00:00Dagmar Truxer kennt man von Theater, Film und Fernsehen. Weniger bekannt ist, sie malt seit vielen Jahren.
00:06Eine Auswahl ihrer Werke ist derzeit in der Galerie wienartig zu sehen.
00:10Und am 24. September verbindet sie beide Welten. Bei Dagmas Traumbilder gibt es Chansons und Bilder an einem Abend.
00:17Ich freue mich und ich freue mich, dass ich wieder hier ausstellen kann.
00:20Und ja, ich bin ein Jahr Flamenco-Tanzen gegangen. Das hat Spuren hinterlassen. Das Bild heißt deshalb auch Flamenco.
00:30Dann neu sind meine Tierbilder, meine Uhus und meine Vogeln. Und es sind viele neue. Die drei sind neu.
00:40Also ich sehe da, wie gesagt, viele neue Motive, was du hast. Sehr menschlich, kann man sagen.
00:45Und wohl unmenschlich. Viel Freude, Energie sehe ich auch. Also es ist Leben drin und Farbe ist momentan sehr aktuell,
00:55sehr gut, sehr angenehm.
00:56Ich liebe Farben und es ist immer aufregend, wenn man dann sich für eine bestimmte Richtung entscheidet.
01:02Und oft kommt dann ganz was anderes raus, als man ursprünglich geplant hat.
01:09Kann man sagen, nicht du bestimmst das Bild, sondern das Bild bestimmt dich?
01:15Ja, zum Teil. Also ich habe schon immer eine Idee, wenn ich was anfange. Aber manchmal geht es dann gar
01:21nicht so, wie ich will.
01:22Dann werde ich böse. Dann grunde ich alles noch einmal neu und probiere wieder und übermale.
01:31Und manchmal entwickelt sich was zum Beispiel das Bild dort, die Loreley.
01:35Das ist das Gesicht von jemandem geworden, den ich gut gekannt habe und die Dame ist schon gestorben und war
01:42meine Gesangslehrerin und war alt.
01:46Also das Bild ist eine jüngere Frau, aber es hat ihren Ausdruck plötzlich gehabt.
01:52Also sie wollte quasi in dieses Bild?
01:55Ja.
01:55Ja. Irgendwie ist es passiert. Ich weiß nicht wieso, ich weiß auch nicht, woran es liegt.
01:59Aber ich habe dann bis fertig und habe mir gedacht, ja, das ist ja die Melitta.
02:04Eigentlich ist das Bild so geworden, wie du willst, ohne dass du es wusstest, dass es so wird, wie du
02:09willst.
02:10Naja, ja, hast du irgendwie gut ausgedrückt. Ist kompliziert, aber stimmt irgendwo, ja.
02:17Eine Frage hätte ich noch. Also ich sehe da wirklich interessante Bilder und ich sehe da aber mehr Techniken und
02:22das ist aber nicht nur Acryl, was ich so feststelle.
02:25Doch, es ist alles Acryl.
02:26Aber von der Technik her ist da mehr drinnen. Das ist nicht nur gepinselt.
02:30Nein, nein.
02:30Da ist viel Energie, Liebe, Arbeit.
02:34Es ist viel gespachtelt, ich spreche da gern. Aber zum Beispiel die Vogeln sind gepinselt.
02:41Und das hat auch eine Geschichte, weil der erste Vogel war der rosa-rote.
02:45Können wir doppeln? Entschuldige. Danke.
02:48Das erste Vogel war das rosa-rote. Das ist passiert. Da wollte ich einfach einen Vogel machen.
02:53Und das ist dann von den Farben her intensiver geworden, als ich wollte, hat aber großen Anklang gefunden.
02:59Und dann hat eine Bekannte von mir gesagt, dieses Vogel hätte ich gern, obwohl das ja eigentlich gar nicht meine
03:06Farben sind.
03:06Und dann habe ich gesagt, was sind denn deine Farben? Und dann hat sie mir gesagt, eben so Sandtöne, braun,
03:13beige.
03:13Und dann habe ich mir gedacht, ich probiere es halt und habe das braun-beige Vogel gemalt.
03:18Und das hat sie dann mit viel Freude sofort mir weggenommen.
03:25Also da hat das Herz einmal mitgespült.
03:27Ich sehe auch von den Farbtönen her, also ich würde sagen, du bist da sehr erdig unterwegs, weil du hast
03:33keine schreienden Farben, du hast sanfte, angenehme...
03:39Ich liebe Farben und ich liebe die Energie von Farben.
03:42Und wenn man daran denkt, dass ja Farben genauso vom Regenbogen her energetische Sachen sind,
03:48wie zum Beispiel die acht Töne in unserer Musik in der Oktave, entspricht auch jeder Ton einer bestimmten Farbe.
03:56Und ist auch energetisch messbar.
04:01Und da ich auch mit Musik sehr viel zu tun habe, hat das für mich plötzlich eine Einheit ergeben.
04:07Zwei Welten?
04:09Eine in der Kunst der Melodie und des Theaters und eine...
04:13Es gibt keine zwei Welten. Ich glaube, es gibt wahnsinnig viele Welten.
04:17Oder nur eine Welte, in der wahnsinnig viel drin ist.
04:20Das sind jetzt aber die zwei, die in der Kunst sind, die du lebst.
04:22Ja, und die sich treffen.
04:24Genau, das meine ich.
04:24Ja, ja.
04:25Da sehe ich jetzt deine wunderschönen Masken.
04:29Darf ich dich fragen, weil die Masken, das ist ja ganz das eigene, so eine Maske, ja.
04:34Was geht durch den Kopf bei diesen Masken?
04:38Weil ich sehe, Maske ist ein bisschen, ich verdecke mein Gesicht.
04:41Ja, es ist richtig.
04:42Und die Maske gab es ja schon im griechischen Theater.
04:45Und die war übrigens so gebaut, dass sie wie ein Mikrofon gewirkt hat.
04:51Und hinter Masken verstecken wir uns gerne.
04:53Auch hinter der Maske des Clowns und besonders diese Perogestalten oder der Nar in der Schicksbürschen, in der Dramaturgie.
05:04Das sind eigene Energieträger auch.
05:08Und man kann sie verwenden, um sich zu schützen oder sich zu verstecken.
05:13Oder man kann auch darüber nachdenken, welche Maske trage ich denn eigentlich und was ist denn hinter dieser Maske?
05:19Und ich habe seit Jahren ein Bild im Kopf, das ich einmal bei einer schamanischen Arbeit gekriegt habe.
05:28Und das ich dann in einem Traum, weil es so grauslich war, verändert habe.
05:33Und eigentlich sind es dann zwei Bilder.
05:36Also die lauern in mir, die kommen sicher irgendwann.
05:39Und haben auch mit Maske zu tun.
05:42Jetzt sind wir bei der Energetik.
05:44Jetzt haben wir ja deine Malkunst.
05:47Wir haben deine Theaterkunst.
05:50Aber du bist ja auch Autorin.
05:52Ja.
05:53Und das Buch, das frage ich dich nochmal, weil ich habe den Titel vergessen.
05:58Und deswegen werde ich dich dazu befragen.
06:00Du wirst mir sagen, welches Buch das ist und um was es da geht.
06:04Also das Buch heißt Das letzte Geheimnis des Theaters.
06:09Und behandelt Anekdoten, die ich selbst erlebt habe.
06:14Die also noch nirgends aufscheinen, die nicht abgeschrieben sind oder von denen man eh schon kennt.
06:18Sondern Dinge, die ich erlebt habe im Laufe von einem mittlerweile, wann habe ich angefangen?
06:2569, 57 Jahre im Theater.
06:29Wow.
06:30Ja.
06:31Und da habe ich wahnsinnig viele lustige Sachen auch erlebt.
06:34Gott sei Dank.
06:35Da hat man früher lustige Sachen im Theater erlebt.
06:37Und nicht nur die grauslichen, die es heute manchmal gibt.
06:42Wir hatten viel Spaß und es ist viel passiert.
06:46Und das habe ich dann gesammelt und aufgeschrieben.
06:49Also das ist ein Buch zum Lachen.
06:50Es ist ein kleines Büchlein.
06:52Und es hat auch zum Inhalt den Aberglaubenden beim Theater.
07:00Und ja, kommt auch zu den Geheimnissen.
07:02Theater ist Maske.
07:03Theater ist Maske.
07:05Und damit verbindet sich wieder der Kreis.
07:07Und Maske ist Persona.
07:07Ja, und Person.
07:09Und sind wir bei Personare durch Klingen.
07:12Der Klang ist die Person.
07:15Also es trifft sich alles.
07:17Also ich würde sagen, wahnsinnig interessant.
07:20Es ist toll, dass wir dich kennen dürfen.
07:23Und wenn unsere Lieben zu sehr jetzt da neugierig sind und viel, viel mehr von dir wissen müssen
07:28oder wollen, was ja verständlich ist.
07:32Würde mich freuen.
07:33Da gibt es extrem viel.
07:34Aber wo schicke ich sie hin?
07:36Schicke ich sie auf Facebook?
07:37Schicke ich sie?
07:38Wo schicke ich sie hin?
07:39Also wo schicke ich sie hin, wenn man mehr erfahren will?
07:41Also ich habe einen Facebook-Account und freue mich, wenn da jemand mit mir in Kontakt tritt.
07:47Und ich schaue schon immer, wer mir da eine Freundschaftsanfrage schickt.
07:51Also da muss man auch vorsichtig sein.
07:53Aber ich glaube, ich habe ein gutes Gespür für anständige Leute.
07:57Ich kann nur sagen, du bist ein Herzensmensch, eine tolle Seele und es ist immer wieder schön, dich zu sehen.
08:02Du bist lieb.
08:02Ich freue mich auch immer, wenn ich dich sehe.
08:04Danke.
08:05Danke viel.