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Menschen
Transkript
00:06Ja, einen wunderschönen guten Tag. Ich bin Tom Lausen. Ich sitze zurzeit im Bundestag,
00:11um die Corona-Zeit mit aufzuarbeiten. Zumindest bin ich dafür berufen worden. Und nun ist es so,
00:18dass ich heute im Westend Verlag sitze, um für das Publikum des Westend Verlags auch das neue
00:25Buch vorzustellen. Denn es ist aus meiner Sicht gar nicht möglich, länger zu warten als das,
00:32was wir mittlerweile schon erlebt haben, ein Buch darüber herauszugeben. Die Enquete-Kommission
00:37des Bundestages ist aus meiner Sicht nicht fähig, eine Situation aufzuarbeiten, die drei Jahre lang
00:45die Menschen gefesselt hat. Und zwar mit Fiktionen. Und Fiktionen sind im Grunde auch das wichtigste
00:52Thema, über das wir in der Zukunft immer wieder stoßen oder auf das wir in der Zukunft immer
00:58wieder stoßen werden. Und wir werden immer wieder behelligt mit Fiktion und mit unvollständigen
01:02Informationen. Und diese unvollständigen Informationen sind das Elixier, aus dem das alles abläuft.
01:10Es ist schön einfach, Fiktionen den Menschen nahe zu bringen und dann zu sagen, ihr müsst jetzt dieses
01:17oder jenes tun. Oder wir haben für euch schon die Lösung erfunden. Es ist schön einfach. Aber was steckt
01:24hinter diesen Fiktionen? Und ich spreche ganz konkret von dem Anfang der Corona-Zeit. Dahinter steckt
01:29natürlich ein sehr bedeutendes Instrument, nämlich die Panikmache, die über die mediale Verbreitung zu
01:37Ihnen oder zu jedem gefunden hat, der Medien eingeschaltet hatte und dann auf einmal mitbekommen hatte, virtuell,
01:44es ist jetzt gefährlich. Corona ist jetzt gefährlich. Man konnte ganze Länder gleich schalten und niemand hatte
01:51die Idee, es könnte irgendwie ein falscher Alarm sein, weil es ja alle gemacht haben. Und schließlich würden
01:59ja alle sehr genau aufpassen. Ich will heute darüber sprechen, wie das überhaupt möglich geworden ist.
02:04Und auch das müsste normalerweise sauber aufgearbeitet werden in der Bundestags-Enquete-Kommission
02:11in Deutschland, dem größten Land in Europa. Leider wird es das nicht. Glücklicherweise sitze ich nun in dieser
02:18Bundestags-Enquete-Kommission und bin dort nicht nur im öffentlichen Teil vertreten, sondern als
02:23sachverständiges Mitglied eben auch in dem nicht öffentlichen Bereich zugegen und habe sehr interessante
02:30Gespräche unter anderem auch mit der damaligen Chefin des ECDC, was wahrscheinlich wenige kennen.
02:38Das European Center of Disease and Prevention Control, also einer Seuchenbehörde auf europäischer Ebene,
02:44die im Grunde genommen höher gelagert ist als das RKI, das Robert Koch-Institut, also unsere deutsche
02:50Bundesdeutsche Oberbehörde für Seuchenbekämpfung. Und dieses ECDC hat seine Präsidentin, seine ehemalige
02:59Präsidentin, Frau Dr. Ammann, geschickt. Darüber berichte ich auch in diesem neuen Buch, 5 Minuten
03:05gegen die Macht. Ich hatte mal wieder nur 5 Minuten Zeit, um mit ihr zu sprechen. Aber das, was herausgekommen
03:10ist, ist beeindruckend und zeigt, dass auch auf der höheren Ebene, nämlich nicht nur im RKI, Unwissenheit über viele
03:18Dinge herrschte, sondern eben auch auf der Ebene des ECDC. Aber das ist keine Unwissenheit, die man nicht
03:25hätte wissen können, sondern es ist einfach Unwissenheit aus Gehorsam. Zumindest ist das meine
03:30Interpretation, denn ich habe viele Fragen gestellt. Eine Frage zum Beispiel ist die Frage, ist es typisch in
03:37einer sogenannten Pandemie, also in einer Pandemie wäre das typisch? Und das ist die Frage an die europäische
03:44Seuchenbehörde, die Präsidentin, ist es typisch, dass die Krankenhäuser in einer Pandemie historisch
03:50unterbelegt sind? Jeder von Ihnen am Bildschirm würde jetzt wahrscheinlich sagen, nein, das ist natürlich
03:55nicht typisch. Wir würden alle erwarten, die Krankenhäuser sind voll bei einer Pandemie. Lassen Sie sich das mal
04:01nur eine Sekunde auf der Zunge zergehen. Ist es typisch in einer Pandemie, dass die Krankenhäuser
04:08historisch unterbelegt sind? Und den Nachweis dafür, der ist leicht zu bringen. In Deutschland sind
04:15alleine zweieinhalb Millionen Menschen, also Fälle, weniger in die Krankenhäuser gekommen in 2020 als in
04:23den zehn Jahren zuvor. Das zeigt ja schon mal eindeutig, dass es in Deutschland so war. Schaut man
04:28jetzt in ein Land, in dem, weil man ja behaupten könnte, es seien die Maßnahmen gewesen, die das
04:34überhaupt erzeugt haben. Nur durch die Maßnahmen ist man davon gekommen und hatte deswegen auch keine
04:40Fälle in den Krankenhäusern. Das ist leider falsch, denn in Schweden, wo so gut wie keine Maßnahmen
04:46stattgefunden haben, in Schweden gibt es ebenfalls eine historische Unterbelegung der Kliniken im Jahre
04:512020. Und Schweden hatte keine Maskenpflicht. Schweden hatte keinen Lockdown. Schweden hat all diese
04:57strengen Maßnahmen, keine Schulschließungen für die unteren Klassen sowieso nicht. Und Schweden hat diese
05:03ganzen Sachen nicht mitgemacht. Und deswegen kann man relativ gut vergleichen, dass dem im Gesamten
05:09eben einfach nicht so ist. Jetzt könnten Sie auch wieder daherkommen und sagen, naja, so wie Herr Drosten
05:14das gerne tut, Schweden, das kann man nicht vergleichen, weil die haben ja einen hohen Anteil an Homeoffice
05:20und so weiter. Das halte ich alles für Unsinn, denn grundsätzlich müssen Sie sich eins fragen. Gab es vorher,
05:28bevor diese sogenannte Pandemie Covid-19 aufgetaucht ist, gab es vorher Maßnahmen, die man in solchen Fällen
05:37angewendet hätte. Und ja, die gab es. Man hätte die Menschen mit Appellen dazu bringen können, Dinge zu tun,
05:44nämlich Abstand zu halten, bewusst darauf zu achten, dass sie Kranke leichter erkennen und dass sie selbst,
05:51wenn sie krank sind, auch zu Hause bleiben. Das ist das gängige Mittel seit Jahrzehnten, das man herausgefunden hat,
05:58in alle Pandemiepläne der Welt schreibt, auch der WHO, um im Grunde genommen ein solches Szenario zu
06:05vermeiden. Und diese Vermeidung ist ignoriert worden, komplett, außer in Schweden. Also es gibt noch ein paar
06:11andere Länder, die ich jetzt heute nicht nennen möchte und bearbeiten möchte, aber in Schweden ist das
06:16genauso gemacht worden, wie es üblicherweise in Pandemieplänen gestanden hat. Und das Interessante dabei ist,
06:22und jetzt kommt eigentlich der entscheidende Punkt. Das Robert-Koch-Institut selber hat sich genau über
06:28diese Frage auch Gedanken gemacht und hat auch selber geschrieben, und zwar steht das in den Robert-Koch-Instituts-
06:37Krisenstabsprotokollen, und zwar am 18. März, noch vier Tage bevor der Corona-Lockdown in Deutschland
06:44stattfinden sollte. Ich zitiere, es wurde diskutiert, ob Ausgangssperren das Infektionsrisiko
06:50tatsächlich reduzieren. Es gibt eher die Befürchtung negativer Konsequenzen. Also das RKI wusste sehr
06:57genau Bescheid, dass das ein Problem ist. Darüber hinaus, jedes andere Mittel ist besser. Eine sinnvolle
07:03Maßnahme sind Appelle, Abstand zu halten. Bei schlechter Compliance sind Ausgangssperren jedoch ein
07:08letztes Mittel der Politik. Es ist ein Mittel der Politik, es ist kein Mittel der Epidemiologie. Und dann
07:14steht der bemerkenswerteste Satz in diesem RKI-Protokoll, dass RKI soll sich nicht aktiv gegen
07:21Ausgangssperren positionieren. Genau genommen dagegen positionieren. Ich habe das jetzt als Anmerkung
07:26erweitert. Und zwei Tage später steht in dem weiteren Protokoll am 20. März, also zwei Tage vor dem
07:32Lockdown. Hinweis des Gesundheitsministeriums, das RKI soll nichts zu Ausgangssperren sagen. Warum ist
07:40das so? Man hat vorher gewusst, dass die Mobilität durch die Appelle, die man über die Medien verbreitet
07:48hat, die Mobilität um 40 Prozent zurückgegangen ist. Und dass im Grunde genommen der Lockdown gar
07:54nicht mehr nötig gewesen wäre. Das wusste man schon, bevor der Lockdown in Kraft getreten war. Und weil man
08:00das wusste, hatte man natürlich jetzt Probleme, wenn das Robert-Koch-Institut sich dazu äußern
08:05würde. Denn die haben die Daten der Telefonica Deutschland gehabt, die von 40 Millionen Handy-Usern
08:11die Mobilität gemessen haben. Schon übrigens auch ein Jahr zuvor. Man wusste also genau, wie die
08:17Mobilität ist. Und wenn man gewusst hat, dass zum Stichtag des Lockdowns die Mobilität um 40 Prozent
08:25gesunken war. Übrigens in Schweden war das genauso. Aber nicht ganz so stark. Also man hatte
08:30sozusagen sogar weniger Senkung der Mobilität gehabt. Dann hätte man jetzt vielleicht sehr
08:36genau sehen können, ob der Lockdown die Mobilität weiter nach unten schraubt. Und genau das ist nicht
08:41der Fall gewesen. Das heißt also spätestens dieses wäre der Zeitpunkt gewesen, als Sie gesehen haben,
08:48die Mobilität geht nicht weiter nach unten, sondern sie steigt wieder. Im Lockdown ist die Mobilität
08:53wieder gestiegen. Das wäre der Punkt gewesen, an dem man eine Abbruchlogik hätte starten müssen.
08:58Aber das war nicht gewollt. Denn es ist eine große Unsitte geworden, die Menschen über dieses Problem
09:06nicht zu informieren, dass man im Grunde genommen hier eine politische Pandemie erzeugt hat. Und diese
09:12politische Pandemie lebte von nichts anderem als von der Modellierung eines sogenannten Worst Case,
09:20dem schlimmsten Fall, der eintreten kann. Und das Robert-Koch-Institut wusste ganz genau, dass es
09:26hier keinen schlimmen Fall gab und war natürlich deswegen auch hilflos und kriegte deswegen auch
09:31einen Maulkorb nach dem anderen. Nichts zu sagen zu bestimmten Themen. Modellierung. Modellierungen sind
09:38etwas sehr Wichtiges geworden. Modellierungen zeigen eine Welt, die in der Fantasie der Modellierer
09:45stattfindet. Und eine Fantasie von Modellierern lese ich Ihnen jetzt einmal vor, wie das bei diesen
09:52Modellierungen ausgesehen hat. Man hat Modellierungen auf der ganzen Welt den Staatslenkern in die Hand
09:58gegeben. Auch Donald Trump hat von Frau Dr. Birx eine Modellierung bekommen, über die er spricht.
10:04Darauf haben sich alle verlassen. Alle haben gesagt, wenn ich eine Modellierung bekomme, die mir im Voraus
10:09zeigen kann, was hier alles passieren kann, wenn ich keine Lockdowns mache, was natürlich totaler Unsinn war,
10:14denn Lockdowns gab es ja noch nie, dann muss diese Modellierung ja stimmen. Ich zitiere aus dem
10:21Panikpapier, wo nach Veröffentlichung unten diverse E-Mails dran sind. Einige, eigentlich fast alle sind
10:28geschwärzt, aber diese sind gerettet. Am 20. März schreibt eine unbekannte Person, beziehungsweise
10:36schreibt man aus dem Innenministerium an eine unbekannte Person, lieber geschwärzt, haben Sie herzlichen Dank für
10:43dieses Modell und das einigermaßen tröstliche Best-Case-Modell, das mit 126.000 Toten einer
10:50schweren Grippe entspräche. Ich freue mich auf die morgige Diskussion. Das Worst-Case-Szenario zeigt uns
10:57deutlich, was es zu verhindern gilt, whatever it takes. Whatever it takes war dann auch der Wahlspruch von
11:03allen anderen. Übrigens war es auch der Wahlspruch in Amerika, also typische Vereinheitlichung. Ihr
11:08Markus Kerber aus dem Innenministerium. Ein paar Minuten später, beziehungsweise etwas später danach,
11:15schreibt eine unbekannte an eine unbekannte Person im Rahmen der Modellierer, siehe im Modell das
11:21Schied Annahmen. Bei uns sterben auch Patienten, die keine intensivmedizinische Versorgung brauchen,
11:26Sielzelle H29 und folgende. Zum Beispiel versterben auch 0,02% der milden Fälle und so weiter. Liegen wir
11:35damit völlig falsch? Also Modellierer, die nicht wissen, ob sie richtig oder falsch liegen. Hatte
11:39bislang keiner angemerkt. Wir haben alles so kalibriert, dass am Ende eine Mortalität auf die
11:45Infizierten von etwa 1,2% ohne Rationierung herauskommt. Sie sehen, hier wird in den Modellierungen
11:53kalibriert, um ein bestimmtes Kalibrierungsziel zu erreichen. Ein paar Minuten später antwortet
12:00Herr Anderheiden aus dem RKI diesem Schreiber, ich würde es eher bündeln und die milden Fälle
12:06nicht versterben lassen. Intensivpflichtigkeit heißt ja noch nicht, dass jemand auch adäquat
12:10versorgt wird. Ich denke auch, dass bei entsprechender Überlastung eine Letalität von 80% der Intensivpflichtigen
12:17nicht unrealistisch ist. Punkt, Punkt, Punkt, Punkt. Vielleicht kann man zumindest so die
12:221,2% Letalität auch erläutern. Viele Grüße, Matthias Anderheiden. Ja, daraufhin kommt ein paar
12:30Minuten später die Antwort von der unbekannten Person wieder an den Matthias Anderheiden.
12:36Okay, sowohl bei den milden ohne Hospitalisierung als auch bei denen, die nur im Krankenhaus liegen
12:41ohne Beatmung intensiv, habe ich die Letalität nun auf 0% gesenkt. Im Worst Case bleibt es dabei
12:48bei über einer Million Todesfälle, vor allem wegen der Rationierung. Und die Antwort zwei
12:52Minuten später. Vielen Dank, damit passt es sehr gut jetzt, denke ich. Also Sie sehen, Modellierer
12:57sind jetzt nicht diejenigen, bei denen man sagen kann, sie achten sorgfältig auf die Begründung
13:02ihre Annahmen. Und das ist auch interessant deswegen, weil am 5. März 2020 das Robert-Koch-Institut
13:10eine Modellierung herausgeben sollte, die das BMG, das Gesundheitsministerium, für gut
13:16und wissenschaftlich exakt bezeichnete. Aber das BMG, das Gesundheitsministerium, verbot,
13:21diese Modellierung zu veröffentlichen. Und mit dieser Modellierung hat man dann die Ministerpräsidenten
13:27so sehr erschreckt, dass sie von wir werden die Schulen nicht schließen zu wir werden die Schulen
13:32schließen, einstimmig übergegangen sind. Sie sehen die Kraft der Modellierung. Und
13:37gleichzeitig sind weltweit, und das belegen die Druckerzeugnisse, die Bücher von einigen
13:44Gesundheitsministern, zum Beispiel Olivier Véran, der Gesundheitsminister in Frankreich, in seinem
13:49Buch steht drin, dass 300.000 bis 500.000 Tote erwartet worden sind, würde Olivier Véran
13:56keinerlei Lockdowns machen. Anders Tegnell, dem Schweden, der ein alter Hase war, hatte man 85.000 Tote
14:03versprochen, würde er keine Lockdowns machen. Er hatte 5.000. Roberto Speranza, dem Italiener, versprach
14:09man hunderttausende Tote. Ohne Maßnahmen versprach man dem Schweizer Alain Berce 100.000 Tote, Jens Spahn
14:16400.000 Tote. Und Rudi Anschober konnte sich in seinem Buch Pandemia gar nicht daran erinnern, wie hoch
14:22die Zahl war. Er wollte sich nicht daran ändern, die war so hoch. Sie sehen, man konnte europaweit ganz
14:28leicht die Menschen mit dieser Modellierfiktion, konnte man davon überzeugen, dass sie das machen
14:34müssen. Und ab da sind die rumgerannt und waren überzeugte Verfechter von Lockdowns. Und heute sitzen wir in der
14:42Enquete-Kommission und stellen die absolute Unwissenheit vieler Menschen fest. Und das haben
14:47wir, meine Frau und ich, in diesem Buch festgehalten. Und vor allen Dingen etwas ist mir sehr wichtig bei
14:53dieser Sache. Es sind Inhalte, die Sie niemals irgendwo in irgendwelchen Archiven finden werden, außer in
15:00diesem Buch. Denn sie sind die nicht öffentlichen Inhalte. Das, was wir mit sogenannten Experten nicht
15:06öffentlich besprechen, steht hier drin und ist nicht mehr löschbar. Es ist nur noch löschbar in den
15:12Archiven des Bundestages, der Bundestagsverwaltung. Dort wird schon gestrichen und gelöscht. Es sind
15:19jetzt letztlich Tonaufnahmen gelöscht und so weiter. Also all das, was man hätte brauchen können, um in 10,
15:2515, 20 Jahren der Generation danach sagen zu können, Leute passt auf, sie informieren euch falsch. Damit wünsche
15:33ich mir, dass jeder dieses Buch hier liest oder zumindest es sich besorgt für den Fall, dass in
15:38zehn Jahren wieder eine solche komische Pandemie kommt. Wir hören ja gerade von Lungenpest, obwohl das
15:43schon wieder eingefangen ist. Also diese Panikmache wird weitergehen. Es sind Fiktionen. Und wir müssen
15:49eben aufpassen, dass wir uns nicht unvollständig informieren lassen, was nämlich auch bei Corona
15:54gewesen ist, und auf der Hut sein, dass diese Maßnahmen eben nicht Teil von unserem Leben werden. Vielen Dank fürs
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20:08Ich nehme wahr, was ihr wachsend und gar nicht mehr wahrnehmt.
20:11Ich nehme wahr, dass ihr verendet habt und dass ich euch nicht mehr ganz vertrauen kann wie früher.
20:19Menschen wollen glauben, wollen vertrauen und wollen hoffen.
20:23Früher gab es dafür die Kirchen.
20:25Heute gibt es Corona. So kommt es mir zumindest vor.
20:29Corona ist so eine Art Religion geworden.
20:32Mit einem strengen Gott der Sicherheit, schlankiert vom Heiligen Geist der Inzidenz.
20:36Als Rettung preisen die Religionsführer die Hostie-Impfung an und Gebote gibt es natürlich auch reichlich.
20:43Abstand, Maske, Kontaktvermeidung, Test, Aha und 3G.
20:49Die Medien beten das tägliche Vaterunser der Corona-Zahlen und wer den Glauben antastet, der wird als Ketzer gebranntmarkt.
20:58Liege ich da richtig oder völlig falsch?
21:01Darüber spreche ich jetzt passend zu Pfingsten mit einem, der sich mit Religion und menschlichen Bedürfnissen wunderbar auskennt.
21:09Jetzt den Punkt Preradovic.
21:12Hallo Jürgen Fliege.
21:14Tag Frau Preradovic.
21:16Ich stelle Sie kurz vor.
21:17Sie sind wahrscheinlich Deutschlands bekanntester Pfarrer.
21:20Das liegt vor allem an Ihrer Talkshow, die Sie von 1994 bis 2005 im Nachmittagsprogramm der ARD hatten.
21:28Themen, Lebenshilfe, alternative Heilmethoden und auch der Dalai Lama war im Studio.
21:34Pfarrer waren Sie nach dem Studium der Evangelischen Theologie in Wuppertal und Tübingen ab 1977 bis zu Ihrem Ruhestand 2010.
21:42Daneben sind Sie Autor von mehr als 20 Büchern, unterstützen mit Ihrer Stiftung Fliege in Not geratene Menschen,
21:49hatten bis 2012 eine eigene Zeitschrift und haben neben dem Bambi auch das Bundesverdienstkreuz am Bande bekommen.
21:56Sie gelten in Ihrer Kirche als durchaus streitbar und haben auch als Kritiker der Maßnahmen auf Corona-Demos geredet.
22:03Ihre Botschaft fürchtet euch nicht.
22:06Also das Gegenteil von dem, was Politik und Medien in Sachen Corona verbreiten.
22:10Zuletzt sind Sie in die neue Basisdemokratische Partei, die Basis, im Kreis Starnberg-Ammersee eingetreten.
22:17Fürchtet euch, das scheint mir so ein bisschen das Credo in Sachen Corona zu sein und die Menschen folgen dem
22:22Ganzen auch ohne Widerspruch.
22:24Sie geben ihre Freiheiten auf, hinterfragen auch relativ wenig.
22:28Und selbst hochrangige Wissenschaftler, die das in Frage stellen, die Maßnahmen, die werden als Ketzer gebrannt.
22:35Mir kommt Corona inzwischen wie eine neue Religion vor.
22:38Was sagen Sie als Pfarrer dazu?
22:40Naja, man muss die Inhalte einer Religion erstmal außen vor lassen und guckt sich mal an, was macht eine Religion
22:47aus?
22:48Welche Struktur hat eine Religion?
22:51Und da kann man sagen, ja, es handelt sich um eine neue Weltanschauung, eine neue Religion.
22:55Denn die kommt daher, wenn man so will, wie wenn der Papst schon seit 200, vor 150 Jahren gesagt hat,
23:03ich bin unfehlbar.
23:04Die Frau Merkel sagt, was ich tue, ist alternativlos.
23:08Das ist dasselbe Wort wie ich bin unfehlbar.
23:10Alle anderen Meinungen sind nicht gültig.
23:12Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen.
23:19Dann wird euch alles andere dazugegeben.
23:22Nein, nein, nein.
23:23Αn wir��는一下.

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