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MenschenTranskript
00:06Und...
00:31Und...
00:40Und...
00:44Und...
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00:48Und...
01:01Und...
01:03Und...
01:21Und...
01:29Wenn das Schweigen dich umgeht, wird ein Lied zum Gebet.
01:44Und ich warte so auf eine Antwort.
02:02Wo ist das Licht, das die Flamme entfacht?
02:19Wer fühlt uns durch die dunkle Nacht?
02:29Und...
02:41Bis zum nächsten Mal.
03:15Bis zum nächsten Mal.
03:32Geh dein Wort von Mund zu Mund, sieh die Göttlichkeit allein dafür.
03:52Bis zum nächsten Mal.
04:03Solange Hoffnung, Furcht, Freiheit und Frieden war es.
04:10Gib dich die Hoffnung, auch nicht auf.
04:28Die Hand, es wäre mein Wort.
04:32Hör ein Fest zum Schrei.
04:41Und ich atme so auf eine Antwort.
05:00Brüsch dein Schweine.
05:07Und lass uns nicht allein und hilf uns aus unserer Einsamkeit.
05:41Lieber Gott, nenn es dich hier.
05:48Zeit und steil im Weg.
05:56Wie das Böse.
06:04Wie das Böse.
06:13Wie das Böse.
06:17Wie das Böse.
06:26Wie das Böse.
06:29Wie das Böse.
06:31Wie das Böse.
06:34Wie das Böse.
06:48Nein, nein, nein, nein
07:16Musik
07:24Musik
07:57Untertitelung des ZDF für funk, 2017
08:46Untertitelung des ZDF, 2020
09:00Untertitelung des ZDF, 2020
09:26Untertitelung des ZDF, 2020
10:17Untertitelung des ZDF, 2020
10:47Untertitelung des ZDF, 2020
10:55Untertitelung des ZDF, 2020
11:13Und billig ist das Ganze auch nicht. Ein einziges neues Kraftwerk kostet 30 bis 40 Milliarden Euro. Erneuerbare sind praktisch
11:22überall deutlich günstiger. Gerade wenn man auch Rückbau und Müllentsorgung einrechnet.
11:27Apropos Müll, weltweit gibt es erst ein einziges Endlager für hochradioaktiven Müll, Onkalo in Finnland. Alle anderen suchen oder planen
11:37noch mit völlig unklaren Folgekosten für uns als Allgemeinheit.
11:42Ja, heute gibt es weltweit wieder mehr Atomstrom. Aber der Anteil am gesamten Energiemix, der nimmt ab. Wie kann das
11:51sein? Naja, der Ausbau der Erneuerbaren, der geht einfach so schnell voran und ist in der Regel günstiger.
11:58Wenn wir also eine Renaissance brauchen, dann die der ökonomischen Vernunft. Und dafür müssen wir nicht alle Retro-Trends und
12:06Mythen aus dem letzten Jahrhundert recyceln. Manche dürfen wir auch entlagern. Das ist gesünder für uns.
12:25Vielleicht gehst du gerade durch eine Zeit der Enttäuschung. Du hast dein Herz geöffnet, investiert, gehofft und erntest stattdessen Schmerz.
12:36Jesus weiß, wie sich das anfühlt und er schenkt dir heute Worte, die Mut machen. Glücklich könnt ihr euch schätzen,
12:45wenn ihr verachtet, verfolgt und verleumdet werdet, weil ihr mir nachfolgt.
12:51Ja, freut euch und jubelt, denn im Himmel werdet ihr dafür reich belohnt werden.
12:57Die deutsche Übersetzung dieses Verses, die wir hier hören, ist eine Interpretation.
13:03Sorry, wenn ich das so raushaue, denn viele von uns hängen sich an diesem Vers wie an einen sicheren Anker.
13:10Ah, ich leide hier auf Erden, aber irgendwann werde ich dafür belohnt.
13:16Wobei, ich müsste gar nicht sorry sagen, denn was ich dir gleich erklären werde, ist noch besser.
13:23Im griechischen Urtext wird hier das Wort makarioi benutzt.
13:28Das bedeutet nicht einfach nur glücklich, so in der Art, sei glücklich, sei happy, wenn du verachtet und verfolgt wirst,
13:36sondern es ist eine Feststellung, die besagt, du bist bereits gesegnet, wenn du um Christi Willen verfolgt wirst.
13:46Ja, du stehst unter Gottes Zuspruch und deswegen darfst du ganz sicher glücklich sein, selbst wenn du verachtet, verfolgt und
13:57verleumdet wirst, weil du Jesus nachfolgst.
14:00Und beachte, hier heißt es nicht und schau, dass du, dass du den anderen auch klar machst, dass du ihm
14:07recht bist und gesegnet bist.
14:09Nein, wenn Menschen dich anfeinden, ist es dein Auftrag, in der Liebe zu bleiben.
14:16Immer.
14:17Denn Gott weiß ganz genau, wie wir Menschen innerlich entscheiden, wenn uns jemand nicht passt.
14:24Das steht ja so auch in der Bibel, in Matthäus 5, 44.
14:28Es heißt bei euch, liebe deine Mitmenschen und hasse deinen Feind.
14:34Doch ich sage euch, liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.
14:41Zu lieben ist kein leichter Weg, doch es ist der richtige Weg.
14:45Wirst du dich hierfür entscheiden?
14:48Danke für dich.
14:50Dein Wunder wird geschehen, du musst nur weitergehen.
14:55Noch trauriger steht es allerdings um eine Institution, die zuletzt manchen Rückschlag hinnehmen musste.
15:05Um das zu verstehen, muss man tief eintauchen in die Geschichte der Arbeiterbewegung.
15:11Millionen Jahre vor unserer Tarifrechnung.
15:14Im Trüben schwimmen winzige Einzeller.
15:18Sie teilen sich in Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
15:21Und bilden erste einfache Interessenverbände, wie die Dachorganisation der planktonverarbeitenden Industrie.
15:29Millionen Lohnrunden danach.
15:31Die ersten Tarifpartner gehen an Land.
15:34Doch erst viel später auf der Zeitstechuhr erscheint die Gegenwart.
15:38Das tarifpolitische Neandertal.
15:40Hier Mitglieder der großen Tarifkommission der Steinzeitorganisation IG Metall bei Verhandlungen mit dem Arbeitgeberlager.
15:48Das Ritual der zähen Verhandlungen ist stets das gleiche.
15:52Es geht um das Problem der Flächentarifverträge und um die Frage von hundertprozentiger Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
16:02Darauf folgt stets die Steinzeit-typische Urabstimmung der Arbeitnehmer.
16:06Und nachdem der Versuch einer Schlichtung gescheitert ist, folgen Arbeitskämpfe am obligatorischen Streikfeuer.
16:15Die Arbeitgeber antworten mit Aussperrung.
16:18Es entsteht ein Klima sozialer Kälte.
16:21Daher die visionäre Idee der Arbeitgeber.
16:24Man schafft das Streikrecht ab, dann hört endlich auch die vorsintflutliche Bettelei der Arbeitnehmer um Lohn auf.
16:30Das Ergebnis dieser Evolution, schlanke Produktion bei höchster Effektivität.
16:36Schließlich herrscht knallharter Wettbewerb.
16:39Dass manche Gewerkschafter das noch immer nicht verstanden haben, macht viele Unternehmer sprachlos.
17:38Untertitelung des ZDF für funk, 2017
18:05Untertitelung des ZDF für funk, 2017
18:37Untertitelung des ZDF für funk, 2017
18:48Musik
19:13Auf eine andere Personengruppe kann die Wirtschaft dagegen leider noch nicht ganz verzichten.
19:22Ideal sind von jeher die Konsumenten, die die Botschaften der Wirtschaft verinnerlicht haben.
19:27Sie sind mir so hautsympathisch, so körperfrisch den ganzen Tag, so pflegeleicht und sitzbeständig, so problemlos.
19:39Und Sie? Sie sind so atmungsaktiv, so handmild und schaumrichtig, so trittelastisch, knieterarm und sonnegereift und doch so rauchzart und
19:54gütegesichert.
19:56Um sich die Güte, sprich Kaufkraft der Verbraucher, dauerhaft zu sichern, bedarf es allerdings auch einer guten Ausbildung des Verkaufspersonals.
20:05Geben Sie mal Vollgasgucker, machen Sie Ihren Kunden Freude.
20:09Dann kommt er wieder.
20:10Schlag drauf, Stuckmeier!
20:12Nein, Schlag drauf, ist egal.
20:15Schnelltrocknen!
20:16Befreie dich mal, befreie dich mal raus.
20:18Schnelltrocknen!
20:19Ja, prima!
20:20Wetterfest!
20:21Gut ausgezeichnet!
20:22Gut fünf!
20:24Ja, sehr gut!
20:25Vorteilhaft!
20:27Ausdachsorgung!
20:27So, gut, und der nächste?
20:29Malatintabletten oder Tropfen?
20:30Tabletten.
20:31Tabletten, ja.
20:32Und was ist mit schwierigen Kunden?
20:33Kleine oder große Packung, also 20 oder 50?
20:36Drei.
20:38Packung?
20:39Tabletten.
20:40Bitte?
20:41Drei Stück.
20:42Na, ich hab das ja nicht ausprobiert.
20:45Ich hab ja nicht schlimm diese Malessen.
20:46Und wenn ich morgens, mittags und abends je eine Schlucken tue, dann ist das am anderen Tag weg.
20:51Deshalb brauch ich nur drei.
20:53Drei hab ich nicht, entweder 20 oder 50.
20:56Ach, das ist doch ein Blödsinn, was Sie jetzt sagen.
20:59Wenn Sie 20 und 50 haben, dann haben Sie doch viel mehr wie drei.
21:03Malatint gibt's in 20er und 50er Packungen.
21:06Und da kann ich nicht einfach drei Stück rausnehmen.
21:08Das können Sie nicht.
21:09Nein.
21:12Ja, könnte ich Ihnen vielleicht behilflich sein.
21:15Wie das geht, könnte ich Ihnen zeigen.
21:17Nein, ich meinte, ich darf es nicht.
21:1920 oder 50.
21:22Aber, aber, als Apotheker mussten Sie doch auf der Schule.
21:26Nicht, Apotheker-Schule.
21:28Schön wär's.
21:29Da muss man leider studieren und das ziemlich lange.
21:32Ist da auch Zählen bei, bei diesem Studieren.
21:35So eins, zwei, drei.
21:37Weil, wenn Sie jetzt Bonbons verkaufen dürften und nicht unter diesem Arzneigesetz liegen würden,
21:44dürften verkaufen, frei von der Leber, weg in EKZ.
21:47Nicht, dann könnten Sie da auch drei Bonbons einzeln verkaufen.
21:52Rein ausbildungsmäßig.
21:54Ein Apotheker ist aber kein Bonbon-Verkäufer.
21:57Schön.
21:59Aber wo ist da der Unterschied?
22:01Ein Apotheker...
22:03Aber das ist doch wohl klar.
22:05Ein Bonbon-Verkäufer kann nur verkaufen, was er hat.
22:08Aber ein Apotheker kann Arzneien, die er nicht hat, auch selber herstellen.
22:12Ja, wunderbar.
22:14Dann machen Sie mir bitte schön drei Tabletten Malatin nach Art des Hauses.
22:20Ja, Sie sind vielleicht ulkig.
22:22Tja, wegen drei Malatin-Tabletten.
22:24Ja, das ist nicht ulkig, das wär vernünftig.
22:27Man, gucken Sie mal, beim Metzger muss ich doch auch nicht ne ganze Wurst nehmen, wenn ich nur ein Viertelfund
22:32haben will.
22:33Dann schneidet mir die Verkäuferin das Scheibchenweise runter.
22:37Sie wollen mich ja bloß veralbern oder ärgern?
22:39Ich möchte drei Malatin.
22:41Aber mich bringen Sie nicht auf die Palme.
22:43Und Sie treiben mich auch nicht zum Wahnsinn.
22:45Mich nicht.
22:46Ich habe nämlich noch Humor.
22:48Was haben Sie?
22:49Humor.
22:50Gerade Sie haben Humor?
22:52Ja.
22:54In 20er oder 50er-Packen?
23:00Sprechenqualität.
23:01Versuchen Sie also, das mit dem Schlag, wenn Sie jetzt schlagen, dann kriegen Sie den Ton besser raus.
23:07Dann ist einfach mehr Kraft dahinter.
23:08Natürlich werden Sie später mit Peitsche zum Grund wollen wir noch nicht gehen.
23:13Das wäre die Radikal-Methode.
23:15Machen wir noch nicht.
23:15So, okay.
23:15Jetzt, zwei, drei Sachen und dann richtig raus.
23:18Passt auf, dass er keinen Lappkopf kriegt.
23:20So, jetzt.
23:20Prüfestes Produkt.
23:21Ja, prima.
23:22Und noch mehr.
23:23Viertelqualität.
23:24Ja, gut.
23:27Ausgezeichnet.
23:27Sehr gut.
23:29Manchmal allerdings hilft auch die härteste Umschulung nicht weiter.
23:32Dann heißt es, sich nicht so anzustellen und stattdessen sich schön hinten anzustellen.
23:41Jeden kann es treffen.
23:43Heute noch ganz vorne an den üppigen Fleischtöpfen der Besserverdienenden und morgen schon ganz
23:50unten im Arbeitsbeschaffungslager der Arbeitslosengeld zwei Empfänger.
23:56Und das Schlimmste ist, meine Damen und Herren, es ist niemand mehr drunter.
24:00Früher, da konnte man noch mit dem Finger zeigen auf die Penner, die Asozialen, die Sozialhilfeschmarotzer,
24:06die Arbeitsscheuen.
24:07Aber heute, heute stehen Sie mit denen in einer Warteschlange.
24:10Ich sage Ihnen, das ist Harz.
24:13Immer öfter tauchen sie auf in der Wirtschaft.
24:17Arbeitsloser, die aus dem System herausfallen.
24:21Schade eigentlich um all die energiegeladenen jungen Menschen.
24:24Im Grunde stehen mir alle Wege offen.
24:28Hat auch der...
24:30Ja, das hat auch der Typ vom Arbeitsamt gesagt.
24:34Nur im Moment sieht es halt nicht so gut aus.
24:37Aber...
24:38Wird schon wieder, ne?
24:41Ist klar.
24:44Ja, das mache ich so den ganzen Tag.
25:07Ist eigentlich immer was zu machen.
25:17Du setzt mich schon mal gern auf ne Bank.
25:21Dass ich mir irgendwie ne Apfelscheele oder sowas.
25:25Ist eigentlich immer was zu machen.
25:28Das hat Altbundeskanzler Kohl schon Anfang der 90er Jahre erkannt.
25:32Und den Arbeitslosen den Weg in die Zukunft gewiesen.
25:37Arbeiter, Bauern, nehmt die Papiere, nehmt die Papiere.
25:43Musik
25:44Verlass die Fabriken hinaus auf die Straße.
25:47Hinein in den Vorruhestand.
25:51Was nützen den Sklaven all ihre Kräfte?
25:55Erst wenn man sich freisetzt, sind sie im Ausstand.
25:58Dann steigt aus den Trümmern der alten Betriebe
26:02der kollektive Freizeitpark.
26:06Wir können die Zukunft des Landes damit sichern, wenn wir einen kollektiven Freizeitpark organisieren.
26:13Es gibt eine neue Devise.
26:16Arbeiter, hörst du sie nicht?
26:20Die Devise heißt raus aus der Krise.
26:24Arbeiter, hörst du sie nicht?
26:27Es flüstert die Kohle- und Stahlproduzenten.
26:31Es flüstert die Automobilindustrie.
26:34Es flüstert auf allen Kontinenten.
26:38Arbeiter, hörst du sie nicht?
26:41Jetzt oder nie?
26:43Arbeiter, Bauern, nehmt die Papiere, nehmt die Papiere zur Hand.
26:50Verlass die Fabriken hinaus auf die Straße, hinein in den Vorruhestand.
26:56Was nützen den Sklaven all ihre Kräfte?
27:01Erst wenn man sie freisetzt, sind sie auch stark.
27:05Dann schreit aus den Trümmern der alten Betriebe, der kollektiven Freizeitpark.
27:21Die Rolle der Gewerkschaft ist eine sehr fragwürdige, in der Tat, weil die Gewerkschaftler alles wussten, was abläuft,
27:30aber sagten, wir können es unseren Mitgliedern nicht offenlegen und deswegen versuchen wir, das auch unterm Tisch zu legen.
27:37Damit hat eine weitere Säule des deutschen Modells einen Riss erhalten, das ist die Mitbestimmung.
27:41Denn die Mitbestimmung gibt ja gerade Gewerkschafts- und Betriebsangehörigen Kontrollmöglichkeiten
27:49und offensichtlich wollen oder können sie diese Kontrolle nicht ausüben.
27:54Da müssen wir...
27:55Komm, heiter Geist mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.
28:03Komm, heiter Geist mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.
28:18Komm, heiter Geist mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.
28:39Komm, heiter Geist mit deiner Kraft!
29:09Untertitelung des ZDF, 2020