Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 6 Tagen
Abenteuer, Antike ,Mythologie

Kategorie

📺
TV
Transkript
00:01Der Schatz des mächtigen Aztekenkönigs Montezuma.
00:08Als die spanischen Eroberer einfielen, verschwand der märchenhafte Reichtum ohne jede Spur.
00:16Der Legende nach wurde der Goldschatz weit nach Norden ins sagenumwobene Astlan gebracht.
00:24Die Suche danach begann mit einem Goldschürfer, der diesen in der Nähe einer kleinen amerikanischen Stadt vermutete.
00:33Es ist hier. Montezumas Gold ist hier irgendwo vergraben.
00:38Ihm folgten andere, die nach dem Schatz suchten.
00:41Sie sahen gespenstische Erscheinungen.
00:44Haben sie eine Armee von Aztekenkriegern erweckt?
00:49Manche verloren dabei ihr Leben.
00:52Und so den Fluch des schrecklichen Montezuma auf die Stadt gezogen?
00:59Es gibt einen Fluch, der verhindert, dass der Schatz gefunden wird.
01:11Die Suche begann vor 100 Jahren.
01:14Im Sommer 1914 fuhr ein alter Goldsucher mit seinem Fahrrad durch den Johnson Canyon in Utah im Südwesten der USA.
01:25Sein Name war Freddy Crystal und sein Ziel war ein Ort namens Canap.
01:34Ich denke, die Leute in Canap hielten Freddy für verrückt. Er sah auch entsprechend aus.
01:39Wirres Haar, wilder Blick, unrasiert. Solche Menschen sah man hier nicht oft.
01:47Und was er erzählte, war noch ungewöhnlicher.
01:50Er behauptete, der Schatz von Montezuma sei in der Umgebung vergraben.
01:54Und wer ihm bei der Suche helfe, bekomme einen Anteil.
02:02Solche Geschichten waren den bodenständigen Bewohnern fremd.
02:12Die meisten Menschen in Canap waren Mormonen.
02:14Es waren typische Kleinstadtbewohner, die ein einfaches Leben führten.
02:19Sie betrieben Landwirtschaft und Viehzucht.
02:22Oder hatten einen kleinen Laden.
02:28Canap war ein kleines Bauerndorf.
02:30Die Menschen lebten dort von dem, was sie der Erde abgewinnen konnten.
02:34Sie wollten nichts mit ihm oder dem Schatz zu tun haben.
02:46Freddy konnte nicht verstehen, wie einer der größten Schätze der Welt diesen Leuten einfach egal sein konnte.
02:56Als die Spanier den Schatz lange Zeit zuvor das erste Mal sahen, standen sie ehrfürchtig vor den Kostbarkeiten aus Jade,
03:03Türkis, Silber und Gold.
03:11Freddy Crystal war überzeugt, dass sie den Schatz ins südliche Juta gebracht hatten.
03:19Er war sich absolut sicher, denn die Geschichte des Goldes war ihm als Vision erschienen.
03:30Bevor Freddy nach Canap kam, war er Goldschürfer in Idaho.
03:35Er arbeitete dort in einer Mine und wurde eines Tages von einem Stemmeisen am Kopf getroffen.
03:41Dies verursachte ein Erlebnis, das man als Vision bezeichnen könnte.
03:47Freddy sah eine große Anzahl von Aztekenkriegern, die einen langen Sklavenzug führten.
03:58Sie gingen nach Norden, überquerten den Rio Grande und kamen ins Gebiet des heutigen Texas.
04:06Dann ging es weiter nach New Mexico und Arizona, wo sie schließlich den Colorado River erreichten.
04:17Die Azteken zogen mit den Sklaven weiter ins südliche Juta.
04:22Doch hier begann die Vision plötzlich zu verblassen.
04:30Sklaven und Azteken verschwanden.
04:42Dann tauchte ein Bild auf, das nur langsam Konturen annahm.
04:48Es sah aus wie eine alte Felsritzung, eine sogenannte Petroglyphe.
04:56Freddy war verwirrt.
04:59Warum hatte er diese Krieger gesehen, die einen Sklavenzug tausende Kilometer vom Aztekenland ins heutige Juta trieben?
05:13Er beschloss, so viel wie möglich über die Geschichte der Azteken herauszufinden.
05:20Seine Lektüre führte ihn zu den Ereignissen rund um den Untergang des einst mächtigen Aztekenreichs.
05:31Obwohl die Azteken für Grausamkeit und Menschenopfer berüchtigt waren, hießen sie den spanischen Konquistador Hernán Cortés zunächst willkommen.
05:46Der Zeitpunkt seiner Ankunft hätte nicht günstiger sein können.
05:52Eine Prophezeiung sprach von einem weißen Gott, der 1519 erscheinen sollte. Und hier war er.
06:02Der Spanier wollte Gold sehen. Und die eifrigen Azteken führten ihren neuen Gott geradewegs zur Schatzkammer.
06:12Die Eroberer waren sprachlos. Alle Schätze der Welt schienen in diesem einen Raum aufgehäuft zu liegen.
06:26Als die unvermeidlichen Kämpfe ausbrachen, töteten die Spanier Montezuma und stürmten seine Schatzkammer.
06:34Aber die Gewölbe waren leer. Der Schatz war fort.
06:44In späteren Berichten las Freddy, der Schatz sei nach Norden geschafft worden. In das Land Astlan.
06:52Die sagenhafte Urheimat der Azteken, die man im Südwesten der heutigen USA vermutet.
07:01Der Legende nach wurden die Azteken-Krieger zusammen mit dem Schatz in einer Höhle eingeschlossen.
07:07Um das Gold des Königs gegen jeden Eindringling zu verteidigen.
07:16Nun verstand Freddy endlich, was seine Vision bedeutete.
07:23Er war sich sicher, die Armee der Sklaven gesehen zu haben, die den Schatz nach Norden zum Colorado River trug.
07:33An dieser Stelle war die Vision verblasst.
07:36Doch er hatte noch einen Wegweiser.
07:39Und Freddy war überzeugt, dass er die Stelle markierte, an der das Gold von Montezuma verborgen lag.
07:49Er hatte einen einzigen Anhaltspunkt, eine Petroglyphe, die in eine rote Felswand geritzt war.
07:58Im Südwesten Amerikas gibt es jedoch zahllose rote Canyons, die mit tausenden von Petroglyphen bedeckt sind.
08:07In dieser endlosen Wildnis eine bestimmte Petroglyphe zu finden, schien Freddy unmöglich.
08:15Er stand vor einer unlösbaren Aufgabe.
08:26Nach einigen Monaten hatte Freddy die Hoffnung auf den Schatz beinahe aufgegeben.
08:34Doch eines Abends warf er einen Blick in die örtliche Zeitung und stieß auf einen Artikel über einen Mormonenältesten namens
08:43Levi E. Young.
08:49Er war wegen kirchlicher Angelegenheiten nach Knapp gereist und hatte nebenbei ein paar Fotos von der großartigen Landschaft in der
08:56Umgebung aufgenommen.
09:02Es war eines dieser Fotos, das Freddys Aufmerksamkeit erregte. Er hatte keinen Zweifel.
09:10Vor ihm lag das Bild, das er in seiner Vision gesehen hatte.
09:19Und dank Levi Young wusste er nun, wo es sich befand. Auf einer Felswand in der Nähe des Städtchens Knapp.
09:33Freddy sprang auf sein Fahrrad und fuhr rund 500 Kilometer nach Süden. Er war sich sicher, dem verlorenen Schatz endlich
09:42auf der Spur zu sein.
09:48Doch Freddys blinder Glaube an seine Sache stieß bei den frommen Mormonen auf taube Ohren.
09:56Die meisten Bewohner von Knapp ließen ihn links liegen. Der einzige, der sich auf ihn einließ, war ein Mann namens
10:02Oscar Robinson.
10:04Er besaß eine Ranch und willigte ein, Freddy bei sich aufzunehmen.
10:10Oscar Robinson gewährte Freddy freie Unterkunft und Verpflegung.
10:16Es war eine Cowboy Ranch. Oscar Robinson hatte einen kleinen Viehbestand aus Schafen und Rindern.
10:22Er unterstützte Freddy und gab ihm, was er brauchte.
10:28Die anderen Farmer hielten Freddy für einen Schmarotzer und mochten ihn nicht besonders. Er war schließlich nur wegen des Goldes
10:35hier.
10:38Freddy hatte Glück. Die Robinson Ranch lag mitten in den Canyons von Knapp.
10:45Sie war der perfekte Ausgangspunkt, um auf Petroglyphenjagd zu gehen.
10:53Jeden Tag brach er frühmorgens auf, um die ausgedehnten Canyons, die sich meilenweit um Knapp erstreckten, Meter für Meter abzusuchen.
11:04Für einen einzelnen Menschen schien es geradezu unmöglich, die gesuchte Stelle zu finden.
11:16Doch nicht für Freddy. Er hatte ein Ziel vor Augen. Und er folgte seiner Vision.
11:24Zwei Jahre lang suchte er in den Felsen, während die Farmer auf der Robinson Ranch sich über ihn lustig machten
11:29und ihm sagten, er sei verrückt.
11:33Jedem, der sich noch mit ihm abgab, zeigte Freddy unermüdlich das Foto aus der Zeitung.
11:39Und so gab es 1916 endlich gute Neuigkeiten.
11:46Ein Mann hatte die Felsritzung gesehen, die Freddy für die Markierung der Schatzhöhle hielt.
11:52Er konnte es kaum fassen, dass er die Stelle offenbar übersehen hatte.
11:56Sie lag nur drei Kilometer von der Ranch entfernt.
12:00Doch dann wurde ihm alles klar.
12:04Man erzählte ihm, dass die Felsritzung weggesprengt worden war.
12:10Ein Farmer hatte den Plan gehabt, sich unter dem Fels ein Heulager zu bauen.
12:19Dabei hatte er versehentlich Freddys entscheidenden Wegweiser zu Montezumas Gold in ein Häufchen Sand verwandelt.
12:29Freddy konnte diese Neuigkeit anscheinend nicht verkraften. Er verschwand so plötzlich, wie er aufgetaucht war.
12:37Die Menschen von Knapp glaubten, sie würden den Mann mit dem wilden Blick und den Geschichten über verlorene Schätze nie
12:43wiedersehen.
12:53Doch dann, 1922, sah man eine vertraute Gestalt durch den Johnson Canyon fahren.
13:01Die Überraschung war groß, als Freddy sechs Jahre später zurückkehrte.
13:06Er ging sofort zur Robinson Ranch, denn er hatte großartige Neuigkeiten für seinen alten Freund Oscar.
13:14Er hatte die letzten sechs Jahre in Mexiko verbracht und eine Karte gefunden.
13:22Nachdem die Felsritzung zerstört war, hatte Freddy sich seine Vision in Erinnerung gerufen.
13:30Er hatte den Sklavenzug von einer Stadt aufbrechen sehen und wusste nun, dass es Tenochtitlan sein musste, die Hauptstadt des
13:39Aztekenreichs.
13:43Die Spanier hatten in ihrem Zorn die Aztekenstadt dem Erdboden gleichgemacht und als Mexikostadt neu aufgebaut.
13:55Freddy reiste in die Stadt, wo ihm ein fantastisches Gerücht zu Ohren kam.
14:01Es hieß, einer der Azteken, die in die Hände der Spanier gerieten, habe eine Karte bei sich gehabt, die den
14:08Standort des Schatzes offenbarte.
14:21Im Chaos der blutigen spanischen Eroberung war die wertvolle Karte verloren gegangen.
14:28Freddy fand heraus, dass die Aufzeichnungen aus jener Zeit im Keller eines Klosters aufbewahrt wurden.
14:35Also kletterte er nachts über die Mauer und brach in das Kloster ein.
14:47Und er fand tatsächlich, wonach er suchte.
15:04Die Karte stellte ein Gebiet dar. Sie zeigte eine Felswand, vor der eine Art Sumpf lag.
15:09Und um sie herum ragten sieben Berge auf.
15:16Die Felsen und der Sumpf erinnerten Freddy an den Johnson Canyon.
15:23Doch die Karte enthielt ein Detail, das er auf seinen Erkundungen nie gesehen hatte. Eine Treppe, die nach oben führte.
15:31Freddy war sich sicher. Der Schatz musste am Ende der Treppe hinter dem Eingang versteckt liegen.
15:38Dank der Karte begannen nun einige der jüngeren Cowboys, sich für seine Geschichte zu interessieren.
15:46Alvin Judd, Oscar Robinsons 16-jähriger Schwiegersohn, war besonders fasziniert.
15:53Mit seinem Freund Cowhide Adams begleitete er Freddy, wann immer er konnte.
16:01Freddy erzählte den beiden, dass sie am Ende der Treppe eine mit Mörtel versiegelte Höhle finden würden.
16:10Und dahinter würden die Geister der Aztekenkrieger den Schatz bewachen.
16:19Doch die meiste Zeit war Freddy allein unterwegs und suchte in den Canyons nach dem Aussichtspunkt über die sieben Berge.
16:28Dann, zu Thanksgiving im Jahr 1922, blickte Freddy zum Horizont und blieb abrupt stehen.
16:37Er holte seine Karte hervor und …
16:39An diesem Tag fand er die perfekte Übereinstimmung. Es war alles da. Die sieben Berge, die Felswand und der Sumpf
16:47davor. Alles war wie auf der Karte.
16:49Freddy konnte es kaum fassen. Nach all den Strapazen hatte er es geschafft.
17:03Gemeinsam mit den jungen Cowboys Alvin Judd und Cowhide Adams eilte er zu der Felswand, in der er die Schatzhöhle
17:10zu finden hoffte.
17:13Freddy suchte den Canyons nach einer Treppe ab, die in den Stein gehauen war.
17:20Sie fanden die Felswand und entdeckten auch die steinerne Treppe, die nach oben führte.
17:27Freddy stürmte voraus und ließ die beiden Jungs weit hinter sich.
17:32Er war begeistert. Gleich würde er vor dem Gold stehen.
17:36Er suchte nach einer Auffälligkeit im Fels. Nach irgendetwas, das ungewöhnlich aussah.
17:44Als sie oben ankamen, hielten sie Ausschau nach einer Höhle im Fels.
17:49Doch es war nichts zu sehen, außer einer kleinen Vertiefung.
17:54Doch Freddy schien einen sechsten Sinn zu haben. Er wusste, dass dieser Ort etwas Besonderes war.
18:02Er holte einfach sein Taschenmesser hervor.
18:07Sie begannen, an Ort und Stelle zu graben, mit Taschenmessern, mit den Händen, mit allem, was sie zur Verfügung hatten.
18:14Und unter der sandigen Oberfläche stießen sie auf etwas Hartes.
18:18Es sah aus wie Mörtel und Steine.
18:21Der Mörtel bestand aus Kalkstein, der im Johnson Canyon nicht vorkommt.
18:28Das nächste Vorkommen ist über 30 Kilometer entfernt.
18:32Jemand musste ihn also mitgebracht haben, um die Wand zu bauen. Und wer, wenn nicht die Azteken?
18:39Und dann durchbrachen sie die Wand.
18:43Und sie dachten, jetzt ist es soweit.
18:47Freddy wies die beiden Jungs an, zurückzubleiben, während er die Höhle untersuchte.
18:53Denn es hieß, dass der Schatz von den Geistern der toten Aztekenkrieger bewacht wurde.
18:59Freddy tastete sich durch die sandige Höhle.
19:06Dann, plötzlich…
19:09Eine Sprengfalle explodierte und ein Felsbrocken rollte auf sein Bein, sodass er sich nicht mehr bewegen konnte.
19:16War dies der Fluch von Montezuma?
19:19Freddy rief verzweifelt um Hilfe.
19:21Erwin Judd eilte sofort herbei.
19:25Wäre er allein gewesen, hätte er in der Höhle umkommen können.
19:31Von Aztekenkriegern war nichts zu sehen.
19:34Doch die drei waren beunruhigt.
19:37Was, wenn in der Höhle noch weitere Fallen lauerten?
19:42Die Begeisterung flaute ab.
19:45Die Begegnung mit dem Tod brachte die drei Schatzsucher zurück auf den Boden der Realität.
19:51Es war einfach zu gefährlich.
19:54Also beschlossen sie in der Stadt von ihrer Entdeckung zu erzählen und nach Mitstreitern zu suchen.
20:02Freddy eilte zurück nach Kenab.
20:04Er konnte es kaum erwarten, allen zu erzählen, wie nah er an Montezumas Schatz dran war.
20:10Doch er brauchte Hilfe, und das in großer Zahl.
20:14Endlich überzeugt, dass Freddys Geschichte wahr sein könnte, waren nun alle bereit, beim Ausgraben des Schatzes zu helfen und die
20:21Beute aufzuteilen.
20:24Es war die Art und Weise, wie die Gemeinden, vor allem im Westen, damals funktionierten.
20:30Man arbeitete zusammen und alle machten mit, bei dem großen Abenteuer Montezumas Schatz zu finden.
20:40Innerhalb weniger Tage glich Kenab einer Geisterstadt.
20:45Die Bewohner hatten sich mit Kind und Kegel in den Johnson Canyon aufgemacht.
20:52Eine Stadt wie Kenab vollständig zu verlassen, das war schon bemerkenswert.
20:58Plötzlich lebte eine ganze Gemeinde am Fuß des Canyons und man begann zu graben.
21:04Das waren alles Bauern und Viehzüchter. Ihre Arbeit war ihr Leben.
21:09Und dieses Leben legten sie auf Eis, um Freddy Crystal zu helfen.
21:13In den 20er Jahren war Kenab eine der abgeschiedensten Gemeinden der USA.
21:18Doch sie wussten, dass eine vollständig verlassene Stadt unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte.
21:28Am Johnson Canyon war eine Zeltstadt entstanden, während einige Leute in Kenab blieben, um den Anschein einer bewohnten Stadt zu
21:36erwecken.
21:38In Kenab hielt man sich nicht unbedingt an Konventionen.
21:43Seit 1912 gab es hier den ersten weiblichen Stadtrat der Welt.
21:49Die Frauen des Stadtrats erhoben eine Gebühr, wenn jemand das Wort Schatz laut aussprach.
21:55Sie wollten mit allen Mitteln verhindern, dass Fremde von dem Schatz erfuhren und ihn für sich beanspruchten.
22:01Die Frauen des Stadtrats setzten alles daran, das Geheimnis streng zu hüten.
22:08Doch trotz aller Bemühungen kamen bald Gerüchte auf. Seltsame Dinge sollten in dem Städtchen vor sich gehen.
22:19Es gibt eine Geschichte von zwei Männern aus Salt Lake City, die von den Ereignissen in Kenab Wind bekommen hatten.
22:27Sie machten sich neugierig auf den Weg. Doch als sie ankamen, war die Stadt leer und alle Läden waren geschlossen.
22:35Angeblich ließ ein Stalljunge die Katze aus dem Sack und schickte die Fremden zum Johnson Canyon.
22:42Noch bevor sie in die Nähe der Grabungsarbeiten kamen, sahen sie bereits eine Waffe auf sich gerichtet.
22:49Man sagte ihnen, sie sollten umkehren und das taten sie.
22:56Ungestört von Eindringlingen ging die Arbeit schnell voran.
22:59Als sie das Ende der ersten Höhle erreichten, durchbrachen sie erneut eine Wand.
23:04Doch dahinter führten nur weitere Höhlen tief in den Berg hinein.
23:07Von Gold oder Schätzen war nichts zu sehen.
23:11Die Leute begannen zu bezweifeln, dass es überhaupt einen Schatz gab.
23:15Sie holten Schaufel um Schaufel an Erde und Sand aus der Höhle.
23:19Doch langsam fragten sie sich, wie lange das so weitergehen sollte.
23:24Einer nach dem anderen verlor seinen Glauben an Freddy Crystal.
23:29Immer mehr Menschen gaben nach und nach die Suche auf und kehrten zurück zu ihren Farmen, ihren Familien, ihrem gewohnten
23:38Leben.
23:39Doch ein harter Kern machte weiter, getrieben von der Hoffnung auf den Schatz.
23:45Ich glaube, viele dachten sich, nur noch eine Schaufel voll, dann ist es soweit.
23:51Nach zwei langen Jahren standen die verbliebenen Goldgräber endlich vor der letzten Höhlenwand.
23:59Alle sahen im Geiste schon das Gold vor sich. Mit der nächsten Schaufel würden sie es freilegen.
24:04Sie durchdrangen schließlich die Wand. Doch was sie sahen, brach ihnen das Herz.
24:14Angeblich fanden sie einen alten spanischen Helm und einen kaputten Mokassin.
24:18Das war nicht viel für all die Mühe, die sie geopfert hatten. Von Gold war nichts zu sehen. Es gab
24:23kein Gold.
24:24Ich kann mir kaum vorstellen, was das für ein Gefühl gewesen sein muss.
24:33Freddy war tief enttäuscht und er sah sich noch einmal die Karte an.
24:38Da kam ihnen in den Sinn, dass der Schatz wahrscheinlich nur vorübergehend in den Tunneln gelegen hatte
24:44und dass sie viel mehr dort suchen mussten, wo sie das ganze Material aus den Höhlen aufgeschüttet hatten.
24:53Freddy sagte also, wisst ihr was? Wir müssen hier graben, wo wir jahrelang das Zeug aufgeschüttet haben.
25:00Freddys plötzlicher Sinneswandel stieß auf wenig Begeisterung.
25:04Die Leute aus der Stadt waren nicht gerade erfreut.
25:07Nach all der Zeit, die sie mit dem Ausgraben der Höhlen vergeudet hatten,
25:11sollten sie nun dasselbe Erdreich noch einmal umschichten? Das wollten sie nicht.
25:191924 verließen sie mit leeren Händen die Grabungsstätte und kehrten dem Mann den Rücken,
25:25der sie mit vermeintlichen Schätzen gelockt hatte.
25:29Freddy verschwand eines Tages und keiner wusste, was mit ihm geschehen war.
25:34Man munkelte, die Leute aus der Stadt hätten ihn aus Rache ermordet.
25:40Es hieß, man habe ihn aus Wut über die verschwendete Zeit ermordet.
25:45Oder wegen der Karte.
25:47Manche glaubten auch, er habe Montezumas Zorn auf sich gezogen
25:51und er sei bestimmt nicht der Letzte, der wegen des Schatzes sterben musste.
25:59Freddy Crystal war 1914 zur Robinson Ranch gekommen.
26:05Fast 70 Jahre später tauchte erneut ein Fremder auf, der von Montezuma und seinem verborgenen Schatz sprach.
26:13Sein Name war Raymond Dillman.
26:17An dem Tag, als Dillman ankam, war meine Mutter allein zu Hause.
26:22Ein alter grüner Van fuhr den Weg herauf.
26:27Darin saßen lauter kräftige Männer spanischer Abstammung.
26:31Meine Mutter bekam Angst, denn sie war hier draußen ganz allein.
26:35Doch sie wagten es nicht auszusteigen.
26:37Meine Mutter erzählt diese Geschichte viel besser.
26:41Als ich die Männer in dem Wagen sah, bekam ich im ersten Moment richtig Angst.
26:46Ich wusste nicht, was ich tun sollte, aber ich hatte ja die Hunde.
26:50Diese Hunde konnten einen höchstens zu Tode lecken.
26:53Sie hätten niemandem ein Haar gekrümmt, aber sie konnten bellen.
26:57Orenel Judd nahm schließlich all ihren Mut zusammen.
27:01Ich ging zu ihnen hin und einer fragte mich, ob es an den Felsen Hieroglyphen gebe.
27:07Sie sagte, ja, gleich hier neben dem Haus.
27:10Er fragte, ob er sie sehen könne.
27:12Sie war einverstanden und führte ihn zu der Stelle.
27:17Raymond Dillman suchte nach einer Petroglyphe, die drei Tiere in einer Reihe und darunter drei Kreise zeigte.
27:27Es war genau das Bild, nachdem er suchte.
27:31Doch Dillman brauchte noch einen weiteren, endgültigen Beweis.
27:35Er fragte nach einer Art Zielscheibe und meine Mutter wies ihm den Weg.
27:40Diese Petroglyphe, eine Spirale aus neun Kreisen, bestätigte Dillmans Theorie.
27:48Er sagte, der Schatz von Montezuma ist auf ihrem Grundstück vergraben.
27:54Ich sagte, ach ja.
27:56Hast du davon graue Haare bekommen?
27:58Ja, ganz plötzlich.
28:01Jede andere Familie hätte Dillman wahrscheinlich weggeschickt.
28:05Doch nicht die Judds.
28:09Es war ungewöhnlich und es machte uns neugierig.
28:12Unsere Familie war ja von Anfang an bei Freddy Crystals Suche mit dabei.
28:17Nun tauchte ein anderer aus dem Nichts auf und fragte uns nach diesem Bild.
28:21Und wir kannten es sogar und konnten es ihm zeigen.
28:27Der Schatz begleitete meine Familie schon so lange.
28:31Dass dieser Dillman nun Ende der 70er, Anfang der 80er an unsere Tür klopfte und die Suche fortsetzte, war einfach
28:37unfassbar.
28:45Dillman erzählte den Judds, er habe sich seit 16 Jahren intensiv mit ein paar alten Steintafeln beschäftigt.
28:52Den sogenannten Peraltersteinen.
28:56Sie wurden in den 50er Jahren am Rande eines Highways in Arizona ausgegraben.
29:03Manche glauben, auf den Steinen wäre eine Karte der legendären Dutchman-Mine in Arizona.
29:12Doch Dillman glaubte, die Steine hätten ihn direkt zu den Petroglyphen auf der Judd Ranch geführt, wo er Montezumas Schatz
29:20vermutete.
29:24Das Bild mit dem Pferd war das, was er auf der Ranch suchte.
29:27Die anderen Tafeln stellten zusammen eine Karte dar, durch die er überhaupt erst in den Johnson Canyon gekommen war.
29:35Dillman behauptete, von Azteken und Indianern abzustammen. Dies habe es ihm ermöglicht, die Symbole auf den Steinen zu entziffern.
29:51Wenn eine Steinkarte gut genug für Ray Dillman war, dann war sie es auch für Bruce und Brent Judd.
29:57Die Brüder besorgten sich einen Bagger und begaben sich zu der Stelle mit der Spirale.
30:03Wir begannen zu graben.
30:06In den 20er Jahren war die ganze Stadt mit Eimern und Schaufeln angerückt.
30:1260 Jahre später waren es nur zwei Männer mit einem mächtigen Bagger.
30:19Wir bewegten etwa 40 bis 50 Mal mehr Erde als die Leute damals. Sie hatten ja keine Gerätschaften und mussten
30:26alles mit der Hand machen.
30:29Nach wenigen Tagen lag ein riesiger Berg aus Sand und Steinen neben der Felswand.
30:34Sie hatten den Boden unter der Spirale freigelegt und machten bald darauf einen grausigen Fund.
30:43Knochen. Viele Knochen.
30:47Die Hälfte der Leichen war verbrannt worden. Wir waren sprachlos. Es war, wie er gesagt hatte.
30:52Doch es waren nicht nur Knochen. Als sie eine Felskante abbrachen, rollte plötzlich etwas auf sie zu.
30:59Es rollte auf uns zu und wir dachten schon, oh mein Gott, ein Schädel ist hinter uns her.
31:05Dann sahen wir, dass es nur ein Topf war, der mit einer Lehmschicht versiegelt worden war.
31:10In dem Topf fanden wir 213 Türkisperlen.
31:14Es war noch nicht Montezumas Schatz. Doch es schien ein vielversprechender Anfang zu sein.
31:21Man kann sich vorstellen, wie aufgeregt wir waren, wie das Goldfieber in unseren Augen leuchtete.
31:28Direkt über der Stelle lag ein merkwürdig geformter Fels, den die Brüder als weiteren Anhaltspunkt interpretierten.
31:35Wir nannten ihn den Opferstein. Er war groß genug, dass ein zwei Meter großer Mensch darauf liegen konnte.
31:44Und er hatte eine Abflussrinne, die bis zum Rand der Felswand ging.
31:50Der Fund ließ die Brüder zu ihren Geschichtsbüchern greifen. Bald wussten sie alles über die aztekische Vorliebe für Menschenopfer.
31:59War dies die Opferstelle für die Sklaven, die den Schatz im frühen 16. Jahrhundert aus der Aztekenhauptstadt transportiert hatten?
32:10Es war die perfekte Opferstelle, denn das Blut konnte einfach über den Rand der Felswand abfließen.
32:16Wir dachten, es mussten die Azteken gewesen sein und dass sie die Leichen gegessen hatten.
32:23Als sie an der Felswand weitergruben, stießen sie auf flache Steinplatten.
32:29Die Platten bedeckten einen Hohlraum, der mit Sand gefüllt war. Wir schaufelten ihn aus und stießen in 2,5 Metern
32:37Tiefe auf einen Tunnel.
32:38Wir dachten, es wäre der Eingang zur Höhle und der Schatz konnte nicht mehr weit sein.
32:42Der Tunnel war gerade breit genug, um hindurchzukriechen. Und was fanden wir? Skelette.
32:50Vor den Öffnungen lagen große Steine. Als wir den ersten entfernten, war der Raum dahinter mit menschlichen Knochen gefüllt.
33:01Und man konnte erkennen, dass sie die Toten gegessen hatten.
33:08Die Judd-Brüder hatten eine Grabstätte freigelegt.
33:12Doch waren es die Überreste aztekischer Sklaven, die den Schatz aus dem Süden hierher getragen hatten?
33:20Die Antwort war, nein.
33:25Die Kohlenstoffdatierung ergab, dass die Skelette etwa 4000 Jahre alt waren.
33:32Also rund 3500 Jahre älter als Montezuma.
33:37Dies waren nicht die Überreste der aztekischen Sklaven.
33:42Es war ein schwerer Rückschlag für Brent und Bruce. Und so brachen sie die Suche ab.
33:49Sie sind jedoch nach wie vor überzeugt, dass der Schatz existiert.
33:53Und irgendwo rund um Kenap versteckt ist.
33:57Er ist hier. Das steht fest.
34:03Es ist hier. Montezumas Gold ist hier irgendwo vergraben.
34:09Bruce behauptet, er wisse jetzt, wo ein Teil des Schatzes verborgen liege.
34:14Ich weiß, wo ein Teil des Schatzes sein müsste. Aber ich werde nicht hingehen. Ich werde ihn nicht suchen.
34:22Bruce ist überzeugt, es sei zu gefährlich, nach dem Schatz zu suchen.
34:27Ja. Manche verloren dabei ihr Leben.
34:33Ein Mann wollte ihn seinem Sohn zeigen.
34:37Dabei wurde der Junge von einer Klapperschlange getötet.
34:44Man erzählt sich wilde Geschichten.
34:47Die alten Azteken sollen zurückgekehrt sein und gesagt haben, es ist noch nicht an der Zeit. Lasst es sein.
35:02Es sprach sich schnell herum, dass der Schatz verflucht sei.
35:06Doch nicht jeder in Kenap ließ sich davon abschrecken.
35:10Brent Schild war ein guter Freund der Juts.
35:13Doch er war sich sicher, der Schatz liege nicht auf ihrer Ranch.
35:17Er vermutete ihn unter diesem See, im Norden von Kenap.
35:23Er glaubte, die Azteken seien auf der Flucht vor den Spaniern hierher gekommen.
35:27Und dies war ein Teil ihrer legendären Heimat Aslan.
35:32Die Azteken wussten, dass sie fliehen und den Schatz in Sicherheit bringen mussten.
35:37Also kehrten sie in ihre Heimat zurück.
35:39Sie mussten den Schatz an einem Ort verstecken, den Cortes nicht finden würde.
35:45Brent Schild glaubte, es habe noch keinen See gegeben, als die Azteken ankamen.
35:49Nach seiner Theorie gruben die Sklaven einen Tunnel in den Fels, versteckten den Schatz und fluteten das Tal.
35:58Brands Sohn weiß mehr dazu.
36:01Es waren wohl an die 4.000 bis 6.000 Krieger.
36:04Der Theorie nach wurden die Krieger, die das Gold hierher gebracht hatten, getötet.
36:08Die Azteken glaubten an ein Leben nach dem Tod. Und die Totenkrieger sollten den Schatz bewachen.
36:17Doch selbst tausende tote Azteken-Krieger konnten Brent Schild nicht abschrecken.
36:24Wenn er sich etwas in den Kopf setzte, zog er es durch.
36:28Brent beauftragte ein Taucherteam mit der Erforschung der Höhle.
36:33Doch schon bald gab es Schwierigkeiten.
36:37Wir hatten Profitaucher aus San Francisco engagiert. Sie kamen mit modernster Ausrüstung, die gut 100.000 Dollar wert war.
36:45Doch immer wieder ging etwas kaputt und es kam zu allen möglichen Problemen.
36:51Linda bekam plötzlich keine Luft mehr. Wir stellten fest, dass ihre Luftzufuhr ausgeschaltet war.
36:57Es war genug Sauerstoff in der Flasche und sie war auch nicht kaputt. Sie war nur zugedreht.
37:06Die Taucher hatten keine rationale Erklärung für die ständigen Störungen an den Geräten.
37:13Doch sie waren sich einig, dass in der Unterwasserhöhle seltsame Dinge vor sich gingen.
37:19Sie sahen gespenstische Erscheinungen und eine Menge verrückter Dinge.
37:24Er schrie, sie würgen mich, um mich herum sind überall Geister und sie würgen mich. Ich kann nicht mehr atmen,
37:30holt mich hier raus.
37:32Tony Thurber arbeitete seit über 20 Jahren als Taucher.
37:37Ich bin um die ganze Welt getaucht, aber nirgends habe ich etwas so Schreckliches erlebt wie in dieser Höhle.
37:45Und nicht nur er hatte an diesem Tag eine Begegnung mit dem Tod.
37:53Wir wachten spät in der Nacht auf. Und der Raum war voller Propangas. Das ist ein tödliches Gas, also stürmten
38:00wir alle raus.
38:02Ich habe keine Ahnung, warum das Gas austrat. Weder zuvor noch danach ist das je passiert.
38:11Trotz der unerklärlichen Geschehnisse gab es keinen Mangel an immer neuen Tauchern, die ihr Glück versuchen wollten.
38:20Es kamen viele Taucher hierher und sie alle machten mehr oder weniger dieselbe Erfahrung.
38:27Als Tauchgang um Tauchgang scheiterte, wollte Brent Scheil zu einer radikalen Lösung greifen.
38:38Der einfachste Weg zum Schatz war, den See trocken zu legen. Und genau das hatte mein Vater vor.
38:44Mit einem simplen Graben, der das Wasser auf ein Feld ableiten würde.
38:49Doch es gab ein Problem.
38:53Die Regierung bekam Wind von dem Plan und sie verboten meinem Vater, den See trocken zu legen.
39:00Die amerikanischen Behörden erklärten Brent, der See sei Lebensraum der Canap Bernsteinschnecke.
39:06Einer stark bedrohten Spezies.
39:10Für das Töten auch nur einer Schnecke hätte er mit 50.000 Dollar Strafe rechnen müssen.
39:17Für Lon ist es kein Zufall, dass die seltenen Schnecken in dem See leben.
39:21Er glaubt, sie wurden eingesetzt, um den Schatz zu bewachen.
39:26Die Azteken verwendeten die Bernsteinschnecke in religiösen Ritualen.
39:30Man kann also annehmen, dass sie sie aus Mexiko mitbrachten und als Hüterin des Goldes in den See einsetzten.
39:37Sie sollte verhindern, dass jemand an den Schatz gelangte.
39:42Da die Bernsteinschnecke die Trockenlegung des Sees unmöglich machte, brauchte Brent einen neuen Plan.
39:49Er wollte die Höhle von oben aufbohren.
39:54Schon bald stieß das Team auf eine Höhle.
39:58Und als sie den Bohrer heraufholten, konnten sie es kaum fassen.
40:04An der Bohrerspitze fanden sie kleine Goldsplitter.
40:11Das Blatt hatte sich gewendet. Nun mussten sie herausfinden, was wirklich dort unten war.
40:20Sie ließen eine Kamera in die Höhle herab.
40:23Die Bilder zeigten angeblich eine Statue und einen Haufen aus irgendetwas.
40:32Er sagte, in der Mitte der Kammer sei etwas aufgehäuft, aber er konnte nicht sehen, was.
40:37Außerdem sah er noch etwas an der Wand, dort, wo er den Eingang zur Höhle vermutete.
40:43Es sah aus, als würde dort jemand stehen.
40:48Manche glauben, es war keine Statue, sondern ein Mann.
40:51Und den Haufen konnten sie nicht genau erkennen, weil sie zu wenig Licht hatten.
40:55Das war alles sehr aufregend.
40:59Doch die Begeisterung wurde von einer Tragödie überschattet.
41:06Einer der Bohrarbeiter starb in der Nacht an einem Herzinfarkt.
41:10Und soweit ich weiß, starb wenige Wochen später auch seine Frau.
41:15Sein Bruder wagt es bis heute nicht, den Bohrer abzuholen.
41:19Er steht immer noch dort oben.
41:23Und dann bekam Brandt Besuch von einem mysteriösen Indianer.
41:29Mein Vater erzählte mir, der Indianer sei zu ihm gekommen und habe gesagt, der Schatz ist hier, doch er ist
41:36für die Indianer bestimmt.
41:37Er soll die indianischen Stämme vereinen. Wenn du weiter nach ihm suchst, werden schlimme Dinge geschehen. Du musst aufhören.
41:45Und die Begegnung ging noch weiter.
41:51Sie gingen dem Indianer nach und folgten seinen Spuren im Sand. Doch nach einer Weile verschwanden die Spuren.
42:01Mein Vater kam zu dem Schluss, dass der Schatz tatsächlich bewacht wurde und nicht gefunden werden sollte. Also gab er
42:09die Suche auf.
42:11Wir müssen den Schatz in Frieden lassen. Er wird von den Kriegern bewacht, die hier zurückgelassen wurden.
42:22Brandt beschloss, die Suche nach Montezumas Schatz aufzugeben.
42:27Im September 2002 kam er bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Die Umstände seines Todes werden von manchen als mysteriös eingeschätzt.
42:40Brandt Child verunglückte im Marysville Canyon, als er mit einem Pferd zusammenprallte.
42:46Manche glauben, es passierte, weil er dem Schatz zu nahe gekommen war. Sie glauben, der Schatz ist verflucht.
42:52Er ist verflucht. Der Fluch soll ihn schützen.
42:57Manche sagen heute, der Schatz gehöre den Nachfahren der Azteken, den amerikanischen Ureinwohnern.
43:05Der Legende nach wird ein Auserwählter kommen und den Schatz finden. Dann wird der Reichtum den Indianern zugutekommen.
43:14Wie gesagt, wenn die Zeit reif ist, wird man ihn finden.
43:20Lohn Child hat allen Versuchen, das Gold zu finden, einen Riegel vorgeschoben.
43:25Wir lassen die Azteken in Frieden ruhen. Sie sollen ihren Schatz behalten.
43:32Heute sind viele in Knap überzeugt, dass die 6000 Azteken-Krieger nach wie vor auf ihrem Posten stehen.
43:39Und jeden erwarten, der es wagt, sich dem Schatz ihres längst verstorbenen Königs zu nähern.