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Beim Bürgermeisterkaffee im November berichtet der Bürgermeister, was im letzten Monat in der Gemeinde passiert ist. Schwerpunkt ist eine Informationsveranstaltung zur geplanten Änderung des Bebauungsplans, mit der Kleinwindkraftwerke geregelt werden sollen. Dazu wurden alle Haushalte in Leopoldsdorf und Breitstätten per Brief eingeladen.

Die Themen:

Bürgermeisterempfang: Bei dem Treffen mit Vereinen und Institutionen wurden die Termine für 2027 abgestimmt. Der neue Veranstaltungskalender kommt vor Weihnachten mit der Gemeindezeitung.
Neues Wertstoffsammelzentrum in Groß-Enzersdorf: Es steht allen Bürgerinnen und Bürgern des Gemeindeverbands offen.
Man braucht eine Zutrittskarte. Sie wird online mit der EDV-Nummer von der Abfallrechnung beantragt. Hilfe gibt es am Gemeindeamt oder direkt beim Verband.
Wer in einer Wohnung lebt, bekommt die EDV-Nummer telefonisch beim Verband, weil die Rechnung an die Hausverwaltung geht.
Geöffnet ist Montag bis Samstag von 6 bis 20 Uhr. Problemstoffe und kostenpflichtige Abfälle werden freitags von 15 bis 18 Uhr und jeden zweiten Samstag im Monat von 8 bis 12 Uhr angenommen.
Die Altstoffsammelzentren in der Gemeinde bleiben, bis es einen Standort gibt, der höchstens 7 Minuten bzw. 7 km entfernt ist.
Kleinwindkraftwerke: Gemeint sind Anlagen unter 20 kW. Sie brauchen keine Sonderwidmung, deshalb kann die Gemeinde sie nur über den Bebauungsplan regeln. Vorgeschlagen werden:
ein Bauverbot im Bauland-Wohngebiet, im Bauland-Kerngebiet und im Bauland-Agrar
mindestens 150 m Abstand zu diesen Gebieten, zum Schutz vor Lärm (dann etwa 30–35 dB statt der erlaubten 40 dB), Schattenwurf (höchstens rund 90 m im Winter) und Eiswurf
eine Höhe von höchstens 30 m einschließlich Rotor, damit die Anlagen unter den Kirchtürmen bleiben und das Ortsbild geschützt ist
Der Gemeinderat soll Ende November oder im Dezember darüber entscheiden.
Termine: Am Samstag, 21. November, ist der Adventmarkt im Schubertpark. Außerdem gibt es wieder Adventfenster in Leopoldsdorf und Breitstätten. Das Fenster Nr. 1 im Rathaus gestalten Volksschulkinder.

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News
Transkript
00:04Herr, liebe Besucherinnen und Besucher beim Bürgermeistercafé im November 2026 und auch
00:13willkommen liebe Zuseherinnen und Zuseher daheim vor den Computerbildschirmen. Dank TV21 wird der
00:19Bürgermeistercafé ja auch immer Video aufgezeichnet und im Internet TV veröffentlicht. Ich heiße Sie,
00:27ich heiße euch ganz herzlich willkommen heute in einer besonders großen Runde, was mich sehr freut,
00:33denn der Bürgermeistercafé ist eine von Gemeinderätin Bordbrezki vor vielen Jahrzehnten
00:42eingeführte, liebgewonnene Tradition in unserer Gemeinde, bei der jetzt ich, quasi Bürgermeister,
00:49schon drei Generationen später, nachdem es eingeführt wurde, die Gelegenheit hat, der
00:55gesetzlichen Informationspflicht gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern auf eine wirklich
01:00sehr nette und persönliche Art und Weise nachkommen zu können. Damit das funktioniert, dass sich da
01:07alle so wohlfühlen an Kaffee und an Kuchen bekommen, darf ich nun schon seit ganz, ganz, ganz vielen
01:14Jahren und vielen Bürgermeistercafés, weit über 60 mittlerweile, ganz, ganz herzlich der Christine
01:22Kogal danken, die das mit ihrem Team, nunmehr seit ganz vielen Jahren, die Margit Bampere,
01:29gemeinsam organisiert und uns alle hier an diesen ersten Freitag im Monat im Rathaus verwöhnt,
01:35herzlich bedanken. Danke, dass es dank eurem Engagement diese Sache gibt.
01:41Es freut mich, dass wir heute so besonders viel sind. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich per Brief
01:47die gesamte Marktgemeinde Leopoldstorf, also die Katastralgemeinde Leopoldstorf und die
01:53Katastralgemeinde Breitstetten eingeladen habe, zu einer zusätzlichen Information, also Schwerpunkt des
01:58heutigen Bürgermeistercafés wird eine Informationsveranstaltung über eine geplante Änderung des
02:05gemeindeweiten Bebauungsplanes, nämlich im Konkreten der Bebauungsbestimmungen zur Berücksichtigung von
02:12Kleinwindkraftwerken. Dazu kommen wir aber später, denn es ist im Zuge der kleinen, also im Zuge von
02:22solchen Verfahren muss man eigentlich alle betroffenen Liegenschaftseigentümern immer von
02:27Widmungsänderungen in Kenntnis setzen und damit das nicht nur einfach mit einem Aushang im, am
02:34Amts, auf der Amtstafel, auf der elektronischen beziehungsweise auf der physischen endet, die man
02:43sieht, wenn man hinschaut, sondern eine aktive Information an alle ist, damit niemand sagen kann, ich habe
02:48nicht die Chance gehabt, informiert zu werden, haben wir uns dazu entschlossen, das im Rahmen eines
02:53Bürgermeistercafés zu machen. Aber beim Bürgermeistercafé nutze ich immer die Gelegenheit, zu 10-15 Minuten
03:01lang darüber zu sprechen, was im letzten Monat Neues angefallen ist in der Gemeinde und was
03:07unmittelbar bevorsteht. Und so möchte ich es auch heute machen. Das heißt, die Information zu den
03:14Kleinwindkraftwerken ist Teil dieses Bürgermeistercafés. Und was kann ich aus dem letzten Monat
03:22berichten? Die wichtigsten Dinge waren zum Beispiel der Bürgermeisterempfang, der traditionellerweise
03:28immer am Montag vor dem Nationalfeiertag im Oktober stattfindet und der Koordination der
03:33Kalendertermine für das nächste Jahr dient. Da sind alle Obfrauen, Obmänner, Leitungen von Vereinen,
03:44Institutionen und Einrichtungen öffentlicher und privater Natur in unserer Gemeinde eingeladen
03:52zu Angulasch und Wirstln und einem netten Beisammensein, wo ich auch die Möglichkeit habe, mich dafür
04:00zu bedanken, dass diese Menschen gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen unser Freizeitleben
04:06ehrenamtlich allermeist gestalten. Das ist eine großartige Sache, da muss man einmal im Jahr
04:12Danke sagen. Denn es macht das Leben am Land lebenswert, dass wir so eine tolle Gemeinschaft
04:17sind und dass wir unser Freizeitleben durch Vereine und Institutionen beleben. Also diese
04:25Gelegenheit habe ich genutzt, Danke zu sagen. Und die Termine für nächstes Jahr wurden koordiniert,
04:31abgestimmt. Und der Kalender wird gerade erstellt und demnächst geht er in Druck. Und selbstverständlich
04:36kommt er mit der Gemeindezeitung in gewohnter Weise vor Weihnachten wieder an alle Haushalte
04:41in der Gemeinde zugestellt. Ich kann jetzt schon so viel verraten, dass ich euch alle darauf
04:48einstimmen kann, dass es auch im Jahr 2027 wieder unglaublich viele und unglaublich vielfältige
04:55tolle Freizeittermine in unseren Katastralgemeinden gibt und kann euch nur dazu motivieren, viele
05:03davon wahrzunehmen. Denn nur wenn die Vereine und Institutionen auch besucht werden und wenn
05:08all unsere Infrastruktur, die wir haben, mit Leben erfüllt wird, wird es sie weitergeben.
05:15Das stimmt mich aber zuversichtlich. Dann eine ganz aktuelle Geschichte, nur peripher für
05:24unsere Gemeinde oder wo unsere Gemeinde nur peripher eingebunden war, aber trotzdem glaube
05:31ich eine große Auswirkung auf unsere Gemeinde haben wird, ist die Eröffnung des überregionalen
05:36Wertstoffsammelzentrums in Groß Enzersdorf, die am Mittwoch um 6.30 Uhr, super Termin, sage
05:42ich nur, eröffnet wurde. Ich war dabei, wieso? Weil ich mit Leib und Seele Vorstandsmitglied
05:50im GVU bin, das ist der Gemeindeverband, der 42 Gemeinden im Bezirk zusammenfasst, für
05:56Umweltangelegenheiten, wo es um die Entsorgung nicht nur unseres Abfalls geht, sondern und das ist der
06:02große Wandel, in dem wir uns befinden. Wir müssen nicht nur in Abfall loswerden, sondern wir müssen
06:07immer nachhaltiger auch in die Zukunft denken und Abfall nicht als Dreck bewerten, sondern als
06:13Wertstoffe, die, wo es möglich ist, wiederverwendet, recycelt und wieder eingebracht werden müssen,
06:20müssen in einen Zyklus, weil wir nicht alles, was wir konsumieren, wieder wegwerfen können, sondern
06:28wiederverwerten. Und das hat die Entwicklung der letzten Jahrzehnte gezeigt, dass es immer mehr
06:34Sammelfraktionen gibt, immer mehr Dinge, die getrennt gesammelt werden müssen, um sie sinnvoll
06:41wiederverwerten zu können. Und die Strategie des GVU ist, dass wir auf kurz oder lang in der ersten
06:50Hälfte dieses Jahrhunderts, nur damit ich den Zeitraum etwas skizzieren kann, wegkommen von diesen
06:54alten Altstoffsammelzentren, den kleinen, jeder in seiner Katastralgemeinde hat ein paar Container
07:02stehe und manchmal steht da eine Garage mit ein paar Tonnen, da stinkt es drinnen und da kann man
07:07die noch vollen Lagdinger und so ein bisschen drinnen und so, hin zu richtig großen, guten, mit allen
07:15Möglichkeiten ausgestatteten, barrierefreien, barrierefrei, also man fährt auf eine Rampe rauf und
07:22braucht nur mehr so machen und nirgendwo mehr raufsteigen oder raufheben, das ist nämlich gut,
07:28Altstoffsammelzentren, die den Platz für eine richtig gute Mülltrennung bieten und das zu
07:36wunderbaren Öffnungszeiten. Und dieses Wertstoffsammelzentrum in Groß Enzersdorf dient als GVU-Wertstoffzentrum
07:45nicht nur den Gemeinden, die sich entschlossen haben, ihre Altstoffsammelzentren aufzugeben, um dieses
07:50gemeinsam zu errichten. Das wäre die Stadtgemeinde Groß Enzersdorf mit allen ihren Katastralen und die
07:55Gemeinde Raasdorf, sondern es ist für alle Bürgerinnen und Bürger des Gemeindeverbandes
08:01da. Man muss sich nur eine elektronische Zutrittskarte lösen. Das kann man auf der
08:07Homepage des GVU, die dafür eigens eingerichtet wurde, also nicht die klassische GVU-Homepage,
08:14sondern man gibt ein GVU-GF, also GVU-GF für Gensandorf.at und dann ist schon der Button da,
08:22der sagt, Zutrittskarte bestellen oder beantragen. Alles was man braucht, sind seine Daten plus
08:29irgendeinen alten Rechnungsbescheid vom GVU, steht auf jeder Rechnung, steht die EDV-Nummer drauf,
08:35mit der man erfasst ist, die muss man eintragen und hat es schon. Jetzt werden vielleicht einige
08:40Fragen, was ist, wenn ich kein Internet habe oder kein Smartphone, mit dem ich browsermäßig
08:45kann, es macht nichts. Gibt es zwei Möglichkeiten, kommt zu uns aufs Gemeindeamt, wir helfen euch
08:50oder ruft direkt beim GVU an oder fahrt in Hohen Ruppersdorf vorbei, wer mal einen Ausflug
08:55ins Weinviertel macht, die helfen euch. Übrigens den direkten Kontakt zum GVU brauchen auch all jene,
09:01die in einer Wohnung wohnen, sei es in einer Eigentumswohnung oder in einer Genossenschaftswohnung
09:07oder in einer Mietwohnung, denn nur die Hausverwaltung kriegt den GVU Bescheid mit der EDV-Nummer
09:14und deswegen, die in einer Wohnung leben und so akkorden wollen, beim GVU anrufen und genau sagen,
09:20wo es wohnt, dann geht das telefonisch auch oder sie sagen euch die EDV-Nummer. Und mit der Eintrittskarte
09:27kommt man dorthin in das Wehrstoffsammelzentrum und kann dort alles entsorgen, die Standardsachen
09:37entsorgen von Montag bis Samstag 6 bis 20 Uhr. Das sind super Öffnungszeiten, finde ich. Sechs
09:45Tage die Woche, Montag bis Samstag 6 bis 20 Uhr. Für die Übernahmezeiten für Problemstoffe, die sind
09:52ein bisschen eingeschränkter, weil da ist ein Fachpersonal vor Ort, die das beurteilen können,
09:56wo im tatsächlichen Fall jetzt welche Tonerkartusche oder welche Chemikalie hinkehrt. Sprich Problemstoffe
10:05und kostenpflichtige Fraktionen, zum Beispiel auch Altreifen ohne Felgen, Bauschutt, Riggips etc.
10:11Das kann man freitags von 15 bis 18 Uhr machen, zwar jeden Freitag und jeden zweiten Samstag
10:19im Monat von 8 bis 12 Uhr, außer Feiertags. Und ich kann nur jedem Bewohner, jeder Bewohnerin
10:26unserer schönen Marktgemeinde empfehlen, das zu nutzen. Von mir daheim braucht man 9 Minuten
10:3230 dorthin. Das ist zwar mehr als 7 Minuten, 7 Minuten wäre der Plan, 7000 Einwohner, 7 Minuten
10:397 Kilometer, das wäre der Plan vom GVU für den ganzen Bezirk. Wir arbeiten daran, dass wir
10:45das schaffen. Aber 9 Minuten ist auch schon gut, finde ich. Es gibt auch natürlich noch unsere
10:52Altstoffsammelzentren in unserer Gemeinde, weil wir werden im Gemeinderat erst die Zustimmung dazu
10:56geben, diese aufzulösen, wenn wir einen Zentrumsstandort bekommen, der die 7er-Regel erfüllt, 7 Minuten,
11:047 Kilometer oder weniger. Gut. Aber grundsätzlich finden wir das im Gemeinderat sehr positiv, diese
11:11Initiative und bis auf wenige Ausnahmen, sagen wir sie ehrlich, vor allem eh die allermeisten, mit einem
11:19PKW zu diesen Altstoffsammelzentren. Und all jene, die überhaupt keine Möglichkeit haben, das möchte ich auch
11:25dazu sagen, mit einem Fahrzeug oder überhaupt irgendwie zu einem Altstoff- oder Wertstoffsammelzentrum
11:33zu kommen und auch nicht ein- oder zweimal im Jahr auf Verwandtschaft oder Bekanntschaft, Nachbarschaft oder
11:39Freunden zurückgreifen können, wird es verlässlich mindestens alle zwei Jahre Möglichkeit geben, wo wir eine
11:47Hausabholung organisieren. Das haben wir in der Vergangenheit schon gemacht. Aber normalerweise
11:53Nachbarschaft, Familie oder eigener PKW macht es möglich. Gut. Das waren die wichtigen Dinge vor den
12:06Kleinwindkraftwerken, zu denen ich jetzt kommen möchte.
12:09Kann man eine Frage zu sagen? Wie wird der Zutritt zur Samenstelle kontrolliert?
12:17Videoüberwachung. Es gibt eine Einzutrittskarte mit dem...
12:19Ja, aber ist da die Rede von einem Ausweis oder von einer Möglichkeit, wie kontrollieren die Herrschaften dort?
12:27Ob man richtig einwirft oder ob man eine darf?
12:29Ja, ob man eine darf.
12:30Es gibt dann Schranken und nur wenn du die Zutrittskarte hast, kannst du hinein.
12:33Eine Zutrittskarte ist eine physische Karte?
12:36Ja.
12:36Irgendwas, was irgendwo drauf ist?
12:38Nein, es ist eine Karte. Seine Karte.
12:40Da steht ein Name, eine Adresse drauf und die EDV-Nummer und das ist genau zuordnenbar.
12:45Zweite Sache, weil du gesagt hast, GVU, hast du durchaus einen Einfluss drauf oder zumindest...
12:51Sehen Sie da gut aus? Eine Frage. Gibt es eine Möglichkeit, die grünen Boxen, also diese Bio-Boxen, die bis
13:05vor kurzem wöchentlich abtransportiert werden, von Oktober bis November, inklusive letzten November, wöchentlich wieder zu machen?
13:15Es ist unwahrscheinlich, dass genau dann, wenn der meiste Grünschnitt des Zeugs anfällt, auch in kleinen Räumen...
13:24Ich verstehe dich vollkommen. Ich weiß schon, was du sagen möchtest. Biotonne, es gibt zwei Möglichkeiten. Man kann sehr größere
13:31Biotonne nehmen oder man tut das...
13:34Man tut es aber so, wie es vorgesehen ist. Man tut es so, wie es vorgesehen ist. Der Grünschnitt aus
13:39dem... Die Biotonne ist für biogene Haushaltsabfälle, nicht für den Garten.
13:44Wenn du Grünschnitt im Garten hast, musst du bitte zur Grünschnittübernahme gehen. So ist es vorgesehen vom Gesetzgeber her.
13:50Ich hoffe, damit ist alles beantwortet. Das heißt, die Biotonne ist für den Kompostmüll, für den Biomüll aus dem Haushalt.
13:57Alles, was im Gartenabfell anfällt, kommt auf den Grünschnittplatz.
14:00Gut, ich würde nur gern, weil das mitgeschnitten wird für das TV, dass wir die Fragen im Anschluss machen. Ist
14:08das okay?
14:09Da würde ich bitten, sonst ist es so zerhackt. Ich beantworte, wie meine Stammgäste wissen das, jede Frage.
14:17Ich lasse keine Frage unbeantwortet, aber ich würde nur darum bitten, heben wir es uns am Schluss bitte auf.
14:23Dann würde ich nämlich jetzt zu den Kleinwindkraftwerken kommen und dazu drehe ich kurz da vorne das Licht ab, dass
14:30wir das besser sehen.
14:32Es ist, wir sind aufgrund einer konkreten Interessensanfrage auf das Thema Kleinwindkraftwerke in der Gemeinde gekommen.
14:43So etwas, die großen Windkraftwerke, die kennen wir ja alle schon.
14:47Das Machfeld ist der Raum für Windenergie in ganz Österreich.
14:51Die sind uns ja nichts Neues.
14:53Aber es gibt so eine Definition in der Raumordnung, dass es auch Kleinwindkraftwerke gibt.
14:59Und deswegen haben wir uns intensiv damit auseinandergesetzt und wollen euch jetzt hiermit die Meinung mitteilen,
15:07die der Gemeindevorstand und der zuständige Ausschuss in mehreren Diskussionsrunden erarbeitet hat
15:13und dem Gemeinderat entweder noch Ende November oder im Dezember bei der Sitzung vorlegen möchte.
15:19Gehen wir mal zur Ausgangslage. Was ist ein Kleinwindkraftwerk?
15:22Ein Kleinwindkraftwerk ist ein Windkraftanlage oder ein Windkraftwerk mit kleiner 20 Kilowatt Nennleistung.
15:31Das ist wirklich klein, weil die Windkraftwerke, die wir jetzt herumstehen haben, die haben so 3,5 Megawatt.
15:39Und die größten, die ganz hohen Richtung Ort an der Donau Stehenscheine, die haben schon 7 Megawatt, Millionen Watt.
15:47Nicht Kilowatt, Kilowatt sind 1000 Watt.
15:50Hoppala.
15:51Aha.
15:53Da ist der Wind hineingefahren.
15:55Da ist der Wind hineingefahren. Ab aktueller Folie. Jetzt da.
15:58Da ist der Wind hineingefahren. Dabei geht keiner heute.
16:04Und laut dem niederösterreichischen Raumordnungsgesetz, das ist etwas, das die Gemeinde nicht beeinflussen kann,
16:10sondern nur sich daran zu halten hat, ist das Aufstellen von Windkraftwerken ohne einer Sonderwidmung möglich.
16:18Von Kleinen, die dieses erfüllen.
16:21Es gibt die Großen, da braucht es zwei Dinge.
16:24Für die Großen braucht es auf der einen Seite eine Eignungszone in der Raumordnung.
16:32Die wird von einem Landesregierungsbeschluss über ein überregionales Raumordnungsprogramm in einem jahrelangen Verfahren festgelegt.
16:40Und nur innerhalb dieser Zone dürfen Gemeinden große Anlagen überhaupt widmen.
16:47Da gibt es dann kleine Widmungsflächen, auf denen diese einzelnen, die wir schon kennen, diese großen Windradeln stehen.
16:53Und dieses Verfahren, dieses aufwändige Verfahren, zweistufige Widmungsverfahren, gibt es für die Kleinwindkraftwerke nicht.
17:02Nicht einmal ein einstufiges.
17:03Das heißt, die Gemeinde allein muss nichts widmen, damit man ein Kleinwindkraftwerk theoretisch aufstellen könnte.
17:13Eine Regelung für Kleinwindkraftwerke ist also nur über eine Beschränkung der Bauhöhe oder über Richtlinien im Bebauungsplan möglich.
17:23Und wir haben nach dreijähriger Vorbereitungszeit und unter Einbindung der Bevölkerung zwischen 2020 und 2023 einen gemeindeweiten Bebauungsplan entwickelt.
17:34Hatten das aber noch gar nicht am Plan, weil das war vor drei Jahren noch kein Thema.
17:39Da hat dieser Trend hin zu privaten oder privat betriebenen Energieerzeugungs- oder Versorgungsanlagen, der ist erst so richtig mit
17:52den Novellen im Elektrizitätsgesetz gekommen,
17:56indem man Energiegemeinschaften gründen konnte und jetzt mittlerweile auch private Stromleitungen betreiben darf auf seinem eigenen Grund.
18:07Und deswegen werden diese Dinge jetzt alle überhaupt erst einmal relevant.
18:12Und ich finde, gerade wir in dem Kerngebiet von der Windnutzung von ganz Österreich sollten uns rechtzeitig damit auseinandersetzen,
18:23damit nicht Tatsachen geschaffen werden, die man hinten auch irgendwie dann korrigieren versucht,
18:29sondern von vornherein sagen, so wollen wir es regeln und wenn wir es geregelt haben, dann wissen alle, das ist
18:35möglich und das ist nicht möglich.
18:37Und nur, dass ihr mich nicht falsch versteht, ich persönlich und viele Mitglieder der Gemeindevertretung sind der Windkraft und überhaupt
18:48alternativer oder grüner Energiequellen sehr positiv gegenüber aufgestopft.
18:54Das ist ja etwas Gutes, dass wir nicht Gas oder Öl oder Kohle oder sonst was verbrennen müssen, um Energie
19:01zu erzeugen
19:02oder abhängig sind von irgendwelchen Importen dieser fossilen Rohstoffe.
19:08Grundsätzlich etwas Positives, aber wenn es aufs Tapet kommt, gehört es, finde ich, von Anfang an ordentlich geregelt und auch
19:16ausgesprochen und ausdiskutiert.
19:18Und das bedeutet, dass, weil wir im Baugebiet, im Bauland, ob es jetzt Bauland-Wohngebiet, Bauland-Kerngebiet, Bauland-Betriebsgebiet,
19:28Bauland-Industriegebiet nicht, aber Bauland-Agrar, die ganzen Bauland-Widmungstypen, haben wir im Bebauungsplan schon Höhenbeschränkungen.
19:37Wofür wir keine Höhenbeschränkungen haben, weil es auch nicht notwendig war, ist das Grünland.
19:41Also im Grünland ist die Errichtung von einem Kleinwindkraftwerk durchaus möglich,
19:48wenn man entweder nachweist, dass man das für den Betrieb braucht, eine betriebliche Notwendigkeit mit einem Gutachten nachweist
19:56oder wenn man ein öffentlicher Träger ist, ein öffentlicher Energieversorger, öffentlicher Träger, sprich Gemeinde oder Gemeindeverband oder EVN oder sowas,
20:08dann könnte man das auch ohne Nachweis tun.
20:12Und deswegen planen wir im Gemeinderat, das zu regeln.
20:16Wir möchten gerne ein Bauverbot von Kleinwindkraftanlagen im Bauland-Wohngebiet, im Bauland-Kerngebiet und im Bauland-Agrar.
20:25Das heißt, überall dort, wo auf den Grundstücken, wo Menschen wohnen,
20:31auf diesen Grundstücken soll das Bauen von Kleinwindkraftwerken nicht möglich sein.
20:38Warum? Weil es geht da um den Schutz der Lebensqualität, Schall, Schattenwurf, Eiswurf, das sind die Themen.
20:47Und natürlich auch, Stichwort Bauland-Kerngebiet, das sind die Zentren der Katastralgemeinden, natürlich auch das Ortsbild.
20:58Und wir wollen einen Mindestabstand zu Bauland-Wohngebiet, Bauland-Kerngebiet und Bauland-Agrar von 150 Meter.
21:06Als Begründung dafür sagen wir Schutz vor Schattenwurf, Schall und Eiswurf.
21:11Und wir wollen eine maximale Höhe des Bauwerkes, inklusive Rotor mit 30 Meter.
21:18Die Begründung dafür ist die Sicherung des Ortsbildes.
21:22Und ich gehe jetzt im Weiteren ins Detail.
21:25Wir haben uns das ganz genau angesehen.
21:27Beim Schall ist es so, wenn man davon ausgeht, dass eine Anlage mit 20 Kilowatt einen Ausgangsschallpegel,
21:36da haben wir uns einige Anbieter von solchen Anlagen angeschaut und technische Unterlagen bekommen.
21:42Da gibt es jetzt natürlich, wenn die zugelassen werden, schon Daten darüber, wie groß die Schalausbreitung an der Narbe ist.
21:51Da ist mit 80 Dezibel zu rechnen.
21:53Und wenn man das in die physikalische Formel einsetzt, als punktförmige Schalquelle,
21:59dann wird man feststellen, dass in 150 Meter Entfernung von 80 Dezibel an der Rotornarbe
22:08der Schal auf 30 bis 35 Dezibel herunten ist.
22:12Das ist in etwa ganz leises Flüstern oder leises Blätterrauschen bei einem leichten Lüfterl.
22:21Das bedeutet, so wie wenn es kein extrem windstiller Tag ist und kein Auto fährt,
22:28dann hätte man es vielleicht noch ein bisschen hören, erkennen können.
22:31Zur Information, der Schall ist ja sowieso geregelt über ein niederösterreichisches Landesgesetz.
22:39Das gilt ja als Emission und jede Anlage muss genehmigt sein.
22:43Und der Betreiber einer Anlage muss nachweisen,
22:45dass er den gesetzlich vorgeschriebenen maximalen Schalpegel einhält.
22:50Der liegt aber für Bauland-Wohngebiet bei 40 Dezibel.
22:56Und wir haben mit den 150 Meter aber nur 30 bis 35 Dezibel,
23:03wenn man diese Entfernung wahrnimmt.
23:05Dann haben wir uns den Schattenwurf angesehen.
23:08Und es ist so, dass bei der Sommersonnenwende die Sonne 65,5 Grad hoch oder steil steht
23:16und zur Wintersonnenwende bei uns 18,5 Grad.
23:20Und wenn man das in die trigonometrische Formel mit dem Dangens einsetzt,
23:24kriegt man die Schattenlänge, die das Windrad werfen kann.
23:29Und wie auf der Skizze, die nicht ganz maßstabsgetreu ist, möchte ich sagen, erkennbar ist,
23:34wirft er im Sommer 14 Meter Schatten und im Winter am 21. Dezember 90 Meter Schatten.
23:41Und da ist man bei 150 Meter Abstand zu bewohnten Grundstücken oder bewohnten Gebiet
23:47auch safe, höchstens kurz nach Sonnenaufgang, so fair muss ich sein,
23:55da ist ja die Sonne am Horizont, da ist die Schattenlänge von allem in der Natur quasi fast unendlich.
24:02Ja, die erste halbe Stunde, die erste halbe Stunde nur, die darf man nicht,
24:07die darf man nicht, die muss man bitte akzeptieren,
24:10weil sonst würde jeder Baum kilometerlangen Schatten werfen, kurz nach Sonnenaufgang.
24:15So, aber da ist man auch bei 150 Meter gut dabei.
24:20Und das dritte ist die Begründung vom Ortsbild.
24:23Ich habe versucht hier mit der KI ein Symbolbild für eine perspektivische Darstellung zu zeichnen,
24:33wo ein Wind, ein Kleinwindkraftwerk mit insgesamt der Maximalhöhe von 30 Meter,
24:39etwa 150 Meter vom bebauten Gebiet entfernt steht.
24:43Und inmitten steht eine Kirche mit 35 Meter Höhe.
24:47Und das wäre dann vom Bild, wenn man noch einmal 150 Meter weit entfernt steht,
24:54in etwa perspektivisch so zu sehen.
24:57Und würde, natürlich, wenn man zwei Meter vorm Windrall steht,
25:03ist das Windrall unendlich groß und die Kirchen, klar,
25:06aber man muss ja irgendwo einen Bezugspunkt wählen,
25:10wo man sagt, verträglich mit dem Ortsbild.
25:13Und da wissen wir halt, dass der Kirchturm in Breitstetten 35 Meter hoch ist.
25:18Die Breitstädter sollen mich bitte, falls ich falsch liege, eines Besseren belehren.
25:22Aber ich habe mir das so aus dem Heimatkundeunterricht in der Volksschule gemerkt.
25:26Und der Kirchturm in Leopoldsdorf ist 37 Meter
25:30und dann sind wir mit der Maximalhöhe mit 30, sind wir deutlich darunter.
25:37Unsere Raumplanerin hat mir heute, ein paar Stunden vor der heutigen Besprechung,
25:42noch den Plan geschickt, wo man sieht, was in Gelb,
25:47was die Zonen wären, wo man sie nicht aufstellen dürfte.
25:51Also links erkennt man Breitstetten, rechts Leopoldsdorf
25:56und die 150 Meter Entfernungszone wäre dann im Bebauungsplan so eingezeichnet.
26:03Also alles, was rot ist und gelb ist, dürfte nicht mit Kleinwindkraftanlagen ausgestattet werden.
26:12Und das, was grün ist, ist Baulandbetriebsgebiet oder Baulandindustriegebiet
26:18und dort wäre es möglich, wenn da ein Abstand zu Wohngebiet einhaltbar ist.
26:25Okay.
26:27Soweit, so gut.
26:30Dann fasse ich zusammen.
26:34Was braucht man, um ein Kleinwindkraftwerk mit maximal 20 Kilowatt Leistung errichten zu können?
26:42Man braucht ein landwirtschaftliches Gutachten für Gebäude im Grünland
26:48oder wenn man nicht Landwirt ist, sondern einen anderen Betrieb hat, wo man auf Grünland angewiesen ist,
26:53ein entsprechendes Gutachten, dass das Errichten einer baulichen Anlage, eines Bauwerkes,
27:01es steht hier jetzt Gebäude, es ist ja kein Gebäude, sondern es ist ein Bauwerk,
27:05im Grünland notwendig ist.
27:07Man muss also die wirtschaftliche Notwendigkeit nachweisen und auch nachweisen,
27:14dass man über kein anderes Grundstück verfügt, das besser geeignet ist.
27:17Wenn man das nachweisen kann, dann ist das möglich.
27:20Und bei öffentlichen und genossenschaftlichen Energieversorgern braucht es das nicht.
27:26Man muss Bauwerberseits, wenn man es einreicht, ein Eiswurfgutachten
27:30gemäß § 48 Niederösterreichischer Bauordnung einbringen,
27:34dass entweder die Anlage, die man aufstellt, notwendige Vorkehrungen hat,
27:38dass gar kein Eiswurf entsteht, zum Beispiel beheizbare Rotorblätter
27:42oder kontrollierter Wiederanlauf, falls Eisbildung draufsteht.
27:49Gibt es verschiedene Möglichkeiten.
27:50Man muss natürlich bei jeder maschinellen Anlage ein Lärmgutachten,
27:54Bauwerberseits einbringen und die Verordnung, wie schon erwähnt,
27:59des äquivalenten Dauerschallpegels in Niederösterreich die Einhaltung davon belegen.
28:04Und natürlich bautechnische Unterlagen mit ausreichender statischer Beurteilung.
28:09Das ist ein Vollverfahren, § 14 Niederösterreichische Bauordnung.
28:16Und damit danke ich ganz herzlich für die Aufmerksamkeit
28:20und bin mit meiner Präsentation für die Kleinwindkraftwerke nun am Ende
28:26und möchte noch in gewohnter Weise zwei tolle Dinge ankündigen,
28:31die in unmittelbarer Zukunft liegen.
28:33Es kommt die Weihnachtszeit.
28:35Am Samstag, den 21.11. ist im Schubertpark der traditionelle Adventmarkt in Leopoldsdorf.
28:40Würde mich freuen, viele von euch dort begrüßen zu dürfen.
28:45Es sind wieder zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller, auch ein paar neue dabei.
28:51Und im Advent erfreut uns auch wieder neben ganz vielen Weihnachtsfeiern
28:57von ganz vielen Vereinen und Institutionen
28:59auch der Adventkalender der Kinderfreunde in Leopoldsdorf,
29:04wo immer wieder andere Menschen Adventfenster von 1 bis 24 gestalten.
29:10Manche mit Bunsch bei der Eröffnung, manche ohne.
29:14So auch das Rathaus, das traditionell die Nummer 1 hat,
29:18wo wir gerne wieder einladen.
29:20Das wunderbare Fenster, das die Kinder der Volksschule,
29:24der dritten und vierten Klassen aus dem nicht musischen,
29:28sondern aus dem Kunst- und Gestaltungszweig für uns gestalten.
29:33Ich glaube, in Breitstetten gab es das auch immer.
29:36Diese Adventfensteraktionen gibt es auch heuer auch wieder.
29:39Den Träger habe ich mir jetzt nicht gemerkt,
29:41aber es ist auch immer eine nette Sache,
29:43dass es diesen Adventkalender in beiden Katastralgemeinden gibt.
29:47Damit bin ich am Ende mit meinem Vortrag
29:49und stehe jetzt in gewohnter Weise für jede Frage,
29:53jede Anregung und jeden Wunsch.
29:55Auch jeden individuellen noch oder wenn wir einen Diskussionsbedarf haben,
30:00in der großen Runde für alle zur Verfügung.
30:02Vielen, vielen Dank fürs Zuhören.

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