- vor 6 Stunden
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SpaßTranskript
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00:16Ein Hothirsch?
00:17Und was für einer, so wie der blärt.
00:19Den holen wir aus.
00:20Logisch.
00:21Und da, ich da.
00:22Ja.
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00:32.
00:32Oh, oh, oh, oh.
01:14Mach mich gerade auf den Weg. Genau.
01:17Ach so, dann kommen wir zuerst ins Präsidium und gehen danach in die Musikakademie.
01:21Kein Problem. Bis gleich, Herr Achtziger. Bredelbrot, glaubst du das?
01:26Was ist denn los?
01:27Dein Karin, schau mal, wo der schon wieder steht.
01:30Hast du das halt wieder wies, dich, ja?
01:32Ich muss die Frau von Otto abholen.
01:34Von was für einem Otto?
01:35Depp, die heißt das so. Die Gastjurorin für die Aufnahmeprüfung an der Musikakademie, die kommt extra aus München.
01:40Eine Weltreise.
01:41Jedenfalls möchte ich nicht, dass sie ewig am Bahnhof umeinander steht.
01:45Entschuldigung, dienstlich.
01:46Michi, was gibt's?
01:48Eine Leiche in einem Waldstück in der Nähe von Stephanskirchen.
01:51Wo genau?
01:52Pass auf, das ist, wenn du hineinfährst bei dem Waldweg, der zum Eiterwirt führt.
01:57Ah, ja, kenne ich.
01:58Ja, das war mir schon klar, aber da gehst du jetzt nicht hinein, sondern fährst weiter.
02:01Und dann kommst du zu einer Erlichtung und da siehst du schon stehen.
02:04Na, wenn ich nicht vor euch da bin.
02:08Was ist bei dir los?
02:09Nix, gar nix. Bis gleich. Fertig.
02:12Sommers endlich.
02:13Die Sonne lacht, die Alten glühen, wir müssen nun leider vom Dannen ziehen.
02:17Herr, hör vom Herrn herunter.
02:24Herr Hansen, stell dir vor, wir haben eine neue Pathologin.
02:28Die vertritt die Frau Dr. Kern, eine gewisse Frau Dr. Eckstein.
02:32Frau Dr. Kern macht sich aber auch in letzter Zeit.
02:34Oh nein.
02:35Herr Hansen, eine kleine Frage.
02:37Kann ich Sie Ihrem Schicksal liefern lassen?
02:39Ich würde mich noch gerne auf den Herrn Hofer warten.
02:40Von Jans?
02:41Ist besser.
02:42Wenn Sie meinen.
02:45Hallo.
02:46Hallo.
02:47Darf ich mich vorstellen, ob Kommissar Hansen?
02:50Sabine Eckstein.
02:52Freut mich.
02:53Sie vertreten Frau Dr. Kern.
02:55Können Sie mir schon was sagen?
02:58Es ist ziemlich eindeutig.
02:59Der Schuss traf ins Herz.
03:01Der Mann muss sofort tot gewesen sein.
03:03Und das Projektil?
03:04Es gibt keine Austrittsverletzungen, ist also noch im Körper.
03:07Da kann ich Ihnen nach der Abduktion mehr sagen.
03:09Gut, dann ist es passiert.
03:11Zwei Stunden sind es circa.
03:15Oh, vor uns.
03:17Weil du mich erst informiert hast, als du schon auf dem Weg warst.
03:20Du hast dich ein bisschen verlaufen im finstern Wald.
03:22Der hat zufällig unterwegs den eigenen Weg getroffen.
03:24Ich habe ihn gleich gefragt, ob ihm irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen ist.
03:27Zufällig?
03:28Bei ihm in der Gaststube?
03:29Nein, bei ihm ist er im Wald.
03:30Ah, so.
03:30Und es ist ihm nichts aufgefallen, falls du das auch wissen willst.
03:33Wo ist denn die Frau Dr. Kern?
03:35Das weiß ich nicht.
03:36Das ist Ihre Vertretung, die Frau Dr. Eckstein.
03:38Ah, grüß Gott.
03:39Darf ich vorstellen?
03:40Frau Dr. Eckstein, mein Kollege Herr Hofer.
03:42Danke.
03:43Freut mich.
03:44Ganz meiner Seite.
03:46Tja, mein Nachmittag liegen dann die endgültigen Ergebnisse vor.
03:49Danke, Frau Dr.
03:50Tschüss.
03:51Willerschein.
03:52Haben Sie hier schon was rausgefunden?
03:54Ja, der Tote heißt Andreas Frank und ist 42 Jahre alt.
03:58Gearbeitet hat er in der D&S Bank in Rosenheim.
04:01Unverheiratet kein Kind.
04:03Was hat das mit dem Weißbierglaster auf sich?
04:05Das ist genauso, wie ich es gesagt habe.
04:06Der hat trainiert für die Hirschrufmeisterschaft.
04:09Die Hirschrufmeisterschaft?
04:11Da geht es darum, wer am besten den Prünftschrei vom Rothirsch nachmachen kann.
04:16Die Bayern.
04:17Ja, und für das nimmt man entweder eine Küchenrolle oder eine Muschel oder halt ein Weißbierglasen.
04:22Also dafür hätte ich eine bessere Verwendung.
04:24Ich war letztens ja bei so einer Veranstaltung und der Herr Golling hat gesagt, ich habe recht.
04:28Der Herr Golling?
04:29Ja, der Herr Golling ist der Nachbar von Herrn Frank.
04:31Das ist da drüben, der dritte von links.
04:34Ah, der Parade-Bayer da.
04:41Ja, Frau von Otto, bin ich doch mal neugierig, wie Ihnen unsere Musikakademie nun gefällt.
04:47Und ich erst.
04:48Für drei Personen, genau.
04:50Super, bis zum Mittag.
04:51Ciao, servus.
04:52Frau Hofer, was war das gerade für ein Feger, mit dem der Herr 80er da abgerauscht ist?
04:56Feger?
04:57Achso, die Frau von Otto.
04:58Von welchem Otto?
05:00Ariane von Otto, eine Musikhistorikerin aus München, hilft uns in der Akademie.
05:04Okay, die muss ihn aber ganz schön beeindruckt haben.
05:06Der hat mir nämlich überhaupt nicht angeschaut.
05:08Wahrscheinlich hat er sie gar nicht gesehen.
05:09Ja, weil er bloß Augen für dich gehabt hat.
05:11Okay, Frau Stockel, was ist schon wieder zu denken?
05:13Frau Hofer-Klausner, ich hab dafür ein Gespür.
05:16Ja.
05:22Ja, das stimmt schon, was ich einer Kollegin gesagt hat.
05:24Der Herr Frank hat für die Meisterschaften trainiert.
05:27Ziemlich fleißig.
05:29Sie und der Herr Frank sind Nachbar gewesen?
05:31Mhm.
05:32Sie haben sich gut gekannt?
05:34Nein, mehr vom Sängen.
05:36Und vom Hören.
05:37Achso, ja.
05:39Nach dem Röhren von dem Hirsch haben wir gedacht, das ist ein Kapitaler.
05:44Hat doch keiner denken können, dass da ein Mensch dort steht.
05:48Täuschend, echt.
05:49Wie ich den Schuss gehört habe?
05:50Klar, weil man denkt, dass der Pichler ihn erlegt haben wird.
05:53Sag einmal, bist du deppert?
05:54Was denn?
05:55Ich hab überhaupt keinen Schuss abgegeben.
05:57Wahrscheinlich wirst du es zu gewesen sein.
05:58Ja, ich hab auch keinen Schuss abgegeben.
06:00Und wer war's dann?
06:01Ja, weiß ich nicht.
06:02Tja, wer dann?
06:03Unsere Kollegen von der Ballistik werden das überprüfen, was sie da alles sagen.
06:06Und was haben Sie beide dann nach dem Schuss gemacht?
06:08Ja, ich war mit der Ampiersch in die Richtung, wo ich den hier schon zuletzt gehört hab.
06:12Ja, ich auch.
06:13Und wie lange hat das etwa gedauert?
06:15Ein paar Minuten.
06:16Höchstens zwei bis zur Lichtung.
06:18Und dann haben Sie den Toten gesehen?
06:20Ja.
06:21Und der Herr dort?
06:22Der war über den Toten gebeugt.
06:24Da bloß jemanden liegen gesehen und dann bin ich mit dem Radl hingefahren und dann war's
06:28der Herr Frank.
06:28Ja, dort.
06:29Wie lange nach dem Schuss sind Sie da dort angekommen?
06:32Zwei Minuten, drei Minuten.
06:34Und da haben Sie auch die Jäger entdeckt?
06:35Ja, am Waldrand.
06:37Der eine dort drunten und der andere dort.
06:40Und da war's mir natürlich klar, da hat jemand Herrn Frank für einen Hirsch gehalten und
06:44für einen Schuss gehalten.
06:45Na ja, normalerweise schaut den Jäger zuerst durchs Zielfernrohr bevor er abdruckt.
06:51Ja, da ist auch was dran.
06:55Ja, und Sie sind keine beruflichen Jäger?
06:58Nein, also eher Jagdgäste.
07:01Und gibt es da viele Jagdgäste hier im Revier?
07:04Ochte.
07:05Ja, bloß die zwei amtlichen Macht, zehn umeinander.
07:08Herr Kommissar, glauben Sie, dass er unfrei war und dass derjenige abgekordet ist?
07:14Na ja, wie ein Rothirsch sieht der Tote eher nicht aus.
07:18Und Sie beide kennen sich vom Jagen, ja?
07:20Nein, von der Arbeit.
07:22Ich habe eine Druckerei.
07:24Der Seiz ist bei mir angestellt.
07:25Und kannten Sie den Toten?
07:28Nie gesehen.
07:29Aus denen ist nie im Leben geschossen worden.
07:31Ich komme trotzdem ins Labor.
07:32Schuze.
07:33Eins noch, Herr Mohr.
07:34Überprüfen Sie bitte in der Jagdmeisterei, wer hier alles über eine Jagdlizenz verfügt.
07:38Jagdlizenz, ist recht.
07:39Berdl!
07:42Das ist ein bisschen seltsam.
07:43Ein Banker, der über die Meisterschaft in Brumfisch rein trainiert.
07:47Laut Herr Mohr nicht.
07:48Da nehmen Leute aus den unterschiedlichsten Berufen teil.
07:51Akademiker, Handwerker, Feuerwehrmann, sagt der Herr Mohr.
07:54Der hat Ihnen ja eine Menge erzählt, der Herr Mohr.
07:56Wir hatten ja auch eine Menge Zeit, bis Sie am Tatort erschienen sind.
08:00Schöne Aussicht, gell?
08:01Geht.
08:10Grüß Gott. Was kann ich für Sie tun?
08:12Guten Tag. Hansen Krippe Rosenheim, mein Kollege Herr Hofer.
08:15Grüß Gott.
08:15Grüß Gott.
08:16Wir würden gern den Filialleiter sprechen.
08:19Das tut mir leid, der ist gerade auf Dienstreise.
08:22Kann Ihnen ja vielleicht weiterhelfen?
08:24Es geht um einen Kollegen von Ihnen.
08:26Herrn Andreas Frank, auf den es heute Morgen geschossen worden ist.
08:30Was?
08:31Er ist tot.
08:33Um Gott zu ihm.
08:35Und Sie sind sicher, dass das kein Unfall war?
08:38Na, da hätte der Täter schon blind sein müssen.
08:40Und dann hätte er vermutlich nicht getroffen.
08:44Frau Björn, wie war das Verhältnis von Herrn Frank zu seinem Kollegen?
08:49Gut. Bei der Arbeit immer sachlich und korrekt.
08:53Auf die Betriebsfeiern, da hat er immer seine Brunftschrei losgelassen.
08:56Das war sehr beeindruckend und lustig.
09:00Und dass er für die Brunftschrei-Meisterschaften trainiert hat, das war hier allgemein bekannt, ja?
09:05Ja, ja, sicher.
09:06Der ist ja immer von da aus in Woll zum Üben.
09:09Daheim ist das irgendwie nimmer gegangen.
09:11Da war so ein Nachbar, der hat immer rumgemosert.
09:13Hat immer verzeiht.
09:14Heißt der Nachbar zufällig ernst, Colin?
09:17Wo ist sie nicht?
09:20Hat Herr Frank eine Freundin gehabt?
09:23Na, nicht, dass Sie wüsst.
09:25Na gut, Frau Björn.
09:26Ich glaube, das war's für einen Augenblick.
09:28Wenn wir weitergeschlagen haben, dann kommen wir auf Sie zurück.
09:30Ja, jederzeit.
09:31Ich schuze gerne.
09:32Bitte.
09:33Ja.
09:35Eine Frage, Frau Stöckel.
09:37Ich hatte hier ein paar Sachen, die Herr Achtziger sich durchsehen sollte.
09:39Er ist nicht in seinem Büro.
09:40Der Herr Achtziger ist mit seiner neuen Flamme unterwegs.
09:43Flamme?
09:44Eine Musikdirektorin aus München.
09:47Und die macht ordentlich was hier.
09:49Und der Herr Achtziger brennt Licht.
09:51Hallo.
09:52Na ja, schön für ihn.
09:54Wenn Sie ihn sehen, könnten Sie ihm das hier bitte geben.
09:56Mhm.
09:58Aber nicht, dass er die Unterlagen ansenkt, wo er doch so entflammt ist.
10:08Wir danken die heutigen Treffruhe mit der rosen Bratz.
10:15Nett, oder?
10:17So geht das schon die ganze Zeit.
10:21Na, ich lagen Sie aber dann.
10:22Nein, lieber Erd, nein, lieber Erd, Rützchen, Fünferl.
10:28Ja.
10:29Grüß Gott.
10:29Entschuldigen Sie die Störung.
10:31Wir hätten da noch ein paar Fragen.
10:34Ich hatte Streit mit dem Frank, wenn Sie es genau wissen wollen.
10:37Das wollen wir schon, ja.
10:38Und?
10:39Und warum hatten Sie Streit?
10:41Weil er mir auf die Nerven gegangen ist mit seinem ewigen Hirschgebrüll.
10:44Morgens, abends und am Wochenende quasi durch Ruhe.
10:46Da konntest du dich auf nichts mehr konzentrieren.
10:48Hat der Nachbar deshalb im Wald üben müssen?
10:49Da gehören diese profanen Geräusche wohl hin.
10:53Ja, und war der Streit damit behoben?
10:55Naja.
10:56War er nicht?
10:58Doch, ja.
10:59Sie schreiben?
11:00Ich übersetze.
11:02Homer, die Odyssee, ins Bayerische.
11:04Ins Bayerische?
11:04Ja.
11:05Skurril.
11:06Es gibt auch eine bayerische Version der Heiligen Schrift.
11:09Bibel.
11:10Leider nicht von mir.
11:12Schade.
11:13Was haben Sie heute Morgen in den Wald gemacht?
11:15Was?
11:17Ich wollte mich bewegen.
11:19Das mache ich jeden Morgen, bevor ich mich da an den Schreibtisch setze.
11:22Und da fahren Sie ausgerechnet dem nach, dem Sie am meisten entfliehen wollen.
11:25Dem Hirschgebrüll Ihres Nachbarn.
11:27Beim Radlfahren stört mich das nicht.
11:30Außerdem war das purer Zufall.
11:31Und woher sollen die wissen, wo und wann der immer übt?
11:34Herr Gollin, haben Sie ein Gewehr?
11:37Ich?
11:38Ein Gewehr?
11:39Was soll ich damit?
11:40Für Ruhe sorgen.
11:42Ich finde das nicht lustig, meine Herren.
11:44Und mir steht gleich einer, Herr Gollin.
11:47Sie waren zur Tatzeit in der Nähe des Tatorts und mit dem Opfer lebten Sie in Streit.
11:51Klar gehören Sie da zum engen Kreis der Verdächtigen.
11:54Ihr Blutdruck macht mir Sorgen.
12:03Ja, grüßt gut beieinander.
12:04Servus, Tio.
12:05Herr Kasper.
12:07Guten Abend, ja.
12:08Ich habe Ihnen gleich da den Einsatz direkt am Fenster reserviert.
12:12Wunderbar.
12:12Im Fenster zieht es meistens.
12:14Setzen wir uns dorthin.
12:15Ja.
12:16Gerne.
12:18Bitte schön.
12:22Was darfst du als Aperitif sein?
12:26Vielleicht ein Champagner?
12:27Oh.
12:28Geht er aufs Haus gehen?
12:30Das ist nicht ein bisschen früh dafür.
12:32Zwölf Uhr mittags.
12:34Also für mich gern schon.
12:36Für mich auch.
12:36Grünen Tee.
12:38Um zwölf Uhr mittags.
12:39Ja.
12:40Gerne.
12:43Mahlzeit.
12:44Schon wieder keiner da.
12:46Dr.
12:46Grüß dich.
12:47Servus, Michi.
12:48Du, Häuptlinge sind keine da.
12:49Äh, nein.
12:51Aber weißt du schon das Neueste vom Allerneuesten?
12:53Ich werde es gleich wissen.
12:54Beim 80er hat es gefunkt.
12:56Wer gefunkt?
12:56Ja.
12:57Verliebt ist er über beide Ohren.
12:59Oh nein.
13:00Ja, und er hat es sogar schon mit ins Präsidium gebracht.
13:02Äh, und sag, was ist für eine?
13:05Ja, fesch, also so feiner Typ, aber arrogant, ich sag's dir.
13:11War sie sich schon vorstellend bei dir?
13:12Nein, die waren so intensiv ins Gespräch vertieft, die haben überhaupt nicht bemerkt.
13:16Wieso weißt denn du denn, dass arrogant ist?
13:18Körpersprache, Michi.
13:20Körpersprache und Menschenkenntnis.
13:23Du, halt einmal.
13:25Aufpassen.
13:26Das ist eine Liste mit sämtlichen Jägern, die in dem Revier gemeldet sind.
13:30Also sehen Sie, die sollten wir mal alle durchrufen und fragen, wo die zur Tatzeit waren.
13:34Das sollten wir.
13:35Bitte.
13:36Danke.
13:36Was ist eigentlich mit den Waffen von Viechler und von Salz?
13:39Das ist genauso, wie ich es gesagt habe.
13:40Aus diesen Rohren ist definitiv nicht geschossen worden.
13:43Zumindest nicht seit dem letzten Putzen.
13:45Ja, dann könnte sie sich ihre schönen Gewehre wieder abholen.
13:48Was ist mit der Spurensicherung?
13:50Ja, die haben eigentlich nichts gefunden, was so richtig auf ein Mordmotiv hinweist.
13:53Aber sie haben andere Sachen ums gefunden.
13:54Also so ein Adressbuch und ein paar Notizzetteln und so.
13:58Bringen Sie alles mit.
13:59Schön mit.
14:01Ähm, der Herr Frank, der hat Streit mit einem seiner Nachbarn gehabt.
14:04Ernst Golling heißt der.
14:05Ja.
14:05Ja, der Streit scheint nicht beigelegt worden zu sein.
14:09Das sehe ich auch so.
14:10Vielleicht hat ja jemand aus der Nachbarschaft das mitbekommen.
14:13So lieber Frau.
14:22Gratuliere, Herr Achtziger.
14:24Danke, Herr Bauer.
14:25Wozu?
14:26Ja, zu Ihrer Begleiterin.
14:29Ach, zu welcher von beiden?
14:32Äh, ja, allererst natürlich zu Frau Hofer.
14:35Aber insbesondere zur Frau von Otto.
14:40Und worauf genau bezieht sich Ihre Gratulation?
14:43Ja, also...
14:46Also Ihre Menschenkenntnis in allen Ehren, Herr Kasper, war das als auf dem Holzweg.
14:50Meine Beziehung zur Frau von Otto ist rein offizieller Natur.
14:54Ach, okay.
14:56Wo ist es noch ein Glas aus Champagner?
14:57Na, Dankeschön.
14:58Das ist ohne die Klappe.
15:00Ah.
15:03Das Projektil hat die rechte Herzkammer durchschlagen.
15:06Der Schusskanal verläuft annähernd bei 90 Grad in beiden Horizontalachsen.
15:12Das heißt, der Mann ist also, sofern er aufrecht gestanden ist, frontal von vorne erschossen worden.
15:17Und das Projektil?
15:19Konnte ich aus einem der hinteren Rippenbögen, in dem es eingedrohen ist, entfernen.
15:237,62 Millimeter, sagt die Schublehrer.
15:26Das ist das Kaliber von einem Jagdgewehr.
15:27Soll ich es gleich in die Ballistik weiterleiten?
15:29Na, danke, sehr freundlich, Frau Doktor.
15:30Aber das mache ich selber.
15:32Ich habe Ihnen noch ein paar Fragen an die Kollegen.
15:33Und welche Art?
15:35Zum Beispiel, ob sich die Schussrichtung rekonstruieren lässt.
15:38Hm.
15:39Danke.
15:44Unser musikalischer Direktor von der Akademie, Professor Rathke, ist in der Reha.
15:48Und Frau Dr. Merseburg ist überraschend in den Vorruhestand getreten.
15:51Ja, für beide haben wir noch keinen Ersatz.
15:53Dass die Jury aber mehr als mau besetzt, da brauchen wir schon noch Leute.
15:57Ja, schon, aber woher nehmen?
15:59Was ist mit Ihnen beiden?
16:01Na, na, um Gottes Willen, Frau Hofer und ich, wir sind reine Verwaltungsmenschen.
16:05Aber Sie verwalten ja nicht einen Kegelverein oder einen Fußballclub.
16:08Sie werden schon Ihren Bezug zur Materie haben.
16:10Ach, ich glaube, Sie überschätzen uns da ein wenig.
16:15Ihr Understatement in Ehren.
16:16Aber für den Beisitz bei der Prüfung sollten Ihre musikalischen Kenntnisse genügen.
16:20So, die Herrschaften haben gewählt.
16:22Mhm.
16:23Für mich die Safranocke, Nockent, ist sie eine Art?
16:27Den Seeteufel.
16:28Ja, für mich auch, bitte.
16:30Und zweimal Seeteufel.
16:31Allerdings mit kandierten Paprika statt gelierten Tomaten.
16:34Und das Ganze aber nicht auf Lauchgemüse, sondern auf Blattspinat mit einem Hauchthymiansalz.
16:40Aber beim Seeteufel bleibt's.
16:43Das hätte ich Ihnen dann schon gesagt.
16:44Ja, dann...
16:52Ah, Herr Kommissar.
16:53Grüß Sie, na gut.
16:54Tag.
16:54Man hat uns angerufen, wegen unserer Gewehr.
16:56Richtig, ja.
16:57Geil, ist doch nicht draus geschossen worden.
16:59Sonst würden Sie nicht so frei rumlaufen, ne?
17:00Ah, ja.
17:01Wo sind Sie denn?
17:02Die bekommen Sie unten in der Ausgabe.
17:04Sie brauchen bloß Ihre Ausweise vorzeigen.
17:05Schönen Tag noch.
17:07Ausweise?
17:08Herr Kommissar, heißt das, dass man die persönlich im Morgen selber abholen muss?
17:12Weil der Bichler noch eine Druckerei zu tun hat.
17:14Ah.
17:15Ja, dann richten Sie den Kollegen schöne Grüße von mir aus, dann geht das schon in Ordnung.
17:19Dankeschön, Herr Kommissar.
17:20Nein, ich führe.
17:20Viel Spaß bei Ihrem nächsten Jagdausflug.
17:23Aber bitte ohne Leiche.
17:24Ohne Leiche, ja genau.
17:25Nein, wir jagen ja sowieso in letzter Zeit öfter, als uns lieb ist.
17:29Warum?
17:29Na, Kurzarbeit.
17:30Bichler, sein Geschäft läuft halt leider nicht so gut.
17:32Und das trifft halt auch unsere Angestellte.
17:34Druckerei?
17:34Nein, wir drucken ja vorwiegend Werbeprospekte.
17:38Pizzaservice, Boutiquen, Kleinstfirmen.
17:40Und die haben ja serienweise dichtgemacht in letzter Zeit.
17:43Sie haben Aufträge verloren.
17:44Ja, logisch.
17:45Aber mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz wird das schon wieder besser gehen.
17:50Viel Glück.
17:52Ja, gerne auch.
17:53Wiederschauen, Herr Kommissar.
17:54Wiedersehen.
17:58Wachstumsbeschleunigungs...
18:03Was ist denn das für eine Kiste, Frau Stockl?
18:07Das hat gerade die Spusi vorbeigebracht.
18:09Das sind ein paar persönliche Sachen aus dem Haus um Herrn Frank, unserem Opfer.
18:13Ah, danke.
18:17Ist alles echt so?
18:19Fantastisch.
18:21Und bei Ihnen?
18:24Das sind meine Bedauern, muss ich sagen.
18:26Tadellos.
18:27Ah ja.
18:33Woher dann das Bedauern?
18:36Ich tadele gern.
18:43Und was haben Sie rausgefunden?
18:45Also da haben wir eine Karte vom Waldstück bei Stephanskirchen.
18:49Da ist der Tatort, da läuft die Leiche.
18:51Laut Frau Dr. Eckstein wissen wir, dass der Frank frontal getroffen worden ist.
18:55Ja, nur wissen wir nicht, wie er gestanden hat und wo er gerade hingeschaut hat.
18:59Ja, und da habe ich mit dem Palästikern gesprochen.
19:02Also der Wucht ist einschlags nach Unterlage der Leiche zufolge.
19:05Die müsste der Schuss aus einem Halbkreis Nord-Ost-Süd-West gekommen sein.
19:11Hm, das sind jetzt die 180 Grad, in denen die Spuren des Schützen zu finden wären.
19:16Genau.
19:17Moin?
19:18Moin.
19:19Ja.
19:20Ja, da ist er ja.
19:21Gerade haben wir von dir gesprochen.
19:22Das ist aber nett von euch.
19:24Folgendes.
19:25Ich habe jetzt sämtliche Jäger überprüft, die eine Jagdlizenz für das besagte Revier haben.
19:31Drei davon waren zur Tatzeit im Wald.
19:34Aber von denen hat er ihm keiner erschossen.
19:36Warum nicht?
19:37Ja, er fühlt sich weit weg von der Lichtung.
19:39Und dafür gibt es noch Zeug.
19:41Tja, dann müssen wir uns ein Mörderwandel suchen.
19:44Das habe ich mir auch gedacht.
19:45Und deswegen habe ich mit den Nachbarn von Frank geredet.
19:49Wegen ein Golling.
19:50Golling und der Frank, die sind ja miteinander im Clinch gelegen.
19:53Und was soll ich euch sagen?
19:55Ja, was rausgekommen ist, bitte.
19:57Der Golling, das ist ganz ein komischer Kauz.
19:59Der hat dem Frank richtig nachgestellt.
20:02Sogar wie der seine Brunftschreie schon im Wald drinnen geübt hat.
20:05Wie das?
20:06Die Brunftschreie, die sind ja also je nach Windlage, sind die ja trotzdem zu den Häusern durchgedrungen.
20:13Und so auch heute Morgen.
20:15Und laut zwei übereinstimmenden Zeugenaussagen von zwei Zeugen, hat sich der Golling auf den Rand gesetzt und ist im Wald
20:21rein.
20:22Und der war so richtig schön geladen.
20:24Sehr gut, Möhe.
20:26Herr Moor, wir haben einen neuen Auftrag für Sie.
20:29Besorgen Sie sich ja von der Bereitschaftspolizei eine Hundertschaft und durchsuchen Sie den Wald hier nach Spuren des Todesschützen.
20:35Ja, ist echt.
20:38Eine Hundertschaft?
20:39Ja.
20:40Ja, die Ordnung.
20:41Ja, aber sein muss, muss sein.
20:42Scheit, dass du was findest, dann kann auch die Ordnung nicht meckern.
20:45Und Herr Moor, wir stehen hinter Ihnen.
20:47Keine Angst.
20:53Und fahren Sie mit zum Golling.
20:54Ich fahr mit, wenn Sie sich vorher diese Fotothümer anschauen.
21:00Hier.
21:02Und hier.
21:03Ah, die Frau B. haben und der Herr Frank, unser Toter.
21:06Und was gedenken Sie zu tun?
21:07Ich glaub, dass ich meinen Spiegel anrufe.
21:10Den von der Bank?
21:11Genau den.
21:14So.
21:15Bitte schön, Herr Achti.
21:16Noch einen Tisch, Justiz?
21:18Oh, nein, danke.
21:19Ich für meinen Teil, ich muss sofort ins Büro zurück.
21:22Ja, ich bin auch schon längst überfällig auf dem Hof.
21:25Ja, dann...
21:26Bleib nur ich.
21:27Sofern Sie mir Gesellschaft leisten.
21:29Klar.
21:30Sowieso.
21:31Ja, aber wir sehen uns dann nachher in meinem Büro.
21:34Bis später.
21:36Und wir sehen uns morgen?
21:37Äh, so ist es.
21:38Wiederschön.
21:39Wiederschön.
21:40Ferti.
21:42Servus.
21:44Wieso bleibt denn die jetzt da noch da?
21:46Hm, vielleicht, dass sie nur ein bisschen tadeln will?
21:49Hm, wundern, dass mir das nicht so taff wie die ist.
21:52Da können wir uns sowieso auf was gefasst machen, wenn die spitzkriegt, was wir zwei
21:55für Pfeifen sind.
21:58Musikalisch gesehen.
21:59Nee, darf halt nicht passieren.
22:02Und wie wollen wir das verhindern?
22:03Indem wir ihr ein schönes Duett zwitschern?
22:06Das ist eine gute Idee, dann sind wir es gleich los.
22:09Naja, wir müssen schauen, dass wir uns ein bisschen in die Materie einarbeiten.
22:12Ach so, auf die Schnelle, das klappt nie, die ist ein Profi.
22:15Das sehe ich uns jetzt schon auf.
22:17Jetzt malen Sie nicht den Teufel an die Wand.
22:19Müssen wir uns ein bisschen durchlavieren, das schaffen wir schon.
22:25Servus, Bernd.
22:27Danke für den Rückruf.
22:28Gehen wir in Rosenbrau auf ein Bier?
22:31Ja, ich hab noch einen anderen Grund.
22:33Pass auf, kennst du dich immer bei der D&S-Bank in Rosenheim?
22:36Für die auch, Leute.
22:37Super.
22:38Ich brauche etwas über die internen Kollegenverhältnisse.
22:41Affinitäten, Animositäten und das ganze Zeit.
22:44Ja, danke dir.
22:45Ruf mich zurück, gell?
22:46Bitte.
22:49Muss das sein?
22:50Ja und, das wissen Sie doch, dass ich heute Morgen in den Wald geradet bin.
22:54Dank so, ich wissen ja auch in welcher Stimmung.
22:56Die waren aufgebracht, so wie sie es jetzt sind.
22:58Und, ist das ein Wunder?
22:59Wissen Sie, wie dieses Geblär an meine Nerven gezerrt hat?
23:03Wissen Sie, wie es ist, wenn man geräuschempfindlich ist?
23:05Und wenn man sich vor lauter Arbeit nicht mehr hinaussieht?
23:08Das kann man schon vorstellen, dass man da ausrastet und dem Ganzen ein Ende bereiten will.
23:12Haben die Nachbarn auch gesehen, dass ich mir ein Gewehr auf den Rücken geschnallt habe,
23:16von der ich im Wald ausgeradet bin?
23:17Ach kommen Sie, vielleicht haben Sie irgendwo ein Gewehr versteckt.
23:19Ich habe den Frank nicht umgebracht.
23:22Ich wollte ihn zur Vernunft bringen.
23:24Wie ich dann auf der Lichtung angekommen bin, war er bereits tot.
23:27Was nicht ausschließt, dass Sie zuvor auf ihn geschossen haben.
23:30Und da hat mein Kollege ausnahmsweise recht.
23:34Finden Sie erst einmal das Gewehr, mit dem ich geschossen habe, sollten aber immer weiter.
23:37Machen wir.
23:38Und dann reden wir.
23:41Dann könnte man quasi sagen, dass Sie die Spreu vom Weizen trennen.
23:45Das erledigen die Kandidaten in der Regel selbst.
23:47Ich führe nur das Protokoll.
23:49Bin ich froh, dass ich kein Musikstudent bin?
23:51Das entzieht sich nicht meiner Beurteilung.
23:53Dann muss ich mich also anstrengen.
23:56Das kann nie schaden.
23:59So, jetzt muss ich ins Präsidium.
24:02Ja.
24:04Bringen Sie mich hin?
24:05Ja, haben Sie keinen Wagen?
24:08Ich habe noch nicht mal einen Führerschein.
24:10Ach so.
24:12Ja, das ist jetzt ein bisschen...
24:13Ich kann das jetzt hier schlecht weg.
24:15Ich hingegen muss?
24:17Ja, dann.
24:18So, jetzt tut es immer schön wachsen, gell?
24:21Damit die groß und saftig wird.
24:24Frau Stöckel, reden Sie mal wieder mit Ihren Pflanzen?
24:27Die danken einem das wenigstens.
24:29Sagen Sie, die Herren sind mal wieder ausgeflogen?
24:31Die Herren haben sich gedacht.
24:33Heut ist wieder schönes Wetter.
24:35Ermitteln wir heute mal im Freien.
24:37Na toll.
24:38Sollten die beiden hier heute noch mal auftauchen,
24:41dann richten Sie ihn doch bitte aus,
24:42dass Sie Ihre Abrechnungen in Zukunft auch unterschreiben möchten.
24:45Schönen Gruß an Ihre Blumen.
24:47Das richte ich aus, Frau Ortmann.
24:52Grüße.
24:58Was machten die am Joe's Heim-Auto?
25:01Wenn Sie mal einen Führerschein haben,
25:02dann kutschen Sie mir halt durch die Gegend.
25:05Wozu brauche ich einen Führerschein?
25:07Übrigens, ich heiße Ariane.
25:09Ciao.
25:10Ich weiß.
25:11Was machst du heute Abend?
25:14Times Square.
25:16Vielleicht schaue ich auf einen Sprung vorbei.
25:17Ich gebe dir auf alle Fälle mal meine Nummer.
25:20Ja.
25:22Danke.
25:24Servus.
25:28Unglaublich.
25:31Das darf doch wohl nicht wahr sein.
25:32Was darf nicht wahr sein?
25:34Der Joe?
25:37Kripo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
25:41Herr Lommeyer.
25:42Ja, das Problem kenne ich.
25:44Der Herr Hofer geht öfters mal nicht an sein Handy.
25:47Der Herr Hofer ist Spitzel von der Bank.
25:49Ja, legen Sie es mir bitte rüber.
25:51Ich stelle Sie durch, gell?
25:52Wieder hören.
25:54Was ist denn jetzt mit dem Joe?
25:56Der 80er hat eine neue Freundin und der Joe spannt es ihm aus.
26:02Ah ja.
26:04Da ist er her.
26:05Ja, sehr gut, Bär.
26:06Dank dir, gell?
26:08Ja, freilich gehen wir ein Bier trinken.
26:11Heute ist es ein bisschen schlecht.
26:12Weißt du was?
26:13Ich rufe dich an, gell?
26:14Also, für dich.
26:15Herr Moor.
26:17Schön war's im Finsternwald.
26:18Schön war's im Finsternwald.
26:20Und die Tatwaffe haben wir auch.
26:22Sehr gut, Mö.
26:22In einem hohlen Baum war's versteckt.
26:25Ganz in der Nähe von der Lichtung.
26:26Der Bericht von der Ballistik ist eindeutig.
26:29Haben wir Fingerabdrücke?
26:31Ja, äh, nein.
26:33Lässt sich aus der Herkunft der Tatwaffe irgendwas ableiten?
26:36Es ist ja so.
26:38An und für sich ist sie nagelneu.
26:40Aber die Seriennummer ist herausgefräst.
26:43Und jetzt kann man nicht mehr zurückverfolgen,
26:45wo es eigentlich kackt worden ist.
26:47Da hat ja einer an alles gedacht.
26:50Gibt's am Standort des Schützen irgendwelche Spuren?
26:52Ja, es gibt ja so zertretenes Laub,
26:55also spusetechnisch vollkommen unergiebig.
26:58Na, sehr schön, Michi.
26:59Weißt du was, dann darfst du jetzt der Verordner gehen
27:01und ihr von der Hundertschaft und den Kosten erzählen.
27:04Ehe!
27:04Na, freilich du.
27:05Hat sich doch rentiert.
27:07Und Herr Moor, wie gesagt, wir stehen hinter ihm.
27:08Und das Gewehr haben wir auch gefunden.
27:11Dann ist recht.
27:12Theoretisch hätte der Gollin die Möglichkeit gehabt,
27:14dass er den Schuss auf den Herrn Frank abgibt.
27:17Ja, und jeder andere auch,
27:18der zur Tatzeit in der Nähe der Lichtung war.
27:20Auch Pichler oder Seitz.
27:22Nur, dass die kein Motiv haben.
27:25Na, vielleicht sollten wir auch ganz woanders suchen.
27:27Der Lohmeier-Meißspiel von der Bank,
27:30der hat mit dem Filialleiter von der D&S-Bank geliefert.
27:33Also auf jeden Fall hat der Andreas Frank
27:36mit der Eva Behram in den letzten Tagen
27:38einen heftigen Streit gehabt.
27:39Worüber?
27:40Das weiß er nicht, der Filialleiter.
27:42Er hat zwar den Andreas Frank darauf angesprochen,
27:45der hat gemeint,
27:45das sei eine Sache zwischen ihm und der Frau Behram.
27:47Dann müsste sie uns ja etwas dazu sagen können.
27:50Allerdings.
27:53Mei, Streit.
27:55Das war ja so eine Grundtemperatur.
27:57Und ab und zu ist es halt ein bisschen hochgekocht.
27:59Na, was ist da hochgekocht?
28:01Wissen Sie, ich finde das halt nicht so schlimm,
28:03wenn man mal ein bisschen spart kommt.
28:05Aber der Herr Frank, der ist ein Pedant.
28:08Meistens habe ich seine Tiraden einfach geschluckt,
28:10aber manchmal habe ich heute dagegen gehalten.
28:13Und dann ist es halt explodiert.
28:15Und darüber klingt der Streit?
28:17Ja.
28:18Frau Behram, auf dem Foto
28:21schauen Sie beide aber sehr vertraut miteinander aus.
28:24Mal gerade raus.
28:25Haben Sie Verhältnisse mit ihm gehabt?
28:28Ja.
28:29Aber der Kars ist bissen.
28:31Bitte was?
28:32Schnee von gestern.
28:34Ah.
28:34Ja, oder auch nicht.
28:35Vielleicht ging es bei ihrem Streit ja um Beziehungsangelegenheiten.
28:39Na, sicher nicht.
28:41Die Zeiten sind definitiv vorbei.
28:43Ach so.
28:44Seit wann denn?
28:46Zwei Monate.
28:48Frau Behram, wo waren Sie heute Morgen gegen 8 Uhr?
28:52So, Herrin, in der Bank.
28:54Kann das jemand bezeugen?
28:55Ja, die Frau Sticker und die Frau Jan.
28:59Ganz was anderes, Frau Behram.
29:01Über die Transaktionen, mit denen der Herr Frank in der letzten Zeit zu tun gehabt hat,
29:05muss der Hund erlang gehen.
29:07Ja, sicher.
29:08In seinem Büro.
29:09Bitte.
29:10Bitte.
29:12Bitte.
29:19Sie können sich Ihr Lächeln ruhig aus den Wangen massieren.
29:22Den armen Herrn Mohr ohne Genehmigung von oben eine Hundertschaft bestellen zu lassen.
29:26Also mein Lächeln behalte ich mit Verlaub.
29:28Außerdem war es notwendig und von Erfolg gekrönt.
29:31Ihr Glück, dass die die Tatwaffe gefunden haben.
29:33Allerdings.
29:33Na, sehen Sie.
29:34Frau Ortmann, wir bräuchten wieder mal Ihre Hilfe.
29:37Ach ja, um was geht's?
29:38Schau, Frau Ortmann, es ist so, in diesem Ortner sind alle Vorgänge abgeheftet,
29:43mit denen unser Mordopfer in den letzten Monaten beschäftigt war.
29:46Ja, das handelt sich um einen Banker von der D&S-Bank.
29:49Ja, jetzt haben wir uns gedacht, dass Sie mit Ihrem fachmännischen Blick und Ihren schönen Augen...
29:53Ja, bevor Sie ins Lob hudeln kommen.
29:56Auf was soll ich achten?
29:57Na ja, auf ungerein Zeiten.
29:58Ich hab ja sonst nichts zu tun.
30:01Danke im Voraus.
30:03Machen Sie doch eine Klamache, Feierabend?
30:04Tja, spät genug wär's ja.
30:06Ach, Herr Hansen, und falls Sie ins Times Square gehen, grüßen Sie mal den Joe, den alten Herr Lodry.
30:11Das wissen Sie gar nicht, gell, Herr Hofer?
30:12Ja, der Joe hat mit dem 80er seiner neuen Freundin angebandelt.
30:17Ich hab gar nicht gewusst, dass der eine Freundin hat.
30:18Geschweige denn eine neue.
30:20Tja, oft weiß man vor der Haustür besser Bescheid als in den eigenen vier Wänden.
30:24Schönen Feierabend.
30:25Ja, hauptsächlich Sie weiß Bescheid.
30:28Zum Wohle.
30:29Danke.
30:30Hast Sie die Stockl, die mir zusammenfantasiert?
30:32Der 80er hat gar nichts mit dir.
30:34Und was ist das für eine Dame?
30:37Ariane Horst, Musikhistorikerin.
30:40Die wär's noch ein kleines Ecken, wenn's kommt.
30:41Hm.
30:46Ganz gut, ciao, hallo.
30:49Ariane?
30:50Ja.
30:53Aha.
30:55Dann kommst du doch nicht.
30:57Schade.
30:59Na ja, ich kann halt hier nicht weg.
31:03Na ja, wenn nicht so viel los ist, dann kann ich vielleicht ein bisschen früher dazusperren.
31:10Ich probier's.
31:12Servus.
31:14Hallo.
31:15Läuft aber nicht ganz so super an, oder?
31:17Hm?
31:18Doch, doch.
31:19Sie geht halt noch.
31:20Sie muss noch auf eine Party.
31:22Ach so.
31:23Und vielleicht schau ich später noch hin.
31:24Auf dein Wohl, Joe.
31:32Der 80er und die von Otto, Schmarrn.
31:35Sagt die Stockl.
31:36Ach, das kann man nicht vorstellen.
31:38Und der Joe soll auch was mit ihr haben.
31:41Das kann ich mir schon eher vorstellen.
31:43Dass sie dem Joe gefällt, das ist der Blinder, aber umgekehrt.
31:46Na ja, man steckt nicht drin, gell?
31:48Jedenfalls mein ich, würde er sich an der sauber die Zähne ausbeißen.
31:52Mhm.
31:53Spielt euch der 80er dafür Rolle?
31:55Ach.
31:56Überhaupt nicht.
31:57Da liegt die Stockl voll daneben.
31:59Nein, die Stockl halt.
32:02Hofer.
32:03Ja, Ortmann hier.
32:04Guten Morgen, Herr Hofer.
32:05Ich war gerade in Ihrem Büro.
32:06Und da war keiner da.
32:07Das wäre ja nichts Neues.
32:09Ich habe mir den Ordner der D&S-Bank durchgesehen.
32:13Haben Sie etwas Auffälliges entdeckt?
32:14Ja, Herr Frank hat einen Kreditvertrag gegengezeichnet,
32:18den eine gewisse Eva Beham einem Kunden gewährt hat.
32:23Zum Zeitpunkt der Unterschrift war Herr Frank aber laut seinem Urlaubsantrag,
32:26der auch hier abgeheftet ist, übrigens sehr vorbildlich.
32:30Wäre schön, wenn bei uns ähnliche Disziplinen herrschen würde.
32:33Jedenfalls müsste Herr Frank zum Zeitpunkt der Unterschrift im Urlaub gewesen sein.
32:37Das ist komisch.
32:38Wer war denn der Bankkunde?
32:40Das ist ein Geschäftskredit auf die Druckerei Kurt Pichler.
32:44Pichler?
32:45Frau Ortmann, Sie...
32:47Jetzt hätte ich fast gesagt, Sie sind ein Schatz.
32:49Na, Gott sei Dank haben Sie es unterlassen.
32:51Nachdem wir noch mal Glück gehabt haben,
32:52sind Sie gut und legen Sie mir den Vertrag auf den Schreibtisch.
32:56Sie wollen doch nicht wirklich heute noch mal ins Büro kommen.
32:59Doch, ausnahmsweise.
33:00Aber nur wegen Ihnen.
33:03Und?
33:05Alles bestens.
33:07Ich war gestern auf der Party.
33:09Das ist ein bisschen länger gegangen.
33:12Und? Hast du wieder mal deine Traumfrau gefunden?
33:14Nein.
33:15Das ist das mal was ganz was anderes.
33:19Die Frau, die ist mehr als ein Traum.
33:23Die ist real.
33:25Dagegen waren alle anderen so was wie Vorstufen.
33:28Proben aufs Exempel, verstehst du?
33:30Ja, ja.
33:31Das ist nicht so ein dummes Mädel,
33:33die einfach in den Augen erlebt.
33:35Nein, nein.
33:36Die Ariane, die weiß, was sie will.
33:40Gehst du mal?
33:46Da ruft dich jemand von dir zu Hause aus an.
33:48Ach.
33:49Ich verbinde.
33:51Guten Morgen, meine Liebe.
33:53Alles schon fertig.
33:56Kaffee, ofenfrische Croissants.
33:58Ach so.
34:00Nein, nein, das treibe ich schon auf.
34:02Und eine Mango.
34:05Alles klar, meine Liebe. Bis gleich.
34:07Eine Frau, die weiß, was sie will. Mango zum Frühstück.
34:10Du, ich muss noch mal schnell zum Markt fahr.
34:14Passt du mal kurz auf, falls von die Gäste einer was braucht.
34:17Du, ich muss dann auch los.
34:19Dauert nicht lang.
34:22Ein Espresso, bitte.
34:24Gerne.
34:29Herr Hofer, Sie auch noch. Was gibt's denn?
34:31Ah ja.
34:33Trusant.
34:34Gut, dann nehme ich mir inzwischen den Pichler vor.
34:37Das heißt, sobald ich hier weg kann.
34:39Times Square.
34:40Nein, so vertreten. Erkläre ich Ihnen später, ja?
34:43Wiederhören.
34:43Magst du noch einen?
34:46Sieht gut aus.
34:48Grüß Gott, Frau Beham.
34:51Dieser Kreditvertrag mit Herrn Pichler ist von Herrn Frank unterschrieben.
34:54Ja, das ist Vorschrift.
34:57Wie kann das aber sein, wenn der Herr Frank zum Zeitpunkt der Unterschrift im Urlaub war?
35:03Der Herr Frank hat mir Blankunterschriften durchlassen, damit ich in seiner Abwesenheit ein gewisses Maß an Freiheit bei der Kreditvergabe
35:13habe.
35:14Dann müssten ja noch ein paar dieser Blankunterschriften vorhanden sein.
35:18Ähm.
35:20Sehen Sie aber leider nicht, gell? Ich glaube, dass diese Blankunterschriften überhaupt nie existiert haben.
35:25Doch.
35:26Die Frage ist, ob die Unterschrift auf den Vertrag überhaupt vom Herrn Frank ist.
35:30Wissen Sie was?
35:31Ich gebe das Ganze einem Grafologen, der kann mir in halb kürzester Zeit sagen, ob die Unterschrift eine Fälschung ist
35:35oder nicht.
35:37Das stimmt schon.
35:38Ich habe die Unterschrift gefälscht.
35:40Und warum?
35:41Mein, mir hat der Kunde leid, doch.
35:43Der hat den Kredit drängend zur Überbrückung gebraucht.
35:45Der hätte sonst Insolvenz anmelden müssen.
35:47Das ist ja rührend, wie Sie sich um Ihre Kunden kümmern, Frau B. haben.
35:51Sogar Unterschriften fälschen.
35:53Weil Sie wissen doch, was das für Konsequenzen hat.
35:55Sie halten sich zu unserer Verfügung, ne?
35:58Haben Sie das verstanden?
35:59Ja.
36:00Dann ist es ja gut.
36:01Bitte stand.
36:06Sehr gut, Herr Hofer.
36:07Ja, ich bin gerade angekommen.
36:09Bis gleich, ja?
36:10Bitte hören.
36:13Doch, Herr Pichler.
36:15Tag.
36:16Ich habe gerade etwas sehr Interessantes erfahren.
36:18Sie haben ausgerechnet bei der Bank, bei der auch Herr Frank gearbeitet hat, einen, na ja, größeren Kreditlaufen.
36:25Komischer Zufall.
36:26Allerdings, ne?
36:27Komisch ist auch, dass Sie in einem Wald auf einer Lichtung das erste Mal gesehen haben, Brunin.
36:32Es ist aber so.
36:33Bei der Bank habe ich ausschließlich mit deiner Frau B. haben zu tun.
36:37In welcher Beziehung stehen Sie zu Frau B. haben?
36:40Sie betreut mich bei der Bank, wo ich Kunde bin.
36:42Das alles?
36:43Die Frau hat sich für sich strafbar gemacht.
36:46Davon weiß ich nix.
36:48Na gut, Herr Pichler.
36:49Das war's vorerst.
36:50Aber Sie halten sich zur Verfügung.
37:13Das sind die Fotos von der Tatwaffe.
37:16Wie wir bereits wissen, wurde die Seriennummer herausgefräst.
37:20Aber der Rosenberger vom ersten Stock, das ist übrigens ein Cousin von dem berühmten...
37:25Michael.
37:26Ja, der Rosenberger vom ersten Stock hat noch etwas anderes herausgefunden.
37:30Und zwar, ganz unten am Griff ist ganz klein ein Emblem eingraviert.
37:38JFK.
37:39JFK.
37:40John F. Kennedy.
37:41Johannes Hux, Kufstein.
37:43Wieso Kufstein?
37:44Das ist gar nicht eine berühmte Waffenhandlung in Kufstein.
37:47Ich habe die Fotos dem Inhaber gemailt und er hat die Waffe sofort identifiziert.
37:51Letzte Woche ist gekauft worden.
37:53Jetzt müssen wir nur wissen, von wem.
37:54Dann brauchen wir den Verkäufer für eine Gegenüberstellung.
37:57Der Verkäufer Kone, der muss verkaufen.
37:59Wir könnten ihm die Fotos mailen.
38:00Von Pichler, Colin.
38:02Seid.
38:02Auch.
38:03Ja, der könnte ihm die Waffe theoretisch auch besorgt haben.
38:05Freilich.
38:05Das ist doch ganz einfach.
38:08Der Pichler ist schon da.
38:09Und wir bestellen jetzt...
38:13Ich bestelle jetzt die anderen dazu zum Fotografieren.
38:16Also wenn es flutscht, dann flutscht es.
38:17Tja.
38:18Gme ich.
38:25Gut, danke, Herr Salz.
38:26Bitte schön.
38:27Aber zu was war das jetzt gut?
38:29Zur Wahrheitsfindung.
38:30Ah ja.
38:32Ja, kann ich dann wieder?
38:33Eine Frage hätte man noch.
38:35Die Frau Eva Beham von der D&S-Bank.
38:37Kennen Sie die auch?
38:38Beham?
38:38Beham, ja.
38:40Nein.
38:41Nein.
38:41Nein, die kenne ich nicht.
38:43Wobei, meine Chefin, die hat einmal so geheißen, bevor sie einen Pichler geheiratet hat.
38:48Na, da schön, Herr.
38:49Danke, Herr Salz.
38:50Bitte schön.
38:51Wiederschauen, Herr.
38:52Für den.
38:52Wiedersehen.
38:54Dann sind Eva Beham und die Frau von Pichler Schwestern.
38:57Na, dann hat die Frau Beham mit dem Kredit ihr Schwager begünstigt.
39:00Ja.
39:01Na, da schön.
39:03Vicky, der E-Mail ist da.
39:05Ach, super.
39:10Herr Stock, ich schleiche dich.
39:11Hey.
39:13Sehr geehrter Herr Moer, danke für die Fotos, aber von denen war es keiner.
39:18Ich vergaß wohl zu erwähnen, dass es sich um eine Frau gehandelt hätte.
39:22Eine blonde Frau.
39:25Die Beham, aber die hat doch ein Alibi.
39:28Aber nur für den Mord.
39:30Stock, jetzt bin ich gespannt, was die Häuptlinge dazu sagen.
39:33Frau Beham, eine blonde Frau hat am Donnerstag vergangener Woche dieses Gewehr im Waffengeschäft
39:41und hat Fuchs in den Kufstein gekauft.
39:47Frau Beham, wir können auch gerne eine Gegenüberstellung fahren lassen.
39:51Ja, das stimmt schon.
39:55Ich habe da eine Quarkhaft.
39:58Diesem Gewehr ist Andreas Frank gestern Morgen erschossen worden.
40:02Der Verdacht liegt nahe, dass Sie das waren.
40:04Schwer was dagegen zu sagen.
40:06Es reicht, wenn Sie es zugeben.
40:08Ja, ich gebe es zu.
40:10Spielt bei dem Motiv, der Kredit, den Ihnen die Frau Beham gewährt hat, eine Rolle?
40:20Ich habe den Urlaub vom Herrn Frank ausgenutzt, um meinem Schwager, dem Kurt Pichler, den Kredit zu geben.
40:29Haben Sie gedacht, dass Herr Frank das nicht merkt?
40:31Das hätte schon gut gehen können, wenn er rechtzeitig die Tilgung und die Zinsen zurückzahlt hätte.
40:37Aber so?
40:40So hat es der Herr Frank natürlich gemerkt, die Begünstigung und die Fälschung von der Unterschrift.
40:45Und dann hat er gewollt, dass ich den Vertrag rückgängig mache und der Kurt das Geld zurückzahlt.
40:49Sind Sie, hat er Sie angezeigt?
40:50Ja, bei der Bankzentrale und bei der Polizei.
40:55Ich habe an den hingeredet, aber da war nichts drin.
41:01Zurückzahlen war ja gar nicht möglich.
41:03Ich habe ja schon Gehälter bezahlt und die Hälfte von meinen Geschäftsschulden.
41:07Da hätte ich ja glaube ich noch einen weiteren Kredit aufnehmen müssen.
41:10Bloß, wer hätte mir denn denn gegeben?
41:13Eine schwierige Situation für Sie beide.
41:17Und so sind Sie beide auf die Idee gekommen, Herrn Frank zu töten.
41:22Geschossen habe ich.
41:24Frau Bär, Herr Pichler, Sie sind vorläufig festgenommen, wegen Instrumentatverdachts Andreas Frank gemeinsamer Morde zu haben.
41:32Katrin, Raphael, abführen.
41:35Frau Bär.
41:40Was machen wir jetzt? Times Square?
41:43Lieber Rosenbräu.
41:45Was ist mit Ihnen los?
41:46Der Joe spart mich in letzter Zeit zu sehr ein und stressig ist er auch so frisch verliebt.
41:50Na, hat die Verstockler also doch recht.
41:54Woop, woop, woop, woop.