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  • vor 9 Monaten
Der Klosterjäger (1953) ist ein klassischer deutscher Heimat- und Historienfilm unter der Regie von Harald Reinl, gedreht nach der gleichnamigen berühmten Erzählung von Ludwig Ganghofer. Der Film spielt im mittelalterlichen Bayern und verbindet romantische Liebesgeschichte mit dramatischen Konflikten um Wilderei, Standesunterschiede und Gnade.
Kurze Handlung
Haymo (Erich Auer) ist der angesehene Jäger eines bayerischen Klosters. Er verliebt sich in die schöne Gittli (Marianne Koch), die Schwester des verarmten Bauern Wolfhart. Als Wolfhart aus purer Not im Klosterwald wildert und erwischt wird, gerät die Situation in eine dramatische Zuspitzung. Haymo versucht zwischen seiner Pflicht gegenüber dem Kloster, seiner Liebe und dem Mitleid mit dem notleidenden Wilderer zu vermitteln – ein klassischer Konflikt zwischen Gesetz, Stand und Gefühl.
Typischer Ganghofer-/Heimatfilm-Stil der 50er: schöne Alpenkulissen, dramatische Wendungen, viel Herz und ein versöhnliches Ende.
Wichtige Darsteller (Auswahl)
• Erich Auer → Haymo, der Klosterjäger
• Marianne Koch → Gittli
• Paul Hartmann → Herr Heinrich (Prälat/Propst)
• Paul Richter → Graf Dietwald
• Karl Skraup → Vogt
• Margarete Haagen → Cäcilia
• Rudolf Vogel → Bader
• Christine Kaufmann → Vronerl (als Kind in einer Nebenrolle)
• Joe Stöckel, Kurt Heintel, Willy Rösner u. a. in weiteren Charakterrollen
Ein sehr beliebter, nostalgischer Heimatfilm der frühen 1950er, der heute vor allem Fans des Genres und von Ganghofer-Verfilmungen begeistert. Viel Vergnügen beim Anschauen, falls du die Gelegenheit hast (mittlerweile auch als DVD-Restauration erhältlich)

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
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00:02:33Virgil
00:02:35Jo, hilf!
00:02:36Musik
00:02:37Jo, hilf!
00:02:40Musik
00:02:45Jo, hilf!
00:02:48Bl hope.
00:02:49I come!
00:02:51Musik
00:02:52Jo, hilf!
00:02:58Musik
00:02:59So, hilf!
00:03:12So, hilf!
00:03:15Was machst du denn da, Herr oben?
00:03:17Runter möchte ich.
00:03:18So, komm halt.
00:03:19Ich trau mich ja nicht.
00:03:21Was kriege ich denn dafür, wenn ich dir helfe?
00:03:23Almrosen.
00:03:24Die kann ich mir selber auch pflicken.
00:03:27Na, warte nur.
00:03:29Ich helfe dir.
00:03:31So, jetzt halte ich dich schon.
00:03:38Wie kommst denn du da in mein Geheg?
00:03:41Du wirst mir wohl meine Steinböcke vertreiben.
00:03:44Ich habe mich beim Almrosenpflücken verstiegen.
00:03:46So, also, dann pass auf.
00:03:49So, bleib rüber.
00:03:54Hast du stand?
00:03:55Ja.
00:03:56Wo sind denn dann deine Almrosen?
00:03:59Da drüben.
00:04:00Ich bin ausgerutscht und habe sie verloren.
00:04:02Die soll ich dir wohl auch herunterholen?
00:04:04Ja, bitte.
00:04:04Ich brauche sie für einen Klostervogt.
00:04:06Bist du bei dem im Dienst?
00:04:08Nein, ich habe eine Bitte an ihn.
00:04:09Na, da wirst du aber mit Almrosen nicht viel ausrichten.
00:04:12Dem wäre was zu trinken lieber.
00:04:13Ich habe aber nichts anderes.
00:04:15Na, sei nicht traurig.
00:04:17Ich werde sie dir schon holen.
00:04:18Fall aber nicht.
00:04:23Du musst mich halt auffangen.
00:04:24Du bist mir doch nicht böse.
00:04:39Wegen dem Bussl.
00:04:40Wie heißt du eigentlich?
00:04:46Gitli.
00:04:47So.
00:04:49Gitli.
00:04:51Na, dann gehen wir aber jetzt wieder runter.
00:04:53Oder möchtest du noch länger hierbleiben?
00:04:55Nein, nein.
00:04:56Diese Einsamkeit hier.
00:04:58Hier ist doch nicht einsam.
00:05:00Was glaubst du, was ich für eine lustige Gesellschaft hier habe?
00:05:03Steinbeck, Wieseln und Gämsen.
00:05:05So.
00:05:06Jetzt gehen wir.
00:05:07Oh, Jägerl, Jägerl.
00:05:27Was stehe ich aus?
00:05:30Also so viel Sünden kann ja ein Christenmensch gar nicht haben,
00:05:34dass es auf dem Weg nicht abrischt.
00:05:35Also der Gang, der kostet mich 20 Pfund meines Lebens.
00:05:42Wenn Sie aber ausrasten, Frau der Severin,
00:05:44kommen wir überhaupt nicht mehr nach.
00:05:46Red nicht so dumm, der hereinfältige Knabe.
00:05:49In meinem jetzigen Zustand tät ich mich am liebsten daherlich und sterben.
00:05:52Nichts, wie gestorben gegangen wird.
00:05:53Was?
00:05:54Herr Heinrich hat zu mir gesagt, du musst den Vater gut behüten.
00:05:57Hat eine wichtige Mission.
00:05:58Ach, Mission, Mission.
00:06:00Wegen zwei Steinbeck, die fehlen.
00:06:02Ist doch eine Viecherei.
00:06:03Komm, uns Frau der Severin, ich schieb hinten an.
00:06:06Ja, weil ich die schieb an.
00:06:07Aber nicht so gewalttätig, sonst blüfen sie ganz viel aus.
00:06:09Komm, hoch, dann geht's an.
00:06:11Danke schön, dass du mir geholfen hast.
00:06:25Ich würde dich gern noch weiterführen.
00:06:27Find, mein Weg geht's schon allein.
00:06:30Aber jetzt weiß ich noch gar nicht, wo du wohnst.
00:06:32Bei meinem Bruder Wolfrat.
00:06:34Den kenne ich nicht.
00:06:35Dem Eckebauern, sein Haus steht gleich neben unserem Lehm.
00:06:38Wir sehen uns wieder.
00:06:42Ja, Jäger.
00:06:44Heim weiß ich.
00:06:50Danke, Heim.
00:06:51Was ist das?
00:07:05Oh.
00:07:05Oh.
00:07:06Oh.
00:07:11Oh.
00:07:12Ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah, ah.
00:07:22Du Steger! Der ist nicht da!
00:07:26Der wird schon kommen. Kann ich mir jetzt noch ein bisserl verschnafen? Gib mir was zum Trinken.
00:07:32Her mit der Güte Gottes.
00:07:40Und ich mache auch einen Schluck. Aber einen kleinen, gell?
00:07:45Das ist aber das Klosterbier. Warum heißt denn das die Güte Gottes?
00:07:49Ja, das ist die Sprache von unserem Vater Kellermeister.
00:07:53Ein frischerlei Brot, das ist eine gute Seele, nicht?
00:07:57Und eine alte Flasche Wein, das ist des Himmels höchste Gnade.
00:08:01Und weißt du, was eine wahre Andacht ist, ne?
00:08:04Eine gebackene Forelle.
00:08:06Sprich hat der, warum macht er die denn?
00:08:09Ja, ich will das verraten, aber es mal halten, ne?
00:08:13Ich bin doch kein Wasch.
00:08:15Also, dem Pater Dekan hat es nicht gefallen, dass wir Brüder so viel von gutem Essen und Trinken reden, nicht?
00:08:21Und da hat der Vater Kellermeister diese Geheimsprache erfunden.
00:08:25So was?
00:08:26Ja, ja, der Zweck heiligt die Mittel, nicht?
00:08:29Was glaubst du, wie sich der Dekan freut, seit er nur mehr so gottgefällige Reden von uns hört?
00:08:34Und wir wissen, was es bedeutet.
00:08:37Aber jetzt hol den Zwergsack her.
00:08:39Hab nämlich Hunger gekriegt.
00:08:41Wie heißt denn das dann?
00:08:44Das?
00:08:45Das ist ein himmlischer Knochen.
00:08:47Besonders, wenn er so schön saftig ist.
00:08:53Da kommt ja der Gluchterjäger.
00:08:54Na ja, das ist der Delinquent, der mir die Schwitzkur verschafft hat.
00:08:58Willkommen, ehrwürdiger Pater.
00:09:00Pater, sagt er.
00:09:01Das ist doch der Frater Säberin, kein Pater.
00:09:04So, so.
00:09:05Frater.
00:09:06Na dann seid ihr mal doppelt willkommen.
00:09:08Du, wenn ich das dem Dekan vermelde, dass dir ein Pater die halbe und ein Frater die doppelte Freude macht, dann setzt zwei was.
00:09:15Herr Säberin, fängt an die Mission.
00:09:17Ah ja, Mission.
00:09:19Sag mal, neugierig bist du gar nicht?
00:09:24Fragst nicht einmal, warum wir zwei da heraufgekommen sind, hm?
00:09:28Ich freu mich, dass ihr da seid.
00:09:29Aber nimmer lang.
00:09:30Du sollst sofort zum Vogt runterkommen.
00:09:32Musst dich verantworten, wegen der zwei fehlenden Steinböcke.
00:09:35Was?
00:09:36Und das sagt ihr mir erst jetzt?
00:09:38Du bist ja gerade erst gekommen, hm?
00:09:40Und wer passt inzwischen auf mein Gehege auf?
00:09:42Ja, wir natürlich.
00:09:43Also dann will ich mich beeilen.
00:09:45Halt!
00:09:47Ja?
00:09:48Gibt's noch was?
00:09:49Ne, Walti.
00:09:50Reich ihm die Güte Gottes zur Stärkung.
00:09:53Er wird's brauchen können.
00:09:55Da, trink!
00:09:56Du, Walti.
00:09:58Kennst du eine Gittli?
00:10:00Ja, die Müllersdachter am Seebach.
00:10:03Ein fechtes Weibsbild, aber einen Kropf hat's.
00:10:05Na, die meine ich nicht.
00:10:07Es gibt da eine ohne Kropf.
00:10:09Ohne einen?
00:10:10Ah ja, da gibt's eine mit sehr viel Moos.
00:10:13Hat aber krumme Füße.
00:10:14Und schich ist die.
00:10:15Voll Teufel.
00:10:16Ah, da gibt's noch eine.
00:10:17Aber die ist fein und schlank wie ein junger Lärchenstamm.
00:10:22Ah, die meinst?
00:10:23In dem Windschiffenhaus soll ganzer Mensch vom Dorf unten haust.
00:10:26Wer ist denn Ihr Vater?
00:10:27Ihr Vater?
00:10:28Ja, mei.
00:10:29Ich weiß bei sonst alles, aber grad von der weiß ich nix.
00:10:33Was habt denn Ihr zwei so, so heimlich zu disputieren, hä?
00:10:37Wenn er sag, nix für einen Vater.
00:10:39Ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha, ha.
00:10:52Der Winter ist vergangen, ich seh' des Meilenstein.
00:10:59Ich seh' die Blühlein prangen, es ist mein ganzer Freund.
00:11:05Sofern in jener Tale, da ist gar lustig sein.
00:11:12Da singt Frau nach die Galle und manchmal Vögelein.
00:11:18Wer bist du, Mädchen?
00:11:21Hidli heiße ich.
00:11:22Von wem hast du dieses Lied gelernt?
00:11:24Von meinem Bruder. Darf ich jetzt gehen?
00:11:27Nein, bleib!
00:11:28Hidli!
00:11:33Ist das dein Bruder?
00:11:34Nein, Herr.
00:11:42Bist zur rechten Zeit gekommen, Heimel.
00:11:45Ich werd immer für dich da sein.
00:11:48Wenn du mich brauchst.
00:12:00Au!
00:12:02Lass mich aus, du Sepp!
00:12:04Schau, dass du weiterkommst!
00:12:06Kurpusche, ihr Entige!
00:12:11Was ist denn, Bruder?
00:12:13Das einzige Medikamentum für den Weib wäre ein Herzkreuzel
00:12:17von einem Steinbock.
00:12:19Ein Herzkreuzel vom Steinbock, meinst du?
00:12:22Na, Ege Bauer, so ein Steinbock ist eine wandelnde Apotheke.
00:12:26Das Schweißblut hilft gegen schwerende Krankheiten,
00:12:29das Fett ist für die Lungengut
00:12:31und das Herzkreuzel beruhigt das rebellische Blut.
00:12:34Wo bleibst du denn wieder so lang?
00:12:35Keine Seel kümmert sich um mich!
00:12:37Ich hab mit dem Bader zu reden, wegen deiner!
00:12:39Schwarz verleucht zwei Treffen!
00:12:40Und ich geh derweil zu groß!
00:12:43Schöne rasse Patientin, deine Bäuerin!
00:12:46Die gefällt mir schon gar nicht!
00:12:47Ja, glaubst du vielleicht, mir gefällt's?
00:12:49So geht's den ganzen Tag.
00:12:50Träume was zum Trinken!
00:12:52Oder lass mich hier mal kommen!
00:12:54War so ein riegelsames, braves Weiberl, früher.
00:12:57Was ist denn mit der Mutter?
00:13:02Ich muss es verstehen, Bauer!
00:13:03Bauer!
00:13:04Komm rein!
00:13:05Und ich komme raus!
00:13:07Ich bin hinein und sage, ich komme gleich!
00:13:14Mein Bauer!
00:13:18Alles kann ich mir leisten.
00:13:20Ich bin ein freier Bauer, hab Geld im Beutel.
00:13:22Nur ein ungutes Weib, das nicht weiß, was sie will
00:13:24und das uns allen das Leben zur Hölle macht.
00:13:27Ein schwerer Fall, wenn's wenigstens eine Reconfalleszentin wär.
00:13:31Eine Reconfalleszentin, was ist denn das?
00:13:33Eine Reconfalleszentin ist eine Kranke,
00:13:36die wohl nach meiner Behandlung am Leben geblieben ist.
00:13:39Das ist mir zu hoch.
00:13:41Du wirfst immer mit den lateinischen Brocken umeinander.
00:13:43Es muss doch noch eine andere Hilfe geben für mein Weib!
00:13:46Ich hab dir ja gesagt, was unbedingt helfen darf!
00:13:48Ja, das Herzkreuzl vom Steinbock!
00:13:50Jesus!
00:13:51So schrei doch nicht zum Manant!
00:13:53Das ist doch ein Geheimmittel, verstehst du?
00:13:56Ich geh zum Klosterfugt!
00:13:58Er muss meinen Steinbock lassen!
00:13:59Du wirst nix ausrichten!
00:14:01Du musst das schon anderweitig einem besorgen!
00:14:04Heimlich!
00:14:06Heimlich?
00:14:07Das ist eine verflixte Sache!
00:14:09Ich weiß!
00:14:10Leicht ist das freilich nicht!
00:14:12Der fürstliche Heinrich ist scharf dahinter!
00:14:13Gnädiger Herr, Graf Dietwald ist soeben angekommen!
00:14:29Graf Dietwald, Gottes Sohn, Gruß!
00:14:30Unser allergnädigster Herr erwartet euch schon voll Ungeduld!
00:14:31Ich danke euch, Herr Vogt!
00:14:33Ich freue mich für der Dietwald, dass du meiner Einladung gefolgt bist!
00:14:36Graf Dietwald, Gottes Sohn, Gruß!
00:14:38Unser allergnädigster Herr erwartet euch schon voll Ungeduld!
00:14:42Ich danke euch, Herr Vogt!
00:14:46Ich freue mich für der Dietwald, dass du meiner Einladung gefolgt bist!
00:14:49Und ich danke euch, Herr Heinrich, dass sie mir in eurem schönen Garten die willkommene Abwechslung einer Jagd nicht bekommt!
00:14:54Du warst am Hof in Frankreich?
00:14:56Ach, die zanken sich immer noch mit rum!
00:14:58Ja, und das Volk hat die Last zu tragen!
00:15:00Ja, hier wieder eine bessere Luft!
00:15:02Komm, setz dich!
00:15:03Du wirst müde sein vom langen Ritt!
00:15:05Du musst mir viel erzählen!
00:15:07Ja, ich...
00:15:10Nun?
00:15:13Herr Dietwald!
00:15:15Herr Heinrich, ich hatte vorhin eine Begegnung mit einem Mädchen!
00:15:19Und ich dachte, mein Weib zu sehen!
00:15:21Herr Dietwald, hat denn die lange Zeit deinen Schmerz immer noch nicht zu heilen vermocht?
00:15:26Die alte Wund ist wieder aufgebrochen!
00:15:28Herr Dietwald, du musst dich losmachen vor den düstern Schatten der Vergangenheit!
00:15:33Wenn ich das nur könnte!
00:15:35Wenn wir nur erst oben sind!
00:15:36Bei meinen Steinböcken und Gämsen das fröhliche Jagen würde ich schon auf andere Gedanken bringen!
00:15:44Angst habe ich schon vor dem Vogt!
00:15:46Den Kopf kann er dir doch nicht abreißen!
00:15:47Komm!
00:15:49Geh nur hinein!
00:15:51Ich warte auf dich!
00:15:52Mit Verlaub!
00:15:53Nein, warten!
00:15:54Was willst du denn?
00:15:55Mit dem Herrn Vogt hätte ich gern gesprochen!
00:15:56Mit Verlaub!
00:15:57Nein, warten!
00:15:58Was willst du denn?
00:15:59Mit dem Herrn Vogt hätte ich gern gesprochen!
00:16:00Da hast du Glück!
00:16:01Der ist heut gerade gut gelangt!
00:16:02Ja!
00:16:03Ja!
00:16:04Bier, Baum und all der Staunen übereinander!
00:16:05Du!
00:16:06Wenn du jetzt bis gleich gehst, dann übergeben dich einem, der eine glühende Zunge hat und
00:16:10eiserne Zähne!
00:16:11Aber Herr Vogt, der soll gut gelaunt sein!
00:16:12Ja, den musst du erst einmal hören, wenn er schlechte Laune hat!
00:16:14Ich habe ein hohes Amt zu verwalten, da kann ich mich nicht viel abgeben mit Mitleid und
00:16:16Erbarmen!
00:16:17Herr Vogt, ich will's ja nur für meine arme, kranke Frau!
00:16:18Schluss jetzt!
00:16:19Dein Weid hat die Kartenkrankheit!
00:16:20Überraschung!
00:16:21Was willst du denn?
00:16:22Mit dem Herrn Vogt hätte ich gern gesprochen!
00:16:23Da hast du Glück!
00:16:24Der ist heut gerade gut gelaunt!
00:16:25Ja!
00:16:26Bier, Baum und all der Staunen übereinander!
00:16:27Du!
00:16:28Wenn du jetzt bis gleich gehst, dann übergeben dich einem, der eine glühende Zunge hat und
00:16:30eiserne Zähne!
00:16:31Aber Herr Vogt, der soll gut gelaunt sein!
00:16:33Ja, den musst du erst einmal hören, wenn er schlechte Laune hat!
00:16:37Ich habe ein hohes Amt zu verwalten, da kann ich mich nicht viel abgeben mit Mitleid und Erbarmen!
00:16:42Herr Vogt, ich will's ja nur für meine arme, kranke Frau!
00:16:44Schluss jetzt!
00:16:45Dein Weid hat die Kartenkrankheit!
00:16:47Überfressen hat sie sich!
00:16:48Dein Weid soll die Schmalznudeln und das Klosterbier lassen, dann wird die die Bläsucht gleich aufhören!
00:16:52Punktum!
00:16:53Herr Vogt, ich zahl doch jeden Preis!
00:16:54Magermilch, Schwarzbrot soll sie essen, dann braucht sie kein Herzkreuz von einem Steinbock!
00:16:58Das sind Medikamente für höhere Leute!
00:17:00Punktum!
00:17:01Hört doch auf die Stimme des Gewissens, Vogt!
00:17:02Auf gar keine Stimme höre ich!
00:17:03Punktum!
00:17:04Ansonst!
00:17:05Hier!
00:17:06Rauf!
00:17:07Was, Cecilia?
00:17:08Ja, dich!
00:17:09Sofort kommst!
00:17:10Gleich, liebe Cecilia!
00:17:11Wir haben auch diskutiert!
00:17:12Was ich sag, gibt's!
00:17:13Punktum!
00:17:14Was gibt's denn, liebe Cecilia?
00:17:18Einen Krach!
00:17:19Da!
00:17:20Und da!
00:17:21Du Schlampe!
00:17:22Ich werd' dir Ordnung beibringen!
00:17:24Ich hab' heute Nacht so lang gearbeitet und dann am Morgen vergessen!
00:17:27Entschuldige, liebe Cecilia!
00:17:29So!
00:17:30Gearbeitet hast du!
00:17:31Gearbeitet hast du!
00:17:34Gearbeitet!
00:17:35Vergessen!
00:17:36Wie?
00:17:37Was stößt denn, Darien ist sonst?
00:17:39Die zittert, wenn man sie anrührt!
00:17:41Ich hab' mich vergessen, liebe Cecilia!
00:17:42Vergessen?
00:17:43Einen Schaufbruder bist!
00:17:44Das ist entwürdigen!
00:17:53Teufelsweiber!
00:17:54Ja, bist du noch immer da?
00:18:03Ja, Fuchs!
00:18:04Ich dachte, ihr hättet euch inzwischen vielleicht anders besonnen!
00:18:06Besonnen?
00:18:07Jawohl!
00:18:08Ich kann dir nur sagen, mit keinem Weib hab' ich Mitleid!
00:18:10Sie haben mit uns auch keins!
00:18:11Zum allerletzten Mal!
00:18:12Wir sind fertig miteinander!
00:18:13Punktum!
00:18:14Siehst, die Leute warten!
00:18:16Ich hab' doch mehr zu tun, als mit dir da herum zu diskutieren!
00:18:19Also schau', dass du weiterkommst!
00:18:20Punktum!
00:18:25Was stehst du da herum?
00:18:26Was willst du?
00:18:27Marsch hinein!
00:18:29Los!
00:18:32Also, was bringt man?
00:18:37Na?
00:18:38Was ist der Anliegen?
00:18:44Du misst Zeit!
00:18:47Was soll denn das?
00:18:48Soll ich mir das Graf vielleicht am Hut stecken?
00:18:53Wie der Herr Vogt meint?
00:18:58Aha!
00:18:59Also will man doch etwas!
00:19:04Das Graut war wohl nur ein Vorwand, um zu mir hereinzukommen!
00:19:09Nein!
00:19:10Nein, Herr Vogt!
00:19:11Keine Widerrede!
00:19:12Was will man?
00:19:13Was will man?
00:19:14Also wird's weit oder nicht?
00:19:16Natürlich!
00:19:17Jetzt wird geheult!
00:19:18Auch so eine weibliche Glücke!
00:19:19Herr, du mein Himmel!
00:19:20Du musst die Weiblichkeit in deinem Zorn erschaffen haben!
00:19:22Kaum rät man vernünftig mit ihnen!
00:19:24Gleich fangen sie zu heulen an!
00:19:25Hat man sich bald ausgefremst?
00:19:27Darf ich endlich erfahren, was man will?
00:19:30Wenn Herr Vogt so mit mir schreit!
00:19:32Schreien?
00:19:33Wer schreit?
00:19:34Ich schreie!
00:19:35Kein Mensch schreit!
00:19:36Also, was gibt's?
00:19:38Ach, Herr Vogt!
00:19:40Der Wolfrat!
00:19:41Mein Bruder!
00:19:42Er kann den Lehnszins nicht zahlen!
00:19:45Er will nicht zahlen!
00:19:46Er kann nicht zahlen!
00:19:47Er kann nicht zahlen!
00:19:48Na, da haben wir's!
00:19:49Der saubere Bruder kann nicht zahlen!
00:19:50Und das feine Schwesterlein stolziert herum!
00:19:52Aufgeputzt!
00:19:53Wie ein Burgfräulein!
00:19:55Aber!
00:19:56Das ist doch mein einziges Gewand!
00:19:58Und die Almrosen, die hab ich selber runtergeholt von der Röden!
00:20:01Das ist es ja gerade, worüber ich mich so gift!
00:20:04Sein Bruder soll schauen, dass er zahlt!
00:20:05Sonst lass ich ihm das Lehen wegnehmen und geb's an anderen!
00:20:08Punktum!
00:20:09Herr Vogt, so hart könnt ihr den Wolfrat nicht strafen!
00:20:11Sein Kind ist frohnerlich, sterbenskrank dann nieder!
00:20:14Deswegen kann ich doch nicht krank werden!
00:20:16Ich muss den Lehnszins haben!
00:20:17Punktum!
00:20:18Wo kämen wir hin, wenn sich jeder vom Zahlen drückt?
00:20:20Warum so heftig, Vogt?
00:20:22Oh!
00:20:23Referendissime, hoher!
00:20:25Die Luft könnte einem ausgehen vor lauter Ärger und Zorn!
00:20:27Das ist wieder seine Dirn!
00:20:31Ich habe es selbst gehört!
00:20:34Ich glaube, ihr seid so raum mit den Leuten, Vogt!
00:20:37Referendissime, ich bitte in aller Weisheit zu bedenken,
00:20:39dass man den Leuten die Fuchtel zeigen muss!
00:20:42Auch ich schätze falsche Milde nicht!
00:20:44Aber auch Strenge muss mit Maß und Ziegel geübt werden!
00:20:47Der Vogt schreit zwar immer, aber er meint es nicht so!
00:20:51Das Lehen will er meinen Bruder wegnehmen lassen,
00:20:54wenn er nicht zahlen kann!
00:20:56Aber glaub doch das nicht, Gidli!
00:20:57Er hat es schon ernst gemeint!
00:21:00Dann werde ich mit dem Vogt sprechen!
00:21:02Oder noch besser, ich werde den Herrn Heinrich bitten!
00:21:07Wenn du das tätest, Heimo!
00:21:09Und sag ihm, dass unser Frohnerl so krank ist!
00:21:12Der Klosterjäger soll zum Herrn Vogt kommen!
00:21:15Du brauchst dich nicht zu sorgen!
00:21:17Ich werde bestimmt helfen!
00:21:27Der Vogt hat mich rufen lassen!
00:21:29Es ist wegen der Jagd!
00:21:31Ja, wegen der Jagdklosterjäger!
00:21:33Wo sind meine beiden Steinböcke hingekommen?
00:21:35Herr, ich bin den ganzen Tag schon vor Sonnenaufgang auf der Pirsch!
00:21:39Oft auch in der Nacht, das Revier ist halt groß!
00:21:41Zu groß für einen Jäger, so meinst du es wohl!
00:21:44Da muss eben noch ein zweiter her!
00:21:46Herr, das dürft ihr mir nicht antun!
00:21:48Lieber gönne ich mir überhaupt keine Ruhe mehr!
00:21:51Na, na, na!
00:21:53So schlimm war es nicht gemeint!
00:21:55Ich weiß, dass du das Menschenmöglichste tust!
00:21:58Und wegen der Wilddiebe sollst du dich nicht in allzu große Gefahr begehen!
00:22:01Das Menschenleben ist immer noch mehr wert als ein paar Steinböcke!
00:22:04Hast du keinen Verdacht?
00:22:06Nein!
00:22:07Hast du keine Spur gefunden?
00:22:08Ja, das schon, aber die hat gleich wieder über die Grenze geführt!
00:22:11So?
00:22:12Sollte es gar nicht fürstlichen Herrn eingefallen sein, in meinem Revier zu jagen?
00:22:16Möglich wär's schon!
00:22:17Also gut, Heimo!
00:22:18Morgen früh gehst du wieder hinauf und schickst mir den dicken Severin herunter!
00:22:22Und halt dich bereit zur Jagd!
00:22:26Herr Heinrich!
00:22:27Ja?
00:22:29Was willst du noch?
00:22:33Hast du etwa Angst, vor uns am Vogt zu reden?
00:22:36Aber Heimo, er ist doch ein so guter, ruhiger Mensch!
00:22:41Ja, ja, das ist er schon!
00:22:43Also, was hast du noch auf dem Herzen?
00:22:45Ich hab da draußen die Schwester vom Wolfrat getroffen, die Gittli!
00:22:51Ach, da schauen wir ja die Gittli!
00:22:53Ja!
00:22:54Halten zu Gnaden!
00:22:56Sie tut mir so leid!
00:22:58Sie soll vom Hof, weil der Bruder den Lebenszinsen nicht zahlen kann!
00:23:01Und sein Kind ist so krank!
00:23:03Und da bist du gekommen, um für den Wolfrat ein gutes Wort einzulegen!
00:23:07Ja!
00:23:08Und ich hab' geglaubt, du kämpfst bloß wegen der Jagd!
00:23:10Ja, das schon, Herr Heinrich!
00:23:12Aber die Gittli!
00:23:13Also gut!
00:23:15Und so Vogt wird alles untersuchen!
00:23:17Und wenn der Wolfrat arbeitsam und christlich ist,
00:23:20dann wird ihm schon nichts geschehen!
00:23:22Oh, ich hab's ja gewusst, Herr Heinrich, dass ich nicht umsonst bitte!
00:23:25Vergelt's Gott!
00:23:26Ja, wohin jetzt so eilig?
00:23:27Ja, ich will's gleich der Gittli sagen!
00:23:29Das verbitt' ich dir!
00:23:31Das überlassen wir unserem Vogt!
00:23:36Wie war's beim Vogt?
00:23:38War er freundlich zu dir?
00:23:40Ja, freilich!
00:23:42Wie geht's im Frohnerl?
00:23:45Mein Gott!
00:23:46Das Kindl macht mir jetzt so viel Sorgen!
00:23:52Hat er eine Freude mit den Blumen gehabt, der Vogt?
00:23:55Die sind aber schön, hat er gesagt!
00:23:57Du und Leute wachen da!
00:23:58Einer am anderen!
00:24:01Gittli!
00:24:05Der Wolfrat hat das Geld für das Lehen doch schon beisammen!
00:24:09Ja, freilich!
00:24:11Gott sei Dank!
00:24:17Ist er da gewesen?
00:24:18Der Bader?
00:24:19Ja!
00:24:21Was hat er gesagt?
00:24:22Er meint, das Einzige, was dem Kindl helfen könnte, wär das Schweißblut von einem Steinbock!
00:24:30Schweißblut von einem Steinbock!
00:24:33Und der Eggebauer hat geschickt, du sollst rüberkommen!
00:24:36Der Eggebauer?
00:24:37Ja!
00:24:38Da geh ich gleich hin!
00:24:39Bis du wiederkommst, hab ich dann das Essen fertig!
00:24:51Warum isst denn du nicht?
00:24:53Ich halt's nimmer aus mit der Mutter!
00:24:55Das ist kein Leben mehr!
00:24:57Muss ja auch aushalten!
00:24:59Ich geh fort!
00:25:00Auf die Alm, wenn's dir recht ist!
00:25:04Musst mir nicht böse sein, Bauer!
00:25:05Ich weiß, ich hätte von selber kommen sollen!
00:25:07Geh jetzt!
00:25:08Ich hab mit dem Wohlfraut zu reden!
00:25:12Ich hab das Geld noch nicht beisammen, dass ich dir schuldig bin, Eggebauer!
00:25:16Hab ich dann auch gefragt!
00:25:17Das Zurückzahlen pressiert nicht!
00:25:20Freut mich, dass ich dir hab helfen können!
00:25:23Ja, wenn du so redest, Eggebauer, dann möchte ich zu einem Vergeltesgott noch ein Bittschön dazu sagen!
00:25:27Ja?
00:25:28Ich kann das Lehen nicht bezahlen!
00:25:29Der Vogt!
00:25:30Hör mal auf mit dem, wenn ich den Namen nur hör!
00:25:33Wär ich schon wild!
00:25:34Von Haus und Hof will er mich treiben, wenn er nicht soll!
00:25:38Wenn's aber möglich wär, dass du das Geld, das dir fehlt, verdienen könntest!
00:25:44Verdienen?
00:25:46Ja, Tag und Nacht möchte ich schaffen, Eggebauer!
00:25:48Tag und Nacht, meine ich, wär vielleicht gar nicht nötig!
00:25:53Leicht, dass du's in einer Nacht schaffen kennst!
00:25:56Ja, was soll's denn, Bauer?
00:25:57Ja!
00:25:59Komm mit!
00:26:09Den sollst du ihn auftragen in die Röp!
00:26:14Am Weg zu meiner Alm, da nagelst ihn an!
00:26:16Ans Kreuz, das leer droben steht!
00:26:19Frisch anmalen hab ich ihn lassen!
00:26:21Ist schon recht, Bauer!
00:26:22Kannst ihn gleich auf die Graxen da binden!
00:26:28Du hast auch ein rechtes Kreuz daheim, Wolfrat, was?
00:26:30Ja, Bauer!
00:26:34Was macht denn dein Kind?
00:26:36Ist das wenigstens wieder beinand?
00:26:38Ja, ist kein Rät davon, Bauer!
00:26:40Immer weniger wird's, weil unserer eins nix tun kann für eine gute Pflege!
00:26:44Na, was willst du denn? Ich kann alles tun und es nutzt auch nichts!
00:26:47Meine Bäuerin kommt nicht auf die Füße!
00:26:49Herzkreuz müssten wir haben!
00:26:51Vom Steinbock!
00:26:52Ein Herzkreuz vom Steinbock!
00:26:55Und Schweißblut!
00:26:57Sagt der Bader!
00:26:59Selber ausprobiert hat er es an dem Kind
00:27:01von einem reichen Bauer!
00:27:03Was weiß Bauer, was dem Kind geholfen hat?
00:27:05Schweißblut!
00:27:07Vom Steinbock!
00:27:10Wenn das wahr wär!
00:27:12Na ja!
00:27:13Man redet halt so daher!
00:27:15Geh nimm doch von da unten ein Buschen Heu!
00:27:18Zum Unterlegen!
00:27:19Damit mir die Farbe nicht abgeht beim Tragen!
00:27:25Da ist ja eine Armbrust!
00:27:27Wird wohl einer hingelegt haben, mein ich!
00:27:29Ege Bauer!
00:27:31Weißt du, was du da von mir verlangst?
00:27:33Verlangst?
00:27:35Burfrut, das kannst du nicht sagen!
00:27:36Kein Mensch hat was von dir verlangt!
00:27:38Aber weißt!
00:27:40Wenn ich mein Kind wieder gesund machen könnte!
00:27:43Ich wär nicht so heiklich!
00:27:45Ege Bauer, ich...
00:27:46Und dann schauen wir!
00:27:48Er ist denn früher mal wieder locht und...
00:27:50...draussen herumspielt und sich freut!
00:27:54Bauer!
00:27:56Ich dos!
00:28:17Hei, wo?
00:28:18Ja, Zenzer!
00:28:19Was machst denn du da bei mir hier oben?
00:28:21Auf uns allen bin ich jetzt!
00:28:22Und hab mir gedacht!
00:28:23Na, was hast du da denk?
00:28:25Dass ich dem Jäger einen Besuch machen muss,
00:28:26wenn er nicht zu mir kommt!
00:28:28Ja, weißt du, ich hab in der letzten Zeit viel zu tun!
00:28:30Warum bist du denn zum Tanzen drunter gekommen?
00:28:32Ich hab immer auf dich gewartet!
00:28:35Der Herr Heinrich hat mich gleich wieder raufgeschickt!
00:28:38Und...
00:28:40...außerdem hab ich keine Lust gehabt zum Tanzen!
00:28:42Mit mir auch nicht?
00:28:44Nein, Zenzer!
00:28:46Mit dir auch nicht!
00:28:48Rätst aber heut schon ganz anders als wie sonst!
00:28:50Ja, alle Tage ist kein schönes Wetter!
00:28:52Einmal scheint die Sonne, und das andere mal regens!
00:28:54Du, freust dich nicht, dass ich bei dir bin?
00:28:59Ja doch, doch!
00:29:03Ach, Heimo, bei uns ist so ungut!
00:29:05Ich möchte fort von daheim!
00:29:07Ja, wohin denn?
00:29:09Heiraten möchte ich!
00:29:11Na, dann wünsch ich dir viel Glück!
00:29:14Ich möchte aber einen bestimmten!
00:29:16So?
00:29:17Wen denn?
00:29:19Einen Jäger!
00:29:21Ah, ein Jäger, das ist doch nichts für dich!
00:29:23Ich will aber keinen anderen!
00:29:25Du!
00:29:26Wenn du mit dem Jäger vielleicht mich meinst!
00:29:29Ich bin schon verheiratet!
00:29:31Heimo!
00:29:33Ja, nett wie du da meinst!
00:29:35Sondern heroben!
00:29:36Mit meinen Gämsen und Steinbecken!
00:29:38Ach, ich merk schon!
00:29:40Eine andere hast!
00:29:42Ja, Zenzer!
00:29:46Dietwald!
00:29:48Du spielst heute so schlecht wie nie zuvor!
00:29:51Ich nehme dir jetzt die Damen!
00:29:54Nimm diesen Zug zurück!
00:29:56Verzeiht, Herr Heinrich!
00:29:57Ich weiß, ich bin zerstreut!
00:29:59Die Begegnung mit dem Mädchen will mir nicht aus dem Kopf!
00:30:02Sie könnte mein Kind sein!
00:30:04Aber Dietwald!
00:30:06Wenn deine Nachforschungen im Frankenland vergeblich waren!
00:30:09Wie käme das Kind nach Berchtesgaden?
00:30:11Wenn mir nicht der einzige Zeuge gesagt hätte, dass mein Kind noch gelebt hat!
00:30:13Warum bin ich so gestraft?
00:30:16Im Schmerz kannst du fragen!
00:30:18Warum?
00:30:20Hast du aber auch gefragt in der Freude?
00:30:23Im Glück?
00:30:25Das Gute leuchtete dir ein!
00:30:26Warum glaubtest du an Gott?
00:30:28Im Schmerz willst du sein Wirken nicht fassen und verstehen!
00:30:31Sogar Christus hat am Kreis gefragt!
00:30:34Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
00:30:36Da sprach er als Mensch, der sterblich ist!
00:30:39Dietwald!
00:30:40Dietwald!
00:30:42Wäre das denn Gott, wenn wir Menschen ihn so leicht begreifen könnten?
00:30:52Ihr habt Recht, Herr Heinrich!
00:31:00Und wenn ihr Recht haben sollt, Herr Heinrich, bete ich euch jetzt schon!
00:31:05So war es nun auch wieder nicht gemeint!
00:31:07Aber wenn es der Schlusspunkt unter deine Traurigkeit sein soll,
00:31:11dann habe ich gern verloren!
00:31:37nach dem Abend!
00:31:39und nach dem Abend!
00:31:40und nach dem Abend!
00:31:42Ich bin glücklich!
00:31:44Aber ich bin glücklich!
00:31:45Das ist mein Glück!
00:31:46Mit dem Abend!
00:31:47Los denn von fünf!
00:31:50Ich bin glücklich!
00:31:51In Blalt!
00:31:54Woher rä froh?
00:31:56Das war es nur noch mal was!
00:31:58Ich bin glücklich!
00:32:00Ich bin glücklich!
00:32:02Ich bin glücklich!
00:32:04Weil jetzt von fünf!
00:32:05Amen.
00:32:35Amen.
00:33:05Amen.
00:33:35Amen.
00:34:05Feuerts!
00:34:06Komm!
00:34:21Weiter!
00:34:23Lass mich noch ein Vaterunser beten, Jäger.
00:34:35Oh!
00:34:38Oh!
00:34:39Oh!
00:35:05Puh!
00:35:08Puh!
00:35:09Puh!
00:35:12Puh!
00:35:13Puh!
00:35:14Puh!
00:35:20Was hast denn?
00:35:22Ist was gegrummt?
00:35:23Ich will nicht rufen.
00:35:25Was ist die Zeit?
00:35:26Die neunte Stunde, es kam vorbei.
00:35:31Und wie lang braucht einer vom Kreuz über die Almen oder in den Ort?
00:35:34Na, fünf Stunden gut.
00:35:36So muss ich also vom Kreuz droben schon fort gewesen sein, bevor es Tag geworden ist.
00:35:40Darauf geht es schwer, ne?
00:35:42Meinst du, es wird sein müssen?
00:35:47Da, nehm.
00:35:49Das Kreuz musst du selber rausschneiden.
00:35:52Jetzt kriegst du dein Geld, Wörter.
00:36:04Acht, neun, zehn.
00:36:11So, du hast noch zwei extra.
00:36:13Streich's ein, hast's verdient.
00:36:15Meinst du, Gewahr?
00:36:16Ja.
00:36:18Und was ich dir noch sagen wollte, Bauer,
00:36:20wenn vielleicht der Frag umgehen sollt,
00:36:23brauchst du nur zu wissen, dass ich den Heiland für dich hinauftragen hab.
00:36:27Dass ich den Weg vom Kreuz hin unter eine anderthalb Stunden gelaufen bin.
00:36:30Das brauchst du nicht zu wissen.
00:36:33Du.
00:36:34Und schau mich an.
00:36:37Ich hab kein Stäuber da los im Gesicht.
00:36:39Und keinen Flecken Blut am Janker.
00:36:41Lieber Herrgott.
00:36:43Ulfraud, was hast du getan?
00:36:45Was du auch getan hättest, wenn die jeder erfassen wollen.
00:36:47Ulfraud, Ulfraud!
00:36:49Halt's mal holen!
00:36:50Wir haben beide die Schuld zu tragen.
00:36:51Du die Hälfte und ich die Hälfte.
00:36:54Das Geld, das hab ich auch, ne?
00:36:55Ja, ja, das hast du.
00:36:58Und getan hab ich's nur für mein Kind.
00:37:01Ja, ich bin wirklich.
00:37:04Und dann hab ich's nur für mein Kind.
00:37:06Ja, ich bin wirklich.
00:37:06Ich bin wirklich.
00:37:09So, da wär ich. Geld hab' gebraucht. Fleisch können wir kaufen. Und für's Wrohne lauf' ich auch was.
00:37:35Was ist denn Josefa?
00:37:38Also rät's doch was!
00:37:44Wohlfrag, unser Kind.
00:37:50Das ist doch, das ist doch nicht möglich. Das kann doch unser Herrgott nicht zulassen.
00:38:08Das kann... das kann nicht sein.
00:38:14Umsonst.
00:38:20Alles umsonst.
00:38:24Das Schweißblut vom Steinmuck und alles, was ich da nahe.
00:38:28Da liegt jetzt mein Kind. Und da oben der andere.
00:38:34Heiliger Herr Jesus, Wohlfrag, von wem sprichst du?
00:38:40Heimo!
00:38:44Wo ist sie?
00:38:45Lass mich gehen!
00:38:48Du tust mir keinen Schritt aus dem Haus, oder?
00:38:50Schlag zu!
00:38:51Hast du dir auch erstattet?
00:38:52Wohlfrag!
00:38:55Gittli!
00:38:57Wohlfrag!
00:39:00Gittli! Um Gottes willen, bleib!
00:39:02Gittli!
00:39:18Gittli!
00:39:19Seine Untat ist wie eine Lawine, alle reißt sie mich.
00:39:24Sei ruhig. Keiner hat was gesehen.
00:39:28Und ich red nix.
00:39:31Dann warn's mir auf die Folterspannung.
00:39:49Heimo!
00:40:04Heimo!
00:40:14Heimo!
00:40:19Ist der Fucht drin?
00:40:31Ja.
00:40:32Ich geh hinein zu ihm.
00:40:33Nein!
00:40:34Immer drei noch!
00:40:35Ich bin an der Reihe.
00:40:39Ja, was fällt denn dir an?
00:40:41Kommst du einfach herein, ohne zu fragen?
00:40:43Was glänzt dir an Aufruhr?
00:40:45Plagt euch nicht mit Schreien, Herr Fucht.
00:40:47Ich höre auch, wenn ihr den Blaskpakt nicht so grob anzieht.
00:40:49Hat man das jemals erlebt in der ganzen Christenheit?
00:40:51Wie der Mensch sich mit mir zu reden traut?
00:40:53So ein mauliges Schwertmaul!
00:40:55So ein mauliges, das den Zins nicht zahlen kann!
00:40:58Wer sagt das, Herr Fucht? Ich bring den Zins.
00:41:00Du bringst den Zins? Bringst den?
00:41:03Wie hat dich geheißen, den Zins zu bringen?
00:41:05Ich habe mit Herrn Heinrich über dich gesprochen.
00:41:07Der Zins soll dir erlassen sein.
00:41:09Woher hast du das Geld?
00:41:11Eckebauer hat es mir geliehen.
00:41:13Der Eckebauer? Geliehen? Dir?
00:41:15Ja, werde ich ihm seinen hölzeren Heiland hinauf tragen.
00:41:17Zum Kreuzweg auf der Röth.
00:41:18Das Geld gibst du den alten Schmeersack zurück!
00:41:19Das tue ich nicht!
00:41:20Dann behalt es!
00:41:21Lass es deinem kranken Kind zugutekommen.
00:41:22Das Kloster braucht es nicht!
00:41:23Das Kind auch nicht!
00:41:24Das Kind auch nicht!
00:41:26So ist es also wieder gesund?
00:41:27Ihm tut kein Faser mehr weh, der Vogt!
00:41:29Nehmt das Kirchenbuch und an der Stelle,
00:41:31wo der Name von meinem Kind geschrieben steht,
00:41:33macht einen dicken Strich
00:41:35und setzt ein Kreuz dahinter.
00:41:37Wohl, Frau!
00:41:39Wohl, Frau!
00:41:40Wohl, Frau!
00:41:41Wohl, Frau!
00:41:42Wohl, Frau!
00:41:43Wohl, Frau!
00:41:44Wohl, Frau!
00:41:45Wohl, Frau!
00:41:46Wohl, Frau!
00:41:47Wohl, Frau!
00:41:48Wohl!
00:41:49Wohl, Frau!
00:41:50Wohl, Frau!
00:41:51Wohl, Frau!
00:41:52Wohl, Frau!
00:41:53Wohl, Frau!
00:41:54Wohl, Frau!
00:41:55Wohl, Frau!
00:41:56Wohl, Frau!
00:41:57Wohl, Frau!
00:41:58Wohl, Frau, wohl, Frau!
00:42:25Heimu, hör mich doch.
00:42:55Ich bin's, die Gittli.
00:43:09Schau, Heimu, ich bin's, die Gittli.
00:43:15Gittli.
00:43:20Du darfst hier nicht liegenbleiben, Heimu.
00:43:22Wir müssen in die Hütten.
00:43:25Komm, stütz dich auf mich.
00:43:29Es wird schon gehen.
00:43:41Sau, Wirtschaft, nix findet man.
00:43:47Wenn wir's brauchen, die das Weib, dann ist nicht da.
00:43:49Wer ist nicht da?
00:43:50Da bist du ja, mein Täubchen.
00:43:52Was schreist denn so herum?
00:43:53Ich schreie nicht.
00:43:55Ich suche nur meine Schuhe.
00:43:57Da sind sie ja, du Damian, unterm Bett.
00:43:59Unterm Bett?
00:44:01Ausgezeichnet, liebe Cecilie.
00:44:02Ah, aha.
00:44:04Cecilie, ja nicht Cecilie.
00:44:06Lass diese Vertraulichkeit.
00:44:07Ich wollte ja gar nicht zärtlich sein.
00:44:09Was?
00:44:09Das machst du mir zusammen?
00:44:11Au!
00:44:11Du trauriges Mann bist.
00:44:13Du hast es ja so gewünscht.
00:44:14Au!
00:44:16Au!
00:44:17Oh!
00:44:17Oh!
00:44:18Oh, na warte.
00:44:20Ja, lass mich.
00:44:21Versteig mich.
00:44:22Geh, bitte.
00:44:25Vergreif dich nicht an der Obrigkeit.
00:44:27Ich bin der Vogt.
00:44:28Was bist du?
00:44:29Ein Lämmerschwanz bist du, ein Trauriger.
00:44:31Ich mein, der Vogt bin ich.
00:44:32Mein ich halt.
00:44:33Da herinnen bist du mein Mann.
00:44:34Also, nix bist.
00:44:36Punktum.
00:44:37Herr Heinrich wartet.
00:44:44Ich muss zur Jagd.
00:44:49Nun, Bruder Severin.
00:44:50Ja, Herr.
00:44:51Du bist weit fertig?
00:44:52Ja, mein Reittier ist schon gesattelt.
00:44:54Was, ein Reittier willst du nehmen?
00:44:56Mitleid mit der armen Kreatur scheinst du nicht zu haben.
00:44:58Herr Heinrich.
00:44:59Ja, denn sonst würdest du nicht dem armen Tier die Last deines Leibes aufbürten wollen.
00:45:03Ja, Herr, ich kann essen, was ich will.
00:45:05Trotzdem gehe ich auseinander wie der Teig in der Pfanne.
00:45:09Das ist ungesund.
00:45:10Festina Lente, sagte der Haide Augustus.
00:45:13Du sollst sänftig nicht vom Fleische falten.
00:45:16Musst dir noch mehr Bewegung verschaffen.
00:45:18Ja, Herr Heinrich, der Herr, bei der letzten Mission habe ich mindestens 20 Pfund verloren.
00:45:23Ja, immer noch 50 Pfund zu viel.
00:45:25Der Bauch muss weg.
00:45:26Herr Heinrich, der Herr, ich will.
00:45:27Ich weiß, zu Fuß mit mir auf die Jagd gehen und tüchtig ausschreien.
00:45:33Dein Wunsch sei dir gewährt.
00:45:34Oh.
00:45:35Ein weiser Herr, unser Herr Heinrich.
00:45:45Oh, Walti.
00:45:46Ich sehe mich schon so mager, dass mir die Knochen klappern.
00:45:50Oh.
00:45:56Und sie ist wirklich die Schwester?
00:45:58Ja, Herr Herr, die Gittli ist die Schwester von meinem Mann.
00:46:01Vom Lehensbau, Wolfrath.
00:46:03Ja, ja.
00:46:05Und was tut sie denn in der Röth um?
00:46:07Ich weiß nicht, Herr.
00:46:09Ich meine, es ist ein Jungsblut, das läuft und klettert gern.
00:46:11Da kommt mein Mann.
00:46:19Grüß Gott, Lesbauer.
00:46:21Grüß Gott, Herr Herr.
00:46:22Der Herr fragt nach Gittli.
00:46:26Warum?
00:46:28Und ob wir die Falkenburg kennen, fragt der Herr.
00:46:30Nein, die kennen wir nicht.
00:46:31Das habe ich dem Herrn auch schon gesagt.
00:46:34Die Gittli ist meine Schwester, was soll's also?
00:46:37Ja.
00:46:38Wir kümmern uns um niemand, Herr.
00:46:39Und haben es auch nicht gern, wenn sich andere um uns kümmern.
00:46:41Herr, danke.
00:46:49Kenntest du ihn?
00:46:52Nein.
00:47:11Gittli.
00:47:39Was war denn?
00:47:42Nicht sprechen, Heimo.
00:47:43Tu dich nicht plagen.
00:47:47Es brennt.
00:47:50Es ist höllische Feuer.
00:47:52Du darfst dich nicht rühren.
00:47:54Es wird schon wieder besser werden.
00:47:57Wenn du bei mir bleibst, Gittli,
00:48:01dann tue ich bestimmt keinen Rührer.
00:48:05Ich bleib bei dir, Heimo.
00:48:08Vergelt's gut.
00:48:09Na, da schau her.
00:48:14Die Gittli beim Klosterjäger in der Jagdhütten.
00:48:21Da ist ja Blut.
00:48:24Was ist denn geschehen?
00:48:26Gestochenheiten einer.
00:48:28Und wer war's?
00:48:31Weiß das nicht?
00:48:32Hey, Heimo.
00:48:43Gittli.
00:48:46Er, er spricht ihm Fieber.
00:48:49Behext hast ihn.
00:48:51Du Bettel-Dirn.
00:48:52War jemand da?
00:49:04Nein.
00:49:06Du hast nur träumt, Heimo.
00:49:09Herr Heinrich, eine Bärenspur.
00:49:27Darf ich Sie weiter verfolgen?
00:49:28Doch, es liegt mir daran.
00:49:29Begib dich aber nicht in Gefahr.
00:49:31Und nimm dir einen Knecht mit.
00:49:33Martin!
00:49:33Bevor es Nacht wird, bist du wieder bei uns in der Hütte.
00:49:39Jawohl, Herr.
00:49:45Halt rein, Wachtig.
00:49:47Ich kann nicht mehr.
00:49:48Nutzt nichts.
00:49:49Nur weiter.
00:49:50Bist allerhand streh mit mir, du Lauser.
00:49:52Oh, oh, oh, oh.
00:50:02Facht!
00:50:03Also so ein Trottl.
00:50:06Er fällt noch den Strick aus.
00:50:08Meine Fitzkerl.
00:50:11Das sind die Unsreden.
00:50:13Und die haben das Essen und Trinken dabei.
00:50:16Ist mir halt ein Gabel Gottesrecht.
00:50:18War's gerade der Severin?
00:50:19Oh, warte, erinnere mich nicht.
00:50:20Bin ja schon ganz ausgetrocknet.
00:50:23Wenn ein Wasser in der Nähe wär.
00:50:25Oh, ja.
00:50:26In meinem jetzigen Zustand tät ich sogar Wasser trinken.
00:50:28Da oben ist eine Quelle.
00:50:29Ja?
00:50:30Eine halbe Stunde noch.
00:50:31Oh.
00:50:31Auf geht's.
00:50:32Ach, eine halbe Stunde.
00:50:34Oh, schmerzlos.
00:50:35Oh, ich zieh mal.
00:50:36Ich zieh mal.
00:50:50Ja, was ist denn jetzt Ausdämmisches?
00:50:59Vater Severin.
00:51:01Ja, was treiben Sie denn?
00:51:03Ja, was treiben Sie denn?
00:51:33Er ist fort.
00:51:40Gott sei Dank.
00:51:41Wie er mich gesehen hat, ist er umgedreht und weg war er.
00:51:43Ja, das kann ich verstehen.
00:51:45Du bist ja auch nur eine halbe Portion.
00:51:47Aber mich, wenn der Bär gesehen hätte, wäre er vielleicht auf den Geschmack gekommen.
00:51:50Ein Bär frisst doch kein Fett.
00:51:52Ich wäre ja noch schöner.
00:51:54Nichts zum Essen und vielleicht auch selber gefressen werden.
00:51:56Hoch.
00:52:00Schau, so geht's schon.
00:52:02Es wird dir gut tun.
00:52:07Gettli.
00:52:08Ja, was ist denn, Heimel?
00:52:10Ich weiß nicht, was mit mir ist.
00:52:12Mir ist auf einmal so heiß.
00:52:14Und alles dreht sich.
00:52:17Mehmels Willen, bleib ruhig.
00:52:18Ich hol dir Wasser.
00:52:19Ich will dir Wasser.
00:52:19Herr Eindrich.
00:52:48Bitte kommt schnell, er stirbt.
00:52:52Wer?
00:52:52Der Klosterjäger.
00:52:53Er ist verwundet.
00:52:54Verwundet?
00:52:55Der Klosterjäger?
00:52:56Ja.
00:52:57Er liegt in der Jagd.
00:52:58Ich kann ihm allein nicht mehr helfen.
00:52:59Melikus, haltet eure Wundzeiten bereit.
00:53:01Da liegt er.
00:53:12Ich glaube, es geht ihm schlecht.
00:53:21Hast du den Wundverband angelegt?
00:53:24Ja, Herr.
00:53:24Weil er so geblutet hat.
00:53:26Ich hab nichts anderes gehabt als meine Schürze.
00:53:28Teigsel noch mal.
00:53:29Der fiebert ja.
00:53:33Gettli.
00:53:34Heimo, der Herr Heinrich ist kommen.
00:53:37Halt dich still, Heimo.
00:53:39Was hat's denn gegeben?
00:53:40Was ist denn geschehen, Heimo?
00:53:43Stochen hat mich einer.
00:53:46Ein Raubschütz.
00:53:47Ein Raubschütz.
00:53:48Da haben wir's.
00:53:49Wer war's?
00:53:50Ja.
00:53:50Ja.
00:53:50Hast du ihn nicht erkannt?
00:53:59Nein.
00:54:00Ja, aber...
00:54:01Aber so etwas gibt es doch nicht.
00:54:03Man muss doch einen Menschen erkennen,
00:54:05wenn man ihn gesehen hat.
00:54:06Lass das jetzt, Vogt.
00:54:07Herr Heinrich, da muss eine strenge Untersuchung einsetzen.
00:54:10Alles zu seiner Zeit, Vogt.
00:54:12Erst soll der Pater Melikus die Wunde ansehen.
00:54:14Komm, ich bin.
00:54:15Na ja?
00:54:16Ja, ist schön.
00:54:18So ein Fall.
00:54:19Mein Seel.
00:54:21Da muss doch die Justiz ja eingreifen.
00:54:24Muss nicht weinen, Kind.
00:54:26Wir werden ihm schon helfen können.
00:54:33Sag, wie bist du denn dazugekommen zu dem Unglück?
00:54:38Ich bin...
00:54:40Ich hab Almrosen holen wollen.
00:54:43Der hat aber einen Schutzengel gehabt.
00:54:46Nun, wie steht's?
00:54:48Eine tiefe Wunde.
00:54:49Aber sie greift nicht ans Leben.
00:54:51Er hat nur viel Blut verlieren müssen.
00:54:52Hörst du, Skitli?
00:54:53Über diese Nachricht kannst du dich mit uns freuen.
00:54:56Brauchst nicht mehr zu weinen.
00:54:58Ich bin ja so froh.
00:54:59Du musst jetzt gut Acht geben auf ihn.
00:55:01Und wenn du Hilfe brauchst, dann rufst du mich.
00:55:04Vergelt's Gott, gnädiger Herr.
00:55:05Also, ich kann euch sagen, ich hab schon viel erlebt, aber sowas fürchterliches wie heute, das war noch nicht da.
00:55:13Also stellt's euch vor, der Walty und ich, wir gehen frisch und munter berg an, nicht wahr?
00:55:18Ich denk grad an die Güte Gottes und an eine schöne, wahre Andacht.
00:55:22Auf einmal hör ich ein dumpfes Knurren.
00:55:25Aha, denk ich.
00:55:27Das ist mein hungriger Magen.
00:55:29Der war's aber nicht.
00:55:30Im Gegenteil.
00:55:31Es war ein Rüsentrum Bär, der aus dem Gebüsch heraus, zähnefletschend, auf uns zugekommen ist.
00:55:37Also jeder andere in meiner Lage wär jetzt am Leben verzaget.
00:55:41Ich aber schick blitzschnell ein Stoßgebet zum Himmel und zur gleichen Zeit meine geballte Faust auf die Nase von dem Untier.
00:55:55Nun, Bruder Severin, wie ist's gegangen?
00:55:58Am Anfang war's schon ein bisschen schwierig, aber jetzt könnte ich noch ein paar hundert Meter steigen.
00:56:03Was du tust doch?
00:56:04Lieber nicht, man soll nix übertreiben.
00:56:07Glaub mir, Severin, es war zu deinem Wohl.
00:56:09Mach's nicht wieder schlecht und trink nicht zu viel.
00:56:11Hast du das gehört?
00:56:15Nix trinken?
00:56:16Bei dir im Durst?
00:56:18Ich kann doch in meinem Alter nicht mehr am Daumen zuzeln.
00:56:22Ihr müsst eine Spur finden.
00:56:24Habt ihr mich verstanden?
00:56:24Ja?
00:56:25Ihr sucht, bis es nacht wird und weh euch, wenn ihr nichts findet.
00:56:28Fort mit euch.
00:56:28Punktum.
00:56:33Oh, alle Knochen tun mir weh.
00:56:37Aber gesund ist so ein Fußmarsch.
00:56:39Sehr gesund.
00:56:41Oh, das riecht schon unfasschämt gut.
00:56:44Oh.
00:56:45Hey, willst du mich vielleicht fressen?
00:56:47Ich bin ja so müde.
00:56:48Ach, müde, ein junger, junger Mensch hat müde, schau mich an.
00:56:51Oh, ich bin ganz frisch.
00:56:52Da ist sie, die Gabe Gottes.
00:56:56Ah, ange, mag nix.
00:56:58Hab meinen Durst schon gestillt mit Wasser.
00:57:00Was?
00:57:01Mit Wasser?
00:57:02Da stürzt es ja die Welt ein.
00:57:03Ja, das ist eben das Unglück in der Welt.
00:57:05Dass die Menschen noch saufen, auch wenn sie keinen Durst mehr haben.
00:57:08Ah, Durst hab ich immer.
00:57:09Dann trink ich halt allein.
00:57:11Ha, gesund.
00:57:12Gesund.
00:57:13Gesund.
00:57:33Ich übernehme die Nachtwache.
00:57:34Du kannst in der Herrenhütte schlafen.
00:57:37Ja, aber ich kann doch den Heimo nicht verlassen.
00:57:39Du brauchst Ruhe, meint unser allergnädigster Herr.
00:57:42Deshalb hat er es so angeordnet.
00:57:44Aber wenn der Heimo nach mir verlangt, dann holt er mich gleich, ja?
00:57:48Ja, freilich, Kind.
00:58:00Einen schönen Durst hab ich heute.
00:58:02Herr Fucht, geschenk ein.
00:58:05Ihr habt gemeint, ihr habt keinen Durst?
00:58:06Ihr habt.
00:58:07Jetzt hab ich wieder einen.
00:58:13Gesund.
00:58:13Oh, das ist wirklich eine Gabe Gottes.
00:58:19Also, wie war die Sache?
00:58:21Ausgezeichnet.
00:58:21Ich mein ja den Klosterjäger.
00:58:23Ach so.
00:58:23Er wird von einem Mädel gefunden.
00:58:25Der Gefundene selber sagt, er sei gestochen worden.
00:58:28Und was ganz gewiss wäre, von einem Raubschützen.
00:58:31Stimmt, jetzt müsste man nur noch wissen, wer es war.
00:58:34Eben.
00:58:35Wenn ihn aber der Heimo nicht erkannt hat.
00:58:37Ja, dann müsste man eben dem Gedächtnis vom Heimo ein bisschen nachhelfen.
00:58:41Ja, natürlich.
00:58:41Aber die Hauptsache in dem Fall ist ja gar nicht der Klosterjäger.
00:58:45Sondern?
00:58:45Das Korpusdelikti.
00:58:47Und das müssen wir finden.
00:58:48Natürlich.
00:58:49Welchen der Delikti?
00:58:50Der Delikti, da denkst du, ach, dummer Popp, reinlassen.
00:58:54Deshalb hab ich auch unsere vier Knechte zum Suchen ausgeschickt.
00:58:57Den einen nach Norden, den anderen nach Süden, den dritten nach Osten, den vierten nach...
00:59:01Na, wohin hab ich den geschickt?
00:59:03Nach Westen.
00:59:03Herr Raten, du bist ein schlauer Bruder.
00:59:06Herr Vogt, warum hamst du dich nicht mal nicht mitgehen lassen?
00:59:08Für dich hab ich keine Himmelsrichtung mehr übrig.
00:59:10Herr Vogt, einen aufgebrochenen Steinbock hab ich gefunden am Kreuzweg.
00:59:16Und das Kreuz ist ganz voll spritzt, voll Blut.
00:59:19Und dem Steinbock ist das Herz rausgeschnitten.
00:59:21Sonst fehlt nix von dem Steinbock.
00:59:23Nein.
00:59:23Halt an.
00:59:24Lass mich denken.
00:59:26Ich hab's.
00:59:27Ganz klar.
00:59:28Primo.
00:59:30Das Kreuz ist voll Blut.
00:59:32Dann hat der Lump also beim Kreuz den Steinbock angeschweißt.
00:59:35Ergo muss es einer getan haben, der Vortag beim Kreuz war.
00:59:40Einer, den ich kenne.
00:59:41Segundo.
00:59:43Jetzt fehlt das Herz des Steinbocks.
00:59:45Sonst nix.
00:59:45Also muss es einer getan haben.
00:59:48Oder vielmehr.
00:59:49Einer hat es angestiftet, dem es nur um ein Herzkreuz zu tun war.
00:59:54Einer, den ich kenne.
00:59:55Post aucken.
00:59:57Wenn es einer getan hat für den anderen,
00:59:59dann hat er's getan, weil er das Geld gebraucht hat,
01:00:02wieder bäckert die Häfen.
01:00:04Einer, den ich kenne.
01:00:05Sagen wir Exemplikauser, einer, der den Zins nicht hat zahlen können.
01:00:09Einer, der mir dann doch das Geld auf den Tisch hinhaut und sagt,
01:00:13der andere hätt's ihm geliehen.
01:00:16Geliehen.
01:00:17Na, warte, Bursch.
01:00:18Dich lass ich holen.
01:00:20Los.
01:00:21Her mit dem Wolfrat.
01:00:22Dich lass ich holen.
01:00:52Die Herrschaft ist jetzt auf der Jagd und ich sitz da.
01:01:07Skrüppel.
01:01:08Sei froh, dass du schon wieder auf sein kannst.
01:01:10Ja, zu mir sagst du, ich soll froh sein.
01:01:24Und du selber bist es auch nicht, wie mir scheint.
01:01:29Ja, was ist denn?
01:01:31Ist dir was?
01:01:32Na, komm.
01:01:40So.
01:01:41Und jetzt sag einmal, was du hast.
01:01:44Okay.
01:01:46So, rät du.
01:01:47Die ganze Zeit, die ich hier oben bin, hab ich dir sagen wollen.
01:01:50Aber ich hab's nie rausgebracht.
01:01:52Na, ist es dann so etwas Schlimmes?
01:01:55Der, der dich gestochen hat.
01:01:57Und ich...
01:01:59Kennst du ihn?
01:02:01Ja.
01:02:03Mein Bruder war's.
01:02:05Der Wolfrat.
01:02:08Gittli.
01:02:10Das kann doch nicht wahr sein.
01:02:11Verrate ihn nicht, Heimo.
01:02:13Bitte.
01:02:16Na, Gittli, das kann ich nicht verschweigen.
01:02:18Das darf ich einfach nicht.
01:02:19Er ist zum Raub schützen worden.
01:02:29Weil er es Frohnerl retten wollte.
01:02:31Vom Sterben.
01:02:41Na, schau er unseren Klosterjäger an.
01:02:43Gestern noch hat er uns schwere Sorge gemacht.
01:02:46Und heute haben wir die helle Freude an ihm.
01:02:47Eine rechte Freude wird es für mich erst sein,
01:02:50wenn ich mit euch wieder auf die Jagd kann.
01:02:51Wirst dich noch ein wenig gedulden müssen.
01:02:53Inzwischen hab ich heute allein Weidmannsheil gehabt.
01:02:56Sie bringen ihn.
01:02:57Sie bringen ihn.
01:03:04Wer hat den Mann einbringen lassen?
01:03:05Ich, Herr Heinrich.
01:03:06Und ich will nicht der Vogt sein,
01:03:08wenn das nicht der Raubschütz ist.
01:03:09Der Vogt erhebt schwere Anklage wider dich.
01:03:12Wüsst nicht, Herr, was er mir zu Lasten legt?
01:03:14Dass er mich am Strick nachher führen lässt
01:03:16wie einen Ochsen, den man metzgern will?
01:03:17Du, dein freches Gerede wird dir gleich vergehen.
01:03:21Heimo, schau dir diesen Mann an.
01:03:26Wer soll's getan haben?
01:03:28Heimo, erkennst du ihn als den, der's getan hat?
01:03:31Nein.
01:03:44Nein!
01:03:45Heimo, wo hast du deine Augen schollen doch an?
01:03:47Der muss es gewesen sein.
01:03:48Wer das getan hat, war kleiner
01:03:50und hat schwarzes Haar gehabt.
01:03:52Der war es nicht.
01:03:55Jetzt steht mir der Verstand still.
01:03:56Der, der ihr seht, Vogt, man kann sich irren.
01:04:00Wir müssen den Mann freigeben.
01:04:01Bittet ihm die Hände los.
01:04:03Die Knechte sollen packen, wir ziehen zu Tal.
01:04:06Auch du gehst mit ins Kloster.
01:04:08Ich schick dir ein Saumpferd.
01:04:10Der Fußmarsch ist zu beschwerlich für dich.
01:04:18Kann ich jetzt gehen, Herr?
01:04:19Ich hätte eine Arbeit für dich, Wolfrat.
01:04:24Komm, folge mir.
01:04:28Vergelt's, Gott, Heimo, weil du Erbarmen gehabt hast mit ihm.
01:04:31Ich hab nicht anders können.
01:04:34Ich hab's nicht über mich gebracht.
01:04:36Auch wenn ich hätte wollen.
01:04:38Ich werd dir's immer danken, Heimo.
01:04:40Und wenn es der Wolfrat wirklich selber gewesen wär,
01:04:52wisst ihr, wer daran die Schuld hat?
01:04:54Wer?
01:04:57Wer?
01:04:59Na, sag schon, wer!
01:05:02Ihr selber.
01:05:03Was, ich?
01:05:05Ja, ihr.
01:05:06Weil ihr die Leute so hart behandelt,
01:05:09dass sie nicht mehr aus nach Einwissen
01:05:11voll hat Angst.
01:05:12Ja, aber...
01:05:12Und wenn dann so einer
01:05:13in seiner Not zum Raub schützen wird,
01:05:16dann tragt ihr allein die Schuld
01:05:17mit eurer Grobheit.
01:05:19Ja, warum ich aber so grob bin,
01:05:21das fragt ihr nicht, Bruder Seferin.
01:05:23Meine Zezide ist schuld.
01:05:25Die heizt mir so ein,
01:05:26dass ich Feuer speilen muss.
01:05:28Versteht ihr?
01:05:29Muss!
01:05:30Ihr speit aber in die falsche Richtung.
01:05:32Ihr solltet lieber diejenige brennen,
01:05:35die euch brennt.
01:05:36Cecilia!
01:05:51Wollen die Flecken vor dem vergossenen Blut
01:05:53nicht weichen?
01:05:55Eingefressen haben sie sich ins Holz.
01:05:58Ja, Sünde frisst sich ein.
01:06:01Die Ehren das Holz so in die Herzen.
01:06:03Das Kreuz muss wieder rein werden, Wolfram.
01:06:05Denk an den Unglücklichen,
01:06:08der sich so schwer versündigt hat.
01:06:10Er läuft unter den Menschen umher
01:06:12und keinem wagt ihm mehr,
01:06:14in die Augen zu schauen.
01:06:15Jeder Schritt, den er hört,
01:06:17lässt ihn er zittern.
01:06:19Jedes Wort, das sein Ohr vernimmt,
01:06:21weckt seine Furcht.
01:06:23Nicht Ruhe noch Frieden kann er finden,
01:06:25weil er weiß,
01:06:26dass einer ihn gesehen hat
01:06:28bei der Tat
01:06:29bei der Tat.
01:06:30Er hat er droben,
01:06:31am Kreuz.
01:06:32Gott ist überall.
01:06:34Alles sieht er.
01:06:36Das Gute und das Böse.
01:06:39Auch dich, Wolfrat.
01:06:41Wolfrat.
01:06:42Ich kann nicht mehr, Herr.
01:06:46Ich hab's getan.
01:06:48Ich bin's gewesen.
01:06:52Warum hast du es getan?
01:06:57Für mein Kind.
01:06:58Für mein todkrankes Kind
01:07:00wollte ich das Schweißblut
01:07:01von einem Steinbock holen.
01:07:02Als letzte Hilfe.
01:07:03Und hast du deinem Kind
01:07:06geholfen damit?
01:07:08Nein.
01:07:10Mein Brunnerl war schon verstorben,
01:07:11wie ich heimkommen bin.
01:07:17Herr,
01:07:19was geschieht jetzt mit mir?
01:07:21Das musst du selber wissen.
01:07:23Du hast zu deinem Beichvater gesprochen.
01:07:26Was du auch gesagt hast,
01:07:28ich geh von hier
01:07:29und hab's vergessen.
01:07:31Ich geh von hier.
01:08:01Ich geh von hier.
01:08:26Warte!
01:08:29Lass mich das Pferd führen.
01:08:31Du hast mir das Leben gerettet, Heimo.
01:08:41Ich dank dir dafür.
01:08:42Ich will von dir keinen Dank.
01:08:44Ich hab nur der Gidli
01:08:45zulieb gelogen.
01:08:46Die Gidli hat für mich bü...
01:08:48Ich will büßen
01:08:52für das, was ich getan hab.
01:08:54Ich stelle mich unten
01:08:55in den Puckt.
01:08:55Das ist ein Puckt.
01:08:56Ich bin aber auch festgelegt.
01:08:57Ich bin der Gidli.
01:08:58Ich bin der Gidli.
01:08:58Das ist ein P congresspann.
01:08:59Ich bin der Gidli.
01:09:00Ich bin der Gidli.
01:09:01Ich bin der Gidli.
01:09:02Ich bin der Gidli.
01:09:03Untertitelung des ZDF, 2020
01:09:33Ja.
01:10:03Das war's.
01:10:33Wolfram, hörst du mich?
01:10:47Heimo, lebt er?
01:10:50Ja, Wolfram.
01:10:52Ich muss meine Schuld dem Vogt...
01:10:55Das brauchst du nicht mehr.
01:10:57Du hast dein Leben eingesetzt.
01:10:59Deine Schuld ist gesühlt.
01:11:01Melikus!
01:11:01Lass mich zu ihm.
01:11:02Ach, das ist kein Anblick für dich.
01:11:04Geh lieber mit mir.
01:11:05Ich glaub, die Sefa kann unseren Trost brauchen.
01:11:08Komm, komm.
01:11:10Es ist wohl schlimm, aber doch nicht hoffnungslos.
01:11:13Ihr sorgt mir für beste Pflege.
01:11:15Ich lasse sofort deine Tragbare anfertigen.
01:11:20Wolfram,
01:11:22in dieser Stunde sag mir,
01:11:24ist Gittli wirklich deine Schwester?
01:11:26Aber Diedwald...
01:11:27Aber Diedwald...
01:11:28Nein, Herr.
01:11:30Sie ist es nicht.
01:11:31Wolfram!
01:11:32Ich war ein Kriegsknecht
01:11:34und beim Plündern einer Burg in Rauch und Flammen
01:11:37da hab ich's Kind gefunden.
01:11:39Welcher Burg?
01:11:42Es war am Tor ein...
01:11:44...battenweißer Falk.
01:11:46Nein, Batten.
01:11:48Es war die Falkenburg.
01:11:49Gittli...
01:11:51Gittli...
01:11:53...ein Herrenkind?
01:12:06Frau Oberin,
01:12:08ich lege Ihnen die Obhut meines Kindes besonders ans Herz.
01:12:11Hier ist die Urkunde.
01:12:12Das Fräulein soll bei uns in Salzburg frohe Tage finden.
01:12:15Ja?
01:12:24Mein Kind.
01:12:26Wie eine blühende Schneerose siehst du aus.
01:12:30Gefällst du dir nicht auch?
01:12:32Mein Altersquant war mir lieber.
01:12:34Na, Kind.
01:12:35Mach's doch deinem Vater nicht so schwer.
01:12:37Er will doch nur dein Glück.
01:12:39Bitte.
01:12:40Bitte lass mich hierbleiben.
01:12:42Wir trennen uns doch nur für kurze Zeit.
01:12:44Du sollst nun die Erziehung genießen, die dir zukommt.
01:12:48Und was du jetzt noch als hart empfindest,
01:12:50wird bald für dich zur Freude werden.
01:12:53Nun geh, mein Kind.
01:12:55Komm.
01:13:02Dietrich,
01:13:03hast du dein Kind wirklich wiedergefunden?
01:13:06Ich meine auch sein Herz.
01:13:08Ja, Heinrich...
01:13:08Ja, ich weiß, was du sagen willst.
01:13:10Und du hast recht.
01:13:11Wir alle müssen uns am Stande Opfer bringen.
01:13:14Aber Vaterliebe sollte nicht verlangen,
01:13:16sondern geben.
01:13:18Soll ich mein Glück wieder verlieren?
01:13:21An einem Mann von niederem Stand?
01:13:23Mein Klosterjäger hat zwar keinen Adelsbrief,
01:13:25aber er trägt den Adel im Herzen.
01:13:28Ich werde ihm Stand und Drang geben
01:13:29und ihn zu meinem Wildmeister machen.
01:13:31Nein, nein.
01:13:35Nein.
01:13:36Ich habe Heimels Versprechen.
01:13:38Er hat eingesehen, dass er verzichten muss.
01:13:47Ich glaube, heute kann ich es verantworten,
01:13:49dass ich Heimel zu dir lasse.
01:13:51Aber sprecht nicht zu viel miteinander.
01:13:54Bei deinen beiden Wunden
01:14:01trage ich die Schuld einmal.
01:14:06Kannst du mir verzeihen?
01:14:08Das habe ich doch schon längst getan, Wolfrat.
01:14:14Mir ist eine viel schlimmere Wunde geschlagen worden.
01:14:17Ich habe Gittli verloren.
01:14:19Sie ist ein Ehrenkind.
01:14:20Ja.
01:14:21Und ich bin nur ein Jäger.
01:14:24Ein feines Fräulein machen sie jetzt aus ihr.
01:14:26Im Kloster zu Salzburg.
01:14:34Eine Botschaft bringe ich
01:14:35für Herrn Heinrich von Inzigen, den Probst.
01:14:37Komm, ich führe euch zum Fonds.
01:14:43Ja, gut.
01:14:45Reverend, ist mir hoher.
01:14:46Eine Botschaft der ehrwürdigen Frau Oberin aus Salzburg.
01:14:49Danke.
01:14:54Ein Brief von deinem Kind.
01:14:58Da, lies.
01:15:03Das ist doch nicht möglich.
01:15:06Sie ist aus dem Kloster entflohen.
01:15:07Warum das große Wort entflohen?
01:15:09Sag doch lieber auf und davon gelaufen.
01:15:11Ich reite so gleich nach Salzburg.
01:15:13Nach Salzburg?
01:15:14Nein, Dietwald.
01:15:15Ich weiß, wo wir das Kind finden werden.
01:15:18Dem Himmel sei Dank.
01:15:20Es gibt eben doch noch eine Güte Gottes.
01:15:23Kloster, wie meint ihr?
01:15:24Ach, dummer Bub.
01:15:25Ich meine doch, dass mich der Herr Heinrich heute nicht mit auf den Berg hinaufgeschleppt hat,
01:15:29ist für meinen geschundenen Leib eine wahre Himmelsgnade.
01:15:32Aha, eine Flasche, alter Wein.
01:15:35Tch.
01:15:37Du bist jetzt wirklich mit der Kloster-Sprache schon so vertraut,
01:15:40dass man kein vernünftiges Wort mehr mit dir reden kann.
01:15:42Herr Rater Severin, ich bin euch dankeschuldig.
01:15:44Ihr habt mir Ruhe und Frieden verschafft.
01:15:46Ich? Wieso ich?
01:15:48Ja, ich habe mir das zu Herzen genommen,
01:15:50was ihr mir drum auf der Hütte gesagt habt.
01:15:51Jetzt bin ich der Herr im Haus.
01:15:53Schön wär's ja.
01:15:55Und wer's glaubt, wird selig.
01:15:58Möchtest du nicht zum Essen kommen, Anselmus?
01:16:00Siehst doch, dass ich beschäftigt bin.
01:16:02Fort mit dir. Punktum.
01:16:10Hm? Was sagst du jetzt?
01:16:13Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
01:16:15So möge es bleiben, jetzt und in aller Ewigkeit.
01:16:20Amen.
01:16:20Wettel.
01:16:48Wettel.
01:16:49Oh, Gittli!
01:16:57Jesus Maria, wo kommst du denn her?
01:17:02Heimo,
01:17:04liebe Heimo,
01:17:06ich kann ohne dich nicht mehr leben.
01:17:11Mein Liebes.
01:17:12Geh, Heimo,
01:17:20wir zwei tun nie mehr voneinander lassen.
01:17:30Gittli,
01:17:31du musst wieder fort.
01:17:34Man wird dich suchen.
01:17:36Ich lass mich aber nicht mehr fortbringen von dir.
01:17:40Da kann kommen, wer will.
01:17:42Gittli,
01:17:44mir ist doch verboten worden,
01:17:45dich wiederzusehen.
01:17:48Schau,
01:17:50ich bin doch nur ein Jäger
01:17:51und du...
01:17:52Heimo,
01:17:53du hast mir einmal gesagt,
01:17:55dass du immer da sein wirst,
01:17:57wenn ich dich brauche.
01:17:59Jetzt brauche ich dich.
01:18:01Sonst kann ich nie mehr glücklich sein.
01:18:08Los, der Jäger!
01:18:10Los, der Jäger!
01:18:12Klosterjäger,
01:18:22hast du das Versprechen gehalten,
01:18:25dass du Graf Dietwald gegeben hast?
01:18:26Nein,
01:18:27allergnädigster Herr.
01:18:29Und deshalb kann ich auch nicht länger
01:18:30euer Klosterjäger bleiben.
01:18:32Ich bitte euch,
01:18:34lasst mich gehen.
01:18:35Du willst fortgehen?
01:18:36Ja, Herr.
01:18:36Und ich geh mit,
01:18:42wohin Heimo auch gehen wird.
01:18:45Was sagst du nun?
01:18:47Folg deinem Herzen,
01:18:53mein Kind.
01:18:53Ja,
01:19:00und ich geh mit,
01:19:00ich gehe mit.
01:19:00Ja,
01:19:00ich geh mit.
01:19:01Und ich geh mit.
01:19:01Ich geh mit.
01:19:02Ich geh mit.
01:19:02Amen.
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