- vor 1 Stunde
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SpaßTranskript
00:01Ich glaube, den Geburtstag werde ich nicht so schnell wieder vergessen.
00:03Das war ja wohl auch Sinn der Sache.
00:05Cheers.
00:06Cheers.
00:08Weißt du, was mir für einen Moment lang durch den Kopf gegangen ist?
00:10Was?
00:12Dass du die beiden bestellt hast, als Geburtstagsüberraschung.
00:16Meine Überraschung war doch wohl viel toller.
00:18Du hättest mal dein Gesicht sehen sollen.
00:20Wann?
00:22Als ich den beiden gesagt habe, dass du Oliver Wellinghoff bist.
00:25Und ich Eddie, der Chauffeur.
00:40Ich könnte glatt umfallen vor Freude, wenn ich nicht schon liegen würde.
00:43So schwindelig ist mir.
00:46Heute ist so viel Schönes passiert.
00:49Ob er auch in unsere Begegnung denkt?
01:02I'm a true believer
01:07And I've seen the power of what big love can do
01:16I'm a true believer
01:22I believe in me and you
01:30Du musst aber zugeben, ich war ein tadelloser Oliver Wellinghoff.
01:33Das will ich schwer hoffen.
01:35Oh Gott.
01:36Ein König für einen Tag.
01:39Hey, mehr kannst du als Geburtstagsgeschenk echt nicht erwarten.
01:42Katja hat jedenfalls keine Sekunde an mir gezweifelt.
01:45Jetzt kommt der weit schwierigere Part.
01:49Wir müssen das aufklären.
01:51Wieso, ist das ein Problem, finde ich?
01:53Wir haben die beiden Mädchen ganz schön angeschmiert.
01:55Ach, Kati steckt das locker weg.
01:58Hoffe ich jedenfalls.
02:01Bei Bianca bin ich da nicht so sicher.
02:04Sie ist...
02:06Sie ist irgendwie ganz anders.
02:10Wie meinst du das? Läuft da was zwischen euch?
02:12Nein, nichts.
02:15Ich denke, sie wird begeistert sein, wenn sie erfährt, dass du nicht nur der Chauffeur bist, sondern der echte Wellinghoff
02:19-Junior.
02:21Möglich.
02:30Trotzdem, Eddie.
02:32Ich will, dass sie es von mir erfährt.
02:34Bevor du bei Kati mit der Wahrheit rauswächst.
02:36Meinetwegen.
02:38Versprich's mir.
02:39Ja, okay, versprochen.
02:41Wer weiß, ob wir die beiden jemals wiedersehen.
02:44Ich denke schon.
02:53Wie oft hat meine Omi mir bei Mondlicht Märchen erzählt.
02:56Ich konnte nie genug davon kriegen.
02:59Damals war alles noch so klar und einfach.
03:02Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Mond vier Jahre meines Lebens nur durch das vergitterte Fenster einer Gefängniszelle sehen
03:07würde.
03:09Aber das ist jetzt vorbei.
03:11Lieber Mond.
03:13Du bist zwar immer noch der Alte, aber ab heute fängt vielleicht ein neues Märchen an.
03:36Morgen, Georg.
03:38Guten Morgen, Oliver.
03:39Wollen Sie jetzt schon frühstücken?
03:41Wenn ich das gewusst hätte, Frau Kreuse kommt erst in 15 Minuten.
03:45Mir reicht auch ein Kaffee.
03:46Oh, das ist Tee.
03:48Kräuter-Tee.
03:50Eine Spezialmischung.
03:51Vielleicht warte ich dann doch lieber, bis Bärbel da ist und Kaffee macht.
03:54Das tut mir jetzt aber leid.
03:56Wenn Sie gestern Abend ein Wort gesagt hätten...
03:58Da wusste ich selber noch nicht, dass ich so früh aus dem Bett falle.
04:01Aber es war so ein wunderschöner Morgen, da musste ich einfach aufstehen.
04:04Ja, also wollen Sie jetzt keinen Tee?
04:06Nein, danke.
04:09Sagen Sie, Georg, Bärbel könnte doch sicher jemanden gebrauchen, der ihr hilft, oder?
04:16Wie meinen Sie das?
04:18Naja, ich meine, eine Haushilfe, das wäre doch nett.
04:22Wenn sie mal später kommt oder mal früher gehen muss, oder...
04:25Das ist ganz sogar unnötig.
04:27Wenn Frau Kreuse gebraucht wird, steht sie jederzeit zur Verfügung.
04:30Sie muss nur rechtzeitig Bescheid wissen.
04:33Naja, aber so eine Haushilfe könnte auch noch anderen zur Hand gehen.
04:35Denise zum Beispiel, beim Servieren.
04:37Das ist nett, dass Sie sich Sorgen machen, Oliver.
04:39Aber ich glaube, im Augenblick sind wir optimal besetzt.
04:43Schade eigentlich.
04:44Warum schade?
04:46Sie haben nicht einfach bloß so ins Blaue gefragt?
04:51Stimmt.
04:53Ich kenne deine junge Frau, die dringend einen Job sucht.
04:56Und irgendwie hat es sich ergeben, dass ich ihr versprochen habe, mich mal umzuhören.
05:01Sie sind so gutmütig, Oliver.
05:04Mutter Teresa hätte ihre wahre Freude an Ihnen gehabt.
05:08Schicken Sie die junge Frau mal zu mir.
05:10Ich will sehen, was ich tun kann.
05:12Welche Qualifikation hat sie denn?
05:16Ich weiß nicht.
05:17Zupacken kann sie.
05:19Also eine gute Kraft werden wir brauchen können.
05:23Danke, Georg.
05:25Jetzt würde ich doch eine Tasse von Ihrem Tee probieren.
05:27Aber gern.
05:51Eddie, das ist ja eine Überraschung.
05:54Ich habe zwar geahnt, dass Oliver mich wiedersehen will, aber dass er dich gleich so früh am Morgen hierher schickt.
05:58Ich bin noch nicht fertig.
06:00Du musst also warten.
06:02Lass dir alle Zeit der Welt.
06:04Ich will zu Bianca.
06:06Bianca?
06:09Was will er denn von Bianca?
06:11Er?
06:11Nichts.
06:12Schläft sie noch?
06:13Was weiß ich.
06:16Bianca!
06:18Bianca!
06:19Bianca!
06:23Entschuldigung, ich...
06:24Oh, Eddie!
06:26Guten Morgen.
06:28Guten Morgen.
06:29Ich habe total verschlafen.
06:30Schön.
06:31Ich warte.
06:32Ich beeile mich.
06:36Weißt Oliver eigentlich, dass du hier bist?
06:39Ich glaube nicht.
06:41Warum?
06:43Also, mich würde schon interessieren, wo sich mein Chauffeur so rumtreibt.
06:47Oh ja, natürlich.
06:49Oliver ist da eher modern, wie du weißt.
06:54Vielleicht ein bisschen zu modern.
06:57Ich finde, ein Angestellter könnte auch nach Feierabend seine Privatangelegenheiten erledigen.
07:02Findest du nicht auch?
07:04Doch, doch.
07:04Das finde ich...
07:09...entzückend.
07:10Wir können.
07:14Tschüss, Kathi.
07:15Tschüss.
07:21Ich hasse es nicht.
07:22Das klappt wirklich mit dem Job.
07:24Wann ist der doch sage?
07:25Was ist denn das für ein Job?
07:26Ach, keine Ahnung.
07:27Es wird alles, Georg.
07:28Es wird alles der Verwalter mit dir besprechen.
07:30Ich meine es, dein Vater.
07:32Ja.
07:33Ja, genau.
07:41Das ist gut.
07:42Ich hatte schon Angst, dass ich euch nicht mehr erwische.
07:44Ich komme doch mit.
07:47Ja, aber...
07:48Ich muss.
07:49Es ist mir ein bisschen peinlich, aber gestern in dem ganzen Durcheinander, da habe ich mein Fußkettchen verloren.
07:54Du hattest ein Fußkettchen?
07:55Mhm, so ein schmales, goldenes.
07:57Ein sehr lieber Freund hat mir das mal geschenkt.
07:59Ich würde es wirklich ungern unter Verlust verbuchen.
08:02Okay, dann los.
08:04Ja, erwarten Sie.
08:05Oh, Sekunde noch.
08:08Hallo?
08:09Sag mal, Oliver, wo bleibst du denn?
08:11Ich warte seit 20, nein, exakt seit 24 Minuten auf dich.
08:16Hast du vergessen, dass wir den Transglobal Report durchgehen wollten?
08:20Nein, ich habe es nicht vergessen.
08:21Dann sieh zu, dass du herkommst.
08:24Ein paar Minuten dauert es noch, ich bin gerade in der Stadt.
08:26Was um alles in der Welt machst du in der Stadt?
08:29Ich erkläre es dir später, es ist wirklich jetzt ein bisschen ungünstig.
08:31Meinetwegen musst du dir keinen Zwang antun.
08:33Gut, beeil dich bitte.
08:50Geht es Ihnen heute Morgen nicht gut, Gerd?
08:52Wie kommen Sie denn darauf?
08:54Guten Morgen.
08:55Morgen.
08:56Sie haben zwei Tassen von Ihrem Spezialtee getrunken.
08:59Ach so.
09:01Ihnen bleibt aber auch nichts verborgen.
09:03Kaum.
09:05Übrigens, die zweite Tasse hat Oliver getrunken.
09:07Ach Gott, was ist den armen Jungen denn auf den Magen geschlagen?
09:09Nichts.
09:10Es war pure Neugier.
09:12Ich glaube, sogar meine Spezialmischung hat ihm geschmeckt.
09:14Soll das heißen, er will dieses Gebräu jetzt jeden Morgen zum Frühstück?
09:18Nein, nein.
09:19Seine Begeisterung kehrt sich in Grenzen.
09:20Da bin ich ja beruhigt.
09:22Ich weiß so schon manchmal nicht, womit der Kopf steht.
09:24Und wenn dann jeder noch seine Extrawurst gebraten haben will...
09:27Keine Sorge.
09:28Sie werden entlastet.
09:30Das heißt?
09:31Wir werden eine Haushilfe anstellen.
09:32Die kann Ihnen dann hier in der Küche ein wenig zur Hand gehen.
09:34Und wenn Not am Mann ist, auch mal für Sie einspringen.
09:37Was soll das denn?
09:38Hat sich jemand über mich beschwert?
09:40Nein, nein.
09:41Damit hat das nichts zu tun.
09:42Wir sind mit Ihrer Arbeit alle sehr zufrieden.
09:45Wie?
09:45Damit hat das nichts zu tun?
09:46Womit denn sonst?
09:47Man, viele Köche verderben den Brei und zu viele erst recht.
09:51Am Ende muss ich irgendetwas auslöffeln, was mir jemand anders eingebrochen hat.
09:55Ich dachte, Sie könnten Sie...
09:57Freuen.
09:59Hm.
10:25Stopp!
10:26Halt!
10:27Anhalten!
10:28Das ist so...
10:29Oliver!
10:32Oliver!
10:34Äh, Kathi!
10:36Was...
10:37Wie kommst denn du hier her?
10:38Ich hab mich von deinem Chauffeur mitnehmen lassen.
10:40Clever, was?
10:41Was hast du ihm gesagt?
10:42Dass ich was Wertvolles vermisse.
10:45Und was soll es sein?
10:48Scheiße.
10:50Ferkel.
10:57Was ist?
10:58Kommst du?
11:16Ich weiß nicht.
11:18Keine Angst, hier beißt dich keiner.
11:21Versteh mich nicht falsch, aber hier kann ich nicht arbeiten.
11:23Warum das denn nicht?
11:24Ich hab hier nichts zu suchen.
11:25Das ist eine völlig andere Welt.
11:28Hier würde ich verloren gehen.
11:30Ich finde dich bestimmt immer wieder.
11:36Ich weiß, das ist gut gemeint.
11:37Und das ist auch nicht deine Schuld.
11:38Du bist wie ich.
11:39Aber Leute, die in so einem Haus wohnen, mit viel Geld.
11:42Jetzt lernen Sie doch erst mal kennen.
11:43Millionäre sind auch Menschen.
11:45Du hast gesagt, wenn du hier keinen Job findest, dann gehst du woanders hin.
11:48Und das wäre einfach grauenhaft.
11:55Sei kein Snob.
11:57Gib den Millionären eine Chance.
12:00Aber wo du versuchst?
12:02Der Schlüssel steckt!
12:06Komm.
12:08Nice.
12:13Frag einfach nach Herrn Behringer, dem Verwalter.
12:16Der erwartet dich schon.
12:17Gut.
12:18Danke.
12:23Nicht.
12:23Wir sind nicht alleine.
12:25Den lass uns verschwinden.
12:26Wir suchen uns ein schönes, einsames Plätzchen.
12:28Das geht nicht, Kathi.
12:30Dann nicht.
12:31Wahrscheinlich hätte ich gar nicht herkommen sollen.
12:33Doch, doch.
12:33War eine super Idee.
12:34Hast du gesehen?
12:36Es greift sich schon wieder eine fremde Katze auf dem Guter rum.
12:38Eine Katze?
12:40Mhm.
12:41Eine Naschfrau.
12:45Das Luder hat nicht gemeint, um du sagst gar nichts.
12:48Wolle einfach nicht hin.
12:49Du lässt aber ganz schön die Zügel schleifen.
12:51Weißt du, was ihr fehlt?
12:52Nein.
12:53Du sagst mir.
12:55Eine feste Hand, die auch diese toll lauten Dienstboten in den Griff bekommt.
12:59Ah.
13:00Eine feste Hand.
13:02Am besten eine weibliche, nicht wahr?
13:04Genau.
13:05Der Gedanke hätte glatt von mir sein können.
13:07Du, lass mal, Kathi.
13:08Ich muss mal eben den Wagen in die Garage fahren, ja?
13:10Aber wieso denn in die Garage?
13:12Komm, wir machen eine kleine Spritztour in die Umgebung.
13:14Das geht nicht.
13:15Ich habe noch einen ganzen Berg Arbeit vor mir.
13:17Aber Oliver, arbeiten kannst du da auch noch, wenn ich weg bin.
13:20Eine kleine Spritztour.
13:22Oder wir gehen ins Haus.
13:24Da gibt es doch so ein gewisses Zimmer mit einem großen, kuscheligen Bett.
13:27Okay, überredet.
13:27Wir machen eine Spritztour.
13:33Dankeschön.
13:35Aber es wird wirklich nur ein kleiner Abstecher.
13:39Ich bin zu klein.
13:58Sie wollen also auf Kurt Wellinghofer als Haushilfe arbeiten?
14:01Ja.
14:02Natürlich, gern.
14:05Nehmen Sie doch Platz, Frau Berger.
14:07Danke.
14:09Es geht zwar hier bei uns fast familiär zu, aber so ganz ohne Bürokratie kommen wir auch nicht aus.
14:15Ich brauche also doch noch einige Angaben von Ihnen.
14:18Natürlich, wenn es sein muss.
14:20Keine Angst, es tut nicht weh.
14:22Name, Adresse, Geburtsort und so weiter.
14:24Ihre persönlichen Daten können Sie ja nachher allein ausfüllen.
14:32Hallo, Vater.
14:33Bitte entschuldige, es ging wirklich nicht schneller.
14:35Was gab es denn so Wichtiges?
14:37Ich musste noch ein paar Unterlagen aus dem Büro holen.
14:39Die hatte ich gestern vergessen.
14:40Aber der Wagen steht doch schon eine ganze Weile vor dem Haus.
14:44Ja, ich habe noch kurz mit Georg über die Einstellung einer neuen Haushilfe gesprochen.
14:49Wo haben Sie bis jetzt gearbeitet?
14:51Bis vor ein paar Jahren im Betrieb meines Vaters.
14:54In der Buchhaltung.
14:56Wann?
14:57Bis vor vier Jahren.
14:59Und dann?
15:02Dann, ähm, verschiedenes, mal hier, mal da.
15:05Mhm.
15:07Gab es einen Grund, warum Sie aus dem Betrieb Ihres Vaters ausgeschieden sind?
15:11Mein Vater ist gestorben.
15:14Oh.
15:16Es tut mir leid.
15:19Was ist dann aus dem Betrieb geworden?
15:22Er wurde von einem Großbrand vernichtet.
15:28Entschuldigen Sie.
15:30Ich wollte keine alten Wunden aufreißen.
15:34Konnten Sie ja nicht wissen.
15:35Geht schon wieder.
15:37Kann ich weiterfragen?
15:40In den vier Jahren, wo Sie mal hier, mal da gearbeitet haben, was haben Sie denn da so gemacht?
15:44Im Großen und Ganzen.
15:47Zuerst habe ich in einer Tischlerei gearbeitet und dann in einer Großküche.
15:51Großküche?
15:53Na, das klingt doch sehr sympathisch.
15:55Die Küchenarbeit ist Ihnen also nicht fremd.
15:57Bestimmt nicht.
15:59Tja, sehr schön.
16:00Ich denke, dabei können wir es bewenden lassen.
16:04Den Rest können Sie ja zu Hause ausfüllen und wenn möglich bringen Sie ihn morgen wieder mit.
16:08Dazu noch die Unterlagen für die Krankenkasse und Anlebenslauf.
16:14Mach ich.
16:17Dann darf ich Sie jetzt als neue Mitarbeiterin in unserem Hause begrüßen.
16:22Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.
16:24Danke.
16:25Du musst lernen, Prioritäten zu setzen.
16:27Unser Geschäft ist das hier.
16:29Ja.
16:30Ich muss dir doch nicht erklären, dass es bei einer Neuemission auch auf das richtige Timing ankommt.
16:35Und wenn du das verpasst, machen die anderen das Geschäft und du bist draußen.
16:39Ich weiß.
16:40Das ist richtig.
16:41Aber hier im Haus soll doch auch alles funktionieren.
16:43Da werde ich Georg doch mal einen Rat geben dürfen.
16:45Überlass den Hauskram bitte deiner Mutter.
16:47Die kümmert sich schon.
16:48Und Georg braucht einen Rat nicht.
16:50Schon gar nicht den Personalfragen.
16:52Er ist ein sehr erfahrener Verwalter.
16:54Können wir jetzt bitte den Rapport durchgehen?
16:56Ich habe ihn gelesen und bereits alles Nötige veranlasst.
16:59Und was ist das?
17:00Lies den Rapport selbst.
17:02Dann weißt du es.
17:15Darf ich vorstellen, Frau Berger?
17:21Frau Krause, unsere Köchin.
17:23Von hier werden Sie eine Menge lernen können.
17:25Sie ist eine wahre Künstlerin.
17:27Na, na, na, Herr Beringer.
17:28Ein Löffel Zucker tut's auch.
17:30Wer will Krause?
17:31Bianca Berger.
17:33Unsere Denise, Frau Richter?
17:35Hi.
17:36Hi.
17:36Sie schließt bei uns Ihre Ausbildung zur Hotelfrau vorab.
17:40Und?
17:41Was und?
17:43Und arbeitet mal hier mal da.
17:44Meistens oben bei der Familie.
17:45Also das enttäuscht mich jetzt aber, Georg.
17:48Sie hätten wenigstens sagen können, Denise ist unser Juwel oder sowas.
17:52Ich werde hier einfach nicht ernst genommen.
17:54Na gut.
17:56Frau Berger ist als Haushilfe angestellt.
17:58Sie können Sie also hier in der Küche beschäftigen.
18:00Was kann sie denn?
18:02Alles, was anfällt.
18:03Frau Berger hat schon einmal in einer Großküche gearbeitet.
18:06Großküche?
18:06Na ja, Gemüse putzen, Geschirr abspülen und Fußböden wischen.
18:10Das kann man erwarten.
18:11Kein Problem.
18:13Und wie steht's mit kochen?
18:14Wie soll's damit stehen?
18:15Na ja, können Sie kochen?
18:17Ja.
18:18Ja.
18:20Was kochen Sie denn so?
18:23Alles von schlichter Hausmannskost bis Haute Cuisine.
18:26Sieh mal eine an, eine ganz smarte.
18:28Dann kann ich ja gleich nach Hause gehen.
18:30Ach, um Gottes Willen, Frau Krause.
18:31Nein, nein, nein.
18:33Wir können doch nicht auf Sie verzichten.
18:34Soll ich vielleicht Probe kochen?
18:36Hühner-Bouillon à la Müllerin oder Weinus-Parfairn heißen Himbeeren?
18:40Ach wo, fangen wir mal ganz simpel an.
18:43Zwiebeln partitionieren à la Stroganoff.
18:49Na, was sagst du?
18:51Ein schöner Bericht, nicht wahr?
18:54Zu schön, um wahr zu sein.
18:57Da hat doch jemand die Zahlen geschickt nach oben korrigiert.
18:59Meinst du?
19:01Vater, ich bitte dich.
19:02Wir haben die Transglobal doch schon länger im Visier.
19:05Wir gehen doch nur wieder an die Börse, weil sie eine Kapitalspitze brauchen.
19:08Aber die Wachstumsprognose klingt vielversprechend.
19:11Was?
19:11Ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht?
19:15Du hast doch nicht etwa gekauft?
19:18Natürlich.
19:20Nicht.
19:24Gib zu, du dachtest.
19:26Jetzt ist der alte endgültig verkalkt.
19:29Alexander, ich muss mit dir reden.
19:32Ariane, wir arbeiten.
19:34Das sehe ich.
19:35Du weißt, dass ich dabei nicht gestört werden möchte, auch nicht von dir.
19:38Wenn es um mich ginge, dann wäre ich nicht gekommen.
19:41Aber es geht um deine Tochter.
19:43Was hat Sophia denn nun wieder angestellt?
19:46Sie hat schon wieder die Schule geschwänzt.
19:48Ach.
19:49Ähm, ich...
19:50Bitte entschuldigt mich, ich brauche eine Kopfschmerztablette.
19:58Der Schuldirektor hat mich angerufen und mich gefragt, ob sie krank ist.
20:01Und du hast das bestätigt?
20:02Nein, natürlich nicht.
20:04Ich werde ihre Faulheit nicht auch noch decken, Alexander.
20:06Mein Gott, ich hatte auch nicht immer Lust auf Schule.
20:09Es ist schon das dritte Mal innerhalb von 14 Tagen, dass Sophia einfach zu Hause bleibt.
20:13Du hast recht, das geht natürlich nicht.
20:15Du musst mit ihr reden.
20:17Ja, wann denn?
20:18Du siehst doch, was hier los ist.
20:19Aber auf dich hört sie vielleicht.
20:21Ach, auf dich hört sie genauso.
20:23Du kannst dir ja von mir ausrichten, dass ich diese Schwänzerei ganz und gar nicht billige.
20:27Wenn ich ihr das sage, dann kriegt sie einen Lachkrampf.
20:30So?
20:31Dann sag ihr, wenn sie noch ein einziges Mal schwänzt, sperre ich ihr die Kreditkarte.
20:37Da wird dir das Lachen schon vergehen.
21:06Oh, nein!
21:07Hör auf, hör auf, hör auf!
21:09Erst wenn du ganz lieb bitte sagst.
21:10Bitte, bitte, bitte, Gatti, Gnade, ich kann nicht mehr.
21:13Ach, das war's.
21:22Du kannst ja richtig nette Komplimente machen.
21:27Komm.
21:28Ihr müsst zurück.
21:29Schade.
21:32Wir hatten noch ein paar wichtige Termine.
21:35Mit irgendwelchen Bankern.
21:37Tja.
21:40Findest du ungerecht?
21:42Die dürfen den ganzen Tag mit dir zusammen sein.
21:45Ich nicht.
21:48Es muss sich ändern.
21:50Klar.
21:57Sag mal, gehören ja eigentlich alle Wiesen und Felder zum Gut Wellinghoff?
22:04Keine Ahnung.
22:06Du musst doch wissen, was dir gehört.
22:08Ach.
22:09Warum kümmert sich mein Ver...
22:10äh, mein Verwalter?
22:13Na, dann frag ihn mal.
22:17Es wäre nämlich ein idealer Ort, um hier einen Goldplatz anzulegen.
22:31Wie spielst du eigentlich Gold?
22:34Nö, noch nicht.
22:37Und Tennis?
22:40Gelegentlich.
22:41Und Kono?
22:42Oh, oh, oh, oh.
22:51Hallo.
22:52Hallo.
22:55Ich dachte, ein Chauffeur müsste den ganzen Tag seinen Chef in der Gegend rumfahren.
22:58Nein, nicht immer.
23:01Außerdem muss ich mich doch davon überzeugen, dass es mit deiner Anstellung geklappt hat.
23:04Du siehst, es hat.
23:06Na also.
23:07Ich hab doch gesagt, du schaffst das.
23:09Abwarten.
23:11Bernd, ich muss mit dir reden.
23:13Wir sagen uns, wie man so berührt, das kann ich schon.
23:15Nein.
23:18Es geht um...
23:21Es ist was sehr Wichtiges.
23:23Ich habe es falsch gemacht.
23:24Nein.
23:26Worum geht's denn dann?
23:30Wie soll ich dir das erklären?
23:31Es ist...
23:34Es geht einfach nicht so zwischen Tür und Angel.
23:36Aber es hat was mit mir zu tun.
23:37Nein.
23:39Ja, doch schon, natürlich.
23:41Ich...
23:42Ich glaube, ich habe eine Dummheit gemacht.
23:54Es ist nicht so schön, wenn man die Suppe vom Herd hat.
24:13Ausritt machen kann. Das gehört doch dazu. Verdammt. Ich habe einen Autoschlüssel verloren.
24:19Das ist jetzt ein Witz. Nee. Der muss mir vorhin bei unserer Ranelei aus der Tasche gerutscht sein.
24:26Oliver. Oliver.
24:34Kathi, du wirst eine... Was bin ich?
24:41Bezaubernde Fee?
24:43Ein süßer Engel. Meine himmlische Göttin.
24:48Akzeptiert.
24:51Mann, hör doch mal auf mit dem Blödsinn jetzt.
24:53Nur wenn du mich mit dem Wagen fahren lässt.
24:55So verrückt, das geht nicht.
24:56Ach, bitte, bitte, bitte. Ich bin noch nie so ein geiles Auto gefahren. Nur ein kleines Stück.
25:02Na gut.
25:16Aber du bist zur Hauptstraße.
25:17Und du bist ein Schatz.
25:21Sophia?
25:22Hi, Mama.
25:24Ich habe mit dir zu reden.
25:26Das ist richtig Pech. Ich bin nämlich schon so gut wie weg.
25:30Du bleibst.
25:32Was soll denn das jetzt? Ich bin eh schon zu spät. Ich habe mich mit einer Freundin in der Stadt
25:36verabredet.
25:36Dann wird deine Freundin eben warten müssen.
25:39Und was ist mit den berühmten Dreitugenden der Wellinghorst?
25:42Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und...
25:45Ach.
25:46Und noch irgendwas.
25:47Du hast mir immer gepredigt, dass ich sie in allen Lebenslagen beherzigen soll.
25:50Setz dich.
25:55Warum warst du heute nicht in der Schule?
25:58Und das ist doch nicht dein Ernst, dass ich wegen so einer Lapaille meine Verabredung platzen lassen soll.
26:02Bitte beantworte meine Frage.
26:04Mein Gott, ich habe mich nicht gefühlt. Du weißt doch, wie das manchmal an solchen Tagen ist.
26:08Ja, an solchen Tagen kann es einem richtig schlecht gehen.
26:12Dann wäre das ja wohl geklärt.
26:14Aber dass das innerhalb von 14 Tagen gleich dreimal passiert, darüber hat sich auch dein Schuldirektor sehr gewundert.
26:18Ach, ist das ein mieser Denunziant.
26:20Der Mann nimmt seine Verantwortung ernst, Sophia.
26:23Verantwortung.
26:25Das ist übrigens die dritte Tugend, die du offenbar total verdrängt hast.
26:28Ich bringe den Kerl um, ich schwöre es.
26:31Such nicht die Schuld wieder bei anderen. Fang bei dir an.
26:37Dein Vater möchte, dass du einmal ein ausgezeichnetes Abitur hinlegst.
26:44Das mache ich auch.
26:48Aber vorher gehe ich noch ein bisschen shoppen.
26:51Du gehst nirgendwo hin.
26:53Du hast fürs erste Hausarrest.
26:55Strafe muss sein.
26:57Du spinnst.
26:58Ich lasse mich doch nicht einfach einsperren.
27:00Ich gehe.
27:01Das würde ich mir an deiner Stelle gründlich überlegen.
27:04Dein Vater lässt dir ausrichten, dass er dir deine Kreditkarte sperren wird,
27:07wenn du nicht Vernunft annimmst.
27:19Motor starten, Rückwärtsgang einlegen und die Räder nach der anderen Seite einschlagen.
27:23Aber vorsichtig, hinter dir steht ein Baum.
27:25Dann sagst du jemandem besten, der soll doch mal weggehen.
27:27Immer schön vorsichtig, ist kein Gelände wahr.
27:29Ja, doch.
27:30Ja, ja.
27:32Halt, halt, der Baum! Halt!
27:35Ist was passiert?
27:38Nein, Gott sei Dank nicht.
27:41Okay, und jetzt langsam vorwärts.
27:43Schön vorsichtig, ja?
27:46Stopp, stopp, stopp!
27:48Mann, das hat mir gerade noch gefehlt.
27:51Der Kurzflügel ist ruiniert.
27:54Kathi, komm her, sieh dir an, was du angestellt hast.
27:57Kathi.
27:58Oh, mein Kopf.
28:03Was ist passiert?
28:05Du hast den Baum gestreift.
28:07Tja, das ist eine ziemlich böse Schramme.
28:08Eine Schramme?
28:09Ich hoffe doch nicht...
28:10Mann, der Wagen hat eine Schramme.
28:12Der Wagen, der Wagen, der ist dir wichtig.
28:15Und was mit mir ist, ist dir vollkommen egal.
28:18Nein, das...
28:19Ich könnte eine Gehirnerschütterung haben.
28:23Was ist der übel?
28:26Ein bisschen.
28:28Okay.
28:30Okay.
28:31Ganz ruhig, ja?
28:32Beweg dich nicht.
28:34Ich warte gleich nach Hause.
28:37Nicht bewegen!
28:41Und, wie sieht's aus?
28:43Gut, wir sind fertig.
28:44Silber in der Glanz.
28:46Ganz ordentlich.
28:47Wenn ihr das Besteck eingeräumt habt, könnt ihr für heute Feierabend machen.
28:54Das heißt, Denise, du sollst Sophia noch einen frisch gepressten Orangensaft bringen.
28:58Oh, aufs Zimmer?
29:00Nein, auf die Wiese.
29:02Sie hat sich noch ein bisschen in die Sonne gelegt.
29:04Wie schön für sie.
29:07Ach, und zeig Bianca doch vorher bitte kurz das Haus, damit sie sich morgen gleich überall zurechtfindet.
29:13Muss das sein?
29:14Ich wollte doch heute mal pünktlich nach Hause.
29:16Komm, wir machen ganz schnell.
29:19Vergesst nicht, das Besteck einzuräumen.
29:29Wir sind da.
29:33Schon?
29:34Ich muss auch gleich weiter.
29:35Oh, schade.
29:38Na, dann lass es dir gut gehen.
29:42Kommst du zurecht?
29:44Ja, ja.
29:45Mach dir um mich keine Sorgen.
29:53Oh Gott, es dreht sich alles.
29:58Warte, ich bring dich rein.
30:11Warte, ich bring dich rein.
30:36Das ist das Wohnzimmer.
30:46Ja, das ist die Halle.
30:49Beeindruckend.
30:50Na ja.
30:51Es ist ja schließlich das Erste, was der Besucher vom Haus sieht, wenn er durch den Haupteingang reinkommt.
30:56Wir, das heißt das Personal, benutzen diesen Eingang ja eher selten.
31:01Die Treppen rauf geht zu dem Schlafzimmer in der Familie, aber...
31:05Die kann ich dir doch auch morgen zeigen, oder?
31:07Ja, klar.
31:08Dann presse ich jetzt Sophia noch ihren Saft und dann haue ich ab.
31:12Vielleicht schaffe ich es ja noch pünktlich zu meinem Date.
31:15Viel Spaß.
31:30Vorsicht, das ist ein echter Soutin.
31:32Mann, ey, wie kannst du mich so erschrecken?
31:36Nicht erschrecken, warnen.
31:38Das Bild ist mit Tastsensoren gegen Diebstahl gesichert.
31:40Bei der geringsten Berührung geht die Alarmanlage los.
31:43Du nimmst mich auf den Arm, oder?
31:44Hm.
31:49Willst du mir sagen, das ist ein echter Soutin?
31:51Wer weiß.
31:52Oder vielleicht eine Fälschung?
31:54Ich mag keine Fälschungen, die sind...
31:58Fälschungen sind Lügen.
32:00Oder siehst du das anders?
32:03Nein, nein, du hast völlig recht.
32:05Obwohl es gibt Situationen...
32:08Die Vortäuschung falscher Tatsachen entschuldigen?
32:11Na ja, ich meine...
32:13kleine Schwendeleien?
32:15Weißt du, wie viele Menschen durch Vortäuschung falscher Tatsachen schon ins Unglück gestürzt wurden?
32:20Nein, weiß ich nicht.
32:21Ich will mich auch gar nicht mit dir streiten.
32:24Entschuldige.
32:26Du wolltest mir sagen, was du für eine Dummheit gemacht hast.
32:29Ja.
32:31Aber nicht hier.
32:32Können wir uns in einer halben Stunde unten am See treffen?
32:34Da können wir ungestört miteinander reden.
32:36Einverstanden.
32:37Okay.
32:38Bis dann.
32:48Haben Gnädigste noch einen Wunsch?
32:49Lass den Quatsch, Denise, ich bin sauer.
32:51Gut, dann haben wir ja wenigstens etwas gemeinsam.
32:54Wieso? Bist du etwas sauer auf mich?
32:55Oh, wie kommst du denn darauf?
32:57Erst erzählst du mir, dass du in die Stadt zum Shoppen willst
32:59und dann überlegt es sich das gnädige Fräulein wieder anders
33:01und ich komme ja nicht vom Hof, weil ich dir doch deinen Rink servieren darf.
33:04Was kann ich denn dafür? Beschwer dich bei meiner Mutter, die lässt mich nicht weg.
33:08Hausarrest.
33:09Hausarrest, wie niedlich.
33:11Mit Stück!
33:18Und warum?
33:21Weil ich mal ein bisschen Schule geschwänzt habe.
33:23Ist doch kindisch, was dir da für ein Theater drum macht.
33:25Findest du nicht auch?
33:27Warum verschwindest du nicht einfach ohne die Erlaubnis von deiner Mama?
33:30Weil mir Alexander der Große dann die Kreditkarte sperren lässt
33:33und das will ich lieber nicht riskieren.
33:34Oh, das wäre natürlich eine Katastrophe für dich.
33:40Gib mir doch mal einen Tipp.
33:41Was soll ich denn jetzt machen?
33:44In deinem Fall hilft eigentlich nur
33:46mit den Soße-Kapitulationen.
34:00Und ich soll wirklich keinen Arzt rufen?
34:02Nein, nein.
34:04Es geht mir schon viel besser.
34:06Ruhe dich noch ein bisschen aus, hm?
34:08Ich störe auch nicht länger.
34:09Oliver.
34:11Kathi, ich bin...
34:13Ja, was bist du?
34:15Ach, nichts.
34:16Müde.
34:18Es war ja auch ein anstrengender Tag für dich und...
34:21ich hab dir nur Ärger gemacht.
34:23Das stimmt nicht.
34:24Es war sehr schön mit dir.
34:27Wirklich?
34:29Meinst du das ehrlich?
34:31Mhm.
34:34Du ahnst gar nicht, wie glücklich du mich damit machst.
34:37Gestern an eurem See,
34:39als wir uns das erste Mal gesehen haben,
34:41das war wie...
34:44wie ein Blitzschlag, weißt du?
34:48Ich hab immer geglaubt,
34:49Liebe auf den ersten Blick,
34:51sowas gibt's nur in schlechten Romanen.
34:54Aber dass mir sowas passiert...
34:56Kathi, ich...
34:57Olli!
34:58Sag jetzt nichts, bitte.
35:02Du musst dich schon, hm?
35:05Gute Besserung.
35:37Oh, Mann, Eddie.
35:40Hi.
35:42Was sind dir für eine Lasse über die Leber gelaufen?
35:44Ich hab Mist gebaut.
35:46Das scheint heute geschlechtsbedingt zu sein.
35:48Ich hab mit Kathi ne kleine Spritztour gemacht.
35:50Das heißt, sie hat mich dazu überredet.
35:52Und dabei ist das passiert.
35:53Oh, Mann, Eddie.
35:56Du hast es ausgeplaudert.
35:58Was?
35:58Nein!
35:59Der Wagen hat ne Schramme abgekriegt.
36:02Schlimm.
36:04Lackschaden.
36:06Ich dachte schon,
36:06du hättest unsere kleine Verwechslungskomödie aufgedeckt.
36:09Kein Wort davon.
36:10Was denkst du denn?
36:10Ich hab dir doch versprochen, dich zu halten.
36:13Obwohl,
36:14manchmal war ich nah dran.
36:15Also lang haltet es jetzt jedenfalls nicht mehr durch.
36:18Hör zu, Eddie.
36:18Ich treffe mich mit Bianca jetzt unten am See.
36:20Da werde ich ihr alles erklären.
36:22Und ich möchte nach wie vor,
36:23dass sie es zuerst erfährt.
36:23Und zwar von mir.
36:26Oliver!
36:28Ja?
36:28Willst du dir die Schramme nicht wenigstens mal ansehen?
36:30Ach, lass das in Ordnung bringen.
36:32Ich muss zusehen,
36:32dass die Sache da unten in Ordnung kommt.
36:56Danke.
36:57Ja?
36:58Sie gehen nach Hause?
37:00Frau Krause hat gesagt,
37:01ich kann Feierabend machen.
37:02Ja, ja, den haben Sie sich auch ohne Zweifel verdient.
37:04Ich wollte nur sagen,
37:06Frau Krause kann manchmal ein bisschen grob sein.
37:09Nehmen Sie es hier bitte mich hin.
37:10Ruhig mal.
37:11Im Grunde hat sie ein grünes Herz.
37:14Das spürt man.
37:16Ja?
37:17Das freut mich.
37:19Ich glaube,
37:20Sie könnten ein großer Gewinn für unser Haus werden, Bianca.
37:22Sie kennen mich doch noch gar nicht.
37:24Besser als Sie ahnen.
37:26Ich brauche keine Personalaktik,
37:28um meinen Menschen einzuschätzen.
37:29Aber denken Sie,
37:30sie würde trotzdem an ihre Unterlagen.
37:31Sie wissen ja,
37:32wegen der Bürokratie.
37:34Das mache ich.
37:36Wiedersehen, Herr Weringer.
37:37Bis morgen.
37:39Ach, Bianca.
37:41Wenn Sie nach Hause wollen,
37:43müssen Sie da entlang.
37:45Nein, nein,
37:45ich bin schon auf dem richtigen Weg.
38:05Warum renne ich so?
38:06Ich muss doch nicht rennen.
38:08Da vorne ist schon der Sie
38:09und auf dem Bootsteg steht ein Mann.
38:12ein Mann, der auf mich wartet.
38:15Er wird lange warten müssen,
38:16denn ich werde den Steg nie erreichen.
38:18Nie.
38:19Ich werde bestimmt gleich
38:20in meiner Gefängniszelle aufwachen
38:22und die Schließerin wird mich anbrüllen,
38:23weil ich den Weckruf verschlafen habe.
38:26Warum kommen die schönsten Träume
38:28immer kurz vor dem Aufwachen?
38:30So kann man sie nie zu Ende träumen.
38:39Sieht traurig aus.
38:42Er ist einsam.
38:46Schwäne suchen sich eine Gefährtin,
38:48mit der sie ihr Leben lang zusammenbleiben.
38:51Nur er durfte das noch nicht.
38:53Warum nicht?
38:54Ach, das ist eine uralte Geschichte.
38:57Ein Märchen?
38:59Vielleicht.
39:03Wenn in dem Jahr,
39:04in dem den Wellinghoffs
39:05ein Sohn geboren wird,
39:07nur ein einziger männlicher Schwan
39:09auf diesem See zur Welt kommt,
39:11dann werden die Schicksale der beiden
39:13auf geheimnisvolle Weise
39:14miteinander verwoben.
39:16Der Schwan ist dann dazu verurteilt,
39:18so lange allein zu bleiben,
39:20bis der Sohn der Wellinghoffs
39:21seine Liebe gefunden hat.
39:23Der arme Schwan.
39:25Es ist der letzte Sommer,
39:26in dem er einsam sein wird.
39:28Du meinst, der Sohn der Wellinghoffs
39:29hat seine große Liebe gefunden?
39:32Ja.
39:34Ich weiß es.
39:37Der Sohn der Wellinghoffs,
39:40das bin ich.
39:47Eddie Behringer ist Oliver Wellinghoff.
39:50Kennst du das Gefühl,
39:51einen Riesenfehler gemacht zu haben?
39:53Mhm.
39:54Kenn ich.
39:55Du bist schön.
39:58Das finde ich zum Kotzen.
39:59Würde Sophia in ihrer neuen Art,
40:01sich auszudrücken,
40:02jetzt wohl sagen.
40:03Warum hast du es mir nicht einfach gesagt,
40:04bevor ich mich bei euch beworben habe?
40:06Hättest du dich dann bei uns beworben?
40:08Ich wünsche,
40:08du hättest es mir trotzdem gesagt.
40:09Gott.
40:12Untertitelung. BR 2018