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MenschenTranskript
00:04Als ich klein war, ging ich zum Vater mit dem Malbuch in der Hand
00:15und ich fragte, welche Farbe hat die Welt?
00:57Ich fragte, welche Farbe hat die Welt?
01:08Ich fragte, welche Farbe hat die Welt?
01:38Ich fragte, welche Farbe hat die Welt?
02:04Ich fragte, welche Farbe hat die Welt?
02:13Ich fragte, welche Farbe hat die Welt?
02:23Es ist so freundlich.
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05:37Untertitelung des ZDF für funk, 2017
05:49ZDF für funk, 2017
06:10ZDF für funk, 2017
06:13ZDF für funk, 2017
06:14ZDF für funk, 2017
06:17ZDF für funk, 2017
06:18ZDF für funk, 2017
06:19ZDF für funk, 2017
06:19ZDF für funk, 2017
06:22ZDF für funk, 2017
06:24ZDF für funk, 2017
06:29ZDF für funk, 2017
07:06Untertitelung des ZDF für funk, 2017
07:25Der Papst wird häufig auch Heiliger Vater genannt,
07:30obwohl Jesus diese Anrede für Menschen verboten hat.
07:34Hier sehen wir den Titel auf der offiziellen Vatikan-Internet-Seite.
07:39Dieser Titel, Heiliger Vater allein, ist schon Gotteslästerung.
07:44Matthäus 23,9 sagt,
07:55Die Anrede Heiliger Vater ist ausschließlich dem Vater im Himmel vorbehalten.
08:02Jesus betete zu seinem Vater in Johannes 17,11 und redete ihn an mit den Worten Heiliger Vater.
08:11Auch der zweite Punkt der Gotteslästerung, sich als Mensch anzumaßen, Sünde vergeben zu können,
08:18ist im Papsttum nur allzu deutlich.
08:21Jede Beichte von Sündern in der Gegenwart von Priestern
08:25Beweisen die Lehre und Praxis der katholischen Kirche,
08:29dass das Priestertum der katholischen Kirche angeblich Macht hat,
08:34Sünden von Menschen vergeben zu können.
08:37Bau eines Einfamilienhauses in Stuttgart.
08:40Trotz Klimakrise mit Beton.
08:43Dabei ist gerade Beton, oder genauer gesagt der darin enthaltene Zement,
08:48Schuld an den hohen Treibhausgasemissionen der Bauindustrie.
08:52Bauen muss klimafreundlicher werden.
08:55Deshalb wird hier ein neuartiger Beton getestet.
08:59Mit dabei Werkstoffwissenschaftler Christian Thienel.
09:04Es gibt keine Alternative, die wirklich Beton in seiner Form ersetzen kann.
09:09Und da führt kein Weg am Beton vorbei.
09:11Die Frage ist nur, wie machen wir den Beton?
09:21Ich bin Professor für Werkstoffe des Bauwesens an der Universität der Bundeswehr in München.
09:26Und forsche dort zusammen mit meinem Team an Leichtbetonen und kalzinierten Tonen,
09:32mit denen wir Betone der Zukunft herstellen können,
09:34mit denen wir sehr viel CO2-Ersparnis erzeugen können.
09:38Alle müssen in sich ökologischer werden.
09:40Und wir betreiben das im Bereich des Betonbaus.
09:45In Deutschland fehlt Wohnraum.
09:48Deshalb will die Bundesregierung jedes Jahr 400.000 neue Wohnungen bauen lassen.
09:54Wichtigster Baustoff dabei?
09:56Beton.
09:57Das verursacht enorme Treibhausgasemissionen.
10:05Berechnungen zeigen, bei 400.000 Wohnungen fast 50% mehr als bisher.
10:12Statt 17 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr,
10:16gehen dann 25 Mio. Tonnen aufs Konto der Bauindustrie in Deutschland.
10:21Das hat der Wirtschaftswissenschaftler Daniel Fuhrhopp errechnet.
10:25Er weiß zwar, dass Wohnraum gebraucht wird.
10:28Leider bedeutet das allerdings, dass wir einen großen Klimaschaden erzeugen.
10:33Denn diese zusätzlich gebauten Wohnungen verursachen etwa 8 Mio. Tonnen Treibhausgase zusätzlich.
10:41Obwohl wir gerade genau im Gegenteil im Gebäudebereich und im Industriebereich
10:46jeweils 4 Mio. Tonnen jährlich weniger verursachen sollen.
10:51Also haben wir einen riesigen Zielkonflikt, ein großes Problem.
10:56Hauptbestandteil von Beton ist Zement.
10:58Der wird in großen, sich drehenden Öfen produziert.
11:03Dabei werden enorme Mengen CO2 freigesetzt.
11:09Normaler Beton besteht aus Kies, Sand, Wasser und eben Zement.
11:16Zement wiederum besteht aus einer Mischung aus Ton und Kalkstein,
11:21die bei bis zu 1450 Grad gebrannt wird.
11:25Zu sogenanntem Zementklinker.
11:30Beim Brennen entsteht das Treibhausgas CO2.
11:34Nicht nur durch den Energieverbrauch, sondern vor allem durch die chemische Reaktion,
11:39die beim Brennen abläuft.
11:41Aus Kalkstein, CaCO3, wird Brandkalk, CaO und CO2.
11:47Das wird frei und entweicht in die Luft.
11:51Deswegen ist Zement die größte Treibhausgasquelle beim Bauen mit Beton.
11:57Aber bislang unverzichtbar.
12:05Den CO2-Fußabdruck von Beton könnte dieses Material verringern.
12:11Sogenannter Blähton.
12:12Kleine, luftgefüllte Tonkügelchen, die in den Beton gemischt werden
12:17und sein Gewicht reduzieren.
12:19Das geht auch mit Glaskügelchen.
12:21Der Clou an beiden Materialien ist,
12:23dass sie auf smarte Art und Weise Luft einbauen in einen festen Körper.
12:28Und je mehr Luft, je feiner verteilt, desto besser sind die Eigenschaften.
12:33Der daraus hergestellte sogenannte Infraleichtbeton
12:37enthält so viel Luft, dass er sogar schwimmt.
12:49An der Uni der Bundeswehr testet das Team von Christian Thienl
12:54die Rezeptur für ihren Infraleichtbeton.
12:57Erst Blähton, dann Wasser und schließlich Zement.
13:06Diese Masse wiegt nur etwa ein Viertel von Normalbeton,
13:10ist aber wegen ihres geringen Gewichts
13:12auf der Baustelle schwieriger zu verarbeiten.
13:15Doch das Team ist zufrieden.
13:18Die Besonderheit des Betons ist eben auch,
13:20er muss fließen, er muss von der Konsistenz her sein
13:22wie ein schönes Mousse au Chocolat.
13:26Daraus können Wände gebaut werden,
13:28die wegen der eingeschlossenen Luft hervorragend dämmen.
13:33Die dagegen ist richtig kalt, ne?
13:35Da?
13:37Solche Wände brauchen keine zusätzliche Dämmung,
13:40etwa aus Styropor.
13:41Und der Infraleichtbeton hilft dem Klima auch noch anders.
13:45Dadurch, dass er porös ist, habe ich eine Möglichkeit,
13:48dass CO2 aus der Luft oder allgemein die Luft mit dem CO2 eindringen kann.
13:52Und im Beton dann mit dem Calciumhydroxid reagieren kann.
13:56Und das Calciumhydroxid bindet also das CO2 der Luft
13:59und ersetzt so einen Teil des CO2,
14:02das bei der Produktion freigesetzt wurde.
14:04Durch die offenen Poren atmet der Infraleichtbeton
14:08das Treibhausgas sozusagen ein.
14:11Das im Beton enthaltene Calciumhydroxid,
14:14das zuvor beim Betonanrühren chemisch entstanden ist,
14:17nimmt CO2 aus der Luft auf
14:19und wird im Laufe der Jahre wieder zu Calciumcarbonat, also Kalkstein.
14:24Und trotzdem bleibt der Beton stabil.
14:27Mit dem Rasterelektronenmikroskop
14:29beobachtet das Wissenschaftlerteam,
14:31wie sich im Inneren des Betons Nadeln bilden,
14:34die sich ineinander verhaken und für Stabilität sorgen.
14:37Wir schauen, wie hat sich die Mikrostruktur entwickelt.
14:41Ja, können wir wirklich sehen,
14:43dass sich die festigkeitsbildenden Nadeln gut ausgebildet haben,
14:47sodass wir auch mit einer hohen Festigkeit des Betons rechnen können.
14:51Was wir dann bei kleineren Vergrößerungen schon sehen,
14:54ist die Porosität des Gefüges.
14:55Dass einfach viel mehr Poren vorhanden sind,
14:58viel mehr Luft im Beton enthalten ist,
15:00als wir das von Normalbeton kennen.
15:02Doch wie fest ist der Leichtbeton im Vergleich zu normalem Beton?
15:07Ein Test soll das zeigen.
15:09Der Block aus Normalbeton wird unter Druck gesetzt.
15:19Und er zerbirst.
15:21Aber erst bei hoher Belastung von 60 Tonnen.
15:26Dann ist der Leichtbeton dran.
15:31Er bricht schon bei 9 Tonnen.
15:38Diese Festigkeit ist allemal im Bauwerk höher
15:41als das, was wir an Ziegelmauerwerk heutzutage hinstellen.
15:45Wir haben einen sehr gutmütigen Beton,
15:47wie man hier von den Verformungsverhalten sieht.
15:49Diesen Beton können Sie im Erdbebenmügel bauen.
15:51Hier haben wir große Verformungsmöglichkeiten.
15:53Wir haben immer noch die Hälfte der Tragfähigkeit,
15:55obwohl die Probe total kaputt ist.
15:56Für den normalen Hausbau reicht die Festigkeit völlig aus,
16:00sagt Christian Thienl.
16:02Brücken oder Hochhäuser würde er aber nicht damit bauen.
16:05Zurück auf der Baustelle in Stuttgart.
16:08Wir brauchen jetzt natürlich die Information,
16:10ob der Beton, wie er im Werk angemischt wurde,
16:13auf die Eigenschaften hat, die wir haben wollen.
16:15Das wird jetzt als erstes kontrolliert.
16:17Schießt den kann immer irgendwas.
16:18Aber erfahrungsgemäß müsste es eigentlich passen.
16:22Fließt der Infraleichtbeton genauso gut, wie er soll?
16:26Enthält er ausreichend Luft, um gut zu dämmen?
16:30Oder enthält er zu viel Luft?
16:32Dann würden die Wände instabil.
16:36Christian Thienl ist etwas angespannt.
16:39Schließlich ist Hausbau mit Infraleichtbeton
16:41immer noch Pionierarbeit.
16:44Doch alles passt und die Bauarbeiter dürfen loslegen.
16:51Die graue Mousse au Chocolat fließt.
17:03Die erste Wand wird gegossen.
17:06Vorsichtshalber eine Rückwand,
17:08die nicht gleich auf den ersten Blick
17:10aufs fertige Haus sichtbar ist.
17:12Der Beton funktioniert so, wie wir ihn uns vorgestellt haben.
17:16Wie wir ihn im Labor schon getestet haben.
17:18Für uns ist es jetzt keine Überraschung.
17:20Aber es ist trotzdem immer wieder schön,
17:21in der Praxis zu sehen,
17:23dass das, was man sich ausgedacht hat,
17:25dann tatsächlich auch funktioniert.
17:27Ein Problem ist, auch Leichtbetonwände
17:30brauchen zur Stabilisierung Stahl im Innern.
17:33Doch weil die offenen Poren des Leichtbetons
17:35besonders viel CO2 aufnehmen, würde der Stahl rosten.
17:38Die Lösung hier, verzinkter Stahl.
17:42Aber der ist teuer und energieaufwendig.
17:48Welche Schäden rostender Stahl verursacht,
17:51zeigen die vielen maroden Brücken in Deutschland.
17:55Wenn Stahl rostet, dehnt er sich aus.
17:58Der Beton platzt ab.
18:00Auf Dauer droht der Einsturz.
18:08Für den Bauingenieur Frank Schladitz
18:11ist Stahl im Beton grundsätzlich ein Problem.
18:16Wir sehen jetzt hier,
18:17die Stahlbewehrung korrodiert.
18:19Die korrodiert eigentlich immer.
18:20Wir können es nur schaffen,
18:21indem wir die in ein alkalisches Milieu packen.
18:23In den Beton packen.
18:25Diese Alkalität im Beton geht aber Stück für Stück verloren.
18:27Damit wir es aber möglichst lange aufhalten
18:29oder möglichst lange erhalten,
18:31packen wir den Stahl in ganz viel Beton.
18:33Wir sehen hier die Betondeckung.
18:35Damit machen wir nichts anderes,
18:37als den Stahl vor Korrosion zu schützen.
18:40Seine Lösung, Carbon statt Stahl.
18:43Die hauchdünnen Fasern aus Kohlenstoff
18:45werden zu einem Garn zusammengefasst.
18:49Daraus entsteht eine Art Gitter,
18:51das den Beton, genau wie der sonst übliche Stahl, verstärkt.
19:03Der Vorteil, Carbon ist leichter und flexibler als Stahl.
19:08Und vor allem, es rostet nicht.
19:11Deshalb muss die Betonauflage auch nicht mehr so dick sein.
19:18Hier haben wir ungefähr eine Betonüberdeckung von 5 mm.
19:21Das reicht für den Carbonbeton vollkommen aus.
19:23Beim Stahl im Außenbereich, bei Brücken,
19:25braucht man ungefähr 5 cm, um den Stahl zu schützen.
19:28Also ungefähr die 5-fache Betondeckung
19:30oder die 10-fache Betondeckung,
19:32um den Stahl vor Korrosion zu schützen.
19:33Das brauchen wir hier nicht,
19:34und sparen damit Beton.
19:36Dadurch könnte der CO2-Ausstoß beim Bauen
19:39um knapp 50 % reduziert werden.
19:45Aber sind die Carbonfasern auch stabil genug?
19:47Können sie mit Stahl mithalten?
19:51Frank Schladitz macht im Labor der Universität Dresden
19:54einen Zug- und Drucktest.
20:07Der Test beweist, die Carbonfasern halten.
20:11Sogar 6-mal mehr als Stahl.
20:15Gerade fertig geworden.
20:17Das 1. Haus aus Carbonbeton.
20:19Das Cube in Dresden.
20:21Seine Wände sind nur 27 cm dick und trotzdem stabil.
20:27Bis zu 40 % weniger Baumaterial
20:29als bei einem vergleichbaren Bauwerk aus Stahlbeton
20:32haben seine Erbauer von der TU Dresden dafür verwendet.
20:37Und weil kein rostender Stahl drin steckt,
20:39soll es eine Lebensdauer von 200 Jahren haben.
20:42Ist das die Zukunft des Bauens?
20:45Da gibt es 2 Möglichkeiten.
20:47Entweder baue ich dünner oder ich baue mit Betonen,
20:50die weniger Zement in sich haben.
20:52Und beim Carbonbeton verbinden wir beides.
20:54Wir bauen dünner und nutzen auch noch Betonen mit weniger Zement
20:57und haben damit einen extrem großen Hebel,
21:00was die Einsparung von CO2-Emissionen ist.
21:03So sollen sogar 80 % weniger CO2 möglich sein.
21:08Das Problem?
21:09Für die Herstellung von Carbon braucht es Erdöl.
21:12Und das ist nicht zukunftsfähig.
21:14Doch mit dem, was hier schwimmt,
21:17könnte Carbon klimafreundlich hergestellt werden.
21:20Der Rohstoff sind Algen.
21:22Damit will Thomas Brück den Carbonbeton weiterentwickeln.
21:26Seinen Roller hat er mit Algencarbon gebaut.
21:30Aus den Algen produziert Brück an der TU München
21:33eigentlich Biokraftstoffe.
21:35Dabei bleibt als Abfallstoff Glycerin übrig,
21:39woraus normalerweise Kosmetikprodukte wie Seife gemacht werden.
21:42Bis jetzt.
21:45Wir haben jetzt einen Weg gefunden,
21:47dieses Glycerin umzuwandeln in Acrylnitril.
21:51Und das ist der Baustein für alle kommerziellen Carbonfasern.
21:58Biobasiertes Acrylnitril aus nachwachsenden Rohstoffen.
22:03Als grüne Alternative für die Herstellung von Carbonfasern
22:07könnte das Bauen mit Beton revolutionieren.
22:13Diese Carbonfaser ist 100% vergleichbar in der Performance
22:17wie das, was wir schon kennen.
22:19Plus, wir haben dieses Verfahren mittlerweile
22:22unter industriellen Bedingungen getestet.
22:25D.h. es ist machbar und umsetzbar.
22:27Das hier ist CO2-negativ.
22:33Noch einen Schritt weiter geht der Ingenieur Kolja Kuse.
22:37Er verwendet Carbonfasern, um klimaschädlichen Beton
22:41durch ein CO2-neutrales Material zu ersetzen,
22:44das weltweit verfügbar ist.
22:46Granit.
22:51Das Carbon gibt dem Granit die Zugfestigkeit,
22:54die er selbst nicht hat.
22:55Die ist zwar nicht schlecht im Vergleich zu Beton,
22:58vielleicht 4-mal höher sogar,
22:59aber das reicht nicht aus,
23:01um so ein Teil hier wirklich dauerhaft,
23:04flexibel, zugfest zu machen.
23:06Dafür wird die Carbonfaser benötigt.
23:08Und es geht mit keiner anderen Faser, außer mit Carbon,
23:11dem Stein sozusagen Manieren beizubringen, nicht zu brechen.
23:16Nur eine Millimeter dünne Carbonschicht klebt er auf den Stein.
23:22So wird aus den dünnen Granitplatten
23:25ein Baustoff, der so fest ist wie Beton, aber viel leichter.
23:37Wunderbar.
23:38Das kommt jetzt so auf die Baustelle,
23:40wenn wir die Klebearbeiten heute abgeschlossen haben.
23:44Als erstes Projekt baut Kolja Kuse
23:47eine Terrasse vor sein eigenes Haus.
23:50Mit den tragenden Balken aus Carbon-Granit
23:53ist er schon mal zufrieden.
23:55Dann kommen die Platten.
23:58Ja, die Treppe ist kaputt.
24:00Das erschwert die ganze Sache.
24:02Sonst wäre es easy.
24:05Obwohl sie so dünn sind,
24:07sind die Platten ziemlich schwer.
24:11Die ist wirklich.
24:12Stopp, stopp.
24:14Stopp.
24:16Kann man sie jetzt da vorne einfach machen.
24:27Passt.
24:28Hält.
24:30Und liegt super.
24:32Das könnten wir Wolkenkreuz abbauen.
24:34Doch Christian Thienl bezweifelt, dass Naturstein ein universeller Baustoff ist.
24:40Granit ist ein wunderbares Material, hochinteressant.
24:42Nur es wird nie im Leben in den Mengen verfügbar sein, wie wir es bräuchten, um auch nur annähernd den
24:48Wohnungsbedarf zu decken, den wir haben.
24:50Für spezielle Anwendungen, gar keine Frage, sehr interessant. Aber nichts für den Massenmarkt.
24:57Beton ist der am meisten verwendete Baustoff und wird es wohl auch bleiben.
25:02Und der Bedarf wird rasant wachsen.
25:07Studien zeigen, dass der Zementverbrauch der reichen Länder und der Transitionsländer, also der Länder der ehemaligen UdSSR und Südosteuropas, stagniert.
25:18Der Verbrauch in China, Indien und in den Entwicklungsländern aber um ein Vielfaches steigen wird.
25:26Eine Chance und echte Alternative soll, kein Witz, die Maniokwurzel bieten.
25:33Der Materialforscher Wolfram Schmidt will sie als Rohstoffquelle für Zement nutzen und daraus hochwertigen Beton fertigen.
25:40Maniok, auch bekannt als Cassava, wird in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas als Lebensmittel angebaut.
25:50Die Knolle ist sehr stärkerhaltig. Die Schale aber ist giftig, verrottet schlecht und taugt auch nicht als Viehfutter.
25:56Wir machen jetzt eine Mischung, wo wir Zement-Cassava-Schalenasche mit Wasser vermischen als Bindemittel und das Ganze mit Sand
26:03zu einem Mörtel verarbeiten, dass es sich ähnlich anfühlt wie Beton.
26:07Das ist eine Vorstufe zum Beton. Und wir wollen jetzt mal sehen, ob wir mit der Cassava-Schalenasche die gleichen
26:13Eigenschaften erreichen können wie mit einer rein zementgebundenen Mischung.
26:17In Schmids Beton kommt Zement, aber eben auch die Asche aus Cassava-Schalen. Und, wie bei Normalbeton, Sand und Kies.
26:31Die Cassava-Schalen hat Schmidt zuvor zur Asche verbrannt und anschließend in einen Ofen bei knapp 800 Grad gegeben.
26:39Dadurch wird ein in der Schale gebundener Stoff freigesetzt, Siliziumhydroxid.
26:45Und das ist der Clou in Schmids Beton.
26:50Und wir fangen jetzt mit den Sanden an. Wir müssen mal gucken, wir haben den groben Sand, den mittleren Sand
26:55und den feinen Sand.
26:57Das gießen wir jetzt alles schon mal zusammen.
27:03Dann Zement und Wasser.
27:09Und schließlich die Cassava-Asche mit dem Siliziumhydroxid.
27:15Die Maniok-Schale ist ein Zaubermittel.
27:16Also vor allen Dingen ist sie dort sinnvoll einzusetzen, wo sie in großen Mengen wächst.
27:20Und da reden wir vor allen Dingen über Sierra Leone oder Ghana oder Thailand ist der größte Exporteur von Cassava.
27:27Und in Brasilien wird unglaublich viel Cassava angebaut.
27:29Dort heißt es Yucca oder Manjocca.
27:32Und dort wird sehr viel mehr produziert, als überhaupt als Nahrungsmittel verbraucht wird.
27:39Das heißt, dort hat man auch noch ganz viele zusätzliche Kapazitäten, um daraus Zement herzustellen.
27:45Wolfram Schmitz' Forscherkollegen in Ghana experimentieren bereits mit der Cassava-Asche.
27:51Mit improvisierter Technik, wie das häufig in Afrika der Fall ist, aber effektiv.
27:56In einfachen Öfen wird die Asche zersetzt und der Zementersatz auch schon in größeren Mengen erfolgreich hergestellt.
28:14Wichtig ist halt, dass das Material sehr schön fließen kann, aber trotzdem immer noch von selbst entlüften kann.
28:20Sodass also die Luftblasen nicht eingeschlossen werden, weil die wiederum die Festigkeit des Betons herabsetzen würden.
28:26Und wir haben hier eine sehr schöne Konsistenz erreicht.
28:27Das Material fließt sehr schön, ist aber trotzdem stabil.
28:30Das heißt, auch die groben Partikel sinken nicht auf den Boden ab.
28:33Und wir haben hier aus einem Beton, der nur 50 Prozent des ursprünglichen Zementgehaltes hat,
28:40jetzt einen sehr guten Beton hergestellt, in dem wir Zement ausgetauscht haben durch Kalksteinmehl und durch Cassava-Schalen-Asche.
28:48Halb so viel Zement wie in Normalbeton und entsprechend weniger CO2-Ausstoß.
28:58Mit solchen Probeblöcken will Wolfram Schmitz die Festigkeit demonstrieren.
29:07Auch dieser Beton wird so lange unter Druck gesetzt, bis er bricht.
29:13Und er schafft es, die gleiche Belastung auszuhalten wie normaler Beton.
29:18Dieser Pavillon auf dem Campus der Uni von Lagos in Nigeria aus Cassava-Beton könnte der Beginn sein für eine
29:26neue, klimaschonende Bauweise.
29:30Ein ganz anderes Material könnte schon hier und heute im Beton eingesetzt werden.
29:36Ein kleiner Tagebau in Oberfranken.
29:38Hier lagert, wie an vielen Stellen in Süddeutschland, ein Material, das in rauen Mengen vorhanden und leicht abbaubar ist.
29:45Und es kann in den gleichen Fabriken, in denen man Zement herstellt, zu einem Baustoff gemacht werden.
29:53Ton.
29:54Der kann zu sogenanntem kalzinierten Ton gebrannt werden und große Mengen Zement ersetzen.
30:05Durch die kalzinierten Tone können wir in der Größenordnung bis zu 40 Prozent der CO2-Emissionen gegenüber klassischen Zementen einsparen.
30:13Das ist eine gewaltige Hausnummer und wenn uns das tatsächlich gelingt, haben wir einen Riesensprung geschafft.
30:18Der Ton wird, wie Zement auch, in sich drehenden Öfen gebrannt.
30:23Allerdings nur bei ca. 800 statt 1400 Grad.
30:27Das spart Energie und somit Emissionen.
30:31Vor allem aber wird bei diesem Brennen, anders als beim kalksteinhaltigen Zement, viel weniger CO2 bei der chemischen Umwandlung freigesetzt.
30:41Aber die Nachfrage ist gering, denn die kalzinierten Tone sind viel teurer als herkömmlicher Zement.
30:48Dabei müsste es genau andersherum sein.
30:50Klimaschädlicher Zement müsste teurer sein, etwa durch eine höhere CO2-Bepreisung.
30:56Für Hersteller wie Jürgen Tuffner würde sich die Produktion dann auch lohnen.
31:01Wo der Druck fehlt, ist im Prinzip dann auch von Freiwilligkeit wenig zu spüren.
31:05Das heißt, mit der CO2-Bepreisung, die ja letztendlich europäisch eingeführt ist, wo natürlich wir auch, aber auch vor allem
31:13auch die Zementindustrie sehr darunter leidet,
31:14ist man natürlich schon etwas gezwungen, auch in diese Richtung weiterzudenken und den CO2-Gehalt von Produkten zu reduzieren.
31:22Dabei, so sagt Christian Thienl, ist der mit kalzinierten Tonen hergestellte Beton genauso gut wie Normalbeton, spart aber eben bis
31:31zu 40% CO2.
31:34Offenbar fehlt der Wille der Politik, klimaschonende Baumaterialien zu fördern.
31:46Klimaschonendes Bauen mit Zement und Beton.
31:49Alle Entwicklungen, die in diese Richtung gehen, findet der Wirtschaftswissenschaftler Daniel Fuhrhopp gut.
31:56Noch besser aber, wenn gar nicht gebaut wird.
31:59Es bleibt uns nichts anderes übrig, als Wohnraum auch anders zu schaffen, als durch Neubau.
32:05Denn wir können auch tatsächlich in Altbauten Wohnraum schaffen, das passiert schon zu etwa einem Zehntel, also etwa, wenn Dachgeschosse
32:13ausgebaut werden.
32:14Aber wir haben auch die Chance, dass wir durch ein anderes Wohnen Wohnraum schaffen.
32:21Daniel Fuhrhopp besucht ein Haus, in dem sich acht Seniorinnen und Senioren in einer Art Wohngemeinschaft zusammengetan haben.
32:29Das Haus ist zwar auch ein Neubau. Hermann Klaasen, Sabine Bigge und ihre Mitbewohner haben aber dennoch viel Neubau und
32:37damit CO2-Ausstoß gespart.
32:39Denn sie haben ihre alten, viel größeren Häuser und Wohnungen für junge Familien geräumt.
32:47Wir haben jetzt ja jeweils unsere Häuser freigemacht sozusagen. Und in meinem Haus leben jetzt sechs Personen, da wo ich
32:56vorher alleine gewohnt habe.
32:57Und genau so ist es auch bei den anderen Mitbewohnern. Die haben alle quasi oder fast alle, bis auf eine,
33:04hatten vorher Häuser und haben die freigemacht für Familien mit Kindern.
33:09In Hermann Klaasens altem Haus lebt jetzt die Familie seines Sohnes, bald sogar zu fünft.
33:16Ein Modell, das sich zigtausendfach in Deutschland umsetzen ließe.
33:20Der Wirtschaftswissenschaftler Daniel Fuhrhopp glaubt, dass das Potenzial riesig ist.
33:25Durch bessere Nutzung vorhandenen Wohnraums, aber auch durch Umbau oder Ausbau von Dächern,
33:31könnte seinen Berechnungen nach in neun Millionen Wohnungen und Häusern mindestens eine Person mehr unterkommen.
33:37Das wäre in Deutschland rein rechnerisch Wohnraum für 20 Millionen Menschen.
33:43Wenn nur ein Drittel davon realisiert würde, wäre das Wohnproblem gelöst.
33:47Ohne Neubau und mit deutlich geringeren CO2-Emissionen.
33:53Doch davon sind wir noch weit entfernt.
33:56Nach wie vor wird zu viel neu gebaut.
33:58Und die Verwendung klimafreundlicher Baustoffe ist die Ausnahme.
34:03Dieses Haus in Ulm war 2015 eines der ersten, das aus dämmendem Infraleichtbeton gebaut wurde.
34:10Vorausgegangen waren langwierige Genehmigungsverfahren.
34:14So war es auch bei diesem Feuerwehrgerätehaus.
34:18Christian Thienl sieht es heute zum ersten Mal.
34:20Wenn man das anguckt, insgesamt passt es ganz gut. Von der Oberfläche her ist es schön.
34:25Der verwendete Blähton ist deutlich zu sehen.
34:28Hier in der Struktur sieht man genau die gleiche Kornverteilung, wie wir sie in der Probe haben.
34:34Also man kann aus den Laboruntersuchungen gut auf die tatsächliche Konstruktion zurückschließen.
34:40Und es ist auf jeden Fall ein Anfang.
34:42Das ist ja das erste Objekt, was die Firma mit diesem Beton hergestellt hat.
34:46Und dafür ist es sehr gut geworden.
34:47Und wir sind jetzt beim nächsten Objekt.
34:49Und es wird sicherlich Stück für Stück noch die ein oder andere Verfeinerung geben.
34:53Aber die Richtung stimmt.
34:54Es ist genauso wie das andere Objekt.
34:57Ein monolithischer Bau, der sich hinterher, wenn er irgendwann nicht genutzt werden sollte, wunderbar recyceln lässt.
35:03Und damit haben wir eigentlich das erfüllt, was wir haben wollen.
35:06Wir kriegen Material, was wir in den Kreislauf einführen können, was nicht irgendwie deponiert werden muss, sondern wiederverwendet werden kann.
35:14Auch auf der Baustelle des Einfamilienhauses in Stuttgart sind alle Beteiligten davon überzeugt,
35:20dass sie mit dem Infraleichtbeton klimafreundlich und nachhaltig bauen.
35:31Aber Christian Tienel weiß auch, dass das noch nicht genügt.
35:36Das ist ein Beton mit einer Rohdichte und Festigkeitskombination, wie es den weltweit nur von ein, zwei Anbietern überhaupt gibt.
35:45Der normale Beton hat keine Chance, mit diesem Beton mitzuhalten.
35:48Wir werden den noch weiterentwickeln.
35:49Wir werden sicherlich beim Bindemittel, beim Zement noch weitere Entwicklungsschritte gehen.
35:53Da werden dann auch die kalzinierten Tone, die wir bei uns ja ebenfalls untersuchen,
35:58über kurz oder lang Eingang finden, sodass wir den CO2-Fußabdruck noch mal weiter runterbringen können.
36:03Und insofern haben wir da eine deutlich bessere Ökobilanz als bei den üblichen Betonkonstruktionen.
36:09Die Bauindustrie steht vor der gewaltigen Herausforderung, möglichst klimafreundlich ausreichend Wohnraum zu schaffen.
36:17Dafür gibt es viele neue Ideen, doch sie müssen auch umgesetzt werden.
36:21Ich habe nicht nur die Hoffnung, ich bin da total von überzeugt.
36:25Das wird die Zukunft sein und wir werden daran nicht vorbeikommen.
36:28Also es ist keine Frage des Ob, ob ich da Sorgen habe, sondern es wird definitiv kommen und das nicht
36:33nur bei uns, sondern global.
36:36Vier Tage später. In Stuttgart steht die erste Wand aus Infraleichtbeton.
36:42Noch sind solche Bauten fast immer ein Experiment und in Deutschland wegen der strengen Bauvorschriften nicht leicht durchzusetzen.
36:50Doch wenn wir der Klimakrise etwas entgegensetzen wollen, müssen wir unsere Art zu bauen schnell ändern.
37:06Würde sich die Produktion dann auch lohnen.
37:09Wo der Druck fehlt, ist im Prinzip dann auch von Freiwilligkeit wenig zu spüren.
37:13Das heißt, mit der CO2-Bepreisung, die ja letztendlich europäisch eingeführt ist, wo natürlich wir auch, aber auch vor allem
37:21auch die Zementindustrie sehr darunter leidet,
37:23ist man natürlich schon etwas gezwungen, auch in diese Richtung weiterzudenken.
37:26Und den CO2-Gehalt von Produkten zu reduzieren.
37:30Dabei, so sagt Christian Thienl, ist der mit kalzinierten Tonen hergestellte Beton genauso gut wie Normalbeton, spart aber eben bis
37:39zu 40% CO2.
37:42Offenbar fehlt der Wille der Politik, klimaschonende Baumaterialien zu fördern.
37:54Klimaschonendes Bauen mit Zement und Beton.
37:56Alle Entwicklungen, die in diese Richtung gehen, findet der Wirtschaftswissenschaftler Daniel Fuhrhopp gut.
38:04Noch besser aber, wenn gar nicht gebaut wird.
38:07Es bleibt uns nichts anderes übrig, als Wohnraum auch anders zu schaffen, als durch Neubau.
38:13Denn wir können auch tatsächlich in Altbauten Wohnraum schaffen. Das passiert schon zu etwa ein Zehntel, also etwa wenn Dachgeschosse
38:21ausgebaut werden.
38:22Aber wir haben auch die Chance, dass wir durch ein anderes Wohnen Wohnraum schaffen.
38:29Daniel Fuhrhopp besucht ein Haus, in dem sich acht Seniorinnen und Senioren in einer Art Wohngemeinschaft zusammengetan haben.
38:37Das Haus ist zwar auch ein Neubau.
38:40Hermann Klaasen, Sabine Bigge und ihre Mitbewohner haben aber dennoch viel Neubau und damit CO2-Ausstoß gespart.
38:47Denn sie haben ihre alten, viel größeren Häuser und Wohnungen für junge Familien geräumt.
38:55Wir haben jetzt ja jeweils unsere Häuser freigemacht sozusagen und in meinem Haus leben jetzt sechs Personen, da wo ich
39:04vorher alleine gewohnt habe.
39:05Und genau so ist es auch bei den anderen Mitbewohnern. Die haben alle quasi oder fast alle, bis auf eine,
39:12hatten vorher Häuser und haben die freigemacht für Familien mit Kindern.
39:16In Hermann Klaasens altem Haus lebt jetzt die Familie seines Sohnes, bald sogar zu fünft.
39:24Ein Modell, das sich zigtausendfach in Deutschland umsetzen ließe.
39:28Der Wirtschaftswissenschaftler Daniel Fuhrhopp glaubt, dass das Potenzial riesig ist.
39:33Durch bessere Nutzung vorhandenen Wohnraums, aber auch durch Umbau oder Ausbau von Dächern,
39:39könnte seinen Berechnungen nach in neun Millionen Wohnungen und Häusern mindestens eine Person mehr unterkommen.
39:45Das wäre in Deutschland rein rechnerisch Wohnraum für 20 Millionen Menschen.
39:51Wenn nur ein Drittel davon realisiert würde, wäre das Wohnproblem gelöst.
39:55Ohne Neubau und mit deutlich geringeren CO2-Emissionen.
40:01Doch davon sind wir noch weit entfernt.
40:04Nach wie vor wird zu viel neu gebaut.
40:06Und die Verwendung klimafreundlicher Baustoffe ist die Ausnahme.
40:11Dieses Haus in Ulm war 2015 eines der ersten, das aus dämmendem Infraleichtbeton gebaut wurde.
40:19Vorausgegangen waren langwierige Genehmigungsverfahren.
40:22So war es auch bei diesem Feuerwehrgerätehaus.
40:26Christian Thienl sieht es heute zum ersten Mal.
40:29Wenn man das anguckt, insgesamt passt das ganz gut.
40:31Von der Oberfläche her ist es schön.
40:33Der verwendete Blähton ist deutlich zu sehen.
40:36Hier in der Struktur sieht man genau die gleiche Kornverteilung, wie wir sie in der Probe haben.
40:42Also man kann aus den Laboruntersuchungen gut auf die tatsächliche Konstruktion zurückschließen.
40:48Und es ist auf jeden Fall ein Anfang.
40:50Das ist ja das erste Objekt, was die Firma mit diesem Beton hergestellt hat.
40:54Dafür ist es ja gut geworden.
40:55Und wir sind jetzt beim nächsten Objekt.
40:57Und es wird sicherlich Stück für Stück noch die ein oder andere Verfeinerung geben.
41:00Aber die Richtung stimmt.
41:02Es ist genauso wie das andere Objekt.
41:05Ein monolithischer Bau, der sich hinterher, wenn er irgendwann nicht genutzt werden sollte, wunderbar recyceln lässt.
41:11Und damit haben wir eigentlich das erfüllt, was wir haben wollen.
41:14Wir kriegen Material, was wir in den Kreislauf einführen können.
41:16Was nicht irgendwie deponiert werden muss, sondern wiederverwendet werden kann.
41:22Auch auf der Baustelle des Einfamilienhauses in Stuttgart sind alle Beteiligten davon überzeugt,
41:28dass sie mit dem Infraleichtbeton klimafreundlich und nachhaltig bauen.
41:39Aber Christian Tienel weiß auch, dass das noch nicht genügt.
41:44Das ist ein Beton mit einer rohdichte und Festigkeitskombination, wie es den weltweit nur von ein, zwei Anbietern überhaupt gibt.
41:52Der normale Beton hat keine Chance, mit diesem Beton mitzuhalten.
41:55Wir werden den noch weiterentwickeln.
41:57Wir werden sicherlich beim Bindemittel, beim Zement noch weitere Entwicklungsschritte gehen.
42:01Da werden dann auch die kalzinierten Tone, die wir bei uns ja ebenfalls untersuchen,
42:06über kurz oder lang Eingang finden, sodass wir den CO2-Fußabdruck noch mal weiter runterbringen können.
42:11Und insofern haben wir da eine deutlich bessere Ökobilanz als bei den üblichen Betonkonstruktionen.
42:17Die Bauindustrie steht vor der gewaltigen Herausforderung, möglichst klimafreundlich ausreichend Wohnraum zu schaffen.
42:24Dafür gibt es viele neue Ideen, doch sie müssen auch umgesetzt werden.
42:29Ich habe nicht nur die Hoffnung, ich bin da total von überzeugt.
42:32Das wird die Zukunft sein und wir werden daran nicht vorbeikommen.
42:35Also es ist keine Frage, ob ich da Sorgen habe, sondern es wird definitiv kommen.
42:41Und das nicht nur bei uns, sondern global.
42:44Vier Tage später. In Stuttgart steht die erste Wand aus Infraleichtbeton.
42:50Noch sind solche Bauten fast immer ein Experiment und in Deutschland wegen der strengen Bauvorschriften nicht leicht durchzusetzen.
42:58Doch wenn wir der Klimakrise etwas entgegensetzen wollen, müssen wir unsere Art zu bauen schnell ändern.
43:06Untertitelung des ZDF für funk, 2017
43:08Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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43:12Untertitelung des ZDF für funk, 2017