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Du sagst „gut“, bevor die Frage zu Ende ist. Aber hast du in diesem Moment überhaupt nachgeschaut, wie es dir geht? In dieser Akte geht es um das automatische „Mir geht’s gut“ und um einen ganz leisen Moment aus der Kindheit, in dem diese Antwort gelernt wird.
0:00 Einstieg
2:04 Die halbe Sekunde
4:33 Die Frage ohne Pause
7:13 Der Herzschlag-Test
11:06 Dienstag, Ebene -2
14:01 Ich schau kurz nach
16:25 Der Donnerstag
Wir eröffnen Akte Nummer 9 mit einem ausgedachten Fall: Jonas, 41, sagt seit elf Jahren auf fast jede Frage „gut“. Du erfährst, was phatische Kommunikation ist, was der Herzschlag-Test von Rainer Schandry mit dem Erkennen von Gefühlen zu tun hat, was der Begriff Alexithymie („ohne Worte für Gefühle“) bedeutet und was eine Meta-Analyse zum Zusammenhang mit emotionaler Vernachlässigung in der Kindheit zeigt. Dazu bekommst du einen Satz aus vier Wörtern, den du selbst ausprobieren kannst. Nicht jeder, der automatisch „gut“ sagt, hat diese Wurzel, und nichts davon ist eine Diagnose.
Charakterakte: eine Akte pro Muster aus dem Alltag Erwachsener, die als Kinder unbemerkt geblieben sind. Wenn du dich wiedererkannt hast, schreib es in die Kommentare. Ich lese sie alle. Dieses Video ersetzt keine Therapie.
Quellen: Malinowski (1923), phatische Kommunikation · Schandry (1981), Herzschlagwahrnehmung · Herbert, Herbert & Pollatos (2011), Interozeption und Alexithymie · Nemiah & Sifneos (1973), Alexithymie · Ditzer et al. (2023), Child Maltreatment and Alexithymia, Psychological Bulletin · Lieberman et al. (2007), Putting feelings into words
#Psychologie #Gefühle #Charakterakte

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