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  • 3 weeks ago

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00:21The endgültige Entscheidung
00:30Darüber sind nahezu drei Jahre vergangen. Immer wieder heißt es auf beiden Seiten, Nächsten.
00:36Ich halte es für die Pflicht aller klar und ruhig Denkenden in allen Ländern.
00:41Dieses Spiel, das damit Völkerleben gespielt wird, aufzudecken, den Regierungen aller Länder zuzurufen, es ist genug.
00:50Jederm Mann mit Verantwortungsgefühl und Gewissen soll er sich die Frage vorlegen, ob es ersträglich wäre,
00:56immer neue Hunderttausende auf die Schlachtbank zu schicken, für ein Ziel, ein Eroberungsziel,
01:03das die erdrückende Mehrheit unseres Volkes gar nicht will, das überhaupt gar nicht erreicht werden kann.
01:09Ich drohe, meine Herren, was ich seit Jahren vertreten habe.
01:14Es wäre ein Glück für ganz Europa, wenn wir schnellstens einen Frieden der Verständigung haben können.
01:20Für die Verteidigung unseres Landes, für die Verteidigung von Heim und Wehr, wird und muss das Volk eintreten.
01:28Von der Führung des Krieges, für irgendwelche Vergewaltigungsziele, will unser Volk nicht wissen.
01:35Dem werden wir Sozialdemokraten. Darüber täuschen sie sich nicht, uns auf den Schieden zu widersetzen.
01:41Über den Frieden der Verständigung, mit denen wir alle Zeit eingetreten sind, höhnen die Altdeutschen,
01:47als sie über einen Verzicht frieden, wie der Herr Abgeordneter Rösige darüber gespottet hat.
01:53Was soll das heißen? Und auf was verzichten wir überhaupt?
01:57Wir verzichten auf die Fortsetzung dieses Krieges.
02:01Wir verzichten auf hunderttausende Tode und hunderttausend Trüppel.
02:05Wir verzichten auf tägliche Lasten von hundert Millionen.
02:09Wir verzichten auf die weitere Verwüstung Europas.
02:13Wir verzichten aber auf kein Stück deutschen Landes und kein Stück deutschen Gutes.
02:18Wir verzichten auf das, was wir gar nicht besitzen.
02:21Wir verzichten auch auf die Illusion, dass der Krieg einen Gewinn bringen wird,
02:25der uns nicht zusteht, für den wir weitere furchtbare Opfer bringen müssen
02:30und den wir doch nicht erreichen würden.
02:32Wir verzichten darauf, andere Völker zu vergewaltigen und zu unterdrücken.
02:38Wir verzichten aber nicht darauf, dass das deutsche Volk als ein freies Volk aus diesem entsetzlichen Kriege hervorgeht.
02:46Das nennen die Altdeutschen eine Verzichtspriege.
02:49Worauf wir verzichten, das sind die Altdeutschen und ihre Dummen schwärzt rein.
02:54Zwei Regierungen, eine Feindliche und eine Verbündete, haben eine Haltung eingenommen,
03:00von der wir wünschen, dass sie auch die Haltung der deutschen Regierung ist.
03:04Ich frage den Reichskanzler, ob er einen breiten und von den Grundsätzen der Freiheit und internationalen Gerechtigkeit geleiteten Volk,
03:12etwa der obere Faust, entgegensprechen will.
03:16Ich frage den Herrn Reichskanzler, ob er sich in einer Schicksalsfrage der Weltgeschichte
03:20von der erdrückenden Mehrheit seines eigenen Volkes und von seinem Bundesgenossen der österreichisch-ungarischen Regierung trennen will.
03:29Ich will ganz offen sein, was das deutsche Volk trotz aller inneren Gegensätze zusammenhält,
03:35dass die gemeinsame Absicht, Fremdeanschläge auf deutsches Land und deutsches tut, abzuwehren.
03:42Was die große Masse von einem Teil der herrschenden Klappen, den Imperialisten und denen, die sich so gebärten,
03:49trennt, ist die Meinungsverschiedenheit über die inneren und äußeren Kriegsziele.
03:55Fällt die Klammer und bleibt der Keil.
03:58Dann klaffen die beiden Teile ohnmächtig auseinander.
04:02Das heißt, würden heute die englische und französische Regierung,
04:06so wie es die russische Regierung schon getan hat,
04:09auf Annexionen verzichten und würde die deutsche Regierung stattdurch den gleichen Verzicht,
04:16den Krieg zu beenden, die in der Eroberungsziele fortsetzen wollen,
04:21dann, meine Herren, verlassen Sie sich darauf.
04:23Dann haben Sie die Revolution im Lande.
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