- vor 3 Monaten
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SpaßTranskript
00:00Ich bin auf der Suche nach meinem Bruder Tom.
00:04Er ist auf der Flucht, weil er Opfer einer Intrige und eines Justizirrtums wurde.
00:10Tom, falls du das hier sehen solltest, dann melde dich bitte.
00:15Ich habe endlich geschafft, deine Unschuld zu beweisen.
00:18Da das Aneurysma unmittelbar am Hirnstamm liegt, wird die ganze Sache ein wenig komplizierter.
00:23Und was heißt das?
00:24Der Hirnstamm steuert das vegetative Nervensystem.
00:27Eine Verletzung hätte verheerende Folgen.
00:31Dr. Kuhl, heißt mit bürgerlichem Namen, hübt der Haas und ist Holländer.
00:36Und er weiß, wo sich dein Bruder aufhält. Und vorher hat er das Foto.
00:40Die beiden haben sich bei der Arbeit kennengelernt, alles andere wollte er mir persönlich sagen.
00:43Ach, komm, erst auf die Belohnung aus.
00:45Ist immer nicht egal, wie groß das Risiko ist.
00:48Denk an unsere Liebe, an unsere Zukunft.
00:51Du warst gestern so erschöpft, da dachte ich, da greife ich dir ein bisschen unter die Arme.
00:54Du hast alles erledigt. Du hast sogar schon abgeheftet.
00:57Ja.
00:58Marga, das kann ich nie wieder gut machen.
01:00Doch, indem du den Rest jetzt alleine machst.
01:04Wo ist denn mein Verlobter?
01:06Wie bitte?
01:08Hat er Ihnen denn nichts gesagt?
01:10Nein, ich habe ihn zuletzt hier in diesem Zimmer gesehen.
01:13Ihr Verlobter hat eben das Krankenhaus verlassen.
01:16Was?
01:16Ja, die Operation wurde abgesagt.
01:18Ihr Verlobter hat sich gegen einen operativen Eingriff entschieden.
01:32Was?
01:33Ja.
01:33Ja.
01:35Ja.
01:59Er hat die Operation einfach abgesagt.
02:01Ja, offenbar hat er sich's anders überlegt.
02:03Tut mir leid, Frau Maywald.
02:05Ich dachte, Sie wären informiert.
02:06Und Sie haben ihn einfach gehen lassen.
02:08Tja, ich muss seine Entscheidung akzeptieren.
02:11Alles, was ich tun konnte, ist, ihn auf die möglichen Risiken hinzuweisen.
02:14Hat er irgendwas gesagt, wo er hin wollte?
02:16Nein, er hat es sehr eilig.
02:20Herr Becker ist in einer sehr kritischen Situation.
02:22Es ist sehr gefährlich für ihn, sich nicht operieren zu lassen.
02:25Jede Sekunde könnte zu spät sein.
02:28Finden Sie ihn.
02:31Wunderschönen.
02:34Wunderschönen.
02:36Wunderschönen.
02:48Wunderschönen.
03:18Untertitelung des ZDF, 2020
03:49Untertitelung des ZDF, 2020
03:51Untertitelung des ZDF, 2020
03:52Vor allem, wenn du dich nicht operieren lässt
03:57Weißt du noch, wie du dich gefühlt hast, als ich beinahe ertrunken wäre?
04:02Und du dachtest, wir hätten keine Zukunft mehr
04:07Ich wäre aus Angst um dich beinahe wahnsinnig geworden
04:14Und so wird es mir ab jetzt jeden Tag gehen
04:18Wenn du zu spät nach Hause kommst
04:21Wenn du nicht zur verabredeten Zeit anrufst
04:26Jeden Abend werde ich mich fragen, ob du am nächsten Morgen wieder neben mir aufwachen wirst
04:33Ich kann jeden Moment verlieren
04:38Und ich kann nichts dagegen tun
04:41Ich will auch nur Zeit
04:44Zeit mit dir
04:45Ich will nicht sterben, ohne mit dir gelebt zu haben
04:52Ich will nicht sterben, ohne mit dir Nevada
05:02Ich will nicht sterben, ohne mit dir
05:18Ich kapiere das nie bis morgen.
05:20Das ist ganz einfach. Pass auf.
05:22Du ordnest diese Belege den einzelnen Posten zu.
05:26Dann rechnest du alles zusammen.
05:28Und die Summe trägst du hier in diese Formulare ein.
05:32Ich habe noch nie eine Steuererklärung für ein Gewerbe gemacht.
05:35Dann wird es Zeit, dass du es lernst, jetzt wo du ein Gewerbe hast.
05:37Für einen Steuerberater ist es jetzt auch schon zu spät.
05:39Warum habe ich mit diesem blöden Termin nicht gemerkt?
05:41Dann hätte ich das Problem jetzt nicht.
05:42Ich würde dir helfen, aber ich muss jetzt wirklich weiterarbeiten.
05:45Heike, du hast mir schon genug geholfen.
05:46Warum? Ohne dich würden diese ganzen Belege noch in irgendwelchen Schuhkartons rumliegen.
05:50Was würde ich nur ohne dich machen?
05:52Das frage ich mich auf.
05:57Eine bitte hätte ich allerdings noch.
05:59Die wäre?
06:00Ja, es geht um die Steuererklärung.
06:02Also, eigentlich geht es um Lissi.
06:04Ich sage nichts, Lissi, versprochen.
06:05Danke. Sonst glaubt sie noch, ich kriege das allein nicht hin.
06:09Genau genommen habe ich dir auf meine Hilfe aufgedrängt.
06:12Ich mag es, wenn du aufdringlich bist.
06:13Das merke ich mir.
06:20Hallo, Sebastian.
06:21Mama, was gibt's?
06:23Ich muss dir etwas sagen.
06:25Was ist denn los? Was ist denn passiert?
06:28Es geht um Simon.
06:42Na, wir sind viel zu früh.
06:43Entschuldigung, ich habe einen Tisch auf dem Namen Novak reserviert.
06:47Ja, bitte.
06:48Danke.
06:51Warte.
06:56Es tut mir leid, Richard, aber ich, ich habe es zu Hause einfach nicht mehr ausgehalten.
07:01Aber das verstehe ich doch.
07:03Also, dieser Hübde Haas hat mir geschrieben, dass er und Tom Freunde waren und dass sie zusammen im Rotterdamer Hafen
07:08gearbeitet haben.
07:12Ich hoffe so, dass er weiß, wie es Tom geht.
07:15Ja, das würdest du sonst sagen.
07:20Ich habe so ein komisches Gefühl im Bauch.
07:23Ich meine, seit zwei Jahren frage ich mich, was aus Tom geworden ist, wo er Lebzeiter aus der Haft entflohen
07:29ist.
07:30So nah dran wie jetzt warst du noch nie.
07:32Ja, und jetzt?
07:34Jetzt weiß ich nicht, ob ich wirklich wissen will, was dieser Hübde Haas mir zu sagen hat.
07:39Albern, nicht wahr?
07:40Nein.
07:41Es ist völlig normal.
07:43Es ist eine Sache, zu hoffen, dass es jemandem gut geht und eine andere Gewissheit zu bekommen.
07:49Ja, das ist recht.
07:51Solange ich nicht wusste, wie es Tom geht, da konnte ich mich wenigstens an die Hoffnung klammern, dass alles in
07:56Ordnung ist.
07:57Sophie, ich hoffe genauso wie du, dass wir deinen Bruder wiederfinden.
08:00Und zwar gesund und wohlbehalten.
08:03Aber egal, was wir jetzt über ihn erfahren, wir werden das gemeinsam durchstellen.
08:13Ich habe gedacht, er hat nur eine harmlose Gehirnerschütterung.
08:15Dabei hat er das nur erzählt, um uns zu beruhigen.
08:17Ein Aneurysma?
08:19Ist das sehr gefährlich?
08:21Ja.
08:22Kann man das denn operieren lassen?
08:24Ja, aber so eine OP ist wirklich riskant.
08:26Weißt du noch gestern?
08:27Ich habe geträumt, dass Simon totkrank ist.
08:29Jetzt ist das wirklich passiert.
08:31Warum träume ich sowas und woher kommt das plötzlich?
08:33Zuerst mein Vater und jetzt Simon.
08:35An so weit was darfst du gar nicht erst denken.
08:37Dann ging es doch gut.
08:39Wir haben ja schon die Hochzeitsfeier geplant und wir haben uns gefreut.
08:42Und jetzt das.
08:44Meine Mutter war total fertig.
08:46Ich habe gar nicht gewusst, was ich ihr sagen soll.
08:49Und du?
08:50Ja, Simon ist mein großer Bruder, verstehst du?
08:53Der war noch nie krank.
08:54Solange ich denken kann, der war noch nie krank.
08:57Aber die würden ihm ja keine OP vorschlagen, wenn es nicht eine Chance auf Heilung geben würde.
09:03Sebastian, geh nach Hause.
09:05Deine Familie braucht dich jetzt.
09:07Ja, ich muss doch noch die Steuererklärung machen.
09:08Ach, um diesen Steuerkram, da kümmere ich mich.
09:12Ich kümmere dich um deine Familie.
09:15Die brauchen dich viel mehr.
09:17Danke.
09:20Grüß deine Familie von mir.
09:22Ich denke an euch.
09:23Ciao.
09:26Danke nochmals.
09:36Ja, guten Tag.
09:37Meike Hansen hier.
09:38Sprecht er mit der Buchhaltung?
09:40Ja, ich habe da mal eine Frage.
09:42Ich suche ein Handbuch.
09:44Ein Handbuch für so etwas wie Steuererklärung für Selbstständige oder Gewerbstätige oder sowas.
09:58Sebastian hat zwar versucht, sich nichts anmerken zu lassen, aber er wusste natürlich sofort, was die Diagnose zu bedeuten hat.
10:05Ja.
10:06Als ehemaliger Rettungssanitäter.
10:11Wenn ich an die OP denke, die Simon jetzt vor sich hat, dann kommen mir sofort wieder Bilder von Harald
10:17in den Sinn.
10:20Dieses stundenlange Warten auf den Krankenhausfluren, dann die Ungewissheit nach der OP.
10:26Und dann der Schock, als er ins Koma fiel.
10:30Ich weiß, Marianne, ich weiß.
10:32Aber solange eine Operation überhaupt möglich ist, besteht doch Hoffnung.
10:39Ich bin ja auch froh, dass Simon sich operieren lassen will.
10:43Und auf der anderen Seite möchte ich ihm immer davon abraten.
10:46Ist doch verrückt, oder?
10:48Wir wollen unsere Kinder eben immer beschützen.
10:51Aber du gibst ihn doch in gute Hände.
10:53Die Ärzte werden alles tun, was sie können.
10:55Ich würde auch gern irgendetwas für ihn tun.
10:57Er ist doch mein Sohn.
11:01Hallo?
11:01Ich wollte nicht stören.
11:03Ich habe geklopft, aber es hat keiner aufgemacht.
11:05Es ist schon in Ordnung.
11:07Kommen Sie ruhig rein, Nora.
11:08Ja, können wir etwas für Sie tun?
11:09Ich bin auch nur auf der Suche nach Simon und Luisa.
11:11Wissen Sie, wo Sie sind?
11:13Es ist auch nicht so wichtig.
11:15Ich habe einen Ultraschalltermin.
11:16Ich dachte, vielleicht wollen die dann mitkommen.
11:17Aber Sie wissen es noch gar nicht?
11:21Simon kann Sie nicht begleiten.
11:23Er liegt selbst im Krankenhaus.
11:35Tom war der beste große Bruder, den man sich nur wünschen konnte.
11:40Dann hat er dich beschützt und alle Jungs verhauen, die dir zu nahe gekommen sind.
11:43Ja, ganz klassisch.
11:45Immer wenn mich jemand geärgert hat, dann habe ich meinen großen Bruder geholt.
11:48Oder zumindest damit gedroht.
11:50Als ich klein war, da dachte ich immer, die Mädchen denken sich den großen Bruder aus,
11:53um sich wichtig zu machen.
11:55Das dachten Sie bei mir auch.
11:57Bis eines Tages mein Bruder tatsächlich auftauchte, um mich heldenhaft zu retten.
12:02Danach hatten alle Respekt vor mir.
12:07Tom stand immer auf der Seite der Guten und der Schwächeren.
12:12Wollte er schon immer Polizist werden?
12:15Dankeschön.
12:16Ja, seit ich denken kann.
12:18Danke.
12:21Ich habe ihn sehr bewundert für seine Konsequenz und seinen Gerechtigkeitssinn.
12:26Wegen deines Gerechtigkeitssinn?
12:27Bist du Anwältin geworden?
12:29Ja.
12:32Und ausgerechnet mein Bruder bekommt die größte Ungerechtigkeit am eigenen Leibe zu spüren.
12:38Unschuldig verurteilt zu einer Gefängnisstrafe.
12:41Weil sein bester Freund Jan Delbrück ihm sein Verbrechen angehängt hat.
12:44Ich begreif das immer noch nicht.
12:46Wie konnte Jan das tun?
12:48Ich meine, die beiden, die haben nicht nur zusammengearbeitet, sie waren auch wirklich befreundet.
12:52Und wenn Tom irgendjemandem blind vertraut hat, dann war es Jan.
12:55Ja, Delbrück hat viele Leute enttäuscht.
13:00Mein großer Bruder, der immer für mich da war.
13:03Und dieses eine Mal hätte ich etwas für ihn tun können und, was ist, ich habe kläglich versagt.
13:09Nein, das hast du nicht.
13:11Im Gegenteil, du hast ihm geholfen.
13:14Ohne dich wäre Delbrück nie verurteilt worden.
13:17Mein Bruder ist rehabilitiert.
13:20Das ist nicht der Haas.
13:23Hallo, Herr van Weiden.
13:25Hallo, Sie scheinen immer dann aufzutauchen, wenn ich gerade auf jemand anderen warte.
13:28Ich bin rein beruflich hier.
13:30Wie übrigens das letzte Mal auch, als wir uns begegnet sind.
13:33Beruflich?
13:34Feinsinnig umschrieben.
13:35Ich hatte den Eindruck, dass Ihr Interesse mehr meiner Tochter galt.
13:38Da liegen Sie nicht ganz falsch.
13:41Ja, wie Sie sehen, ist meine Tochter jedenfalls nicht hier.
13:43Schade.
13:44Aber bestellen Sie doch bitte einen lieben Kuss von mir, ja?
13:49Wer war das?
13:51Das war ein Verehrer von Lizzie.
13:54Aber sie hat ihn noch nicht erhört.
13:57Frau Nowak, ich bin die Haas.
14:00Ja, guten Tag.
14:09Hallo.
14:10Hey.
14:11Na, Lust auf eine kleine Pause?
14:13Oh, super.
14:14Ich habe Donuts dabei.
14:15Mit Schokolade und Glasur.
14:17Oh, ich nehme einen mit Schokolade.
14:18Danke.
14:19Kannst du Gedanken lesen?
14:20Kenn ich doch.
14:22Und?
14:22Hast du dich schon mit deinem kalifornischen Wunderknaben getroffen?
14:25Von wegen, vergiss es.
14:27Der hält sich wohl voll oberwichtig und hat schon zwei Termine platzen lassen.
14:30Könnt er sich das denn leisten?
14:33Anscheinend ja.
14:33Mein Vater will die Software unbedingt haben.
14:36Deshalb bleiben wir dran.
14:38Und nebenbei kümmere ich mich auch noch um die Bäckersboten.
14:40Zum Glück haben wir Bob eingestellt.
14:43Hast du ihn heute schon gesehen?
14:45Seit wann interessiert dich das?
14:47Seit er für mich arbeitet?
14:50Mein Interesse ist rein beruflicher Natur.
14:52Verstehe.
14:55Vielleicht fände ich ihn sogar ganz nett, wenn er endlich aufhören würde, mich ständig anzubaggern.
14:59Ich finde ja, er sieht ziemlich gut aus.
15:02Du bist mit Sebastian zusammen schon vergessen?
15:06Was ist los?
15:07Habt ihr Stress?
15:12Frau Hansen?
15:13Ja.
15:15Oh, die sind alle für mich?
15:16Ja.
15:17Danke.
15:23Steuererklärung für Selbstständige und Gewerbetreibende.
15:26Hast du die Branche gewechselt?
15:29Oder hat Sebastian dich jetzt auch noch eingespannt für unsere Steuererklärung für die Bäckersboten?
15:33Nein, ich habe ihm angeboten, ihm zu helfen.
15:37Sebastian ist nach Hause gefahren.
15:39Sein Bruder liegt im Krankenhaus.
15:41Das sieht ziemlich ernst aus.
15:49Simon ist einfach aus dem Krankenhaus weggelaufen.
15:51Und ich habe ihn schon überall gesucht.
15:52Ich war auf dem Hausboot, im Wald, im Park.
15:54Jetzt dachte ich, dass er vielleicht hier ist.
15:56Er geht auch nicht an sein Telefon.
15:57Das heißt, er will sich nicht operieren lassen?
15:59Wir hatten mit der Ärztin schon alles besprochen.
16:01Er hat Angst, das kann man ihm nicht verdenken.
16:03Gott, er muss so verzweifelt sein.
16:05Die Operation ist die einzig vernünftige Lösung.
16:07Wenn er weiterhin mit dem Aneurysma rumläuft, dann ist das ein viel zu hohes Risiko.
16:10Das sagt Frau Dr. Kacher auch.
16:13Du musst doch mal mit ihm reden, Luisa.
16:15Natürlich will ich ihn überzeugen, sich operieren zu lassen.
16:17Aber dazu muss ich ihn erst mal finden.
16:19Ich werde mit dem Motorrad die Gegend absuchen.
16:21Ich rufe euch an, wenn ich ihn gefunden habe.
16:22Ich nehme das Auto.
16:23Ich komme mit.
16:24Bleib lieber hier, falls er nach Hause kommt.
16:26Ich rufe Nora an.
16:27Vielleicht hat sie Simon gesehen.
16:30Weiß sie überhaupt schon von der Operation?
16:31Ja, Eva und ich haben es ihr gesagt.
16:33Und sie wollte sofort zu ihm ins Krankenhaus.
16:49Simon?
16:50Das gibt es doch nicht, Simon.
16:53Nora, was machst du denn hier?
16:55Das wollte ich mich auch gerade fragen.
16:58Mensch, Simon, wie geht es dir denn?
17:01Du weißt es also.
17:02Ja, ich rufe gerade ins Krankenhaus.
17:05Ich darf raus, spazieren.
17:08Die frische Luft tut mir gut.
17:09Ja, komm, dann lass uns doch zusammen ein bisschen spazieren gehen.
17:11Ich bring dich dann auch wieder zurück.
17:12Nein.
17:18Ich rufe mir jetzt auch wieder ganz krank aus.
17:20Was?
17:21Aber was ist denn mit deiner OP?
17:23Mach mir keine Sorgen, es geht mir gut.
17:25Wo willst du denn hin?
17:38Und sie haben Tom auf einer Reise kennengelernt.
17:40Ja, im Zug.
17:42Durch Holland.
17:43Wohin sind sie gefahren?
17:45Nach Rotterdam.
17:47Ich habe dort in der Nähe gewohnt.
17:49Ja, und Tom, was wollte er in Rotterdam?
17:51Um Arbeiten.
17:52Wir haben uns eine Arbeit im Hafen gesucht.
17:54Und wo?
17:54Wo hat Tom gearbeitet?
17:56An den Docks.
17:57Erst haben wir Schiffe beladen und entladen.
18:00Und dann sind wir auf die Werft.
18:02Ist ein guter Handwerker, ihr Bruder.
18:08Äh, ich hätte noch gern eins von die lecker Wein hier.
18:12Sie haben einen exquisiten Geschmack.
18:14Das ist der beste Wein des Hauses.
18:16Stimmt.
18:17Heißt das, Tom arbeitete immer noch im Hafen?
18:20Klar.
18:21Stimmt.
18:22Die mochten ihn alle sehr gerne.
18:23Ist ein guter Kumpel.
18:26Wir haben eine Menge weggeschafft, wir beide.
18:28Sind immer zu zweit aufgetreten.
18:31Wann haben Sie ihn denn zuletzt gesehen?
18:34Vor eins, zwei Wochen.
18:37Ist ein bisschen ungenau für immer zu zweit, gell?
18:39Und Sie sind sich sicher, dass Sie die letzten zwei Jahre mit Tom Kontakt hatten?
18:43Klar.
18:44Wir sind alle Kumpels, sag ich doch.
18:59Warum hast du mir das nicht gleich gesagt?
19:01Und ich rede dir die ganze Zeit nur über mich.
19:03Ach, ich habe mich ja über ein bisschen Ablenkung gefreut.
19:06Ich habe sowieso schon den ganzen Tag an Simon gedacht.
19:10Wie geht es denn, Sebastian?
19:11Er war natürlich geschockt.
19:13Vor allem, weil er sich als Rettungssanitäter mit solchen Dingen auskennt.
19:18Seine Mutter ist bestimmt auch völlig fertig mit den Nerven.
19:21Ja.
19:23Und über allem liegt die Erinnerung an seinen Vater.
19:26Der lag auch im Krankenhaus, bevor er...
19:29Jetzt kommt auch noch dieser Steuermiss dazwischen.
19:32Darum muss er sich jetzt auf keinen Fall selber kümmern.
19:34Steh mal auf.
19:34Was machst du denn da?
19:36Wonach sieht es denn aus?
19:38Aber du hilfst doch schon in der Auslieferung der Bäckersboten.
19:41Obwohl du nur stille Teilhaberin bist.
19:43Und dann hast du noch dieses Projekt mit dem Beltinger.
19:45Der Termin ist doch sowieso geplatzt.
19:47Das ist jetzt außerdem wichtiger.
19:49Um die Bäckersboten soll sich einfach Bob kümmern.
19:52Wozu hat man schließlich Personal?
20:08So war Simon schon als kleiner Junge.
20:10Er hat seine Probleme immer zuerst mit sich selbst ausgemacht.
20:21Nora, ich habe versucht, dich zu erreichen.
20:23Entschuldige bitte, dass ich hier so reinplatze, aber sollte Simon nicht eigentlich im Krankenhaus sein?
20:27Er hat sich selbst entlassen.
20:28Wir suchen ihn schon die ganze Zeit.
20:29Ich habe ihn getroffen.
20:30Auf der Straße.
20:31Er wirkte ganz zerstreut.
20:32Ja, und wo ist er jetzt?
20:34Ich weiß es nicht.
20:35Er ist in ein Taxi gesprungen, hat mir die Tür vor der Nase zugeknallt und weg war er.
20:38Und wo war das?
20:40Landstraße, Ecke Marienweg.
20:41Ist doch die Taxizentrale.
20:44Ich suche einen Fahrgast, Simon Becker.
20:46Er hat sich vorhin ein Taxi genommen.
20:48Das war Landstraße, Ecke Marienweg.
20:52Wann?
20:52Äh, Gott, vor einer halben Stunde.
20:55Das war ungefähr vor einer halben Stunde.
20:56Hören Sie, ich muss wissen, wohin er gefahren ist, ja.
21:00Gut, ich warte.
21:02Oh Mann, vielleicht hätte ich doch versuchen sollen, ihn aufzuhalten.
21:04Aber es ging nicht, es ging so schnell alles.
21:06Du hättest ihn auch nicht umstimmen können.
21:08Ja, ich höre.
21:10Das Taxi ist noch unterwegs.
21:13Richtung Lindenburg.
21:15Ja, gut, danke schön.
21:17Euer Hotel.
21:18Damit ich auch gleich drauf kommen kann.
21:20Ich muss sofort zu ihm.
21:22Ich fahre dich, also wenn du willst.
21:23Ja, danke.
21:24Ich melde mich, sobald ich was weiß.
21:26Ja, viel Glück euch beiden.
21:32Eins, null.
21:34Und schon bin ich da.
21:36Blitzschnell.
21:37Wie ein echter Kurier.
21:38Anruf genügt, vor allem, wenn er von der Chefin kommt.
21:41Ich wollte dich um was bitten, und zwar...
21:43Um was geht's?
21:43Ist euer Kaffee all?
21:45Aus solchen Bechern solltest du in Zukunft wirklich trinken.
21:47Das ist mit Kindersicherung.
21:48Dann verschüttest du auch nichts mehr.
21:50Du bist ja richtig nachtragend.
21:52Liegt wohl daran, dass ich meine Bluse immer noch nicht zurück habe.
21:55Sieht auch ganz so aus, als hätte ich im Moment wichtigere Dinge zu tun.
21:59Ansparrücklagen.
21:59Komplizierte Sache.
22:00Eilige Sache.
22:01Das muss heute alles noch erledigt werden.
22:02Viel Spaß.
22:03Was denn?
22:04Ich soll mich um den Kurierdienst kümmern?
22:05Ich bitte darum.
22:07Wir bezahlen dich ja auch dafür.
22:09Aber ich hab viele Talente.
22:11Ach ja?
22:11Weißt du auch, wie man Ansparrücklagen deklariert?
22:17Kapitel 18, Paragraf 3.
22:20Tschüss, Bob.
22:21Ich würd das nächste Kapitel auch noch lesen.
22:22Tschüss, Bob.
22:29Na, da schauen wir doch mal nach, ob er mit seinem Tipp recht hatte.
22:34Sein kleiner Angeber.
22:35Du glaubst ja wohl nicht wirklich, dass der irgendeine Ahnung von Steuererklärungen hat.
22:38Und wenn doch?
22:39Ach, so schwer kann das nicht sein.
22:42Wir schaffen das schon allein.
22:50Das reicht.
22:52Sie würden uns jetzt Toms Adresse aufschreiben.
22:55Die hab ich nicht.
22:57Er ist vor kurzem umgezogen.
22:59Wohin?
23:00Keine Ahnung, irgendwo in Rotterdam.
23:02Wir haben in letzter Zeit keinen Kontakt mehr.
23:05Dann geben Sie uns eine alte Adresse.
23:09Die hab ich vergessen.
23:11Wie hoch ist nochmal die Belohnung, die Sie ausgeschrieben haben?
23:13Sie werden uns jetzt alles sagen, was Sie über Tom wissen.
23:15Und zwar sofort.
23:20Er ist nett.
23:21Ein anständiger Kerl.
23:23Ja, das erwähnten Sie bereits.
23:24Und?
23:24Weiter.
23:25Er hat von Ihnen erzählt, dass er Sie mag.
23:27Was wissen Sie noch über ihn?
23:28Was ist sein Lieblingsessen?
23:30Sein Lieblingssport?
23:33Er mag Pasta.
23:34Ja, er liebt Nudeln.
23:35Ja, Sport.
23:36Sport liebt er auch.
23:37Wann ist sein Geburtstag?
23:38Wie alt ist Tom?
23:39Er ist so alt wie ich.
23:42Sie haben keine Ahnung von Tom, hab ich recht?
23:47Sie wollen nur die Belohnung, richtig?
23:53Kennen Sie diese Uhr?
23:57Woher haben Sie die?
23:59Von Tom.
24:00Hat er mir gegeben, weil er Schulden bei mir hatte.
24:03Tom hätte diese Uhr niemals freiwillig aus der Hand gegeben.
24:06Um keinen Preis der Welt.
24:08Sie sind ein Lügner.
24:17Hier sollen angeblich Tausende von Steuertipps drinstehen.
24:20Aber wenn man was Konkretes sucht, findet man es natürlich nicht.
24:22Vielleicht sollten wir Bob doch mal anrufen.
24:28Hallo, Henning.
24:29Grüß Sie, hallo.
24:30Guten Tag, Maike.
24:31Herr Reichenbach, Sie sind wieder zurück.
24:33Wie war denn die Reise?
24:34Ein voller Erfolg.
24:35Danke, Ihre Arbeit.
24:36Danke.
24:37Ohne Sie hätte ich das nicht geschafft.
24:39Ihre Entwürfe haben auf ganzer Linie überzeugt.
24:41Das freut mich.
24:42Sie haben etwas gut bei mir.
24:44Darauf komme ich gerne zurück.
24:45Danke.
24:48Was macht ihr da eigentlich?
24:49Ach, das hat sich nur so kurzfristig ergeben,
24:51weil ich noch ein bisschen Luft hatte.
24:53Eine Steuererklärung.
24:54Wir kommen überhaupt nicht weiter.
24:56Wo hat's denn?
24:58Deklarierung von Ansparrenklagen.
25:00Verstehe, um Sie nicht versteuern zu müssen.
25:02Ja, genau.
25:07Kapitel 18, Paragraph 3.
25:09Ich würde mir aber das nächste Kapitel auch noch ansehen.
25:12Denn was ist, ich bin in meinem Büro.
25:17So viel zu Bobs großer Klappe.
25:19Der scheint ja doch nicht so ein Möchtegern zu sein.
25:25So, und jetzt sagen Sie uns endlich die Wahrheit.
25:27Woher haben Sie diese Uhr?
25:29Okay, ganz freiwillig hat er mir die Uhr nicht gegeben.
25:33Müsst Sie Tom überfallen?
25:35Nee, ich hab die Uhr bei seinen Sachen gefunden.
25:39Gefunden?
25:40Was soll das heißen?
25:41Los, jetzt reden Sie.
25:43In der Umkleide, während er gearbeitet hat.
25:46Wo war das?
25:47In Rotterdam.
25:48Wann?
25:48Boah, vor anderthalb Jahren.
25:51Und seither haben Sie Tom nicht wieder gesehen?
25:53Nee.
25:55Wir hatten also recht.
25:56Sicher.
25:57Sie kennen Tom kaum.
25:58Hey, Sie wollten wissen, wo Ihr Bruder ist und so hab ich Ihnen gesagt.
26:01Also was ist jetzt mit der Belohnung?
26:03Das ist jetzt nicht Ihr Ernst, nicht?
26:04Ich glaube, Sie sind ein Betrüger und ein Dieb.
26:07Verstehen Sie?
26:08Also, die Uhr scheint Ihrem Bruder aber ziemlich viel wert zu sein, ne?
26:11Bitte?
26:128.000 Euro und dann gehört sie Ihnen.
26:14So, jetzt reicht's heute schon.
26:15Hey, Rostoschrohrer Ropmov.
26:175.000 Euro ist mein letztes Angebot.
26:19Ich glaube nicht, dass Sie in der Position sind, mit uns zu verhandeln.
26:21Ich rufe jetzt nämlich die Polizei.
26:23Halt, bleiben Sie stehen!
26:24Halt, bleiben Sie stehen!
26:24Halt, bleiben Sie hier!
26:28Lass gut sein, Sophie.
26:30Er hätte uns eh nicht weitergeholfen.
26:56Hoffentlich hat er sich nicht nur mal überlegt und ist woanders hingefahren.
26:59Dann suche ich eben weiter, bis ich ihn gefunden habe.
27:01Wir suchen ihn weiter.
27:03Danke.
27:05Ich weiß, dass er hier irgendwo ist.
27:07Sonst bestimmt ist er hier.
27:09Er will, dass du ihn findest.
27:16Ich glaube, es ist ihm alles zu viel geworden.
27:18Wahrscheinlich braucht er Zeit, darüber nachzudenken.
27:21Sag mal, könntest du denn damit leben, wenn er sich nicht operieren lässt?
27:25Alles, was ich weiß, ist, dass ich ohne ihn nicht leben kann.
27:30Ich bin froh, dass du mitgekommen bist.
27:32Ist doch klar.
27:34Na los, suchen wir deinen zukünftigen.
27:36Simon!
27:37Simon!
27:42Ich weiß, dass er hier irgendwo ist.
27:45Vielleicht ist er ja doch da drin und hört uns bloß nicht.
27:49Unser Hotel.
27:51Es war immer unser Traum, hier zu leben.
27:54Die Zukunft.
27:56Ich bin sicher, Simon bedeutet das genauso viel wie dir.
27:59Und sie wären nicht hierhergekommen.
28:00Er glaubt an eure Zukunft.
28:02Ganz bestimmt.
28:04Simon!
28:06Na los, komm, geh allein zu ihnen.
28:07Ich rufe die Bäckers an und sage, dass wir ihn gefunden haben.
28:10Simon!
28:12Marisa!
28:14Woher wusstest du das nicht?
28:17Es tut mir leid.
28:20Ich konnte nicht anders.
28:38Ich bin sicher, dass ich nicht mehr so viel wie ich bin.
28:51Ach, nee. Na? Nichts zu tun?
28:56Ich mache gerade Pause. Das wird doch wohl erlaubt sein, Chefin.
29:01Arbeitsrechtlich ist ja wahrscheinlich nichts gegen einzuwenden.
29:03Wenn das Arbeitsrecht nichts dagegen einzuwenden hat, dann können wir die Pause ja auch zu zweit verbringen.
29:11Zwei Kaffee bitte.
29:13Für mich bitte im Becher mit Deckel.
29:15Nein, zwei ganz normale Kaffeebecher. Ein für mich, ein für Maike.
29:21Konntet ihr euer Steuerproblem lösen?
29:23Ach, ja. Das ist doch gar kein Problem.
29:28Ja, freut mich, wenn ich euch dabei helfen konnte.
29:31Du hast uns tatsächlich den richtigen Tipp gegeben.
29:33Habe ich gerne gemacht. Wirklich.
29:35Woher wusstest du das? Ich meine, du arbeitest hier als Fahrradkurier und kennst dich nebenbei noch mit Steuerrecht aus?
29:40Naja, ich hatte früher auch mal ein eigenes Geschäft. Da habe ich die Steuererklärung auch selbst gemacht. Jedenfalls am Anfang.
29:46Welche Branche denn?
29:48Internet.
29:49Und was ist daraus geworden?
29:53Ist es den Bach runtergegangen?
29:56Nicht wirklich.
29:57Du hast immer Pausen gemacht und den Job schleifen lassen.
30:01Du scheinst mich ja gut zu kennen.
30:06Ist ja auch nicht so schwer. Ich meine, man muss sich nur genau beobachten.
30:10Tatsächlich?
30:12Na, zum Beispiel jetzt.
30:13Die Aufträge häufen sich da drüben und was tust du? Stehst rum und trinkst Kaffee.
30:17Aber auch nur, weil du hier rumstehst.
30:21Jetzt nicht mehr.
30:23Also, ran an die Arbeit, Bob.
30:31Tut mir leid, ich habe ihn nicht gefunden. Ich bin die ganze Gegend abgefahren.
30:35Noah hat gerade angerufen.
30:37Sie haben ihn gefunden und Luisa ist jetzt bei ihm.
30:40Und wo ist er jetzt?
30:41In Lindenburg. Er ist zu ihrem Hotel gefahren.
30:43Ach, daran hätte ich auch denken können.
30:46Komm, lass uns erst mal einen Tee trinken.
30:49Und lässt er sich nun operieren?
30:51Ich weiß es nicht. Luisa spricht gerade mit ihm.
30:55Es ist so leicht zu sagen, dass man sich operieren lassen soll, wenn es einen selbst nicht betrifft.
31:00Ja, dass er weggelaufen ist, das zeigt, wie verzweifelt und überfordert er ist.
31:04Simon hat genug, mit seiner Angst zu kämpfen.
31:06Also wir dürfen ihn auf keinen Fall mit irgendeiner Erwartungshaltung unter Druck setzen.
31:11Luisa ist bei, Marianne.
31:13Also wird die richtigen Worte finden, um mit ihm zu reden.
31:15Bin ich mir ganz sicher.
31:28Ja, bitte.
31:29Störe ich?
31:30Aber gar nicht. Kommen Sie rein, Marke. Was kann ich für Sie tun?
31:33Sie hatten doch vorhin gesagt, dass ich etwas bei Ihnen gut hätte.
31:36Das ging ja schnell. Worum geht es denn?
31:37Es geht um die Steuererklärung der Bäckersboten.
31:40Äh, genau genommen um einen Teil davon.
31:42Also, ja, ich weiß, ich müsste jetzt eigentlich an meinen Entwürfen sitzen.
31:44Was ist mit der Steuererklärung?
31:46Lissi und ich, wir sitzen da gerade dran und wir kommen gerade nicht weiter.
31:49Und Sie hatten doch gesagt, dass Sie sich da so ein bisschen auskennen.
31:51Na ja, sicher nicht so gut wie ein Steuerberater.
31:53Für einen Steuerberater ist jetzt leider keine Zeit mehr. Sebastian muss die Steuererklärung morgen abgeben.
31:58Sebastian?
31:59Ja, er hat die Frist versäumt und wenn er sie morgen nicht abgibt, dann...
32:02Verstehe, das wird teuer.
32:04Genau.
32:04Also her damit.
32:10So, also vielen Dank, ja?
32:12Äh, eine Frage hätte ich allerdings.
32:15Warum kümmert Sebastian sich nicht selbst darum?
32:17Sebastian muss bei seiner Familie sein.
32:20Wegen Simon.
32:22Wegen Simon? Was ist mit ihm?
32:24Simon liegt im Krankenhaus. Er hat ein Aneurysma.
32:28Es sieht sehr ernst aus.
32:36Als ich alleine in dem Zimmer lag, nachdem du gegangen bist da, da konnte ich nur an eins denken.
32:45Was, wenn das die letzten Momente sind, die wir miteinander haben?
32:50Wenn es keine Zukunft mehr für uns gibt?
32:54Daran musste ich auch die ganze Zeit denken.
33:00Aber als ich zurückkam und du nicht mehr da warst, habe ich wahnsinnige Angst bekommen.
33:07Nicht zu wissen, wo du bist, ob dir etwas passiert ist.
33:10Ich wollte dir keine Angst machen. Ich musste einfach nur daraus.
33:13Das verstehe ich doch.
33:16Aber eins ist mir in dem leeren Zimmer klar geworden.
33:21Wir können vor der Angst nicht davonlaufen.
33:24Sie wird uns immer einruhen.
33:28Glaubst du nicht, dass es uns gelingt, das Aneurysma zu vergessen?
33:34Und wir einfach wieder ein ganz normales Leben führen können?
33:41Luisa,
33:42niemand weiß, wie die Operation ausgehen wird.
33:46Denk doch mal an die schönen Dinge, die wir zusammen erlebt haben.
33:50Das könnte das letzte Mal gewesen sein.
33:54Du hast recht.
33:57Niemand kann dir versichern, dass die Operation gut ausgehen wird.
34:01Auch ich nicht.
34:03Dann lass uns einfach jeden Tag, den wir zusammen haben, genießen.
34:07Nein, Simon, wir könnten jeden Tag genießen, wenn wir unbeschwert wären.
34:11So wie neulich auf unserer Ballonfahrt.
34:15Aber wenn du dich nicht operieren lässt,
34:17dann wird diese Bedrohung immer über uns schweben.
34:21Wie ein großer, dunkler Schatten,
34:23der verhindert, dass wir unsere Zukunft sehen.
34:29Simon, du wirst Vater.
34:32Es gibt noch so viel, was auf dich wartet.
34:36Willst du all denen immer mit der Angst begegnen?
34:39Es könnte jeden Moment vorbei sein.
34:41Und was ist mit Luisa?
34:44Du willst sie doch heiraten.
34:47Ja, aber was willst du ihr vor dem Altar versprechen?
34:50Dass du sie liebst, bis dass der Tod euch scheidet,
34:53aber dass dieser Moment jede Sekunde eintreten kann?
34:57Und was ist, wenn die Operation scheitert?
35:00Dann werde ich nie erfahren, wie es ist, Ehemann zu werden.
35:03Oder Vater.
35:07Ich habe einfach das Gefühl,
35:08dass diese Operation nicht der Anfang von,
35:10von was Neuem ist.
35:12Sondern das Ende meines Lebens.
35:15Das, das viel zu kurz war.
35:18Könnt ihr das nicht verstehen?
35:34Dann lass uns erst mal nach Hause gehen, ja?
35:38Ja.
35:38und dann erst mal nach Hause gehen, ja?
36:18Jetzt ist genau das eingetreten, was ich befürchtet habe.
36:25Meinst du, dein Bruder ist etwas zugestoßen?
36:28Tom hätte diese Uhr niemals aus der Hand gegeben.
36:32Niemals.
36:35Die Uhr ist von unserem Vater und als Papa gestorben ist, hat er sie Tom vererbt.
36:41Tom wollte sie wiederum weiter vererben, wenn er irgendwann mal Kinder haben sollte.
36:48Ich glaube nicht, dass dieser Hübter im Boot etwas angetan hat.
36:51Dem traue ich alles zu.
36:53Der Mann ist ein Gauner und Betrüger, aber kein Mörder.
36:57Trotzdem, ich bin keinen Schritt weiter. Ich habe keine Ahnung, wo Tom sich aufhält.
37:01Das sehe ich anders.
37:03Dieser Hübter hat ein paar Mal von Rotterdam gesprochen.
37:05Das war doch auch nur gelogen.
37:07Ja, aber warum sollte er sich den Ort ausgedacht haben?
37:09Dann hätte er sich alles andere auch besser zurechtlegen können.
37:12Zum Beispiel eine fiktive Adresse oder sowas.
37:14Wenn es wahr ist, dann war Tom vor zwei Jahren in Rotterdam.
37:19Ist, Tom? Und genau das werden wir herausfinden.
37:21Ich kenne in Rotterdam eine Detektei.
37:23Und die werde ich beauftragen, nach deinem Bruder zu suchen.
37:28Sophie, wir haben jetzt eine Spur.
37:30Und die werden wir weiterverfolgen, okay?
37:34Okay. Gut.
37:39Wollen wir nicht doch beim Krankenhaus vorbeifahren und Bescheid sagen, dass alles in Ordnung ist?
37:44Vielleicht ist es wirklich besser, wenn ich Frau Dr. Kacher nochmal untersuche.
37:48Warum sollte sie?
37:49Aber wenn dein Kreislauf nicht stabil ist, dann kippst du uns vielleicht noch um.
37:52Mir ist alles in Ordnung, wirklich.
37:55Also ich finde, Nora hat recht.
37:57Das reicht, ich will aussteigen. Sofort!
37:59Was? Hier mitten auf der Brücke?
38:01Das ist mir ganz egal. Ich will sofort hier raus.
38:03Simon!
38:05Simon!
38:06Simon!
38:06Wartet!
38:09Simon!
38:19Es ist wirklich nett, dass Henning uns hilft.
38:21Naja, ich dachte, wenn ich schon was bei ihm gut hab, dann kann ich das gleich mal ausnutzen.
38:25Er muss es ja noch nicht mal alleine machen.
38:28Danke, dass wir das hier zusammen machen.
38:30Ist doch kein Problem.
38:32Ich wünsche nur, Sebastian wäre zu mir gekommen, bevor er den Termin verschwitzt hat.
38:36Ja, er wollte nicht so ganz zugeben, dass er das nicht alleine packt.
38:40Ist ja jetzt auch egal. Momentan hat er andere Dinge im Kopf.
38:44Ja.
38:46Sebastian!
38:46Hi!
38:48Hey!
38:51Wie geht's deinem Bruder?
38:52Er ist aus dem Krankenhaus abgehauen.
38:54Was?
38:55Ja, aber Luisa hat ihn gerade wieder gefunden. Es geht ihm soweit gut.
38:58Und? Geht er jetzt zurück ins Krankenhaus?
39:01Wir müssen abwarten, wie er sich entscheidet.
39:03Ich hab diese Warterei nicht mehr ausgehalten, deshalb wollte ich mich hier ein bisschen ablenken.
39:07Wie kommt er denn voran?
39:08Sehr gut. Wir schaffen es locker bis morgen.
39:13Tut mir leid, dass ich dich da auch noch mit reingezogen hab.
39:16Genau genommen bin ich ja schuld.
39:18Nein, ich wollte helfen.
39:20Wozu sind Freunde denn sonst da?
39:23Das werde ich euch nie vergessen.
39:25Hauptsache, dein Bruder wird wieder gesund.
39:31Es tut mir leid, wenn wir eben zu sehr auf dich eingeredet haben.
39:35Ich weiß einfach nicht mehr, was richtig und was falsch ist.
39:39Es ist falsch aufzugeben.
39:42Und es ist richtig zu leben.
39:44Ich will leben, verstehst du?
39:46Mit dir.
39:48Aber wer garantiert mir, dass die OP nicht die falsche Entscheidung ist?
39:53Eine Garantie kann dir niemand geben.
39:55Aber die Operation ist eine Chance auf ein Leben mit mir.
39:59Ich will dieses Leben.
40:00Und ich will dich.
40:01Mehr als alles andere auf der Welt.
40:02Dann kämpfe.
40:04Simon!
40:06Wie oft waren wir schon an dem Punkt, an dem wir dachten, dass es nicht mehr weitergeht für uns.
40:11Und du hast nie aufgegeben.
40:14Du hast meinen Glücksbringer vom Grund des Sees geholt.
40:17Du hast unsere Verlobungsringe wiedergefunden.
40:21Du hast mich vor dem Ertrinken gerettet.
40:23Und mir mein Leben wiedergegeben.
40:25Aber wir hatten immer eine Chance.
40:26Die haben wir jetzt auch, weil wir sie verdient haben.
40:32Als ich damals weggegangen bin.
40:35Als ich das Vertrauen in uns verloren hatte.
40:38Da hast du gesagt, du hast genug Zuversicht und Vertrauen für uns beide.
40:42Das kannst du doch nicht vergessen haben.
40:43Das war doch ganz was anderes.
40:44Nein!
40:45Jetzt bist du derjenige, der das Vertrauen verloren hat.
40:48Und ich will es dir wiedergeben.
40:51Ich habe genug Kraft für uns zwei.
40:53Du musst dich nur auf mich verlassen.
41:01Das Schicksal hat dir eine Chance gegeben.
41:03Und wenn du die nicht ergreifst, dann ist es, als würdest du in diesen Abgrund springen.
41:08Was willst du?
41:09Willst du sterben?
41:11Oder mit mehr Leben?
41:19Gut.
41:20Wie viel willst du dafür haben?
41:22Ich kann das Buch natürlich auch behalten.
41:25Wir gehen frühstücken.
41:26Aber ich zahle selbst.
41:28Morgen früh in Banis.
41:30Bring das Buch mit.
41:31Schön.
41:32Dann haben wir ein Date.
41:34Aber du musst dir keine Sorgen machen.
41:36Barney ist der liebste Hund der Welt.
41:37Und Barney wird nie zulassen, dass dir was passiert.
41:39Weil Barney nämlich weiß, dass du jetzt zur Familie gehörst.
41:42Und ich weiß nicht.
41:43Ich weiß nicht.
41:43Aber du musst dich runtergeben.
41:47Und ich habe intellectual gotten.
41:47Ja.wsrit