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  • vor 4 Wochen
Abenteuer, Antike ,Mythologie

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Transkript
00:23Im Jahre 1957 will sich ein Fischer vor einem aufziehenden Sturm in Sicherheit bringen.
00:31Als er Hinchinbrook Island ansteuert, sieht er Rauch auf der Insel.
00:36Er glaubt, dort kann er in einem Dorf Unterschlupf finden und geht an Land.
00:47Aber statt Unterschlupf erwartet ihn ein Rätsel.
00:51Er findet ein Dorf mit einem brennenden Feuer, doch es ist menschenleer.
00:57Als plötzlich ein bärenartiges Riesenwesen auftaucht, ergreift er die Flucht.
01:06War dieser Bär real? Oder die Verkörperung einer Inuit-Legende?
01:14Der Bärengott Thorngasuk.
01:18Er gilt zwar als Beschützer, doch der Legende nach kann man auch seinen Zorn auf sich ziehen, wenn man ihn
01:24verärgert.
01:27Seit jenem Tag wurde das Wesen siebenmal in der Gegend gesehen, die Dorfbewohner bleiben jedoch verschollen.
01:38Mitten im gewaltigen US-Bundesstaat Alaska erstreckt sich ein geheimnisvolles Dreieck.
01:45Jedes Jahr verschwinden hier fünf von 1000 Menschen spurlos.
01:58Drei Ermittler suchen nach Antworten.
02:02Jax, ein ehemaliger Polizist.
02:05Ken, ein Spezialist für unerklärliche Phänomene.
02:09Und Tommy, ein Experte für die Geschichte Alaskas.
02:15Gemeinsam erforschen sie mysteriöse Vorfälle und uralte Legenden.
02:21Sie versuchen herauszufinden, warum so viele Menschen in Alaska verschwinden.
02:39Das Team steuert Hinschenbrook Island im Südosten des Prinz Williamson an, wo das verlassene Dorf entdeckt wurde.
02:46Es soll ein Fischerdorf mit 70 Einwohnern gewesen sein.
02:50Eins kapiere ich nicht. Wir hatten schon viele Fälle, in denen einzelne verschwunden sind, aber ein ganzes Dorf?
02:56Wie kann ein ganzes Dorf verschwinden?
03:00Echt seltsam. Es wurden keine Leichen gefunden.
03:04Keine Aufzeichnungen über Naturkatastrophen, Erdbeben, Tsunami, Vulkan.
03:10Der Fischer soll einen großen, weißen Bären gesehen haben.
03:14In dieser Gegend ist man an Bären gewöhnt. Die Dorfbewohner müssen schon lange mit ihnen gelebt haben.
03:20Zu glauben, es war nur ein Bär, ist da ziemlich weit hergeholt.
03:23Immerhin muss er so groß und furchteinflößend gewesen sein, dass er ein ganzes Dorf verschwinden ließ.
03:29Das hört sich exakt nach der Inuit-Legende vom Bären-Gott Thorngarsuk an.
03:35Die Thorngarsuk-Legende handelt von einem weißen Riesenbären, der als Beschützer und Aggressor auftreten kann.
03:43Fischer bitten diesen Meister der Wale und Robben um einen guten Fang.
03:48Auch Schamanen rufen ihn an, um Krankheiten zu heilen. Manche aber glauben, er mache Jagd auf alle, die die Natur
03:55missachten.
03:57Vielleicht war es nur ein extrem außergewöhnlicher Bär. Es gibt viele Erklärungen. Es muss kein Bären-Gott oder Dämon gewesen
04:04sein.
04:04Wir haben noch viel Arbeit, bevor wir Antworten liefern können.
04:08Es könnte ein genetisch einzigartiger Bär gewesen sein, der extrem groß wurde. In der Evolution gibt es solche Anomalien.
04:15Eine solche Anomalie finden wir unter Rindern und anderen Tieren. Die sogenannte Muskelhypertrophie.
04:22Verursacht durch eine genetische Mutation, die das Myostatin-Protein hemmt.
04:28Die Folge? Ungebremstes Muskelwachstum und größere, kräftigere Tiere.
04:33Einen so mutierten Bären könnte man leicht für ein Monster halten.
04:38Das Team erreicht die Stelle, an der der Fischer vor 60 Jahren an Land ging.
04:43Das Dorf soll hoch in den Wäldern liegen.
04:46Die Männer sind wachsam, denn erst vor zwei Wochen soll ein Jäger einen weißen Bären gesehen haben.
04:56Dichtes Gebüsch.
04:58Könnte ein Eisbär sein, aber eher unwahrscheinlich hier unten.
05:03Vielleicht kein Eisbär, es gibt Kreuzungen mit Grizzlies.
05:08Der Eisbär ist der größte Bär der Welt und das größte fleischfressende Landtier.
05:14Ein Männchen wird im Schnitt 680 Kilo schwer, kann aber über 900 Kilo erreichen.
05:20Zu Hause ist der Eisbär im äußersten Norden und Nordwesten Alaskas.
05:25Kreuzungen mit Grizzlybären wurden aber auch in anderen Regionen entdeckt.
05:29Könnte es also einen weißen Bären geben, der sich in wärmeren Regionen wohlfühlt?
05:39Schaut mal.
05:41Ja, die Häuser stehen noch. Verdammt lang her. Alles zugewachsen.
05:47Wir müssen nach Bärenspuren suchen, Tatzenabdrücke, Kratzer an den Häusern.
05:51Alle verwirrtbaren Spuren. Wir müssen rausfinden, was hier passiert ist.
05:54Das verlassene Dorf erinnert an ein anderes amerikanisches Rätsel.
06:00Roanoke Island. Hier wurde 1587 die erste englische Kolonie in der neuen Welt gegründet.
06:08Als jedoch drei Jahre später ein Versorgungsschiff anlegte, war dort keine Menschenseele.
06:14Man vermutete einen Angriff feindlicher Spanier oder eine gescheiterte Umsiedlung.
06:20Die Ureinwohner Alaskas waren echte Überlebenskünstler und hatten keine bekannten Feinde.
06:26Solche Theorien treffen auf sie wohl kaum zu.
06:30Vorsicht, da drin könnten Hausbesetzer oder wilde Tiere sein.
06:33Das Dorf ist seit fast 60 Jahren unbewohnt.
06:37Was nicht nid- und nagelfest ist, wurde geplündert.
06:41Freie Bahn, Tommy. Ich komm raus.
06:44Die Männer durchsuchen die spärlichen Überreste der Siedlung.
06:48Sie wissen, die Chancen sind gering, nach so langer Zeit brauchbare Hinweise zu finden.
06:52Doch es könnten noch biologische Spuren vorhanden sein.
06:59Mit meiner UV-Lampe suche ich nach Spuren wie getrocknetem Blut.
07:03Aber da ist nichts.
07:11Seht ihr was?
07:13Noch nicht.
07:15Ich sehe nur baufällige Häuser.
07:18Etwas unheimlich hier.
07:30Das Ding zerfällt.
07:34Alles sauber.
07:35Wir können gehen, Ken.
07:38Und jetzt?
07:41Wir klappern die Umgebung nach Hinweisen ab.
07:44Bären, Menschen, Blut.
07:47Alles, was uns verrät, was hier passiert ist.
07:49Dann schauen wir uns mal um.
07:51Ja.
07:53Das Team erweitert seine Suchaktion.
07:56Mit einem Metalldetektor will Ken Flachgräber finden, die durch Schmuck oder andere Artefakte entdeckt werden könnten.
08:15Du drehst jeden Stein um, was?
08:18Nichts zu sehen.
08:19Keine sterblichen Überreste.
08:21Nichts.
08:21Eine Seuche oder Hungersnot können wir ausschließen.
08:24Wir sind in Küstennähe.
08:25Die Gegend ist fruchtbar.
08:26Verhungert ist hier niemand.
08:28Nein.
08:29Hätte es eine Hungersnot gegeben, wären hier Skelette.
08:31Absolut.
08:34Jungs!
08:36Was ist?
08:37Ich habe ein bisschen am Boden rumgestochert.
08:40Und was entdeckt?
08:41Seht ihr das?
08:42Jemand hat diesen Kreis gelegt.
08:46Das könnte was bedeuten.
08:48Ken ist auf einen kleinen Steinkreis gestoßen.
08:51Ob er eine spirituelle oder praktische Funktion hatte, ist unklar.
08:56Könnte eine Feuerstelle von Hausbesetzern oder Dorfbewohnern sein.
09:01Lasst uns graben und sehen, was drunter ist.
09:03Okay.
09:03Dann los.
09:12Was ist das, Tommy?
09:15Muss schon lange da liegen.
09:17Sieht wie eine Wirbelsäule aus.
09:19Das sind Knochen.
09:21Ein Fisch vielleicht.
09:23Ich weiß aus meinen Forschungen, dass Steinkreise eine große Bedeutung haben.
09:27Die Inuit bringen an ihnen Opfer für Geister dar.
09:32Könnten Essensreste oder eine Opfergabe sein?
09:35Ja, schwer zu sagen.
09:38Opfergaben sind fester Bestandteil fast aller Religionen.
09:43Gläubige sollen dabei den Göttern ihre besten Gaben zurückgeben.
09:51Waren diese Fischknochen vielleicht ein Opfer an den Bärengott Thorngarsuk, den Herrscher des Meeres?
09:58Stammen sie aus der Zeit, in der das Dorf noch bewohnt war?
10:02Die meisten Opfergaben an Thorngarsuk waren Fische.
10:05An meiner Theorie könnte also was dran sein.
10:07Vielleicht war dem Bärengott das Opfer zu mickrig und zur Strafe.
10:11Hat er die Leute aus der Gegend verbannt?
10:14Hacken wir es ein und hauen ab.
10:18Wir wissen erst mehr, wenn wir es im Labor untersuchen lassen.
10:21Ziehen wir weiter.
10:23Irgendjemand hat hier vor kurzem Pause gemacht und sich den Fisch gebraten.
10:26Die forensische Analyse verrät uns hoffentlich mehr.
10:31Suchen wir weiter.
10:36Der Abend kommt.
10:38Ohne weitere Funde geht es zurück zur Küste, wo sich das Team per Boot zum Festland bringen lässt.
10:44Ich bin gespannt, was das für Knochen sind.
10:48Hier liegt Baumaterial.
10:52Meinst du, es wurde angespült oder kommt es aus dem Dorf?
10:54Bestimmt angespült.
10:56Es ist ganz rund, muss schon lange hier liegen.
10:58Vielleicht von einem Boot.
11:03Ein Rankenfüßer.
11:04Schau mal.
11:05Was ist da auf dem Stein?
11:07Ken, schau mal.
11:09Was ist das?
11:11Kein Treibholz.
11:12Wie entsteht sowas?
11:14Was ist das?
11:17Eine Bootsplanke.
11:19Zeig mal.
11:22Das könnten Bissspuren sein.
11:24Was meinst du, Tommy?
11:26Keine Ahnung.
11:28Was hinterlässt eine so große Bissspur?
11:31Nichts, das ich kenne.
11:33Vielleicht war es kein Biss.
11:35Warum soll ein Tier ein Boot angreifen?
11:38Die meisten Tiere gehen solchen Konfrontationen aus dem Weg.
11:41Zugegeben, es sieht wirklich aus, als würde etwas aus dem Holz gebissen.
11:45Ein Seelöwe hat einen kleineren Biss.
11:47Ein Lachshäu vielleicht?
11:48Der kann keine Planke durchbeißen.
11:53Jetzt stehen wir vor einem neuen Rätsel.
11:55Ich kann nicht sagen, was wir hier gefunden haben.
11:58Ich glaube, dazu brauchen wir einen Experten.
12:03Das Landesinnere Alaskars ist größtenteils unberührt vom modernen Menschen.
12:09Welche unbekannten Geschöpfe könnten in diesen Weiten lauern?
12:13Könnten sie einer der Gründe sein, warum hier so viele Menschen verschwinden?
12:19Der Bärengott Thorn-Gasuk, ein Fabelwesen, hat eine reale Vorlage.
12:26Den Eisbär.
12:29Im Süden Alaskas aber, wo das Wesen in einem Dorf gewütet haben soll, gibt es keine Eisbären.
12:36Der Zeuge könnte einen Kermode-Bären gesehen haben.
12:40Jeder zehnte Vertreter dieser Schwarzbärenart hat weißes Fell, was ihm den Spitznamen Geisterbär eingebracht hat.
12:48Der Kermode-Bär ist allerdings eine kleine Spezies.
12:52Viel zu klein, um auf die Zeugenbeschreibung zu passen oder ein ganzes Dorf in die Flucht zu schlagen.
13:01Mit den gefundenen Fischknochen und der beschädigten Planke hofft das Team, Licht ins Dunkel zu bringen.
13:08In einem Zoo treffen sich Ken und Tommy mit Tim Bertram, einem Tierexperten, der die Beweisstücke untersucht hat.
13:16Heurein!
13:18Hey, das ist mein Freund Tommy.
13:20Freut mich, Tommy.
13:21Schieß los!
13:22Ich hab die Ergebnisse.
13:24Es ist ein großer Plattfisch.
13:26Laut DNS-Test ist es ein Halibut.
13:30Und wie alt?
13:32Leider ist die Carbon-Datierung solcher Knochen sehr ungenau.
13:35Man kann kaum sagen, ob ein Knochen 10 oder 50 Jahre alt ist.
13:39Ich vermute, euer Fundstück war ein paar Jahrzehnte begraben.
13:44Ja.
13:45Der Halibut ist eine Delikatesse aus Südalaska.
13:48Vielleicht waren es nur Essensreste.
13:50Ohne das Alter der Knochen zu kennen, wissen wir nicht, ob es eine Opfergabe war.
13:55Was ist mit der Planke?
13:57Sind das Bissspuren im Holz?
13:59Ist es möglich, dass sie von einem Meerestier stammen oder sogar von einem Bären?
14:03Sehr interessant, die Planke.
14:05Ich tippe auf die Reißzähne eines großen Raubtieres.
14:12Die Kombination aus Reiß- und Schneidezähnen deutet auf ein Säugetier hin.
14:16Keinen Fisch.
14:18Könnte ein Seelöwe sein.
14:19Seine Zähne sind Bären sehr ähnlich.
14:22Wölfe haben auch ähnliche Zähne.
14:25Auffällig ist der Abstand zwischen den Reißzähnen.
14:28Bei ausgewachsenen Eisbären beträgt er 8 cm.
14:32Auf der Planke aber 13 cm.
14:36Fast doppelt so viel.
14:38Könnte dieser Bär zweimal so groß wie ein normaler Bär sein?
14:42Wenn man die Gebissmaße auf den Rest des Tieres hochrechnet,
14:46wäre dieser Bär achtmal so groß wie jeder ausgewachsene Bär, der heute in Alaska lebt.
14:54Der Größenunterschied an der Bissstelle bezieht sich nur auf eine Dimension, die Breite.
14:59Würde man den Abstand in alle Dimensionen hochrechnen, käme ein gigantischer Bär heraus.
15:07Biologisch unmöglich, oder?
15:08Unmöglich.
15:09Der Bär würde unter seinem eigenen Gewicht zusammenbrechen.
15:11Richtig.
15:13Es könnte eine Anomalie sein, ein Bär mit einem verformten Kiefer oder vielleicht ein ganz anderes Tier.
15:19Es gibt ausgestorbene Bärenarten, die deutlich größer waren als moderne Bären.
15:24Der Kurznasenbär aus dem Pleistocen zum Beispiel wurde riesengroß.
15:28Viel größer als moderne Eis- oder Kodiakbären.
15:32Er hatte auch andere Zähne, ein längeres Gebiss und war wesentlich stärker und muskulöser als die Bären von heute.
15:39Der Kurznasenbär war ein Koloss, der hier in grauer Vorzeit durch die Wildnis streifte.
15:45Das Riesentier wurde 3,60 Meter groß und dank seiner langen Beine bis zu 65 Kilometer pro Stunde schnell.
15:53Durch seine kurze, komprimierte Schnauze war sein Gebiss besonders breit, dem Bissabdruck auf der Planke nicht unähnlich.
16:01Dieser Bär soll allerdings vor 20.000 Jahren ausgestorben sein.
16:05Könnte es noch Exemplare in der Wildnis Alaskas geben?
16:10DNS-Spuren haben von Stück.
16:12Wir konnten keine DNS extrahieren.
16:15Tim, danke für die tollen Infos. Vielen Dank.
16:20Jax recherchiert nach Vorfällen aus jüngster Vergangenheit, die die Thonga-Suck-Legende bestätigen.
16:27Dazu trifft er sich an einem Hafendock mit einem Kapitän, der weiß, was sich in diesen Gewässern abspielt und abgespielt
16:34hat.
16:35Captain Mike?
16:36Hey, wie geht's?
16:37Ich bin Jax.
16:38Oh, gut.
16:39Freut mich.
16:40Ebenso.
16:41Ich will sie nicht lang aufhalten. Ich habe eine interessante Frage.
16:46Meine Freunde und ich haben auf Hinchinbrook Island eine Schiffsplanke gefunden, auf der eine Bissspur ist.
16:52Haben Sie von ungewöhnlichen Tierangriffen in der Nähe von Hinchinbrook Island gehört?
16:58Ich kenne einen Kerl, der vor sieben, acht Jahren ein gruseliges Erlebnis im Sonntatte.
17:04Er angelte vor Hinchinbrook Island.
17:11Irgendetwas stieß gegen sein Boot.
17:16Er sah eine weiße Riesentatze, die das Boot packte.
17:23Er versuchte abzuhauen. Und als er wieder hinsah, war da nur noch ein kleiner Platscher im Wasser.
17:31Mit Tatze meinen Sie Bärentatze?
17:34Er wusste nicht, was es war, aber er beschrieb es wie eine Bärentatze.
17:38Mehr sah er nicht?
17:39Richtig.
17:40Muss ein Riesenvieh gewesen sein?
17:41Ja, riesig.
17:44Glauben Sie ihm?
17:46Ich kenne ihn nicht gut, aber er wirkt glaubwürdig.
17:49Der Schrecken im Gesicht, mit dem er die Geschichte erzählte, hat mich überzeugt.
17:54Zeugen Sie mir die Stelle auf der Karte?
17:56Sicher.
17:59Er meinte direkt vor dem Hafen von Cordova.
18:02Wie weit ist es zum Hafen?
18:0540 Kilometer von der Nordspitze Hinchinbrook Islands.
18:08Ich weiß nicht, ob der Angler einen Bären gesehen hat, aber ich weiß, dass Bären ihr Revier verteidigen.
18:13Und das war in der Nähe des Dorfes. Vielleicht ist was dran.
18:23Jedes Jahr werden im Alaska-Dreieck tausende Menschen als vermisst gemeldet.
18:29In den Weiten der Wildnis verschwinden meist Einzelpersonen.
18:36Wie konnte sich eine ganze Dorfgemeinschaft in Luft auflösen?
18:39Die Berichte über einen großen, weißen Bären erinnern an Thorngazuk, einen Bärengott aus dem Volksglauben.
18:48Könnte dieses geisterhafte Wesen hier aktiv sein? Oder treibt ein irdischeres Geschöpf sein Unwesen?
18:59Das Team plant nun eine Nachtobservierung. Dazu besorgt Tommy eine Bärenfalle.
19:05Jax und Ken treffen sich mit einem Bärenexperten.
19:09Da wären wir.
19:10Sie wollen Selbstverteidigung gegen Bären lernen.
19:13Hallo, wie geht's? Ich bin Jax.
19:16Brian Warner.
19:17Was verschlägt sie nach Alaska?
19:19Unsere Ermittlungen. Es könnte ein Riesenbär in der Gegend sein.
19:24Wollen Sie das Tier fangen oder töten?
19:27Fangen. Wir wollen weiter ermitteln. Aber vor allem wollen wir am Leben bleiben.
19:32Klar, das ist das Wichtigste.
19:34Und haben Sie Erfahrung mit Schusswaffen?
19:38Wir nehmen ein Betäubungsgewehr mit. Außerdem habe ich eine Handfeuerwaffe dabei.
19:44Generell ist es nicht ratsam, mit Schusswaffen zu hantieren. Wenn Sie mal mitkommen würden,
19:49einen sollten Sie über Schusswaffen wissen.
19:52Clint, reich mir mal eine.
19:54Wenn man in einer Verteidigungsposition ist und der Schuss auf den Bären daneben geht, hat man ein großes Problem.
20:01Der Bär kann einen auf den Rücken werfen und man ist absolut ungedeckt und verwundbar.
20:07Darum empfehlen wir Spray.
20:10Es erzeugt eine Art Verteidigungsvalum ein.
20:14Sollen wir Ihnen das Bärenspray demonstrieren?
20:17Absolut.
20:18Wir haben eine Menge Bärenspray hier.
20:20Ich bin ein guter Schütze, aber ich weiß, dass auch Schüsse aus kurzer Distanz daneben gehen können.
20:25Ein Plan B ist hilfreich.
20:27Man nimmt die Dose mit beiden Händen und zielt.
20:31Die Arme nach oben, ein bisschen höher, genau.
20:34Dann den Daumen nach vorne und den Sicherheitsverschluss abziehen.
20:39Genau so, sehr gut.
20:41Jetzt können wir feuern.
20:43Den Finger auf den Abzug und Feuer frei.
20:50Weitersprühen.
20:51Ein bisschen tiefer.
20:53Gut so.
20:56Immer weiter.
20:59Gut gemacht.
21:00Den Sicherheitsverschluss wieder drauf.
21:05Klingt einfach die Sache mit dem Bärenspray.
21:07Aber wenn ein 400 Kilo Bär auf dich zurennt, zittern dir leicht die Finger.
21:12Vielleicht bekommt man den Sicherheitsverschluss nicht auf oder trifft den Abzug nicht.
21:16Und gegen einen Riesenbären helfen vielleicht nicht mal Volltreffer.
21:22Die Begegnung mit einem monströsen Bären ist für Paul Vardell mehr als nur Theorie.
21:272010 hatte er in der Nähe von Cordova ein seltsames Erlebnis.
21:32An einem Samstag machte ich eine Wanderung durch die Wälder an der Küste.
21:37Im Sommer kann es hier ganz schön windig werden.
21:42Als ich so lief, stieg mir plötzlich salziger Meeresgeruch in die Nase.
21:47Seltsam, denn ich war relativ weit vom Meer entfernt.
21:53Ich machte mir nichts draus und wanderte weiter.
21:56Hinter einer Kurve fiel mir ein markanter Felsen auf, dahinter der Rücken eines gigantischen Tieres.
22:07Ich dachte sofort an einen Eisbär, weil das Tier weiß war.
22:13Aber Eisbären gibt es nicht so weit südlich.
22:16Außerdem war das Tier viel größer.
22:19Bevor ich kapierte, was los war, hörte ich ein markerschütterndes Knurren.
22:26Dann verschwand das Tier hinter den Felsen.
22:29Wie versteinert saß ich einige Minuten da, bis ich all meinen Mut zusammennahm und dem Tier hinterherkletterte.
22:38Doch es war weg.
22:41Auf dem Boden hatte es riesige Tatzenabdrücke hinterlassen, dreimal größer als von normalen Bären.
22:51Ich hatte genug gesehen und machte mich aus dem Staub, denn dieses Vieh hätte mich in einem Stück fressen können.
23:00Mit der schwerstmöglichen Bewaffnung kehrt das Team für eine Nachtobservierung nach Hinchimbrook Island zurück.
23:07Im Gepäck haben sie eine von Tommy besorgte Falle und Köder.
23:12Sie sollen eine Opfergabe an den Bärengott sein und gleichzeitig echte Bären anlocken.
23:18Wir platzieren die Falle neben einem Baum, damit wir sie festbinden können.
23:23Extreme Vorsicht ist geboten.
23:25Wenn ihr in die Falle tretet, reißt sie euch das Bein ab. Sie hat messerscharfe Zähne.
23:31Ich glaube, wir haben an alles gedacht. Mehr fällt mir nicht ein.
23:48Herr Jungs, schau mal da drüben bei den Bäumen. Da ist was Großes, Weißes. Jetzt ist es weg.
23:55Vielleicht spielt mir meine Fantasie Streiche, aber ich bin sicher, ich habe ein großes, weißes Wesen in den Bäumen gesehen.
24:01Wir müssen sofort darüber.
24:03Das Team startet zum Waldrand.
24:06Die Männer wissen, dass erst vor zwei Wochen ein Jäger von einem großen, weißen Bären berichtet hat.
24:12Sie müssen auf der Hut sein.
24:14Ich glaube, da oben war er.
24:20Ja, genau hier.
24:24Warte, Tom.
24:28Siehst du die Spur?
24:30Ist das eine Bärenspur?
24:32Ich erkenne zehn. Da hinten die Ferse. Ein Braunbär ist es wahrscheinlich nicht. Dazu fehlen die Krallenabdrücke.
24:40Die Spur ist verwischt. Ich weiß, dass Eisbären kleine Papillen an den Tatzen haben, die die Reibung auf dem Eis
24:47erhöhen.
24:48Unsere Spur hier ist aber zu stark verwischt, um sie zu erkennen.
24:53Eisbären haben kleinere, kürzere Krallen, sie sitzen tiefer.
24:57Das Ding war blitzschnell wieder weg. Bei der Geschwindigkeit kann man etwas Übernatürliches nicht ausschließen.
25:05Ich bin mir sicher, es war hier. Ich muss den Bereich beobachten. Lass uns eine passende Stelle suchen.
25:15Wir trennen uns eine Nacht. So finden wir eher heraus, was hier draußen ist.
25:19Hört sich riskant an, aber wir wissen jetzt, wie man sich gegen Bären verteidigt.
25:24Da oben ist eine Lichtung.
25:26Eine super Stelle.
25:29Perfekter Überblick.
25:31Ich bleibe über Funk mit euch in Kontakt und ihr zieht weiter zum Dorf.
25:35Klingt gut.
25:37Wir melden uns in ein paar Minuten.
25:43Das Team hinterlässt Jacks genug Ausrüstung, um durch die Nacht zu kommen.
25:47Er stellt ein Zelt auf.
25:50Seine Nachtobservierung wird er auf Video festhalten.
25:54Als Ken und Tommy das Dorf erreichen, stellen sie eine Bärenfalle im Steinkreis auf, den sie aus den Gebäuden im
26:00Blick behalten.
26:04Was machen wir hier, Tommy?
26:07Wir bauen einen Ständer für den Köder.
26:09Ein schöner Barsch.
26:13Tommy platziert eine Kamera neben dem Köder.
26:17Kamera läuft.
26:18Auf in die Hütte.
26:20Die Kamera überträgt Live-Bilder auf einen Laptop.
26:23So sehen die beiden alles, was sich der Falle nähert.
26:27Das ist nervenaufreibend.
26:29Ich habe Zweifel, ob wir mit Betäubungsgewehr und Bärenspray etwas gegen einen Riesenwehren ausrichten können.
26:35Und ist es ein Bären-Gott, könnte er dasselbe mit uns machen wie mit den Dorfbewohnern.
26:41Dass es Riesenbären auf Inseln gibt, ist kein Märchen.
26:45Den Präzedenzfall finden wir auf Kodiak Island im Golf von Alaska.
26:50Hier lebt der Kodiak-Bär, der größte Braunbär der Welt.
26:54Während der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren wurde er von seiner Spezies getrennt.
27:00Oft schrumpft eine isolierte Spezies von Fleischfressern aufgrund von Ressourcenknappheit in seiner Körpergröße.
27:07Doch die vielen Lachse auf Kodiak und das Fehlen natürlicher Feinde bewirkten das Gegenteil.
27:13Könnten die ähnlichen Umstände auf Hinchinbrook Island dieselben Folgen für eine Population weißer Bären gehabt haben?
27:21Der Pilot und alteingesessene Alaskaner Noah Silver glaubt daran.
27:26Denn 2004 machte er bei einem Flug über die Insel eine interessante Entdeckung.
27:33Seit meiner Geburt lebe ich in Alaska und das Flugzeug ist mein Fortbewegungsmittel.
27:38Eines Abends zog sich der Nebel auf.
27:41Für bessere Sicht ging ich mit der Maschine runter und flog über die nebelfreie Küste.
27:47Da sah ich ein riesengroßes Wesen.
27:51Es sah aus wie ein Eisbär.
27:55Nur drei, viermal größer.
27:58Drei Meter bis zu den Schultern vielleicht.
28:01Ich flog eine Kurve, um es nochmal zu sehen.
28:04Doch als ich wiederkam, war es verschwunden.
28:09Ich kenne die Legende über einen Riesenbären.
28:12Für mich ist sie keine Legende mehr, sie ist wahr.
28:19Die ersten Stunden der Überwachungsaktion verlaufen ereignislos.
28:25Jack sucht nun mit einem Wärmebildgerät die umliegenden Wälder nach Wärmespuren ab,
28:29die auf Leben hindeuten.
28:33Weder Kot noch abgebrochene Zweige zu sehen.
28:36Das Blattwerk ist sehr dicht.
28:38Gäbe es hier einen Riesenbären, deren deutlich mehr ist er abgebrochen.
28:49Ken, siehst du was?
28:51Noch nichts.
28:54Nichts.
28:56Ich sehe mich mal mit der Wärmebildkamera um.
28:59Behalt die Falle im Auge.
29:00Gute Idee.
29:12Ich bin überrascht, dass wir noch nichts gesehen haben.
29:16Der Fisch ist eine verlockende Mahlzeit.
29:18Ich hätte wetten können, dass sich ihn jemand schnappt.
29:27Es ist zwei Uhr siebenundvierzig.
29:30Ich habe die Umgebung mit dem Wärmebildgerät abgesucht.
29:33Keine Spur von Bären, abgebrochenen Zweigen oder Kot.
29:37Die Temperatur ist stark gefallen und es regnet.
29:41Ich wärme mich jetzt im Zelt auf.
29:44Hey Tommy.
29:49Sehr kalt und still hier.
29:51Bei euch auch?
29:53Ja, nichts zu sehen.
29:56Könnte eine lange Nacht werden.
29:59Da hast du recht.
30:11Was war das?
30:27Hast du das gehört?
30:28Ja.
30:30Das kam aus Richtung Jacks Zelt.
30:33Ich frage ihn.
30:34Nein, nicht über Funk.
30:36Es könnte was angelockt werden, wenn das Walkie-Talkie losgeht.
30:40Richtig.
30:42Laufen wir hin?
30:43Ja.
30:45Nimm das Gewehr.
30:47Okay.
30:49Rät Licht aus.
30:52Wenn ein Bär die Geräuschquelle ist, ist das hochgefährlich.
30:56Denn in der Regel gehen Bären Menschen aus dem Weg.
30:59Wenn sich ein Bär nähert, könnte er auf der Jagd sein und sie wären die Beute.
31:09Jacks!
31:15Was ist los?
31:17Keine Ahnung.
31:19Ich habe ein tiefes Knurren gehört.
31:21Ich weiß nicht, aus welcher Richtung.
31:23Es kam aus deiner Richtung, darum sind wir gekommen.
31:26Ich habe die ganze Umgebung gescannt und nichts gesehen.
31:30Ich habe was gehört, aber seit ich das Zelt verlassen habe, ist es still.
31:34Wenn ein Tier in der Nähe wäre, hätte die Wärmebildkamera es erfasst.
31:37Was immer die Geräuschquelle war, muss weitergezogen sein.
31:41Checken wir mal eure Falle.
31:42Schauen wir nach.
32:01Also, die Falle ist noch da.
32:04Der Köder auch.
32:05Die Kamera auch.
32:08Keine Bilder auf der Kamera.
32:12Alles unberührt.
32:13Ganz schön enttäuschend.
32:15Die Nacht ist fast vorbei und wir haben noch nichts gesehen.
32:18Wir müssen uns irgendetwas einfallen lassen, um unsere Erfolgsaussichten zu erhöhen.
32:23Gehen wir in eure Hütte.
32:30Wäre hier ein Bär unterwegs, hätte er sich definitiv den Fisch geholt.
32:33Richtig, er hätte ihn gerochen.
32:36Oder er hat gemerkt, dass es eine Falle war.
32:39Glaubst du jetzt, dass es ein übernatürliches Wesen ist?
32:43Glaubst du, der Taungarsuk ist real?
32:46Ich weiß nicht, was ich glauben soll.
32:50Meine Fresse, was ist da los?
32:54Alles verwüstet.
32:57So sah es nicht aus, als wir gegangen sind.
32:59Hier hat jemand geplündert.
33:01Irgendetwas auf dieser Insel will uns ärgern.
33:03Seht nach, ob unsere Ausrüstung noch da ist.
33:05Es sind teure Sachen dabei.
33:08Hier ist mein Nachtsichtgerät.
33:10Computer?
33:11Computer ist noch da.
33:12Die Tasche ist aufgerissen.
33:15Ausgekippt.
33:16Das K2, GPS, der Callblaster.
33:19Das Essen ist weg.
33:21Bären klauen gerne Essen.
33:23Menschen auch.
33:25Es waren keine Menschen.
33:27Unsere Ausrüstung ist noch da.
33:31Und es ist matschig draußen.
33:32Es gäbe Fußabdrücke.
33:34Was immer hier war, hat keine Spuren hinterlassen.
33:39Vielleicht war es ein übernatürliches Wesen, das uns eine Botschaft übermitteln wollte.
33:46Vielleicht war es wirklich der Tonga-Suk.
33:50Und vielleicht ist es eine Warnung.
33:53Verschwendet.
33:54Ohne Essen überlebt ihr hier nicht.
33:56Sowas in der Art.
34:00Okay, ich fühle mich hier nicht mehr sicher.
34:03Ich packe zusammen.
34:05Irgendetwas weiß, dass wir hier sind.
34:10Spuren hat der Eindringling keine hinterlassen.
34:13Die Männer packen ihre Ausrüstung zusammen und verbringen den Rest der Nacht in Jacks Zelt.
34:18Als Gruppe sind sie sicherer, falls irgendjemand oder irgendetwas zurückkommt.
34:31Das Alaska-Dreieck ist bekannt für seine vielen Vermisstenfälle.
34:35Wie aber kann ein ganzes Dorf verschwinden?
34:40Hat der Thorn Gar-Suk, ein Gott in Gestalt eines Riesenbären, die Dorfbewohner vertrieben oder gar ausgelöscht?
34:51Das Ermittlerteam hoffte Beweise für dieses Fabelwesen oder seine reale Vorlage zu finden.
35:04Gehen wir.
35:05Sie stoßen auf einen vielversprechenden Hinweis.
35:10Moment mal, Ken, schau dir das an.
35:13Schau mal, Jacks.
35:15Was ist das weiße Zwick?
35:18Aare.
35:20Fell oder sowas.
35:22Hängt da was im Holz?
35:25Welches einheimische Tier kommt da in Frage?
35:28Ein Schaf, aber so hoch kommt es nicht.
35:31Bergziege.
35:33Auch viel zu klein, um da hoch zu kommen.
35:35Vielleicht ein Eisbär, Jacks.
35:40Unsere erste biologische Spur.
35:42Aufregend.
35:43Die können wir im Labor untersuchen lassen.
35:46Tommy, hast du die Papiertüte?
35:48Ich weiß nicht, ob die Haare von unserem Essensdieb stammen, aber sie stammen von etwas, das einmal in der Hütte
35:54war.
35:54Wir müssen herausbekommen, was es war.
35:56Keine Ahnung, was das ist.
35:59Tommy, du kennst Eisbärfell.
36:01Gibt es Ähnlichkeiten?
36:02Nein, Eisbärfell ist viel rauer und dichter.
36:05Und es ist durchsichtig.
36:07Das hier überhaupt nicht.
36:09Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Eisbärenfell weiß ist.
36:13In Wirklichkeit ist jedes Haar farblos, mit einem hohlen Kern, der Licht reflektiert und zerstreut.
36:20Deshalb wirkt es weiß.
36:23Dasselbe Phänomen finden wir bei Schneeflocken.
36:25Sie bestehen aus durchsichtigen Eiskristallen, die komprimiert weiß wirken.
36:30Wenn das gefundene Haar also von einem Bären stammt, kann es kein normaler Eisbär sein.
36:37Wir haben eine Menge davon, was immer es ist.
36:39Ab ins Labor damit.
36:45Den Rest der Nacht verbringt das Team im Zelt.
36:48Es kommt zu keinen weiteren Vorkommnissen.
36:58Zwei Tage später treffen sich die Ermittler, um die Laborergebnisse zu besprechen.
37:04Meine Herren, wie geht's?
37:06Gut.
37:07Also, es gibt Neuigkeiten.
37:10Ich war etwas nervös, denn bei Haarproben weiß man ja nie.
37:13Aber dieses Haar stammt von einem Menschen.
37:17Einem Menschen?
37:18Ja.
37:18Die Probe ist in schlechtem Zustand.
37:20Sie ist Jahrzehnte alt.
37:22Am wahrscheinlichsten stammt sie von einem der verschwundenen Dorfbewohner.
37:28So alt?
37:29Ja, absolut.
37:30Klingt logisch.
37:32Das Labor sagt, die Probe passt auf niemanden aus ihrer Datenbank.
37:37Na klar, so alt wie die Probe ist.
37:40Jemand aus dem Fischerdorf wird wohl kaum in einer DNS-Datenbank sein.
37:43Das beweist, das Haar stammt nicht von einem Eisbär.
37:47Es gibt aber noch Ungereimtheiten.
37:49Ja, der verwischte Fußabdruck.
37:51Die Bissstelle in der Planke.
37:54Dies deutet entweder auf einen Bären mit deformierten Kiefer oder einen Riesenbären hin.
38:01Gut möglich, dass es der Tonga-Sug war.
38:04Stellt euch ein übernatürliches Wesen vor, das seinen Zaun in Zaum halten kann.
38:09Es wollte uns warnen.
38:11Es war ein Beschützer.
38:13Anstatt uns anzugreifen, sagte es, verschwindet lieber.
38:18War es jetzt ein außergewöhnlicher Bär oder ein übernatürliches Wesen?
38:28Das Ermittlerteam fand kein physisches Wesen, dass die seltsamen Bärensicht in nichtpolaren Gebieten existieren.
38:36Doch kann ein realer Bär, ganz gleich wie groß er ist, ein ganzes Dorf vertreiben?
38:43Vieles deutet darauf hin, dass etwas hinter der Tonga-Sug-Legende steckt.
38:49Ob Tier oder Gottheit.
38:52Seine Existenz könnte einer der Gründe sein.
38:55Moment mal, Ken, schau dir das an.
38:57Warum so viele Menschen in Alaska verschwinden.

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