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MenschenTranskript
00:18Heil, Heil, Heil, Heil, Heil.
00:33Heil, Heil, Heil, Heil, Heil, Heil, Heil.
01:28Heil, Heil, Heil, Heil, Heil, Heil, Heil.
01:32Hilf mir zu glauben und auf dich zu sehen, dir zu vertrauen und weiterzugehen.
01:43Lass mich nicht verzweifeln, wenn mein Glaube wangt.
01:48Zieh mich zu dir, halt mich an deiner Hand.
01:57Wenn mir der Zweifel meine Freude raubt, wenn man mir sagt, ich hab nicht richtig geglaubt,
02:07dann sage ich dir, was mein Herz bewegt, weil du meine Zweifel erträgst.
02:18Hilf mir zu glauben und auf dich zu sehen, dir zu vertrauen und weiterzugehen.
02:28Lass mich nicht verzweifeln, wenn mein Glaube wangt.
02:33Zieh mich zu dir, halt mich an deiner Hand.
02:42Wenn meine Wut über mein Herz regiert, wenn tief im Innersten nie Angst an der Leer,
02:52dann sage ich dir, was mein Herz bewegt, weil du meine Ängste erträgst.
03:03Hilf mir zu glauben und auf dich zu sehen, dir zu vertrauen und weiterzugehen.
03:13Lass mich nicht verzweifeln, wenn mein Glaube wangt.
03:17Zieh mich zu dir, halt mich an deiner Hand.
03:38Sind wir schon in Dänemark?
03:42Nein.
03:44Sind wir jetzt in Dänemark?
03:47Nein.
03:49Sind wir jetzt in Dänemark?
03:54Warte.
03:57Warte.
03:59Jetzt sind wir in Dänemark.
04:02So oder so ähnlich hat sich das bei mir früher angefühlt,
04:07als ich mit meiner Familie nach Dänemark gefahren bin.
04:11Wir Kinder auf der Rückbank waren natürlich die ganze Zeit nur am Nörgeln
04:16und wollten wissen, wann wir in diesem fremden Land sind.
04:21Und dann konnte man die Grenze irgendwann sehen.
04:24Viele Schilder, so kleine Häuschen, in denen die Grenzbeamten sitzen.
04:29Und dann irgendwo ein Schild, wo Deutschland aufhört und Dänemark anfängt.
04:36Ich fand es immer total spannend, über die Grenze zu fahren.
04:40Dabei war mein Papa im Grunde genommen nur zwei Meter weiter gefahren,
04:44aber es fühlte sich irgendwie anders an auf der anderen Seite.
04:52Eine Grenze bedeutet, hier hört etwas auf und da beginnt etwas Neues.
04:58Deutschland endet hier und Dänemark beginnt hier.
05:04Oder ein anderes Beispiel.
05:05Kinder unter 90 Zentimeter dürfen nicht mit der Achterbahn fahren.
05:09Kinder über 90 Zentimeter, viel Spaß.
05:14Wer im Sportunterricht den Speer 30 Meter weit werfen kann, der bekommt eine 2.
05:20Wer ihn 31 Meter weit werfen kann, der bekommt eine 1.
05:26Unser ganzes Land ist geprägt, unser ganzes Leben ist geprägt von Grenzen.
05:30Weil wir unsere Welt gerne sortieren.
05:33Sonst wird alles unübersichtlich.
05:36Mir hat mal jemand gesagt, wer zu allen Seiten offen ist, der ist nicht ganz dicht.
05:43Gemeint ist damit, wer keine Grenzen hat oder kennt, der ist irgendwie nichts.
05:49Der ist egal.
05:52Ein ganz einfaches Beispiel.
05:54Wir alle wissen, was ein Hund ist.
05:57Und nun könnte man ja überlegen, wo die Grenze liegt.
06:01Und ob ein Wolf vielleicht auch noch ein Hund ist.
06:06Der eine oder andere mag mit ein bisschen Zähne knirschen und sagen, okay, ein Wolf, das geht noch als Hund
06:13durch.
06:14Aber dann kommt der Nächste und sagt, ich habe einen Papagei, der kann bellen wie ein Hund.
06:19Können wir den auch noch als Hund dazu zählen?
06:23Und jeder weiß, wenn wir diese Grenze jetzt einreißen und alle Tiere dazu zählen, die auch bellen können,
06:29dann kommt irgendwann der Nächste um die Ecke und sagt, guck mal hier, dieser Baum, der ist auch braun wie
06:34ein Hund.
06:34Der müsste dann doch auch irgendwie zählen.
06:37Und wenn wir dann irgendwann alles zulassen zu der Kategorie Hund,
06:42dann gibt es die Kategorie im Grunde genommen gar nicht mehr.
06:45Wenn alles Hund ist oder sein kann, dann ist am Ende nichts mehr Hund.
06:54Wir brauchen Grenzen, um unsere Welt zu verstehen.
06:57Wir müssen unterscheiden, wer oder was gehört dazu und wer nicht.
07:03Wo ist die Grenze unseres Glaubens?
07:06Die ersten Christen, die haben sich gestritten, ob Jesus eigentlich ein Mensch ist oder Gott ist.
07:11Und da gab es Verbannungen und Ohrfeigen, bis man sich schließlich auf ein gemeinsames Glaubensbekenntnis geeinigt hat.
07:20Das legt die Grenzen fest.
07:22So Grenzen gab es auch im antiken Judentum.
07:25In der jüdischen Bibel, da wird immer wieder betont, Gott hat sich dieses eine Volk auserwählt.
07:32Und da war das natürlich enorm wichtig, wer dazugehört und wer nicht.
07:37Da konnte nicht einfach irgendjemand daherkommen und sagen, ich bin auch ein Jude.
07:42Nein, es gibt klare Regelungen, wer dazugehört und wer eben nicht.
07:48Das Evangelium für heute ist eine der seltsamsten Geschichten von Jesus, finde ich.
07:54Jesus ist hier ganz anders, als ich ihn kenne und erwarten würde.
07:59Er ist unterwegs in der Gegend von Tyrus und Sidon, also sozusagen im Ausland.
08:05Und es kommt eine Frau zu ihm, eine Frau, die nicht zu seinem Volk gehört.
08:11Matthäus nennt sie eine Kanaanäherin.
08:14In der Bibel sind die Juden und die Kanaanäher Feinde.
08:18Und trotzdem spricht die Frau ihn an.
08:20Und sie klagt, sie fleht, erbarme dich meiner.
08:25Und sie erzählt ihm, dass ihre Tochter von einem bösen Geist geplagt wird.
08:31Und Jesus? Er ignoriert sie.
08:36Die Frau schreit und bettelt so, dass selbst die Jünger es irgendwann nicht mehr ertragen und zu Jesus gehen.
08:43Jesus aber antwortet, ich bin nur gesandt zu den Juden.
08:48Da ist mein Auftrag.
08:50Klare Grenze.
08:52Aber die Frau gibt nicht auf.
08:55Sie wirft sich vor Jesus auf den Boden und sie schreit, hilf mir, Herr.
09:01Und jetzt kommt vielleicht der fieseste Satz von allen.
09:05Jesus sagt, es ist falsch, den eigenen Kindern das Brot wegzunehmen und es den Hunden zu geben.
09:13Sprich, ihr Nichtjuden, ihr seid Hunde.
09:17Ihr sollt nichts bekommen von der Gnade Gottes.
09:19Zumindest noch nicht.
09:24Wow.
09:25So kenne ich Jesus sonst nicht.
09:29Die Frau gibt nicht auf.
09:32Sie sagt, aber die Hunde fressen doch die Krümel, die die Kinder vom Tisch fallen lassen.
09:38Und da antwortet Jesus schließlich, völlig beeindruckt vom Glauben der Frau,
09:44geh nach Hause.
09:46Deine Tochter wird gesund sein.
09:50Es gibt Grenzen, die sind scheinbar unüberbrückbar.
09:56Es gibt Grenzen, um die wird gerungen.
09:59Teilweise über Jahre, über Jahrhunderte.
10:04Aber keine Grenze ist in Stein gemeißelt.
10:08Grenzen verschieben sich.
10:11Die Grenzen dessen, was ich offen ansprechen kann.
10:15Die Grenzen klassischer Rollenbilder.
10:18Grenzen verschieben sich aber nicht von alleine.
10:22Es wird darum gerungen.
10:25In der Geschichte von Jesus und der Kanaanäherin geht es um vielleicht die wichtigste Grenze überhaupt.
10:32Wer gehört zu Gott?
10:34Gehörst du dazu?
10:35Gehöre ich dazu?
10:36Bin ich drin oder bin ich draußen?
10:39Die Frau in der Geschichte ist draußen.
10:41Und das weiß sie.
10:43Aber sie hinterfragt diese Grenze.
10:45Nicht alle Grenzen sind sinnvoll.
10:47Und Jesus hält erstmal stand.
10:51Denn man sollte Grenzen auch nicht leichtfertig einreißen.
10:55Nur weil irgendwas freundlicher klingt oder der sogenannte Zeitgeist das sagt.
11:01Manche Grenzen gibt es aus guten Gründen.
11:07Am Ende reißt die Grenze aber ein.
11:10Jesus überwindet die Grenze.
11:13Weil er so beeindruckt ist vom Glauben der Frau.
11:17Obwohl sie keine Jüdin ist, hängt sie all ihr Vertrauen an Jesus.
11:22Damit hat Jesus nicht gerechnet.
11:25Ich glaube, dass Jesus weiß, dass er später am Kreuz die ganze Welt mit Gott versöhnen wird.
11:31Also warum nicht jetzt schon damit anfangen?
11:36Und so wird die Grenze weich und brüchig.
11:39Und schließlich wird sie irrelevant.
11:41Nicht die Frau hat die Grenze eingerissen, sondern Jesus selbst.
11:46Weil er bewegt ist von Nächstenliebe und Mitleid.
11:52Es war ein zäher Kampf.
11:54Aber am Ende siegt hier die Liebe.
11:58Diese eine Grenze aus der Geschichte, wer gehört zu Gott,
12:03die hat Jesus mit Liebe im Blick, dann ein wenig später, für alle Zeiten eingerissen.
12:10Und darum dürfen auch wir heute dazugehören.
12:14Amen.
12:27The road is long
12:34With many a winding turn
12:39That leads us to who knows where
12:47Who knows where
12:54But I'm strong
13:00Strong enough to carry on
13:09He ain't heavy
13:14He's my brother
13:19So on we go
13:25His welfare is my concern
13:31His welfare is my concern
13:32No burden is he
13:35To bear
13:39We'll get there
13:46For I know
13:48For I know
13:49For I know
13:51He would not
13:54He would not encumber me
13:58For I know
14:13If I'm laden
14:15If I'm laden
14:17At all
14:17I'm laden
14:21With sadness
14:24That everyone's heart
14:30That everyone's heart
14:31Isn't filled
14:34With the gladness
14:37Of love
14:43For one another
14:46For one another
14:47For one another
14:49It's a long long road
14:55From which there is no return
15:01While we're on the way
15:05While we're on the way
15:07To there
15:08Why not share
15:15And the love
15:21Doesn't wake me down
15:25Doesn't wake me down
15:25At all
15:30He ain't heavy
15:34He's my brother
15:40For he's my brother
15:53He ain't heavy
16:00He's my brother
16:06He ain't heavy
16:17He ain't heavy
16:24He's my brother
16:29The road is long
16:39Im Jemen verschärft sich die Hungerkatastrophe.
16:43Inzwischen sind mehr als zwei Millionen Kinder Mangel ernannt.
16:47Eine halbe Million davon schwer.
16:50Und die Lage spitzt sich zu.
16:52Gewalt und Vertreibung ebenfalls.
16:55Anstatt in die Schule zu gehen oder zu spielen,
16:59müssen die Kinder sich jeden Tag fragen, wo sie die nächste Nacht schlafen werden.
17:05Verschiedene Hilfsorganisationen versuchen vor Ort, den Menschen zu helfen.
17:10Dafür sind sie auf Spenden angewiesen.
17:13Deswegen möchten wir heute die Kollekte für die Diakonie Katastrophenhilfe sammeln.
17:19Gott segne Gebende und Empfangende.
17:23Ihr Buch wurde ja in den USA vom Markt genommen.
17:272021 hat ihr Verlag Goldeck die Zusammenarbeit auch beendet.
17:32Die Universitäten Mainz und Kiel distanzierten sich öffentlich von ihnen während dieser Corona-Zeit.
17:39Und dann kam auch noch die Anklage wegen der Volksverhetzung.
17:43Und ich habe mich gefragt, was hat sie davon eigentlich am meisten verletzt?
17:48Ja, am meisten verletzt doch meine eigene Universität.
17:55Und ja, enttäuscht.
18:01Enttäuscht.
18:02Weil sie dadurch ihre eigene Unfähigkeit kundgetan haben.
18:12Jetzt im Nachhinein sehen alle, dass das, was ich gesagt habe, richtig war.
18:19Es ist so.
18:20Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt.
18:23Und es ist so peinlich für meine Universität.
18:30Meine Ex-Universität.
18:32Ja.
18:35Das ist das, was das hat nicht verletzt, sondern es war wirklich peinlich.
18:45Genauso wie diese Anklage und diese Staatsanwaltin, die einfach sich so benimmt,
18:56weil die ganze Welt schaut auf Kiel.
18:59Mein Verfahren wird da fortgesetzt, weil mein Freispruch wurde nicht akzeptiert.
19:15Ja, vielleicht darf ich das einmal kurz vorlesen, damit die Leute wissen, um was es hier geht.
19:18Im April 2021 sagten sie zwei Sätze über Israels Impfpolitik und die weltweite Impfkampagne.
19:28Die Staatsanwaltschaft klagte sie daraufhin wegen Volksverhetzung an.
19:33Im Mai 2023 spricht das Amtsgericht Plön sie frei, weil sich ihre Äußerungen auch anders deuten ließen.
19:41Genau, und dann im Zweifel für den Angeklagten sozusagen.
19:44Die Generalstaatsanwaltschaft legt Rechtsmittel ein und das Landgericht Kiel setzt einen Termin für Februar 2025 an,
19:54vertagt ihn wegen Erkrankung und die neuen Termine sind jetzt für Februar 2027 angesetzt.
19:59Das heißt, dieses Verfahren läuft dann sechs Jahre.
20:06Es handelt sich hierbei um ein Äußerungsdelikt.
20:08Und da habe ich mich auch gefragt, wie ist das eigentlich, wie lebt man mit einem Verfahren, das schier nicht
20:15aufhört?
20:17Ja, indem man einfach weiterlebt.
20:22Ich atme ein, ich atme aus.
20:25Ich lebe weiter und ich bin auch weiter aktiv.
20:28Es ist, ich kümmere mich nicht drum.
20:34Ich kann mich doch nicht kümmern.
20:36Und ich sage Ihnen ganz offen,
20:44dass das Landgericht in Kiel tut nur das, was es tun muss.
20:50Ja, aber für mich ist dieses, diese Tat von der Staatsanwaltschaft, das ist mir peinlich.
21:05Weil jetzt gucken wirklich sehr, sehr viele Leute aus der ganzen Welt nach Kiel
21:14und auch diese Staatsanwältin, die auch im Gerichtssaal sein wird.
21:21Und es ist mir so peinlich.
21:25Die Vera Scharaf ist ein Holocaust-Überlebende.
21:33Die ist 90 Jahre alt.
21:35Die wird 90.
21:36Hat ein Buch jetzt rausgegeben über die ganze Jahre.
21:42Und sie sagt genau das, was ich damals gesagt habe.
21:47Ja, es ist so, dass die Deutschen nicht realisieren, dass es ein Holocaust ist.
21:54Es ist nochmal ein Holocaust.
21:56Das sagt die Vera Scharaf, ja.
21:58Sie müssen vorsichtig sein, sowas nochmal zu sagen.
22:00Ich habe sie gesagt, Vera Scharaf sagt das.
22:02Ja, ja, ja, nur es ist in Deutschland.
22:04Ich glaube, es ist nun mal vermientes Terrain.
22:07Ich weiß.
22:09Ich habe das auch nicht so gesagt, sondern ich bin befreundet mit Juden und Jüdinnen.
22:23Und eine davon hat einen Brief geschrieben, einen offenen Brief.
22:31Und die ist unterschrieben worden von Juden auf der ganzen Welt.
22:41Und dieser Brief von Holocaust-Überlebenden und ihren Familien, das ist, ja, da habe ich ja Passagen gelesen, vorgelesen vor
22:57dem Rathaus.
22:58Und das hat eine Holocaust-Überlebende geschrieben.
23:03Das ist ihr Brief an die Öffentlichkeit.
23:07Und das wurde auch zu Teil 2 der Klage, dass ich das gesagt hätte.
23:13Dabei habe ich es ja gar nicht gesagt.
23:15Ich habe nur den Brief vorgelesen.
23:17Ja, ich meine, die Lächerlichkeit ist ja unglaublich, oder?
23:20Was würde sich eigentlich für Sie ändern, wenn das Verfahren morgen vorbei wäre?
23:34Ich wäre ein Stück froher.
23:46Gibt es eigentlich einen Satz, und jetzt, egal ob das sich jetzt auf das Verfahren bezieht oder nicht,
23:51aber in diesen letzten sechs Jahren, wo Sie ja Unglaubliches erlebt haben auch,
23:55als diese sehr herausragende Figur in der Corona-Maßnahmen und in der impfkritischen Szene.
24:00Aber gibt es irgendeinen Satz von Ihnen, den Sie zurücknehmen würden?
24:05Nein.
24:08Warum denn?
24:09Nein.
24:14Also, no regrets.
24:16Nein.
24:17Why?
24:17What?
24:18What regrets?
24:20Kann ja manchmal sein, dass man sich denkt, okay, das würde ich heute anders machen.
24:24Nein.
24:26Of course not.
24:33Also, nein.
24:36Wenn wir uns das anschauen, also die Universitäten, haben Sie ja gesagt,
24:41die sich von Ihnen öffentlich distanziert haben, das hat am meisten wehgetan
24:44oder hat Sie am meisten verletzt und haben Sie als peinlich empfunden.
24:48Wenn die Sie jetzt morgen anrufen würden und sagen würden,
24:52Herr Bagdi, Sie hatten recht, es tut uns leid.
24:55Wie wäre das für Sie?
24:56Das wäre okay.
25:03Und das wäre es dann?
25:05Ja.
25:13Ich bin überrascht, dass Sie damit so entspannt sind.
25:19Ich dachte, es wäre irgendwie fast wie eine Erlösung, auch in gewisser Weise.
25:23Was?
25:24Naja, wenn auf einmal, sagen wir, die Universität oder auch der Verlag oder wo auch immer,
25:28wenn diese Menschen, ob sie zukämen und sich bei Ihnen entschuldigen würden.
25:33Ich stelle mir das als erlösend vor.
25:36Nee.
25:37Erlösung von was?
25:39Wenn man erlöst wird, muss man irgendwie von etwas erlöst werden.
25:43Stimmt, ja.
25:45Aber es gibt nichts, wovon ich mich erlöst haben will.
25:49Gibt es nicht.
25:54Ich würde sagen, das ist in Ordnung dann.
25:57Und ich meine es auch so.
26:00Hat sich eigentlich, ich meine in Ihrem persönlichen Umfeld hat sich ja auch durch die Corona-Zeit
26:05und Ihre exponierte Position einiges verändert und auch gewandelt.
26:10Und wahrscheinlich haben sich Leute abgewandt.
26:12Andere sind dazugekommen.
26:13Sie haben Leute verloren und gewonnen.
26:15Ja, so viel für viele Menschen in der Corona-Zeit.
26:18Gab es denn da vielleicht auch eine Geschichte, wo jemand danach nochmal auf Sie zugekommen ist
26:22und sich entschuldigt hat, auch persönlich und gesagt hat,
26:25ah, wow, okay, ich sehe das heute anders?
26:27Entschuldigt?
26:28Nein.
26:29Wer soll sich bei mir entschuldigen?
26:31Wofür?
26:32Nein, ich dachte auch im persönlichen Rahmen.
26:34Da gab es ja auch in Corona.
26:35Ich kenne ja diese Geschichten aus dem privaten Raum,
26:37dass Menschen sich entfremdet haben, Familien sich entfremdet haben,
26:41vielleicht danach wieder aufeinander zugegangen sind.
26:44Also ich muss wirklich sagen, insgesamt waren diese Jahre für mich ein großer Gewinn,
26:55weil ich so viele unglaublich tolle Menschen als Freunde gewonnen habe.
27:01Wir sind einfach zusammengekommen.
27:04Wir sind die großartigsten Menschen überhaupt auf der ganzen Welt.
27:08Und wir kennen uns jetzt und wir lieben uns.
27:13Und es ist so, so viele Freunde habe ich noch nie gehabt.
27:18Und Freunde, die sich abgewandt haben, nein, gab es nicht.
27:27So falsche Freunde hatte ich nicht.
27:28Ah, interessant.
27:29Also das heißt, diese Erfahrung haben Sie nicht gemacht in der Corona-Zeit?
27:32Nein.
27:33Ah, spannend, ja.
27:34Nicht Freunde.
27:36Nein.
27:36Aber?
27:37Nicht Freunde, aber?
27:38Kollegen.
27:39Ja, klar.
27:40Die waren nicht meine Freunde.
27:42Ja.
27:42Die haben sich ausgegeben als Freunde, aber es waren falsche Freunde.
27:48Das habe ich gelernt, dass die meisten, die gesagt haben,
27:54wir sind ihr Freund oder dein Freund, dass sie falsch waren.
28:00Und von diesen falschen Freunden, kam da jemand zurück und wurde ein echter Freund?
28:06Nein.
28:07Kein einziger?
28:08Nein.
28:09Aber ich meine, wer war das?
28:11Das waren meine Ex-Kollegen in Mainz.
28:17So echte Freunde waren wir auch nicht.
28:20Naja, ich dachte nur, vielleicht gab es vielleicht so einen Moment, gibt es ja immer mal wieder
28:23so interessante Begegnungen, Kontakt-Wiederaufnahme.
28:29Nee, nee, nee.
28:30Also sehr viele meiner Ex-Studenten haben Kontakt aufgenommen.
28:35Mhm.
28:36Ja.
28:37Aber in Freundschaft natürlich.
28:39Aha.
28:40Also während dieser Corona-Zeit?
28:41Ja, ja.
28:42Ah ja.
28:42Da haben Sie Zuspruch bekommen von Ihren Ex-Studenten?
28:45Oh ja.
28:46Mhm.
28:47Ich glaube, viele hundertfach, tausendfach.
28:49Wow.
28:50Was hat das mit Ihnen gemacht damals?
28:52Hm?
28:53Was hat das mit Ihnen gemacht damals?
28:56Die Briefe?
28:57Mhm.
28:58Das hat mich gefreut, klar.
29:01Ja.
29:18Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, du bist so gefährlich.
29:38Oder ist das alles nur eine Lüge, eine riesengroße Lüge, der Lüge entfällt?
29:50He-ament.
29:52M-A-A-Ä-Ä-Ä-Ä-Ä-Ä-Ä-Ä-Ä-Ä-Ä-Ä-Ä?
29:58reass.
29:59Oder ist das Tunnis nur nur eine Lüge bei Staatsanüge, der Lügen-Ä-Äh-Ä-Ä-Ä-Ä-Ä-Ä
30:11-Ä-Ä-Ä-Äs-Ä?
30:20Corona, Corona, Corona
30:24Du bist so gefällig
30:29Corona, Corona, Corona
30:35Du bist so gefällig
30:40Oder ist das alles nur eine Lüge
30:46Eine riesenlose Lüge
30:49Der Lüge, der Lüge
30:53Der Lüge
30:56Der Lüge
30:58Der Lüge
31:10Der Lüge
31:12Der Lüge
31:12Der Lüge
31:14Der Lüge
31:36Der Lüge
31:39Dazugegeben
31:40Der Lüge
31:40Der Lüge
31:40Der Lüge
31:41Der Lüge
31:41Der Lüge
31:41Der Lüge
31:41Der Lüge
31:41Der Lüge
31:41Der Lüge
31:41Vielen Dank.