- vor 4 Stunden
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SpaßTranskript
00:01Jasmin, Marlene hier. Du, kannst du sofort kommen?
00:04Der Gernot kommt immer noch nicht zur Arbeit und er müsste längst da sein.
00:08Ich hab geklopft, angerufen, sein Wagen steht auch vor der Tür.
00:11Also, irgendwas stimmt hier nicht.
00:13Jetzt reg dich ab, ich frage mal sofort.
00:16Tut mir leid, ich muss los.
00:18Schauen Sie sich die Sache nochmal in Ruhe an.
00:20Ich meld mich später nochmal, ja?
00:23Stimmt so.
00:25Äh, ja, danke.
00:27Puh, Entschuldigung, Entschuldigung.
00:31Moin, Moin.
00:32Servus.
00:33Dein Vater sitzt schon auf heißen Kohlen.
00:38Wo ist Marlene?
00:39Da oben.
00:40Ah ja.
00:43Der ist noch nicht runtergekommen.
00:46Gernot?
00:53Hörst du, es läuft Musik.
00:55Vielleicht hat er sich kurz hingelegt.
00:56Ach, was macht er doch sonst?
00:57Jetzt gehe ich.
00:58Gernot.
01:02Marlene, hoch die Polizei.
01:15So.
01:16Danke, bitte.
01:18Spezielles Joghurt-Dressing, kein Öl.
01:21Der Franz hat extra wegen dir sein Dressing-Wissen aufgefrischt.
01:24Also keine versteckten Kalorien, Korbinian.
01:27Danke, bitte.
01:28Ich bin beeindruckt.
01:31Das ist natürlich die allerbeste Art abzunehmen.
01:33Ich will das Essen gleich gar nicht anrühren.
01:35Wer stört?
01:36Herr Hofer, ich stört sich ungern beim Mittagessen, aber es gab er da leicht.
01:41Dann werden Sie den Hansen zuerst informieren.
01:43Ja, das ist schon passiert.
01:44Und der hat gemeint, ich soll Sie zuerst informieren.
01:46Jetzt habe ich Sie beide zuerst informiert.
01:48Mein Essen ist gerade gekommen.
01:49Ich komme dann nach.
01:50Ja, das meint der Hansen auch, dass er nachkommt.
01:53Und wer kommt jetzt?
01:55Jetzt kommt der Mühe.
01:56Ähm, hat der Mühe sein Leben gegessen?
01:58Ja.
02:00Ja, dann soll ich Sie auf den Weg machen.
02:02Ja, Herr Hofer, und vergessen Sie nicht zur Nachspeise Firma Susa, Alpenstraße Nummer 15, gell?
02:07Ja, jetzt bin ich beim Hauptgang. Servus.
02:10So, Mühe, jetzt musst du hier halten.
02:12Hab ich das jetzt richtig verstanden?
02:14Wir haben einen neuen Fall und die beiden Herren wollen sich beim Mittagessen nicht stören lassen.
02:19Also, so geht es nicht weiter, Frau Ortmann. Da müssen wir was unternehmen.
02:22Wir? Wir? Ich habe Herrn Hofer keinen Freibrief erteilt.
02:26Wovon reden Sie da?
02:27Davon, dass Hofers Schwester jetzt zur Verwaltungsdirektorin der Musikakademie gewählt wurde.
02:31Und davon, dass Hofer im Gegenzug dazu jetzt frei über seine Arbeitszeit verfügen darf.
02:36Wie soll ich da eine Regelung finden, die nicht von Hofer torpediert wird?
02:39Ich bin gespannt, wie das erst wird, wenn Hansen weg ist.
02:41Was? Der Hansen geht!
02:44Jetzt haben wir uns gerade an ihn gewöhnt.
02:46Nein, nein, es handelt sich jeweils nur um einen Urlaub.
02:49Ich habe aber weit und breit keinen Antrag gesehen.
02:51Ja, ist auch ein spezieller Urlaub, also...
02:55So, ja, ja, einen guten Appetit.
02:59Dankeschön.
03:00Danke.
03:00Sieht gut aus.
03:05Sag mal, wann fährst du eigentlich wieder nach Hause?
03:10Übermorgen.
03:12Ich möchte, dass du mitkommst.
03:18Deshalb bist du also hier.
03:30Die Zwollhahn.
03:33Sven Olaf Hansen, Zwollhahn.
03:36Ich habe die Zwollhahn vor zwei Jahren in Auftrag gegeben.
03:39Davon weiß ich ja gar nichts.
03:41Trotzdem, es ist unser Projekt.
03:43Wovon ich gnädigerweise erst jetzt erfahre.
03:46Ich will, dass ein Hansen zur Mannschaft gehört.
03:50Ansätze, Wolli.
03:51Danke.
03:53Danke.
03:57Da es nur uns zwei gibt, sprichst du von mir, denke ich mal.
04:01Drei Wochen Training in Neuseeland.
04:03Die Jacht ist schon überführt.
04:04Dann geht es weiter in die Karibik.
04:06Was ist, wenn ich Nein sage?
04:08Blase ich das Projekt ab?
04:10Verhöckere die Jacht im Internet, muss die Mannschaft entlassen.
04:13Der Name Hansen ist nichts mehr wert.
04:16Das kannst nicht einmal du wollen.
04:27Die Jacht ist ja gut.
04:29Die Jacht ist ja gut.
04:51Wollten Sie da einpacken?
04:52Nein, ich stehe hier nur so rum.
04:54Dann passt es ja.
05:00Meine Herren, wo gibt es der Leiche?
05:02Wo ist der Leiche?
05:03Alles klar, danke.
05:05Grüß dich, Herr Winn.
05:10Grüß Gott.
05:11Wo fährt ich bei Rosenheim?
05:12Mit wem habe ich Ehre?
05:14Marlene Koch.
05:15Ich bin die Assistentin von Gernot.
05:17Herrn Kranzler.
05:18Grüß dich, Kominian.
05:20Grüß dich, Mehe.
05:21Folgendes.
05:21Der Tote heißt Gernot Kranzler.
05:2338 Jahre alt ist er worden.
05:25Und er war der Chef von der Firma Sosa.
05:27Seine Wohnung befindet sich oben im ersten Stock.
05:30Und er selber liegt also in der Badewanne.
05:32Wie es ausschaut.
05:34Was schaut wie aus?
05:35Grüß Gott, Herr Hansen.
05:36Tag.
05:36Na, haben Sie einen Parkplatz gefunden?
05:38Auf Anhieb.
05:39Na, fein.
05:39Das ist die Marlene Koch.
05:41Das ist die Assistentin von Herrn Kranzler.
05:43Hauptkommissar Hansen.
05:44Hallo.
05:45Der Fisch?
05:46Ja, freilich.
05:47Danke.
05:47Wie es ausschaut, schaut es aus wie ein Unfall.
05:50Weil es ist nämlich ein Föhn in der Badewanne.
05:52Allerdings, die Frau Dr. Kern hat ihre Zweifel.
05:56Was stellt die Firma Sosa eigentlich her?
05:59Wir erfinden Gesellschaftsspiele.
06:01Gesellschaftsspiele? Welche Art?
06:02Kennen Sie das Spiel Saragossa?
06:04Nein.
06:07Die Spielsituation ist ein Kreuzfahrtschiff.
06:10Eben die Saragossa.
06:12Das war unser erstes Spiel.
06:13Ist noch immer unser Hit.
06:16Bei uns ist das Spiel hätte eher Räuber und Gendarm.
06:19Wo ist die Frau Dr. Kern?
06:20Die Frau Dr. Kern, die ist oben bei der Lärze.
06:22Also beim Herrn Kranzler.
06:23Alles klar.
06:27Frau Dreher ist die Lebensgefährtin, Herr Kranzler.
06:40Hallo, Herr Hofer.
06:43Das ist doch mal eine Wanne zu machen.
06:45Also ich finde ja die Wanne zu klein.
06:47Vielleicht haben Sie wieder recht.
06:49Der Herr Morden erzählt, dass der Notarzt Zweifel an einem Unfall gehabt hat.
06:52Zu recht.
06:53Normalerweise föhnt man sich doch seine nassen Haare trocken, oder?
06:56Das habe ich auch schon klärt.
06:59Seine Haare sind seit gestern nicht nass gewesen.
07:02Woher wissen Sie das?
07:04Ja.
07:05Er ist mit Haargel gestylt.
07:06Das heißt, er hat sie vorher nicht gewaschen.
07:08Wozu braucht er also einen Föhn, wenn er seine Haare nicht gewaschen hat?
07:13Schauen Sie sich mal hier um.
07:15Nichts?
07:16Eben.
07:16Nichts bedeutet in diesem Fall sehr viel.
07:20So.
07:23Hermann, ist deine FI-Scheite im Sicherungskasten?
07:27Na.
07:28Danke.
07:29Dann käme ich selbst mal in Frage.
07:31Ein Ross Kieler war der letzte Besuch, den Herr Kranzler gestern hatte.
07:35Wer ist das?
07:36Ein Geschäftsmann aus den Staaten.
07:38Er wollte irgendwie mit uns ins Geschäft kommen.
07:40Ich hatte den Eindruck, der interessierte sich nur für unseren Klassiker, Sarah Gossa.
07:45Frau Dreher fand es auch merkwürdig, aber mehr weiß ich nicht.
07:48Wann hat er den Termin gehabt?
07:50Hier steht 20 Uhr.
07:52Ob der wirklich da war, keine Ahnung.
07:54Wir waren da alle schon weg.
07:56Wissen Sie zufällig, wo dieser Herr Kieler wohnt?
07:58Ja.
07:59Der ist im Hotel Rosenheim abgestiegen.
08:01Hier.
08:02Duschgel, Shampoo, Handtücher.
08:06Normalerweise legt man sich doch sowas an der Wanne zurecht, oder?
08:10Stimmt.
08:11Das Wasser ist auch nur Wasser.
08:14Und hat keinen Badezusatz.
08:16Aber ist dieser Beweis?
08:20Also es war kein Unfall und auch kein Selbstmord.
08:26Dieser Mann ging nicht freiwillig baden.
08:31Frau Dreher, Hauptkommissar Hansen.
08:35Ich kenne Sie ja, woher?
08:37Wir sind heute zusammengerumpelt.
08:39Ah, ja richtig.
08:40Im Times Square, stimmt's?
08:42Genau.
08:43Raus Kieler.
08:44Ja, genau.
08:45Sie sind die Lebensgefährtin von Herrn Kanzler?
08:48Ja.
08:49Sie arbeiten hier.
08:51Das ist richtig.
08:53Wohnen Sie auch zusammen mit...
08:55Nein.
08:56Ich habe eine eigene Wohnung.
08:58Wann haben Sie Herrn Kanzler zuletzt lebend gesehen?
09:02Gestern Abend.
09:03Gegen 19 Uhr, da habe ich die Firma verlassen.
09:06Dann haben Sie Herrn Kieler nicht mehr gesehen?
09:08Nein.
09:10Wissen Sie, warum es bei dem Treffen zwischen Kieler und Herrn Kanzler gegangen ist?
09:13Kieler wollte uns helfen, uns auf dem amerikanischen Markt zu platzieren.
09:18Und es ist daran merkwürdig?
09:20Frau Koch hat da was angedeutet.
09:23Frau Koch war mit der Sache gar nicht befasst.
09:26Kieler stellt für uns eine Chance dar.
09:29Er sagt, er kommt.
09:30Kieler?
09:31Ja.
09:31Gut.
09:55Vielen Dank, Mr. Kieler.
09:57Auf Wiedersehen.
10:08Fertal, Sie...
10:09War das ein Mr. Kieler, mit dem Sie gerade gesprochen haben?
10:12Ja, Mr. Ross Kieler.
10:15Ross Kieler.
10:23Herr Kanzler hat die Firma Susa gegründet und Sie als seine Partnerin eingestellt, ja?
10:29Ich bin im Bereich Entwicklung tätig.
10:31Herr Kanzler war der Chef.
10:33Sie waren der kreative Kopf der Firma.
10:36Kann man das so sagen?
10:37Nein.
10:38Das waren wir gemeinsam.
10:41Das sind Sie.
10:43Ja.
10:46Das war vor sechs Jahren.
10:48Auf der Zarin Katharina.
10:51Damals habe ich noch als Animateurin gearbeitet.
10:53Da ist auch Herr Kanzler.
10:55Elbas Stewart.
10:55Robert, wir haben uns auf dem Schiff kennengelernt.
10:59Da erzählte er mir auch das erste Mal von seiner Spielidee.
11:03Und Saragossa.
11:05Ist nicht er erfunden?
11:07Es war seine Idee.
11:08Wir haben das Spiel dann ein Jahr später gemeinsam entwickelt.
11:13Er gründete die Firma Susa und Saragossa wurde geboren.
11:19Und es ist ein großer Erfolg geworden.
11:25Ja, Herr Schargo.
11:30Das sind das hanseatische Parkmethoden, oder was?
11:33Nein, er kann heute nicht anders.
11:35Du hast da wieder recht.
11:38Das ist Frau Dreher, die ehemalige Lebensgefährtin und Mitarbeiterin von Herrn Kranzler.
11:42Das ist gut, Hofer.
11:43Mein Name.
11:44Mein Beileid Frau Dreher.
11:46Dankeschön.
11:47Sie warten auf mich?
11:49Nein, ich stehe nur so rum.
11:50Wenn Sie nur so rumstehen, können Sie Frau Dreher mit aufs Kommissariat nehmen.
11:53Ich möchte eine Fahrt in meinem offenen Wagen nicht zumuten.
11:56Aber sehr gerne.
11:58Wenn Sie Ihre rote Peinlichkeit aus dem Weg fahren.
12:01Mach ich.
12:14Vichy.
12:17Das ist der Herr Kehler.
12:19Den hast du herbestellt.
12:21Der ist Amerikaner.
12:22Ja, das ist nur ein Problem.
12:24Du brauchst dich gar nicht bemühen, der spricht nämlich besser deutsch als du.
12:27Äh, please wait here.
12:30Warten Sie einfach.
12:31Das darf ja nicht wahr sein.
12:33Was?
12:34Ja.
12:35Frau Stocke.
12:36Sagen Sie mal, was haben Sie denn da für einen ausgemachten Schmarrn der Frau Hofer erzählt?
12:41Der Herr Hansen sei krank und sein Sohn muss ihn pflegen.
12:44Äh, das war ich nicht.
12:46Das war der Moher.
12:47So, der Moher.
12:48Ja, und woher hat der den Schmarrn?
12:49Na ja, weil der Hansen doch so schnell weg muss.
12:52Und das Ganze ohne Urlaubsantrag.
12:54Und wo besteht da, bitte schön, irgendein Zusammenhang?
12:57Jetzt lassen Sie es gut sein, Herr Achtziger.
12:59Da hat sich der Herr Moher halt einfach ein bisschen verhört.
13:02Bisschen ist gut.
13:04Herr Achtziger, warum muss der Herr Hansen eigentlich so schnell weg?
13:08Liebe Frau Stocke, das geht Sie jetzt überhaupt nichts an.
13:10Sie müssen nicht alles wissen.
13:11Wir sind aber bei der Polizei.
13:13Und selbst die Polizei muss nicht alles wissen.
13:17Der Herr Hansen soll Regatta sehen.
13:19So.
13:19Ja.
13:20Zuerst in Neuseeland trainieren und dann geht's weiter in die Karibik.
13:24Na.
13:26Guten Tag.
13:28Hauptkommissar Hansen.
13:30Ross Kieler.
13:32Angenehm.
13:34Ah, danke.
13:37Aber, Sie wissen es schon?
13:41Oh ja, man hat mich informiert.
13:45Und war es wirklich Mord?
13:46Mhm.
13:48Wann haben Sie gestern Herrn Kranzler verlassen?
13:51Elf.
13:52Halb zwölf.
13:54Und das Treffen war rein geschäftlich?
13:56Ja, ich wollte mich als Türöffner für den amerikanischen Markt anbieten.
14:00Ein Spiel interessierte mich besonders.
14:02Legtenstein.
14:03Ein Burgenspiel.
14:04Wissen Sie, das europäische Mittelalter steht bei uns amerikanischen.
14:08Amerikaner nehmen wir noch hoch im Kurs.
14:10Aber Herr Kranzler konnte mir keine Zusage geben.
14:13Also meines Wissens haben Sie sich mehr für das Spiel Saragossa interessiert.
14:17Gab es dafür einen bestimmten Grund?
14:20Nein, das war nur Höflichkeit.
14:22Saragossa ist deren größter Erfolg.
14:24Ach so.
14:25Und beim Spiel Lichtenstein wollten Sie einsteigen?
14:28Ja.
14:30Aber es gab Probleme.
14:32Um das Spiel soll es einen rechten Streit gegeben haben.
14:35Wissen Sie da genau was drüber?
14:39Nein.
14:43Selbstmord.
14:45Nie und nimmer.
14:48Der Gernot, der liebte alles Leben.
14:50Und genoss es in vollen Zügen.
14:54Der war, der war so voller Lebensfreude.
14:58Der sorgte für ein ganz tolles Arbeitsklima.
15:01Wir alle schätzten ihn.
15:05Er zahlte auch gut.
15:07Und er hatte immer ein offenes Ohr für unsere Sorgen und Nöte.
15:11Er war also ein ehrenwerter Mann.
15:14Ja.
15:15Dass der sich umbringt.
15:17Ausgeschlossen.
15:18Wie war sein Verhältnis zur Frau Dreher?
15:21Also, ich meine, beruflich.
15:24Ausgezeichnet.
15:25Wirklich hervorragend.
15:27Sie war die kreative Kraft und er der Geschäftsmann.
15:32Alle wussten, was sie aneinander hatten.
15:38Sie wollten was sagen?
15:42Nee, nichts.
15:44Ich sehe doch, dass Ihnen was durch den Kopf geht.
15:47Sprechen Sie ruhig frei raus.
15:50Vor zwei Tagen, da wirkte Frau Dreher irgendwie nervös.
15:54Und irgendwie auch so kühl zugleich.
15:59Allgemein oder nur dem Herrn Kranzler gegenüber?
16:01Herrn Kranzler gegenüber.
16:04Eine Regatta?
16:05Mhm.
16:06Der.
16:07Ja, genau der.
16:08Ich habe schon immer gesagt, dass der was Besonderes ist.
16:10Von wegen sein Vater krank, nicht.
16:12Da hast du einen ganz schönen Schmarrn verzapft.
16:14Wer hat denn dir gesagt, dass du mir das glauben sollst?
16:16Ja, entschuldige bitte.
16:18Also, ich finde den Namen Swolhan wirklich gelungen.
16:21Das klingt so nordisch.
16:23Skandinavisch.
16:25Swolhan?
16:29Wie lange haben Sie vor, in Rosenheim zu bleiben?
16:32Ich wollte heute Abend wissen.
16:34Ach so.
16:35Das geht leider nicht.
16:36Wir geben Ihnen Bescheid, wann Sie fahren können.
16:38Wiedersehen.
16:41Wiederschauen, Frau Koch.
16:43Frau Dreher?
16:45Wollen Sie?
16:46Nein, das heißt, ich schnappe Ihnen alles vor der Nase weg.
16:50Dann vielleicht zusammen.
16:51Nein, das will ich dir auch sagen.
16:56Frau Dreher, nehmen Sie bitte die Platz.
16:59Wollen Sie zuerst, Kollege?
17:01Nein, nein, das ist überraschend.
17:08Frau Dreher.
17:11Was können Sie mir über den Rechtsstreit bezüglich des Burgenspiels Lichtenstein sagen?
17:17Einer unserer freien Autoren, Hartmut Lengsfeld, behauptet, dass Germut, Herr Kranzler,
17:25ihm die Idee gestohlen habe und hat eine einstweilige Verfügung erwirkt.
17:29Haben Sie seine Adresse und Telefonnummer?
17:31Darf ich?
17:32Klar.
17:38Deshalb war ich heute Mittag auch im Times Square.
17:41Ich habe mich da mit ihm getroffen.
17:44Bitte sehr.
17:46Danke.
17:49Ich bleibe Sie.
17:51Sieht der Herr Kranzler bei ihr Fremd?
17:56Es lief gut.
17:58Bis vor zwei Tagen.
18:00Was ist da passiert?
18:02Nicht.
18:04Sie lügen schlecht, Frau Dreher.
18:11Danke.
18:13Ich bleibe noch ein paar Tage.
18:15Kann ich wieder in mein Zimmer?
18:18Ja, das ist möglich, Mr. Kieler.
18:21Fein.
18:24Mr. Kieler.
18:27Olaf Hansen von der Rederei Hansen in Hamburg.
18:30Wir sind uns vor zwei Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff begegnet.
18:35Dominikanische Republik, Kuba, Key West.
18:38Oh, richtig.
18:40Ich erinnere mich.
18:40Natürlich.
18:41Wir saßen zusammen beim Captain Star.
18:43Ich als Gast Sie inkognito.
18:46Musste ja nicht jeder wissen, dass ich der Räder des Schiffes bin.
18:50Oh.
18:50Wollen wir nicht etwas trinken?
18:51Tut mir leid.
18:53Ich...
18:54Was machen Sie hier?
18:56So weit weg vom Meer.
18:58Mein Sohn geht auf eine große Regatte.
19:00Ich habe ein Boot bauen lassen, die Swolhaar.
19:03Wollen wir nicht doch?
19:04Ich erzähle Ihnen gern davon.
19:07Nein.
19:08Ich...
19:09Ich wünsche Ihnen viel Glück mit Ihrem Boot.
19:11Danke.
19:16Ich dachte, Sie freuen sich auf die Herausforderung.
19:19Das tue ich auch.
19:20Mir schmeckt nur nicht die Art und Weise, wie diese Herausforderung zustande gekommen ist.
19:25Frau Stockel, ja.
19:26Bring es mir doch bitte in den Vorgang, Schmuttermayer.
19:28Ja, gleich.
19:31Ihr Vater ist und bleibt halt ein alter Strückenzieher.
19:36Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall, wie sagt man so schön, Mast und Schottwuch.
19:42Ich bin nur ein Teil der Mannschaft, mehr nicht.
19:45Ich bin überzeugt, wenn es nach Ihrem Vater ginge, dann wären Sie jetzt der Skipper.
19:50Aber zu unserem Fall.
19:53Wie schaut es denn aus?
19:55Also der Letzte, der Kranzler lebend gesehen hat, war Ross Keeler.
19:58Ein amerikanischer Geschäftsmann.
20:00Aber warum sollte der Kranzler umbringen?
20:02Was macht Sie jetzt da so sicher?
20:05Einfach nur ein Gefühl.
20:06Aber wir prüfen natürlich nach, wann Kieler wieder im Hotel war.
20:09Ja, davon gehe ich aus.
20:10Und danach muss der Mörder in die Wohnung gekommen sein.
20:13Und wie?
20:14Einbruchspuren gibt es keine.
20:15Kranzler muss ihn reingelassen haben.
20:16Oder der Mörder hatte einen Schlüssel.
20:18Wie die Freundin von meinem Kranzler, zum Beispiel.
20:20Zum Beispiel.
20:22Und Herr Kranzler ist nicht freiwillig in die Wanne gegangen.
20:24Der Täter muss ihn dazu gezwungen haben.
20:27Sie meinen mit einer Waffe?
20:29Genau.
20:31Ja?
20:32Lichtenstein ist meine Erfindung.
20:35Sogar der Name.
20:36Ich bitte Sie.
20:37IE statt I.
20:39Wo ist denn da der Herr?
20:40Der was?
20:41Ja, der Unterschied.
20:43Lichtenstein bloß mit I und Lichtenstein mit IE.
20:46Also wirklich, da hat er sich, weiß Gott, nicht in den Arsch aufgerissen.
20:49Was meinen Sie damit?
20:51Ja.
20:52Mühe gemacht, den Klau zu verbergen.
20:56Haben Sie sonst noch Belege außer der Namensähnlichkeit?
21:02Wie denn?
21:04Alles, aber wirklich alles hat er nur mündlich gemacht.
21:06Voll ausgehorcht hat er mich.
21:09Ich sag Ihnen, das hat er von vorn bis hinten.
21:11Da bin ich mir ganz sicher.
21:13Was von vorn bis hinten?
21:14Ja, geplant.
21:16Tja.
21:18Herr Lengsfeld, wo waren Sie letzte Nacht zwischen 24 Uhr und 2 Uhr morgens?
21:24Sag ich nicht.
21:27Das wäre aber besser.
21:29Sag ich aber nicht.
21:31Wieso nicht?
21:33Sonst halten Sie mich für...
21:36Na gut.
21:39Dann halte ich Sie eben für den Mörder, wenn Ihnen das lieber ist.
21:45Ich war im Wald.
21:47Also, Herr Lengsfeld, ich stehe auch gerade ein bisschen im Wald.
21:51Könnten Sie Ihre Aussage ein bisschen präzisieren?
21:55Bei Vollmond, da gehe ich durch den Wald, suche und sammle.
21:58Was, Pilze?
22:01Ideen.
22:02Bei Vollmond mache ich das immer.
22:05Nein, Schmuttermeier, wie ich sagte.
22:07Ja, Frau Stockel.
22:10Ja, und dann hat der Mörder den Föhn in die Wanne geschmissen.
22:16Genau.
22:18Frau Dreher muss sich mit Kranzler irgendwie verkracht haben.
22:21Mehr wissen wir nicht.
22:21Sie lässt nichts raus, aber wir bleiben dran.
22:24Hat sie denn ein Motiv?
22:26Durchaus.
22:27Also, laut Kranzlers Testament erbt sich alle Rechte an den Spielen.
22:30Und die Geschäfte laufen gut.
22:31Vor allem Saragossa, dieses Kreuzfahrtschiff-Spiel.
22:34Das bringt viel Geld.
22:35Und hat sie ein Alibi?
22:37Nein.
22:38Sie war angeblich alleine.
22:39Was aber nicht ganz stimmt.
22:41Herr Mohr hat nämlich mit einem Nachbarn von ihr gesprochen.
22:43Und er sagt aus, dass in der Nacht vor dem Mord ein Wagen vor ihrem Haus gestanden hat.
22:47Ein alter R19 mit Münchner Kennzeichen.
22:50Ja?
22:52Ah, Frau Stockl, legen Sie mir das doch bitte schon auf den Schreibtisch.
22:57Und von diesen R19 mit Münchner Kennzeichen gibt es noch 23 Stück.
23:01Herr Mohr geht der Sache nach.
23:02Na gut, aber ist ja ausgesprochen merkwürdig.
23:04Warum hat sie diese Person nicht erwähnt?
23:06Wird sie doch entlasten.
23:08Ja, das frage ich mich auch.
23:09Und dann haben wir da noch einen freischaffenden Spieleentwickler,
23:12der behauptet, dass Kranzler jemand eine Spielidee gestohlen hat.
23:16Ja, danke, Frau Stockl.
23:18Bitte.
23:20Ah, Herr Hansen.
23:25Ja.
23:27Hartmut Lengsfeld heißt der Mann.
23:29Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, aber Herr Hofer hat den schon herbestellt.
23:32Ich werde gleich dazu stoßen.
23:55Ja.
23:59Morgen.
24:01Wiedersehen.
24:04Herr Hansen.
24:05Halt, schluck.
24:06Herr Mohr.
24:07Draußen, Herr Backblas.
24:08Da steht ein Renault 19.
24:10Und?
24:11Ein Renault 19 mit dem amtlichen Kennzeichen.
24:13Im TED 4112.
24:15Und wissen Sie, wem der kehrt?
24:16Wem?
24:17Dem Hartmut Lengsfeld.
24:18Sehr gut, Herr Mohr.
24:20Dann fragen wir diesen Lengsfeld doch gleich mal nach seinem Alibi.
24:23Der ist noch mal.
24:23Aber hallo.
24:27Entschuldigen Sie, Herr Kollege, aber Herr Mohr hat gerade herausgefunden,
24:29dass der gesuchte R19 mit Münchner Kennzeichen bei uns auf dem Parkplatz steht.
24:35Ach, Sie sind Herr Lengsfeld.
24:37Hauptkommissar Hansen.
24:38Ist das Ihr Wagen?
24:39Ja.
24:40Und?
24:40Sie waren heute Mittag im Times Square.
24:43Und?
24:44Da haben Sie sich mit Frau Dreher getroffen.
24:46Ja.
24:47Und verboten?
24:49Und gestern Abend waren Sie bei ihr.
24:52Ja.
24:52Und?
24:53Auch verboten?
24:54Nein, nicht verboten.
24:55Warum haben Sie das nicht gesagt?
24:57Ja, haben Sie mich gefragt?
24:58Was wollten Sie bei Frau Dreher?
25:01Ja, was wohl?
25:03Hä?
25:03Reden.
25:05Sie sollte vermitteln.
25:07Im Streit zwischen Ihnen und Herrn Kanzler.
25:09Ganz genau.
25:10Und im Times Square.
25:11Was wollten Sie sagen?
25:13Da hat sie mir Unterlagen gegeben.
25:15Zu was?
25:16Zum Spiel Lichtenstein.
25:18Das Kanzler entwickelt hat.
25:20Ich sollte es mit meinen Konzepten vergleichen und prüfen, ob mein Vorwurf gerechtfertigt ist.
25:25Wie lange waren Sie bei Vertriebe?
25:27Bis 22 Uhr, sowas.
25:29Und danach sind Sie in den Wald gegangen.
25:32Ja.
25:34Ideen sammeln bei Vollmond.
25:37Zwei Verdächtige mit Motiv.
25:39Ohne Alibi.
25:41Soll vollkommen.
25:49Und, hat Ihr Sohn sich gefreut, mit dabei zu sein?
25:52Ja, sicher.
25:52Es wird ihn noch mehr freuen, wenn er erfährt, dass ich mit von der Partie bin.
25:57Was, Sie segeln mit?
25:59Als Navigator.
26:00Wie es der Eigner, der Alingi macht.
26:03Sagen Sie es ihm aber nicht.
26:05Hey, Moin.
26:07Ja.
26:08Dein alter Herr wackelt wieder.
26:11Sollte es sich ranhalten.
26:12Es bleibt am Ende nichts mehr für dich übrig.
26:14Eins nach dem anderen.
26:16Hör mal, heute Mittag war ein Pärchen hier an dem Tisch, da haben Sie gesessen.
26:18Ich bin mit ihr an der Tür zusammengestoßen, weißt du noch?
26:22Hast du da irgendwas mitbekommen?
26:24Außer, dass er anscheinend nicht zahlen hat, keine Nix.
26:28Hat die Frau dem Mann zufällig irgendwelche Unterlagen gegeben?
26:31Ja, die hat ihm eine Mappe rübergeschoben.
26:34Da war eine Burg abgebildet.
26:37Sag mal, Diskretion gegenüber deinen Gästen ist nicht gerade eine Stärke.
26:41Ich muss ja wissen, mit wem ich es zu tun habe.
26:43Spioniert sie aus.
26:44Nein, ich interessiere mich für sie.
26:47Rein menschlich.
26:48Verstehst du?
26:49Deswegen drücke ich dir auch die Daumen für deinen Segel-Race in der Karibik.
26:55Ich gebe sie auf.
26:56Gib mir einen Rotwein.
26:57Sie haben sicher schon mitbekommen, dass mein Sohn und ich wie Feuer und Wasser sind.
27:01Das Einzige, was uns verbindet, ist die Leidenschaft zum Seelen.
27:07Deshalb das Ganze.
27:09Das heißt, Sie haben das alles, das Schiff bauen, die Mannschaft anheuern, sich für die Regatta melden, nur gemacht, um...
27:17...um meinem Sohn näher zu kommen, ja.
27:23Abend?
27:25Na?
27:25Ihr steckt ja ziemlich häufig zusammen.
27:28Störe ich?
27:29Da ich nicht das Glück habe, Sie jeden Tag zu sehen, da muss ich andere Wege gehen.
27:34Wie immer.
27:36Und?
27:37Den Anker schon gelichtet?
27:41Wer sagt denn überhaupt, dass ich mitkomme?
27:42Ich habe hier einen Job.
27:48Nach Neuseeland zum Seelen.
27:50Ja, der Trainierendes-Diräger ist dann in der Karibik.
27:53Wieso weiß ich ja nichts davon?
27:55Tja, du solltest netter zur Frau Stockl sein, dann hättest du das vor alle anderen gewusst.
27:59Ich bin immer netter zur Frau Stockl und ich schneide.
28:03Dann mach ich ja da mal wieder in Urlaub.
28:06Das ist doch immer Urlaub.
28:09Urlaub auf dem Pauernhof.
28:11So, die Herrschaften.
28:13Ein Appetit für die Frau Wattmann.
28:15Danke.
28:16Und zwei Gläser Rotwein für die Familie Hansen.
28:20Danke.
28:22Grüß dich, Joe.
28:25Guten Abend.
28:26Allerseits entschuldigen wir uns die Störung.
28:28Herr Hansen, wir müssen kurz mit Ihnen reden.
28:30Es war halt wichtig.
28:31Setzen Sie sich.
28:32Sie hier?
28:34Das war nett, danke.
28:34Bitte.
28:36Folgendes.
28:36Ich war im Internet und ich habe etwas herausgefunden über den Ross Killer.
28:42Der ist eigentlich Immobilienmakler.
28:45Immobilienmakler?
28:45Tja, davon, dass der irgendwelche Geschichten mit Gesellschaftsspielen nur so gemacht hat,
28:50ich habe nichts gefunden.
28:51Der hat ein Maklbüro in Atlanta.
28:54Und ein Himbeerlimo für den Michi.
28:57Ah, das ist sehr nett von dir zu, aber bitte ohne Eis, gell?
29:01Ohne Eis, ja.
29:03Jetzt habe ich bei denen angerufen in Atlanta, es hat aber keiner abgehoben.
29:06Ja, und was ist das jetzt?
29:07Oder haben Sie noch was über Kiel herausgefunden?
29:09Herr Hansen, das Beste kommt erst.
29:11Der Ross Killer ist Mitbegründer von einer Organisation, die nennt sich VOS, Victims of the Sea.
29:18Und die kümmern sich um Leute, die sind sozusagen verschwundene Passagiere von Kreuzfahrtschiffen.
29:24Und davon gibt es zwei, viele.
29:26Und was hat das mit dem Fall Kranzler zu tun?
29:28Frau Ortmann, allein im Jahr 2006 sind mindestens 17 Menschen über Bord von Kreuzfahrtschiffen gegangen
29:35oder einfach spurlos verschwunden.
29:38So genau, finde ich, Ihre Statistiken.
29:40So, eine Himbeerlimo ohne Eis.
29:43Jo, jetzt passt's.
29:45Gell?
29:45Können ja Selbstmorde gewesen sein.
29:47Bei so vielen Fällen? Das glaube ich nicht.
29:49Das glaube ich auch nicht.
29:51Mord ohne Leiche. Ein perfektes Verbrechen.
29:56Und Sie meinen, dieser Ross Kieler?
29:59Ja, das wissen wir noch nicht, Papa.
30:02Ich kenne Kieler.
30:04Soll ich ihn unauffällig ausfragen?
30:07Herr Hansen, das war super!
30:10Wie gut, dass ich da bin.
30:14Prost, oder?
30:25Prost!
30:26Ja, die Miriam?
30:29Im Namen Frau Stockel.
30:30Hansen hier.
30:32Sagen Sie mal, haben Sie zu Hause auch einen Computer?
30:34Ja, habe ich. Warum?
30:36Könnten Sie für mich im Internet recherchieren?
30:38Ach, und warum soll ich das von zu Hause aus machen?
30:41Sind Sie denn nicht zu Hause?
30:42Nein, ich bin noch in der Arbeit, bin gerade auf dem Weg nach Hause.
30:45Na, das ist doch toll.
30:46Ja, das fragt Sie nur für wen.
30:48Wenn Sie jedoch was anderes vorhaben, dann...
30:50Ja, schieß es los, Herr Hansen.
30:52Also, ich brauche Informationen über Victims of the Sea.
30:56Victim of the Sea.
30:58Aha, Moment.
31:07Jetzt habe ich Sie doch noch rumgekriegt.
31:09Sie sind wirklich hartnäckig.
31:11Ich hoffe, ich habe Sie nicht bei irgendwas Wichtigem gestört.
31:15Aber wissen Sie, für mich gibt es nichts Wichtiges mehr.
31:35Ja, was macht denn Sie noch da?
31:37Arbeiten.
31:38Ja, das sehe ich.
31:40Der Achtziger, Sie machen mich ganz nervös.
31:43Wo soll es denn heute noch hingehen?
31:46Sie sind ja fast schon so schlimm wie...
31:49Ja, stimmt.
31:50Dann entschuldigen Sie bitte meine Neugier.
31:54Die Türzusperren nicht vergessen, gell.
31:56So ein schimpfter Chef.
32:07Ihr Vater ist eine interessante Persönlichkeit.
32:09Oh, da haben Sie sich ja zwei gefunden.
32:12Sie sollten ihn ruhig mal näher kennenlernen.
32:15Ja, natürlich, weil Sie ihn ja viel besser kennen als ich.
32:17Im Gegensatz zu ihm gibt er sich Mühe.
32:20Lass Sie nicht sagen.
32:21Ich hätte gern noch so ein Yummi-Jummi.
32:23Einmal Yummi-Jummi?
32:24Sehr gern.
32:25Mein Vater ist übrigens nicht mehr da, ne?
32:27Wollte ich nur mal erwähnt haben.
32:29Wieso?
32:29Ja, nicht, dass Sie jetzt denken, Herr Junior,
32:31er nimmt alle Ihre Kosten her.
32:32Ich mache das einfach wie Sie.
32:34Ich setze es bei mir ab als Dienstgespräch.
32:36Ja, ja, natürlich.
32:37Also eher gehen noch da zwei Kamelherden gleichzeitig durch ein Nadeln, oder?
32:41So schätzen Sie mich also ein.
32:43Nadeln.
32:44Ah, und?
32:45Ja, das Ganze war sehr aufschlussreich,
32:47aber können wir das nicht unter vier Augen besprechen?
32:51Was wollen Sie trinken?
32:53So, bitte schon.
32:55Ja, sowas?
32:56Ja, gern Joe.
32:58Noch ein Yummi-Jummi für Frau Stocke, bitte, ja?
33:00Schon unterwegs.
33:03Sie entschuldigen mich.
33:07So.
33:08Ja?
33:10Letzten Endes habe ich vom Kieler auch nicht mehr rausgefunden als der Michi.
33:13Immobilienmakler und sonst nix.
33:15Wie ich dann aber über die VOS recherchiert habe, Sie wissen schon,
33:19da ist ja der Kieler Mitbegründer.
33:21Und ich weiß auch warum.
33:23Sparen Sie mich nicht auf die Folter.
33:25Der Kieler hat eine Tochter.
33:27Jane.
33:27So, einen Yummi-Jummi.
33:31Danke.
33:34Ja, dann weißt du es.
33:36Ja, alles gut.
33:38Gut.
33:43Die hat eine Kreuzfahrt gemacht.
33:45Vor der portugiesischen Küste ist sie als vermiss gemeldet worden.
33:48Die haben das ganze Schiff durchsucht.
33:49Nichts.
33:50Dann haben sie die Seenotrettung verständigt.
33:52Nichts.
33:52Wie vom Erdboden verschluckt.
33:54Interessant.
33:56Aber das Beste kommt zum Schluss.
33:59Wissen Sie, wie dieses Schiff heißt?
34:04Etwa...
34:05Zarin Katharina.
34:12Jane hatte eine hässliche Scheidung hinter sich.
34:17Die Kreuzfahrt sollte in Ablenkung sein.
34:19Sie wollte Europa sehen.
34:21An einer Idee weiterarbeiten, die sie zu Hause begonnen hat.
34:29Noch einen?
34:33Nein, danke.
34:39Könnte es selbst noch?
34:44Nein.
34:45Sie war so voller Lebensruhe.
34:47Gerade nach der Scheidung.
34:49Sie hatte einen Job, eine Aufgabe.
34:52Nein.
34:54Unfall.
34:55Dass sie über die Reling geflogen ist?
34:59Nein.
35:02Sie ist dort ihrem Mörder begegnet.
35:13Ich muss jetzt wecken.
35:15Danke für die Einladung.
35:19Gute Nacht.
35:20Gute Nacht.
35:21Ich bleibe da.
35:31Danke.
35:36Du schläfst doch nicht schon?
35:39Ja, es wird dich interessieren.
35:52Jane Walker.
35:53Jane Walker.
35:56Der Name sagt Ihnen was, hm?
36:00Ich frage Sie noch mal.
36:03Was war vor zwei Tagen zwischen Ihnen und Herrn Kranzler?
36:05Da war nichts zwischen uns.
36:08Es ging doch um Herrn Kieler.
36:09Genau gesagt um seine Tochter, Jane Walker,
36:11die vor sechs Jahren von einem Kreuzfahrtschiff spurlos verschwunden ist.
36:16Das Kreuzfahrtschiff war die Zarin Katharina.
36:20Das Kreuzfahrtschiff, auf dem zu jener Zeit Sie und Herr Kranzler beschäftigt waren.
36:24Und Herr Kieler hat das gewusst?
36:27Ich
36:30habe von all dem nichts geahnt.
36:35Gernot hatte diese Idee für Saragossa.
36:40Eigentlich hätte es mir sofort auffallen müssen.
36:42Wie kommt jemand ohne jegliche Fantasie auf ein so raffiniertes Spiel wie Saragossa?
36:47Es war nicht seine Idee.
36:51Kieler tauchte auf.
36:53Er erkundigte sich nach Saragossa.
36:56Er kannte Ideen und alte Skizzen, die nur Gernot und ich kennen konnten.
37:03Oder der wahre Erfinder von Saragossa.
37:09Saragossa
37:12muss die Idee von Kielers Tochter gewesen sein.
37:19Gernot hat die Idee geklaut und
37:22die Frau dann einfach über Bord geschmissen.
37:27Also das müssen Sie mir jetzt schon genau erklären.
37:29Warum soll Kranzler Sie umgebracht haben?
37:32Also die Tochter von Herrn Kieler hieß Jane Walker.
37:35Sie war verheiratet, deshalb der andere Name.
37:38Vor genau sechs Jahren ist sie von diesem Schiff verschwunden.
37:41Damals war Herr Kranzler als Steward auf dem Schiff tätig und Frau Dreher als Animateurin.
37:47Ja, aber wo ist jetzt das Motiv?
37:50Sie wollten an das Spiel Saragossa ran.
37:53Das ist vor fünf Jahren auf dem Markt erschienen.
37:54Ach so, Sie meinen Kielers Tochter hat das Spiel erfunden und Kranzler hat sie gestohlen.
38:01Genau.
38:02Wir müssen ein Haftbefehl gegen Kieler beantragen.
38:05Das wird nicht einfach als amerikanischer Staatsbürger.
38:08Wer ist der Täter?
38:09Schauen Sie mal, da kommt er.
38:11Ich habe in den Kieler ein paar bloß getroffen.
38:13Er will mit uns sprechen.
38:14Herr Kieler, kommen Sie bitte.
38:18Tag.
38:34Sie wollen mit uns sprechen?
38:39Sie wissen das doch schon.
38:41Wir wissen, dass Immobilienhändler sind und mit Besellschaftspiel sind die wirklich zusammenhalten.
38:47Also, meine Tochter arbeitete bei dem Spieleverlag.
38:50Sie war Spielentwicklerin.
38:53Als sie die Reise auf der Zarin Katharina gemacht hat, hat sie da gerade ein Spiel entwickelt?
38:58Ja.
38:59Und dieses Spiel hieß Saragossa?
39:02Es beruht auf Ihrem Entwurf.
39:07Ihre Tochter ist von dem Schiff verschwunden.
39:09Mit ihr auch das Spiel.
39:11Mein ganzes Vermögen gab ich an Privatdetektive.
39:13Damit sie Janes verschwinden, auf den Grund gehen nichts.
39:16Ich machte mich selber auf die Suche.
39:18Jahrelang, bis ich vor kurzem im Internet auf das deutsche Kreuzfahrtschiffspiel stieß.
39:25Saragossa.
39:27Und Ihnen ist die frappierende Ähnlichkeit zu dem Spiel Ihrer Tochter aufgefallen?
39:30Von da an war es nicht mehr so schwer.
39:33Ich fand heraus, dass Krenzler als steward auf dem Schiff mitfuhr.
39:37Sie sind nach Rosenheim gefahren und haben sich als Spieleverleger ausgegeben.
39:43Ich habe mir eine Waffe besorgt.
39:48Keine Angst.
39:49Sie sind nicht geladen.
39:54Da wird das Büro beobachtet, der Konigungen eingezogen.
39:57Und als ich mir sicher war, bin ich zu Krenzler gegangen und habe ihm die Waffe unter die Nase gehalten.
40:02Und dann haben sie ihn gezwungen, dass er in die Bordwanne gesteckt.
40:05Er sollte eine Ahnung davon bekommen, wie es meiner Tochter gegangen ist.
40:10Nach zwei Stunden hat er gestanden.
40:16Er hat sie über die Railing geworfen, um das Spiel zu bekommen.
40:21Warum ziehen Sie nach der Tat nicht mehr ins Ausland?
40:24Wieso?
40:25Es war doch alles vorbei.
40:28Und jetzt, wissen Sie, ist mir alles egal.
40:33Sowas von egal.
40:36Herr Kieler, Sie sind vorläufig festgenommen.
40:38Er ist drin in Tatverdacht, seinen Kanzler ermordet zu haben.
40:41Herr Mohr, gerade führen.
40:42Herr Kieler, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
40:49Kieler hat gestanden.
40:51Bitte.
40:52Kieler.
41:01Ja, meine Herren.
41:03Gratuliere.
41:04Gute Arbeit.
41:05Danke.
41:07Willst du dir auch was sagen?
41:09Gerd?
41:10Olaf?
41:12Herr Hofer.
41:14Es war mir eine Freude.
41:15Ganz meinerseits, Herr Hansen.
41:21Ja, dann gute Reise.
41:23Verirren Sie sich nicht auf den Weltmeern und vor allem ertrinken Sie nicht, gell?
41:26Ich versuch's und Sie halten hier die Stellung.
41:27Sowieso.
41:28Herr Herziger.
41:29Herr Hansen, Wiedersehen.
41:31Keine Sorge.
41:32Mit seinem Vater als Navigator kann ihm ja nichts passieren.
41:38Was?
41:39Was höre ich da?
41:40Du bist Navigator auf der Svollhahn.
41:42Ja.
41:43Einer musste ja sagen, wo es lang geht.
41:46He he he he he he he he he he.
41:50He he he he he he he he he he.
41:51Vielen Dank.
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