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KurzfilmeTranskript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:58Untertitelung des ZDF, 2020
01:04Also aufgrund von... geht die Talfahrt an der Börse weiter.
01:08Rühmliche Ausnahme, nur einige Technologiewerte und völlig überraschend,
01:12auch die ortsansässige Firma Althofer Czerny Fashion,
01:15die seit Montag über 4 Euro zulegen konnte.
01:18Das ist doch stark, oder?
01:19Dabei ist die neue Kollektion noch nicht mal in der Internet-Boutique.
01:22Das liegt auch an unserem Umsatz.
01:25Wir fahren zwei Schichten, das mit weniger Leuten.
01:27Das hat alles nichts damit zu tun.
01:29Das liegt an der Pressekonferenz, die Dr. Holzkirch durchgezogen hat.
01:33Und daran, dass wir neue Boutiquen haben.
01:36Hallo Marion!
01:41Marion!
01:44Was hat denn die Frau Stange?
01:56Ja, Moment!
01:58Was ist mit Zahlen?
02:00Was ist los, Herr Krumpze?
02:02Was hat denn die Marion?
02:04Nichts.
02:05Habt ihr heute frei, oder was?
02:06Nein, ich will erst noch wissen, was jetzt wird aus unseren Aktien.
02:10Verkaufst du oder bleibst du dabei?
02:12Das werden wir alles auf unserer Clubsitzung ausführlich debattieren.
02:16Aber das wäre doch blöd, jetzt auszusteigen, wo es gerade jetzt losgeht.
02:19Das kann doch nur so ein kurzlebiges Zwischenhoch sein.
02:23Tschüss.
02:23Bis dann.
02:36Ich weiß...
02:37Guten Morgen!
02:38Morgen!
02:42Ich weiß, es ist viel verlangt.
02:44Aber für dich ist es doch eigentlich viel praktischer.
02:46Aha.
02:47Was hat Felix denn genau gesagt?
02:50Nichts.
02:50Er tut ja alles, was ich will.
02:52Aber es hat ihn doch ziemlich getroffen, dass Wilhelm dir das Haus geschenkt hat.
02:56Und seinem Enkel.
02:58Naja, das läuft doch aufs Gleiche raus.
03:01Außerdem soll Florian das Haus ja auch behalten.
03:03Wir zahlen eben Miete an ihn.
03:05Bitte, Lena.
03:06Felix hat sich irgendwie daran festgebissen.
03:09Ich und er und unser Baby da draußen in der heilen Welt.
03:14Alles Paletti.
03:15Der Countdown läuft.
03:16Wollen Sie nicht mit dabei sein?
03:18Herr Lieber hat eine Flasche Shampoos spandiert
03:19und die feiern alle drüben im Computercenter.
03:21Tja, da sollten wir uns wohl blicken lassen.
03:24Jetzt sag doch was, Lena.
03:26Kann ich mir das wenigstens überlegen?
03:28Okay, okay.
03:30Okay.
03:58Oh, tut mir leid, mehr ist nicht in der Flasche.
04:00Ich darf ja sowieso nicht.
04:03Na los, worauf wartest du?
04:04Na, auf euch.
04:06Also, meine Damen und Herren,
04:09das ist ein historischer Moment für diesen mittelständischen Betrieb.
04:14Erstens sind wir technisch wieder auf dem neuesten Stand
04:16und zweitens haben wir jetzt eine Website, die unschlagbar ist.
04:20Nicht zuletzt dank der hervorragenden Fotografien
04:22unsere Starfotografen Chris Gellert.
04:25Tag allerseits.
04:28Ist irgendwas?
04:29Die Kollektion geht ins Internet.
04:31Ah, dann hast du es gestern noch geschafft.
04:33Ja, was sonst?
04:34Auf Uwe ist Verlass?
04:35Na komm, dann drück auf den Knopf.
04:37Okay.
04:38Sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins.
04:51Sag mal, erst mal eine Sekunde Zeit.
04:53Ich hab die Post auf den Ladendick ausdruckt.
04:55Gleich.
04:56Uwe, du hast dich vergessen in deiner Rede.
04:59Ohne dich hätten wir das nie geschafft.
05:01Danke.
05:02Genau.
05:03Uwe.
05:08So, jetzt wollen wir hoffen,
05:10dass die Kollektion so gut läuft wie die Technik.
05:12Was sonst?
05:13Kommst du?
05:16Ich will ja nicht penetrant sein,
05:17aber Sie haben heute noch jede Menge Telefonate zu führen.
05:20Das mach ich nachher auf dem Weg nach Wasserburg.
05:22Und den Rest vielleicht heute Abend.
05:28Jetzt bloß nicht die Nerven verweilen.
05:54Frau Stangl!
05:59Oh Gott, was ist denn passiert?
06:02Mein Pass ist abgelaufen.
06:04Was machen Sie denn auf der Polizei?
06:07Man hat das gestohlene Equipment
06:08von meinem Freund Wolfgang wiedergefunden.
06:11Schön.
06:13Frau Stangl, ist wirklich alles in Ordnung?
06:16Ja, danke.
06:17Ich glaube, ich sollte mich irgendwo hinsetzen.
06:19Kommen Sie doch mit.
06:20Meine Boutique ist gleich um die Ecke.
06:22Ich nehme mir lieber ein Taxi.
06:25Wolfgang kann Sie dann auch mit dem Auto nach Hause fahren.
06:27Kommen Sie doch bitte.
06:28Danke.
06:42Wolfgang?
06:43Danke, es geht schon wieder.
06:45Setzen Sie sich doch erst mal auf das Sofa.
06:46Ich bringe Ihnen ein Glas Wasser, ja?
06:51Wolfgang?
06:53Wo ist dieser Mensch?
06:54Er wollte eigentlich auf den Laden aufpassen.
07:06Ach, hallo Frau Stangl.
07:08Was machen Sie denn hier?
07:11Sag mal, hast du sie noch alle?
07:12Du kannst doch nicht einfach den Laden alleine lassen.
07:15Ich war nur kurz im Bioladen drüben.
07:17Die Tür stand sperrangelweit offen.
07:19Und das eine sage ich dir,
07:20wenn wieder irgendwelche Klamotten geklaut worden sind.
07:22Jetzt hab dich doch nicht so.
07:23Außerdem habe ich die Tür fast die ganze Zeit im Auge gehabt.
07:25Aber gut, komme ich eben wieder, wenn du bessere Laune hast.
07:28Also wenn du jetzt gehst,
07:29dann kannst du ein bescheuertes Keyboard gleich mitnehmen.
07:32Mir reicht es nämlich.
07:33Such dir doch eine andere Dumme,
07:34die den ganzen Mist für dich macht.
07:35Wie du meinst.
07:36Aber dann kannst du dir den Trip zum Festival
07:38auch in die Haare schmieren.
07:40Also komm hinterher nicht wieder heulend angerannt.
07:42Kannst du warten, bis du schwarz wirst?
08:02Es tut mir leid für Sie.
08:04Ach was, das hätte ich schon längst machen sollen.
08:06Der Mann macht nichts als Ärger.
08:08Geht's Ihnen schon wieder besser?
08:11Danke.
08:11Viel besser.
08:13Oh Mist, jetzt muss ich Ihnen ja doch ein Taxi rufen.
08:15Nein, nein, das ist nicht nötig.
08:17Ich lauf lieber und trinke irgendwo noch eine Tasse Tee.
08:21Muss ja nicht jeder in der Firma gleich merken, dass ich...
08:24Was denn, Frau Stange?
08:27Ich fürchte, ich habe auch jemanden,
08:30den ich besser hätte vor die Tür setzen sollen.
08:33Sie?
08:33Ja.
08:34Sollte man nicht meinen, was?
08:36Ist aber leider so.
08:42Danke.
08:43Kein Problem.
08:51Ich weiß echt nicht.
08:52Und jetzt will Nathalie, dass ich wieder aus dem Haus ausziehe,
08:54weil sie dann mit Felix ihr Nest bauen will.
08:56Dabei hat sie immer gesagt, dass keine zehn Pferde sie aufs Land kriegen.
08:59Deine Wohnung hat mir sowieso viel besser gefallen.
09:01Mir auch.
09:02Aber der Kleine und dann war es doch Wilhelms Wunsch.
09:04Wann sehen wir uns eigentlich wieder?
09:06So in 14 Tagen?
09:07So lang dauert es.
09:09Architekturaufnahmen sind eine knifflige Angelegenheit.
09:10Außerdem muss das Wetter mitspielen.
09:12Ich habe mich schon wieder so an dich gewöhnt.
09:14Und hörst du doch deinen Banker?
09:15Das war jetzt nicht fair.
09:33Machen Sie was, Stammel.
09:39Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass Sie den vollen Betrag?
09:44Ja, umso besser.
09:47Ja, ja, ein bisschen unheimlich ist mir das auch.
09:50Ja, danke Ihnen, Herr Kussmann.
09:55Also, das ist mir in 20 Jahren Praxis noch nicht untergekommen,
09:59dass einer so prompt bezahlt hat.
10:00Und dann noch den vollen Betrag.
10:02Wer denn?
10:03Hier, Merkenthaler und Andee.
10:06Für den Anteil am Kataloggeschäft und die Lizenzgebühren.
10:11Ich kann mir schon denken, warum.
10:14Warum?
10:14Ja, Roland und seine neue Flamme.
10:18Ach, die Frau Pfisterer.
10:20Also, laut Nathalie hat sie jedenfalls zwischen den beiden
10:22gewaltig gefunkt letzte Woche im Hotel Ritter.
10:28Naja, kann ja nicht schaden,
10:31wenn es wirklich stimmt, dass sie den Vorstand aufrückt.
10:34Na, das ist Zukunftsmusik.
10:38Sonst was Neues?
10:40Hast du die Kursentwicklung der letzten Tage verfolgt?
10:43Du weißt genau, dass ich das grundsätzlich nicht mache.
10:46Wieso?
10:47Weil wir heute bei 49 eröffnet haben und im Moment stehen wir bei 9,72.
10:55Das gibt's doch gar nicht.
10:56Vor der Messe.
11:00Gut.
11:02Dann werde ich den Kredit an die SB-Bank zurückzahlen.
11:06Haben wir so viel flüssig?
11:08Ich hab' gehofft, dass du das sagen würdest.
11:11Von den 5 Millionen haben wir bisher jetzt knapp 2 Millionen rausgegeben.
11:15Wenn wir alles abziehen, was wir bis Jahreshende für laufende Kosten in Reserve brauchen,
11:19dann kann ich 4 Millionen abzweigen.
11:21Wunderbar.
11:22Und für den Rest verkaufe ich Aktien.
11:24Das kann ich dir als deinem Finanzberater zwar nicht empfehlen,
11:26aber wenn dir diese Genugtuung des Wertes...
11:28Das ist es mir.
11:29Vor allem meine Freiheit ist es mir wert.
11:32Gut.
11:32Dann machen wir gleich einen Egel mit Köpfen.
11:46Also bei 9,72 Euro sind das genau 103.000 Stück.
11:57Ja?
12:01Das hätten wir.
12:02Gut.
12:04Frau Stange?
12:05Die ist gar nicht da.
12:07Ach so, ja.
12:08Das dauert aber.
12:10Ich muss eh los.
12:12Sonst stürzt dich mein lieber Herr Tetzlar aus dem Fenster.
12:15Ich würde die Sache aber noch mit Roland besprechen.
12:17Ich glaube, der hat das Geld anderweitig schon verplant.
12:19Das mach ich gleich.
12:20Der steht als Nächster auf meiner Liste.
12:22Also dann.
12:24Schön, wenn's wieder aufwärts geht, ne?
12:27Ja.
12:29Hast du irgendwas von Mayerberg gehört?
12:32Nein.
12:32Seit seinem letzten Anruf aus San Francisco nichts mehr.
12:36Das ist komisch.
12:37Weil Hedda hat wohl auch schon seit Tagen nichts mehr von ihm gehört.
12:46Entschuldigen Sie, es hat ein bisschen länger gedauert.
12:49Ist mit Ihren Zähnen alles in Ordnung?
12:51Bitte?
12:52Achso.
12:53Ja, vielen Dank.
12:57Wann kann ich den Scheck bekommen?
13:01Ich ruf dich an.
13:03Heute noch?
13:03Ich denke schon, ja.
13:05Gut.
13:06Wiedersehen, Frau Stangl.
13:08Wiedersehen, Frau Czerny.
13:14Können Sie mich bitte gleich mal mit Herrn Wilfinger verbinden?
13:17Ja, selbstverständlich.
13:18Sofort.
13:30Hallo, Herr Tetzlar.
13:31Felix Althoff versucht Sie überall.
13:33Und Frau Materna ruft auch schon zum dritten Mal an.
13:35Sie sagt, sei dringend.
13:37Dann sagen Sie bitte, Sie soll warten.
13:38Ich komme hier noch nicht weg.
13:39Und den Termin heute Abend mit dem Textilverband, den sagen Sie bitte auch ab.
13:43Versuchen Sie stattdessen einen Termin mit Herrn Römer zu machen.
13:46Okay, ich weiß nicht, was ich tun kann.
13:48Heißt das, dass Sie mich dann auch nicht mehr brauchen heute Abend?
13:51Ganz genau.
13:51Ich habe eh schon ein ganz schlechtes Gewissen wegen Ihnen.
13:54Das können Sie sich sparen.
13:55Mir macht der Job Spaß.
13:57Trotzdem, genießen Sie Ihren freien Abend.
13:59Haben Sie keine Freundin?
14:01Im Moment nicht.
14:02Aber das wird sich ändern.
14:08Ja, ich bin's nochmal.
14:09Frau Czerny lässt sich vielmals entschuldigen, aber sie kann im Moment wirklich nicht.
14:13Aber kann ich Ihnen nicht helfen?
14:15Und sag dem Tetzlaff, dass ich nicht irgendwer bin.
14:18Das sind ja schon neurotische Zustände, wie der Lena abriegelt.
14:22Ah, da bist du ja.
14:23Entschuldige, es ging nicht früher.
14:26Das verstehe ich ja, aber dein Assi musst du unbedingt bremsen.
14:29Sonst vereinsamst du demnächst total, weil keiner zu dir durchkommt.
14:32Herr Tetzlaff hat den Auftrag, mir den Rücken freizuhalten.
14:34Und das tut er.
14:35Außerdem hat Nathalie schon mit mir gesprochen.
14:37Ich habe ihr doch extra gesagt.
14:39Das ist doch jetzt egal.
14:40Jedenfalls möchte ich nicht, dass wir uns deswegen in die Haare kriegen.
14:43Ich ziege mir ferner.
14:45Habt ihr euch das wirklich gut überlegt?
14:47Nathalie wird da draußen über kurz oder lang ziemlich oft alleine rumhocken.
14:51Mit Nathalie bin ich nicht mehr einig.
14:53Das ist jetzt eine Sache zwischen uns.
14:55Du verstehst mich doch, oder?
14:57Deine Wohnung ist zwar schick und alles, aber das Haus da draußen ist doch für eine junge Familie.
15:04Na, wenn ihr euch sicher seid, von mir aus.
15:08Ehrlich?
15:09Ja.
15:11Aber ich will dabei sein, wenn du das erste Mal rasen willst.
15:14Oder Nathalie die Hecke schneidert, versprochen?
15:15Ich sag dir Bescheid.
15:17Die Zahlung bedankt.
15:20Ja, okay, mach ich.
15:23Ja, gut.
15:24Also bis heute Abend.
15:25Ja, ich dich auch.
15:28Ich dich auch.
15:30Gott, wie romantisch.
15:31Ach, hör auf.
15:33Soll das heißen, Frau Pfisterer kommt heute Abend?
15:35Nein, wir telefonieren abends.
15:39Telefonsex.
15:41Ach, komm.
15:42Entschuldige, ich sag nie mehr was.
15:46Obwohl, obwohl du mir eigentlich die Füße küssen müsstest, weil ich dir diese schöne Maid praktisch aufgedrängt habe.
15:53Na ja, Füße küssen nicht, aber ich wollte Lena und dem Aufsichtsrat vorschlagen, dich in den Vorstand aufzunehmen.
16:00Weil mich?
16:03Es könnte sein, dass Dr. Holzknecht sich übergangen fühlt.
16:07Aber sonst, ich bin dafür.
16:11Und wenn du dir noch ein paar graue Schläfen färben lässt, dann siehst du sogar aus wie ein Vorstand.
16:17Jetzt sag doch was.
16:20Also, das ist zu viel auf nüchtern Magen.
16:23Das muss ich erst abhängen lassen und mach ich nie an.
16:28Tja, Vorstand.
16:31Ach, komm Felix, das ist doch auch nicht viel anders als jetzt.
16:33Im Gegenteil, ich finde, es ist höchste Zeit.
16:36Schließlich sind wir alle vom selben Ast gefallen.
16:38Und das ist unsere Firma.
16:40Und die unserer Aktionäre, die haben da auch was zu sagen.
16:43Aber bei deiner Erfolgsserie und den Aufträgen, die du reingeholt hast, sehe ich da eigentlich kein Problem.
16:49Danke.
16:50Ich möchte euch auch noch was mitteilen.
16:53Ich werde den Kredit an Max Römer zurückzahlen.
16:56Wie bitte?
16:57Ja.
17:01Das geht nicht.
17:02Ich habe das Geld schon verplant.
17:04Wieland braucht neue Webstühle.
17:05Wir müssen Gebäude renovieren.
17:07Aber das muss doch nicht jetzt sofort sein.
17:09Und allein das Gefühl, niemandem mehr was schuldig zu sein, das ist es doch wert.
17:14Oder?
17:15Also, ich finde auch, Roland.
17:17Vor allem, die Bank will auch Zinsen in schlechten Zeiten.
17:19Und bei diesem ewigen Auf und Ab in unserer Branche sind wir dann viel weniger anfällig.
17:23Genau.
17:25Holzknecht sagt, wir haben vier Millionen.
17:28Den Rest lege ich drauf.
17:29Er verkauft Aktien von mir.
17:31Eine Million?
17:34Bitte, Roland.
17:36Es liegt mir sehr viel daran.
17:38Auch persönlich.
17:42Na gut.
17:44Ich hoffe nur, dass wir in vier Wochen nicht wieder auf Battlethor gehen müssen.
17:47Ganz bestimmt nicht.
17:49Fährst du mit mir nach Wasserburg?
17:51Ich muss mich da mal wieder blicken lassen und den Betrieb checken.
17:54Ich kann nicht.
17:55Ich kriege Besuch von unserem neuen Designer für Althofer Design.
17:58Wäre vielleicht ganz gut, wenn du auch dabei bist.
18:00Na gut, sag Bescheid, wenn er da ist.
18:03Na schön.
18:03Ja, hallo.
18:04Fahre ich allein.
18:05Ich sehe dich dann heute Abend beim Textilverband?
18:08Da habe ich abgesagt.
18:09Aber das kannst du sowieso viel besser.
18:11Dann kannst du auch gleich üben.
18:12Deine Rolle als Vorstand.
18:17Ja, muss das heute sein?
18:20Na gut.
18:22Ach, Inge.
18:23Inge, ruft doch bitte Herrn Wieland an und sagt, dass der Termin bei der T-Mark verschoben ist.
18:28Okay, danke.
18:31Jetzt sag schon.
18:33Was läuft da mit der Manuela Pfister?
18:37Ja, ich weiß auch nicht.
18:38Also, ich habe ihr Augsburg gezeigt und dann haben wir im Hotel Ritter zu Abend gegessen
18:44und dann sind wir an der Bar versagt.
18:47Hast du gewusst, dass sie in Sri Lanka aufgewachsen ist?
18:50Nein.
18:51Ja, ihr Vater war ein hohes Tier im diplomatischen Dienst, zigmal verheiratet und geschieden,
18:55genau wie unser Vater.
18:57Jedenfalls haben wir viel gemeinsamer.
18:59Nun, dann seid ihr ins Bett.
19:02Du willst jetzt auch nur wissen, wer oben lag.
19:06Ist ja gut, ist ja gut.
19:08Ich freue mich ja nur für dich.
19:15Ich freue mich ja nur für dich.
19:19Kann ich mal die Akte über die...
19:33Ja, Holzknecht?
19:36Nein, die ist im Augenblick nicht da.
19:37Kann ich ihr was ausrichten?
19:40Mhm.
19:42Hat sie ihre Durchwahl?
19:45Ja, ist gut.
19:45Auf Wiederhören.
19:50Da hat ein Hauptpromissar Rost für Sie angerufen.
19:54Sie sollen sich bitte bei ihm melden.
19:56Danke.
20:01Was ist?
20:04Sie waren nicht beim Zahnarzt, Sie waren bei der Polizei.
20:10Ja.
20:11Eine persönliche Angelegenheit.
20:15Ich schau dir.
20:19Was ist nicht vor 60文 a.
20:20Was ist denn?
20:31Musik
20:51Na endlich!
20:54Tut mir leid, es ging nicht früher.
20:56Was gibt's denn so Dringendes?
20:57Ich hab mit Wolfgang Schluss gemacht.
20:59Was? Wieso das denn?
21:00Na, weil's mir gereicht hat, ewig seine Mutter spielen zu müssen.
21:03Aber darum geht's nicht. Es geht um Frau Stange.
21:05Ich wollte zur Polizei, weil sie doch Wolfgang's Equipment gefunden haben.
21:08Und ich dachte, ich könnte es verkaufen, um wenigstens einen Teil des Geldes zurückzubekommen.
21:12Und stell dir vor, als ich da war, ist gerade Frau Stange rausgekommen.
21:15Die wäre fast auf der Straße umgekippt.
21:17Frau Stange? Umgekippt?
21:19Ja, die war völlig durch den Wind.
21:20Ich hab die dann erst mal mit dir hergenommen.
21:22Und hat sie dir erzählt, warum sie bei der Polizei war?
21:24Nein. Aber ich glaub, es hat irgendwas mit ihrem Freund zu tun.
21:29Diesem Kunsthistoriker.
21:31Naja, jedenfalls hat sie so komische Andeutungen gemacht.
21:33Sie hätte ihn rauswerfen sollen, so wie ich Wolfgang.
21:36Ja, und sonst hat sie nichts gesagt.
21:38Nö.
21:39Ach genau, und dann wollte ich ihr ein Taxi rufen, aber sie hat gemeint, sie geht lieber zu Fuß.
21:43Und als sie dann weg war, dachte ich mir, oh mein Gott, was ist, wenn die jetzt total durchdreht und
21:47in Lech springt oder so.
21:50Okay, hier sind die Muster. Such dir welche aus und schreib die Nummern und die Mengen auf, ja?
21:55Aber ich dachte, wir wollten das zusammen machen.
21:58Ach, und Lena, ich hab mit meiner Mutter geredet.
22:01Sie meint liebend gern, nur sie hat keinen Führerschein.
22:05Und bei den Busverbindungen dauert es ja eine Ewigkeit, bis sie da draußen ist.
22:08Ja, ist doch wunderbar.
22:10Wieso?
22:10Ja, ich bleib in der Wohnung. Felix und Nathalie ziehen in das Haus von Wilhelm.
22:13Also sag ihr, dass ich mich freue und sie soll heute Abend vorbeischauen.
22:16So, zwischen sieben und halb acht.
22:19Mann, die wird sich freuen.
22:22Und du bist dir wirklich sicher, dass sie dir hier nicht fehlt?
22:24Also ich mein Gott sei Dank, floriert der Laden, aber...
22:26Ach Quatsch, da haben wir auch schon drüber gesprochen.
22:28Also falls es wirklich eng wird, dann kann sie am Wochenende oder abends für mich nähen.
22:31Alles klar.
22:32Tschüss.
22:34Ach und Lena, kochen kann sie auch fantastisch.
22:52Ja, hallo Herr Tetzlar, ich bin's.
22:54Es tut mir leid, dass ich jetzt den Terminkalender schon wieder durcheinander bringe,
22:57aber sagen Sie Wasserburg ab. Ich komme morgen.
23:00Morgen? Morgen fliegen Sie nach Berlin.
23:04Dann übermorgen. Es geht leider nicht anders.
23:07Haben Sie Herrn Römer erreicht?
23:09Ja, der freut sich und wird um 17 Uhr in der Cocktailbar sein.
23:12Gut, dann bis morgen.
23:14Bis morgen.
23:32Ihr habt das Telefon auf Anrufbeantworter gestellt.
23:34Sie wollen schon gehen? Was sind denn das für Sitten?
23:37Ja, ich muss mir eine Wohnung angucken.
23:38Sie wollen noch Ausblick ziehen?
23:39Na ja, aber diese elende Fahrerei auf der Autobahn.
23:43Ich hätte da eine Wohnung für sehen.
23:45Was? Wo?
23:47Meine Wohnung. Das heißt, die meines Mannes.
23:50Ja, und du?
23:51Wir ziehen in das Haus von Wilhelm.
23:53Dann hat er dich doch rumgekriegt. Typisch Felix Althofer.
23:57Wann könnte ich die Wohnung sehen?
23:59Jederzeit. Heute Abend.
24:01Da habe ich irgendwer schon was vor. Könnte ich meine Freundin mitbringen?
24:04Eine Freundin?
24:06Na Gott sei Dank. Ich dachte schon. So wie unser Herr Kruse sie angehimmelt hat.
24:11Emma, also echt.
24:13Kein Problem. Ich koche die Spaghetti und Felix macht dazu seine fantastische Hackfleischsoße.
24:19Super. Um sechs?
24:21Halb sieben. Alpenstraße 30.
24:24Alpenstraße 30. Bis dann.
24:29Wie kommst du denn auf sowas, Emma?
24:31Heutzutage weiß man ja nie. Und alle Nasen lang outet sich wieder einer.
24:36Jörg Tetzlaff ist ein stilles Wasser. Und das sind die gefährlichsten.
24:41Wie der immer Angela anbaggert. Und jetzt sagt er, dass er eine Freundin hat?
24:45Angela? Angebaggert? Die liegen sich doch ständig in den Haaren.
24:48Eben. Das hat bei Felix und mir auch angefangen.
24:51Ja.
24:52Ich habe ihn für so einen unausstehlichen Angeber gehalten. Und jetzt?
24:56Ach Emma, darf ein Mensch überhaupt so glücklich sein wie ich?
24:59Ja, du darfst. Und jetzt mach das fertig bitte. Bevor du vor Glück platzt.
25:04Bevor du vorst.
25:59Frau Stange?
26:08Moment bitte. Ich bin gleich soweit. Ja, ich bin wieder da.
26:16Ja, genau.
26:21Und bis auf Weiteres tun Sie bitte nichts ohne meine direkte Anweisung oder die von Herrn Roland Althofer.
26:29Danke.
26:31Ja, genau.
26:33Ja, wiederhören.
26:35Ich muss sofort Frau Stange sprechen.
26:39Wieso?
26:40Sie war heute Vormittag bei der Polizei.
26:43Ja, ja, ich weiß aber, woher...
26:44Angela hat sie getroffen.
26:45Und die macht sich jetzt natürlich Sorgen, dass Frau Stange irgendwelche Dummheiten macht.
26:51Weißt du denn, um was es geht?
26:56Nein, Ewald.
26:58Das glaube ich nicht.
26:59Nicht Werner.
27:01Was gibt es denn da noch zu glauben?
27:03Der Mann hatte das Blaue vom Himmel runtergelogen.
27:06Hat dann Geld genommen und ist damit abgehauen.
27:08Und die Polizei findet in ihrem Computer einen bundesweit gesuchten Heiratsschwindler,
27:12auf den deine Beschreibung passt.
27:13Aber keinen promovierten Historiker namens Bartke.
27:18Trotzdem, solange ich keine eindeutigen Beweise habe.
27:22Und ob Werner ein Doktor oder ein Professor oder ein Kaninchenzüchter ist, ist mir vollkommen egal.
27:28Aber du hast ihn doch hoffentlich endlich angezeigt.
27:32Ich habe eine Vermisstenanzeige aufgegeben.
27:35Jetzt schau nicht so.
27:37Mein Gott, Ewald, ich bin doch nicht blöd.
27:39Ich bin auch kein Teenager mehr.
27:41Ich war wochenlang mit dem Mann unterwegs.
27:44Also ein bisschen Menschenkenntnis traue ich mir schon zu.
27:47Herr Rost, dieser Kommissar, mit dem ich da gesprochen habe,
27:50der will jetzt bei Interpol nachfragen, ob die ein Foto von diesem Heiratsschwindler haben.
27:55Dann sehen wir weiter.
27:57Wirklich, Marion, dir ist nicht mehr zu helfen.
28:01Ewald.
28:03Versteh mich doch.
28:26Frau Stange, da sind Sie ja.
28:28Hallo.
28:29Moment.
28:32Angela hat mich angesprochen und mir erzählt, dass Sie bei der Polizei waren und danach etwas verwirrt.
28:39Sie hat sich Sorgen gemacht und ich natürlich auch.
28:41Danke.
28:42Lieb von Ihnen.
28:43Ich bin okay.
28:45Ja, ich war vorhin wirklich ein bisschen durcheinander, aber mit etwas Abstand sieht alles schon wieder anders aus.
28:51Ach, wirklich?
28:53Ich bin in Ordnung.
28:56Da bin ich ja beruhigt.
28:58Ja.
29:12Sie?
29:14Ich wollte mich nur Ihren Laden mal anschauen.
29:16Darf ich?
29:17Ja, bitte.
29:28Nicht schlecht.
29:30Frau Althoffer, nicht übertrieben.
29:33Danke sehr.
29:35Und wo ist denn das Keyboard?
29:36Sie hat mir erzählt, dass Ihre kleinen Kunden ja auch Musikunterricht kriegen können.
29:40Was ich für eine tolle Marketingidee hatte.
29:42Ich nicht mehr.
29:45Ach, Sie meinen, der Herr Klavierlehrer hat gekündigt?
29:49Nein, ihm ist gekündigt worden.
29:52Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich muss hier Stoffe aussuchen und bestellen.
29:55Den will ich aber nicht nehmen.
29:58Ja, im Ernst.
29:59Ich meine, wenn ich vier oder fünf Jahre alt wäre und ich müsste in so was rumlaufen,
30:01ich glaube, ich würde einen Schreinkrampf kriegen.
30:03Das soll ja auch ein Kleid werden und keine Seppelhose.
30:07Außerdem bekomme ich gleich einen Schreinkrampf.
30:09Also, was wollen Sie?
30:10Also, erstens, mich entschuldigen für die etwas rüde Art und Weise,
30:13wie ich Sie abgefertigt habe heute am Telefon.
30:16Zweitens, Sie zum Abendessen einladen bei Felix und Nathalie Althoffer.
30:19Wie bitte?
30:20Ja, und drittens bin ich eigentlich hier, um Ihnen zu sagen,
30:23dass ich drauf und dran bin, mich unsterblich in Sie zu verknallen.
30:27Aber sonst sind Sie gesund, ja?
30:29Ich weiß, vielleicht nicht gerade die romantischste Art und Weise,
30:32einer Frau den Hof zu machen, aber sicher die direkteste.
30:35Ich hasse Zeitverschwendung.
30:38Aber ich meine, wenn Sie Wert drauflegen, kaufe ich einen Blumenstrauß und versuche es nochmal.
30:41Nein, bitte nicht.
30:44Oder vielleicht Gitarre spielen unter Ihrem Fenster in lauen Vollmundnächten.
30:49Das würde ich mir vielleicht gerade noch so gefallen lassen.
30:52Aber wenn Sie sich bei mir beliebt machen wollen,
30:54dann können Sie mir hier bei den Bestellungen helfen.
30:55Und zwar so, dass Herr Wieland auch durchblickt.
30:58Kein Problem, klar.
30:59Aber ein bisschen Musik könnte nicht schaden.
31:01Darf ich?
31:02Klar, aber bitte nicht so laut.
31:03Und zwar so laut.
31:54Hallo.
31:55Hey, ich mach das kurz zu Ende, ja?
31:58Klar, mach nur.
32:02Tag, Fraterni. Lange nicht mehr gesehen.
32:04Dir, was soll ich sagen? Viel zu tun.
32:06Wenn Sie jetzt aufs Land ziehen, dann sieht man Sie sicher noch seltener.
32:08Nein, das hat sich erledigt. Ich bleib in der Stadt.
32:12Toll. Was darf ich Ihnen bringen? Auch einen Cappuccino?
32:15Champagner. Zwei Gläser.
32:17Kommt zu Bord.
32:20Champagner? Heißt das, es gibt was zu feiern?
32:24Ja.
32:26Darf ich warten?
32:27Bitte.
32:29Dein fantastischer Artikel im Globus?
32:32Kalt.
32:33Ihr habt einen super Auftrag an Land geholt?
32:36Das stimmt zwar, aber kaum wärmer.
32:40Dann hilf mir.
32:42Hat das, äh, hat das was mit mir zu tun?
32:50Könnte es sein, dass du, dass du endlich keine Angst mehr hast vor meiner Liebe?
32:55Dass du zu mir in die Stadt ziehen willst?
33:02Mit Stadt war Augsburg gemeint, nicht Mönchen.
33:06Ja, da muss ich passen.
33:08Also es hat schon mit dir zu tun, aber auf einer anderen Ebene.
33:17Bitte sehr.
33:18Danke.
33:19Kann ich das schon mitnehmen?
33:21Ähm, ja, bitte.
33:25Ich bin in der glücklichen Lage, den Status Quo zwischen uns wiederherzustellen.
33:31Fünf Millionen.
33:35Unsere Auftragslage ist so gut, dass wir uns das leisten können.
33:42Da bist du sehr stolz drauf, ja?
33:44Ja, das bin ich.
33:46Ich möchte von niemandem abhängig sein.
33:48Schon gar nicht von einem Freund.
33:51Das ist mein Ernst, Max.
33:53Das verdammte Geld hat doch alles zwischen uns kaputt gemacht.
33:56Ich hoffe, du bist über euren neuesten Börsenstandort errichtet.
34:00Du glaubst, ohne Bank auszukommen, Lena, ohne Kredit?
34:03Das ist bescheuert.
34:05Wir haben in nächster Zeit keinen größeren Investitionsbedarf.
34:08Die Anlaufkosten für die nächste Saison sind bezahlt.
34:11Der Vertrieb läuft schon seit heute übers Internet.
34:13Und bis zur Messe haben wir genug Geld in der Kasse für die laufenden Kosten.
34:17Wenn du das bescheuert findest, dass wir den Gewinn lieber selber kassieren,
34:20als an euch als Zinsen zu bezahlen, dann...
34:23Dann bin ich halt bescheuert.
34:25Ich wollte euch helfen. Das war alles.
34:27Nein, du wolltest nicht uns helfen.
34:29Du wolltest mir helfen. Das ist ein großer Unterschied für mich jedenfalls.
34:32Ja, ich wollte dir helfen. Und?
34:34Aber ist schon gut. Ich habe verstanden.
34:37Max!
34:38Du solltest dir mal wieder die Zeit nehmen, den Wirtschaftsteil zu lesen.
34:42Wir gehen miesen Zeiten entgegen.
34:44Das Consumer Spending ist auf einem Drei-Jahres-Tief abgesunken.
34:48In der Textilbranche machen die Firmen rechts und links pleite.
34:52Nicht nur in der Textilbranche.
34:53Das weiß ich alles.
34:55Aber die Löcher mit Bankkrediten zu stopfen, so wie das so gerne gemacht wird,
34:58das kann doch auch nicht die Lösung sein.
35:01Gut. Von mir aus gehen wir pleite.
35:03Aber das ist mir immer noch lieber, als von einer Bank geschluckt zu werden zum Schraubpreis.
35:08Ich sitze am längeren Hebel, Lena.
35:10Du wirst wiederkommen.
35:12Und dann...
35:13Ja, dann hoffe ich, dass wir uns einfach nicht mehr so missverstehen.
35:18Viel Glück.
35:25Ärger?
35:28Trinken Sie ein Glas mit mir?
35:29Wäre doch schade drum.
35:30Das wäre es.
35:32Also, auf was trinken wir?
35:35Auf uns?
35:55Jetzt sag schon, du weißt doch, wie neugierig ich bin.
35:59Roland und Lena haben mich für den Vorstand vorgeschlagen.
36:03Vorstand?
36:04Ich dachte, das bist du schon längst als Althofer.
36:07Also, du bist mir eine.
36:09So, Vorstand hin oder her.
36:10Hauptsache, du kümmerst dich jetzt um deine Spaghetti-Soße.
36:13Ich muss doch das Bett machen.
36:14Er will sich doch bestimmt die ganze Wohnung anschauen.
36:20Mist, das sind sie schon.
36:22Ähm, machst du noch den Bein auf?
36:24Alles, was du willst, Liebling.
36:34Hallo.
36:34Ich hoffe, wir sind nicht so früh.
36:35Nein, nein.
36:36Angela, du!
36:38Ja, Jörg hat mir quasi keine Wahl gelassen.
36:40Ich hoffe, du hast nichts dagegen.
36:41Natürlich nicht.
36:44Bitte.
36:45Danke sehr.
36:46Auf.
36:48Gehen wir nach oben.
36:56Setzt euch doch.
36:57Oder wollen Sie sich zuerst die Wohnung anschauen?
36:59Weil das mit dem Essen, das dauert noch ein bisschen.
37:02Naja, also ich versorg jetzt mal die Blumen.
37:05Und Wein gibt's auch gleich, ja?
37:06Danke.
37:07Okay.
37:15Was meinst du, ist doch toll, oder?
37:17Ja, sicher.
37:18Ich meine, wenn du es dir leisten kannst?
37:19Gar nicht.
37:20Ja, dann würde ich sie nehmen.
37:22Oder ich nehme sie.
37:25Ihr könnt natürlich beide.
37:26Moment mal.
37:28Ich weiß, du hast Umwege.
37:30Aber in diesem Fall würde ich eine Vollbremsung hinlegen, wenn du keinen Unfall riskieren willst.
37:34Aber jetzt mal ehrlich.
37:35Lena hat dir doch bestimmt gesteckt, dass ich mit Wolfgang Schluss gemacht habe, oder?
37:39Nee, ehrlich.
37:40Und das soll ich dir glauben, wo du genau in dem Augenblick in der Boutique auftauchst?
37:44Tja, so ist das.
37:46Intuition, Riecher, Instinkt.
37:50Einen wunderschönen guten Abend.
37:51Nein, das riecht ja fantastisch.
37:54Ist das deine legendäre Soße?
37:55Knoblauch bis zum Abwinken.
37:56Falls ihr heute noch was Intimeres geplant haben solltet, würde ich das bis nach Weihnachten verschieben.
38:07Ich bringe doch schon mal Platz.
38:08Danke.
38:19Schade, dass du nicht bleiben kannst.
38:21Für sich alleine zu kochen, ist langweilig.
38:23Und alleine auszugehen auch.
38:25Ich habe dir doch gesagt, dass ich nicht kann.
38:27Ich kriege Besuch.
38:28Lena, vielleicht kannst du doch den Besuch mitbringen.
38:31Ich meine, können wir zusammen kochen?
38:33Oder ist das privat?
38:36Nein.
38:38Na ja, irgendwann wirst du es eh erfahren.
38:39Ich hatte Glück.
38:41Ab morgen wird Frau Materna für mich als Haushälterin arbeiten.
38:44Lena.
38:45Das ist doch auf Dauer kein Zustand.
38:46Und du musst doch sowieso August besuchen in Kalifornien.
38:49Na ja, aber erst am Freitag.
38:50In der nächsten Woche.
38:54Dann will ich den Kleinen ja gar nicht mehr sehen, wenn du jetzt eine Haushälterin hast.
38:57Natürlich kannst du ihn sehen.
38:59So oft du willst.
39:00Aber lieber bei mir daheim.
39:01Du kannst ihn ja zum Beispiel mittwochs in die Musikschule bringen.
39:04Von elf bis zwölf.
39:05Das habe ich letzte Woche schon wieder verschwitzt.
39:07Ja.
39:09Jetzt mach doch nicht so ein Gesicht, Hedda.
39:12Komm doch einfach mit.
39:14Dann lernst du Frau Materna kennen und kannst viel beruhigter fliegen.
39:18Karen.
39:19Wartest du kurz auf mich?
39:21Ich zieh mir nur schnell was an.
39:22Klar.
39:24Jetzt kommt die Oma mit.
39:33So.
39:34Das mit der Sojasauce macht ihr dann selber, oder?
39:36Ja.
39:36Und jetzt geh lieber.
39:37Lena kann jeden Moment kommen.
39:39Ach, und wenn sie mich hier sieht, ist die ganze romantische Stimmung im Eimer?
39:42Genau.
39:43Ach, wie du meinst.
39:44Trotzdem hier, ich krieg nur 48 Euro von dir.
39:47Uwe, jetzt fährt aber nicht kleinlich.
39:49Na, das hab ich gern.
39:50Ich lass dich in Lenas Wohnung, wofür sie mir wahrscheinlich die Freundschaft kündigt.
39:54Oder mir gleich den Kopf abreißt, besorg Alkohol, Fressalien und dann, dann werd ich in die Wüste geschickt.
39:58Ich liebe dich.
39:59Ja, du mich auch.
40:00Aber das eine sag ich dir.
40:02Wenn das diesmal wieder in die Hose geht...
40:03Ich brauch einfach nur wieder ein paar Stunden mit Lena alleine, okay?
40:07Und dann regelt sich hoffentlich alles von alleine.
40:09Aber ich kann mich doch um Florians Essen kümmern.
40:12Oh, hallo.
40:13Hallo.
40:14Hallo.
40:14Wie?
40:15Was soll das denn?
40:16Uwe, ich hab dir den Schlüssel für Notfälle gegeben.
40:18Ja, aber das war ein Notfall.
40:20Also jedenfalls laut Chris.
40:21Stimmt.
40:22Ich, äh, ich...
40:23Das war meine Idee.
40:25Ich wollte dich überraschen mit einem romantischen Abendessen bei Kerzen, Licht und Sushi.
40:28Uwe kann nichts dafür.
40:30Übrigens, willkommen zu Hause.
40:35Hallo, Frau.
40:37Hey, ich.
40:38Komm her.
40:39Ja.
40:45Das ist ja wirklich sehr romantisch.
40:48Entschuldigung, das war wirklich nicht meine Idee.
40:51Ja, ich glaube, dann geh ich mal wieder neben mir.
40:54Nein, jetzt bleib doch.
40:56Und Chris, du kümmerst dich jetzt bitte um deine Gäste.
40:58Ja, ich glaube, wir brauchen jetzt alle was zu trinken.
41:00Okay.
41:01Kann ich wenigstens was helfen?
41:02Nein, ist nicht nötig.
41:03Danke.
41:09Tscherni.
41:10Kunze.
41:11Wenn ich nicht auf Marion gewartet hätte, hätte ich das gar nicht mitgekriegt.
41:15Aber so, ich dachte, Sie sollten das wissen.
41:17Herr Römer ist auf dem Gelände.
41:19Herr Römer, sind Sie sicher?
41:21Ja, mit irgendeinem Herrn.
41:23Ja, und wo sind die jetzt?
41:25Moment.
41:28Drüben bei der Fertigung.
41:29Sieht so aus, als würde er ihm den Betrieb zeigen.
41:32Was soll ich denn machen?
41:35Nichts.
41:36Danke, Herr Kunze.
41:55Die Aktionäre werden jedenfalls nervös werden und nach jedem Stroh angreifen.
41:58Ich würde sagen, wenn Sie denen ein Angebot von drei bis fünf Euro über dem derzeitigen
42:03Kurs machen, dann greifen die zu.
42:05Und Sie und Ihre Bank?
42:07Wir halten uns doch völlig raus.
42:08Wir haben keine geschäftlichen Interessen mehr, die uns mit Alten vor verbinden.
42:38Ich werde aber nicht...
42:42Leute, wir halten uns einfach nur dann nicht mit der Sterne.
43:09Untertitelung des ZDF, 2020