehr stolz, dass wir diese Kulturkarte haben.
04:13Es ist nach wie vor einzigartig in Wien tatsächlich.
04:16Und ich bin jetzt, es ist wenige Wochen her, war ich im Gemeindebau unterwegs,
04:21wo schon die Gemeindebaubewohnerinnen, es waren zwei in dem Fall,
04:24Frau Vorsteherin, wann kommt die Kulturkarte?
04:26Wir haben uns nämlich schon angeschaut, was wir dann in welchem Theater anschauen wollen.
04:30Und da habe ich mir schon gedacht, das ist schon super,
04:32weil es geht auch um Bewohnerinnen eines Gemeindebaus.
04:36Es geht auch um Bewohnerinnen und Bewohner,
04:38die sich sonst die quasi teure Tickets nicht leisten könnten
04:42und die sonst sozusagen keinen Zugang zu Kunst und Kultur auch in Bezirk hätten.
04:46Und damit ermöglichen wir es auch ihnen.
04:48Und das ist gut so und das ist tatsächlich dann auch Lebensqualität.
04:51Kann man sagen, kostengünstig und niederschwellig.
04:54Kostengünstig, niederschwellig und wohnortnah.
04:57Ja, genau.
04:58Wobei natürlich dann nicht nur kleine, ohne das jetzt zu bewerten,
05:02kleine Theater dabei sind.
05:03Wir haben ja, ich glaube, die Volksoper ist dabei.
05:05Volksoper und das Volkstheater.
05:08Also man kann auch sehr gut große Bühnen frequentieren.
05:12Es sind auch Veranstaltungen vom WUG dabei,
05:15das ja auch eigentlich ein größeres Haus ist.
05:18Und für die Bewohner vom Allsagrund ist es ja so,
05:22nachdem es so viele verschiedene Geschmäcker gibt,
05:25können sie ihr eigenes Programm konfigurieren.
05:28Und sie werden auch diese Kulturkarte neugierig gemacht und gesagt,
05:32schauen wir mal ins Schubert-Theater zum Beispiel.
05:36Weil da steht Puppen-Theater, die Leute glauben, das ist für Kinder was.
05:40Und was die für großartige Sachen.
05:42Oder Bronzjörn-Grünberg.
05:43Das ist ein Wahnsinn, was die leisten.
05:45Und natürlich das Schauspielhaus sperrt ja dann ein paar Bienen wieder auf.
05:50Da gibt es auch großartige Sachen.
05:53Oder Experiment am Lichtenwert.
05:55Unbedingt einmal dorthin gehen.
05:56Das ist eines der ältesten Theater von Wien und sehr, sehr lebendig.
06:01Ich kann jetzt nur unseren Zuschauern sagen, unbedingt vorbeischauen.
06:04Und wenn es keine Bezirksbewohner sind, schaut es trotzdem in die Theater.
06:09Für mich ist das wirklich das schönste Off-Broadway, was es überhaupt gibt.
06:13Und einfach herschauen, ein Theater aufsuchen.
06:15Und es zahlt sich auf jeden Fall aus, würde ich sagen, oder?
06:17Absolut.
06:18Es zahlt sich auf jeden Fall aus.
06:19Das Programm ist sehr vielfältig von all unseren Häusern.
06:22Der Stefan hat es schon gesagt.
06:24Und da kann man sich ganz viel aussuchen.
06:27Und es ist für jeden Geschmack etwas dabei.
06:29Wunderbar.
06:30Und der 9. Bezirk ist sowieso was Tolles.
06:33Also dort zu strandeln, herumzugehen, das zahlt sich auf jeden Fall aus.
06:37Absolut.
06:38Und frei nach Fakasch kann man nur sagen, schauen Sie sich das an.
06:42Ja, wir sind hier in einer Location, das kenne ich aus einem anderen Namen heraus.
06:47Neuer Name, neuer Stil?
06:51Ein bisschen neuer Stil auch.
06:53Ja, wir sind hier im Löblich Theater Alsergrund.
06:56Das ist der Ort, wo früher das Theater Alsergrund war.
07:00Wir haben jetzt am 11. September neu eröffnet.
07:04Wir bleiben an diesem Ort im Kern ein Kabarett-Comedy-Stand-Up.
07:12Eine Kabarett-Comedy-Stand-Up-Bühne, die zum einen sehr etablierte Künstlerinnen haben wird.
07:21Also es wird die Malerina bei uns sein.
07:23Es wird der Klaus Eccl bei uns sein.
07:26Und zum anderen aber soll dieser Glanz sozusagen von den ganz Großen auch auf die Jungen sich niederschlagen.
07:35Und da freuen wir uns sehr, dass wir auch den Charakter einer Nachwuchsbühne für Kabarett-Comedy behalten und erhalten wollen.
07:44Wir haben aber gesagt, das ganze Genre Kabarett-Comedy ist in Wien so wichtig.
07:49Und das ist eigentlich eine tragende Säule.
07:53Dass wir gesagt haben, Kleinkunst ist aber mehr.
07:56Und Kleinkunst ist auch Literatur.
07:58Kleinkunst ist auch Impro-Theater.
08:00Das hat uns jeden Montag den Impro-Montag.
08:03Kleinkunst ist auch Musik.
08:06Es wird Salonkonzerte bei uns geben.
08:07Es gibt Salonkonzerte bei uns.
08:10Und wir sind offen für jegliche Art von Schabernack und für Crossover, hat man früher gesagt.
08:17Also wenn immer verrückte Ideen da sind, dann sind wir der richtige Ort dafür.
08:23Unbedingt an euch wenden natürlich.
08:25Sehr gerne.
08:25Sehr gerne uns immer wieder kontaktieren.
08:27Wir haben zum Beispiel die Petra Hartlieb, großartige Buchhändlerin und gleichzeitig Autorin.
08:32Die hat jetzt ihre eigene Literaturshow bei uns.
08:34Die heißt Undercover.
08:35Das ist unsere erste Eigenproduktion sozusagen.
08:38Wir haben noch einiges anderes auch vor.
08:42Und ganz wichtig ist uns, dass sie die Menschen bei uns wohlfühlen.
08:46Und dazu zählt natürlich in erster Linie auch das Publikum.
08:49Absolut.
08:50Also wenn ich es richtig verstanden habe, wird es auch Lesungen geben?
08:53Es gibt auch Lesungen, beziehungsweise es gibt die Literaturshow und es gibt auch Lesungen.
08:58Wunderbar.
08:59Schön, dass es diese Location gibt.
09:01Es ist immer Gefahr, wenn ein Theater wechselt, den Besitzer wechselt oder zusperrt,
09:05dass er dann nicht mehr aufsperrt.
09:06Und das ist da Gott sei Dank nicht.
09:07Ja, die Chrissi Bersazzi und ich, die wir das gemeinsam führen hier, haben das letztes Jahr erfahren,
09:13dass das Theater am Halsergrund zusperren wird.
09:16Und dann gab es so viele Stimmen, auch aus der Szene, die gesagt haben, das geht eigentlich nicht.
09:23Und dann war es für uns irgendwie klar, okay, also dieses schöne Ding hier muss am Leben bleiben.
09:32Kann ich nur unseren Zuschauern sagen, also Freunde des Kabarets, der Stand-up-Comedy,
09:38aber vor allem das Große Ohr, wie ich es richtig verstanden habe, einfach einmal vorbeischauen,
09:42reinschauen auf die Webseite und vielleicht ist das eine oder andere dabei.
09:49Ein besonderes Highlight der Präsentation, die Einlage des Schubert-Theaters,
09:54das in dieser Saison sein 20-jähriges Bestehen feiert.
09:57Mit einem Ausschnitt aus dem neuen Stück, die fast wahre Geschichte des Victor Lustig,
10:02gaben sie einen Vorgeschmack auf die kommende Spielzeit.
10:06Ich gebe dir zwei Monate, mehr brauche ich nicht zu haben.
10:09Und solltest du verschwinden, dann werden ihre Männer mich finden.
10:15Ganz genau.
10:17Dann wäre Flucht eine schlechte Investition.
10:23Graf.
10:25Enttäusch mich nicht.
10:28Ich enttäusche niemals meine Kunden, Mr. Capone.
10:30Johnny, gib dem Mann 50.000.
10:43Mit einem gemeinsamen Gruppenfoto und angeregtem Austausch klang die Pressekonferenz aus.
10:49Die Vertretung der Bezirkspolitik und die Theatermacher blicken voller Vorfreude
10:54auf eine erfolgreiche Spielzeit 2026-27.
11:00Ich weiß, es sieht gut aus.
11:02Entschmer Prot

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