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  • vor 18 Minuten
+++ Tötungsversuch in der Nähe vom Berliner Wannsee +++
Nachgefragt: Prozess wegen Brandstiftung in Cottbus +++
Cartoon: Geldgeschäfte +++ Trickbetrüger gesucht +++
Raubüberfall in Berlin-Mitte +++ Wohnungseinbruch in
Blankenfelde +++

Kategorie

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Transkript
00:15Ja, schön, dass Sie bei uns sind an diesem Sonntagabend.
00:18Willkommen bei Täter, Opfer, Polizei.
00:20Wir bitten wieder um Ihre Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg.
00:25Da geht es heute zuerst um einen Mordversuch.
00:27Ein Brandanschlag auf einen Mann, der auf der Straße lebt.
00:30Ein Mann, der abends im Zelt lag und nur mit großem Glück überlebt hat.
00:34Das Besondere an dieser ersten Fahndung heute, es gibt bereits einen konkreten Tatverdächtigen.
00:39Und nach ihm suchen wir jetzt.
00:43Und das ist der Mann. Sein Name ist Enrico Jahn.
00:49Dieses Überwachungsvideo zeigt ihn in der Nähe des Tatorts.
00:52Doch Vorsicht, der 39-Jährige ist gefährlich.
00:56So die Berliner Staatsanwaltschaft, die in dem Fall ermittelt.
01:00Falls irgendjemand auf den Beschuldigten zufällig trifft oder ihn auch kennt,
01:05wird darum gebeten, umgehend die Polizei zu alarmieren.
01:10Es wird explizit darum gebeten, nicht den Beschuldigten anzusprechen,
01:13sondern die Einsatzkräfte zu verständigen.
01:15Denn dieser Mann schreckt offenbar selbst vom Mord nicht zurück, so die Ermittler.
01:21Das zeige die Tat, die ihm vorgeworfen wird.
01:24Alles beginnt im Südwesten Berlins, als ein wohnungsloser Mann auf der Suche nach einem Schlafplatz ist.
01:30Auf einem Parkplatz schlägt er schließlich sein Lager auf.
01:33Dort taucht plötzlich Enrico Jahn auf.
01:36Zunächst unterhalten sich die beiden Männer.
01:38In welcher Beziehung Täter und Opfer zueinander standen, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlung.
01:44Was bislang als klar erscheint, nach den durchgeführten Ermittlungen ist,
01:48dass es zu einer Streitigkeit zwischen den beiden kam.
01:51Worum es dabei geht, ist bisher unklar.
01:54Fest steht, der wohnungslose Mann möchte sich der Situation entziehen.
02:00Verschwindet in sein Zelt.
02:02Hofft, dass Enrico Jahn geht.
02:05Doch der hat etwas anderes im Sinn.
02:07Er nutzt diesen Moment gnadenlos aus und legt Feuer.
02:12Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.
02:16Es wird davon ausgegangen, dass es sich um einen gezielten Brandanschlag auf eine Person handelte,
02:21mit dem Ziel, letztlich diese Person zu töten.
02:24Das ist nicht nur höchst gefährlich, das ist auch höchst kriminell.
02:29Der 39-Jährige wartet am Tatort, vermutlich um sicherzugehen, dass das Zelt Feuer fängt.
02:36Erst dann steigt er auf sein Fahrrad und fährt davon.
02:40Noch immer befindet sich der Obdachlose im brennenden Zelt.
02:44Er ist durch die Rauchentwicklung aufgewacht.
02:48Nur durch einen Zufall oder durch Glück könnte er sich dann aus diesem Zelt retten.
02:52Der Mann kommt mit dem Leben davon.
02:55Doch er muss zusehen, wie sein gesamtes Hab und Gut verbrennt.
03:01Passiert ist es hier.
03:02Am Badeweg, nicht weit vom Berliner Wannsee entfernt, befindet sich der Parkplatz, der zum Tatort wurde.
03:10Dort, am Badeweg gegenüber von der Jugendherberge, kampiert am 6. Dezember 2025 der Wohnungslose auf den Parkplatz.
03:17Am frühen Abend taucht Enrico Jahn auf. Gegen 19 Uhr kommt es offenbar zu dem Streit.
03:23Hat das jemand beobachtet? Oder wie das Zelt angezündet worden ist?
03:28Enrico Jahn verschwindet dann auf seinem Fahrrad in unbekannte Richtung.
03:32Seitdem sucht die Polizei nach ihm.
03:34Es geht um einen Mordversuch, der leider kein Einzelfall ist in Berlin.
03:38So wie in der Nähe vom Bahnhof Zoo.
03:41Ein Mordermittler untersucht 2020 einen Tatort, wo das Zelt eines Obdachlosenpaares angezündet worden war.
03:47Zurück bleiben nur ein paar Habseligkeiten.
03:50Oder am Landwehrkanal in Kreuzberg.
03:542023 muss die Feuerwehr ein Obdachlosenzelt löschen.
03:57Der Mann stirbt noch am Tatort an seinen schweren Verletzungen.
04:01In beiden Fällen konnten die Täter gefunden werden.
04:04Darauf hoffen auch die Ermittler im aktuellen Fall.
04:07Hier sucht die Polizei jetzt auch öffentlich nach dem Mann,
04:11der in der Nähe vom Wannsee ein Zelt angezündet haben soll, um jemanden zu töten.
04:18Durch einen Hinweis konnte Enrico Jahn zumindest identifiziert werden.
04:23Er ist ca. 1,81 m groß, hat eine schlanke Gestalt.
04:28Auffällig sind Narben an der rechten Augenbraue.
04:32Außerdem hat er gesuchte Narben am Hinterkopf.
04:34Seine Spitznamen sind Laun, Alain und Iggy.
04:39Vermutlich lebt Enrico Jahn ohne festen Wohnsitz.
04:42Wie auf diesem Video zu sehen ist, hat er ein schwarzes Herrenrad mit Gepäckträger-Taschen.
04:46Um ihre Mithilfe wird nun gebeten.
04:49Die Staatsanwaltschaft Berlin und die Polizei Berlin erhoffen sich Hinweise zu dem Beschuldigten,
04:53auch zum Aufenthaltsort des Beschuldigten.
04:55Dieser ist gefährlich und muss dem Strafverfahren zugeführt werden.
05:00Weiterhin erhoffen wir uns Hinweise im Bereich der Tat selbst.
05:04Was ist an diesem Abend geschehen?
05:07Wer hat also am 6. Dezember 2025 gegen 19 Uhr etwas Auffälliges bemerkt,
05:15als in der Nähe vom Berliner Wannsee das Zelt des wohnungslosen Mannes angezündet wurde?
05:20Auf diesem Parkplatz am Badeweg.
05:26Also, wer weiß, wo sich Enrico Jahn aufhält?
05:29Wir blenden schon mal die Telefonnummer der Polizei ein.
05:32Wenn es jetzt Hinweise gibt, könnten Ermittler sofort auf die Suche gehen.
05:36Hier nochmal das vakante Gesicht mit den tief fliegenden dunklen Augen,
05:40dazu die Ohren, die etwas abstehen.
05:42Und da drüben der Gesuchte nochmal unterwegs auf dem schwarzen Fahrrad
05:46mit den großen Taschen auf dem Gepäckträger.
05:49So könnte er noch immer auf Tour sein.
05:51Wo ist Enrico Jahn inzwischen gesehen worden?
05:54Rufen Sie bitte die Polizei Berlin an unter Vorwahl 030
05:57und dann die 46 64 966 211.
06:01Oder wählen Sie im Notfall auch die 110.
06:10Wir starten unser Nachgefragt heute mit einem Fahndungserfolg der Polizei Berlin.
06:15Am vergangenen Sonntag haben wir nach diesen beiden Männern gesucht.
06:18Sie sollen ihr Opfer zunächst homophob beleidigt
06:21und dann brutal geschlagen und getreten haben im U-Bahnhof Altmariendorf.
06:25Aufgrund der Öffentlichkeitsverhandlung haben die beiden sich jetzt selbst gestellt.
06:29Die Ermittlungen gegen sie laufen noch.
06:32Deutlich weiter ist die Polizei Cottbus in einem anderen Fall.
06:35Hier läuft bereits das Gerichtsverfahren.
06:36Es geht um eine Brandserie in Cottbus,
06:38die uns in der Sendung häufiger beschäftigt hat.
06:41Vor allem Autos wurden abgefackelt.
06:43Angeklagt ist eine Frau.
06:46Sie trägt einen hellen Pulli, die Angeklagte, die im Cottbus groß geworden ist.
06:51Als sie in den Gerichtssaal kommt, wirkt die Frau unauffällig, fast schon unscheinbar.
06:57Aber sie soll Menschenleben in Gefahr gebracht haben.
07:00Der Vorwurf, den sie im Landgericht hört, wiegt schwer.
07:03Der 22-jährigen Cottbusserin wird vorgeworfen, im Zeitraum Juli 2025 bis Februar 2026
07:12insgesamt 21 Brandstiftungen im Stadtgebiet Cottbus begangen zu haben.
07:18Die Folgen werden mit Tatortbildern wie diesen festgehalten.
07:22Autos brennen und müssen durch die Feuerwehr Cottbus gelöscht werden.
07:26Viel bleibt von den Privatwagen nicht übrig.
07:29Die 22-Jährige hat das offenbar in Kauf genommen, so das Gericht.
07:35Es sollen verschiedene Fahrzeugtypen gewesen sein.
07:38Und zum Sachschaden soll es insgesamt ein Sachschaden in sechsstelliger Höhe gewesen sein.
07:44Die 22-Jährige soll laut Anklage dabei immer ähnlich vorgegangen sein.
07:49Sie nutzte offenbar Kohlenanzünder, der am Auto platziert wurde.
07:54Immer wieder auf den Reifen.
07:55So hat sie offenbar in kürzester Zeit alles in Brand gesetzt.
08:00Durch diese Feuer bringt die junge Frau auch Menschenleben in Gefahr.
08:05In einem Fall soll ein in Brand gesetztes Fahrzeug die Flammen auf ein Einfamilienhaus, auf ein Dach übergegriffen haben.
08:13Nur der schnelle Einsatz der Feuerwehr verhindert damals eine Katastrophe.
08:17Kurz danach kann sie festgenommen werden.
08:19Die Frau, die bis dahin ihr Geld mit Lieferjobs verdiente.
08:23Seitdem befindet sie sich in Untersuchungshaft.
08:28Und nun also der Prozess.
08:30Für die 22-Jährige geht es um schwere Brandstiftung.
08:33Sie könnte das Verfahren beschleunigen, wenn sie gesteht.
08:37Vor Gericht gibt es deshalb ein sogenanntes Verständigungsangebot.
08:42Dieses Verständigungsangebot lautet inhaltlich eben auf die Verhängung einer Freiheitsstrafe zwischen drei Jahren und neun Monaten und vier Jahren und
08:52drei Monaten.
08:53Tatsächlich liegt die 22-Jährige ein Geständnis ab.
08:57Wie lange sie ins Gefängnis muss, ist aber noch offen.
09:00Noch läuft der Prozess.
09:02Denn eine wichtige Frage hat sie den Richtern noch nicht beantwortet.
09:06Warum hat sie immer wieder diese Brände gelegt?
09:12Also der Prozess geht weiter und gleichzeitig wird auch weiter ermittelt.
09:16Denn die Angeklagte ist nicht die einzige, die in Cottbus Feuer liegt.
09:19Trotz ihrer Verhaftung gab und gibt es weiterhin Brände in der Stadt.
09:23Offenbar sind hier ganz verschiedene Brandstifter in Cottbus aktiv.
09:29So wie am Mittwoch.
09:30Bisher Unbekannte liegen in einem Geschäft Feuer.
09:34Riskieren so nicht nur Sachschäden, sondern bringen auch Menschen wieder in Lebensgefahr.
09:40Hier in Cottbus reißt die Serie von Brandstiftungen einfach nicht ab.
09:45Trotz Verhaftungen und Prozessen.
09:47Viele fragen sich hier, warum Täter das immer wieder tun.
09:51Am Mittwoch brennt es in der Muskauer Straße in dem Geschäft.
09:54Vor zwei Wochen stehen in der Straße an der Bahn plötzlich Garagen in Brand.
09:59Aber auch Autos, Mülltonnen und Häuser werden zum Ziel.
10:03Zu den Tatorten gehören die Stromstraße, die Parzellenstraße und die Willibudigstraße.
10:09Weiß jemand etwas zu den Brandstiftungen und hat es noch nicht der Polizei gemeldet?
10:15Ermittler gehen davon aus, dass mehrere Täter unterwegs sind.
10:18Männer wie Frauen, die oft unabhängig voneinander agieren.
10:22Und sehr wahrscheinlich immer wieder Feuer legen, solange bis sie gestoppt werden.
10:27Dabei können Hinweise helfen.
10:30Sollten Sie also verdächtige Personen beobachten, die sich auffällig an Autos zu schaffen machen oder an Häusern und Geschäften,
10:37dann informieren Sie bitte umgehend die Polizei.
10:42Wenn Sie in der Online-Welt unterwegs sind, dann haben Sie garantiert auch schon tolle Finanzgurus gesehen,
10:47die im geborgten Sportwagen sitzen und rufen, komm in meine Gruppe und werde reich.
10:52Im kuriosen Fall heute ist eine Frau genau diesem Versprechen gefolgt.
10:56Sie hat investiert, doch am Ende landet sie vor Gericht und nicht der Guru.
11:01Komplett verzockt oder frisch gebucht ist halb gewonnen.
11:04Was hat sich Daniela nicht alles erträumt für ihr Leben?
11:09Schön, aufregend, reich sollte es sein.
11:14Der Bürojob in einer Wohnungsverwaltung gehört für sie nicht dazu.
11:18Da sitzt sie jetzt aber.
11:19Um sich den Alltag zu versüßen, surft sie gern mal im Internet und stößt eines Tages auf eine Anzeige.
11:26Reich werden, ganz einfach.
11:29Daniela ist sofort Feuer und Flamme und setzt ihre Spareuros ein, um Mitglied in dieser verschwiegenen Internetgemeinschaft zu werden.
11:37Dumm nur, dass das mit dem Reich nicht gleich klappt.
11:41Stattdessen muss Daniela immer wieder nachzahlen.
11:44Aber für das große Ziel vom erträumten Leben ist sie zu allem bereit.
11:50Auch zum Griff in fremde Kassen.
11:52Auf ihrer Arbeit hat sie ja ständig mit Geld und Überweisungen zu tun.
11:56Da fällt es doch vielleicht nicht auf, wenn sie da mal was für sich abzweigt.
12:01Tatsächlich, niemand bemerkt es.
12:04Auch nicht die nächsten Male.
12:06Daniela will natürlich alles zurückzahlen, sobald das große Geld da ist.
12:10Da sie noch rechnen kann, merkt sie nach zwei Jahren, dass sie mehrere tausend Euro von der Wohnungsverwaltung abgezweigt hat,
12:16um es in diese Reichtumsgemeinschaft zu investieren.
12:20Genutzt hat es nichts.
12:21Jetzt macht sie lieber Schluss und vertraut sich erst ihrem Chef an und dann auch dem Richter.
12:28Daniela ist in Tränen aufgelöst, erklärt Opfer von skrupellosen Internetdieben geworden zu sein.
12:35Naja, erklärt der Richter, die 35.790 Euro hat sie doch gestohlen.
12:41Und führt Daniela einer neuen Gemeinschaft zu.
12:47Ja, und zwar der Gemeinschaft der Vorbestraften.
12:50Das Urteil einer Freiheitsstrafe in Höhe von 16 Monaten wegen Veruntreuung, die aber zur Bewährung ausgesetzt wird.
12:57Außerdem muss sie 1800 Euro an einen gemeinnützigen Verein zahlen und natürlich für den Schaden aufkommen.
13:03Das veruntreute Geld wird eingezogen plus Zinsen.
13:11In der Fahndung Kompakt heute sucht die Polizei Berlin nach einer Bande von Trickbetrügern ihre Masche eine Kombination aus falscher
13:18Bankenmitarbeiter und falscher Polizist.
13:20Zuerst gibt es den Anruf eines angeblichen Bankenmitarbeiters.
13:24Der teilt mit, dass eine verdächtige Überweisung ins Ausland gerade noch so gestoppt werden konnte.
13:29Er kündigt Polizisten an, die dazu jetzt ermitteln würden.
13:32Die klingeln auch prompt an der Wohnungstür und befragen das Opfer in der Wohnung und suchen unterdessen nach Geld, Schmuck
13:38und Geldkarten.
13:41Genau so ist das Ganze zum Beispiel in Neukölln passiert und zwar am 17. September des vergangenen Jahres.
13:48Dabei wurden eine Rentnerin Schmuck und wertvolle Münzen gestohlen und ihre Geldkarte, die wurde noch am selben Tag in einer
13:55Bank am Hermannplatz eingesetzt.
13:57Die Sperrung der Karte kam leider zu spät.
14:02Das ist ein Verdächtiger auf dem Weg in die Bankfiliale und hier dann auf dem Weg zum Geldautomaten.
14:09Leider sind die Aufnahmen recht unscharf.
14:12Dem kommt der Mann dennoch bekannt vor.
14:15Er wirkt recht schlank und sportlich, hat schwarzes Haar und war komplett dunkel angezogen bis auf die hellen Turnschuhe.
14:24Wo ist der Mann noch gesehen worden?
14:27Wer weiß etwas über die Komplizen und wer wurde vielleicht ebenfalls von diesen Betrügern kontaktiert, hat sich noch nicht bei
14:33der Polizei gemeldet.
14:35Ihre Hinweise dazu bitte an die Betrugsspezialisten im LKA Berlin unter Vorwahl 030 und an die 46 64 925 320.
14:48Oder gern auch an die Online-Wache der Polizei Berlin.
14:54Nun zu einer Fahndung, die uns hier schon einmal beschäftigt hat.
14:57Und die Frage war, wer sind diese vier Tatverdächtigen?
15:00Sie haben bereits im Februar 2020 einen Mann in Berlin-Wedding überfallen, geschlagen und ausgeraubt.
15:07Daher gibt es bislang keine Hinweise, die zu einem Fahndungserfolg führten.
15:11Deshalb noch einmal die Bitte der Polizei um ihre Hilfe.
15:16Der Mann mit der auffälligen Jogginghose ist hier kurz vor dem Überfall zu sehen.
15:20Und auch seinen drei Begleiter.
15:22Auf den Bildern vom U-Bahnhof sind sie gut zu erkennen.
15:25Doch wer sind die vier?
15:27Sie sollen einen 41-Jährigen ausgeraubt haben.
15:31Dabei schlagen die Männer brutal auf ihr Opfer ein und verletzen es schwer.
15:38Passiert ist das alles hier in der Nähe vom U-Bahnhof Osloer Straße.
15:43An jenem Donnerstagmorgen ist der 41-jährige Berliner auf dem Weg zu einem Termin.
15:50Weil er spät dran ist, fährt er ein paar Stationen mit der U-Bahn.
15:53In der U-8 kommt er mit mehreren jungen Männern ins Gespräch.
15:58Einer von ihnen trägt die Jogginghose mit den weißen Streifen.
16:01Es wirkt erstmal alles ganz harmlos für den 41-Jährigen.
16:05Die vier sind sympathisch.
16:06Man unterhält sich.
16:09Bis der 41-Jährige an der Station Osloer Straße aussteigen will.
16:13Die jungen Männer folgen ihm.
16:16Und sind auf dem Überwachungsvideo zu sehen, das sie kurz vor 11 Uhr auf dem Bahnsteig zeigt.
16:24Danach verabschieden sich alle voneinander.
16:26Der 41-Jährige will nun zum Bus.
16:29Doch die Gruppe folgt ihm.
16:31Und die Männer sind jetzt aggressiv.
16:33Sie wollen seine Bauchtasche haben, schlagen und treten auf ihn ein, bis er am Boden liegt.
16:40Das war offensichtlich das Ziel der Täter.
16:44Sie flüchten mit der Bauchtasche, in der auch Geld ist.
16:47Der 41-Jährige versucht noch, sie zu verfolgen.
16:50Doch er ist verletzt.
16:52An den Beinen und im Gesicht.
16:55Aber die Polizei kann dieses Video im Februar 2024 sichern.
17:00Und auch diese Bilder einer Überwachungskamera, mit denen jetzt noch einmal nach den Männern gefahndet wird.
17:08Darauf zu sehen ist der Mann mit der Jogginghose mit den weißen Streifen.
17:12Er ist derjenige, der die geraubte Bauchtasche in der Hand hat.
17:17Erkennt jemand die vier Männer?
17:19Oder weiß, wo sie jetzt sind?
17:22Ihre Hinweise bitte an die Polizei Berlin.
17:24Unter dieser Mailadresse.
17:29Der letzte Sonntag im Oktober ist immer ein besonderer Tag beim Thema Wohnungseinbruch.
17:33Es ist der bundesweite Tag des Einbruchsschutzes.
17:36Und der ist bitter nötig.
17:37Denn die Einbruchszahlen steigen wieder zum Teil rasant.
17:40Vor allem in Berlin, aber auch in den Gemeinden drumherum, in Brandenburg.
17:44Dazu gehört auch zum Beispiel Blankenfelde, südlich von Berlin.
17:47Hier traf es vor kurzem das Haus eines Ehepaares, das gerade im Urlaub war.
17:53Vermutlich gehören die Täter zu einer Einbrecherbande, die Häuser und Wohnungen im Vorfeld auskundschaftet.
18:00Um die Ziele zu finden, wo jemand länger nicht daheim ist.
18:05Dann kommen sie wieder.
18:07So wie in Blankenfelde.
18:11Im Erdgeschoss ist alles dicht.
18:13Doch im ersten Stock gibt es Fenster.
18:17Sie wissen sich zu helfen.
18:19Eine Bank wird zur Aufstiegshilfe.
18:23Kurz darauf sind sie im Haus.
18:26Suchen nach allem, was für sie wertvoll oder nützlich erscheint.
18:30Und nehmen sich Zeit dafür.
18:32Denn sie wissen ja, es ist niemand zu Hause.
18:36Es ist das Zuhause von Volker und Marianne Zitt.
18:40Das Paar ist immer noch mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt.
18:44Der Schrecken ist groß, als sie aus dem Urlaub kommen.
18:47Ich bin durch die Tür gekommen mit dem Koffer, mit meiner Frau.
18:50Und haben dann alles gesehen, was so kaputt war, also auf war und alles rumlag.
18:55Und wollten wissen, wie und was.
18:57Und dann habe ich gesehen, dass sie hier durchs Fenster gekommen sind.
19:01Das Fenster war an, so hoch und so ein bisschen auf.
19:06Und alle Pflanzen lachen hier unten, Töppe zerschlagen und Erd und alles.
19:12Festgehalten hier auf dem Foto.
19:15Durchsucht wurden auch die Wohnräume des Ehepaars.
19:17Schränke wurden ausgeräumt.
19:19Schubladen auf der Suche nach Geld oder Bankkarten.
19:23Danach gingen die Täter offensichtlich in den oberen Wohnbereich,
19:27um auch dort nach Wertsachen zu suchen.
19:30Wie diese Fotos zeigen, hinterlassen sie auch hier ein Chaos in den Schlafräumen des Ehepaars.
19:35Es wurden sogar Bilder abgehängt.
19:38Wahrscheinlich, weil ein Tresor dahinter vermutet wurde.
19:41Das alles ist für Marianne Zett nur schwer zu ertragen.
19:44Schrecklich.
19:46Also schon, dass alle Sachen durchwühlt wurden.
19:49Und man hat ja auch schon gesehen, dass die ganz persönlichsten Sachen weg waren.
19:56Und natürlich habe ich gleich dran gedacht, so, wo schläfst du denn heute Nacht?
20:00Weil es ja alles irgendwie dann fremd.
20:03Also man möchte gar nichts anfassen.
20:05Die Einbrecher stehen fast den gesamten Schmuck der 68-Jährigen.
20:09Obwohl das Paar versichert ist, ist das kein wirklicher Trost.
20:14Der ideelle Schaden, den können sie mit Geld nicht aufwiegen.
20:17Also auf keinen Fall.
20:19Weil das sind ja auch Geschenke an Schmuck, die sie nicht ersetzen können.
20:26Bemerkenswert ist, dass die Täter aber offenbar auch noch ganz andere Sachen gebrauchen konnten.
20:31Von mir sind Kleidungsstücke gestohlen worden, wo ich gesagt habe, das kennt man aus Einbrüchen eigentlich nicht.
20:38Und auch noch, was ich ganz verwunderswert fand, die ganzen, also 20 Paar Arztsocken, die ich als kranker Mensch brauche,
20:51für meine Neurodermitis, Creme und alles, muss ich die anziehen.
20:56Das ganze Fach war leer.
20:58Also ich habe mich gefragt, was sind das für Einbrecher, nehmt sowas mit.
21:05Die Täter waren in Brandenburg unterwegs, südlich von der Berliner Stadtgrenze, in der Gemeinde Blankenfelde-Malo, in der Heinrich-Heine
21:13-Straße.
21:17Dort steigen die Täter in das Haus von Familie Z. ein, wahrscheinlich in der Nacht zum 22. September.
21:24Die Einbrecher hatten in der oberen Etage die Rollos an den Fenstern heruntergelassen.
21:30Wahrscheinlich, weil sie dann Licht einschalten konnten, ohne Aufsehen zu erregen.
21:36Am nächsten Tag sieht eine Nachbarin zwar einige heruntergelassene Rollos, denkt aber noch nicht an Einbrecher.
21:42Denn sie sieht auch...
21:43Das Fenster war so zu.
21:47Als wäre von außen, sieht man nicht, dass jemand eingebrochen ist.
21:51Als wäre nichts geschehen.
21:53Aber vielleicht hat in der Heinrich-Heine-Straße jemand etwas gesehen in der Nacht zum 22. September, das mit dem
22:00Einbruch zu tun haben könnte.
22:02Die Straße liegt in der sogenannten Gagfa-Siedlung in Blankenfelde.
22:06Hier kommen Einbrecher wegen der engen Bebauung schnell an viele Tatorte und können auch schnell wieder verschwinden.
22:13Das macht Angst.
22:14Man schläft eigentlich gar nicht richtig.
22:16Man hat ein...
22:17Das ist so...
22:19Man spitzt die Ohren und denkt, dann hört man mal ein Knacken oder irgendwas durch Holz und denkt, es ist
22:26schon wieder...
22:27Weil wenn man oben schläft und unten weiß man jetzt nicht, was passiert.
22:33Also das ist ein ganz komisches Gefühl, was man vorher nicht hatte.
22:36Die beiden gehen davon aus, dass es in ihrer Gegend wieder Einbrüche geben wird.
22:41Deshalb überlegen sie, was sie noch tun könnten für mehr Sicherheit.
22:46Mich einsperren.
22:48Mich einsperren mit Gittern, mit Technik und immer darauf achten, einschalten, ausschalten.
22:56Das ist nicht normal, sage ich mal.
22:58Nicht normal.
23:01Es soll ja nicht sein, aber es wird ja eben immer schlimmer mit Einbrüchen.
23:08Also unsere Straße hier, die Hauptstraße, da gibt es schon einige Häuser, wo eingebrochen wurde.
23:15Inzwischen hat Volker Z. ein Unternehmen beauftragt, das zumindest die Fenster aufbruchssicherer machen wird.
23:23Wenn Sie etwas wissen sollten zu den Einbrechern, die in Blankenfelde auch am 22. September auf Tour waren,
23:30melden Sie sich bitte bei der Polizei Brandenburg unter dieser Telefonnummer 03371 6000.
23:40Ja und hier noch ein Tipp von uns.
23:41Die Polizei bietet jederzeit und kostenlos eine Beratung an zum Thema Einbruchsschutz.
23:46Also bevor Sie in teure Technik investieren, lieber einmal nachfragen.
23:49Alle Infos und Kontakte zu den Beratungsstellen in Berlin und in Brandenburg finden Sie noch einmal auf unserer Online-Seite.
23:56Und jetzt zurück zu unseren anderen Fahndungsfällen heute in der Sendung.
23:59Ganz kompakt nochmal für Sie alles Wichtige.
24:04Wo ist Enrico Jahn?
24:06Der 39-Jährige wird für einen Mordversuch verantwortlich gemacht.
24:09Er soll in Berlin das Zelt eines wohnungslosen Mannes angezündet haben und flüchtet dann auf seinem dunklen Rad.
24:15Enrico Jahn gilt als gefährlich.
24:18In Cottbus werden immer wieder Brände gelegt.
24:21Erster Mittwoch wird ein Geschäft zum Ziel, davor sind es unter anderem Garagen.
24:26Wer weiß etwas über die Brandstifter?
24:29Und Hinweise werden auch zu diesem Mann gesucht, der in Berlin-Neukölln fotografiert wird,
24:34kurz nachdem bei einer Rentnerin unter anderem die Bankkarte gestohlen wurde.
24:38Als die zum Einsatz kommt, entsteht dieses Bild.
24:41Erkennt jemand diesen Mann trotz der Unschärfe?
24:46Also wenn Sie helfen können, bitte tun Sie es, egal auf welchem Weg.
24:50Auch hier finden Sie alle Kontakte zur Polizei noch einmal online auf unserer Täter-Opfer-Polizei-Fahndungsseite.
24:56Das war's für heute. Danke fürs Zuschauen. Hier geht's jetzt weiter mit dem Wetter und den Nachrichten.
25:00Und wir sind dann am nächsten Sonntag wieder mit neuen Fahndungsfällen.
25:04Bis dahin alles Gute. Achten Sie auf Ihr Handgepäck und gerne auch auf unsere neue Podcast-Folge.
25:09Die ist seit gestern online.
25:11Und vielleicht sehen wir uns ja schon nächste Woche live bei Im Visier on Tour.
25:18Denn am Mittwoch geht es los.
25:21Ab dann ist im Visier Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg, der LBB-Crime-Podcast, wieder unterwegs.
25:28Uwe Madl und Elvira Siebert beleuchten wahre Kriminalfälle und deren Hintergründe.
25:33Die beiden treffen auf ihrer Tour Rechtsmediziner und Ermittler aus der Region.
25:37Stationen sind diesmal Berlin, Cottbus, Kloster Neuzelle.
25:45Auf der Online-Seite von Täter-Opfer-Polizei finden Sie alle Informationen zu den Terminen, den Kriminalfällen und den Gästen.
25:53Und auch alles zur Tour des LBB-Podcasts.
25:56Achtung, Achtung, hier ist die Sendestelle Berlin mit Crime History.
26:02Mit Jana Falkenstein und Florian Prokop, die Sie ebenfalls live erleben können.
26:07Wie Sie an Tickets kommen, erfahren Sie auch auf der Website.
26:11Am einfachsten geht es, wenn Sie diesen QR-Code nutzen.

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