- vor 13 Stunden
+++ Rentner verschwindet spurlos - Letzte Spur am
Schillerplatz in Dresden +++ Hoher Schaden bei Autohändler in
Chemnitz - 56 Räder weg +++ 100.000 Euro Schaden - Einbrecher
schlagen bei Werkzeugfirma in Saalfeld zu +++
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TVTranskript
00:02Jetzt in Kripo Live. Zerstörerischer Beutezug in Chemnitz. Kriminelle stehlen 56 Kompletträder.
00:11Beim Abtransport werden sie gefilmt. Sachschaden 150.000 Euro. In diesem und weiteren Fällen bittet die Polizei um ihre Hinweise.
00:31Guten Abend Ihnen. Zu diesem gleich mehrfach ungewöhnlichen Räderdiebstahl in Chemnitz kommen wir gleich.
00:37Zuerst aber nach Dresden. Auch da geht es um Autos und offenbar um blinde Zerstörungswut.
00:43In der Nacht zu Dienstag haben eine oder mehrere bislang unbekannte Personen eine regelrechte Spur der Verwüstung hinterlassen.
00:51In Dresden-Plauen und Dresden-Südvorstadt haben sie die Scheiben von insgesamt 36 geparkten Autos eingeschlagen.
00:58Entwendet wurde aus den Fahrzeugen nichts. Der Sachschaden liegt bei mehreren tausend Euro.
01:03Wer hinter der mutwilligen Zerstörung steckt, das ist bislang unklar.
01:07Die Polizei sucht deshalb Zeuginnen und Zeugen, die etwas beobachtet haben.
01:12Die Tatorte erstrecken sich in Dresden über die Henriette-Heber-Straße, die Hohe-Straße, die Bayreuther-Straße und die Koschützer
01:20-Straße.
01:21Wenn Sie Hinweise geben können, melden Sie sich bitte bei der Kripo Dresden unter der Telefonnummer 0351 483 2233.
01:31Und wir bleiben in Dresden. Dort wird dieser Mann vermisst. Eckhard Günther G., 82 Jahre alt.
01:38Seit April, also seit knapp einem halben Jahr, fehlt von ihm jede Spur.
01:42Polizei und Angehörige suchen nach ihm, bislang ohne Erfolg.
01:46Jetzt hat sich sein Sohn an Kripo Live gewendet, weil er hofft, dass sie helfen können, seinen Vater zu finden.
01:54Eckhard Günther G. Dies sind Fotos aus guten Tagen.
01:58Von Reisen, die der Ingenieur für Datenverarbeitung mit seiner Frau unternommen hat.
02:06Seit einem halben Jahr ist der 82-Jährige spurlos verschwunden.
02:12September 2026. Kripo Live begleitet den Sohn des Vermissten in die Wohnung seines Vaters.
02:19Inzwischen übernachtet Steffen G. hier selbst, wenn er aus dem Ruhrgebiet kommt und in seiner alten Heimat Dresden nach seinem
02:25Papa sucht.
02:28Das Foto, was gezeigt wird, ist hier auf diesem Sofa entstanden, weil er hier viel Zeit zugebracht hat.
02:38Und das Foto mit Vollbart ist deshalb wichtig, weil normalerweise habe ich ihn immer im 14-Tages-Rhythmus rasiert.
02:48Und dann ist der Bart wieder nachgewachsen, dann wieder rasiert.
02:53Und er ist aber in dem Zustand mit Vollbart aus der Wohnung gelaufen und seit dem 8. April nicht mehr
03:01aufgetaucht.
03:03In der Wohnung war Eckhardt Günther G. seit mehreren Jahren allein.
03:07Seine Frau lebte im Pflegeheim und verstarb im Oktober 2025.
03:13Der Sohn musste für seinen inzwischen dementen Vater ein dichtes Hilfsnetz aus Pflegekräften und Nachbarn organisieren.
03:22Er hat immer ganz strikt abgelehnt, in ein Pflegeheim zu gehen.
03:28Und da haben mir dann die Mitbewohner hier im Haus eine Demenz-WG empfohlen, ganz hier in der Nähe, wo
03:35er also untergebracht werden sollte.
03:38Kleine Einheit, 14 Menschen, gute Betreuung.
03:43Sein Zimmer wäre sogar so groß gewesen, dass man die Schrankwand hätte mitnehmen können, wenn man da was Vertrautes hat,
03:49wenn er dort einzieht.
03:52Ja, und kurz vor dem Einzugstermin ist er verschwunden.
03:56Von den Schuhen des Rentners fehlen die alten Filzhausschuhe.
04:01Vermutlich ist er damit einfach losgelaufen, ohne seine Tabletten zu nehmen.
04:06Auch das Bett noch so, wie er es verlassen hat.
04:11Man sieht, er hat sogar seine Jeans nie angezogen, die er sonst immer tagsüber getragen hat.
04:18Er ist also ganz offensichtlich in seiner Jogginghose, in der er nachts immer geschlafen hat, dann losgezogen.
04:28Vermutlich morgens vor 7 Uhr des 8. April hat er seine Wohnung in der Fettschauer Straße in Dresden-Prolis verlassen.
04:35Und ist zur Bushaltestelle Alt-Reig gelaufen.
04:41Der Kommissar, der den Fall bearbeitet, hat mir gesagt, dass er gegen 7.20 Uhr hier am 8. April an
04:48der Haltestelle von einer Frau erkannt wurde,
04:53weil sie offensichtlich auch in unserer Straße wohnt.
04:57Und er muss dann danach, 7.25 Uhr irgendwann, einen Bus genommen haben, der auch hier hält, die Linie 65,
05:07und ist mit diesem Bus dann bis zur Endhaltestelle, Schillerplatz, gefahren.
05:14Überwachungskameraaufnahmen, die das belegen, gibt es nicht.
05:17Nicht, aber offenbar eine Zeugin.
05:20Hier am Schillerplatz wurde er also zum letzten Mal gesehen,
05:24weil er hier aus der Buslinie 65, die hier Endstation hat, ausgestiegen ist
05:32und von der Busfahrerin nochmal erkannt wurde.
05:36Und er ist dann, nachdem er hier aus dem Bus ausgestiegen ist,
05:40ist er dann in die Richtung gelaufen, zum Schillerplatz vor.
05:45Und von da an fällt jede Spur von ihm leider.
05:49Ist Eckhard Günther G. zur Elbe gelaufen?
05:53Zum blauen Wunder?
05:55Oder ist er am Schillerplatz nur umgestiegen,
05:58in eine Straßenbahn der Linie 6 oder 12?
06:01Oder in einen weiteren Bus?
06:05Überall wurde nach Eckhard Günther G. im Frühjahr gesucht,
06:09auch mit Spürhunden und einem Hubschrauber.
06:11Jetzt hofft sein Sohn auf Hinweise der Kripo-Live-Zuschauer,
06:15um das Schicksal seines Vaters endlich zu klären.
06:27Haben Sie Eckhard Günther G. seit dem 8. April gesehen?
06:30Er ist 1,75 Meter groß und schlank.
06:33Als er verschwand, trug er vermutlich seine Filzhausschuhe,
06:36eine Jogginghose und ein schwarzes Basecap.
06:39Und er hatte einen schwarzen Rucksack dabei,
06:41einen Rucksack der Marke Jack Wolfskin.
06:43Eventuell hat den jemand am Schillerplatz in Dresden gefunden.
06:47Hinweise richten Sie bitte an die Polizei in Dresden.
06:50Telefonnummer 0351 483 2233.
06:55Der folgende Fall ist mindestens seltsam.
06:59Und er gibt den Ermittlern Rätsel auf.
07:01In der Nähe von Bad Frankenhausen in Thüringen
07:03wurde ein Feldweg ausgebessert auf 1,5 km.
07:07Allerdings passierte das heimlich.
07:08Und es passierte illegal mit hochgiftigem Material.
07:15Der Küffhäuser-Kreis in Thüringen.
07:19Hier gibt es schöne Landschaften.
07:22Neben Feldern nahezu unberührte Natur.
07:26Bälder, Wiesen, Bachläufe.
07:30Doch auf diesem Weg zwischen Ringleben und Bretleben
07:35befindet sich etwas, was hier überhaupt nicht hingehört.
07:40Asbest.
07:42Im Frühjahr des Jahres 2025
07:44traten Personen an die Stadt Bad Frankenhausen heran,
07:48weil sie festgestellt haben,
07:49dass auf dem Feldweg möglicherweise Giftstoffe eingebracht wurden.
07:52Der Bürgermeister ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht,
07:56was da auf ihn und die Gemeinde zukommt.
07:58Er beauftragt eine Untersuchung des Feldweges.
08:02Auf einer Länge von 1,6 km
08:04wurden an verschiedenen Stellenproben entnommen.
08:07Und das Ergebnis war, dass Asbest mit verbaut wurde.
08:10Die Analysen ergeben,
08:12zwischen 15 und 20 % des hier eingearbeiteten Materials
08:16sind reiner Asbest.
08:18Mit dem Schutt wurden Schlaglöcher und Unebenheiten aufgefüllt.
08:23Derzeit gehen wir davon aus,
08:24dass das Asbest zerkleinert wurde,
08:26wahrscheinlich auch maschinell zerkleinert wurde
08:28und dem Bauschutt untergemischt wurde.
08:30Daraufhin haben wir dann Anzeige gegen Unbekannt erstattet,
08:34dass es sich nicht um eine Ordnungswidrigkeit handelt,
08:36sondern tatsächlich um eine Straftat.
08:38Der Feldweg verläuft zwischen Ringleben und Bretleben.
08:44Angesichts der beträchtlichen Wegstrecke
08:46müssen die Täter mehrere Tage benötigt haben,
08:49um das Material einzuarbeiten und zu planieren.
08:55Wir gehen davon aus,
08:57dass schwere Baumaschinen zum Einsatz kamen.
08:59Wie viele Personen daran beteiligt waren,
09:01ist derzeit auch Gegenstand der Ermittlungen.
09:03Für die Polizei ist klar,
09:05es war keine Nacht- und Nebelaktion.
09:07Der Trick bestand wohl darin,
09:09es wie ganz offizielle Ausbesserungsarbeiten aussehen zu lassen.
09:14Parallel zum Feldweg verläuft der Unstrud-Werra-Radweg.
09:17Radfahrern, aber auch Spaziergängern und Landwirten
09:21bot sich hier vermutlich ein unverdächtiges Bild.
09:27Doch wer könnte ein Interesse haben,
09:30einen Feldweg so aufwendig mit Asbest auszubessern?
09:34Warum hat man den Gefahrstoff
09:36nicht einfach fachgerecht entsorgen lassen?
09:42Das sind wenige 100 Euro, die man dafür ausgibt.
09:45Von daher ist es nicht nachvollziehbar,
09:46wie man hier so einen hohen Aufwand betreiben konnte,
09:48um den Asbest auf so einer großen Länge aufzubringen.
09:52Asbestfasern verrotten nicht.
09:54Werden sie freigesetzt und aufgewirbelt,
09:57besteht beim Einatmen erhebliche Gesundheitsgefahr.
10:02Der krebserregende Baustoff wurde vor seinem Verbot
10:06im Jahr 1993 häufig und sorglos verwendet.
10:11Wer heute ein altes Gebäude abreißt,
10:13hat deshalb nicht selten mit Asbest zu tun.
10:17Eine gefährliche Angelegenheit.
10:21Direkt neben dem mittlerweile gesperrten Feldweg
10:24der Sohlgraben.
10:26Ein Bachlauf, der nach wenigen Kilometern
10:29in die Unstrut fließt.
10:31Wir haben eine einzigartige Flora und Fauna,
10:33auch hier im Esperstädter Ried,
10:35sodass das Landratsamt weiter ermittelt,
10:37inwieweit es schädlich ist für Natur und Umwelt.
10:39Neben dem Schaden für die Umwelt
10:41kommt nun eine enorme Geldsumme auf die Kommune zu.
10:45Die ist nämlich dazu verpflichtet,
10:47den Weg wieder benutzbar zu machen.
10:50Geschätzte Kosten ca. 400.000 Euro.
10:54Das ist eine enorme Summe als Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern.
10:59Wir werden Maßnahmen streichen müssen,
11:02investive Maßnahmen,
11:03weil wir jetzt die 400.000 Euro
11:04auch nicht zusätzlich in der Rücklage haben.
11:07Das ist eh schon hauseitärisch schwierig,
11:08sodass Maßnahmen definitiv gestrichen werden.
11:11Wer hat hier diese illegale,
11:14gesundheitsgefährdende Entsorgung von Asbest durchgeführt?
11:17Die Stadt Bad Frankenhausen hat für Hinweise,
11:20die zur Ergreifung der Täter führen,
11:22eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgelobt.
11:32Unglaublicher Fall.
11:33Wer hat im Frühjahr vergangenen Jahres
11:35Arbeiten auf dem Feldweg zwischen Ringleben und Bredleben beobachtet,
11:39die mit dem Asbest in Verbindung stehen könnten?
11:41Vielleicht haben Landwirte, Wanderer oder Radfahrer dort etwas wahrgenommen,
11:45sich aber nichts dabei gedacht.
11:47Der Unstrut-Werra-Radweg, hier grün, verläuft ein gutes Stück
11:51direkt neben dem Feldweg, der hier rot eingezeichnet ist.
11:54Wer außerdem weiß,
11:56wie das asbesthaltige Material dorthin gelangt ist,
11:59kann für die Ermittler ein wichtiger Hinweisgeber sein.
12:02Also melden Sie sich bitte bei der Kripo Nordhausen
12:04unter der Telefonnummer 036 31960.
12:08Und jetzt weitere Fälle,
12:10in denen die Polizei um ihre Hinweise bittet.
12:12Kripo Live Kompakt.
12:17Zittau.
12:19Buntmetalldiebe haben an der Bahnstrecke Bischofswerda-Zittau
12:23an 2 Stellen Kabel abgeschnitten.
12:25Insgesamt handelt es sich um fast 400 m Kupferkabel.
12:31Der Zugverkehr auf der Strecke ist daraufhin über Tage lahmgelegt.
12:37Am 12. September 2026 entdeckt die Polizei in Zittau
12:41die Kabel, die zum Abtransport bereitgelegt sind.
12:452 Tage später dann ein weiterer Fund
12:47zwischen Mittelherwigsdorf und Niederodawitz.
12:50Der Schaden wird auf 20.000 Euro geschätzt.
12:54Wenn Sie Hinweise zu den Taten geben können,
12:57dann informieren Sie bitte die Bundespolizei in Ebersbach
13:00unter der Telefonnummer 03586 760 20.
13:09Gera.
13:11Am Morgen des 5. Februar 2026 wird einer 81-jährigen Frau
13:16beim Einkaufen das Portemonnaie mitsamt Geldkarte gestohlen.
13:21Dieser Mann hebt damit 2 Tage später an einem Automaten in Weida
13:252000 Euro vom Konto der Frau ab.
13:29Wenn Sie den Täter erkennen, richten Sie bitte Ihre Hinweise
13:34an die Polizei Greiz unter der Telefonnummer 03661 621 0.
13:44Und auch die Polizei in Saalfeld bittet Sie um Unterstützung.
13:48Es geht um einen schweren Verkehrsunfall,
13:50bei dem ein Mensch ums Leben kam.
13:52Der Unfall ereignete sich am Sonntag, den 6. September,
13:56in Bad Blankenburg in Thüringen.
13:58Gegen 10.15 Uhr näherte sich ein Fahrzeug
14:01dem Fußgängerüberweg auf Höhe der Bahnhofstraße 18.
14:05Dort erfasste es einen Mann,
14:06der mit seinem Fahrrad unterwegs war und überrollte ihn.
14:09Der 59-Jährige wurde dabei so schwer verletzt,
14:12dass er noch am Unfallort starb.
14:14Die Polizei sucht nun dringend Zeugen,
14:16darunter die Insassen eines Autos,
14:18das zum Unfallzeitpunkt dort unterwegs,
14:20aber am Unfall selbst nicht beteiligt war.
14:22Wenn Sie Hinweise geben können,
14:24dann melden Sie sich bitte bei der Polizei in Saalfeld
14:26unter der Telefonnummer 036 71 560.
14:32Unser nächster Fall bringt uns nach Chemnitz.
14:34Dort schlagen die Beende August mitten in der Nacht zu
14:37auf dem Gelände eines Autohauses.
14:39Sie gehen dabei absolut ungewöhnlich vor
14:42und richten enormen Schaden an.
14:46Die Nacht zum 23. August 2026.
14:50Ein Sonntag.
14:52Kurz nach 0 Uhr fährt ein Ford Fokus
14:54auf das Gelände einer BMW-Niederlassung in Chemnitz.
14:59Kurze Zeit später verlässt der Pkw das Autohaus wieder.
15:04Was steckt dahinter?
15:07Zwei Stunden später.
15:09Jetzt fährt ein weißer Ford Transit auf dasselbe Gelände.
15:13Er wird am Ende Beute im Wert von mehr als 70.000 Euro abtransportieren.
15:20Was genau ist passiert?
15:23Kriminelle verschaffen sich zunächst Zugang
15:26zu dieser BMW-Gebrauchtwagen-Niederlassung in Chemnitz-Rösdorf.
15:29Sie haben es auf wertvolle Beute abgesehen.
15:34Die Kompletträder der Autos.
15:36Das Vorgehen der Täter ist durchaus ungewöhnlich.
15:39Nach unserer Erkenntnis sind einige der Täter
15:42im Gewerbegebiet unterwegs gewesen,
15:44haben dort eine Euro-Palette vorgefunden.
15:47Auf dieser Euro-Palette waren mehrere Pflastersteine,
15:50von denen einige dort entwendet wurden.
15:52Vermutlich haben die Täter mit dem Ford Focus
15:55zuerst kurz nach Mitternacht
15:57diese Pflastersteine zum Tatort gebracht.
16:01Mit den Steinen bocken sie die Autos auf.
16:05Doch die Räder der Fahrzeuge
16:07sind gegen Diebstahl mit einem Radschloss geschützt.
16:12Bei den Radschlössern handelt es sich um eine Art Radmutter,
16:17die speziell für einen Schlüssel geeignet ist
16:21und letzten Endes den Räderdiebstahl verhindern soll,
16:23aber sich dennoch in einem Auto befindet.
16:25Um an diesen Schlüssel im Kofferraum der Autos zu gelangen,
16:29schlagen die Diebe die Heckscheiben ein.
16:32Ein Auto nach dem anderen nehmen sie sich vor.
16:35Durch die zerstörten Heckscheiben
16:38und die von den Steinen zerkratzten Unterböden
16:40entsteht ein Sachschaden von mehr als 150.000 Euro.
16:48Nachdem die Diebe mehr als 2 Stunden
16:51für die Demontage gebraucht haben,
16:54laden sie die insgesamt 56 Kompletträder in einen Ford Transit
16:58und verschwinden unerkannt in der Nacht.
17:02Wir sind uns sicher, dass mindestens 6,
17:04dass möglicherweise auch bis zu 10 Täter gehandelt haben.
17:07Was die einzelnen Taten direkt auf dem Gelände angeht,
17:10so haben wir bisher noch keine gesicherten Erkenntnisse.
17:13Aber wir gehen hier tatsächlich von einer Bande aus,
17:15weswegen auch wegen des besonders schweren Falls
17:18des Bandendiebstahls ermittelt wird.
17:20Der Tatort liegt im Gewerbegebiet am Chemnitz-Center in Röhrsdorf.
17:25Nur wenige 100 m entfernt, eine Auffahrt zur A4.
17:29Über die Autobahn könnten die Täter anschließend geflohen sein.
17:35Von insgesamt 17 BMW stehlen die Diebe die Alu-Räder.
17:40Beute und Sachschaden belaufen sich zusammen auf mehr als 220.000 Euro.
17:46Wir suchen Zeugen, die in der Tatnacht Beobachtungen gemacht haben.
17:52Und ganz explizit wenden wir uns auch an Besucher
17:55der benachbarten Carthalle bzw. Eventhalle.
17:58Wir wissen, dass dort in der Tatnacht eine Veranstaltung stattgefunden hat,
18:03die möglicherweise weit auch über Mitternacht hinausging.
18:07Wenn Besucher dort Auffälligkeiten gesehen haben,
18:10bitten wir diese Besucher mit uns in Kontakt zu treten.
18:17Relevant könnten auch Hinweise zu den Fahrzeugen sein,
18:20die die Täter genutzt haben.
18:21Von einer Überwachungskamera wurden ein weißer Ford Transit
18:24und ein Ford Focus mit schwarzen Racing-Streifen aufgezeichnet.
18:29Außerdem war ein roter Opel Astra Kombi beteiligt
18:32und ein weiterer Transporter,
18:34dessen Marke allerdings bislang nicht bekannt ist.
18:36Wenn Sie Hinweise zu einem der Fahrzeuge
18:38oder zu den Tätern geben können,
18:40melden Sie sich bitte bei der Polizei Chemnitz
18:42unter der Nummer 0371 377 3448.
18:48Kriminelle haben derzeit auch immer wieder
18:50Handwerks- und Gewerbebetriebe im Visier.
18:53Und ein besonders schwerer Fall
18:54beschäftigt jetzt die Polizei in Saalfeld.
18:58Ein Gewerbegebiet bei Saalfeld
19:00zwischen den bewaldeten Höhen des Thüringer Schiefergebirges.
19:05Hier befindet sich ein kleines Unternehmen für Metallverarbeitung.
19:10Auf dieses hatten es vor 6 Wochen Kriminelle abgesehen.
19:15Also mich überrascht dieser Einbruch, ehrlich gesagt, gar nicht.
19:20Im angrenzenden Gebiet, 50 km Radius,
19:25sind schon sehr, sehr viele Einbrüche geschehen.
19:28Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich nur schon drauf gewartet.
19:31Die Saale Präzisionswerkzeuge GmbH wurde 2013 gegründet.
19:36Hier werden Sonderwerkzeuge ganz individuell für Kunden gefertigt.
19:42Darunter Bohrer, Fräser, Dreheinsätze und Schneidemesser.
19:49Wir stellen Werkzeuge aus Vollhardmetall her.
19:52Das ist ein sehr, sehr dichter und auch schwerer Werkstoff,
19:55der in der Anschaffung ziemlich teuer ist.
19:58Man könnte schon fast sagen, es ist das neue Gold.
20:01Geschäftsführer Silvio Engelhardt erzählt uns,
20:04dass hier von Montag bis Freitag entwickelt,
20:07gefertigt und repariert wird.
20:09Nur am Wochenende stehen die Maschinen still.
20:12Und das nutzen die Kriminellen für ihren Einbruch aus.
20:17Um unbemerkt in den Betrieb zu gelangen,
20:19suchen sie sich ein Fenster an der Rückseite des Gebäudes aus.
20:23Sie sind höchstwahrscheinlich mit einem Schraubendreher
20:26zwischen Rahmen und Fensterscheibe rausgehebelt, rausgezogen.
20:31Und die Fensterscheibe lag dann quasi hier auf der Wiese.
20:35Überall verteilte Scherben, drinnen noch ein paar Scherben.
20:39Im Inneren durchsuchen die Täter die Produktionshalle
20:42und andere Räumlichkeiten
20:44und stehlen Spezialwerkzeuge und weiteres Arbeitsmaterial.
20:49Ihre Beute hat einen Wert von 100.000 Euro.
20:55Der Einbruch fand vom 14. zum 15. August
20:58zwischen Mitternacht und gegen 2 Uhr statt.
21:00Und vermutlich wurde der Einbruch durch mehrere Personen begangen,
21:04die tendenziell auch schon ein paar Hintergrundkenntnisse hatten.
21:08Das heißt, es wurden zwar mehrere Räume in der Firma aufgesucht,
21:11aber es wurden zielgerichtet Schränke und Schubladen geöffnet,
21:14um genau diese hochpreisigen Hartmetall-Werkzeuge zu entwenden.
21:19Was mit der Beute passiert, dazu hat Silvio Engelhardt eine Theorie.
21:25Meiner Ansicht nach haben die Täter überhaupt nichts von den Werkzeugen.
21:28Sie können sie ausschließlich verschrotten.
21:31Und der Kilo Hartmetallschrott liegt so bei 70 bis 75 Euro.
21:36Bei dem Gewicht des Diebesgutes
21:38kommt man damit trotzdem auf eine stattliche Summe.
21:41Das bedeutet durchaus, könnten die 200 Kilo, die hier gestohlen wurden,
21:47auch einfach zu Schrott veräußert werden.
21:48Und auch da kommen Werte in Höhe von 15.000 bis 20.000 Euro zusammen.
21:52Die Diebe verlassen das Gebäude auf dem gleichen Weg,
21:56auf dem sie gekommen sind.
21:57Und schleppen ihre Beute bis zu einer Böschung an der Straße.
22:03Eigentlich ist hier alles zugewachsen.
22:06Doch die Täter haben offenbar einen Fluchtweg vorbereitet.
22:11Also ich könnte mir gut vorstellen,
22:12dass die auch schon ein, zwei Wochen vorher da waren und haben sich ja den Weg freigeschnitten.
22:16Wir haben das leider nicht gesehen, weil wir selten hier hinten sind.
22:20Dann wurde das Diebesgut an der Straße hinter dem Betrieb in einen Transporter geladen.
22:26Vielleicht hat jemand die Einbrecher dabei beobachtet.
22:30Der Tatort befindet sich im Saalfelder Ortsteil Beulwitz in der Straße am Hang.
22:37Die Täter sind mit dem Transporter vermutlich in Richtung der Unterwirrbacher Straße davon gefahren.
22:44Die Polizei Saalfeld, ermittelt wegen schweren Diebstahls.
22:52Die Kriminalpolizei hat an dem eingeschlagenen bzw. aufgehebelten Fenster Hebelmarken und Fingerabdrücke gesichert
22:59und auch unweit vom Tatort Schuheindrucksspuren festgestellt.
23:03Und dann, weil vermutet wird, dass die Täter mit einem Transporter vom Tatort geflüchtet sind,
23:08auch entsprechende Reifenspuren festgestellt.
23:11Und die liegen gerade noch zur Auswertung aus.
23:16Silvio Engelhardt hat seinen Betrieb inzwischen sicherheitstechnisch aufgerüstet,
23:20um weitere Einbrüche zu verhindern.
23:23Wahrscheinlich hatten die Einbrecher den Tatort vorher ausgekundschaftet.
23:26Wer hat also in den Tagen vor dem Einbruch oder dann in der Nacht vom 14. zum 15. August
23:31im Gewerbegebiet in Saalfeld-Beulwitz verdächtige Beobachtungen gemacht?
23:36Hinweise bitte an die Kripo in Rudolstadt unter der Telefonnummer 036 72 41 714 64.
23:452011 stirbt die Rentnerin Gertrud L. in ihrem Badezimmer.
23:50Alles sieht nach einem Unfall aus.
23:52Doch dann wird von ihrem Konto Geld abgehoben.
23:55Wie die Polizei ihren Mörder doch noch überführt,
23:58das sehen Sie kommende Woche bei Kripo Live.
24:00Tätern auf der Spur.
24:02Alle Infos und Telefonnummern der heutigen Sendung
24:04finden Sie wie immer auf unserer Website.
24:06Hier geht es weiter mit Sagenhaft und einer Reise an der Saale.
24:10Im Namen unseres ganzen Kripo Live-Teams einen schönen Abend Ihnen.
24:19Musik
24:34Untertitelung des ZDF, 2020