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Following the devastating air raids on Darmstadt—particularly the severe firestorm of September 1944, which destroyed a large part of the city center—the city faced a massive reconstruction effort.

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00:25Die Wahrzeichen Darmstadtstwich
00:28schauten am Ende der großen Katastrophe auf eine Stadt hinab,
00:34die zu drei Vierteln in Trümmern lag
00:38und in der von ehemals 115.000 Einwohnern nur mehr 46.000 hausten.
00:45Das war das unselige Erbe, das Ludwig Metzger als erster Oberbürgermeister
00:50nach dem Zusammenbruch antrat.
00:54Unzählig waren die Probleme, die ich vorfand, als ich mein Amt übernahm.
01:00Trümmer hatten die Straßen verschüttet, Elektrizität, Gas und Wasser fehlten,
01:07der Verkehr war lahmgelegt und viele zweifelten,
01:10ob man diese Stadt je wieder zum Leben erwecken könne.
01:13Mit wenigen Männern musste ich beginnen,
01:17darunter vor allem Ludwig Schraut und Julius Reiber.
01:21Nach kurzer Zeit fuhren die ersten Straßenbahnen.
01:24Die Versorgung der Bevölkerung lief wieder an
01:26und alle, die noch da waren oder zurückkamen, packten zu.
01:36Mit den primitivsten Mitteln und Werkzeugen begannen wir den Aufbau.
01:45Schauen Sie sich diesen Mann an,
01:47wie er klopften Tausende die Ziegel aus den Schutthaufen
01:51und fügten Stein auf Stein.
01:54Bei meist unzureichender Begleitung und Ernährung
01:59bewiesen die Darmstädter einen zähen Aufbauwillen
02:02und den unerschütterlichen Glauben an ihre Stadt.
02:06Wir hatten oft nur 600 Kalorien am Tag.
02:09So entstanden die ersten neuen Bauten,
02:13Wohn- und Arbeitsstätten,
02:15durch die Selbsthilfe der Bürger
02:17und die Initiative der Stadtverwaltung geschaffen,
02:20in der Ludwigstraße am Ludwigsplatz
02:23vor dem Hintergrund der altehrwürdigen,
02:26zerstörten Stadtkirche,
02:27in der Elisabettenstraße
02:29und an vielen anderen Stellen.
02:31Inseln im Meer der Trümmer.
02:36Völlig tot aber lag noch im Jahre 1949
02:40das ausgedehnte alte Kasernengelände
02:44längs der Holzhofallee und der angrenzenden Straßen.
02:48Wer hätte geglaubt, dass aus dieser Einöde
02:50in wenigen Jahren ein neuer industrieller Schwerpunkt entstehen könnte.
02:55Stadtkämmerer Dr. Gustav Haig weiß davon zu berichten.
03:00Darmstadt wurde nicht nur in jener Nacht
03:02vom 11. auf den 12. September 1944
03:05durch Bomben zerstört.
03:07Unsere Stadt erlitt auch kaum weniger schwere Schäden,
03:11einen fast unersetzbaren Verlust
03:13durch die Tatsache,
03:15dass sie mit einem Male nicht mehr
03:17die Landeshauptstadt Hessens war.
03:20Eine Stadtverwaltung,
03:22die sich ihrer Verantwortung bewusst war,
03:25musste nun alles daran setzen,
03:26diesen Verlust an Wirtschaftskraft
03:29irgendwie wieder wettzumachen.
03:31Eine nüchterne Überlegung ergab,
03:34dass zu dem Wiederaufbau
03:35des alteingesessenen Gewerbes
03:37und der Industrie
03:38zusätzlich mindestens
03:408.000 bis 10.000 neue Arbeitsplätze
03:43geschaffen werden müssten.
03:47Und aus Pferdestellen wurden Druckereien,
03:50aus Mannschaftshäusern wurden Verlage,
03:53aus Kasernen, Textilbetriebe,
03:56Glashütten
03:57und weitläufige Fabrikhallen.
03:59In wenigen Monaten
04:01werden wir bereits die Hälfte
04:02dieses Programms erfüllt haben
04:04und wir werden für den Rest des Weges
04:06noch weniger Zeit benötigen.
04:11Die Verhältnisse haben sich geändert.
04:14Während wir 1949
04:16die ersten Betriebe
04:18mühsam suchen mussten,
04:21bilde Darmstadt schon jetzt
04:22einen Anziehungspunkt.
04:24Heute ist es so,
04:26dass der Drang, zu uns zu kommen,
04:28größer ist als die
04:30Aufnahmefähigkeit der Stadt.
04:32Allein mehr als 30 Verlage
04:35sind innerhalb der letzten Jahre
04:37nach hier übersiedelt.
04:43Wenn wir auch nicht den Ehrgeiz haben,
04:45ein kleines Leipzig zu werden,
04:48so ist doch ein beachtliches,
04:50in sich abgerundetes,
04:52grafisches Zentrum entstanden.
04:55Und das scheint uns
04:57im Hinblick auf die kulturelle Tradition
05:00unserer Stadt
05:01von besonderer Bedeutung zu sein.
05:12Und gerade das Kulturelle
05:14hat das Gesicht Darmstads geprägt,
05:16zwei Jahrhunderte hindurch.
05:18Nicht zuletzt unsere Bühnen
05:19haben seinen künstlerischen Ruf
05:21in der Welt begründet.
05:23Über ihren heutigen Stand
05:25und die Möglichkeiten
05:26ihrer Weiterentwicklung
05:27sagt Oberbürgermeister
05:29Dr. Ludwig Engel.
05:32Und wenn auch unser großes Haus
05:35heute doch in Trümmern liegt,
05:37wir spielen doch wieder Theater.
05:40Theater,
05:41das an die Namen
05:43seiner großen Intendanten anknüpft,
05:46an Hartung,
05:47an Legal,
05:48an den unvergesslichen Ebert.
05:50Wir erinnern uns
05:52einer glanzvollen Vergangenheit
05:54und glauben,
05:56dass unter der neuen Intendanz
05:58unser Theater
05:59wieder zu dem werden wird,
06:01was es einmal war,
06:03zu einer Stätte
06:04für die lebendige,
06:06geistige Auseinandersetzung
06:08mit den Dingen der Zeit.
06:11Das ist übrigens auch
06:12der Sinn des Darmstädter Gesprächs,
06:14das alljährlich stattfindet.
06:15Das Kramsteiner Musikinstitutes
06:18mit den internationalen Ferienkursen,
06:20für neue Musik
06:21und der Deutschen Akademie
06:23für Sprache und Dichtung,
06:25die in dem wiederhergestellten
06:27Ernst-Ludwig-Haus
06:28eine Stätte gefunden hat.
06:30Hier verbinden sich Tradition
06:32und Mut zum Neuen.
06:37Erinnern Sie sich noch?
06:39So sah es einmal aus.
06:50Und so mussten einmal
06:52unsere Studenten
06:53in der Technischen Hochschule
06:54arbeiten.
06:57Ein weiter Schritt
06:59von diesen ungesunden Räumen
07:01und regenassen Hörsälen
07:02von den primitiven Arbeitsstätten
07:05der Werkkunstschule
07:06zum ersten Studentenheim.
07:08Mit seinen hübschen
07:10Aufenthaltsräumen
07:10und den schlichten Studigerbuden
07:12sechs Quadratmeter Behaglichkeit,
07:15entstanden aus den Zellen
07:17eines ehemaligen Militärgefängnisses.
07:20Überall aus den Trümmern
07:21neues Leben.
07:23Überall wachsen neue Schulen
07:24für unsere Kinder.
07:26Wer könnte uns hierüber
07:27besser unterrichten
07:28als der Schuldezernent
07:30Julius Schreiber?
07:31Von ehemals 28 Schulen
07:34sind durch die Kriegsereignisse
07:3720 ausgefallen.
07:40In den restlichen
07:41begann der Unterricht
07:43zwar bald wieder,
07:45aber unter den primitivsten Bedingungen.
07:48Selbst im Winter
07:50mussten in den Gängen
07:51die Stunden gehalten werden.
07:54Im Flur,
07:55wo es in den großen Pausen
07:58die Kinderspeisung gab.
08:00Aus Ruinen
08:02wuchst der moderne Bau
08:04der alten Viktoria-Schule,
08:06während am Stadtrand
08:08die vorbildliche
08:09und nach neuesten Erfahrungen
08:12gestaltete Friedrich-Ebert-Schule
08:14den pädagogischen Fortschritt
08:16verkörpert.
08:17Mit der äußeren Form
08:19des Gebäudes
08:20steht die Gliederung der Räume
08:22in harmonischer Verbindung.
08:24Ein wahres Heim
08:25für unsere heranwachsende Jugend.
08:34Jugend,
08:35die heute auch wieder
08:36in unserer Stadt
08:37die Möglichkeit hat,
08:38auf gut angelegten Sportplätzen
08:40den körperlichen Ausgleich
08:42für die geistigen Anforderungen
08:44zu schaffen.
08:45Durch die Wiederherstellung
08:47der Jugendherberge
08:48am Wog
08:48und die Neuerrichtung
08:50eines Lehrlingsheims
08:51am Messplatz
08:52hat die Stadtverwaltung
08:53weitere Grundlagen
08:55zur Freizeitgestaltung
08:56der Jugendlichen geschaffen.
08:58Und was hat für viele
08:59der Neubau
09:00des Hallenbades bedeutet
09:01mit seinen Dampf,
09:03Wannen und Brausebädern
09:04und der schönen Schwimmbahn.
09:10Die aus den Trümmern
09:12neu erstandene
09:13medizinische Klinik
09:14war schon sehr früh
09:15behelfsmäßig
09:16in Betrieb genommen worden
09:17und ist nun
09:18mit allen modernen
09:19Einrichtungen versehen.
09:21Und die Frauenklinik
09:23ist jetzt im Bau.
09:25So unverändert
09:26wie das Wahrzeichen
09:27der Stadt
09:27blieb auch
09:28ihr Lebenswille.
09:30Wir wollen nochmals
09:32einige Jahre
09:32zurückblicken.
09:34Damals lag
09:35die Rheinstraße
09:36tot und leer.
09:38Ganz vereinzelt nur
09:39regte sich Leben.
09:41Die Menschen,
09:42die übrig geblieben waren,
09:44hausten in Kellerlöchern.
09:45In ungesunden,
09:47menschenunwürdigen
09:48Verhältnissen.
09:50Hierhin waren
09:51die vielen Obdachlosen
09:52geflüchtet.
09:53Hier hatten sie sich
09:54eingerichtet,
09:55so gut es ging
09:56und hier fristeten sie
09:58ihr Dasein,
09:59hoffend,
10:00dass es irgendwann
10:01einmal wieder anders würde.
10:04Und die Rheinstraße
10:05lag tot und leer.
10:08Heute aber
10:09ist sie wieder
10:10die Schlagader der Stadt,
10:12angefüllt
10:13von pulsierendem Leben.
10:15Die Menschen
10:16sind zurückgekehrt
10:17zu ihrer Arbeit.
10:19Die neuen Geschäfte
10:20und Leben
10:21im Zentrum
10:22sorgen für ihr Wohl.
10:24Durch Verständnis
10:26und Gemeinschaftsgeist
10:27der beteiligten
10:28Geschäftsleute
10:29ist auf der Südseite
10:31der Schulstraße
10:32die erste
10:33geschlossene
10:34Ladenstraße
10:35erstanden.
10:37Unsere vornehmste
10:38Sorge war es aber,
10:40den Bürgern
10:41wieder menschenwürdige
10:42Wohnungen zu geben.
10:44Überall
10:45sind inzwischen
10:46die Wohnblocks
10:47emporgewachsen.
10:49Zahlreiche
10:50Einzelhäuser,
10:51gesunde,
10:52lichte Räume
10:53in einfacher
10:54und klarer
10:55Architektur.
10:57Kein Wunder,
10:59Millionen
11:00und Abermillionen
11:01wurden auch
11:01im Wohnungsbau
11:02investiert
11:03und trugen
11:04wesentlich
11:05zur Belebung
11:06von Handel,
11:07Handwerk
11:08und Gewerbe
11:08bei.
11:09Allein
11:10die städtische
11:11Baugesellschaft,
11:12der Bauverein
11:13für Arbeiterwohnungen
11:14erhöhte
11:16ihren Wohnungsbestand
11:17von 273
11:19im Jahre
11:201945
11:21auf fast
11:233000
11:24Ende
11:241951.
11:26Und
11:27er baut
11:28weiter.
11:30Dabei
11:30halfen
11:31entscheidend
11:31die vom Land
11:32zur Verfügung
11:33gestellten
11:34Baudarlehen,
11:35die auch
11:35den anderen
11:36großen
11:36Baugenossenschaften
11:37und privaten
11:38Bauherren
11:39zugutekamen.
11:40Diese erheblichen
11:42Beträge,
11:43die bis zum Ende
11:44des abgelaufenen
11:45Jahres
11:45rund 11
11:46Millionen
11:47ausmachten,
11:49fielen uns
11:49nicht mühelos
11:50in den Schoß.
11:51Harte Kämpfe
11:53mussten um sie
11:54geführt werden.
11:55Vor besondere
11:56Aufgaben
11:57stellte uns
11:58unsere
11:59Bereitwilligkeit,
12:00Heimatvertriebene,
12:01vor allem aus
12:02Ungarn und dem
12:03Bugenland,
12:04aufzunehmen.
12:05Sie bauten
12:06Siedlungen
12:07am Rande
12:08der Stadt,
12:09St.
12:09Stephan
12:10auf dem
12:10Griesheimer
12:11Sand,
12:12die Donau- und
12:13die Buchenländer
12:13Siedlung
12:14im Südwesten
12:15in der Nähe
12:16des alten
12:17Pulverhäuser
12:18Weges.
12:19Noch
12:20sind sie
12:20im Werden,
12:21wie auch
12:22die Siedlungen
12:23in den
12:23Außenbezirken
12:24im Norden
12:25Ahrheilgen
12:26im Süden
12:27Eberstadt.
12:28Beide
12:29weitgehend
12:30in Selbsthilfe
12:31erbaut,
12:32auf städtischem
12:33Grund und mit
12:34Geld,
12:35das zum Teil
12:36von der Stadt
12:36beschafft wurde.
12:38Wir wissen,
12:40dass es gerade
12:41hier noch
12:41unendlich viel
12:42zu tun gibt,
12:44aber wir
12:44haben die
12:45Zuversicht,
12:46dass aus der
12:47vertrauensvollen
12:48Zusammenarbeit
12:49zwischen Stadtverwaltung
12:50und Bürgerschaft
12:51immer neue
12:52Wohnungen
12:53und noch
12:54Tausende
12:55von Arbeitsplätzen
12:56geschaffen werden
12:56können.
12:58So lebt
12:59Darmstadt
13:00im Jahre
13:011952
13:02umfangen
13:04vom Strom
13:04des Verkehrs
13:05und einbezogen
13:06in ihn.
13:07Welch ein
13:08Abstand
13:09zwischen
13:091952
13:11und 1945.
13:13Vergessen
13:14wir nie
13:14die unheilvolle
13:15Hinterlassenschaft
13:16des überwundenen
13:17Systems.
13:18Vergessen
13:19wir nie
13:19die Männer,
13:20die in den
13:21Monaten
13:21und Jahren
13:22des Elends
13:23und des Leides
13:24die erste
13:25Hand an
13:25den Neubau
13:25Darmstadt
13:26anlegten.
13:28Ohne sie
13:29könnten wir
13:29heute nicht
13:30sagen
13:30Darmstadt
13:31lebt
13:32und ohne sie
13:33könnten wir
13:34nicht sagen
13:35Wirtschaft
13:36und Wissenschaft
13:36Geist
13:38und Kultur
13:38bestimmen
13:39wieder sein
13:39Gesicht.
13:41Beloben
13:42wir uns
13:42alle unsere
13:43Kraft
13:44dafür
13:44einzusetzen
13:45dass in
13:46unserer
13:46lieben
13:47und geliebten
13:47Heimatstadt
13:48immer mehr
13:49zufriedene
13:49und glückliche
13:50Menschen
13:51wohnen
13:51und arbeiten
13:52und in
13:53Freiheit
13:54an den
13:55materiellen
13:55und kulturellen
13:56Gütern
13:57unseres
13:57Lebens
13:57teilhaben
13:58poke
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