- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
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01:17Hallo?
01:24Was willst du denn hier?
01:26Verschuldigung aus meiner Werkstatt.
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01:57Die Lackiererin Paula Mohnkopf,
02:00geboren am 30. Juni 1979 in Frankfurt,
02:04verheiratet, wird angeklagt,
02:07Gerd Preising, Eigentümer der Lackiererei in Frankfurt Mönchhof,
02:11am Abend des 10. April vorsätzlich und aus niederen Beweggründen getötet zu haben.
02:17Strafbar als Mord gemäß § 211 StGB.
02:20Die besondere Schwere der Schuld im Sinne des § 57a StGB wird durch die Staatsanwaltschaft eindeutig nachgewiesen werden.
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03:06Gegner frühzeitig kennen, ja? Sehr erfreut, Benjamin Hornberg.
03:09Freut mich, Claudia Strauß.
03:11Herzlich willkommen in Frankfurt.
03:12Danke. Herzlich willkommen in meiner Verhandlung.
03:16Frau Staatsanwältin, ich würde gerne weitermachen.
03:18Natürlich, Herr Vorsitzender.
03:20Herr Vorsitzender.
03:25Das mache ich aber. Warum will ich...
03:28Nein! Ich habe Ihnen doch gesagt, was ich mache.
03:31Sie haben gehört, was Ihnen vorgeworfen wird.
03:34Sie haben das Recht zu schweigen.
03:35Sie können aber auch etwas zu den Vorgängen sagen.
03:39Meine Mandantin möchte erklären, dass sie nicht schuldig ist,
03:41dass sie auf die Aussage setzen.
03:43Warum machen Sie das?
03:50Die Verhandlung ist unterbrochen.
03:57Darf ich das als Ablehnung Ihres Pflichtverteidigers werten?
04:08Dahlmann, nicht verfügbar.
04:12Jule Trappler, nicht verfügbar.
04:16Verstehe, auf einmal sind wieder alle überlastet.
04:21Und was ist Ihre Ausrede, Herr Hornberg?
04:25Keine.
04:26Damit ist das geklärt.
04:28Herr Hornberg, Sie sind als Pflichtverteidiger bestellt.
04:32Beantrage eine Aussetzung des Verfahrens nach Stp 145.
04:35Sicher. Bekommen Sie morgen um 10?
04:38Gerne. Das ist doch schön.
04:41Ähm, Moment.
04:43Moment, ich will was sagen.
04:47Ich habe Preising umgebracht.
04:58Ich frage jetzt nicht, was zum Teufel Sie da drin geritten hat.
05:01Zählen Sie mir bitte Ihre Version.
05:04Mein Chef hat mich jahrelang mit verbotenem Treibmittel lackieren lassen.
05:07Das Ganze hat mich schwer krank gemacht.
05:09Und nur, weil es billiger war.
05:11Und dann haben Sie gestritten, oder was?
05:13Ich wollte, dass er mal zugibt, was er getan hat.
05:16Jetzt, ich bin zu ihm gefahren und wollte eine Entschädigung.
05:21Dabei bin ich durchgeteilt.
05:24Ich plädiere auf eine Tat im Affekt. Das wirkt strafmildernd.
05:28Sie muss aber vorher mit Ihrem Arzt sprechen.
05:30Mit diesem Dr. Rost. Ich muss wissen, wie krank Sie wirklich sind.
05:32Nein, tun Sie das nicht.
05:35Verstehen Sie, ich bin kein schlechter Mensch.
05:37Wenn Sie mir nicht helfen, dann ist das das Ende für mich und meine Familie.
05:42Warum haben Sie dann gestanden?
05:51In welche Richtung müssen Sie?
05:52Vielleicht kann ich Sie mitnehmen.
05:55Danke, aber mit dem Rad bin ich in der Stadt eigentlich überall am schnellsten.
05:59Na dann, viel Spaß.
06:00Danke.
06:01Danke.
06:30Untertitelung des ZDF für funk, 2017
06:31Janelle?
06:33Du, Leo, ich glaube, es ist soweit.
06:35Benni braucht deine Hilfe.
06:37Okay.
06:38Kommst du zurück?
06:40Alles klar.
06:58Ich spreche nicht mit Ihnen.
06:59Kennen Sie überhaupt die komplette Krankheitsgeschichte meiner Mandantin?
07:03Was glauben Sie denn? Sicher.
07:05Wie hätte ich sonst helfen können?
07:06Sie können helfen, indem Sie morgen eine Aussage dazu machen,
07:09wie krank Paula Monkopf in Wirklichkeit ist.
07:11Glauben Sie mir, ich hätte größte Lust,
07:13eine Staatsanwältin die ganze Wahrheit über Paula Monkopf zu sagen.
07:16Was?
07:16Ihre Gegenseite war schneller.
07:23Sie als Zeuge der Staatsanwaltschaft, das macht doch überhaupt gar keinen Sinn.
07:27Das ist doch...
07:33Ist Paula Monkopf in Weid gar nicht krank?
07:37Dazu kann ich nichts sagen.
07:41Ach du Scheiße.
07:43Hören Sie zu.
07:44Wenn Sie morgen eine Aussage zu Paula Monkopf Gesundheit machen,
07:47sorge ich dafür, dass Sie Ihre Zulassung verlieren.
07:49Haben wir uns da verstanden?
07:49Hören Sie zu.
08:23Hören Sie zu.
09:06Hallo Nele.
09:08Du, Benni, es gibt Neuigkeiten.
09:12Leo ist zurück.
09:26Wo warst du?
09:32Offenbach.
09:34Was?
09:36Du warst hier die ganze Zeit?
09:38Ich war nicht hier, ich war in Offenbach.
09:42Darum hast du dich nicht gemeldet?
09:46Zeitpunkt verpasst.
09:59Bier.
10:01Bier.
10:04Was ist?
10:06Muss was raus?
10:08Na dann los.
10:15Da war Pfand drauf.
10:17Ich dachte, du bist knapp bei Kasse.
10:19Sagt wer?
10:20Das habe ich gehört.
10:22Von wem?
10:25Ein Anruf.
10:27In diesen ganzen sechs Monaten.
10:29Ein einziger Anruf.
10:30Hey, ich bin nicht irgendwo in Bogota.
10:32Ich bin hier ums Eck.
10:35Reg dich nicht auf.
10:37Ich bin damals gegangen, weil es für uns alle das Beste war.
10:41Ich habe das nicht gerne gemacht, aber ich bin auch für dich gegangen.
10:44Und da habe ich ein bisschen Respekt verdient.
10:46Respekt?
10:47Ja, Respekt.
10:48Vielleicht fragst du dich mal, warum alle von dir weggehen.
10:50Vielleicht liegt es ja auch an dir.
10:52Frag doch mal deine Frau, warum sie mit dem Yoga-Lehrer nach Schweden gegangen ist.
11:02Und du hast den Fall trotzdem angenommen.
11:06Eine Mandantin, die ihrem Vorgänger eine geknallt hat und die dich über das einzige strafmildernde Motiv anlügt.
11:14Möglicherweise anlügt.
11:15Wenn sogar ihr Arzt sauer ist.
11:18Die ist nicht krank.
11:19Stimmt doch alles hinten und vorne nicht.
11:21Und dann noch das Geständnis.
11:22Was fiel dir eigentlich von dir?
11:23Ein strafmilderndes Urteil, was sonst.
11:27Es ist einfach eine Mutter mit einem Kind, die meine Hilfe braucht.
11:33Genau das hat mir in Offenbach gefehlt.
11:40Also, schieß los.
11:42Wie gehen wir diesen Fall an?
11:48Ich kann nur mit Menschen zusammenarbeiten, denen ich vertrauen kann.
11:59Danke.
12:21Frau Behn, Sie haben die letzten zehn Jahre mit Paula Mondkopf zusammengearbeitet?
12:28Also im gleichen Betrieb, ja. Ich bin ja Bürokauffrau.
12:32Okay. Können Sie bestätigen, dass sich der Gesundheitszustand von Frau Mondkopf in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert hat?
12:42Also ich bin jetzt kein Arzt oder so, aber sie war schon oft so schlapp.
12:49Schlapp?
12:49Herr Vorsitzender, warum befragt die Verteidigung nicht jemand, der das besser beurteilen kann? Ihren Arzt zum Beispiel?
13:03Herr Dr. Rust, wollen Sie uns etwas über Paula Mondkopf zustande?
13:07Ich erinnere die Kollegin und das Gericht an das privilegierte Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient, ja?
13:13Frau Mondkopf hat Sie selbst als Alibi in der Zeit zwischen 22.30 Uhr und den nächsten Morgen angegeben. Es
13:19ging um einen ärztlichen Einsatz. Sie waren bei ihr Zuhause.
13:21Ja, das stimmt. Herr Vorsitzender, die Staatsanwaltschaft...
13:25Es geht hier um etwas anderes, was nicht von seinem Schweigerecht Paragraph 53 SCPO umfasst wird.
13:34Herr Dr. Rust, roch es in Paula Mondkopf's Wohnung verbrannt?
13:40Bitte?
13:42Ja, des Tatis.
13:46Leider konnten wir in der Lackiererei keine verwertbaren Spuren sicherstellen. Genauso wenig wie draußen, da es kurz nach dem Mord
13:51an Preising zu regnen anfing.
13:53Umso wichtiger ist daher das Beweisstück 3b. Die Reste von Paula Mondkopf's Arbeitsoverall, den die Angeklagte verbrannt hat.
14:01Ich verstehe nicht, was diese dramatische Vorführung eines bereits bekannten Beweismittels belegen soll, ja?
14:08Dass es sich um keine Affekttat handelt. Die Angeklagte hatte seelenruhig nach dem Totschlag die Spuren ihrer Tat verbrannt.
14:15Entschuldigen Sie, Herr Vorsitzender, das ist reine Spekulation. Kommen Sie zum Punkt.
14:20Natürlich.
14:24Wir haben neue Erkenntnisse, dass in der Tatnacht aus dem Büro des Mordopfers eine größere Bargeldsumme gestohlen wurde.
14:30Die genaue Höhe der Summe haben wir noch nicht, aber es werden vermutlich mehrere Tausend Euro sein.
14:35Dann kommt also zu einem kühl ausgeführten Plan noch einfache Habgie hinzu.
14:42Das Wochenende im Vier-Sterne-Hotel im Familienfreizeitpark, das uns die Staatsanwältin gleich um die Ohren haut?
14:47Einen Tag nach der Tat? Das war nicht von dem Geld. Ich wusste überhaupt nichts von dem Geld im Tresor.
14:53Seit anscheinend sieben Jahren können Sie sich keinerlei Art von Urlaub leisten.
14:58Und dann das. Direkt nachdem das Geld aus dem Büro verschwunden ist.
15:01Wissen Sie, wie das aussehen muss? Auch für mich.
15:07Paula, da...
15:09Da gibt's zu viel, was Sie mir nicht sagen.
15:12Was ist mit dem Overall?
15:14Warum haben Sie ihn verbrannt, wenn Sie dann doch gestehen?
15:17Hören Sie zu, ich will nur, dass Sie ein mildes Urteil für mich rausholen.
15:21Der Rest geht Sie nichts an.
15:22Ist alles okay?
15:24Nein, es ist nichts okay.
15:26Das mit dem Geld, das müssen Sie mir glauben.
15:30Wir wissen, dass wir wahrscheinlich bald getrennt werden.
15:32Wir wollten ein letztes Mal zusammen in Urlaub fahren.
15:35Nur wir drei.
15:37Auch wenn wir's uns nicht leisten konnten.
15:40Können Sie das nicht verstehen?
15:48Nein, komm her.
15:48Das ist gut.
16:17Wer spricht?
16:19Hi Leo, ich bin's.
16:21Ah, wer ist ich?
16:23Hör mal zu, ähm, ich...
16:24Ich bräuchte dich für einen begrenzten Einsatz.
16:27Was war nochmal dein Stundensatz in Offenbach?
16:30100. Aber für dich...
16:31Hi Leo.
16:32Ich brauch keine Extrawurst von dir.
16:34Lass uns das bitte einfach professionell durchziehen, ja?
16:37Für dich 200.
16:43Am Tatort ist Geld weggekommen und das wird jetzt meiner Mandantin untergeschoben.
16:48Allerdings glaube ich nicht, dass sie's genommen hat.
16:51Die Strauß will mir aber nicht sagen, woher sie's weiß.
16:54Ermittlungstaktische Gründe.
16:55Kannst du dich bitte zum...
16:58zum eben genannten Stundenhonorar...
17:02mal in der Lackiererei Preising umhören?
17:04Oh, ich weiß nicht. Ich hab grad wenig Zeit.
17:06Ich schau mal nach, Moment.
17:11Hm...
17:12Sieht schlecht aus.
17:15Oh, ach, weißt du...
17:17Benni, weil du's bist.
17:20Mach ich.
17:21Danke.
17:54Ach du Scheiße.
17:57Alter, das geht nicht.
17:59Du könntest weg.
18:02Ja.
18:03Chefin, der muss vor. Ist ein Notfall, ja?
18:05Danke.
18:13Ach.
18:14Vielen Dank, dass Sie mich gleich dran nehmen.
18:15Tut ja weh, sowas.
18:17Auch Eintracht-Fan.
18:19Sicher.
18:21Sie sind hier die Chefin?
18:24Ja.
18:24Ja, zumindest Übergangsweise, bis die Nachfolge geklärt ist, ja?
18:29Wo wollen wir denn hin?
18:31Ich dachte, wir warten vielleicht zusammen.
18:49Aber das ging Sie schon schon weg, oder?
18:52Na, dann sind wir...
18:53Ich beantrage mir, die vollständigen Bankunterlagen zur Einsicht zu überlassen, auf die die Staatsanwaltschaft ihre Vorwürfe stützt.
19:00Sind die nicht vollständig?
19:02Dankeschön.
19:03Ja, Sie bekommen es.
19:08Kennen Sie Frau Behn eigentlich besser?
19:11Ja.
19:13Bin gleich wieder da.
19:16Man manifert der Werkstatt ab und zu Ersatzteile.
19:18Vom Schrottplatz, wo er arbeitet.
19:24Und dann schön fixieren.
19:25Schön vorsichtig, der Wagen ist so gut wie neu.
19:27Ich will danach nicht die ganze Kühlerhaube neu lackieren lassen.
19:30Ist klar, Chef.
19:32Hier, mach mal hier.
19:34Hier, mach das mal.
19:36Schön ab.
19:47Hören Sie, warten bringt jetzt gar nicht so viel.
19:50Dauert bestimmt ein paar Stunden. Wir haben ja Ihre Nummer.
19:52Was?
19:54Sorry.
20:04Willst du noch mal fertig sein?
20:07Morgen 15 Uhr.
20:09Neu, Chef.
20:10Guten Tag.
20:11Ich bin jetzt hier zuständig.
20:13Ist aber kein Grund zur Besorgnis.
20:16Bleibt alles beim Halten.
20:18Können Sie sich drauf verlassen, ja?
20:20Ich würde dann eben nach dem Chef machen, wenn man alles hat.
20:24Jungs, der muss nah aus. Wir machen erst den hier.
20:45Das ist doch mir, wenn man weiß.
20:53Das ist doch ganz schön.
20:58Ich bin jetzt hier zufrieden.
21:01Ich bin jetzt hier zufrieden.
21:01Ich bin jetzt hier zufrieden.
21:04Ich bin jetzt hier bei der Fußballerbein,
21:05Jaajal, Deutwurder.
21:06Ich bin jetzt da zufrieden.
21:06Und dann, wenn man hier zur Übersetzung gemacht hat.
21:36Hallo.
21:39Guten Tag.
21:44Was kann ich für Sie tun?
21:49Schöne Autos haben Sie.
21:55Ihr habt da gelegentlich auch welche für die Suche Vertriebswege ins Ausland.
22:00Tut mir leid.
22:02Wir importieren hauptsächlich.
22:05Naja.
22:12Wie kommen Sie vor uns?
22:14Durch Gerd.
22:16Der hat es jemand empfohlen.
22:18Gerd Preising?
22:22Tut mir leid.
22:32Ich fürchte, wir können nichts für Sie tun.
22:38Falls er sich das doch anders überlegt.
22:51Das könnte erklären, warum deine Paula so unter Druck ist.
22:55Und auch warum sich nur gegenüber der Polizei festlegen, wie viel Geld wirklich weggekommen ist.
22:59Wenn die da mit drin stecken, dann handelt es sich um eine ganz andere Größenordnung.
23:04Du meinst also, dass Kubisch mit der Lackiererei zusammenarbeitet und dann gab es irgendeine
23:09Art von Streit, der dem Preising zum Opfer gefallen ist?
23:13Die hätten auch die Mittel, jemanden unter Druck zu setzen und zu zwingen, sie zu decken.
23:17Jemand wie Paula Mondtropf, die Angst um ihre Familie hat.
23:20So glaubst du nicht tatsächlich, dass ich aufgrund dieser windigen These hier deinen Luxusrausch
23:24finanziere?
23:32Dieses Stück Plastik ist das Letzte, was mich von Hartz IV trennt.
23:40In Erfolg muss man investieren.
23:43Du darfst den noch raussuchen.
23:48Oder war es das jetzt mit dem begrenzten Auftrag?
23:50Weil dann schreibe ich dir nämlich eine Rechnung und unsere Wege trennen sich hier.
23:56Gut.
23:57Wenn du mich nicht brauchst.
23:59Adios.
24:03Chef.
24:05Chef.
24:06Einmal Lamborghini zum Mitnehmen, bitte.
24:09Sehr schön.
24:11Den Schlüssel kriegt die junge Dame.
24:13Vielen Dank, Schatz.
24:14Gut.
24:15Gut.
24:16Gut.
24:17Gut.
24:18Gut.
24:19Gut.
24:22Gut.
24:23Gut.
24:24Gut.
24:24Gut.
24:26Gut.
24:29Gut.
24:36Gut.
24:50Gut.
24:55Gut.
24:58Gut.
25:01Gut.
25:06Gut.
25:07Kennzeichen kann ich nicht erkennen.
25:10Oh doch, FT-T7.
25:12Vielen Dank.
25:42Der ist nicht geklaut.
25:47Der Typ ist ein Fake.
26:07Der ist doch kein Fake.
26:11Paula, werden Sie bedroht von Kubisch und seinen Leuten?
26:17Das sind nur Geschäftsleute.
26:20Sie haben gestanden.
26:22Wovor können Sie Angst haben?
26:25Decken Sie jemanden?
26:28Was kann noch bedrohlicher sein als eine Mordanklage?
26:31Hört doch mal auf.
26:34Lass es doch mal gut sein.
26:35Ist das einer von Kubisch Leuten?
26:38Sitzt der da, um aufzupassen, dass Sie nichts Falsches sagen?
26:40Das ist doch Schwachsinn.
26:41Entschuldigung.
26:42Herr Verteidiger, möchten Sie etwas mit uns teilen?
26:46Entschuldigen Sie, Herr Vorsitzender.
26:52Die Unterlagen, die Sie wollten.
26:55Die Bankbelege?
26:56Jawohl.
26:57Dankeschön.
26:58Die Verhandlung ist vertagt.
26:59Wir machen morgen weiter.
27:03Ja, das glaube ich dir.
27:05Aber bevor ich mit der falschen Fährte Prozessharakiri mache, brauche ich irgendwas Handfestes.
27:10Zum Beispiel was auf Band.
27:12Sehr witzig.
27:13Im Moment weiß ich nicht mal, ob ich überhaupt mit denen ins Gespräch komme.
27:17Leo?
27:18Wie schnell fährst du eigentlich gerade?
27:21Keine Sorge.
27:23Kein KMH schneller als das deutsche Gesetz erlaubt.
27:28Kein W Yesen?
27:54Kein KMHufacturer Centrum.
27:56Der erste Schatten zoomingortenz generationen.
28:01Toll.
28:08Gemietet, was?
28:10Wieso?
28:12Der riecht noch so neu.
28:14Der ist neu.
28:18Na, mir egal.
28:20Ich hab mit sowas nichts mehr Mut.
28:24Der Schlüssel.
28:33Der Schlüssel.
28:49Pass auf dich auf.
28:53Und du auf dich.
29:13Es geht doch nicht über ein gesundes Mittagessen.
29:21Gutes Auto.
29:23Neu.
29:25Kaum gefahren.
29:37Der Wagen ist zu heiß.
29:39Den werd ich woanders los.
29:41Ja, so ein Risiko mutet man neuen Geschäftspartner nicht gleich beim ersten Deal zum, oder?
30:02Aber für sowas hast du doch Zeit, oder?
30:04Immer.
30:08Dabei können wir reden, wie es bei uns läuft.
30:22Die zwei Stunden für die Spazierfahrt mit Mutti sind langsam um, gell?
30:25Kommt sicher gleich.
30:32Das darf doch nicht wahr sein.
30:41Egal wohin Sie wollen, die bleibt hier.
30:44Mach keinen Scheiß damit.
30:49Mach keinen Scheiß mit.
30:55Da, was?
30:56Das darf nicht.
31:00Jetzt.
31:01Das darf nicht.
31:05Ich will.
31:08Das darf nicht.
31:10Das darf nicht.
31:12Das darf nicht.
31:12Das darf nicht.
31:13mit denen klären.
31:13Okay.
31:16Ich hab auch noch
31:17eine gute Nacht.
31:19Hier, hör mal.
31:2140, 40.000 sind pro Transaktion drin.
31:24Immer auf die Hand.
31:25Immer.
31:27Geldpreisig hab ich's auch persönlich gebracht
31:28und mir eine Weile die Schuhe versaut im Regen.
31:31Aber, wenn ein Zwischenheld
31:33wir uns bescheißen,
31:34dann ist er erledigt.
31:36Erledigt.
31:38Ist doch schon mal ganz gut, oder?
31:39Leo, wenn du das als Beweis einreichst,
31:42Benni.
31:44Was? Was willst du?
31:45Dass die mir gleich ein Geständnis draufquatschen?
31:47Sie sagen, ja, wir haben den Preising ermordet
31:48und jetzt sitzt die kleine Lackiererin dafür im Knast,
31:50oder was willst du?
31:51Das ist gepachtet.
31:53Was?
31:55Das ist ein Friedwald hier.
32:00Paula Mundkopf hat die Grabstätte hier
32:02vor einigen Wochen gepachtet.
32:05Für sich selber.
32:39Ich hab leider nicht so viel Zeit.
32:40mein Mann, meine Tochter, die kommen gleich.
32:42Die Nacht, in der ihr Chef starb,
32:43schlugen sie zu, als er noch stand,
32:45oder lag er da schon?
32:48Ich, ähm...
32:49Sie wissen es nicht?
32:53Ich nehm an, dass ich...
32:54Sie haben ihren Chef getötet.
32:55Es ist das Ereignis,
32:57was möglicherweise den Rest ihres Lebens bestimmt.
32:59Und Sie nehmen an?
33:01Ja.
33:02Welche Farbe war in der Lackierpistole?
33:04Islandgrau oder Anthrazit?
33:05Die sind doch alle so ähnlich.
33:06Das kann ich so...
33:07Paula, Sie verbringen seit 10 Jahren
33:08jeden Tag mit diesen Farben.
33:13Ich will in meine Zelle zurück.
33:15Sie wissen nicht, wie Preising gestorben ist,
33:16weil Sie ihn nicht umgebracht haben.
33:18Paula?
33:21Sie sind nicht nur krank.
33:23Sie werden sterben.
33:27Wen decken Sie, Paula?
33:28Ich decke niemanden.
33:29Paula, Sie decken jemanden.
33:30Nein!
33:30Ich möchte wissen, wen Sie decken!
33:32Mama, wieso schreit der dicke Mann so?
33:35Guck mal her, mein Schatz.
33:44Weil der dicke Mann einen schweren Tag hatte.
33:50Wir müssen leben.
33:52Nein.
33:53Dann erzählen Sie es mir.
33:58Er hat es doch nur wegen mir getan.
34:06Erich!
34:12Wieso kommst du nicht rein?
34:22Scheiße.
34:24Scheiße, was passiert?
34:27Ich bin durchgetrennt.
34:34Sieh das aus.
34:37Komm, bitte.
34:43Paulas Ehemann.
34:44Der hatte Streit mit Preising und hat ihn erschlagen.
34:47Und sie nimmt die Tat auf sich.
34:48Warum?
34:50Die Tochter ist 5 Jahre alt.
34:51Wenn der Vater jetzt ins Gefängnis geht
34:53und die Mutter kurz daraufhin stirbt,
34:54was passiert dann mit der Kleinen?
34:58Dann wächst die ohne Eltern auf.
35:02Warum hatte Paula Angst,
35:03dass rauskommt, dass sie todkrank ist?
35:06Weil dann ein falsches Geständnis viel näher liegt.
35:08Das ist sie bereit,
35:09für ihren Mann zu machen,
35:11um ihn zu schützen.
35:12Für ihre Tochter ist sie bereit,
35:13noch viel, viel mehr zu tun.
35:14Sie geht unschuldig ins Gefängnis,
35:16um dort zu sterben.
35:18Machen Eltern das für ihr Kind?
35:20Mein Mann sagt du's mir.
35:22Ich hab keine Tochter.
35:24Meine Noch-Ehefrau
35:26würde für mich nie ins Gefängnis gehen, ja?
35:34Hey.
35:37Hallo.
35:38Hallo.
35:40Telefon meldest du dich schon wieder
35:41mit deinem Mädchen an?
35:42Wolltest du darüber mit mir reden?
35:45Nein.
35:47Ist, ähm...
35:48Ist Nina da?
35:49Lina?
35:54Ist es Papa?
36:01Hi.
36:02Hallo.
36:45Und meine Nummer ist immer noch die alte.
36:47Ich weiß.
36:53Moin, Arschloch.
36:55Und du shakerst hier noch mit einer anderen rum?
36:57Weißt du was Bestimmtes?
36:58Ja, ich will mal sehen,
36:59was du für einer bist.
36:59Kennen wir uns.
37:00Ab mit sich Schülenfreiheit, ja?
37:02Während deine Frau in Preunengestheim
37:03sitzt mit dem Lungenkarzinom.
37:05Für was, was du getan hast?
37:07Was ist das für eine feige Scheiße,
37:08sich so hinter seiner Frau zu verstecken?
37:10Du gehörst zum Handball.
37:11Schämst du dich überhaupt gar nicht?
37:20Ich habe uns an der Scheißsituation gerettet.
37:22Ich weiß das,
37:23ich bin da nicht stolz drauf,
37:25aber...
37:26Ich kann mir einfach nicht zulassen,
37:28dass Lava alleine aufwächst.
37:30Das geht einfach nicht.
37:51War das an dem Tag,
37:52bevor Paula verhaftet wurde?
37:58Sie sollte eine letzte schöne Erinnerung haben.
38:04Ich würde meine Frau niemals im Knast verrecken lassen.
38:07Niemals.
38:09Vor allem nicht für was,
38:10was ich gemacht habe.
38:13Ich würde mich stellen.
38:15Ich würde mich stellen.
38:22Ich würde mich stellen.
38:37Meine Mandantin hat mir erzählt,
38:38dass heute jemand bei ihrem Mann war
38:40und ihn massiv eingeschüchtert hat.
38:42Das passt zu dem,
38:43dass er damit gleich zu ihr läuft.
38:44Spinnst du eigentlich?
38:46Weißt du, was du damit los trittst,
38:47wenn der seine Skrupel bekommt
38:49und plötzlich wirklich gesteht?
38:51Kümmerst du dich dann um Lara
38:52oder besorgst du hier eine Pflegefamilie?
38:57Scheiß drauf.
39:00Ich gebe den Fall sowieso ab.
39:03Was?
39:04Ich habe nur zwei Möglichkeiten.
39:05Entweder ich begehe Mandantenverrat
39:07oder ich mache mich zum Komplizen.
39:08Beides kann ich im Moment nicht gebrauchen.
39:14Sagen Sie mir jetzt nicht,
39:15dass ich mich nicht mehr länger...
39:17Lassen Sie mich bitte nicht alleine.
39:18Und Sie haben das Geld mit eigenen Augen gesehen.
39:22Ich lag auf dem Tisch von meinem Chef.
39:24Also, als ich abends nach Hause gegangen bin.
39:27Und am nächsten Morgen?
39:28Als ich reinkam, war alles total durcheinander.
39:32Und dann lag er da.
39:35Und das Gesicht war so voll...
39:37So krass, wer macht denn sowas?
39:40Also, mein Chef war tot.
39:42Und das Geld war nicht mehr da.
39:45Kuh ist Verobachter.
39:46Ich habe keine weiteren Fragen.
39:47Der sitzt gar nicht hier, um Sie zu bedrohen.
39:48Der will wissen, wer das Geld hat.
39:50Der will wissen, wer es genommen hat.
39:53Okay, Mäuschen.
39:54Ich bin gleich wieder da.
39:54Ja, ja.
39:55Alles gut.
40:03Wir haben das ganze Geld genommen.
40:06Von wegen Affekttat.
40:08Der Ehemann, der die Krankheit seiner Frau an ihrem Chef recht?
40:11Ist doch alles ein scheiß Märchen.
40:12Habt ihr was?
40:17Du hast ja sicher, dass Paula dich decken wird.
40:20Weil Paula liebt dich nämlich wirklich.
40:22Was haben Sie mit dem ganzen Geld gemacht?
40:24Ist er auf ein Konto eingezahlt für Laras Ausbildung?
40:26Oder was genau ist damit geplant?
40:32Hey, warum so unhöflich?
40:41Warum hast du mich gerade weggedrückt?
40:42Ich wollte nur wissen, wie es dir geht.
40:44Wann kommst du denn?
40:46Ja, wann kommst du endlich?
40:48Erik!
40:50Ey, was ist denn?
40:53Entschuldigung.
40:57Ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll.
40:59Du sagst überhaupt nichts.
41:01Die Frau ist todkrank.
41:02Das gibt dir den Rest.
41:03Du lässt ihn morgen schön vor Gericht auflaufen.
41:06Eiskalt.
41:06Dann geht er in den Knast, wie er es verdient hat.
41:10Sie ist meine Mandantin.
41:11Ich kann nicht einfach gegen ihren Willen entscheiden.
41:14Das ist doch Bullshit.
41:16Du musst sie beschützen.
41:17Das ist alles.
41:18Das ist dein Job.
41:19Und was mit dem Kind?
41:23Das Kind braucht doch einen Vater zum Aufwachsen.
41:43Nein!
41:45Sie sind verrückt.
41:45Das hätte er niemals getan.
41:47Es gibt anscheinend einiges, was sie ihrem Mann nicht zutrauen.
41:51Paula.
41:53Ihr Mann und Frauke.
41:55Frauke und Erik, die hatten mal was miteinander.
41:58Aber das ist lange her.
42:06Ich soll ihn fallen lassen.
42:10Mein Mann.
42:13Lassen Sie mich mit der Staatsanwältin reden.
42:17Paula.
42:19Die Zeit, die Ihnen noch bleibt.
42:22Wollen Sie nicht lieber mit Ihrer Tochter verbringen, anstatt hier?
42:49Warum sind wir hier?
42:50Der geklaute Wagen war gemietet.
42:57War ja doch ein Fake, ne?
43:01Schönen guten Abend.
43:04Grüß dich.
43:07Danke für das Vorbeikommen.
43:15Das hier habe ich unter deinem Wagen gefunden.
43:23Dann laden wir ihn zu einem Gespräch ein.
43:56Wie habe ich das vermisst?
43:58Du nicht auch?
44:01Ähm, sollte ich?
44:02Ich meine, wegen mir bist du ja nicht zurückgekommen.
44:09Wie kriegst du öfter solche Post?
44:12Das ist von einem frustrierten Offenbacher Rohrverleger,
44:14dem ich die Ehe gerettet habe.
44:16Aha.
44:18Machst du uns den Kühlschrank vor?
44:19Äh, klar.
44:26Was ist denn los?
44:28Moment.
44:32In Bahar, auf die Hand.
44:33Immer.
44:35Geldpreisig habe ich es auch persönlich gebracht
44:36und mir eine Weile die Schuhe versaut im Regen.
44:38Im Regen?
44:40Aber, wenn ein Zwischenhändler uns bescheißt,
44:42dann ist er erledigt.
44:53Ja, bitte.
44:57Herr Hornberg.
44:58Wo ist raus?
44:59Hallo.
45:00Was kann ich für Sie tun?
45:02Ja.
45:05Sie sind so kurz vor der Ziellinie.
45:07Mhm.
45:07Das, was ich Ihnen jetzt sage, würde bedeuten,
45:10dass Sie vielleicht heute Nachmittag in der Verhandlung
45:13auf den schnellen Sieg verzichten.
45:16Na los.
45:18Bitte?
45:19Ja, jetzt bin ich gespannt,
45:20wie Sie mir das schmackhaft machen wollen.
45:23Wir hätten die Chance, den wahren Täter zu finden,
45:26allerdings bräuchte ich dafür mehr Zeit.
45:27Seit wann ist denn die Verteidigung am wahren Täter interessiert?
45:30Seitdem ist die einzige Möglichkeit,
45:31es meine Mandantin zu entlasten, Frau Staatsanwältin.
45:34Wow.
45:35Ihre Mandantin hat gestanden.
45:38Für mich leider immer ein bisschen mehr
45:39müssen Sie mir schon geben.
45:42Darf ich?
45:44Bitte.
45:49Frau Strauß, wenn ich Ihnen jetzt sage,
45:55wer der wahre Täter ist,
45:57wie kann ich sicher sein,
45:58dass Sie das heute Nachmittag in der Verhandlung
46:00nicht als verzweifelten Versuch der Verteidigung porträtrieren
46:03und nicht in der Luft zerreißen,
46:04bevor wir den wahren Täter festgenagelt haben?
46:07Das können Sie nicht.
46:09Ein falsches Geständnis.
46:10Ich meine, was für einen Sinn sollte das denn haben?
46:12Können Sie sich vorstellen,
46:14wozu eine Mutter in der Lage ist,
46:16um ihre Tochter zu schützen?
46:19Mehr haben Sie also nicht, ja?
46:21Ein Appell an meine Gefühle.
46:24Hätten Sie das auch gemacht,
46:25oder besser gesagt, gewagt,
46:27wenn ich ein Mann wäre?
46:28Frau Kollegin...
46:29Frau Kollegin...
46:30Oh.
46:32Entschuldigung, das ist...
46:34Blöd jetzt.
46:36Sind Sie so am Ende mit Ihrer Verteidigung,
46:39Herr Kollege?
46:42Im Gegenteil, Frau Staatsanwälten.
46:45Im Gegenteil.
46:47Bis nachher.
46:49Tschüss.
46:50Tschüss.
47:00Aber warum können wir uns nicht wie normale Menschen treffen,
47:02sondern hier auf dem Dach der Staatsanwaltschaft?
47:05Hör mal, du hattest gesagt,
47:06dass Paula und ihr Mann,
47:07dass die ab 22.30 Uhr ein Alibi haben.
47:10Ja, also ab dann war Ihr Arzt bei Ihnen
47:12und dann sind Sie zusammen ins Krankenhaus gefahren.
47:15Weil als Kubisch Preising das Geld gebracht hat,
47:17da hat es geregnet.
47:18Und laut Wetterdienst hat es erst ab 23 Uhr geregnet.
47:21Was?
47:23Das heißt, Preising hat nach Eriks Angriff noch gelebt?
47:27Wenn Kubisch und seine Leute so spät noch bei ihm waren,
47:30dann würde das ja Paula und ihren Mann entlasten.
47:34Meinst du, die würden das aussagen?
47:37Meine neuen Geschäftspartner wollten mich sowieso dringend sehen.
47:41Was machst du jetzt?
47:43Ich will ins Gericht, muss ins Autohaus.
47:46Benni!
47:47Also wenn ich dir nochmal dein Zeug hinterher tragen soll,
47:49schreibe ich dir eine Rechnung.
47:51Bist du jetzt eine neue Sekretärin, oder?
47:53Sag mal, warum hast du ihm erzählt, dass er mich braucht?
47:55Moment, du hast das falsch verstanden.
47:56Sie hat ihm erzählt, dass du mich brauchst.
47:57Du hast mir gesagt, dass er mich braucht.
47:58Wer hat jetzt wen gebraucht?
48:00Also ich hab dich nicht gebraucht.
48:01Nee, ich hab dich auch nicht gebraucht.
48:01Mann, ey, jetzt stellt euch nicht so an.
48:03In Wahrheit seid ihr beide froh, dass ich euch wieder zusammengebracht hab.
48:13Bis später.
48:17Du wolltest noch ins Autohaus?
48:20Ich muss.
48:21Kleine Nachzahlung für die Spritztour.
48:23Richtig.
48:25Sag mal, hattet ihr in den letzten sechs Monaten hinter meinem Rücken Kontakt?
48:28Ich muss auch.
48:49Was?
48:50Leo, die wissen, wer du bist.
48:52Hau ab.
48:53Was?
48:54Ich bin hier gerade bei diesem Auto-Zuhälter und der hat mir erzählt, dass gestern Leute
48:58da waren, die wissen wollten, wer das Fahrzeug gemietet hat.
49:01Sehr gut, dass da dein Name auf dem Vertrag steht.
49:04Hör auf, dir was zu beweisen.
49:05Mach dich vom Acker.
49:07Wenn ihr entspannt, ich habe alles im Griff.
49:10Wir sind so gut wie auf dem Weg zu dir.
49:13Was?
49:18Hallo.
49:19Herr Kubisch, lass uns reingehen.
49:38Herr Verteidiger, wo sind nun Ihre Zäugen?
49:43Ja, komm sicher gleich.
49:46Moment.
49:49Du hast uns verarscht.
49:53Das ist die Kurzversion, ja?
49:56Na dann.
49:58Ich bräuchte allerdings vorher noch einen kleinen Gefallen von Ihnen.
50:01Was?
50:04Mein Partner, der ist Anwalt und der hat eine Klientin, die braucht dringend ihre Hilfe.
50:08In Form einer Aussage, das dauert auch nicht lange.
50:12Ich würde Ihnen dafür im Gegenzug auch einen Tipp geben, wo Sie Ihr Geld wiederkriegen.
50:17Ach ja, und mein Partner und ich, wir würden darauf verzichten, die saubere Fassade Ihres
50:22legalen Importgeschäftes auflegen zu lassen.
50:25Was wir mit allem, was wir gegen Sie haben, durchaus leerleicht könnten.
50:29Darf ich jetzt?
50:30Was mein Partner im Übrigen auch alleine kann.
50:47Herr Vorsitzender, wir alle haben keine Zeit für diese Verzögerungstaktiken der Verteidigung.
50:51Daher stellt die Staatsanwaltschaft den Antrag, unseren Zeugen vorzuziehen.
50:56Ja.
50:57Ich verstehe das nicht.
50:59Warum ist denn das so schlimm?
51:01Sie will beweisen, dass Sie beide von der Tat wussten.
51:05Sie will Sie beide ins Gefängnis stecken für eine gemeinschaftlich begangene Tat.
51:10Führen Sie Erik Mondkopf herein.
51:12Herr Zeuge, Erik Mondkopf.
51:19Nehmen Sie hier bitte Platz.
51:25Guten Tag.
51:26Bitte nennen Sie uns Ihren vollständigen Namen.
51:30Erik Mondkopf.
51:31Herr Verteidiger, Sie wissen, dass Mobiltelefone im Gerichtssaal strengstens untersagt sind.
51:37Entschuldigen Sie bitte, Herr Vorsitzender.
51:39Ich muss kurz austreten.
51:46Leo, nimm ab.
51:48Mailbox von Leo Oswald.
51:51Scheiße.
51:52Benni!
51:54Leo!
51:57Hast du denn eine Verhandlung?
52:01In der Tatnacht erhielten Sie um 22.45 Uhr einen Anruf auf Mailbox.
52:07Sie wurden gebeten, die vereinbarte Vertragssumme noch am gleichen Abend in die Lackiererei Preising zu bringen.
52:15Ist das richtig?
52:16Ja.
52:17Zu diesem Zeitpunkt hatten sowohl Paula wie auch Erik Mondkopf ein lückenloses Alibi.
52:24Können Sie uns sagen, wer Sie darum gebeten hat?
52:29Gerhard Preising.
52:31Auch auf die Gefahr hin, dass der Herr Vorsitzende Handys im Gericht immer noch nicht mag, möchte ich dieses Handy
52:38als Beweisstück 5B aufnehmen lassen.
52:40Auf dem befindet sich die besagte Mailbox-Nachricht.
52:44Als Erik Mondkopf den Mann, der seine Frau jahrelang so zynisch behandelte, niederschlug, dachte er womöglich selbst, er hätte ihn
53:00umgebracht.
53:09Was aber nicht stimmte, Gerhard Preising war nicht tot, er lebte.
53:19Ein Spruch. Der Verteidiger stellt dem Zeugen keine Fragen, er stellt lediglich Thesen auf.
53:25Einverstanden.
53:26Ähm, als Sie die vereinbarte Geldsumme in die Lackiererei brachten für die...
53:31Instandhaltung und Lackierung des Firmenfuhrparks.
53:34Dankeschön.
53:35Befand sich da noch jemand anderes in der Lackiererei außer Gerhard Preising?
53:40Ja.
53:41Haben Sie die Person gesehen?
53:44Ja.
53:45Befindet sie sich hier im Saal?
53:49Ja.
53:51Können Sie sie bitte identifizieren?
53:59Frau Keben.
54:01Frau Keben, Sie war es auch, die die Geldübergabe für Ihren Chef organisierte.
54:12Ja, was flotzt denn so?
54:14Ruf mir einen Arzt.
54:38Frau Keben nahm das Geld, wohlwissend, dass alles auf jemand anderen deuten würde, nämlich auf Paula.
54:45Von dem jeder im Betrieb wusste, dass sie einen Streit mit ihrem Chef hatte.
54:53War es so?
54:56Sie war es auch, die Erik überreden wollte, ganz neu wieder anzufangen mit dem Geld, während Paula im Gefängnis saß
55:04und krank war.
55:05Aber sie wusste nicht, dass er es war, der Gerhard Preising niederschlug und nicht Paula.
55:13Danke.
55:16Ich muss Sie darauf hinweisen, dass Sie ab jetzt als Beteiligte gelten und alles, was Sie sagen, gegen Sie verwendet
55:23werden kann.
55:28Frau Strauß, Frau Beben, jetzt bleiben Sie mal ganz ruhig, wir werden Sie alles berufen, wir werden mal schauen.
55:35Jetzt ruhigen Sie sich erst mal.
55:37Schaut das!
55:41Erik, du wolltest mich hinhalten, oder?
55:45Würde ich nicht hinter euer kleines Geheimnis kommen?
55:47Du und deine Paula.
55:51Ja.
55:56Erik, du hättest alles von mir haben können, alles.
55:59Eine richtige Zukunft.
56:01Und Geld.
56:03Und ich hätte mich doch gekümmert um deine Kleen.
56:08Und du warst mit deiner Scheiß, Paula.
56:13Was hast du jetzt von deiner beschissenen Treue, wenn die tot ist?
56:22Ich geh nicht in den Knast.
56:29Frau Kolini.
56:34Hallo.
56:35Ach, schau.
56:40Lang untertritt.
56:41Ach, guck mal.
56:41Hallo, Mann.
56:42Mama.
56:43Mama.
56:44Hallo.
56:56Paula Mohnkopf wollte die ganze Zeit ihren Mann schützen.
56:58Und Sie haben die ganze Zeit davon gewusst.
57:01Ich weiß nicht, was ich an Ihrer Stelle gemacht hätte.
57:05Begleiten Sie mich noch aus?
57:07Ja.
57:08Ich kann jetzt wirklich frische Luft gebrauchen.
57:11Wissen Sie, was bedauerlich ist?
57:13Bei der Durchsuchung von Frauke Bens Wohnung konnte das gestohlene Geld nicht sichergestellt werden und auf dem Weißkohl zuvor eingebrochen
57:18worden.
57:18Was?
57:19Wirklich?
57:20Wir waren doch sonst im Prozess immer so bemerkenswert gut informiert.
57:23Tja, irgendwann verlässt dann halt das Glück, ja.
57:27Na dann, schönen Feierabend.
57:29Gleichfalls.
57:38Siehst du, wenn es eng wird, muss ich alles selber machen.
57:42Dies kann man sich eben nicht verlassen.
57:58Dies kann man sich nicht verlassen.
58:13Tja, irgendwann verlassen.
58:31Untertitelung des ZDF, 2020